Das Vidgames Rezensionsverzeichnis





9. März 2007

Pan’s Labyrinth

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 14:04

elend, 07.02.2007

Pan’s Labyrinth aka El Laberinto del Fauno (Mexiko, Spanien, USA 2007, Guillermo del Toro)

Spanien 1944 – Ofelia kommt mit Ihrer Mutter in einer ländlichen Armeestellung des Hauptmanns Vidal an. Er kämpft dort für Diktator Franco gegen aufständische Rebellen. Wärend draußen der Krieg herrscht, verliert sich die kleine Ofelia in Märchenbüchern und träumt von anderen Welten. Als ihr ein Faun begegnet und ihr erzählt, sie sei eine wiedergeborene Prinzessin, packt sie die Neugier und so macht sie sich auf in Pan’s Labyrint. Oder so.




Kein Kinderfilm.

Pan’s Labyrinth überraschte mich etwas. Die Geschichte kommt nur zäh in Fahrt und die Wechsel zwischen realer Welt und Fantasysetting wollen so gar nicht zusammen passen und stets hat man den Eindruck, zwei verschiedene Filme zu sehen. Auf der einen Seite ein Drama in Kriegssetting, das gnadenlos und ungeniert das Grauen des Krieges und somit der realen Welt zeigt und auf der anderen Seite das Fantasysetting der Märchenwelt um Pan’s Labyrinth, das Ofelia gerne wieder als Prinzessin hätte. Die eigentliche Überraschung kam dann in Form von Gewalt. Gnadenlos werden hier Gesichter zertrümmert, zerschnitten, zerschossen und die Kamera… die hält einfach drauf. Das ist kein Kinderfilm?! So sieht man ab der zweiten Hälfte überwiegend die Geschehnisse in der Armeestellung und weniger Fantasyelemente. Und genau da merkte ich, dass ich mittlerweile die Story der Armeestellung interessanter fand als das Fantasysetting, welches am Anfang des Filmes eher meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Gut, das dann am Schluss doch noch beide Handlungsstränge nach und nach immer mehr miteinander zu tun bekamen und ich somit nicht das Gefühl hatte, die erste Hälfte des Films wäre unnötig gewesen.



Also schon krass. Die Kameraarbeit war mir anfangs etwas zu dunkel, da man überwiegend nur Schwarz sieht, aber die Einstellungen in den Fantasysettings entschädigen dann schnell wieder. Alles sieht schön auf dem Boden geblieben und nicht so abgehoben und glanzvoll aus, wie in manch anderem Film. Dazu kommt, das alles so eine morbide Stimmung hat. Das sah einfach nice aus. Schade, das die Fantasywelt ziemlich vorhersehbar war (”Du darfst NICHTS essen und trinken! NICHTS!” Und was macht die kleine Hure? Sie isst natürlich etwas… typisch und imho total unnötig.) und der Film etwas langsam in Fahrt kommt. Dafür entschädigt das Ende dann.

Zur Gewallt sei noch zu sagen, das sie – imho – bewusst so drastisch gezeigt wird um die reale Welt eben noch realer aussehen zu lassen und gleich mal dem Zuschauer klar zu machen “Ey, das ist kein Kinderfilm. Nimm die Geschichte ruhig ernst..”. Die erste Szene fand ich anfangs etwas unnötig, aber schon ab der zweiten merkte ich, das sie wohl unumgänglich sind. Und gut sind.

Ich kauf mir wohl die 25 USD Korea DVD?!

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As Tears Go By

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 14:03

elend, 03.03.2007

As Tears Go By (Hong Kong 1988, Wong Kar-Wai)

Wah (Andy Lau), seines Zeichens ein anerkanntes Triadenmitglied, bekommt einen Anruf seiner Tante. Sie schickte seine kleine Cousine (Maggy Cheung) nach Kowloon, weil sie nur dort die für Ihre momentane Erkrankung so wichtige Medizin bekommt. Wah freundet sich nur langsam mit ihr an, denn er muss immer wieder auf seinen hitzköpfigen “kleinen Bruder” Fly (Jacky Cheung) aufpassen, der dauernd nur Ärger macht. Als er eines Tages einen Schritt zu weit geht, versucht Wah das Schlimmste zu verhindern und Fly zu überreden mit ihm und seiner Cousine Ah-Ngor nach Lantau Island zu gehen.

Martin Scorsese lässt grüßen. “As Tears Go By” ist “Mean Streets” in Hong Kong und Jacky Cheung ganz klar der Hitzkopf den Robert De Niro in Scorseses Film verkörpert. Aber wer “Mean Streets” schon sah sollte keinesfalls denken, das er “As Tears Go By” nun nicht mehr anschauen müsste. Wong Kar-Wai drückte der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel auf, schmiss noch eine Romanze mit rein und fertig ist ein eigenständiger Film. Zwar (manche sagen “Gott sei dank”) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Werken, aber gerade das macht den Film ja auch offener für ein breiteres Publikum. Es ist einfach Mainstream Bloodshed. Die Actionszenen sind teilweise stilisiert aber im Gegensatz zu Wong Kar-Wais späteren Werken gibt’s hier Dialoge, ein hohes Tempo und eben Action.

Für einen Wong Kar-Wai Film fällt natürlich das Fehlen Christopher Doyles irgendwie als erstes auf. Das ist zwar schade, aber nicht wirklich tragisch. Die Bilder (Sickerweise gefilmt von Infernal Affairs Regisseur Andrew Lau Wai-Keung, der kurze Zeit später auch Ringo Lams “City On Fire” filmte!?) sind stylish genug um zu gefallen und oft finden wir Andy Lau und Jacky Cheung nur in dunklen, lediglich von roten oder blauen Neonröhren erhellten Räumen wieder. Und der ganze 80′er Flair, der sich vor allem in Klamotten und Musik wieder spiegelt, wirkt hier nicht billig (Hallo Full Contact LOLZ!!!11) sondern ganz und gar symphatisch. Gewusst wie.

