Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

Metal Law


(Das Logo ist… Heavy Metal.)

METAL LAW
News Bits On The RAM | Amiga


“Metal Law” ist nicht etwa das Debutalbum der gleichnamigen Band, das heißt nämlich “Night Of The Wolf”, sondern der Name zu einem Spiel aus deutschen Landen. Die Gebrüder “New Bits On The RAM”, die vorher schon das total sicke “The Adventures Of Quick & Silva” herausbrachten, zeichnen sich für “Metal Law” verantwortlich. Das Game erschien ausschließlich als Coverdisk für eines der bekannten 19,95 DM Amiga Magazine inklusive Spiel.

Der Titelscreen empfängt einem dann gleich mal ziemlich Heavy Metal mäßig mit einem Tune von niemand anderem als “Chris Hülsbeck”. Ziemlich rockig geht’s zur Sache und trotzdem dürfte der Tune den Leuten von “Metal Law” – also der Band – nicht so ganz gefallen, da auch ziemlich viel Synthie vorkommt. Und die Jungs von “Metal Law” orientieren sich eher an Oldschool Heavy Metal der Marke Iron Maiden, Manowar oder Running Wild zu ihren Glanzzeiten in den 80ern. Aber das hat ja nichts mit dem Game zu tun. Leider provided “Chris Hülsbeck” lediglich das Title Theme zum Game, aber besser als gar nix. Der Rest ist auf “Rudi Stembers” Mist gewachsen, aber auch der kann sich sehen, bzw. hören lassen (Vor allem Stage 1 Tune).


(Geile Grafik?! Lame Levels. Geile Grafik?! Aber jaa!)


Ansonsten werden wir erstmal mit geiler Grafik zugeballert die einen, imho, ganz eigenen Style hat. Als Designer half ein gewisser Herr “Yamato Wakizashi” mit und ihm ist es wohl zu verdanken, das der Hauptcharacter sehr nach E-Swat aussieht und die Grafik überhaupt irgendwie japanese ist. Der eigentliche Pixler “Markus Kohlmann” trug aber wohl auch seinen Teil dazu bei. Richtig sick finde ich die vielen Highlights in der Grafik. Hier hat jeder Stein, jede Kette, jede Tonne, jeder Gegner nicht nur einen Haufen Highlights, als wäre er aus Chrom, sondern auch eine zweite Lichtquelle (blau) die ihn anstrahlt. Das sieht einfach hurengeil aus und ich muss immer kotzen, wenn ich sowas sehe.

Dann haben wir ja noch das Spiel ansich. Das ist leider ziemlich lame. Man hüpft so durch die Levels und kann nur von Links nach Rechts. Und das maximal auf 2 Stockwerken, wie in den Screenshots ersichtlich. Wenig geht es nach oben oder nach unten und an ein Leveldesign ala Turrican ist erst gar nicht zu denken. Aber gut, es ist nur ein Jump’n'Shoot von einer Coverdisk für 19,95 DM und dafür reicht es sehr aus. Die Gegner hüpfen in ähnlich uninspirierter Weise umher und schnell findet man heraus, wie unfair manche Stellen sind und das man besser schon schießt, bevor man Gegner überhaupt sieht. Das das Game dann leider nach World 2 auch noch abstürzt hilft dem Gesamteindruck nicht gerade.

Irgendwie geil und irgendwie lame. Metal Law eben.

Die Musik gibt es übrigens hier zum Download oder geschwind mal reinhören. Unbedingt Title Track und Stage 1 Track anhören.

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(Kennen das Spiel nichtmal: Die vier Jungs der Newcomer Band “Metal Law”.)

Disposable Hero

DISPOSABLE HERO
e u p h o r i a | 1 9 9 3 | a m i g a

Mitte des 24. Jahrhunderts überschritt der Mensch zum ersten Male die Grenze zwischen den Sternensystemen. Das Jahr 2723 brachte dem Menschen die Gewissheit, zusammen mit einer anderen intelligenten Lebensform im All zu leben. Anfang des 29. Jahrhunderts wurde der Bund der freien Welten durch unbekannte Kräfte attackiert, was den großen Krieg zur Folge hatte, bei dem beinahe die Hälfte der Bevölkerung der freien Welten ausgelöscht wurde und deren Technologie auf das Niveau der Erde im 20. Jahrhundert zurück fiel. Im Jahre 2867 wurde eine kleine Gruppe von Frauen (!) und Männern ausgewählt, die das spezielle Einsatzkommando “D-Hero” bildeten. Sie sind die letzte Hoffnung, die verlorene Technologie wieder zurück zu holen und den Frieden zu sichern.

Bist du bereit?


(Stage 1 hat keinerlei Probleme damit, gleich mal ziemlich dicke Gegner auf uns loszulassen. Und das werden keine Einzelfälle bleiben.)

Ja, das ist eine gute Frage. Ich war es nicht. Ich war nicht bereit, als ich nach Jahren mal wieder Disposable Hero zockte und gleich in Stage 1 das zeitliche segnete und es nichtmal bis zum Endboss schaffte. “Uff!”, dachte ich. Disposable Hero ist ein ganz schön forderndes Stück Software. Es ist sozusagen Kackschwer. “Elend und kackschwer? Wie geht’n das?”, höre ich Blockbuster schon sagen, aber es ist alles halb so wild, wie es den ersten Anschein hatte. Schon beim zweiten und dritten mal spielen erlebt man hier einen Progress, der einem Freude bereitet. “Soso, hier kommen nun von unten Gegner, vorsicht… ja schön. Ach und hier ist gleich eine Werkstatt, geil. Da flieg ich doch gleich mal rein und hab’ wieder volle Energie!”. So hangelt man sich von Checkpoint zu Checkpoint und bemerkt gar nicht, wie das Spiel immer einfacher und einfacher wird.

