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Actraiser

November 9th, 2011 by mosk

ActRaiser kam 1990 als Launchtitel heraus. Entwickelt von Quintet, welche später Spiele wie Soul Blazer und Terranigma machten. ActRaiser war gewiss eine sehr ambitionierte Idee: man spielt einen Gott, der die Menschheit vor bösen Monstern retten muss. Als Spiel nimmt ActRaiser zwei verschiedene Formen an.

Zuerst spielt man als einer kleiner Amor, welcher über Länder fliegt und den Leuten hilft. Dieser Teil hat die Form von etwas wie SimCity oder einem RTS. In der Draufsicht führt man die Leute, wo sie Häuser bauen sollen und schießt diverse Monster mit Pfeile an, bevor sie die armen Menschen essen können. Manchmal sprechen die Leute einen an und geben verschiedene Opfer, die man benutzen kann. Komischerweise sagt das Spiel immer “Obwohl es unerwartet war, die Leute wollen mit Ihnen sprechen!” Hej, ActRaiser, nach 20 solcher Opfer ist es eigentlich nicht mehr unerwartet. Die Zeile, wie viele im Spiel, klingt mir ein bisschen zu genau aus dem Japanischen übersetzt.

Es gibt pro Land zwei Stages, wobei das Gameplay von der Draufsicht zu einem Platformer wechselt. Hier spielt man als typischer Mann-mit-Schwert und läuft durch Tempel-, Wüsten- und Ice-Stages (wobei man hier trotz Eis nicht wegrutscht?!) und haut Kreaturen kaputt. Man schlägt den Endboss tot, die Leute jubeln, man spielt in der Draufsicht weiter, und so läuft das Spiel bis zum Ende.

Ich hatte ActRaiser als ganz gutes Spiel in Erinnerung. Leider, als ich es dieses Mal wieder spielte, fand ich, dass meine Erinnerungen total unzuverlässig waren. Die Mischung von SimCityhafter Simulation und normalem Platformer ist in der Tat Interessant. Quintet dachte bestimmt, sie müssten etwas grandioses als erstes SNES-Spiel machen. Leider sind beide zwei Spielformen nicht ganz, wie wir Amis sagen, durchgebraten.

Von beiden ist die Stadt-Simulation am interessantesten. Man muss gleichzeitig Monster abschießen, Leute führen und Gotteskräfte entfesseln. Manchmal werden die Leute krank oder deprimiert und man muss die Opfer eines anderes Landes dagegen benutzen. Es braucht gute Multitasking-Fähigkeiten, wobei soweit ich weiß, kann man eigentlich hier nicht sterben. Wenn der Amor zu viel von den Gegnern geschlagen wird, kann man einfach eine weile keine Pfeile schießen. Deswegen ist der SimCity-Teil nicht ganz so spannend, obwohl man schon ein Gefühl der Erfüllung spürt, wenn das Land frei von Gegnern ist.

Der Platforming-Teil ist noch enttäuschender. Mein Hauptkritikpunkt ist, dass die Figur viel zu unbiegsam ist. Oft will man schnell von links nach rechts wechseln, nur um heraus zu finden, dass sowas total unmöglich ist. Die Handhabung der Spielfigur macht halt kein Spaß und gibt einem das Gefühl, dass man Beton-Säulen als Beine hat. Das Leveldesign und insbesondere die Bosse sind auch nicht gerade aufregend. Die Designer wollen (und ich eigentlich auch!), dass man gegen die Bosse, wie in allen guten Platformern, gut kämpft. Leider ist es aber die beste Option, einfach neben den Bossen stehen zu bleiben und zu schlagen, bis sie tot sind, weil man selbst so ungelenkig ist.

Quintet finde ich eigentlich eine super Spielfirma. Ihre action-RPGs waren teilweise die besten auf dem SNES und ihr Stil und Musik gefällt mir sehr. Und ActRaiser war eben eine sehr interessante Idee. Es war aber leider auch einer der Launchtitel und wahrscheinlich zu schnell gemacht und deswegen nicht ganz gut genug.

