Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

Tiger On The Beat

 (Achtung, das Hong Kong Legends Cover täuscht. Das ist nicht Kill Bill und kein John Woo Film. Es sah nur am besten aus. Das orig. HK Cover ist ja zum davonlaufen.)

Tiger On The Beat (Lau Kar-Leung, 1988)

Sergeant Li (Chow Yun-Fat) ist C.I.D. Officer und bekannt dafür, das er es gerne mal locker angehen lässt. Da kommt ihm der aufstrebende, muskelbepakte Cop Michael Cho (Conan Lee), der nicht nervt sondern dauernd nur die Arbeit im Kopf hat, natürlich eher unrecht. Schlimmer noch, er soll Lis Partner werden. Blah blah blah, so kommt es natürlich dazu, das die zwei einen Fall lösen müssen und sich anfangs nicht leiden können blah blah blah, dann kommen sie aber immer besser aus und blah blah, das müssen sie auch, denn nur so können sie den Fall lösen. Ihr saht bestimmt schonmal alle Lethal Weapon.

Und so fängt Tiger On The Beat also mit einem Song eines kantonesischen Tina Turner Immitats an und entlässt uns alsbald in eine der typischen 1980 Hong Kong Komödien. Anfangs lernen wir Chow Yun-Fat kennen, wie er so den Tag verbringt. Nachtsüber schläft er mit random Frauen und morgens, nachdem er erstmal gesund gefrühstückt hat (Er trinkt ohne Schnitt 10 rohe Eier in einem Glas auf Ex!? Danach einen Milchshake hinterher?! Wtf???) würde er am liebsten den ganzen Tag nur in seinen Lieblingsbars rumhängen. Aber tjopes, da kommt der lame Cop der nur am rummachen ist und Polizist des Jahres oder so werden will. Das suckt natürlich und sorgt anfänglich für ein paar tolle Szenen zwischen den beiden Schauspielern, deren Humor auch gut für westliches Publikum zugänglich ist. Dabei nimmt sich Chow Yun-Fat selbst nicht zu ernst und lässt auch hier wieder mal so richtig die Sau raus. Inklusive die Hosen ausziehen, bei Frauen einen Korb kriegen und mit einer dicken BH Verkäuferin diskutieren. Chow Yun-Fat hat sichtlich Spaß daran, während sein Kollege Conan Lee eher für die Fights zuständig ist und einfach nur schön aussehen darf.

Und wenn wir schon von Action sprechen. Baha? Es gibt ein paar ziemlich geniale Actionszenen. Höchstwahrscheinlich gehen die allesamt auf das Konto von Regisseur Lau Kar-Leung (Of Drunken Master II fame). Anfangs ploppen nur die ein oder anderen Fights in’s Geschehen, aber hier kann man schon ausmachen, das Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Conan Lee hat einiges drauf und seine Gegenspieler sind namhafte Hong Kong Kung Fu Legenden wie Ti Lung oder Gordon Liu. Klar, das es hier abgeht. Aber selbst wenn die Fäuste mal in den Hosentaschen bleiben müssen, geht es recht gut ab. Eine tolle Autoverfolgungsjagd (Sergeant Li fährt einen coolen Mini Morris mit Rennstreifen) ein paar gute Shootouts, die den Mark Gor in Chow Yun-Fat wieder aufleben lassen und eine tolle Szene mit viel Gewalt gegen eine Frau runden das Gesamtergebnis an Action ab. Fast. Der eigentliche Höhepunkt soll nämlich noch kommen. Und zwar am Ende, wenn Conan Lee und Gordon Liu gegeneinander kämpfen. Mit zwei Kettensägen.

…

Mit zwei Kettensägen!

Baha alter. xD So geil.


.

Leicht verdauliche Hong Kong Humorkost, mit einem tollen 80er Soundtrack, dicken Actionszenen, Gewalt gegen Frauen und einem Kettensägenduell machen aus Tiger On The Beat eine astreine Empfehlung.

Vorausgesetzt man steht auf Hong Kong Komödien der 80er.

