Tiger On The Beat

 (Achtung, das Hong Kong Legends Cover täuscht. Das ist nicht Kill Bill und kein John Woo Film. Es sah nur am besten aus. Das orig. HK Cover ist ja zum davonlaufen.)

Tiger On The Beat (Lau Kar-Leung, 1988)

Sergeant Li (Chow Yun-Fat) ist C.I.D. Officer und bekannt dafür, das er es gerne mal locker angehen lässt. Da kommt ihm der aufstrebende, muskelbepakte Cop Michael Cho (Conan Lee), der nicht nervt sondern dauernd nur die Arbeit im Kopf hat, natürlich eher unrecht. Schlimmer noch, er soll Lis Partner werden. Blah blah blah, so kommt es natürlich dazu, das die zwei einen Fall lösen müssen und sich anfangs nicht leiden können blah blah blah, dann kommen sie aber immer besser aus und blah blah, das müssen sie auch, denn nur so können sie den Fall lösen. Ihr saht bestimmt schonmal alle Lethal Weapon.

Und so fängt Tiger On The Beat also mit einem Song eines kantonesischen Tina Turner Immitats an und entlässt uns alsbald in eine der typischen 1980 Hong Kong Komödien. Anfangs lernen wir Chow Yun-Fat kennen, wie er so den Tag verbringt. Nachtsüber schläft er mit random Frauen und morgens, nachdem er erstmal gesund gefrühstückt hat (Er trinkt ohne Schnitt 10 rohe Eier in einem Glas auf Ex!? Danach einen Milchshake hinterher?! Wtf???) würde er am liebsten den ganzen Tag nur in seinen Lieblingsbars rumhängen. Aber tjopes, da kommt der lame Cop der nur am rummachen ist und Polizist des Jahres oder so werden will. Das suckt natürlich und sorgt anfänglich für ein paar tolle Szenen zwischen den beiden Schauspielern, deren Humor auch gut für westliches Publikum zugänglich ist. Dabei nimmt sich Chow Yun-Fat selbst nicht zu ernst und lässt auch hier wieder mal so richtig die Sau raus. Inklusive die Hosen ausziehen, bei Frauen einen Korb kriegen und mit einer dicken BH Verkäuferin diskutieren. Chow Yun-Fat hat sichtlich Spaß daran, während sein Kollege Conan Lee eher für die Fights zuständig ist und einfach nur schön aussehen darf.

Und wenn wir schon von Action sprechen. Baha? Es gibt ein paar ziemlich geniale Actionszenen. Höchstwahrscheinlich gehen die allesamt auf das Konto von Regisseur Lau Kar-Leung (Of Drunken Master II fame). Anfangs ploppen nur die ein oder anderen Fights in’s Geschehen, aber hier kann man schon ausmachen, das Leute am Werk waren, die ihr Handwerk verstehen. Conan Lee hat einiges drauf und seine Gegenspieler sind namhafte Hong Kong Kung Fu Legenden wie Ti Lung oder Gordon Liu. Klar, das es hier abgeht. Aber selbst wenn die Fäuste mal in den Hosentaschen bleiben müssen, geht es recht gut ab. Eine tolle Autoverfolgungsjagd (Sergeant Li fährt einen coolen Mini Morris mit Rennstreifen) ein paar gute Shootouts, die den Mark Gor in Chow Yun-Fat wieder aufleben lassen und eine tolle Szene mit viel Gewalt gegen eine Frau runden das Gesamtergebnis an Action ab. Fast. Der eigentliche Höhepunkt soll nämlich noch kommen. Und zwar am Ende, wenn Conan Lee und Gordon Liu gegeneinander kämpfen. Mit zwei Kettensägen.

Mit zwei Kettensägen!

Baha alter. xD So geil.


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Leicht verdauliche Hong Kong Humorkost, mit einem tollen 80er Soundtrack, dicken Actionszenen, Gewalt gegen Frauen und einem Kettensägenduell machen aus Tiger On The Beat eine astreine Empfehlung.

Vorausgesetzt man steht auf Hong Kong Komödien der 80er.

