Cave Story

CAVE STORY | 2004 | PC | STUDIO PIXEL

Nach dem unendlichen Generve von elend, schaute ich mir halt mal ‘Cave Story’ an. Ein Spiel, dass ganz toll sein soll, obwohl es von lediglich einem Menschen über 5 Jahre entwickelt wurde. Immerhin wurde es von verschiedenen Magazinen als das beste Freeware Spiel aller Zeiten gekürt und eine Wii-Ware Version soll Anfang 2009 verfügbar sein. Also kurz die eingeenglischte (??) Version installiert und nach kurzer Config gings auch schon los.

Story

Der Roboter Quote erwacht in einer Höhle und hat keiner Erinnerung daran, wie er hier her gekommen ist. Nach kurzer Zeit findet er ein kleines Dorf, in dem kleine, hasenähnliche Wesen hausen. Die Mimigas. Bald schon erkennt Quote jedoch das Problem: Ein böser Doktor füttert die Mimigas mit roten Blumen, die sie zu Bestien werden lassen. Er möchte natürlich die Weltherrschaft an sich reissen.

Kritik
Was einem bei ‘Cave Story’ sofort auffällt, ist die Grafik. Beim knappen Intro wird sofort klar, dass es sich hier nicht um irgendein hingeklatschtes Freeware Game handelt, sondern um ein überdachtes und mit Hingabe gestaltetes Projekt. Man erwacht in der Höhle und läuft umher, unterhält sich im Dorf, bekommt Items und lernt sich mit Waffengewalt gegen Kreaturen zu wehren.. All das läuft in einer Art ab, wie man sie sonst nur aus kommerziellen Spielen kennt und ich war etwas verdutzt. Eine Schande eigentlich von ‘Retro’ zu sprechen, ist das Spiel gerade mal 4 Jahre alt, aber es erinnert so stark an alte Zeiten aka 16Bit Games, dass ich diesem Spiel schon von vornherein meinen Tribut zollen muss. Und als ich dann zum ersten Mal ‘Balrog’ (den für mich interessantesten Charakter des Spiels) kennenlernte, wurde mir bewusst, dass es sich sogar um Charaktere mit.. Charakter handelt. Jetzt wurde ich neugierig.

Nachdem also klar ist um was es erstmal geht, läuft und hüpft man durch diverse Abschnitte der Welt, erledigt Gegner, spricht mit anderen Charakteren, löst Ereignisse aus.. ein typisches Action-Adventure eben. Das Spiel zeigt dann schnell, dass es sich spielerisch stark von anderer Freeware unterscheidet und den Vergleich zu Vollpreistiteln der Vergangenheit nicht scheuen muss. Verschiedene, levelbare Waffen sind einer der Hauptgründe für Abwechslung und rumtüfteln. Unter levelbar versteht man hier, dass man ein Level auch wieder verlieren kann wenn man getroffen wird. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn sobald man einen Gegner erledigt, wirft er Kristalle ab, die die Waffe bald wieder eine Stufe stärker machen. Ziemlich fair und imo die beste Lösung für sowas (Gegenteil: R-Type). 10 Waffen gibt es aber nur 5 wird man im Spiel benutzen. Wechselt man z.B. seine Standardwaffe bei der erstbesten Gelegenheit in eine Maschinenpistole um, hat man eine Allroundwaffe, mit der man sich sogar dank des Rückstoßes nach oben katapultieren kann. Wartet man jedoch, erhält man später die Chance auf die Spur, einem dicken Laser, der zwar keine nach-oben-baller Möglichkeit bietet aber dafür alles wegboostet.

Apropos boosten.. hiermit verhält es sich genau so. Irgendwann erhält man ein Booster-Pack (v0.8), mit dem man für kurze Zeit fliegen kann. Nice. Hätte man allerdings darauf verzichtet, hätte man später das Booster-Pack 2.0 bekommen können, mit dem man immer fliegen kann. Allerdings wird in diesem Fall auch das letzte Level in ein erheblich schwereres getauscht. So nice das auch ist, ich persönlich hätte mir gewünscht, dass ich wenigstens von einem ominösen Booster-Pack 2.0 erfahre, bevor ich den 0.8er einfach in die Hand gedrückt bekomme. Es ist wohl eher realistisch, das mag sein.. aber mir gefiels halt nicht aka ich erreiche bei nicen Games immer gerne alles und ärgere mich, wenn es ohnehin nicht möglich ist. Ein zweischneidiges Schwert also, denn die Idee ansich ist dennoch super und hebt das Spiel klar vom Einheitsbrei ab.

Und wenn wir von den vielen Möglichkeiten sprechen, sei auch noch gesagt, dass es bei ‘Cave Story’ unterschiedliche Enden gibt, nämlich drei an der Zahl. Besonders das schlechte Ende will ich erwähnen, denn in dieser Form erlebte ich das in noch keinem anderen Spiel. Nachdem ich es sah, schämte ich mich einfach nur noch und wollte es dann unbedingt richtig zu Ende bringen. ^^ Und auch nach dem Ende der Story bietet Spiel noch Anreiz für weitere Beschäftigung. Eventuell will man mal alle Waffen gesehen haben, was logischerweise zum mehrmaligen Durchspielen bewegt. Oder man möchte der Beste der Besten sein und das Hell-Level in der schnellsten Zeit durchspielen. Mich persönlich interessiert es keinen Meter aber es ist natürlich nice, dass an Hardcoregamer gedacht wurde und wie man auf youtube sieht, beschäftigen sie sich damit.

Kritikpunkte gibt es nicht viele. Umso lamer finde ich es von mir selbst die Story zu kritisieren. Eventuell kann das Spiel dafür auch nichts, denn bevor ich es spielte, hörte ich verschiedene Stimmen sagen, dass die Story sooo einzigartig und sooo grandios wäre, wodurch meine Erwartung verständlicherweise in die Höhe getrieben wurde. Zum Schluss fand ich sie lediglich gut aber keineswegs herausragend. Ansonsten gibts nicht mehr viel negatives zu sagen. Spieldauer mit 6 Stunden kann man nicht wirklich als Kritikpunkt zählen. Lieber so, als wenn das Spiel nochmal so lange mit langweiligem Inhalt gefüllt wäre. Die andere Seite der Entscheidungen die unumkehrbar sind (Waffen) erwähnte ich schon und Frustmomente gibt es auch nicht, da jeder Gegner fair zu erledigen ist und Speicherpunkte mehr als genug vorhanden sind. Bleibt die Musik und der Sound, die zusammen wirklich unterstes Niveau eines Videospiels darstellen. Und die üble Grafik, die leider keinen 3D bzw. FPS Modus vorweisen kann, bietet weder aufregende Special Effects, noch HDR und unterstützt kein Bump Mapping. Aka..

Die Grafik ist leider cute. Einfach nur cute. Die Figuren sind cute, die Umwelt ist cute und sogar der fiese Doktor ist cute. Hier hat sich einer wirklich Zeit genommen richtige Figuren mit eigenem Charakter zu erschaffen. Als ob die süßen Pixelhaufen nicht reichen würden, wird in Dialogen meist noch ein detaillierteres, von der aktuellen Stimmung der Figur geprägtes, Bild des Kopfes eingeblendet, ähnlich wie in Sierra Adventures früher. Dabei ist die ganze Welt genau so detailverliebt gestaltet worden. Wasser, Feuer, Gebäude, Wolken, Hintergründe und Items sehen einfach großartig aus und verbreiten einen 16Bit Charme. Allerdings wäre dies nichts, ohne die passende Akustik. Und da hat sich Studio Pixel wirklich einen Orden verdient. Alle Soundeffekte passen perfekt, sind nie gegenseitig zu laut oder zu leise und vor allem sind sie angenehm zu hören. Wie schrecklich wäre es gewesen, wenn man sowas mit digitalen, viel zu lauten Effekten versehen hätte. Nein, von der abgefeuerten Waffe über die sich schliessende Tür, bis zum kurzen Kläffer eines Hundes (HURENCUTE!!!), stimmen die Sounds mit der Grafik überein. Die Musik tut ihr übriges. aka es sind ganz einfach Eigenkompositionen. Holy fuck. (“.) Dabei gibt es einnehmende Stücke wie z.B. die Melodie wenn man Häuser betritt, ebenso wie fette Actiontracks bei Endgegnern. All das von einer Person und auch noch so gut, dass inzwischen nachgemachte Audiosoundtracks entstanden? Das ist schon ziemlich krank ehrlich gesagt. :Q

Fazit
Ich will es mal so sagen: ‘Cave Story’ ist der Beweis, dass mit Willen, Ehrgeiz und Leidenschaft, auch in Zeiten von Multimillionen Dollar Produktionen, ein einzelner Programmierer ein vollwertiges Spiel erschaffen kann.

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Motocross Maniacs

Motocross Maniacs
Nintendo Game Boy | 1989

Ah! Motocross Maniacs. Ein weiteres Spiel, welches ich mir damals nur von einem Freund auslieh, dafür aber stundenlang zockte. Motocross Maniacs ist eines der wenigen Spiele, bei denen ich mich am bloßen Gameplay freuen kann und gar keine Ambitionen habe großartig weit zu kommen oder sonst irgendwas. Mir reicht es, immer und immer wieder den ersten Kurs zu spielen. Mir sind die Bestzeiten völlig egal, ich will einfach nur durch die geilen Loopings rauschen, den Nitro zünden und nach einer Rampe mindestens zwei Salti schaffen. Es macht einfach einen unglaublichen Spaß durch die spartanischen Landschaften bei ziemlich gelungenen Musikstücken zu brettern und dabei random Rampen hochzufahren und Loopings zu schaffen. Ich weiß nicht, was den Reiz daran ausmacht, aber er ist da.

Rein objektiv betrachtet ist Motocross Maniacs eine recht kurze Angelegenheit. Es gibt gerade mal 8 Kurse und einen zwei Player Mode. Das war’s. Aus die Maus. Schon bei Kurz 4 bekomme ich arge Probleme und das bei Schwierigkeitsgrad A. B und C will ich dann gar nicht erst ausprobieren. Des Weiteren hätte man zumindest noch eine Art Bonus einbauen können für Salti, die man mit dem Bike schafft. Die Rampen laden doch gerade dazu ein, einen oder gar zwei Salti zu landen. Eine Schande, dass dies nicht belohnt wird. Aber was soll’s. Wie soll man auch bitteschön Game Boy Spiele, mit denen man damals Stunden verbrachte, egal wie scheiße sie waren, objektiv bewerten? Es geht nicht. Dem Game Boy sollte bitte eine “Objektive Review Immunität” zugesprochen werden. Scheißt doch bitte alle drauf. Die Grafik ist billig, der Umfang viel zu klein dafür rocken die Musikstücke und es macht einen Heidenspaß. Warum, ist doch ganz egal.

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Starship Troopers

STARSHIP TROOPERS | 1997 | USA | PAUL VERHOEVEN

Als ich Anno 1997 in diesen Film ging, wusste ich so gut wie gar nichts. Also ich meine nicht in Bezug auf den Film (das auch), sondern einfach von allem. ~_~ Ich wusste nichts über amerikanische Politik, Hollywood, Figging (http://de.wikipedia.org/wiki/figging), Paul Verhoeven,.. ich wusste nur, dass es um Aliens geht und viel viel Action. Deshalb löste ich eine Karte für 4,50 DM (ja wirklich!) und hockte mich in den Saal. Die Tatsache, dass der Film ab 18 war (aka ich halt gerade auch) interessierte mich eigentlich nicht aka ich war ziemlich neutral drauf. Und das ist es eben.. wenn man ohne irgendeine großartige Erwartung ins Kino geht und dann so weggehauen wird, dass mans erstmal gar nicht fassen kann.

Story
In der Zukunft wird die Erde von den ‘Bugs’ angegriffen. Einer Insektenrasse (wer hätts gedacht), die einfach nur das Ziel haben alles und jeden zu vernichten. Nach dem Abschluss der Schule, melden sich die Freunde Carl Jenkins, Johnny Rico und seine Freundin Carmen Ibanez beim Militär. Während sich Carl auf seine telepathischen Fähigkeiten konzentrieren will und Carmen einer Karriere als Schiffspilotin entgegenfiebert, ist Johnny zur Infanterie, weil er seiner Flamme nahe sein will. Doch bevor er sich versieht, beginnt der Krieg und reisst alles auseinander.

Kritik
Paul Verhoeven wurde mit seinem Film ‘RoboCop’ 1987 zum Geheimtipp. Der B-Movie-Flair, kombiniert mit einer überspitzten, zynischen und heute teilweise erschreckend realistischen Zeichnung einer kranken Zukunft, genießt heute einen gewissen Kultstatus. Und wie Verhoeven später mit den Blockbustern ‘Total Recall’ und ‘Basic Instinct’ bewies, war dieser Erfolg kein Eintagsfliege. Erst als er sich an etwas sexuell anrüchigerem als Basic Instinct versuchte, wurde er 1995 über Nacht zur internationalen Lachnummer. ‘Showgirls’ floppte derart heftig, dass noch heute von dem schlechtesten Film aller Zeiten gesprochen wird. Es regnete goldene Himbeeren. Und irgendwie gings danach auch nicht mehr richtig weiter. Nur einmal drehte er danach noch mal richtig auf (und bekam Gott sei Dank das Budget von ca. $105,000,000 zugesprochen) und ließ 1997 Starship Troopers auf uns los.

Der Film beginnt mit einer Kampfszene die sofort klarstellt, dass hier kein Kaffeekränzchen veranstaltet wird. Man kann die Szene als Werbung für den Rest des Films sehen, die hoch und heilig verspricht: Das ist ein typischer Verhoeven Actioner! Es fetzt, es spritzt Blut und es werden Menschen auseinandergerissen in bekannt markanter und übertriebener Art, wie das auch schon bei Robocop der Fall war. Ebenfalls mit dabei sind die satirischen Nachrichten bzw. Werbungen, die ab und zu eingeblendet werden und als Angriff auf die Weltpolitik zu verstehen sind. Mit Waffen spielende Kinder, die auch zum Wohle der Menschheit schon ganz früh Kakerlaken zertreten um ihrem Land Dienst zu leisten, sind da nur ein Beispiel für eine Zukunft, wie sie mittlerweile locker denkbar wäre. Die dabei agierenden übertriebenen Reaktionen der z.B. daraufhin begeisterten Lehrerin sind einfach göttlich. Das sind also die Grundzutaten für Starship Troopers. + die Story, die für Deutschland einfach mal geändert wurde, was natürlich mal wieder lächerlich ist.

In good old germany wird durch abgeänderte Dialoge suggeriert, dass die Menschen zur Armee gehen, weil sie ihrem Land dienen wollen und fertig. Einiges rafft man dann allerdings gar nicht, weil diverse Dialoge anscheinend keinen Sinn ergeben, wie z.B. die eine Frau, die erzählt, dass sie zur Armee geht, weil sie Kinder haben will. Hö? Antwort liefert das amerikanische Original, in dem eine funktionierende faschistoide Gesellschaft besteht und es einen gewaltigen Unterschied zwischen einem ‘Citizen’ und einem ‘Cilivian’ gibt. Erstere haben nämlich Militärdienst geleistet und sind somit ‘Bürger’, die anderen sind Zivilisten und haben dadurch unter anderem nicht das Recht zu wählen oder eben Kinder zu bekommen. Dieses Thema war Deutschland wohl zu heikel, was aber schließlich auch nicht half den Film vor der Indizierung zu retten. ~_~

Dabei ist alles so offensichtlich übertrieben: Richtige Männer. Das sind nur Menschen, die dem Militär beitreten, wie die Werbung der Armee auf höchst patriotische Weise suggeriert. Jüngste Rekruten sind die Retter der Erde.. natürlich Amerikaner, die nach ihrer Ausbildung immer strahlend weiss lächelnd vom Mutterschiff abgeworfen werden und sich gegenseitig reisserisch aufpuschen, bevor sie mutig “KOMMT DOCH HER!!! NA, GEFÄLLT EUCH DAS?” schreiend in die Schlacht treten, bis sie schließlich blutig zerfetzt werden. All das wird noch von einem total typischen Bombastscore unterstützt, den man sich zwar niemals behalten kann, aber immer erfreut ist wenn man ihn wieder hört. Es ist einfach so: Auch wenn der Gewaltgrad ziemlich hoch ist, man kann ihn nicht ernst nehmen. Sicherlich schockt man sich an einigen Szenen aber allein in der Militärausbildung ist das Ganze schon so skurril, dass man das nicht mit der Realität vergleichen kann, was wiederum für eine Satire äusserst wichtig ist. Leider versteht auch das Deutschland mal wieder nicht und schneidet in TV-Ausstrahlungen stets die heftigsten Stellen heraus, wodurch das Ziel einer harmloseren Fassung komplett verfehlt wird, da der Film durch diese Maßnahme ernster wirkt als vorher.

Schuld an diesen dicken Szenen, sind die tötenden Bugs. Und sie töten wo sie nur können. Tötungsgeilere Wesen hab ich ehrlich gesagt selten erlebt. Denn auch wenn sie nur noch ein Bein haben bzw. im Prinzip schon vor ihrem Ende stehen, raffen sie sich nochmal auf und hacken wie wild gewordene Deppen nochmal drauf los. xD Evtl. war es gar keine Absicht von Verhoeven, aber die Idee, den ersten Kontakt mit den 4 beinigen Riesenkäfern Nachts stattfinden zu lassen, war schlichtweg genial. Man sieht einfach nur wie sie alles niedermetzeln und obwohl man sie vollkommen sehen kann, checkt man Anfangs nicht wie sie aussehen. Als sie damals als Computeranimation über den Bildschirm huschten, sah das in diesen Mengen schon fantastisch aus. Jetzt sah ich den Film 11 Jahre später nochmal und glaubt es oder glaubt es nicht aber.. DIE BUGS SEHEN EINFACH PERFEKT AUS??? Es ist mir unbegreiflich. Als damals CGI öfters genutzt wurde, dachte ich immer, dass die Qualität immer besser werden müsste und das Gegenteil war der Fall wie uns ‘Star Wars Episode I, II, III’ oder insbesondere die ‘Matrix’ bewies. Actually gibt es bei Starship Troopers im Vergleich zu heutigen Filmen nur sehr wenig CGI-Szenen, in denen man die Computerherkunft offensichtlich erkennt UND dumm findet! Entweder hab ich was an den Augen oder sie wurden einfach nur sexy ins Bild gemischt. Alles wirkt wie aus einem Guss und die Interaktion mit computeranimierten Wesen sah bei keinem Alienfilm besser aus, würd ich jetzt fast sagen. Oder? .. .. J..ja, ich glaub schon. (“.)

