Das Vidgames Rezensionsverzeichnis





4. Januar 2010

Brot Und Tulpen

Abgelegt unter: Miscellaneous — elend @ 20:25

elend, 04.01.2010

Brot Und Tulpen
Silvio Soldini . Italien 2000

Rosalba (Licia Maglietta) ist eine Hausfrau aus Pescara. Sie macht zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen Urlaub in Süditalien. Sie sind mit einer Reisegruppe unterwegs. Bei einem Halt an einer Raststätte fällt Rosalbas Ehering in’s Klo. Ihr gelingt es diesen zwar wieder heraus zu fischen, aber dadurch verpasste sie ihren Reisebus. Ihr Mann und die zwei Söhne bemerken erst ein paar Kilometer später, dass jemand fehlt. Rosalba will nicht an der Raststätte warten und versucht per Anhalter weiter zu fahren. Das nächste Auto fährt allerdings vorbei an Pescara weiter nach Venedig. Als sie in Venedig auch noch ihren Zug nach Pescara verpasst, beschließt sie kurzerhand ein wenig in Venedig zu bleiben. Dort trifft sie schließlich den eigenbrödlerischen Kellner Fernando (Bruno Ganz), den sie irgendwie interessant findet. Sie sucht sich einen Job in Venedig und findet dort zu sich selbst und anderen.

Baha ey. Ich blieb’ im TV hängen und siehe da… eine wirklich nette Komödie, die vor allem durch ihr Fehlen von jeglichem übertriebenen Kitsch besticht. Auch wenn man anfangs Rosalbas Motivation nicht ganz nachvollziehen kann (nur weil sie ihren Zug verpasst hat, nimmt sie gleich eine Stelle in einem Blumenladen an xD?) so lernen wir sie doch immer besser kennen und merken selbst, dass sie einfach viel besser nach Venedig passt. Schauspielerin Licia Maglietta bringt Rosalbas Aufblühen und Freude einfach wunderbar rüber. Bruno Ganz’ Rolle ist da ein wenig anders. Geheimnisvoll und undurchschaubar ist er anfangs. Das ändert sich erst relativ spät gegen Ende des Films. Die restliche Besatzung, allen voran der dicke Detektiv und Rosalbas Nachbarin sind auch durchweg symphatisch und bringen noch einen kleinen Tick mehr Witz in die Komödie.

Etwas verwundert war ich dann doch, wie interessant der Film über seine kompletten 120 Minuten Laufzeit blieb. Kann allerdings auch gut sein, dass es damit zusammenhing, dass ich rein gar nichts über den Film wusste. Ich zappte ja ganz jungfräulich rein. Es gibt zwar keine wirklichen Plottwists oder Überraschungen, aber durch Bruno Ganz undurchschaubaren Charakter und diverse andere Umstände bleibt der Film durchgehend interessant. Man weiß nicht wirklich, wie er enden wird. Man hofft einfach. So sind einem die Charaktere am Schluss an’s Herz gewachsen.

Eine DVD hätte ich jetzt nicht unbedingt gekauft und aufgehoben, aber wenn er im TV läuft kann man sich ihn ruhig mal anschauen, wenn man auf seichte und nicht kitschige Unterhaltung steht.

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18. August 2009

Coconami – Live Review (Theatron, 17.09.2009)

Abgelegt unter: Miscellaneous — vidgames @ 13:17

Endlich live gesehen: Coconame, das Ukulelen-Duo aus München. Das ganze fand im Theatron statt, einer Open-Air-Location im Münchner Olympiapark, welche sogar ins “Guinness Buch der Rekorde” eingetragen wurde, da es das längste Festival der Welt ist, und 21 Tage andauert. Ist aber kein Wunder, wenn man jeden Tag nur zwei Bands spielen lässt. Gelegen ist es vor einer Steintribüne und hinter einem See:

Coconame fingen heute peinlichst genau um 19 Uhr an, wie auch auf der Website stand. Eigentlich wollte ich ein Album kaufen, da mir die MySpace-Tracks sehr gefallen haben. Doch nach circa 30 Minuten war klar: “Scheiss auf das Album, lass uns Bier holen!”. Ernsthaft, die vorgeführten Tracks waren wohl nochmals seichter und langweiliger als alles auf der MySpace-Website. Sie haben sogar einen urbayrischen Liedermacher in bayrischen Klamotten und Rauschebart auf der Bühne, der ein bisschen verwirrt daher kam und nicht so richtig wusste was er nun auf der Bühne machen sollte, der zu zwei Liedern seine Lyriken beisteuerte. Und damit meinte ich kein “lustige” bayrische Liedermacher mit Humor, sondern ein stramm stehender Großvater, der “über Leben und Tot” sang.

