Roboman

Roboman
USA 1988
ca. 90 min.

Omega One, eine perfekte Killermaschine, gesteuert von einem menschlichen Gehirn, ist außer Kontrolle geraten. Also wird eine Elite Kampftruppe angeheuert deren Mitglieder alle geile Nicknames haben, begleitet werden sie von dem Mann der den totbringenden Roboter erdacht hat (der hat den tollen Namen “Mascher”).

Natürlich wissen unsere Helden von nichts, weder was das Ziel der Mission ist, noch wen sie eigentlich suchen. Auf ihrem Streifzug durch den Jungle retten sie eine junge Frau die von Guerillas verfolgt wird, vereinfacht wird das dadurch dass Omega sich einmischt und die bösen Männer in den Jeeps komplett weglasert.

Während sie also weiterziehen und noch immer nix wissen, wird einer nach dem anderen von dem schwarzen “Monster” getötet. Major Black, der Anführer der Truppe, ist natürlich nicht dumm und merkt sofort dass Mr. Mascher mehr weiß als er zugeben will. Nach einigem Nachdruck und Klingen am Hals, packt dieser aus, will jedoch nicht Omegas Vernichtung sondern ihn im Kampf mit einem Menschen, einem “Helden” sehen.

Leider muss er, nachdem sie sich eine Barrikade aus Baumstämmen gebaut haben und Omega One ihre schützenden Minen zerstört hat, einsehen dass ihm keine Wahl bleibt als wenigstens zu versuchen, seine Schöpfung zu zerstören (mit Hilfe eines kleinen Senders).

Vergeblich, die einzigen Überlebenden sind Major Black und Virgin (die Frau). Die beiden flüchten und schaffen es in ein verlassenes Krankenhaus, ausgestattet mit ein paar Chemikalien hegen sie die Hoffnung Omega doch noch aufhalten zu können. Black hört sich ein Band an das ihm Mascher samt Diktiergerät kurz vor seinem Ableben gegeben hat. Nun erfährt er dass sein toter, bester Freund in dem Roboter steckt.

Ein paar Spritzer Chemiekalien und beeinflussende Worte seitens des Majors machen den Robokiller anfällig, was ihn dazu veranlasst sein Schicksal in Blacks Hände zu legen, bzw. den Selbstzerstörungssender (den er Mascher abgenommen hat).

“Roboman” explodiert, die beiden anderen werden von der Insel gerettet, Happy End.

Was an dem Streifen definitiv positiv ist, ist die Synthie-Mukke, der Rest (abgesehen vom Hightech-Gegner) ist so Standard wie die 473 Dolph-Lundgren-”und-andere”-verschollen-im-Jungle-Filme xD

Pen Pen Transpen Transpen Transpen (der zweite ist für die Musik xD)

The Atomic Brain

The Atomic Brain
USA 1964
ca. 65 min.

Mrs. March, eine Frau mit zu viel Geld und zu wenig Zeit, hat in ihrem Keller ein Labor…in dem ein Wissenschaftler an einer Methode arbeitet ein menschliches Gehirn von einem Körper in einen anderen zu transplantieren.

Da Dr. Frank(enstein hahaha) Körper zum experimentieren braucht stehlen sie also Leichen vom Friedhof und weil die Polizei ihnen halbwegs auf der Spur ist und die Versuche schon weit genug fortgeschritten sind, entscheidet die alte, reiche Frau, die vor nichts zurückschreckt um einen neuen jungen Körper zu bekommen, drei junge Mädels anzuheuern die für sie “arbeiten” sollen.

Die Erste verschwindet dann auch gleich in der ersten Nacht, Dr. Frank hat ihr Gehirn mit dem einer Katze ersetzt und so bekommen wir schauspielerisches Talent aller erster Güte zu sehen ~___~

Nina und Bea (die beiden anderen) wundern sich wo sie denn abgeblieben ist, worauf ihnen Mrs. March mitteilt dass sie gegangen sei. Doch sie entdecken dass im Keller merkwürdiges vor sich geht und schöpfen Verdacht. Natürlich läuft Anita (die mit dem Katzenbrain) draussen rum…Bea entdeckt sie zuerst und merkt nicht dass etwas mit ihr nicht stimmt und Anita kratzt ihr kurzerhand ein Auge aus :-))))

So landet sie im Labor und wird ruhiggestellt. Nina bemerkt die Verschollene als sie aus dem Fenster schaut und sieht wie sie auf dem Dach rumkrabbelt. Als sie ebenfalls nach oben geht um Anita zu helfen stürzt diese und stirbt. Nach einigem Hin und Her und dem Versuch irgendwie zu flüchten landet auch Nina im Labor und Dr. Frank, dessen Gewissen sich inzwischen meldet, muss eine Entscheidung treffen.

Also ich hab ja nix dagegen wenn man versucht den Menschen etwas Moral beizubringen, aber muss das immer in so üblen Machwerken enden? xDDD

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The Amazing Transparent Man


The Amazing Transparent Man
USA 1960
ca. 57 min.