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Unlucky Monkey

Unlucky Monkey

Eigentlich war alles schon geplant und beide auf dem Weg zur Bank. Sie wollten sie ausrauben, aber die Zeichen stehen schlecht. Das Wetter ist trüb und abends soll es obendrein noch Vollmond geben. Was schief gehen kann, wird schief gehen und so kommt es, wie es kommen muss…

…die Bank wird bereits überfallen. Hastig stürmen zwei andere Verbrecher , gefolgt von drei Polizisten / Wachmännern, aus der Bank und werden dabei von einem Auto angefahren. Die Tasche mit den erbeuteten 80.000.000 Yen fliegt in hohem Bogen in die Arme unserer zwei Pechvögel… Pardon, unseres Pechvogels, denn der andere stirbt beim Versuch die Tasche aufzufangen. Selbst wenn der andere die Flucht mit dem Geld schafft, so wirklich viel Glück hat er nicht. Er ersticht ausversehen eine junge (hübsche) Frau. Und fortan beginnen sich durch sicke Zufälle die Wege diverser Personen immer wieder zu kreuzen..

Filme von Sabu sind so mit ein paar der wenigen, die man sich aus Japan antun kann. Und im Gegensatz zu Herren wie Kitano und Miike ist der Hype um Regisseur Sabu gerecht. Moment… welcher Hype? Eine Schande das dreckige Regisseure wie Kitano oder Miike mehr Aufmerksamkeit bekommen, als ein Sabu. Auch mit Unlucky Monkey schafft er wieder einen Film, der aus einer ungewöhnlichen, interessanten Ausgangssituation etwas schafft, das den Zuschauer fesseln kann, überraschen kann. Er zeigt euch Situationen, die ihr schon immer sehen wollt. Auftragskiller läuft in Zeitlupe die Treppe hoch. Wir wissen, gleich knallt’s. Und wie, schließlich rutscht der Auftragskiller mit seinen Sandalen auf den Treppen aus, fliegt vor den Soll-Opfern auf’s Maul und schießt sich dabei ausversehen in die Eier. Dabei ist anzumerken, das die Situation weder unglaubwürdig, noch lächerlich wirkt. Sie passte einfach zum Charakter und man lacht unweigerlich und hat keine Probleme sie für real anzuerkennen.

Im Gegensatz zum Schluss. Der mir dann doch etwas zu weird war und mich etwas verwirrte. Das hätte man ggf. besser lösen können. Aber trotz aller Zufälle und wahnwitzigen Situationen erscheint einem alles als logische Konsequenz und selten überlegt man, ob das nun gerade sein kann oder nicht. So muss das sein und nicht anders.

Obwohl ich Sabus Filme “Monday” und “Dangan Runner” etwas besser fand, reicht das locker noch für 4 Penen.

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The Big Heat

The Big Heat HK 1988

Wai Po Wong (Waise Lee) ist ein erfahrener Polizeiinspektor, der eines Tages leider feststellen muss, dass er wegen einem Wirbelsäulenschaden die Finger seiner rechten Hand nicht mehr richtig bewegen kann – somit kann er auch oft keine Pistole mehr bedienen. Gerade als er den vom Arzt empfohlenen Rücktritt einreichen will, erfährt er, dass sein langjähriger Freund und Informant Wily Tse in Malaysia ermordet worden ist. Er versammelt eine kleine Truppe Polizisten um sich, um den Mörder zu finden.

Ursprünglich ein von Produzent Tsui Hark initiiertes Projekt, durchlebte The Big Heat im Produktionsverlauf so einige Schwierigkeiten. Zunächst wurde die Regie von Andrew Kam übernommen, bis Hark ihn nach Differenzen rauswarf und stattdessen unseren lieben Johnnie To auf den Regiestuhl brachte. Doch selbst der konnte Hark nicht wirklich zufriedenstellen und musste gegen Ende der Dreharbeiten wieder weichen, wonach Tsui Hark kurzerhand selbst einige verbleibende Szenen drehte.

Dieser Tatsache ist es vermutlich zu verdanken, dass der Film nicht nur wirr im Hinblick auf die Story ist, sondern auch qualitativ immer wieder Unregelmäßigkeiten erfährt. Hier ist sicherlich eine Menge Material auf dem Schneidetisch liegen geblieben, was weniger tragisch gewesen wäre, wenn Hark (dem ich jetzt einfach mal die komplette kreative Vision des Films attestiere) in seiner Version eines düsteren, ernsten Bloodshedthrillers nicht so viel Wert auf die Ausarbeitung der Charaktere um Wai Po Wong gelegt hätte. Alle drei sind auf ihre Art und Weise sympathisch, und doch vermisst man die Interaktion, die etwa die Truppe bei The Untouchables so zusammengeschweißt und beim Zuschauer letztlich für den emotionalen Impact gesorgt hat. Der Malaysia-Cop Chat Fu Ong ist mit eine der interessanteren Persönlichkeiten, denn er sieht aus wie ein Chow Yun Fat in A Better Tomorrow mit Sonnenbrille und Oberlippenbärtchen, bloß 20 Jahre gealtert.
‘Clumsy Lum’ hingegen ist der Stereotyp des ängstlichen, unerfahrenen Greenhorns, und dann ist da noch so ein anderer Typ, dessen Name ich vergessen habe.

Überschattet werden die Charaktere von der völlig bekloppten Gewaltdarstellung. Gleich nach den ersten Sekunden des Films, in denen eine Hand durchbohrt wird merkt man, dass hier was anders ist. Qualität statt Quantität ist das Motto Harks – statt Bodycount zählen die sicksten Todesarten, die man sich nur vorstellen kann. Neben jeder Menge Blut bei den spannend und hektisch inszenierten Shootouts werden Köpfe abgetrennt, Hände weggeschossen und Leute von Aufzügen zweigeteilt. Vor Kindern und unschuldigen Krankenschwestern macht übrigens auch keiner halt. In einer der besten Szenen wird nach einer Verfolgungsjagd ein Gangster von einem Auto angefahren, von einem zweiten überfahren, er fällt von einer Brücke auf ein drittes Auto und wird gegen Ende gegen eine Bande geschleudert. Übrig bleibt ein blutiges Häufchen. Ich musste schon sehr lachen. xD
The Big Heat bietet zweifellos die überdrehteste Darstellung an Grausamkeiten, die man im Hongkonger Copthriller finden kann. Und, wenn ich ehrlich bin: Ohne sie wäre der Film nicht halb so gut und würde im Bloodshed-Einerlei versinken.

Komplementiert wird das Ganze von mehr als soliden Schauspielleistungen, allen voran Waise Lee, der stets eine gewisse Ruhe und Waiseheit (HAHEAIEHIAHEIHEIEHAEHIAHEIE) ausstrahlt und damit im starken Kontrast zu seinen ständig overactenden Kollegen steht. In visueller Hinsicht kann The Big Heat auch außerhalb der Splatterszenen mit einigen echt schönen, atmosphärischen Einstellungen aufwarten, siehe unten. Synthesizermusik und ein Gitarrenthema machen den 80s-Vibe komplett.

Insgesamt: The Big Heat ist zügige, nie langweilige Bloodshed-Routine mit total sicken Shootouts, und darum für Fans solcher Filme natürlich zu empfehlen. Am Ende bleibt aber der kleine, wehmütige Gedanke übrig, dass aus dem Film noch viel mehr hätte rausgeholt werden können, mehr Tiefe, mehr Persönlichkeit.. Ich gebe spontan Tsui Hark die Schuld. HAHAHAHAHA!

So, das war’s. Schalten sie morgen wieder ein, wenn es heißt: Penance kriegt auf’s Maul weil Pan’s Labyrinth geil ist, aka hoffentlich. Gute Nacht, Hong Kong! Ich liebe dich auch wenn ich dich nicht persönlich kenne.

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300

300 (USA 2007)

Um 480 v. Chr. stehen die Perser, angeführt von König Xerxes, vor den Toren Griechenlands. Ein persischer Bote bietet König Leonidas von den Spartanern die kampflose und friedliche Ergebung Spartas an. Doch dieser widersetzt sich und ruft so laut “THIS IS SPARTA”, dass der arme Bote sich erschrickt und zufällig in ein Loch fällt. Hihi. Daraufhin zieht Leonidas mit 300 Spartanern los, um die Perser aufzuhalten, obwohl er vom Senat und einem lustigen heiligen Orakel, dass aus hässlichen alten Inzest-Lustmolchen besteht nicht die Erlaubnis zum Krieg eingeholt hat. Verstärkung gibt es keine, die Übermacht der Perser scheint erdrückend, der Kampf aussichtslos…

Nun! Wer in den letzten 6 Monaten nicht völlig hinter dem Mond gelebt hat hat vermutlich auch den oder die Trailer zu 300 gesehen und war hoffentlich ganz entzückt angesichts der visuellen Pracht, die sich einem dort präsentiert. Und tatsächlich ist 300 zunächst einmal ein ganz schönes Fest für die Augen. Ein angemessenes Treatment, das den Flair des Originalcomics von Frank Miller so gut wie möglich einzufangen versucht. Letztendlich ist 300 auch ein unglaublich hohler und wichtigtuerischer Film, aber wer hat da schon etwas anderes erwartet? Nein, das ist nichtmal das Problem, was ich mit diesem Werk habe. Es wurde viel blutige Action versprochen, Sprüche, die angesichts ihrer Klischeehaftigkeit verhaftet werden sollten, glänzende Waschbrettbäuche, die kräftig Arsch treten. Der Traum eines jeden Mannes.

