Breaking News

Breaking News (Hong Kong 2004, Johnnie To)

Detective Cheung ist auf der Spur einer kriminellen Bande von Festland Chinesen. Leider scheitert die Operation schon im Vorfeld, weil zwei uneingeweihte Polizeibeamte das Auto der Gangster kontrollieren wollen. Es kommt zu einer wilden Schießerei. Bei der Verfolgung der Gangster werden etliche Beamte erschossen und zufällig vom Fernsehen, welches eigentlich gerade bei einem Verkehrsunfall war, dabei gefilmt. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Hong Konger Polizei ist nun natürlich im Eimer. Mittlerweile haben die Gangster sich in einem großen Hochhaus verschanzt und drei Geiseln genommen. Das OCB wird auf den Fall angesetzt und man entschließt sich das Vertrauen der Bürger wieder zu gewinnen. Durch eine Liveübertragung der Operation. Natürlich läuft nicht alles nach Plan und auch die Gangster wissen die Medien für sich zu nutzen und so kommt es zu einem Katz und Maus Spiel.


(Links: Richie Ren ist cool. | Rechts: Und Lam Suet ist süß.)

Die erste und auch gleich beste Szene im Film zeigt die fehlgeschlagene Operation der Polizei. Und das in einem Take. Kein Schnitt, keine Tricks, kein nix. 8 Minuten lang zeigt Johnnie To die Vorbereitungen der Gangster, den Funkverkehr der Polizei und die anschließende Schießerei. Dabei fährt die Kamera im Setting, einer Straße, die ganze Zeit in der Gegend rum, zeigt die jeweils wichtigen Momente der Szene und offenbart gleich die erste Schwäche im Film. Die Schießereien. Diese wirken manchmal einfach zu krass unrealistisch, da sich hier oft Polizei und Gangster direkt gegenüber stehen und auf ca. 5 meter nicht mit ihrer Waffe treffen. Da bringt es auch nichts, wenn sie eher realistisch inszeniert sind. Es ist manchmal einfach etwas lächerlich. Da kniet der Badguy direkt vor einem Polizeiwagen, ohne jegliche Deckung und wird nicht getroffen.

Nun. Ansonsten haben wir eine durchaus Spannende Geschichte, die zu unterhalten weiß und mit der Zutat Kritik an den Medien auch genug Abwechslung zu bieten hat im Gangster vs. Cops Allerlei. Besonders die Mitte, in der die Gangster sich im Haus in einer Wohnung mit dem süßen Lam Suet verschanzen, hat mir sehr gut gefallen. Lam Suet ist mal wieder einer der geilsten im ganzen Film und spielt gewohnt hervorragend einen eher ängstlichen Vater zweier Kinder. Nick Cheung suckt irgendwie Ärsche, da er eigentlich fast nichts macht und immer den gleichen Gesichtsausdruck hat, aber dafür retten Richie Ren und Kelly Chen den Film wieder. Gerade Richie Ren findet eine gute Mischung aus unbarmherzigen Gangster und Mensch. Ansonsten gibt’s keine tiefgründigeren Characterportraits. Zwar treffen Richie Ren und seine Bande auf zwei weitere Gangster (Welche immerhin Grund für eine der besten Szenen im Film liefern. Stichwort: Kochen), die sich in dem Haus aufhielten, aber diese hätte man imho auch weg lassen können. Und Kelly Chen ist einfach sexy und sollte allein dafür jedes Jahr einen Oscar bekommen. Ansonsten ist sie einfach eine ehrgeizige Polizistin, die andere Kollegen auch mal schön zur Sau machen kann. Ach ja und sie hat einen Silberblick. Geil.

 
(Links: Nick Cheung sieht immer gleich aus und sein Kollege furzt manchmal. | Rechts: Hier wird leider nicht gefickt sondern Kelly Chen (mit geilem Silberblick!) nur die Waffe entwendet.)

Von der handwerklichen Seite her ist mal wieder alles recht perfekt (Auch wenn ich mich da nicht so auskenne). Johnnie To eben. Die Kameraeinstellungen sehen geil aus, die 8-minütige Szene 1 habe ich schon erwähnt und dann gab’s da noch eine geile Szene mit einer Schießerei in einem Fahrstuhlschacht. Das sah einfach geil aus. Negativ fiel mir nur ein unnötiger Special Effect auf (Explosion im Wohnhaus. Der austretende Rauch ist computer animiert, obwohl ein paar Szenen vorher eine ähnliche Szene zu sehen war, mit richtigem Rauch?!) und das der Subplot mit den Medien eher unspektakulär ist. Es wird nur ansatzweise am Thema Medien und ihre Macht gekratzt und nichtmal eine richtige Aussage getroffen. Nicht gerade Johnnie Tos Bestleistung aber anschauen sollte man ihn auf jeden Fall. Schon allein wegen Kelly Chens Silberblick.