Tobis (claw) Business Kollege vor Ort meinte nicht umsonst, dass sich die Songs eher wie Kinderlieder anhören, denn vor der Bühne versammelten sich im Laufe des Abend 3 Kinder zwischen 1 – 4 Jahre. Und die hatten ihren Spaß.

Die Galle kam mir erst ein bisschen hoch, als sie ein total schnulziges und ernstgemeintes Liebeslied an München zum Besten gaben und die Masse deswegen sogar noch am meisten applaudierte. Mit Auszügen wie “als sich über Bayern der Himmel senkt, seh ich sie, die Königin der Städte” und weiteren, die ich schon in meinem Gehirn verdrängt habe, weiß ich nun wie sich nordkoreanische Propagandamusik anhören muss, wenn man die Sprache kann.

Es waren auch drei, vier Punkrocker im Publikum, die eigentlich auf das “Sheena is a Punkrocker”-Cover freuten. Doch es kam “nur” ein Cover von “Blitzkrieg Bob”. Das war zwar okay. Aber das Fazit hieß: Durchgefallen!!

Ich weiß zwar nicht wieso, aber es kam bei mir so an, als würden Coconame gerne Punkrock-Songs covern, weil sie ein Fabel dafür haben. Gleiches schreibt auch die Süddeutsche und viele andere Medien. Nur wieso schreiben sie es? Hört es sich besser oder “cooler” an, wenn man ausschließlich dick heraushebt, dass sie Punkrock-Songs spielen? Schreiben die Medien nur voneinander ab? Oder stand das so in einer Pressemappe?

Fakt ist: Mit der Realität hat das nicht viel zu tun. Neben den paar selbstkomponierten (guten!) Songs auf der MySpace-Seite gibts nur noch langweilige Songs ohne melodisches Grundkonzept. Daneben die bayrischen Liedmachter-Features, um die “Fans” des bayrischen Pseudopatriotismus zu beliefern, und ein einziger Punkrock-Song um den Medien und dem Publikum die Illusion zu geben, auch über das musikalische Spektrum, was für Ukulelen geeignet ist, zu schauen. Leidenschaft über das Genre oder musikalische Höchstleistungen mit der Ukulele durch eigene Kompositionen fehlen mir aber vollkommen. Reinfall.





7. April 2009

Les Trucs – EP

Abgelegt unter: Miscellaneous — Pennylane @ 22:24

Pennylane, 31.03.2008

Les Trucs – EP
DIY | 2008

Les Trucs – Die Dinge.

Und genau darum geht es. Dinge. Scheiss Dinge. Und Dinge die noch mehr scheisse sind.

Unterlegt von 8-Bit Gedüdel und getrieben von schön breiigen Bassbeats wird hier in 6 Songs das Banale ent-ästetisiert. Mal zusammen im Chor, mal schreinederweise und mal erzählend werden die Texte vom gemischtgeschlechtlichem Duo vorgetragen – und erinnern dabei teilweise an Atari Teenage Riot zu deren besseren Zeiten.

A weng Noise hier, a weng Geballer da und hinten dran häng ma noch nen core hin.

Einzelne Favoriten gibts nich. Die Platte geht von 0:00 bis 13:59 sowas, aber auch wirklich sowas von ab – da hab ich fast Pippi in den Augen. Und wenns dann gen Ende heisst “Continue – Game Over”, dann fällt es schwer nicht doch nochmal uff “Play” zu drücken.