Alles das gibt es in 300 im Überfluss und eigentlich ist es doch super! Ich meine, mein Gott, wann haben wir diesen Grad an konsequent frauenfeindlicher, faschistischer, gewaltverherrlichender Albernheit denn das letzte Mal gesehen? (Ich glaube, damals hieß ihr prominentester Vertreter Chuck Norris.)

Und trotzdem fehlt mir an diesem Film etwas, was ich nur als “Seele” beschreiben kann. Eines dieser Wörter was schlaue Leute gerne in intellektuellen Filmreviews benutzen, aber wo keiner wirklich sagen kann, was es ist. Kann ich auch nicht, aber ich versuche nun zu beschreiben, warum ich von 300 enttäuscht bin. Denn wo man die ersten 10 Minuten noch über die Bilder staunen kann, gewöhnt man sich schon bald an sie und wenn das passiert, verliert der Film mit jeder weiteren Minute an Boden unter den Füßen, pardon, Sandalen. Statt edel wirken die Bilder auf Dauer eher steril, Kampfszenen sind nicht episch, sondern so schwerfällig wie die persischen Kampfnashörner. Das liegt nicht zuletzt an dem völligen Overuse an Zeitlupe. Ich meine, man sagt ja gerne, dass ein John Woo Film zu 50% aus Zeitlupen-Aufnahmen besteht, aber es ist dann ja eher symbolisch gemeint. ABER HIER STIMMT ES VERFICKT NOCHMAL. IN JEDER KAMPFSZENE: ZEITLUPE. DER HALBE GOTTVERFICKTE FILM IST IN ZEITLUPE. HALLO?????????? IRGENDWANN IST AUCH MAL GUT.

So. Hüstel. Diese Zeitlupe ist zwar hin und wieder ganz nett, aber bei diesem Ausmaß raubt sie den eigentlich extrem nice choreographierten Kampfszenen jegliche Dynamik. Sehr, sehr schade.

Tja, und ansonsten gibt’s halt auch sonst nicht mehr viele Gründe, sich diesen Film anzuschauen. Ein paar nice Weiber hier und da, die nicen, bizarren Designs der Perserrüstungen und Monster, aber bei mir kam schon nach 30 Minuten das Gefühl auf, ich hätte schon genug gesehen. Hier wurde bis in die letzte Ecke auf Ästhetik getrimmt, Regisseur Snyder stützt sich zu sehr auf die visuelle Komponente. Die Folge: Übersättigung, gar Langeweile. Der eher unnötige Subplot um Leonidas’ Frau, die zu Hause den Senat zu überzeugen versucht, Verstärkung zu schicken, hilft da auch nicht gerade. Ich fühlte auch nicht wirklich mit den 300 Spartanern mit, da fehlt es einfach an Dialog und Interaktion, die über bloße Sprücheklopferei hinausgeht.

Mit ein wenig Distanz betrachtet ist der Stil des Films natürlich beeindruckend und in gewisser Weise einzigartig – ich würde mich freuen, wenn eines Tages ein Regisseur in dieser Kategorie etwas besseres hervorbringt. 300 hingegen bleibt für mich ein künstliches, lebloses Experiment mit guten Ansätzen – aber kein ernstzunehmender Film. Dafür fehlt hier einfach…naja, der Film. Versteht mich nicht falsch: Ich will kein hochanspruchsvolles Arthouse-Kino. Aber selbst hirnlose Action kann man entweder gut machen, oder schlecht machen. Hier überwiegt leider Letzteres.