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Unlucky Monkey

Unlucky Monkey

Eigentlich war alles schon geplant und beide auf dem Weg zur Bank. Sie wollten sie ausrauben, aber die Zeichen stehen schlecht. Das Wetter ist trüb und abends soll es obendrein noch Vollmond geben. Was schief gehen kann, wird schief gehen und so kommt es, wie es kommen muss…

…die Bank wird bereits überfallen. Hastig stürmen zwei andere Verbrecher , gefolgt von drei Polizisten / Wachmännern, aus der Bank und werden dabei von einem Auto angefahren. Die Tasche mit den erbeuteten 80.000.000 Yen fliegt in hohem Bogen in die Arme unserer zwei Pechvögel… Pardon, unseres Pechvogels, denn der andere stirbt beim Versuch die Tasche aufzufangen. Selbst wenn der andere die Flucht mit dem Geld schafft, so wirklich viel Glück hat er nicht. Er ersticht ausversehen eine junge (hübsche) Frau. Und fortan beginnen sich durch sicke Zufälle die Wege diverser Personen immer wieder zu kreuzen..

Filme von Sabu sind so mit ein paar der wenigen, die man sich aus Japan antun kann. Und im Gegensatz zu Herren wie Kitano und Miike ist der Hype um Regisseur Sabu gerecht. Moment… welcher Hype? Eine Schande das dreckige Regisseure wie Kitano oder Miike mehr Aufmerksamkeit bekommen, als ein Sabu. Auch mit Unlucky Monkey schafft er wieder einen Film, der aus einer ungewöhnlichen, interessanten Ausgangssituation etwas schafft, das den Zuschauer fesseln kann, überraschen kann. Er zeigt euch Situationen, die ihr schon immer sehen wollt. Auftragskiller läuft in Zeitlupe die Treppe hoch. Wir wissen, gleich knallt’s. Und wie, schließlich rutscht der Auftragskiller mit seinen Sandalen auf den Treppen aus, fliegt vor den Soll-Opfern auf’s Maul und schießt sich dabei ausversehen in die Eier. Dabei ist anzumerken, das die Situation weder unglaubwürdig, noch lächerlich wirkt. Sie passte einfach zum Charakter und man lacht unweigerlich und hat keine Probleme sie für real anzuerkennen.

Im Gegensatz zum Schluss. Der mir dann doch etwas zu weird war und mich etwas verwirrte. Das hätte man ggf. besser lösen können. Aber trotz aller Zufälle und wahnwitzigen Situationen erscheint einem alles als logische Konsequenz und selten überlegt man, ob das nun gerade sein kann oder nicht. So muss das sein und nicht anders.

Obwohl ich Sabus Filme “Monday” und “Dangan Runner” etwas besser fand, reicht das locker noch für 4 Penen.

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Eat Drink Man Woman

Eat Drink Man Woman aka Yin Shi Nan Nu (Taiwan / USA, Ang Lee 1994)

Herr Chu ist seines Zeichens Vater dreier Töchter und Chefkoch in einem chinesischen Restaurant. Das er ganz langsam seinen Geschmack verliert, macht ihm das Leben mit seinen drei Töchtern, die er alleine großzog, da seine Frau vor 16 Jahren starb, nicht wirklich leichter. Im Gegenteil. Schwierig ist die momentane Situation, in der die jüngste der drei die Männerwelt draußen kennenlernt, die mittlere eine erfolgreiche Geschäftsfrau ist und die älteste wohl nie auszieht, weil sie sich um Vater kümmern muss. Der will das aber gar nicht so recht und freut sich, als eines Tages Frau Liang auftaucht. Die geschwätzige Mutter einer Freundin der ältesten Tochter.

