Juli 28th, 2010 by elend
elend, 28.07.2010
Lily C.A.T.

Die Besatzung eines Raumschiffes liegt im künstlichen Tiefschlaf, als sie gerade auf dem Weg zu ihrer Mission sind. Nach dem Aufwachen stellen sie schnell fest, dass 3 Monate nach ihrem Start eine Notrufmeldung bei ihnen einging. Laut der Meldung befinden sich durch einen groben Sicherheitsfehler zwei kriminelle mit an Board. Die Meldung bricht natürlich genau an der Stelle ab, an welcher die Namen die der kriminellen vorgelesen werden sollen. Wer von der Besatzung, die sich vorher noch nicht kannte, ist nun der ungebetene Gast? Und… was ist da noch auf dem Schiff?

Tjopes, klingt wie Alien, ist es auch. Aber eigentlich ziemlich ordentlich durchgezogen. Der Film geht gerade mal etwas über eine Stunde und erspart sich somit viel unnötige Sachen oder lange Durststrecken. Schon nach ein paar Minuten verschwinden die ersten Leute und man findet trotzdem noch Zeit ein paar interessante Dinge anzusprechen. Wie z. B. den Hyperschlaf. 20 Jahre dauert die Reise und die Besatzung altert in der Zeit physisch überhaupt nicht. Klingt toll, aber was ist, wenn man nach 40 Jahren dann nach Hause kommt?! Die Frau ist vermutlich tot und die Kinder dann älter als einer selbst? Sehr sick! Klar wird das Thema nur angeschnitten und nicht fully exploited, aber immerhin kommt es vor. Ansonsten habe ich leider etwas Blut vermisst. Außer der Katzenszene findet alles vermutlich blutige im Off statt, was aber immerhin der Atmosphäre des Filmes gut tut. Die ist eigentlich ziemlich nett. Schon die tolle Musik am Anfang setzt hier gleich die richtige Stimmung.
Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen. Solide, kurzweilig. Tjopes!

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 26th, 2010 by elend
elend, 26.07.2010
Once A Gangster

Roast Duck (Jordan Chan) ist seit seinen Jugendjahren Triadenmitglied unter der Obhut des Dons, mit welchem er sich ausgezeichnet versteht. Doch seine Amtszeit ist nun bald um und es muss ein neuer Don gewählt werden. Der alte setzt sich für Roast Duck ein und auch von seinen Kollegen hat er den Support. Das Problem ist nur… Roast Duck will viel lieber einen ehrlichen Weg einschlagen, seine Kinder auf eine Eliteschule schicken und alles andere als den Don spielen. Sein Schicksal scheint besiegelt, als plötzlich Hoffnung in Form von Sparrow (Ekin Cheng) auftaucht. Diesem wurde vor 20 Jahren die Thronfolge versprochen und seine Mutter setzt sich sehr dafür ein. Das Problem ist nur… er will lieber studieren.

Once A Gangster nimmt sich ein paar der Gangsterfilme der letzten Jahre vor, allen voran Infernal Affairs und Johnnie Tos Election Filme und verarscht sie ordentlich. Die Gangster in diesem Film können zwar auch mal zuhauen und Körperteile abtrennen, stellen sich aber ansonsten eher ein wenig dümmlich an. Ebenso wie der Undercover Cop von dem eigentlich alle wissen, dass er ein Undercover Cop ist, außer sein Boss. Die Witze sind teilweise clever und manchmal auch ein wenig over the top bzw. eher was für’s HK Publikum. Zum Beispiel wenn Sparrows Mutter in’s Spiel kommt, die öfter mal eine Line zieht und auch sonst ein wenig bekloppt ist. Ansonsten gibt’s Gott sei Dank nicht allzuviel derartigen Klamauk und am Schluss sogar noch so etwas wie ein Twist. Durch die drei Gangmitglieder, wovon zwei gar kein Don werden wollen und der dritte zu blöd ist, dies zu schaffen, entwickelt sich durchaus eine interessante Story, bei der man gespannt auf den Ausgang wartet.