Das Herz der Story sind aber natürlich die Darsteller. Und die wurden perfekt gewählt. Einen typischeren Vorzeigeamerikaner als Rico (gut gespielt von Casper Van Dien) gibt es einfach nicht: Blond, strahlend, Probleme in der Schule, harte Ausbildung und dann als ganzer Mann in den Krieg die Karriereleiter nach oben.. daraus sind amerikanische Träume gemacht. Seine Freundin (gespielt von der dickbrüstigen aber schielenden Denise Richards) zieht aus purer Karrieregeilheit den Stecker aus der Beziehung und widmet sich ganz ‘ihrem’ Leben. Und die ganzen anderen kranken Rekruten haben einen Charme, dass man nach mehrmaligem Anschauen schon lachen muss, wenn man gewisse Charaktere nur sieht oder weiss, was sie gleich sagen werden.

Dies ist in Verbindung mit der deutschen Synchro ein wunderschönes Paket. Denn obwohl das Original schon klasse ist und wie oben bereits erwähnt immerhin die richtigen Hintergründe zur Story bietet, übertrifft die deutsche Version den Trashfaktor bei weitem. Also.. die Dialoge sind sowieso dümmlich gewählt worden und bestehen aus den gängigen Klischees wie alles im Film, doch was hier in Sachen Synchro hingelegt wurde ist so B-Movie und banal geil, dass ich nur noch lachen kann aka “Das ganze Gehirn weggelutscht.” xDDD

Fazit
Nach Verhoeven ist ‘Starship Troopers’ als Satire auf den Faschismus und Militarismus konzipiert und es funktioniert. Das einzige Problem ist, dass diese Botschaft zu verschlüsselt daherkommt, sodaß nicht jeder die Doppeldeutigkeit erkennt. Doch in Zeiten von total glattgebügelten und dadurch ziemlich fragwürdigen Streifen wie ‘Chronicles Of Narnja’, in denen Kinder vom Weihnachtsmann Waffen geschenkt bekommen mit denen sie Gegner den Bauch durchstechen aber die Klinge immer schön sauber bleibt, ist ‘Starship Troopers’ auf jeden Fall eine erfrischende Abwechslung in der es 129 Minuten zur Sache geht wie in keinem anderen Actionfilm.

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Grand Theft Auto IV

GTA IV / 2008 / PS3 / ROCKSTAR

100 Millionen Dollar für 1000 Leute, die für ein Spiel jahrelang über 100.000 Fotos von New York aufnahmen. Was mittlerweile actual-gen budgettechnisch auf die Beine gestellt wird ist schon enorm. Als das erste GTA erschien wurden solche Zahlen nichteinmal erfasst und es war einfach nur nice sich in verschiedene Autos zu hocken um zweidimensional rumzucruisen. Als der 3. Teil auf der ps2 mit Hilfe eines dreidimensionalen Geländes alle Rekorde bisheriger Spielweltfreiheiten brach, war es nur eine Frage der Zeit bis sich eines der erfolgreichsten Franchsises auf der aktuellen Konsolengeneration wiederfindet. GTA IV erschien und schlug ein wie eine Bombe. 6 Millionen verkaufte Einheiten innerhalb der ersten Woche!? BAHA! “Das Spiel muss die Krönung sein” dachte ich mir und kaufte wie ein Blöder aka naja einmal halt. -_- Ich lernte dann IHN kennen..

Story

“Hi. Mein Name ist Nikolai aber alle nennen mich Nico oder eben Mr. Bellic. Ich bin Serbe und kam als Immigrant hierher nach Liberty City. Zum einen weil ich jemanden suche der für seine Vergangenheit büsen wird, zum anderen weil mein Cousin Roman hier lebt und mich einlud, mit ihm den ‘American Dream’ zu leben.. dieser verfickte Bastard. Er sagte er hätte schon alles erreicht. Viel Geld, eine eigene Firma und hübsche amerikanische Tussis mit operierten Möpsen. Aber es kam mir schon seltsam vor, als er mich, anstatt mit einer Limo, mit einem rostigen Schrotthaufen am Hafen abholte. Und als er mich in seine ‘Villa’, einem widerlichen 1-Zimmer-Appartment samt Kakerlaken, brachte, war ich im Prinzip genau da, wo ich schon immer war: In meiner Welt. Später verriet er mir dann, dass er ein Taxiunternehmen führt und.. naja egal. Jetzt musste ich also Roman helfen und selbst Geld herbeischaffen, damit wir hier nicht wie die letzten Penner leben müssen und ich mein Ziel verfolgen kann..

Kritik
Ich brauchte also viel Geld und das bekam ich hier auf die selbe Weise wie in jedem Land in dem ich war: Diebstahl, Drogenverkauf, Mordaufträge, Kidnapping,.. und nun auch Taxi fahren. Wtf? Naja zum Einstieg musste das eben reichen. Es dauerte aber nicht lange und ich hatte die richtigen Kontakte an der Hand, denn Verbrecher, die sich ihre saubere Weste bewahren wollen, gibt es hier auch wie Sand am Meer. Recht früh lernte ich einen alten Penner kennen, der meinte meinen Cousin rumschupsen zu können wie es ihm gerade passt. Zuerst verdiente ich an ihm und dann bezahlte er dafür mit seinem Leben. Sohn einer Hure. Er verstand nicht, dass man meine Familie nicht verarscht!! Aber okay. Ich steigerte mein Ansehen, damit mein Gehalt und somit meinen kompletten Lebensstil. Bald war essen kein Problem mehr und ich konnte mir gescheite Kleidung zulegen, öfters bowlen oder Dart spielen gehen oder auch mal einen der Stripclubs hier mit einem meiner neuen Freunde besuchen. Amerikanische Tittis sind echt geil.

Freunde.. ja. Ich hab hier schon ziemlich abartige Menschen kennenlernen müssen. Zum Beispiel Bruder Jacob, ein immer zugekiffter Jamaikaner wie es ihn typischer gar nicht geben könnte. Aber er ist cool und wir haben eine Menge zusammen erlebt. Oder Brucie. Mein Gott ist das ein kranker Wichser. Er trainiert den ganzen Tag und hält sich für den größten Pimp. Ich glaube er spritzt sich Pferdesteroide oder son Zeug. Auf jeden Fall ist er ziemlich hyperaktiv und bescheuert. Aber ich mag ihn. Tja und dann wären da noch die Frauen. Wie kompliziert die alle sind, wenn man die ins Bett kriegen will? In Serbien geht das viel einfacher. Du sagst “Los Schlampe, nimm ihn in den Mund” und sie gehorcht. Aber hier musst Du sie zum Essen einladen, mit ihnen bowlen gehen, ein Kabarett besuchen oder stundenlang absurde Gespräche führen, bis Du Dich selbst nicht mehr beim reden hören kannst. Das geht mir zwar auf die Nerven aber dafür sind sie dann auch wenigstens naiv genug zu glauben, dass ich der netteste Mensch der ganzen Welt bin. Sie wundern sich auch nie, dass ich sie ständig mit einem neuen Auto abhole. Es sind halt ziemlich oberflächliche Leute hier aber naja.. das ist nicht mein Problem. Und mit der Zeit hab ich auch bemerkt, dass sich dieser ganze Einladmist schließlich bezahlt macht. Ich bekomme jetzt von der einen 50% Rabatt in Klamottenläden und von der anderen meinen Polizeilevel runtergeschraubt. Das ist auch gut so, denn wenn die Bullen erstmal hinter Dir her sind.. also nicht wegen eines gestohlenen Autos oder so, sondern wegen anderen Dingen.. dann sind die schon ganz hartnäckig.

Allerdings habe ich ja alle Möglichkeiten der Welt zu entkommen. Ich flug schon mit Helikoptern durch die Stadt, sprang mit Booten über Schanzen, verfolgte irgendwelche kranken Pisser durch mit Mülltonnen vollgestellte Gassen oder fuhr Laster mit Sprengstoff zu bestimmten Leuten. Am meisten sitz ich aber in einem der zahlreichen schnellen Autos die es hier gibt. Liberty City ist die perfekte Vorzeigestadt wie es langsam aber sich er auf der ganzen Welt läuft. Eine Metropole zwischen arm und reich. Mittelstand gibt es hier kaum. Naja auf jeden Fall.. viele sind abgeschlossen oder es sitzen reiche Penner drin. Aber das ist kein Problem. Und in einer dicken Karre mit guter Musik hier durch die Ghettos zu cruisen, ist einfach cool. Der Radiosender von Liberty City hat gute Musik. Von chillout und Rock über Metal und HipHop bis zum Techno gibts hier so ziemlich alles. Dazwischen muss ich allerdings feststellen, dass hier einige Leute ganz schön einen an der Waffel haben. Die Sendungen die darauf laufen werden von Spinnern moderiert und von noch größeren Idioten angerufen. Ab und an höre ich aber auch mal Nachrichten über meinen letzten Auftrag und als was der in Liberty City hingestellt wurde. Das Angebot ist groß. Allerdings ist die Stadt auch riesengroß und Zeit ist Geld. Wenn ich dann irgendwo schnell hin soll, nehm ich mir manchmal auch ein Taxi.