Ja, das ist so grob die Story. Den kompletten Film über sehen wir weder Schießereien, noch Aliens oder sonstige Special Effects. Nein, wir sehen lediglich den Vater bei seinem persönlichen Dilemma, das er seinen Geschmack verlor. Die kleinste Tochter, wie sie den Typen einer Freundin wegschnappt. Die mittlere Tochter, die erfolgreich Karriere macht und geschäftlich nach Amsterdam soll. Und die älteste Tochter, die vor 9 Jahren von einem Typen verlassen wurde und seit dem nie wieder einen Mann hatte und somit andauernd zuhause ist und ihrem Vater hilft. Der hätte die Töchter allerdings gerne außer Haus und verheiratet, aber irgendwie scheint das nicht zu klappen. Oder doch? Erste Anzeichen machen sich breit, das die jüngste den Typen ihrer Freundin bald bumst, die mittlere wohl bald nach Amsterdam fliegt und die älteste hat sogar auch schon einen gefunden…

Nix neues also? Doch. xD Der Film wartet tatsächlich noch mit einigen Überraschungen und einem richtigen Twist am Ende des Films aus, der mich total überraschte und mich kurz zum Lachen brachte. Überhaupt ist der Film so geil gemacht, das er nie die Spannung verliert, auch wenn eigentlich gar nix wirklich abgeht gerade. Dafür verantwortlich sind bestimmt auch die genialen Schauspieler, die alle ihre Rolle so hervorragend spielen, das man teilweise erahnen kann, was sie denken. Die Dialoge, die Szenen in der Küche des Restaurants vor allem, das alles hat so einen komischen Charme, dem ich nicht widerstehen konnte. Das die mittlere Tochter zudem auch noch richtig sexy war, setzte dem ganzen noch die Krone auf. Viel Witz, subtiler Humor und der kranke Twist am Schluß machen Eat Drink Man Woman zu einem doch recht überraschenden Film. Ich kannte ja nur Crouching Tiger, Hidden Dragon von Ang Lee, welcher ja auch schon geil war. Wenn er mal wieder im TV läuft, unbedingt ansehen.

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Die Synchro ist übrigens durchaus gelungen. Vor allem die Stimme vom Freund des Vaters. xD

Diary

Diary (Hong Kong 2006, Oxide Pang)

Winnie Leung (Charlene Choi) ist zutiefst betrübt. Ihr Freund Seth Lau (Shawn Yue) hat sie einfach sitzen lassen. Er hat seine Sachen gepackt und ist abgehauen. Sie verkraftet seinen Abgang nicht. Da trifft sie auf der Straße Ray Fan, der ihrem Ex Seth zum Verwechseln ähnlich sieht. Erst verwechselt sie ihn nur mit Seth. Dann verfolgt sie ihn und fragt ihn: “Hast du einen Moment Zeit?”. Ray trifft sich mit ihr zuhause und merkt alsbald, das Winnie unberechenbar ist.

Als Pang Fan musste ich mir Diary natürlich trotz der überwiegend mittelmäßigen Reviews kaufen. Und sieht da, es ist auch ein überwiegend mittelmäßiger Film. Was nicht heißt, das er scheiße ist, oder die 12 EUR für die DVD nicht wert gewesen wäre. Im Gegenteil, ich hatte “Spaß” dabei und bereue es nicht. Was mich dann etwas verwunderte war die Tatsache, das er in mehreren Reviews als vorhersehbar galt und… naja ich fand das jetzt nicht so. Man macht sich so seine Gedanken, aber auf die Finale Lösung, die dann ab er 59 Minuten Marke auf mich einprasselte, kam ich vorher nicht. Eventuell bin ich wirklich einfach nur total verblödet?

Einziges Problem… der Twist hat nicht den Impact, den ich mir gewünscht hätte. Er ist überraschend, man wundert sich kurz und tjo. Das war’s dann auch schon. Gleiches gilt für die “Gruseleffekte” am Anfang, die eigentlich alle toll gemacht sind, mit der passenden Musik unterlegt und geil mit der Kamera eingefangen sind. Aber sie berühren einen nicht wirklich. Keine Ahnung, woran das liegt. Wäre ich selbst Filmstudent hätte ich darauf evtl. eine Antwort. Schade. Sad

Ansonsten ist der Film ein kurzweiliges Vergnügen, welches man sich ruhig mal anschauen kann, ohne gleich kotzen zu müssen (2 Fast 2 Furious). Besonders toll war mal wieder die Kameraarbeit (Alles voller Farbfilter) und die Musik. Typisch Pang Film eben. So richtig nice waren dann auch die sicken Effekte, die es da so während des Filmes gab. Mal knackste der Ton, mal wackelte das Bild und überhaupt… mitten im Film kamen einfach die Credits. Sehr flashig.

