MisfitChris – Data Tides

Image

MisfitChris returns to his IDM/experimental roots to create Data Tides, a collection of songs documenting a time of intense anxiety and a growing obsession with death/mortality. This release is an intimate look into the imagination, and a side of the artist many have not seen. Four on the floor has been put aside for a heartfelt attempt at communicating in a new way.

MISFITCHRIS – DATA TIDES

Es gibt ja mittlerweile eine recht überschaubare “Chiptuneszene”, die immer mal wieder ein Release (oder auch mehrere) herausbringt. Meistens kostenlos und das aus gutem Grund (schlagt mich). Viele der Releases klingen maximal “Ok” bis hin zu “Oh Gott”. Das kommt dann halt davon, wenn sich Hipsters mit Hornbrille und Cordhosen wieder einen Game Boy samt LSDJ kaufen und dann drauf los hämmern. Das gefällt sicherlich einigen und hat auch seine Daseinsberechtigung, aber meine Sache ist das nicht.

Umso mehr freut man sich dann über Alben wie das von MisfitChris, welches eher durch wundervolle Melodien oder interessante Kompositionen glänzt, anstatt wild auf den Soundchip irgendeines Retrocomputers rumzuhämmern. Ja, die Chipanteile – also die an Retrocomputer und -konsolen erinnernden Sounds – halten sich hier sogar eher in Grenzen und verschmelzen wunderbar dezent mit einer Mischung aus Synthie-, Elektro- und Fahrstuhlmusik. Es wird also nicht nur “gedüdelt”, sondern auch ordentlich auf’s Schlagzeug gehauen. Ruhige, melancholische Songs wechseln sich ab mit etwas treibenderen Beats und dazwischen gibt’s immer mal wieder Kurioses wie Datenübertragungsgeräusche oder den gut zu Monkey Island passenden Song “The Scruffy Animal Tags Along”.

Imho eine tolle Abwechslung zu den Soundchip Vergewaltigungsorgien so mancher Hipster und auch oder gerade für Chiptunemeider (!?) eine Empfehlung wert.

Download hier:
http://www.iimusic.net/catalog/2010/11/ … data-tides

:pen: :pen: :pen: :pen: :pen:

Shogun

Mit Mühe und Not erreicht der englische Navigator John Blackthorne Anfang des 17. Jahrhunderts mit dem letzten Rest einer von den Niederlanden entsandten Expedition Japan, nachdem sie doch tatsächlich die Magellanstraße entdeckt hatten. Das geht den verfeindeten Portugiesen und Spaniern, die in Japan Handel treiben und missionieren, leider ziemlich auf den Sack. Aber das ist noch nichts gegen die Wucht, mit der die fremdartige japanische Kultur auf den Nauankömmling trifft.

Die Serie basiert auf einem Roman, der wiederum auf der historischen Figur des Navigators William Adams beruht. Die amerikanische Serie wurde 1980 komplett in Japan gedreht und das merkt man. Alles ist hurennice ausgestattet, das gezeichnete Bild des damaligen Japans kommt wunderbar authentisch rüber, nichts zuletzt aufgrund der hochkarätigen japanischen Darsteller (man muss sie nicht einmal verstehen, denn wegen der Identifikation mit dem in eine völlig fremde Kultur geworfenen Blackthorne werden die japanischen Dialoge nicht untertitelt!) und dem größtenteils überzeugend spielenden Richard Chamberlain. Über die 547 min der Miniserie, die schon in diversen Zerstückelungen gesendet wurde, entfaltet sich eine epische, spannende Geschichte, die sich hauptsächlich um die komplexen Charaktere und deren kulturelle Spannungen und persönliche Annäherungen dreht. Große Actionszenen bekommt man TV-typisch kaum zu sehen. Bis auf einige wenige ungelenk inszenierte Situationen eine wirklich wunderbare Produktion!
:pen: :pen: :pen: :pen: :pen:

Weiterführende Links:

- William Adams
- Europäischer Handel mit Japan um 1600

Boss Coffee

Boss Coffee (ボスコーヒー)

Warum eigentlich interessieren wir uns für Japan? Vielleicht soll ich nur für mich selbst so eine Deklaration machen. Doch würde ich schätzen, dass die Majorität von uns finden Japan aus irgendeinem Grund interessant. Sogar faszinierend.

