Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

Stealth

~ S T E A L T H ~
VOM REGISSEUR VON XXX UND THE FAST AND THE FURIOUS
Hollywood 2005

Die nahe Zukunft. Die US Navi hat einen neuen Stealthbomber entwickelt, der komplett Computergesteuert ist (Probably Windows Vista SP5!). Dieser soll dem bereits bestehende Team aus 3 (menschlichen) Wingmen beitreten. Diese sind allerdings weniger davon begeistert. Und wer hätte das gedacht, bei einer Mission trifft ein Blitz den neuen Stealthbomber und dieser fängt daraufhin an rumzuspinnen. Er lädt sich alle MP3s, die es gibt, aus dem Netz herunter und schießt zudem wild mit Raketen umsich. Wird das Team um Gannon, Wade und Purcell ihn stoppen können???

ODER SIND SIE ETWA ALLE VERLOREN???

Als ich vor 2 Jahren den Trailer zu Stealth im Kino sah, wusste ich sofort, das ich ihn sehen muss. Ich wollte ja immerhin wissen, wie die Story, die man schon komplett im Trailer sah, mit weiteren schönen Bildern ausgeschmückt wird. Und ich wurde nicht enttäuscht. Gleich zu beginn fängt Stealth mit einer bombastischen Trainingssequenz der 3 menschlichen Bomberpiloten an. Trucks explodieren, als hätten sie 5 Hindenburgs an Bord und die gerade mal 25-jährigen Piloten vollführen die kühnsten Flugmanöver, wofür andere 10 Jahre Training benötigen. Ein truely fulminantes Opening. Das klingt eigentlich viel zu positivi, denn in Wirklichkeit war es höchst unrealistisch, viel zu übertrieben und während die Explosionen sehr nice aussahen, wurden die Flugzenen, wie auch im Rest des Filmes, durch ZU sicke CGI Kameraschwenks und “Rüttler” unanschaubar gemacht. Man erkannte einfach nix mehr.

Aber das waren ja nur die ersten Actionsequenzen. Danach sollte der Film sich erst einmal wahrlich meisterhaft auf die Charaktere und dere Emotionen konzentrieren. Es bedarf schon eines wirkilch ausgefeilten Drehbuchs, um einen Landurlaub zu zeigen, bei dem Jessica Biel nicht nur ihren a… absolut prächtigen Arsch zeigen und ihre Gefühle offenbaren darf, während Jamie Foxx direkt mal eine einheimische Thailänderin anlabert und sie – selbstverständlich kostenfrei, da ja Liebe im Spiel war – auf ihrer ärmlichen Landhütte in einem riesigen Reisfeld durchfickt. Währenddessen macht der dritte im Bunde sich überwiegend Gedanken darüber, wie er Jessica Biels Karriere nicht versaut und wankt (allerdings nicht zu sehen) sich die Seele aus dem Leib, während er an Jessica Biels a… absolut prächtigen Arsch denkt. Einfach meisterhaft, wie der komplette Landurlaub, der sich immerhin über fast 15 Minuten erstreckt, auf ganzer Linie unnötig erscheint und gut hätte unter den Schneidetisch fallen können. Aber nein, was sage ich da… gut, das wir dabei sind, denn so sehen wir Jessica Biels a… absolut prächtigen Arsch.

Ansonsten punktet der Film mit einer realistischen Darstellung der nahen Zukunft. Es werden nicht etwa Ufos geflogen oder silberne Kosmonautenanzüge getragen, nein, die Zukunft wird hier geschickt durch abnormal leuchtende… PCs im Navy Flugzeugträger visualisiert. Jedes Gerät, welches auch nur annähernd Strom bezieht, lässt es sich selbstverständlich nicht nehmen, mittels unzähligen an ihm angebrachten LEDs in unzähligen Farben (teilweise vom menschlichen Auge nicht einmal wahrnehmbar!) die Räumlichkeiten des Flugzeugträgers zu illuminieren. Selbst wenn am Gerät selbst kein Platz mehr da war, legte man ganz einfach 30 cm lange Kaltlichtdioden NEBEN den Laptop. Da braucht es keinen extra Hinweis auf die Jahreszahl, da weiß man sofort: “Aha! DAS ist die Zukunft!”. Überhaupt verdient das Set-Design hier größten Respekt und Lob, denn auch an Details wie “Der Apfel als Luxusgut in naher Zukunft” wurde gedacht. Äpfel sind in naher Zukunft nicht mehr einfach zu bekommen und nur der Elite vorbehalten. Diese horten die Äpfel dann dafür wie der Adel damals Pfeffer oder Salz. In jedem Büro sind Schalen mit Äpfeln zu finden und ab und an wird sogar einer gegessen. Dabei galt: Je mehr Apfelschalen im Raum, desto höher der Rang des Offiziers.

Aber ich verplapper mich. Zurück zum eigentlichen Film. Dieser war selbstverständlich truely langweilig und konnte nicht einmal durch die überaus dicken Explosionen das Einschlafen des Zuschauers verhindern. Die Story wurde also tatsächlich schon komplett im Trailer verfackelt und als Überraschung blieb nur noch der “Storytwist” übrig, das der computergesteuerte Stealthbomber, durch sensibles Einreden der menschlichen Piloten, doch noch (?!) “nett” wurde und selbigen sogar half. Das erwartete ich truely nicht und war kurzzeitig sogar so etwas ähnliches wie wach.

