Das Vidgames Rezensionsverzeichnis





31. Januar 2010

River Patrol

Abgelegt unter: Game Reviews — kami68k @ 23:45

River Patrol
PC-6001 / 1982 / KIO & IGC

1982 erschien über das MYCOM BASIC Magazin das Spiel River Patrol von KIO und IGC (wer auch immer das ist) als Basic Listing. Der Spieler steuert dabei im Ascii Modus ein Boot, welches als V dargestellt ist, und rettet arme ins Wasser gefallene Menschen, wovon es scheinbar mehr als genug gibt. Zusätzlich muss man zahlreichen Hindernissen ausweichen.

Grafik:
Leider wohl eher Zweckmäßig, aber zu der Zeit gab es im Basic Bereich widerrum nichts anderes ~_°?

Sound:
Der Sound präsentiert sich in Form von 2 Melodien sowie eher nüchternen Sound Effekten, die sich je nachdem unterscheiden ob man nun nach Links oder nach Rechts lenkt. Prima.

Gameplay:
Etwas verwirrend ist, dass das Game zeilenweise von oben nach unten scrolled und das Schiff sich lediglich bewegen lässt, wenn eine Zeile gesprungen wird. Da muss man das Ganze schon etwas timen, vorallem bei den vielen Hindernissen denen man später ausweichen muss.
Die Levels werden zufällig generiert, was ich mal als Pluspunkt werte. Ein Ende gibt es wohl keins, aber immerhin einen vorgegebenen High-Score, den man knacken kann. Geil!

2 Penen weil dann doch eher Mediocre und … tjo !?!?!? guckt doch die Screen bitte xd.
Pen Pen Transpen Transpen Transpen





19. Januar 2010

Negative Erfahrungen bei Kreativ Design Merchandising

Abgelegt unter: Miscellaneous — elend @ 14:13

Kreativ Design Merchandising
a.k.a. www.KD-Merchandising.de

Hier ein Erfahrungsbericht zum Duisburger Merchandising-Unternehmen “Kreativ Design Merchandising” / “KD Merchandising”. Haben Sie auch ähnliche Erfahrungen gemacht? Wir würden uns über einen Kommentar am Ende des Beitrags freuen! Natürlich möchte ich das Unternehmen in keiner Weise denunzieren oder schlechtreden – dieser Artikel ist zum Meinungsaustausch betroffener Personen gedacht.

Wie man auf deren Website sehen kann, bietet die Firma ein breites Sortiment von Werbemittel für mittelständische Unternehmen an. Von USB-Sticks über Schlüsseanhänger bis hin zu Kuscheltieren mit Firmenlogo! Laut deren Eigenbeschreibung bietet KD Merchandising jedoch hauptsächlich den Service an:

Zitat:
KREATIV DESIGN MERCHANDISING ist Ihre Fullservice-Agentur im Bereich Trend- und Werbeprodukte.

Entwicklung, Produktion und Vertrieb gehören ebenso zu unseren Service, wie die Distribution ihres gewünschten Produktes über unseren Hauptsitz in Duisburg.
Gerne wickeln wir für Sie die Logistik mit ab und beliefern Ihre Kunden direkt.

Dieser generische Wortbrei (und der erste Rechtschreibfehler) weißt schon darauf hin, dass die Firma nichts selbst produziert, sondern produzieren lässt. Lustig hierbei, dass die Versandlogistik schon groß als Distribution angekündigt wurde. Schöne Worte für wenig Service, wie ich bei meiner Bestellung merken konnte.

Ein Artikel wurde von mir in Auftrag gegeben. Zwar mit wenigen hundert Einheiten, aber selbst ein solcher Kleinstauftrag sollte vom Team doch auch nicht weniger wichtig sein, oder? Immerhin handelt es sich um Waren im Wert von ca. 400 EUR.

Als ich im November 2009 die Anfrage zur Produktion stellte, lief noch alles normale Wege. Innerhalb von wenigen Tagen kam eine Rückantwort und die Frage nach der Patrone:

Quote:
da wir jedes Band individuell nach Pantone einfärben und Kunden haben wie zB. RTL 2 und Germanwings die auch ein sehr sehr wichtiges Farb Ci haben kann ich Ihnen versichern das wir auch Ihren Farbton stehts einhalten sollten Sie die Pantonefarbe nicht anliefern wird diese von unserer Grafikabteilung herausgesucht und Ihnen zur Freigabe vorgelegt.