Und ist der erste Schock erst einmal überwunden, kann man sich ganz und gar auf die Geilheit von Disposable Hero einlassen. Wobei Geilheit hier eher Kleinigkeiten umfasst, als bahnbrechende Neuerungen. Und das ist gut so. Disposable Hero macht alles richtig, was unzählige schlechte Arcadeports und missratene Spiele falsch machten. Das Scrolling ist einfach butterweich, die Steuerung des Schiffs gehorcht auf’s Wort, die Ladezeiten sind für die Grafikpracht einfach ultrakurz und die Gegnerformationen sind nicht so repetiv, altbacken und arschig, wie einst in Project X (Gott hab’ es seelig).


(Oben: Die Hintergründe sind in aller Regel hurendetailliert. | Unten:: Ja, das Feuer ist hurenflüssig animiert. Ja, der Typ bewegt sich.)

Eine kleine aber feine Sache ist z. B. das Waffensystem. Man sammelt nicht einfach nur lame Powerups auf und bekommt dann unter Umständen Waffen, die man eigentlich gar nicht wollte, sodass man augenblicklich kotzen möchte und beim Versuch nicht auf den Amiga zu kotzen, sondern eine Xbox, direkt mal ein Bildschirmleben abgeben muss, da man zu sehr mit dem Joypad wackelte. Nein… *schnauf* man sammelt hier einfach statt dessen Blueprints ein. Diese Blueprints müssen die Ingenieure in der Werkstatt erst einmal übersetzen, da sie außerirdische Technologie darstellen und dann natürlich auch bauen. Das bedeutet man muss warten, bis die Waffen fertig sind und einem zur Verfügung stehen. Im Werkstattscreen sieht man die verbleibenden Sekunden (3 Sekunden können hier eine Ewigkeit sein!) bis man eine Waffe endlich benutzen kann. Dazu kommt, das man nicht einfach ein Blueprint nach dem anderen an’s Schiff kleistert, sondern auch die nötigen Engines dafür braucht. Batterien. Strom. Energie eben. Einmal eine neue Engine installiert, lassen sich nun entweder mehr oder stärkere Waffen am Schiff anbringen. “Das klingt jetzt aber auch nicht viel anders, als ein normales Power-Up System, du lamer Wichser?!”, höre ich euch jetzt sagen, aber lasst mich euch eins sagen; Alter, wollt ihr mich verarschen, ihr dreckigen Bastarde, passt auf, was ihr sagt, sonst #%&! Ach ja und bezüglich des Waffensystems; Doch, ist es. Das Blueprint Gedöns ermöglicht erst den strategischen Einsatz unserer Waffen. Diverse Gegner sind ggf. leichter mit Sideshot zu eliminieren, während man an einer anderen Stelle eher Spreadshot und Granaten braucht. Das ganze macht mehr Spaß als man glaubt und Hottehüh ertappt man sich dabei, die verschiedensten Waffenkombinationen auszuprobieren. Ach und ich sprach es schon an, nie wieder ausversehen Power-Ups nehmen, die man eigentlich gar nicht wollte.


(Oben: Der Werkstattscreen. Hier wählt ihr eure Waffen nach Belieben aus. Süß, wie ein Gruß an TRSI drin versteckt wurde. | Unten: Ehm Baha? WIE GEIL SIEHT ES BITTE AUS? 256 Farben anyone? Aka es sind nur 32? >:OO)


Das bei derartiger Qualität die Grafik nicht zurückstecken sollte, dürfte jedem klar sein. Und wie geil ist das denn bitte? Auch die Grafik ist einfach mit das hurendickste, was wir jemals am Amiga zu sehen bekamen? Angefangen vom dicken Titlepic, mit dem coolsten Helden ever, bis hin zu den kleinen Schmankerln wie Partikelblut, herumfliegende Patronenhülsen, Wassereffekt, flackernden Leuchstoffröhren und zerberstendes Glas, wird einem hier so einiges Geboten. Die Level warten mit tollen detaillierten Backgrounds auf, haben alle jeweils ein Thema und sind in sich so absolut stimmig, das fast schon so etwas wie Atmosphäre entsteht. Und das bei einem Shmup. Als wäre das noch nicht genug sind die Levels, sowie die Gegner einfach super detailliert gepixelt und hervorragend animiert. Ganz gleich ob kleiner Minigegner oder hurendicker Boss. Geile Explosionen und nice Rauch beim Abstürzen des eigenen Schiffes komplettieren die detaillierte Grafik, die einem nur noch die Hose explodieren lässt. Außer man ist hurenlame und hat eine Xbox, dann sollte man sich aber umgehend selbst töten.

Musikalisch gesehen gingen die Jungs von Euphoria einfach mal ein etwas weniger ausgelatschten Pfad entlang und spendierten Disposable Hero einen wahrlich einzigartigen und stimmungsvollen Elektrosoundtrack der sich von allen bisher dagewesenen Shmups am Amiga deutlich abhebt. Fast erinnert es ein wenig an Techno, wenn das Titelbild kommt und die Elektromukke anfängt, aber schon bald merkt man, das hier nicht einfach nur Billigtechno der Marke Scooter (Haha, Penance. Scooter!!!) auf einen einprasselt, sondern ausgewählte Sounds, die zuweilen an elektronische Furzgeräusche erinnern. Der Sound im Spiel entpuppt sich als nicht minder geil und da ist es klar, das die Explosionen knackig klingen, aber nicht nerven und die Gegner alle passende Geräusche und vor allem dicke dicke Schusssounds von sich geben, das man reflexartig in Deckung geht.


(Oben: Das Unterwasserlevel. Frutti Di Mare. | Unten: Stage 5 ist rather bunt, aber keine Angst vor RGB. Es sieht trotzdem noch sehr sehr geil aus.)

