On The Edge

On The Edge (Hong Kong 2006, Herman Yau)

Harry Sin (Nick Cheung) ist Undercoveragent der Polizei in Hong Kong. Seit 8 Jahren macht er diesen Job nun und tauchte während dessen voll und ganz in die Materie der Triaden ein. Er lernte Mini-B kennen, welcher sein bester Freund wurde, er lernte eine Freundin innerhalb der Triaden kennen und vor allem lernte er Don Dark (Francis Ng) kennen, welchen er nach 4 Jahren bei einem Deal auffliegen lässt und der Polizei übergibt. Seine Schuldigkeit getan, wird Harry Sin wieder in die normale Polizeitruppe versetzt, wo er allerdings von allen erstmal ziemlich schief angeschaut wird. Sein Partner Lung (Anthony Wong) ist ein dreckiges Arschloch und Harry Sin ist zwischen Polizei und Triaden hin und her gerissen. Wer ist schlimmer? Wer ist am ehesten sein Freund? Dumm nur, das er bei den Triaden auch nicht mehr willkommen ist. “Verräter” sagen sie zu ihm…

Von außen könnte man fast meinen es hier mit einem stinknormalen Triadenfilm zu tun zu haben. Schießerein hier. Freundschaft da und am Schluß ganz viel Blut. Aber Herman Yau ist viel zu clever um es soweit kommen zu lassen. Mit einem durchdachten Script hebt er “On The Edge” vom Triadenallerlei ab und macht so ganz nebenbei ein Drama draus. Nix mit Bloodshed. Hier gibt’s Tearshed. Naja fast. Auf jedenfall wird hier viel mehr auf Harry Sins Zerrissenheit zwischen Triaden und Polizei eingegangen als auf die Schießereien. 8 Jahre Undercoverarbeit hinterlassen nun mal ihre Spuren und so fällt es Harry ziemlich schwer sich in seinem neuen Umfeld, im Kreise der “guten”, zurecht zu finden.

Das verpackte Herman Yau in einem spannenden Film mit toller Kameraarbeit (und vor allem einem guten Soundtrack. Fast könnte man meinen der Soundtrack hilft dem Zuschauer die Gefühlswelt Harry Sins näher zu bringen. “Wo gehöre ich hin? Was geht hier vor? Wer sind meine Freunde?” Ein fragender Blick Nick Cheungs nach rechts ist dank des Soundtracks hier nicht nur mehr ein fragender Blick nach rechts sondern ein alles in Frage stellender, verzweifelter Hilfeschrei. Hab’ ich das nicht geil geschrieben? Jepp, denk ich auch. Morgen bewerbe ich mich bei Jump-Cut.de. Egal. Das wichtigste bei “On The Edge” war das Script und das ist so hervorragend, das man mit einem zufriedenem Gefühl das Hong Konger Kino verlässt, bzw. den lamen deutschen DVD Player, welchen man in seiner lamen deutschen Wohnung stehen hat, ausschaltet und die DVD zurück in die Hülle legt. Selten fragt man sich, was gerade vor geht. Stets sind die Handlungen der Akteure nachvollziehbar. Erschreckend und berührend. Dazu kommen perfekt eingestreute Flashbacks, die ohne Farbfilter auskommen und stets den perfekten Zeitpunkt erwischen (Nie zu früh, oder zu spät), so dass man stets den Überblick behält und weiß, worum es geht. Einziges Manko leistet sich der Film dann am Schluss, der irgendwie aufgesetzt wirkte (Da muss jetzt noch ein total tragischer Climax hin!) und ohne das der Film, imho, auch ausgekommen wäre. Aber dies tut dem Film keinen Abbruch, zumal es nicht 20 Minuten lang ist, wie in Dog Bite Dog und zum Film passt. Manche möchten sogar sagen, das es die einzige logische Konsequenz für Harry Sin darstellt. Ich bin da anderer Meinung.

Das ich Anthony Wong, Francis Ng und Nick Cheung nicht extra erwähne hat folgenden Grund. Vor allem in den fällen Wong und Ng sollte sich jeder klar machen, das sie IMMER geil spielen. Das sie IMMER glaubwürdig und / oder symphatisch rüber kommen. Von daher spare ich mir das ab sofort. Man könnte auch fast sagen: Anthony Wong auf dem Cover? Kauft den Film einfach.