Als ich ein Kind war hat meinen Vater mir ein paar Films geschaut. Der Hauptfigur war so einer Riesigerbestie, der Godzilla hieß. Das war meine Einleitung in Japan. Danach habe ich herausgefunden, dass meine Lieblingsvideospielen stammten auch aus Japan. Als ich ein bisschen Älter geworden bin, entdeckte ich viele Japanische Filme, beide Anime und Live-action, die ich echt interessant und irgendwie “anders” fand.

Das ist vielleicht die Antwort: Japan fühlt oft so verschiedene und fremd, dass Leute wie ich, die sich für fremde Kulturen und ungewohnte Erfahrungen schwärmen, es einfach mal besuchen müssen.

Also bin ich in Japan.

Anyway, manchmal sind die kleine Unterschieden so interessant als die große. Zum Beispiel gibt es Getränkeautomaten hier echt überall und sie haben viele interessante Getränken. Eine meine Beliebteste ist Dosenkaffee. Obwohl ich Eiskaffee normalerweise nicht mag und heißer Kaffee lieber habe finde ich Dosenkaffee irgendwie echt geil. Es scheint als jede Getränkefirma hat ihre Arten von Dosenkaffee, aber am bekanntesten ist wahrscheinlich Boss Coffee.

Ich habe viele Arte von Dosenkaffee probiert und sie schmecken alle relativ gleich, ehrlich gesagt. Warum denn ist Boss Coffee so beliebt? Vor allem ist Boss Coffee wahrscheinlich einer Marketingtriumph. Kuck das Logo mal. Wie geil? Der Typ ist einfach, aber irgendwie sieht er wie ein Badass aus. Er ist alt und hat Hautfalte, und es wäre eine schlechte Idee, ihm zu ärgern. Er ist halt Der Boss.

Auch ist das Motto etwas besonderes. Das man “the boss of them all” anzugeben, besonders in einer Kultur, dass normalerweise relativ anspruchslos ist, finde ich ganz cool.

Boss Coffees größter Triumph ist aber eine Serie von TV-Werbungen. Der Hauptfigur ist “Alien Jones,” ein Alien, der sich als Tommy Lee Jones kostümierte, die Welt zu explorieren. Diese Werbungen sind halt krass. Man muss selbst kucken.

Nun nach ich so viele Wörter geschrieben haben: wie ist eigentlich der Kaffee? Tjo, im Ganzen sehr gut. Ich habe schon viele Sorten getrunken, aber noch nicht alle.

Black Boss ist wahrscheinlich mein Lieblings, weil ich Schwarzkaffee mir am besten gefällt. Black Boss schmeckt, tja, wie guten Schwarzkaffee. Sehr stark. Rainbow Mountain hat mir echt geflashed, als ich meinen Schluck getrunken habe. Die Geschmack ist zwar sehr stark: nicht wie Schwarzkaffee, aber sehr Zucker/Milchvoll. Irgendwie schwierig zu beschreiben, aber “Rainbow” ist schon richtig. Drei Sorten schmecken mir alle ziemlich gleich (und ziemlich mittelmäßig): Simple Style, Gold Presso, und Zeitakubitou. Wenn ich Schwarz nicht trinken will, meine Lieblings ist definitiv Café au Lait. Lecker, süss und smooth.

Ich habe schon alle die einfach-zu-findenden Sorten getrunken, aber das Boss Coffee-Abenteuer ist only beginning. Vielleicht muss ich bis Tokyo warten, aber ich schwöre, ich trinke jeden Boss Coffee.

“Original” Sacher Torte (Hotel Sacher)

Sacher Torte

Nice, ich aß nun endlich mal die “Original” Sacher Torte. Original deshalb in Anführungszeichen, weil darüber ja erbittert gekä… diskutiert wird. Erfunden vom 16-jährigen Franz Sacher in Fürst Metternichs Hofküche und weiter verfeinert und bis zur jetzt bekannten Form optimiert von seinem ältesten Sohn für die k.u.k. Hofbäckerei Demel. Genau dieser älteste Sohn gründete dann das “Hotel Sacher” und bot auch dort seine Torte an. Dann verreckten fast alle und das Hotel ging Konkurs, da übertrug wieder ein random Sacher Sohn die Verkaufsrechte an die Bäckerei Demel und nach dem WWII ließen sich die neuen Hoteleigentümer aber “Original Sacher Torte” als Markenzeichen eintragen und prompt gab’s feinsten Courtfight zwischen Demel und Hotel Sacher.