Alles in allem recht nice.

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Pan’s Labyrinth

Pan’s Labyrinth aka El Laberinto del Fauno (Mexiko, Spanien, USA 2007, Guillermo del Toro)

Spanien 1944 – Ofelia kommt mit Ihrer Mutter in einer ländlichen Armeestellung des Hauptmanns Vidal an. Er kämpft dort für Diktator Franco gegen aufständische Rebellen. Wärend draußen der Krieg herrscht, verliert sich die kleine Ofelia in Märchenbüchern und träumt von anderen Welten. Als ihr ein Faun begegnet und ihr erzählt, sie sei eine wiedergeborene Prinzessin, packt sie die Neugier und so macht sie sich auf in Pan’s Labyrint. Oder so.


Kein Kinderfilm.

Pan’s Labyrinth überraschte mich etwas. Die Geschichte kommt nur zäh in Fahrt und die Wechsel zwischen realer Welt und Fantasysetting wollen so gar nicht zusammen passen und stets hat man den Eindruck, zwei verschiedene Filme zu sehen. Auf der einen Seite ein Drama in Kriegssetting, das gnadenlos und ungeniert das Grauen des Krieges und somit der realen Welt zeigt und auf der anderen Seite das Fantasysetting der Märchenwelt um Pan’s Labyrinth, das Ofelia gerne wieder als Prinzessin hätte. Die eigentliche Überraschung kam dann in Form von Gewalt. Gnadenlos werden hier Gesichter zertrümmert, zerschnitten, zerschossen und die Kamera… die hält einfach drauf. Das ist kein Kinderfilm?! So sieht man ab der zweiten Hälfte überwiegend die Geschehnisse in der Armeestellung und weniger Fantasyelemente. Und genau da merkte ich, dass ich mittlerweile die Story der Armeestellung interessanter fand als das Fantasysetting, welches am Anfang des Filmes eher meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Gut, das dann am Schluss doch noch beide Handlungsstränge nach und nach immer mehr miteinander zu tun bekamen und ich somit nicht das Gefühl hatte, die erste Hälfte des Films wäre unnötig gewesen.

Also schon krass. Die Kameraarbeit war mir anfangs etwas zu dunkel, da man überwiegend nur Schwarz sieht, aber die Einstellungen in den Fantasysettings entschädigen dann schnell wieder. Alles sieht schön auf dem Boden geblieben und nicht so abgehoben und glanzvoll aus, wie in manch anderem Film. Dazu kommt, das alles so eine morbide Stimmung hat. Das sah einfach nice aus. Schade, das die Fantasywelt ziemlich vorhersehbar war (“Du darfst NICHTS essen und trinken! NICHTS!” Und was macht die kleine Hure? Sie isst natürlich etwas… typisch und imho total unnötig.) und der Film etwas langsam in Fahrt kommt. Dafür entschädigt das Ende dann.

Zur Gewallt sei noch zu sagen, das sie – imho – bewusst so drastisch gezeigt wird um die reale Welt eben noch realer aussehen zu lassen und gleich mal dem Zuschauer klar zu machen “Ey, das ist kein Kinderfilm. Nimm die Geschichte ruhig ernst..”. Die erste Szene fand ich anfangs etwas unnötig, aber schon ab der zweiten merkte ich, das sie wohl unumgänglich sind. Und gut sind.

Ich kauf mir wohl die 25 USD Korea DVD?!

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As Tears Go By

As Tears Go By (Hong Kong 1988, Wong Kar-Wai)

Wah (Andy Lau), seines Zeichens ein anerkanntes Triadenmitglied, bekommt einen Anruf seiner Tante. Sie schickte seine kleine Cousine (Maggy Cheung) nach Kowloon, weil sie nur dort die für Ihre momentane Erkrankung so wichtige Medizin bekommt. Wah freundet sich nur langsam mit ihr an, denn er muss immer wieder auf seinen hitzköpfigen “kleinen Bruder” Fly (Jacky Cheung) aufpassen, der dauernd nur Ärger macht. Als er eines Tages einen Schritt zu weit geht, versucht Wah das Schlimmste zu verhindern und Fly zu überreden mit ihm und seiner Cousine Ah-Ngor nach Lantau Island zu gehen.