Trotz des Endes gebe ich ihm nun 5 von 5 erhältlichen Pimmeln, da er seit langem mal wieder ein Film war, der für mich “schnell” rum ging. Er war interessant, spannend, traurig und aufregend. Das fand ich gut und verdient von mir volle Pimmelaction!

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On The Edge

On The Edge HK 2006

Harry-boy (~_?) (Nick Cheung) geht durch die Hölle. Nach 8 Jahren im Undercover-Dienst hat er jetzt endlich seinen Triadenboss (Francis Ng) der Polizei ausgeliefert. Der “Dank”: Ein magerer Gehaltsbonus und eine wertlose Anerkennung. Keiner will mehr etwas mit ihm zu tun haben. Weder seine Triadenkumpels, noch die Polizisten, welche ihm nicht mehr trauen. Er wird von der Korruptionseinheit beschattet, seine Freundin (Rain Li AKA GEIIIIIIIIIIIIIIL RAIN LI SIEHE LINKS), selbst als Kellnerin in Triadenclubs beschäftigt, will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Weder Cop noch Gangster, so ist Harry on the edge. Jetzt klatschen wir alle erstmal für meine geniale Einbindung des Filmtitels.

On The Edge von Herman Yau (zuvor verantwortlich für CAT3-Granaten wie Ebola Syndrome, aber auch schon Cop-Streifen wie Shark Busters) fängt da an, wo die üblichen Undercover-Filme aufhören: Das große Ziel der Operation ist erreicht, der Agent kehrt ins normale Leben zurück. Hier versucht er es zumindest, doch spätestens bei der “Ehrungszeremonie”, bei der Harry hastig einen Scheck und eine Ehrenurkunde gerreicht bekommt, bevor das praktisch nichtexistente Publikum sich wieder verdrückt, wird klar: Es wird nicht einfach. 8 Jahre hat Harry mit den Triaden verbracht und sich dort auch echte Freunde gemacht. Yau erzählt mit Flashbacks aus der Undercover-Zeit, macht deutlich, dass tatsächlich alle Charaktere seines Films vielschichtige Persönlichkeiten sind, Cops und Gangster werden nicht bloß auf ihre Namen und Gesinnung reduziert. Mit der Einführung von Anthony Wong als gewalttätigem Cop und Mini B, Harry’s sympathischen Triadenkumpel legt Herman Yau geschickt immer neue Gewichte auf die entgegengesetzten Schalen einer Waage.

Obwohl es hier und da ein paar Verfolgungsjagden gibt, kurze Feuergefechte in den Mittelpunkt treten, ist der Film zunächst ein Drama. Das Porträt eines Mannes, der sich zwischen den Fronten befindet und zu seinem richtigen Leben zurückkehren will. Aber was ist denn sein richtiges Leben? Insofern kann man Yau und seinen Produzenten für ihren Mut bewundern. Leicht hätte On The Edge ein Rache-Action-Thriller-Gemüse werden können, wie man es schon tausend Mal gesehen hat – das Poster hilft da auch nicht gerade, diesen Eindruck abzuschütteln. Wer sich aus diesem Grund nicht mit dem Werk einlässt, ist dann selbst Schuld. Statt Explosionen und Feuergefechten liefert Yau uns glaubwürdige, realistische Charaktere und effektive Dramaturgie, deren Zusammenwirken einen der erwachensten und intelligentesten Polizeifilme der letzten Jahre hervorbringen.

On The Edge ist ein weiteres Beispiel eines geringerbudgetierten Films, der manch einen Blockbuster an die Wand spielt und – in diesem Fall – auch visuell mit den ganz Großen mithalten kann. Mit seinem All-Star-Cast, den guten (Nick Cheung) bis brillianten (Anthony Wong) Schauspielleistungen, der klasse Musik, den eleganten Bildern und vor allem der komplexen und nachdenklich machenden Story erweist sich Herman Yau’s neuster Film einfach mal als einer der besten dieses Jahres. Wer hätte das gedacht?

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Baku Baku Animal

Baku Baku Animal (Sega Saturn, 1996)

Kennt ihr das Spiel? Es ist quasi so ein Tetris-Verschnitt von Sega. Man hat halt sein Spielfeld und es kommen 1. Tiere und 2. Essen runter. Wenn man beides dann richtig kombiniert (z.B. Bananen und ein Affe) isst der Affe die Bananen auf. Natürlich kann man so dann auch Chains machen etc. pp.

Das tolle am Spiel ist halt der 2-Spielermodus. Macht auf jedenfall Laune sofern man auf so Puzzler steht bei denen man dem Gegner dann auch schön eins auswischen kann. Je mehr Steine man mit einem mal wegmacht (insbesondere mit hilfe von Chains) desto mehr Steine kommen beim Gegner runter, wie bei Tetris quasi.

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Excite Truck

Excite Truck (Nintendo Wii, 2006)

Excite Truck ist eines der ersten Games für den bald erscheinenden Nintendo Wii. Wie der Name schon erahnen lässt und ihr wahrscheinlich sowieso alle wisst geht es um ein Rennspiel mit Trucks, Jeeps und ähnlichen Gefährten. Das ganze ist sehr Arcade lastig und Realismus sucht man vergebens. Man fliegt einfach mal 100 Meter durch die Luft oder boosted durch einsammeln eines Items durch einen Haufen Bäume, die natürlich dabei zu Bruch gehen. Macht aber, das sag ich jetzt mal vorweg, sehr viel spaß.

Das Interessanteste, wie wohl bei den meisten Wii Games, ist wohl die Steuerung. Man hält den Controller dabei horizontal, quasi wie ein Lenkrad. Mit den 2 Tasten Rechts kann man Gasgeben und Bremsen. Das lenken passiert einfach indem man den Controller nach links oder rechts neigt. Und ja, das ganze funktioniert auch noch sehr gut. Nach sehr kurzer Zeit, ich sag mal 1-2 Runden hat man das eigentlich schon ganz gut raus. Ich für meinen Teil würde beim ersten Versuch schon erster.

Die Grafik ist auf jedenfall sehr nice und bei der erhöhten Geschwindigkeit bekommt man von der Umgebung auch garnichtmehr soviel mit. Gut umgesetzt wurde dieser “Need for Speed” Nitroeffekt, nicht zu übertrieben wie es bei manchen Spielen so ist und halt einfach nice.

Alles in allem würde ich sagen das Excite Truck auf jedenfall Laune macht und ich würde es mir, sofern ich denn einen Wii hätte, auch kaufen wollen. Es ist vielleicht kein großer Meilenstein der Racing-Game Geschichte, aber mit der einfachen und tollen Steuerung machts viel Spaß und für ne Runde zwischendurch ist es sicherlich auch in Zukunft noch geeignet.

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The GG Shinobi

Shinobi
aka The GG Shinobi (Sega, 1991)

So, mein erster Shinobi Teil. Eine von vielen Serien von denen ich irgendwie nichts habe. Zum Glück gibts ja eBay :-)

Tjo, man startet also das Spiel, wird natürlich vom Titelscreen begrüsst und kann dann eine von 4 Missionen auswählen, die alle geschafft werden müssen damit man in die letzte Zone kommt.

Was ich aber feststellen muss ist, dass das Spiel nichts ist, was man mal eben spielen kann. Also es ist schon ziemlich schwer ?! Mit einigen Anläufen komm ich aber noch zurecht und kämpf mich irgendwie dadurch. Zum antesten ists ja auch ganz nice weil man sich aussuchen kann, in welcher Reihenfolge man die 4 Missionen spielt.
Die Grafik ist schon ganz nice muss ich sagen, aber was so auf dem Gamegear geht kann ich wieder nicht so beurteilen ~_+. Auf jedenfall machts was her. Ich frag mich ob das digitalisierte Figuren sind? Auf dem GG Display ists schon recht Photo-like irgendwie.

Der Soundtrack ist einfach mal sehr geil? Aber das ist ja irgendwie bei den meisten alten Shinobi-Teilen so. Danke Herr Koshiro, das sie so geile Songs gemacht haben. Ich sollte mal Koshiro Special machen ?! tjo.