In vielen Reviews wurde sich beschwert, dass der Film lediglich eine “Kopie” oder maximal ein “Mix” anderer Bloodshedfilme ist, die es damals so zahlreich im Kino gab. Ich dachte mir: “Ehm.. Ja und???” Solange sie so nice sind und Hong Kong DVDs zwischen 5 und 15 EUR kosten, ist mir das doch scheißegal. Der Film ist einfach nice, ob Andy Lau, die cantonesische Coverversion von “Take My Breath” away, die 80′er oder die nicen Actionszenen. Alles hab’ ich schonmal gesehen, aber das ist mir doch irgendwo egal, wenn ein Film trotzdem gut gemacht ist und mich nicht zu Tode langweilt. Hardcorefans von Wong Kar-Wai (Solche mit Zigarre im Mundwinkel und Hornbrille oder einer Anstellung als Prof. an irgendeiner Uni) sind evtl. etwas enttäuscht von seinem Regiedebut, aber Fans von Ringo Lam oder generell Bloodshedfilmen sollten ruhig mal ein Auge drauf werfen. Es ist einfach ein guter Film ~_???

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The Departed

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 14:01

Munin, 03.03.2007

The Departed

Tjo. Es ist zwar eine ganz schöne Weile her, seit ich Infernal Affairs zuletzt sah, aber…The Departed ist leider einfach der bessere Film. Natürlich sind sie nicht genau gleich und das Remake ist nicht 1:1 dem Original empfunden, aber im Groben doch vom Handlungsablauf ähnlich, Scorsese zitiert hier und da gar ein paar Szenen direkt, manchmal besser, manchmal schlechter. Insgesamt aber gelingt es ihm, die Charaktere und ihre Motive gelungener und mit mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit darzustellen. Das tut er auf Kosten der Länge des Films, der sich im Vergleich zum Original um ein gutes zusätzliches Stück aufbläht. Keine Frage: Infernal Affairs ist daher die weitaus elegantere Inszenierung, die schneller auf den Punkt kommt und bei dem die Spannung konsequenter oben gehalten wird.

Scorsese hingegen setzt auf die Entwicklung von Persönlichkeiten und – was letztendlich seinen Film meiner Meinung nach überlegen macht – geht am Ende, was Zynik und Konsequenz betrifft, einen wohltuenden Schritt weiter. Das ist meine persönliche Meinung und ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leute anders denken werden. Aber ich war ohnehin noch nie ein so großer Fan vom Original. Ein guter Film war es, keine Frage, aber trotzdem hat zum Meisterwerk etwas gefehlt, und das war bei The Departed eben dabei. Zu recht gewann Scorsese hiermit endlich den Oscar.

Der einzige bittere Beigeschmack: Es ist natürlich nach wie vor sehr, sehr Schade, ja beinahe unverschämt, dass die Originalvorlage während der Opening Credits keinerlei Erwähnung findet (vermutlich ist das irgendwo in den Schlusscredits begraben, aber das schaut sich ja keiner an). Auch sonst wurde bei der Promotion des Films scheinbar jeder Versuch unternommen, davon abzulenken, dass The Departed ein Remake ist. Dass während der Oscarverleihung dann noch behauptet wurde, das Original stamme aus Japan, bis die Moderation von Scorsese gnädigerweise korrigiert wurde, setzt dem ganzen natürlich noch die widerliche Krone der Ignoranz auf.

Aber wenn man einmal davon absieht, haben wir hier einfach ein großartiges Stück Hollywoodkino. Sogar Leonardo DiCaprio und Matt Dillon kotzten mich nicht an, obwohl ich sie sonst hasse wie die Pest. So. Jetzt könnt ihr mich schlagen.

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Curse Of The Golden Flower

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 13:59

elend, 24.02.2007

Curse Of The Golden Flower (China 2006, Zhang Yimou)

Tjo, die Königin leidet an Anemie und bekommt schon jahre lang Medizin dagegen. Seit ein paar Tagen lässt der König auch schwarzen Fungus dazu mischen, der, 10 Tage kontinuierlich angewandt, jeden in einen geistig behinderten verwandelt. Tjo, der König mag die Königin wohl nicht und trauert noch einer hinterher, die er mal vor 35253 Jahren kannte. Keine Ahnung. Dann gibt’s noch 3 lame Söhne, wovon einer eine Affäre mit seiner Mutter hat (Die ja nicht seine leibliche ist, wohlbemerkt) und der andere irgendwo in Kriegen kämpfte. Tjo, so plant die Königin also eine Rebellion gegen den König. Nur ein Sohn hilft ihr.

Der Film ist, wie man anhand des Trailers schon vermuten konnte, visuell eine wahre Pracht. Jede x-beliebige Einstellung könnte man sofort als Poster ausdrucken und es sähe hurengeil aus an der Wand. Dabei sind die Farben überwiegend im Bereich “Gold” sowie “grell lila” einzustufen. Das kann auf Dauer schon etwas zuviel des Guten sein, aber dafür gibt’s ja zwischendurch auch mal Szenen außer Haus. Zwar wenige, aber immerhin.

 

Die Musik klingt mit ihren choralen Gesängen fast schon etwas klischeehaft und kann diesesmal nicht ganz überzeugen. Da fand ich die Musik von Hero oder House Of Flying Daggers viel viel eindringlicher.

Bleibt noch der Film ansich. Tjo, der suckte leider. Also irgendwie war fast alles langweilig. Es gibt drei bis vier kurze Kampfszenen, die einfach genial aussehen und alles andere als langweilig sind, dafür gibt’s zwischen diesen Kampfszenen viel zu viel Gelabere. Langweiliges Gelabere. Langsames Gelabere. Unnötiges Gelabere. Man sieht überwiegend Gesichter in Großaufnahme und hoch geschnürte Titten. Titten sind ja ansich nicht schlecht, aber nichtmal die können helfen und man schaut unweigerlich des öfteren auf die Uhr.