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Trailer:
http://www.breakingnews-lefilm.com/

Arrest The Restless

Arrest The Restless Hong Kong 1992

Lam (Charles Heung) ist ein ehrlicher Cop. Bei der Aufklärung eines Mordfalls, in dem der Sohn eines mächtigen und reichen Mannes als Täter ermittelt wird, lehnt er eine Bestechung ab. Er wird zur Juvenile Section versetzt, offiziell ein Teil der Polizei die sich mit Ermittlungen gegen Jugendbanden beschäftigt aber eigentlich nur der Abstellplatz für die größten Idioten in der Polizei. Auf der anderen Seite des Gesetzes steht Teddy (Leslie Cheung), Anführer einer Jugendgang. Eines Tages kreuzen sich die Pfade Lams und Teddys.

Tjo. Erstmal ist an dem Film ganz schön das er das 60s-Setting konsequent rüberbringt und beibehält. Leslie Cheung ist sehr charismatisch und Charles Heung auch aber irgendwie passiert einfach nicht viel. Man sieht wie Teddy sich in ein Mädel verliebt und dann gibt es auch noch den bösen Triadensohn Sam der auch am Anfang für den Mord verantwortlich war. Lam hilft ihm früher oder später auch. Einzig das Ende wird dann wieder actionreicher, ansonsten ist dieses schöne Setting irgendwie verschwendet worden, denn Teddy tut den ganzen Tag nix anderes als sich mit seiner spielsüchtigen Mutter streiten und Lam ärgert sich mit seinen Kollegen rum. In einem kleinen Cameo gibt’s Regisseur Fruit Chan als Polizist Whiz zu sehen, der für den kleinen Comedyteil des Films sorgt.

Ach ka. Vielleicht muss ich nochmal schauen und wäre das schöne Ende nicht gewesen würde ich sogar noch einen weiteren Pen abziehen. Arrest The Restless ist einfach viel zu unauffällig und langweilig. So. Schade drum. ~_~

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Resurrection Of The Golden Wolf

Resurrection Of The Golden Wolf Japan 1979

Asakura (Yusaku Matsuda) ist ein einfacher Bankangestellter, der nicht viel verdient und immer sehr gehorsam ist. Doch er hat auch eine andere Seite: Wenn er nicht zur Arbeit geht, verwandelt er sich in einen geldraubenden, drogendealenden Badass, der Schrecken jedes…normalen Menschen. Mit allen Mitteln versucht er, die Firma für die er arbeitet eines Tages zu übernehmen.

Resurrection Of The Golden Wolf ist ein seltsamer Film. Die ersten 40 Minuten ist man vom Bild- und Musikstrudel völlig erfasst. Cool wie ein Schweinehund zieht Asakura mit Sonnenbrille und 70s-Frisur durch die Straßen, fährt einen dicken Sportwagen, schießt Gangsterbosse zusammen, klaut Geld, macht Frauen heroinabhängig und bumst sie dann, spielt Firmenbosse gegeneinander aus. Dann ist er am nächsten Tag einfach wieder der brave Angestellte. Richtig Sinn ergibt das zwar nicht, aber scheiße, es macht Spaß. Zu keinem Zeitpunkt steht die Kamera still, immer in Bewegung, unterstützt von einem supergeilen Soundtrack, eine Mischung aus funkigen Siebziger-Beats und JPop.

So hätte der Film bleiben müssen. In 80 Minuten. Mehr hätte er gar nicht gebraucht. Doch dann entscheidet sich Regisseur Toru Murakawa aus einem unerfindlichen Grund dazu, alles in Richtung Drama zu hieven. Auf unnötige Weise verkompliziert er im 2. Drittel des Filmes die Story, bei der es Asakura durch eine Reihe Intrigen und Erpressungen gelingt, tatsächlich vom kleinen Bankangestellten ganz an die Spitze der Firma zu gelangen. Dies spielt sich in zahllosen, zu langen Szenen ab in denen viel geredet wird. Laaaangsam. Viel zu laaangsam. Keine Ballereien mehr, nur kleine Machtspielchen. Man kapiert irgendwann nicht mehr, wer hier eigentlich wen zu hintergehen versucht. Dazu noch einen Liebes-Subplot, und zuviel ist zuviel. Man hofft: “Gut, hoffentlich gibt’s am Ende wenigstens noch eine dicke Ballerei!” aber nein. Völlig antiklimaktisch endet der Film, und obwohl das Ende gar nicht mal schlecht gemacht ist – einer Frau gelingt das, was tausend Gangster Asakura nicht anzutun vermochten – aber es fehlt was. Man vermisst den Drive des ersten Drittels. Wirklich, wirklich schade.

Der Film ist natürlich nicht schlecht. Im Gegenteil. Hauptdarsteller Yusaku Matsuda ist perfekt gemacht für diese Rolle, ein muskulöser, dunkelhäutiger Typ, der nur eine Perücke und Brille aufsetzen braucht um wieder wie ein harmloser Taugenichts auszusehen. Ebenfalls sehr charismatisch in einer Nebenrolle: Sonny Chiba. Keine Frage, die Schauspielleistungen sind gut, die Bilder klasse, die Musik über jeden Zweifel erhaben, da wünscht man sich einmal das so ein Film einfach nicht mehr sein soll als Action, Titten und dicke Autos (Verfickt nochmal, in den ersten 40 Minuten ist er das auch, und macht seine Sache verdammt gut), dann geht jemand hin und macht es unnötigerweise viel zu abgehoben. Nach 130 Minuten hat sich der Film einfach wie ein Teppich ausgerollt, am Ende steht kein großer Knall mehr, gar nichts. Es ist ärgerlich.