Leider hier schon störend: Ein Logo wurde geschickt und eine gewisse Farbe darauf als Hintergrund gewünscht. Die Firma sah sich aber nicht in der Lage, die Farbpatrone selbst heraus zu suchen, sondern es musste von meiner Seite ein Wunsch geäußert werden. Sprich eine Patrone ausgewählt werden. Was aber nicht weiter schlimm ist.

Die Frage nach einer “Sweatshop-free”-Produktion stellte sich bei einem Telefonat als wirkliches Problem heraus: Der Mitarbeiter wusste nicht, was “Sweatshops” sind und konnte sich daher keinen Reim drauf machen. Doch gleichzeitig wurde eingestanden, dass die Waren in Asien produziert werden. Wo genau, das wollte man mir nicht sagen.

Nach kurzem kam auch schon folgende Bestätigungsmail vom Chef persönlich – Herrn Pierre Droessmar / Pierre Drößmar:

Zitat:
wie mit Herrn Weitz besprochen, versichere ich Ihnen das unsere
Produktionsstätten nach gesetzlichen Richtlinien fertigt.
Wir distanzieren uns ausdrücklich von Kinder-, Sklavenarbeit etc.

Gerne liefern wir Ihnen die erforderlichen Zertifikate.

Diese Art von Antwort hat mich mehr schockiert als es mich beruhigt hat. Ich wollte mich eigentlich versichern, dass es Tarifverträge gibt, ebenso wie keine unüblich langen Arbeitszeiten und Arbeitsverträge mit Kündigungsschutz. Aber der Inhaber spricht gleich von “Kinder- und Sklavenarbeit”, welche im Jahr 2009 bzw. 2010 wohl von absolut jedem Unternehmen geächtet werden sollte. Kurze Zeit später stand dies auch in der Selbstbeschreibung:

Zitat:
Besonders wichtig ist uns hierbei das unsere Produkte nicht durch Kinderarbeit entstehen.

Wenn die Produktionsstätte nach “gesetzlichen Richtlinien” produzieren, dann schließt das Sweatshop-Arbeit nicht aus. Deswegen entstehen doch auch solche menschenverachtlichen Arbeitsumgebungen: Da Gesetze in den einzelnen Ländern zu lasch für Arbeitnehmern ist und diese buchstäblich ausbeuten lassen.

Zusätzliche Zertifikate wurden mir ebenfalls nicht geschickt. Eine etwas komische Art der Bestätigung.

Ich muss ehrlich sagen: Zuerst kümmerte ich mich nicht weiter darum, weil ich zuerst abklären wollte, ob Kreative Design Merchandising überhaupt das Wunschdesign fertigen konnte.

Nach diversen Sonderwünschen (breiter als der Standard, mehr bedruckbare Fläche als Standard) haben wir unser Design Anfang Dezember 2009 eingeschickt. Mit der Frage, ob es so produziert werden kann, denn wir wünschen es genau so, wie in der Vektor-Datei zu sehen.

Zitat:
So die Druckdatei haben wir jetzt auch jetzt fehlt quasi nur noch die
Bestellung :-)
Zitat:
Nein alles in Ordnung so haben Ihn ja schon gesagt das es zu Produzieren
ist…


Das waren die letzten Statements. Und so haben wir den Auftrag erteilt, das Geld überwiesen.

7 Tage später erhalte ich folgende eMail:

Zitat:
bitte melden Sie sich mal habe Sie versucht zu erreichen aber bekomme Sie
nicht an Telefon wir haben ein problem mit Ihren Bändern die kann man leider
nicht Weben sondern nur Drucken.
Zitat:
Die Möglichkeiten die bleiben sind leider sticken oder Drucken wäre nicht
eine Sache davon Interessant für Sie?

Ergo: Die Firma hat erstmal ein paar Tage ins Land ziehen lassen, bevor es an die Druckerei nach Asien ging. Diese meinten anscheinend, dass das Motiv so nicht webbar sind. Wir haben uns 7 Tage davor aber nochmals versichern lassen, das dies geht und eine Bestätigung erhalten (siehe oben). Bedeutet, dass anscheinend in Wirklichkeit von Kreativ Design Merchandising anscheinend nicht nachgefragt wurde, ob das Motiv webbar ist. Dies passt zum Eindruck, dass das Unternehmen mich zu einer baldigen Bestellung drängen wollte, perfekt.