Martin Scorsese lässt grüßen. “As Tears Go By” ist “Mean Streets” in Hong Kong und Jacky Cheung ganz klar der Hitzkopf den Robert De Niro in Scorseses Film verkörpert. Aber wer “Mean Streets” schon sah sollte keinesfalls denken, das er “As Tears Go By” nun nicht mehr anschauen müsste. Wong Kar-Wai drückte der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel auf, schmiss noch eine Romanze mit rein und fertig ist ein eigenständiger Film. Zwar (manche sagen “Gott sei dank”) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Werken, aber gerade das macht den Film ja auch offener für ein breiteres Publikum. Es ist einfach Mainstream Bloodshed. Die Actionszenen sind teilweise stilisiert aber im Gegensatz zu Wong Kar-Wais späteren Werken gibt’s hier Dialoge, ein hohes Tempo und eben Action.

Für einen Wong Kar-Wai Film fällt natürlich das Fehlen Christopher Doyles irgendwie als erstes auf. Das ist zwar schade, aber nicht wirklich tragisch. Die Bilder (Sickerweise gefilmt von Infernal Affairs Regisseur Andrew Lau Wai-Keung, der kurze Zeit später auch Ringo Lams “City On Fire” filmte!?) sind stylish genug um zu gefallen und oft finden wir Andy Lau und Jacky Cheung nur in dunklen, lediglich von roten oder blauen Neonröhren erhellten Räumen wieder. Und der ganze 80′er Flair, der sich vor allem in Klamotten und Musik wieder spiegelt, wirkt hier nicht billig (Hallo Full Contact LOLZ!!!11) sondern ganz und gar symphatisch. Gewusst wie.

In vielen Reviews wurde sich beschwert, dass der Film lediglich eine “Kopie” oder maximal ein “Mix” anderer Bloodshedfilme ist, die es damals so zahlreich im Kino gab. Ich dachte mir: “Ehm.. Ja und???” Solange sie so nice sind und Hong Kong DVDs zwischen 5 und 15 EUR kosten, ist mir das doch scheißegal. Der Film ist einfach nice, ob Andy Lau, die cantonesische Coverversion von “Take My Breath” away, die 80′er oder die nicen Actionszenen. Alles hab’ ich schonmal gesehen, aber das ist mir doch irgendwo egal, wenn ein Film trotzdem gut gemacht ist und mich nicht zu Tode langweilt. Hardcorefans von Wong Kar-Wai (Solche mit Zigarre im Mundwinkel und Hornbrille oder einer Anstellung als Prof. an irgendeiner Uni) sind evtl. etwas enttäuscht von seinem Regiedebut, aber Fans von Ringo Lam oder generell Bloodshedfilmen sollten ruhig mal ein Auge drauf werfen. Es ist einfach ein guter Film ~_???

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Curse Of The Golden Flower

Curse Of The Golden Flower (China 2006, Zhang Yimou)

Tjo, die Königin leidet an Anemie und bekommt schon jahre lang Medizin dagegen. Seit ein paar Tagen lässt der König auch schwarzen Fungus dazu mischen, der, 10 Tage kontinuierlich angewandt, jeden in einen geistig behinderten verwandelt. Tjo, der König mag die Königin wohl nicht und trauert noch einer hinterher, die er mal vor 35253 Jahren kannte. Keine Ahnung. Dann gibt’s noch 3 lame Söhne, wovon einer eine Affäre mit seiner Mutter hat (Die ja nicht seine leibliche ist, wohlbemerkt) und der andere irgendwo in Kriegen kämpfte. Tjo, so plant die Königin also eine Rebellion gegen den König. Nur ein Sohn hilft ihr.