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Repräsentanz musikalischer und textlicher Art gibt es uff der obligatorischen myspace Seite

http://www.myspace.com/lestrucs





4. April 2009

Aya Hirano – White Album Character Song 1

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 22:09

kami68k, 04.04.09

Aya Hirano – White Album Character Song 1
King Records KICM-3188 / 01.April.09

Ich war ja schon immer ein Freund von netten Opening Songs. Da gibt’s zwar sehr viel, dass einfach randomly von der Stange kommt, aber wenigstens sind dann sogar diese zumindest mittelmäßig und man kriegt selten totalen Mist. Gerade im Visual Novel und Anime Bereich ist es ja zu 99% dann irgendein J-Pop Song und damit ist dann gut, wenn man nicht gerade die totale Offenbarung erwartet.
Eines der ersten, welches mir dann Überhaupt in Erinnerung geblieben ist, dürfte dabei White Album sein. Das Opening vom gleichnamigen Game aus dem Jahre 1998. Ich hab es zwar nie gespielt aber der Song war halt cool. Mag auch dran liegen dass Leaf und Aquaplus ihre Songs auch einfach mit lauter Collections ausgeschlachtet haben, aber ansich stört mich das nichtmals weil die meisten sich netterweise über dem besagten Durchschnitt befinden.
Tjopes, nun sind 11 Jahre seit dem White Album vergangen. Leaf hat seit 2006 nur ein einziges Game (wenn auch mit großen Erfolg) raus gebracht und sich im Zuge dessen wohl gedacht, dass man mal wieder alten Crap ausgräbt und noch etwas ausschlachtet. Das fing letztes oder vorletztes Jahr an mit ein paar neuen OSTs zu den ganz frühen Games und hat gerade seinen Höhepunkt mit der Anime-Verfilmung von White Album. Gefällt mir ja persönlich nicht wirklich, der Anime, aka ich hab mir auch nur die erste Folge gegeben und hatte dann keine Lust mehr, aber gut, zwingt einen ja auch niemand das zu gucken. Opening und Ending wurden da ebenfalls ausgetauscht mit ganz neuen Songs, da ging der Wiedererkennungswert also eh gegen Null. Zum Glück, bzw. heutzutage ist das ja normal, wurden aber auch ein paar Character Songs als Maxi Single angekündigt, wo man die armen Synchronsprecher einfach mal zum Singen verdonnert.
So erschien also nun die erste dieser Singles mit 2 Songs von Aya Hirano, die in den letzten Jahren aus dem Nichts kommend ihre Stimme einer ganzen Menge Anime und Games geliehen hat. Eigentlich war es gar nicht so einfach den Namen zu vermeiden, wenn man sich ein wenig mit der Materie auseinandersetzt. Tjo, Player gestartet und mal geguckt, was für Songs da drauf sind, da die CD einfach nur „White Album Character Song 1“ heißt und so gesehen nix aussagt. Schon die ersten Takte verraten dem Kenner allerdings gleich: „Huch, das ist ja ein Remake vom alten Opening!“. Sehr nice. Oder auch nicht? Mit Remakes ist dass ja öfters mal so eine Sache.
An und für sich gefällt der Song zwar auf jedenfall, er ist allerdings auch 1:1 wie das Original. Ich glaube sie haben einfach ein Midi File genommen und andere Instrumente ausgesucht. Dazu dann die Aya aufgenommen und fertig. Die Innovation geht also eher gegen 0, wenn man mal von winzigen Änderungen absieht, die erst Auffallen wenn man es mit dem Original von 1998 vergleicht. Tatsächlich kann man beide Songs gleichzeitig abspielen und sie passen perfekt ineinander. Gesang, Geschwindigkeit, alles kein Thema. Könnt ihr mal mit Audacity oder so probieren.
Positiv ist immerhin, dass der Klang nun weitaus Zeitgemäßer und „frischer“ ist. So hört sich das Original wirklich recht dumpf an, wenn man beides hintereinander hört. Dies wiederum liegt vor allem daran, dass es anders abgemischt worden ist und nun mehr Stereobreite und Höhen enthält. Selbstverständlich ist es auch lauter und stärker Komprimiert, Loudness Race sei dank, aber das ist alles noch im Rahmen und so sehen wir mal darüber hinweg, da gibt’s viel schlimmeres. ~_~
Zum zweiten Song, den kannte ich bisher garnicht. Entweder ist der neu oder ich hab den damals verpasst. Ich nehme mal an, er ist neu ~_?. Ebenfalls von Aya Hirano gesungen ist das hier vielmehr eine Upbeat-Nummer, die sich irgendwie recht 80s anhört(?) und sich somit ganz gut von normalen, random J-Pop Songs / Openings abhebt. Das gibt freilich einen Pluspunkt, womit die CD aber auch schon durchgehört ist. Als Bonus gibt’s wie üblich noch beide Songs ohne Vocals, aber da tut sich ja nicht viel.
Insgesamt also ganz nice. Zeitgemäßes Remake von „White Album“ wenn auch ohne irgendwelche Änderungen und noch nen Extra Song dabei, warum auch nicht. ~_°?

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26. Juli 2008

History of Yougakudan 1 ~ Akyu’s Untouched Score vol.1

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 17:04

kami68k, 26.07.2008

幺樂団の歴史1 〜 Akyu’s Untouched Score vol.1
History of Yougakudan 1 ~ Akyu’s Untouched Score vol.1
[ ZUN / GAME OST / 21.05.2006 ]



Hehe, während in Deutschland maximal ein unnötiger Crap OST zu einem Game wie Tropico 2 erscheint, den man 2 Wochen später hundertfach für einen Euro auf eBay bekommt und mehr serious Dinge wie das Hülsbeck Konzert weltweite Petitionen benötigen damit es überhaupt jemand aufnimmt, ist es in Japan an der Tagesordnung das nette Leute wie ZUN einfach PC98 Chiptune OSTs veröffentlichen. Warum ist das so? Gamemusik ist wohl wirklich tot außerhalb Japans. Applaus!

History of Yougakudan 1 ~ Akyu’s Untouched Score vol.1 ist der OST zu dem Game “Touhou Gensokyo ~Lotus Land Story~”, welches 1998 für den PC98 in Japan erschien. Dabei handelt es sich wohl um ein reines Recording. Jedenfalls erhalten wir 2 gepresste CDs randvoll mit geilen Chiptunes die Touhou-like selbstverständlich nahezu alle recht geil sind da ZUN einfach Gott ist. Zumindest wenn man seinen Style mag, sieht ja wieder jeder anders. Mir gefällts definitiv.

Auf den beiden CDs befinden sich 30 Tracks (dabei 2 Unused Tunes) mit einer Laufzeit von insgesamt 110 Minuten. Für ein Doujin Werk wurde die Sache auch professionell angegangen: Farbiges Cover, Spine Card, bedruckte und gepresste CDs. Das alles für 1050 Yen Neupreis. Wie geht das blos, hier weint doch die Musikindustrie immer. ~_°?

Also, definitiv cool und für alle Touhou & Chiptune Freunde auf jedenfall zu Empfehlen. Da wank ich doch gleich mal geil auf diese CD.

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21. Juni 2008

HADOUKEN! – Music For An Accelerated Culture

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 15:30

Phil, 21.06.08

HADOUKEN! – Music For An Accelerated Culture

Schelm wer Böses bei dem Bandnamen denkt, aber so ganz falsch liegt man damit nicht. Hadouken! sind eine Ausgeburt der 80er Videogame- und Internetgeneration und so ist es kaum verwunderlich, dass sie über Playstations, iTunes, Google, MSN und vor allem eines singen: Party. Viel charakteristischer als die Texte, die hier im feinsten British English abwechselnd entweder gesprochen, gesungen oder geschrien werden, ist aber der Sound, bei dem schriftliche Erklärungsversuche kläglich in einer dunklen Ecke verrotten.

Manche mögen anmerken, dass der Sound von Hadouken! in eine hörbar ähnliche Richtung geht, wie der von der Sonic Boom Foundation. Ob das nun Zufall ist oder der Ausdruck von Ideenlosigkeit, wenn es darum geht seinem Sound den richtigen Street Fighter-Begriff zu verpassen (ich nenne meine Elektroband dann später mal “TIGER TIGER, TIGER UPPERCUUUT!”), sei mal dahingestellt. Und ja, H! und die SBF klingen vergleichbar. Größter Unterschied ist aber, dass die Synthesizer bei SBF als Unterstützung genutzt werden, bei H! allerdings klar im Vordergrund stehen und genau das ist auch der Grund, warum H! so eine Power entwickeln kann.

Die Synthesizerkonstruktionen auf Music For An Accelerated Culture sind Wahnsinn. Paart man diese mit rotzigem Gitarrensound, Breakbeats, dem heftigen Einsatz vom Hoover, einem immer präsenten Bass und schnellen Raps, braucht man nicht mal zwei Bier und einen Kurzen und man springt irgendwann schreiend und mit wild rudernden Armen unweigerlich durch die Bude, das es nur so knallt.

Aber es ist nicht alles so geil, wie es vielleicht klingt, denn H! hat ein Problem, was im folgenden, ursprünglich positiv gemeinten Zitat, zum Ausdruck kommt: ‘Music for an Accelerated Culture’ couldn’t be more zeitgeisty if it tried. Man hat immer ein bisschen den Eindruck, dass H! krampfhaft versucht haben, ihre Musik auf das Heute zuzuschneiden, so hip wie möglich zu sein. Dabei bewegen sie sich aber zwangsläufig immer auf der sicheren Seite, bloß kein Ausbrechen aus dem eigenen Style. Auch verliert das Album ungefähr nach der Hälfte der Tracks ein bisschen an Fahrt, endet dafür aber mit dem letzten Titel, der einen Auflug in den Dub/Grime-Bereich wagt, umso überraschender.

Music For An Accelerated Culture ist das, was es ist. Music For An Accelerated Culture. Eine Kultur, die genau das von einer Band erwartet, was Hadouken! bringt. Party, Spaß, Party und Party. Es ist allerdings fraglich, ob die Platte das Altern übersteht. Wer damit kein Problem hat, wird mit exzellenter Abgehmucke bedient. Darf man allerdings nicht zu oft hören.

http://www.myspace.com/hadoukenuk

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13. April 2008

Corderoy – Sweetest Dreams

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 08:41

kami68k, 22.09.2007

Corderoy – Sweetest Dreams
(Tsunami Special Blend / 2004 / 12″)

3 Jahre ists her, da releasten die Leute von Corderoy einfach “Sweetest Dreams” auf Tsunami Records. Auch heute noch eine Arschgeile Platte imho. Am besten finde ich den Remix von Ferry Corsten, der einfach geil abgeht, gefolgt von dem gut gelungenen Break wonach natürlich auch nochmal schön aufgedreht wird. Der Break ist sowieso eine Sache für sich und war für mich schon kaufgrund genug, als ich das Lied damals zum ersten mal gehört hab.
Der Greg Murray Remix kann sich ebenfalls hören lassen, allerdings vermisse ich das Klavier das der Herr Corsten verwendet hat. Beim Ambient Mix fällt das ganze nicht so auf, dafür geht der mir mit einer Laufzeit von nur ein paar Minuten einfach zu kurz, von daher bei beiden einen Pen weniger.

Tracklist
a1 : ferry corsten remix
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b1 : greg murray remix
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b2 : ambient mix
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12. März 2008

Monsanto, mit Gift und Genen

Abgelegt unter: Miscellaneous — vidgames @ 11:31

elend, 12.03.2008

Monsanto, mit Gift und Genen
arte | Frankreich 2007

Baha ey. Ich schaute gerade random Doku auf Arte über “Monsanto”. Ein US amerikanisches Unternehmen, das mit gentechnisch manipulierter Saatgut handelt und experimentiert. Da dachte ich mir noch: “Najo, geschissen drauf. Sind die Tomaten halt etwas dicker und die Maiskolben halt etwas größer. Solange ich davon kein Aids kriege…”

Aber so einfach ist das ja gar nicht, wie ich dachte.

Das fängt schon einmal damit an, das Monsanto auf ihr manipuliertes Saatgut ein Patent hat. Dieses zwingt Bauern, die das anbauen wollen (Monsanto verspricht ja höheren Ertrag und geringeren Einsatz von Pestiziden), natürlich dazu, Lizenzgebühren an Monsanto zu payen. Einen Teil der Ernte dürften die Bauern nicht einbehalten, zwecks erneuter Saat im nächsten Jahr, wie es z. B. in der oldschool Landwirtschaft der Fall ist. Sie müssten dann theoretisch jedes Jahr neue Saat kaufen. Und Lizenzgebühren abdrücken. “Das kann Monsanto doch eh nicht kontrollieren…” tjopes. Tun sie doch. Sie haben eigens dafür ca. 18.000 Mitarbeiter, welche die Bauern im Auge behalten. In der Doku wurden natürlich auch Beispiele angeführt. Da wurde ein US amerikanischer Bauer schon fast mit Stasi / Nazi Methoden in ein Nerven zermürbendes Gerichtsverfahren maneuvriert, in Folge dessen er nach 2 Jahren aufgab und zu einem außergerichtlichen Vergleich mit Monsanto bereit war. Sonst hätte er alles verloren. Die Arbeit von 5 Generationen wäre einfach weg gewesen.