Das klingt jetzt alles ziemlich negativ, aber so schlecht war der Film gar nicht, denn immerhin sah man Jessica Biels a… absolut prächtigen Arsch. Allein diese Szene entschädigte für die knapp 90 Minuten an Lameness und ich bin froh, das ich sie in einem blauen Bikini sehen durfte. Überhaupt ist Jessica Biel eigentlich eine richtig sexy Schlampe, die ich gern mal komplett nackt sehen würde. Für die zwei drei netten Explosionen und Jessicas Arsch gibt es immerhin ganze zwei Penen!

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Jessicas Arsch, wie er im Film zu sehen ist.


Einfach hervorragend.



Jessica macht auch nuttig eine gute Figur.


Und hier mein Lieblingsbild. Das Kleid lässt einfach alles erahnen und betont ihre abnormalen Kurven, vor allem im oberen Bereich ihres Körpers.

Exodus

E X O D U S
edmond pang ho-cheung | hong kong 2007

Sergeant Tsim Kin-Yip (Simon Yam) arbeitet bei der Hong Konger Polizei und soll eines Tages einem Kollegen aushelfen. Dieser will unbedingt zur Geburtstagsparty seiner Tochter nach Hause und so erklärt sich Kin-Yip bereit das Verhör mit einem geschnappten Perversling zu führen. Dieser soll auf einem Damenklo Frauen beim urinieren (oooaaahhh) gefilmt haben. Dieser hat als Ausrede nur eine abstruse Story um eine Frauenverschwörung, welche Männer tötet. Als das Protokoll des Verhörs jedoch verschwindet, muss Kin-Yip es erneut aufnehmen und kommt dahinter, das Madam Fong (Maggie Siu) zuvor den Perversen besucht hat…

Geschickt und verwirrend fängt der Film mit einer Szene an, die wir uns zuerst nicht erklären können und von ihrer Musik und Ausführung gefangen genommen werden. Fast schon Stanley Kubrick style, sieht man mehrere, halbnackte Männer mit Tauchmaske und Schnorchel ausgerüstet, wie sie in einem endlos scheinenden Korridor einen Mann verprügeln. Dann Schnitt und der Film fängt an und das dann wesentlich ruhiger und weniger abstrus. Fast könnte man anhand des Klappentextes, bzw. der Ausgangssituation, davon ausgehen, das es sich bei Exodus um eine schwarze Komödie handelt, dem ist aber bei weitem nicht so. Etwas Drama, etwas Satire und viel Thriller vermischen sich hier zu einem Film, der von Anfang an zu fesseln weiß, aber durchaus seine Längen hat. Die Inszenierung ist ziemlich langsam und Simon Yam tut sein übriges als fast nichts sagender Protagonist, aber durch die geschickte Erzählweise bleibt man bis zum Schluss am Ball. Immer dann, wenn man meint alles sei klar, taucht ein Hinweis oder eine Szene auf und man steht erneut vor einem Rätsel. Und überall diese teilweise völlige Stille. Oft sind nur Soundeffekte zu hören und die einzige Musik, von der Eröffnungsszene abgesehen, beschränkt sich auf ein langsames Pianostück.

Die Story ist dann leider im Nachhinein etwas dünn, regt aber durchaus zum Nachdenken an und wird immerhin optisch wundervoll verpackt. Kameraman Charlie Lam (Beyond Our Ken, Isabella (!), Mr. Cinema…) zeigt reduzierte, klare und wundervolle Bilder, die teilweise schon an Grafiken erinnern und mal wieder wünscht man sich von jedem Frame einen Ausdruck in einem Bilderrahmen. Schaut man sich das Making Of und die ungeschminkte Wahrheit einer DV Kamera, so weiß man die Arbeit noch mehr zu würdigen, da irgendwie gerade Winter in Hong Kong war und die Sets alles andere als super geil aussahen?! Wie kriegt man bitte dennoch so nice Bilder hin? :/

Leider ist das Ende ein wahrer Abturn und der Film hätte gut daran getan, wenn er einfach 15 Minuten vorher aufgehört hätte, aber man kann anscheinend nicht alles haben und immerhin ist Exodus bei weitem noch besser und interessanter als random Hollywood Mischmasch Nr. 5325.

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Contra 4

Contra 4
Wayforward | Nintendo DS | 2007

Die Erde wird erneut von einer Alienplage heimgesucht. Ein außerirdisches Monstrum namens “Black Viper” schickt im Jahre 2638 – mal wieder – eine Horde hässlicher Aliens, welche die Erde selbstverständlich gerne menschenfrei hätten. Entweder die Menschheit unternimmt etwas, oder es ist aus. Die Führer der Erde (also nicht Angela Merkel) rufen die vier härtesten Burschen zur Hilfe: Bill Rizer, Lance Bean, Mad Dog und Scorpion. Ihre Aufgabe ist es, die Alienhorden zu vernichten und den Menschen der Erde ein friedvolles Leben wieder zu bringen. Oder sowas in der Richtung jedenfalls.


(Links: Henk Nieborg zeichnet sich für die Hintergründe und die Bossgrafiken verantwortlich. | Rechts: Wer sonst könnte im Jahre 2007 noch derart geile Grafik abliefern?)

Als vor ein paar Monaten “Contra 4″ als nicht japanische Produktion angekündigt wurde, machte ich mir gar keine großartigen Gedanken über das Spiel. Ein US Spieleentwickler, der noch dazu zuvor mit Spielen wie “SpongeBob SquarePants: Creature From the Krusty Krab”, “Barbie 12 Dancing Princesses” und “Disney’s American Dragon: Jake Long, Attack of the Dark Dragon” für “Aufsehen” sorgte, wie sollte das denn bitte gut gehen? Die Contra Serie wurde bis dato in amerikanischer Hand nur missbraucht, geschändet und angepisst und ich denke jeder erwartete erst einmal das schlimmste. Bis die ersten Screenshots auftauchten. Es war immerhin 2D und sogar… richtig sexy?! Aber klar, gute Grafik kriegen ja viele hin heutzutage, aber das Gefühl eines Spieles der 80er Jahre auf eine moderne Konsole, bzw. einen Handheld zu portieren, das schafften bislang nur sehr sehr wenige.

Wayforward darf sich nun offiziell dazu zählen.

Contra 4 ist eine Zeitreise zurück in die 80er. Es gibt keine Touchscreen Spielereien, keine komischen Adventure Zwischensektionen, keine 3D Grafik, keine unendlich Continues, keine Energie, keine Savepoints. Statt dessen gibt es knallharte Action, viele Bullets, wenig Leben und jede Menge Gegner. Contra 4 ist überraschend hart. Während es casual gamer, die das Spiel vielleicht ausversehen geschenkt bekamen, frustriert in die Ecke schmeißen werden, frohlocken die Hardcore Zocker und wanken ein ums andere mal, wenn sie mal wieder ein Leben lassen. Dabei bleibt Contra 4 aber fast immer fair und bei jedem Ableben denkt man sich eher “Scheiße ich Depp!” anstelle von “Hä?”. Contra 4 ist auf eine oldschoolige Art schwer, die erst abschreckt, aber bei genauem Hinsehen zu mastern scheint. Einfach nur Reaktionen helfen nicht immer, man sollte die Levels fast in und auswendig kennen, um es überhaupt bis in’s zweite Stage zu schaffen.

Ich persönlich kann leider mit so einem Schwierigkeitsgrad nicht viel anfangen. Während der Otto Normal Hardcore Zocker wohl stundenlang immer und immer wieder das erste Stage spielt, bis er es mal geschafft hat, wird mir einfach nur langweilig. Es macht mir keinen großartigen Spaß. Des Weiteren kommt dann immer dieser Erfolgsdruck dazu: “Du musst Stage 1 ohne Lebensverlust schaffen, sonst brauchste Stage 2 erst gar nicht anfangen…” Das hat zur Folge, das man das Spiel anfängt, an einer random Kleinigkeit wie einem hochhüpfenden Gegner stirbt und Stage 1 noch einmal anfängt. Man versucht es wieder, stirbt diesmal, weil die Konzentration schon leidet und fängt noch einmal von vorne an. Das ist wenig spaßig und dazwischen muss man sich zudem immer und immer wieder den “Stage 1″ Screen ansehen und dann auch noch warten, bis einen der lame Helicopter endlich absetzt. Dazu kommt, das Contra 4 zwar tolle Boni in form von Zusatzspielen, Zusatzchallenges und was weiß ich noch alles parat hält, ich diese Dinge aber leider nie sehen werde, da ich kaum über Stage 4 hinaus komme. Ich werde nie mehr als 30 % des kompletten Spieles sehen können. Die Developer schließen damit eine ziemlich große Gruppe von Spielern aus. Und nein, auf Easy spielen bringt natürlich rein gar nix, da a) das Spiel genauso schwer ist und man nur mehr Leben und voll aufgepowerte Waffen hat und b) die letzten zwei Stages auf Easy einfach wegfallen.


(Links: Das erste Stage erinnert Stark an das original Contra | Rechts: Das City Stage erinnert stark an Contra III – The Alien Wars auf dem SFC)

Dazu bietet Contra 4 eine super hurendicke Grafik, für die sich Henk Nieborg verantwortlich zeigt und die einfach mit zum schönsten gehört, was der DS zu bieten hat. Die Palmen wehen im Wind, die Bosse sind 2 Screens hoch, glänzen mit marionettenartigem Spriterotating und überall sind details. Abbröckelnder Putz von Wänden, einzeln erkennbare Grashalme oder detaillierte Bergketten im Hintergrund. Dabei schaffte er gekonnt den Spagat zwischen seinem eigenen Stil und dem von Contra III – Alien Wars. Henk Nieborg übertraf sich hier wieder einmal selbst und schuf ein 2D Grafik Meisterwerk, das jeder mal gesehen haben sollte. Dazu die remixte Musik von Chiptunevirtuose Virt und man merkt, das Wayforward tatsächlich etwas am Spiel lag. Das ist selten, das hat man heutzutage fast gar nicht mehr und umso mehr freut es einen. Contra 4 ist endlich eine Fortsetzung die in die Fußstapfen der Urväter treten kann und diese gar ausfüllt.

Mit der Wertung tu ich mich etwas schwer. Ich persönlich muss ihm einfach nur Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen geben, da mir der Schwierigkeitsgrad einfach auffen Sack geht und mir viel zu unnötig erscheint. Ich sehe kaum vom Spiel und das andauernde Wiederholen der Levels, nur damit man es endlich bis in’s Stage 2 schafft wiegt für mich einfach zu schwer. Contra Fans und Spieleveteranen, die den Schwierigkeitsgrad schon bei den alten Contra Teilen zu schätzen wussten, können bedenkenlos von einem Pen Pen Pen Pen Pen Rating ausgehen.