Ich verfasse eine entrüstete Mail an den Mitarbeiterer und dem Geschäftsführer, wie dies sein könnte. Nach weiteren 6 Tagen kam erst die Antwort. Deren Sicht der Dinge:

Zitat:
ein Statement per Email habe ich Ihnen nicht zukommen lassen, da ich es in
der vergangenen Wochen mehrmals auf telefonischen Wege probiert habe, aber
leider ist unter dieser Nummer niemand zu erreichen gewesen.

Interessant dabei ist eigentlich nur, dass während dieser Woche der Akku von meinem Handy nur zwei Mal leer ging und für wenige Stunden aufgeladen wurde. Beachtlich über eine Woche es nicht fertig zu bringen mich zu erreichen – bzw. dann lieber still zu halten, anstatt mir per eMail die Info zu schicken.

Ich bat darauf hin um eine Rücküberweisung der Vorkasse. Jetzt ist es bereits Ende 2009. Nach wenigen Wochen habe ich noch immer keine Rücküberweisung festgestellt. Eine weitere eMail sollte das klären. Doch auch nun bekam ich keine Antwort. Und keine Rücküberweisung. Es ist bereits Ende Januar.

Fassen wir zusammen: Ein Einzelkaufmann (*) mit mind. einem Mitarbeiter sind nicht in der Lage, mir kompetente Aussagen bzgl. ihrer Produktionsstätten in Asien zu geben – oder wollen es nicht – reiten aber mehr als einmal auf “große” Kunden wie RTL 2 als Referenz rum. Kommt ein wenig komisch. Danach ein Motiv als webbar bestätigen, nach 7 weiteren Tagen dies aber absagen. Eine Beschwerdemail eher halbherzig beantwortet. In Kommunikation vor der Bestellung immer auf den Bestellauftrag hetzen, aber nach der Bestellung einfach keine Anstrengung in weitere Klärung zu setzen. Antworten die z.T. über eine Woche brauchen. Und das schlimmste: Seit über 1 Monat keine Rücküberweisung der Vorkasse, obwohl zwei Mal darum gebeten wurde – inkl. fehlender Reaktion natürlich.

Wie heißt es so schön in den Selbstbeschreibung?

Zitat:
Wir überzeugen Sie gerne von unseren Qualitäten. (…) Kreativ Design Merchandising garantiert schnellen Service, vollständige Zufriedenheit und höchste Qualität zu einem fairen Preis.

Ich konnte mich überzeugen. Und zwar davon, dass eine “Garantie” manchmal gar keine ist…

Randnotzen:

(*) Auf der Website ist nirgends der Zusatz “e.K.” zu lesen, obwohl alle Hinweise darauf schließen lassen, dass es sich um eine Einzelunternehmung von Herrn Pierre Droessmar / Pierre Drößmar handelt.

Auch ganz großes Kino – wie viele Grammatik- und Rechtschreibfehler zählt ihr?

Zitat:
Zudem Verfügt Kreativ Design Merchandising über eine eigene Abteilung, für den Bereich Produktsourcing, um jeden Trend frühzeitig zu entdecken und zu Präsentieren zu dürfen




11. Januar 2010

Fanboys

Abgelegt unter: Movie Reviews — elend @ 23:26

elend, 11.01.2010

Fanboys | Kyle Newman | USA 2009

Eric trifft auf einer Halloweenparty seine alten Schulkameraden Hutch, Windows und Linus wieder. Er sah sie schon 3 Jahre nicht mehr, aber sie sind immer noch die gleichen nerdigen Star Wars Fans wie früher. Ganz im Gegenteil zu Eric, der recht erfolgreich im Gebrauchtwagenhandel seines Vaters arbeitet und nun Schlips und Krawatte trägt. Er kann nicht fassen, dass Hutch, Windows und Linus immer noch so auf Star Wars abgehen und einfach nicht erwachsen werden. Am Tag darauf besuchen Hutch und Windows Eric im Geschäft und eröffnen ihn, dass Linus an Krebs erkrankt ist und kaum mehr die 6 Monate bis zum Release von Episode I durchhält. Eric macht sich so seine Gedanken darüber und gräbt einen uralten Plan aus, den die vier als 5-jährige geschmiedet hatten. Sie wollten quer durch Amerika zur Skywalker Ranch fahren. Und da der Rough Cut von Episode I eh fertig sein müsste, wollen sie diesen gleich stehlen und für immer berühmt werden…