Am Zielort, muss ich dann meistens jemanden erledigen. Das feige Schwein rennt oft weg und ich jag ihm dann hinterher bis er in der Falle sitzt. Oder macht einen auf cool und schickt eine Bande von Idioten auf mich, was mich verständlicherweise aber nur noch wütender macht. Dabei ist das alles vergeudete Zeit. Sie haben sowieso keine Chance. Ich habe jede Menge Waffen wie Uzis, Granaten, einen Raketenwerfer oder auch einfach mal einen schönen Baseballschläger, um ihnen eine Lektion zu erteilen die sie so schnell nicht mehr vergessen werden. Genau wie es der eine Typ den ich suche nicht mehr vergessen wird wenn ich ihn treffe. Selbst in der Hölle wird er noch daran denken was ich ihm angetan habe, dafür, was er MIR angetan hat! Er wird büßen! Wenn er da liegt und über sein beschissenes Leben, mit seiner verschissenen Vergangenheit nachdenkt, während ich ihm die Zähne einschlage bis er blutüberströmt stirbt indem er sein eigenes Erbrochenes..

Äh ja. Wie man lesen kann ist Nico Bellic ein mittlerweile in Spielen öfters vorkommender Charaktertyp, der sich das einfach gestrickte Image von Gut und Böse nicht zuweisen lässt. Klar ist er ein Arschloch. Aber auch in seinem Leben gibt es eine Aufgabe und Dinge die ihm wichtig sind. Diese Verletzbarkeit, so heftig es in GTAIV auch manchmal zur Sache geht, macht ihn, verbunden mit seiner anfänglichen Armut, ziemlich symphatisch. Er scheisst eigentlich auf alles, bis auf Dinge die für seine Welt von Bedeutung sind. Und das sind seine Freunde und seine Familie. Gleichzeitig ist Nico Bellic einer der coolsten Charaktere, die ich bis jetzt spielen durfte. Er ist kein typischer Sprücheklopfer der Marke Hollywood, hat aber jederzeit was auf der Zunge und geizt nie mit provokanten Anspielungen auf alles und jeden. Ich lachte mir teilweise bei den Zwischensequenzen den Arsch ab und konnte mich manchmal nicht auf die Missionen konzentrieren. xD Geil. Die seltsamen Gestalten die er in Liberty City kennenlernt sind allerdings auch tatsächlich so klischeehaft geil in Szene gesetzt worden, dass es nur zu absurden Gesprächen kommen kann! Wenn etwa eine zugekokste HipHop-Schlampe auf einen mordfilmenden, doch von Gott dazu berufenen, Möchtegernengel trifft, sieht Nico immer zu, ist aber selten bestürzt oder belustigt, sondern überlässt dies dem Spieler. Ich erlebte es bisher selten, aber ich fand die Story von Nico Bellic und seinem immer mehr durchscheinenden Hass auf einen Mann irgendwann so interessant, dass ich teilweise 6h am Stück playte was im Zuge eines Arbeitstages nicht wenig ist und ich zuletzt höchstens bei God Of War tat. Aber was soll ich schon sagen.. wenn man nicht an der Story feilt, verbringt man halt so den ganzen Tag in Liberty City. Und wenn es nur ein Spaziergang am Strand ist. ~_~ Das ist nicht abwegig, denn in GTA macht leider einfach mal alles Spaß. Alles!

Geht es nur um das Spiel ansich ist das Ganze recht einfach. Irgendwann piepst das Handy und man geht ran. Man bekommt von diversen Freunden, Kollegen und zum Teil auch Feinden Aufträge, die man für Geld erledigen kann. Leider werden das nach fortgeschrittener Story immer mehr Schiessereien und Verfolgungen einzelner Personen oder ganzer Gruppen. Denn bis zur ersten Hälfte des Spiels ist noch extrem viel Abwechslung geboten. Taxi fahren, Kidnapping, Drohungen anhand eines Backsteins aussprechen, Transport von Schmuggelware, Überfälle, Internetdates, usw. Erhält man einen dieser Aufträge die durch teils witzige, teils wirklich absurde Gespräche zustande kommen, besorgt man sich ein Gefährt und begibt sich zum Zielort. Das Spiel bleibt jederzeit fair und gibt immer hilfreiche Tipps was als nächstes zu tun ist. Selten weiss man nicht was man eigentlich gerade tun muss. Fair ist es auch, dass man nach dem Ableben die Möglichkeit hat die Mission sofort zu wiederholen. Einziger Wermutstropfen ist die Fahrt zum besagten Zielort, die man nun wiederholen muss.

Und was bei der ersten Schießerei auffällt ist die ENORM verbesserte Steuerung! Poah, ich watchte nicht schlecht, als ich mich mit einem Tastendruck in Deckung begab und nun entweder blind oder gezielt auf Gegner ballern konnte, Hechtsprünge oder Sprints zur nächsten Deckungsmöglichkeit vollführte und wahlweise auch noch halbautomatisch zielen konnte. Äh.. hätte sich so Metal Gear Solid 4 gespielt, hätte ich es womöglich geliebt!? :Q Okay ich will nicht übertreiben aber die Steuerung ist wirklich genial. Natürlich wird man es jetzt dem Hardcoregamer nicht recht gemacht haben, denn mitunter sind nun Kämpfe viel einfacher zu bewerkstelligen aber da scheiss ich doch drauf. Lieber so als wenn ich 89639x verrecke und das Spiel in die Ecke donner. Nach erfolgreicher Bewältigung der Aufgabe bekommt man Kohle und die Story entwickelt sich weiter. Neben den Hauptmissionen, gibt es noch sehr viele Submissions. Da aber alle gleich behandelt bzw. markiert werden, ist es vorher nicht auszumachen, welche nun die Geschichte voran treibt und welche nicht. Aber das macht nichts, denn ehrlich gesagt, macht so ziemlich jede Mission auf ihre Weise Spaß, mit zwei drei Ausnahmen eventuell. Doch durch die große Auswahl welche man als nächstes angehen will, fallen besagte Ausnahmen nicht ins Gewicht.

Möglichkeiten. Das ist das, was GTA schon immer ausmachte und in Teil 4 wird es genau so zelebriert wie bei den Vorgängnern: Freiheit. Denn so ziemlich jederzeit kann man machen was man will. Zum Beispiel im Central Park rumlaufen (Liberty City = New York), einen Hubschrauberrundflug buchen oder die Freiheitsstatue besichtigen. Bin ich hingegen sogar gelangweilt mit einem Lamborgini über Sprungschanzen zu brettern oder mit einem Segelboot den Hafen entlang zu schippern, besauf ich mich halt mit einem Kumpel in ner Bar oder ich geh ins Kabarett, in dem der Zauberer aus Versehen seiner ‘versauten Assistentin ein Messer in die Brust schmeisst und es dann noch so darstellt, als wäre das Absicht gewesen, weil sie mit dem Kulissentechniker rumgevögelt hat. All diese kranken Dinge erlebt Nico im Minutentakt, denn im Auto oder zu Hause vor dem Fernseher ist er auch nicht sicher vor dieser äusserst merkwürdigen Stadt. Prompt höre ich Werbung für die Website ‘babiesovernight.com’, über die man echte Babys für eine Nacht mieten kann aka “If you don’t like the one we send you, just throw it in the trash and we’ll send a new one.” xD oder sehe TV-Shows in denen sich zwei führende Personen der Politik mit Werbespots jeweils gegenseitig als hinterhältig, schwul, assozial, oder sonst was darstellen. Das Ganze ist sehr kontrovers, denn zum einen sind diese News ziemlich witzig, da völlig absurd und überspitzt.. zum anderen hat man sich zu Zeiten von ähnlichen News in z.B. Robocop oder Starship Troopers nichtmal träumen lassen, dass es auch nur ansatzweise so abgehen könnte. Und mittlerweile ist es glaub ich nicht mehr so ganz unvorstellbar. :Q Selbst die Internetcafes die man in der Stadt besuchen kann, stecken vor skurilen Websites über Nachrichten, Werbung und web.20 bezogenen Sites, die alle extra für GTA entwickelt wurden aka ein fake Internet. Da gibt es ‘myspace’ oder ‘youtube’ genauso wie Klingeltonseiten (um auch sein eigenes Handy zu pimpen) oder Foren. Und das erschreckende aka geile aka wirklich erschreckende ist, dass z.B. comments der besagten Seiten im Prinzip 1:1 das wiederspiegeln was wir hier ebenfalls an geistigem Dünnpfiff lesen dürfen. Es ist witzig, weil z.B. 6 comments eines Videos so ziemlich jede Art eines comments bei youtube abdecken die man sich vorstellen kann. Andererseits ist es ziemlich traurig, dass es so einfach ist. Auch Internetdates mit den Bewohnern sind möglich. Man kann Personen anschreiben nachdem man ihre kranken Profile gelesen hat das meistens vor sexueller Angabe nur so wimmelt (realistisch halt) und kann sich mit ihnen treffen, trinken, Billiard spielen und es schließlich drauf ankommen lassen. Diverse Vorzüge von solchen “Beziehungen” hat Nico ja schon erwähnt.