The Detective

The Detective
(C+偵探 | hong kong 2007 | oxide pang | dvd: – )

Tam (Aaron Kwok) ist ein heruntergekommener Möchtegerndetektiv in Thailand. In sein ebenso heruntergekommenes ‘Büro’ traut sich nur selten jemand hinein. Um so überraschender ist es daher, dass eines Tages der seltsame Lung (Shing Fui-On) genau das tut. Verwirrt behauptet er, eine Frau verfolge ihn in der Absicht, ihn töten zu wollen. Durch ein saftiges Bündel Geldscheine motiviert, nimmt Tam die Spurensuche auf, und gerät dabei in einen mysteriösen Mordkomplott, bei dem sich alle Beteiligten früher oder später das Leben zu nehmen scheinen.

Entgegen aller voreiligen Vermutungen handelt es sich bei dem neusten Solowerk Oxide Pangs nicht um einen Horrorfilm, sondern um einen noir-esken Krimi, der sich im ersten Drittel sogar nicht zu schade ist, einige humorvolle Untertöne anklingen zu lassen. Völliges Neuland wird aber nicht betreten, da die Stimmung und Spannungskonstruktion durchaus Parallelen mit dem üblichen Pang’schen Gruselschmarrn besitzt.

The Detective ist dabei ein überraschend unterhaltsamer Film; nicht zuletzt auch durch den vielseitigen Aaron Kwok, der seine Rolle des schmierigen Taugenichts überzeugend spielt, ohne auch nur ein einziges mal Popstarallüren zu zeigen. Unterstützt wird seine Darstellung natürlich von den exzellenten Bildern, die in ihrem Gelbstich die thailändische Hitze unterstreichen und im weiteren Verlauf – auch der Handlung entsprechend – zu regelrecht düsteren Schattierungen übergehen.

Scheinbar selbstzufrieden gibt sich der Film in den ersten 45 Minuten nicht sonderlich viel Mühe, dem Zuschauer zu erklären, was hier eigentlich los ist. Tam beginnt seine Spurensuche, angelt sich von Person zu Person weiter, findet Leichen, unternimmt Verfolgungsjagden, weiß aber nicht, wie alles in Zusammenhang steht. Anfangs finden wir das zwar noch ganz spannend, doch irgendwann wird die Anzahl der auseinanderzuhaltenden Namen immer größer, die Beziehungen immer komplizierter. Es hilft nicht gerade, dass das Script die Angelegenheit verwirrender konstruiert, als sie eigentlich ist. Pang streift mehrmals an der völligen Verhaspelung vorbei, liefert wie als Entschuldigung später stilvoll Erklärungen hinterher – was ihm auch durchaus gelingt. Doch insgesamt gesehen ist die Story längst nicht so interessant und mysteriös, wie es uns die völlig überdramatisierte Musik und Tams schweißgebadetes Paranoiagesicht weissmachen wollen.

Tams Motiv, sein unerbittliches Festhalten am Fall, muss daher auf andere Art und Weise gerechtfertigt werden. Gerade hier säuft Oxide Pang dann leider in die genreüblichen Klischeesümpfe ab. Tam ist ein Charakter, der keine Tiefe braucht, wir lernen aus seinen Handlungen und Lebensumständen bereits genug über ihn selbst. HK-typisch wird uns dennoch mit Flashbacks zusätzlich seine tragische Vergangenheit aufoktroyiert. Billig und unnötig. Doch am Ende immerhin noch nicht genug, um The Detective als spannenden, elegant-dreckigen Thriller zu Fall zu bringen. Ein anderer Grund dafür heißt übrigens Liu Kai Chi. Jener scheint sich langsam zu einem höchst verlässlichen Charakterdarsteller zu mausern und liefert als Polizist und Tams Jugendfreund locker die beste Leistung im Film ab.

Für Pang-Verhältnisse ist The Detective damit überdurchschnittlich und einer der sehenswerteren HK-Filme 2007. Das holprige Drehbuch und ein verunglücktes Finale verhindern eine bedingungslose Empfehlung, aber zumindest bestätigt sich hier die Vermutung, dass Oxide der Pang mit weitaus größerem Potential ist. Gerne mehr davon!

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Leave Me Alone

LEAVE ME ALONE
danny pang | hong kong 2004

Man (Ekin Cheng) und Kit (Ekin Cheng ~_?) sind Zwillinge. Als Kit bei einem Besuch Mans einen Autounfall hat, kommt seine Freundin ganz schön in die Klemme. Ein Kredit bei der Bank sollte eigentlich klar gemacht werden, aber ohne Kits erscheinen haben sie schlechte Karten. Und das Geld bräuchten sie unbedingt für einen Kredithai, mit welchem nicht zu spaßen ist. So macht sich einfach der schwule Man – also er ist truly gay – auf den Weg nach Thailand, um Kits Freundin etwas unter die Arme zu greifen und den Kredit klar zu machen. Klar, das das ohne Thailändischkenntnisse schwierig wird und scheitern muss. Doch der Kredithai will seine Kohle..

“Leave Me Alone” entstand allein unter der Regie Danny Pangs, denn sein Bruder war zu gleichem Zeitpunkt auch mit einem Film beschäftigt. “Abnormal Beauty”, welcher nicht nur der bessere der zwei Filme ist, sondern auch eine Szene mit ihm teilt. Der Autounfall ist genau der gleiche, wie bei “Abnormal Beauty”. Wir haben also die Möglichkeit zwei gänzlich verschiedene Storylines zu beobachten, bei denen ein und derselbe Autounfall als Auslöser für Änderungen fungiert. Das klingt alles ganz nice, wurde im Marketing beider Filme auch oft propagiert nur leider ist es recht halbherzig umgesetzt worden und eigentlich auch völlig scheiß egal. “Leave Me Alone” ist ein klein wenig Triadenfilm, ein klein wenig Beziehungsdrama und ein klein wenig Fish Out Of The Water Komödie. Von allem ein wenig und so funktioniert jeder Teil eben auch nur wenig. Alle Teile zusammen ergeben dann lustigerweise doch einen ganz netten Film, bei dem die lustigeren Szenen eigentlich Indikator dafür sind, das Danny Pang sich lieber hätte auf eine Komödie spezialisieren sollen. Das stünde einerseits in einem besseren Kontrast zum düsteren “Abnormal Beauty” und andererseits sind die lustigen Szenen auch einfach die besten im Film. Kein Gay-Klischee wird ausgelassen und am lustigsten sind mal wieder die Heteros, die sich gegen alles Gaye zu wehren versuchen. Aber auch der Gay in Situationen, die ansonsten eher richtigen Männern (*grunz*) widerfahren, ist für viele Lacher gut. Dabei spielt Ekin Cheng so gut er halt kann und Charlene Choi sieht nur super cute bis regelrecht sexy aus.

So ist “Leave Me Alone” für Pang Verhältnisse eher eine Enttäuschung und nur beim ersten mal Anschauen halbwegs interessant. Dazu trägt unter anderem auch die hervorragende Optik bei, die wir ja von Pang Produktionen nun mittlerweile gewohnt sind. Die Musik hält da mit Pang Standards leider nicht ganz mit und so kommt es, das zu wilden – etwas holprig inszenierten – Schießereien einfach ganz ganz erbärmliche Technoklänge ertönen. Nun… Würde er im Fernsehen laufen, könnte man ihn sich gerne mal anschauen, aber extra Geld für eine DVD ausgeben muss man wirklich nicht.

Den dritten Pimmel kriegt “Leave Me Alone” ganz klar wegen den lustigen Szenen und der tollen Optik.

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The Banquet

The Banquet

Feng Xiaogang | 2006

 

China im Jahre 907 nach Christus. Das Reich ist in zehn Königreiche zerbrochen und fünf Dynastien streiten sich darum. Der Kaiser wurde von seinem eigenen Bruder (Ge You) ermordet, woraufhin dieser nicht nur dessen Thron besteigt, sondern sich gleich noch seine Ehefrau (Zhang Ziyi, kein Wunder also.) schnappt. Da die Frau des neuen Kaisers aber einst in Prinz Wu Lan (Daniel Wu) verliebt war, lässt Kaiser Li ihn einfach töten. Prinz Wu Lan jedoch lebt seit langem als Gay Ausdruckstänzer und entzieht sich so mit ziemlich sicken Moves und viel Glück dem Attentat des Kaisers. Als er darauf hin zurück in den Palast kehrt, scheint eine alte Liebe wieder aufzuflammen.

“The Banquet” ist eher als Kostümfilm mit Wuxiaelementen anzusehen. Wuxia, ein sehr bekanntes und beliebtes Genre der chinesischen Literatur sowie des chinesischen Filmes, ist bei “The Banquet” eher zweitranging und der Fokus liegt hier ganz klar beim Drama. Somit wird “The Banquet” mit seinen 130 Minuten Laufzeit dann doch stellenweise etwas langatmig. Damals mag es sich zu Hofe des chinesischen Kaisers geziemt haben, sich langsam zu bewegen und überhaupt hatte man damals ja nichts anderes vor (Wii, IRC, etc.), aber dem heutigen Publikum erscheint die Langsamkeit des öfteren eher als fremd oder gar langweilig. So tat sich Feng Xiaogang gut daran sein Drehbuch mit den besten Ideen verschiedenster, altbewährter Romane (z. B. Hamlet) zu füttern und schafft es so einen tatsächlich wach zu halten. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber zugeben, das ich Hamlet nie las oder sah und somit keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Einfluss auf den Film ziehen kann. Ich muss somit anderen Reviewschreibern etwas vertrauen schenken. Die Geschichte hält zwar nichts weltbewegend neues oder gar überraschendes bereit – ja selbst der Schluss wirkt dann etwas zwanghaft – kann aber durchaus überzeugen und überraschte mich etwas in ihrer Transparenz, da ich oft mit den Verwandschaftsverhältnissen zu Hofe des chinesischen Kaisers so meine Probleme habe. Ganz schwierig wird es dann, wenn eine Intrige der nächsten folgt, aber wie gesagt, gottseidank nicht bei “The Banquet”.