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Rob-B-Hood

Rob-B-Hood (Hong Kong 2006, Benny Chan)

Thongs (Jackie Chan), Octopus (Louis Koo) und Landlord (Michael Hui!) sind ein Gaunertrio das sein Einkommen mehr oder weniger erfolgreich einfach von anderen stiehlt. Selbst vor Medikamenten, welche eigentlich für Chemotherapien gedacht sind, machen sie nicht halt. Eines Tages bekommt Landlord einen Megajob. 7 Millionen soll er erhalten für den Diebstahl eines… Babies. Das kommt ihm gerade recht, ist er doch vor kurzem selbst einfach beraubt worden! So machen sich die drei daran das Baby zu stehlen. Als sie dann in eine Polizeikontrolle geraten läuft alles schief und Landlord muss in’s Gefängnis, während Thongs und Octopus entkommen können. Sie sollen auf das Baby aufpassen, bis Landlord wieder aussem Knast ist.


(Links: Kennt ihr den Mann links im Bild? Nicht? Kein Wunder. Das ist Michael Hui. Er war Jahrelang nicht mehr so auf der Leinwand zu sehen!)

In einer Hollywoodkomödie würde nun der Hauptteil des Films anfangen und sich alles auf das Baby samt den zwei unfreiwilligen Babysittern konzentrieren. In Rob-B-Hood allerdings haben wir zudem jede Menge Action (c) Jackie Chan und sogar relativ viel Drama. Letzteres ist dann leider auch der Grund, warum der Film nicht ganz überzeugen kann. Am Schluß wird es einfach zu heftig. Alle sind am Overacten und gerade Jackie Chan kann das ja sehr gut. Das trübt den Spaß etwas, denn die 1,5 Stunden (!) vorher würde ich als durchweg positiv bezeichnen. Jackie Chan kann immer noch zeigen, was er drauf hat. Ob er nun von einem Hochhaus runter hüpft und dafür außen angebrachte Klimaanlagen als Treppe benutzt, oder ob er einfach in einer Wohnung kämpft mit allen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Ja, er ist älter geworden aber schlägt sich imho noch sehr tapfer. Alle enttäuschten Kommentare in anderen Reviews kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das Louis Koo nicht wirklich kämpfen kann ist kein Problem, denn hier wurde es so gelöst, das er sich immer dezent aus dem Staub macht, ohne irgendwie aufzufallen.


(Rechts: Jackies Actionszenen wissen zu gefallen und baha… der Typ rechts oben hat wohl das Ring Tape geschaut?)

Dann sind da die Babysitting Szenen, die teilweise wirklich lustig und teilweise sogar etwas erschreckend sind. So sieht man z. B., wie das Baby an Chans Nippeln nuckelt, als er es unter seinem Pullover verstecken muss. (Die Frau des Landlords kam, welche einen geistigen Schaden erlitt, als ihr kleines Baby damals starb und seit dem mit einer Babypuppe umher rennt. Eines der Drama Elemente übrigens.) Und richtig eklig wird’s dann, wenn man sieht, wie das Baby in die Windeln gekackt hat und dann sogar mit selbigen rumgeworfen wird. Sehr gewöhnungsbedürftig. Nichts desto trotz macht der Film Spaß und erfüllt seinen Zweck als kommerzielle Familienkomödie voll und ganz.

Etwas zuviel ist dann das Drama am Schluß. Sicher, man versteht die Probleme aller Charactere irgendwie und irgendwo. Aber es wird dann trotzdem zuviel am Schluss. Ein paar Sachen hätte man weg lassen und vor allem den Schluss etwas kürzen sollen, dann wäre der Film wirklich gelungen. Aber Jackie Chans overacting und die fast 30-minütige Depression am Schluss lassen einen mit einem faden Beigeschmack die DVD aus dem Player holen.

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Dragon Tiger Gate

Dragon Tiger Gate (Hong Kong 2006, Wilson Yip)

Also irgendwie gibt’s da einen Shibumi, der ein lames Siegel hat, welches dem Inhaber den Löwenanteil am (kriminellen) Umsatz in Hong Kong sichert. Dies übergibt er dem Gangsterboss Ma Kwun. Leider passieren bei der Übergabe gleich mal lame Dinge und das Siegel gerät “ausversehen” in die Hände von Tiger Wong und seinen Kumpels. Tjo. Das findet Dragon Wong wiederrum lame und holt es zurück in dem er Tiger Wong erstmal ordentlich ein’s verpasst, da die 100 anderen Schergen von Ma Kwuns Truppe keine Chance hatten. Tjo, so kommt es, wie es kommen muss, Dragon Wong ist Tiger Wongs Bruder, welcher vor langer Zeit die Dragon Tiger Gate Schule verließ und blah blah blah. Irgendwan kämpft er halt dann gegen Shibumi, weil dieser völlig durchdreht und Ma Kwun einfach umbringt.

Eins vorweg: Dieser Film hat rein gar nichts mit SPL zu tun. Nur weil Donnie Yen mitspielt und der Regisseur der gleiche ist, heißt das nicht, das das hier SPL 2 ist. Dieses ist ein komplett anderer Film, wie jeder nicht völlig verblödete Mensch schon anhand der Trailer, sowie des DVD Covers ausmachen kann.

Dragon Tiger Gate ist eine Comicverfilmung. Das wird einem schon im tollen Intro (Siehe Screenshot) und spätestens bei den Frisuren der Protagonisten klar. Ob er den Comic nun toll umsetzt, vermag ich nicht zu sagen, aber als Fantasy Martial Arts Film funktioniert er fast tadellos. Gleich in den ersten 10 Minunten sehen wir total sicke Kämpfe die – trotz wire-fu – ziemlich realistisch daher kommen aber genug wahnwitzige Moves beinhalten um dem Comic gerecht zu werden. Ich erinnere mich nicht daran, das man bei X-Men lachte, wenn die lamen Figuren da Feuer spucken. Aber bei Hong Kong Filmen wird immer gleich gelacht, wenn ein Kämpfer halt mal etwas weiter weg als nur 50 cm fliegt. Und hier fliegen so einige rum. Eine grandiose Kampfszene folgt der nächsten bis irgendwann.. die Luft raus ist und der Film sich in der Mitte ziemlich zieht. Aber immerhin bleibt da etwas Zeit erst einmal die Charactere einzuführen, zu erklären wer mit wem verbandelt und überhaupt wie weshalb warum. Das ist am Anfang noch nett wird aber etwas später fast schon ermüdend. Zu sehr sehnt man sich nach der nächsten Actionszene in der man wieder unglaubliche Moves bestaunen darf.

Ja, was soll ich sagen?! Es ist eine sehr bunte Comicadaption. Was soll man da schon erwarten außer abgefahrene Visuals und noch abgefahrenere Kämpfe? Eben. Nichts weiter. Und genau das bekommt man. Ein Vergleich mit “A Man Called Hero” und “Stormriders” (iirc, ebenfalls Comicadaptionen) bleibt da nicht aus und ich kann euch versichern, Dragon Tiger Gate bietet viel mehr Qualität. Schon allein die bunten Farben, die nie zu RGB-mäßig bunt sind, sondern stehts ein Gleichgewicht finden (Von der overall Qualität der Bilder und den Kameraeinstellungen ganz zu schweigen) und erst recht die Actionszenen, die mit genug CGI garniert sind, das sie surreal wirken, aber nicht total lame (Wie damals noch bei Stormriders teilweise) wirken bis zu den dicken Sounds und der tollen Musik. Selbst wenn man befürchtet, das Nicolas Tse und Shawn Yue doch bestimmt nicht kämpfen können, kann man sich getrost zurücklehnen und aufatmen. Ich weiß nicht, wieviel sie trainiert haben oder ob sie komplett Doubles einsetzten, mir ist es auch scheiß egal, denn es sieht total in Ordnung aus. Teilweise keine Unterschiede zu Donnie Yen, vor allem, was Nick Tse angeht. Eigentlich stimmt hier alles… bis auf den Mittelteil eben, der gut hätte etwas kürzer sein können.

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Stormy Night

Stormy Night (Japan 2006)

Der kleine Ziegenbock Mei sucht von einem annähernden Sturm Schutz und verkriecht sich in einen Stall um dort einen trockenen Unterschlupf zu erhalten, bis der Sturm aufhört. Dieser hat aber auch ziemliche Angst vor dem Gewitter und ist deswegen ziemlich beruhigt, als nach kurzer Zeit ein weiteres Tier in der Scheune Schutz sucht. Wegen dem lauten Gewitter und dem prasselnden Regen können sich beide weder sehen, noch riechen. Dafür entwickeln sich aber umso interessantere Gespräche zwischen den beiden, um sich gegenseitig zu beruhigen. Und überraschenderweise haben sie so einige Ähnlichkeiten und beide spüren: Sie sind Seelenverwandte. Deswegen vereinbaren sie ein Rendezvous zum gemeinsamen Picknick und Kennenlernen am nächsten Tag mit dem Codewort “Stormy Night”.