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Eat Drink Man Woman

Eat Drink Man Woman aka Yin Shi Nan Nu (Taiwan / USA, Ang Lee 1994)

Herr Chu ist seines Zeichens Vater dreier Töchter und Chefkoch in einem chinesischen Restaurant. Das er ganz langsam seinen Geschmack verliert, macht ihm das Leben mit seinen drei Töchtern, die er alleine großzog, da seine Frau vor 16 Jahren starb, nicht wirklich leichter. Im Gegenteil. Schwierig ist die momentane Situation, in der die jüngste der drei die Männerwelt draußen kennenlernt, die mittlere eine erfolgreiche Geschäftsfrau ist und die älteste wohl nie auszieht, weil sie sich um Vater kümmern muss. Der will das aber gar nicht so recht und freut sich, als eines Tages Frau Liang auftaucht. Die geschwätzige Mutter einer Freundin der ältesten Tochter.

Ja, das ist so grob die Story. Den kompletten Film über sehen wir weder Schießereien, noch Aliens oder sonstige Special Effects. Nein, wir sehen lediglich den Vater bei seinem persönlichen Dilemma, das er seinen Geschmack verlor. Die kleinste Tochter, wie sie den Typen einer Freundin wegschnappt. Die mittlere Tochter, die erfolgreich Karriere macht und geschäftlich nach Amsterdam soll. Und die älteste Tochter, die vor 9 Jahren von einem Typen verlassen wurde und seit dem nie wieder einen Mann hatte und somit andauernd zuhause ist und ihrem Vater hilft. Der hätte die Töchter allerdings gerne außer Haus und verheiratet, aber irgendwie scheint das nicht zu klappen. Oder doch? Erste Anzeichen machen sich breit, das die jüngste den Typen ihrer Freundin bald bumst, die mittlere wohl bald nach Amsterdam fliegt und die älteste hat sogar auch schon einen gefunden…

Nix neues also? Doch. xD Der Film wartet tatsächlich noch mit einigen Überraschungen und einem richtigen Twist am Ende des Films aus, der mich total überraschte und mich kurz zum Lachen brachte. Überhaupt ist der Film so geil gemacht, das er nie die Spannung verliert, auch wenn eigentlich gar nix wirklich abgeht gerade. Dafür verantwortlich sind bestimmt auch die genialen Schauspieler, die alle ihre Rolle so hervorragend spielen, das man teilweise erahnen kann, was sie denken. Die Dialoge, die Szenen in der Küche des Restaurants vor allem, das alles hat so einen komischen Charme, dem ich nicht widerstehen konnte. Das die mittlere Tochter zudem auch noch richtig sexy war, setzte dem ganzen noch die Krone auf. Viel Witz, subtiler Humor und der kranke Twist am Schluß machen Eat Drink Man Woman zu einem doch recht überraschenden Film. Ich kannte ja nur Crouching Tiger, Hidden Dragon von Ang Lee, welcher ja auch schon geil war. Wenn er mal wieder im TV läuft, unbedingt ansehen.

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Die Synchro ist übrigens durchaus gelungen. Vor allem die Stimme vom Freund des Vaters. xD

Diary

Diary (Hong Kong 2006, Oxide Pang)

Winnie Leung (Charlene Choi) ist zutiefst betrübt. Ihr Freund Seth Lau (Shawn Yue) hat sie einfach sitzen lassen. Er hat seine Sachen gepackt und ist abgehauen. Sie verkraftet seinen Abgang nicht. Da trifft sie auf der Straße Ray Fan, der ihrem Ex Seth zum Verwechseln ähnlich sieht. Erst verwechselt sie ihn nur mit Seth. Dann verfolgt sie ihn und fragt ihn: “Hast du einen Moment Zeit?”. Ray trifft sich mit ihr zuhause und merkt alsbald, das Winnie unberechenbar ist.

Als Pang Fan musste ich mir Diary natürlich trotz der überwiegend mittelmäßigen Reviews kaufen. Und sieht da, es ist auch ein überwiegend mittelmäßiger Film. Was nicht heißt, das er scheiße ist, oder die 12 EUR für die DVD nicht wert gewesen wäre. Im Gegenteil, ich hatte “Spaß” dabei und bereue es nicht. Was mich dann etwas verwunderte war die Tatsache, das er in mehreren Reviews als vorhersehbar galt und… naja ich fand das jetzt nicht so. Man macht sich so seine Gedanken, aber auf die Finale Lösung, die dann ab er 59 Minuten Marke auf mich einprasselte, kam ich vorher nicht. Eventuell bin ich wirklich einfach nur total verblödet?

