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Dark Star

Juni 26th, 2007 by vidgames

elend, 26 Jun 2007

….D/\RK ST/\R
1974 | John Carpenter
….D/\RK ST/\R

Seit 20 Jahren ist die Dark Star schon unterwegs im All. Ihre Aufgabe ist es instabile Planeten zu sprengen, die in später evtl. zu kolonialisiernden Gegenden liegen. Wer 20 Jahre lang schon die gleiche Aufgabe erledigt und mit den gleichen Vollidioten in einem Raumschiff sitzt, der wird irgendwann verrückt. Die Mannschafft verfällt so langsam der Lethargie und Langeweile. Da kommt der Asteroidengürtel gerade recht. Neben etwas Abwechslung sorgt er aber leider auch für einen Schaden am Kommunikationslaser II, was schwere Folgen haben wird…


Dark Star ist John Carpenters Abschlussfilm der Filmuniversität, an welcher er studierte und eine Sci-Fiction Parodie verschiedenster Filme. Wir sehen die Mannschaft bei ihrem alltäglichen Leben auf der Dark Star. Planeten sprengen hier, Planeten sprengen da und viel viel Langeweile. Pinback ist damals nur zufällig an Bord geraten und kommt mit seinen Kollegen nicht so sehr zurecht, woraufhin er sein elektronisches Tagebuch mit Hasstiraden füllt. Doolittle und Talby sinnieren derweil über Wellenreiten und Meteroitenschwärme. Das ist das tolle an Dark Star.

Der Film zeigt eine verrückte Welt des Science-Fictionfilms, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen, da Sci-Fi Parodien oder Komödien relativ rar gesäht sind. Der Bordcomputer ist eine gelangweilte Frauenstimme, die es fertig bringt Warnmeldungen viel zu spät und mit einer Gelassenheit von sich zu geben, das man nur schmunzeln kann. Pinback erzählt zum 3523 mal seine Story, wie er ausversehen auf die Dark Star kam und während die anderen ihm gar nicht zuhören fragen sie sich: “Wie heißt Pinback eigentlich mit Vornamen?”, worauf Doolittle sich selbst fragt: “Wie heiße ICH mit Vornamen?”. Als sich dann Bombe Nr. 20 nur durch einen philosophischen Exkurs davon abbringen lässt, direkt unterhalb des Raumschiffes zu explodieren, ist eh alles vorbei.

Es sind diese Szenen, die den Film sehenswert machen, während manch andere Szenen einfach nur langweilig oder befremdlich wirken. Für mich funktionierten nur wenige Szenen, die dafür dann aber umso besser. Schön dezent zeigt man hier die Astronauten bei ihrem alltäglichen Wahnsinn ohne lustige Musik, Grimassen in Großaufnahme oder sonstiges. Teilweise erinnerte mich das sogar an Hong Kong Komödien der 80er Jahre.


Die technische Seite des Films ist – verglichen mit groß budgetierten Produktionen – schlicht und ergreifend grauenhaft. Der Exot an Bord ist lediglich ein Beach Ball und der Asteroidengürtel sieht aus wie ein Special Effekt aus einem Zeichentrickfilm. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, das es ein Low-Budget-Film ist (afaik 50.000 USD, wovon das meiste wohl für das Equipment drauf ging.) und dafür sehen einige Szenen sogar richtig gut aus. Im großen und ganzen sollte man sich allerdings drauf einstellen hier wirklich nur das Nötigste serviert zu bekommen. Ein Raum im Raumschiff ist lediglich ein stinknormaler Keller mit handelsüblichen Lichtschalter, etc.

Ich persönlich hätte mir mehr Szenen gewünscht, wie die beim Essen oder am Schluss vor allem. Der war richtig gut und witzig. Dazwischen gab’s immer mal wieder Szenen die ganz einfach nur “tjo” waren. Würd’ ich mir höchstens noch einmal mit ein paar Freunden und etwas Alkohol anschauen. Oder in 20 Jahren dann wieder.

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Teppanyaki

Juni 26th, 2007 by vidgames

elend, 23 Jun 2007

Teppanyaki | 1984 Michael Hui

Mr. Wong arbeitet als Koch im Teppanyaki Restaurant seines Schwiegervaters. Und es geht ihm gehörig auf den Sack. Dauernd nervt ihn sein Schwiegervater und schlägt ihn mit Pfannen auf dem Kopf und seine fette Frau zuhause ist andauernd nur am nerven. Er kann nichtmal in’s Rotlichtviertel gehen, da sie alle Läden bestochen hat und sie es immediately herausfinden würde.

Mr. Wong träumt obendrein von Sissy, einer Schauspielerin, deren Bild er täglich anstarrt und anfängt zu träumen. Als sie eines Tages tatsächlich in das Restaurant kommt sieht er seine Chance. Bei einem eindrucksvollen Show-Kochen schafft er es sie zu einem Tennismatch einzuladen (er spielt natürlich mit einer Pfanne). Nach dem Match lädt sie ihn wiederrum ein Urlaub auf den Phillipinen zu machen! Das wäre richtig geil, wenn nicht seine Frau, sein Schwiegervater und sogar sein Großvater auch mitkommen würden.


(Links: Michael Hui ist rather symphatisch | Rechts: Es gibt viel Pfannenaction zu sehen.)

