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Running Out Of Time 2

Januar 4th, 2009 by elend

elend, 04.01.2009

Running Out Of Time 2
Hong Kong 2001

Inspektor Sang (Lau Ching-Wan) bekommt seit geraumer Zeit mysteriöse Pakete in’s Büro geschickt. Nach und nach erkennt er, dass sie Teil eines Spieles sein müssen. Absender dieser Pakete ist vermutlich der Dieb Ken (Ekin Cheng), den er auf einem Hochhausdach bei einem Polizeieinsatz das erste mal sieht. Sang findet heraus, dass Ken in eine groß angelegte Erpressung verwickelt ist und damit Millionen erpressen will. Sang versucht dies zu verhindern, muss aber feststellen, dass er in Ken einen ebenbürtigen Gegner gefunden hat. Das wilde Katz und Maus Spiel beginnt.



Tjo und das ist das größte Problem am Film. Es beginnt fast 1:1 wie Running Out Of Time 1. Also nichts gegen etwas Innovationslosigkeit, aber dass ist ja schon eine blanke Kopie. Und das, obwohl’s doch der offizielle Nachfolger sein soll. WTF? Und Ekin Cheng etwa soll nicht Andy Laus Nachfolger bzw. Ersatz sein, sondern ein gänzlich anderer Charakter. Dabei gibt es zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Hinweise, dass Inspektor Sang das alles schon einmal (In Teil 1 z. B.) erlebt hat, etc. pp. Das macht das ganze nur noch weirder. Wenn man Teil 1 gar nicht kennt, mag das ja zwar klappen und ganz witzig sein, aber wenn man Teil 1 schon kennt, fühlt man sich bei Running Out Of Time 2 wie in einem Remake.



Dazu kommt, dass weder die Musik noch die Schauspieler so richtig überzeugen. Die Musik ist stark an Teil 1 angelegt, ohne aber wirklich dessen Qualitäten zu erreichen. Es bleibt bei der bloßen Ähnlichkeit, die noch dazu viel zu exzessiv zelebriert wird und irgendwann einfach nervt. Ekin Cheng ist ganz in Ordnung kommt aber ebenfalls nie an die Vorlage, die Andy Lau im ersten Teil lieferte, heran. Es wird viel zu wenig hinterleuchtet, warum er dies alles macht. Während Andy Lau einen Grund hatte und noch dazu sehr menschlich dargestellt wurde, bleibt Ekin Cheng einfach nur eine Pappfigur, die nichts anderes als halbwegs stilvoll die Straßen langlaufen kann. Selbst der sonst so geniale Lam Suet wirkt arg überzeichnet und hat leider den Nachteil, dass sein Part im Film absolut unnötig ist und niemand etwas vermissen würde, wenn darauf verzichtet worden wäre. Einzig Lau Ching-Wang und sein Vorgesetzter sind vom ersten Teil nur wenig zu unterscheiden. Dafür ist der Rest eher… also… tjopes einfach.

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Blade Runner

Januar 1st, 2009 by elend

elend 01.01.2009

BLADE RUNNER

Ridley Scott – 1982

Rick Deckard (Harrison Ford) ist ein Ex-Polizist. Als er noch im Dienst war, jagte er als Blade Runner sogenannte Replikanten. Künstlich geschaffene Menschen. Als diese eines Tages den Aufstand probten, wurden sie kurzerhand von der Erde verbannt. Im Jahre 2019 schafften es allerdings vier Replikanten wieder auf die Erde, wo sie nun ihrem Schöpfer gegenüber treten wollen. Rick Deckard soll sie finden und in den Ruhestand versetzen.




Los Angeles im Jahre 2019. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Der Klimawandel ist längst angekommen und Regen Dauergast im multikulturellen Wirrwarr aus Leuchtreklame, Menschen verschiedenster Herkunft und engen Gassen der unzähligen Hochhäuser, die sich im Laufe der Jahre angehäuft haben. Riesige, mehrstöckige digitale Werbetafeln bilden teilweise den einzigen Farbkleks im Grau der Großstadt und die asiatische Kultur hat längst die Welt erobert. Mit Blade Runner schuf Ridley Scott 1982 (!) vermutlich eines der realistischsten Abbilder von Großstädten der Zukunft. Der Platz wird Mangelware, große Firmen beherrschen den Alltag der Leute und der Klimawandel setzt allem zu. Abgesehen von den fliegenden Autos, bzw. “Spinner” genannten Polizeiautos, könnte man beim Anblick von Blade Runner meinen einen Film über Tokyo oder Hong Kong heutiger Zeit zu sehen. Was Ridley Scott hier filmisch festgehalten hat, inspirierte unzählige andere Regisseure und Künstler und gilt bis heute als Meilenstein. Und es ist unschwer zu erkennen, warum. Die Darstellung des Los Angeles im Jahre 2019 war damals nicht nur einmalig, sondern technisch zudem absolut perfekt in Szene gesetzt. Jedes einzelne Frame von Blade Runner strotzt nur so von Details. Die Szenen in den Straßen sind voll von Leuten, kleinen Details, Regen, Autos, Leuchtreklame und random Wirr Warr, dass es eine Freude ist dabei zu zuschauen. Die Kamerafahrten durch die Häuserschluchten sind mindestens ebenso detailliert und sehen einfach nur unglaublich realistisch aus. Blade Runner wurde 1982 komplett ohne digitale Hilfsmittel gefilmt und alle Special Effects sind sogenannte “in camera effects”, bei denen ein frame teilweise bis zu 17 mal hintereinander belichtet wurde. Alle Häuserschluchten sind Modelle von bis zu 1 meter Größe und wurden aus Zeit- und Geldnot aus random Abfall zusammen gebastelt und wie man 1982 diese digitale LED Wand an den Hochhäusern hinbekam, ist mir bis heute ein Rätsel. Absolut kein einziger Effekt sieht in irgendeiner Weise “billig” aus. Ich sage: Ein Computer könnte es selbst im Jahre 2009 immer noch nicht besser machen. Dabei sind nicht nur die Effekte in Blade Runner so perfekt, sondern die komplette Cinematographie. Jeder Shot wäre ein tolles Poster oder Foto. Von den Einstellungen, über die Farben bis hin zum Licht und der Tiefenunschärfe stimmt hier einfach immer alles und sieht unglaublich grandios aus. Blade Runner ist einer der größten, visuellen Highlights der 80er Jahre.




Zur unfassbaren Stimmung trägt auch Vangelis Soundtrack bei, der trotz Synthieklänge der 80er Jahre nie billig klingt. Selbst 25 Jahre später klingt der Soundtrack qualitativ unglaublich gut, absolut nicht peinlich und hat mit die atmosphärischsten Songs, die mir je unter gekommen sind. Ich hatte ja damals schon das .sid vom Blade Runner End-Theme und fand es grandios, aber im Film klingt es gleich 329 mal so genial. Vangelis fand ich ja schon immer ziemlich overrated, aber was er hier abgeliefert hat ist meines Erachtens einfach unglaublich. Lustigerweise musste man nach Release des Films unfassbare 12 Jahre warten, bis endlich mal ein offizieller Soundtrack des Films erschien. Das lag aber evtl. auch daran, dass er finanziell ganz einfach ein Flop war. Dabei ist es nicht schwer zu sehen, warum. Im Jahre 1982 kamen nicht nur viele, viele große 80er Jahre Kino Kult-Hits heraus, sondern zeitgleich mit Blade Runner auch mehrere andere Science-Fiction Filme, die in Konkurrenz mit ihm liefen. Unter anderem dabei: E.T. – Der Außerirdische. Klar, dass Blade Runner da nur abstinken konnte. Dazu kommt, dass die ursprüngliche Kinofassung relativ rushed wurde. Es wurde ein lames Hollywood Happy End hinzugefügt, welches einfach aus Outtakes von Stanley Kubricks Shining bestand und um die Geschichte für die Allgemeinheit etwas verständlicher zu machen, musste Harrison Ford noch einen aus dem Off talken, wie man es aus alten Detektivfilmen gewohnt ist. Das alles, hat die Leute nicht wirklich fasziniert und so konnten die meisten nichts mit der überaus düsteren Stimmung des Films nichts anfangen.

Und jetzt kommen wir zum eigentlich wichtigen Part des Reviews. Die Story. Und mit der habe auch ich so meine Probleme und kann die Leute von damals sehr gut verstehen. Das Interessante an Blade Runner ist die Tatsache, dass es nicht einfach ein Science-Fiction Film mit Helden, Laserschüssen und herumfliegenden Raumschiffen ist, sondern eigentlich nur ein Film Noir im Stile der 40er Jahre inklusive Saxophon im Soundtrack und einer Femme Fatale. Das Problem dabei ist aber: Er ist relativ langweilig. Ich habe nichts gegen langsame Inszenierungen und immerhin hilft einem bei Blade Runner auch die grandiose Optik über weite Durststrecken, aber irgendwie griff die Story bei mir überhaupt nicht. Die große Frage des Filmes, wann ein Mensch ein Mensch ist, kommt zwar rüber und wird gerade durch Rutger Hauer, der hier wohl seine beste Rolle ever hat, super in Szene gesetzt aber so manches wirkte etwas weird. Da werden schnell mal ein paar Replikanten erschossen, dann kommt die Rachael in’s Spiel und plötzlich findet sich Deckard schon mit dem “Endboss” auf einem Dach wieder und es gibt den finalen Showdown. Irgendwie hat mich das alles nicht so befriedigt und ich musste stark mit mir kämpfen, wieviel Penen er nun bekommen soll. Ursprünglich dachte ich an 3, aber das wäre angesichts der unfassbar geilen Bilder, des tollen Soundtracks und des overall Feelings des Filmes einfach zu wenig gewesen. Nun reichte es immerhin für 4, da er zwar schwer in Ordnung ist, aber leider nicht perfekt. Alles andere als perfekt.

Blade Runner würde ich allerdings sofort auf Blu-ray kaufen, wenn ich Player hätte, da hier die höhere Auflösung mal endlich Sinn macht und man sich vermutlich noch mehr im unglaublichen Detailreichtum des Filmes verlieren kann. Unfassbar.

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Und wie sexy ist bitte Sean Young im Film? Sie hat zwar teilweise komische Kostüme an, aber eine geile Frisur und einen Blick, der einfach boah ist. Schade, dass sie später im Film ihre Haare offen trägt. Dann sieht sie nur noch aus wie Momo. Sad

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