Dabei kann man mir auch nicht vorwerfen, die Geschichte nicht verstanden zu haben. Die mag am Anfang etwas weird erscheinen, aber wird durch unzählige Wiederholungen auch für den dümmsten aller dummen schön vorbereitet und der Schluss war einfach unbefriedigend. Überhaupt alles, was die Charaktere in diesem Film tun.

Visuell aber ziemlich beeindruckend. :-)

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Tenacious D

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 13:59

Shagy, 20.02.2007

Ich sah letzte Woche Tenacious D und war während des Schauens richtig begeistert!

Jack Black ist ein kleiner dicker Junge mit einem geilen Musikgeschmack. Er hört Rock und Metal >:O Leider sehen das seine Eltern (Meat Loaf als Vater) nicht sonderlich gerne und nach einer akkustischen Darbietung wird er auf sein Zimmer verband. Doch wie es das Schicksal so will, hat er eine Eingebung. Ronnie James Dio spricht von einem Plakat zu ihm und sagt, das er sich aufmachen soll die geilste Band zu gründen! Gesagt getan. Er macht sich auf in die Welt und trifft auf den Straßenmusiker Kyle Gass. Die zwei tun sich zusammen und wollen an einem Bandkontest teilnehmen. Leider sind sie zu blöd den Song des Jahrtausends zu schreiben. Duch nen dummen Zufall finden sie Anhaltspunkte zu einem speziellen Plektron, welches aus einem Zahn von Satan (!?!) gemacht wurde.


Tolle Songs und ein Kalauer nach dem anderen. Wer Jack Black liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Das ganze ist zudem schon fast ein Musical, da die Geschichte viel durch die Songs erzählt wird. Auch die Nachstellung einer Bandgeschichte war sehr geil. Zuerst das Kennenlernen, dann die Trennung wo keiner etwas erreicht und schließlich die Reunion xD

Leider gab es im Nachhinein ein paar Kritikpunkte. Vor allem das Fehlen einiger Cameo Auftritte einiger Musiker hat mir gefehlt. So kamen nur Dio, Meat Loaf und Dave Grohl zu einem Auftritt. Ziemlich schade … vor allem im Publikum in der einen Bar, hätten einige Stars sitzen können. Oder auch die Rolle von Tim Robbins hätte prima auch ein Metalheld übernehmen können! Oder die dusseligen Bullen im Museum.

Ansonsten dennoch ein sehr geiler Jack Black Film. Kaufte mir auch gleich den Soundtrack, der sich wunderbar dazu eignet den Film nochmals Revué passieren zu lassen. Nebenbei war der Pick of Destiny mit dabei Pen

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Trailer:
http://www.apple.com/trailers/newline/tenaciousdinthepickofdestiny/





The Dorm

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 13:56

elend, 16.02.2007

The Dorm aka Dek Hor / เด็กหอ (Thailand Songyos Sugmakanan, 2006)

Der 12-jährige Chatree wird von seinem Vater in ein Internat unter Leitung der psychisch angeknacksten Mrs. Pranee gesteckt. So richtig glücklich ist er darüber nicht. Das ihn zudem die Mitschüler verarschen und hänseln hilft da dann auch nicht wirklich. Des Nächtens hat er auch noch tierische Angst, da ihm seine Mitschüler Horrorgeschichten erzählen, die von einem Jungen handeln, der sich im Pool hinter dem Internet das Leben nahm und fortan als Geist umher irrt. Chatrees einziger Halt ist der Klugscheißer Vichien. Zusammen mit Vichien gehen sie der Geistergeschichte auf den Grund.

Das Marketing des Films schreit förmlich “Horrorfilm” aus allen Löchern! Das fängt bei den überaus tollen Trailern an und hört bei den schicken Posterdesigns noch lange nicht auf. Das ist einerseits gut, da er dadurch überrascht, aber andererseits könnten Leute, die etwas anderes erwarteten – nämlich einen Horrorfilm – enttäuscht werden. Und das wäre wirklich schade, da der Film einfach sehr nice ist.

Ziemlich düster und im Stil typischer Geistergeschichten Horrofilme fängt er an und kann mit seinen, anfangs noch recht häufigen, Gruselszenen nicht ganz überzeugen. Die sind zu vorhersehbar, zu klischeehaft und teilweise zu plump. Das ist aber schon bald verziehen. Nämlich dann, wenn man merkt, das er in diesem Film gar nicht so sehr darum geht zu schockieren. Vielmehr will er berühren. Mit Auftreten des Klugscheißers Vichien, mit dem sich Chatree schnell anfreundet (Mittels eines geilen fake Game&Watch Handeld xD) schlägt der Film etwas leichtere Töne an und die Gruselszenen treten zusehends in den Hintergrund. Und hier wird der Film erst richtig nice…

Der spätere Verlauf is spannend und weiß auch ohne Gruselszenen zu fesseln, obwohl einige Szenen irgendwie vorhersehbar bleiben. Mich störte das nicht wirklich und so konnte ich den Film auch weiter genießen. Auch die in einem Review auf Molodingsbumszhenaja.com angesprochenen Kontinuitätsfehler fielen mir gar nicht so recht auf. Einzig und allein die Freiluftkinoszene könnte einige Leute etwas verwirren und aus der Atmosphäre reissen. So auch bei mir. Tjo.

Trotz einigen Lichtblicken in der zweiten Hälfte des Films, fiel mir auf wir krass düster der Film ist. Selbst bei Tagesszenen sind die Farben blass und die geilen Kameraperspektiven werden von einer düsteren Vignette umgeben. Das addete ziemlich krassen und ziemlich geilen Style und selbst wenn man nur Schatten oder Ausschnitte sieht, da alles so dunkel ist, weiß man trotzdem noch was vor sich geht und der komplette Film sieht einfach hurengeil aus?! Wer war der Kameramann bitte? Ich will ihn sofort heiraten.
Sein Bruder muss übrigens der Komponist der Musik gewesen sein. Der komplette Film über hat einen geilen Soundtrack, das man einfach nur weinen mag. Und zwar aus den Ohren. Leider bin ich ziemlich unmusikalisch, wodurch ich euch nichtmal beschreiben kann, warum der Soundtrack so geil ist. Das ist scheiße, denn ich würd ihn am liebsten jedem aufzwingen.

