Fortress Of Fear

FORTRESS OF FEAR
Nintendo Game Boy | 1989

Eine Story gibt es eigentlich so gut wie nicht. Der böse Malkil, wer auch immer das nun sein mag, wartet auf dich in seinem Schloss. Du, ein edler Ritterm, musst ihm nun folgen und dabei allerhand Ungeziefer und Fallen ausweichen. Einen Storytwist gibt es auch nicht. ~_?

An Fortress Of Fear habe ich ganz seltsame Erinnerungen. Ich selbst habe das Spiel nie besessen, sondern nur einmal (!) beim Pino (xD?) auf seinem Game Boy gespielt. Das liegt womöglich daran, dass Fortress Of Fear hurenalt ist und sich meine ganzen Freunde mehr auf die neueren Spiele konzentrierten, weil die wichtiger waren. Ich spielte nur Stage 1 und erinnere mich, dass es eigentlich ganz…. “cool” war.

Ja…

~ The evil Malkil awaits to vent his wrath upon thee! ~


Was auf dem recht tollen Cover noch aussieht, wie ein RPG oder ein Gauntlet Verschnitt, entpuppt sich beim ersten Anspielen als waschechtes Jump’n'Run. Nicht mehr und nicht weniger. Ein paar Schlüssel und Kisten versuchen zwar diesen simplen Gesamteindruck etwas aufzuwerten, das klappt aber nur bedingt. Fortress Of Fear ist ein Jump’n'Run und das ist eigentlich auch gut so. Als edler Ritter macht man sich also auf in Richtung Malkils Schloss um ihn vermutlich zu töten. Warum weiß kein Mensch, interessiert auch nicht, denn Gründe ihn zu töten, finden wir unterwegs viele. Unzählige Fledermäuse, Fallen, herumfliegende Äxte, Pfeile und Totenköpfe trachten uns nach dem Leben. Und obwohl wir Ritter sind und einen Eisenpanzer tragen, ist das Spiel ziemlich schnell aus, denn Fortress Of Fear ist ziemlich schwer. Entweder wir fliegen in einen Abgrund, weil wir eine Platform um einen Pixel verfehlten, oder die Fledermäuse überraschen uns und ziehen uns gleich mal mehrere Herzen Energie ab. Wir haben zwar sechs ingesamt, diese sind aber schneller verbraucht, als uns lieb ist. Nach dem ersten Level dachte ich erst einmal: “WTF. Also doch ganz schön schwer…”. Ich hörte ja schon von vielen im Vorfeld, dass Fortress Of Fear super schwer sein soll. In jedem Review wird der Schwierigkeitsgrad erwähnt, etc.

Doch nach mehrmaligem Spielen, muss ich zu dem Entschluss kommen, dass es gar nicht so schwer ist, wie alle sagen. Auch die Steuerung ist nicht so “beschissen”, wie alle Welt behauptet. Im Gegenteil, einmal dran gewöhnt, umspringen wir viele Hinderniss, navigieren sicher von Platform zu Platform und schwingen unser Schwert wie Conan der Barbar. Des Weiteren stellt sich nach etwas längerem Spielen heraus, dass Fortress Of Fear eher an Rick Dangerous erinnert. Das ist auch schwer, wenn man sich GAR NICHT im Spiel auskennt. Viele Hindernisse in Fortress Of Fear können übersprungen werden. Viele Hindernisse sind gar keine mehr, wenn man weiß, wann sie auftauchen. Alle Gegner tauchen an den gleichen Stellen auf und neben etwas Geschickt braucht es also nur Erinnerungsvermögen, um bis in’s Letzte Stage zu kommen. Sicher, es ist trotzdem kein Zuckerschlecken, aber wenn das letzte Level und der letzte Boss wirklich schwer sind, dann ist das absolut in Ordnung und nichts außergewöhnliches. Des Weiteren kommt hinzu, dass Fortress Of Fear nicht mit Leben oder Energie geizt. Bis zum Stage 3 schafft man es – sofern man nicht verreckt – ganze 9 Leben zu sammeln. Weitere kommen im Laufe des Spieles noch hinzu und werden euch natürlich auch wieder abgenommen. Meine Vermutung ist also, dass viele Reviewer den Schwierigkeitsgrad an ihren Skillz von 1989 messen.

Was also bleibt ist ein Jump’n'Run, mit einer imho recht guten Steuerung und etwas Rick Dangerous Charakter. Spaßig fand ich auch die geheimen “Gänge”, die außerhalb des sichtbaren Spielfeldes liegen und etwas an Super Mario erinnern. Die Sache mit den Schlüsseln aufsammeln um herumliegende Kisten zu öffnen und deren Items zu entnehmen bringt nur eine ganz dezente strategische Note in’s Spiel. Schlüssel sind rar und so sollte man sich natürlich merken, welche Items in welchen Kisten sind, um nicht etwa zweimal die Boots Of Jumping zu bekommen, was absolut unnötig wäre. Sobald man einmal weiß, welches Item sich wo befindet, hat sich das auch schon mit der Strategie und Routine stellt sich ein.

Die Grafik ist für ein Spiel von 1989 ziemlich in Ordnung, muss ich sagen. Es gibt dezente Hintergründe, klar erkennbare Mauern, Holzlatten und sogar recht große Bosse. Das alles kommt ohne großartige Slowdowns aus und das bisschen Spriteflackern ist ja nun wirklich kein Problem. Ich war sozusagen angenehm überrascht. Die Musik hat ihre Ohrwürmer, klingt zwar etwas piepsig, ist aber definitiv als brauchbar einzustufen. Einzig und allein Stage 1 Tune ist hart an der Schmerzgrenze, erst recht, wenn man Stage 1 schon zum 352 mal spielt. Dafür gibt’s in den späteren Levels sogar noch richtig gute Tracks, die ich mir doch tatsächlich als MP3 anhören würde.

Trotz der vielen Tode, die man unweigerlich sterben wird, macht Fortress Of Fear dennoch spaß und ich spielte immerhin bis in’s letzte Stage. Das ist mir Ehre genug. Mehr will ich doch gar nicht. Für viele ist’s wohl einfach “nur ein Klassiker”, aber selbst heutzutage ist es noch gut spielbar. Etwas lachen musste ich allerdings, als ich sah, dass es ja von Rare ist. ~__~

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Super R.C. Pro-Am

Super R.C. Pro-Am
[ Oktober 1991 | Rare | Gameboy ]

Stellen wir uns mal vor, R.C. Pro AM wäre ein Spiel für Sonys Playstation 3. Man würde es kaufen, erwartungsvoll auspacken, in die PS3 einlegen und sie starten. Dann kommt der Sony Nagscreen, das Gerät booted, das Spiel wird gepatched, installiert und schließlich auch geladen. Dann wuseln wir uns durch ca. 20 Menüs, schauen uns mindestens weitere 3 Loadingscreens an und schließlich … naja … hat man einfach keine Lust mehr und wirft die PS3 mitsamt Fernseher aus dem Fenster, erschlägt dabei fast den Nachbarn und widmet sich dann dem Alkohol.

Zum Glück ist R.C. Pro AM aber für den Gameboy erschienen. So kriegen wir für ca. 0,2 Sekunden das Logo zu sehen und zack befinden uns dann schon auf der Rennstrecke. Es gibt kein Menü, keinen Loadingscreen, kein Nix. Gut das Nintendo Logo am Anfang kommt noch herein geflogen und es gibt einen Titelscreen, den man einfach gleich wegdrücken kann, aber das war es dann auch schon. So kann es auch sofort losgehen und der enthusiastische Gamer fragt sich warum das heute nicht auch so geht.

Okay, der Nachteil ist natürlich dass man mangels Menü nichts Laden kann (ergo gibt es keine Möglichkeit den Spielstand zu speichern), man keine Optionsmöglichkeiten hat und überhaupt nichts geht außer sofort loszudüsen, aber genau das ist eigentlich sehr cool und wird mich sicher auch in Zukunft noch dazu verleiten mal eben das Spiel einzulegen, was man wirklich nicht von allem behaupten kann.

R.C. Pro AM ist also ein einfaches Rennspiel, bei welchem man aus der Iso-Perspektive versucht mit seinen Fahrzeug, ich nehme an es sind diese ferngesteuerten Autos, natürlich der Erste in zahlreichen Rennen zu werden. Dabei gibt es immer 3 Gegner sowie diverse Power-Ups, die einfach auf der Strecke rumliegen. Darunter bessere Reifen und was man sonst so an den Wagen schrauben kann. Ganz nebenbei gibt es dann noch Waffen. Zum einen Minen die man ablegen kann und zum anderen so einen Schuss, wobei man mit beidem die Gegner ziemlich gut erledigen kann, was aber nicht viel bringt, da sie dann mit High-Speed wieder von hinten angefahren kommen. Am sinnvollsten ist es also die Waffen einfach bis kurz vor dem Ziel zu behalten und dann erst zu benutzen, aber das wird ja jeder selbst feststellen wenn er es einfach mal probiert. Zu guter letzt gibt es dann noch einzelne Buchstaben, die ebenfalls eingesammelt werden können und am Ende „NINTENDO“ ergeben. Einmal geschafft kriegen wir dann ein besseres Auto, hurra. Einen Schutzschild gibt es auch noch und überhaupt liegen einfach 150.000 Dinge auf der Fahrbahn rum. So sammelt man schon by default lauter Dinge ein und muss sich da garnicht mehr groß darum kümmern, das ist nice.

Tja soviel dazu. Die Grafik ist ganz schnuckelig, wenn auch nicht sehr detailreich. Musik gibt es nur beim Titelscreen sowie zwischen den Rennen. Während des Rennens läuft einfach garnix außer den Sound FX. Das ist eigentlich eine gute Idee, denn so schafften es die Programmierer bis zu 3 Soundeffekte gleichzeitig auf den insgesamt 4 Kanälen des Gameboys laufen zu lassen. Motorensound, Driftsound + das Zischen der gerade abgeschossenen Rakete gleichzeitig, da haben andere Games noch von geträumt oder mussten in der Zeit wo der Effekt läuft einen Kanal der Hintergrundmusik abschalten. Paha.

Also, geiles Game, da wank ich dort hard:

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