Die Freiheiten, mit dem man in der lebendigen Stadt handelt, kennen fast keine Grenzen. Das ist auch der Grund, weshalb GTA immer wieder im Internet und der Politik diskutiert wird. Ich werde hier jetzt keine ausufernde Kritik daran üben aber das Ganze kann einem in Hinblick auf die Zukunft schon zu denken geben. Einerseits ist mir das nämlich scheissegal. Ich sehe nicht ein, wieso ich auf so ein Spiel verzichten sollte, denn das Hauptziel ist definitiv nicht z.B. unschuldige Passanten abzuknallen. Logisch befriedigt man seine Neugier und knallt mal einen Haufen ab, um zu sehen mit welchen Konsequenzen man rechnen muss. Witzige Szenen wie z.B. die ‘Entschuldigungen’ von Nico, wenn er gerade mit 100 Sachen jemanden von der Strasse holt “Sorry. NOT cool!” bringen einen unweigerlich zum schmunzeln. Aber tjopes.. jeder der das Spiel spielt, wird auf andere Dinge bock haben, als die ganze Zeit Passanten abzuknallen. Weil es ganz einfach ziemlich schnell langweilig wird. Andererseits aka und das ist natürlich das Problem: Es geht halt überhaupt. Und nicht nur, dass es kein Problem ist, sondern es wird auch keins draus gemacht, wenn ich es durchführe. Das Schlimmste was ich in GTA nämlich für einen Mord an einer Unschuldigen Person zu befürchten habe, ist der Fahndungslevel 1 von 6. Das Gleiche, wie wenn ich ein Auto vor den Augen der Polizei aufbreche oder vor ihnen in die Luft schiesse. Desweiteren ist es von einigen Seiten sicherlich nicht nachvollziehbar, wieso eine Mission als gescheitert gilt, wenn man seinen Partner tötet (und sie auch noch locker ohne ihn schaffen würde), während es kein Thema ist auf seinem Streifzug 50 Zivilisten draufgehen zu lassen. Fakt ist: Rockstar Games bewegt sich hier auf sehr dünnem Eis und belasten es nahezu maximal. Dass dies sehr wohl wissentlich am Rande des Machbaren geschieht wird umso klarer, wenn man sich kurz überlegt, wieso in Liberty City – höchst unrealistisch – keine Kinder rumlaufen, die man mit dem Baseballschläger verdreschen kann. Oder wo sind die per Molotov-Cocktails anzündbaren, schwangeren Mütter? Grenzen gibt es also schon noch. Aber seien wir ehrlich.. vor 5 Jahren hätte es ein Spiel mit dieser diesem Grad an Realismus und Möglichkeiten der Tötung von Unschuldigen niemals auf den Markt geschafft.. schon gar nicht in Deutschland. Das Limit verschiebt sich also weiter nach oben. Und ich frage mich ganz einfach, wo das wohl hinführen soll. Kann man in GTA7 eventuell auch Kinder im Auto kidnappen und verkloppen oder Frauen vergewaltigen? Oder umgekehrt? Aber das ist wohl ein prinzipielles Thema aka ich wollts nur mal anschneiden.

Wenn wir aber beim Realismus sind.. zuständig für die optische Bearbeitung ist hier die Grafikengine. Und was soll ich schon sagen.. sie ist.. der Wahnsinn. Eine lebendige Stadt mit Tageszyklus, verschiedenen Wetterbedingungen, sich im Wind wiegenden Telefonleitungen, Leben auf den Straßen, einem regen Verkehrsaufkommen, Geschäften, Parks, Brunnen, Jogger, Spaziergänger, Bauarbeiter,.. es kann noch so weitergehen. Wenn man in kleinen Hinterhöfen steht und die Sonne den Himmel in dunkles orange taucht, fühlt man sich obgleich des eigentlich hässlichen Ortes pudelwohl. Die ausgestrahlte Atmosphäre ist in vielerlei Hinsicht besser als in jedem anderen Spiel und wer mir hier erzählen will die Grafik wäre nicht “so”, spinnt ja wohl ganz offensichtlich. Wenn ich das nochmal mit dem blitzeblank geputzten Metal Gear Solid 4 vergleiche, gebe ich GTAIV jederzeit den Vorzug. Und das, obwohl GTAIV konstant ruckelt. Ich HASSE ruckeln!!! Und zugegeben kann das manchmal ziemlich heftig werden aka es steht völlig ausser Frage, dass es mit 60fps definitiv noch schöner wäre. Aber es tut mir leid.. ich kann darauf einfach nicht sauer sein, weil dafür eben alles wie aus einem Guss wirkt und es bei der enormen Größe der Metropole zu keinem Zeitpunkt Ladezeiten gibt, die den Spielfluss unterbrechen würden. Ohne diese Art würde das ganze Prinzip nicht funktionieren. Und wo es mit der Grafik klappt, ist es bei der Geräuschkulisse nicht anders. Wind & Wetter, Autos, Waffen, blabla,.. alles hört sich klasse an und ab und an hört man auch mal einen druckvollen Wumms, wenn man etwa ein Auto in die Luft sprengt. Einen Preis haben aber vor allem die Stimmen der Charaktere verdient. die Klischees werden mehr als bedient und das überspitzt Gesprochene ergänzt das was man gerade sieht. Es klingt cooler als in vielen Filmen ehrlich gesagt. Gott sei Dank gibt es keine deutsche Synchro. Sie wäre bestimmt mal wieder mehr als peinlich. =/

Tjo.. nicht peinliche aber ziemlich nervige Dinge gibts natürlich auch in GTA (was fürn Übergang). Die Ballermissionen beispielsweise. Nicht anfangs, aber wie schon erwähnt wird es gegen Ende hin ziemlich einseitig. Man erlebt zwar immer andere Locations aber der Ablauf bleibt stets der gleiche. Zu allem Überfluss ist die letzte Mission im Vergleich zu den gut 60h+ davor auch noch kackschwer und wenn man Pech hat wiederholt man sie in vollem Umfang mehrere Male. Ich persönlich kotzte da ein bisschen. Was auch ziemlich mies ist, ist das Navi in den Autos. Die Idee ansich ist SUPER, denn ich hätte keinen Bock gehabt ständig auf ner Karte nachzuschauen wo ich eigentlich hin muss. Der Nachteil ist nur, dass a) Sprach-Navis nichts bringen, da man eh immer schneller unterwegs ist als das Ding sprechen kann und b) man so darauf angewiesen ist dauernd nach unten zu gucken bzw. nicht auf die Strasse achten zu können. Fährt man an einer Ausfahrt vorbei, lotst Dich das Teil meistens nicht um zwei andere Ecken hin, sondern will prinzipiell erstmal, dass Du Dich umdrehst. Nervige Scheisse. Aber diese kleinen negativen Gegebenheiten fallen nicht weiter auf. Zu groß ist der Spaß den man mit dem Spiel hat.

Fazit
Baha. Also GTAIV ist leider bis jetzt das Geilste, was ich bis jetzt auf der PS3 spielen durfte. Und das ausgiebig, denn ehrlich gesagt lässt es einen halt einfach nicht mehr los, bis man so ziemlich alles erkundet hat.. was so gut wie unmöglich ist. Wieviel Spaß muss ein Spiel bitte machen, dass man sich Abends hinsetzt, die Konsole anschmeisst und einfach nur ein paar Stunden in einer virtuellen Stadt verbringt, in der man nur rumfährt und nach dem 5. Mal immer noch beeindruckt ist wie toll es aussieht, wenn der Sonnenuntergang die Verbindugsbrücke, auf der man sich gerade befindet, ein weiteres Mal in gleissendes, dunkelorangenes Licht taucht? Es muss sich dann wohl um eines der besten Spiele unserer Zeit handeln.

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Trip World

TRIP WORLD
Nintendo Game Boy | 1992

Oh Gott! Die Maita-Blume ist gestohlen worden. Sie ist das Symbol des Friedens in Trip World und ohne sie herrscht das reinste Chaos. Die Menschen streiten sich nur noch und selbst Gräser und Blumen sind wild und bösartig geworden. Wir müssen die Maita-Blume finden und der Trip World ihren Frieden wieder zurück bringen…

Oah geil, SunSoft, oah ja, geil ooaaahhhhhh. Meister der Grafiken und des Sounds auf dem Game Boy als auch auf dem NES. Trip World ist ein relativ unbekanntes Spiel von SunSoft und bietet einem einfach mal mit die dickste Grafik, die man jemals auf dem guten Game Boy sah. Die Vordergründe sind kontrastreich und detailliert und sogar die Backgrounds sehen absolut grandios aus. Dazu kommt schnelles, flüssiges (Parallax) Scrolling und wundervolle Animationen. Das kann sich echt sehen lassen. Auch das Intro ist aller erste Sahne mit mehreren Ebenen Parallaxscrolling, tollen Effekten und Animationen sowieo. Das beste daran ist aber, dass dabei die Grafik nicht überladen ist und man jederzeit klar Feind und Hintergrund gut unterscheiden kann und sich in den Levels immer sofort zurecht findet. Klar, dass bei SunSoft der Sound da nicht minder geil ist und so bietet Trip World einen sehr tollen Soundtrack, der ordentlich chipping klingt, die Fähigkeiten des Game Boys voll ausnutzt und hier und da mit einer tollen Melodie aufwarten kann.

