Klute

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KLUTE

Thriller (!?) um einen Detektiven (Der titelgebende Klute), der eine vermisste Person finden soll und daraufhin nach New York reist, wo ihn die erste Spur zu einem Callgirl führt.

Also wirklich nicer Film, der gerade am Anfang ziemlich spannend ist und fast schon Züge eines Horrorfilms hat. Wenn die nice Musik einsetzt und Klute in diesem New Yorker Gebäudekomplex mit der Taschenlampe rumrennt, weil er meint, etwas gehört zu haben, dann ist das schon wirklich aller erste Sahne und alles andere als Cheezy oder abgedroschen. Cinematography und Musik gehen hier die perfekte Symbiose ein. Was ansonsten noch heraussticht ist Jane Fonda und ihre Rolle als Callgirl, die sie erstaunlich… feministisch und “anders” spielt, als man erwarten würde. Zeitweise überlegt man kurz, warum der Film “Klute” und nicht “Bree Daniels” (der Name ihrer Rolle im Film) heißt.

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Wo Klute halt wirklich etwas abkackt ist die eigentliche Haupstory um den Stalker, der Bree Daniels verfolgt und der irgendwie mit dem Verschwinden von Tom Grunberg zu tun hat. Hier gerät der Film teilweise in’s Stocken und verrät leider viel zu früh, wer der Täter ist? Das Ende kann dann kaum noch überraschen oder schocken. Ein bisschen mehr Effort wäre hier wirklich wünschenswert gewesen.

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Aber imho noch sehr anschaubar. Allein wegen dem Suspense und Bree Daniels. :applaus:

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Wonder Boy in Monster World

Mega Drive | Westone/Sega | 1992 | Platform/RPG

Panik in Monsterworld: Der fiese BioMeka überschwemmt das Land mit seinen angriffslustigen Kreaturen und nun liegt es an euch wieder für Frieden und Ordnung zu sorgen. Als blauhaariger Held Shion lauft, kämpft und springt ihr durch eine kunterbunte Phantasywelt. Wonder Boy ist nur auf den ersten Blick ein herkömmliches Jump&Run. Im Gegensatz zu den Vorgängertiteln wurde das Gameplay hier um verschiedene RPG-Aspekte erweitert. Es gibt keine getrennten Levelabschnitte sondern ihr könnt, ähnlich wie schon in Metroid, stets zwischen den verschiedenen Abschnitten hin- und herwechseln, was teilweise auch nötig ist um an bestimmte Items zu gelangen. Manche davon braucht man sogar damit neue Gebiete überhaupt erst erschließbar sind. So könnt ihr die Wüste erst durchqueren wenn ihr die Oasisboots habt, ansonsten verbrennt euch der heiße Sand eure Latschen.Wie gehabt gilt es in Städten mit den Bewohnern zu quatschen, bei Händlern kauft ihr neue Waffen und Rüstungen und wenn ihr angeschlagen seid verhilft euch eine Nacht im Hotel zu frischer Lebensenergie. Sega war sogar so nett eine Savefunktion einzubauen, mit der ihr euren Spielstand speichern könnt. Eure Hauptwaffe ist das Schwert, daneben gibt es noch den Speer, der erhöhte Angriffskraft und Reichweite für eine niedrigere Verteidigung eintauscht und mit dem Schild wehrt ihr Schüsse der Gegner ab. Als Rüstung gibt es Brustpanzer und Stiefel, wobei letztere bei einem Upgrade auch eure Laufgeschwindigkeit erhöhen, was gerade anfangs auch bitter nötig ist, wo euer Charakter noch im Schneckentempo durch die Landschaft schleicht. Obendrein findet ihr in Schatzkisten wertvolle Zaubersprüche die euch das Fortkommen erleichtern. Feuermagie röstet eure Gegner, Power lässt euch härter zuschlagen, Thunder wirkt als eine Art Smartbomb usw. Besiegte Gegner lassen Münzen fallen, mit denen ihr euch dann neuen Kram kauften dürft. Soweit so simpel. Das Gameplay ist recht einfach gehalten, aber gut umgesetzt und eure Figur steuert sich zu jedem Zeitpunkt präzise.

Die Grafik in Wonder Boy ist grellbunt, mit leuchtenden Farben und knuffigen Sprites, die teilweise so putzig aussehen dass man sie gar nicht töten mag. Natürlich nur wenn man auch auf diesen knubbeligen Animestil steht. Wer sich damit anfreunden kann, wird jedoch viel Freude in Monsterworld samt seinen witzigen Bewohnern haben. Was die Animationen angeht schwächelt das Spiel etwas. Ein Schlag eures Hauptcharakters besteht nur aus wenigen Animationsphasen und auch Dinge wie parallaxscrollende Hintergründe und aufwändige Effekte sucht man leider vergebens. Schade, denn auf dem Mega Drive wäre hier bestimmt noch einiges mehr möglich gewesen. Insgesamt ist die Grafik aber solide und wirkt vom Design her wie aus einem Guss.

