The Dezaemon 2 Series – Arie Combattono

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A R I E . C O M B A T T O N O

Quote:
Developer: Sak
Jahr des Releases: 2002
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=eWBdgAeRqJ0

 

Najo… also… das hätte schon ganz gut werden können. Mal wieder Realismus, mal wieder Strikers 1945 feel. Leider stimmt etwas nicht mit dem Spiel. Die Steuerung des eigenen Flugzeuges ist viel zu langsam, im Vergleich der super schnellen Bullets der Gegner, welche teilweise sogar richtig zielen, das heißt einen verfolgen und abdrücken. Erschwerend kommt hinzu, dass man einfach manchmal keinen Schuss mehr hat? Ist das nun der Hyperrealismus, in dem mal nur eine limitierte Anzahl von Bullets hat? Ich glaube fast, dass es ein Bug war, denn teilweise passierte es schon zu Levelanfang. Also einfach… super weird.


Die Grafik erinnert eher an seelige Amiga PD Zeiten und kann nicht wirklich überzeugen. Aber immerhin hat sie in Stage 2 einen gelungenen 3D Effekt und ist als passabel zu bezeichnen. Das täuscht nicht über die Boringness des kompletten Spiels hinweg, in welchem es weder großartige Bosse noch Power Ups gibt. Die Musik ist auch nur unglaublich am Düdeln. Also.. tjopes. Muss man nicht spielen imho.

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The Dezaemon 2 Series – Areichalken

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 7
A R E I C H A L K E N (Normal Mode)

Quote:
Developer: IGK
Jahr des Releases: 2006
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=2QYxDXRfDj8


Hier ist also eins. Ein japanisches Amateurshmup von aller, aller erster Güte. Areichalken durchzieht eine Professionalität, dass es schon beängstigend ist. Es dürfte die Dezaemon 2 Engine bis an ihre Grenzen ausreizen und ich frage mich, wie man das noch toppen soll. Was kommt noch? Noch dickere Grafik? Noch dickere Effekte? Oder ist Areichalken das Ende der Fahnenstange? So früh schon? Ich fing doch gerade erst an die CD nach und nach abzugehen. Areichalken ist erst Spiel Nummer 7.

Seine Glückzahl?


Gleich das Playersprite gibt den Ton an und man merkt sofort: “Aha! Radiant Silvergun”. Die Gemeinsamkeiten sind einfach übersehbar. Es stehen insgesamt 3 verschiedene Waffen zur Auswahl. Rot = Eine Art Spreadshot, mit Raketen als Sekundärwaffe. Blau = Ein Laser mit gegenteilig zur Flugrichtung schießenden Pods. Grün = Drei kreisförmige, das Schiff umkreisende Objekte, die bei gedrücktem Feuerbutton vom Schiff weg gehen und dann erst Gegner zerstören können. Man sieht also schon, dass man es hier mit einem Shmup zu tun hat, bei welchem sich Gedanken gemacht wurden. Klar, dass die unterschiedlichen Waffen auch unterschiedlich eingesetzt werden müssen / können und nicht jede immer in allen Situationen von Vortei ist. Gut, ich muss zugeben, dass ich überwiegend den Spreadshot benutzte, da er mir am stärksten zu sein schien.

Des Weiteren zeichnen Areichalken die Hintergründe aus. Diese sind nicht immer nur Hintergründe sondern werden zu einer Landschaft, durch die man manövrieren muss. Bei hohem Gegner- bzw. Bulletaufkommen also keine leichte Sache. All zu oft wird es ziemlich eng zwischen den sich bewegenden Blöcken, den von Glastüren versperrten Wegen oder den gnadenlos schnell scrollenden Korridoren. In Areichalken ist eben auch die Levelarchitektur ein Gegner, ganz wie in Radiant Silvergun. Dabei ist Areichalken zwar schwer, bleibt aber immer fair, dank des durchdachten Aufbaus der Level und der kleinen Hitzone des eigenen Schiffes. Die Schiffsgeschwindigkeit ist gleichermaßen perfekt eingestellt und unveränderbar, was ein pixelgenaues Manövrieren mit etwas Übung leicht macht.

Naja, was heißt leicht. Areichalken IST definitiv schwer. Auf ein Ausprobieren der als eigenes Spiel auf der CD befindlichen “Hard Mode” Version, verzichtete ich dankend und frug mich, wie krank hard das wohl sein mag, als ich im Menü der “Normal Mode” Version noch den Zusatzschwierigkeitsgrad Maniac sah. Areichalken ist aber die Art von schwer, die einem immer wieder zeigt, dass es machbar ist. Man muss nicht lange herumprobieren und überlegen, wie man ein Level wohl schaffen könnte, man sieht es spätestens nach dem zweiten Mal sterben und oft genug ist ein Ableben nur den eigenen, langsamen Reaktionen zuzuschreiben. Und das bringt einen dann auch immer wieder zurück zum Spiel.

Positiv fiel mir noch die Länge der Levels auf. Diese sind sogar in mehrere Areas unterteilt und ein Durchspielen der kompletten 9 (!) Stages, dauert locker mal 20 Minuten. Wenn man kein Leben verliert, wohlbemerkt.


Das ist doch einfach krass? Immerhin ist Areichalken nicht mit einer bequemen Enticklungsumgebung, oder selbstgecodeten Tools entstanden, sondern mit Dezaemon 2. Der ist zwar einfach zu bedienen, aber gerade die Einfachheit wird einem da oft zum Verhängnis. Das pixeln der Sprites zum Beispiel im Editor. Das ist – imho – mit Joypad und einem super basic Editor (nix mit Masken!) nicht wirklich eine Freude. Dennoch schaffte IGK diese grandiose Radiant Silvergun Style Grafik zu pixeln. Das nicht etwa gerippte Sprites, sondern alles ist handgepixelt und das von einer Qualität, die einem Angst macht. Dazu kommen super flüssiges und schnelles Parallaxscrolling in mindestens drei Ebenen, transparenzeffekte in der Levelarchitektur von Stage 2, riesige, rotierende Sprites, einen super Pseudo 3D Effekt und rotierende Planeten im Background.

Ist Dezaemon 2 wirklich so manipulierbar? Ich ging davon aus, dass es ziemlich limitiert ist, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Ständig entdecke ich etwas neues und gerade Areichalken überraschte mich immer wieder. Wenn man in Stage 2 gebeamt wird, dann fragt man sich, wie die das mit dem Tool hinbekamen. Wie switchten sie einfach in Stage 4 in einen horizontal Modus? Wie bekamen Sie die Transparenzeffekte hin? Ach, eigentlich will ich es gar nicht wissen. Ich bin vielmehr heilfroh, dass so etwas möglich ist und es auch gemacht wurde.

Ich danke Areichalken.

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The Dezaemon 2 Series – Aonsoku Hikoutai

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A O N S O K U . H I K O U T A I

Quote:
Developer: Sak
Jahr des Releases: 1999
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=5wecq756-Y0


Aonsoku Hikoutai fängt eigentlich ziemlich nice an. Das Titelbild ist simpel, der Untertitel ist unsinnig und das Intro setzt eigentlich eine gute Atmosphäre. Im Stummfilmstyle, also mit Dreck, Kratzern und Flimmern, erzählt es uns random Dinge auf japanisch. Anhand der Jahreszahlen können wir schon einmal davon ausgehen, dass die Geschichte des Spiels nicht im Jetzt spielt.


In Stage 1 angekommen merkt man auch sogleich, dass hier ein Strikers 1945 Clone am Werke ist. Militärisch angehauchte Musik, realistische Flugzeuge und schnelle Bullets sprechen genau die Sprache, die Psikyo damals mit Strikers 1945 in’s Leben rief. Das lustige am Spiel ist erst einmal, dass es gar keine Power Ups gibt. Ganz wie im echten Leben. Ihr habt einen Standardschuss, sowie Raketen. Und so ballert man sich von Level zu Level und merkt irgendwann, dass das alles ziemlich platt ist. Es gibt fast gar keine Abwechslung und die Endgegner sind noch dazu viel zu leicht. Hier hätte man mit etwas Konzentration auf das Bullet Dodgen mehr heraus holen können. Das ganze Spiel ist etwas einfach und so hat man die 6 Stages schnell durch und schaut sich den Abspann an. Dieser ist immerhin wieder ganz nett und stellt noch einmal alle Gegner vor und weist extra noch einmal darauf hin, dass es sich hierbei um real existierende Flugzeuge handelt.


Das ist schön. Nur leider reicht das nicht für ein spaßiges Game. Das Spiel ist einfach langweilig. Das fängt schon bei den Hintergrundgrafiken an, die einfach nur sick loopende Patterns sind und erst in Stage 5 mit Spuren und Gegnern auf dem Boden etwas Abwechslung bieten. Gefallen haben mir eigentlich durchweg die Gegnersprites und das tolle Spriterotating, welches manche Schiffe boten. Egal wohin man ausweicht, die gegnerischen Flieger visieren einen stets an und fliegen vor allem in unsere Richtung. Kollisionen sind irgendwann vorprogrammiert. Am Schluss gibt’s dann noch ein paar Slowdowns und ich kann nicht anders, als nur 2 penen zu vergeben. Es ist sicherlich gut gemacht, symphatisch (durch den Strikers Style) und spielt sich flüssig, aber es bleibt einfach nix zurück. Man spielt es durch und es ist immediately weg.

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The Dezaemon 2 Series – Air Streamer

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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A I R . S T R E A M E R (VERSION -A- UND -S-)

Quote:
Developer: LeimonZ
Jahr des Releases: 2000
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=p3zblW1YVlA


Also Air Streamer ist ja einfach nur noch weird. Das Titelbild schaute ja noch ganz gut und vor allem normal aus, aber was dann darauf folgt ist ja einfach nur noch abartig. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Man sieht eine Art Eröffnungssequenz, dann kommt ein Bildschirm mit den riesigen Buchstaben “STREAMING” woraufhin das eigentliche Level erst anfängt. Mir fiel sofort die relativ lame Grafik auf und die Inflation an Power Ups. Gleich zu Beginn fliegen kleine Vierecke umher, die man aufsammeln kann und so ein Shield, eine Bombe oder Options kriegt.