“Ja dann sollen die Bauern halt nopes kaufen…” – Tjo, dachte ich auch erst. Aber es gibt da zwei Probleme: In vor allem südamerikanischen Ländern wird die Monsanto Saatgut teilweise zum halben Preis der unverfälschten Saatgut angeboten. Dazu kommt, das genmanipulierte Pflanzen sich ja auch völlig automatisch vermehren und mit einheimischen Sorten kreuzen. Es kam in Mexiko teilweise schon zu sicken Mais-Missbildungen. Die unkontrollierte Vermehrung ist relativ lame, weil a.) Irgendwann sind die original unverfälschten und natürlichen Saatgute ausgestorben (wtf?) und es gibt nur noch Monsanto Produkte. Diese könnten dann selbstverständlich auch lizenzpflichtig sein (wtf?). b.) hat Monsanto irgendwann die komplette Kontroller über die Nahrungsmittel der Welt (wtf?), was z. B. mächtiger ist als jede Bombe.

Und übrigens. Monsanto stellte Saatgut her, die es ermöglicht ein bestimmtes Insektenvernichtungsmittel zu benutzen. Und klar, jetzt ratet mal, wer dieses Mittel herstellt. Monsanto natürlich. Alles andere wäre ja auch total lame. Das in diese Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmitteln auch krebserregende und unglaublich sicke Verunstaltungen hervorrufende Stoffe drin sind, braucht da nicht extra erwähnt zu werden. Davor hätte ich dann auch etwas Angst. Klar, dass die Untersuchungen, die Monsanto darüber gemacht hat, völlig frei erfunden und ganz klassisch gefälscht wurden.

Ach übrigens, klar dass Monsanto damals auch Agent Orange herstellte für die US Armee. xD Wie sick???

Nunja, ich kann das nur bruchstückhaft wieder geben, da ich leider auch viel vergesse und noch nicht alles zur Gänze verstanden habe, aber bisschen sick ist das schon? Klar, das ich auch zuerst an Max denke und die ganzen grünen Körnerfresser, die dauernd Biozeuchs kaufen und gegen genmanipuliertes demonstrieren. Jetzt verstehe ich diese ein ganzes Stück besser, aber woher sollte ich das vorher wissen? Bei genmanipuliertem Essen hörte ich stehts nur von “Das ist nicht natürlich *wein*” und “Riesige Tomaten schmecken doch nicht *rant*” aber nie von etwas wie “Tjo, damit kann halt einfach ein einzelner Konzern die komplette Kontrolle über die Nahrungsmittel erlangen. LÜLZ!” Ich für meinen Teil werde wohl kaum großartig etwas dagegen unternehmen können. Die geschmierte Politik wird sogar noch viel weniger dagegen unternehmen als ich und im Jahre 2020 ist die Welt der total sicke Platz. xD

Klar, so eine Doku kann auch Stimmungs- und Meinungsmache sein und man sollte deswegen die Lust am Leben nicht verlieren, aber etwas Angst konnte sie einem schon machen. Sehr nice.

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto





5. März 2008

Bayoeen!! The Megatracks of Puyo Puyo

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 21:00

kami68k, 02.03.08

Katsumi Tanaka
::
Bayoeen!! The Megatracks of Puyo Puyo
LMS Recordings / NEC Avenue / Compile | NACL-1147 | CD | Jan 25, 1987

