Final Fantasy VII — Voices of the Lifestream

Final Fantasy VII — Voices of the Lifestream
ocremix, 2007

Voices of the Lifestream ist das neue Compilation Album der OCRemix Community. Und was für eins: Basierend auf den Songs von Final Fanfasy 7 haben über 40 Artists insgesamt 45 Songs gecovert und auf 4 CDs verteilt. Über 1 1/2 Jahre hat das ganze Projekt in Anspruch genommen und was am Ende dabei herausgekommen ist kann sich durchaus hören lassen.

Zahlreiche Genres, Gesang und vieles mehr ist vertreten auf dem Album – und da ich ja nunmal auch zu den FF7 Fans gehöre erkenn ich da locker einiges wieder. Positiv überrascht auf jedenfall wie manche der Songs gecovert wurden. Aerith’s Theme zum Beispiel erscheint zunächst in einem ganz anderen Gewand als man es eigentlich gewohnt ist, überzeugt aber trotzdem problemlos. Auch sonst ist die Songauswahl gut gelungen und vorallem abwechlungsreich. Da kommt mal ein Trance Song daher, dann wird es Rock und schliesslich etwas Jazziges. Auch Piano Songs und so weiter sind natürlich vertreten. Sogar ein Chiptune schaut kurz vorbei, wenn auch nur am Anfang eines Songs Wink

Vorallem wenn man bedenkt, dass das ganze Album kostenlos im Internet verfügbar ist und nicht für viel Geld irgendwo gekauft werden muss kann ich eigentlich nur sagen: sehr geil! Sollte sich eigentlich jeder mal anschauen \o_O/

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Offizielle Seite (mit MP3/WAV Download):
http://ff7.ocremix.org/

Akira Symphonic Suite

Akira Symphonic Suite
G e i n o h | Y a m a s h i r o g u m i

Akira war 1989 DAS Animerelease, welches alles bis dato erschienene an Anime in den Schatten stellte. Eine mega aufwändige Produktion, die aber vor allem durch eins auffällt. Den Soundtrack von Geinoh Yamashirogumi. Geinoh Yamashirogumi ist eine Gruppe von japanischen Künstlern, die von Shoji Yamashiro angeführt werden und vor allem zum damaligen Zeitpunkt noch nie Filmmusik gemacht haben. Es heißt Otomo hätte sie von Anfang an im Kopf gehabt und fürchtete schon, sie würden sein Angebot ablehnen. Das taten sie nicht.


(Der Film)

Und das hatte seinen Folgen. Die Akira Symphonic Suite nämlich. Sie besticht durch vielerlei Dinge. Die tiefen choralen Gesänge, die treibenden Taiko Trommeln und viel viel kakophonie. Kanedas Theme lässt einen noch glauben einen normalen Soundtrack vor sich zu haben, der zwar stimmungsvoll, aber fast noch ordinär klingt. Spätestens aber mit den ersten einsetzenden ausgezehrten Atemgeräuschen, die das Kommen der Clown Gang announcen, hört man, das man es hier mit etwas besonderem zu tun hat. Geinoh Yamashirogumi setzten der futuristischen Technologie Otomos bewusst erdige, traditionell japanische und vor allem alte Rhythmen und Klänge entgegen, um die Wirkung der Bilder noch zu verdeutlichen. Ähnlich, wie es George Lucas damals mit dem damals unüblichen Orchesterscore zu Star Wars gemacht hat. Die Musik in Akira bietet dem Zuschauer einen Fixpunkt in der realen Welt, ist aber zugleich teilweise so absurd, das man sich trotzdem nicht heimisch fühlt. Trotz all der Cacophonie und Außergewöhnlichkeit bietet uns der Akira OST melodien zum dran festhalten. Zum sich dran erinnern.

Zum immer wieder anhören.

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Kaneeeeeeeeeeeeeedaaaaaaaaaaaaaaaa!

Kelis – Kaleidoscope

Kelis – Kaleidoscope

Gestern unterhielt ich mich noch mit nem Kumpel darüber, wie geil die Neptunes eigentlich damals, Ende der 90er, waren und was für dicke Beats und Alben sie tatsächlich produziert haben. Vor allem im Vergleich zu heute. Sie sind zwar immer noch für den ein oder anderen nicen Beat gut, aber was wirklich großes, relevantes kann man von dem zu einem Franchise verkommenen Produzententeam eigentlich nicht mehr erwarten. Deshalb hab ich jetzt einfach mal das erste Kelis Album rausgekramt…

Tja, also alle die damals irgendwie MTV geschaut haben, werden sich wahrscheinlich noch an dieses sicke Video mit dieser aggro Tussi mit buntem ‘fro, Aviators und dem Chorus “I.HATE.YOU.SO.MUCH.RIGHT.NOW!!!!” erinnern, denn egal ob man es geil fand oder eher mediocre: es war auf jedenfalls sehr anders.

Diese sicken Synthis, der ruffe Beat, komische Soundeffekte… Das alles kennen wir heute als den Signature Sound der Neptunes. Das Album behält diesen Stil bei und ist dadurch sehr gut durchhörbar ohne jedoch langweilig zu werden.

Wenn man das Intro hört, weiß man auch sofort, warum das Label Star Trak heißt und nicht Pharrell & Chad Inc. Sie spinnnen sich einfach eine Space Opera zusammen, in der sie Kelis in den weiten des Alls fanden und sie großzogen… Sehr auf Drogen, aber grade im Hip-Hop-/R’n'B-Zirkus ne nette Abwechslung. Danach geht es nahtlos in das grandiose “Good Stuff” mit nicem Terrar (of The Clipse fame) Feature über, welches wohl heutzutage der dumme Nas übernommen hätte… Es folgen die andern beiden Singles “Caught Out There” und “Get Along With You” (wo man das Video gesehen haben sollte!) und dann noch viele weitere Perlen wie “Mars”, “In The Morning” und “No Turning Back”. Und bis auf einige cheesige Momente wie “Game Show” oder “Ghetto Children” is das Album einfach sehr geil, rund und perfekt durchhörbar. Sogar das Artwork fällt positiv auf!

Leider war das alles nie wirklich erfolgreich, vor allem in den USA, was sogar dazu führte, dass das zweite Kelis Album exklusiv in Europa erschien. Aber naja, so isses wohl; erst mit den deutlich schwächeren Nachfolgern kam der Erfolg und Kelis muss sich über ihre Rente wohl auch keine Sorgen mehr machen…

Jedenfalls ist der erste Longplayer einer meiner All-Time-Favorites. Wenn ihr checken wollt, warum die Neptunes so bekannt wurden, hört es euch an.

Shadow Of The Colossus – Roar Of The Earth OST

Shadow Of The Colossus
R O A R . O F . T H E . E A R T H

Seit langem hörte ich mal wieder in den Soundtrack zu Shadow Of The Colossus rein. Ein wahrlich episches Meisterwerk von Kow Otani (Kō Ōtani), welches ich so nicht erwartet hätte von jemandem, der vorher für die Musik zu “Philosoma” einem PSone Shmup und “Sky Odyssey” einem mittelprächtigen Flugsimulator für die Playstation 2 verantwortlich war.

Mit dem OST zu SOTC übertraf Kow Otani sich kurzerhand selbst und schuf also einen in allen Belangen passenden Soundtrack zu einem viel gelobten Spiel. Gekonnt bringt er uns die schier unglaublichen Größenverhältnisse von SOTC mittels epischen Melodien auf Streichinstrumenten näher, veranschaulicht uns aural (Baha?) die enorme Wucht der Colossi durch ebenso wuchtige Trommeln und Bässe und macht dabei nie den Fehler in typischen Hollywood Pathos der Marke Hans Zimmer zu rutschen. Perfekt ist die Mischung aus brachialen Stücken, aus geheimnisvollen, ruhigen Momenten und träumerischen Zwischenstücken. Durch Orgeln, Harfen, chorale Gesänge, Flöten- und Gitarrenklänge wirkt der Soundtrack zudem angenehm erdig, zuweilen gar mittelalterlich. Perfekt passend zu den Burgen aus Stein und den Colossi aus Fell samt Holzverkleidungen und den riesigen Steinbrücken.


(Das Spiel)

In Japan kam der Soundtrack am 07. Dezember 2005 raus. Das es der Soundtrack in die Staaten oder gar nach Europa schaffen würde, wäre wirklich wünschenswert gewesen, ist aber leider unwahrscheinlich. Immerhin bekam er von der EGM den Award “Soundtrack Of The Year”. Wäre es ein Soundtrack zu einem dicken Hollywoodfilm gewesen, hätte er mindestens 5 Awards mehr bekommen. So bleibt ihm nur das Nischendasein in den Soundtracksammlungen von Spielefreaks.

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Broilers – Vanitas

 

Broilers – Vanitas

Quote:
Vanitas (lat. „leerer Schein, Nichtigkeit, Eitelkeit“) ist ursprünglich die christliche bzw. jüdische Vorstellung von der Vergänglichkeit alles Irdischen, die im Buch Kohelet im Alten Testament ausgesprochen wird (Koh. 1, 2): „Es ist alles eitel.“ Diese Übersetzung Martin Luthers verwendet „eitel“ im ursprünglichen Sinne von „nichtig“.Vanitas-Motive zeigen, dass der Mensch das Leben nicht in der Gewalt hat. Mit dem Aufstreben der Vanitas seit der Renaissance wird ein Konflikt zwischen Mittelalter und Moderne – der Zwiespalt zwischen menschlicher Demut und menschlichem Selbstbewusstsein – auf die Spitze getrieben. Seit dem späteren 18. Jahrhundert gewinnt die Befreiung von der Demut die Oberhand. Trotz weitgehender Trennung von ihrem religiösen Hintergrund sind Vanitas-Motive bis heute gegenwärtig.

Eins vorweg. Broilers haben hiermit nach LoFi ein zweites “While Album” rausgebracht. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden sie wohl einige bisherige Fans vergraulen.
Mit Oi! hats halt (dem Paten sei Dank) kaum mehr als den immer noch erhobenen Mittelfinger gemeinsam. Gleichzeitig wird es viele neue Fans geben (insofern sie sich trotz des Bandnamens rantrauen); Piano, Akkustikgitarre und Soul sollten ihr übriges tun.

Trotz der oftmals stilistischen Weiterentwicklung finden sich doch bekannte Ansätze der früheren Werke. Zum Einen Sammys rauchig-rauh-markante Stimme, zum Anderen die (oftmals) pathosbehafteten Parolen, welche die sonst eher offenen Texte perfekt unterlegen.

Nun aber zu den einzelnen Liedern, welche es verdient haben für sich betrachtet zu werden.

1. Preludio: Vanitas
Dem Vorgänger gleichtuend, befindet sich hier ein Preludio – neudeutsch: Intro – welches perfekt einstimmt auf das was folgt. Kirchturmglocken, mediterrane Gitarrenklänge, erst eher ruhig, dann immer schneller und schliesslich in die Hauptmelodie des 2ten Songs überleitend.
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2. Zurück zum Beton
Und wer bei den “Oh-Oh-Oh”s, den schnellen Gitarren und dem Wort Beton nicht sofort an Streetpunk denkt (aka wohl der Grossteil der Leute ^^;; ), dem sei gesagt, dass hier nochmal die musikalische Old-School-Keule rausgeholt wird. “Leg mich auf den Asphalt, dem Boden von dem ich komm”. Ganz gross. Und voller Gossenromantik und Pathos. Schön.
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3. Meine Sache
Dann der (kurzzeitige) Schock. Stilbruch. Piano (welches von Leftöver Crack – Operation M.O.V.E. geklaut ist >:0). Soulgeschwängerter Gesang. Man könnte (wenn man lebensmüde ist) schon fast Vergleiche mit Mr. Naidoo ziehen. Nach kurzer Zeit setzen dann auch schon die Gitarren ein, und spätestens beim Refrain findet man sich wieder eingebettet in eher Bekanntem.

Auch hier muss wieder zitiert werden, da es einfach zu gut is: “Meine Sache, mein Problem – statt der weissen Fahne werdet ihr den Mittelfinger sehen”.
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4. Held in unsrer Mitte
Schneller Ska auf recht hartem Grundbeat – nett. Textlich wird hier der allseits bekannt-beliebte Kneipenphilosoph dargestellt. “Wir danken Hasselhoff und dir für den Mauerfall”. Zum Ende hin gehen die Skagitarren dezent in den Hntergrund, der Beat kommt in den Vodergrund und mit dem Synthie ergibt sich schon fast ein “Elektro-part”, ohne jedoch störend zu wirken. Daumen hoch für die gekonte Überblendung.
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5. Vanitas
Titeltrack. Zurecht. Ganz ganz ganz grosses Kino. Im Text gehts um den allseitsbekannten Beziehungsstress. Und dann der Refrain. Wenn Sammy “Über mir ein Strick, unter mir ein Stuhl – [..] wählt nicht die 110″ fast gehaucht singt, läufts einem erst kalt den Rücken runter, um dann vom anschliessenden Refrain eingefangen zu werden.
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6. Ruby Light&Dark
Was sich bei “Held in unsrer Mitte” schon abzeichnete wird hier konsequent weitergeführt.
“Elektropunk” wie er sonst nur von den grossartigen Intro5pect bekannt ist. Definitiv etwas ganz neues, aufregendes. Wird wohl bei der Nietenfraktion etwas anecken; dafür gibts gleich nen Extrapunkt.
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7. Alles was ich tat
Zur Versöhnung gibts dann mit diesem Lied wieder etwas punkigeres, aber dennoch unterlegt mit dem bereits bekanntem “harten Beat” (welcher sich als roter Faden durchs ganze Album zieht). Durchaus verständlich, dass dieser Track zuerst auf die wartene Meute losgelassen wurde. Am Ende punkten sie bei mir extrem; ich liebe es einfach wenn durcheinander gesungen wird.
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8. Das Verdikt, Rache
Inhaltlich erinnert es stark an “Wenn ich es will” vom Lofi-Album. Auch hier gibts gegen Ende wieder nen bischen Piano. Zusammen mit den später einsetzenden Bläsern wird die doch eher dunkle Grundstimmung etwas gelockert.
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9. Lost Souls
Und die Bläser werden gleich ins nächste Lied mitgenommen, welches meiner Meinung nach aber den ersten Tiefpunkt (also relativ zum Rest gesehen) darstellt. Es wirkt auf mich einfach etwas tröge, wozu die “Naidoo-like” Gesangsart auch seinen Teil beiträgt.
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10. Punkrock Love Song
Hier findet sich dann absolut jeder im Text wieder. Musik als Ausgangspunkt einer Lebenseinstellung. Schön.
Erwähnenswert noch der “Once More” Part, welcher mal stark an Rancids “Life won’t wait” erinnert. Schön.
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11. Werdet ihr Folgen
Tjo. Hier verhälts sichs ähnlich wie bei “Lost Souls”. Spricht mich einfach nicht an.
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12. Heute schon gelebt
Dafür reißts die an Hula erinnerende Introgitarre wieder voll raus.
Auch der Rest hält mit. Schöne Melodien, wieder eine grossartig beschreibende Lyric und die Stimme, welche “Huren und Trinker, vergessene Kinder” perfekt begleitet.

“und wenn es kein Morgen gibt, hast du heute schon gelebt” *orgel* Könnt ich mir gut als Rausschmeißer vorstellen
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13. Weißt du es schon?
Die Pathosnummer schlechthin. Akkustikgitarre. Getragener Gesang.
“Weißt du es schon? Du bist geboren um zu gewinnen mein Sohn”.
Bei jeder anderen Band würd’ es extremst seltsam wirken. Aber hier. Grossartige Mafiaromantik. Da geht einem sofort der Pate durch den Kopp der seinem Jungen die ringbehangende Hand auf die Schulter legt. Nice.
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14. Sicherheit
Tjo. Wirkt mir etwas plump. Man sieht was damit gesagt werden soll. Aber irgendwie ist der Song unpassend. Vermutlich da es ein Song ist der einfach nicht über die eigene Empfindung geht – was halt im krassen Kontrast zum Rest des Albums steht.
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15. Wir gehen schonmal vor
Und nun die Ansage an alle Miesmacher, “Untruebrüller” und Szenefetischisten.
“Die Band gibts länger als den Jungen selbst, doch hat sie die Szene verkauft und verraten”
Trotzdem auch eine klare Einladung den Weg mit ihnen zu gehen.
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16. Hexenjagd
Wie fühlt man sich, wenn einem an jeder Ecke Hass und Ablehnung entgegenschlägt. Wenn man als Ausländer an Wahlplakaten mit Aufdruck “Kinder statt Inder” vorbeigeht. Wie fühlt man sich als z.B. Iraker in D-Land?
Jeder kanns sichs in etwas vorstellen, aber nur die wenigsten werden es wirklich wissen.
Sehr gutes und wichtiges Lied.
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17. Schönheit, das Biest
Sunshine-Reggae (ganz grosses Kino) like Ska. Sehr sommerlich. Auch die “uh-uh-uh”s im Hintergrund. Die Billigorgel erledigt den Rest.
Auch wenns mich textlich nicht so reizt, ist es ein ganz ganz ganz bösartig-poppiger Ohrwurm.
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18. Weißes Licht
Bevors zum letzten Lied geht, noch einmal Broilers wie früher. “Weißes Licht und weißer Dreck – das ist was ich bin”.
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19. Halt den Sommer fest
So. Und nu haben sies. Also könnten sie haben. Also European-Song Contest. Oder Sommerhit. Oder so ein Schwarz/Weiss-Strand Video auf Viva.
Bitte nicht. Ich erfreu mich einfach am Lied. Andere werden wohl ihre Broilerssammlung dem Foier übergeben.
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Wären gern bei der Mafia (*paha*): Sammy und seine Truppe

Released wird des ganze auf “(i used to fuck) people like you (in prison)” Records in 3facher Ausführung.
Digipack mit Bonuspatch (lim. auf 3000 Stk), Doppel-LP auf weißem Vinyl (lim. auf 1000 Stk) und als normale *gähn* CD in Pappschuber.

Tjopes:
http://www.broilers.de
http://www.myspace.com/broilers
http://www.peoplelikeyoushop.com

Unnötige Info nebenbei: Wenn ich mich nicht verrechnet habe, habe ich exakt 77 Penen vergeben, was halt einfach Style hat Ich bestimme hier!

Ignite – Our Darkest Days



Endlich da. Mit neuem Sänger und schon auf dem ersten Blick ziemlich düster. Obwohl ich eigentlich gar kein Recht habe irgendwelche Sätze über die Neuerungen dieses Albums zu schreiben, denn die letzte Ignite-Platte, die ich wirklich rauf und unter hab laufen lassen, war “Call On My Brothers” von 1995, also nur zwei Jahre erschienen, nachdem die Band sich überhaupt formierte. Dass es krasse Unterschiede für mich geben wird, ist wohl klar.

First of all: Das Cover, die Präsentation, das Setting erinnert mich sehr an Madball. Dick produziert, “schwer” und gewaltig soll es rüberkommen. Ein bisschen prollig, ein wenig elitär. Passt das überhaupt zu Ignite?

Zum Säger würde es auf jeden Fall nicht passen. Seine Stimme ist viel zu hell, weich, ohne irgendwelche härteren Strukturen oder Merkmale. Dennoch punktet Ignite bei diesem Album dadurch, dass sie den roten Faden “Our Darkest Days” konstant durchziehen.

Doch jetzt von Anfang an. Ignite ist eine Band aus Orange Country, USA, die früher sehr melodischen Hardcore mit sehr vielen Chören auf Musikdatenträger projeziert haben. Doch das alles war eher langsam, gemächlich. Fast schon Postcore.

Nach all den Jahren – vor allem mit “Our Darkest Days” – gehen sie einen ganz anderen Weg und scheinen sich im Pre-Hardcore auf einmal zu befinden, denn sie bringen um einiges mehr Melody-Punk in ihren Stil, so dass es an die frühen Anfänge des Hardcore-Punks erinnert.

Dennoch erhalten sind die Chöre. Und so geht es auch schon ganz zu Anfang los.

01. Intro (Our Darkest Days)
Unter einer Minute, eine sehr chorlastige und dunkle Einleitung, ohne zu soft zu wirken. Mit einigen Sekunden Outro geht es dann gewaltig…
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02. Bleeding
…in eine Einleitung, begleitet mit Drums, zum erneut chorlastigen “BLEEEEEEDIIIING!!” über. Dieser Track ist eine Bombe. Wieder Anspielungen auf “Our Darkest Days” und bitterem lyrischen Beigeschmack, denn “alle unsere Freunde sind nun unsere Feinde”. Laut Ignite. Und erschreckend stellen wir fest, dass Ignite sehr politisch geworden sind und auf Krieg und die Misere des Blutvergießens ihre musikalischen Ergüsse fokusieren. Was nicht bedeutet, dass dieses Lied nicht auch qualitativ hochwertig ist. Kommt auf dicker Anlage sehr, sehr gut.
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03. Fear Is Our Tradition
Dieses Lied emfand ich in den ersten 30 Minuten des Hörens als das beste. Wohl mehr deswegen, da die Refrains so einfach mitgesungen werden können. Dennoch starktet das Lied die ersten 20 Sekunden eher ein wenig gemächlicher, erst kurz vor dem Erreichen der Grenze zur vollen Minute wird mit “So we’re find an own waaaay oooout!” der Refrain mit hohen Tönen eingeleutet und mit “Oohzing-Aaaahs” tatkräftig unterstützt. Leider nach zehn bis fünfzehn Mal hören ein wenig eintönig, auch wenn es gegen Ende noch ein bisschen Abwechslung durch eine Berg- und Talfahrt der Gesamtklang-Masse mit Drumunterstützung gibt.
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04. Let It Burn
Ab dem dritten Lied gibt es durch einen Abfall der Gesamtlautstärke eine klare Abgrenzung zum ersten Teil dieser Platte. Ebenfalls geht es hier ein in bekannter Formel weiter, doch nun weniger politisch und mit größeren Gedankengesprächegesangseinlagen-Pausen. Diese Abtrennung hätte nicht sein müssen.
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Die restlichen Lieder werde ich nicht beurteilen, denn ihr könnt euch ein eigenes Bild machen. Das KOMPLETTE ALBUM stellt die Band nämlich GRATIS auf ihrer MySpace-Website zum Anhören bereit:
http://www.myspace.com/ignitemusic

Ebenfalls zu Empfehlen: Das Musikvideo von “Bleeding”:
http://www.igniteband.com/video/watch.php?id=f6CZpcK88WU

Bit Generations – Boundish



Bit Generations – Boundish
(Gameboy Advance / Nintendo, 2006)

2006 entschloss sich Nintendo, womöglich kurzerhand, den Gameboy Micro zu pushen, indem sie eine Hand voll (sieben) grafisch und inhaltlich reduzierte Titel unter dem Label ‘bit Generations’ veröffentlichten. Einer davon ist Boundish. Und er ist nicht so beschissen, wie man beim ersten Spielen animmt.

 
Links: Der Title-Screen. Sehr cute, wie sich die Männchen die Hände geben. Rechts: Einer der fünf lamen Pongklone.

Eigentlich wollte ich ein richtig langes Review schreiben, pseudointellektuelle Worte wie ‘Simplizität’ und ‘Parallelgesellschaft’ einwerfen und ganz schön einen auf dicke Hose machen, aber dafür hab’ ich nun doch keine Zeit, hier an meinem Arbeitsplatz, von dem aus ich eigentlich nur Konzepte für Webseiten schreiben sollte.

 
Links: Wer kein Geld für Technics 1210 Plattenspieler hat, braucht die Hoffnung nicht aufgeben, denn er hat nun Boundish und kann da toll scratchen aka nein. ~_~ Rechts: Pong, mit im Kreis laufenden Tennisschlägern. ~_°

Machen wir es also kurz: Vier der fünf Mini-Games, das heißt alle Klone von Pong, in Boundish sind absoluter Müll, den kein Mensch braucht. In einem hat man zwei Tennisschläger, statt einem, in einem anderen kann man im Kreis laufen, beim nächsten wird die Kugel durch irgendwelche Ballons gebremst und zum Schluß spielt man noch auf irgendeinem random Plattenspieler, der je nach Einschlagswinkel schneller oder langsamer rotiert und der Kugel einen Drall verpasst.

 
Links: Der doppelte Racket. Wer wünschte ihn sich nicht? Aka ~_? Rechts: Box Juggling, das Highlight des Spiels! XD

Übrig bleibt nur noch Box Juggling, oder so. Man muss hin und her laufen und Quadrate in der Luft halten, die alle 50 Punkte (für’s Hochschießen bekommt man zwischen einem und fünf Punkte) um eins mehr werden, dadurch steigert sich der Schwierigkeitsgrad stetig. Zwischendurch fliegen auch Goodies wie Extra-Punkte, oder ein Bauarbeiterhelm vom Himmel, die einem sehr hilfreich sein können. Sehr schön das Ganze, aber leider ist das auch das einzig gute Spiel auf dem Modul. Trotzdem spiele ich es nun seit ein paar Tagen jede S-Bahn- und Bus-Fahrt und es wird komischerweise nie langweilig.

Ich kann leider dank der schwachen Pong-Klone keine uneingeschränkte Kaufempfehlung geben, aber wenn man schon bei Play-Asia bestellt und alle anderen bit Generations Titel (bis auf digicolor – das suckt noch mehr), Taschen für alle seine Handhelds und alles Mögliche für rund 10 Euro, was man so bestellt, um die 50 USD Grenze für einen 5 USD Coupon zu überschreiten, schon hat, dann kann man auf jeden Fall zugreifen.

Fazit: Lame Grafik, überwiegend lame Spiele, ‘interessante’ Musik. Kann man spielen. Muss man nicht.

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Guitar Hero 2

Guitar Hero 2

So. Hab nun Karrieremodus auf Normal durch und auch die ersten paar Lieder auf Hard gespielt (und geschafft, dazu gleich mehr).

Zuerst möchte ich sagen:
Activision sind verhurte Schwänze die statt Kot wohl nur noch ausgekotzten Dünnschiss im Kopf haben. WTF. GH I war absolut prima lokalisiert, soll heissen englisch gelassen.
Was machen diese Dickheads. Übersetzen es!
Und dann nehmen sie einem die Möglichkeit auf engl umzuschalten. Dreckswixer.
Und dann übersetzen sie es auch noch scheisse. Hallo?!?! Einen weiblichen Charakter spricht man nicht mit “er” an.
Was für Shitheads.

Naja.

Aber zum Glück sind einige Sachen besser geworden.

Zuallererst:
Hammer-Ons und Pull-Offs gehn nun leicht von der Hand; man muss nicht mehr alles davor gedrückt haben, sondern kann es einfach im richtigen Moment drücken.
Zudem wurde – denk ich – gleichzeitig das Timingfenster vergrössert.

Weiterhin wurde das Shopsystem verbessert. Man muss Charaktere nun nichtmehr auf allen Schwierigkeitsstufen freispielen, es reicht schon eine
(findige Füchse nutzen das zwar zum cheaten aus (indem sie einfach nen neuen Spielstand machen…), aber denen kann man dann wohl auch nichtmehr helfen).
Zusätzlich zu den altbekannten Angeboten, gibts nun noch andere Outfits.
Die Videoclips fielen dahingegen der Schere zum Opfer (oder ich fand sie nur nicht/übersah sie).

Massemässig wurde auch nochmal draufgelegt.
Mehr Charaktere, mehr Bühnen, mehr Gitarren, mehr Unlockables, mehr Statistiken und vor allem mehr Songs.

Karrieremodus is nun auch noch nicer geworden durch oben erwähnte Unlockables (eine Gitarre pro Schwierigkeitsgrad fürs Durchspielen, eine pro Schwierigkeitsgrad für 5 Sterne pro Song).
Wo wir gerade bei 5 Sternen sind: es gibt nun auch noch 5 gelbe Sterne für 100%.
Ebenfalls sehr witzig sind die Zugaben – aka freispielbare Songs, welche nach jedem “Level” aka Bühne auf einen warten. Oftmals mit speziellen Backgroundanimationen.

Nun des wichtigste: die Songs.
Ja es sind nichtmehr die Bauernpartyfetenhits drauf, sondern unbekanntere Lieder. Schlecht?
Ganz im Gegenteil. Oftmals frägt man sich warum man manche Lieder nicht kennt, da sie halt einfach nur derbe rocken.

Saugeil und mit die beste Neurung ist dann der Koop Modus der einfach derbe rockt.
Allein der hebt das Spiel schon auf höchste Penenniveau.
Je nach Lied gibts die Möglichkeit zw Bass+Gitarre bzw Lead+Rythmgitarre zu wählen.
Individueller Schwierigkeitsgrad wurde dann auch noch gleich dazugepackt (was ja in Teil 1 auch nen Manko war).
Für Starpower muss man denne noch koordiniert die Gitarren hochreissen Pen

Tjo und nu das “Negative”. Es ist schwer.
Normal ist noch relativ human und mit dem alten Normal zu vergleichen. Aber gleich die ersten paar Lieder auf Hard sind auf ehemaligem Expertniveau.
Wo früher auf Hard oftmals nur hin und wieder die Tonlage geändert wurde, man aber ansonsten recht schön mit 4 Fingern spielen konnte, gehts nu übers ganze Brett rauf und Runter wie nix.
Hier kommt ah der Clou: die Hammer Ons und Pull Offs sind nun nicht nur nettes Gimmick, sondern absolut notwendig um die Lieder überhaupt bestehen zu können.
Zusätzlich kommen schon weite Chors ins Spiel (soll heissen Rot+Orange bzw Grün+Blau), welche auch erstmals ungewohnt sind.

Nixdestotrotz einfach wieder genial und weit mehr als nen Update von Teil 1.

Aka *wix* *wix* *wix*