WABITTE?!

Anyway. Der Unterschied zu beiden Torten ist: Hotel Sacher used zwei Marmeladenschichten und Bäckerei Demel nur eine. Wie die Torte aufgebaut ist, ist einfach: Randomly nice Sacher Bisquitteig, dazwischen Marmelade und oben random Schokozuckerexplosionsguss. Imho weniger eine Torte aber ein sehr feines und vor allem dezentes Stück Backkunst. Ich bin erstaunt, dass es doch so nice und fast schon “vollendet” schmeckt (sick?). Ich hätte es niemals für möglich gehalten, da einfach soviel Wind um die scheiß Torte gemacht wird. xD Aber jetzt versteh’ ich immerhin alle im Ausland lebenden, die sich die Torte truely quer über verschiedene Kontinente schicken lassen.

:pen: :pen: :pen: :pen: :pen:

Leider werde ich nie wieder eine essen können, da schon allein die kleine (Durchmesser kleiner als eine CD!) 20 EUR kostet. xD???

Paranormal Activity 2

Em tjopes.. interessehalber schaute ich mir das an und es war jetzt schon ziemlich.. blöd. Wo der erste Teil ja noch ganz interessant war ist es hier wirklich erstmal unfassbar langweilig. Man sieht Mittags das dumme ignorante Gequatsche (“Ja klar ist es komisch, dass sich der elektrische Poolreiniger jede Nacht selbst aus dem Pool befördert was jeglichen physikalischen Gesetzen widerspricht.. aber was solls!! LULL!!”), Abends dann das so gar nicht realistische Verhalten (“Huch, ich hab eben was gehört und erstmal still die Kamera angemacht bevor ich noch sonst jemanden aufwecke. Jetzt geh ich im stockdunkeln mal runter und guck was da los ist!”) wie auch schon bei Teil 1 zu sehen. Und die Effekte sind auch mal wieder die selben. In der ersten Nacht geht (achtung) DAS POOLLICHT AUS!!! DAS POOLLICHT!!! ALTER WIE KRASS! (“.) Tjo und jede Nacht das Gleiche: Bild vom Eingangsbereich, nix passiert -> Bild vom Pool, nix passiert -> Bild von der Küche, nix passiert -> Bild vom Wohnzimmer, nix passiert -> Bild von der Treppe, jetzt gibts entweder wieder Schnitt (Pool etc.) oder es passiert was.
Trotzdem – und das ist echt dumm, denn ich will dem Ganzen eigentlich überhaupt nichts gutes abgewinnen – ist man irgendwie unter Anspannung. Wie in Teil 1 bewirken die absolut bewegungslosen Bilder eben, dass man auf alles achtet und die kleinste Bewegung schon irgendwas im Hirn auslöst. Dazu natürlich noch Bass und Farbfilter und fertig ist der billige Horrorstreifen. Und das ist er auch zum Schluss (gerade zum Schluss). Tjopes.. was bleibt ist die Aussicht auf einen dritten Teil. Den glotz ich dann wohl nopes mehr.

:pen: :transpen: :transpen: :transpen: :transpen:

Hier noch der offizielle Trailer:

Die Kassierer – Physik

Die Kassierer – Physik

“Ich schlage vor, dass wir jetzt ein bisschen Bumsen” – Track 14, Titel “Zitronenhai”, CD “Physik”

Die Kassierer - Physik Rapidshare Megaupload Blogspot

Und auf einmal gab es ein neues Kassierer-Album. Ist es tatsächlich schon 7 Jahre her, dass ihr letztes Meisterwerk “Männer, Bomben, Sateliten” erscheinen ist? Es kommt mir wie höchstens 3 Jahre vor, und obwohl ich die Platte in- und auswendig kenne, kommen mir die Songs erstaunlich frisch und neu vor. Kein Zweifel: “Männer, Bomben, Sateliten” war einer der großartigsten Alben der mächtigen Kassierer aus Bochum-Wattenscheid. “Ich bin faul”, “Das politische Lied” oder “Mein schöner Hodensack” haben sich zu Klassiker entwickelt. Ob der ehemalige APPD-Kanzlerkanidat und nun zur Pogo-Partei (POP) gewechselte Wolfgang “Wölfi” Wendland mit seinen Bandkollegen Nikolai Sonnenscheiße, Volker Kampfgarten und Mitch Maestro an diesen Erfolg anknüpfen können?