Was mir aber ein wenig fehlte war die Produktion. Ein bisschen mehr Budget und bessere Musik hätte dem Film durchaus gut getan. Ich denke da z. B. an Men Suddenly In Black, welcher dadurch einfach ein bisschen runder wirkte. In Once A Gangster wirkt alles ein klein wenig billig und unbeholfen, was bei mir einen kleinen Beigeschmack hinterließ.

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 25th, 2010 by elend
elend, 25.07.2010
Masters Of The Universe

Skeletor – der Herrscher des Bösen – hat es endlich geschafft, ganz Eternia zu unterjochen. Er nahm die Zauberin gefangen und bis zum Mondaufgang, wenn sich das Auge des Universums wieder öffnet, wird Skeletor endlich die komplette Macht von Greyskull übertragen bekommen. Oder so ähnlich. Währenddessen findet He-Man bei einem Kampf mit Skeletors Schergen aber einen zweiten Dimensionsschlüssel und flüchtet damit ASAP und ausversehen randomly durch die Zeit und landet auf der Erde. Irgendwie sowas. Naja und dann müssen sie heim, Skeletor kommt aber auch auf die Erde und alle wollen den Schlüssel haben. Und sowas.

Also Dolph Lundgren gibt ja eigentlich wirklich einen super He-Man ab. Die Statue stimmt, die Dauerwelle auch und in der deutschen Synchro geht vermutlich seine Stimme auch in Ordnung. Im Englischen klingt er leider eher wie ein Behindi, als wie der überaus männliche He-Man. Die Kostüme der ganzen Freaks die im Film mitspielen kann man eigentlich auch durchweg als gelungen bezeichnen, denn sie kommen ihren Zeichentrick Äquivalenten durchaus nahe. Eternia und das Set von Castle Greyskull sind auch relativ fein gemacht und stehen eigentlich einem Conan oder Star Wars in nichts nach. Es wäre der perfekte – zwar cheezige, aber das war die Serie auch schon – He-Man Film werden können, aber leider müssen sie ja unbedingt alles auf der Erde drehen, um Geld zu sparen. Das hat mich als Kind schon angekotzt. Ich wollte viel lieber geile Eterniaszenen sehen und nicht so eine “langweilige” Erdcrappe. Mir stößt das auch heute noch bitter auf, denn kaum sind alle auf der Erde angekommen sehen die Kostüme auf einmal lächerlich aus und die Dialoge wirken noch bescheuerter als vorher schon. So funktioniert das einfach nicht.

Aber immerhin, für ein bisschen Abwechslung auf der Erde sorgen dann doch noch ein paar Dinge. Die Courteney Cox ist halt imho echt süß (und auch jetzt noch eine Milf) und für ein paar Lacher sorgt das krasse Schauspiel des Polizisten, gespielt von James Tolkan, den wir alle schon aus Zurück In Die Zukunft kennen. Was der für Sprüche ablässt und Grimassen zieht ist echt ein bisschen over the top, aber eine willkommene Abwechslung zum Drögen Geseiere von all den anderen. Einzig Skeletor weiß noch zu überzeugen. Mit seiner Mischung aus Boshaftigkeit und Zynismus verkörpert er Skeletor immerhin so, wie ich ihn mir in echt vorstellen würde. Die Special Effects gehen für das Alter und vor allem das Budget auch wirklich in Ordnung und sehen am Schluss sogar teilweise ziemlich cool aus, wenn He-Man endlich Skeletor battled und krass die Funken und Lensflares sprühen. Die Musik fällt allerdings nicht weiter auf. Immerhin nicht negativ.
Für He-Man Fans immerhin interessant, für Courteney Cox Fans leider nix zum Wanken und für Arthouse Filmfans eher was zum Kotzen. He-Man halt.

Hier zwei leaked Screenshots vom neuen He-Man Film (2011).

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 25th, 2010 by elend
elend, 25.07.2010
the usual suspects

Roger “Verbal” Kint (Kevin Spacey) ist einziger Überlebender einer Schiffsexplosion, bei der 27 Menschen starben. Bzw. gibt es noch einen überlebenden, aber der liegt im Koma und spricht nur Ungarisch, als er aufwacht. Die Polizei will erfahren, was auf dem Schiff los war. Verbal erzählt die Geschichte um die fünf verdächtigen – ihn eingeschlossen – die von einem Kobayashi angeheuert wurden, ein Schiff mit einer Drogenladung im Wert von 91 Millionen USD zu kapern, um die Herrschaft eines geheimnisvollen und gefürchteten Unterweltbosses namens Keyser Soze zu sichern. Doch Dave Kujan von den US Zollbehörden kann der Geschichte keinen Glauben schenken, da auf dem Schiff keine Drogen gefunden wurden. Was passierte wirklich auf dem Schiff und wer ist Keyser Soze, bzw. gibt es ihn überhaupt?

Spannende Mischung aus Gangsterfilm und Krimi (Wer ist’s gewesen?!) vom Regisseur, der Jahre später die X-Men Filme verbrochen hat. Was ist nur passiert mit ihm? Wie kann ein Mann, der solch klasse Filme machte, sich so gehen lassen? The Usual Suspects lässt uns erst im Glauben, wir hätten es hier mit einer einfachen “Wer war’s?” Geschichte zu tun und fesstelt einen dann schlussendlich mit der Frage, wer der ominöse Keyser Soze ist, vor dem die ganze Unterwelt Angst hat und ihn fürchtet. Geschickt werden uns die Ereignisse, die zur Explosion des Schiffes führten, Häppchen weise von Kevin Spacey serviert, ohne jemals zuviel zu verraten oder das Ende vorweg zu nehmen. So bleibt der Film anfangs spanned und steigert sich gegen Mitte dann noch erheblich, je öfter der Name Keyser Soze auftaucht. Es wird schnell klar gemacht, dass wir es hier nicht mit einem normalen Kriminellen zu tun haben, sondern vermutlich dem Teufel persönlich! Aber gibt es ihn wirklich? Das ist die Frage, die den Film zu etwas besonderem macht. Getoppt wird das alles dann eigentlich nur noch durch das Ende, wo endlich alles so langsam an’s Licht kommt. Kevin Spacey als verkrüppelter Kleinkrimineller spielt absolut überzeugend, aber auch den Rest der Truppe hat man schnell in sein Herz geschlossen. Oder eben auch nicht. Auf jeden Fall sind sie einem nicht egal und wenn es manchmal Differenzen zwischen den Ganoven gibt, dann kann man schon einmal schmunzeln.

Dazu kommt ein imho ungewöhnlich intensiver und guter Soundtrack von John Ottman, der einfach sogar noch den Schnitt des Films übernahm. xD? Kein Wunder, dass er nur 6 Millionen kostete, wenn hier derartige Aufgabenverteilung praktiziert wurde. Auf jedenfall lohnt sich ein Abstecher in die “Soundtrack” Abteilung des lokalen CD Fachgeschäfts (aka Internet, lol). Optisch gibt’s auch gute Hausmannskost zu bewundern. Nichts überragend herausstechendes, aber solide Arbeit, an der man sich erfreuen kann.