Einziges Problem… der Twist hat nicht den Impact, den ich mir gewünscht hätte. Er ist überraschend, man wundert sich kurz und tjo. Das war’s dann auch schon. Gleiches gilt für die “Gruseleffekte” am Anfang, die eigentlich alle toll gemacht sind, mit der passenden Musik unterlegt und geil mit der Kamera eingefangen sind. Aber sie berühren einen nicht wirklich. Keine Ahnung, woran das liegt. Wäre ich selbst Filmstudent hätte ich darauf evtl. eine Antwort. Schade. Sad

Ansonsten ist der Film ein kurzweiliges Vergnügen, welches man sich ruhig mal anschauen kann, ohne gleich kotzen zu müssen (2 Fast 2 Furious). Besonders toll war mal wieder die Kameraarbeit (Alles voller Farbfilter) und die Musik. Typisch Pang Film eben. So richtig nice waren dann auch die sicken Effekte, die es da so während des Filmes gab. Mal knackste der Ton, mal wackelte das Bild und überhaupt… mitten im Film kamen einfach die Credits. Sehr flashig.

Alles in allem recht nice.

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Pan’s Labyrinth

Pan’s Labyrinth aka El Laberinto del Fauno (Mexiko, Spanien, USA 2007, Guillermo del Toro)

Spanien 1944 – Ofelia kommt mit Ihrer Mutter in einer ländlichen Armeestellung des Hauptmanns Vidal an. Er kämpft dort für Diktator Franco gegen aufständische Rebellen. Wärend draußen der Krieg herrscht, verliert sich die kleine Ofelia in Märchenbüchern und träumt von anderen Welten. Als ihr ein Faun begegnet und ihr erzählt, sie sei eine wiedergeborene Prinzessin, packt sie die Neugier und so macht sie sich auf in Pan’s Labyrint. Oder so.


Kein Kinderfilm.

Pan’s Labyrinth überraschte mich etwas. Die Geschichte kommt nur zäh in Fahrt und die Wechsel zwischen realer Welt und Fantasysetting wollen so gar nicht zusammen passen und stets hat man den Eindruck, zwei verschiedene Filme zu sehen. Auf der einen Seite ein Drama in Kriegssetting, das gnadenlos und ungeniert das Grauen des Krieges und somit der realen Welt zeigt und auf der anderen Seite das Fantasysetting der Märchenwelt um Pan’s Labyrinth, das Ofelia gerne wieder als Prinzessin hätte. Die eigentliche Überraschung kam dann in Form von Gewalt. Gnadenlos werden hier Gesichter zertrümmert, zerschnitten, zerschossen und die Kamera… die hält einfach drauf. Das ist kein Kinderfilm?! So sieht man ab der zweiten Hälfte überwiegend die Geschehnisse in der Armeestellung und weniger Fantasyelemente. Und genau da merkte ich, dass ich mittlerweile die Story der Armeestellung interessanter fand als das Fantasysetting, welches am Anfang des Filmes eher meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Gut, das dann am Schluss doch noch beide Handlungsstränge nach und nach immer mehr miteinander zu tun bekamen und ich somit nicht das Gefühl hatte, die erste Hälfte des Films wäre unnötig gewesen.

Also schon krass. Die Kameraarbeit war mir anfangs etwas zu dunkel, da man überwiegend nur Schwarz sieht, aber die Einstellungen in den Fantasysettings entschädigen dann schnell wieder. Alles sieht schön auf dem Boden geblieben und nicht so abgehoben und glanzvoll aus, wie in manch anderem Film. Dazu kommt, das alles so eine morbide Stimmung hat. Das sah einfach nice aus. Schade, das die Fantasywelt ziemlich vorhersehbar war (“Du darfst NICHTS essen und trinken! NICHTS!” Und was macht die kleine Hure? Sie isst natürlich etwas… typisch und imho total unnötig.) und der Film etwas langsam in Fahrt kommt. Dafür entschädigt das Ende dann.

Zur Gewallt sei noch zu sagen, das sie – imho – bewusst so drastisch gezeigt wird um die reale Welt eben noch realer aussehen zu lassen und gleich mal dem Zuschauer klar zu machen “Ey, das ist kein Kinderfilm. Nimm die Geschichte ruhig ernst..”. Die erste Szene fand ich anfangs etwas unnötig, aber schon ab der zweiten merkte ich, das sie wohl unumgänglich sind. Und gut sind.

Ich kauf mir wohl die 25 USD Korea DVD?!