Hören wir doch mal rein. Eine Begrüßung durch ein “Physikalisches Intro” folgt auch gleich mit “Nieder mit der Arbeit”, welches natürlich auf die Sinnlosigkeit und Dummheit einer Anstellung anspielt (und seien wir ehrlich: Arbeit ist auch wirklich dumm). “Ich fick dich durch die ganze Wohnung” wird durch Wölfi eingeleitet und handelt auch darum, was der Titel verrät. Der darauf folgende “Drillinstructor-Song” kommt schon ein wenig komisch rüber. Nicht nur weil es eine Homage an Captain Jack darstellt, sondern weil bis dahin das Album eher prollig-schlecht rüberkommt.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Kassierer waren schon immer prollig, und das ist auch gut so. Jedoch handelte es sich be jedem Kassierer-Album bisher um Kunst. Ich weise auf das “Kunst”-Album von 2005 hin. Von prollig-künstlerisch ist bei den ersten Songs aber nicht viel übrig. Weder was die lyrische Qualitäten angeht, noch die musikalische Präsentation. Assige Alkoholabhängige wie ich erwarten selbst hier gewisse Qualität. Sparen tu ich schon bei der Biermarke genug (Oettinger hurra!).

Jedoch reist der nächste Song (“Wenn man gut singen kann, singt man ein Lied, (…) wenn man gar nicht singen kann, singt man einen Song… wir singen Ihnen nun einen Song…” – aus “Der Song von den brennenden Zeitfragen”) einiges raus. “Ich war ein Spinner” ist bereits nach kurzer Zeit ein absoluter Ohrwurm, der mich nicht loslässt. “Ich saß im Zimmer und war ohne Grund nervös – ich war ein Spinner – doch jetzt bin ich seriös” reiht sich als Refrain auf mehrere Aussagen wie “Ich bin viel schwarzgefahren, mit Bus und Eisenbahn, heute fahr ich BMW und esse Rindsfilet, ich hab viel onaniert und war oft sehr frustiert, heute bin ich kultiviert und ficke gern zu Viert!” zu einem Ska-Essemble. Hervorragend!

“Das Lied vom Kot” reiht sich musikalisch an eher dunklere Songs wie “Meister aller Fotzen” vom letzten Album an, ist bei weiterem elektronischer und mit Orgel – und überzeugt durch die Lyrik – “…die schlimmste Substanz im Weltenall, das ist doch wohl ein klarer Fall, hat keine Form, dient keiner Norm und ihr Geruch der ist enorm – Das ist der Kot, der Kot, das ist der Kot!”. Und dann noch ein Kracher danach: “Radioaktiv!” beschäftigt sich mit dem täglichen Ablauf eines Menschen, vom Klo putzen über eine Mahlzeit am Morgen – bis dieser sich nackt auszieht, auf das Bett legt und über Radioaktivität nachdenkt. Gepaart mit der Vorstellung, Wölfi insziniere diese Szene durch seinen reizvollen Gesang, dürfte dies wohl den größten Hit der Scheibe darstellen.

Danach folgen auch noch großartige Songs wie “Schönes Universum” (“das Universum ist so schön, drum lass uns einen saufen gehen!”), “Mir ist alles piepe” oder “Verliebt in Whiskey, Bier und Wein” (was zumindest Live das beste Lied sein könnte), doch danach ist ein steiler Abstieg zu vernehmen. Trotz einem Beitrag von Mambo Kurt und einer Neu-Interpretation eines Georg-Kreisler-Lieds (“Was für ein Ticker ist ein Politiker”) kommen nicht wirklich prickelnde Songs, welche wie aus dem Kassierer-Lego-Bausatz wirken: Eine Ankündigung wie bereits häufig in zuvorigen Alben gehört, meistens zu undurchdachte Texte und Reime, die wie “auf Teufel komm raus” rüberkommen.

