elend, 07.08.2010
.the.clone.returns.home.

Kohei Takahara ist Astronaut. Er nimmt an einem Clonprogramm Teil, welches ihn im Falle eines Arbeitsunfalles im Weltraum einfach so ersetzen kann und wird. Komplett wie er vor seiner Abreise war. Inkl. aller Erinnerungen. Es kommt, wie es kommen muss und Kohei stirbt bei einem Unfall im Weltall. Sein Clon auf der Erde erwacht zum Leben und hat anfangs Orientierungsprobleme. Bei der Flucht aus dem Clonlabor entdeckt er seinen toten Originalkörper und hält diesen für seinen als kleines Kind gestorbenen Bruder Noboru. Er sucht fortan sein Elternhaus.

Eh ja. Die Story kurz zu umreissen klingt schon etwas weird und genauso spielt sich der Film ab. Nix gegen brainy Sci-Fi, aber das ist mir dann doch eine Nummer zuviel. Wenn Kohei auf seinen Klon trifft, fragt man sich erstmal “Hä, wie jetzt?” und bekommt diese Fragen auch nicht beantwortet. Was es hier zu erörtern gibt, sind weitaus größere und psychologisch wertvollere Fragen. Was für Auswirkungen hätte ein Clon z. B. auf sein Umfeld. Wie fühlt er sich, wenn er weiß, dass er nun schon der dritte Versuch ist? Das ist alles recht interessant und durchaus mal einen Film wert (Moon hat es schon auf eine etwas einfachere Art und Weise angeschnitten) aber “The Clone Returns Home” übertreibts imho dann auch noch ein wenig, indem er sich die Frage stellt, was der Tote im Nirvana über seinen Clone denkt, etc. Das ist mir dann doch eine Nummer zu abgespaced gewesen.

Schön gefilmt war er aber. Triste, mit Nebelschwaden durchzogene Aufnahme ländlicher Gegenden in Japan wechselten sich erfreulicherweise auch mal mit der ein oder anderen Weltraumaufnahme und / oder des realistisch, futuristischem Clonelabors ab. Optisch gibt es wirklich kaum etwas zu meckern und am Schluss wird’s in so mancher Szene fast sogar gruselig!? Wer also ein paar Inspirationen für realistische und scary Szenen sucht, der sollte sich diesen Film mal anschauen.
Ansonsten war er mir persönlich dann eine Nummer zu hoch, das liegt aber zu 90 % auch an meinem Brainfail. Alle anderen, die keine Probleme mit Metaebenen (!?) haben und Sci-Fi lieben, sollten mal reinschauen.

P.S.: Produced By Wim Wenders (xD??)
elend, 26.07.2010
Once A Gangster

Roast Duck (Jordan Chan) ist seit seinen Jugendjahren Triadenmitglied unter der Obhut des Dons, mit welchem er sich ausgezeichnet versteht. Doch seine Amtszeit ist nun bald um und es muss ein neuer Don gewählt werden. Der alte setzt sich für Roast Duck ein und auch von seinen Kollegen hat er den Support. Das Problem ist nur… Roast Duck will viel lieber einen ehrlichen Weg einschlagen, seine Kinder auf eine Eliteschule schicken und alles andere als den Don spielen. Sein Schicksal scheint besiegelt, als plötzlich Hoffnung in Form von Sparrow (Ekin Cheng) auftaucht. Diesem wurde vor 20 Jahren die Thronfolge versprochen und seine Mutter setzt sich sehr dafür ein. Das Problem ist nur… er will lieber studieren.

Once A Gangster nimmt sich ein paar der Gangsterfilme der letzten Jahre vor, allen voran Infernal Affairs und Johnnie Tos Election Filme und verarscht sie ordentlich. Die Gangster in diesem Film können zwar auch mal zuhauen und Körperteile abtrennen, stellen sich aber ansonsten eher ein wenig dümmlich an. Ebenso wie der Undercover Cop von dem eigentlich alle wissen, dass er ein Undercover Cop ist, außer sein Boss. Die Witze sind teilweise clever und manchmal auch ein wenig over the top bzw. eher was für’s HK Publikum. Zum Beispiel wenn Sparrows Mutter in’s Spiel kommt, die öfter mal eine Line zieht und auch sonst ein wenig bekloppt ist. Ansonsten gibt’s Gott sei Dank nicht allzuviel derartigen Klamauk und am Schluss sogar noch so etwas wie ein Twist. Durch die drei Gangmitglieder, wovon zwei gar kein Don werden wollen und der dritte zu blöd ist, dies zu schaffen, entwickelt sich durchaus eine interessante Story, bei der man gespannt auf den Ausgang wartet.