Wirklich verwunderlich ist ja, das es kaum Soundtracks zu Puyo Puyo (oder Puyo Pop) gibt? Ich finde auf die schnelle genau 3 Stück. 2 davon erschienen 2007, mit anderen Worten ist das hier der einzige der sich um die Zeit vor dem Fever Mode kümmert. Warum ist das so ~_? Immerhin erschien ja mindestens ein Teil für quasi jedes halbwegs bekannte System. Naja was auch immer, so muss man als alter Puyo Fan wenigstens nicht 100 Stück kaufen. :o
Die CD ansich ist natürlich sehr weird. Als erstes begrüßt uns ein Drama Track, auf dem die Sprecher die sowieso den ganzen Tag auf Pilzen sein müssen random seltsame Dinge erzählen, und schliesslich beginnt die Musik \o_O/. Insgesamt gibt es 4 Drama Tracks auf der CD, der Rest sind bekannte Tracks neu Arrangiert, teils random 94er Synthi Kram und teils sicken oldschool Acid Techno? xD
Die CD ist wirklich auch so weird wie die Games. Beim letzten Track, ein Mega Mix aus zahlreichen anderen Tracks, rufen auch einfach die Prinzen mal ein paar Sätze auf deutsch durch die Gegend ~_?. Zumindest werden sie im Booklet erwähnt, kA wer es sonst sein könnte.
Im Endeffekt ganz nice. Die Drama Tracks kann man ja skippen, die bekannten alten Songs gibt es größtenteils nice arrangiert und der Mega Mix am Ende ist sehr geil, man hätte die ganze CD so machen sollen ~_?

Favoriten:
10 – sticker of puyo puyo “dinosaur’s 303 mix”
14 – DJ’s take control. “mega – puyo – tracks”

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Taito Game Music

Abgelegt unter: Miscellaneous — kami68k @ 20:59

kami68k, 18.02.08

Hisayoshi Ogura, Zuntata, Yoshino Imamura, Kazuko Umino
::
Taito Game Music
Alfa Records | ALR-22908 | LP | Jan 25, 1987

1987 sollte mit Taito Game Music das erste Album von Zuntata erscheinen, eine Band die die meisten Gamemusic Freunden ein Begriff sein sollte – waren sie doch damals und viele Jahre darauf noch für zahlreiche Taito Soundtracks verantwortlich, wie z.b. Darius und eigentlich alles andere auch.
Das war anno 87 aber alles noch nicht so wichtig, erst 3 Jahre vorher hat Haruomi Hosono mit “Video Game Music” zum erstenmal einfach die Musik von den damals aktuellen Arcade Games aufgenommen und zum Verkauf angeboten. Alfa Records war geboren (bzw. ihre Spielmusik Sparte), und dank des guten Erfolgs dauerte es nicht lange bis zahlreiche Nachfolger von “Video Game Music” vom selben Label veröffentlich wurden. Dabei wurde immer streng der jeweilige Publisher und der Zusatz Game Music verwendet. So entstand unter anderem Konami Game Music, Sega Game Music, Namco Game Music und natürlich auch Taito Game Music.
Genau wie bei Video Game Music und den anderen Vertretern der Reihe beinhaltet auch Taito Game Music einfach Aufnahmen von verschiedenen Arcade Automaten sowie als Bonus eine Arrangierte Version. Hier mal die Tracklist:

    01 – The Legend of Kage
    02 – Space Invaders
    03 – Elevator Action
    04 – Super Dead Heat II
    05 – Wyvern F-0
    06 – Fairyland Story
    07 – Golden Castle
    08 – Kikikaikai’s Mysterious World
    09 – Scramble Formation
    10 – Arkanoid
    11 – Chack’n Pop
    12 – Empire City 1931
    13 – Bubble Bobble
    14 – Haley’s Comet
    15 – Outer Zone Arrange Version

Vom Klang her erinnert einen das ganze natürlich sehr an die alten Arcadesoundtracks. Teilweise hört man auch einfach Soundeffekte wie Schüsse, z.b. bei Space Invaders, vorallem wohl weil SI ja nichtmals richtige Hintergrund Musik hatte. ~_°?
Bei den meisten Tracks laufen aber einfach die Melodien und man wird in alte Zeiten zurückversetzt. Wer kennt nicht den Titelsong von Bubble Bobble? Wer soetwas mag wird hier sicher fündig.

Zum Schluss gibt es dann noch die Arrange Version von Outer Zone und schliesst das ganze ab.

Fazit: Freunde von alten Arcades werden sich mit der Platte sicher wohl fühlen, außerdem ist es viel zu geil und sick, wenn man Space Invaders von Vinyl hört ~_?

dafür gibts noch einen Extra Stylepen

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