Und doch hat Golden Wolf in mir das Bedürfnis ausgelöst, mehr in der japanischen Seventies-Schatzkiste rumzugraben. Da gibt’s wohl noch viel zu holen, von Toei’s Pinky Violence Filmen bis zu frühen Seijun Suzuki-Werken. Denn zieht man in Betracht, dass ich an dieses Werk mit so gut wie gar keinen Erwartungen ging, bin ich extremst überrascht, was für eine inszenatorische Qualität festzustellen war. Ich bin gespannt, was sich noch finden wird.

Auch überrascht war ich von der IVL-DVD die den Film einfach nahezu perfekt präsentiert. Die Farben sind etwas blass, doch der Ton klingt wie von heute, das Bild ohne Beschädigungen oder Verschmutzungen. Wenn ich mir überlege, wie die Italiener zu der Zeit teilweise mit ihren Prints umgegangen sind, muss ich ein großes Lob aussprechen.

Wertung ist jetzt schwierig. Die ersten 40 Min. sind einfach der schiere Hammer. Dann kommt nur noch wenig spannendes, das aber alles andere als schlecht gemacht ist. Hm. Sagen wir, sehr gute 3 Penen. ~_~

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Re-Cycle

Re-Cycle (Hong Kong 2006, Pang Brothers)

Ting-Yin ist eine erfolgreiche, sehr süß anzusehende Schriftstellerin in Hong Kong. Gerade erst hat sie ihre dreiteilige Liebesgeschichte “My Love” fertiggestellt und die Kritiker sind restlos begeistert und der erste Teil wurde schon verfilmt. Klar, das nun jede Menge Druck auf Ihr lastet, denn sie will ihre Kritiker natürlich nicht enttäuschen und ihr Kollege / Freund hat ausversehen schon das neue Buch angekündigt sowie dessen Namen verraten. “The Re-Cycle”. Nun steht sie unter Druck wieder ein hervorragendes Buch abzuliefern. Die Ideen lassen aber leider noch auf sich warten. Da spürt sich jemanden in ihrer Wohnung…

Der Plot hat es nicht leicht in diesem Film. Mit seiner Alternativwelt, in der alles Vergessene und Weggeworfene landet, hat der Plot tatsächlich das Zeug dazu ein Fantasyfilm mit Aussage zu werden. Aber zu stark sind die Bilder und zu wenig Raum wird ihm gelassen. Dabei könnte er soviel mehr zeigen. So viel mehr sein. Mir kam es regelrecht so vor, als müsste er immer pausieren, wenn gerade CGI im Bild zu sehen ist. Die ersten 30 bis 40 Minuten ist alles ok und dann kommt erstmal weitere 50 Minuten CGI Geballer. Dann, am Ende des Films, darf er kurz zeigen, was er eigentlich drauf hat.

Schade, hätte nicht sollen sein. Ich fand den Film fast schon langweilig. Der Anfang ist so toll, macht Lust auf mehr. Zeigt tolle Bilder in der Wohnung Ting-Yins und bläst einem die gewohnt gruselige bis bombastische Pang Musik um die Ohren. Aber dann… dann findet sich Ting-Yin in dieser Welt wieder. Man weiß nichtmal recht wie und warum und hat auch keine Zeit großartig darüber nachzudenken, da einfach viel zu viel CGI im Bild ist. Das Gezeigte sieht (bis auf zwei drei Ausnahmen) alles hervorragend aus, keine Frage. Aber der ganze Aufenthalt in dieser Welt (Und das ist immerhin der Mainpart des Filmes) kam mir eher wie ein Adventure vor. Die Orte wie Räume. Und die Hauptaufgabe, den Ausgang zu finden, schafft man natürlich nur, wenn man weiß, wie man diese Räume durchquert. Das passt eher zu einem Spiel, als zu einem Film.

Dann kommt allerdings das Ende und das kann den Film fast noch retten. Erst recht im Nachhinein wird einem dann einiges klar und der ganze Film macht plötzlich mehr Sinn als erwartet. Voraussetzung ist, das man sich noch dafür interessiert und nicht eingeschlafen ist. Evtl. muss man die Lösung sogar im Internet nachschlagen, aber es lohnt sich.

Mein Fazit wäre somit: Gewohnt viele hervorragende Visuals von den Pang Brüdern, aber leider ist die Alternativwelt als Filmelement missglückt. Ein erneutes Anschauen würde mir schwer fallen. Trotzdem eine klar Empfehlung für alle Fans der Pang Brüder, die selbigen auch gern mal das ein oder andere Missgeschick verzeihen, weil sie einem stets geile Musik zusammen mit geilen Bildern präsentieren. Und das reicht manchen ja schon. Hurra.