„Hey guys, what if the movie sucks?“

Fanboys ist eine Hommage an Star Wars und im Gegensatz zu Spaceballs keine Hommage in Form einer Parodie sondern in Form eines Roadmovies. Aus der Sicht von Star Wars Fanboys. Das könnte für andere Star Wars Fans durchaus interessant sein, schließt aber sogleich alle anderen Zuschauer aus. Star Trek Fans werden den Film kaum sehen, da er Star Wars nicht “verarscht” und normale Leute, die mit Star Wars nichts anfangen können, werden ihn sowieso meiden. Bei Filmen wie Galaxy Quest und Space Balls können immerhin beide Lager zuschauen. Star Wars, sowie Star Trek Fans.

Leider ist Fanboys dann aber doch nur ein mittelmäßiger und klischeebeladener Roadmovie, der nur durch die eingestreuten Star Wars Zitate und / oder Cameos diverser Star Wars Schauspieler etwas interessanter wird. Der Rest ist leider ziemlich uninteressant. Die Jungs fahren quer durch Amerika, geraten ausversehen in eine Schwulenbar, pinkeln an elektrische Zäune und mischen eine Star Trek Convention auf. Irgendwie kennt man das alles schon. Die Witze reichen hierbei von ganz ok bis schlichtweg pubertär (Hutch “humped” fast alles und jeden in der ersten Hälfte des Filmes) und nicht einmal die Star War bezogenen Witze können so richtig zünden. Das einzige “Highlight”; der Streit zwischen und Eric und Linus, ob Luke etwas für Leia empfand oder nicht, woraufhin Linus wütend wegfährt mit den Worten “They were siblings you sick fucks!”. Am Schluss wird’s dann sogar regelrecht weird und Slapstickhaft, da wünscht man sich nur noch, dass es bald vorbei ist.

Die wirklich Interessanten Dinge an der Story werden leider völlig ignoriert. Linus Krebserkrankung wird gerade drei mal im Film angeschnitten und dient anscheinend nur als allesumfassende Entschuldiung um den Quatsch, den die vier zusammen anstellen, weiter zumachen. Es wird kaum gezeigt oder erklärt, wie sich die Jungs dabei fühlen, etc. Auch Eric, der selbst sagt, er sei nun erwachsen hätte etwas mehr beleuchtet werden können. Wie ist nun seine Beziehung zu Star Wars? War das für ihn nur Kindheit, oder entdeckte er seine Leidenschaft für Star Wars wieder?

Die interessanteste Frage jedoch, wird nur kurz am Schluss angerissen. “Hey guys, what if the movie sucks?”. Schon fast am Anfang vom Film überlog ich mir das gleiche. Was ist, wenn sie quer durch Amerika fahren, sich total freuen, wie bekloppt und der Film dann totale Scheiße ist? Das zu beobachten, wäre durchaus interessant gewesen finde ich. Aber gut, immerhin schaute George Lucas über den Film drüber und der Regisseur wollte wohl auch einen guten Eindruck machen. Immerhin schaffte es die Frage überhaupt noch in den Film, hätte ich ja fast gar nicht mehr erwartet.

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4. Januar 2010

Wie sehr liebst du mich?

Abgelegt unter: Movie Reviews — elend @ 21:30

elend, 04.01.2010

Wie sehr liebst du mich? COMBIEN TU M’AIMES?
Bertrand Blier . Frankreich 2006

Francois (Bernard Campan) ist ein schüchterner Büroangestellter. Er geht gerne in den Puff und trifft dort eines Tages die umwerfende Daniela (Monica Belucci). Er erzählt ihr, dass er im Lotto gewonnen hat und sie doch für 100.000 EUR im Monat zu ihm ziehen soll, bis das Geld nicht mehr reicht. Daniela willigt ein und Francois ist überglücklich. Bis Danielas Zuhälter (Gerard Depardieu) auftaucht und sie zurück haben will..

