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Broilers – Vanitas

Juli 2nd, 2007 by vidgames

Pennylane, 02 Jul 2007

Broilers – Vanitas

Quote:
Vanitas (lat. „leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit“) ist ursprünglich die christliche bzw. jüdische Vorstellung von der Vergänglichkeit alles Irdischen, die im Buch Kohelet im Alten Testament ausgesprochen wird (Koh. 1, 2): „Es ist alles eitel.“ Diese Übersetzung Martin Luthers verwendet „eitel“ im ursprünglichen Sinne von „nichtig“.Vanitas-Motive zeigen, dass der Mensch das Leben nicht in der Gewalt hat. Mit dem Aufstreben der Vanitas seit der Renaissance wird ein Konflikt zwischen Mittelalter und Moderne – der Zwiespalt zwischen menschlicher Demut und menschlichem Selbstbewusstsein – auf die Spitze getrieben. Seit dem späteren 18. Jahrhundert gewinnt die Befreiung von der Demut die Oberhand. Trotz weitgehender Trennung von ihrem religiösen Hintergrund sind Vanitas-Motive bis heute gegenwärtig.

Eins vorweg. Broilers haben hiermit nach LoFi ein zweites “While Album” rausgebracht. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden sie wohl einige bisherige Fans vergraulen.
Mit Oi! hats halt (dem Paten sei Dank) kaum mehr als den immer noch erhobenen Mittelfinger gemeinsam.
Gleichzeitig wird es viele neue Fans geben (insofern sie sich trotz des Bandnamens rantrauen); Piano, Akkustikgitarre und Soul sollten ihr übriges tun.

Trotz der oftmals stilistischen Weiterentwicklung finden sich doch bekannte Ansätze der früheren Werke.
Zum Einen Sammys rauchig-rauh-markante Stimme, zum Anderen die (oftmals) pathosbehafteten Parolen, welche die sonst eher offenen Texte perfekt unterlegen.

Nun aber zu den einzelnen Liedern, welche es verdient haben für sich betrachtet zu werden.

1. Preludio: Vanitas
Dem Vorgänger gleichtuend, befindet sich hier ein Preludio – neudeutsch: Intro – welches perfekt einstimmt auf das was folgt.
Kirchturmglocken, mediterrane Gitarrenklänge, erst eher ruhig, dann immer schneller und schliesslich in die Hauptmelodie des 2ten Songs überleitend.
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2. Zurück zum Beton
Und wer bei den “Oh-Oh-Oh”s, den schnellen Gitarren und dem Wort Beton nicht sofort an Streetpunk denkt (aka wohl der Grossteil der Leute ^^;; ), dem sei gesagt, dass hier nochmal die musikalische Old-School-Keule rausgeholt wird.
“Leg mich auf den Asphalt, dem Boden von dem ich komm”. Ganz gross. Und voller Gossenromantik und Pathos. Schön.
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3. Meine Sache
Dann der (kurzzeitige) Schock. Stilbruch. Piano (welches von Leftöver Crack – Operation M.O.V.E. geklaut ist >:0). Soulgeschwängerter Gesang. Man könnte (wenn man lebensmüde ist) schon fast Vergleiche mit Mr. Naidoo ziehen.
Nach kurzer Zeit setzen dann auch schon die Gitarren ein, und spätestens beim Refrain findet man sich wieder eingebettet in eher Bekanntem.

Auch hier muss wieder zitiert werden, da es einfach zu gut is: “Meine Sache, mein Problem – statt der weissen Fahne werdet ihr den Mittelfinger sehen”.
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4. Held in unsrer Mitte
Schneller Ska auf recht hartem Grundbeat – nett. Textlich wird hier der allseits bekannt-beliebte Kneipenphilosoph dargestellt.
“Wir danken Hasselhoff und dir für den Mauerfall”.
Zum Ende hin gehen die Skagitarren dezent in den Hntergrund, der Beat kommt in den Vodergrund und mit dem Synthie ergibt sich schon fast ein “Elektro-part”, ohne jedoch störend zu wirken. Daumen hoch für die gekonte Überblendung.
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5. Vanitas
Titeltrack. Zurecht. Ganz ganz ganz grosses Kino. Im Text gehts um den allseitsbekannten Beziehungsstress. Und dann der Refrain.
Wenn Sammy “Über mir ein Strick, unter mir ein Stuhl – [..] wählt nicht die 110″ fast gehaucht singt, läufts einem erst kalt den Rücken runter, um dann vom anschliessenden Refrain eingefangen zu werden.
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6. Ruby Light&Dark
Was sich bei “Held in unsrer Mitte” schon abzeichnete wird hier konsequent weitergeführt.
“Elektropunk” wie er sonst nur von den grossartigen Intro5pect bekannt ist.
Definitiv etwas ganz neues, aufregendes. Wird wohl bei der Nietenfraktion etwas anecken; dafür gibts gleich nen Extrapunkt.
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7. Alles was ich tat
Zur Versöhnung gibts dann mit diesem Lied wieder etwas punkigeres, aber dennoch unterlegt mit dem bereits bekanntem “harten Beat” (welcher sich als roter Faden durchs ganze Album zieht).
Durchaus verständlich, dass dieser Track zuerst auf die wartene Meute losgelassen wurde.
Am Ende punkten sie bei mir extrem; ich liebe es einfach wenn durcheinander gesungen wird.
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8. Das Verdikt, Rache
Inhaltlich erinnert es stark an “Wenn ich es will” vom Lofi-Album.
Auch hier gibts gegen Ende wieder nen bischen Piano. Zusammen mit den später einsetzenden Bläsern wird die doch eher dunkle Grundstimmung etwas gelockert.
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9. Lost Souls
Und die Bläser werden gleich ins nächste Lied mitgenommen, welches meiner Meinung nach aber den ersten Tiefpunkt (also relativ zum Rest gesehen) darstellt.
Es wirkt auf mich einfach etwas tröge, wozu die “Naidoo-like” Gesangsart auch seinen Teil beiträgt.
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10. Punkrock Love Song
Hier findet sich dann absolut jeder im Text wieder. Musik als Ausgangspunkt einer Lebenseinstellung. Schön.
Erwähnenswert noch der “Once More” Part, welcher mal stark an Rancids “Life won’t wait” erinnert. Schön.
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11. Werdet ihr Folgen
Tjo. Hier verhälts sichs ähnlich wie bei “Lost Souls”. Spricht mich einfach nicht an.
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12. Heute schon gelebt
Dafür reißts die an Hula erinnerende Introgitarre wieder voll raus.
Auch der Rest hält mit. Schöne Melodien, wieder eine grossartig beschreibende Lyric und die Stimme, welche “Huren und Trinker, vergessene Kinder” perfekt begleitet.