Tjo anyway. Wer Shutter und vor allem Tale Of Two Sisters mochte der sollte sich The Dorm unbedingt reinziehen. Ein geiler Mix aus Grusel und Drama erwartet einen.

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Hachi-Ko Monogatari

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 13:51

elend, 10.02.2007

Hachi-Ko Monogatari (Japan 1987, Seijro Kohyama)

Professor Ueno der Toyko Universität bekommt als Geschenk einen reinrassigen Akita Hund geschenkt. Seine Frau will ihn erst gar nicht haben, aber der Professor verliebt sich ziemlich schnell in den kleinen süßen Welpen und behält ihn. Jeden Tag geht der Professor an den Bahnhof Shibuya, um zur Arbeit zu fahren. Hachi-Ko begleitet ihn morgens und holt ihn abends wieder vom Bahnhof ab. Selbst als der Professor eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt, läuft Hachi-Ko jeden Morgen und jeden Abend zum Bahnhof, in der Hoffnung sein Herrchen würde eines Tages wieder kehren.

:_(




Basierend auf einer wahren Begebenheit, die im Jahre 1925 ihren Anfang fand. Also schon ziemlich oldschool ist. Das sieht man auch dem Film an, der zwar von 1987 ist, aber in 1925 spielt, was so bisschen ungewohnt ist, wenn man eigentlich nur einen süßen Hundefilm erwartete. Tjo und typisch japanisch geht’s mal wieder ziemlich kalt zu. Gefühle werden zwar gezeigt, aber stets so, das man nie Tränen in den Augen hat oder sonst anderweitig davon berührt ist. Selbst die Szenen mit dem Hund fand ich jetzt nicht so prickelnd, da man ihn überwiegend nur rumlaufen sieht und wenn sein Herrchen dann mal kommt, wedelt er nichtmal mit dem Schwanz ( Pen ) was ziemlich ungewohnt ist, wenn ein Hund sich normalerweise freuen sollte. Und ab Minute 50 sieht man Hachi-Ko praktisch nur von Haus zu Bahnhof laufen und dazwischen immer wieder die gleichen Sprüche wie: “Oh, da ist der Hund wieder.” oder “Mein Gott, der arme… wartet immer noch…”.

Von daher… also… keine Ahnung. Weder die Musik, weder die Szenen mit dem Hund, noch der Schluss konten mich zu Tränen rühren. Typisch japanisch irgendwie… Ich schätze die wahre Story mit dem Hund, der dann schließlich noch 11 weitere Jahre (!) am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen wartete, war viel rührender, als die Darstellung im Film.

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(Der echte Hachi-Ko zu Lebzeiten. Ihm wurde dann ein Denkmal gewidmet, welches heute noch steht.)





Exiled (#2)

Abgelegt unter: Movie Reviews — admin @ 13:49

elend, 09.02.2007

Exiled (2006, Johnnie To)

Die Killer Blaze (Anthony Wong) und Fat (Lam Suet) werden beauftragt Wo (Nick Cheung) zu erledigen. Dieser versuchte vor einiger Zeit Gangsterboss Fay (Simon Yam) zu killen. Lame nur, das Blaze, Fat und Wo eigentlich Kumpels sind. Noch lamer allerdings, als Tai (Francis Ng) und Cat (Roy Cheung) auftauchen. Ebenfalls Kumpels der Truppe. Geschwind kommt es zu einer Schießerei bei der erstmal alle überleben. Gemeinsam beschließen sie Wo noch etwas am Leben zu lassen, damit dieser noch einen Coup landen kann, der seiner Frau und seinem Kind etwas Geld hinterlassen soll. Geplant ist das Attentat auf Gangsterboss Keung. Was ansich nicht so schwierig wäre, wenn nicht Gangsterboss Fay aufgetaucht wäre. Nun suckt alles und alle stehen erstmal herum und wissen nicht, was sie tun sollen.

Wer soll nun bitte auf wen schießen?!

Geil.

Was soll man da noch sagen. Ich bin jetzt zwar nicht exhausted, wie Munin damals, aber mir fällt es auch schwer, zu beschreiben warum mir Exiled nun so gefiel. Fangen wir mal bei den offensichtlichsten Sachen an.

Die Bilder sehen dank (offensichtlich) gelerntem Kameramann und etwas Farbfiltern hier und da mal wieder oberste Sahne aus. Die geile Landschaft, Architektur und das Wetter von Macau tun da ihr übriges. Die Musik fällt einem fast gar nicht auf, was wohl ihrem dezenten und vor allem gekonnten Einsatz zu verdanken ist. So sitzt man nicht während des Films da und wundert sich über komische Midimusik, wie es damals noch bei “The Mission” der Fall war. Und dann gibt es ansonsten nur noch die Schauspieler.

Die stellen so etwas ähnliches wie ein “Best Of Johnnie To” dar und haben mal wieder keine Mühe die Truppe Profikiller, bestehend aus 5 Kumpels überzeugend rüberzubringen. Gerade in Szenen wie der am Wasser, wenn Lam Suet von Nutten träumt oder am Schluss in der Fotokabine, schaffen es die 5 einem eine Träne in die Augen zu spielen. Man wäre gerne mit dabei, einer von ihnen, weil sie sich alle so gut verstehen und überhaupt so cool sind und… überhaupt. Der Rest besteht aus Simon Yam und seiner Gefolgschaft, die man einfach hassen muss, weil sie schmierige, unsymphatische, skrupellose Wichser sind. Hervorragend. Vor allem Jeff (Siu-Fai Cheung) weiß zu gefallen. xD

Der Rest besteht aus Begegnungen, Zufällen und überhaupt der Story. Und die ist einfach geil. Die Ausgangsbasis ist ja ansich schon geil (Profikiller sollen jemanden töten. Ziel ist aber ein alter Kumpel. Andere Kumpels kommen und wollen das verhindern..), aber was Johnnie To dann noch draus macht ist halt der Grund, warum wir gerne seine Filme schauen. Anfangs meint man noch man wüsste schon, wie der Film endet oder hätte auch nur einen Schimmer davon, was als nächstes passieren würde, aber nix da. Hinter jeder Szene kann eine Überraschung lauern und trotz teils heftiger Wendungen wirkt alles wie aus einem Guss und nie unrealistisch.