Tjo. Hong Kong Komödie aus dem 80er Jahren. Das ist irgendwie… nicht so mein Ding, musste ich jetzt nach 3 Michael Hui Filmen feststellen. Teppanyaki ist sehr random, hat teilweise sehr billige Gags aber manchmal auch gute Lacher. Zum Beispiel ist der Großvater von Mr. Wong ist einfach cool und Szenen, in denen Mr. Wong der Katze seiner Frau einen Ton entlocken will, weil die Frau dann immer denkt die Katze müsse auf’s Klo und er sie somit auf’s Klo bringen kann, weil er dann entweder a) seinen Großvater besuchen kann (Durch ein kleines Loch unter dem Waschbecken?!) oder b) er aus dem Badfenster in die Freiheit gelangt. Aber andererseits gibt’s auch ganz heftige billo Gags, die nicht einmal mit lustiger Musik unterlegt sind oder durch komische Grimassen hervorgehoben werden. Sie passieren einfach so, sollen witzig sein, sind es aber nicht und wirken dadurch irgendwie peinlich, weil man nicht lachen muss.


(Links: Sally Yeh ist, trotz 80s Klamotten und Frisuren, rather sexy! | Rechts: Michael Huis Chef rasierte ihm einst mit einem Küchenmesser eine Augenbraue ab. Seit dem übt Michael Hui täglich, bis er das auch mal schafft.)

Und ansonsten ist der Film auch sehr random. Die grobe Rahmenhandlung mit Sissi und der Reise auf die Phillipinen ist wirklich nur sehr grob und dazwischen spielen sich ca. 32 Einzelstories ab. Inklusive Indiana Jones Verarsche, die aber nicht wirklich lustig ist oder so. Tjo, schade eigentlich, da ich Michael Hui ziemlich symphatisch finde und “Chicken & Duck Talk” ein wirklich genialer Film ist. Aber mit dem Rest seiner Filme werde ich nicht so richtig warm.

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2 Stupid Dogs

Juni 18th, 2007 by vidgames

Klesk, 21 May 2007

2 Stupid Dogs
Einer der meiner Meinung nach besten Hanna-Barbera Zeichentrickserien, auch wenn nicht besonders tiefsinnig. Produziert wurde es von 1993 – 1995, danach sah ichs immer auf Cartoon Network.

Die Protagonisten sind – wie aus dem Namen zu schließen – 2 dumme Hunde.. sehr dumm sogar. Namen haben sie allerdings soweit ich weiß keine. Die Stories finden meistens irgendwo in einer Stadtszene statt, wobei es nur wenige fixe Schauplätze gibt wie z.B. den Supermarkt, wozu der kleinere Hund immer einen Schuh braucht, um die Schiebetür zu öffnen, da ihn der Bewegungsmelder nicht erkennt.

Der kleinere der beiden Hunde ist völlig abgedreht und verrückt, neugierig und wie gesagt nicht der intelligenteste.. Viele Folgen spielen auf seine Panische Angst vor Katzen an. Wobei in mehreren Folgen ein Charakter, und zwar eine kleine, süße Katze, die sich meist nicht bewegt und nur “meow” sagt, vorkommt. Das ist einer der running gags die sich durch sämtliche Folgen ziehen.

Der größere Hund ist in Sachen Aktivität das genaue Gegenteil und schläft die meiste Zeit nur, lässt sich durch kaum etwas aus der Ruhe bringen und wirkt durch seine Teilnahmslosigkeit manchmal intelligenter als der andere Hund, ist aber immer noch strohdumm. Außerdem hat er keine Angst vor Katzen und kann sie mit einem gelangweilten “Woof” zu Tode erschrecken.

Was auffällt, ist die charakteristische Musik, wobei in gewissen Situationen eigentlich immer die selbe Musik verwendet wird, was aber nichts macht, da sie eigentlich ganz gut passt. Von den Sounds her sind sämtliche Geräusche völlig übertrieben und passen gut ins Gesamtbild.

Beim Zeichenstil fällt auf, dass alles oft Detailarm ist, aber der Aufwand eben auf das Geschehen gelegt wird und nicht auf Hintergrunddetails, passend zur weniger tiefgehenden Handlung. Der Stil ist sehr abstrakt, aber trotzdem ist alles sehr liebevoll animiert und kann überzeugen :)

Boah, is mir langweilig..

Zum Abschluss noch eine kleine Auswahl an Folgen zum selbergucken
Cat!
Spit Soup
Stund Dogs

Die Sendung bekommt von mir:

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El Aura

Juni 18th, 2007 by vidgames

Munin, 16 Jun 2007

El Aura (ARG 2005)

Ein einsamer, an Epilepsie leidender Tierpräparator (Ricardo Darín) mit fotografischem Gedächtnis fantasiert vom perfekten Verbrechen. Er ist der Meinung, dass alles möglich ist, wenn man es nur gut genug plant. Eines Tages, beim Jagen im Wald mit seinem Freund, stolpert er durch Zufall in den Geldraubplan eines Toten. Völlig fasziniert mischt er sich in das Geschehen ein…

Fábian Bieliensky’s El Aura ist einer der faszinierendsten und spannendsten Thriller der letzten Jahre. Schon mit seinem Vorgängerfilm, der Conman-Comedy Nuevas Reinas / Nine Queens räumte Bieliensky etliche Preise ab und dirigierte die amerikanische Traumfabrik mit dermaßener Coolness an die Wand, dass diese beschämt die Remake-Rechte ergatterte und mit Criminal 2004 einen lustlosen Aufguss lieferte.

Als eine Art Neo-Noir spielt El Aura fast ausschließlich vor atmosphärischer Waldkulisse, angetrieben von wunderschön durchkomponierten Bildern und unterlegt mit einem fantastischen, hypnotisierenden Score. Darín spielt seinen Charakter perfekt, stets schwankend zwischen Epilepsieanfällen, Gebrochenheit und Wahnsinn. Mit chirurgischer Präzision fädelt Bieliensky Subplot um Subplot ein, führt sie zusammen, um sie am Ende schließlich mit einigen Twists durchzuschütteln. Dabei verliert der Film trotz seiner langsamen Inszenierung nie seinen Rhythmus, der Protagonist wie Zuschauer gleichsam in seinem Griff hat.

Neben Matando Cabos aus Mexiko ist El Aura somit ein weiteres Beispiel für geniales Kino aus Lateinamerika, welches die lethargische Formaliensammlung Hollywoods mit einem Lachen in den Arsch tritt. Wer auf vertrackte, düstere Thriller ála Memento steht ist mit dem vorliegenden Meisterwerk perfekt bedient.

Regisseur Fabián Bielinsky verstarb am übrigens am 20. Juni 2006 an Herzversagen. Er wurde nur 47 Jahre alt. El Aura lässt sich damit als Bielinskys Schwanengesang bezeichnen; die letzte Arbeit eines Visionärs, der in den gerade einmal zwei Filmen seiner Karriere so viel Witz, Intelligenz und Können bewies, wie andere Regisseure in fünfzig Werken nicht zusammenbekommen (Ja ja, oft genutzte Floskel). Die Guten sterben jung, die Besten sterben jünger.

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Protégé

Juni 9th, 2007 by Munin

Munin, 08.06.2007

Protégé (HK 2007)

Undercover-Cop Nick (Daniel Wu) ist seit 7 Jahren im Business des mittlerweile todkranken Drogenbosses Kwan (Andy Lau) tätig. Zwischen den beiden hat sich eine Freundschaft gebildet, Nick ist Kwans Schützling geworden und soll sogar sein Nachfolger werden. Während Nick den Spagat zwischen seinen beiden Identitäten zu bewältigen versucht, trifft er auch noch auf seine Nachbarin, die verarmte und drogenabhängige Fa (Zhang Jingchu) samt niedlichem Kind, die er natürlich aus der Scheiße zu holen versucht. So geht es für den armen Nick immer tiefer in den Abgrund. Denn wir wissen ja: Drogen sind böse.

Ach ja. Der liebe Derek Yee. Zwar gehört er glücklicherweise zu den wenigen Regisseuren Hongkongs, die keinen Bock auf Twins- und Flachsackcomedykacke haben und lieber ordentliche Dramen und Thriller drehen, echte Qualitäten konnte er in seinem vorherigen Film One Nite In Mongkok allerdings noch nicht beweisen. Beim vorliegenden Protégé hat er leider weiterhin nichts dazugelernt, was aber diesmal andere Gründe hat.



Formal macht Yee wieder alles richtig. Edle Bilder (vor allem später in Thailand), kompetenter Score von Peter Kam, bis auf wenige Ausnahmen überdurchschnittlicher Cast. Daniel Wu hat sich ein gewisses Charisma angeeignet, Andy Lau spielt seinen von Krankheit gezeichneten Charakter glaubwürdig. Da gibt’s nix zu meckern.
Dann die Story. Ein Rundumschlag sollte es sein, vom intimen Drogendrama, über übliches Police-Procedural, bis hin zum groß angelegten Opium-Reiseführer durch Thailand und Singapur; nicht zu vergessen auch die gute alte Undercover-Zwiespalt-Kamelle. Das Problem ist hier nichtmal die viel zu hoch gegriffene Ambitionslatte, die keinem der einzelnen Teile ausreichend Luft zur Entwicklung gibt und letztendlich jegliches emotionales Potential (was für so ein Thema meiner Meinung nach echt wichtig ist) im Keim erstickt; sondern vielmehr Yee’s fehlendes Händchen für Sensibilität.
“Gut”, kann man sich nun sagen, “Unnötige Platitüden im asiatischen Kino, das ist nix neues”. Dachte ich auch. Wie Derek Yee einem allerdings mit der Feinfühligkeit einer Dampfwalze sein Statement
“Drogen sind ganz schön kacke, ey” reinjagt, muss man erstmal gesehen haben, um’s zu glauben. Da ist die Anfangsszene, in der Fa’s Tochter ihrer Mutter die Spritze aus dem Arm zieht und in den Mülleimer wirft erst die Spitze des Eisbergs.

Früher oder später taucht nämlich ein gelbzahniger Louis Koo auf, als Junkie und Ex-Mann Fas. Meine Fresse. Wer nach Election 2 dachte, der Mann hat sich nun endgültig ausreichend schauspielerischen Respekt verdient, sollte sich auf was gefasst machen. Seine Performance, der man nie so recht entnehmen kann, ob sie nun ernst gemeint ist oder nicht (im Kontext des restlichen Films muss wohl traurigerweise angenommen werden: Ja, das ist ernst gemeint), voll von exzentrischem Overacting, ist der traurige Tiefpunkt von Protégé. Ehrlich. Während ich ihn so sah, musste ich an Jack Sparrow denken. Hätte man Louis Koo mit Jack Sparrow ausgetauscht…es hätte keinen Unterschied gemacht.


(Den Gesichtsausdruck links hatte ich übrigens auch, als Louis Koo zum ersten mal auftauchte.)


Innerhalb der ersten Stunde folgt die nächste Lächerlichkeit. Im Zuge eines Drugbusts in einer von Kwans Drogenküchen verfängt sich ein Bulle (Liu Kai Chi, der hier lustigerweise seine Rolle als beknackt-cholerischer Cop aus SPL nahtlos fortsetzt) die Hand im Schloss. Ein Gangster kommt, haut mit einem Hammer drauf, worauf sie abfällt und der Bulle sich schreiend den Stumpf hält. Ich meine…hallo? Dass sich selbst Yee zu derartigen, in die Cat-3-Schublade gehörende Gags herablässt…mir fehlen die Worte. Und doch wiederspiegelt diese Sequenz wunderbar die Subtilität des Films: Da ist nämlich gar keine.