Aber was soll das. Bei all der Lobhudelei muss ich auch sagen, das Disposable Hero nicht perfekt ist. Als erstes dürfte einem der fehlende Schusssound des eigenen Schiffes auffallen. Das der Sound, den man das Spiel über am häufigsten hören wird, nicht nervig sein solte, ist ja klar. Aber GAR KEINER? Das ist anfangs etwas verwirrend und evtl. technisch notwendig gewesen, aber so ein klein wenig Geräusch hätte ich schon gerne gehabt beim Scheißen. Aka Schießen natürlich. Kleiner Freudscher Vertipper. Des weiteren muss ich mich etwas wundern, da es in Disposable Hero oft Gegner gibt, die man mit der vorhandenen Waffenpower einfach gar nicht abschießen kann und ihnen einfach nur ausweichen muss. Ein toller Walker in Stage 1 z. B. Er sieht toll aus, ist aber ca. nur 2 Sekunden im Bild und ich kann ihn nicht einmal abschießen. Warum? Da hätte ich mir eine bessere Balance zwischen Gegner/Waffenpower gewünscht. Ansonsten bleibt aber nicht viel zu meckern. Das zweite, später auswählbare Schiff, ist wohl etwas unnötig, aber das kann genauso gut Geschmackssache sein. Ich flog bislang stets nur mit dem von Anfang an erhältlichen Schiff.

Fazit: Ist Disposable Hero nun das dickste Shmup am Amiga? Ja, ist es. Einige Amigaveteranen mögen mich steinigen, da sie wohl eher Hits wie Apidya und Project X im Hinterkopf haben, aber Disposable Hero gefällt mir in allen Belangen einen Tick besser. Ein Spiel, dem ich gerne 5 von 5 erhältlichen Penen in alle Öffnungen reinpresse.

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Trivia: Das Coverdesign stammt nicht etwa von den Grafikern des Spiels oder der PR Abteilung von Gremlin Interactive, nein, das Titelbild wurde einfach von “John Berkey” lizensiert, welcher schon unzählige weitere, huren- hurengeile Weltraumartworks und sogar King Kong Plakate entwarf.


(Die hurendicken Raumschiffe des John Berkey.)

Mehr: http://wickedmoon.com/johnberkey.html

Sunshine

 

SUNSHINE

Die Sonne stirbt. Die “Icarus II” wird zur Sonne geschickt, wo sie selbige mittels einer Sprengladung mit der Größe von Manhattan erneut entfachen soll. Nachdem die “Icarus I” vor 7 Jahren bereits scheiterte, ist die “Icarus II” die letzte Hoffnung der Menschheit.

Was etwas an Armageddon erinnert entpuppt sich gottseidank als gelungener Science Fiction Thriller. Moment! Ist der Film wirklich von Danny Boyle? Ich muss kurz nachschauen…

…ja. Doch. Stimmt. Der Mann, der den unglaublich widerwärtigen und hurenlamen “28 Days Later” verzapfte überraschte mich ziemlich positiv mit einem Science Fiction Film, der voller Spannung, einem klasse Score, perfekten Schauspielern und dicken Special Effects steckt.

Dabei fällt einem als erstes die Soundkulisse auf. Die Geräusche, die einem hier um die Ohren fliegen sind nicht nur bombastisch, völlig neuartig und abgedreht, sondern sie passen sogar noch hervorragend zu den gezeigten Szenen. Dazu gesellen sich Musikstücke die teilweise an klassisches Orchester erinnern, aber auch teilweise Chiptunes ähneln. Das so ein Score nicht von John Williams kommen kann ist klar. Für den Soundtrack verantwortlich war die britische Elektronikband “Underworld”. Den meisten evtl. mit dem Track “Born Slippy” bekannt.

Was Danny Boyle mit den Sounds machte zog er auch mit den Visuals durch. Abgedrehte Kameraeinstellungen, gelungene Nahaufnahmen, Farbfilter, Verzerrungen. Ich glaube in dem Film gibt’s fast nichts, was er nicht ausprobierte. Aber dennoch, es sieht einfach hurengeil aus. Die Sonne hätte nicht besser gerendert worden können. Wenn die Kamera hier wackelt, dann aus gutem Grund. Selten gingen mir Effekte oder Einstellungen auf die Nerven oder sahen blöd aus.

Selbst das Wichtigste bei einem Science Fiction Film, die Story, funktioniert hier prima. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und selbst, wenn er der Film im hinteren Drittel etwas weird wird, so kriegt er kurz vor Schluss noch locker die Kurve und schaffte es, das ich nicht lachen muss vor lauter Scheiße. Im Gegenteil. Die Story ist insich recht plausibel und wirklich nice. Die Logikfehler bleiben bei einem Science Fiction Film zwar nicht aus, aber wen interessiert das schon. Wer genau hinguggt, findet überall “Fehler”. Das fängt schon bei Sounds im Weltall an. Leute, lasst es euch gesagt haben, ein realistischer Weltraum ist langweilig!

Positiv fielen mir noch die Schauspieler auf, welche allesamt ziemliche Charaktere waren und man sie wirklich ernst nehmen konnte. Hier gibt es keinen Anfänger, der immer coole Sprüche ablassen muss, um seine Angst vor dem Tod zu verbergen. Hier gibt es überhaupt keine coolen Sprüche. Alle an Bord sind ernstzunehmende Wissenschaftler mit Sorgen und der Fähigkeit Probleme relativ sachlich anzugehen.

Ich bin froh, das ich ihn mir anschaute und würd mir locker mal eine DVD kaufen. Einen Pen Abzug gibt es wegen dem letzten Drittel, das mit einer weirden Überraschung aufwartet und wegen den Credits, die einen ganz ganz fürchterlich aus der von Anfang aufgebauten Atmosphäre herausreissen und auf alles pissen, über das man in dem Moment gerne noch nachgedacht hätte.

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Shutoku Battle 2

aka Tokyo Xtreme Racer 2 (Dreamcast, 2000)

Baha geil. Ich testete es heute mal und es ist immer noch recht geil. Ich spielte damals ja sickerweise einfach Shutoku Battle 1 schon auf DC durch. Die Grafik faszinierte mich damals sehr, obwohl es in allen Reviews runtergemacht wurde. Hurensöhne alles.

Ja, in dem Spiel gibt es nur eine Strecke. Ja, man kann nur bei Nacht fahren. Aber wen juckt denn das. Gerade bei Nacht sehen die Straßen in Tokyo am geilsten aus. Außerdem ist das Areal schon ziemlich ziemlich groß und bietet mehrere Abschnitte, in die man wechseln oder sie andersrum fahren kann. Also eigentlich fährt man somit nur diese eine Strecke lang, immer und immer wieder. Das nice ist, man fährt im Free Mode da rum und wenn man einen Gegner sieht, dann fordert man ihn mittels Lichthupe zum Duell raus. Das war damals noch lange vor Need For Speed Most Wanted, aka gar nicht wanted. Hurendrecksspiel.