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Scarred Memory

Scarred Memory Hong Kong 1996

Ivy (Veronica Yip, in ihrer letzten Rolle bevor sie die HK-Filmwelt verließ) ist eine eigentlich glückliche Doktorin in einem Hong Konger Krankenhaus. Vor 2 Monaten jedoch wurde sie von einem Mann vergewaltigt, was sie bis heute vergeblich zu verdrängen versucht.
Eines Tages erwischt sie auch noch ihren Geliebten, wie er sie mit einer Krankenschwester betrügt. Immer noch geschockt und traumatisiert passiert ihr am selben Tag eine Fahrlässigkeit, als ein verletzter Gangster, Lung (Simon Yam) in die Notaufnahme kommt. In Folge dessen verschlimmert sich sein Zustand, er fällt ins Koma.
Ivy schmeißt die Arbeit hin und zieht nach Macau, um das Geschehene zu vergessen. Inzwischent kommt Lung mit schwerem Gedächtnisverlust und geistiger Umnachtung zu sich. Ivy trifft ihn zufällig, und beginnt sich um ihn zu kümmern. Sie freunden sich an und es entwickelt sich sogar eine Liebesbeziehung. Dabei hat Lung trotz seiner Harmlosigkeit einige düstere Geheimnisse – und nur eins davon ist seine Triadenvergangenheit…

Das ist also Scarred Memory. Auch Regisseur Raymond Leung, zuvor für Sleazeattacken wie Angel verantwortlich, hat sich scheinbar nach dieser Arbeit aus dem Business zurückgezogen. Was schade ist, denn hier haben wir einen beachtlichen Mix aus Liebesdrama und Psychothriller vor uns. Gespickt mit vielen Flashbacks erfährt der Zuschauer erst langsam die Details über die Vergewaltigungsnacht sowie die Vergangenheit Lungs. Ich nehme an, sein CAT III-Rating hat der Film auch wegen der (doch für westliche Verhältnisse vergleichsweise harmlosen) Vergewaltigungsszene.
Wer nicht gerade völlig verblödet ist (Hi Max!), sollte jetzt eigentlich leicht ahnen können, auf welchen Twist die Story hinarbeitet. Wenn nicht, Achtung Spoiler…

Es war natürlich Lung, der Ivy damals vergewaltigte. Das Thema des Films daher: Kann Liebe die Menschen vergessen lassen? Ivy merkt zuerst, dass Lung es war, trotzdem hält sie an ihm fest. Tatsächlich ist er ein völlig anderer Mensch als damals geworden, will ein ehrliches Leben zusammen mit Ivy beginnen. Nach und nach beginnt aber auch Lung sich an seine Vergangenheit zu erinnern und auch sein Geisteszustand wird klarer.
Das kleine Problem des Films ist jetzt: IMHO entsteht dieser Gewissenskonflikt viel zu spät. Erst so nach ca. über einer Stunde wird Ivy klar, dass Lung sie vergewaltigt hat. Darum wird dieser, eigentlich wichtigste Aspekt des ganzen Films etwas zu kurz und oberflächlich behandelt. Immerhin sehen wir vorher, wie gut die beiden sich anfreunden und können ihr Handeln besser nachvollziehen.

Ansonsten ist Scarred Memory äußerst kompetent inszeniert. Zwar wird Leung die leicht billige Sleaze-Atmosphäre nie wirklich los, doch die vielen, die sonst unauffällige Dramatik durchbrechenden Flashbacks machen es dem Zuschauer immer wieder sehr ungemütlich und heben den Film kilometerweit aus der Masse quietschiger CATIII-Bumsfilmchen heraus. Raymond Leung schafft tolle Kontraste zwischen der sonnigen Idylle Macaus und den düsteren Bildern direkt aus den Gedächtnissen der Charaktere. Die (Synthesizer-)Musik ist recht stimmungsvoll und tritt in den wichtigsten Szenen positiv in Erscheinung. Etwas übertrieben hat es Leung dann schließlich mit dem Ende, das – bei objektiver Betrachtung – zusehr in Richtung Triadenfilm schielt und den Pathosregler auf Maximum dreht. Für sich genommen handelt es sich jedoch um die beste Szene im Film – phantastisch, gar poetisch greifen hier klassische Musik (Ich komm grad nicht drauf, was es ist, kennt aber jeder – wir reden hier von einer Originalorchesteraufnahme!), die tolle Schauspielleistung Simon Yams und zeitlupengestütze Bilder ineinander, um den Film zu einem tragischen, konsequenten Schluss zu bringen. Wäre es Leung möglich gewesen, den ganzen Film auf dieses Niveau zu hieven, hätten wir wohl beinahe von einem Meisterwerk sprechen können.

So bleibt Scarred Memory überdurchschnittlich gutes, charmantes Mittneunziger-HK Kino wie man es liebt. Wer seine Erwartungen nicht zu hochschraubt, hat viel Spaß mit diesem, zwischen allen Genrestühlen sitzenden Film.

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Full Contact (#1), Beast Cops, City On Fire

Munin, 10.03.2006

Full Contact

SO DICK!!! >:OOOOOOOOOOOOOOOOOO

Story? Chow Yun Fat ist der freundliche Liebhaber, der aber trotzdem ganz schön gemein sein kann, Simon Yam spielt einen schwulen Irren und Anthony Wong kriegt zuviel und würde am liebsten weinen gehen. Gemeinsam ballern sie alles um. Noch Fragen?