Selbst nach sovielen Jahren Filmgeschäft weiß er eben zu überraschen und schafft es sogar Schießereien neu und frisch aussehen zu lassen. Hier avancieren die Schißereien mal wieder fast schon zur Kunst und man denkt sich anfangs nur “Baha” und danach nur noch “Boah”. Das Blut in Pulverform, die Semizeitlupe und die Kameraeinstellungen reichen schon um eine Schießerei anders aussehen zu lassen. Einfach geil.

Das war’s. Das ist Johnnie To. Geile Schauspieler und eine interessante Story, die obendrein noch well executed wurde. Bitte schauen Sie sich diesen Film an. Er ist.. recht gut. Aka…

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Asphalt Urban GT

Abgelegt unter: Game Reviews — admin @ 12:38

elend, 08.03.2007

Asphalt Urban GT (Gameloft 2004, Nintendo DS)

Hintergrund:

Baha, wieso schreib’ ich das überhaupt? Es ist ein Arcaderacer! Da gibt’s keine Story. Ihr seid entweder irgendein Kfz.-Mechaniker Auszubildender, der seinen eigenen VW Golf bis zur Unkenntlichkeit getuned hat und nun meinte er müsste geile Straßenrennen fahren, weil er gestern erst 2 Fast 2 Furious schaute. Oder ihr seid ein reicher Geschäftsmann, der als privates Hobby gerne teure Autos kauft und damit gern durch Hong Kongs Straßen oder Kubas Hänge hinunter düst. Was immer die Story auch sein mag. Ihr wollt und müsst Rennen gewinnen. Autorennen. Illegale. Auf der Straße. Das ist total underground und cool.


(Links: Vorsicht Gegenverkehr! Die Straßen sind voll von zivilen Autos. | Rechts: Die Replays sähen besser aus, wenn die Kamera zuweilen nicht so hyperaktiv wäre.)


Illegale Straßenrennen:

Seit “The Fast And The Furious”, diesem Drecksfilm, ist es Mode ein Autorennspiel nicht mehr normales Autorennspiel sein zu lassen, sondern die Hersteller sehen sich gezwungen ein ultra hippes illegales Straßenrennen draus zu machen. Angefangen hat alles mit 2003 Need For Speed – Underground, diesem Drecksspiel. Autos durften nicht mehr Autos sein sondern mussten super getuned werden und mit hässlichen Aufklebern aus dem Katalog eines Hinterhofbeschrifters verziert werden können. Das wäre ansich gar nicht sooo schlecht, wenn es nicht zusätzlich auch noch eine Beschränkung auf Nachtfahrten und eine überwiegende Nutzung von Neonfarben gegeben hätte. Das alles geht mir einfach nicht gut rein und ich musste seit Need For Speed – Underground auf jeden Arcaderacer kotzen. So richtig heftig.

Nicht so Asphalt Urban GT.

Es findet imho eine gute Balance zwischen illegalen Straßenrennen und neonfarbener Mistscheiße. Es gibt Nachtfahrten, aber auch Fahrten bei Dämmerung oder am Tage. Die Autos können auch getuned werden, müssen aber nicht. Selbst Aufkleber kann man seinem Auto spendieren, allerdings sind das keine lamen Tribals sondern komplette Rennsportbeschriftungen inkl. coolen Streifen und Logos. So ist Asphalt Urban GT ziemlich modern aber weit entfernt von Hauptschülergames wie NFS Carbon. Ansonsten gibt’s gewohnte Kost. Die in Burnout so liebgewonnenen Turboboost sind hier auch vertreten. Anfangs hat man nur 3, kann sich aber immer wieder neue holen, in dem man besonders sick fährt (im Gegenverkehr), besonders geil driftet oder besonders sick nah an zivilen Autos vorbei braust. Das mag von Burnout geklaut sein, passt aber perfekt in’s Spiel und wurde perfekt umgesetzt.

Im Evolutionmode fährt man verschiedene Rennen und verdient damit etwas Geld um sich später für bestimmte Meisterschaften benötigte Autos zu kaufen. Es gibt Meisterschaften in denen eben nur deutsche Wägen antreten dürfen oder Meisterschaften in denen nur 4-Wheel-Drive Fahrzeuge fahren. Das sorgt für Abwechslung birgt aber auch einen entscheidenden Nachteil. Wenn ich mit einem Auto nicht so klar komme, weil es eben ein hurenlames Auto ist, was sich ganz einfach beschissen fährt (Sämtliche Aston Martins), dann macht es das Spiel unnötig schwer und man hat so gar keinen Bock auf die Meisterschaft.


(Links: Krass, aber wahr: Zu diesem Screenshot fiel mir rein gar nichts ein?! xD | Rechts: Die Strecken sind durchweg gelungen. Wunderschöne Farben und Stimmungen.)