Übrigens: es gibt auch ActRaiser 2, werlcher 1993 heraus kam. Es ist ein typischer Platformer ohne Stadtsim Stages. Die Spielhandlung ist allerdings erweiterter, doch ohne Stadtsim fehlt dem Spiel das, was am interessantesten im Originalspiel war. Ich spiele Castlevania halt.

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Prelude of the Chambered

September 10th, 2011 by kami68k

Mojang 2011

.. ist ein kostenloses Browsergame von Mojang aka den Machern von Minecraft. Es wurde in 48 Stunden für die Ludum Dare Competition, was auch immer das ist, programmiert und läuft im Java Runtime Environment. Spielzeit sind so 20-30 Minuten.

Das ganze ist ein Lowres 3D Dungeon Crawler. Man landet in einem Gefängnis wo man erstmal nicht rauskommt und muss dann schauen, wo man bleibt. Natürlich findet man recht schnell heraus und kämpft sich dann durch die verschiedenen Levels (oder Abschnitte, da man immer hin und her wechseln kann und muss). Es gibt diverse Monster, Bossfights und um weiter zu kommen muss man Items finden oder kleine Rätsel lösen. Es geht eigentlich immer fix voran und ist nicht zu schwer, was bei Browsergames mit entsprechend kurzer Aufmerksamkeitsspanne nur gut sein kann.

Kurz und knapp gibts daher :pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

URL: http://s3.amazonaws.com/ld48/index.html

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Mega Bomberman

Mai 13th, 2011 by Clemso

 

Mega Drive | Hudson Soft/Westone | 1994 | Action

 

Ach ja Bomberman. Der kleine Held mit den Stummelärmchen und dem markanten Blick dürfte wohl jedem Zocker ein Begriff sein, es sei denn man hat die letzten Jahrzehnte (der erste Teil erschien bereits 1983 fürs MSX & ZX Spectrum!) videospieltechnisch unter einem Stein gelebt. Klar dass auch das gute Mega Drive mit einem Titel der Serie beglückt werden musste und so beauftragte Hudson Soft zunächst das deutsche Entwicklerstudio Factor 5 damit das neue Bomberman zu entwickeln. Eine Techdemo mit 8-Spielersupport wurde aus dem Boden gestampft, doch Hudson entschied sich kurzerhand dazu einfach Bomberman ’94 von der PC-Engine portieren zu lassen und übergab das Projekt an Westone, die bereits Wonder Boy entwickelt hatten. Und wer diesen Titel kennt, kann sich schon denken was das bedeutet: Kunterbunte Knuddelgrafik so weit das Auge reicht und dieser Stil passt auch perfekt zum Bombermanuniversum. Die Story ist schnell erzählt und eigentlich komplett nebensächlich, der Vollständigkeit halber aber hier in Kurzform:

Die Bewohner des Bomberplaneten lebten in Frieden, beschützt von 5 Gottheiten, bis zum Angriff des Fieslings Bagular und seiner Roboterarmee. Die Steintafeln der Götter, aus denen sie ihre Macht bezogen, wurden dabei zerstört und der Bomberplanet zerfiel in 5 Teile. Nun liegt es an euch die Teile wieder einzusammeln und wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Also schwingt ihr euch auf euer Känguru, um den Bösewichten ordentlich Zunder zu geben. Kein Scherz, denn hier stehen euch neben den altbekannten Powerups (verstärken die Sprengkraft der Bomben, ihr könnt mehr Bomben tragen usw.) nun auch fünf verschiedene Kängurus als Reittiere zur Verfügung. Sammelt ihr ein Känguruei auf, schlüpft das Vieh im Handumdrehen und ihr könnt sofort dessen Fähigkeiten benutzen. Das gelbe Känguru kann Blöcke kicken, das Blaue hingegen Bomben, das Grüne flitzt wie der Wind über den Bildschirm, das lila Vieh kann springen und der rosa Kängurukumpel… tanzt. Solang ihr den B-Button gedrückt haltet, wackelt er mit seinem dicken Känguruhintern, was euch im Spiel leider original nichts bringt. Ihr haltet so lediglich einen Treffer mehr aus, was bei den anderen Tieren allerdings auch der Fall ist. Derart ausgerüstet zieht ihr von Level zu Level und sprengt dabei alles weg was euch in die Quere kommt. Egal ob süßes Hoppelhäschen oder wildgewordene Roboter, nichts bleibt von der Sprengkraft eurer Bomben verschont. Nicht einmal Bomberman selbst, sollte man so unvorsichtig oder dumm sein, sich im Sprengradius der eigenen Knallkörper zu befinden. Erschwerend kommt oft hinzu, dass euch in manchen Stages gewisse Hindernisse kurzzeitig bewegungsunfähig machen. So tritt zB. aus Säulen in unregelmäßigen Abständen Dampf aus, im Eislevel beharken euch Pinguine mit Raketen, oder es kommt mal spontan zu einem Vulkanausbruch. Natürlich geben auch die Gegner ihr bestes um euch das Leben schwer zu machen. Besondere Erwähnung verdienen hier auf jeden Fall die Endgegner, die abgefahrener nicht sein könnten. Beispiele gefällig? Wie wärs mit einer Riesenbanane, ferngesteuert von einem kleinen Äffchen? Oder eine Pyramide auf zwei Beinen? All das wird mit knallbunter Grafik in Szene gesetzt, die weitestgehend ohne Slowdowns dargestellt wird. Nur bei massivem Gegneraufkommen geht die Engine manchmal ziemlich in die Knie und verkommt für einige Sekunden zur Diashow. Was die musikalische Untermalung angeht, ist Mega Bomberman durchwegs als solide zu bezeichnen. Die meisten Stücke passend gut zu den jeweiligen Stages und animieren auch schon mal zum Mitgrooven. Die Soundeffekte können da leider nicht mithalten und wirken oft zu dumpf gegenüber dem Original auf der PC-Engine.

Der Schwierigkeitsgrad ist anfangs relativ moderat und der geübte Zocker wird kaum Probleme haben es bis in die letzte Stage zu schaffen. Ab dort ziehen die Entwickler aber die Daumenschrauben an und stellen eure Geduld auf eine harte Probe. Die Finalstage besteht aus fünf Labyrinthen, die ihr alle nacheinander durchqueren müsst.  Neben Robotern die mehrere Treffer einstecken können, Walkern die Raketen ballern und damit Blöcke (und euch selbst) zerstören, sowie Flugdrohnen, die durch die Blöcke einfach hindurchfliegen, sitzt euch zusätzlich noch ein Zeitlimit im Nacken. Läuft dieses ab, beißt ihr sofort ins Gras. Auch der Endgegner hat es in sich, erst recht wenn man die eben beschriebenen Umstände hinzuzieht. All das ist  mit drei Leben zu bewältigen. Ihr könnt zwar im Level ein Extraleben ergattern aber das wars auch schon. Falls ihr versagt heißt es zurück an den Start der Stage. Hat man es einmal durchgespielt, fasst man das Game im Einzelspielermodus wohl nicht mehr so schnell an. Was Bomberman aber schon seit jeher ausgezeichnet hat, war der Multiplayermodus. Mega Bomberman bildet hier natürlich keine Ausnahme und so könnt ihr euch (den entsprechenden Adapter vorausgesetzt) mit bis zu vier Spielern die Bomben um die Ohren hauen. Ein zusätzliches Novum stellen die 9 spielbaren Charaktere dar, zwischen denen ihr wählen könnt. Vom Punk bis zu Minenarbeiter ist hier für jeden etwas dabei, allerdings spielen sich im Prinzip alle gleich und unterscheiden sich nur vom Aussehen her. Durch die Reittiere wird der Multiplayer ebenfalls abwechslungsreicher und lädt immer wieder mal zu einer Partie mit Freunden ein. Insgesamt ein spaßiger Titel mit guter Präsentation, auch wenn auf Dauer nur der Multiplayer wirklich interessant sein dürfte.

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Arkade-Games im Online Casino

Februar 8th, 2011 by vidgames

Wer bei Online Casinos in erster Linie an Roulette, Black Jack & Co. denkt, der liegt im Grunde zwar schon richtig, aber die meisten Casinos haben noch mehr zu bieten. Sehr interessant ist oft vor allem der Bereich der Arkade-Spiele, der von vielen Casinos angeboten wird. Dort findet man vom Lotto-Tippspiel über den Kneipen-Hit Darts bis hin zu asiatischen Spielen fast alles, was der kurzweiligen Unterhaltung dient und Spaß macht!

Wer im Online Casino spielen möchte, aber nicht auf die klassischen Glücksspiele zurück greifen will, dem seien die Arkade-Games ans Herz gelegt. Vor allem die erst kürzlich erschienenen japanischen Spiele „Pachinko“ und „Pachislo“ lohnen einen Blick. Asia-Fans werden hieran ihre wahre Freude haben!

Softwarehersteller erkennt den Trend

Erst vor kurzem hat der bekannte Softwarehersteller Microgaming, vor allem berühmt für seine hervorragenden Spielautomaten, zwei neue japanische Arkade-Spiele veröffentlicht: Pachinko und Pachislo. Dabei hat man bei der Entwicklung großen Wert darauf gelegt, den Look & Feel der japanischen Spiele zu treffen und nicht zu verfälschen. Herausgekommen sind trendige Spiele mit Kultpotential.

In Japan sind beide Spiele schon lange erfolgreich, Pachinko ist eine Art Flipper-Spiel, bei dem ein Ball abgefeuert werden muss, der dann eine Reihe von Hindernissen passieren muss. Dabei werden Punkte gesammelt. Genau wie europäische Flipper begann auch Pachinkos Erfolgsgeschichte als mechanischer Automat. Doch auch bei diesem Kultspiel setzt sich der Trend zum Spielen im Netz fort.

Pachislo ähnelt mehr einem klassischen Spielautomaten mit drei Rollen, wie man ihn auch aus Gaststätten und Spielhallen – oder eben aus dem Online Casino – kennt. Bei der japanischen Variante können die einzelnen Rollen allerdings separat angehalten werden. Das bedeutet, dass sich die Gewinnchancen bei diesem Spiel deutlich von den normalen Spielautomaten unterscheiden.

Fazit: Wer Online Casinos gegenüber skeptisch ist, aber kleine unterhaltsame Arkade-Games liebt, der soltle sich die Arkade-Abteilung eines Online Casinos einmal näher ansehen. Kurzweilige Unterhaltung ist in jedem Fall geboten – und ganz nebenbei besteht immerhin die Möglichkeit, Geld zu gewinnen!

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Terranigma

Januar 28th, 2011 by Clemso

Super Nintendo | Quintet/Enix | 1995 | Action RPG

Terranigma war Quintets letztes Spiel für das SNES und bildet den Abschluss der Soulblazer Trilogie mit seinen Vorgängern Soul Blazer und Illusion of Gaia/Illusion of Time. Die Ära des Super Nintendo neigte sich anno 1995 ihrem Ende zu, die Playstation stand bereits in den Startlöchern. Terrangima sollte noch einmal ein richtiger Kracher zum Weihnachtsgeschäft werden, daher wurde noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt und dem Spiel lag wie schon bei Secret of Mana ein mehrseitiger Spieleberater bei. Bemerkenswert ist außerdem, dass neben Japan nur eine PAL-Version released wurde, die USA gingen diesmal leider leer aus. Der jap. Titel lautet: “天地創造 Tenchi Sōzō, was soviel wie “Erschaffung von Himmel und Erde” bedeutet und genau darum geht es im Prinzip auch:

Ihr schlüpft in die Rolle von Ark, einem jungen Unruhestifter aus dem Dorf Krysta, angesiedelt in der Unterwelt und somit abgeschottet von jeglicher Zivilisation. Eines Tages bricht Ark ein uraltes Siegel, indem er eine verbotene Tür öffnet und sich an der dahinter befindlichen Zauberkiste zu schaffen macht. Damit befreit man das Zauberwesen Fluffy, dass in der Kiste auf seine Befreiung wartete. Dummerweise wird dadurch aber ein Fluch ausgelöst, der sämtliche Dorfbewohner zu Eis erstarren lässt. Um eure Leute aus der Froststarre zu befreien, gilt es die Prüfung der fünf Türme zu bestehen, wobei damit auch jeweils ein Kontinent der Oberwelt aus dem Meer emporsteigt. Die Oberwelt und die Unterwelt scheinen also direkt miteinander verbunden zu sein, wobei sich im Laufe der Zeit herausstellt, dass beide Welten den alten Kampf Gut gegen Böse wiederspiegeln. Terranigma spielt in unserer Welt und so bereist man auf seinem Abenteuer zahlreiche Städte die realen Vorbildern entsprechen wie unter anderem. Lhasa, Shanghai, Tokio, oder Chicago, wobei diese oft geänderte Namen haben (aus Stockholm wurde zB. Storkholm). Anfangs seid ihr noch zu Fuß unterwegs, im späteren Verlauf des Spiels bekommt ihr ein Schiff und gegen Ende sogar ein Flugzeug, um euch schneller fortzubewegen, was Snes-typisch per Mode7 umgesetzt wurde und auch heute noch ganz nett aussieht.

Das Gameplay ist relativ simpel gehalten. Als einzige Waffe benutzt Ark verschiedene Speere, von denen manche bestimmte Attribute haben, so kann einer zB. große Felsbrocken zertrümmern damit ihr weiterkommt, andere sind gegen bestimmte Monster besonders effektiv usw. Als Rüstung steht euch ein Brustpanzer in diversen Ausführungen zur Verfügung, wobei es auch hier wie bei den Speeren verschiedene Attribute gibt, die sich aber insgesamt nicht gravierend aufs Gameplay auswirken. Interessanter ist da schon das Movearsenal eures Hauptcharakters. Ihr könnt mit eurer Waffe nicht nur einfach zuschlagen, sondern beherrscht auch Attacken aus dem Sprinten und aus dem Sprung heraus, oder ihr lasst den Speer schnell herumwirbeln und könnt so besser kleine Gegner erwischen. Diese Moves sind schnell erlernt und das kämpfen macht damit auch richtig Spass. Natürlich dürft ihr auch ein bisschen zaubern,die Betonung liegt hier leider auf ein bisschen. Ihr findet unterwegs blaue Kristalle, die dazu verwendet werden, um euch in den Shops Ringe zu kaufen, mit denen ihr dann zaubern dürft. Diese könnt ihr aber jeweils nur einmal verwenden, dann heißt es nachkaufen. Im Endeffekt sind die Zauber auch praktisch überflüssig, ich habe zwar fleißig die Kristalle gesammelt, wollte sie mir aber dann für den Endgegner aufsparen und habe sie dann schlussendlich gar nicht gebraucht. Hier wäre also durchaus mehr drin gewesen, auch wenn Terranigma “nur” ein Action RPG ist. Um euch den ganzen Kram auch leisten zu können, heißt es wie immer fleißig Monster verkloppen, welche in den unterschiedlichsten Formen und Farben auftauchen. Vom schnöden Ritter bis zum fiesen Cyborg, über diverse Schleimmonster und sogar Zombies ist hier alles vertreten. Die Dungeons sind in ihrer Gestaltung abwechslungsreich, allerdings wird sich an den Rätseln kaum jemand die Zähne ausbeißen. Mal hier ein paar Schalter umlegen oder eine Fackel entzünden, manchmal gibt es auch ein paar Zahlenknobeleien, wobei ihr natürlich stets Hinweise findet, wie diese zu lösen sind. Insgesamt ist es aber okay, schließlich reden wir hier nicht von einem Adventure oä. Erwähnenswert wäre noch, dass ihr durch eure Entscheidungen im Spiel Städten bei der Entwicklung helfen könnt, sodass aus einem kleinen Dörfchen bei eurem nächsten Besuch vielleicht schon eine prächtige Metropole (mit besseren Einkaufsmöglichkeiten) erblüht. Ein nettes Feature, mit dem ich mich aber ehrlich gesagt nicht näher beschäftigt habe und dass auch keinerlei Auswirkung auf die Story oder das Gameplay hat.

Wo Terranigma aber wirklich punkten kann, ist die Präsentation. Die Grafik gehört mit zum Besten, was ich auf dem Super Nintendo gesehen habe und schafft für sich allein schon eine Menge Atmosphäre. Egal ob es um Menschen, Tiere, Monster oder die Hintergründe geht, man merkt einfach dass hier wurde viel Liebe ins Detail gesteckt wurde. Die Farbpalette ist gut ausgewogen, mit kräftigen Farben, die aber insgesamt nie zu sehr herausstechen, angereichert mit geschickten Spielereien von Licht und Schatten. Besonderes Augenmerk wurde hier auf die Gestaltung der Endgegner gelegt, die oft wirklich bombastisch aussehen und das bei einem über 15 Jahre alten Spiel. 16-Bit at it’s best. Auch akustisch zeigt sich das Modul von seiner besten Seite, egal ob man gerade durch die Overworld streift, Monster bekämpft, oder es um dramatische Zwischensequenzen geht, die Komponisten vergreifen sich nie im Ton. Teilweise ist die Musik auch richtig gruselig und zwar im positiven Sinne und man ist oft fasziniert welche Sounds dem guten alten Snes hier noch abgetrotzt werden konnten (hört euch mal das “Tunnel Inside the Sun” Theme an).

Insgesamt ist Terranigma irgendwie ein zweischneidiges Schwert für mich. Das Kampfsystem hätte sicher noch mehr Tiefe vertragen können, mit mehr Waffen und einem komplexeren Zaubersystem. Grundsätzlich wird es aber nie langweilig und dank der Vielzahl an Moves wird man gut bei der Stange gehalten. Die Story ist etwas konfus aber stets spannend , mit einer Menge unerwarteter Wendungen und manchmal ist nicht gleich klar, wer nun Freund und wer Feind ist. Über viele der Hauptcharaktere erfährt man aber leider auch nichts näheres und manche sieht man im späteren Verlauf des Spiels nie wieder. Die tolle Grafik und der geniale Sound schaffen es aber diese Mankos zu überstrahlen und am Ende ist man direkt enttäuscht dass es schon so schnell vorbei war. Terranigma kann sich vielleicht nicht mit Genretitanen wie Zelda oder Secret of Mana messen, ist aber für sich gesehen doch ein kleines Juwel am Snes, wenn man sich auf seine Eigenheiten einlassen kann. Wer es noch nicht gespielt hat, sollte es sich zumindest einmal ansehen.

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The Jetsons: Robot Panic

Mai 18th, 2010 by Clemso

Taito | 1992 | Jump & Run

Jetsons

Die Orbitstadt wird von feindlichen Robotern angegriffen und nur die Jetsons können sie stoppen! Mit Hilfe seiner Familie macht sich George Jetson auf, den Führer der Roboter zu besiegen und den Tag zu retten.

Für diejenigen die es nicht wissen: Die Jetsons sind eine Art Familie Feuerstein in der Zukunft. In Taito’s gleichnamigem Jump and Run ist es zuerst eure Aufgabe euch mit den Kindern Elroy und Judy durch je ein Level zu schlagen, bevor ihr mit Mama Jane per Jetpack durch die Gegend fliegen dürft. Jedes der Familienmitglieder hat dabei einen besonderen Gegenstand bei sich, den es Papa George am Levelausgang zu überbringen gilt. Elroy kann Gegner mit seinem Ball abschießen, Judy hat Magnetstiefel mit denen ihr an der Decke laufen könnt und Jane benützt besagtes Jetpack. Jeder der Gegenstände verbraucht allerdings Energie, welche sich jedoch in einem bestimmten Zeitintervall automatisch wieder auffüllt. George stehen in den letzten beiden Stages dann alle drei Items zur Verfügung. In den Abschnitten liegen außerdem überall Kisten herum, die ihr auf die durchgedrehten Roboter schleudern könnt. Recht viel mehr gibt es nicht zu sagen. Die Level sind relativ kurz und es gibt insgesamt nur 5 davon, welche dafür gespickt sind mit diversen Fallen, wobei die träge Steuerung die Sache schwerer macht als sie eigentlich sein sollte. Stacheln auf dem Boden, Gegner die sofort wieder erscheinen wenn ihr den Bildschirm verlasst und Türen die euch direkt in die Hände der Feinde treiben, zehren schnell an den Nerven. Wenn ihr ein Item wie die Magnetstiefel benutzen wollt, müsst ihr jedesmal abwarten bevor “Ready……Go” angezeigt wird, erst dann könnt ihr es benutzen. Und ist die Energie mal verbraucht, was vor allem beim Jetpack ständig der Fall ist, dann dauert es viel zu lange bis sie sich wieder auflädt. Items die man aufsammelt um die Energie wieder aufzuladen wären hier sinnvoller gewesen. Überhaupt scheint Jetsons von den Taito Azubis zusammengeschraubt worden zu sein. Sind mehrere Sprites am Bildschirm, gibt es merkliche Slowdowns, die sogar die Hintergrundmusik ins Stocken bringen. Aber egal. Mit ein wenig Verbissenheit hat man die fünf Level im Handumdrehen durchgespielt und der Endgegner ist ein schlechter Witz. Hier gibt es einfach nichts zu sehen das einen dazu bringen könnte das Modul nicht in irgendeiner Ecke verstauben zu lassen wenn man es erstmal durch hat.

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Taito Legends 2

Mai 15th, 2010 by Clemso

2006 | PC | Taito/Ubisoft

39 von Taitos bekanntesten und unbekannteren Arcadekrachern auf einer DVD? Darunter Klassiker wie Bubble Bobble , Darius Gaiden und Space Invaders? Zu einem unschlagbar günstigen Preis? “Her damit!” , dachte ich mir und griff ohne zu zögern zu, als ich das Teil zufällig in der Grabbelkiste liegen sah. Zuhause angekommen wollte ich natürlich sofort loszocken und schob die Disc voller Vorfreude ins Laufwerk. Das Laufwerk schnurrte wie ein Kätzchen vor sich hin, der bunte Setupbildschirm erschien. Alles klar zur Installation. Doch plötzlich:

“Ach bestimmt nur ein Lesefehler” , sagte ich zu mir, doch ich hatte schon so eine dunkle Vorahnung was mir bevorstehen würde. Auch nach mehreren Versuchen inklusive Überprüfung der DVD auf Schmutz oder Kratzer lies sich das Installationsprogramm nicht zum Weitermachen überreden. Tja was nun? Also klickte ich mal auf “Information”. “Bla bla bla…..handelt sich um eine Orignaldisc?”, verdammt ja ihre Drecksäcke! “Untersuchen sie den Datenträger auf Schmutz sowie etwaige Beschädigungen und versuchen sie es erneut, oder kontaktieren sie unseren Kundenservice unter der Nummer XXXXXXX, um einen neuen Key zu erhalten.” Schönen Dank auch, es war nur dummerweise gerade Samstagabend und da wird wohl kaum jemand vom verdammten Kundenservice zu erreichen sein. Ich hätte also bis Montag warten müssen um spielen zu können, falls der Kundenservice überhaupt fähig gewesen wäre mir zu helfen. Da ersteht man als ehrlicher Käufer ein Spiel und kann es dann nicht einmal benutzen weil der behämmerte Kopierschutz zu dumm ist die Disc richtig einzulesen. Wäre es ein Vollpreistitel gewesen, wäre ich wohl komplett durch die Decke gegangen, aber ich kann jeden Vollpreiskunden verstehen der bei so etwas explodiert. Und da wundern sich die Firmen noch wenn ihr Kram raubkopiert wird? Und sich dann vielleicht noch mit dämlichen Hampelmännern von einer kostenpflichtigen Hotline herumschlagen? Nein danke. Ich wollte spielen und zwar nicht erst irgendwann nächste Woche, sondern jetzt sofort. Also habe ich mir kurzerhand einen Crack gezogen und siehe da, es funktionierte plötzlich alles einwandfrei, sogar ohne die DVD einlegen zu müssen. Was für ein Bild das auf den Käufer macht das sollten sich einige Publisher mal auf der Zunge zergehen lassen.

Aber genug gelästert, denn die Sammlung hat es echt in sich. Nach dem Start befindet man sich in einem komfortablen Auswahlbildschirm, wo jedes Spiel samt Beschreibung, Erscheinungsjahr, Higscore und einer 3D-Version des original Arcade-Cabinets kurz vorgestellt wird. Hat man einen Titel ausgewählt, kann man sich eine Einführung über den Hintergrund des Spiels durchlesen, samt Story und kurzen Tipps. Unter den Difficultyeinstellungen hat man die Möglichkeit zwischen “easy”, “medium” oder “hard” wählen, wobei ich annehme dass es sich hierbei um die DIP-Switcheinstellungen des jeweiligen Arcadeboards handelt. Als zusätzliches Extra kann man sich sogar die original Arcadeflyer der Spiele anzeigen lassen, die oft mit aufwändigen Artworks verziert sind. Was die Steuerung angeht bietet Taito Legends 2 mehrere Möglichkeiten an. Man kann entweder globale Settings verwenden, oder jedem Spiel ein eigenes Kontrollschema verpassen und dieses auch komfortabel speichern. Gamepads werden selbstverständlich auch unterstützt. Darüber hinaus kann man entscheiden ob man das Bild auf den Bildschirm angepasst haben will, oder lieber im Originalformat (dh. bei Shoot ‘em Ups im üblichen Hochformat) spielen möchte. Versteckt unter dem unscheinbaren Menüpunkt “Taito”, findet man noch eine komplette History des altehrwürdigen Spieleherstellers inklusive Meilensteinen und einem Videointerview mit Space Invaders Erfinder Tomohiro Nishikado.

Alle Titel werden originalgetreu emuliert und spielen sich wie die Originale soweit ich es beurteilen kann. Hier jetzt auf jeden Einzelnen einzugehen würde natürlich klar den Rahmen sprengen, daher nenne ich nur kurz meine persönlichen Favoriten:

Elevator Action Returns:
Gelungenes Remake des Arcade Klassikers mit sinnvollen Innovationen und abwechslungsreichen Levels.

Gekirindan:
Vertikalshooter mit dicker Grafik und einer Story die sich um Zeitreisen dreht.

Bubble Symphony
Der Nachfolger einer der Arcadeklassiker schlechthin. Macht vor allem zu zweit eine Menge Spass.

Hier die Liste mit allen Titeln:

* Alpine Ski
* Arabian Magic
* Bonze Adventure
* Cameltry
* Chack’n Pop
* Cleopatra Fortune
* Crazy Balloon
* Darius Gaiden
* Don Doko Don
* Dungeon Magic
* Elevator Action Returns
* The Fairyland Story
* Football Champ
* Front Line
* Gekirindan
* Grid Seeker: Project Storm Hammer
* Growl
* Gun Frontier
* Insector X
* KiKi KaiKai
* Kuri Kinton
* The Legend of Kage
* Liquid Kids
* Lunar Rescue
* Metal Black
* Nastar Warrior
* Puchi Carat
* Puzzle Bobble 2
* Qix
* Raimais
* Space Invaders ’95
* Space Invaders DX
* Super Space Invaders ’91
* Violence Fight
* Wild Western
* Bubble Symphony
* Cadash
* Pop’n Pop
* RayForce

Alles in allem ein echt dickes Paket mit dem Arcadefans bestimmt lange ihre Freude haben werden. Ein abwechslungsreicher Querschnitt durch das Repertoire von Taito bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte. Hier wurde nicht einfach irgendeine Sammlung zusammengefrickelt,wie es leider oft der Fall ist, sondern man merkt dass auch viel Arbeit in Details gesteckt wurde. Der nervige Kopierschutz trübt das Bild dann aber doch etwas, deshalb gibt es einen Punkt Abzug.

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