Das Spiel ansich ist ein… ja… was ist es denn. Eigentlich würde ich sagen ein Jump’n'Run, aber viel passender wäre die Beschreibung Scheiße. Man hüpft mit einem kleinen Kneul, auch Yakoboo genannt, durch die insgesamt 5 kurzen Levels und… ja… das ist das Hauptproblem bei dem Spiel; man macht einfach nichts. ~_? Ich bin ja ein Freund von dicker Grafik und brauche nicht unbedingt das perfekteste Gameplay der Welt, aber Trip World bietet ja sogar mir zu wenig. Die paar Gegner, die in den Levels freudig herum hüpfen, die lassen sich alle überspringen, bzw. ignorieren und ansonsten hat man nichts zu tun. Es gibt nichts einzusammeln, keine Türen zu öffen, kein gar nix. Nach ein paar Minuten oder gar Sekunden ist man dann beim Boss und das war’s. Stage fertig. Also da frage ich mich echt, was das soll. So uninspiriert sah ich ja noch kaum ein Game. Andere Spiele klauten wenigstens gute Features von anderen, aber Trip World hat lediglich ein sehr sophisticated Verwandlungssystem, welches man halt leider nie braucht. Man kann sich in einen Fisch verwandeln, um im Wasser schneller voran zu kommen und natürlich auch in ein Flugteil, um etwas zu fliegen. Das macht man dann im ganzen Spiel einmal und das war’s. Ansonsten hat man als Standard “Waffe” nur einen Fußtritt, was das Treffen der Gegner ohnehin sehr schwierig gestaltet. Dass man die Gegner dann auch noch nach belieben rumschubsen kann, diese dann – anscheinend sogar gepowered von einer Physikengine!? – wild durch die Stages fliegen, hilft da auch nicht weiter. So sind die Bosse dann leider auch teilweise recht schwierig, weil man sie gar nicht gescheit treffen kann. Der Rest vom Spiel ist allerdings super einfach und so sieht man schon nach 10 – 15 Minuten den Abspann.

Völlig krank! Ein kürzeres, leichteres und uninspirierteres Spiel ist mir ja noch nie unter die Finger gekommen. Eine Schande um die grandiose Grafik, die durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

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Duck Tales

DUCK TALES
Nintendo Game Boy | 1990


Onkel Dagobert ist ein verdammt reiches Arschloch. Und was machen reiche Arschlöcher, wenn ihnen langweilig ist? Sie wollen noch reicher werden. Das will auch Onkel Dagobert und so begibt er sich in 5 entlegene Areale der Erde (und des Mondes), um deren Schätze zu finden. Dabei bringt er alles mit seinem Stock über den Jordan, was sich auch nur annähernd in seiner Nähe befindet. Er ist eben ein reiches Arschloch.

Mit Duck Tales verbinde ich mitunter meine intensivsten Game Boy Erfahrungen. Ich bekam das Spiel damals zum Geburtstag und war als kleiner Idiot natürlich großer Duck Tales Fan. Klar, dass ich mich tierisch freute und fort an jeden Tag spielte. Lustigerweise kam ich so rein gar nicht weiter und spielte alle Level nur an, anstatt mal eins komplett fertig zu spielen. Soweit ich mich erinnere, kam ich nur bei zwei Leveln zum Boss und die anderen spielte ich nur randomly an. In den Mienen war ich dann erst gar nicht, da man für diesen Ort einen Schlüssel brauchte. Ich bin jetzt mal so frei und schiebe meinen epic fail mal auf die englischen Bildschirmtexte, die ich damals einfach noch gar nicht raffte, denn das Spiel ansich ist eigentlich super einfach. Etwas geübtere Spieler haben das Spiel locker beim ersten Versuch oder aber innerhalb weniger Stunden durchgespielt. Das ist etwas schade, dann Duck Tales ist arschgeil.

So langsam wird der Name Capcom für mich auf dem Game Boy nämlich so etwas wie ein Qualitätssiegel. Wie Darkwing Duck und Gargoyle’s Quest schon vorher bietet auch Duck Tales eine grandiose Optik, mit einem super cuten Dagobert Duck Sprite, welchem sogar verschiedene Mimiken abzulesen sind. Schaut euch bitte die Screenshots an. Wenn er hüpft lacht er so unfassbar goldig, dass ich automatisch mitlache. Nun… die Gayness aber mal beiseite: Die Levelgrafiken unterscheiden sich deutlich von einander, so dass man auch stets erkennt, wo man sich gerade befindet. Neben detaillierten Vordergründen, gibt es ebenso detaillierte Hintergründe und leider auch ein paar Ruckler. Ein Gegner zuviel im Bild und der Game Boy geht angesichts dieser Grafikpracht (Baha?!) in die Knie.

Das hat Gott sei Dank keine Auswirkungen auf das Spiel ansich, denn mit der komfortablen Steuerung hat man immer alles unter Kontrolle. Das benutzen des Stocks als Pogostock will anfangs gelernt sein, aber mit etwas Übung bewegt man sich sicher durch die verwinkelten Stages. Diese sind von Anfang an alle anwählbar (bis auf die Mienen in Afrika) und bieten jeweils einen Boss und unzählige Secrets, die es zu erforschen gilt. Gerade das finden von Geheimgängen hier und da ist echt spaßig und durch die vielen Diamanten und Schätze, die man einsammeln kann, wird man selbst zu einem Arschloch, denn irgendwann will man immer mehr. Manchmal finden sich versteckte Extras mitten in der Luft, also sollte man wenn möglich alles mit seinem Pogostab abspringen und auf versteckte Diamanten untersuchen.

Tjo, wie gesagt ist leider nach fünf Stages schluss und Dagobert grinst einem feist in’s Gesicht. Er ist nun reich, wir um ein paar Minuten unseres Lebens ärmer aber trotzdem glücklich. Ein grandioses Spiel, mit ebenso grandioser Musik (!) für Zwischendurch, was hätte ruhig etwas länger ausfallen können, aber gut. Es warten ohnehin noch fünf weitere Spiele auf mich.

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Fortress Of Fear

FORTRESS OF FEAR
Nintendo Game Boy | 1989

Eine Story gibt es eigentlich so gut wie nicht. Der böse Malkil, wer auch immer das nun sein mag, wartet auf dich in seinem Schloss. Du, ein edler Ritterm, musst ihm nun folgen und dabei allerhand Ungeziefer und Fallen ausweichen. Einen Storytwist gibt es auch nicht. ~_?

An Fortress Of Fear habe ich ganz seltsame Erinnerungen. Ich selbst habe das Spiel nie besessen, sondern nur einmal (!) beim Pino (xD?) auf seinem Game Boy gespielt. Das liegt womöglich daran, dass Fortress Of Fear hurenalt ist und sich meine ganzen Freunde mehr auf die neueren Spiele konzentrierten, weil die wichtiger waren. Ich spielte nur Stage 1 und erinnere mich, dass es eigentlich ganz…. “cool” war.

Ja…

~ The evil Malkil awaits to vent his wrath upon thee! ~


Was auf dem recht tollen Cover noch aussieht, wie ein RPG oder ein Gauntlet Verschnitt, entpuppt sich beim ersten Anspielen als waschechtes Jump’n'Run. Nicht mehr und nicht weniger. Ein paar Schlüssel und Kisten versuchen zwar diesen simplen Gesamteindruck etwas aufzuwerten, das klappt aber nur bedingt. Fortress Of Fear ist ein Jump’n'Run und das ist eigentlich auch gut so. Als edler Ritter macht man sich also auf in Richtung Malkils Schloss um ihn vermutlich zu töten. Warum weiß kein Mensch, interessiert auch nicht, denn Gründe ihn zu töten, finden wir unterwegs viele. Unzählige Fledermäuse, Fallen, herumfliegende Äxte, Pfeile und Totenköpfe trachten uns nach dem Leben. Und obwohl wir Ritter sind und einen Eisenpanzer tragen, ist das Spiel ziemlich schnell aus, denn Fortress Of Fear ist ziemlich schwer. Entweder wir fliegen in einen Abgrund, weil wir eine Platform um einen Pixel verfehlten, oder die Fledermäuse überraschen uns und ziehen uns gleich mal mehrere Herzen Energie ab. Wir haben zwar sechs ingesamt, diese sind aber schneller verbraucht, als uns lieb ist. Nach dem ersten Level dachte ich erst einmal: “WTF. Also doch ganz schön schwer…”. Ich hörte ja schon von vielen im Vorfeld, dass Fortress Of Fear super schwer sein soll. In jedem Review wird der Schwierigkeitsgrad erwähnt, etc.

Doch nach mehrmaligem Spielen, muss ich zu dem Entschluss kommen, dass es gar nicht so schwer ist, wie alle sagen. Auch die Steuerung ist nicht so “beschissen”, wie alle Welt behauptet. Im Gegenteil, einmal dran gewöhnt, umspringen wir viele Hinderniss, navigieren sicher von Platform zu Platform und schwingen unser Schwert wie Conan der Barbar. Des Weiteren stellt sich nach etwas längerem Spielen heraus, dass Fortress Of Fear eher an Rick Dangerous erinnert. Das ist auch schwer, wenn man sich GAR NICHT im Spiel auskennt. Viele Hindernisse in Fortress Of Fear können übersprungen werden. Viele Hindernisse sind gar keine mehr, wenn man weiß, wann sie auftauchen. Alle Gegner tauchen an den gleichen Stellen auf und neben etwas Geschickt braucht es also nur Erinnerungsvermögen, um bis in’s Letzte Stage zu kommen. Sicher, es ist trotzdem kein Zuckerschlecken, aber wenn das letzte Level und der letzte Boss wirklich schwer sind, dann ist das absolut in Ordnung und nichts außergewöhnliches. Des Weiteren kommt hinzu, dass Fortress Of Fear nicht mit Leben oder Energie geizt. Bis zum Stage 3 schafft man es – sofern man nicht verreckt – ganze 9 Leben zu sammeln. Weitere kommen im Laufe des Spieles noch hinzu und werden euch natürlich auch wieder abgenommen. Meine Vermutung ist also, dass viele Reviewer den Schwierigkeitsgrad an ihren Skillz von 1989 messen.

Was also bleibt ist ein Jump’n'Run, mit einer imho recht guten Steuerung und etwas Rick Dangerous Charakter. Spaßig fand ich auch die geheimen “Gänge”, die außerhalb des sichtbaren Spielfeldes liegen und etwas an Super Mario erinnern. Die Sache mit den Schlüsseln aufsammeln um herumliegende Kisten zu öffnen und deren Items zu entnehmen bringt nur eine ganz dezente strategische Note in’s Spiel. Schlüssel sind rar und so sollte man sich natürlich merken, welche Items in welchen Kisten sind, um nicht etwa zweimal die Boots Of Jumping zu bekommen, was absolut unnötig wäre. Sobald man einmal weiß, welches Item sich wo befindet, hat sich das auch schon mit der Strategie und Routine stellt sich ein.

Die Grafik ist für ein Spiel von 1989 ziemlich in Ordnung, muss ich sagen. Es gibt dezente Hintergründe, klar erkennbare Mauern, Holzlatten und sogar recht große Bosse. Das alles kommt ohne großartige Slowdowns aus und das bisschen Spriteflackern ist ja nun wirklich kein Problem. Ich war sozusagen angenehm überrascht. Die Musik hat ihre Ohrwürmer, klingt zwar etwas piepsig, ist aber definitiv als brauchbar einzustufen. Einzig und allein Stage 1 Tune ist hart an der Schmerzgrenze, erst recht, wenn man Stage 1 schon zum 352 mal spielt. Dafür gibt’s in den späteren Levels sogar noch richtig gute Tracks, die ich mir doch tatsächlich als MP3 anhören würde.

Trotz der vielen Tode, die man unweigerlich sterben wird, macht Fortress Of Fear dennoch spaß und ich spielte immerhin bis in’s letzte Stage. Das ist mir Ehre genug. Mehr will ich doch gar nicht. Für viele ist’s wohl einfach “nur ein Klassiker”, aber selbst heutzutage ist es noch gut spielbar. Etwas lachen musste ich allerdings, als ich sah, dass es ja von Rare ist. ~__~

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Super R.C. Pro-Am

Super R.C. Pro-Am
[ Oktober 1991 | Rare | Gameboy ]

Stellen wir uns mal vor, R.C. Pro AM wäre ein Spiel für Sonys Playstation 3. Man würde es kaufen, erwartungsvoll auspacken, in die PS3 einlegen und sie starten. Dann kommt der Sony Nagscreen, das Gerät booted, das Spiel wird gepatched, installiert und schließlich auch geladen. Dann wuseln wir uns durch ca. 20 Menüs, schauen uns mindestens weitere 3 Loadingscreens an und schließlich … naja … hat man einfach keine Lust mehr und wirft die PS3 mitsamt Fernseher aus dem Fenster, erschlägt dabei fast den Nachbarn und widmet sich dann dem Alkohol.

Zum Glück ist R.C. Pro AM aber für den Gameboy erschienen. So kriegen wir für ca. 0,2 Sekunden das Logo zu sehen und zack befinden uns dann schon auf der Rennstrecke. Es gibt kein Menü, keinen Loadingscreen, kein Nix. Gut das Nintendo Logo am Anfang kommt noch herein geflogen und es gibt einen Titelscreen, den man einfach gleich wegdrücken kann, aber das war es dann auch schon. So kann es auch sofort losgehen und der enthusiastische Gamer fragt sich warum das heute nicht auch so geht.

Okay, der Nachteil ist natürlich dass man mangels Menü nichts Laden kann (ergo gibt es keine Möglichkeit den Spielstand zu speichern), man keine Optionsmöglichkeiten hat und überhaupt nichts geht außer sofort loszudüsen, aber genau das ist eigentlich sehr cool und wird mich sicher auch in Zukunft noch dazu verleiten mal eben das Spiel einzulegen, was man wirklich nicht von allem behaupten kann.

R.C. Pro AM ist also ein einfaches Rennspiel, bei welchem man aus der Iso-Perspektive versucht mit seinen Fahrzeug, ich nehme an es sind diese ferngesteuerten Autos, natürlich der Erste in zahlreichen Rennen zu werden. Dabei gibt es immer 3 Gegner sowie diverse Power-Ups, die einfach auf der Strecke rumliegen. Darunter bessere Reifen und was man sonst so an den Wagen schrauben kann. Ganz nebenbei gibt es dann noch Waffen. Zum einen Minen die man ablegen kann und zum anderen so einen Schuss, wobei man mit beidem die Gegner ziemlich gut erledigen kann, was aber nicht viel bringt, da sie dann mit High-Speed wieder von hinten angefahren kommen. Am sinnvollsten ist es also die Waffen einfach bis kurz vor dem Ziel zu behalten und dann erst zu benutzen, aber das wird ja jeder selbst feststellen wenn er es einfach mal probiert. Zu guter letzt gibt es dann noch einzelne Buchstaben, die ebenfalls eingesammelt werden können und am Ende „NINTENDO“ ergeben. Einmal geschafft kriegen wir dann ein besseres Auto, hurra. Einen Schutzschild gibt es auch noch und überhaupt liegen einfach 150.000 Dinge auf der Fahrbahn rum. So sammelt man schon by default lauter Dinge ein und muss sich da garnicht mehr groß darum kümmern, das ist nice.

Tja soviel dazu. Die Grafik ist ganz schnuckelig, wenn auch nicht sehr detailreich. Musik gibt es nur beim Titelscreen sowie zwischen den Rennen. Während des Rennens läuft einfach garnix außer den Sound FX. Das ist eigentlich eine gute Idee, denn so schafften es die Programmierer bis zu 3 Soundeffekte gleichzeitig auf den insgesamt 4 Kanälen des Gameboys laufen zu lassen. Motorensound, Driftsound + das Zischen der gerade abgeschossenen Rakete gleichzeitig, da haben andere Games noch von geträumt oder mussten in der Zeit wo der Effekt läuft einen Kanal der Hintergrundmusik abschalten. Paha.

Also, geiles Game, da wank ich dort hard:

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Gargoyle’s Quest


GARGOYLE’S QUEST
Nintendo Game Boy | 1990

Als ich damals meinen Game Boy bekam, war ich ja ziemlich geflashed. Ich wünschte mir irgendwie einen zum Geburtstag, aber aufgrund des Preises, war es alles andere als klar, dass ich einen bekommen werde. Immerhin waren wir arme DDR Flüchtlinge, etc. pp. Jedenfalls bekam ich einen und hatte zu Anfang natürlich erst einmal nur Tetris. Gut, dass die reichen Westkinder in der Schule natürlich alle schon Game Boy hatten und für sie das fast schon ein alter Hut war. So konnte ich mir unbeschwert Spiele ausleihen. So kam ich eines Tages dann zu Gargoyle’s Quest, welches ich tierisch geil fand, weil die Grafik toll war und man mit einem coolen Gargoyle rumfliegen konnte. Das Spiel hatte nur einen Haken; Es war viel zu schwer. Ich kam nicht einmal über Stage 1 heraus. Klar, dass ich es irgendwann zurück gab’ und nie wieder davon hörte… Bis jetzt. 2008 kaufte ich mir also zum aller ersten Male seit all diesen Jahren einen GB Classic wieder und dieser kam lustigerweise unter anderem mit Gargoyle’s Quest. Dieses mal wollte ich min. Stage 1 schaffen.