Somit ist der Plot ansich zwar etwas flach, aber die Lücken füllt Feng Xiaogang mit Bildern aus. Mit unfassbar tollen Bildern. “The Banquet” ist optisch einfach so voller Details, so wunderschön und insich absolut stimmig, das man die Szenerien einfach nur genießen kann. Wer sich an wunderschönen Bildern erfreuen kann, dem sei “The Banquet” sehr an’s Herz gelegt. Die gewählten Farben, das dominierende Schwarz, das Licht, die Kostüme und die unglaublich aufwändigen Sets machen “The Banquet” einzigartig und die DVD Special Edition tut sich gut daran, gleich ein Artbook mitzuliefern. Im direkten Vergleich zu “Curse Of The Golden Flower” wirkt “The Banquet” sogar weniger eintönig und einfach viel grandioser.

Aber selbst da hört es noch nicht auf. Der gewählte Cast kann durchweg überzeugen und hat keinen einzigen Aussetzer. Besonders Daniel Wu fällt positiv auf. Auch Ge You und Zhang Ziyi bringen gekonnt etwas Sinnlichkeit in die oft sehr kühle Athmosphäre am Hof. Feng Xiaogang hat kapiert, das es für Sinnlichkeit und Emotionen zu etwas mehr bedarf, als nur zurückgehaltene Tränen in eisernen Geischtern. Dazu der außergewöhnliche Soundtrack von Tan Dun, der unsere Ohren mit weiblichen Gesängen und westlichem Orchester umschmeichelt sowie das ganze mit klassischen, chinesischen Instrument garniert und fertig ist eine grandiose Atmosphäre, die von den letzten Vertretern des Genres nicht erreicht wurde. Schade, das die Screenshots dem eigentlichen Geschehen auf der Leinwand nicht im geringsten gerecht werden. Mal wieder..

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Butterfly And Sword

b u t t e r f l y & s w o r d
hong kong 1993

Nun… ehm… Michelle Yeoh spielt Schwester Ko. Sie… eh… zog einst drei kleine Kinder auf. Darunter Sword, gespielt von Tony Leung Chiu-Wai und noch einer, gespielt von Donnie Yen. Sie sind gut befreundet und… ka. Schwester Ko verliebte sich wohl irgendwann in Tony Leung, welcher aber viel lieber mit Joey Wang bumsen würde. Kann ich ihm nicht verübeln. Wobei ich beide genommen hätte. Donnie Yen steht auf Schwester Ko, ist aber zu schüchtern, es ihr zu sagen. Naja und dann gab’s noch lauter hin und her mit random Eunuchen (!?), random Bösewicht, der die Weltherrschaft im Martial Arts Bereich an sich reissen will und… noch viele viele andere Dinge. Ich kam da nicht mehr so ganz mit. Es war alles viel zu wirr.

“Butterfly And Sword” wollte ich sofort schauen, als ich das “Best Of” auf Youtube schaute (Siehe Link weiter unten). Damals dachte ich noch, das es ein Trailer war und hoffte, mehr von der grandiosen Action zu sehen. Leider hat der Film außer der Action nicht mehr zu bieten. Komische Dialoge, langweiliges hin und her und… ach keine Ahnung. Ich raffte ja leider auch nix. Oft ist es dunkel und man checkt gar nicht wer da genau durch die Luft flattert. Oder die Personen unterhalten sich derart schnell, das die Subtitles schon längst wieder weg sind, wenn ich erst 3 Worte gelesen habe. Mal von den verwirrenden Texten um Allianzen, Kung Fu und Prinzen einmal abgesehen. Und wenn man mal etwas checkte, dann waren es langweilige Szenen um Tony Leung und entweder Joey Wang oder Michelle Yeoh, wie sie sich belabern und wer nun wen wie toll liebt und blah blah blah. Keine Ahnung. Einfach langweilig. Die Musik war richtig nice und die Schauspieler in ihrem Element… schätze ich…

ABER… da wäre ja noch die Action. xD Die ist einfach… total abgefahren. Ohne Computertricks und nur mit Seilzügen wurden hier einfach animemäßige Kämpfe inszeniert, wie ich sie noch nie in einem Wuxiafilm sah. Tony Leung fliegt randomly durch die Luft und links und rechts von ihm explodieren einfach Menschen, weil er wild mit seinem Plastikschwert umher fuchtelt. Hurengeil. Oder am Schluss, wenn Tony Leung einfach einen random Move macht und durch den Gegner hindurch (???)… fetzt. Einfach sehr sehr nice. Dazu kommt viele herumfliegende Körperteile, explodierende Körper und Köpfe und natürlich auch etwas Blut hier und da. Eigentlich kein zimperlicher Film, trotz seiner fast schon Romcom Style Storyline.

Aber bevor man sich den langweiligen Film anschaut, sollte man sich eher das Best Of auf Youtube anschauen. Dieses läuft genau so am Ende des Films und erinnert einen praktisch noch einmal daran, warum man sich den Film überhaupt angetan hat. Bitte checkt die dicke Action aus:

http://www.youtube.com/watch?v=ru2IEEUgpcM

(ACHTUNG MUNIN: Es fliegen Menschen umher. Das ist in höchstem Maße unrealistisch und nicht für deine Augen bestimmt. Fliegende Menschen, Schwerter und Damenroben sind total lächerlich und gehören nicht auf die Anzeige deines Monitors. Bitte NICHT anschauen!!!)

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Bangkok Dangerous

เพชฌฆาตเงียบ – อันตราย
BANGKOK DANGEROUS
pang brothers | 1999

Kong ist seit seiner Kindheit taubstumm und wurde fürchterlich gehänselt. Klar, das er sich nun zu einem eiskalten Auftragskiller gemausert hat. Ohne zu hören, ohne zu sprechen und vor allem ohne Gefühle killt er alles und jeden, solange es Geld dafür gibt. Eines Tages jedoch lernt er die super super super süße Fon kennen. Klar, das er sich etwas in sie verguggt. Gemeinsam erleben die beiden eine wundervolle Zeit (auf dem Rummel z. B.). Als Fon allerdings durch einen nächtlichen Überfall raus bekommt, das Kong ein Killer ist, rennt sie – nachdem sie es sich noch einmal gut überlegte und dabei Kong mit herzerweichend traurigen Augen anschaute – einfach weg. Kong ist traurig. Wird ihre zarte, gerade erst aufgekeimte Liebe dieser schweren Prüfung Stand halten?

Das liest sich super dramatisch, super traurig und wunderschön. So schön, das ich weine. Schade, das die Inhaltsbeschreibung nichts mit dem Film zu tun hat. Dieser suckt nämlich gewaltig und bietet uns überwiegend bunte Bilder von random Leuten, die random rumlaufen und random herumschießen. So ganz kapierte ich den Plot nicht, da relativ wenig gesprochen und so gut wie nichts erklärt wird. Das das Drehbuch eher auf langweilig getrimmt ist und einem mit unzähligen, rather unnötigen Szenen der Ablauf nur unnötig in die Länge gestreckt wird, mach das ganze nicht wirklich einfacher. Gut, den Plot mit Kong und der (wirklich huuuuuuuuuuuuuuuren süßen) Freundin habe ich mitbekommen. Aber sonst? Ja sonst ist da nichts. Das wäre ja auch nicht so schlimm, wenn einfach der Beziehungssubplot etwas wäre, an dem man sich orientieren kann. Aber irgendwie wirkte er eher wie ein subsubplot. Praktisch die Nebenhandlung einer Nebenhandlung. Kong trifft sie. Sie erschrickt aufgrund seiner Waffe (Nein, nicht seines Pimmels. Hehe, das wäre wenigstens interesting gewesen) und rennt weg. Dann schaut er sie immer traurig von der Tür aus an. Tjo das war’s. Keine weiteren Hinweise von Liebe, keine Gefühle, kein nichts. Das ist schade, da die Schauspielerin von Fon einfach nur göttlich süß ist. Ich würde sie sofort heiraten, wenn sie nicht Schauspielerin wäre und wahrscheinlich soviel Geld verdient, das sie nur auf mich herabschauen würde.

Nun ja. Mal vom subsubplot abgesehen, gibt’s natürlich auch viel Aufträge, die Kong ausführen muss. Die meisten checkte ich gar nicht, weil alle Asiaten gleich aussehen, es überall super dunkel ist oder die Pang Brüder komische Filter und Kamera… dinger einsetzten. Ja Bangkok Dangerous ist voll davon. Bisschen DV Cam hier, 8mm hier, viel Farbfilter oder buntes Licht da und natürlich darf die obligatorische Ruckelkamera oder Zeitlupe auch nicht fehlen. Ich hab’ ja nichts gegen Style Over Substance aber das ist bei Bangkok Dangerous einfach übertrieben worden. Dabei gibt’s viele Szenen, die richtig nice aussehen, aber manches sieht sogar regelrecht billig aus und passt gar nicht so recht in den Film. Gleiches gilt übrigens für den Soundtrack, der einerseits schön düster und teilweise gruselig war, aber zwischendrin immer wieder super lame wurde. Was soll denn das. Dabei wirken manche Szenen in Kombination mit der scary Musik so nice, das ich mir gerne einen richtigen Film in dem Style wünschen würde.

Aber leider ist Bangkok Dangerous kein richtiger Film. Sad

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People’s Hero

People’s Hero
derek yee | HK 1987

Zwei Kleinkriminelle (Tony Leung Chiu-Wai und noch ein anderer, total sicker?!) wollen eine Bank überfallen. Kurz vor Feierabend gehen sie in die Bank. Als der sicke Kumpel da einen seiner Epilepsieanfälle kriegt, scheint die Aktion schon zu scheitern. Beide beschließen zu gehen. Tony Leung merkt dabei nicht, wie in seiner McDonald’s Tüte (Njam) Fanta (Igitt) ausläuft und die Tüte, in der auch seine Waffe liegt, aufweicht. Die Waffe fällt heraus, alle schauen ganz verdutzt und dann geht alles ganz schnell. Es fällt ein Schuss, ein Polizist ist getroffen und Tony Leung völlig überfordert mit der Situation. Wenn er wüsste, das der gemeingefährliche Sunny Koo (Ti Lung mit hurengeiler Brille) unter den Geiseln ist.

“People’s Hero” hätte auch als Theaterstück funktioniert. Mit fast nur einem Schauplatz, der Bank, erinnert es stark an’s Theater und andere Bankraubfilme (?). Da ein Film dieser Art ohne großartige Schauspieler und ebenso gut gezeichnete Charaktere einfach hoffnungslos langweilig ist, tat Derek Yee sein bestes und arbeitete sehr wahrscheinlich ganz doll viel und hart am Drehbuch. Seine Wahl den Film unter anderem mit Tony Leung Chiu-Wai (Welcher für die Rolle eine Auszeichnung bekam), Ti Lung und Tony Leung Kar-Fai zu besetzen war schon einmal recht gut. Dem Drehbuch fehlt allerdings noch das ganz kleine Quentchen zu einem großen Film. Ti Lung und Tony Leung Chiu-Wai werden zwar ausreichend beleuchtet, das heißt ihre Motive werden klar und ihre Charaktere schaffen es Sympathien zu wecken. Gerade anfangs ist noch unklar, wer nun eigentlich “People’s Hero” ist und somit gut und böse. Die Geiseln selbst hätten imho etwas mehr beleuchtet werden können. Man kann sie zwar alle gut außeinander halten, aber würde eine sterben, wäre uns das eigentlich egal. Das wurde bei “Space Travelers” z. B. etwas besser gelöst. So fehlt dem Film dann leider ein klein wenig Spannung.