Musikalisch hat das Modul einiges auf dem Kasten, die Musikstücke passen immer gut zur jeweiligen Umgebung, egal ob ihr gerade im Dschungel, in der Eiswelt oder in dunklen Höhlen unterwegs seid. Das Theme im Schloß des Obermotzes hat es mir dabei besonders angetan. Es beginnt zuerst relativ ruhig, nur um dann richtig fetzig durchzustarten und bildet eine würdige Untermalung für diesen letzten Abschnitt des Spiels. Die Soundeffekte hingegen sind nichts herausragendes, sie wirken oft etwas dumpf und langweilig, erfüllen aber ihren Zweck.

Wonder Boy ist für geübte Zocker keine große Herausforderung. Wenn man will hat man diesen Titel an einem Nachmittag durchgespielt, erst recht mit der eingebauten Speicherfunktion. Das Gameplay ist gut ausbalanciert und es gibt kaum unfaire Stellen, für mich persönlich hätte es allerdings noch einen Tick herausfordernder sein können. Von Dungeon zu Dungeon zu streifen, Gegner zu verprügeln und Münzen zu sammeln macht allerdings eine Menge Spaß  und versteckte Herzen und Goldschätze wollen ebenfalls gefunden werden, was dazu einlädt bereits bekannte Orte nochmals aufzusuchen. Wahrscheinlich liegt hier auch der Charme des Spiels. Es hat keine besonderen Stärken, aber eben auch keine großartigen Schwächen und wenn man es beendet hat fühlt man sich zufrieden und stellt es mit einem guten Gefühl zurück ins Regal, also müssen die Entwickler wohl etwas richtig gemacht haben. Wer ein spassiges Jump&Run/ActionRPG fürs Mega Drive sucht, dem kann ich Wonder Boy in Monster World guten Gewissens ans Herz legen.

Shomben Yokocho und Golden Gai

Tokyo ist eine uralte Stadt. Original “Edo” genannt, wurde Tokyo 1608 die Hauptstadt Japans und ist seitdem eine der größten und wichtigsten Städte der Welt. Leider ist wegen Kriegen, Erdbeben und einfach der japanischen Art, immer zu renovieren und weiterzubauen, vieles der Geschichte Tokyos nicht mehr zu sehen.

Doch in zwei kleine Vierteln Shinjukus kann man noch sehen, wie Tokyo direkt nach dem Krieg, eine Zeit von Chaos, Prostitution und Yakuza, aussah.

Mein erstes Ziel war Shomben Yokocho, aka Piss Alley, nicht weit vom Shinjuku Bahnhof. Shomben Yokocho ist einfach eine kleine Gasse zwischen zwei riesigen, “typischen Shinjuku” Gebäuden. Ich lief zwar schon 100 Male einfach vorbei, habe die Gasse aber nie bemerkt.

Ich habe irgendwo gelesen, dass Ridley Scott mal zu Shomben Yokocho ging, um Inspiration für Blade Runner zu kriegen. Das konnte ich sehr gut nachvollziehen. Über der Gasse, welche echt eng ist, gibt’s ein riesige Sammlung von Stromkabeln. Links und rechts gibt’s unzählige kleine Kneipen und Restaurants. 80 % sind im Freien mit Salarymen überfüllt. Ein paar junge Leute sind dort, aber offensichtlich gehört Shomben Yokocho einer älteren Generation.

Shomben Yokocho ist kein normales Touristenziel. Manche Besitzer sind misstrauisch gegenüber Gaijin. Als ich mich in irgendeiner Kneipe hinsetzte, meinte die Besitzerin böse, dass ich da nicht trinken konnte. Nach 3 Monate in Japan und sehr an die sonst übliche Höflichkeit gewöhnt, lief ich überrascht weiter.

2 Minuten weiter fand ich einen Platz irgendwo, der freundlicher war. Ich setzte mich auf eine Bank neben zwei Salarymen und fing an, mein Bier zu trinken und Nudeln zu essen. Der Typ neben mir fragte auf gebrochenem Englisch, woher ich kam und ich antworte auf gebrochenem Japanisch. Wir fingen an zu reden und kamen irgendwann zum Thema 70er Filme.

“Kennen Sie American Graffiti?”, meinte er.

“Natürlich! Einer meiner Lieblingsfilme!”, antworte ich.

Wir besprachen die frühen Filme Francis Ford Coppolas, George Lucas und Alan Pakulas. Egal ob unterschiedliches Alter, Herkunft oder Kultur, bei alten Filmen waren wir uns einig. Froh im Herzen lief ich weiter zu meinem nächste Ziel: Golden Gai.

Knapp 10 Minuten weit von Shomben Yokocho, liegt Golden Gai neben Kabuki-cho, Shinjukus Rotlicht-Viertel. Golden Gai hat nichts mit Rotlicht zu tun, obwohl es genauso heruntergekommen aussieht. Früher war Golden Gai eigentlich voller Prostitution, bevor es in 1958 verboten wurde. Seitdem ist es voller Kneipen – vermutlich über 200. Diese sind so klein, dass, wenn man eine “große” erwischt, dennoch nur knapp 10 Leute reinpassen. Im Gegensatz zum Rest Tokyos sind Golden Gais Gebäude nur 2 Stockwerke hoch – noch ein kleines Überbleibsel des alten Tokyo.

Wie Shomben Yokocho ist Golden Gai nicht besonders gaijinfreundlich. In der Tat muss man eine Einladung haben, manche Golden Gais Kneipen zu besuchen, selbst wenn man Japaner ist. Ich fand endlich eine mit einem Schild auf dem stand: “I love English and I love you.” Perfekt.

Die Kneipe war natürlich total eng und voller Rauch. Ein Jim Jarmusch Film lief im Fernseher. Ich setzte mich neben einen Nordländer und einen Japaner, der vermutlich ein Freund des Besitzers war. Als ich meinte, dass ich aus Denver stammte, rief er den Besitzer.

“Yamashita! Der kommt aus Denver!”

Der Yamashita, wie es sich herausstellte, machte seinen Bachelor in Denver. Wieder war ich voll überrascht und froh, so eine Bekanntschaft in Japan zu machen. 13.000 Kilometern von meiner Heimat entfernt, in einer Kneipe, die aus Blade Runner stammen könnte, sprachen wir über Themen wie Denvers Football-Mannschaft.

Irgendwann fuhr ich nach Hause. Wieder eine krasse Nacht in Tokyo hinter mir.

Civilization Revolution for iPhone / iPod touch

Civilization (iPhone / iOS)

Erstmal: Ich habe Civilization Revolution auf Xbox 360 wirklich lange und intensiv gezockt. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht so wirklich warum, denn eigentlich habe ich im Jahr 2010 eine bessere Weiterentwicklung der Civilization-Francise erwartet. Der Stil ist ein bisschen zu sehr ins Comic-hafte und Lächerliche gezogen worden, viele kleine Details aus Civilization 2 wurden sogar fallen gelassen. Komplexer wurde das Spiel leider nicht, sogar die Grafik blieb hinter dem zurück, was ich mir eigentlich als neuesten Teil vorgestellt hatte. Beispiel der Vereinfachung: Man kann nichtmal die Städte nachträglich umbenennen. Dennoch machte die bewährte Civ-Spielmechanik sehr viel Lust auf das Spiel.

Was wir nun hier vor uns haben ist eine Version für iPhone und iPod touch, welche lustigerweise von 2K China (Shanghai/Hangzhou) umgesetzt wurde. Man sieht schon am Anfang, dass es ziemlich viele Gameplay-Elemente mit dem “großen Bruder” gemeinsam hat. Wenn nicht sogar wirklich alle.

Und das ist schon das große Problem an den Titel. Es gibt nichs neues, es ist alles übernommen – selbst die Bilder der Einheiten, der Berater und Icons für Kultursieg, etc. sehen gleich aus. Ohne diese Assets würde das Game sehr 08/15 und schon richtig schlecht Shareware-mäßig rüberkommen. Eine isometrische Ansicht gibts ebenso wenig wie eine 3D-Welt – was natürlich kein Beinbruck wäre, wenn die Map und die Charaktere nicht aussehen würden, als kämen sie direkt aus MS Paint. Intro und Animationen gibts keine wirklich nennenswerten. Steuerung ist okay, auch wenn es z.T. nervige Passagen gibt. Wieso kann man beispielsweise nicht auf der Karte rumscrollen, wenn ich eine Einheit verschieben will? Wenn ich längere Passagen gehen will, muss ich dies Schritt-für-Schritt machen. Meistens kann man nur zwei bis drei Quadrate auf einem Screen voranschreiten.
Die Spielmechanik ist die gleiche, das Spielfeld leider wieder ein bisschen kleiner wie von den Konsolenbrüdern. esser hingegen wurde die Übersichtlichkeit, meistens hat man nun alles auf einen Screen, anders als bei Civ Rev auf PS3 oder Xbox 360. Für Neueinsteiger wird es doppelt hart: Trotz Tutorial versteht man die Spielmechanik nur, wenn man bereits genannte Konsolenversion gespielt hat. Eine Civilopedia gibt es dieses Mal nicht.

Fazit:
Auch wenn ich mich mit Civilization Revolution für iPhone / iPod touch auch wieder länger auseinander gesetzt habe, so nur weil die Spielmechanik die gleiche ist, die man auch in der Konsolenversion vorfindet. 2K China hat sich mit dem Titel nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Grafik ist unterirdisch, nichtmal schön gepixelt, sondern einfach schlecht. Animationen gibt es bis auf die bewegenden Hintergrundbilder nicht, die Sounds und Charakterebilder sind übernommen und so bleibt ohne dem Civilization- und Gameplay-Bonus eigentlich wirklich nix übrig. Der Titel bring auch so wenig – genauer gesagt: NICHTS – Neues, so dass man als vertrauter Civ-Zocker nur dazu greift, wenn man mal wirklich Lust auf eine Partie unterwegs hat.

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