Dark Star

DARK STAR

Seit 20 Jahren ist die Dark Star schon unterwegs im All. Ihre Aufgabe ist es instabile Planeten zu sprengen, die in später evtl. zu kolonialisiernden Gegenden liegen. Wer 20 Jahre lang schon die gleiche Aufgabe erledigt und mit den gleichen Vollidioten in einem Raumschiff sitzt, der wird irgendwann verrückt. Die Mannschafft verfällt so langsam der Lethargie und Langeweile. Da kommt der Asteroidengürtel gerade recht. Neben etwas Abwechslung sorgt er aber leider auch für einen Schaden am Kommunikationslaser II, was schwere Folgen haben wird…

Dark Star ist John Carpenters Abschlussfilm der Filmuniversität, an welcher er studierte und eine Sci-Fiction Parodie verschiedenster Filme. Wir sehen die Mannschaft bei ihrem alltäglichen Leben auf der Dark Star. Planeten sprengen hier, Planeten sprengen da und viel viel Langeweile. Pinback ist damals nur zufällig an Bord geraten und kommt mit seinen Kollegen nicht so sehr zurecht, woraufhin er sein elektronisches Tagebuch mit Hasstiraden füllt. Doolittle und Talby sinnieren derweil über Wellenreiten und Meteroitenschwärme. Das ist das tolle an Dark Star.

Der Film zeigt eine verrückte Welt des Science-Fictionfilms, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen, da Sci-Fi Parodien oder Komödien relativ rar gesäht sind. Der Bordcomputer ist eine gelangweilte Frauenstimme, die es fertig bringt Warnmeldungen viel zu spät und mit einer Gelassenheit von sich zu geben, das man nur schmunzeln kann. Pinback erzählt zum 3523 mal seine Story, wie er ausversehen auf die Dark Star kam und während die anderen ihm gar nicht zuhören fragen sie sich: “Wie heißt Pinback eigentlich mit Vornamen?”, worauf Doolittle sich selbst fragt: “Wie heiße ICH mit Vornamen?”. Als sich dann Bombe Nr. 20 nur durch einen philosophischen Exkurs davon abbringen lässt, direkt unterhalb des Raumschiffes zu explodieren, ist eh alles vorbei.

Es sind diese Szenen, die den Film sehenswert machen, während manch andere Szenen einfach nur langweilig oder befremdlich wirken. Für mich funktionierten nur wenige Szenen, die dafür dann aber umso besser. Schön dezent zeigt man hier die Astronauten bei ihrem alltäglichen Wahnsinn ohne lustige Musik, Grimassen in Großaufnahme oder sonstiges. Teilweise erinnerte mich das sogar an Hong Kong Komödien der 80er Jahre.

Die technische Seite des Films ist – verglichen mit groß budgetierten Produktionen – schlicht und ergreifend grauenhaft. Der Exot an Bord ist lediglich ein Beach Ball und der Asteroidengürtel sieht aus wie ein Special Effekt aus einem Zeichentrickfilm. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, das es ein Low-Budget-Film ist (afaik 50.000 USD, wovon das meiste wohl für das Equipment drauf ging.) und dafür sehen einige Szenen sogar richtig gut aus. Im großen und ganzen sollte man sich allerdings drauf einstellen hier wirklich nur das Nötigste serviert zu bekommen. Ein Raum im Raumschiff ist lediglich ein stinknormaler Keller mit handelsüblichen Lichtschalter, etc.

Ich persönlich hätte mir mehr Szenen gewünscht, wie die beim Essen oder am Schluss vor allem. Der war richtig gut und witzig. Dazwischen gab’s immer mal wieder Szenen die ganz einfach nur “tjo” waren. Würd’ ich mir höchstens noch einmal mit ein paar Freunden und etwas Alkohol anschauen. Oder in 20 Jahren dann wieder.

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Teppanyaki

Teppanyaki | 1984 Michael Hui

Mr. Wong arbeitet als Koch im Teppanyaki Restaurant seines Schwiegervaters. Und es geht ihm gehörig auf den Sack. Dauernd nervt ihn sein Schwiegervater und schlägt ihn mit Pfannen auf dem Kopf und seine fette Frau zuhause ist andauernd nur am nerven. Er kann nichtmal in’s Rotlichtviertel gehen, da sie alle Läden bestochen hat und sie es immediately herausfinden würde.

Mr. Wong träumt obendrein von Sissy, einer Schauspielerin, deren Bild er täglich anstarrt und anfängt zu träumen. Als sie eines Tages tatsächlich in das Restaurant kommt sieht er seine Chance. Bei einem eindrucksvollen Show-Kochen schafft er es sie zu einem Tennismatch einzuladen (er spielt natürlich mit einer Pfanne). Nach dem Match lädt sie ihn wiederrum ein Urlaub auf den Phillipinen zu machen! Das wäre richtig geil, wenn nicht seine Frau, sein Schwiegervater und sogar sein Großvater auch mitkommen würden.


(Links: Michael Hui ist rather symphatisch | Rechts: Es gibt viel Pfannenaction zu sehen.)

Tjo. Hong Kong Komödie aus dem 80er Jahren. Das ist irgendwie… nicht so mein Ding, musste ich jetzt nach 3 Michael Hui Filmen feststellen. Teppanyaki ist sehr random, hat teilweise sehr billige Gags aber manchmal auch gute Lacher. Zum Beispiel ist der Großvater von Mr. Wong ist einfach cool und Szenen, in denen Mr. Wong der Katze seiner Frau einen Ton entlocken will, weil die Frau dann immer denkt die Katze müsse auf’s Klo und er sie somit auf’s Klo bringen kann, weil er dann entweder a) seinen Großvater besuchen kann (Durch ein kleines Loch unter dem Waschbecken?!) oder b) er aus dem Badfenster in die Freiheit gelangt. Aber andererseits gibt’s auch ganz heftige billo Gags, die nicht einmal mit lustiger Musik unterlegt sind oder durch komische Grimassen hervorgehoben werden. Sie passieren einfach so, sollen witzig sein, sind es aber nicht und wirken dadurch irgendwie peinlich, weil man nicht lachen muss.


(Links: Sally Yeh ist, trotz 80s Klamotten und Frisuren, rather sexy! | Rechts: Michael Huis Chef rasierte ihm einst mit einem Küchenmesser eine Augenbraue ab. Seit dem übt Michael Hui täglich, bis er das auch mal schafft.)

Und ansonsten ist der Film auch sehr random. Die grobe Rahmenhandlung mit Sissi und der Reise auf die Phillipinen ist wirklich nur sehr grob und dazwischen spielen sich ca. 32 Einzelstories ab. Inklusive Indiana Jones Verarsche, die aber nicht wirklich lustig ist oder so. Tjo, schade eigentlich, da ich Michael Hui ziemlich symphatisch finde und “Chicken & Duck Talk” ein wirklich genialer Film ist. Aber mit dem Rest seiner Filme werde ich nicht so richtig warm.

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Das Kino


Biopsie?
Hypophysektomie?
Elektronystagmographie?

Was immer das alles auch bedeuten mag, es hat nichts mit dem folgenden Thema zu tun.

Aber ich habe mal eine Frage:

Magst Du Filme? Nein? Tja gut dann.. bitte les was interessanteres, denn darum gehts hier. Und zwar nicht im positiven Sinne.. obwohl die Filme selbst dafür eigentlich nix können. Ich liebe ja Filme. Ich liebe es in eine Geschichte einzutauchen und im besten Fall total darin zu versinken. Diese Mischung aus Ton und Bild kann bewirken, dass man vor Freude weinen, sowie vor Entsetzen lachen muss.
Aber das geht natürlich nur, wenn die Gegebenheiten Deiner Umgebung das zulässt, nicht wahr? Und da haben wir nämlich das Problem aka es gibt zwei.

Da wären zum einen erstmal die Besucher des Kinos. Es ist ja einfach schonmal eklig, wenn Leute neben Dir ihre Füße auf die davor liegenden Sitze legen. Also.. das allein eigentlich noch nicht aber wenn sie dann VORHER NOCH IHRE SCHUHE UND SOCKEN AUSZIEHEN, IST DAS SCHON EIN BISSCHEN ABNORMAL!?!?(!!) Hallo? Ich dachte ich sehe nicht recht! Aber gut… das ist schon ein Extrem. Und das wiederum ist typisch für das männliche Geschlecht. Ich unterscheide da wirklich zwischen Männern (Extremisten) und Frauen (nicht so krass, dafür aber kontinuierlich):

Männer
Wie gesagt… das mit den nackten Füßen war jetzt echt ein Extrembeispiel. Der “normale” Kinobesucher macht sowas nicht! Der normale Kinobesucher schert sich einfach nur einen Dreck um alle anderen. Er geht in eine Premiere “weil alle reingehen”, kauft sich an der Theke erstmal Nachos, die Maxipackung Popcorn, sowie 80 Liter Cola und quetscht sich mit seinen noch zusätzlich mitgebrachten Chipstüten in die Sessel… direkt neben Dich.

Es wird eng, die Armlehne ist auf einmal verschwunden und Du ringst nach Luft, da er nach einer Sch(w)eisswolke des Grauens riecht, die schlimmer ist als der Horrorfilm den Du Dir jetzt anschauen wolltest. Der Film fängt an und dank der immer SUPER FUNKTIONIERENDEN aka saukalte Luft auf Dich blasenden Klimaanlage, bekommst Du das nicht mehr so mit, wodurch Du Dir eventuell denkst “Puh, Glück gehabt!”. Doch das täuscht! Denn während einer leisen Szene im Film passiert es dann: Der Typ reißt die Chipstüte auf und fängt nun anscheinend an, darin immer nur nach den größten Chips zu suchen. Anders ist es für mich nicht erklärbar, warum man so lange seine Hand da drin 600 Jahre bewegen muss!?!?!?

Vielleicht suchen sie die größten Chips aber auch nur aus Rücksicht auf alle anderen, weil sie sich an den kleinen Chips nicht verschlucken wollen? Denn WENN das passiert, geht erstmal das Gehuste los. Aber nicht so ein banales “*öhÄÄMM*”, eher so ein, aus tiefster Kehle rausgekeuchtes Gehüstel, bei dem Du denkst, dass er jetzt entweder krepiert oder kotzt. Aber dafür ist ja dann die Cola zum nachspülen da. Und die 120 Liter müssen natürlich auch weg. Also braucht es Dich auch nicht zu wundern, dass der Kerl jetzt den letzten Tropfen mit seinem Röhrchen per Unterdruck so lange nach oben zieht, bis der Becher total ausgetrocknet ist.

Wenn Du dann ganz viel Glück hast, wird nun gleich der Duft seines Schweisses für kurze Zeit durch den markanten Duft eines deftigen Rülpsers ersetzt. Nein, natürlich nicht so einer wie in der Kneipe mit Deinen Kumpels, für den Dich jeder noch loben würde. Eher so einer aus der tiefsten Magengegend, der sich gar nicht so richtig entscheiden konnte, ob er jetzt eher vorne, oder doch lieber hinten rauskommen will. Und von da an ist auch jedes noch so kleine von ihm vor sich hingemurmelte “Wow” bei einer halbnackten Schönheit auf der Leinwand für Dich einfach nur noch abstoßend.

Wenn so jemand neben Dir in einem vollen Kino sitzt, bist Du halt einfach gearscht. :Q

Frauen
Aber auch wenn sich nicht direkt neben Dir der eigentliche Film abspielt, muss das nicht heißen, dass Du in einen Film eintauchen kannst oder so. Nein. :-) Ich würd jetzt sagen, geh halt nicht mit einer Tussi in einen Film. Aber das wäre natürlich Blödsinn, weil es außer ihr noch ca. 300 andere in diesem Raum gibt, die das folgende Klischee ebenso mit Bravour erfüllen!

Frauen besitzen nämlich anscheinend schon nichtmal die Möglichkeit, ihre Blase 2 Stunden unter Kontrolle zu halten. Hallo?? 2 Stunden ohne pissen zu gehen oder das Tampon wechseln zu müssen?? Das ist nicht drin? Oooh sicherlich! Wenn Du mit einer einkaufen gehst, dann klappt das sogar 4 Stunden am Stück, ach was rede ich… auch 6 Stunden sind da ok. Lieber noch schnell das Paar Schuhe kaufen. Ja, mir steht das Wasser inzwischen in den Oberschenkeln aber das halt ich schon noch aus. SCHUUUHEEE!!! >:O Was passiert also? Klar, sie gehen pinkeln. Aber natürlich nicht irgendwie unauffällig. Vorher hocken sie da und wackeln hin und her und sagen ihrem Freund gaaanz lustig (hihi), dass sie mal “Pipi” machen müssen. Dann stehen sie auf, gucken ob alles sitzt und dann gehts los… vorbei an Füßen, fast umgeworfenen 900 Liter Bechern Cola, zertretenen Chipstüten… ja, das ist schon toll.

Okay. Ich weiß schon was Du jetzt denkst. Du denkst, dass ich mich jetzt darüber aufregen werden, dass sie bestimmt zufällig bei einer Szene rausläuft, die überaus wichtig ist und dann anschließend ihren Partner fragt, was gerade passiert sei, stimmts? Nein, tue ich nicht.

Es ist nämlich.. SCHEISSEGAL, ob sie auf dem Klo war oder nicht!!! Es ist SCHEISSEGAL, ob die Szene überaus wichtig war oder nicht!!! Und es ist ihr SCHEISSEGAL, ob Du deshalb jetzt aus dem Film gerissen wirst!!! Denn Weiber müssen leider bei jedem ausatmen gleichzeitig ihre Stimmbänder prüfen aka entweder kapieren sie die Story nicht und fragen was oder sie kapieren die Story und suchen Bestätigung über ihre Vermutungen oder sie sahen den Film schonmal und ERZÄHLEN WAS GLEICH PASSIEREN WIRD!!! Und wenn das alles nicht zutrifft, dann lassen sie halt einfach alle an ihren Emotionen teilhaben. Natürlich passiert das nicht flüsternd oder wenigstens zum Ohr des Partners gedreht. Ist ja auch unnötig. Kann doch ruhig jeder mitbekommen, dass sie es traurig findet, dass das Filmpaar sich gerade getrennt hat… mit einem schönen “Och MANNnnn!”

???????????????????????????????? >:OOO

Naja und es kann auch passieren, dass ihr bei der Story was nicht passt. Das muss ja nicht zwangsläufig heißen, dass der ganze Film scheisse war. Aber wenn er mal 10 Minuten beinhaltet, die ihr nicht so gefallen, kann sie ja auch mal eben kurz telefonieren. Ihre Freundin zum Beispiel anrufen, um ihr mitzuteilen wo sie gerade ist oder so. Du kannst dann spüren, ob das jetzt was längeres wird oder nicht. Warte einfach auf die Frage: “Was machst Du gerade”, dann weißt Du: der Abend ist jetzt endgültig vorbei, denn Du wirst nicht weghören können und mitbekommen, dass ihre beste Freundin ihre Tage nicht bekam und jetzt gerade panisch nach einem Schwangerschaftstest sucht, der sie nicht betrügt. Der blöde Test.

Kino
Das andere Problem.. ist ganz einfach das Kino selbst. Kinobetreiber beschweren sich weltweit, dass Kinos (jaaa, die Raubkopien sind schuld) fast keinen Gewinn mehr machen. Das allein ist es natürlich nicht. Man muss auch einige andere Dinge bedenken:

1. Zum ersten kann sich heute jeder für ca. 5.000 € schon ein 1a Heimkino basteln. Warum sollten Leute also noch dafür aus dem Haus gehen?

2. Und es bringt mir auch nichts, wenn die Leinwand im Kino 10 x so groß ist wie meine, wenn dafür alles scheisse unscharf ist, das Bild rauscht oder sich am besten ein Streifen den kompletten Film lang über das Bild zieht.

3. Aber beim Sound! Beim Sound kann das Kino trumpfen.. so dick hat es der normale Heimkinofan daheim nicht. Oder er hat es aber er kann nicht aufdrehen wegen den Nachbarn usw. Tjopes.. aber leider nutzt das Kino diesen enormen Vorteil so gut wie NIE! So werden Filme prinzipiell so laut gezeigt, dass ich mich locker mit meinem Nachbarn unterhalten könnte, während vor mir gerade die Erde explodiert und sich eine Druckwelle mit der Größe des gesamten Universums auf mich zubewegt. Hihi… manchmal schaltet der Film auch in Stereo um, bevor er schnell wieder ins Dolby schaltet… frag mich nicht warum. :-)

Und ganz selten gibts auch einfach mal Stromausfall. Eigentlich die perfekte Gelegenheit um an Deinem Partner rumzuschrauben aber so lames Notlicht geht ja an und eventuell macht Dein Nachbar auch gerade an seinen Schnürsenkeln rum. =/

Kommen wir also zum Punkt. Ein Kino ist ein langweiliger Scheisshaufen in Sachen Unterhaltung. Vor allem wird ja auch nichts geboten!? Was bedeutet denn “Wir gehen ins Kino.”? Das bedeutet: “Wir schauen uns eine halbe Stunde Werbung und einen Film an, dann gehen wir nach Hause und schlafen.” Woanders hinzufahren lohnt sich dann meistens nicht mehr. Wieso ist es also in Kinos bitte so hurenlangweilig? Kein Mensch will dort gerne einen Abend verbringen. Auf die zwei Stühle an dem Tisch, der einfach als Platzhalter im Raum steht, will ich mich bestimmt nicht 3 Stunden setzen. Weder läuft irgendwie Musik, noch ist eventuell mal ein Club oder eine gescheite Bar oder ein Restaurant neben oder in dem Kino, der / die / das sich mit dem Thema “Filme” befasst aka so etwas wie “Erlebnisgastronomie” kennt man wohl in der Kinobranche einfach nicht. Denn das würde Leute eventuell ja dazu bewegen, noch da zu bleiben und die Einnahmen zu erhöhen.

Aber klar… sich einfach nur über steigende Filmrollenpreise beklagen (ebenfalls.. nur wegen der Raubkopien.. nicht wegen der HURENSCHLECHTEN FILME), selbst immer teurer werden und seit 10 Jahren auf der selben Entwicklungsstufe stehen bleiben… das ist ja auch viel einfacher.

Half-Life

Half-Life (Dreamcast)

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Der 10. Januar 2003 stellt ein historisches Datum für alle Dreamcast-Fans dar: An diesem Tag wurde von der bisher eher unbekannten Scene-Group Xanadu das Anfang 2001 eingestellte Spiel Half-Life released, dass laut Angaben zu 100% fertiggestellt wurde, da es sich um die Gold-Version handelt. Zur Info: Den Gold-Status erreicht ein Spiel, wenn es soweit programmiert wurde, dass es zum Pressewerk geschickt und vervielfältigt werden kann. Wir haben diese Version einmal genauer unter die Lupe genommen.

Doch zuerst ist es Zeit, ein bisschen in der Vergangenheit zu schwelgen…

- Die Geschichte von Half-Life –

Im November 1998, also vor über vier Jahren, erschien für den PC wohl eines der besten Spiele aller Zeiten: Half-Life. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat der First Person Shooter von Valve / Sierra über 50 “Spiel des Jahres”-Auszeichnungen weltweit eingeheimst. Eine damals einzigartige Atmosphäre, bestechende Grafik- und Soundqualitäten und ein ausgeklügeltes Level-Design gaben diesen Stimmen recht.

Im Herbst 1999 erschien die erste Beta eines Mods, und dieses schlug ein wie eine Bombe. Es handelt sich um Half-Life: Counter-Strike, dass ungeschlagen das meistgespielteste Online-Game weltweit darstellt. Eine LAN-Party ohne Counter-Strike ist heute undenkbar, rund um den Globus finden hochrangige Turniere statt. Counter-Strike basiert auf Teamarbeit, die Spieler übernehmen die Rolle von Terroristen oder Counter-Terroristen. Jedes Team besitzt verschiedenes Equipment und jedes Mitglied hat einzigartige Möglichkeiten, seine Fähigkeiten durch gewonnene Missionen zu erhöhen. Die Szene ist weniger schusslastig gestaltet als z.B. bei reinen Multiplayer-Games wie Quake III Arena oder Unreal Tournament, denn der Gedanke des taktischen Vorgehens (z.B. Retten von Geiseln) und Teamarbeit überwiegt. Bis dato ist dieses Missions Pack sogar bekannter als das eigentliche Spiel, Half-Life. Leider kam vor allem in Deutschland die CS-Szene unter den Beschuss der Medien, die das Attentat von Erfurt (Schulmassaker, 18 Tote) und weitere Gewalttaten dem PC-Spiel in die Schuhe geschoben haben.

Mit Half-Life: Opposing Force ist die erste offizielle Expansion für Half-Life erschienen, das neue Einzel- und Multiplayer-Level bietet. Der Spieler schlägt sich dieses mal auf die Seite der Opposing Force, die noch in Half-Life dem Spieler neben den Aliens die Hölle heiß gemacht haben. Dieser Teil ist ebenso wie Counter-Strike PC-exklusiv und findet wahrscheinlich nicht zu schnell den Weg auf eine Konsole. Dies ist zudem das erste Werk, das Gearbox Software für Sierra entwickelt hat.

Blue Shift ist das bisher letzte offizielle Expansion Pak von Half-Life, dass eigentlich exklusiv für den Dreamcast von Gearbox Software entwickelt wurde. Durch Einstellung dieser Version wanderte es jedoch auf den PC. Diese Fassung wurde von der Presse nur als durchschnittlich bewertet, die PlayStation2-Fassung verfügt nicht über diesen Zusatz. Story: Der Spieler übernimmt die Rolle eines Sicherheitsbeamten, der eigentlich mehr oder weniger zufällig Zeuge einer Invasion von außerirdischen Lebensformen wird und sich seinen Weg durch die Massen kämpft.

- Die unendliche Story von Half-Life für Dreamcast –

Zu Beginn der Dreamcast-Ära wurde eine Flut von Spielen angekündigt, und so auch im Herbst 1999, als es die ersten Gerüchte über die bald bevorstehenden Ego-Shooter für die Kringelbox gab. Unter anderen wurde Half-Life genannt, und es dauerte nicht lang, bis Sierra dessen Entwicklung bestätigte. Zuerst war noch nicht bekannt, ob es einen Online-Modus geben sollte oder nicht. Erst Mitte / Ende 2000 berichteten einige Zeitschriften, dass Valve den Online-Modus ohne Angaben von Gründen gestrichen hat. Exklusiv für den Dreamcast sollten die extra Blue Shift-Missionen gestaltet werden, ein Expansion Pack mit neuen Levels und Missionen. So kam es, dass nicht nur die Dreamcast-Magazine das Spiel als eines der Top 10 Most Wanted 2000 einstuften. Viele englische, französische und deutsche Redakteure flogen in unterschiedlichen Abständen nach Texas, um sich von Randy Pitchford, Präsident von Gearbox Software, die gerade aktuelle Version präsentieren zu lassen. Leider wurden der Presse Temine versprochen, die letztendlich ganz und gar nicht der Wirklichkeit entsprachen. So passierte es, dass viele Zeitschriften mehrere Ausgaben hintereinander einen Testbericht von Half-Life ankündigten, jedoch nie Post aus Texas ankam. Anfang 2001 wurde Half Life nach unendlichen Verschiebungen schlussendlich gecancelt. Grund war laut Sierra die Einstellung des Dreamcast, doch wenn man Gerüchten Glauben schenkt, dann waren inoffiziell die Hände von Sony im Spiel, denn Half-Life erschien wenig später für die PlayStation2.

Impressionen der Dreamcast-Version

Beginnen wir mit den Spiel-Modi, die die Dreamcast-Version zu bieten hat. Diese wären…

Hazard Course

Dies ist eigentlich nur ein Übungsgelände, auf dem euch ein Hologramm mit der Steuerung und Verwendung von Waffen vertraut macht. Nach 10 Minuten ist dieser komplett bewältigt.

Half-Life

Das Kernstück wurde seit 1998 unverändert. Ihr seit Gordon Freeman, ein Forscher, der im untersuchirdischen Black Mesa-Komplex arbeitet. Nachdem ihr euch die Arbeitskleidung wie jeden Arbeitstag geholt habt, und euch ins geheime Labor begebt, kommt es jedoch zu einem katastrophalen Unglück. Ein Experiment gerät außer Kontrolle und plötzlichen materialisieren sich viele außerirdische Kreaturen im Komplex und greifen das Personal an. Mit Waffenstärke aber auch viel Grips bahnt ihr euch den Weg aus dem Gebäude. Ihr stoßt zu späteren Zeitpunkt auf eine Spezialarmee, von der ihr annehmt, dass diese euch helfen wird. Doch weit gefehlt, diese wurde von der Regierung geschickt und soll dafür sorgen, dass das Geheimnis um das Experiment vertuscht werden soll und deswegen trachten diese euch ebenfalls nach dem Leben.

Blue Shift

Hier steckt ihr in der Haut des Sicherheitsbeamten Barney Calhoun, der eines schönen Morgens auf seine gewohnte Patroullie geht. Doch an diesem Tag scheint alles schief zu laufen. Die Systeme sind abgestürzt, die Sicherheitsmechanismen spielen verrückt und viele Computer sind außer Betrieb. Doch nicht genug, als sich unser Held mit zwei Wissenschaftern in einem Aufzug befindet, marschieren feindliche außerirdische Geschöpfe in den unterirdischen Black Mesa-Komplex ein und töten viele Wissenschafter. Nun seit ihr auf euch selbst gestellt, ihr müsst die außerirdischen Truppen in Schach halten.

Nun aber zur technischen Seite. Steuerung? Wie sieht es mit der Grafik aus? Kann sich der Sound hören lassen?

Steuern lässt sich Half-Life wie Quake III Arena und Konsorten: Durch A, B, X und Y könnt ihr eure Schritte bestimmen (vor, links, recht, zurück) und durch den Analog-Stick euch umsehen. Standardmäßig ist der Blick invertiert. Durch Betätigung des Digi-Kreuz könnt ihr verschiedene Aktionen ausführen. Runter ist für ducken / schleichen, rauf für springen, mit links schaltet ihr eure Taschenlampe ein und mit rechts “benutzt” ihr Dinge, also könnt zum Bleistift Schalter betätigen oder mit Personen sprechen. Auch wenn ihr kein Freund von Auto-Aiming seit, stellt es sich in Half-Life als sehr sinnvoll heraus, da ihr Gegner wie z.B. die kleinen und flinken Facehugger nur schwer ohne Zielautomatik treffen könnt. Einen direkten Treffer könnt ihr aber nicht erwarten, ihr müsst schon einiges daran setzen, auch im richtigen Winkel zu zielen.

Grafisch gesehen werdet ihr sehr überrascht sein, dass Half-Life in Bewegung nicht wirklich so gut aussieht wie auf den Standbildern. Das Spiel hat hier zwei große Probleme: Erstens sind viele Texturen sehr detailarm und verwaschen – der Nintendo64 lässt grüßen. Das kommt daher, dass die Texturen klein sind und eine niedrige Auflösung besitzen. Durch das Vergrößern werden die Texturen interpoliert und dadurch werden sie so unscharf. Zum zweiten fehlt der Mip Mapping-Effekt anscheinend ganz. Auf gut Deutsch bedeutet das: Wenn sich der Spieler in einem Raum befindet, seht ihr in 15 Meter Entfernung einen Bruch in der Wandtextur. Egal ob oben, unten, rechts oder links. Alles was hinter diesen 15 Meter liegt, wirkt glatt und texturarm. Leider wurde kein Übergang geschaffen, weswegen dieses Manko auch ins Gewicht fällt. Auch nicht wirklich schön ist die Tatsache, dass das Spiel mit ca. 30 bis 45 fps läuft. Bisherige Aussagen sprechen nur von 20 fps, doch unseren Augen kommt es schneller vor. Ein komplett flüssiger Spielfluss kommt jedoch nicht zustande, ab und zu ruckelt die Szenerie sogar, vor allem wenn ihr euch vor großen Objekten wie Kisten befindet. Nun aber zu den positiven Aspekten: Die Charaktere sehen um einiges besser aus als die PC-Vorbilder, wirken nicht so eckig und auch deren Details wurden erhöht: So baumeln die Krawatten der Wissenschafter im Wind, deren ID-Karten sind auch bei näherem Betrachten erkennbar etc.

Hier ein Vergleich eines Wachmanns aus der PC- (links) und Dreamcast-Version (rechts). Letztere wirkt viel runder und detailierter.

Erfreulich viel Soundkulisse wird geboten. Die Wissenschaftler und das Sicherheitspersonal führen Smalltalks, unterhalten sich über Forschungsergebnisse oder grüßen den Spieler. Sonstige Soundeffekte sind klar und der Stereo-Sound macht sich bemerktbar, da sich die Kulisse beim Drehen des Charakters ändert. Musikuntermalung ist nur machmal zu hören, doch diese ist sehr stimmungsvoll und passt gut zur jeweiligen Athmosphäre.

Interview mit Randy Pitchford

Im Laufe der Zeit haben sehr viele Rekateure die Gearbox-Hallen in Texas besucht und so summierten sich viele interessante Fragen und Antworten durch die Gespräche mit Randy Pitchford (Präsident Gearbox Software). Beachtet bei folgenden Interview-Schnippsel, dass diese auf dem Stand von 2000 / 2001 sind.

Q: …with Half-Life already appearing on the PC, was it necessary to devote many resources and people to bring it to the Dreamcast or was it just a straight PC-to-DC port?

A: There are a lot of people involved in theis project, simply because it’s a very important title for Sierra and Valve Software. It’s a very special product with a special set of teams devoted to it – we’ve got Valve, the developers of the original game, taking a keen interest and spending a lot of time directing the development of the whole process, we’ve got a team like Gearbox, who is intimaterly related to the Half-Life fanchise by creating an award-winning add-on for it, we’ve got Captivation Digital Laboratories who know the Dreamcast better than anyone else and of course, there’s Sierra Studios who is the publisher ofthe product. And all of us together are working with Sega, so there’s a pretty big team behind this whole thing.

Q: “…why didn’t you think about bringing a proven success such as Opposing Force to the Dreamcast?”

A: “We didn’t think of Opposing Force so much as new content althogh we may think about bringing it over, but there’s only so much room on a Dreamcast disc and that’s one of the main reasons why we didn’t convert Opposing Force to the Dreamcast. (…)”

Q: “Right, the big question. Considerin this is the last interview you’re going to give before the game actually comes out, we’ve got to ask you… online multiplayer play. Is it happening or not?”

A: “Well, here’s the thing – we’ve been working with Sega and we want to Half-Lufe multiplayer stuff done right. They’re planning some sort of announcement about it and it’s all going to be very exciting, which it why we’re not talking about it because we don’t want to blow it all. Sega and Sierra are planning something, so I’ve got nothing to do with that… what I can say is that from he beginning, there’ been work done on it and it works to some degree. Half-Life multiplayer is a big part of the Half-Life experience and that’s why it’s important tp make sure that it’s delivered properly on the console. (…)”

Die Alternativen

Leider führte die kurze Lebensdauer des Dreamcast dazu, dass die Shooter-Konsole Nummero Uno, der Nintendo64, nicht getoppt werden konnte, obwohl die Zeichen dank der leicht zu verstehenden Plattform gut standen. Doch was genau gibt es nun für Alternativen, die es käuflich zu erwerben gibt?

Quake III Arena
Das wohl beste Beispiel für First Person Shooter auf dem Dreamcast ist wohl der dritte Teil der Quake-Saga, dass dieses mal komplett auf den Multiplayer-Modus ausgelegt wurde. In 30 Arenen (13 extra für Dreamcast entwickelt) wird mit bis zu vier Leuten gefraggt was das Zeug hält. Erstmals konnte auf einer Konsole ein Ego-Shooter online gespielt werden, später konnte man sich durch Updates der PC-Versionen auch mit Computer-Spieler die Birne wegballern. Die Grafik besticht durch eine konstante Framerate und sehr schönen Texturen. Grafisch schlägt Quake III Arena somit Half-Life um ein ganzes Stück.

Soldier of Fortune
Crave veröffentlichte diesen von Raven Software entwickelten Ego-Shooter noch nach der Einstellung des Dreamcast und stellt wohl die in Sachen Umgebung / Realität das verwandteste Gegenstück zu Half-Life dar. Der Spieler steuert den Vietnam-Veteran John Mullins, der für die geheime UN-Gruppierung “The Shop” Terroristen den Hintern wund ballert. Sehr viel Aufmerksamkeit wurde auf den Gore-Faktor gelegt, so spritzt das Blut wie verrückt aus allen Ecken und Enden, ihr könnt Körperteile wie Arme, Beine und Köpfe von dem Korpus schlagen und dennoch: Alles ist in einer realitätsechten Umgebung gehalten, ohne dabei übertrieben zu wirken. Verwendet wird die Quake II-Engine, die Grafik ruckelt zwar ab und zu, aber ist durchaus nett anzusehen, sie liefert sich zudem ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Half-Life. Welches Spiel die bessere Grafik besitzt, kann man so nicht beantworten, da dies sich von Areal zu Areal unterscheidet. Negativ fallen aber die nervigen und langen Ladezeiten auf.

KISS Psycho Circus: The Nightmare Child
Wer kennt sie bitteschön nicht? Bemalen wie Geisterbahn-Figuren und Zungen so lang wie wie ein Kuhschwanz. Eine der größten Rockbands der vergangenen Jährchen feiert nach eigenen Comics und Action-Figuren endlich einen Auftritt auf dem PC und Dreamcast. Doch oh Schreck! Dieser Ego-Shooter ist “powered by Windows CE”, was eigentlich nichts gutes bedeutet. Doch KISS Psycho Circus kann sich sehen lassen. In guter Singelplayer-Manier kämpft bzw. schießt ihr euch den Weg durch Monster-Clowns und entstellte Kreaturen frei. Die Athmosphäre ist sehr strange, es gibt verrückte Waffen und umso krankere Gegner, jedoch wirkt das ganze noch “realistisch verrückt”. Grafisch ganz nett, wenn auch trist, ihr solltet mal einen Blick drauf werfen.

Outrigger
Selbst Sega persönlich hat für Shooter-Nachschub gesorgt, auch wenn man Outrigger nicht wirklich mit Half-Life und Co. vergleichen kann. Den Helden sieht man beispielsweise direkt über die Schuler, eine reine Ego-Perspektive gibt es nicht. Seine Herkunft aus der Spielhalle sieht man dem Spiel sofort an, denn Langzeitmotivation und Story ist quasi nicht vorhanden, da wichtige Modes fehlen. Es handelt sich daher um einen reinen Arena-Shooter. Mit dem Controller ist das Spiel fast unmöglich zu spielen, erträglicher wird das Geballere mit Maus und Tastatur. Zusätzlich besitzt die PAL-Version keinen Online-Modus, herber Nachteil gegenüber US- und JP-Version. Dafür wurde ein Vierspieler-Modus in das Spiel integriert. Gute Grafik und konstante 60 fps lassen das Gesamtbild ein wenig besser dastehen. Trotzdem nicht jedermanns Geschmack.

2 Stupid Dogs

2 Stupid Dogs

Einer der meiner Meinung nach besten Hanna-Barbera Zeichentrickserien, auch wenn nicht besonders tiefsinnig. Produziert wurde es von 1993 – 1995, danach sah ichs immer auf Cartoon Network.

Die Protagonisten sind – wie aus dem Namen zu schließen – 2 dumme Hunde.. sehr dumm sogar. Namen haben sie allerdings soweit ich weiß keine. Die Stories finden meistens irgendwo in einer Stadtszene statt, wobei es nur wenige fixe Schauplätze gibt wie z.B. den Supermarkt, wozu der kleinere Hund immer einen Schuh braucht, um die Schiebetür zu öffnen, da ihn der Bewegungsmelder nicht erkennt.

Der kleinere der beiden Hunde ist völlig abgedreht und verrückt, neugierig und wie gesagt nicht der intelligenteste.. Viele Folgen spielen auf seine Panische Angst vor Katzen an. Wobei in mehreren Folgen ein Charakter, und zwar eine kleine, süße Katze, die sich meist nicht bewegt und nur “meow” sagt, vorkommt. Das ist einer der running gags die sich durch sämtliche Folgen ziehen.

Der größere Hund ist in Sachen Aktivität das genaue Gegenteil und schläft die meiste Zeit nur, lässt sich durch kaum etwas aus der Ruhe bringen und wirkt durch seine Teilnahmslosigkeit manchmal intelligenter als der andere Hund, ist aber immer noch strohdumm. Außerdem hat er keine Angst vor Katzen und kann sie mit einem gelangweilten “Woof” zu Tode erschrecken.

Was auffällt, ist die charakteristische Musik, wobei in gewissen Situationen eigentlich immer die selbe Musik verwendet wird, was aber nichts macht, da sie eigentlich ganz gut passt. Von den Sounds her sind sämtliche Geräusche völlig übertrieben und passen gut ins Gesamtbild.

Beim Zeichenstil fällt auf, dass alles oft Detailarm ist, aber der Aufwand eben auf das Geschehen gelegt wird und nicht auf Hintergrunddetails, passend zur weniger tiefgehenden Handlung. Der Stil ist sehr abstrakt, aber trotzdem ist alles sehr liebevoll animiert und kann überzeugen :)

Boah, is mir langweilig..

Zum Abschluss noch eine kleine Auswahl an Folgen zum selbergucken
Cat!
Spit Soup
Stund Dogs

Die Sendung bekommt von mir:

Kuchenmeister Relax

Nachdem es ja seit nunmehr 4 Jahren kein Yes Törtchen mehr gibt, ich diese mittlerweile sehr vermisse, hat es mich umsomehr gefreut eine designmässige 1:1 Kopie im örtlichen Rewe zu finden.

Nennt sich Relax, kommt auch einzeln verpackt mit der kleinen Pappschiene, 3 Lagen und schmeckt zu 90 % wie Yes-Karamel (meine Lieblingssorte).

Lediglich die Schokolade ist etwas dicker, dafür gibt einen Pen weniger

Pokemon De Panepon

Pokemon de Panepon [ポケモンでパネポン]
(Nintendo, 2000, Gameboy Color)

Tjo, da ich ja in den letzen Wochen und Monaten gern und oft Puzzle Games spiele hab ich mir auch ein paar neue angeschafft. Allen voran, wenn auch schon etwas her “Pokemon de Panepon”. Hierzulande auch als “Pokemon Puzzle Challenge” erschienen. (Bzw. bekannt als “Tetris Attack” -Anm. des Archivzuständigen)


( Titlescreen | Das Spielgeschehen )

Das Spielprinzip ist genauso einfach wie simpel erklärt. Auf dem Spielfeld sind lauter Steine in verschiedenen Farben. Jeweils 3 der selben Farbe in einer Reihe oder auch übereinander lässt diese verschwinden. Man kann immer 2 Steine tauschen. Logischerweise gibt es auch Extrapunkte wenn man Combos macht etc.


( Story Mode | Gegen andere Spieler )

Neben dem obligatorischen Endless Mode, bei dem immer Steine nachkommen während das ganze immer schneller wird gibt es auch noch weitere Modi:
- Story Mode
Hier spielt man gegen andere Pokemon Trainer (zum Glück merkt man abseits vom Story Mode eigentlich fast nix von den Viechern). Der Gegner kann einem natürlich Schaden und zwischen den einzelnen Kämpfen gibt es immer kurze Dialoge, die zur Not auch geskipped werden können.
- Training Mode
Hier gibt es z.b. vorgefertige Puzzle in einer bestimmten Anzahl Schritten zu lösen oder einen Modus in dem man einen Level bis zu einer bestimmten Stelle clearen muss.


( Menü Screen | Stage Select )

Sound und Grafik sind eigentlich ganz nice und für Gameboy Color Verhältnisse sicher in Ordnung. Die Musik besteht soweit ich das beurteilen kann großteils aus Remixen von den anderen (derzeit aktuellen) Pokemon Games und grafisch muss ein Puzzler ja nicht so sehr protzen.

Fazit: Wenn man auf Puzzlegames steht kann es schon passieren, das man es “mal kurz” einlegt und im Nullkommanix dann malwieder 10 Minuten rum sind. Vorallem da es nicht wirklich teuer ist kann man da eigentlich nichts damit falsch machen. Solides Puzzlegame halt. Einen 2-Player Modus (sofern man 2 Cartridges und ein Link-Kabel besitzt) gibt es übrigens auch. Für etwas Extra-Fun wenn man schon alles im 1-Player Mode mal probiert hat oder wenn man sich einfach gern mit seinen Freunden kloppt. Auch wenn da nie etwas über Puyo gehen wird :P

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Odin Sphere


(Unsere Akteure: Gwendolyn, Oswald, Velvet, Mercedes, Cornelius.)

Odin Sphere Vanillaware / Atlus. PS2, 2007

In der Welt von Erion ist die Hölle los. Die großen Nationen stehen kurz davor, sich gegenseitig den Krieg zu erklären. Der Grund: Alle wollen den “Cauldron of Crysallization”, eine mysteriöse mächtige Maschine, deren bloße Existenz über Sieg und völlige Vernichtung entscheiden kann. Auch die Nation Valentine wurde eines Tages ohne Vorwarnung ausgelöscht. Was keiner weiß: Der Kessel ist Teil einer Prophezeiung, die das Ende der Welt, das Ende für alle bedeutet. Oh weh.

Odin Sphere ist ein schönes Beispiel für Internethype. Schon Monate vor dem Release bestaunte man das wunderschöne 2D-Artwork und feierte den Quasi-Nachfolger von Princess Crown schon im Vorfeld massiv als 2D-König auf der PS2. Das Game sieht aus, als wäre es einem Paralleluniversum entsprungen, in dem niemand die Idee kam, sich an dreidimensionaler Grafik zu versuchen, sondern der technische Fortschritt für immer komplexere 2D-Welten genutzt wurde.

Obwohl zu gleichen Teilen RPG und Prügler, war man bei Vanillaware so klug und hat sämtlichen Ballast, der sonst RPGs aus Japan plagt, über Bord geworfen: Eine “Kleiner Junge rettet Welt”-Story ist nicht zu finden (weiter unten mehr), ebensowenig wie künstliche Streckung der Spielzeit. Statt Milliarden Items, die alle kaum etwas nützen beschränkte man sich auf einige wenige, die zu jeder Zeit brauchbar sind.


(Links: Der Spielstand/Buchauswahlbildschirm. Er ist so nice. | Rechts: Random Kampfszene.)

Wieviel Liebe zum Detail in diesem Spiel steckt, merkt man gleich am Anfang. Der Spielstandbildschirm als eigene kleine Spielszene, auf dem Boden liegen Bücher, die die Geschichten der verschiedenen Charaktere darstellen. Hier kann man in Form eines kleinen Mädchens ein Buch aufheben, worauf es sich auf einen Sessel setzt und beginnt, zu lesen. Das ist einfach hurenniedlich anzuschauen und vermittelt Atmosphäre. Ist man erst mal mitten drin, klappt die Kinnlade richtig weit nach unten. Zwar ist die Frameanzahl der Animationen eher spärlich, aber mittels Tricks wie Rotation etc. haben Vanillaware es hinbekommen, dass jeder einzelne Charakter zu jedem Zeitpunkt tatsächlich lebend wirkt – sie atmen, bewegen ihre Köpfe, Augen, Hände…und wartet erstmal ab, bis ihr den ersten, bildschirmfüllenden Endboss seht: Odin Sphere ist das schönste Spiel auf der PS2. Zum befürchteten Slowdown muss ich sagen: Klar, er nervt, tritt öfters auf, aber sorry, er ist mir scheißegal, wenn das Spiel sonst so geil aussieht und man den Slowdown-Verursacher, also meist ein oder mehrere Gegner, innerhalb weniger Sekunden töten kann.
Den Musik-Hype hingegen kapier ich nicht. Die Stücke sind kompetent gemacht, aber sorry…klagende Streicherteppiche hier, Keyboard-Chöre da, so klingt jedes RPG aus Japan irgendwie. Netterweise haben Atlus für die US-Version sowohl die englische Synchronisation als auch die japanischen Originalstimmen spendiert. Beide Versionen lassen sich als gelungen bezeichnen.


(Odin Sphere ist ja schon ein wenig Emo. Ständig wird gelitten und gestorben. Hat was von Shakespeare.)

Das erste Buch erzählt von der Walküre Gwendolyn. Nach Komplettierung ihrer Geschichte werden auch die Stories der anderen 4 Charaktere freigeschaltet. Ein Buch durchzuspielen, dauert etwa 7-9 Stunden, man muss also nicht unbedingt 100 Stunden in das Spiel stecken, um ein Ende zu sehen. Allesamt tauchen die Charaktere auch in den Stories der anderen auf. So ergibt sich später eine doch verblüffend gut verwobene Gesamtgeschichte, die man als Spieler von allen Seiten beleuchten kann. Hier geht es nicht einfach nur um “Gut gegen Böse”, sondern jede Partei hat ihre eigenen Motive und Ziele. Übrigens: Trotz einiger der nordischen Mythologie entnommenen Begriffe spielt Odin Sphere in einer eigenen Welt mit eigener Story.

Nach diversen, die Story weiterführenden Cutscenes wählt man ein Gebiet auf der Weltkarte aus, welches man besuchen möchte. Bei der Ankunft macht sich dann erstmal Verwirrung breit. Die einzelnen Gebiete sind nämlich in kreisförmige Stages oder eben Spheres aufgeteilt, Mini-Levels, die sich Defender-style “umrunden” lassen. Ein Gebiet besteht aus einem netzförmigen System mit 10 oder mehr verbundenen Stages. Am Ende steht natürlich ein Endboss. In regulären Stages tauchen nach wenigen Sekunden Gegner auf. Jetzt heißt es, mit Square-Button draufkloppen und Attacken chainen. Wer sich jedoch mit zuviel Eifer buttonmashend den Gegnerhorden entgegenstellt, wird die POW-Leiste oben links leeren und seinen Charakter schnell in einen “Faint”-Zustand befördern, in dem er sich einige Sekunden nicht bewegen kann. Das soll wohl Spieler davon abhalten, allzustumpf draufzuprügeln. Naja.


(Die Charakterdesigns sind teilweise echt dick und weit entfernt vom üblichen 0815-Animecrap.)

Kleine Leuchtkugeln, Phozons, werden von Gegnern nach ihrem Tod abgegeben. Einmal aufgesammelt, funktionieren sie wie Erfahrungspunkte zur Stärkung der “Psypher” genannten Waffe. Diese wird so nicht nur besser, sondern erlaubt Zugang zu immer mehr Spezialskills (Tornado, Unsichtbarkeit, etc). Aber die Phozons nur so zu verwenden, wäre ganz schön blöd. Es gibt nämlich noch Samen. Jetzt nicht den Samen, den Max so gern mag, sondern Pflanzensamen. Sie lassen sich in Shop-Stages erwerben oder tauchen in Schatztruhen auf (jene erhält man nach dem Töten alle Gegner in einem Stage. Die Qualität des Inhalts richtet sich dabei nach der eigenen Schnelligkeit und dem eingesteckten Schaden). Pflanzt man sie in die Erde, während noch Phozons in der Luft schweben, fliegen letztere in die Samen hinein und eine Pflanze wächst daraus, an der dann Früchte wachsen. Früchte geben einerseits HP und andererseits EXP, die den maximalen HP zugute kommen. So ergibt sich stets eine schöne Balance-Entscheidung. “Die Phozons in die Waffe oder lieber ein paar Früchte wachsen lassen?”.
Später gibt es die Möglichkeit zur Verwendung von Alchemie und Kochrezepten. Auch das dient der Produktion von hilfreichen Items, ist je nachdem teurer, aber dafür um einiges effizienter.

Soviel zum Item- und Kampfsystem. Ersteres ist wunderbar umgesetzt. Letzteres ging mir irgendwann schrecklich auf den Sack. Das hat zweierlei Gründe: Erstens: Attacken lassen sich nicht canceln. Wer also gerade durchs Chainen eine langwierige Angriffsanimation verursacht hat, während sich der Gegner spontan dazu entscheidet, einen tödlichen Angriff auszuführen, hat die Arschkarte gezogen. Hihi. Gut. Lässt sich darüber hinwegsehen, muss man etwas vorsichtiger sein; Anfangscharakter Gwendolyn ist ohnehin nicht gerade die Schnellste. Zweitens: Spezialskills canceln nicht die Attacken der Gegner. Wer also gerade den tollen Phozon Blast castet, während der Gegner im Anfangsstadium einer Attacke ist, zieht ihm zwar saftig HP ab, hat aber trotzdem die Arschkarte gezogen, da er nach dem Casten immer noch kurz festsitzt, und so der Gegner ungestört draufhauen kann.

Hier hört der Spaß dann langsam auf. Wie man sich fast schon denken kann, dauert das Konsumieren von Items natürlich auch seine Zeit. Wer also gerade einen Heiltrank zu sich nimmt, während der Gegner…ja, den Rest könnt ihr euch denken. Das ist vor allem so schlimm, weil besonders die Bosse teilweise scheißeschnell sind und vom einen Augenblick zum nächsten direkt vor einem stehen können, obwohl man vorher noch sicherheitshalber einen halben Kilometer weglief.


(Gerne hätte ich euch ein paar spannende Bilder vom Pflanzenzüchten gezeigt. Es gibt nämlich auch eine Pflanze, an der Schafe wachsen. Leider fand ich keinen passenden Screenshot. War so schon schwer genug, nice Screens zu finden. >:O)


Lässt sich natürlich als ganz tolles taktisches Element betrachten. Aber sorry, für mich ist das einfach arschiges Spieldesign. Persönlich konnte ich drüber wegsehen, weil der Rest des Spiels einfach so genial ist, so tolerant dürfte aber sicherlich nicht jeder sein.

So viel Information auf einmal, puh…wechseln wir also in das nächste Stage durch einen der Exitpunkte und…huch! Es sieht genauso aus wie das vorige.

WAS SOLL DAS?

Das ist leider einer der lamesten Nachteile von Odin Sphere. Die einzelnen Gebiete (etwa 7-8 unterschiedliche insgesamt) sind wundervoll animiert, mit unzähligen Parallaxebenen und allerlei Details versehen…aber wer eine (ohnehin kleine) Stage eines Gebietes gesehen hat, hat sie (mit Ausnahme der Endbossstage) alle gesehen.
Ich meine…klar, dass 2D-Artwork wie dieses hurenteuer und -aufwändig ist, aber hätte man nicht wenigstens die existierenden Grafiken für jedes Stage etwas anders arrangieren können? So kommt einem das Ganze ein bisschen wie eine Theatervorführung vor, bei der mit wenigen Bühnenhintergründen eine tierisch epische Story erzählt wird. Da die Story eigentlich auch zu dieser Idee passt, ist das gar nicht so schlimm, nur: Wer kilometerlange, ausschweifende 2D-Welten erwartet, der wird bitter enttäuscht werden.


(Links: Im Schneelevel verliert man konstant HP, wenn man nicht regelmäßig wärmende Tränke trinkt. | Rechts: In den Restaurants von Pooka Village kann man sich bekochen lassen. Zwar braucht man dafür ordentlich Asche und die passenden Zutaten, aber das servierte Futter bringt eine Menge EXP.)

So sind die recycelten Grafiken und das eintönige Kampfsystem der Grund, das Spiel früher oder später aus der PS2 zu holen. Es sei denn, jemand möchte die Story bis ins letzte Detail kennenlernen. Ja, das kann man Odin Sphere eigentlich zu Gute halten: Die Geschichten sind hier weder originell noch besonders aufregend, aber so elegant und straightforward erzählt, dass es einfach Spaß macht, ihnen zu folgen, und sind für mich auch Antrieb, das Spiel weiterzuspielen. Trotz ihrer relativen Klischeehaftigkeit haben sie etwas ungemein poetisch-märchenhaftes.

Odin Sphere bietet summa summarum eine runde, glattpolierte Spielerfahrung. Nur, dass Vanillaware wirklich etwas sparsam mit eigentlichem Inhalt waren, wurmt am Ende etwas. Die restlichen Charaktere neben Gwendolyn haben zwar alle eine andere Geschichte zu erzählen, aber dennoch müssen die selben Bosse und Gegner in den selben Gebieten erledigt werden (bloß in anderer Reihenfolge). Das tut der Abwechslung da auch nicht wirklich gut.

So bleibt abzuwarten, ob Vanillaware sich weiterhin als Entwickler hervorragender 2D-Games behaupten können, oder ob sie im Zuge der neuen Konsolengeneration untergehen werden. Ich hoffe das beste für sie, denn Odin Sphere hat zwei Dinge verdient: Erstens gekauft zu werden, zweitens ein Sequel.

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