Der Film ist, wie man anhand des Trailers schon vermuten konnte, visuell eine wahre Pracht. Jede x-beliebige Einstellung könnte man sofort als Poster ausdrucken und es sähe hurengeil aus an der Wand. Dabei sind die Farben überwiegend im Bereich “Gold” sowie “grell lila” einzustufen. Das kann auf Dauer schon etwas zuviel des Guten sein, aber dafür gibt’s ja zwischendurch auch mal Szenen außer Haus. Zwar wenige, aber immerhin.

 Die Musik klingt mit ihren choralen Gesängen fast schon etwas klischeehaft und kann diesesmal nicht ganz überzeugen. Da fand ich die Musik von Hero oder House Of Flying Daggers viel viel eindringlicher.

Bleibt noch der Film ansich. Tjo, der suckte leider. Also irgendwie war fast alles langweilig. Es gibt drei bis vier kurze Kampfszenen, die einfach genial aussehen und alles andere als langweilig sind, dafür gibt’s zwischen diesen Kampfszenen viel zu viel Gelabere. Langweiliges Gelabere. Langsames Gelabere. Unnötiges Gelabere. Man sieht überwiegend Gesichter in Großaufnahme und hoch geschnürte Titten. Titten sind ja ansich nicht schlecht, aber nichtmal die können helfen und man schaut unweigerlich des öfteren auf die Uhr.

Dabei kann man mir auch nicht vorwerfen, die Geschichte nicht verstanden zu haben. Die mag am Anfang etwas weird erscheinen, aber wird durch unzählige Wiederholungen auch für den dümmsten aller dummen schön vorbereitet und der Schluss war einfach unbefriedigend. Überhaupt alles, was die Charaktere in diesem Film tun.

Visuell aber ziemlich beeindruckend. :-)

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The Dorm

The Dorm aka Dek Hor / เด็กหอ (Thailand Songyos Sugmakanan, 2006)

Der 12-jährige Chatree wird von seinem Vater in ein Internat unter Leitung der psychisch angeknacksten Mrs. Pranee gesteckt. So richtig glücklich ist er darüber nicht. Das ihn zudem die Mitschüler verarschen und hänseln hilft da dann auch nicht wirklich. Des Nächtens hat er auch noch tierische Angst, da ihm seine Mitschüler Horrorgeschichten erzählen, die von einem Jungen handeln, der sich im Pool hinter dem Internet das Leben nahm und fortan als Geist umher irrt. Chatrees einziger Halt ist der Klugscheißer Vichien. Zusammen mit Vichien gehen sie der Geistergeschichte auf den Grund.

Das Marketing des Films schreit förmlich “Horrorfilm” aus allen Löchern! Das fängt bei den überaus tollen Trailern an und hört bei den schicken Posterdesigns noch lange nicht auf. Das ist einerseits gut, da er dadurch überrascht, aber andererseits könnten Leute, die etwas anderes erwarteten – nämlich einen Horrorfilm – enttäuscht werden. Und das wäre wirklich schade, da der Film einfach sehr nice ist.

Ziemlich düster und im Stil typischer Geistergeschichten Horrofilme fängt er an und kann mit seinen, anfangs noch recht häufigen, Gruselszenen nicht ganz überzeugen. Die sind zu vorhersehbar, zu klischeehaft und teilweise zu plump. Das ist aber schon bald verziehen. Nämlich dann, wenn man merkt, das er in diesem Film gar nicht so sehr darum geht zu schockieren. Vielmehr will er berühren. Mit Auftreten des Klugscheißers Vichien, mit dem sich Chatree schnell anfreundet (Mittels eines geilen fake Game&Watch Handeld xD) schlägt der Film etwas leichtere Töne an und die Gruselszenen treten zusehends in den Hintergrund. Und hier wird der Film erst richtig nice…

Der spätere Verlauf is spannend und weiß auch ohne Gruselszenen zu fesseln, obwohl einige Szenen irgendwie vorhersehbar bleiben. Mich störte das nicht wirklich und so konnte ich den Film auch weiter genießen. Auch die in einem Review auf Molodingsbumszhenaja.com angesprochenen Kontinuitätsfehler fielen mir gar nicht so recht auf. Einzig und allein die Freiluftkinoszene könnte einige Leute etwas verwirren und aus der Atmosphäre reissen. So auch bei mir. Tjo.