“und wenn es kein Morgen gibt, hast du heute schon gelebt” *orgel* Könnt ich mir gut als Rausschmeißer vorstellen
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13. Weißt du es schon?
Die Pathosnummer schlechthin. Akkustikgitarre. Getragener Gesang.
“Weißt du es schon? Du bist geboren um zu gewinnen mein Sohn”.
Bei jeder anderen Band würd’ es extremst seltsam wirken. Aber hier. Grossartige Mafiaromantik. Da geht einem sofort der Pate durch den Kopp der seinem Jungen die ringbehangende Hand auf die Schulter legt. Nice.
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14. Sicherheit
Tjo. Wirkt mir etwas plump. Man sieht was damit gesagt werden soll. Aber irgendwie ist der Song unpassend. Vermutlich da es ein Song ist der einfach nicht über die eigene Empfindung geht – was halt im krassen Kontrast zum Rest des Albums steht.
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15. Wir gehen schonmal vor
Und nun die Ansage an alle Miesmacher, “Untruebrüller” und Szenefetischisten.
“Die Band gibts länger als den Jungen selbst, doch hat sie die Szene verkauft und verraten”
Trotzdem auch eine klare Einladung den Weg mit ihnen zu gehen.
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16. Hexenjagd
Wie fühlt man sich, wenn einem an jeder Ecke Hass und Ablehnung entgegenschlägt. Wenn man als Ausländer an Wahlplakaten mit Aufdruck “Kinder statt Inder” vorbeigeht. Wie fühlt man sich als z.B. Iraker in D-Land?
Jeder kanns sichs in etwas vorstellen, aber nur die wenigsten werden es wirklich wissen.
Sehr gutes und wichtiges Lied.
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17. Schönheit, das Biest
Sunshine-Reggae (ganz grosses Kino) like Ska. Sehr sommerlich. Auch die “uh-uh-uh”s im Hintergrund. Die Billigorgel erledigt den Rest.
Auch wenns mich textlich nicht so reizt, ist es ein ganz ganz ganz bösartig-poppiger Ohrwurm.
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18. Weißes Licht
Bevors zum letzten Lied geht, noch einmal Broilers wie früher. “Weißes Licht und weißer Dreck – das ist was ich bin”.
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19. Halt den Sommer fest
So. Und nu haben sies. Also könnten sie haben. Also European-Song Contest. Oder Sommerhit. Oder so ein Schwarz/Weiss-Strand Video auf Viva.
Bitte nicht. Ich erfreu mich einfach am Lied. Andere werden wohl ihre Broilerssammlung dem Foier übergeben.
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Wären gern bei der Mafia (*paha*): Sammy und seine Truppe

Released wird des ganze auf “(i used to fuck) people like you (in prison)” Records in 3facher Ausführung.
Digipack mit Bonuspatch (lim. auf 3000 Stk), Doppel-LP auf weißem Vinyl (lim. auf 1000 Stk) und als normale *gähn* CD in Pappschuber.

Tjopes:
http://www.broilers.de
http://www.myspace.com/broilers
http://www.peoplelikeyoushop.com

Unnötige Info nebenbei: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, habe ich exakt 77 Penen vergeben, was halt einfach Style hat Ich bestimme hier!

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Cho Ren Sha 68k OST

Juli 2nd, 2007 by vidgames

elend, 19 Jun 2007

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Cho Ren Sha 68k OST
l o s e r . k a s h i w a g i

Alle halbwegs an Shmups interessierten Leute dürften es schon einmal gespielt haben. Das Freewaregame Cho Ren Sha 68k. Eines der besseren Shoot’em Ups, welches ursprünglich für die in Japan beliebten, auf x68000 Prozessoren basierenden PCs entwickelt wurde. Ein Windows Port ließ nicht lange auf sich warten und so konnte zum ersten mal die große Öffentlichkeit Cho Ren Sha ausprobieren. Und siehe da, so ziemlich jeder ist begeistert. Was die Japaner da an homebrewn Games releasen toppt teilweise eine Vielzahl kommerziell erhältlicher Spiele. Cho Ren Sha aber ist nicht nur wegen seiner hervorragenden Spielbarkeit und der überaus fetten Grafik so geil, nein es hat auch noch neben Cave Story einen der dicksten Soundtracks. Ich erinnere euchkurz daran: Es ist ein Freewaregame.

Die Japaner wissen eben, was wichtig ist in einem Shmup. Sie wuchsen damit auf, spielten und releasten selbst zahlreiche Shmups, während wir Europäer uns an Project X auf dem Amiga aufgeilten, was im Vergleich mit einem Dogyuun (Toaplan) oder gar Varth (Capcom) – beide aus dem gleichen Jahr wie Project X – einfach nur abstinkt. Sie wissen ganz einfach, das ein Shmup keine lauten Explosionen haben darf (höchstens beim Endboss), da man sie ca. 3256 mal in einem Level hört und eben auch, das ein Shmup möglichst eine nicht nervige Musik haben sollte, da man diese ebenfalls auch ziemlich oft hört, da Shmups entweder nicht zum einmal durchspielen gedacht sind (Scoreshooter) oder so schwer sind, das man min. 100 mal das erste Level sieht (R-Type, Last Hope, Bahaha).


(Das Spiel)

Famibe No Yosshin tat also gut daran einen professionellen Musiker mit an Bord zu holen. Dieser nannte sich Loser Kashiwagi und sorgte mal so mir nichts dir nichts dafür, das Cho Ren Sha mit über 15 höchst hörenswerten Tracks aufwarten kann. Diese finden sich nun also zusammen mit jeder Menge Remixes auf dem Soundtrack wieder. Dabei ist bei diesem OST relativ besonders, das er einfach auf sage und schreibe 4 CDs (In Worten: V I E R) daher kommt. Ich meine, das ist einfach nur krank? Es ist nur ein Freewaregame?

Auf CD1 (23 Tracks) finden wir also die original Tunes aus dem Game in all ihrer Form vollendeten Adlib Form. Track 1 (Stage 1 – Planet The E.A.R.T.H.) bringt uns spätestens nach dem dritten Mal hören gleich zum mitsummen und der Bosstrack kündigt einfach nur noch Unheil an. Im großen und ganzen passt die Musik ganz einfach wie die Faust in’s Arschloch. CD1 ist somit für alle, die auf den Adlib Sound stehen und die Musik so genießen wollen, wie sie es aus dem Spiel gewohnt sind. Auf CD2 (10 Tracks) finden wir dann sogenannte “Arranged Tracks”. Diese sind ziemlich interessant, da man hier die Musik in einer etwas moderneren Form (Elektronik/Techno) geremixt hat und dies für Leute, die Adlib oder OSV (Original Sound Version) Soundtracks nicht mögen, der Kaufgrund für den Soundtrack darstellen könnte. Besonders interessant ist der Track 5 – We Are Fighting To Your Happiness, der einfach mit (female) Vocals aufwarten kann, welche noch nicht einmal Amateurhaft klingen. Es ist ein Freewaregame, verdammt? Hurengeil einfach. Und weil Loser Kashiwagi, der Komponist, höchstwahrscheinlich selbst einen Ständer bei seiner geilen Musik bekommt, ließ er es sich nicht nehmen seine Tracks noch einmal zu remixen. Das Resultat befindet sich dann auf CD3 (12 Tracks) und nennt sich “2003 Self-Remake Version”. Hurengeil einfach. Gewohnte Cho Ren Sha Melodien in diesmal stark veränderter Form, das selbst Fans zweimal hinhören müssen, um sie zu erkennen. Manche Tracks davon klingen zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aufgrund sicker Samples aber entweder man gewöhnt sich von alleine dran, oder man legt einfach wieder CD1 oder 2 rein. Hurengeil, wie man zu einem Freewaregame einen 3 CD Soundtrack machen kann.

“Ich denke 4?”

Richtig. Auf CD4 finden wir dann schließlich… keine Audio Tracks sondern einen Datentrack. Dieser beinhaltet neben den original X68000 Audiofiles im .mdx Format (Baha?) sogar ein paar .xm Files. Diese sind aber nopes direkt von der PC Version sondern im Schnitt 10 bis 15 MB groß und in High Quality, was mich darauf schließen lässt, das das eben jene Remixe sind, die dann schließlich auf CD2 und 3 gebrannt wurden. Nichtsdestrotrotz ist das einfach nice, sowas einfach mitzuliefern. Auch wenn ich mir ggf. noch ein paar dinge wie Artworks, Betagrafiken oder dergleichen gewünscht hätte. Das Original Game hätte wohl auch noch drauf gepasst.

Aber ich will mich ja nicht beschweren. Im Gegenteil. Für umgerechnet 24 EUR inklusive Porto aus Japan bekommt man hier 3 CDs mit geiler Mukke, 1 Bonus CD und ein farbiges Booklet mit Informationen zu den Tracks (Auf japanisch). Was will man denn bitte mehr? Gar nix!

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Hier btw noch ein Video, falls es hier Leute gibt, die Cho Ren Sha noch nicht kennen und nicht wissen, wie geil es eigentlich ist. http://youtube.com/watch?v=p8PsRWBDe5M

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Das Kino

Juni 20th, 2007 by penance

penance, 21.06.2007

Biopsie?
Hypophysektomie?
Elektronystagmographie?

Was immer das alles auch bedeuten mag, es hat nichts mit dem folgenden Thema zu tun.
Aber ich hab mal eine Frage:

Magst Du Filme? Nein? Tja gut dann.. bitte les was interessanteres, denn darum gehts hier. Und zwar nicht im positiven Sinne.. obwohl die Filme selbst dafür eigentlich nix können.
Ich liebe ja Filme. Ich liebe es in eine Geschichte einzutauchen und im besten Fall total darin zu versinken. Diese Mischung aus Ton und Bild kann bewirken, dass man vor Freude weinen, sowie vor Entsetzen lachen muss.
Aber das geht natürlich nur, wenn die Gegebenheiten Deiner Umgebung das zulässt, nicht wahr? Und da haben wir nämlich das Problem aka es gibt zwei.

Da wären zum einen erstmal die Besucher des Kinos. Es ist ja einfach schonmal eklig, wenn Leute neben Dir ihre Füße auf die davor liegenden Sitze legen. Also.. das allein eigentlich noch nicht aber wenn sie dann VORHER NOCH IHRE SCHUHE UND SOCKEN AUSGEZIEHEN, IST DAS SCHON EIN BISSCHEN ABNORMAL!?!?(!!) Hallo? Ich dachte ich seh nicht recht! Aber gut.. das ist schon ein Extrem. Und das wiederum ist typisch für das männliche Geschlecht ist. Ich unterscheide da wirklich zwischen Männern (Extremisten) und Frauen (nicht so krass, dafür aber kontinuierlich):

Männer
Wie gesagt..das mit den nackten Füßen war jetzt echt ein Extrembeispiel. Der “normale” Kinobesucher macht sowas nicht!
Der normale Kinobesucher schert sich einfach nur einen Dreck um alle anderen. Er geht in eine Premiere “weil alle reingehen”, kauft sich an der Theke erstmal Taccos, die Maxipackung Popcorn, sowie 80 Liter Cola und quetscht sich mit seinen noch zusätzlich mitgebrachten Chipstüten in die Sessel.. direkt neben Dich.

Es wird eng, die Armlehne ist auf einmal verschwunden und Du ringst nach Luft, da er nach einer Sch(w)eisswolke des Grauens riecht, die schlimmer ist als der Horrorfilm den Du Dir jetzt anschauen wolltest.
Der Film fängt an und dank der immer SUPER FUNKTIONIERENDEN aka saukalte Luft auf Dich blasenden Klimaanlage, bekommst Du das nicht mehr so mit, wodurch Du Dir eventuell “Puh, Glück gehabt!” Doch das täuscht! Denn während einer leisen Szene im Film passiert es dann: Der Typ reißt die Chipstüte auf und fängt nun anscheinend an, darin immer nur nach den größten Chips zu suchen. Anders ist es für mich nicht erklärbar, warum man so lange seine Hand da drin 600 Jahre bewegen muss!?!?!?

Vielleicht suchen sie die größten Chips aber auch nur aus Rücksicht auf alle anderen, weil sie sich an den kleinen Chips nicht verschlucken wollen? Denn WENN das passiert, geht erstmal das Gehuste los. Aber nicht so ein banales “*öhÄÄMM*”, eher so ein, aus tiefster Kehle rausgekeuchtes Gehüstel, bei dem Du denkst, dass er jetzt entweder krepiert oder kotzt. Aber dafür ist ja dann die Cola zum nachspülen da. Und die 120 Liter müssen natürlich auch weg. Also braucht es Dich auch nicht zu wundern, dass der Kerl jetzt den letzten Tropfen mit seinem Röhrchen per Unterdruck so lange nach oben zieht, bis der Becher total ausgetrocknet ist.
Wenn Du dann ganz viel Glück hast, wird nun gleich der Duft seines Schweisses für kurze Zeit durch den markanten Duft eines deftigen Rülpsers ersetzt. Nein, natürlich nicht so einer wie in der Kneipe mit Deinen Kumpels, für den Dich jeder noch loben würde. Eher so einer aus der Magengegend, der sich gar nicht so richtig entscheiden konnte, ob er jetzt eher vorne, oder doch lieber hinten rauskommen will.
Und von da an ist auch jedes noch so kleine von ihm vor sich hingemurmelte “Wow” bei einer halbnackten Schönheit auf der Leinwand für Dich einfach nur noch abstoßend.

Wenn so jemand neben Dir in einem vollen Kino sitzt, bist Du halt einfach gearscht. :Q

Frauen
Aber auch wenn sich nicht direkt neben Dir der eigentliche Film abspielt, muss das nicht heißen, dass Du in einen Film eintauchen kannst oder so. Nein. :-) Ich würd jetzt sagen, geh halt nicht mit einer Tussi in einen Film. Aber das wäre natürlich Blödsinn, weil es außer ihr noch ca. 300 andere in diesem Raum gibt, die das folgende Klischee ebenso mit Bravour erfüllen!

Frauen besitzen nämlich anscheinend schon nichtmal die Möglichkeit, ihre Blase 2 Stunden unter Kontrolle zu halten. Hallo?? 2 Stunden ohne pissen zu gehen oder das Tampon wechseln zu müssen?? Das ist nicht drin?
Oooh sicherlich! Wenn Du mit einer einkaufen gehst, dann klappt das sogar 4 Stunden am Stück, ach was red ich.. auch 6 Stunden sind da ok. Lieber noch schnell das paar Schuhe kaufen. Ja, mir steht das Wasser inzwischen in den Oberschenkeln aber das halt ich schon noch aus. SCHUUUHEEE!!! >:O
Was passiert also? Klar, sie gehen pinkeln. Aber natürlich nicht irgendwie unauffällig. Vorher hocken sie da und wackeln hin und her und sagen ihrem Freund gaaanz lustig (hihi), dass sie mal “Pipi” machen müssen. Dann stehen sie auf, gucken ob alles sitzt und dann gehts los.. vorbei an Füßen, bald umgeworfenen 900 Liter Bechern Cola, zertretene Chipstüten,.. Ja, das ist schon toll.
Okay. Ich weiß schon was Du jetzt denkst. Du denkst, dass ich mich jetzt darüber aufregen werden, dass sie bestimmt zufällig bei einer Szene rausläuft, die überaus wichtig ist und dann anschließend ihren Partner fragt, was gerade passiert sei, stimmts? Nein, tue ich nicht.

Es ist nämlich.. SCHEISSEGAL, ob sie auf dem Klo war oder nicht!!! Es ist SCHEISSEGAL, ob die Szene überaus wichtig war oder nicht!!! Und es ist ihr SCHEISSEGAL, ob Du deshalb jetzt aus dem Film gerissen wirst!!! Denn Weiber müssen leider bei jedem ausatmen gleichzeitig ihre Stimmbänder prüfen aka entweder kapieren sie die Story nicht und fragen was oder sie kapieren die Story und suchen Bestätigung über ihre Vermutungen oder sie sahen den Film schonmal und ERZÄHLEN WAS GLEICH PASSIEREN WIRD!!!
Und wenn das alles nicht zutrifft, dann lassen sie halt einfach alle ihre Emotionen mitbekommen. Natürlich passiert das nicht flüsternd oder wenigstens zum Ohr des Partners gedreht. Ist ja auch unnötig. Kann doch ruhig jeder mitbekommen, dass sie es traurig findet, dass das Filmpaar sich gerade getrennt hat.. mit einem schönen “Och MANNnnn!”
???????????????????????????????? >:OOO

Naja und es kann auch passieren, dass ihr bei der Story was nicht passt. Das muss ja nicht zwangsläufig heißen, dass der ganze Film scheisse war. Aber wenn er mal 10 Minuten beinhaltet, die ihr nicht so gefallen, kann sie ja auch mal eben kurz telefonieren. Ihre Freundin zum Beispiel anrufen, um ihr mitzuteilen wo sie gerade ist oder so. Du kannst dann spüren, ob das jetzt was längeres wird oder nicht. Warte einfach auf die Frage: “Was machst Du gerade”, dann weißt Du.. der Abend ist jetzt endgültig vorbei, denn Du wirst nicht weghören können und mitbekommen, dass ihre beste Freundin ihre Tage nicht bekam und jetzt gerade panisch nach einem Schwangerschaftstest sucht, der sie nicht betrügt. Der blöde Test.

Kino
Das andere Problem.. ist ganz einfach das Kino selbst.
Kinobetreiber beschweren sich weltweit, dass Kinos (jaaa, die Raubkopien sind schuld) fast keinen Gewinn mehr machen. Das allein ist es natürlich nicht. Man muss auch einige andere Dinge bedenken:

1. Zum ersten kann sich heute jeder für ca. 5000€ schon ein 1a Heimkino basteln. Warum sollten Leute also noch dafür aus dem Haus gehen?

2. Und es bringt mir auch nichts, wenn die Leinwand im Kino 10x so groß ist wie meine, wenn dafür alles scheisse unscharf ist, das Bild kräuselt oder sich am besten ein Streifen den kompletten Film lang über das Bild zieht.

3. Aber beim Sound! Beim Sound kann das Kino trumpfen.. so dick hat das der normale Heimkinofan daheim nicht. Oder er hat es aber er kann nicht wg. Nachbarn usw.
Tjopes.. aber leider nutzt das Kino diesen enormen Vorteil so gut wie NIE! So werden Filme prinzipiell so laut gezeigt, dass ich mich locker mit meinem Nachbarn unterhalten könnte, während vor mit gerade die Erde explodiert und sich eine Druckwelle mit der Größe des gesamten Universums auf mich zu bewegt.
Hihi.. manchmal schaltet der Film auch in Stereo um, bevor er schnell wieder ins Dolby schaltet.. frag mich nicht warum. :-)
Und ganz selten gibts auch einfach mal Stromausfall. Eigentlich die perfekte Gelegenheit um an Deinem Partner rumzuschrauben aber so lames Notlicht geht ja an und eventuell macht Dein Nachbar auch gerade an seinen Schnürsenkeln rum. =/

Kommen wir also zum Punkt. Ein Kino ist ein langweiliger Scheisshaufen in Sachen Unterhaltung. Vor allem wird ja auch nichts geboten!? Was bedeutet denn “Wir gehen ins Kino.”? Das bedeutet: “Wir schauen uns eine halbe Stunde Werbung und einen Film an, dann gehen wir nach Hause und schlafen.” Woanders hinzufahren lohnt sich dann meistens nicht mehr.
Wieso ist es also in Kinos bitte so hurenlangweilig? Kein Mensch will dort gerne einen Abend verbringen. Auf die zwei Stühle an dem Tisch, der einfach als Platzhalter im Raum steht, will ich mich bestimmt nicht 3 Stunden setzen. Weder läuft irgendwie Musik, noch ist eventuell mal ein Club oder eine gescheite Bar oder ein Restaurant neben oder in dem Kino, der/die/das sich mit dem Thema “Filme” befasst aka so etwas wie “Erlebnisgastronomie” kennt man wohl in der Kinobranche einfach nicht. Denn das würde Leute eventuell ja dazu bewegen noch da zu bleiben und die Einnahmen zu erhöhen.

Aber klar.. sich einfach nur über steigende Filmrollenpreise beklagen (ebenfalls.. nur wegen der Raubkopien.. nicht wegen der HURENSCHLECHTEN FILME), selbst immer teurer werden und seit 10 Jahren auf der selben Entwicklungsstufe stehen bleiben.. das ist ja auch viel einfacher.

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BILDBlog.de

Juni 18th, 2007 by vidgames

Die BILD ist ein Stück Dreck und jeder Pazifist auf diesem Planeten wäre sogar bereit, die Redaktion in Brand zu setzen und alle darin qualvoll verrecken zu lassen. Das ist eigentlich schon schlimm genug. Also nicht dass die BILD-Redakteure ihre wertlosen Leben lassen würden und dies sozusagen eine (un)natürliche Selektion wäre, sondern Pazifisten bis an den Rande des Verstandes zu bringen.

Wir alle kennen BILDBlog. BILDBlog.de gründete sich 2004 weil ein paar Journalisten aus “unserer” dreckig-(un)sympatischen Hauptstadt (genau, das Millionenverlustgeschäft mit den Sozialversagern in der Nähe von Polen) einfach die Schnauze voll hatten. Oder sagen wir besser: Weil die Zeit (Web 2.0) reif war und die Möglichkeiten (scheiss Blogging-Software) da waren. Und weil die BILD mal wieder so viel Scheisse schrieb, dass jemand in ihren Mund kotzen wollte.

BILDBlog wurde schnell populär. Schon früh gab es Interviews mit der Netzeitung, ZDF.de oder Spiegel Online. Sie wurden mit dem Grimme Online-Preis ausgezeichnet und selbst Frau Charlotte Roche hat bei Harald Schmidt für BILDBlog geworben. Wobei ich eigentlich mehr glaube, dass sie gegen BILD werben wollte und BILDBlog nur Mittel zum Zweck war.

Nun denn. Vieles dieser Aufmerksamkeit liegt nun schon ein wenig zurück. Obwohl das Interview mit Spiegel Online zwar noch 2007 war, ging die meiste Population auf 2005 und 2006 zurück.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass BILDBlog nicht nur überheblich wird (Aktion “Fotografiert Kai Diekmann!” sowie Wortwahl in den Artikeln) sondern auch irgendwie ziemlich lasch.

“Entwarnung für Normalerbliche”, “Fußballspiel Schweden gegen Dänemark”, “BILD entdeckt Jacinta Kerabu” und “Post von Diekmann” waren die Artikel der letzten fünf Tage. Hat BILDBlog nicht die Schlagzeilen der letzten Tage, vor allem zu den Ausschreitungen in Rostock, angesehen? Ich frage mich ernsthaft, wieso BILDBlog dieses brandaktuelle Thema auslässt und so gar nicht darüber schreibt, bis auf die Chefredaktions-Scheisse mit Geldof.

Kommt mir das nur so vor, oder postet BILDBlog immer noch so viel wie früher, es kommt einem aber viel weniger und langweiliger vor? Irgendwie wirkt alles wie dahingerotzt.

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Ignite – Our Darkest Days

Mai 6th, 2007 by admin

Max, 04.05.2007



Endlich da. Mit neuem Sänger und schon auf dem ersten Blick ziemlich düster. Obwohl ich eigentlich gar kein Recht habe irgendwelche Sätze über die Neuerungen dieses Albums zu schreiben, denn die letzte Ignite-Platte, die ich wirklich rauf und unter hab laufen lassen, war “Call On My Brothers” von 1995, also nur zwei Jahre erschienen, nachdem die Band sich überhaupt formierte. Dass es krasse Unterschiede für mich geben wird, ist wohl klar.

First of all: Das Cover, die Präsentation, das Setting erinnert mich sehr an Madball. Dick produziert, “schwer” und gewaltig soll es rüberkommen. Ein bisschen prollig, ein wenig elitär. Passt das überhaupt zu Ignite?

Zum Säger würde es auf jeden Fall nicht passen. Seine Stimme ist viel zu hell, weich, ohne irgendwelche härteren Strukturen oder Merkmale. Dennoch punktet Ignite bei diesem Album dadurch, dass sie den roten Faden “Our Darkest Days” konstant durchziehen.

Ignite.

Doch jetzt von Anfang an. Ignite ist eine Band aus Orange Country, USA, die früher sehr melodischen Hardcore mit sehr vielen Chören auf Musikdatenträger projeziert haben. Doch das alles war eher langsam, gemächlich. Fast schon Postcore.

Nach all den Jahren – vor allem mit “Our Darkest Days” – gehen sie einen ganz anderen Weg und scheinen sich im Pre-Hardcore auf einmal zu befinden, denn sie bringen um einiges mehr Melody-Punk in ihren Stil, so dass es an die frühen Anfänge des Hardcore-Punks erinnert.

Dennoch erhalten sind die Chöre. Und so geht es auch schon ganz zu Anfang los.

01. Intro (Our Darkest Days)
Unter einer Minute, eine sehr chorlastige und dunkle Einleitung, ohne zu soft zu wirken. Mit einigen Sekunden Outro geht es dann gewaltig…
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02. Bleeding
…in eine Einleitung, begleitet mit Drums, zum erneut chorlastigen “BLEEEEEEDIIIING!!” über. Dieser Track ist eine Bombe. Wieder Anspielungen auf “Our Darkest Days” und bitterem lyrischen Beigeschmack, denn “alle unsere Freunde sind nun unsere Feinde”. Laut Ignite. Und erschreckend stellen wir fest, dass Ignite sehr politisch geworden sind und auf Krieg und die Misere des Blutvergießens ihre musikalischen Ergüsse fokusieren. Was nicht bedeutet, dass dieses Lied nicht auch qualitativ hochwertig ist. Kommt auf dicker Anlage sehr, sehr gut.
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03. Fear Is Our Tradition
Dieses Lied emfand ich in den ersten 30 Minuten des Hörens als das beste. Wohl mehr deswegen, da die Refrains so einfach mitgesungen werden können. Dennoch starktet das Lied die ersten 20 Sekunden eher ein wenig gemächlicher, erst kurz vor dem Erreichen der Grenze zur vollen Minute wird mit “So we’re find an own waaaay oooout!” der Refrain mit hohen Tönen eingeleutet und mit “Oohzing-Aaaahs” tatkräftig unterstützt. Leider nach zehn bis fünfzehn Mal hören ein wenig eintönig, auch wenn es gegen Ende noch ein bisschen Abwechslung durch eine Berg- und Talfahrt der Gesamtklang-Masse mit Drumunterstützung gibt.
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04. Let It Burn
Ab dem dritten Lied gibt es durch einen Abfall der Gesamtlautstärke eine klare Abgrenzung zum ersten Teil dieser Platte. Ebenfalls geht es hier ein in bekannter Formel weiter, doch nun weniger politisch und mit größeren Gedankengesprächegesangseinlagen-Pausen. Diese Abtrennung hätte nicht sein müssen.
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Die restlichen Lieder werde ich nicht beurteilen, denn ihr könnt euch ein eigenes Bild machen. Das KOMPLETTE ALBUM stellt die Band nämlich GRATIS auf ihrer MySpace-Website zum Anhören bereit:
http://www.myspace.com/ignitemusic

Ebenfalls zu Empfehlen: Das Musikvideo von “Bleeding”:
http://www.igniteband.com/video/watch.php?id=f6CZpcK88WU

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Artist Showcase – Henk Nieborg

Mai 5th, 2007 by vidgames

elend, 28.04.2007

Artist Showcase
Heute: Henk Nieborg

Henk Nieborg.

Den Namen sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen uns stets mit dem dazugehörigen Respekt aussprechen, welcher ihm zusteht. Henk Nieborg ist der beste der besten. Der ungekrönte Pixelgott. Die Anfänge auf dem C64 waren dabei alles andere als einfach. Damals mittels Koala Paint und einem Joystick (!) pixelte er nach und nach seine ersten Artworks. Auf einem Schwarzweisfernseher! Er merkte sich einfach die Farben in der Palette, pixelte in schwarzweis und checkte das Bild von Zeit zu Zeit auf dem Fernseher seiner Eltern im Wohnzimmer. “Ghost Battle” für den Amiga war sein erstes kommerziell releastes Spiel und brachte ihm sogleich einen festen Job bei Thalion, wo er bekanntermaßen an Spielen wie Ambermoon und Lionheart mitwirken sollte. Diese waren es dann scheinbar auch die seinen persönlichen, farbenfrohen und detaillierten Stil festigen sollten und ihn für immer unsterblich werden ließen. Heutzutage arbeitet er an 3D Modellen und den dazugehörigen Texturen und ob man es glaubt oder nicht, selbst da schimmert der Henk Nieborg Style noch hindurch.

Hier eine kleine Auswahl seiner besten Arbeiten:

Ambermoon – Amiga

Henk Nieborg liebt Details. Und bei diesem Bild aus dem Ambermoon Intro konnte er sich so richtig ausleben. In voller Auflösung pixelte er hier die geilsten Wolken, die man jemals zu Gesicht bekam und eine Detaillierte Draufsicht der Ambermoonwelt mit all seinen Inseln und Gebirgen. Hurengeil: Wie er mit nur 2 Abstufungen eines blassen Oranges die Sonne links oben im Bild faked, welches sogar noch umliegende Wolken mit anstrahlt. Wer da nicht wanken will, ist blind und ein lames Arschloch.

Ambermoon – Amiga

Selbst beim Ambermoon GUI (Graphical User Interface) machte Henk nicht halt und addete Details, wie es ihm nur passte. Die Bilder der Avatare haben links und rechts eine verschnörkelte Umrandung, die Linien auf dem Strategiefeld sind nicht einfach nur Linien sondern starke und mal weniger starke Einkerbungen in Stein und die Buttons rechts unten sind einfach von einem geilen Barockstyle Rahmen umgeben, der total unnötig, aber einfach hurengeil ist. Die gleiche Detailliebe finden wir auch wieder im Background des Kampfscreens wieder. Berge sind klar als solche zu erkennen, die Wolken im Background und man kann sogar einzelne Grashalme zählen. Als wäre das noch nicht genug sind einfach auch random Steine und sogar die letzten der hinteren Baumstämme detailliert.
Wer da nicht wanken will, der… ach. Lassen wir das.

The Misadventures Of Flink – Amiga

Ich weiß gar nicht, welche Version zuerst da war. Die Amigaversion oder die Mega Drive Version. Aber wohl ähnlich wie bei Turrican 3 wurden einfach beide gleichzeitig angeleiert. Dabei erkennt man bei beiden Versionen gut die relativ blasse Farbpalette und der kranke Kontrast des Megadrives. Henk Nieborg erwähnte in einem Interview, das er nicht nur gerne auf schwarzem Hintergrund pixelt sondern es bei Flink auch so machen musste, da er sonst blind geworden wäre, da das Mega Drive einfach einen kranken Kontrast bietet. So sieht die Amiga Version leider etwas dunkel aus, was der hurendicken Grafik aber keinen Abbruch tut. Der Shot der Mega Drive Version ist übrigens direkt von Henks Seite und somit höchstwahrscheinlich etwas aufgehellt.

The Misadventures Of Flink – Amiga

Fest steht einfach, das Henk Details liebt. Man sieht es in jeder seiner Arbeiten. Auch hier wieder ekennen wir einzelne Ranken, Blütenblätter, Blätter, Steine, Äste und Blätter im Background und überhaupt. Dabei sind die Farben so außerordentlich perfekt ausgesucht, das man meinen könnte wir haben hier eine 256 Farben Version vor uns. Dabei supportete das Mega Drive, genauso wie ein ECS Amiga lediglich 32 Farben im Normalfall.

The Misadventures Of Flink – Mega Drive

Auch dicke Bosse sind für Henk kein Problem.

Harry Potter – GBA

Harry Potter für den GBA. Welch Verschwendung von Henk Nieborgs Skills. Ich würd es gern mal anspielen, tho, denn wenn man sich die Screenshots anguggt, dann möchte man einfach nur wanken. Der Baumstamm, wie geil sieht er bitte aus? Jeder andere Artist hätte einfach einen Baumstamm gezeichnet, aber Henk zeichnet einfach einen Baumstamm mit einzelnen Stücken von Rinde, welche mal mehr wegstehen und mal weniger. Dazu das Gras, das am Fuße des Baumes einfach emporsteigt und den Baum so viel viel mehr mit dem grünen Hintergrund verschmelzen lässt. Einfach grandios.

Harry Potter – GBA

Noch ein Screenshot von Harry Potter. Hier finde ich ziemlich krass den Kontrast, den Henk da reinhaute. Die Benutzung von relativ dunklen, teilweise ganz schwarzen Konturen und Umrandungen lässt die Harry Potter Grafik noch plastischer wirken als alles andere zuvor. Schaut euch einfach die Risse auf dem Torbogen an. Sie sind 1 Pixel breite Linien in Schwarz mit einer helleren Farbe nebenan. Die Körbe auf der Straße, die Fenster und Fensterrahmen, alles hat so eine stark dunkle Kontur fast. Trotzdem wirkt es nicht Comichaft sondern realistisch und fantastisch zugleich. Applaus!

Harry Potter – GBA

Ein Mock-Up der Harry Potter direkt von Henks Seite. Könnt ihr euch gerne als Poster ausdrucken, kthx.

Lionheart – Amiga

Lionheart – Amiga

Tja, Lionheart. Der Shot stammt aus dem Intro und spätestens, wenn man die Szene sah, in der unser Held super super flüssig animiert auf den super super flüssig animierten Drachen steigt, wusste man: Hier kommt etwas großes auf einen zu. Oh ja. Dank des Amiga Coppers konnte Thalion hier eine bunte Grafik realisieren, wie man sie sonst nur in der Arcadesah. Dank der Benutzung des Coppers konnten im Hintergrund Farbverläufe gefaked werden, die so eigentlich gar nicht da waren und wenn man kurz im Photoshop nachschaut, wird man feststellen das in dieser Szene ca. 128 (unterschiedliche) Farben zu sehen sind. Dazu der krankhafte Detailreichtum von Henk Nieborg, das dicke Zeilenscrolling, den noch dickeren Wassereffekt und einen subtilen Verlauf in der eigentlichen Levelgrafik und fertig ist ein optischer Dauerorgasmus, den man einfach erlebt haben muss. (Der Screenshot stammt übrigens vom WinUAE, welcher den Copper nicht wirklich gescheit emulieren kann. Daher sieht der Verlauf im Background so blockig aus).

Lomax in Lemmingland – Playstation

Das kommt dabei raus, wenn man Henk Nieborg relativ viel V-Ram (Im Vergleich zum Amiga) und relativ viel Farben (Im Vergleich zum Amiga) zur Verfügung stellt. Die dickste 2D Grafik ever. Lomax im Lemmingland ist das einzige Lemmings, das ich je spielte und das nicht nur weil es ein Jump’n'Run und kein Strategie/Puzzle Vertreter ist. Nein, vielmehr spielte ich es wegen der unglaublichen Grafik.

Lomax in Lemmingland – Playstation

Nicht alle Pixelartists schafften die Umstellung von maximal 32 Farben auf ausschweifende 256. Besonders viele AGA Versionen (256 Farben) von ECS Spiele (32 Farben) litten unter den zusätzlichen Farben, da die Artists oft einfach Verläufe addeten oder Farben schlicht und ergreifend bunter machten. Besonder The Chaos Engine litt darunter und sieht in der AGA Version aus, wie ein Besuch auf einem Rummel anstatt der Kampf gegen das Ende der Welt, welches es eigentlich sein sollte. Henk Nieborg jedoch benutzt die zusätzlichen Farben nur da, wo es nötig ist und schaffte es den geilen Pixelstyle beizubehalten, den man von ihm gewohnt ist. Beispiel: Der Background in diesem Shot. Die Wolken hätte ger locker mit mindestens 10 bis 16 Farben machen können, womit er einen sehr glatten Verlauf erreicht hätte, aber nein er benutzt einfach weiter 5 bis 6 Abstufungen und faked Verlauf mit Schachbrettditthering. Genau das ist es aber, was Pixelgrafik ausmacht.

Was soll man dazu noch sagen. Ich will mit ihm schlafen, ihn heiraten und einfach alle seine Grafiken als Poster bei mir aufhängen. Leider reicht der Platz nicht.

Wolle Rose kaufe?

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Artist Showcase – Herman Serrano

Mai 5th, 2007 by vidgames

elend, 20.04.2007

Artist Showcase
Heute: Herman Serrano

Viel ist nicht bekannt über Herman Serrano. Aber er war immerhin für die 16 Farben Konvertierung von Wing Commander verantwortlich, das hurendicke 2D Intro zu Liberation und half hier und da mit ein paar Titelbildern für diverse Spiele aus. Nach seiner Amiga Zeit versuchte er sich an dem ein oder anderen SNES und Mega Drive Spiel, bevor er zuletzt als Lead Artist an Malice arbeite, wo er aber schon Argonaut Software partete, bevor das Spiel fertig war.

Kennzeichnend für seinen Stil ist ganz offensichtlich seine Liebe zum Schachbrettdithering sowie sein guter Umgang mit so wenig Farben, wie nur irgendwie möglich. Es hat den Anschein, als fühle er sich bei 16 Farben am ehesten zuhause. Geschickt faked er Verläufe und Farben, die gar nicht existieren mit dem bewusten Einsatz von Falschfarben und viel, viel Schachbrettdithering. Applaus!

Allan Border’s Cricket Amiga

 

Ein Meisterwerk. Das Titelbild zu Allan Border’s Cricket für den Amiga besticht auf den ersten blick mit seiner scheinbar unendlichen Anzahl von Farben, sowie dem krassen Blureffekt den Herman gekonnt mit viel Dithering und einer guten Farbauswahl herbei zauberte. Ein Meister seines Faches. Für die Hackfresse von Allan Border kann Herman ja nix.

Exile Amiga

 

Im Titelbild zu Exile für den Amiga ist auch deutlich die Benutzung von Falschfarben zu sehen. Vor allem im Gesicht des Astronauten, wo ein bisschen Grau als Gradient neben einem Beigeton nicht so sehr auffällt. Auch besonders an diesem Bild: Die Plastizität des Gesichts. Sehr schön, Herman.

Infestation Amiga

 

Ursprünglich vom Stammcoverdesigner von Psygnosis entworfen und später von Herman Serrano als Pixelversion umgesetzt besticht auch hier wieder die Tiefenunschärfe, die mit so wenig Farben so hervorragend umgesetzt wurde. Auch richtig geil ist in diesem Bild die Verwendung von Antialiasing, bzw. die Nichtverwendung. An genau den richtigen Stellen wurden so wenig Pixel wie möglich benutzt, um die Bauteile des Insekts so dünn wie möglich darzustellen. Beachtet auch die Fühler, die mit der richtigen Benutzung von Pixeln aussehen, wie aus gezwirbeltem Draht. Hurengeil einfach.

Outlander Mega Drive

 

Hermans Ausflüge in die Konsolenspielwelt ähneln denen des Amigas so ziemlich. Kein Wunder, das Mega Drive hat mehr mit dem Amiga gemein als es Unterschiede gibt und so verweundert es nicht, das auch hier ganz klar der Stil des Herrn Serrano zu erkennen ist.

Wreckers Amiga

 

Titelbild zum Amigaspiel Wreckers. Ein tolles Raumschiffdesign, gepaart mit lediglich 3 Abstufungen der Farbe Lila zur Einfärbung des Planeten ergeben auch hier wieder einen typischen Serrano.

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Dino’s Abenteuer-Tricks, Take One

November 24th, 2006 by vidgames

Original


Klesk


penance


elend

penance #2

elend #2


Max

MAS

Frazer

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