Total geil. Total geil gefilmt, total geile Effekte (Bulletcam! SO GEIL! Wohlgemerkt ist der Film von 1993), geil alle sterben, geile Musik, ein paar sehr lustige Sprüche und generell sehr kreative Shootouts. Perfekt! Und im Gegensatz zu einem gewissen Machwerk eines bekannteren Regisseurs macht diese Mischung sogar SPASS.

JA GANZ RECHT JOHN WOO DU FETTE KRÖTE!!! HIER KANNST DU DIR MAL DICK WAS ABSCHNEIDEN!!! GEH KACKEN, HARD BOILED!!! >:O

Auf der HKL-DVD befindet sich, wer bis dahin noch nicht gespratzt hat, eine 20-Minütige Featurette, wie die ganzen Einschusslöcher und Blutspratzer etc. in HK Movies gemacht werden. Nichts allzu tiefgründiges aber sehr nice anzusehen!
Zudem 2 Interviews, beim einen weiß ich nicht mehr, mit wem, und das andere mit Simon Yam, der in süßem Broken English ein paar Anekdoten vom Film von sich gibt!!
Und dieses Rundum-Sorglos-Spratzen-Paket gibt es für gerade mal 9 EUR bei CD-Wow! Wer da nicht kauft, der ist eine bekackte Hure.

OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING!

 


Beast Cops

Tjo! Wieder so ein Film, der sich nicht so recht festlegen lässt. Zunächst ist festzustellen: Anthony Wong ist geil. Michael Wong ist natürlich Wichse, aber wenigstens nervt er nicht so. Also eh…eigentlich ist der Filmtitel viel reißerischer als der Film selbst, weil es eigentlich gar nicht um Cops so sehr geht und auch nichit um Ballereien sondern mehr um…Beziehungen. ~_~ Ist wirklich sehr schwer das irgendwie zusammenzufassen….aber er war auf jeden Fall sehr nice und auch ziemlich lustig. Hat mich von der Zusammensetzung (Anthony Wong ist ein Cop der es halt…mit dem Gesetz nicht ganz so genau nimmt und Michael Wong ist wirklich nur ein einfach freundlicher Polizist) etwas an Training Day erinnert, aber ohne gleich Selbstgefälligkeit und Pseudo-Tiefe in LKW-Ladungen zu ordern. Wobei dieser Vergleich auch wieder nicht so passt. Guckt einfach selbst, es lohnt sich! :-)

Auf der HKL-DVD gibt es wieder ein paar Interviews, ein’s mit dem erstaunlich schüchternen Regisseur Gordon Chan und ein total geiles mit Anthony Wong, haha so geil wie er irgendeine Poesiekacke am Anfang und Ende zitiert, und dann noch eins mit der cuten Stephanie Che deren weirde Frisur im Film ihre Cuteheit gar nicht so zur Geltung bringt.

INSGESAMT: Sehr nice und einfach irgendwie ein Wohlfühl-Film (~_??), bei dem es auch stellenweise zur Sache geht! HURRA!

OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING!Trans(en)pen

City On Fire

Warum ist fast alles, was Ringo Lam macht, geil? Bitte sagt es mir. Der Mann kriegt ja auch echt kaum Anerkennung so verhältnismäßig, im Westen, im Vergleich zu John Woo, der 2,3 gute Filme machte und dafür als Kinorevolutionär angepriesen wird!?City On Fire, war natürlich, auch sehr geil, wenn auch nicht so geil wie, etwa, Full Contact. Dafür zieht sich die erste Hälfte des Films einfach zu sehr hin und das Overacting von Chow Yun-Fat ist manchmal etwas derb, was aber zum generellen Oldskool-Feeling beiträgt, genau wie Danny Lee und die Musik, so typisch 80s verträumtes Saxophon/Synth-Zeug, vielleicht der Inbegriff von Kitsch für die einen aber ich fahr voll drauf ab.
Die Atmosphäre ist also somit sehr cool, dafür ist der Film für meinen Geschmack aber einfach etwas zu ruhig. Nicht, dass ich ständig überflüssige Ballereien erwarten würde, ich bin ja kein Hard Boiled-Fan aber etwas mehr…Bams. Ja. Bams. Hätte dem Film nicht geschadet.
Sehr geil ist dafür das Shootout am Ende, wovon sich angeblich Tarantino, die alte Hure, für Reservoir Dogs inspirieren ließ. Bzw. nicht so geil, weil Tarantino eine dumme Hure ist.

OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING! OH, I'M CUMMING!Trans(en)pen Trans(en)pen 

Full Contact (#2)

elend, 15.11.2006

Full Contact (Hong Kong 1992 – Ringo Lam)

Gou Fei ist Rausschmeißer in einem Nachtclub. Als er eines Tages den Drogenboss Hung und seine Bande verkloppte, weil sein Bruder Sam Sei ihm Geld schuldete, muss er in Deckung gehen, da Hung ihn nun dran kriegen will. Sam Sei kennt da jemanden und sie finden Unterschlupf bei den drei Verrückten Judge (Der schwule Boss), Psycho (Ein Muskelpaket) und Virgin (Eine Nymphomanin). Tjo, diese führen aber nix gutes im Schilde und stecken mit Hung unter einer Decke und verüben erstmal ein Attentat auf Gou Fei. Der entkommt, ist nun aber mächtig sauer, zumal ihn sein eigener Bruder anschoss. Was soll denn das? Völlig krank!

Ja. Öhm. Gut, die Story ist flach, aber das ist ja kein Problem. Das war die von Hard Boiled auch. Aber tjo. Hard Boiled hatte dafür auch Action satt!? Da kann Full Contact nicht wirklich mithalten. Wenn es mal Action zu sehen gibt, dann ist diese auch recht nice. Schön brutal, schnell und ohne Kompromisse. Einzig und allein die Bullettime am Schluß wurde etwas overused. Da hätte es eine einmalige Verwendung auch getan.

Tjo ansonsten ist Chow Yun-Fat natürlich mal wieder der geilste. Er ist mir einfach in jeder Rolle symphatisch und füllt alle seine Rollen fast schon automatisch mit eben jener Symphatie. Da kann Simon Yam nicht ganz mithalten, der mir in Filmen wie PTU oder Election eindeutig besser gefällt. Außerdem spielte er einen schwulen Gangsterboss. Das war einfach nur sick. Er hatte zeitweise Reizwäsche an!? Wtf.

Mir fiel auf, das der Film relativ wenig Musik hat und die, die man hörte, war dann einfach nur sicker Crap. Aber gut, das war nunmal in den 80ern einfach so. Moment, sagte ich 80er?

DER FILM IST VON 1992!!!

Was soll denn das? Völlig krank. Ich dachte die ganze Zeit, das das ein uralter Film ist und dachte mir schon: “Nunja, das entschuldigt die overall Lameness des Filmes etwas..” aber meine Güte, er ist ja von 1992. Checkt doch bitte mal A Better Tomorrow aus den 80ern. Der ist viel besser. Auch Hard Boiled (ebenfalls 1992) gefiel mir da weitaus besser. Denn wenn schon keine Story, dann bitte Action?! Irgendwie komm ich nicht drum rum ihm nur 3 Penen zu geben. Und diese auch nur wegen den tollen und relativ harten Actionszenen. Ein paar mehr hätten aber echt nicht geschadet.

Hard Boiled for the win!

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Hostage

elend, 11.11.2006

Hostage

Jack Tally ist Chefunterhändler (Heißt das nicht auch Negotiator?) der Polizei in Los Angeles. Nach einem missglückten Verhandlungsversuch bei einer Geiselnahme wird ein kleiner Junge und eine unschuldige Frau getötet. Jack Tally hat keinen Bock mehr und flüchtet in einen Schreibtischjob im Bristol Camino Police Department. Dort brechen dann eines Tages 3 Jugendliche in ein Haus des korrupten Buchhalters Smith ein und wollen sein Auto stehlen. Die Situation eskaliert und sie nehmen 3 Geiseln… Jack Tally denkt sich natürlich: “Are you crazy, what does it mean?” und gibt das Kommando ab, wird aber umgehend von Unbekannten, die seine Familie wiederrum als Geisel nahmen, dazu gezwungen die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Tjo. Eines der Hauptprobleme des Filmes sieht man gleich am Anfang. Die drei Geiselnehmer im Haus des reichen Buchhalters. Sie sind… 15 bis 18 Jahre alt?! Was soll denn das? Sie sind absolut nicht glaubwürdig als brutale Geiselnehmer. Sicher, so sollten sie teilweise auch nicht dargestellt werden, aber die Situation “Wir klauen eben mal ein Auto” zusammen mit der Geiselnahme kommt einem dann schon ziemlich unglaubwürdig vor.

Auf dem Filmposter ist zu lesen: “Wie weit würdest du gehen, um deine eigene Familie zu retten?”. Tjo. Schade, das diese Frage überhaupt nicht beantwortet wird in diesem Film. Man sieht Jack Tally, wie er ganz einfach versucht seinen Job zu machen. Man sieht weder Wut noch irgendwelche Dinge, die ein Mensch NICHT tun würde, wenn seine Familie nicht in Gefahr wäre.

Ansonsten war er ok. Im Fernsehen kann man ihn sich ruhig mal anschauen. Er fängt eigentlich gut an, wird dann aber leider zum Ende hin viel zu unglaubwürdig und theatralisch. Der ruhigste der 3 Geiselnehmer z. B. fängt an im Haus Feuer zu legen. Wie das dann in Szene gesetzt ist, ist ja fast schon lächerlich. Man sieht ihn durch lodernde Flammen gehen, mit blutverschmiertem Maul und “Ich bin so böse!”-Blick. Dann sieht er das Mädchen und sie sieht zufällig gerade aus, wie die heilige Maria (WTF?), weil sie sich ein nasses Handtuch um den Kopf wickelte. Wegen den Flammen. Tjo.