Ich war die ganze Zeit zwischen 3 und 4 Penen hin und her gerissen, aber der sicke Soundtrack und das nice Ende retten den Film vor dem 3-Penen Rating. Gerade der Soundtrack sorgt am Schluss für die passende Stimmung. “People’s Hero” ist für Tony Leung Chiu-Wai und Kar-Fai Fans gleichermaßen interessant, da man sie nur selten so jung vor der Kamera sah.

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My Heart Is That Eternal Rose

MY HEART IS THAT ETERNAL ROSE
hong kong 1989 | patrick tam

Ex-Triadenmitglied Cheung (Kwan Hoi San) bekommt eines schönen Tages den Auftrag, den Sohn (Cheung Tat-Ming) eines großen Gangsterbosses illegal nach Hong Kong zu schmuggeln. Er lehnt den Auftrag besser nicht ab und besorgt sich Rick (Kenny Bee) und einen korrupten Polizisten (Ng Man Tat), die ihm dabei helfen sollen. Der korrupte Bulle wird dabei immer geldgierieger und so kommt es, wie es kommen muss; der Sohn des Gangsterbosses stirbt. Der Polizist gleich mit und so würde sich der ganze Hass der Triaden nun auf Cheung und Rick konzentrieren. Da beschließen sie lieber abzuhauen. Doch bevor Rick mit seiner hurengeilen Freundin Lap (Joey Wang) abhauen kann, wird Cheung gekidnapped. Lap beschließt einen Triadenboss Sheng um Hilfe zu bitten. Klar, das er sie erstmal geil rapen will und einfach zwingt seine Frau zu werden, wenn er ihren Vater retten soll.

Ich hätt’s nicht anders gemacht.


(Links: Kenny Bees Gesichtsausdruck verändert sich nur manchmal derart | Rechts: Hong Kong ist so geil, das man selbst als heterosexueller Mann, homosexuell werden würde, wenn der künftige Lover einem versprechen würde mit ihm in Hong Kong zu leben. Für immer.)

My Heart Is That Eternal Rose, dessen Titel recht lang ist, fängt ziemlich oldschoolig wie ein Bloodshedfilm an, wird danach aber immer wieder durch Joey Wangs Liebe zu Kenny Bee und anderen Sehnsüchten unterbrochen. Bzw. durchzogen. Das schadet dem Film aber nicht halb so wenig, wie die Insenierung, die irgendwie etwas schüchtern daher kommt. Irgendwie wartet man ständig, das etwas passiert und fragt sich kurz vor Schluss, ob’s das nun schon war und warum Joey Wangs Character z. B. nicht schon eher abhaute. Ach, irgendwie alles ziemlich komisch.


(Links im Bild: Joey Wang ist der Inbegriff von SEX im Hong kong der 80er. Aber selbst heute sieht sie einfach absolut genial aus.)

Dazu kommt ein zwar wunderbar schüchterner und präsenter Tony Leung Chiu-Wai, der teilweise allerdings so lächerlich aussieht, das man lachen und weinen muss. Kenny Bee guggt entweder super cool, oder… super cool. Nur in ganz wenigen Szenen ändert sich ein Ausdruck, das ist meistens dann, wenn er angeschossen wird. Ihm hätte etwas mehr Tiefe nicht geschadet. Jetzt pastete ich soviel Bilder, vor allem das von Joey Wang und hab’ gar nicht soviel zum Film zu schreiben, da er einfach nur ok war. Das einzige was auffällt, ist der scary Soundtrack, welcher dem Film teilweise eine ziemlich düstere Stimmung verleiht und die geile Cinematography von Christopher Doyle. Die Farben der 80er sind Neon, bunt und grell und all das fängt er mit einer Leichtigkeit ein, das man sich gerne hin und wieder einen Screenshot machen und ihn sich an die Wand hängen möchte.


(Links: Ja, das ist Tony Leung. Also… Baha.. xDDDDDDDD | Rechts: Sogar Ng Man Tat sieht in diesem Film cooler aus.)

Ansonsten fehlt irgendwie etwas, um ihn auf die Stufe eines richtig guten Films zu hieven. Die paar Shootouts sind durchgehend sehr nice gemacht und dank Christopher Doyle mit ein paar tollen Zeitlupen, -raffern und anderweitigen Stilmitteln durchpflügt, aber es sind eben nur ein paar Shootouts. Obwohl Joey Wang mit ihren dicken Lippen und den bei halboffenem Mund hervortretenden Schneidezähnen so megageil wie schon lange nicht mehr aussieht und Tony Leung als Nebencharakter eine wirklich gute Figur macht, kommt kein Drive in den Plot. Man langweilt sich ganz dezent. Da war der Anfang mit Ng Man Tat und einem krass jungen Cheung Tat-Ming (sein erster Film?) noch mit am besten.

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