Dann fährt man ein Rennen, wo jeder einen Energiebalken hat, den man dezimiert, in dem man einfach vor dem Gegner fährt. Richtig, man muss nicht als erster durchs Ziel oder Punkte sammeln, man muss einfach lange genug vor dem Gegner bleiben. Das ist recht geil da man mit etwas Glück auch schwierige Gegner easy besiegen kann, wenn sie z. B. gegen ein anderes Auto crashen.

Ansonsten muss ich sagen, das die Musik leider derb suckt. Beim ersten Teil gab’s ja immerhin noch so eine Mischung aus Rock, Metal und elektronischen Klängen, aber Teil 2 bietet auschließlich elektronische Furzgeräusche der Marke Magix Musik Maker D’n'B Edition! Nix für mich.

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Elfmania

Elfmania (Amiga Terramarque / Renegade, 1994)

Elfmania spielt ihm sogenannten Muhmuland. Das ist auch das einzige, das ihr wissen müsst bezüglich der Story. Ich dachte, ich erwähne das mal. Alles andere ist halt egal.

Elfmania wurde von Demoscenern gemacht. Das merkt man auch irgendwie. Die Grafik, vor allem die Schrift, hat so einen typischen Demoscene touch und das Spiel ansich ist… lame. Dabei ist es nichtmal die Steuerung oder die Technik, die so suckt. Die Kämpfer hüpfen flüssig hin und her und reagieren auch auf alle Eingaben des Spielers nur… die Moves sucken halt krass. Die Animationen sehen etwas hölzern aus und das Springen erinnert mehr an ein gleiten. Gut, immerhin ist das Muhmuland. Hauptproblem ist allerdings das Coin System und das XXO Prinzip. Ihr habt eine Map mit einem 6 x 6 Grid und da gilt es 6 X in einer Reihe zu bekommen. Siege für euch bedeuten ein X und verlorene Kämpfe sind dann ein O. Das ist irgendwie lame, da man irgendwie gegen Kämpfer kämpfen muss, die man sich noch nicht leisten kann, um eine Reihe X zu bekommen. Ja, leisten. Man muss sich Kämpfer immer kaufen und kann sich zu Anfang zu billige leisten. In den Kämpfen sollte man dann Münzeln sammeln und die Gegner wenn möglich besiegen, damit man noch mehr Münzen bekommt. Tjo leider funktionierte das bei mir nicht und ich bekam gerade immer soviel, das ich mir wieder nur einen der lamen TYpen da leisten konnte. Ach, das ist einfach alles hurenscheiße.

Dafür ist die Grafik echt dick. Ich erinnere daran, das wir es hier mit einem Amiga 500 zu tun haben. Das Spiel besteht maximal aus 16 Farben zzgl. ein paar Coppereffekte im Hintergrund. Und das sieht trotzdem hurengeil aus. Was der Grafiker da geleistet hat, spottet jeder Beschreibung. Die Hintergründe sind stets super detailliert, die Animationen der Kämpfer alle super flüssig und der Boden bietet zudem feinstes Zeilenscrolling. Als vorderste Ebene hat man im Wasserstage entweder Fische aus dem Wasser hüpfen oder Tentakel im Prisonstage. Hurengeil alles. Dazu die bunten Farbverläufe im Hintergrund, die dank Copper des Amiga einfach hurensanfte Übergänge bieten, etwas Parallaxscrolling und nice Animationen im Hintergrund und fertig ist die dickste Grafik, die ihr jemals auffem Amiga 500 sehen werdet. Demoscene sei dank! Die Musik von Heatbeat ist da etwas dezenter und erinnert teilweise eher an Entspannungsmusik aus einem Puff als an Hintergrundmusik eines Prügelspiels. Aber irgendwo passt’s ja auch, denn so gemächlich, wie die Kämpfe bei Elfmania abgehen, hätte kein Rock’n'Roll gepasst.

Nur geile Grafik sowie Musik, sonst eher nix.

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Star Wars Episode III – Revenge Of The Sith

Star Wars Episode III – Revenge Of The Sith (Nintendo DS, Ubisoft 2005)

Es herrscht Krieg.

Die Republik erzittert unter den Schlägen des erbarmungslosen Count Dooku. Mit unerwartet viel Glück gelingt es dem Droidenführer General Grievous in die Hauptstadt der Republik vorzudringen und den Vorsitzenden des galaktischen Senats, Kanzler Palpatine, zu entführen! Als die separatistischen Droiden versuchen die Stadt zu verlassen machen sich zwei Jedi Ritter auf die Mission, den gefangenen Kanzler zu befreien. Werden sie das Leben des Kanzlers retten können? In Kämpfen auf Leben und Tod müssen die Jedi Ritter ihrem jeweiligen Schicksal in’s Auge blicken.

Herzen werden gebrochen und Leben zerstört.

So ist es vorherbestimmt.


(Links: Vorsicht, die Special Moves können euch schnell die Finger brechen | Rechts: Die Explosionen der Flugmissionen sind sehr geil?!)