Was mir aber ein wenig fehlte war die Produktion. Ein bisschen mehr Budget und bessere Musik hätte dem Film durchaus gut getan. Ich denke da z. B. an Men Suddenly In Black, welcher dadurch einfach ein bisschen runder wirkte. In Once A Gangster wirkt alles ein klein wenig billig und unbeholfen, was bei mir einen kleinen Beigeschmack hinterließ.

elend, 25.07.2010
Masters Of The Universe

Skeletor – der Herrscher des Bösen – hat es endlich geschafft, ganz Eternia zu unterjochen. Er nahm die Zauberin gefangen und bis zum Mondaufgang, wenn sich das Auge des Universums wieder öffnet, wird Skeletor endlich die komplette Macht von Greyskull übertragen bekommen. Oder so ähnlich. Währenddessen findet He-Man bei einem Kampf mit Skeletors Schergen aber einen zweiten Dimensionsschlüssel und flüchtet damit ASAP und ausversehen randomly durch die Zeit und landet auf der Erde. Irgendwie sowas. Naja und dann müssen sie heim, Skeletor kommt aber auch auf die Erde und alle wollen den Schlüssel haben. Und sowas.

Also Dolph Lundgren gibt ja eigentlich wirklich einen super He-Man ab. Die Statue stimmt, die Dauerwelle auch und in der deutschen Synchro geht vermutlich seine Stimme auch in Ordnung. Im Englischen klingt er leider eher wie ein Behindi, als wie der überaus männliche He-Man. Die Kostüme der ganzen Freaks die im Film mitspielen kann man eigentlich auch durchweg als gelungen bezeichnen, denn sie kommen ihren Zeichentrick Äquivalenten durchaus nahe. Eternia und das Set von Castle Greyskull sind auch relativ fein gemacht und stehen eigentlich einem Conan oder Star Wars in nichts nach. Es wäre der perfekte – zwar cheezige, aber das war die Serie auch schon – He-Man Film werden können, aber leider müssen sie ja unbedingt alles auf der Erde drehen, um Geld zu sparen. Das hat mich als Kind schon angekotzt. Ich wollte viel lieber geile Eterniaszenen sehen und nicht so eine “langweilige” Erdcrappe. Mir stößt das auch heute noch bitter auf, denn kaum sind alle auf der Erde angekommen sehen die Kostüme auf einmal lächerlich aus und die Dialoge wirken noch bescheuerter als vorher schon. So funktioniert das einfach nicht.

Aber immerhin, für ein bisschen Abwechslung auf der Erde sorgen dann doch noch ein paar Dinge. Die Courteney Cox ist halt imho echt süß (und auch jetzt noch eine Milf) und für ein paar Lacher sorgt das krasse Schauspiel des Polizisten, gespielt von James Tolkan, den wir alle schon aus Zurück In Die Zukunft kennen. Was der für Sprüche ablässt und Grimassen zieht ist echt ein bisschen over the top, aber eine willkommene Abwechslung zum Drögen Geseiere von all den anderen. Einzig Skeletor weiß noch zu überzeugen. Mit seiner Mischung aus Boshaftigkeit und Zynismus verkörpert er Skeletor immerhin so, wie ich ihn mir in echt vorstellen würde. Die Special Effects gehen für das Alter und vor allem das Budget auch wirklich in Ordnung und sehen am Schluss sogar teilweise ziemlich cool aus, wenn He-Man endlich Skeletor battled und krass die Funken und Lensflares sprühen. Die Musik fällt allerdings nicht weiter auf. Immerhin nicht negativ.
Für He-Man Fans immerhin interessant, für Courteney Cox Fans leider nix zum Wanken und für Arthouse Filmfans eher was zum Kotzen. He-Man halt.

Hier zwei leaked Screenshots vom neuen He-Man Film (2011).
