Echoes Of The Rainbow

Image

Echoes Of The Rainbow

Big Ears lebt zusammen mit seinen Eltern und seinem größeren Bruder in einer winzigen Hütte am Ende einer Straße in Hong Kong. Die Familie hat es nicht leicht, aber es geht ihr gut. Der Vater (Simon Yam) arbeitet unermüdlich und stellt Schuhe her, damit die Familie etwas zum Essen auf dem Tisch hat. Die Mutter (Sandra Ng) schmeißt den Haushalt und versuch den kleinen Big Ears zu bändigen, der zwar meistens lieb aber manchmal auch frech sein kann. Desmond geht auf eine internationale Schule und feiert dort sportlich, sowie im Unterricht große Erfolge. Die Hoffnungen der Familie liegen bei ihm. Eines Tages jedoch, wird er krank.

Image Image

So stell ich mir ein Drama vor. Es wird eingeleitet von einem Blick in das heile Familienleben der… eh.. Familie und man lernt erst einmal alles ausgiebig kennen. Das Umfeld in welchem sie leben, die Freunde, die Verwandten, die Berufe, die Schulen, die Stadt, die Familie selbst, etc. Und danach, ja da fangen die Probleme an. Es läuft eben nicht alles immer wie nach Drehbuch und so gibt’s ein Problemchen hier, ein Problemchen da und am Schluss natürlich die große Krise, die es zu meistern gilt. Dass wir zu dem Zeitpunkt schon mind. 2 mal weinten, hat man zum einen dem Drehbuch zu verdanken, welches uns zügig in die Welt der Familie eintauchen lässt, aber auch Zeit für ruhige Momente findet. Zum anderen ist da der kleine Big Ears, der von Schauspieler Buzz Chung verkörpert wird und der seine Sache imho mehr als ausgezeichnet macht. Scheinbar mühelos spielt er den kleinen Big Ears und hat nicht einmal mit etwas dramatischeren Szenen. Oder er IST einfach Big Ears, das weiß ich nicht. Jedenfalls ist es ein Kinderschauspieler, der auf Anhieb sympathisch ist, nie nervt und seine Sache imho absolut richtig macht.

Image Image

Inhaltlich gibt es zwar kaum Überraschungen und eigentlich weiß man schon ab der Mitte des Filmes, wie dieser ausgehen wird, aber da ist es schon um einen geschehen. Simon Yam ist einfach hervorragend, Sandra Ng auch und selbst der große Bruder, der eigentlich Musikidol ist (?) macht seine Sache wirklich ausgezeichnet. Die muss man ja alle mögen?! Dazu kommt ein großer Hauch – eigentlich ist es vielmehr ein fetter Rülpser – 60er Jahre Nostalgie mit teilweise sehr cuten Original Hong Kong Filmaufnahmen aus eben diesem Jahrzent, der auch optisch wirklich ansprechend in Szene gesetzt ist. Die Screenshots hier sehen etwas gelber aus, als der Film eigentlich ist. Gerade das dezent neutrale und doch vintage wirkende Bild fand ich ziemlich angenehm.

Also tjopes. Einfach ein großes Drama mit imho viel Gefühl. :applaus:

:pen: :pen: :pen: :pen: :pen: