The Dezaemon 2 Series – Daioh XX Maniac

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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D A I O H . X X . M A N I A C

Quote:
Developer: Mo4444
Jahr des Releases: 2007
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=l4ACJZlPxI8


Und noch ein Daioh P! Remake. Dieses ist sogar aus dem Jahre 2007, also relativ aktuell. Ein Saturnspiel aus dem Jahre 2007, dass ich das noch erleben darf. Nachdem ich mir die Tränen aus den Augen gewischt hatte, schaute ich mir erst einmal das Titelbild an und befand es für gut. Überhaupt ist das ja irgendwie strange, dass die Dezaemon Shmup Titelbilder immer 2×2 sind, also doppelte Pixelgröße. Das ist ja irgendwie schon Style, aber ka.. musste man soviel Ram sparen?


Wie dem auch sei. Daioh XX Maniac hat zum ersten mal eine wirkliche 1×2 Pixel Hitzone. Diese ist als blinkendes, kleines, rotes Viereck in der Mitte des Schiffes gekennzeichnet und vor allem auch wirklich von Nöten. Schon in Stage 1 kriegt man es hier mit Bulletvorhängen zu tun, dass einem schwindelig wird. Fast kommt Do Don Pachi feeling auf, wenn das nicht alles so… “klobig” wäre. Ich weiß nicht, ob die Dezaemon Engine, bzw. der Tatescreen im Yokomode, für Bulletspewer im Stile Do Don Pachis so geeignet ist. Der Platz ist zu limitiert und gerade im Fall von Daioh XX Maniac sind die Bullets eine Nummer zu groß. Das Ausweichen funktioniert zwar, vor allem, wenn später die Geschwindigkeit herunter gefahren wird, aber es sieht einfach nicht schön aus. Und das Auge isst man ja bekanntlich mit, gell? HAHAHAHAHALÜLZZZZ… aka.


Ansonsten fällt einem die Power Up Item Inflation auf. Gut ist, neuen Schuss gibt’s überhaupt nicht – und demnach auch kein Ausweichen von unerwünschten Power Ups – aber dafür hinterlässt jeder zweite Gegner ein Bombenitem. Ich hatte am Schluss um die 10 Bomben und das war einfach komisch. Die Grafik war auch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits nicely remixed im 16-Bit Style ohne großartige Schnörkel, aber andererseits schaute auch hier und da zuviel vom original Daioh P! raus. Diese einfarbigen, glatten Flächen ohne jegliche Details oder Antialiasing, das passte einfach nicht. Da hatte sich Daioh Th Hyper Storm zuvor etwas mehr angestrengt. Die geremixte Musik hält sich auch in Grenzen und so ist Daioh XX Maniac ein komischer Bastard aus dem Original und dem Remix, was einfach nur ein Mittelmaß ergibt. Nix ganzes und nix halbes. Spaß macht es definitiv, aber leider nicht genug.

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The Dezaemon 2 Series – Daioh The Hyper Storm

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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D A I O H The Hyper Storm

Quote:
Developer: MK2
Jahr des Releases: 2000
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=uIbiN3-bdpk


In der Dezaemoners Community gab’ es wohl mal eine Zeit oder einen Contest, bei welchem das Daioh P!, welches sich auf der Dezaemon 2 CD als Sample Game befindet, einem Remix unterzogen wurde. Mehrere Spiele haben das Daioh im Namen und verblüffende Ähnlichkeiten mit dem Originalspiel. Wenn auch oft verbesserte Grafik und geremixte Musik. Die Ähnlichkeiten aber blieben. Irgendwie geil, dass es eine derartige Community für das Dezaemon 2 überhaupt gab. Ich kann mir vorstellen, dass der Austausch von Daten noch nicht so easy war. Es hätten alle ein Saturn Floppydrive benötigt? Oder… ging das irgendwie anders? Wie dem auch sei, bis in’s Jahre 2008 (aka dieses Jahr???) gab’ es noch Spiele und vor allem Dezaemoners Community Treffen. Schade, dass gerade keines war, als ich in Japan war. ~_°?


Sick, wie oft man schon am Logo erkennt, ob ein Spiel wohl cool sein wird oder nicht. Daioh The Hyper Storm hat zumindest schon einmal eins und siehe da, man wird nicht enttäuscht. In Stage 1 erkennt man gleich, dass hier ein Könner am Werk war. Alles ist wunderschön gepixelt, wenn auch etwas sehr basic. Hier und da, vor allem bei den Hintergründen, hätten es etwas mehr Farben sein können, bzw. Details oder Verläufe. Aber ab Stage 4 und 5 gibt’s dann immerhin aufwändigere und ziemlich gute Hintergründe. Das Gesamtbild stimmt also und es können vor allem die Gegner und das eigene Schiff überzeugen. An Spezialeffekten wurde (leider) etwas gespart. Und so sind Spriterotationen, 3D Fakes oder der geniale Hitzeflimmern Effekt beim Lava Endboss (drittes Bild) eher eine Seltenheit. Es macht sich also gleich einmal etwas 16-Bit Flair breit.


Der Waffen gibt es viere und leider wurde auch hier wieder auf das bewährte Dezaemon System gesetzt und somit ist man ständig am Ausweichen der Power Ups. Ich persönlich find das etwas unnötig, da Power Ups für einen keine Gefahr darstellen sollten. Bei Daioh The Hyper Storm wird das immerhin etwas gelindert durch die Tatsache, dass alle Waffen ziemlich gut und ziemlich ähnlich sind. Des Weiteren fliegen oft gleichzeitig alle vier available Waffen herum und so kann man einfach die lamsten zuerst aufsammeln und dann die Waffe, die man behalten will, als letztes einsammeln. All zuviel hat man ohnehin nicht zu tun, da Daioh The Hyper Storm (gottseidank) sehr human ist und sogar auf Schwierigkeitsgrad Hard einen eher moderaten Schwierigkeitsgrad bietet. Fans von Hardcore Shmups können ja immer noch Areichalken -Hard Mode- spielen. Ansonsten tut sich eigentlich nicht viel. Es ist ziemlich straight forward. Man sammelt Boni hier und da auf, schießt auf die Gegner, powert kurz seine Waffe auf und arbeitet sich so von Boss zu Boss. Lediglich die Musik, die teilweise Remixe der Originallieder von Daioh P! sind, fällt da noch großartig auf, aber das immerhin positiv.

Richtig cute wird’s dann beim Outro, welches sogar noch eine Überraschung bereit hält – welche nicht verraten wird – und spätestens, wenn uns der Programmierer mit den Worten “Thanks On Your Play” verabschiedet, wird einem ganz warm um’s Herz.

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The Dezaemon 2 Series – Crap Special 1

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

Also tjopes. Die nächsten vier Spiele waren leider allesamt ziemlich crappig und teilweise unvollständig oder komplett weird. Von daher hier nun vier Kurztests.

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B I T E I K O T S U . U C H I M A R U

Quote:
Developer: Neng
Jahr des Releases: 1999
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=Wq4LWSZxAqQ


Also die Grafik ist erst einmal rather lame. Komische Smileys fliegen umher, total sicke Gesichter greifen einen an und das Playersprite ist eine Mischung aus Mensch und Kotze. Schaut man sich das Video aber einmal an, so wird man feststellen, dass es fast schon lustig ist: Es ist ein Scoreshooter der etwas anderen Art. Ziel ist es keine Punkte zu sammeln. Durch das Evaden der sicken Smileys, die jeweils 9.000.000 Punkte geben, bleibt der Score niedrig und das ist immerhin das Ziel des Games. Da werden spätere Gegner besonders fies, deren Bullets sich bei Beschuss in Smileys verwandeln, die man ausversehen dann aufsammelt. Also gar nicht so leicht! Tjopes, leider reicht’s halt doch nicht für mehr. Ist nur ein 1-Stage Demo sozusagen.

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~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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B O U N D

Quote:
Developer: IGK
Jahr des Releases: 2005
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=Vp2VSuq9FA8



Bound kommt vom Macher von “Areichalken”, welches, wie ihr euch vielleicht erinnert, einfach nur huren mega geil war. Tjopes, Bound ist nicht ganz das, was ich erwartete. Ein Shooter im Wireframe Mode. Es wird komplett am unteren Bildschirmrand gespielt, ganz wie in Space Invaders. Was man allerdings so wirklich machen musste, checkte ich nicht ganz. Man hat lediglich Bomben zur Auswahl und muss wohl mittels der Bombe, bzw. deren Druckwelle versuchen, die von oben herunterfallenden Gegner immer wieder “hoch zu schubsen”. Sobald ein Gegner durch kommt, heißt es “Game Over”. Auch hier wieder nur ein Proof Of Concept – schätze ich – welches zudem nur gecoverte Klassik in Dudelform als Musik zu bieten hat.

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~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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C H A O S . O F . V A M P I R E

Quote:
Developer: Timo. (xD)
Jahr des Releases: 2006
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=T737FD3ZI7E



Zwischen all dem Crap fand ich dann doch noch etwas halb wegs gelungenes. Chaos Of Vampire bietet immerhin einen tollen Titelscreen, gute Musik und ist ein “richtiges Spiel”. Also mit mehreren Leveln, Gegnern und überhaupt. Die Grafik ist zwar einerseits ganz gut, andererseits hat sie so einen komischen Touch, der mir überhaupt nicht gefällt und somit kann und will ich sie nicht wirklich gut finden. Die Musik dudelt im Laufe des Spieles dann eher so vor sich hin und spielereische Abwechslung gibt es auch kaum. Man fliegt als komische Hexe herum, sammelt Power Ups auf und schießt, was der Besen hält. Dazwischen gibt es allerdings immer recht gute Cutscenes, die so etwas wie eine Story erzählen. Die Levels ansich sind ganz nice gemacht. Ähnlich wie in Castlevania gibt es für jeden Abschnitt einen Namen (Forest, Bridge, etc.) und recht gute Effekte was Vorder- und Hintergrund angeht. Aber nach ein paar Minuten Spiel merkt man gleich, dass einfach etwas fehlt. Der Funke springt nicht so recht über und gegen Ende wird es zudem auch richtig schwer. Das Game ist ein waschechter Bulletspewer.

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~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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C O S M O . F I G H T E R

Quote:
Developer: Sak (xD)
Jahr des Releases: 1998
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=687tZg3YHOY



Also Cosmo Fighter ist so typischer SEUCK Crap. Aber zu seiner Verteidigung muss man sagen, dass es 1998 raus kam, also gerade mal knapp 1 Jahr nach Dezaemon 2 Release. Von daher sehe ich es eher als Test, als ein ernst zu nehmendes Shmup an. Dabei fiel mir gleich mal auf, dass ich nur diesen 45 ° Schuss habe und keinen, welcher nach vorne schießt. Das macht das spielen ziemlich schwer und nach schätzungsweise 2 Sekunden hatte ich schon keinen Bock mehr. Also… mehr kann ich dazu nicht sagen. ~_°?

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The Dezaemon 2 Series – Bakudan

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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B A K U D A N

Quote:
Developer: Hitoshi
Jahr des Releases: 2003
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=CILC1oQ9Px8


Baha wie sick! Eine neue Spielidee innerhalb der strengen Grenzen der Dezaemon Engine. Bakudan ist kein Shmup im klassischen Sinne sondern viel mehr so etwas wie The Deep, Deepscan oder gar Space Invaders, wenn man’s so nimmt. Man fliegt oben über dem Wasser herum und wirft Bomben auf sich unten im Wasser befindliche… Kugeln. Diese Kugeln schießen, was das Zeug hält und man hat nur oben den Bereich zum Ausweichen. Also nur nach links oder rechts. Das ist bei der Schussgeschwindigkeit der Gegner schon hier und da ziemlich schwierig.


Irgendwie macht’s auch Spaß, das Problem ist nur, dass es sich nur um eine 1 Level Version handelt? Das ist nicht genug für mehr Penen. Die Grafik ist zwar wirklich nett, wobei man halt nicht viel sieht, und die Musik ist eher… zweckmäßig. Zwei Pimmel für die Idee, aber es fehlt halt noch jede Menge. Eher als Proof Of Concept zu bezeichnen.

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The Dezaemon 2 Series – B-Lood Soldier

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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B – L O O D . S O L D I E R

Quote:
Developer: Iton
Jahr des Releases: 2002
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=yvX7m8wsYpg


Blood Soldier ist auf den ersten Blick klar als Don Pachi Clone zu erkennen. Zu offensichtlich sind die Gemeinsamheiten wie die Sterne, die Power Up Items und sogar die Explosionen. Wenn die wirklich alle von Hand gepixelt wurden, dann Hut ab. Er hat sie ziemlich gut kopiert. Gleich zu Anfang wird man positiv von der tollen, schnellen Musik überrascht und erwischt sich dabei, wie man automatisch in seine Hose greift und am Pimmel rum spielt. Diese uptempo Nummern haben einfach einen gewissen Arcadecharme, den es so heutzutage nicht mehr gibt, imho. Zu oft hört man lame Technoscheiße oder komische Gitarrenriffs.


Nun denn. Blood Soldier hat noch mehr zu bieten. Das flotte Gameplay zum Beispiel. Wieder wird man angetrieben von den verschiedensten Faktoren. Ausweichen der Gegnerbullets. Einsammeln von Sternen. Ausweichen der Power Up Items. All das führt zu konstantem und wildem Herumgefliege. Das ist aber gut so, denn immerhin macht es spaß. Die Schiffgeschwindigkeit ist perfekt schnell und lässt sich nicht mehr verändern und an Sprites wird nicht gespart. Bullet Curtains, dicke Explosionen und viele Gegner. Ganz wie das große Vorbild DDP. Man hat mal wieder drei Schuss zur Auswahl, wobei das Wort “Auswahl” ziemlich großzügig benutzt wird, da das random Herumgefliege der Power Up Items auf dem Screen mal wieder dazu führt, dass man um’s ein oder andere mal ein Power Up aufsammelt, welches man gar nicht wollte. Aber was soll’s, alle Waffen sind so ziemlich gleich gut und lediglich wenn man verreckt wird es ziemlich schwer, da die komplette Power der Waffen auf 0 zurück gesetzt wird. Das Einsammeln der goldenen Sterne gibt mal wieder viele Punkte, was in Extraleben resultiert, die man ab Stage 5 dann auch wirklich benötigt. Denn ab Stage 4 verdient das Spiel schon durchaus den Namen “Bullet Spewer”.


Die Grafik ist eigentlich ziemlich nice. Am Anfang erkennt man sofort DDP wieder und die Hintergründe sehen super detailliert und oldschoolig aus. Die Gegner sind dagegen etwas blass und bestehen oft nur aus Outline und Füllung. Wenig bis gar keine Details und Schattierungen. Aber sie sind ja iohnehin nur Kanonenfutter und verschwinden jeweils schnell vom Screen. Die Bosse sind dafür imposant und allesamt ziemlich detalliert. Ab Stage 3 erinnert die Grafik dann leider etwas an Lego (???) aber fängt sich im Laufe des Spiels wieder. Man kann aber ohnehin nicht großartig drauf achten, da hier ziemliche Action abgeht.

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The Dezaemon 2 Series – Avenge – The G-Fencer 777

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A V E N G E (The G-Fencer 777)

Quote:
Developer: Raynex
Jahr des Releases: 1999
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=412Op20TwSU


Baha Wahnsinn. Jetzt spielte ich schon um die 10 Dezaemon Shmups und erlebe immer noch Überraschungen. Avenge, von welchem es 4 Versionen gibt, überrascht mit einer unglaublichen Action auf dem Screen, bei der sich jeder Epileptiker vor Angst in die Hosen scheißen würde, sofern es seine Schließmuskelkontraktionen, die er höchstwahrscheinlich beim Spielen erleiden würde, zu ließen. Ich hielt es nicht für möglich, das derart viele Sprites gleichzeitig darstellbar sind von der Dezaemon 2 Engine.


Avenge geht also ab wie Fruchtgummi. Das fängt schon bei einem ausladenden und epischen Intro (!) an. Hier wird eine Story in Bildern erzählt, bei der wir uns das meiste denken können. Mutterschiff wird von dicken Lasern zerstört, Schiff fliegt in Richtung Gegner und auf geht’s. Gleich am Anfang geht die Action ab, dass einem schwindelig wird. Man hat einen relativ dicken Schuss, dazu 6 Raketen und an Gegnern wird zu Anfang auch nicht gespart. Dazu scrollt der grelle Hintergrund mit 500 km/h an einem vorbei und fast hat man Probleme auch nur ansatzweise irgendwas zu erkennen. Aber erstaunlicherweise geht’s, erst recht nach mehrmaligem Spielen und so entdeckt man dann auch die herumfliegenden Bonusitems, die es aufzusammeln gilt. Diese bringen Punkte und Punkte bringen Leben, welche man auch dringend benötigt. So ist man also immer gut beraten auch ja jedes einzelne Bonusitem aufzusammeln, was dem ganzen Spiel eine Action Note verleiht. Also noch mehr Action. Ständig ist man am Herumfliegen, Ausweichen und Aufsammeln.


Ja scheiße. Was ist denn hier los? Die Musik peitscht einen gleichermaßen an und klingt super genial und chippig. Das ist ja ansonsten immer der Flaschenhals der Dezaemon 2 Engine, da anscheinend keine eigenen Samples kreiert werden können und so viele Tunes gleich klingen. Dass die Samples, die vorhanden sind, dann auch noch relativ lame sind, hilft den Musikern nicht gerade. Aber Raynex, Beta und LeimonZ haben hier wahrlich meisterhaftes erschaffen.

Die Grafik verdient gleiches Lob. Passend zum Spiel geht auch sie ab, mit den schon erwähnten 52385 Sprites gleichzeitig auf dem Screen, tollen Gegner- und Bulletsprites und grellen, super schnell scrollenden und 3-fach parallaxen Hintergründen. Garniert wird das alles durch super geniale Zwischensequenzen (!), welche die Engine bis zum Maximalsten ausreizen dürften? Mit relativ einfachen Mitteln werden hier kleine Geschichten visualisiert, dass es eine Freude ist. Sprite Rotating, Transparenz, 3D Tunnelfakes und dicke Explosionen zeichnen die Grafik aus. Ach, alles viel zu geil.

Richtig lustig wird es aber, wenn man das Spiel durchgezockt hat und das Ende sah, welches erstaunlicherweise… überraschend ist? Ich staunte nicht schlecht und zückte ohne zu zögern 5 Pimmel.

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The Dezaemon 2 Series – Arie Combattono

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A R I E . C O M B A T T O N O

Quote:
Developer: Sak
Jahr des Releases: 2002
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=eWBdgAeRqJ0

 

Najo… also… das hätte schon ganz gut werden können. Mal wieder Realismus, mal wieder Strikers 1945 feel. Leider stimmt etwas nicht mit dem Spiel. Die Steuerung des eigenen Flugzeuges ist viel zu langsam, im Vergleich der super schnellen Bullets der Gegner, welche teilweise sogar richtig zielen, das heißt einen verfolgen und abdrücken. Erschwerend kommt hinzu, dass man einfach manchmal keinen Schuss mehr hat? Ist das nun der Hyperrealismus, in dem mal nur eine limitierte Anzahl von Bullets hat? Ich glaube fast, dass es ein Bug war, denn teilweise passierte es schon zu Levelanfang. Also einfach… super weird.


Die Grafik erinnert eher an seelige Amiga PD Zeiten und kann nicht wirklich überzeugen. Aber immerhin hat sie in Stage 2 einen gelungenen 3D Effekt und ist als passabel zu bezeichnen. Das täuscht nicht über die Boringness des kompletten Spiels hinweg, in welchem es weder großartige Bosse noch Power Ups gibt. Die Musik ist auch nur unglaublich am Düdeln. Also.. tjopes. Muss man nicht spielen imho.

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The Dezaemon 2 Series – Areichalken

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A R E I C H A L K E N (Normal Mode)

Quote:
Developer: IGK
Jahr des Releases: 2006
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=2QYxDXRfDj8


Hier ist also eins. Ein japanisches Amateurshmup von aller, aller erster Güte. Areichalken durchzieht eine Professionalität, dass es schon beängstigend ist. Es dürfte die Dezaemon 2 Engine bis an ihre Grenzen ausreizen und ich frage mich, wie man das noch toppen soll. Was kommt noch? Noch dickere Grafik? Noch dickere Effekte? Oder ist Areichalken das Ende der Fahnenstange? So früh schon? Ich fing doch gerade erst an die CD nach und nach abzugehen. Areichalken ist erst Spiel Nummer 7.

Seine Glückzahl?


Gleich das Playersprite gibt den Ton an und man merkt sofort: “Aha! Radiant Silvergun”. Die Gemeinsamkeiten sind einfach übersehbar. Es stehen insgesamt 3 verschiedene Waffen zur Auswahl. Rot = Eine Art Spreadshot, mit Raketen als Sekundärwaffe. Blau = Ein Laser mit gegenteilig zur Flugrichtung schießenden Pods. Grün = Drei kreisförmige, das Schiff umkreisende Objekte, die bei gedrücktem Feuerbutton vom Schiff weg gehen und dann erst Gegner zerstören können. Man sieht also schon, dass man es hier mit einem Shmup zu tun hat, bei welchem sich Gedanken gemacht wurden. Klar, dass die unterschiedlichen Waffen auch unterschiedlich eingesetzt werden müssen / können und nicht jede immer in allen Situationen von Vortei ist. Gut, ich muss zugeben, dass ich überwiegend den Spreadshot benutzte, da er mir am stärksten zu sein schien.

Des Weiteren zeichnen Areichalken die Hintergründe aus. Diese sind nicht immer nur Hintergründe sondern werden zu einer Landschaft, durch die man manövrieren muss. Bei hohem Gegner- bzw. Bulletaufkommen also keine leichte Sache. All zu oft wird es ziemlich eng zwischen den sich bewegenden Blöcken, den von Glastüren versperrten Wegen oder den gnadenlos schnell scrollenden Korridoren. In Areichalken ist eben auch die Levelarchitektur ein Gegner, ganz wie in Radiant Silvergun. Dabei ist Areichalken zwar schwer, bleibt aber immer fair, dank des durchdachten Aufbaus der Level und der kleinen Hitzone des eigenen Schiffes. Die Schiffsgeschwindigkeit ist gleichermaßen perfekt eingestellt und unveränderbar, was ein pixelgenaues Manövrieren mit etwas Übung leicht macht.

Naja, was heißt leicht. Areichalken IST definitiv schwer. Auf ein Ausprobieren der als eigenes Spiel auf der CD befindlichen “Hard Mode” Version, verzichtete ich dankend und frug mich, wie krank hard das wohl sein mag, als ich im Menü der “Normal Mode” Version noch den Zusatzschwierigkeitsgrad Maniac sah. Areichalken ist aber die Art von schwer, die einem immer wieder zeigt, dass es machbar ist. Man muss nicht lange herumprobieren und überlegen, wie man ein Level wohl schaffen könnte, man sieht es spätestens nach dem zweiten Mal sterben und oft genug ist ein Ableben nur den eigenen, langsamen Reaktionen zuzuschreiben. Und das bringt einen dann auch immer wieder zurück zum Spiel.

Positiv fiel mir noch die Länge der Levels auf. Diese sind sogar in mehrere Areas unterteilt und ein Durchspielen der kompletten 9 (!) Stages, dauert locker mal 20 Minuten. Wenn man kein Leben verliert, wohlbemerkt.


Das ist doch einfach krass? Immerhin ist Areichalken nicht mit einer bequemen Enticklungsumgebung, oder selbstgecodeten Tools entstanden, sondern mit Dezaemon 2. Der ist zwar einfach zu bedienen, aber gerade die Einfachheit wird einem da oft zum Verhängnis. Das pixeln der Sprites zum Beispiel im Editor. Das ist – imho – mit Joypad und einem super basic Editor (nix mit Masken!) nicht wirklich eine Freude. Dennoch schaffte IGK diese grandiose Radiant Silvergun Style Grafik zu pixeln. Das nicht etwa gerippte Sprites, sondern alles ist handgepixelt und das von einer Qualität, die einem Angst macht. Dazu kommen super flüssiges und schnelles Parallaxscrolling in mindestens drei Ebenen, transparenzeffekte in der Levelarchitektur von Stage 2, riesige, rotierende Sprites, einen super Pseudo 3D Effekt und rotierende Planeten im Background.

Ist Dezaemon 2 wirklich so manipulierbar? Ich ging davon aus, dass es ziemlich limitiert ist, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Ständig entdecke ich etwas neues und gerade Areichalken überraschte mich immer wieder. Wenn man in Stage 2 gebeamt wird, dann fragt man sich, wie die das mit dem Tool hinbekamen. Wie switchten sie einfach in Stage 4 in einen horizontal Modus? Wie bekamen Sie die Transparenzeffekte hin? Ach, eigentlich will ich es gar nicht wissen. Ich bin vielmehr heilfroh, dass so etwas möglich ist und es auch gemacht wurde.

Ich danke Areichalken.

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The Dezaemon 2 Series – Aonsoku Hikoutai

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A O N S O K U . H I K O U T A I

Quote:
Developer: Sak
Jahr des Releases: 1999
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=5wecq756-Y0


Aonsoku Hikoutai fängt eigentlich ziemlich nice an. Das Titelbild ist simpel, der Untertitel ist unsinnig und das Intro setzt eigentlich eine gute Atmosphäre. Im Stummfilmstyle, also mit Dreck, Kratzern und Flimmern, erzählt es uns random Dinge auf japanisch. Anhand der Jahreszahlen können wir schon einmal davon ausgehen, dass die Geschichte des Spiels nicht im Jetzt spielt.


In Stage 1 angekommen merkt man auch sogleich, dass hier ein Strikers 1945 Clone am Werke ist. Militärisch angehauchte Musik, realistische Flugzeuge und schnelle Bullets sprechen genau die Sprache, die Psikyo damals mit Strikers 1945 in’s Leben rief. Das lustige am Spiel ist erst einmal, dass es gar keine Power Ups gibt. Ganz wie im echten Leben. Ihr habt einen Standardschuss, sowie Raketen. Und so ballert man sich von Level zu Level und merkt irgendwann, dass das alles ziemlich platt ist. Es gibt fast gar keine Abwechslung und die Endgegner sind noch dazu viel zu leicht. Hier hätte man mit etwas Konzentration auf das Bullet Dodgen mehr heraus holen können. Das ganze Spiel ist etwas einfach und so hat man die 6 Stages schnell durch und schaut sich den Abspann an. Dieser ist immerhin wieder ganz nett und stellt noch einmal alle Gegner vor und weist extra noch einmal darauf hin, dass es sich hierbei um real existierende Flugzeuge handelt.


Das ist schön. Nur leider reicht das nicht für ein spaßiges Game. Das Spiel ist einfach langweilig. Das fängt schon bei den Hintergrundgrafiken an, die einfach nur sick loopende Patterns sind und erst in Stage 5 mit Spuren und Gegnern auf dem Boden etwas Abwechslung bieten. Gefallen haben mir eigentlich durchweg die Gegnersprites und das tolle Spriterotating, welches manche Schiffe boten. Egal wohin man ausweicht, die gegnerischen Flieger visieren einen stets an und fliegen vor allem in unsere Richtung. Kollisionen sind irgendwann vorprogrammiert. Am Schluss gibt’s dann noch ein paar Slowdowns und ich kann nicht anders, als nur 2 penen zu vergeben. Es ist sicherlich gut gemacht, symphatisch (durch den Strikers Style) und spielt sich flüssig, aber es bleibt einfach nix zurück. Man spielt es durch und es ist immediately weg.

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The Dezaemon 2 Series – Air Streamer

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 5
A I R . S T R E A M E R (VERSION -A- UND -S-)

Quote:
Developer: LeimonZ
Jahr des Releases: 2000
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=p3zblW1YVlA


Also Air Streamer ist ja einfach nur noch weird. Das Titelbild schaute ja noch ganz gut und vor allem normal aus, aber was dann darauf folgt ist ja einfach nur noch abartig. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Man sieht eine Art Eröffnungssequenz, dann kommt ein Bildschirm mit den riesigen Buchstaben “STREAMING” woraufhin das eigentliche Level erst anfängt. Mir fiel sofort die relativ lame Grafik auf und die Inflation an Power Ups. Gleich zu Beginn fliegen kleine Vierecke umher, die man aufsammeln kann und so ein Shield, eine Bombe oder Options kriegt.


Die Options kann man mittels R Taste schießen lassen und kombiniert mit gegnerischen Schüssen, Schiffen und weiteren Power Up Items, ergibt das ganze ein Wirr Warr an Sprites und Crap auf dem Screen, dass sich kaum Bullets dodgen lassen. Das Game ist einfach hammer schwer?! Dazu kommen komische Vierecke und… Dinge, durch welche man einfach nicht schießen kann? Die Gegner dahinter sind also geschützt und so muss man nach vorne fliegen, was aber suckt, da man so immediately auf’s Maul kriegt von den hurenschnellen Bullets. Mit etwas Übung kommt man dann doch irgendwann zum ersten Boss, nur um festzustellen, dass dieser irgendwie aussieht wie handgemalt?! Also die Grafik ist einfach echt hässlich und alles andere als akzeptabel oder style. Wenig Farben, kein Style, häßliche Gegner, Endgegner und Bonusitems und die Hintergründe sind zwar wieder mittels 3D Tunneleffekt realisiert worden, bestehen aber zum größten Teil nur aus einer 2 bis 3-farbigen, häßlichen Pattern.


Nicht einmal die Musik kann punkten. Komisches Gedudel, welches vielmehr an elektronische Furzgeräusche als an Musik erinnert, strapaziert unsere Nerven von Level zu Level. Alles in allem eine wahre Enttäuschung.

Immerhin, die -S- Version von Air Streamer wurde im Schwierigkeitsgrad etwas entschärft und die Musik geremixt. Die klingt nun fast akzeptabel und dank des einfacheren Schwierigkeitsgrades, sieht man auch mal mehr vom Spiel. Was leider nichts bringt, da der Rest genauso scheiße aussieht, wie der Anfang. Teilweise werden komische Patterns im Hintergrund umher gezoomt und gewabert, die aussehen, wie Grafikfehler?! A… absolut ekelhaft.

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