Ja geil. Star Wars. Zwar Episode III, aber dafür in 2D. Star Wars – Revenge Of The Sith ist ein klassischer Sidescroller der Marke Final Fight. Einziger Unterschied sind hier natürlich die Laserschwerter. Statt Fausthiebe bevorzugen Jedi nunmal Schwerthiebe zumal sie mit ihren geilen Laserschwertern, der geilsten Waffe überhaupt, auch geil die nervigen Laserschüsse der Kampfdroiden zurückschleudern können. Dazu kommt die Macht, die man auch benutzen kann in dem man die R-Taste gedrückt hält und in eine der vier Richtungen des D-Pads drückt. Das funktioniert recht gut und macht bei Moves wie die Gegner wegpushen oder Energie wieder aufladen auch Sinn. Alle anderen Moves, die man so über das Spiel aufleveln kann sind leider ziemlich unnötig. Mal davon abgesehen, das man ohnehin nicht alle voll aufpowern kann, da ziemlich viele Punkte benötigt werden. So sollte man sich schon auf ein bis zwei konzentrieren und die voll aufladen, damit man es in den Kämpfen etwas einfacher hat. Dazu kommen sicke Wut-Moves, die man mittels gleichzeitigen Drückens der L-/R-Taste und einer von vier Richtungen ausführt. Sorry, aber da brech ich mir doch im Kampfgetümmel glatt die Finger. Mal davon abgesehen, das ich mir eh nicht merken kann, welcher Move nun welche Richtung war. Zwar kann man die Moves auch via Touchscreen (?) ausführen, allerdings macht das eh keiner. Höchstens Autisten, die ausversehen beim Spielen auf den Touchscreen kommen. Das alles wiegt so schwer, weil der DS eigentlich noch 2 freie Buttons hat, die nicht im Spiel benutzt werden. X und Y nämlich. Da merkt man doch glatt, das das Game lediglich vom GBA geported wurde.


(Links: Normalerweise sind mehr Gegner auf dem Screen. Fand jetzt keine besseren. ;o | Rechts: Baha, die Flugmissionen sind mit das Beste?!)

Man merkt schon. Das ist alles irgendwie zuviel des Guten. Im Kampfgetümmel versucht man sein möglichstes um die Droiden, Jedi und sonstige Gegner mit seinem Laserschwert zu zerhacken, während man einfach in den Rücken geschossen kriegt. Nach oben oder unten ausweichen wäre da eine gute Idee, geht nur leider nicht, da man dann einfach random auf die Fresse kriegt. Das man dann bei jedem Treffer einen Meter zurück auf den Boden fällt, Anakin / Obi-Wan dann sein Lichtschwert ausschaltet (?), nur um dann wieder aufzustehen und es wieder anzuschalten, hilft auch nicht wirklich viel weiter. Im Gegenteil, das erschwert die Sache nur unnötig. Das Game ist einfach schwer und ohne unendlich Continues wäre ich gerade mal bis in’s dritte Stage gekommen. 12 gibt es. Dabei war der erste Bosskampf schon der schwerste vom ganzen Spiel. Sehr verwirrend für jemanden, der das Game zum ersten Mal spielt. Überhaupt sind die Bosskämpfe etwas lame. Auf einer 2D Ebene (Also kein Ausweichen nach oben oder unten) reduziert sind die Bosskämpfe ein einziges blocken und warten, schlagen, blocken und warten, schlagen, blocken und warten, schlagen, etc. Nicht sehr geprägt von Strategie oder Reaktionsvermögen.

Die wirklich tolle handgepixelte Grafik (Vor allem in den Zwischensequenzen) und vor allem die technisch sowie spielerisch hervorragenden Flugmissionen runden das Gesamtergebnis dann gottseidank etwas auf. Die Flugmissionen sind teilweise besser als das eigentliche Game und hätten gut als eigenständiges Game funktioniert. Rogue Leader DS. Das wär’s gewesen. Aber dann bitte mit der alten Trilogie, da die neue suckt. Kthx. Richtig geil war da auch die Musik, die immerhin eine Mischung aus neuer und alter Trilogie ist und so ziemlich die besten Stücke in hervorragender Qualität vereint. Das fand ich gut.

Hurenschwer, wenig Content (Nach ein paar Stunden ist man durch. Mit Anakin und Obi-Wan!), tolle Flugmissionen, gute Grafik und Musik. Das ist Star Wars – Die Rache Der Sith.

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Ruff’n'Tumble

Ruff’n'Tumble (Wunderkind / Renegade, 1994)

Ruff’n'Tumble kam 1994 raus und somit ziemlich spät im Leben des Amigas, als er schon so ziemlich ab Abrauchen war. Und das merkt man. Denn Ruff’n'Tumble holt wirklich das Letzte aus dem guten Amiga 500 heraus und vor allem grafisch merkt man ihm sein Alter gar nicht an. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt…


Ich fang mal mit den Kritikpunkten zuerst an.

1.) Die tolle Grafik, die superflüssigen Animationen und der hohe Detailgrad haben ihren Preis. Das Scrolling läuft nicht butterweich sondern ruckelt ein klein wenig. Das mag PC User nicht weiter stören, da die schon immer Ruckler gewohnt sind, aber für Amiga bzw. Konsolen User ist das schon ziemlich ungewohnt. Es wird noch lange nicht unspielbar durch das Ruckeln aber es ist einfach etwas unschön.

2.) Der zweite Mangel kommt in Form des Sounds daher. Die Musik klingt astrein und rockt nur so vor sich hin, das es eine wahre Freude ist. Der Sound im Spiel ist ansich auch gut. Wenn man auf metallene Gegner schießt, dann klingt das auch wie Metall und die Explosionen sind so dezent, das sie nicht nerven, aber noch gut klingen. Was suckt also am Sound? Die Tatsache, das sich Musik und Sound hier 4 Kanäle teilen müssen. Mal wieder. Das führt im Spiel dazu, das die Musik zu hören ist, unsere eigene Waffe aber gar keinen Sound besitzt. Das ist etwas irritierend und doof. Des weiteren verschwinden hier und da einfach ein paar Sounds, das suckt.

3.) Und als letztes muss ich sagen: Es ist einfach viel zu schwer? Ich brauchte mehrere Anläufe, um die Stages 1-1 bis 1-3 inklusive Boss mit nur 3 Leben zu meistern. Dann bekommt man zwar einen Levelcode, bei dem man auch wieder alle Leben aufgefrischt bekommt, aber so wirklich viel hilft das nicht, da ich schon in Stage 2-1 und spätestens 2-2 alle Leben verloren habe und gar nicht erst zum Boss komme, bei dem ich sicherlich auch nochmal mindestens 2 Leben bräuchte. Das ist einfach krank. Hauptursache dafür ist wohl die unterpowerte Waffe. Oft schafft man es gar nicht, die Gegner schnell genug abzuschießen und verreckt dann, weil sie einen Schlagen, abschießen oder einfach nur berühren.


Dafür verreckt man selten beim Springen. Was ja auch nicht selbstverständlich ist. So ist die restliche Steuerung ziemlich punktgenau, bisschen träge aber schnell zu meistern. Man kann in 8 Himmelsrichtungen schießen und hat so das ein oder andere Mal einen kleinen Vorteil bei den Gegnern.

Und das wirklich heftigste am Spiel ist halt echt die Grafik. Der Amiga 500 hat schon das ein oder andere optisch tolle Spiel hervorgebracht, keine Frage. Aber oft sah man schon, das es eben nur wenige Farben sind und hier und da Kompromisse gemacht wurden. Aber bei Ruff’n'Tumble denkt man beim ersten Augenblick an ein 256 Farben – sprich AGA – Spiel. Aber nein, es sind einfach nur maximal 32 Farben. Das der Amiga 500 das inklusive den vielen unterschiedlichen Hintergründen, den superflüssigen Animationen und den wahrlich dicken Bossen überhaupt packt, ist echt eine Meisterleistung der Coder. Nicht umsonst heißen sie einfach Wunderkind. Wie sick?

Tjo, leider kann ich dem Game echt nur 3 Penen geben, da mich der Schwierigkeitsgrad derb ankotzt. Das Ruckeln, die fehlenden Sounds wären echt zu verkraften. Aber leider sieht man ja nicht viel vom Spiel da es zu schwer ist. Hurenscheiß.

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Turrican 3

Turrican 3 (Amiga Factor 5, 1993)

Baha geil alter. Kaum Amiga aufgestellt, erstmal Turrican 3 reingesteckt und gleich mal am selben Tag noch durchgezockt?! Ich bin ja überrascht, wie easy das Spiel eigentlich ist? Auf Schwierigkeitsgrad “Normal” versteht sich. Ich wundere mich etwas, da ich früher kaum bis zum Alien Level kam und wenn doch, dann starb’ ich spätestens bei dem selbstscrollenden Level mit dem Zug. Haben die japanischen Saturngames etwa meine Skills geschärft? Geil. Ich wichse, so geil ist das Spiel? Warum? Das könnt ihr jetzt lesen…


(Zwei Screenshots aus dem nice animierten Intro mit diesem fabelhaften Title Theme.)

Ich mein, es fängt doch schonmal beim Intro an. Erst teased uns das Intro nur mit etwas Text und einem scrollenden Hintergrund. Aber schon bald merken wir, wie geil die Musik ist. Und richtig in’s Wanken kommen wir, sobald das Intro los geht und wir kurze animierte Szenen sehen, wie sich unser geiler Held in den Turrican Suit schmeißt. Dazwischen gibt es einfach Bildschirmfüllende Grafiken von ein paar Gegnern und dann kommt auch schon ein Bildschirmfüllender Turrican und schießt einfach alles kaputt?! Wie geil ist das bitte? Dazu die geile Musik von Chris Hülsbeck und man muss wanken. Um Längen besser als das versteckte Turrican II Intro, welches nur auf 3 Telefonbüchern voll Text bestand.


(Links: Der dicke Rundumlaser aus Turrican II musste leider einem grappling hook weichen. | Rechts: Im zweiten Level herrscht Rohrbruch. Alles ist nass und einfach geil. Geil. Turrican 3. So geil. Geil…)

Naja und dann spielt ihr so. Hüpfen, schießen, forwärts laufen. Alles klar. Auf geht’s. Als typisches Jump’n'Shoot ist vieles natürlich con Contra inspiriert, aber das ist ja auch gut so. Immerhin wurde es geil umgesetzt und spielt sich absolut flawlessly. Selbst die etwas umständliche Steuerung des grappling hooks geht gut von der Hand. Resultat ist dann, das man durch das erste Level rauscht und bei jedem neuen Block von Grafik erstmal wanken muss, da hier immer so ein geiles Raster präsent ist. Die Grafiken mussten von der MegaDrive Version ja heruntergerechnet werden, aber sie wurden so geil von Hand nachbearbeitet das es fast gar nicht auffällt und man immer so ein geiles Schachbrettmuster überall hat. Das turnt mich total an und manchmal vergesse ich dadurch zu spielen.

Egal, sobald mal weiter spielt bemerkt man lauter kleine Kleinigkeiten. Sich bewegende Platformen. Feuer, welches aus dem Boden kommt. Platformen die einbrechen und zwischenbosse, die schonmal fast Bildschirmfüllend sind. Und das ist erst das erste Level. Dazu die wirklich geile Musik von Chris Hülsbeck, bei der man automatisch nach den ersten paar Takten mitsummt und wanken muss.


(Links: Öhm, die Bosse sind in der Regel Bildschirmfüllend. :-) | Rechts: Ehm… IST DIE GRAFIK DICK? IST DAS GEIL ODER WAS? IST DAS GEIL? WIE GEIL IST DAS BITTE??? Klar, das fast jede einzelne Wolke ihre eigene Ebene hat und in diesem Level ca. 352 Ebenen Parallaxscrolling zu finden sind.)

Sollte der Joystick, oder das Gamepad, trotz der vielen Wanke immer noch funktionieren, so kommt ihr irgendwann auch in’s zweite Level, wo einfach Wasser von der Decke kommt, Stahlträger sich langsam anfangen zu drehen, wenn ihr zu lange auf einer Seite standet, die absolut passende Musik herrscht, schon wieder lauter neue Gegner zu finden sind, schon wieder dicke Schlangen herumschwirren und wo man letzten endes sogar direkt unter Wasser spielt. Das ist einfach geil, das ist abwechslungsreich das ist Turrican 3. Irgendwie macht man ja ständig nur das Gleiche. Schießen. Aber es wird nicht langweilig. Schon allein das man 4 verschiedene Waffen hat und zusätzlich Homing Missiles aufsammeln kann, sorgt hier und da für Abwechslung, da manche Bereiche ganz einfach mit einem Spreadshot besser zu meistern sind, als mit dem dicken Laser. Aber was ich an Turrican 3 so geil finde ist die schnelle Abwechslung. Jedes Stage sieht anders aus, innerhalb der Stages gibt es ständig Abwechslung und dann kommen einfach noch dicke Zwischenbosse.