Die Options kann man mittels R Taste schießen lassen und kombiniert mit gegnerischen Schüssen, Schiffen und weiteren Power Up Items, ergibt das ganze ein Wirr Warr an Sprites und Crap auf dem Screen, dass sich kaum Bullets dodgen lassen. Das Game ist einfach hammer schwer?! Dazu kommen komische Vierecke und… Dinge, durch welche man einfach nicht schießen kann? Die Gegner dahinter sind also geschützt und so muss man nach vorne fliegen, was aber suckt, da man so immediately auf’s Maul kriegt von den hurenschnellen Bullets. Mit etwas Übung kommt man dann doch irgendwann zum ersten Boss, nur um festzustellen, dass dieser irgendwie aussieht wie handgemalt?! Also die Grafik ist einfach echt hässlich und alles andere als akzeptabel oder style. Wenig Farben, kein Style, häßliche Gegner, Endgegner und Bonusitems und die Hintergründe sind zwar wieder mittels 3D Tunneleffekt realisiert worden, bestehen aber zum größten Teil nur aus einer 2 bis 3-farbigen, häßlichen Pattern.


Nicht einmal die Musik kann punkten. Komisches Gedudel, welches vielmehr an elektronische Furzgeräusche als an Musik erinnert, strapaziert unsere Nerven von Level zu Level. Alles in allem eine wahre Enttäuschung.

Immerhin, die -S- Version von Air Streamer wurde im Schwierigkeitsgrad etwas entschärft und die Musik geremixt. Die klingt nun fast akzeptabel und dank des einfacheren Schwierigkeitsgrades, sieht man auch mal mehr vom Spiel. Was leider nichts bringt, da der Rest genauso scheiße aussieht, wie der Anfang. Teilweise werden komische Patterns im Hintergrund umher gezoomt und gewabert, die aussehen, wie Grafikfehler?! A… absolut ekelhaft.

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The Dezaemon 2 Series – Air Land Battle

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 4
A I R . L A N D . B A T T L E

Quote:
Developer: LeimonZ
Jahr des Releases: 2000
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=GoLHvQBeZN4


“Baha, wtf ist das bitte?”, war mein erster Gedanke, als ich Titlescreen sah, Musik hörte und anfang zu spielen. Die Grafik ist als spartanisch zu bezeichnen, wobei das noch eine Untertreibung ist. Eigentlich ist fast gar keine Grafik vorhanden. Aber siehe da, kaum spielt man ein paar Minuten, macht das gar nichts mehr aus, denn Air Land Battle kann durchaus Spaß machen. Es kommen also ganz langsam grüne Gegner von oben, die ebenso langsam schießen. Aber stetig. Das heißt, irgendwann ist der komplette Screen voller sich langsam bewegender Schüsse, denen man ausweichen muss. Und das nicht nur nach links und rechts, weil von unten auch ab und an Gegner kommen, die einen sogar verfolgen. Für Ausweichspaß aka Bulletdodging ist also gesorgt und so vergisst man erstaunlich schnell die wirklich nicht einmal ZX Spectrum gerecht werdende Grafik.


Was man allerdings nicht so leicht vergessen kann, ist die überaus nervtötende Dödelmusik, die nur aus einem Pattern besteht, welcher das komplette Spiel über wiederholt wird. Irgendwann verfällt man in eine Art Trancezustand und bekommt komische Zuckungen in diversen Gesichtspartien, oder noch schlimmer: Gehirnhälften. Nichts desto trotz macht Air Land Battle Spaß, was mich ja wirklich etwas verwunderte. Leider ist es viel zu kurz, besteht nur aus einem (langen) Level und die Hitzone ist ein klein wenig zu groß gerate. Mit einer besseren Hitzone, zwei oder drei Stages mehr und etwas musikalischer Abwechslung wäre Air Land Battle sogar noch besser. Aber auch so ist es eigentlich ein netter kleiner Reaktionstest.

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Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull

Indiana Jones
AND THE KINGDOM OF THE CRYSTAL SKULL
~ Ein Review ohne Spoiler ~

1957 – Der kalte Krieg macht auch vor Henry Jones nicht halt und so befindet er sich mal wieder in einer prekären Situation. Nach den Nazis sind nun die Russen die bösen und ganz besonders Dr. Irina Spalko, die auf der Suche nach einem Artefakt ist, für dessen Bergung damals Henry Jones mitverantwortlich war. Richtig lame wird’s aber, als das FBI Dr. Jones dann verdächtigt, mit den Russen zusammen gearbeitet zu haben. Dr. Jones! Verdächtigt als Kommunist! Das ist zuviel für einen Mann seines Alters und so will er sich erstmal nach Europa verdrücken. Daran hindern kann ihn nur Mutt Williams, der Dr. Jones um Hilfe bittet. Sein Vater wurde entführt, als er auf der Suche nach einem Kristallschädel war, dessen Legende besagt, das er demjenigen, der ihn an seinen Bestimmungsort zurück bringt, unfassbare Macht verleiht.

Soso. Indiana Jones Teil IV. Made in 2006 bis 2008. Mit einem über 60-jährigen Harrison Ford. Ich denke meine Zweifel waren berechtigt. Das kann doch nix werden. Nicht nur das Indy nun ein “alter Mann” ist, nein, der Film wurde auch noch im Animationsjahrtausend gedreht, wo jeder scheißdreck computeranimiert werden muss, nur weil es möglich ist. Das kann doch nix werden.

So ein SCHEISSFILM!!!

Aber halt. Was ist das? Ich sitz im Kino und der Film fängt an. Die 50er / 60er Jahre. Rock’n'Roll Musik. In großen, den alten Filmen exakt gleichenden (!) Lettern: “A Steven Spielberg Film”. Die erste Überraschung also. Keine wilde Kamerafahrt mit computeranimierten Buchstaben. Keine Heavy Metal Musik oder sicke Filtereffekte. Einfach nur ein Anfang, der den alten Filmen 1:1 gleicht. Wow. Das ist Indiana Jones. Das sind die 80er Jahre, als Actionfilme noch Action boten und die Hauptdarsteller noch wirklich (!) cool und gestandene Männer waren. Genau das ist Indiana Jones. Und so kommt man also in den seltenen Genuss, im Jahre 2008 einen Film zu sehen, der fast nahtlos an seine Episoden aus den 80er Jahren anknüpft. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit und ich war mehr als froh, das zu erleben.

Begeistern kann hier von Anfang an Harrison Ford, der ganz einfach immer noch Indiana Jones ist. Etwas älter mittlerweile, aber deswegen nicht gebrächlicher oder uncooler als damals. Im Film selbst wird das Alter auch aufgegriffen. Es ist hin und wieder Thema, wird mit einem Augenzwinkern betrachtet und wirkt nie deplatziert. Das Thema des etwas älteren Dr. Jones hat eine Qualität, wie ich sie mir nie erhofft hatte. Es ist einfach da und man akzeptiert es sofort. Es wurde einfach perfekt damit umgegangen. Vielen Dank. Der Rest der Schauspielerriege ist nicht minder hervorragend. Vor allem der Jüngling an Dr. Jones’ Seite machte mir anfangs Sorgen. Aber auch er ist einfach perfekt integriert, zwar cooler Rocker der 60er Jahre, aber nie lächerlich und immer realistisch. Man hasst ihn einfach nicht und ich fand ihn sogar ganz symphatisch, was wirklich eine Leistung ist.

Fakt ist, das trotz all dem immer noch Dr. Jones hier die Hauptfigur ist und das verdientermaßen. Die coolen Sprüche kommen direkt aus dem 80ern und prügeln jeden noch so verkrampft coolen Spruch eines Vin Diesel in die Ecke, bis dieser nur noch kotzen kann. Das ist hier eine ganz andere Qualität! Das ist Indiana Jones, verdammt noch einmal!

Aber nun gut. Wir wollen nicht übertreiben und so muss ich auch die negativen Seiten des neuen Indiana Jones Streifen hervorheben. Die Action ist teilweise einfach zu KRANK übertrieben. Es erinnerte mich ein klein wenig an Charlies Angels. Zwar wird hier nicht gekämpft, während man gerade in die Tiefe fliegt und unter einem ein LKW explodiert, aber es gab truely unnötig übertriebene Szenen. Und ich verstehe nicht warum, denn die restliche Action die geht trotzdem 1A ab. Richtige Oldschool Action mit vielen Faustschlägen, wilden Verfolgungsjaden und dem nötigen Realismus, den man trotz allem Übernatürlichen, welches schon immer ein Thema von Indiana Jones war, dringend benötigt. Das bringt mich auch schon zum zweiten Kritikpunkt. Genauso übertrieben wie die Action war dann leider der Schluss. Da hätte ich mir ein geringfügig anderes Drehbuch gewünscht, aber was will man machen. Immerhin passt es in die Zeit, in welcher der Film spielt und wurde ggf. gerade deswegen benutzt.

Das alles ist aber eher ein minimales Ärgernis. Unterm Strich bleibt trotzdem noch der alte Indiana Jones Flair mit Spurensuche, Rätselentschlüsselung, Besuchen in fernen Ländern und überhaupt alles. Es ist ein truer Indiana Jones Film, wie ich ihn NIE für möglich gehalten hätte. Ich muss den Machern dafür auch mal danken, da ich mir schon vorstellen kann, dass das gar nicht so einfach ist. Immerhin haben ja die heutigen Zeiten auch großen Einfluss auf die Persönlichkeiten von Spielberg und Lucas. Ob sie es wollen, oder nicht, sie haben sich ja auch geändert und sind nun ein wenig andere Menschen, als noch damals in den 80ern. Aber irgendwie hat’s einfach geklappt.

Ich mag ihn. Mir gefiel er. Jawohl.

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Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

 

Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull
2008 | USA | Steven Spielberg

Warnung: Dieses Review beinhaltet Spoiler. Nicht so ein paar kleine Dinger, nein, sondern richtig dicke Spoiler!
..aka sie gehen aber erst ab der “Kritik” los.

Schon 1993 wollte Steven Spielberg ein weiteres Sequel seiner Indiana Jones Reihe ins Kino bringen und lies dafür jede Menge Geschichten schreiben. Leider war alles Kacke und nach “Schindlers Liste” wollte er dann auf einmal auch keine Nationalsozialisten mehr in seinen Filmen haben!? Na ganz toll. :Q Aber Ende 2006 gab es wohl DIE verdammt gute Story auf die man 15 Jahre warten musste und die sollte jeder in 2 Jahren sehen können. Jedem war da schon klar, dass das neue Abenteuer vom coolsten Archäologen aller Zeiten ein Scheissdreck sein würde, wenn er nicht das typische Indy-Flair enthält. Und das in einer Zeit des Computeranimationsfetisch? Oje.

Heute wundert es mich wirklich, wie sich diese Zeit teilweise geändert hat. Neben der xten Hochglanzsuperheldenadaption aka crap stehen im Gegensatz alte Franchises plötzlich wieder auf und überraschen mit oldschoolness (Rocky), blutrünstiger Action (Rambo 4) oder auch alteingesessenen Helden, die von Jüngeren in die Gegenwart katapultiert werden (Die Hard 4.0). Letzteres versucht man auch mit dem aktuellen Indiana Jones Titel, doch die gute alte Zeit soll trotzdem bestehen. Deshalb wurde das Material vor dem Schnitt nicht digitalisiert. Deshalb wurden so wenig CGIs wie möglich benutzt (Wobei die Produktion ursprünglich die Peitsche und teilweise auch den Hut (???) von Harrison Ford computeranimieren wollte, was dann aber verworfen wurde, als Harrison sagte, er würde die Rolle dann nicht spielen. ~_~). Und deshalb wurde der Film hauptsächlich auf Material aus den 60ern (!) gedreht. All das, nur um sich nicht zu weit vom Original zu entfernen?
Nice. Supernice sogar. Doch hat das alles auch was gebracht?

Story
Nach einigen Kapazen im Jahr 1957 hat Indy erstmal genug von den USA und will nach Europa reisen. Daran hindert ihn Mutt Williams, der seine Hilfe benötigt und eine Karte von Indys verschollenem Freund Harold Oxley mitgebracht hat. Beide machen sich auf den Weg den Professor zu finden. Der Schlüssel zur Suche ist das Artefakt nachdem Oxley vor seinem Verschwinden suchte: Ein Kristallschädel, der laut einer Legende demjenigen unsagbare Macht verleiht, der ihn wieder zurück in die goldene Stadt bringt.

Kritik
Indiana Jones ist mittlerweile 65 Jahre alt. Nun, Harrison Ford ist 65.. wie alt Indiana Jones ist weiss man nicht wirklich aber das er viel älter ist, wird nicht verschwiegen. Und das war die einzig richtige Entscheidung. Es wäre technisch unmöglich oder eben lächerlich geworden, einen gealterten Indy in den 30er Jahren gegen Nazis kämpfen zu sehen. So spielt sich nun alles in den wilden 50ern ab, die man zwar mit ihren Rock ‘n’ Roll und Atombombentests erstmal so gar nicht nicht als Kulisse für einen Indiana Jones Film gelten lassen will.

All diejenigen die sich erhofft hatten, die Lagerhausszene des Trailers hätte nochmal etwas mit der Bundeslade des ersten Teils zu tun, irrte sich aka ich auch und das war erstmal enttäuschend, zum Schluss der Szene aber noch ein ganz netter Gag. Die anschließende Fahrt mit einem Raketenschlitten war da schon etwas “fremder” aber noch akzeptabel. Völlig unnötig dagegen war allerdings der Atombombentest. Für was zur Hölle war diese Szene in dem Film??? Egal, denn leider war die Explosion dabei ja so dermaßen krank (An dieser Stelle einen großen Dank an das Kinopolis Viernheim, dass in Saal 1 wohl die Anlage bis zum Anschlag aufgedreht hatte. WIE GEIL WAR DAS DENN BITTE???), dass ich jegliche Zusammenhanglosigkeit vergesse und sogar noch in die Hände klatsche. Boahaha alter war das abartig. ~_~

Es folgt die obligatorische Vereinigung der 50er Jahre mit den Indyuniversum. Diese undankbare Rolle übernimmt Jungstar Shia LaBeouf, der als cooler Jungendlicher der 50er mit Lederjacke und immer gepflegtem Haar auftritt. Undankbar deshalb, weil er nicht daran schuld ist, dass er anfangs nicht ins Bild passen will. Im Gegenteil: Er spielt seine Rolle absolut unübertrieben, sympathisch, fließend,.. einfach perfekt. Das Problem ist nur, dass diese Verschmelzung irgendwie zu gestellt aussieht.. wie z.B. auch die Szene ganz zu Anfang des Films, die einem wohl nur einbläuen soll in welcher Zeit die Geschichte spielt, damit wir es auch ja nicht vergessen. Was interessiert mich das? Ein kleiner Hinweis anhand irgendeines Tagesblattes hätte auch gereicht. Mir war die Zeit scheissegal ehrlich gesagt, da sie später eh nur noch im Dschungel rumrennen und Artefakte suchen und Geheimnisse lüften und.. Ooohjaaa! =P

Denn dann gehts auch endlich los und das “richtige” Abenteuer beginnt. Fortan sieht man nur noch relativ vertraute Szenen: Alte Tempel, Dschungel, Abenteuerklamotten, Peitsche,.. Schlangen,.. ~_~ ..es hätte alles so viel schlimmer kommen können. Das Gegenteil ist der Fall: Die Bilder, der Schnitt und die Locations sind einfach phantastisch gewählt worden. Alles sieht stimmig aus, Harrison Ford ist absolut fit und lässt Alterserscheinungen mit selbst gedrehten Stunts einfach im Nichts verschwinden, es gibt Verfolgungsjagden, Rätsel, geheime Völker.. ja herrgott was will man denn bitte noch mehr???

Weniger! NOCH weniger Computeranimation zum Beispiel. Steven Spielberg verzichtete zwar weitestgehend darauf aber einige Dinge konnte er sich wohl nicht verkneifen. Das wäre noch ganz ok, wenn die gezeigten Szenen nicht wenigstens nur mittelprächtig aussehen würden. Gründe hierfür suchte ich vergebens aka ich hatte keinen Bock, denn der einzige wirkliche Kritikpunkt ist nicht die Animation, sondern die Übertriebenheit mit der manche Actionsequenzen umgesetzt wurden.

So amüsant diese sind.. manchmal wurde hier wirklich über das Ziel hinausgeschossen. Wenn Matt sich aus Versehen im Dschungel aufhängt, nur um dann mit einer Affenbande zusammen per Lianen im Urwald in die richtige Richtung zu schwingen wie es jeden Tarzan neidisch machen würde und dann punktgenau wieder in einem Auto zu landen.. dann ist das schon.. ziemlich.. sick. Natürlich kann man verstehen, dass es heutzutage schwer ist den Grad zu finden, der alten Fan und jungen Kinogänger gleichermaßen zufriedenstellt aber ich glaube einige Szenen wären auch ohne diese wirren Ideen ausgekommen.

Ganz kritikfrei hingegen, sind die Handlungen und Gespräche der Protagonisten ausgefallen aka Humor. Wenn Indy und Marion sich über ihren Sohn streiten während sie eigentlich in Treibsand stecken und sterben, dann ist das mehr als geil. Es ist einfach herrlich und ich will mehr davon. Die Figuren gehen so nice miteinander um, dass ich öfters einfach mal lächeln musste.. auch wenn gerade nichts Komisches geschah. Spielberg hat es wirklich verstanden die Zuschauer hier nicht zu enttäuschen und mit seinen vielen Anspielungen auf frühere Teile sogar noch eins draufzusetzen, ohne dabei ins Lächerliche abzudriften.

Doch bei all diesem Spaß ist irgendwann Schluss mit Lustig und der Ernst der Lage konzentriert sich auf das letzte Kapitel des Films, der auch gleichzeitig das gesamte Projekt mit einem Ruck auf wacklige Beine stellt. Soll man es Mut nennen? Oder einfach nur ausgefallen? War es dumm? Das ist jedem selbst überlassen. Ich konnte mich recht früh mit dem Gedanken von Aliens anfreunden und hatte dadurch nicht das riesen Problem mit dem Thema. Immerhin hat Indy auch in seinen früheren Abenteuern ziemlich seltsame Dinge: Ein Schamane der Dir das Herz mit den bloßen Fingern entfernen kann!? Voodoo Magie!? Ein Gral der Unsterblichkeit verleiht!? Und dann wäre da ja auch noch die bereits erwähnte Bundeslade, die damals ja auch schon gut abging aka. :Q

Es war also klar, dass am Schluss etwas Übernatürliches passieren würde. Ob die Idee mit dem Ufo jetzt die Beste war sei mal dahingestellt. Aber wenn jemand eines entdeckt, dann doch wohl bitte Indiana Jones! =P Das Einzige was mir hier wirklich auf die Eier ging, war das Alien, dass natürlich noch leben und ganz grimmig gucken musste. Warum bitte??? Es war so ultimativ klischeehaft. =/ Aber was solls. Dafür entschädigte die folgende Sequenz mit dem Aufstieg des Ufos voll und ganz. Um nicht zu sagen: Sie war wirklich nett. Ja. Ich will damit eigentlich sagen, dass ich da innerlich 2x hintereinander kam und total geflasht war ..auch noch 30 Minuten später. :Q

Wie dick sah das aus bitte? Wie geil ist es, wie Indy einfach im unteren Bildschirmrand hautnah alles miterlebt? Wie krank ist es, dass da einfach ein riesiges Ufo aufsteigt und dabei ein ganzes Areal aushebt, was dann nach 20 Sekunden zu einem riesigen See wird? Pahaha also.. geil. ~_~ Und auch ziemlich nice, dass man nicht erfährt was jetzt das eigentliche Geheimnis des Kristallschädels war, wo das Ufo hinflog und so weiter. Wenige Antworten = gut.

Fazit
Die Serie sollte sich wohl so weiterentwickeln. Nach vielen erfolgreichen Comebacks einiger Franchises, folgt auch Indiana Jones und spielt ganz oben mit. Das schwierige Zusammenspiel zwischen den Vorgängern einer anderen Zeit und dem aktuellen Werk wurde im Laufe der 122 Minuten gut gemeistert. Alle Darsteller spielen ihre Charaktere wundervoll und der Humor ist dank Harrison Ford so einzigartig wie eh und je. So können auch die teilweise etwas zu übertriebenen Actioneinlagen nebst immer noch zu vielen Computereffekten diesem Abenteuer absolut nichts an haben. Spielberg beweist das richtige Händchen womit er Jugend und alte Fans gleichermaßen überzeugen kann ..sofern sie nicht ganz engstirnige Hundesöhne sind. Lässt man das Abenteuer einfach auf sich wirken, wird man feststellen: Es sieht aus wie Indy, es hört sich an wie Indy, es fühlt sich an wie Indy,..
Es ist Indy!

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The Dezaemon 2 Series – Daioh P!

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

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D A I O H . P !

Quote:
Developer: Athena
Jahr des Releases: 1997
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=XQZH5-lB_eQ


Und hier das letzte Beispielgame aus dem Hause Athena. Bei Daioh P! fällt einem neben dem Grafikstil im Titelbild auch gleich mal die treibende Musik auf, die locker an die 16-Bit Klassiker vergangener Tage heranreicht. Uptempo Melodien, wie sie shmuppiger nicht sein könnten. Überhaupt kam mir Daioh P! wie ein kleiner Raiden clone vor.


In Stage 1 fällt einem erst einmal auf, das Daioh P! die vermutlich sicksten Geräusche benutzt, die Athena finden konnte. Quietschen, Zwischen, Tiergeräusche und 8-Bit Fanfaren mischen sich hier zu einer unglaublich grotesken Kakophonie, die ihres gleichen sucht. Aber immerhin: Irgendwie passt es auch zum Grafikstil. Der ist verspielt, cute, 3D, doch nicht 3D und bunt. Eine ziemlich weirde Mischung. Anfangs ging ich davon aus, das es sich bei den Objekten um 3D Objekte handelt, da der Dezaemon 2 auch das Erstellen von 3D Objekten erlaubt, aber irgendwie ist das dann doch alles nur in 2D. Aber ziemlich cute gemacht und immerhin geizt das Spiel auch nicht mit Effekten. Transparenz, große Explosionen mit vielen Sprites, dicke Lavaströme und ein grandioser 3D Tunneleffekt im letzten Stage machen hier deutlich, zu was Dezaemon 2 eigentlich im Stande ist. Leider sieht das alles durch die cute Grafik nicht ganz so spektakulär aus, wie es sein könnte.


Das Spiel ist ein vertikales Shmup, ohne nennenswerte Unterschiede zu anderen Genrevertretern. Positiv fiel mir das Waffen System auf. Hier fliegen die Power Up Items direkt aus den zerschossenen Behältern und verschwinden dann immediately vom Screen. So verpasst man zwar hier und da das eine, aber immerhin bekommt man nicht ausversehen die falsche Waffe. Die Bulletpatterns sind hier auch endlich mal eines shmuppes würdig und verteilen sich schön wie ein Vorhang über den Screen. Bei Daioh P! fiel mir dann noch auf, dass es Rücksetzpunkte bietet. Das war bei den anderen Games nicht und damit schätze ich, dass Dezaemon 2 einem hier beim Erstellen der Spiele freie Wahl lässt.

Als krönenden Abschluss gibt es noch ein dickes Outro, welches mich gleichermaßen zum Lachen und zum Staunen brachte. Die nächsten Games sind dann true Amateurarbeiten von japanischen Freaks. Ich bin schon sehr gespannt.

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The Dezaemon 2 Series – Ramsie

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 2
R A M S I E

Quote:
Developer: Athena
Jahr des Releases: 1997
Ausrichtung: Vertikal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=Y3kxJIZLkG4


Und noch ein Beispiel aus dem Hause Athena. Dieses mal ein vertikales Shmup, denn auch das ist möglich mit Dezaemon 2. Aufgrund eines fehlenden Tate Modes (also der Rotation des Bildschirminhaltes um 90 °) haben alle vertikalen Dezaemon 2 Spiele links und rechts zwei schwarze Balken. Das ist einerseits schade, andererseits vertretbar, da die Spiele dann ohnehin auf eben diesen Bildschirmausschnitt zugeschnitten sind. Nicht wie z. B. Arcadeports, bei denen oben und unten etwas abgeschnitten wird.

Wie dem auch sei. Ramsie beeindruckt mit einem wundervollen Logo und startet aber leider genauso langatmig, wie Biometal Gust. Die Hintergründe sind irgendwie leer, die Gegner rar, die Musik zum Einschlafen und alles wirkt irgendwie… Amateurhaft. Das vertikale Spielgefühl passt dann aber immerhin, mit nicht zu vielen und nicht zu wenigen Bullets. Auch wenn das Raumschiff irgendwie viel zu groß erscheint, so ist die Hitzone passabel und es spielt sich einfach wie ein waschechter Vertikalshooter. Ein Scoresystem konnte ich nicht großartig entdecken, aber das wird wohl bei allen Dezaemon 2 Shmups so sein.


Der Spielfluss wird lediglich durch das Waffensystem etwas getrübt, aber das ist einfach nur Geschmackssache. Beim Zerschießen der Power Up Item Behälter, fliegen mehrere Symbole mit verschiedenen Farben umher. Jedes steht für eine andere Art von Waffe. Wählt man rot und sammelt dann blau auf, so wechselt die Waffe, ob man will oder nicht. Das wäre nicht all zu schlimm, wenn die Power Ups nicht stundenlang über den Screen huschen würden. Sie verschwinden einfach erst nach ein paar Sekunden. So erwischt man sich dabei Power Ups auszuweichen oder gar in Hektik wild alle Farben, bis auf die, die man schlußendlich haben will, aufzusammeln, damit man ja nicht die falsche Waffe erwischt und daraufhin verreckt. Will man die nun endlich ausgewählte Waffe aufpowern, so bedarf es weiterer Items. Das P Item powert die waffe auf, B steht für Bome und dann gibt es dooferweise noch ein S, welches die Geschwindigkeit des Schiffes ändert, was ich echt nicht ab kann. Man muss sich jedesmal auf die neue Geschwindigkeit erst einstellen und sammelt man ausversehen zuviel S Items ein, wird das Schiff unkontrollierbar.


Gerettet wird das alles dann – mal wieder – durch Stage 4 und die tolle Grafik. In Stage 4 geht’s nämlich endlich ab. Es gibt geile Hintergrundgrafiken, Parallaxebenen unter denen man durch fliegt, sich bewegende Arme, Zahnräder, Schienen, darauf fahrende Gegner und das alles in einem nicen Steampunkstyle kombiniert mit einem ebenso nicen Schmetterlingstheme. Hier zeigt Athena endlich, was mit Dezaemon 2 alles möglich ist. Auch ein Hingugger ist der Wasser- sowie Pseudo 3D Effekt in Level 2 ähnlich dem in Axelay! Aber alles in allem reicht das nicht ganz für 4 tropfende Pimmel, da die ersten 3 Stages im Zusammenspie mit der langweiligen Musik nicht wirklich viel hergeben. Da gefiel mir Biometal Gust einen Tick besser.

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The Dezaemon 2 Series – Biometal Gust

Der/die/das Dezaemon 2 ist ein Shoot’em Up Construction Kit (Jawohl, ähnlich des bekannten S.E.U.C.K. für Amiga und C64) für den Sega Saturn und erfreute sich in Japan relativ großer Beliebtheit. Bis in’s Jahr 2006 bastelten japanische Fans und Freaks mit diesem einfach zu bedienenden Tool Shmups für ihre Lieblingskonsole. Dank dem Dezaemon 2 Save Game Manager von Satakore (Genauergesagt: Rockin’B, vbt, und IGK) ist es Saturnfans nun endlich möglich das große Angebot an selbstgemachten Dezaemon 2 Shmups zu durchforsten und die Spiele vor allem zu spielen. Der Dezaemon 2 Save Game Manager kommt als CD Iso daher und beinhaltet bereits 118 Shmups, die einfach auf Memory Card kopiert werden können.

Ich mache mich nun daran jedes einzelne davon zu reviewen.

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 1
B I O M E T A L . G U S T

Quote:
Developer: Athena
Jahr des Releases: 1997
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=HCtnOd8bFmQ


Biometal Gust befindet sich bereits als “Sample Data” auf der Dezaemon 2 CD. Gedacht zum zeigen, was Dezaemon 2 kann, zum herumstöbern in der Funktionsweise des Programs und natürlich auch zum Spielen. Das habe ich sogleich gemacht und ganz ehrlich… der Anfang war nicht ganz so berauschend. Das Spiel bietet zwar schon einmal zu Anfang ein tolles Logo und sogar ein toll gemachtes Intro, aber sobald man anfängt zu spielen, ist man anfangs etwas enttäuscht. Stage 1 und 2 protzen zwar gleich mal mit dickem Mode 7 ähnlichem 3D Hintergrund (Effekt, als würde man in einer Röhrer fliegen) und Transparenzen aber irgendwie kommt alles nur sehr schwer in fahrt. Die Gegner kommen langsam, sind einfach und der Hintergrund trist. In Stage 2 – einer Wüste – bietet nur der Ripple Effekt (Hitzeflimmern!) etwas Abwechslung, aber auch hier tut sich ansonsten nicht viel.


Stage 3 kann dann etwas mehr. Der Hintergrund sieht etwas besser aus, die Gegner machen durch kreative Formationen das erste mal den Anschein, als wären sie intelligent und sogar der Hintergrund bekommt Gesellschaft in Form einer zweiten Parallaxebene, an der das eigene Schiff auch zerschellen kann. Millimeter genaues navigieren ist also gefragt, aber dank des immer noch humanen Schwierigkeitsgrades kein Problem. Sogar für mich. Die Endgegner waren immerhin ziemlich ansehnlich bisher und von teils stattlicher Größe. Bei einem Gegner fiel mir sogar auf, das man seinen Laser einfach – wie in G-Darius – mit seinem eigenen Schuss zurück ballern kann. Das ist ganz gut, wenn man vom Laser überrascht wird, da er einen so nicht gleich zerstören kann.


Tjo und dann kommt man irgendwann in Level 4 und was hier abgeht ist ja nicht mehr normal. Als hätte das Spiel mein Flehen erhört, dreht es sich um 180 ° und es geht nur noch die Action ab. Die Gegner kommen schneller, häufiger, sind gefährlicher und noch dazu sind Obstacles im Hintergrund eine ständige Gefahr. Sich bewegende Blöcke, Elektroschocks denen man ausweichen muss und das ständige Auftauchen von Gegnern verlangen einem relativ viel Geschick ab. Besonders gefiel mir das “fordernde” Gameplay in Stage 4, welches einen regelrecht zwingt auch mal Gas zu geben und ganz vorne am Screen zu fliegen, da man teilweise nur so diverse Gegner erledigen oder ihnen ausweichen kann. Dazu kommen Schalter, die man noch schnell erreichen muss / will, damit sie Türen öffnen und zielsuchende Selbstschussanlagen (!), die einen unerbittlich und mit 500 Schuss pro Sekunde (oder Feuer) verfolgen.

Was war passiert? Andere Designer am Werk? LSD geschluckt? Ich weiß es nicht, aber es gefiel mir. Schade, das der Weg durch die Levels 1, 2 und 3 so lang(weilig) ist und man somit Stage 4 und 5 wohl eher selten sieht. Gerade die Grafik ist in den letzten zwei Leveln einfach hervorragend und befindet sich auf sehr gutem SNES Niveau, wenn man mal von den dicken Explosionen im Highspeed Tunnel (!?) absieht. Die machen schon eher 32-Bit Eindruck. Nach so einem positiven Eindruck frage ich mich, ob die selbstgemachten Spiele der Amateure das noch toppen können. Ich bereite mich schon einmal darauf vor, lange Zeit nur eher Mittelmäßiges zu spielen…

…ach und der finale Boss ist einfach Bildschirmfüllend. :-)

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