Die Ghoul Realm entkam vor Urzeiten nur knapp der Katastrophe. Eine Horde Destroyers aus dem Nachbarland kam über die Ghoul Realm und zerstörte alles, was sie in die Finger bekamen. Die Einwohner der Ghoul Realm hatten keine Chance. Doch gerade, als sie die Hoffnung aufgaben, fegte ein Feuer über die Ghoul Realm und zerstörte alle Destroyer. Jahre später droht der Ghoul Realm erneut Gefahr…

Wir selbst spielen Red Areemer, besser bekannt als der böse Gargoyle, der im Spiel Ghost’n'Goblins noch Arthurs Freundin stielt (und vermutlich jede Nacht raped). Jetzt ist seine eigene Realm in Gefahr und wir machen uns auf ihm durch sein Abenteuer zu begleiten. Dieses wird relativ innovativ durch eine Mischung aus Jump’n'Run und RPG präsentiert, wobei die RPG Elemente etwas in der Unterzahl sind und schon die “Sprungpassagen” überwiegen. Auf der Oberwelt gibt es lediglich Dörfer zu erforschen, die stets gleich aussehen, die gleichen Bewohner und die gleichen Häuser bieten. Man kann in jedem Dorf einen Code abfragen, um dort wieder neu anzufangen, man kann seine gesammelten Valis (dazu später mehr) in Talisman des Wirbelsturms umtauschen und… ja sonst eigentlich nichts. Verlässt man das Dorf, findet man einerseits sichtbare Gegner, andererseits aber auch random Kämpfe vor. Diese random Kämpfe werden als 2D Jump’n'Run Abschnitt ausgetragen und nicht etwa als rundenbasierender Kampf. Dialoge gibt’s in den Dörfern auch nicht unbedingt viele und so muss ich mich fragen, ob dieser ganze RPG Touch nicht etwas überflüssig ist? Er stört jetzt nicht unbedingt, auch wenn es teilweise sehr nervig ist, bereits Leben auf dem Weg zum nächsten Dungeon zu verlieren, nur weil man in einen random Kampf gerät. Des Weiteren kostet es Unmengen an Zeit. Mir persönlich hätte nichts gefehlt, wenn man Gargoyle’s Quest nur die Sprungabschnitte in der Seitenansicht gelassen hätte.

Diese sind dafür umso grandioser. Firebrand, wie er in Europa heißt, kann nämlich Feuer spucken, hüpfen, sich an Wände krallen und für kurze Zeit fliegen. Diese Möglichkeiten zwangen die Coder von Capcom zu einem schlauen, aber auch schwierigen Leveldesign. Gargoyle’s Quest ist überhaupt schwierig. Ob das nun an den wenigen Hitpoints liegt, die man zu Anfang hat – nämliche ganze 2 – oder ob das an den teilweise sehr engen Passagen in den Levels liegt, kann ich nich genau sagen. Jedenfalls muss man sich jedes Level gut einprägen und jeden Stachel an der Wand kennen, bevor man überhaupt erst einmal zum Endgegner kommt. Wenn man gegen diesen dann auch noch eine Chance haben will, so sollte man im Level vorher keine Energie verlieren, denn vor dem Endboss gibt es natürlich keine neue. Aber das ist kein Problem, denn gerne spielte ich das Level noch einmal, da das Rumgehüpfe in Kombination mit dem Festkrallen, den gut platzierten Gegnern, der Levelarchitektur und dem temporären Fliegen unglaublich Spaß macht. Schon damals spielte ich Stage 1 immer und immer wieder, weil es einfach “cool” war, sich an Wände zu krallen und für ein paar Sekunden zu fliegen. Man muss aufpassen, wo man sich festkrallt, denn um von der Wand weg zu kommen, muss man springen und knallt so unweigerlich an Decken und eben auch Stacheln. Da gibt es ein paar wirklich fiese / schlaue Stellen, die gut umschifft werden wollen. Aber dabei hilft einem die absolut tadellose Steuerung, die auf alles so reagiert, wie sie sollte. Anfangs störte es mich etwas, dass man zum Fliegen nur kurz auf A drücken und diesen nicht “halten” muss, aber nach kurzer Eingewöhnungsphase und gerade gegen ende des Spiels merkte ich, dass es einfach die bessere Entscheidung war.

Jedenfalls gab es so ein Gameplay auf diese Art und Weise nur noch beim Nachfolger für das NES, soweit ich mich erinner. So ist es kein Wunder, dass Gargoyle’s Quest selbst 18 Jahre nach Release immer noch frisch wirkt.

Dazu trägt aber auch die wirklich über aller Maßen erhabene Grafik bei. Gargoyle’s Quest kann einfach trotz des hohen Alters mit allem mithalten, was danach auf den Markt kam. Alles ist klar erkennbar, die Hintergründe sind dezent, detailliert und sogar animiert und die Gegner ebenfalls. Besonders positiv muss der Kontrast erwähnt werden. Egal ob man in einer dunklen Höhle spielt, in einem brennenden Dorf oder auf der Oberwelt. Stets ist alles gut erkennbar, stets unterscheidet sich der Hintergrund genug vom Vordergrund. Beim Display des Game Boys keine leichte Aufgabe. Gut, bei hohem Spriteaufkommen gerät der Game Boy schon einmal gut in die Knie und Spriteflackern ist auch eher an der Tagesordnung, aber all das kann der tollen Grafik keinen Abbruch tun. Die Musik kann ebenfalls auf voller linie überzeugen. Anfangs ist das Titelthema etwas gewöhnungsbedürftig aber schon in Stage 1 überzeug die Musik durch tolle Melodien und einen düsteren Klang, der voll und ganz in die Atmosphäre des Spiels passt.

Damit ist Gargoyle’s Quest eine der Überraschungen bisher. Von den Game Boy Spielen, die bei meinem Game Boy dabei waren, verbrachte ich einfach die meiste Zeit jetzt mit Gargoyle’s Quest. Dabei verbringt man die meiste Zeit mit Fluchen ob des Schwierigkeitsgrades, aber das ist ok, denn irgendwie ging es immer genau dann weiter, als ich gerade aufgeben wollte. Was es zusätzlich etwas schwer gemacht hat, war der verwirrende RPG Crap. Ein Leben ist nicht einfach ein Leben. sondern heißt bei Gargoyle’s Quest “Essence Of The Soulstream”, wo man erst einmal drauf kommen muss! Diese kann man in der Oberwelt finden oder gegen Vials eintauschen. Was Vials sind weiß ich nicht, jedenfalls dienen sie nur zum Handeln. Oft bekommt man auch diverse Items, die man entweder Byrom geben muss oder die einem selbst dienen, aber oft checkt man gar nicht, was genau sie nun machen, da alles in der kryptischen Ghoul Realm Sprache erklärt wird. Da ist nie die Rede von Health, Energy, Lives, Continues oder Power Ups. So dauerte es bei mir eine Weile, bis ich erst einmal checkte, welches Item nun für was gut ist. Klar, dass man damals als Kind – das Spiel ist nur auf Englisch hier erschienen! – rein gar nichts kapiert und Gargoyle’s Quest schnell weg legt. Erst recht, wenn man in Stage 1 schon so oft verreckt.

Ein fataler Fehler.

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Und das lustigste ist ja… ich hab’s einfach durchgespielt?

Castlevania Adventure

CASTLEVANIA ADVENTURE
Nintendo Game Boy | 1989

Wir schreiben das Jahr 1989 und der Game Boy kommt auf den Markt. Noch muss er sich beweisen, noch müssen die ersten Spiele überzeugen, denn dass der Game Boy derartige Verkaufsrekorde hinlegt, das ist zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Damit die Spiele schnell auf den Markt kommen, portieren die meisten Firmen einfach abgespeckte Versionen bereits erfolgreicher Spiele auf Nintendos kleinen Handheld. Konami suchte sich die bei Spielern und Kritikern beliebte Castlevania Reihe aus. “Das wird DER Hit dieses Jahr. Schneller können wir nicht Geld verdienen. Wir müssen nur die NES Version etwas abspecken und fertig. Geil.”, sagte sich Konami…

…und bastelte gleich mal eines der beschissensten Game Boy Spiele ever zusammen. Ich habe keine Ahnung, was bei der Portierung schief lief, jedenfalls ist Castlevania Adventure unspielbar. Das Spielersprite läuft so zäh, wie der Stuhlgang, wenn man eine Woche lang nur trocken Brot aß, die Gegner sind dafür umso flinker und die Sprünge, die unser Held vollführt, spotten jeder Beschreibung. Er kann maximal ca. 50 cm nach vorne hüpfen und evtl. einen Meter hoch. Das ist kaum ausreichend für die absolut fiesen Sprungpassagen, die auf einen warten. Man muss sich pixelgenau positionieren, um überhaupt eine Chance zu haben. Dabei kann man sich natürlich keine Zeit nehmen, denn die kniffligsten Sprungpassagen, haben nur diese Platformen, die herunterfallen, sobald man sie berührt. Oft war’s das dann. Das es in jedem der 4 unfassbar langen und langsamen Levels nur einen Checkpoint gibt, ist wenig hilfreich. Schnell sind die 2 Leben einer der wild herumflatternden Fledermäuse geopfert, die man mit seiner beschissenen Peitsche einfach nicht erwischt, weil sie viel zu schnell ist und die Steuerung einfach beschissen ist.

Manche mögen einen Schwierigkeitsgrad dieser Art, ich kann allerdings nur dabei weinen. Darkwing Duck z. B. war auch schwer, aber auf eine faire Art und Weise, die trotzdem noch Spaß machte. Castlevania Adventure ist einfach nur eine Scheiße. Die Grafik und der annehmbare Sound schaffen es gerade noch so, dass ich dem Spiel einen einzelnen Pen geben kann. Die Grafik ist im ersten Stage mit detaillierten Bäumen im Hintergrund noch recht annehmbar, wird danach aber auch zusehends flacher. Keine Hintergründe mehr und komische sehr basic aussehende Levelarchitektur erwartet uns da. Die Musik ist ganz ok für die damaligen Verhältnisse. Ohrwürmer sind garantiert, wie so oft bei Castlevania und trotz des Alters klingt die Musik alles andere als piepsig. Aber tjo, leider bringt das alles nichts, weil dieses Spiele eine ganz große Scheiße ist.

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