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As Tears Go By

As Tears Go By (Hong Kong 1988, Wong Kar-Wai)

Wah (Andy Lau), seines Zeichens ein anerkanntes Triadenmitglied, bekommt einen Anruf seiner Tante. Sie schickte seine kleine Cousine (Maggy Cheung) nach Kowloon, weil sie nur dort die für Ihre momentane Erkrankung so wichtige Medizin bekommt. Wah freundet sich nur langsam mit ihr an, denn er muss immer wieder auf seinen hitzköpfigen “kleinen Bruder” Fly (Jacky Cheung) aufpassen, der dauernd nur Ärger macht. Als er eines Tages einen Schritt zu weit geht, versucht Wah das Schlimmste zu verhindern und Fly zu überreden mit ihm und seiner Cousine Ah-Ngor nach Lantau Island zu gehen.

Martin Scorsese lässt grüßen. “As Tears Go By” ist “Mean Streets” in Hong Kong und Jacky Cheung ganz klar der Hitzkopf den Robert De Niro in Scorseses Film verkörpert. Aber wer “Mean Streets” schon sah sollte keinesfalls denken, das er “As Tears Go By” nun nicht mehr anschauen müsste. Wong Kar-Wai drückte der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel auf, schmiss noch eine Romanze mit rein und fertig ist ein eigenständiger Film. Zwar (manche sagen “Gott sei dank”) noch nicht so ausgeprägt wie in seinen späteren Werken, aber gerade das macht den Film ja auch offener für ein breiteres Publikum. Es ist einfach Mainstream Bloodshed. Die Actionszenen sind teilweise stilisiert aber im Gegensatz zu Wong Kar-Wais späteren Werken gibt’s hier Dialoge, ein hohes Tempo und eben Action.

Für einen Wong Kar-Wai Film fällt natürlich das Fehlen Christopher Doyles irgendwie als erstes auf. Das ist zwar schade, aber nicht wirklich tragisch. Die Bilder (Sickerweise gefilmt von Infernal Affairs Regisseur Andrew Lau Wai-Keung, der kurze Zeit später auch Ringo Lams “City On Fire” filmte!?) sind stylish genug um zu gefallen und oft finden wir Andy Lau und Jacky Cheung nur in dunklen, lediglich von roten oder blauen Neonröhren erhellten Räumen wieder. Und der ganze 80′er Flair, der sich vor allem in Klamotten und Musik wieder spiegelt, wirkt hier nicht billig (Hallo Full Contact LOLZ!!!11) sondern ganz und gar symphatisch. Gewusst wie.

In vielen Reviews wurde sich beschwert, dass der Film lediglich eine “Kopie” oder maximal ein “Mix” anderer Bloodshedfilme ist, die es damals so zahlreich im Kino gab. Ich dachte mir: “Ehm.. Ja und???” Solange sie so nice sind und Hong Kong DVDs zwischen 5 und 15 EUR kosten, ist mir das doch scheißegal. Der Film ist einfach nice, ob Andy Lau, die cantonesische Coverversion von “Take My Breath” away, die 80′er oder die nicen Actionszenen. Alles hab’ ich schonmal gesehen, aber das ist mir doch irgendwo egal, wenn ein Film trotzdem gut gemacht ist und mich nicht zu Tode langweilt. Hardcorefans von Wong Kar-Wai (Solche mit Zigarre im Mundwinkel und Hornbrille oder einer Anstellung als Prof. an irgendeiner Uni) sind evtl. etwas enttäuscht von seinem Regiedebut, aber Fans von Ringo Lam oder generell Bloodshedfilmen sollten ruhig mal ein Auge drauf werfen. Es ist einfach ein guter Film ~_???

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The Departed

The Departed

Tjo. Es ist zwar eine ganz schöne Weile her, seit ich Infernal Affairs zuletzt sah, aber…The Departed ist leider einfach der bessere Film. Natürlich sind sie nicht genau gleich und das Remake ist nicht 1:1 dem Original empfunden, aber im Groben doch vom Handlungsablauf ähnlich, Scorsese zitiert hier und da gar ein paar Szenen direkt, manchmal besser, manchmal schlechter. Insgesamt aber gelingt es ihm, die Charaktere und ihre Motive gelungener und mit mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit darzustellen. Das tut er auf Kosten der Länge des Films, der sich im Vergleich zum Original um ein gutes zusätzliches Stück aufbläht. Keine Frage: Infernal Affairs ist daher die weitaus elegantere Inszenierung, die schneller auf den Punkt kommt und bei dem die Spannung konsequenter oben gehalten wird.

Scorsese hingegen setzt auf die Entwicklung von Persönlichkeiten und – was letztendlich seinen Film meiner Meinung nach überlegen macht – geht am Ende, was Zynik und Konsequenz betrifft, einen wohltuenden Schritt weiter. Das ist meine persönliche Meinung und ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leute anders denken werden. Aber ich war ohnehin noch nie ein so großer Fan vom Original. Ein guter Film war es, keine Frage, aber trotzdem hat zum Meisterwerk etwas gefehlt, und das war bei The Departed eben dabei. Zu recht gewann Scorsese hiermit endlich den Oscar.

Der einzige bittere Beigeschmack: Es ist natürlich nach wie vor sehr, sehr Schade, ja beinahe unverschämt, dass die Originalvorlage während der Opening Credits keinerlei Erwähnung findet (vermutlich ist das irgendwo in den Schlusscredits begraben, aber das schaut sich ja keiner an). Auch sonst wurde bei der Promotion des Films scheinbar jeder Versuch unternommen, davon abzulenken, dass The Departed ein Remake ist. Dass während der Oscarverleihung dann noch behauptet wurde, das Original stamme aus Japan, bis die Moderation von Scorsese gnädigerweise korrigiert wurde, setzt dem ganzen natürlich noch die widerliche Krone der Ignoranz auf.

Aber wenn man einmal davon absieht, haben wir hier einfach ein großartiges Stück Hollywoodkino. Sogar Leonardo DiCaprio und Matt Dillon kotzten mich nicht an, obwohl ich sie sonst hasse wie die Pest. So. Jetzt könnt ihr mich schlagen.

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Curse Of The Golden Flower

Curse Of The Golden Flower (China 2006, Zhang Yimou)

Tjo, die Königin leidet an Anemie und bekommt schon jahre lang Medizin dagegen. Seit ein paar Tagen lässt der König auch schwarzen Fungus dazu mischen, der, 10 Tage kontinuierlich angewandt, jeden in einen geistig behinderten verwandelt. Tjo, der König mag die Königin wohl nicht und trauert noch einer hinterher, die er mal vor 35253 Jahren kannte. Keine Ahnung. Dann gibt’s noch 3 lame Söhne, wovon einer eine Affäre mit seiner Mutter hat (Die ja nicht seine leibliche ist, wohlbemerkt) und der andere irgendwo in Kriegen kämpfte. Tjo, so plant die Königin also eine Rebellion gegen den König. Nur ein Sohn hilft ihr.

Der Film ist, wie man anhand des Trailers schon vermuten konnte, visuell eine wahre Pracht. Jede x-beliebige Einstellung könnte man sofort als Poster ausdrucken und es sähe hurengeil aus an der Wand. Dabei sind die Farben überwiegend im Bereich “Gold” sowie “grell lila” einzustufen. Das kann auf Dauer schon etwas zuviel des Guten sein, aber dafür gibt’s ja zwischendurch auch mal Szenen außer Haus. Zwar wenige, aber immerhin.

 Die Musik klingt mit ihren choralen Gesängen fast schon etwas klischeehaft und kann diesesmal nicht ganz überzeugen. Da fand ich die Musik von Hero oder House Of Flying Daggers viel viel eindringlicher.

Bleibt noch der Film ansich. Tjo, der suckte leider. Also irgendwie war fast alles langweilig. Es gibt drei bis vier kurze Kampfszenen, die einfach genial aussehen und alles andere als langweilig sind, dafür gibt’s zwischen diesen Kampfszenen viel zu viel Gelabere. Langweiliges Gelabere. Langsames Gelabere. Unnötiges Gelabere. Man sieht überwiegend Gesichter in Großaufnahme und hoch geschnürte Titten. Titten sind ja ansich nicht schlecht, aber nichtmal die können helfen und man schaut unweigerlich des öfteren auf die Uhr.

Dabei kann man mir auch nicht vorwerfen, die Geschichte nicht verstanden zu haben. Die mag am Anfang etwas weird erscheinen, aber wird durch unzählige Wiederholungen auch für den dümmsten aller dummen schön vorbereitet und der Schluss war einfach unbefriedigend. Überhaupt alles, was die Charaktere in diesem Film tun.

Visuell aber ziemlich beeindruckend. :-)

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