Fazit
Erstmal die nackte Wahrheit: “Physik” kann “Männer, Bomben, Sateliten” nicht toppen. Zu wenig Neues kommt hier ins Kassierer-Universum, die sich durchmischenden Musik-Stile und die Variationen an Musikinstrumenten sind nicht so komplex wie bei “Männer, Bomben, Sateliten” und wirken nach diesem großartigen Album auch eher abgegriffen. Auch das Album-Cover kann nichts retten, denn es ist technisch sehr simpel gestaltet und – obwohl es einen roten Faden im Album vorgibt – ist eher weniger ansprechend. Nach einigen Male des Anhören kristalisieren sich jedoch aus den 22 Tracks einige großartige Songs heraus, vorallem “Verliebt in Whisky, Bier und Wein”, “Ich war ein Spinner” und “Schönes Universum” versprechen absolute Klassiker zu werden. Bei der Bewertung habe ich mich schwer getan, schwankte zwischen 3 und 4 Penen von 5. Aber der Kassierer-Bonus machten 4 daraus, vorallem weil ich es nebenbei natürlich auch anhörte: “Ich bin verliebt in Whiskey, Bier und Wein, das läuft in großen Mengen in mich hinein, ich bin verliebt, fühl mich richtig wohl – ich bin verliebt in Alkohol!!”

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

Motto: :saufen: :wank: :penner:

Hörproben und kaufen: Die CD (oder Vinyl) gibt es im übrigen hier käuflich zu erwerben (Amazon.de) für nur unglaublich günstigte 14,99 EUR! Wow! Unglaublich! Magnifique! Aka Hörtproben gibts da auch.

M-Project – No Alternative

M-Project – No Alternative (2010)
Erschienen bei GUHROOVY (DQC-527)

Japan ist, was die Musikproduktion angeht, Mitte der 90er Jahre stehengeblieben und weigert sich seitdem erfolgreich, auch nur den kleinsten Schritt nach vorne zu machen. Man bekommt den Eindruck, irgendwer ganz oben hätte das so entschieden, und wie die konservativen Japaner halt so sind, dachten die sich wahrscheinlich “Ach joah, das kann eigentlich alles garnicht so schlecht sein. Schuster, bleib bei deinen Leisten heißt doch das Sprichwort, gell? UND ALLES, WAS NICHT JAPANISCH IST, RAUS!”. Anders kann man sich den neuesten Longplayer von M-Project nicht erklären.

Stellt euch vor, ihr seid zurück in, sagen wir mal, 1995, und ihr tragt verdammt hässliche Klamotten. Also wirklich das absolut Hinterste, was ihr noch in eurem Kleiderschrank gefunden habt. Gepunktete Leggins und so. Unterste Kanone. Der Rave wird im Moment von findigen Produzenten ausgeschlachtet und erlebt – vor allem in Deutschland – in populären Kreisen seine Renaissance, die Holländer basteln fleißig an ihren Anthems, während die Engländer den Acid noch nicht ganz verdaut haben. Und alles ist irgendwie echt geil. Nur die Musik nicht.

Seit knapp 10 Jahren finden die Japaner diesen peinlichen Abschnitt der Musikgeschichte wahnsinnig interessant und tun alles, um ihn nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen. Während alle Welt mittlerweile im Post-Punk, Lo-Fi Indie oder Psychedelic Rock angekommen ist und einen revolutionären Sound nach dem anderen raushaut, produzieren unsere kleinen Freunde mit den kurzen Nasen seit 10 Jahren Musik, die gute 15 Jahre alt ist. Entspannt im 4/4-Takt bei betonfesten 160-180 BPM. Aber die LDP war ja auch fast 50 Jahre an der Macht. Das färbt bestimmt ab.

Bezeichnenderweise heißt der Opener von No Alternative “The Future Is Now”. Ob das nun knallhart kalkulierte Satire oder tatsächlich ernst gemeint ist, kann ich nicht so genau sagen. Wahrscheinlich ein bisschen von beidem. Die Platte braucht ganze 44 Sekunden um von einem Intro-Breakbeat in das gewohnte oder lang vergessene Unfz Unfz Unfz Unfz umzuschalten und gibt dieses bis zum letzten Track auch nicht mehr aus der Hand. Ein paar Claps und zwei Hoover-Spuren später ist man auch schon tief drin.