Klingt sehr homoerotisch, nicht? Ist es auch. Zwei unterschiedliche Tiere die sich gegenseitig mögen, über ihren eigenen Schatten und primitive Instinkte springen müssen uns sich sich gegenseitig vertrauen.

Doch diese geheime Freundschaft fliegt auf, und der Wolf Gav und Ziegenbock Mei bekommen von ihren Rudeln / Herden eine verbal ziemlich auf den Deckel. Gav ist sogar zum Tode verurteilt und Mei wird aus der Herde ausgeschlossen, wenn nicht… ja, wenn sie nicht ihren eigenen Clans versichern würde, sich gegenseitig auszuspionieren und auszuliefern.

Unter diesem Druck können sich beide nicht mehr unter die Augen schauen, und deswegen passiert, was passieren muss: Beide lassen ihr altes Leben hinter sich, wagen den Sprung und fliehen. Weit. Sehr weit. So weit wie alle Herumstehenden, wenn Adrian wieder Furzanfälle hat. Beide haben nur ein Ziel vor Augen: Köln. Aka die grüne Wiese hinter den großen Bergen…

Fazit:

Ja, der Film ist homoerotisch und emo. Zwei Kerle schwören sich die Freundschaft, Treue und Liebe bis ans Ende ihrer Zeit, nehmen die unüberwindlichsten Hindernisse auf sich, werden vor (ihrer) Gesellschaft gepeinigt, unterdrückt und nicht akzeptiert. Dazu kommt noch die Vegan-Komponente mit den Fleischfress-Instinkten von Gav, der diese unbedingt unterdrücken will… und sich sogar dafür hasst, im falschen Körper geboren zu sein.

Mit 105 Minuten ist er für einen Animé im guten Mittelfeld, dafür ist der Erzählstil ein wenig gemächlicher. Wenn nicht zu sagen: Mediocre. Der Ablauf birgt nicht viele Überraschungen, bis auf die Überraschung, dass eine der sich im eigenen Kopf entstandene Vermutung tatsächlich eintritt. Ebenso wurde am Anfang ein zu starker Kontrast zwischen 3D-Animationen und Zeichnungen geschaffen, welche sich später glücklicherweise verflüchtigten. Die (Hand-)Zeichnunen sind nett anzusehen, weder zu detailarm noch -reich, die Colorierung interessant gewählt, vorallem wenn es an den Farbkonturen des Fells geht. Aber. Bla. Jedes weitere (technische) Detail ist sowieso nicht von genauerem Interesse, wenn euch die Story nicht zusagt.

Und mir hat sie das wegen den sanften Dahinplätscherns der Story und der eher fragwürdigen Moral (“Lauf vor deinen Problemen weg wenn du keine Lösung siehst!”) nicht besonders, doch ich habe bekommen, was ich erwartet habe: Nette Animé-Unterhaltung für einen Abend mit süß aussehenden Charakteren.

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Men Suddenly In Black

Men Suddenly In Black (Hong Kong 2003, Edmond Pang Ho-Cheung)

Die Frauen der vier Kumpels Tin, Cheung, Chao und Paul haben einen Kurztrip nach Thailand gebucht. Die nun 14 Frauenfreien Stunden wollen die vier auch sogleich ausnutzen und fremdgehen.


(Links: Vier Freunde wollen Ficken. | Rechts: “Ninth Uncle” opferte sich damals für alle und lebt seit dem eingesperrt von seiner Frau ohne Sex oder Tittenmagazine.)

Das ist alles. Das war der Plot. Das dieser so unglaublich super funktioniert verdankt er nicht nur den superben Schauspielern und / oder Regisseur sondern auch zum großen Teil der Aufmachung. Hier gibt’s keine Klamaukkomödie mit Fekalhumor und peinlichen Situationen, sondern einen waschechten Hong Kong Bloodshed Film. Es geht um Ehre, Freundschaft und Verrat. Das alles wird mit einem Augenzwinkern präsentiert und erreicht seinen Höhepunkt in der zweiten Hälfte des Filmes, wenn er durch die herannahenden Frauen eine Tiefe erreicht, von der Hollywood Komödien nur träumen können.