Für etwas Abwechslung innerhalb der Meisterschaften sorgen dann auch noch verschiedene Arten von Rennen. Innerhalb einer Meisterschaft gibt es oft Normale Rennen, Gold-Rennen (Nach jedem Checkpoint fliegt der letzte Raus.), Duelle (Nur gegen einen Computergegner inkl. Geld verwetten) und Blitzampel-Rennen (Man muss an einer bestimmten Stelle, eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen.). Besonders die Gold- und Blitzampel-Rennen sind schwieriger als man annehmen kann. Im Gold-Rennen kommt es nicht selten vor, das man gegen ein ziviles Auto kracht, oder der Gegner einen in die Bande rammt, und man in 0,5 Sekunden auf dem letzten Platz landet und gleich mal rausfliegt. Oder die Blitzampelrennen. Der Blitzer steht selbstverständlich nicht auf gerader Strecke, sondern hinter einer Kurve, so dass man sein Driften perfektionieren sollte, wenn man auch nur halbwegs eine Chance haben will. Wem dieser ganze Kram mit Geld verdienen und Meisterschaften fahren zu lange dauert (Es gibt immerhin 35 Meisterschaften und man spielt schon mal gut mehrere Tage.), der wählt einfach den Arcademodus und fährt entweder ein freies Rennen, direktes Rennen, Straßenrennen, Zeitrennen oder – am interessantesten – Verfolgungsjagd. In diesem Mode seid ihr die Polizei und müsst pickelgesichtige Kfz.-Mechaniker Auszubildende in ihren 3′er Golfs jagen und so fett rammen, das sie explodieren, aka außer Gefecht gesetzt werden. Das ist so ziemlich ähnlich lustig, wie im guten alten NFS – Hot Pursuit. Das beste NFS ever, nachdem 2003 die Unglückssträhne einsetzte und ein lames NFS nach dem anderen raus kam.

Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Richtig lame sind die Unfälle. Wenn man frontal auf ein entgegenkommendes Auto fährt, dann dreht man sich kurz und fährt nahezu ungebremst weiter, während ein Auto, welches in die gleiche Richtung fährt (!) dich aufhält und auf fast 50 km/h runterbremst, weil man hinter ihm einfach hängen bleibt. Das ist bisschen unlogisch, bisschen lame und hätte imho noch locker ausgebessert werden können. Egal, wie eng der Zeitplan für das Spiel war (Es war ein Launchtitel). Gut, dass ich relativ gut fuhr und so selten Probleme mit dem zivilen Verkehr hatte. Bisschen schade fand ich dann auch, dass die Autos im Evolution Mode nicht wirklich ausbalanciert sind. Ich bekam schon in der 5 Meisterschaft mit einen der schnellsten Wagen und kotzte dann, als ich die folgenden Meisterschaften mit so lamen Autos fahren musste.

Das alles war aber zu verkraften, da sich Asphalt Urban GT ansonsten echt prima spielt. Die Steuerung ist Arcadelastig, das Driften geht schnell von der Hand und beim Lenken gibt es so eine geile Neigung des Autos?! Das sah hurengeil aus und ich freute mich kurz. In vielen Reviews las ich, das die Steuerung sucken soll und unausgereift wirkt. Das kann ich irgendwie gar nicht bestätigen, da sich Asphalt Urban GT nicht wirklich anders als Ridge Racer spielt. Und das rult ja wohl bitte. Nur Idioten hassen Ridge Racer.


(Links: Es gibt 25 lizensierte Fahrzeuge | Rechts: JAAA! Es gibt eine Hong Kong Strecke! So geil!!! Ich wanke so derbe ab, das meine Tastatur ihren Dienst verweigern muss, da die Kontakte zukleben! GEIL GEIL GEIL! HONG KONG!!! … Ehm ja. Actually ist das die lamste Strecke und ich fahre in regelmäßigen Abständen gegen die Häuserwände. Und außerdem postete ich den Screenshot um auch mal den unteren Touchscreen zu zeigen, der überwiegend für die unnötige Map genutzt wird, oder eben, wie links zu sehen, für die Tuning Options. Das dürfte übrigens mit die längste Bildunterschrift sein, die ich jemals verfasste.)


Optik

Für mich persönlich war die Grafik mit ein Hauptgrund, warum ich das Spiel letztlich kaufte (Mal davon abgesehen, das es mittlerweile mit 16 EUR recht günstig ist!). Und ich wurde nicht enttäuscht. Asphalt Urban GT bietet bis dato (!) mit die geilste 3D Grafik auf dem DS und erst recht die geilste Grafik in einem Racer auf dem DS. Da kann kein Ridge Racer DS, Burnout oder gar NFS Most Wanted DS (Hahaha, so ein Drecksspiel!) mithalten. Die Grafik ist absolut flüssig, die Kamera wackelt bei Turboboosts geil, die Farben sind einfach super geil und die 3D Modelle der Autos sehr detailliert und im passenden Größenverhältnis zur Straße. Das Ford Concept Car “Raptor” hat sogar einen gemodelten Fahrer. Wie geil ist das bitte? Und selbst der gegnerische Verkehr ist nice gemodelled und bietet vom Feuerwehrauto, über normalen PKW bis hin zum Bus auch so ziemlich alles, was normaler Straßenverkehr auch bietet. Geil! Negativ ankreiden muss man der Engine, das die Texturen hier und da etwas grob sind, die Automodels leider nur flache Reifen haben (Das sieht man überwiegend nur bei Sprüngen) und die Crashcam, sowie Jumpcam nur in der Außenansicht vor kommt. Und nur lame Auszubildende fahren ein Rennspiel in der Außenansicht, wie wir alle wissen.