Und jetzt kommen die zwei Worte, die mich mindestens fünf vier Freundschaften kosten werden: Ich mag’s. Nein, jetzt echt. Ich konnte mir das Lachen und das lauthalse “IS DES GEIL!” beim Hören der Previews nicht verkneifen. Ich hab wirklich ganz mächtig Spaß an diesem Scheiss. No Alternative ist das Äquivalent zu den Mega Hits-Samplern der 90er Jahre, die HartzIV-lern auch heute noch feuchte Träume bescheren und ich fahr da voll drauf ab. Ich würde nie offen zugeben, dass ich No Alternative allen Ernstes hören würde, aber genau wie die Sachen von DJ Sharpnel hat es diesen unmißverständlichen und unverkennbaren Fun-/Trashcharakter, dem ich mich nicht entziehen kann. Ja, es ist oberflächlich. Ja, die Melodien hat man alle mit Sicherheit in der Mischung schonmal irgendwo gehört und nein, ich werde mich hier nicht in irgendwelchen Beschreibungen von Beat- oder Samplestrukturen ergehen, weil es im Grunde keine gibt. Es klingt alles gleich schlecht und hat man das Album einmal durch, gibt es null Anreiz, sich das Zeug nochmal reinzuziehen. Es sei denn, man ist WIRKLICH hackenstramm. Es ist die nüchternste und einfachste Form von Partymusik, die man überhaupt produzieren kann. Es steckt keinerlei Anstrengung in diesen Stücken. Nichts, was irgendwie charakteristischen Wiedererkennungswert hätte. Austauschbar. Eben Happy Hardcore in Reinform. Was soll ich dazu noch mehr sagen?

Wer neugierig geworden ist (und nebenbei nicht ganz astrein im Kopf): Some Crappy Uploads hat das Teil als Download. Alle anderen machen zukünftig einen weiten Bogen um mich. Ich überlege ernsthaft mir diesen Shit zu kaufen. Kann mich bitte jemand davon abhalten?

Gibt’s zu kaufen bei: J-Core
Gibt’s zum Vorhören bei: Youtube

Für: Partys, auf denen man rausgeschmissen wird.

Gegen: Freunde.

Metroid Other M


Ich machs kurz. Das Spiel ist eigentlich nicer als alle Prime-Teile zusammen (sag ich jetzt einfach mal so, obwohl ich nur Teil 3 spielte lullz), ganz einfach weils geil 2D ist (zu 80%). :pen:

Positiv:
- 2D
- Viele Zwischen- und Endgegner
- 2D
- Sehr sehr dicke Quality bei den CGIs. Ich glaube die besten die es bis jetzt für Wii gibt?
- Schnelle Action
- Geile Finishing Moves, die vollautomatisiert ablaufen (sieht halt geil aus und treibt den Adrenalinspiegel nach oben)
- Mehr wie Super Metroid aka 2D

Negativ:
- Wo man bei GOW z.B. wie ein Spasti auf jedes noch so einfache Rätsel hingewiesen wird, bekommt man hier.. gar nix -> Frust.
- Wenn man verreckt (und das tut man), kann man Pech haben und muss nochmal 5 Minuten Weg bis zu der einen entscheidenden Sekunde zurücklegen -> Nerv.
- Ständiges Gelaber der Protagonistin über Dinge die man sowieso gerade sieht. -> Weiber halt.
- Die andauernde Sucherei wo es weitergeht nervt mit der Zeit (Ja, das ist normal für Metroid aber mich persönlich nervts dieses Mal sehr) -> Langeweile.
- Wenn man zwei Räume weiter ist und zurück muss (und das muss man oft), Gegner-Respawn!!! =P -> aka Schach Matt.

Oje wie ich Respawns hasse. Ich hab immer noch Träume von diesem beschissenen ‘Fade To Black’. Man, kotzen mich Gegner an die man jedes und jedes Mal aufs neue umbringen muss. Es nervt einfach nur abartig. Ich verstehe auch denn Sinn nicht, denn em.. es ist nicht so, dass die Schlampe sich dadurch irgendwie weiterentwickeln würde wie bei z.B. einem Rollenspiel oder so!?!???

Tjopes, deshalb glotz ich nun Speedrun auf youtube (ist bei diesem Spiel dank nicht abbrechbarer cutscenes und dank fehlender Moves wie, dass wenn man springt schneller ist als normal usw. recht hübsch anzusehen) und scheiss auf das Game.

:pen: :pen: :pen: :transpen: :transpen: