Syriana

Phil, 02.07.2006

Syriana


Für den musste George Clooney in den Staaten viel Kritik vor allem von Seiten der Politik hinnehmen. Immerhin geht es um Ölgeschäfte im mittleren Osten und darüberhinaus und die damit verbundene Korruption. Vermutlich ist er einfach zu dicht an der Wahrheit, denn für Nichtkenner der Materie (von Firmenstrategien bis Mord und Pipelinebau) sind die parallel ablaufenden Handlungsstränge nur sehr schwer zu durchschauen. Man muss nach dem Film auf jeden Fall Zusatzmaterial checken, sonst ist man hemmungslos verloren. Trotzdem aber auf jeden Fall ein Film der zeigt, wie es hinter dem ‘War on Terror’ überhaupt aussieht. Sehr geil.

Running Scared

Munin, 17.06.2006

Running Scared

Joe (Paul Walker) ist ein kleiner Gangster, der von seinem Boss den Auftrag erhält, eine gegen Cops verwendete Waffe zu entsorgen, Er versteckt sie aber bei sich im Keller, statt sie irgendwo zu versenken. Als sein 10-jähriger Sohn mit seinem Kumpel Oleg die Waffe findet, klaut Oleg sie, schießt damit auf seinen gewalttätigen Vater und flieht.
Nun ist der aber zufällig der Neffe eines russischen Mobsters, der gerade mit der Gang von Joe einen Deal aushandelt. Die Waffe gerät (mitsamt Oleg) auf die Straße und in die Finger von anderen Kriminellen, Huren, Pädophilen und Zuhältern. Joey macht sich auf die Suche.

Also. Baha. Consider me surprised? Immerhin ist dieser Film mit Mr. “Egal-wie-scheiße-der-Film-ist-ich-mach-mit” Paul Walker (Siehe das Proll-Festival Fast And The Furious). Aber siehe da, Running Scared entwickelt sich zu einem dreckigen, düsteren Thriller, der mit etwaigen Gangsta-Allüren überhaupt nichts zu tun hat und – was ich schon länger bei keinem Film empfunden habe – richtig spannend sein kann. Auch wenn er nicht ohne ein paar Klischees auskommt, zieht er seinen Plot in einem furiosen Zickzackkurs mit unerbittlicher Konsequenz und Gewalt durch. Ohne Gepose, blöde Hoppermucke oder dicke Titten. Klar ist Paul Walker nicht unbedingt das Nonplusultra und bleibt eher identitätslos. Aber hier sieht man, wie man mit einem vernünfitgen Regisseur und Drehbuch auch das schlechteste Image aufpolieren kann. Beeindruckend.

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Colour Of The Truth

Munin, 13.06.2006

Colour Of The Truth

Nun. Er ist kein Infernal Affairs (und selbst den find’ ich nicht so toll), aber Colour… ist sauber durchstilisierte Krimiaction, ein Film, der seinen ganz interessanten Storyansatz leider nicht im Geringsten so ausreizt, wie man es im besten Falle machen könnte, dafür aber mit elegant gefilmten Shootouts und stimmiger Musik aufwarten kann. Anthony Wong hat hier eine starke Rolle, ohne die der Film nichtmal die Hälfte wert wäre, Raymond Wong wirkt arg hölzern als nach Rache sinnender Cop-Schönling und Chapman To als obligatorischer Wong Jing’scher Comic Relief-Idiot vom Dienst ist fehlplatziert. Dennoch spannend, unkompliziert und einfach ziemlich unterhaltsam.

Leider soll der Nachfolger (Colour Of The Loyalty) ziemlich lame sein. Daher ist anzunehmen, dass die Qualität des Films hier wohl auf die Kappe von Coregisseur Marko Mak geht, nicht auf einen geläuterten Wong Jing.

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KOPS

Max, 13.06.2006

KOPS

Am Anfang geht es ein wenig langsam zur Sache, aber dort hat der Zuseher erstmal Zeit, sich mit den Charaktere anzufreunden. Jacob, mit “Migrationshintergrund”, datet sich durch Kontaktanzeigen mit Frauen, hat kleine Ticks (muss z.B. immer zwei mal hupen wenn er aus einem Auto aussteigt), Benny, latent homosexuell und trägt komische Hemden, Lasse, der ältere, dicke Ehemann und schließlich Agneta, seine Frau, leicht dominant und bestimmend.

Der Humor entwickelt sich erst langsam aber angenehm, als eine der Frauen, mit denen sich Jacob über ne Kontaktanzeige trifft, nicht erscheint, aber mit einem Mädel flirtet, dass sich als Staatsverwalterin für Polizeiangelegenheiten herausstellt und ihre Wache dicht machen will. Bis zum Ende baut der Humor auf wunderbar klassische Elemente auf, also auf Peinlichkeiten, Verwirrungs- / Verstrickungsgeschichten, und vorallem die Konfrontation der Ticks der einzelnen Charakteren mit der Situation.

Kurzum: Der Film ist herrlich lustig, und das nicht aufgezwängt. Kops drückt dir nicht mit dem Messer in die Lachdrüse wie ein 08/15-Comedystreifen aus den USA, sondern überlässt jeden einzelnen Zuseher, was er lustig findet und was nicht. Spezialeffekte sind – wenn sie erscheinen – ziemlich gut gelungen, es gibt viele Anspielungen an Matrix, Back to the Future, usw. Also eine komisch angenehme Abendunterhaltung, die man mit einem Lächeln und ohne Sorgen wieder verlässt.

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Evolution

elend, 11.06.2006

Gestern kam im TV einfach: Evolution und sorry, es ist halt einfach ein Ivan Reitman Film starring Dan Aykroyd und halt viel Schleim. Bzw. Head & Shoulders.

Es ist die immer gleiche Story. Komet / Meteroid stürzt auf die Erde und bringt Lebewesen aus dem All mit. Jene wollen sich dann die Erde untertan machen. Blah Blah Blah…

Soweit, so langweilig. Aber sobald man die ersten Szenen mit David Duchovny oder Orlando Jones sieht, merkt man: “Geil. Hier geht’s Buddymäßig ab, wie damals zu Ghost Busters Zeiten!” Und indeed erinnert der Film sehr an Ghostbusters. Nicht nur, das sich etliche (teilweise sehr weird aussehende) Kreaturen auf der Erste befinden, nein das Finale beinhaltet auch viel Schleim und Shampoo. Sehr geil. Dazu kommt, das Dan Aykroyd einen sehr coolen Gouvernor spielt (Zitat “Ja, leck’ mich einer am Sack!”) und David Duchovny fast mühelos Bill Murray ersetzt (Was ich nie gedacht hätte..). Ach und Orlanda Jones bringt auch die nötige “Farbe” in’s Spiel. Wenn ihr versteht, was ich meine… *hust*.

Ja und Herr Ivan Reitman macht eben aus dieser langweiligen Story einfach einen sehr unterhaltsamen Film mit vielen Gags und teilweise etwas Situationskomik und genug “Twists” um ihn spannend zu halten. Klar, das ein Film in dieser Kategorie immer einen Tick voraussehbar ist.

Ja, eigentlich ein rundum gelungener Film, dessen einziger Kritikpunkt für mich die Kreaturen sind, die aus heutiger Sicht zu gerendert aussehen. Ich weiß leider nicht mehr, wie ich das damals im Kino empfand.

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The Cat (#1)

Munin, 08.06.2006

The Cat

Im Prinzip ließe sich hier vollständig auf die Badmovies.de-Rezension verweisen, ein paar Worte seien zu diesem Trash-Feuerwerk aber schon noch gesagt:

Wisely (Gespielt von Waise Lee) ist Schriftsteller. Sein Freund Ti Lung wird nachts von unsagbarem Lärm geplagt, der aus der Wohnung über ihm kommt. Wisely untersucht die Sache, und trifft auf einen alten Mann, eine Katze und ein Mädchen (die recht geile Gloria Yip). Diese ziehen durch die Museen der Stadt und klauen irgendein komisches Octagon (??). Es stellt sich heraus, dass die drei von einem anderen Stern kommen und zur Erde geflohen sind, weil ihr Stern von “Evil Influence” besetzt ist. Die Evil Influence hat sie natürlich verfolgt und nimmt auf der Erde die Form eines komischen roten Schleims ein, der Leute frisst und sich in solche verwandeln kann.

Spätestens jetzt dürfte man merken: The Cat ist total bekloppt. Und total trashig. Kein Wunder, stammt das Werk doch von “Story Of Ricky”-Regisseur Nam Lai-Choi.
Im Gegensatz zu vielen anderen Trashfilmen ist “The Cat” aber auch in nüchternem Zustand unterhaltsam.
Dazu gibt es genug Beispiele: Etwa, wenn Gloria Yip wie unter Drogen gesetzt kichert und auf Fernsehantennen schwebt (und die Katze (die im Übrigen “General” heißt) gleich hinterher); wenn das schleimige Etwas eine Handvoll Polizisten frisst und im Körper von Wisely’s bestem Freund bei einer Gang (??) Waffen kauft, selbige mit diesen dann in kompetenter HK-Action-Manier erledigt (wobei Leute Granaten in den Mund gesteckt bekommen und andere 3 Meter durch die Wand fliegen); wenn im spektakulärsten tierischen Showdown der Filmgeschichte ein auf die Katze angesetzter Hund sich mit ihr einen furiosen Kampf liefert, bei dem beide Tiere (bzw. ihre Stoffpuppen-Doubles) durch die Luft fliegen und sich unter Strom setzen; wenn Wisely seine Wodkakollektion als Molotov-Cocktails zweckentfremdet um sich vom “Killer From Outer Space” zu schützen – und wenn am Ende in einer herzerweichenden Szene, die Spielberg nicht besser hinbekommen hätte, zu kitschiger Synthie-Musik leuchtender Staub durch die Gegend fliegt, der Gloria Yip erneut zum Kichern bringt und sie vor lauter Freude mit Wisely und seiner Frau im Kreis tanzen lässt. Die Katze wird durch den Sternenstaub verstrahlt und zu der Waffe gegen den Space Killer. Am Ende flüchten die drei auf das Dach eines Gebäude, das völlig vom gigantischen Schleim umgeben ist. Dieser verwandelt sich mehrmals in komische Kreaturen (eine davon ist oben zu sehen), von denen eine aussieht wie ein altersschwacher Gozilla. Heroisch fliegt die Leuchtekatze in ihr Maul und explodiert dort. Gloria Yip und die Katze fliegen glücklich zu ihrem Stern, die Evil Influence ist nämlich besiegt.

Die Story macht so gesehen keinen Sinn. Warum klauen sie das komische Octagon? Wer ist der alte Mann, Errol und warum erscheint er plötzlich als Gloria Yip mit der Katze im Museum ist? Warum wollen sie wieder zu ihrem Stern zurückkehren, wenn doch dort die Evil Influence haust?
“The Cat” ist bekloppt. Die Schauspieler sind nicht schlecht, aber betreiben der Atmosphäre des Filmes gemäß ordentlich Overacting. Die Spezialeffekte sind für einen Film dieses Alters (und Budgets) gar nicht mal schlecht, aber durch ihre Übertreibung letztendlich das, was “The Cat” zu einem durch und durch spaßigen Film macht. Damit lässt sich auch keine gescheite Wertung vergeben, denn obwohl der Film einfach unfreiwillig komisch ist, kann ich mir vorstellen, dass es für Waise Lee & Co. schwer gewesen sein muss, beim Kampf gegen die Todeskatze und das bösartige Schleimmonster eine ernste Miene zu machen.

Allein wegen dem Kampf zwischen Katze und Hund (bei dem – Achtung PETA-Fetischisten! – ob der vielverwendeten Puppen und Special Effects sicherlich die Tiere das ein oder andere Haar lassen mussten (obwohl hier nirgendwo schlimme Gewalt, Blut oder Gore zu finden ist)) absolut zu empfehlen.

Goodbye Mr. Cool

Munin, 07.06.2006

Goodbye Mr. Cool

Ekin Cheng ist Dragon Cool (~_????????). Früher war er ein berüchtigtes Gangmitglied, das mit seiner Freundin Karen Mok AKA Kein Peil Mehr Wie Sie Im Film Hieß die Straßen von Hong Kong unsicher machte. Eines Tages bekommt er den Auftrag, in Thailand ein hohes Tier einer Gang gefangenzunehmen und verlässt dafür seine Freundin (Recht so, s.u.). Die ganze Aktion schlägt schrecklich fehl, und wenig später wird Mr. Cool von der Polizei geschnappt und geht 6 Jahre (?) ins Gefängnis. Er hat gelernt und ist ein frommer Bürger geworden. Er returned nach HK und arbeitet in einem kleinen Café, das Lam Suet (AKA Kein Peil Mehr Wie Er Im Film Hieß AKA LAM SUET IST SO GEIL) gehört. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein! Karen Mok taucht wieder auf, und mit ihr ein 6-jähriger Junge, der angeblich Mr. Cools Sohn ist und von da an bei Mr. Cool im Restaurant lebt.

Also das ist gar nicht so leicht nun. Goodbye Mr Cool vermischt irgendwie einiges an Genreelementen…da wäre zunächst einmal die Triadenszenerie, die hier – ähnlich wie in Election – weniger mit Schusswaffen, sondern mit den true Waffen der Straße dargestellt wird: Baseballschläger, Holzlatten, Fäuste, etcpp.
Das führt im Laufe des Films zu einigen – von der reinen Anzahl der Leute, die sich da rumraufen – eindrucksvollen, wenn auch etwas unbeholfen scheinenden Gefechten, die von Jingle Ma total durchstilisiert in Szene gesetzt sind – Zeitlupe, Zeitraffer, vor allem in den ersten 3 Minuten total geile Kamerafahrten. Wo sich der Film aber schon nach kurzer Zeit mehr zu einem (Familien)drama entwickelt, begeht Jingle Ma den Fehler, diese Action-typischen Visual Effects weiter durchzuziehen, obwohl es einfach nicht zur Atmosphäre und Gestaltung dieses Films passt. Das wirkt dann teilweise aufgesetzt und deplatziert, ist aber im Endeffekt eher selten anzutreffen.
Nun aber zum Kern:
Auf obiger Collage sehen sie einige wichtige Personen, zu denen ich etwas zu sagen habe.

A) Unten rechts dürfte ihnen das todbringendste Froschgesicht ganz Asiens aufgefallen sein, AKA Karen Mok. Karen Mok gehört zu der Sorte Frauen, deren penetrante Hässlichkeit weder durch ihr einfühlsames und gutes Schauspiel noch durch 10 Lagen Make-Up zu ignorieren ist. Ich rate daher dem angehenden HK-Regisseur, Karen Mok nicht zu casten und doch lieber ggf. zu vergasen, sodass wir bald nicht mehr wegen Karen Mok kotzen müssen, und schneller den Film reviewen können.

Kommen wir daher zu dem Lichtblick dieses Films.

B) Oben links sehen sie Rain Li. Rain Li ist das unglaublich geilste Wesen, was ich auf meinem Fernsehbildschirm seit ca. 2 Jahren begutachten durfte und wegen ihr bekommt der Film schon mal einen Pen mehr. Da sah ich auf iMDB, dass sie auch in Re-Cycle mitspielt, weswegen ich mir Re-Cycle einfach unbedingt anschauen muss. Bitte verehrt sie. Isch liebe disch!

Ekin Cheng übernimmt hier im Großteil des Films die Rolle des friedfertigen Familienvaters, der mit seiner Vergangenheit nix zu tun haben möchte. Im Gegensatz zu anderen Filmen schafft er es sogar, eine größere Bandbreite an Emotionen darzustellen, was ich ihm nicht zugetraut hätte. Und das ist in diesem Film auch mal so gemeint. Hier fängt er nämlich nicht nach 20 Minuten an, die Knarren rauszuholen und das tut dem Film unheimlich gut.

Eine weitere wichtige Rolle nimmt der kleine Junge ein, der sehr sympathisch ist und gut spielt und der Nervigkeit immer gerade so entgehen kann.

Somit plätschert dieser Film – im positiven Sinne – auf unterhaltsame Weise eine Stunde vor sich hin. Man sieht einfach, dass hier überdurchschnittliche Schauspieler am Werke sind, aber der Film unter dem visuellen Gewicht sozusagen etwas leidet. Hier wird versucht Coolness einzubringen, wo gar keine notwendig ist. Auch werden Dinge erklärt, die man oft gar nicht erklärt haben braucht, weswegen der Film öfters etwas hölzern wirkt – dadurch aber ein gewisses 80er Flair erhält.

Kommen wir zum Ende des Films, was überraschenderweise dann doch in derart traditioneller Bloodshed-Manier abgehalten wird, dass ich…also. Ich kapier’s nicht. Anscheinend ist’s so eine Notwendigkeit. Evtl. hat ein Produzent Druck gemacht, so wie’s bei uns im Westen nur Happy Ends geben darf. ~_???
Kurz gesagt ist das Ende konfus, in seiner Inszenierung unnötig und Jingle Ma wäre besser beholfen gewesen, hätte er den Film konsequent als eher ruhiges Drama mit Kriminal-Anleihen zu Ende geführt. Schade. Das betrifft aber nur die letzten 10 Minuten und macht Goodbye Mr. Cool dennoch zu einem sehr unterhaltsamen Film.

Abschließend möchte ich meine Leser darauf hinweisen, dass Rain Li total geil ist und ich sie auf Karen Mok’s Beerdigung heiraten werde, wobei Lam Suet mein Trauzeuge ist.

Ich danke für’s Zuhören, denn morgen folgt The Cat.

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Yesterday Once More

Munin, 03.06.2006

Yesterday Once More

Andy Lau und Sammi Cheng sind professionelle Diebe und gleichzeitig ein Paar. Nach einem erfolgreichen Diamantenraub lässt sich Lau überraschend von seiner Frau scheiden. Die findet das voll schlimm und versteht nope wieso. 2 Jahre später treffen sie sich zufällig bei einer Diebesaktion wieder, bei der Lau die eigentlich Cheng “gehörenden” Juwelen stiehlt und sie finden sich irgendwie wieder zusammen.

Also die vorigen Sammi Cheng/Andy Lau Romcom-Teile schaute ich ja nicht aber…naja. Der Film hat einen ganz cleveren Plot, der smooth voranschreitet und ein paar ganz unterhaltsame Szenen zu Tage fördert. Ganz spaßig, so weit so gut.
Nur dass sich der Film dann im letzten Drittel schrecklich im eigenen Katz-und Maus-Verwirrspiel verheddert. Beide Protagonisten geben sich gegenüber plötzlich vor, todkrank zu sein. Dann gibt’s erstmal ein stetes Hin und Her – ist einer von den Beiden tatsächlich krank oder nicht?! Dann sind plötzlich die Juwelen vom Anfang fake. Und dann klauen sie sie gleich nochmal. Etc…
Ganz schön verwirrend. Der Film versucht irgendwie, etwas mehr Tragik und Tiefe in die ganze Sache zu bringen aber irgendwie…tjo…ist das zuviel des Guten.
Das Ende verstand ich dann überhaupt nope mehr, und teilweise erlaubt sich Yesterday Once More auch derbe Zeitsprünge.
Wäre der Film weiter einer geradlinigen, dafür unterhaltsamen Story gefolgt, wäre ich mit einem schönen Gesamteindruck der Marke “Liebenswerte, leichte Unterhaltung” zurückgeblieben. Aber so fühle ich mich am Ende rather unzufrieden und auch irgendwie verarscht.

Abgesehen davon ist’s aber einfach ein schön und elegant gedrehter Film mit sehr guter Musik, eben typisch Milkyway, und die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt auch. Man kann sich’s also ruhig mal antun. Nur nicht zuviel erwarten.

Und Sammi Cheng ist natürlich ganz sexy.

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Saw

elend, 29.05.2006

Saw

So. Da Penance mich dazu zwang, schaute ich mir halt Saw an.

Zwei Typen wachen – angekettet an Rohre – in einem heruntergekommenen Badezimmer auf. Sie wissen nope, warum sie hier sind.

Soweit die Story, ich denke jeder von euch kennt sie. Tjo, was soll ich sagen. Im Großen und Ganzen war er eigentlich recht nice. Mir haben lediglich die MTV mäßigen Effekte (Kamera dreht sich ganz schnell um Schauspieler herum, schnelle Schnitte und reingeflashte Foto-mäßige Szenen, etc.) und diese fast schon gezwungen wirkende Brutalität. Also er fuhr so eher die “auf ekelhaft mach” Schiene. Und das hätte er meiner Meinung nach nicht gebraucht. Aber das verlangt die Jugend wohl heutzutage. \o_O/

Tjo ansonsten. Die Story war recht nice, es war immer spannend und das Ende halt auch geil. Ja. nice.

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McDull – The Alumni

elend, 25.5.2006

McDull – The Alumni

Es ist etwas schwierig für mich anzufangen, da ich selbst heute – einen Tag später – noch sehr verstört bin. Aber fangen wir mal mit der “Story” an:

Der Direktor des Springfield Kindergartens in Hong Kong lädt die Kinder dazu ein, darüber zu philosophieren, welche “Säule der Gesellschaft” sie später einmal werden wollen. Doctor, Anwalt oder Feuerwehrmann, etc. McDulls hungriger Magen hindert ihn aber daran mit dem nötigen Ernst über diese Frage nachzudenken und so driftet er immer wieder in diverse bunte und extra vagante Tagträume ab.
Währenddessen lädt der Direktor ehemalige Schulabgänger ein um auf dem Dach des Hauses ein riesiges Hot-Pot (Baha, nein Danke!) Essen zu veranstalten und zu schauen, wie die ehemaligen Schüler sich momentan im Real Life so schlagen…

 

Das klingt jetzt fast schon wie eine richtige Story aber McDull ist alles andere als das. Irgendwie ist es nur eine Anreihung von Sketchen. Einmal gezeichnet (McDull) und einmal Real Life mit Schauspielern.
In einer Szene z. B., als McDull überlegt, was er später mal werden könnte, fragt er seine Mitschülerin May (Ein Nilpferd) ob denn die “Säulen der Gesellschaft” Hosen tragen müssen. Er hat nämlich nur Badehosen. Auf den Vorschlag von May, er solle dann doch Bademeister werden, reagiert McDull nicht gerade begeistert. Später sieht man dann, wie McDull nach reichlicher Überlegung zu dem Entschluss kommt OL zu werden. “OL?” wundert sich May. Zurecht. Denn OL ist die Abkürzung für Office Lady. Und das ist genau das, was McDull machen will, da er gehört hat, das Office Ladys keine Höschen tragen müssen. ~_~

So geht es den ganzen Film über weiter. Mal sieht man real life Szenen einer Geiselnahme in einem Office Gebäude (2IFC Tower! Wir liefen da rum, wo sie drehten alter, wie geil!). Da kommt es erst gar nicht zu Verhandlungen mit der Polizei, weil erstmal Essen bestellt werden muss. Für ca. 100 Geiseln. Das dauert. Und eine Geisel mosert dann sogar noch rum, das sie lieber sterben würde, als das Essen vom Lee-Kwan Restaurant zu essen, da sich der Koch immer “an diversen Stellen kratzt”. Die Geiselnehmer finden das einen guten Grund und fangen an zu überlegen.

 

In einer anderen Szene sieht man einen Büromenschen (erster Screenshot), wie er fälschlicherweise in der Talkshow “Mein Kot sieht komisch aus” auftaucht. Kein Wunder, das er falsch ist, wäre sein Termin doch erst nächste Woche gewesen, wenn das Thema “Ich habe einen Gehirnschaden” ist. Dann sieht man, das sein kaputtes Gehirn daher kommt, das ihn der Executive (Was auch immer) im Büro immer in die Beinschere nimmt und mit ihm wrestled.
Auf jedenfall erzählt er dann in der Talkshow, wie es sich so lebt mit einem kaputten Gehirn und einem nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnis.

Das sind so die eher lustigen Szenen. Dann gibt’s aber auch, leider, ein paar Szenen, deren Sinn ich nicht ganz kapiere. Da sieht man Daniel Wu in einem dieser kleinen Läden, die voller Süßigkeiten sind und die Verkäuferin tut ihr wahrlich bestes um Daniel Wu das richtige Bonbon zu verkaufen. Als sie das passende für ihn findet und es ihm sogar schmeckt ist sie völlig außer sich und weiß, das sie doch für diesen Beruf geschaffen ist. (?!)

Alles in allem machen aber alle Szenen Spaß und der Film als ganzes sowieso. Das liegt nicht nur den lustigen Sketchen oder der wahrlich süßen und lustigen Synchronisation von McDull und seinen Freunden, nein, das liegt auch etwas an dem RIESIGEN Staraufgebot. McDull 1 und 2 war so erfolgreich in Hong Kong, das sich um Teil 3 förmlich die komplette Creme De La Creme des aktuellen Hong Kong Kinos darum riss in McDull – The Alumni mitspielen zu dürfen. Hier mal ein kleiner Ausriss der Stars, die ich entdeckte:

Kelly Chen, Ronald Cheng, Gigi Leung, Josie Ho, Anthony Wong, Alex Fong Lik-Sun, Nicholas Tse, Shawn Yu, Daniel Wu, Isabella Leong, Christopher Doyle (?!?!), Francis Ng, Tiffany Lee und Eric Tsang.

Es ist schon ziemlich krass wer da alles mitspielen wollte. Nicht weiter verwunderlich ist es dann auch, das der dritte McDull Teil der bislang erfolgreichste an den Kinokassen war.

Ich auf jedenfall werde mir noch umgehend Teil 1 und 2 besorgen. Die sind zwar ohne Real Life Schnipsel, dafür mit mehr animiertem McDull, welcher wirklich toll gemacht war und einfach süß ist. Nicht zuletzt dank der geilen Synchro. xD

Asiatische Kinder sind die besten.

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