Joey Faust flieht aus dem Knast, Laura, die ihm ihr Auto zur Verfügung stellt, da die Flucht sonst etwas sinnlos wäre, bringt ihn zu einem Haus wo der Wissenschaftler Dr. Ulof samt Tochter gefangen gehalten werden.

Der intelligente alte Mann erforscht die Möglichkeit Menschen unsichtbar zu machen, denn der kranke Typ dem das Haus gehört (Major Krenner) will damit eine ganze Armee von Unsichtbaren erschaffen! >:O

Nach einer kleinen Demonstration an einem Meerschwein, wird Joey ebenfalls Unsichtbar gemacht um irgendein seltenes Material zu entwenden das zum Betreiben der Unsichtbarkeitsmaschine nötig ist.

Doch kaum ein zweites Mal benutzt, fängt die Wirkung an zu schwanken, gerade als er dabei ist eine Bank zu erleichtern, Pech, die Behörden identifizieren ihn natürlich sofort.


Da ihn das verunsichert und wütend macht, beschließt Joey zurückzukehren und dem Major die Suppe zu versalzen, währenddessen offenbart ihm Dr. Ulof auch noch dass er an den Auswirkungen der Strahlung sterben wird. Joey befreit dessen Tochter und sie können entkommen. Doch dann konmmt es zum Kampf zwischen Joey und dem Major, welcher den Safe mit dem gestohlenen Behälter öffnet (der steht im Labor), doch das Material und die Strahlung der Unsichtbarkeitsmaschine reagieren nicht optimal aufeinander….

Also die Idee mit der Unsichtbarkeit war ja schon damals nicht mehr neu, aber die Umsetzung ist hier leider total daneben gegangen. Die Handlung ist so einfach gestrickt dass es einfach keine Überraschungen gibt, natürlich hat die Unsichtbarkeit Nebenwirkungen, und natürlich macht der Wissenschaftler das nur um seine Tochter zu schützen, er hat einfach keine Wahl, kommt mir bekannt vor ~_~.

Und wenn man dann noch bedenkt dass der Hauptchara nur wenige Zeit (15% ca?!) “transparent” ist, ist das alles andere als Amazing, also echt ey xD

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She Gods Of Shark Reef

She Gods of Shark Reef
USA 1958
ca. 63 min.

Zwei Typen schwimmen an einen Pier (einer mit Turban xD) wo sie zwei Wachposten töten und wieder wegschwimmen.

Man erfährt dass ein Schiff 300 Meilen vor seinem Ziel (?!) durch einen Sturm auf ein Riff läuft und kentert. Kurz darauf sind Männer und Frauen unter Wasser zu sehen, eine von ihnen sticht einen Hai kaputt und rettet einen der Männer.
Auf einer Insel angekommen ist klar…nur zwei der drei Besatzungsmitglieder haben überlebt, die Brüder Chris und Lee Johnson, Amerikaner (natürlich Mr. Green).

Eine Ältere Frau welche die Anführerin der ausschließlich weiblichen Bevölkerung zu sein scheint erzählt ihnen dass sie auf der Insel “Anakai” sind, welche von der “Island Company”, welche wiederum mit Perlen handelt, verwaltet wird.
Besucher sind hier nicht gestattet und so teilt sie ihnen mit dass in 10 Tagen ein Schiff der Company kommt, welches sie mitnehmen wird. Lee (welcher einen der Wachleute tötete und Angst hat in den Bau zu kommen) kann es nicht erwarten wieder abzuhauen und findet dass zehn Tage viel zu lang sind.


Nachdem sie sich etwas eingelebt haben werden die Brüder mit einem Volkstanz (sehr typisch für so Insel-Filme, nicht? xD) unterhalten, wo sich Chris mit seiner Retterin “Mahia” anfreundet, was die Älteste so gar nicht komisch findet und ihn bald darauf davor warnt sich mit ihr einzulassen.
Natürlich haben unsere Femininen Inselbewohner auch Götter (die Haie), welche wohl auch ziemlich wütend sind, so soll nach einer Zeremonie zum Rufen der Götter Mahia am nächsten Tag geopfert werden um sie zu besänftigen.

Chris weiß dies zu verhindern (mit einem Surfbrett und einem Speer), was die anderen Frauen natürlich in Aufruhr versetzt, aber sie können nichts dagegen machen.
Lee hat inzwischen ein Boot gefunden welches für eine vorzeitige Abreise geeignet ist.
Nachdem Mahia sich erholt hat fragt Chris sie ob sie nicht mitkommen will, worauf sie ihm entgegnet dass sie überall hin mitgehen würde.

Während die Amis also nochmal nach ihrem Boot sehen, versucht die Älteste Mahia zu ihrem Schicksal zu zwingen, wird jedoch aufgehalten und gefesselt. Lee klaut mal eben ein paar Karten aus einer der Hütten da sie ja sonst nich wissen wohin es geht. Dann brechen sie zu viert auf…erstmal zu dem Riff, wo Chris und Mahia erstmal ein Nickerchen machen. