V For Vendetta (#3)

elend, 23.10.2006

V for Vendetta (USA/GER(?) 2005)

 
(Das imho coolste Poster zum Film. Es wirkt irgendwie so oldschoolig.)


Tjo, die Story? Seuchen und die Angst vor Kriegen treibten die englische Bevölkerung in eine Diktatur unter Kanzler Sutler. Da Diktaturen sucken, versucht “V” gegen das Regime zu kämpfen und sprengt am 05.11., dem Guy Fawkes Day, das Old Bailey einfach mal so in die Luft.

Irgendwie war’s das auch schon. Gut gegen böses Regime. Nichts neues, wo man sich erst dran gewöhnen müsste. Auch nichts schlechtes, keineswegs, aber im Fall von V For Vendetta einfach etwas zu plump erzählt. Man erkennt sofort wer die bösen sind und es wird mit soviel Hinweisen und Symbolik um sich geworfen, das es schon etwas zu dick aufgetragen wirkt. Bild Style.

Tjo ansonsten zogen sich manche Szenen auch etwas, wobei mir aber nie langweilig wurde. Ka, eventuell lag’s an Natalie Portman, welche einfach hurensexy ist. Bis ihre Haare geschoren werden. Auch diese Szene fand ich zu strange erzählt. Nicht nur, dass die deutsche Synchro schon den eigentlichen Twist verriet, nein es war auch realtiv kurz und kam einem nur unpassend vor. Da hätte man evtl. etwas mehr Zeit drauf verwenden können und den Zuschauer mehr im Unklaren lassen müssen, wer dafür verantwortlich ist. Tjo.

Ansonsten gottseidank wenig Action. Gottseidank deswegen, weil der Film von den Wachowski (of Matrix fame) Brüdern ist und die Action Szenen, die zu sehen sind, mir einfach zuviel Zeitlupe beinhalten. Dazu kommt ein sicker Schliereffekt beim Werfen der Messer (Erinnerte an Soul Blade / Calibur) und halt random Griffe und Tritte. Irgendwie alles sehr komisch. Die Explosionen, die es zu sehen gab, waren allesamt schön wuchtig. Leider war irgendwie immer Feuerwerk dabei, was ich ziemlich komisch finde. ~_? Ich schätze der V machte das für Extra.

Tjo. Irgendwie gefiel er mir nicht so sehr. Zu plump, zu sick, dazu die imho lächerliche Maske und dann werden Natalie Portman auch noch die Haare geschoren. Eine Schande. Sad

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Zero Divide – The Final Conflict

elend, 18.10.2006

Zero Divide – The Final Conflict aka Zero Divide 3 (ゼロ・ディバイド・ザ・ファイナル・コンフリクト)

Zero Divide spielte ich damals schon auf meiner Playstation. Es kam relativ früh im Leben der PSone raus und war somit fast schon automatisch ein ziemlicher Haufen Müll. Dann kam Teil 2 auf der PSone raus und war, wie ich hörte, schon etwas besser. Tjo und bei Teil 3 dachte man sich wohl: “Ach, PSone suckt. Lasst uns Teil 3 einfach auf Saturn releasen!” Gesagt getan. Und das, obwohl 1997 das Ende des Saturns schon mehr als absehbar war.

 

 

Der Storyverlauf ist mir leider unklar, weil komplett auf Japanisch. Schade eigentlich, denn es gibt dafür extra einen “Story Mode” im Menue, unter welchem man die komplette Story, das heißt von Teil 1 bis Teil 3, inklusive lustiger Bilder nachlesen kann.Somit bleibt uns nichts übrig, also einfach mal zu zocken. Während einem das Kampfsystem schnell bekannt vorkommt (Virtua Fighter anyone?) so schaut man erstmal verdutzt, wenn man die Roboter sieht. In Zero Divide gibt es weder Mensch, noch Tier, sondern nur Roboter. Dazwischen 3 Ausnahmen, die zwar auch Roboter sind, aber zumindest in humanoider Form. Ich erwähne das, da es mir bislang unmöglich war, mit den komischen Robotern normal zu kämpfen. Es ist einfach so ungewohnt, das es nicht klappen will. Zumal die Roboter / Maschinen ja auch aufgrund ihrer Bauweise allesamt komische Moves haben. Das fiel mir damals schon bei dem Jurassic Park Prügelspiel auf. Es ist, imho, unmöglich damit ein gutes Prügelspiel zu machen. So erwischt man sich also dabei, wie man lieber nur auf die humanoiden Roboter zurück greift und die anderen komplett außer Acht lässt. Ansonsten wird hier normale Prügelspielkost geboten. Man kämpft sich im 1 Player Storymode an die Spitze, genießt das Outro und übt dann fleißig seine Moves, damit man das Game auch in einem härteren Schwierigkeitsgrad schafft, bzw. ohne Continues durchspielen kann. Einzig und allein die Möglichkeit des Replay savens und die ausführliche Statistik in einem extra Menüpunkt, fallen hier in’s Auge.

Grafisch macht Zero Divide einen guten Eindruck. Was mich allerdings wundert ist, warum man den High-Res Screenmode wählte. Denn die ansonsten detaillierten und hübsch gemodellten 3D Modelle werden lediglich in Low-Res dargestellt. Afaik hätte es da ein Low-Res Screenmode auch getan. Egal, immerhin ist alles super flüssig und schaut gut aus. Bis auf ein paar Hintergründe die einfach nur störend wirken (Siehe Screenshot Rechts) oder ziemlich pixelig daher kommen.

Sound technisch gibt’s tolle Kloppgeräusche, wirklich nette Musik (Als CDDA auf der CD) und lustige, bis peinliche Sprachausgabe. Der Endgegner z. B. spricht wie der Voice Synth meines Amiga 500 damals. Klingt gewöhnungsbedürftig. :o

Ich zieh einfach mal gnadenlos einen Pen ab, da man mit Robotern absolut nicht kämpfen kann. Ansonsten ist ja alles perfekt. Ausgefeiltes Kampfsystem, tolle Grafik und tolle Musik. Aber das Kämpfen macht halt viel aus bei einem Beat’em Up. :o

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Science Of Sleep

Pennylane, 18.10.2006

Science of Sleep
La Science des rêves

Ich bin weiß Gott kein Fan von franzo-Filmen. Kaum einer der hochgepriesenen lockte mich vorm Ofen hervor (mit 1-2 Cliché Ausnahmen).

Aber dieser Film rockt.

Story: Stepháne (diese Blöden Akzente *kotz* wer hat diese Sprache nur erfunden – sicher jmd der nen Clown zum Frühstück hatte) der mit seinem Dad vor Jahren nach Spanien ging komt zurück nahc Frankreich zu seiner Mom um dort einen Job als Designer/Grafiker anzunehmen.
Probelm 1: Er kann kein französisch (kann ich ihm nicht übel anrechnen)
Problem 2: Der Job entpuppt sich als “Klebe vorgefertigte Namensschilder auf Kalender”
Problem 3 und Hauptproblem: Er verwechselt Traum und Realität.
Weiterer Storyverlauf: er verliebt sich in seine Nachbarin.

Ab da isses ne Liebeskomödie der ganz anderen Art, jedoch kommt storymässig nichts neues.

Die Charaktere sind durchwegs einzigartig und sympatisch. Neben dem verträumten Hauotdarsteller gibt es noch die schüchternunentshciedene Nahcbarin, den versauten Chef *FIIIICK SIEEE*, die “Schwuchteln” im Büro (eine davon männlich, die anere weiblich ^^) etc.

Erzählt wird in surrealen Bildern. Besonders die Traumwelt ist jedesmal ein Quell der Freude und der Entfaltung krankhafter frz Ideeen.
Seien es Skiberge aus Stoff und Faden. Pappstädte und Papierhäuser. Oder in klassisch Russischer Tradition Celluphanwasser in Stop-Motion Technik.

Es ist alles sehr nice.

Erzählt wird die Geschichte mit sehr viel Witz, darunter sogar lustige(!) Slapstickeinlagen und dumme, evtl platte, aber dennoch lustige und nicht billig assoziale Witze.

Selbst die Synchro kann man ansehen. Der Film ist im Orginal auf 3 Sprachen: spanische (kaum), französisch (ca. nen Drittel) und englisch (der Rest, also der Hauptteil).
Im deutschen wurde lediglich der englische Teil synchronisiert. DIe Synchronsprecher wurden dabei so nahe am Orginal gehalten dass man keinen Unterschied merkt. Grosses Lob. Selbst der unbeholfene Akzent des Hauptcharas wirkt nicht lächerlich….

Da er mich für nen frz Film echt ma weggehauen hat bekommt er klassische Pen Pen Pen Pen Trans(en)pen (5 gibts nur wenn ick mir ohne zu zögern DVD holen wollen würde…)

Magnolia

elend, 16.10.2006

Magnolia

Earl Partridge liegt im Sterben und wünscht sich nur eins. Nochmal seinen Sohn Frank T. J. Mackey zu sehen. Dieser jedoch ist immer noch wütend auf ihn, weil sein Vater damals seine Mutter verlies, als diese gerade Krebs hatte und Frank T. J. Mackey sie somit alleine pflegen musste. Bis zu ihrem Tod. Das hinterließ als 14-jähriger tiefe Spuren in Frank T. J. Mackey. Heutzutage ist er ein selbstverliebtes Arschloch das (auf zugegeben lustige Art und Weise) Seminare veranstaltet, wie Männer Frauen zu behandeln haben und somit schließlich in’s Bett kriegen.

RESPEKTIERT DEN SCHWANZ!

So, nachdem wir nun auch Max Interesse geweckt haben, kann es weiter gehen. Die Story ist schwer zusammen zu fassen ohne gleich eine A4 Seite zu füllen. Man hätte genauso gut, in genauso vielen Worten, den Handlungsstrang um Jimmy Gator und seine koksende Tochter beleuchten können. Oder den armseeligen Polizisten, der doch nur gutes tun will. Im Grunde geht es um mehrere Handlungsstränge und Personen, die doch alle eins gemein haben. Nicht nur, das sie alle in San Fernando Valley leben und wohnen, nein, sie leiden. Und wie sie leiden. Auf der Suche nach Liebe und Vergebung darf man nun diese Personen ca. 3 Stunden dabei begleiten wie sie leiden. Und leiden. Und leiden.

Das klingt negativ, ja fast langweilig, ist es aber nicht einmal. Gerne sah ich diesen Personen fast die kompletten 3 Stunden zu, wie sie leiden und sich ihre Wege allmählich immer mehr kreuzen. Das hatte zum einen den Grund das die Schauspieler alle hervorragende Leistungen erbringen und zum anderen natürlich auch das das Drehbuch ganz offensichtlich wunderbar ausgearbeitet ist und den Characteren genug Raum und Zeit gab, sich zu entfalten. Wäre dies nicht der Fall gewesen, wäre ich ganz schnell eingeschlafen und hätte mich nicht einmal für deren Schicksale interessiert.

Da das nicht der Fall war, blieb’ ich also bis zum Schluss dabei. Und da haben wir auch schon das Problem. Der Schluss. Er wirkte auf mich so unfertig. Auf einmal war er da ohne auch nur irgendetwas geändert zu haben. Sicher, hier und da erlangte man die Erkenntnis, das man vergeben soll aber tjo. Das war’s? Deswegen verbrachte ich 3 Stunden meines Lebens mit diesen Characteren? Das ist mir in dem Moment etwas zu wenig gewesen.

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A Scanner Darkly

Munin, 14.10.2006

A Scanner Darkly

Tjo ich bin jetzt zu müde für ein richtiges Review, aber ich sag mal: Ziemlich gut. Geil eigentlich. Tjo. Nur Action sollte man nicht erwarten. Ich gebe
4 Penen. Der letzte Pen fehlt weil der Anfang echt zäh ist. Aber das Ende ist nice. Das Rotoscoping-Zeug sieht zwar in Bewegung nicht so nice aus wie in Stills, ist aber für die Erschaffung der psychedelischen Drogen-Atmosphäre ungemein hilfreich. Und naja es ist die 2. tolle Dick-Adaption nach Blade Runner ~_? Wobei ich Screamers gar nicht mal schlecht fand!? Und Total Recall doof und Minority Report kann mich mal am Arsch. Ach ich schweife ab. ~_~

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Tennis

Kami, 14.10.2006

テニス aka Tennis (GB/JP)

Bis vor kurzem hatte ich einfach gar keinen Import für Gameboy, das kann so nicht angehen dachte ich mir und kaufte spontan Tennis weil es einfach günstig war ~_°

Story
Mario würde sich gern noch etwas dazuverdienen und Bewirbt sich als Schiedsrichter bei einem Tennisplatz.. aka nope. Es gibt keine. Mario ist trotzdem da.


( Links: Titel screen | Rechts: Spielfeld )


Das Spiel
Tjo, es ist Tennis. Man kann den Schwierigkeitsgrad des Gegners (was eigentlich nur bewirkt dass das Spiel schneller läuft) in 4 Stufen einstellen und schon findet man sich auf einem Feld wieder und spielt halt Tennis.
Abgesehen davon wird man auch kaum etwas zu sehen bekommen. Es gibt halt nur das eine Feld und ab und zu wird dann der Punktestand eingeblendet. Die Spieler (2 an der Zahl, einer für den Computer und einer für den richtigen Spieler) haben ganze 4 verschiedene Animationen und das reicht ja auch vollkommen.
Damit sich ganze nicht wie Pong spielt wurden dann noch Dinge wie Netzroller oder Schmetterbälle eingebaut Applaus!
Japanisch-Kenntnisse sind gar nicht von Nöten, da die wenigen Worte im Spiel auf Englisch sind.

Farbe
Ganz toll ist wie der GBA einfach die Palette nicht rafft und die Gesichter und Schuhe der Spielfiguren transparent macht ~_? Sieht dann etwas weird aus, ist aber nicht so tragisch, das sind nur ein paar Pixel.

Fazit
Tjo, schon ganz lustig. Für heutige Verhältnisse zwar sehr simpel, aber irgendwie hat man das Bedürfnis es immer mal wieder zu spielen. Was eigentlich schon was heißt, konnte mich doch seit Fifa `97 kein Sportspiel mehr als 5 Minuten dazu motivieren es nicht auszuschalten.
Darum gibt’s auch ne ganz gute Penenwertung:

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Hard Head 2

Pennylane, 15.10.2006

Hard Head 2
1991 – SunA corporation



Ganz grosses Kino. Die Story so gewaltig, dass ich sie kaum mitverfolgen konnte/wollte.
Deswegen reim ich mir einfach was zamm. Freundin unseres Hauptchars – nennen wir ihn einfach mal Mongo – wird vom Bösen Zyklopen entführt und soll wohl gegessen werden.

*ich lese gerade auf wikipedia, dass dieser teil nicht sehr erfolgreich war. wundert mich nicht. er ist scheisse. er is pure crapness hoch 5*



Aber weiter.

Es handelt sich um klassisches Jump’N'Run. Aka von Baum zu Baum hüppen, Schildkröten auf Köppe springen *kenn ma das irgendwoher* und mit Blubberbläschen versuchen dicke Endgegner zu besiegen.

Random Wikiquote:

Quote:
It was essentially a very heterogeneous mixture of ripoffs of other games, largely of doubtful taste.

Soviel zum Gameplay. Es gibt zwar noch mehr Waffen, und Engelsflügel und so; aba da man das Spiel eh nich länger wie 10 Minuten aushält macht es nicht grossartig Sinn drauf einzugehen.

Nun Punkto Grafik. Rein detailtechnisch schon recht nett. Würde unser Hauptchara nicht aussehen als ob er mindestens 5 Chromosome zu viel hätte.
Zu Allem Überfluss kamen die Entwickler auf die Idee, man könne ihm nach einem Treffer ja die Kleidung wegnehmen. Aka dieser Mongo läuft die ganze Zeit nackt durch die Gegend und präsentiert euch Penis und After *widerlich und ekelhaft*
Nebenbei bemerkt sieht der Mund des Oberbösewichtis aus wie ein Hodensack.


Soundtechnisch erwartet man nichts und kommt vollends auf seine Kosten. Aka es is schrottig.

Pen Trans(en)pen Trans(en)pen Trans(en)pen Trans(en)pen – ein Mitleidspenis für unseren Chromoboy.

Alex Kidd – The Lost Stars

Kami, 10.10.2006

アレックスキッドザ・ロストスターズ
aka Alex Kidd The Lost Stars (SMS/PAL)


( Links: Titelscreen | Rechts: Level 1! )

Paha, es ist ziemlich schwer und kA. Ich sterbe recht oft und die “Gegner” die einen Treffen sind teilweise nur wenige Pixel groß. Es ist garnicht so einfach wie man denkt. Ich dachte ja immer es wäre random Kiddy Game ~_?
Tjo es ist sehr Bunt und die Grafik ist eigentlich cool, die Musik geht einem auf die Nerven. Das wars auch schon. ~_~


( Links: Max | Rechts: Level 2! )

Nach Level 2 hatte ich dann auch irgendwie nichtmehr richtig Lust, aber es geht eigentlich wenn man sich die Stellen merkt wo man vorher gestorben ist ~_°?

Tjope. Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen

L.A. Crash

Penance, 11.10.2006

L.A. Crash

Okay. Also ein paar Spoiler sind leider drin, denn ohne wäre es aufgrund des episodischen Aufbaus nicht möglich den Film zu beschreiben. Werd’ mir Mühe geben.

Bei diesem Film geht es um Rassismus. Nicht nur um s/w, sondern auch um andere Nationen und wie Menschen alles über einen Kamm scheren aka “..ist doch egal, ob ich jetzt Weisse oder Mexikanerin sag’.” “Ich bin aus Puerto Rico!!!” ~_~
In der Geschichte werden nun einige Schicksale von Menschen, die vom gesellschaftlichen Ansehen wohl nicht unterschiedlicher hätten ausfallen können, aufgeführt und sollen den Zuschauer zum Nachdenken anregen.
Da sind zum Beispiel die zwei Schwarzen, die sich (der eine mehr, der andere weniger) von den Weissen absolut ungerecht behandelt fühlen und im Zuge dessen natürlich keine andere Wahl haben, als zwei Minuten später die Waffen zu ziehen und ein bemanntes Auto zu klauen. Oder ein Polizist, der sich sehr um seinen Vater sorgt, weil er seit Monaten Schmerzen beim Wasser lassen hat. Nicht die Macht hat ihm zu helfen, obwohl er zumindest soviel Macht besitzt, Frauen bei Durchsuchungen einfach mal überall hinfassen zu können, ohne dass ihm etwas passiert.

Der Film erzählt also all diese Geschichten, die teilweise miteinander verstrickt sind. Für meine Begriffe ging man hier zu Anfang extrem und heftig auf das Thema zu, denn nach einem Unfall bekriegen sich zwei Frauen unterschiedlicher Abstammung verbal so assozial, wie ich es erstmal nicht für möglich halten würde, geschweige denn schonmal erlebt hätte. In jeder Einstellung wird der Rassenhass gegen irgendjemanden deutlich gemacht. Alle Protagonisten werden im Laufe dieses fast 2 stünidgen Films eine Veränderung erleben, die sie so sehr zum Nachdenken bringt, dass es zwei Arten von Abschlüssen geben wird: Die Gewinner und die Verlierer.

 

Die Gewinner sind die, die ihre Vorurteile abbauen konnten. Die durch die Umstände oder aussergewöhnliche Erlebnisse erkennen, dass sie falsch lagen mit ihren Vermutung über gewisse Menschen/Rassen.
Die Verlierer sind die, die an ihrem Denken zugrunde gehen oder die Erkenntnis etwas in ihrem Leben ändern zu müssen, einfach nur zu spät eintritt.

 

Fazit:
Der Film begeistert und man möchte sehen wie es weitergeht.. keine Frage. Durch ausgefeilte Kameratechnik, guten Schnitt, vor allem aber durch die grossartigen Farben erlebt man einige dramaturgisch starke Momente, die ihre volle Wirkung aber nicht entfalten können, weil die einzelnen Szenen zu offensichtlich und unkonsequent dargestellt wurden. Dass Amerikaner diesen Film unheimlich toll fanden ist nicht besonders verwunderlich, denn mit unterschwelligen Botschaften können sie, wie wir alle wissen, nur wenig anfangen.
Ich habe das Gefühl, dass der Regisseur auf das Thema aufmerksam machen wollte, ohne zuviel zu erschrecken. Eine ständige Unkonsequenz ist in meinen Augen (leider) das Ergebnis. Und zum Schluss wird man mit kitschiger Popmusik und einem erneuten, alltäglichen Unfall regelrecht aus dem Film, aus der Atmosphäre geworfen.. während einer der Typen gerade bemerkt, dass es angefangen hat zu schneien, aus dem Auto steigt und sich über sein Leben freut. Als ob das Ziel gewesen wäre, dem Zuschauer zu sagen “Na seht ihr? Ist alles gut.”

Der Film bietet gute Ansätze und wird spannend erzählt. Der ganz grosse Kracher ist aber nicht gelungen.. dafür geht der Film einfach zu banal mit dem Thema um. Wer sich in Bezug auf Rassismus, einer intelligent erzählten Geschichte inbegriffen, einen Gefallen tun will, sollte sich “American History X” anschauen.

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Isabella (#1)

Munin, 08.10.2006

Isabella

Ich habe den Film ja schon vor einer ganzen Weile zum ersten Mal gesehen und war überwältigt. So überwältigt, dass ich nie ein vernünftiges Review schrub. Also holen wir das nun nach, nachdem ich Isabella ein zweites Mal sah…


Macau 1999, kurz vor der Übergabe zurück an China. Shing (Chapman To) lebt ein kaputtes, einsames Leben als Polizist. Seine Rolex hat er sich mit korrupten Geschäften dazuverdient, er gabelt jeden Abend Frauen in Bars und Diskos auf und hurt rum, ist seelisch längst erkaltet. Er staunt nicht schlecht, als seine neuste Fickbekanntschaft Yan (Isabella Leong) am nächsten Morgen behauptet, seine Tochter zu sein. Und tatsächlich: Shing erinnert sich, seine erste Freundin verlassen zu haben, als er erfuhr, dass sie schwanger war. Zunächst will Yan nur Geld von ihm, ihr Vermieter hat sie rausgeschmissen und ihren Hund ausgesetzt. Sie zieht kurzerhand bei ihrem Vater ein, bis sie ihren Hund wiedergefunden hat.

Die Story klingt eigentlich noch viel komplizierter, als sie eigentlich ist. Isabella ist ein Charakterdrama, ein echter Handlungsablauf ist kaum festzustellen. Was den Zuschauer die nächsten anderthalb Stunden berühren wird sind die Szenen, in denen sich Vater und Tochter näherkommen und eine unerwartete Freundschaft entsteht.

Zusammen mit den fantastisch ausgeleuchteten, opulenten Bildern der ehemaligen portugiesischen Kolonie, in Szene gesetzt von Kameramann Charlie Lam könnte man den Eindruck bekommen, dass hier jemand Wong Kar Wai zu sehr nacheifert. Tatsächlich halte ich Isabella für besser als das Meiste, was Wong Kar Wai je gemacht hat. Während der sich hinter Symbolik und Selbstgefälligkeit versteckt, macht Regisseur Ho-Cheung Pang keinen Hehl daraus, dass seine Geschichte eine ganz einfache ist. Um so beeindruckender, wie er aus dieser Simplizität etwas so Magisches schafft, das Zusammenspiel der Bilder, der Musik, der Schauspieler…Chapman To ist kein Meister seines Fachs, aber in dieser Rolle allemal besser wie als Slapstick-Dumpfbacke, als die wir ihn öfters sehen. Und Isabella Leong ist nicht nur einfach süüüß Isch liebe disch! Isch liebe disch! Isch liebe disch!, von ihr aus gehen – zwangsläufig – die meisten Emotionen aus, und sie macht ihren Job echt gut. Auch dabei: Anthony Wong in einer seiner besten Nebenrollen als Shing’s ständig essender und redender Kollege. So geil xD Zum Brüllen.
Ebenfalls beachtlich, wie der Regisseur ganz behutsam, doch schon von Beginn an die Frage aufwirft, ob Yan vielleicht gar nicht die Tochter Shings ist. Empfinden die beiden also tatsächliche Liebe zueinander? Im Film sind mehr Details versteckt, als man erwarten würde.

Zugegeben, ich bin extrem anfällig für diese Art von opulentem Drama, das – ich zitiere hier das LoveHKFilm.com Review – seine Bedeutsamkeit ständig verkündet, anstatt sie sich tatsächlich zu verdienen. Kritiker könnten sagen, das ist der Kitsch des neuen Jahrtausends. Will heißen: Tatsächliche Tiefe hat Isabella kaum. Der Film baut eine Fassade von Melancholie und Tragweite auf, hinter der sich letztendlich eher wenig Substanz verbirgt. Es ist auch etwas schwer, die Unterschiede zu Wong Kar Wai-Filmen herauszustellen, wenn sie doch so viel mit diesem hier gemeinsam haben. Woran scheitert Wong Kar Wai, und warum funktioniert hier alles – meiner Meinung nach – so gut? Isabella strahlt irgendwie eine gewisse Wärme und Bescheidenheit aus während mir in vergleichbaren Filmen nur Distanz begegnet. Und das kann für einen kleinen sensiblen Typ (aka Emo) wie mich schon alles sein.

Noch etwas zu sagen ist zur Musik. Peter Kam hat für sie nicht umsonst auf der Berlinale 2006 den silbernen Bären eingeheimst. Mit einer Mischung aus portugiesischen Fado-Gitarren und elegischen Streicher- und Pianoflächen hat er die verfallende Schönheit Macaus auf treffende Weise eingefangen. Dieser Soundtrack gehört zu den besten aus HK, die ich kenne und man kann ihn auch gut eigenständig hören. Ich habe euch einen Track zum Reinhören hier hochgeladen (Sorry für den lamen Host, ich hätt’s bei elends Server oder so raufladen lassen, aber er ist schon sleepen nun. ~_~)

Nach dem ersten Schauen von Isabella vor ein paar Monaten war ich wie in Trance und vergab sofort 5 Penen. Jetzt, wo ich die Gelegenheit hatte auf mehr Kleinigkeiten zu achten, sind mir auch ein paar Schwächen aufgefallen, Probleme mit dem Tempo des Films, Zweideutigkeiten, etc. Darauf mag ich aber gar nicht weiter eingehen, ich will die Magie nicht zerstören. Trotzdem bin ich mir, was die Bewertung angeht, nicht mehr so sicher. Isabella ist eben wie eine Seifenblase, sie schillert in tausend Farben, entschwebt leise der Erde und ist doch so zerbrechl…ach scheiß drauf, hier sind 5 Penen. Herz siegt über Verstand. Isabella ist so geil. Bitte schaut sofort, ihr Wichser. Der Führer!

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