Munin, 08.06.2006
The Cat

Im Prinzip ließe sich hier vollständig auf die Badmovies.de-Rezension verweisen, ein paar Worte seien zu diesem Trash-Feuerwerk aber schon noch gesagt:
Wisely (Gespielt von Waise Lee) ist Schriftsteller. Sein Freund Ti Lung wird nachts von unsagbarem Lärm geplagt, der aus der Wohnung über ihm kommt. Wisely untersucht die Sache, und trifft auf einen alten Mann, eine Katze und ein Mädchen (die recht geile Gloria Yip). Diese ziehen durch die Museen der Stadt und klauen irgendein komisches Octagon (??). Es stellt sich heraus, dass die drei von einem anderen Stern kommen und zur Erde geflohen sind, weil ihr Stern von “Evil Influence” besetzt ist. Die Evil Influence hat sie natürlich verfolgt und nimmt auf der Erde die Form eines komischen roten Schleims ein, der Leute frisst und sich in solche verwandeln kann.

Spätestens jetzt dürfte man merken: The Cat ist total bekloppt. Und total trashig. Kein Wunder, stammt das Werk doch von “Story Of Ricky”-Regisseur Nam Lai-Choi.
Im Gegensatz zu vielen anderen Trashfilmen ist “The Cat” aber auch in nüchternem Zustand unterhaltsam.
Dazu gibt es genug Beispiele: Etwa, wenn Gloria Yip wie unter Drogen gesetzt kichert und auf Fernsehantennen schwebt (und die Katze (die im Übrigen “General” heißt) gleich hinterher); wenn das schleimige Etwas eine Handvoll Polizisten frisst und im Körper von Wisely’s bestem Freund bei einer Gang (??) Waffen kauft, selbige mit diesen dann in kompetenter HK-Action-Manier erledigt (wobei Leute Granaten in den Mund gesteckt bekommen und andere 3 Meter durch die Wand fliegen); wenn im spektakulärsten tierischen Showdown der Filmgeschichte ein auf die Katze angesetzter Hund sich mit ihr einen furiosen Kampf liefert, bei dem beide Tiere (bzw. ihre Stoffpuppen-Doubles) durch die Luft fliegen und sich unter Strom setzen; wenn Wisely seine Wodkakollektion als Molotov-Cocktails zweckentfremdet um sich vom “Killer From Outer Space” zu schützen – und wenn am Ende in einer herzerweichenden Szene, die Spielberg nicht besser hinbekommen hätte, zu kitschiger Synthie-Musik leuchtender Staub durch die Gegend fliegt, der Gloria Yip erneut zum Kichern bringt und sie vor lauter Freude mit Wisely und seiner Frau im Kreis tanzen lässt. Die Katze wird durch den Sternenstaub verstrahlt und zu der Waffe gegen den Space Killer. Am Ende flüchten die drei auf das Dach eines Gebäude, das völlig vom gigantischen Schleim umgeben ist. Dieser verwandelt sich mehrmals in komische Kreaturen (eine davon ist oben zu sehen), von denen eine aussieht wie ein altersschwacher Gozilla. Heroisch fliegt die Leuchtekatze in ihr Maul und explodiert dort. Gloria Yip und die Katze fliegen glücklich zu ihrem Stern, die Evil Influence ist nämlich besiegt.

Die Story macht so gesehen keinen Sinn. Warum klauen sie das komische Octagon? Wer ist der alte Mann, Errol und warum erscheint er plötzlich als Gloria Yip mit der Katze im Museum ist? Warum wollen sie wieder zu ihrem Stern zurückkehren, wenn doch dort die Evil Influence haust?
“The Cat” ist bekloppt. Die Schauspieler sind nicht schlecht, aber betreiben der Atmosphäre des Filmes gemäß ordentlich Overacting. Die Spezialeffekte sind für einen Film dieses Alters (und Budgets) gar nicht mal schlecht, aber durch ihre Übertreibung letztendlich das, was “The Cat” zu einem durch und durch spaßigen Film macht. Damit lässt sich auch keine gescheite Wertung vergeben, denn obwohl der Film einfach unfreiwillig komisch ist, kann ich mir vorstellen, dass es für Waise Lee & Co. schwer gewesen sein muss, beim Kampf gegen die Todeskatze und das bösartige Schleimmonster eine ernste Miene zu machen.
Allein wegen dem Kampf zwischen Katze und Hund (bei dem – Achtung PETA-Fetischisten! – ob der vielverwendeten Puppen und Special Effects sicherlich die Tiere das ein oder andere Haar lassen mussten (obwohl hier nirgendwo schlimme Gewalt, Blut oder Gore zu finden ist)) absolut zu empfehlen.