Eine Komödie (?) aus Frankreich, bei der ich wegen Monica Belucci unweigerlich im TV hängen blieb. Ja, sie sieht wirklich toll aus in diesem Film, der eine Huldigung an ihren weiblichen Körper ist. Dass es eigentlich eine Komödie sein soll, bekam ich anfangs gar nicht so mit, da es durchaus stille, ernste Momente gibt. Wenn Francois mit Daniela redet und sie fragt, ob sie ihn nur wegen seines Geldes toll findet, dann hat das durchaus Züge eines Dramas. Dann aber… ja dann taucht auf einmal Gerard Depardieu als Zuhälter auf und faselt nur wirres Zeug. Dass er Daniela wieder haben will, aber Francois könnte sie auch kaufen. Das alles wird relativ ernst rübergebracht und man weiß erst gar nicht, was man nun davon halten soll. Dabei sind die Dialoge zudem noch ziemlich weird. Etwas… stelzig. Sie klingen wie eine ungewollte Mischung aus Quentin Tarantino und Goethe. Gegen Schluss des Filmes merkt man dann, dass es durchaus komödiantische Züge haben soll, aber leider wirkt das auf mich eher unbeholfen. Teilweise sogar regelrecht weird. Die Party in der Wohnung von Francois ist einfach nur total sick weird und alles andere als wirklich lustig.

.Was uns also am Bildschirm hält ist einzig und allein Monica Belucci mit ihren sagenhaft riesigen Brüsten und dem wunderschön geformten, weiblichen Körper. Das war’s. Wirklich viel nehmen wir aus diesem Film nicht mit. Keine Pointe, keine Lebensweisheiten, kein gar nix. Einfach nur der blanke Horror.

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Brot Und Tulpen

Abgelegt unter: Miscellaneous — elend @ 20:25

elend, 04.01.2010

Brot Und Tulpen
Silvio Soldini . Italien 2000

Rosalba (Licia Maglietta) ist eine Hausfrau aus Pescara. Sie macht zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen Urlaub in Süditalien. Sie sind mit einer Reisegruppe unterwegs. Bei einem Halt an einer Raststätte fällt Rosalbas Ehering in’s Klo. Ihr gelingt es diesen zwar wieder heraus zu fischen, aber dadurch verpasste sie ihren Reisebus. Ihr Mann und die zwei Söhne bemerken erst ein paar Kilometer später, dass jemand fehlt. Rosalba will nicht an der Raststätte warten und versucht per Anhalter weiter zu fahren. Das nächste Auto fährt allerdings vorbei an Pescara weiter nach Venedig. Als sie in Venedig auch noch ihren Zug nach Pescara verpasst, beschließt sie kurzerhand ein wenig in Venedig zu bleiben. Dort trifft sie schließlich den eigenbrödlerischen Kellner Fernando (Bruno Ganz), den sie irgendwie interessant findet. Sie sucht sich einen Job in Venedig und findet dort zu sich selbst und anderen.

Baha ey. Ich blieb’ im TV hängen und siehe da… eine wirklich nette Komödie, die vor allem durch ihr Fehlen von jeglichem übertriebenen Kitsch besticht. Auch wenn man anfangs Rosalbas Motivation nicht ganz nachvollziehen kann (nur weil sie ihren Zug verpasst hat, nimmt sie gleich eine Stelle in einem Blumenladen an xD?) so lernen wir sie doch immer besser kennen und merken selbst, dass sie einfach viel besser nach Venedig passt. Schauspielerin Licia Maglietta bringt Rosalbas Aufblühen und Freude einfach wunderbar rüber. Bruno Ganz’ Rolle ist da ein wenig anders. Geheimnisvoll und undurchschaubar ist er anfangs. Das ändert sich erst relativ spät gegen Ende des Films. Die restliche Besatzung, allen voran der dicke Detektiv und Rosalbas Nachbarin sind auch durchweg symphatisch und bringen noch einen kleinen Tick mehr Witz in die Komödie.

Etwas verwundert war ich dann doch, wie interessant der Film über seine kompletten 120 Minuten Laufzeit blieb. Kann allerdings auch gut sein, dass es damit zusammenhing, dass ich rein gar nichts über den Film wusste. Ich zappte ja ganz jungfräulich rein. Es gibt zwar keine wirklichen Plottwists oder Überraschungen, aber durch Bruno Ganz undurchschaubaren Charakter und diverse andere Umstände bleibt der Film durchgehend interessant. Man weiß nicht wirklich, wie er enden wird. Man hofft einfach. So sind einem die Charaktere am Schluss an’s Herz gewachsen.

Eine DVD hätte ich jetzt nicht unbedingt gekauft und aufgehoben, aber wenn er im TV läuft kann man sich ihn ruhig mal anschauen, wenn man auf seichte und nicht kitschige Unterhaltung steht.

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