Trotz einigen Lichtblicken in der zweiten Hälfte des Films, fiel mir auf wir krass düster der Film ist. Selbst bei Tagesszenen sind die Farben blass und die geilen Kameraperspektiven werden von einer düsteren Vignette umgeben. Das addete ziemlich krassen und ziemlich geilen Style und selbst wenn man nur Schatten oder Ausschnitte sieht, da alles so dunkel ist, weiß man trotzdem noch was vor sich geht und der komplette Film sieht einfach hurengeil aus?! Wer war der Kameramann bitte? Ich will ihn sofort heiraten.
Sein Bruder muss übrigens der Komponist der Musik gewesen sein. Der komplette Film über hat einen geilen Soundtrack, das man einfach nur weinen mag. Und zwar aus den Ohren. Leider bin ich ziemlich unmusikalisch, wodurch ich euch nichtmal beschreiben kann, warum der Soundtrack so geil ist. Das ist scheiße, denn ich würd ihn am liebsten jedem aufzwingen.

Tjo anyway. Wer Shutter und vor allem Tale Of Two Sisters mochte der sollte sich The Dorm unbedingt reinziehen. Ein geiler Mix aus Grusel und Drama erwartet einen.

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Hachi-Ko Monogatari

Hachi-Ko Monogatari (Japan 1987, Seijro Kohyama)

Professor Ueno der Toyko Universität bekommt als Geschenk einen reinrassigen Akita Hund geschenkt. Seine Frau will ihn erst gar nicht haben, aber der Professor verliebt sich ziemlich schnell in den kleinen süßen Welpen und behält ihn. Jeden Tag geht der Professor an den Bahnhof Shibuya, um zur Arbeit zu fahren. Hachi-Ko begleitet ihn morgens und holt ihn abends wieder vom Bahnhof ab. Selbst als der Professor eines Tages an einem Herzinfarkt stirbt, läuft Hachi-Ko jeden Morgen und jeden Abend zum Bahnhof, in der Hoffnung sein Herrchen würde eines Tages wieder kehren.

:_(

Basierend auf einer wahren Begebenheit, die im Jahre 1925 ihren Anfang fand. Also schon ziemlich oldschool ist. Das sieht man auch dem Film an, der zwar von 1987 ist, aber in 1925 spielt, was so bisschen ungewohnt ist, wenn man eigentlich nur einen süßen Hundefilm erwartete. Tjo und typisch japanisch geht’s mal wieder ziemlich kalt zu. Gefühle werden zwar gezeigt, aber stets so, das man nie Tränen in den Augen hat oder sonst anderweitig davon berührt ist. Selbst die Szenen mit dem Hund fand ich jetzt nicht so prickelnd, da man ihn überwiegend nur rumlaufen sieht und wenn sein Herrchen dann mal kommt, wedelt er nichtmal mit dem Schwanz ( Pen ) was ziemlich ungewohnt ist, wenn ein Hund sich normalerweise freuen sollte. Und ab Minute 50 sieht man Hachi-Ko praktisch nur von Haus zu Bahnhof laufen und dazwischen immer wieder die gleichen Sprüche wie: “Oh, da ist der Hund wieder.” oder “Mein Gott, der arme… wartet immer noch…”.

Von daher… also… keine Ahnung. Weder die Musik, weder die Szenen mit dem Hund, noch der Schluss konten mich zu Tränen rühren. Typisch japanisch irgendwie… Ich schätze die wahre Story mit dem Hund, der dann schließlich noch 11 weitere Jahre (!) am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen wartete, war viel rührender, als die Darstellung im Film.

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(Der echte Hachi-Ko zu Lebzeiten. Ihm wurde dann ein Denkmal gewidmet, welches heute noch steht.)