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 24th, 2010 by elend
elend, 24.07.2010
Code 46

[Code 46]
Artikel 1 besagt: Menschen, die zu 100 %, 50 % oder 25 % miteinander verwandt sind, dürfen zusammen keine Kinder haben. Wenn es trotzdem zu einer Schwangerschaft kommt, muss sie beendet werden. Wenn die Verwandtschaft nicht bekannt war, kann ein medizinischer Eingriff erfolgen, um weitere Verstöße gegen Code 46 zu verhindern. Wenn sie bekannt war, liegt ein Verbrechen vor.
Die Zukunft. Die Welt wird überbevölkert und die Menschen sind geteilt in die armen, die “draußen” leben, während die anderen “drinnen”, also in wohlbehüteten Städten, die nach außen hin abgeriegelt sind, leben. William Geld (Tim Robbins) ist Detektiv bei einem Versicherungsunternehmen und soll in Shanghai einem Betrug nachgehen. Bei der Großdruckerei Sphinx scheint es jemanden zu geben, der Papeles (Reisevisa) fälscht. William hat den Täter schnell im Auge. Die 25-jährige Maria Gonzales (Samantha Morton). Doch er lässt sie gehen und beschuldigt einen anderen Sphinxangestellten. Er hat sich verliebt in sie. Code 46 untersagt ihnen jedoch eine Liebschaft.

Code 46 zeichnet eine imho recht realistische Zukunft von Überbevölkerung, schädlicher Sonne (Ozonloch), draußen (Slums vor den Städten) und drinnen (Mega Cities wie Shanghai). Dazu tragen die Aufnahmen aus Shanghai, Hong Kong, tristen Bürogebäuden und kahlen Flughafenkorridoren bei, die ja für sich schon sehr utopisch aussehen und derer es gar keinen CGI bedarf. Die Autos fahren auch in der Zukunft noch auf Rädern und der Staat ist mal wieder ein totalitärer, der das Reisen seiner Bürger stark reglementiert. Die Gentechnik untersagt es zudem eine Partnerschaft – bzw. ficken – mit einer Person einzugehen, deren DNA Code sich bis zu 25 % oder mehr mit dem eigenen oder einem aus der Familie deckt. Klingt imho nicht zu abwegig. Des Weiteren fand ich auch witzig, dass in der Zukunft die Globalisierung soweit fortgeschritten ist, dass sich die Sprachen der Menschen längst vermischt haben. Lustig werden hier englische, französische, asiatische, spanische und arabische Wörter miteinander vermengt. Was also im ersten Moment überzeugt, sind die Bilder der Städte und deren Atmosphäre sowie die Art der Zukunft, die der Film zu bieten hat.

Leider kann dann die Story nicht ganz mithalten, die zwar interessant und ab der Mitte des Filmes sogar etwas spannend wird, aber leider am Schluss nicht voll und ganz überzeugen kann. Alles plätschert so vor sich hin und während Samantha Morton plappert wie ein Wasserfall (und überhaupt ein bisschen weird ist, aber dafür sieht man immerhin ihre Pussy), stammelt Tim Robbins hier und da ein paar Worte und hat ansonsten im Film nicht viel zu tun außer besorgt dreinzuschauen. Irgendwie fehlte da noch das Gewisse etwas. Ein größerer Twist oder ein schockierenderes Ende, ich weiß es nicht. Alles wirkte im Nachhinein gesehen viel zu langweilig. Schlimmer noch, eigentlich will der Film das Herumspielen mit Genen und / oder den Erinnerungen der Menschen (!) anprangern, aber leider passiert das eher sehr inkonsequent. Fast schafft der Film es sogar, das Löschen von Erinnerungen positiv darzustellen. xD
Sehenswert, wenn er mal im TV kommt (aka nie?!), aber man muss nicht direkt die Blu-ray oder Lizenzrechte kaufen. ~_?

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 24th, 2010 by elend
elend, 24.07.2010
D E F I A N C E

Die deutschen marschieren in Weißrussland ein und treiben alle Juden zusammen. Tausende Menschen sterben. Die Bielski Brüder verstecken sich auf der Flucht vor den Nazis im Wald und harren dort vorerst aus. Bald stoßen weitere Juden zu ihnen und suchen Schutz. Die Gruppe wächst. Es muss ein Lager errichtet werden. Monatelang verstecken sie sich im Wald vor den Nazis. Nach einer wahren Begebenheit.

Tja, was soll man sagen. Antikriegsfilm. Nazis. Holocaust. Keine Twists oder sonstigen Überraschungen. Klingt langweilig, ist es aber auf den zweiten Blick gar nicht. Der Film fängt nicht gerade super an und hatte so seine Mühen, mich bei der Stange zu halten, aber sobald die Bielski Brüder ihr Lager im Wald errichten und die Zahl der Flüchtlinge im Wald die 10 Personen übersteigt, wird es interessant. Die drei Brüder schafften es, ganze 1.200 Juden zu retten. 1.200 Menschen im Wald. Das muss man sich mal vorstellen. Da wuchs praktisch eine kleine Stadt im Wald, die irgendwann sogar fast komplett Autark lebte. Es gab eine Synagoge, eine Schule und ein Krankenhaus. Mitten im Wald. Gebaut aus Baumstämmen und Ästen. Es waren die Regeln und das Leben innerhalb des Lagers, was den Film gegen Mitte dann noch spannend machten. Tuvia Bielski musste zu unpopulären Mitteln greifen, um Kommandant und somit Herr der Lage zu bleiben und sein Bruder schloss sich einfach kurz der roten Armee an und kämpfte an deren Seite. Was man als Mensch in solchen Situationen unternimmt, um am Leben zu bleiben, liegt vermutlich jenseits meiner Vorstellungskraft.

Garniert wurde das Lagerleben dann mit der ein oder anderen Explosion und ein paar Schüssen, die filmisch und vor allem Soundtechnisch wirklich überzeugen konnten. Wenn der Panzer schießt, dann rummst es aber ordentlich, mein lieber Mann. Am überraschendsten waren für mich jedoch die Bilder. Defiance sieht wirklich grandios aus. Die Wälder Weißrusslands erstahlen in der Frühlingssonne und so manche Einstellung sieht wahrhaft malerisch aus. Wenn die Bielskis auf Nahrungssuche bei random Bauernhöfen gehen, dann wünscht man sich fast, dass keine Nazis kommen, damit die tollen Aufnahmen nicht gestört werden. Und gerade auf Blu-ray (Wie sick, es klingt wie aus einer Werbebroschüre) sehen die Großaufnahmen der bärtigen und dreckigen Gesichter der Kämpfer mit dem tollen Bokeh im Hintergrund wirklich wunderschön aus. Für mich die Überraschung überhaupt bei diesem Film.
Leider sind’s am Ende dann doch nur 3 Pimmel, weil ich das Thema halt schon ziemlich ausgelutscht finde und der Anfang sich so schwer tat. Dazu kommen ein paar seeehr weirde Szenen zwischen den Lagerleuten. Klar, dass sich alle gleich ineinander verlieben, eine sogar die Hand des Bielski Bruders direkt an ihre Titten drückt, “weil sie beschützt werden will” und das geilste ist eh der eine random Kerl, der in einer Szene kurz zu Tuvian ruft: “Hey Tuvian! Das ist meine Frau im Wald!” und dann wieder abzischt. xD??? Wabitte???

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 23rd, 2010 by elend
elend, 23.07.2010
l o v e . i n . a . p u f f .

Seit 2007 ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Büros und anderen Institutionen in Hong Kong gesetzlich verboten. Seit dem trifft man sich auf Hong Kongs Hintergassen vor Mülleimern mit Aschenbechern drauf – Hot Pot genannt – und tauscht nicht nur den neusten Klatsch und Trasch aus, sondern lernt auch endlich mal Leute außerhalb seines Büros kennen. So geschiet es mit der Kosmetikfachangestellten Cherie (Miriam Yeung), die bei einer ihrer Raucherpausen Jimmy (Shawn Yue) kennenlernt. Jimmy arbeitet bei einer Werbeagentur und hat es ihr angetan. Cherie ihm auch.
Auf geht’s.

Baha alter. Das Opening samt seiner Musik, den eingeblendeten Credits und allem drum und dran, dürfte das geilste sein, das jemals für eine Romcom gedreht wurde. Pang Ho-Cheung beweist hier grandios sein Geschick für “das andere”. Im Verlauf des Filmes geht ihm das leider ein klein wenig verloren, was bei seinem Talent aber nicht bedeutet, dass der Film scheiße wäre. Ganz im Gegenteil. Durch die witzigen Dialoge mit derbem Humor (Der Film ist in HK ab 18 ~_?) und der wieder einmal sehr stilvollen Kameraarbeit wirkt Love In A Puff immer noch erfrischend und unterhält gut. Keine Sorge, man muss kein Raucher sein, um sich in die Story um die Raucherpausen und SMS reinversetzen zu können. Das kann man alles auch ganz gut als Nichtraucher nachvollziehen. Wenn Miriam Yeung mit ihren geilen, getönten Haaren und ihren geilen dunklen Augen einen anblinzelt, dann will man ASAP auch eine Kippe rausholen und Shawn Yues Rolle einnehmen, der gerade im Begriff ist, eine Milf wie Miriam Yeung abzuschleppen. Oah, das macht mich ein klein wenig geil, muss ich ganz ehrlich sagen. Was mich dann ein wenig abturnte war die Tatsache, dass sich der ganze Film innerhalb nur einer Woche abspielt und die “Romanze” sozusagen ziemlich speedy von statten geht und ich dadurch ein paar von Cheries Entscheidungen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Zumal es dadurch noch einen ticken unrealistischer wurde.

Nichts desto trotz ist Love In A Puff (der übrigens nix mit Puffs zu tun hat looooolllloolololol) eine sehr erheiternde, gut aussehende, gespenstische, verrauchte aber immerhin Geruchsfreie Romcom! Besonders die Musik im Opening hat mir sehr gefallen und überhaupt die Optik. Hong Kong + Bokeh + satte Farben = instant win. Gerade das kann man an so mancher Stelle genießen, wenn Cherie und Shawn Yue einfach da hocken und rauchen. Hier sagen die Bilder mehr als tausend Worte oder ich interpretierte nur meine Wunschvorstellungen hinein, das kann natürlich auch sein. ~_~

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 20th, 2010 by elend
elend, 20.07.2010
THE ROAD

Viggo Mortensen ist der namenlose Vater, der mit seinem Sohn durch Nordamerika streift. Die Welt liegt niedergestreckt durch ein nicht näher benanntes Unglück vor ihnen und zusammen laufen sie vorbei an abgestorbener Flora auf der Suche nach etwas zu Essen, Munition und dem Ungewissen. Da die Sonne stets von einer dicken Wolkendecke verdeckt wird und es ziemlich kalt ist, beschließen sie, nach Süden zu gehen, in der Hoffnung, dass es dort wärmer ist. Der Weg dahin ist kein einfacher. Und kein schöner.

The Road kann man ruhigen Gewissens als den realistischsten Endzeitfilm beschreiben. Ja, soweit würde ich gehen. Er ist definitiv realistischer als “The Book Of Eli” und bietet inhaltlich – dank der Beziehung vom Vater zu seinem Sohne – wesentlich mehr, als es “The Book Of Eli” konnte und wollte. Das fängt schon allein bei den unfassbar desolaten Kulissen an, die – oh Gott sei gelobt – nicht aus dem Computer entstanden, sondern durchweg alle real existieren. Regisseur Hillcoat fand einen verlassenen Highway in Pennsylvania, der die meisten der Aufnahmen zum Film beisteuerte. Hillcoat sagte:
“There were unbelieavable landscapes. We wanted actual locations instead of something CGI to give it a heightened sense of reality!”.
Na sowas. Vermutlich war das Drehen on location günstiger, die Schauspieler konnten sich wesentlich besser in die Szenerie reindenken und besser sieht’s auch aus.
Natürlich wurden die Bilder auch noch bearbeitet und sehr höchstwahrscheinlich mit einem Farbfilter versehen, aber auch hier zeigt sich wieder das große Talent. Im Gegensatz zu “The Book Of Eli”, wo alles eher braun oder grünlich aussieht, hat man in “The Road” einfach nur ein blassgraues, realistisches Bild vor Augen, was in nahezu jeder Einstellung absolut überzeugt. Einfach wundervoll.

Der Rest, sozusagen die eigentliche Story, passt sich wunderbar den Bildern an und erzählt die Reise des Vaters mit seinem Sohn, wie ich sie für absolut realistisch betrachte. Hier gibt es keine Mad Max ähnlichen Banden, die die Städte unter Kontrolle haben. Hier gibt es kaum Menschen und wenn die zwei doch mal auf welche treffen, dann sind die genauso verängstigt oder auf’s eigene Überleben bedacht, wie Vater und Sohn auch. Viggo Mortensen und der kleine Typ spielen eh so klasse, dass man asap mit ihnen mit fühlt, sich um sie sorgt und nach einer bestimmten Szene heilfroh ist, dass hier gängige Hollywoodklischees mal nicht bedient werden und man danach wenigstens halbwegs wieder aufatmen kann. Das Ende passt dann wirklich genauso dazu und man wird einfach mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen.
Bei der ganzen Lobhudelei frag ich mich dann aber doch gerade, warum ich nur 4 von 5 adrigen Penisen vergebe. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, aber am Schluss fehlte mir dann doch das gewisse Etwas welches der Film noch haben müsste für seinen fünften Pen. Aber 4 ist ja immer noch weltklasse.

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 19th, 2010 by elend
elend, 19.07.2010
Clash Of The Titans

Perseus wird einst von einem Fischer auf offenem Meer in einer Kiste gefunden. Seine Mutter ist tot, nur er überlebte als Baby. Der Fischer zieht ihn groß, wie seinen eigenen Sohn. Eines Tages, als die Familie vor der Küste Argos liegen, werden sie Zeuge eines Zwischenfalls. Die Menschen begehren gegen die Götter auf und es erscheint Hades, der alle direkt umbringt, damit sie mal checken, wer hier der Boss ist. Leider bringt Hades auch die Familie Perseus gleich mit um, obwohl die eigentlich gar nix mit dem Krieg gegen die Götter zu tun hatten. Perseus sinnt auf Rache und will Hades den Arsch versohlen.

In der Hoffnung ein bisschen God Of War style die griechische Mythologie zu erkunden, schaute ich mir ja schon das Original von damals (zumindest die Hälfte davon, lol) an und hoffte nun mit Clash Of The Titans 2010 auf eine angemessene, epische Umsetzung des Stoffes. Und ja der Prolog in welchem ein paar grundlegende Züge der Welt in die wir nun eintauchen erklärt wird, hat durchaus GOW Feeling. Das war’s dann aber auch schon. Was dann folgt ist eine Anneinanderreihung von Kämpfen und schlechten CGI, die einem die Tränen in die Augen drücken. Manche Szenen sehen wirklich sehr, sehr billig aus und erinnern vielmehr an eine unterbudgetierte Comicverfilmung aus Japan, als an einen millionenschweren Hollywoodblockbuster. Allein Liam Neeson als Zeus ist ja schon weird genug, aber nicht nur, dass er auch noch in einen Gold Armor Plastikanzug gesteckt wurde, nein es musste auch alles mit einem sehr kranken “horizontal Glow” (?!) versehen werden. Cheezy 70er Jahre Filter lassen grüßen. Immerhin, vieles vom Rest sieht noch OK aus und die Medusa überzeugt dann sogar teilweise. Leider nie in Nahaufnahmen, da sie komplett gerendert ist und man es einfach total krass sieht. Wieviel Jahrzente müssen bitte noch vergehen, bis CGI endlich mal realistisch aussehen? Wenn jetzt noch der Kraken am Schluss überzeug hätte, dann könnte man sich Clash Of The Titans immerhin wegen der dicken CGI Kämpfe ansehen, aber leider war der Kraken einfach nur… also… keine Ahnung. Imho schlecht umgesetzt, da er nie so episch wirkte, wie er den ganzen Fillm über angepriesen wird. Der Kraken aus Pirate Of The Carribean z. B. sah wesentlich eindrucksvoller aus.

Ohne CGI bleibt dann immerhin noch die Story… Ehh… ja. Es ist einfach alles ziemlich cheezy und irgendwie wirkt das ganze Storykonstrukt nicht mehr Zeitgemäß bzw. hinkte den CGI hinterher. Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll, aber die Welt in God Of War wirkte um einiges stimmiger, düsterer und… einfach glaubhafter. Und das obwohl es genauso um Götter, Perseus, Pegasus und den Kopf von Medusa ging. Es ist einfach schwer zu beschreiben und evtl. sogar nur ein lames Gefühl von mir. Am besten einfach mal selbst anschauen. Wenn man sonst nichts zu schauen hat. Also wirklich nichts.


Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »
Juli 19th, 2010 by elend
elend, 19.07.2010
GOMORRAH

In der Region um Neapel und Caserta regiert die Camorra. Die Leute dort werden beherrscht vom Geld und der Gewalt. Gomorrah zeigt 5 Episoden aus dem Leben der Menschen dort und wie sie für die Camorra arbeiten oder indirekt mit ihr zu tun haben.

Im fast schon dokumentarischen Gomorrah gibt es keine verklärte Gangsterromantik á la Scarface oder Der Pate. Die Camorra regiert mit viel Gewalt, Erpressung, Drogenhandel und ganz ohne Schnickschnack wie Familientraditionen, Werte oder sonstigen Hollywoodklischees. Als richtiger Film funktioniert Gomorrah imho kaum. Die 5 Episoden der verschiedenen Menschen plätschern so vor sich hin ohne wirklich große Höhepunkte und ehe man sich versieht, ist alles vorbei. Was Gomorrah dann schon eher aus macht ist der dokumentarische Stil und die Street Credibility. Man fühlt sich in so mancher Szene, als wäre alles wirklich so passiert und man mitten drin. Zum “Realismus” tragen unter anderem die wenigen Schnitte, der Einsatz von “am Ort” Musik (also Musik lediglich, wenn die Protagonisten auch welche hören, z. B. Autoradio) und die Originalschauplätze inkl. Originallaiendarstellern. Viele, die im Film mitspielen haben selbst Verbindungen zur Camorra und drei der Gangsterbosse kamen 2009 auch direkt in den Knast. Glücklicherweise kam es aber dennoch bei den Dreharbeiten kaum zu Zwischenfällen. Obwohl unter dem Decknamen “Fünf Geschichten” gedreht, sprach sich schnell herum, dass es um die Camorra geht. Die wollten wohl aber nicht einmal Geld und freuten sich einfach, dass sie das Thema eines Filmes sind. ~_? Ka.

Gomorrah zeigt vor allem auch die verschiedensten Bereiche, auf die die Camorra Einfluss hat, wie z. B. das Leben des Schneiders Pasquale, der für seinen Chef 50 Kleider in Rekordgeschwindigkeit nähen soll und mal wieder Überstunden machen muss. Er bekommt eines Tages das Angebot, von einem Chinesen für 2.000 EUR pro Unterrichtsstunde die Chinesen das Nähen zu lehren. Da aber auch die Modebranche unter dem Einfluss der Camorra steht, kommt das gar nicht so gut und er muss im Kofferraum bei den Chinesen mitfahren, etc. pp.
Ein scheinbar (?!) guter Einblick in die wirkliche Mafia, den man sich ruhig mal anschauen kann, allerdings keinen “Film” erwarten sollte.

Veršffentlicht in Kategorie Movie Reviews | Keine Kommentare »