(Links: Die Teile fahren einfach geil im Kreis um euch herum. Schießen aber leider etwas wenig. | Rechts: Ist der Hintergrund geil? Ist die Grafik geil? Ist die Faust geil? Ja das ist geil!)

Auch die Grafik ist einfach immer geil, trotz der wirklich wenigen Farben. Im Schrottplatzstage haben sie es einfach zu ihrem Vorteil genutzt und den kompletten Schrottplatz fast Schwarzweiß gelassen. Sogar die Items und Gegner! Der Hintergrund ist trotzdem dezent bunt und zusammen ergibt das einen geilen Mix, den man sonst nur selten hat. Oder das Alienlevel z. B. Es besteht auch fast nur aus zwei Farben, wobei die eine aber ständig dezent die Farbe wechselt?! Das komplette Level wechselt ganz langsam die Farben?! Wie geil das ist? Sehr geil, sage ich euch. Scheiß egal, was die Hardware leistet. Es kommt drauf an, wie man damit umgeht. Hurengeil.


(Links: Ehm… nein, kein Endgegner. Ein Zwischengegner. Hihi. | Rechts: Ja ich weiß, von Contra geklaut. Aber egal…)

Naja und da es ziemlich easy war, spielt man es auch ziemlich schnell durch. Aber das tut mal richtig gut, nachdem heutige Games teilweise nicht unter 2 bix 200 Stunden durchzuspielen sind. Je nach Genre, versteht sich. Aber ein paar Kritikpunkte hat Turrican 3 auch. Erst recht aus heutiger Sicht, fielen sie mir negativ auf. Damals gar nicht so sehr. Also der erste gravierende Kritikpunkt ist das ziemlich heftige Spriteflackern, das teilweise auftritt. Im großen und ganzen geht’s aber an manchen stellen flackern ja nicht nur Gegner, sondern auch Hintergrund tiles. Das ist schon heftig. Ansonsten fand ich noch bisschen störend, das einfach manchmal Sound fehlen, wenn gerade zuviel los ist. Zuviel los im Sinne von zuviele Sounds gleichzeitig spielen. Der Amiga hat nunmal nur 4 Kanäle und da mussten sie Sounds und Musik unterbringen. Anfangs geht das ja noch, wenn man schießt, noch Musik hört und ein Kanal der Musik nunmal flöten geht, wenn im Hintergrund Feuer brodelt. Aber später fehlt ja sogar der Sound vom eigenen Schuss. Das suckt etwas.

Tjopes, nichts desto trotz wirklich ein hervorragendes Turrican, welches einfach… auf einer Diskette daher kommt. Es ist gepackt somit nur maximal 880 kb groß. Wie geil ist das bitte? Es gibt kaum Ladezeiten, alles ist auf einer Diskette, soviel Grafik, Musik, Animationen, etc. Geil. Kudos an die Coder.

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300

D R E I H U N D E R T
(Zack Snyder, USA 2006)

Leonidas, König von Sparta, findet es gar nicht geil, wie der gaye Xerxes mit seinem Millionenheer ein Land nach dem anderen versklavt. Und weil Leonidas ein Spartaner ist, tritt er dem Gesandten der Perser erstmal kräftig in den Bauch, so dass dieser in eine dunkle, unendlich tief scheinende Grube fällt. Und dabei wollte er ihm bloß die bedingungslose Kapitulation Spartas anbieten. Leonidas hat aber einen ganz dicken Bart und ist ziemlich männlich, was natürlich nur eins bedeuten kann: Er tritt gern Gesandten in den Bauch und schreit wild um sich. Auch seine Frau schreit wie verrückt und tötet random Männer. Spätestens hier ist klar:

Es gibt Krieg.

300 ist die Verfilmung eines Comics. Wenn ich “Comic” höre, dann verbinde ich trotz Tim & Struppi und Asterix nicht unbedingt gleich herausragende Geschichten damit.* Dadurch war ich alles andere als enttäuscht, als ich 300 sah. Denn es war ein nettes Filmchen ohne große Überraschungen in der Story, was aber auch ok war, da die Story bei diesem Film wohl ganz klar nur dazu da war, die Bilder zu tragen. Was angesichts der opulenten Bilder auch völlig legitim ist, denn das eine gute Geschichte bei derart abgefahrenen Bildern auch noch so wirkt, ist eigentlich gar nicht so sicher.

Etwas hölzern fängt er an. Die Stimme aus dem Off schildert uns Leonidas Geburt, sein Training und seine letzte Prüfung. In Worten, wie sie steifer, künstlicher und lächerlicher teilweise nicht klingen können. Aber gut. Es waren andere Zeiten, wie man wirklich sprach und vor allem Geschichten erzählte, mag ich nicht so recht zu beurteilen. Ich weiß nur, das man schon zu Shakesspeares Zeiten ziemlich sick laberte. Somit sind die Dialoge schnell vergessen und man kann sich ganz auf die tollen Bilder konzentrieren. Und die sind es halt, warum man 300 schaut. Abgesehen von ein paar CGI Ausrutschern (Der Wolf?! Wtf? Und das CGI Blut manchmal?! Wtf?) bekommen wir hier eine opulente Szene nach der anderen Serviert, bei denen die Beschreibung “spartanisch” eher nicht zutrifft. 300 dürfte keine einzige Szene haben, die ohne digitale Bearbeitung auskommt. Ob Farbfilter, CGI Hintergründe, künstliche Körnung des Filmmaterials bis hin zu CGI Lebewesen.

Quote:
Der Film wurde ähnlich wie auch schon Frank Millers Sin City im Digital-Backlot-Verfahren inszeniert. Das bedeutet, dass die Schauspieler auf Sets außerhalb von Filmstudios vor blauen Wänden agiert haben und die Hintergründe nachträglich in der Post-Produktion des Films mit Computeranimationen eingefügt wurden. Lediglich eine Szene zu Beginn des Films, in der ein Bote auf die Kamera zureitet, wurde im Freien gedreht.