In der zweiten Hälfte des Films geht’s nach Thailand, wo Kwan Nick mit seinen thailändischen Drogenkumpels vertraut macht. Hier checkt er auch gerade mal mit einem Anruf die Loyalität Nicks ab (“Ach, die Drogen sind in Taiwan…alles ok! Bist wieder mein Freund!”), unterrichtet ihn in einer wichtigen, sicherlich von der Hongkonger Drogenaufklärungsbehörde gesponsorten Rede über random Drogenfakten, -statistiken und -prozentsätze (Die Szene ist so absurd, wie es sich sich liest), und lässt ihn im Hotel mit seiner Tochter ficken. Wo der Zusammenhang ist, fragt ihr? Der Hintergrund? Eh…was weiß ich? Keine Ahnung?

So plätschert der Film vor sich hin, bis die böse Bande nach HK zurückkehrt, wo sich Nick endlich entscheidet, die Sache hochgehen zu lassen. Es folgen ca. 5 Enden hintereinander, eines banaler als das andere (Ganz groß auch: Wie Nick mit Fa’s Ex-Mann fertig wird. Ich musste sehr lachen.), Nick heult ein wenig rum, weil er Kwan hinter Gittern brachte, obwohl er ihn doch so mochte. Bla bla. Protégé endet schließlich, wie er begann. Nick hat nichts dazugelernt, im Gegenteil. Doch wir als Zuschauer sind klüger! “Und die Moral von der Geschicht’ – wie, das wisst ihr noch nicht? Lasst mich gerade nochmal den Presslufthammer suchen…”



Yee hat hier wirklich nichts verstanden. Er will an dem Schicksal von Fa ganz persönlich die schlechten Seiten des Drogenkonsums aufzeigen, an dem von Kwan, dass Geschäft mit Drogen auch böse ist. Leider wissen wir das schon alle. Das Geplänkel um die Polizei, die Undercovergeschichte, das ist zudem unnötiger Ballast. Wer ein intelligentes, sozialkritisches Gangsterdrama sehen will, schaut
Election 2, wer eine Undercoverstory sehen will, schaut On The Edge, wer schöne Bilder aus Thailand sehen will, schaut in den TUI-Katalog.
Ganz ehrlich: Protégé braucht niemand. Klarer Fall: Gut gemeint, schlecht gemacht.

Sympathiepunkte gibt’s natürlich dafür, dass es sich nicht um einen Twinsfilm handelt, und auch nicht um eine Wong Jing-Komödie. Hätte Yee heutzutage allerdings ein wenig mehr Konkurrenz, würde er ganz zu Recht kläglich untergehen.

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Lautlos im Weltall

Juni 9th, 2007 by Munin

elend, 05.06.2007

L A U T L O S – I M – W E L T R A U M
………..1972 | Douglas Trumbull

Die Flora der Erde ist zerstört. Wälder, Wiesen und Blumen existieren nicht mehr. Seit mehreren Jahren nun schon treiben mehrere Raumschiffe durch das Sonnensystem, mit der Aufgabe die letzten Überbleibsel der irdischen Pflanzenwelt in riesen Biosphären am Leben zu erhalten. Eine Art Arche Noah für Blumen. Der Astronaut Freeman Lowell absolviert nun schon seit 8 Jahren seinen Dienst auf der “Valley Forge” zusammen mit 3 weiteren Wissenschaftlern. Eines Tages jedoch bekommt die Besatzung der “Valley Forge” den Befehl zur Sprengung der Biosphären und sofortigen Rückkehr. Während die Freude bei allen riesen groß ist, wächst in Freeman Lowell der Unmut. 8 Jahre. Für nichts? Keiner schätzt die Natur so sehr, wie er und nun soll er sie sprengen?

Er fasst einen Entschluss: Er tötet seine 3 Kollegen und täuscht technische Schwierigkeiten vor. Fortan befindet er sich… lautlos im Weltraum.


(Leider gibt’s nur crappy Shots vom Film.)


Also eins vorneweg: Dafür, das Douglas Trumbull zuvor an 2001 – Odyssey Im Weltraum für die Spezialeffekte zuständig war, sieht “Silent Running” erstaunlich lame aus. Die Außenaufnahmen der “Valley Forge” schreien förmlich MODELL! und die ansonsten einzig brauchbare Sequenz, der Flug durch die Ringe des Saturns, erinnert einfach zu stark an 2001 und kann die Stargate Sequenz von 2001 nicht einmal toppen. Das ist irgendwie enttäuschend, vor allem, wenn man im Abspann den Namen John Dykstra (Später Star Wars und Erfinder der Dykstraflex Motioncontrolsysteme) liest. Spezialeffekte sind wahrlich nicht alles, erst recht nicht bei einem derart alten Film, aber wenn selbst 2001 – Odyssey im Weltraum schon so ca. alles viel besser gemacht hat, dann stören die halbherzigen Effekte einfach nur. Die Explosionen der Biosphären z. B. sind nichts weiter als… eh… eine unscharfe Aufnahme einer Lichtquelle, die langsam ausgedimmt wird. Kein Shrapnel, kein Anzeichen von Feuer, kein gar nix. Ziemlich weird.


(Die kleinen Roboter aus dem Film waren Inspiration für R2-D2.)


Die Geschichte ist leider ebenso halbherzig umgesetzt worden. Dabei klang sie gar nicht so schlecht, die Geschichte um den Botaniker Lowell, der seine drei Kollegen umbringt um eine Biosphäre zu retten und fortan alleine, mit 3 Droiden, im Weltraum umher geistert. Aber irgendwie ist alles etwas langweilig und der Prozess vom hippieartigen Botaniker Lowell zum kurzzeitigen Mörder einfach viel zu schnell erledigt (Innerhalb der ersten 11 Minuten des Filmes.) und unglaublwürdig. Überhaupt gibt es recht viele unglaubwürdige Szenen im Film. Während man manches noch als lustig und symphatisch abtun kann (die 3 Droiden z. B. sind einfach geil, wenn auch die Programmierung selbiger mittels eines Lötkolbens und Programmcode bestehend aus ganzen 3 Zeilen, etwas dürftig ist..) sind manche Szenen einfach schlichtweg unpassend. So geht eines Tages der Wald ein und Dr. Lowell braucht ca. 3 Tage um zu erkennen, das die Sonne schuld daran ist, die nämlich gar nicht mehr da ist. Ein Botaniker, der nicht rafft, das der Wald stirbt, weil es einfach completely dark ist und die Sonne weg ist? Schwachfug einfach.