Audio

Tjo, hier hat man sich wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Eher mit Rum, denn anders ist es mir nicht zu erklären, wie man auf die Idee kam “rockige Sounds” für das Game zu benutzen, da die Musik ganz offensichtlich auf einem Trackerformat basiert. Nix gegen Tracker, aber Rock und Gitarren lassen sich da nur schwer zufriedenstellend umsetzen und die Jungs von Gameloft haben es bisschen vermasselt. Mal davon abgesehen, das es weder Melodien gibt noch… sonst irgendwas. Es klingt halt einfach alles super mediocre. Die Motorengeräusche sind ok, aber der zivile Verkehrt klingt beim Vorbeirauschen eher wie ein Schnarchen eurer Väter oder ein unterdrücktes Rülpsen. Dafür fiel mir ein geiler Sound auf. Der Bremssound. Sobald man abbremst, ertönt erstmal ein überaus realistisches Bremsgeräusch, das ich so noch nie (?!?!?) in einem Rennspiel hörte. Erst, wenn man sich in die Kurve legt, quietschen die Reifen mit diesem typischen Tyresqueal. Total weird, es fiel mir einfach auf. xD

Tjo, Asphalt Urban GT hat viele Mängel. Deswegen hatte ich dennoch jede Menge Spaß mit dem Titel, da er im Großen und Ganzen wirklich hervorragend funktioniert. Die Kinderkrankheiten lass ich bei dem Budgetpreis heutzutage mal locker durchgehen und freue mich schon auf Asphalt Urban GT 2, welches verspricht, eben jene Krankheiten ausgebessert zu haben. Asphalt ist das bessere Burnout auf dem DS, schneller als Ridge Racer auf dem DS und sowieso viel cooler als es NFS Most Wanted auf dem DS jemals sein wird. Arcaderacer auf dem DS? Asphalt Urban GT ist der King.

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Lustig. Die N-Gayge Version:

Noch lustiger. Die Java Version für sonstige Handies: (Geile Pixelgrafik, tho)





God Of War

Abgelegt unter: Game Reviews — penance @ 12:34

Penance, 06.03.2007

God Of War [ps2/ntsc]

Ich besorgte mir dieses Spiel, weil ich mir mal was in progressive scan geben wollte und God Of War angeblich imposant sei, was ich aufgrund der screenshots erstmal nicht wirklich nachvollziehen konnte.

Eines Morgens, wir kamen gerade nach Hause, sagte ich meiner damaligen Freundin, dass ich es mal kurz anzocke während sie duscht und dann gleich ins Bett komme. Ich drückte auf “start”. Das Intro begann, ohne jegliche Ladezeit, direkt aus dem Menü heraus.. untermalt von einem Chor.. visualisiert mit einer Grafik.. einer Atmosphäre.. die mein Hirn so dermaßen überreizten, dass ich schliesslich 4 Stunden später ins Bett ging. ~_~

In God Of War übernimmst Du die Rolle von Kratos. Kratos ist DAS Arschloch schlechthin. Der absolute Hurensohn. Er ist imo der kompromissloseste Charakter, den es bis jetzt in einem Videospiel gibt und geht mit einer solchen Konsequenz und Härte vor, wie man sie selten erlebt hat. Trotzdem springt er gerade vom höchsten Berg Griechenlands um sich selbst das Leben zu nehmen. Was ist passiert?
(Wer das Spiel mit all seiner Pracht erleben will, sollte den folgenden Absatz nicht lesen.)

Story aka spoiler (ach):
Kratos war einmal ein grosser Krieger der Legionen anführte. Irgendwann traf er aber auf seinen Meister der dabei war ihm den Garaus zu machen. In letzter Sekunde bat er Ares, den Kriegsgott, um Hilfe. Der half ihm auch seinen Feind zu besiegen. Aber nur unter der Bedingung, dass Kratos ihm von jetzt an dienen müsse. Und so schlachtete Kratos jede Menge Feinde, gewann Kriege und verbrannte Dörfer. Bis zu dieser einen Nacht, inder er, wie unter Trance, wieder ein Dorf zerstörte und unter den Unschuldigen auch seine Frau und sein Kind tötete.

Erst jetzt erkannte er was aus ihm geworden war und schwor Ares ihn zu töten. Einen Gott zu töten ist allerdings nicht einfach aka er benötigt die sogenannte “Pandora’s Box”. Und nun geht’s los..


Durch widerwärtige Finishs (die mich geil machen) schaltet man Gegner schneller aus | Kratos ist es gewohnt gegen “ewas” größere Wesen zu kämpfen


Das ist die Story im groben. Die ganzen Details will ich hier nicht erwähnen, weil sie leider zu geil sind. ~_~

Das beste an der Geschichte ist jedoch, dass man am Anfang absolut nichts von der Gestalt Kratos weiss. Erst mit dem Spielen wird die Geschichte von ihm erzählt. Und bei Gott Du wirst die Geschichte sehen wollen! Man hat im Prinzip keine andere Wahl als zu spielen, denn nach dem kurzen, knackigen Intro geht’s direkt los.. und in den ersten 10 Minuten steht erstmal jedem der Mund offen, denn was die ps2 dann an Bild- und Soundgewalt auspackt ist einfach nur noch SCHEISSE ABNORMAL!!! >:O

Um es eben mal kurz zusammenzufassen:
Was Dich in den kommenden 8-10 Stunden erwartet, ist das spielerisch ausgereifteste, grafisch beeindruckenste und musikalisch imposanteste Spiel, das die ps2 jemals in ihrem Laufwerk rotieren lassen durfte! Und es hätte mich nicht gewundert, wenn sie irgendwann angefangen hätte zu brennen. ~_~


ICH BRING DICH UM DU DRECKIGES STÜCK SCHEISSE!!! >:O | Die Rätsel sind allesamt nicht frustrierend


Grafik
Tja wie soll ich es beschreiben? Das einzig Negative an der Grafik ist, dass sie so abwechslungsreich ist, dass die Spielzeit noch schneller rumgeht.
Sorry aber egal wo man ist, die Grafik ist einfach nur arschgeil und lässt sämtliche ps2-Schwächen dastehen, als hätte sie es nie gegeben. Effekte, Monster, Endgegner, Kratos selbst.. da gibt’s keine unscharfen Texturen, da ist kein Flimmern, da ruckelt absolut gar nichts.. da sieht alles absolut genial aus.