Alles wurde bewusst auf Style getrimmt. Und das erfolgreich. Während manch anderen Filme einfach nur noch synthetisch und künstlich wirken, schaffte es 300 immerhin zum großen Teil erdig und realistisch zu wirken. Und eben auch (Obwohl ich ihn nicht kenne) die Stimmung des Comics einzufangen.

Alles in allem ein lustiges Stückchen Zelluloid, das dem ganzen Hype natürlich kaum gerecht wird, aber das sollte jedem vorher klar gewesen sein. Warum man den Film aber (Wie z. B. Molodezhnaja.ch) so zerreissen muss, ist mir ein Rätsel. Sicher rennen alle nackt rum und sprechen komische Dinge aus, aber sorry, er spielt halt auch nicht in der Gegenwart und ist zudem ein Fantasystreifen der die historischen Ereignisse an den Thermopylen nur als Basis für eine außerweltliche Geschichte hernimmt.

Quote:
Deike Stagge von „Filmstarts“ glaubt, dass „das an faschistische Propaganda erinnernde Blut und Ehre-Gerede“ bei einigen Kritiken auf Widerstand stoßen wird. Der Film mache daraus aber „völlig überzogenen Heldentrash im Comicstil, der von seinem Schauwert gut leben kann.“

Gerade ab Minute 20 bis 30 nimmt der Film an Fahrt auf und hat sogar dank Leonidas den ein oder anderen Lacher parat, welche uns die heldenhafte Grundstimmung endlich mit einem Augenzwinkern sehen lassen. “Ah, er nimmt sich selbst nicht so ernst!”. Wirklich negativ fielen mir nur die oben beschriebenen CGI Effekte und zwei Tracks im Soundtrack auf. Der Wolf sah als CGI Tier einfach super lame aus. Total künstlich und unpassend. Als hätten sie da nur die Praktikanten dran gelassen. In zwei Szenen gibt es zudem tolle rockige Gitarrenklänge zu vernehmen, die ansich in Ordnung sind, aber leider nicht in den Film passen. Da hat sich der Komponist wohl im Directory geirrt und die Tracks ausversehen im Ordner 300 anstatt “Unnamed Teencomedy” gespeichert.

Selbst die Kampfszenen mit ihrer anddauernden Zeitlupe fand ich ok, da es zwischendurch ja auch immer wieder normale Kampfszenen gab. Und derart drastischen und gleichermaßen wunderschönen Bilder kann selbstverständlich nur eine Zeitlupenaufnahme gerecht werden. Sicher kann man sich darüber streiten ob etwas mehr Abwechslung im Auftauchen der Slowmotion nicht besser gewesen wäre, aber mich persönlich störte es nicht sehr viel.

3 Penen insgesamt, da er einfach fantastisch aussieht, eine tolle sexy Königin bietet (50 % Frau, 25 % Milf und 25 % Nutte), gute Musik und viel Blut hat. Was will man mehr? Was braucht man mehr? Nicht viel. Wenn mich die Story unterhalten soll, schaue ich eben keine Comicverfilmungen.

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*- Ja, auch wenn es viele Comics mit hervorragenden und spannenden Geschichten geben mag. Ich kenne sie momentan nur nicht.

Koma

Koma (2004, Chi-Leung Law)

Chiw Ching (Lee Sinje) ist auf einer Hochzeit sturz betrunken und taumelt so durch das Hotel, als sie nach Hause laufen will. Da sie kaum noch laufen kann muss sie sich immer wieder an der Wand und Türen abstützen, was bei einer Tür allerdings nicht so gut klappt, da sie halb offen steht. Sie stürzt in das dunkle Hotelzimmer und sieht nur noch, wie vor ihr eine nackte Frau liegt und mit verzweifeltem Blick ihr die Hand zustreckt. Überall ist Blut. Am nächsten Tag auf der Polizeistation kann sie dank der Überwachungsvideos vom Hotel eine Frau wiedererkennen, die sie gestern noch zuvor im Hotelflur entdeckte. Doch mit ihrer Aussage bringt sie sich selbst in’s Visier eines gemeinen Nierenräubers… UHHHH!!! GRUSELIG!!!

Also öh. Die zwei Mädels sind hübsch anzuschauen. Das fällt einem als erstes auf. Die Musik eigentlich auch, allerdings anfangs durch das Titletheme wirklich positiv. Ansonsten fällt einem die Musik wirklich negativ auf, da sie ziemlich Synthesizermäßig klingt. Also nach einem günstigen Synthesizer. Und das im Jahre 2004, wo Synthesizer eigentlich schon fast komplette Orchester faken können. Aber nicht nur das verhinderte, das sich so etwas wie Spannung aufbauen kann. Nein, auch die Geschichte ist ziemlich weird. Sie will einfach cleverer sein, als sie ist und schnell durchschaut man den ein oder anderen Aspekt der Story und wundert sich trotzdem, was dieses Dreiecksliebesdrama in der Mitte des Films eigentlich soll. Ziemlich weird und einfach distracting. Ich konnte den Film teilweise nichtmal ernst nehmen, da er – obwohl aus Hong Kong – nicht auf die genreüblichen (Slasherfilm) Szenen wie z. B. Tür geht langsam auf, man sieht nur Skalpell in einer Hand. OH GOTT!!! oder gar man sieht den kompletten Weg des Mörders vom Balkon durch die Wohnung bis in’s Schlafzimmer und dann… OH GOTT!!! Es war nur ein Traum!!! RAAHH!!! Also eher ziemlich Hollywood, ziemlich lame und der ganze Film wurde dadurch verschandelt.

Tjopes, eigentlich erwartete ich eher einen Psychothriller, aber das war ja echt astreine Hollywood-Teenie-Slasherfilm-Kost. Sehr enttäuschend, vor allem da der DVD Rückentext, bzw. so manches Review (Welche übrigens durchweg positiv ausfielen.) einen anderen Eindruck vom Film machten.

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