Was bleibt ist ein mittelmäßiger Film mit einer guten Möglichkeit zu einer netten Botschaft an die Menschheit (Erst recht in Zeiten des Klimaschutzes 2007), die allerdings nicht wirklich ausgenutzt wurde. Das das Ende dann auch noch höchst unzufrieden ist, hilft da erst recht nicht weiter.

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2001: A Space Odyssey

Juni 9th, 2007 by Munin

elend, 31.05.2007

____ 2 O O 1 ____
.as p a c eo d y s s e y
¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯



s t o r y
1999. Die Menschheit steht vor ihrer größten Entdeckung. Dr. Heywood Floyd ist auf dem Weg zum Mond. In der Nähe des Tycho Kraters wurde ein 4 millionen Jahre alter Monolith gefunden. Untersuchungen ergeben, das er dort absichtlich vergraben wurde. Außer einer starken Strahlung, die auf den Jupiter gerichtet ist, bleibt der Monolith völlig inaktiv. 18 Monate nach der Entdeckung macht sich die Discovery auf die Reise zum Planeten Jupiter. An Bord befinden sich Dr. Frank Poole, Dr. Dave Bowman, 3 tiefgefrorene Kollegen und der Supercomputer HAL 9000. Alles läuft nach Plan, bis HAL 9000 den Ausfall einer bestimmten Baugruppe am Raumschiff diagnostiziert. Die Baugruppe wird ausgetauscht und… Dr. Bowman findet keinen Fehler. Die Bodenstation überprüft die Daten ebenso und findet keine Fehler.

HAL 9000 muss sich geirrt haben.


f i l m
3 Minuten schwarzes Bild. Dazu atmospährische Musik. Danach kommt ein dickes MGM Logo. Das Intro: Zu “Also Sprach Zarathustra” sehen wir Planeten in Konjunktion und den Titelschriftzug. Prolog: “Dawn Of Man”. Wir sehen eine Horde Vormenschen beim täglichen Überlebenskampf. Streitigkeiten mit einer anderen Gruppe um die Wasserstelle. Nahrungssuche. Eines morgens wacht die Gruppe auf. Vor ihrer Höhle: Ein Monolith. Die Vormenschen lernen Knochen als Waffe, bzw. Werkzeug zu benutzen. “Dawn Of Man”.


2001 – Odyssee im Weltraum fängt so an, wie er aufhört. Etwas verwirrend, aber geil. 3 Minuten nichts zu sehen, während nur Musik läuft. Das gab’s davor noch nie und wird es auch nie wieder im kommerziellen Kino geben. Schon allein die Tatsache, das es rund 24 Minuten dauert, bis das erste gesprochene Wort fällt. Bei einer derart dünnen Story ohne irgendwelche nennenswerten Überraschungen überrascht die Spielzeit von über 2 Stunden anfangs etwas. Stanley Kubrick nahm sich Zeit. Für jede Einstellung. Zeit. Viel Zeit. Viele, bzw. fast alle Szenen hätten genauso funktioniert, wenn man sie etwas gekürzt hätte. Teilweise um die Hälfte. Aber damals – 1968 – war das einfach eine andere Zeit. Derartige Spezialeffekte gab es noch nie im Kino zu sehen und ich wette, jeder einzelne im Kino dankte Stanley Kubrick dafür, die Spezialeffekte so lang, wie möglich zu zeigen.


Schaut man den Film heutzutage, fällt einem erstmal sehr positiv auf, das er, selbst im Zeitalter der Computer und mit Special Effects übersähten Filmen, einfach hervorragend aussieht und so gut wie nicht gealtert ist. Man überlegt einfach die ganze Zeit: “Verflucht, wie hat man sowas bitte ohne Computer gemacht?” und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Making Of, welches auf der DVD leider fehlt. Auch die Komposition und die Farben der Einstellungen sind nachwievor einfach zeitlos und wunderschön anzuschauen. Wem bei 2001 trotzdem langweilig wird, der hat eben wenig Interesse an Schönheit und Spezialeffekten.


Denn die Story bietet ansich gar nichts bemerkenswertes. Wenn man vom ziemlich esoterischen und offenen Schluss absieht haben wir es hier mit einer straighten Sci-Fi Story zu tun, die wir schon des öfteren gelesen oder gesehen haben. Gerade die Sache mit HAL, der Supercomputer, welchem man auf einmal nicht mehr vertrauen kann, dürfte nichts neues sein. Wie es damals aussah, weiß ich leider gar nicht. So macht ein Großteil der Reputation von 2001 wohl die Atmosphäre aus. Diese ist dafür aber umso geiler. Und das aus, imho, zwei Gründen:


1) Der Film ist realistisch. 2001 – Odyssee im Weltraum war afaik der erste Film, der offiziell Bildmaterial der Nasa benutzen durfte und überhaupt in enger Zusammenarbeit mit der Nasa entstand. Wir sehen hier weder runde Ufos, noch Aliens mit mandelförmigen Augen sondern viel mehr hurengeile Fotos der Erde, des Mondes, realistische Raumschiffe und Raumstationen, sowie realistisches Interieur, Zubehör und wir hören bei Szenen, die im Weltraum spielen… keinen einzigen Ton. Bis auf das Atemgeräusch des Astronauten und / oder Musik, bleibt der Weltraum komplett frei von Geräuschen jeglicher Art. Das macht die Außenaufnahmen etwas bedrückender und gab’ es, glaube ich, danach nie wieder.