Trotz Aufmachung und cleverem Drehbuch sind es auch die Darsteller, die den Film so perfekt machen. Eric Tsang kennen wir (und kaufen fast schon jeden Film mit ihm, nur weil sein Konterfei auf dem Cover prangt), Jordan Chan ist symphatisch und cool zugleich, aber vor allem gefällt mir Chapman To. Man will ihn einfach als Kumpel haben. Eric Tsang spielt den “Boss” mit dem nötigen Ernst und fast könnte man meinen er ist einer, wenn da nicht die absurde Situation wäre. Ansonsten passt alles zum Bloodshed Setting. Die Musik, die Szenen in denen ein Verräter vermutet wird, der Besuch beim “Ninth Uncle”, welcher sich damals für seine Freunde opferte und solch Kleinigkeiten, wie die Vorbereitungen der Jungs. Chapman To sorgte für das Fahrzeug, Jordan Chan für die Condome (9 Stück, “That’s the limit for a man”) und für neue Simm Karten ist auch gesorgt.

Richtig geil wird’s dann auch ab der Hälfte, wenn die Frauen in’s Spiel kommen und mit ihrem Gelaber eine ungewohnte Tiefe mitbringen. Auf einmal ist man sich gar nicht mehr so sicher, ob das alles richtig ist und selbst die Frauen sind nicht ganz unschuldig. Ganz HK Bloodshed like. Nun hätte Edmond Pang ja hier schon aufhören können, aber für was. Als absolute Krönung gibt es noch ein richtig geiles Ende, welches endlich mal nicht zu lang dauert und einen regelrecht shockiert.


(Links: Die Frauen wollen Beweise. | Rechts: Hinter einem illegalen Puff kommt es zu einer “Schießerei” zwischen Fotografen und Flüchtlingen.)

Die beste Hong Kong Komödie so far und ein durchaus perfekter Film. Von der Aufmachung, über die Schauspieler bis hin zur Musik und Kameraarbeit, alles ist stylish, lustig, geil, hervorragend und bedarf keiner Verbesserung mehr. Edmong Pang beweißt hier mal ganz locker, das “You Shoot, I Shoot”, sein Erstlingswerk, kein Glück war.

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The Crazy Companies II

The Crazy Companies II (Hong Kong 1988, Wong Jing)

Die Firma von 3 Kumpels wird von einem ekelhaften Schnösel aufgekauft. Die 3 werden gefeuert, bekommen aber noch mit, das der zukünftige Boss nun erstmal 3 Wochen im Urlaub ist. Da beschließen Sie, sich bei ihrer alten Firma zu bewerben und sie “von innen zu zerstören”.

Also so ungefähr lautet der Plot. Der offizielle Text auf der DVD ist etwas irreführend, da hier irgendwie dauernd die Rede von der Hochzeit des vierten Kumpels ist. Das ist allerdings eher ein Randelement im Film. Egal. Die eigentliche Story macht eh viel mehr her und bringt die 4 Kumpels dauernd in lustige Situationen. Andy Lau hat eine Freundin, lernt aber Amy kennen, welche eigentlich auch geil ist und so beschließt er sich dauernd mit beiden zu treffen. Klar, das wir hier Szenen sehen, in denen er beiden Mädels ausweichen muss, etc. pp. Alles schon einmal da gewesen, hier aber wirklich gut umgesetzt und – man staune – sogar witzig?! Bisher gefielen mir ja nur wenige Hong Kong Komödien, da der kantonesische Humor sehr selten mein Fall ist. Aber hier passt alles. Lustige Dinge, wie sie die Firma von innen zerfressen wollen, indem sie random Dinge kaputt machen; einen Mitarbeiter der dauernd klaut auffliegen lassen wollen, in dem sie einfach im Büro übernachten; und sich an die Cousine des Chefs ranmachen wollen, die eigentlich niemand in der Firma mag, um an wertvolle Informationen über die Firma zu kommen. Später shiften sich die Events zwar immer mehr um Andy Lau und seine zwei Freundinnen, aber auch das ist lustig. Ich war sehr erstaunt.

Mitgenommen, weil er nur 2 EUR kostete und lange Zeit ungeschaut, weil der Trailer dazu ziemlich sick war, bin ich heute froh ihn mal geschaut zu haben und würde mir nun sogar – für kleines Geld – den ersten Teil anschauen. Hurra.

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