Also einfach viel zu unglaubwürdig und kitschig an manchen stellen und dann sieht man am Schluss nichtmal, was auf der DVD drauf war. Diese war der Hauptgrund für die Geiselnahme der Familie von Jack Tally. Und dann verbrennen sie einfach so im Haus und keinen interessiert es mehr.

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Oldboy

Penance, 13.11.2006

Ich sah ja jetzt, nach vielem Gehype und etlichen Reviews die alle positiv ohne Ende waren, endlich mal Old Boy.

Tjo.. zur Story muss ich ja nix sagen und die Kamera, das Bild, Sound, Musik.. eigentlich alles ganz normal. Nichts aussergewöhnlich tolles oder so. Aber die Leute lobten ja auch die Story, die so unglaublich sein soll und nachdenklich macht und sehr erschreckend ist und der Plot ist ja sowas von toll und ach..
..ich sag’ euch was die Story war. Sie war einfach nur ein Brocken Kot eines Hundes.

Sorry aber was ist denn an der Story bitte so toll? Ich hatte mir den Film ernster vorgestellt und wurde schon im “Intro” enttäuscht, wenn er wie ein bekloppter an der Tür rum macht. Sicher.. 3 Monate eingesperrt.. da flippt man schonmal aus. Aber die Szene wirkte halt lustig, sodass ich lachen musste. Und das war leider auch nicht die einzige Szene in der das passieren sollte. Es gibt so viele Szenen von denen ich überzeugt bin, dass sie gerade nicht lustig sein sollen aber ich konnte nicht anders. Wie der Hauptdarsteller manchmal glotzte oder sich bewegte war einfach nur witzig.
Ganz zu schweigen von der Tusse, die wohl einer Wunschvorstellung jedes Mannes entspricht, aka “Ich nehm’ Dir nicht übel, dass Du mich vergewaltigen wolltest, denn ich nahm Dich ja mit in meine Wohnung, nachdem ich Dich 5 Minuten kannte. ES TUT MIR SO LEID!!! Aber WENN wir es tuen, dann werde ich mich wehren und Du musst mich schon so halb vergewaltigen!!! =D”
Bescheuert. Wie soll man sowas ernst nehmen können?

Naja und schliesslich löst sich halt der Plot auf aka *SPOILER* ich sitze da und watche. Dann erfahre ich, wieso der Typ in 15 Jahre lang eingeschlossen hatte. Damit er also nach der Entlassung mit seiner Tochter fickt. Aha. Gut. Der Mann rastet total aus und weint und schluchzt und schneidet sich die Zunge ab und will wie ein Hündchen sein, wenn sie es nur nicht erfährt.. und ich denke mir einfach nur: “wtf??”
Also bitte.. dann hat er halt mit seiner Tochter gefickt (die btw. oberheiss aussieht). Na und? Gibt Schlimmeres. Das mag vielleicht für fromme katholische Priester oder Väter teilweise sehr schlimm sein aber mir war es doch einfach nur scheissegal. Baha.. der einzige Grund den ich gehabt hätte, ihr das nicht zu sagen, wäre, dass ich sie weiter hätte bamsen können. ~_~
Und dann drückt er den Knopf um den dings umzubringen und dann spielt halt aber einfach ein Tonband auf dem man hört wie er mit seiner Tochter schlief. Wow. Wie bedeutsam. Wie erschreckend. Wie langweilig.

Was ich damit sagen will:
WER HIER NICHT DER SELBEN MEINUNG IST, DER SOLL DOCH BITTE MAL SCHILDERN, WAS AN DEM FILM SO SUPERTOLL IST SEINER MEINUNG NACH!!! NICHT WIE BEI SOTC WO PHIL SEIT 235897 JAHREN MAL EIN REVIEW SCHREIBEN WOLLTE UND NUR RUMWEINT WIESO KEINER SEINE FILMREVIEWS KOMMENTIERT!!! >:O

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The Host

elend, 12.11.2006

The Host Südkorea 2006

Wenn man als Fan asiatischer Filme einen eben solchen im Kino schauen kann, noch bevor er auf DVD released ist, dann ist das schon etwas besonderes. Mein Kinobesuch war auch in der Tat etwas besonderes. Leider nicht nur wegen dem koreanischen Film The Host.

Review Kino:

Die Besonderheiten fangen schon an, bei der ca. 1-stündigen Hinfahrt in das Kino, da The Host natürlich nicht landesweit gezeigt wurde, sondern nur beim Asienfilmfest (Frankfurt, Bonn, München). Aber zuerst zu den positiven Besonderheiten. Es waren erstaunlich viele Leute da. Anfangs zählte ich 30, als der Film los ging und ca 50, als der Film zuende war. Es waren unter den Besuchern auch überraschend viele Koreaner. Ansonsten ist noch positiv zu erwähnen, das in meiner unmittelbaren Nähe niemand saß, der ein Bier trank oder lame Chips fraß.

Tja. Negativ fiel mir dann die andere Hälfte des Publikums auf. Alle, die nicht koreanischer Abstammung waren oder aus Ludwigshafen kamen, hatten anscheinend einen Dachschaden. Die Palette reichte von alter Herr mit noch älterer Dame, welche komischerweiße Koreanisch sprach, aber nicht so aussah. Langhaariger Typ, der ohne Freunde in’s Kino geht. Kurzhaariger Fettsack, der ohne Freunde in’s Kino geht. Bis zur… “Asien Filmfest Clique”. Oh man.

Der erste: Einfach nur fett, wie scheiße.
Der zweite: Häßlich, wie die Nacht.
Der dritte: Häßlich wie die Nacht, Schuppen und ganz offensichtlich der Anführer, denn er gab die Kommandos, laberte und teilte unterschwellig mit, wann gelacht werden durfte.
Der vierte: Bebrillter Herr mit Freundin.
Die fünfte: Häßliche Freundin.
Der sechste: Typ, der ohne Freunde in’s Kino geht, aber sich anscheinend schon beim ersten Film (Die hatten alle Festival Tickets und schauten ALLE Filme) mit der Clique anfreundete, allerdings trotzdem eine Reihe hinter ihnen saß.

Mit einem Sitz Abstand links von mir.

Oh man. Ich sag euch. Diese Leute waren krank und sind eine Schande für alle, die gerne Filme schauen. Sicher, es waren Fans. Sie kannten sich aus. Sie laberten vor Filmbeginn über ca. 3264 Filme. Von Hong Kong über Japan bis nach Korea. Aber leider hatten sie ganz offensichtlich ein Problem mit Humor. Sie lachten über ca. JEDEN ansatzweise lustigen Moment. Und sie lachten HEFTIG. Ich meine, der Film hatte seine lustigen Momente. Ich musste schmunzeln und zweimal lachen. Aber sie lachten ja über jeden gefickten Dreck. Und der Herr links von mir. Ihm reichte es anscheinend nicht total laut los zu lachen. Nein, er musste auch noch die Armlehne, sowie den Fußboden mit seiner Faust und seinem Fuß zerstören indem er beim Lachen ständig da drauf donnerte. Das ganze Kino vibrierte, wenn “Die Clique” lachte.

Zum KOTZEN, sag ich euch.

Aber nun zum Film. Den der lief ja neben dem abartigen Gelächter der Clique trotzdem weiter.

Review Film:

In einer US Militärbasis in Korea befiehlt ein US Offizier einem koreanischen Untergeordneten mehrere Liter Formaldehyd in den Han River zu kippen. Ein Jahr später schwimmt ein komischer Mutant im Fluß. Gang-du arbeitet dort in einem Kiosk und blah, seine Tochter wird natürlich von dem Monster mitgenommen und Gang-du hätte sie eigentlich gern wieder. Zusammen mit der kompletten Family kommen sie aber alsbald in Sicherheitsverwahrung, da man befürchtet, das sie mit dem Mutant in Kontakt kamen und nun einen Virus in sich tragen. Tjo, sie brechen aus und jagen das Monster.

So weit, so gut. Die Story, nichts neues. Das Monster, nichts neues. Einzig und allein der Humor in diesem Film ist erfrischend und vernichtend zugleich. Es ist einfach fast schon eine Komödie, anstatt ein Monster- oder gar Horrorfilm. Ich hatte damit teilweise sehr ein Problem. Abwechselnd sieht man lustige Szene, ernste Monsterszene, lustige Szene und am Schluss sogar beides. Jemand stirbt und in der selben Szene etwas lustiges. Das machte es mir sehr schwer in der Sterbeszene auch nur ansatzweise mitzufühlen. Und so, wie die gedreht war, sollte man das auch.

Tjo. Ansonsten war er immerhin nicht langweilig und wirklich lustig teilweise. Das Monster war auch toll animiert. Aber irgendwie fehlte mir da etwas. Die “social commentary” bekam ich erst gar nicht mit. Keine Ahnung, ob das zu unterschwellig für mich war. Evtl. hat es was mit der Regierung zu tun, die Giftgas gegen das Monster einsetzn will oder mit dem Obdachlosen Vater und seinem Sohn, die Essen klauen um zu überleben. War mir eigentlich auch egal, da man dauernd nur schmunzeln musste.

Und wenn man gerade schmunzelt, dann kann auch keine Spannung aufgebaut werden, finde ich. Somit war der Film nichtmal wirklich spannend. Einzig und allein der ein oder andere Tod überraschte und hielt einen noch im Sitz. Er war jetzt zwar nicht langweilig aber… ach… man kann ihn mal im TV schauen. Keine Ahnung. Irgendwie… ich würd mir jetzt keine DVD von ihm holen. Evtl. eine super dicke Edition mit lustigem Gimmick, aber… sonst… eher nicht.

Ich vergeb’ jetzt, nach dem etwas Zeit vergangen ist, trotzdem mal 3 Penen anstatt der ursprünglich geplanten 2 (!), da er als lustiger Monsterfilm eigentlich hervorragend funktioniert und ich wohl nur aufgrund des Hypes mal wieder etwas anderes oder gar zuviel erwartete.

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Trailer:
Koreanisch: http://youtube.com/watch?v=lSodY145Yyk
Englisch: http://youtube.com/watch?v=hJnq9sm4Zxk