Übertroffen wird das nur noch von einem und zwar der Hintergrundgrafik. Fick mich in den Arsch und gib mir Tiernamen.. so etwas hat man auf der ps2 noch nie auch nur ansatzweise gesehen. Gebirge, Wasserfälle, riesige Tempel, Statuen, Lavahöhlen, Unterwasserwelten, Kanalisationen, Städte.. all das und noch viel mehr wurde architektonisch so dermaßen wuchtig in Szene gesetzt, dass es wirklich nur noch mit Superlativen zu beschreiben ist.

Ach em und das beste überhaupt: Dies alles spielt sich fast komplett ohne Ladezeiten ab. Ich konnt’s nicht fassen und weinte vor Glück.


Egal ob Städte oder Tempel.. die Grafik ist einfach genial | Grafik..


Sound & Musik
Der Sound ist klar und die Soundeffekte wurden ebenfalls sorgfältig ausgewählt. Nur leider wird das keinen interessieren, denn der Score von God Of War ist so einnehmend, dass das Spiel auch ohne SFX auskommen würde. ~_~ Natürlich nope aber was Sony hier geleistet hat ist.. tja.. phänomenal???

7 (sieben) Komponisten und 3 Produzenten erschufen einen Soundtrack, der die Geschichte um Kratos und seinen Kampf gegen seine Albträume untermalt.. und der nebenbei locker ein paar der besten Hollywoodsoundtracks wegmacht. Man kann dazu nicht mehr sagen.

Ganz besonders zu erwähnen sei aber noch die Sprachausgabe (US), bei der Sony irgendwie auch alles richtig gemacht hat!? Alle Charaktere wirken somit sehr authentisch aka verzweifelt, traurig, ungestühm, aggressiv,.. es passt einfach alles.

..Grafik..

Gameplay
Alter.. man fängt an zu spielen, gelegentlich wird was zur Hilfe eingeblendet und das wars auch schon. Ja! Kein ewiges Tutorial, dass man nicht mal weglassen kann. Keine Erklärungen über die Steuerung. Keine saublöden Charaktere, die Dir im Spiel erzählen was für Knöpfe Du irgendwann drücken musst. Du spielst einfach.

Kratos hat im Prinzip nur eine Waffe (später eine weitere) aka seine Blades, die mit Ketten an seinen Armen befestigt sind. Die kann er schwingen. Erst nur mit einfachen moves, später in Kombination mit anderen erlernten (man kann die Waffe aufleveln) Attacken.

Dass hier Blut spritzt wie Sau, Körper auseinandergerissen oder gevierteilt oder Köpfe abgeschlagen werden, muss ich wohl nicht mehr erwähnen. Kratos ist ein dreckiger Bastard, der einfach jeden vernichtet, der sich ihm in den Weg stellt.

Die Steuerung hierbei ist fast perfekt, denn wohin man das Steuerkreuz drückt, dahin schlägt er auch. Es gibt keine Animation die erst in diese Richtung fertig laufen muss oder so. Das Einzige was ich etwas dumm fand war, dass man das ausweichende “rollen” nur in 4 Richtungen ausführen kann aber was soll’s. Der Schwierigkeitsgrad wurde so gut gemacht, dass jeder eine Chance hat das Ende des Spiels zu sehen. Einfach bedeutet hier wirklich einfach!Abgesehen von Waffen wird Kratos später Magie benutzen um seine Gegner zu töten. Den Kopf der Medusa um Gegner zu versteinern oder die Blitze des Zeus um weit entfernte Gegner oder Schalter zu treffen. Jede Magie hat ihren Zweck und wird zum durchspielen benötigt. Man kann bei den normalen Kämpfen aber auch ohne sie auskommen.


DIE GRAFIK!!! >:OOO


Sowieso wird fairness bei God Of War gross geschrieben. Wenn dann wird es zu nur sehr sehr kurzen Frustmomenten kommen (klar, ausser man spielt direkt auf “hard” und hält zum ersten mal ein ps2-pad in der Hand). Checkpoints sind oft gesetzt und nach jedem schwierigeren Abschnitt wartet auch gleich eine save Möglichkeit, damit der Fluss des Spiels nicht unterbrochen wird.

Apropos Fluss.. der flüssige Spielablauf ist nicht zuletzt der grandiosen Kamera zu verdanken, die nicht frei steuerbar ist und somit ihren Teil zu den grandiosen Einstellungen beiträgt. So fliegt sie immer in der idealen Position und zeigt das Geschehene mit maximaler Übersicht. Es gibt keine Sprungpassagen ins Leere oder Gegner die man nicht früh genug sehen könnte.

Und auch bei den Gegnern kann man einfach nur staunen. Denn die hauen ebenfalls wuchtig zu, zerstückeln Dich aber nicht mit einem Schlag, was ja ein bisschen ähm.. lame wäre. Stattdessen erscheint aber nach einigen Treffern von Kratos ein Symbol in Form eines ps2-buttons. Und drückt man die schnell genug wird’s halt absurd blutig und geil und poaah scheisse alter. Ach Gott es ist einfach nur hurengeil, ok? =P

Fazit
Ich fasste es oben schon zusammen aka es wird kein besseres Spiel mehr für die ps2 erscheinen. Was Sony hier geleistet hat, übertraf meine Erwartungen bei weitem. Es wurde einfach an alles gedacht. Steuerung, Garfik, Animation, Effekte, Sound, Musik, Monster, Endgegner, Abwechslung, Story.. ja vor allem die Story, die auch nur deshalb so absolut authentisch rüberkommt, WEIL man brutale Gewalt sieht. Ohne sie wäre alles relativ lächerlich und man könnte sich keinen Meter in Kratos und seinen nicht enden wollenden Albtraum hineinversetzen.

God Of War ist duch und durch ein episches Meisterwerk moderner Videospielkunst und darf sich in meinen Augen next-gen Titel nennen.
Und so ist das einzige Spiel, das God Of War noch den Rang als “best ps2-game ever” streitig machen könnte, sein eignener Nachfolger.

Pen Pen Pen Pen Pen

..und da Bilder dieses Spiel nicht mal im Ansatz beschreiben können:
Trailer #1
Trailer #2







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