2) Die Musik. Stanley Kubrick benutzte während der Dreharbeiten und für die ersten Rohschnitte einen temporären Soundtrack, den er sich aus der modernen klassischen Musik, aber auch aus oldschool Klassikern zusammen klaubte. Als mit Alex North endlich ein Komponist für den richtigen Soundtrack gefunden war, gab’ Stanley ihm den temp. Track und sagte: “So sollte das dann klingen. Bitte machen, kthx!”. Blöd nur, das Alex North kurz nach Fertigstellung seines Soundtracks von Stanley zu hören bekam: “Öh… wie soll ich sagen… also… ich nehm’ einfach die temp. Musik. Sorry, l8er!” So besteht die Musik zu 2001 eben aus “Also Sprach Zarathustra”, dem “Donauwalzer” und auch modernen Stücken wie “Requiem For Soprano, Mezzo Soprano, Two Mixed Choirs & Orchestra”, welches auch mit eines der geilsten ist und einfach total eerie klingt. Im Zusammenspiel mit der Ausgrabungsszene wirkt 2001 kurzzeitig wie ein Horrorfilm und sorgt für reichlich Anspannung.


Die Special Effects sind auch eine Sache für sich. Kaum ein Effekt sieht wirklich lame aus. Im Gegenteil, ich behaupte sogar das man die Effekte heute selbst mit Computern nicht viel besser hinbekäme. Schon allein der Trip zum Jupiter mit diesem endlos Farbflash gibt mir heute noch Rätsel auf. Wie macht man sowas analog bitte? Wie faked man einen sich absolut smooth in der Schwerelosigkeit bewegenden Kugelschreiber, welcher mitten im “Flug” von einer Stewardess komplett ohne Schnitt aus der Luft gegriffen wird? Was soll denn das? Die Modelle der Raumschiffe sehen ebenfalls super detailliert aus, bewegen sich absolut geil und das dickste ist ohnehin das Ausgrabungsset, welches in Originalgröße gebaut wurde. Durch die Lichter, die Gerätschaften dort und den Monolithen, sieht es einfach super eerie aus und ich weine, das man es nur einmal im Film sieht.


Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen.



Zusammen ergibt also alles einen Science Fiction Film, der wirklich nicht für jedermann ist. Ich selbst brauchte 3 Versuche, bis ich ihn zum ersten mal komplett sah. (Was allerdings auch auf das lame TV Programm zurückzuführen ist, welches den Film ständig nur so spät zeigt.) Heutzutage finde ich ihn immer besser, je öfter ich ihn schaue und kann ihn jedem nur empfehlen, der auf Computereffekte scheißt und dicke Visuals liebt.

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Spy Kids – Mission 3D

Juni 9th, 2007 by Munin

elend, 28.05.2007

Spy Kids – Mission 3D Robert Rodriquez 2003

Junis Schwester Carmen wird vom Toymaker in ein Videospiel namens “Game Over” (?) entführt. Nun liegt es an Juni sie zu retten.


(Links: George Clooney | Rechts: Hurenlame Animationen)


Ja, das war’s schon. Mehr Story gibt es nicht. Ist wahrscheinlich auch besser so. Mission 3D ist anscheinend der nun schon dritte Teil der erfolgreichen (???) Spy-Kids Filme. Ich zappte durch und blieb stehen, weil er so grotten schlecht und amateurhaft wirkte. Erstaunt musste ich dann feststellen das es ein Film von Robert Rodriguez ist und jede Menge namhafter Schauspieler mitspielen. Salma Hayek, George Clooney, Antonio Banderaz, Danny Trejo, Elijah Wood (der sich unter all den Zwergen endlich mal groß fühlen durfte) und Sylvester Stallone in einer kranken Quatrorolle. Der Film ansich lebt allerdings trotz mehr oder weniger guten Schauspielern nicht wirklich von seinem Schauspiel, sondern eher der Tatsache, das es ein 3D Film mit allerlei Computeranimation ist. Den 3D Effekt konnte ich zwar nicht testen, da im TV wohl die normale 2D Version lief, allerdings fand ich das im Nachhinein nicht einmal schade, denn die Computeranimationen sahen einfach scheiße aus und erinnerten an die Anfänge des Raytracing anno 1996. Entweder stand da nicht viel Budget zur Verfügung oder es ging nicht anders, wegen dem 3D Blah.

Ansonsten ist da halt nix weiter. Der lame rothaarige Junge hüpft da durch beschissen gerenderte Welten und erlebt eine Actionsequenz nach der anderen. Dabei lernt er andere lame Idioten kennen, die im Spiel gefangen sind und holt zu guter letzt noch seinen Großvater in’s Spiel, welcher Gehbehindert ist und im Rollstuhl sitzt. Klar, das er im Spiel aber ein Power-Up findet, welches ihm “Mega Legs” beschert. Fortan jumped er in einem Computeranimierten Anzug durch den Film, was an Lächerlichkeit gar nicht mehr zu überbieten ist.

Oder doch?


(Links: Das Megarace sieht noch am coolsten aus | Rechts: Level 4 ~_???)


Sylvester Stallone nämlich fiel die Ehre zuteil eine… Quatrorolle zu spielen. Er spielt einmal sich selbst, den Toymaker, dann aber auch 3 verschiedene Ichs von sich… Irgendwie. Dabei ist die Hippieversion von ihm sogar für einige Lacher gut. Ansonsten muss man ihm anrechnen, das er 2003 wohl noch nicht so aufbeläht war, wie bald in “John Rambo” zu sehen.

Der Film fesselte mich eher wegen der Schwester Junis, welche von Alexa Vega gespielt wird und ihrem Pappkostüm sogar ziemlich sexy aussieht. Bewusst wurde die Stelle an ihrem Arsch freigelassen und nur durch eine Latexhose bedeckt, so dass man die Form ihres Arsches gut ausmachen kann. Der Brustpanzer deutet dabei kleine zarte Brüste an und lediglich die riesen Klaue an ihrer rechten Hand ist etwas abturnend und verhindert ein vorzeitiges Abspritzen.

Ach, überhaupt war alles scheiße an dem Film und ich schaute ihn nur, weil ich bewegungslos auf dem Bett lag und die Fernbedienung irgendwo runterfiel und ich nicht dran kam. Selbst mit 3D Brille muss man sich sowas wahrscheinlich nicht anschauen.

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Snatch

Juni 9th, 2007 by Munin

elend, 27.05.2007

______S N A T C H
Schweine und Diamanten

Eine Zusammenfassung der Story von Snatch ist etwas schwierig, da mehrere Handlungsstränge parallel ablaufen und der Film von vielen, verschiedenen, verrückten Charakteren nur so strotzt. Ganz grob kann man sagen, das es um einen 86 karätigen Diamanten geht, an dem so ziemlich jeder, der davon Wind bekommt, Interesse hat. Parallel dazu sehen wir wie die nicht lizensierten Boxpromoter Turkish und Tommy ihr Glück mit illegalen Boxkämpfen suchen und ausgerechnet mit dem gefürchteten Bricktop in’s Geschäft kommen.


(Links: Bricktop (mitte) sieht einfach geil aus | Rechts: Brad Pitt sowieso)


Den Trailer zu Snatch sah ich mal vor Urzeiten auf irgendeiner DVD und dachte: “Oh cool. Will ich sehen..” Als er dann im TV kam und ich die ersten 10 Minuten schaute, frug ich mich dann allerdings, ob das so eine gute Idee war. Die Musik total lame (komisches DnB Zeugs Marke Musikmaker) und die Schnitte viel zu sehr auf “Gugg mal, ich bin total cool!” getrimmt. Gottseidank legte sich das ziemlich schnell und der Film fing an mit den abgefuckten Charakteren zu fesseln. Ich schau mir einfach gerne die Stories rund um abgehalfterte Halbkriminelle, Waffendealer, professionelle Auftragsmörder oder der Mafia an. Erst recht, wenn ihnen soviel sicke Zufälle und Situationen widerfahren, wie in Snatch. Der anfangs geklaute Diamant durchläuft mehrere Stationen, mehrere Hände und nicht nur die ursprünglichen Räuber interessieren sich dafür. Auch der Handlungsstrang mit den Boxpromotern ist natürlich nicht für umme und läuft schon langsam am Schluss des Films mit den anderen zusammen. Dabei fiel mir auf, das man dem Film trotz der vielen Charaktere, den vielen Handlungssträngen und der schnellen Erzählweise mit Stroboskopartigen Einblendungen und teilweise Rückblenden, locker folgen kann. Selten fragt man sich, was gerade vor sich geht und das find ich gut.

Tjo, schade das man Brad Pitt relativ wenig sieht, dafür machen das die anderen Schauspieler wieder wett. Die sind einfach auch alle recht geil. Und der Hund quietschte so lustig. Nice.

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Pirates of the Caribbean: At World’s End

Juni 9th, 2007 by penance

penance, 25.05.2007

Pirates Of The Caribbean: At World’s End
f o x | 2 0 0 7 | u s a

Die Geschichte um Jack Sparrow, Elizabeth Swann, Will Turner und all den anderen Gestalten nähert sich ihrem Ende. Alle Trailer suggerierten einen düsteren, vor allem aber actionbetonten 3. und letzten Teil der Saga, indem angekündigt wurde: “Alle Fragen werden beantwortet!”
Meine einzige Frage ist: Wie kann man nur so einen Haufen Scheisse produzieren?

Story
Der veräterische Lord Cutler Beckett hat doch noch das Herz von Davy Jones bekommen, regiert nun über die “Flying Dutchman” und will alle Piraten töten. Die hingegen wollen sich der Herausforderung mit Hilfe der 9 Piratenlords stellen. Problem ist ja nur, dass Jack Sparrow (einer der Lords) im letzten Teil von einem Kraken verschluckt und sich nun em Ende der Welt befindet.
Jetzt gehts also los und den Rest.. naja den erfahrt ihr später.

Kritik
Jetzt gibts erstmal jede Menge Spoiler, also bitte nicht lesen, wenn ihr noch reingehen wollt aka..
Ja, so einfach hört sich das an. Es hört sich sogar spannend an, denn jeder fragte sich bis zum Beginn des dritten Teils, was wohl mit Jack passiert ist, ober überlebt hat usw. Wir hörten ja skurile Geschichten von ihm, auch wenn die meistens nicht gerade der Wahrheit entsprachen. Wink
Die Antwort? Er entkam dem Kraken. Wie? Das werden wir leider nie erfahren. Er liegt einfach tot am Strand während Jack bereits mit seinen imaginären Ichs sein Schiff steuert, dass auf dem Wüstensand der Totenwelt gestrandet ist. Klingt verwirrend? Oh ja aber es ist noch lange nicht alles.

Der dritte Teil beginnt mit der verpflochtenen Story, mit der der zweite Teil aufhörte. Ich will auch gar nicht lange drum rum reden.. wer gedacht hat das lockert sich etwas, sodass man wieder genießen kann, der irrt sich. Es wird NOCH heftiger! Ka was sich Disney dabei gedacht hat aber im Prinzip hat jeder seinen eigenen Plan. Dazu benutzt er/sie wiederum andere um diesen in die Tat umzusetzen. Die “Ehre” spielt aber auch eine Rolle, genau wie der Kodex der Piraten und die Liebe sowie Freundschaft. Aber es geht auch ums Geschäft und.. aka.. in diesem Film wird so ziemlich jeder mindestens 3x die Fronten wechseln, einen ganz anderen Weg einschlagen oder einfach mitmachen, damit er die Luft bewegt hat, nur damit sich am Schluss doch nur noch zwei Parteien gegenüberstehen.
Kunst? Wohl kaum.
Man hätte den Film einfach gut um eine der fast drei Stunden kürzen können. Und man hätte tatsächlich randomly die Schere zwischen Intro und Finale setzen können.. es wäre wahrscheinlich nicht sonderlich aufgefallen.

Denn bei dieser Länge muss halt mal auch was passieren, damit es spannend bleibt. Aber das fiel hier buchstäblich ins Wasser. Actually gibt es nur eine einzige richtige Kampfszene.. und die kann dem gewaltigen Angriff des Kraken beim zweiten Teil noch nicht mal annähernd das Wasser reichen. Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass dies der Abschluss einer bombastischen Trilogie sein soll.
Stattdessen wird gelabert, betrogen, rumgepienst, hintergangen und gewitzelt was das Zeug hält. Die Gags sind dabei teilweise diesmal so platt, dass man die Stirn runzeln muss. Sicher.. da gibts schon ein Haufen Lacher aber es gibt so sauviel Situationen wo diese nichtmal passen, dass ich nicht drum rum komme mir zu denken, der Film “musste” ums verrecken komisch sein, was die Musik auch sehr unterstütze.. leider.
Sieht der Schwertkampf zwischen Jack und Ctp. Davey auf einem der Schiffsmasten im Trailer zu der dramatischen Musik einfach nur höchst imposant aus, verkommt die Szene durch die lustige ‘Auf geht’s, yo-ho’ Musik im Film selbst zu einem “Aha.. okay.”

So ist man also zum Teil gelangweilt und zum Teil rafft man nix, weil die Story eben auch außerordentlich wirr erzählt wird. Das Flair ist einfach weg, als hätte es nie sowas wie einen ersten Teil gegeben. Der einzige Charakter der sich treu blieb/bleiben durfte ist Cpt. Barbossa, der auf seine zynische Art für so manch coole Stelle verantworlich ist.

Er ist es auch, der die völligst peinliche Heiratsszene gerade noch erträglich macht, bei der Jerry Bruckheimer und alle Beteiligten wohl gerade unter Drogen standen, als das “Go” für diese Szene gegeben wurde. Es ist schon relativ lame, wenn Elizabeth & Will sich während des Schlusskampfes fragen, ob sie sich heiraten wollen (zumal die lovestory die 02:30h davor mehr oder weniger gar nicht wieder aufgefasst wurde). Aber währenddessen dann um eine Vermählung zu bitten und sich dann zu küssen, inmitten dieser ersten echten und gleichzeitig alles entscheidenden Schlacht des kompletten Films.. das setzt dem Ganzen schon die Krone auf. Sehr lächerlich. Da war kein Charme, da war kein Witz, da war kein offensichtlich mit Absicht überzogenes Irgendwas.. das war einfach nur lächerlich.

Die ganze Schlacht ist sowieso toll, denn man sieht zwei Armadas von Schiffen und denkt sich natürlich: “Holy crap, wird das jetzt abgehen!”
Und tatsächlich! Am Schluss jubeln alle Piraten, weil sie toll gekämpft und zusammengehalten und gewonnen haben. Dass sich allerdings die ganze Zeit nur exakt zwei Schiffe bekämpften und der Rest einfach nur.. gar nix machte, ist anscheinend nicht relevant. Der ganze Film zielte auf diesen einen gewaltigen Kampf ab und wir sahen.. nichts davon. Tjopes.

Getoppt wird das alles nur noch vom Outro nach den Credits. Denn der neue Mann ist am Schluss der neue Cpt. des Geisterschiffes und darf nur alle 10 Jahre für einen Tag zurück ins Reich der Lebenden. Was passiert also? “10 Jahre später” stampft eine völlig gleich alt aussehende Elizabeth mit ihrem Sohn (!) (Haben die während des Kampfes etwa auch noch gebumst oder was?? Hätten sie lieber das gezeigt.) auf einer Klippe dem Meer entgegen und lächelt verzückt, als sie nach Sonnenuntergang das Piratenschiff entdeckt. Schon schnulzig. Aber wenn man dann auch noch Will Turner.. im Glanze des hintergründigen Sonnenlichts, den Bart cool rasiert und anmutig an einer der Schiffsleinen haltend, in die Ferne blicken sieht.. dann ist das wirklich ganz großes Hollywood Kino in seiner absolut dümmsten Form. Da hätte dem Film in der Szene nur noch eine animierte US-Flagge im Hintergrund gefehlt um sich selbst ein Denkmal zu setzen.

Fazit
Was mit einem grandiosen Auftakt einer Trilogie begann, hatte immer mehr an Charme verloren, bis es nun mit Hilfe von absurden Szenen und einer total beknackten Story in eine Bedeutungslosigkeit abgedriftet ist, dass ich die Hälfte jetzt schon wieder vergessen hab und der Film eher nur den Untertitel “Am Ende” verdient hätte. Natürlich wird man ihn sehen wollen, schon weil man wissen will wie es aus geht. Ich hingegen wäre besser bedient gewesen, hätte ich es beim ersten Teil belassen.

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P.S. Sorry für die nicht vorhandenen, den Text etwas auflockernden Bilder aber anscheinend hatte im Internet einfach keiner Bock ein paar screens zu machen, die nicht nur 3449x die Schauspieler in Nahaufnahme zeigen??? Whatever.. ihr verpasst nix.

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