Munin, 17.06.2006
Running Scared

Joe (Paul Walker) ist ein kleiner Gangster, der von seinem Boss den Auftrag erhält, eine gegen Cops verwendete Waffe zu entsorgen, Er versteckt sie aber bei sich im Keller, statt sie irgendwo zu versenken. Als sein 10-jähriger Sohn mit seinem Kumpel Oleg die Waffe findet, klaut Oleg sie, schießt damit auf seinen gewalttätigen Vater und flieht.
Nun ist der aber zufällig der Neffe eines russischen Mobsters, der gerade mit der Gang von Joe einen Deal aushandelt. Die Waffe gerät (mitsamt Oleg) auf die Straße und in die Finger von anderen Kriminellen, Huren, Pädophilen und Zuhältern. Joey macht sich auf die Suche.
Also. Baha. Consider me surprised? Immerhin ist dieser Film mit Mr. “Egal-wie-scheiße-der-Film-ist-ich-mach-mit” Paul Walker (Siehe das Proll-Festival Fast And The Furious). Aber siehe da, Running Scared entwickelt sich zu einem dreckigen, düsteren Thriller, der mit etwaigen Gangsta-Allüren überhaupt nichts zu tun hat und – was ich schon länger bei keinem Film empfunden habe – richtig spannend sein kann. Auch wenn er nicht ohne ein paar Klischees auskommt, zieht er seinen Plot in einem furiosen Zickzackkurs mit unerbittlicher Konsequenz und Gewalt durch. Ohne Gepose, blöde Hoppermucke oder dicke Titten. Klar ist Paul Walker nicht unbedingt das Nonplusultra und bleibt eher identitätslos. Aber hier sieht man, wie man mit einem vernünfitgen Regisseur und Drehbuch auch das schlechteste Image aufpolieren kann. Beeindruckend.