Exiled

Exiled (2006, Johnnie To)

Die Killer Blaze (Anthony Wong) und Fat (Lam Suet) werden beauftragt Wo (Nick Cheung) zu erledigen. Dieser versuchte vor einiger Zeit Gangsterboss Fay (Simon Yam) zu killen. Lame nur, das Blaze, Fat und Wo eigentlich Kumpels sind. Noch lamer allerdings, als Tai (Francis Ng) und Cat (Roy Cheung) auftauchen. Ebenfalls Kumpels der Truppe. Geschwind kommt es zu einer Schießerei bei der erstmal alle überleben. Gemeinsam beschließen sie Wo noch etwas am Leben zu lassen, damit dieser noch einen Coup landen kann, der seiner Frau und seinem Kind etwas Geld hinterlassen soll. Geplant ist das Attentat auf Gangsterboss Keung. Was ansich nicht so schwierig wäre, wenn nicht Gangsterboss Fay aufgetaucht wäre. Nun suckt alles und alle stehen erstmal herum und wissen nicht, was sie tun sollen.

Wer soll nun bitte auf wen schießen?!

Geil.

Was soll man da noch sagen. Ich bin jetzt zwar nicht exhausted, wie Munin damals, aber mir fällt es auch schwer, zu beschreiben warum mir Exiled nun so gefiel. Fangen wir mal bei den offensichtlichsten Sachen an.

Die Bilder sehen dank (offensichtlich) gelerntem Kameramann und etwas Farbfiltern hier und da mal wieder oberste Sahne aus. Die geile Landschaft, Architektur und das Wetter von Macau tun da ihr übriges. Die Musik fällt einem fast gar nicht auf, was wohl ihrem dezenten und vor allem gekonnten Einsatz zu verdanken ist. So sitzt man nicht während des Films da und wundert sich über komische Midimusik, wie es damals noch bei “The Mission” der Fall war. Und dann gibt es ansonsten nur noch die Schauspieler.

Die stellen so etwas ähnliches wie ein “Best Of Johnnie To” dar und haben mal wieder keine Mühe die Truppe Profikiller, bestehend aus 5 Kumpels überzeugend rüberzubringen. Gerade in Szenen wie der am Wasser, wenn Lam Suet von Nutten träumt oder am Schluss in der Fotokabine, schaffen es die 5 einem eine Träne in die Augen zu spielen. Man wäre gerne mit dabei, einer von ihnen, weil sie sich alle so gut verstehen und überhaupt so cool sind und… überhaupt. Der Rest besteht aus Simon Yam und seiner Gefolgschaft, die man einfach hassen muss, weil sie schmierige, unsymphatische, skrupellose Wichser sind. Hervorragend. Vor allem Jeff (Siu-Fai Cheung) weiß zu gefallen. xD

Der Rest besteht aus Begegnungen, Zufällen und überhaupt der Story. Und die ist einfach geil. Die Ausgangsbasis ist ja ansich schon geil (Profikiller sollen jemanden töten. Ziel ist aber ein alter Kumpel. Andere Kumpels kommen und wollen das verhindern..), aber was Johnnie To dann noch draus macht ist halt der Grund, warum wir gerne seine Filme schauen. Anfangs meint man noch man wüsste schon, wie der Film endet oder hätte auch nur einen Schimmer davon, was als nächstes passieren würde, aber nix da. Hinter jeder Szene kann eine Überraschung lauern und trotz teils heftiger Wendungen wirkt alles wie aus einem Guss und nie unrealistisch.

Selbst nach sovielen Jahren Filmgeschäft weiß er eben zu überraschen und schafft es sogar Schießereien neu und frisch aussehen zu lassen. Hier avancieren die Schißereien mal wieder fast schon zur Kunst und man denkt sich anfangs nur “Baha” und danach nur noch “Boah”. Das Blut in Pulverform, die Semizeitlupe und die Kameraeinstellungen reichen schon um eine Schießerei anders aussehen zu lassen. Einfach geil.

Das war’s. Das ist Johnnie To. Geile Schauspieler und eine interessante Story, die obendrein noch well executed wurde. Bitte schauen Sie sich diesen Film an. Er ist.. recht gut. Aka…

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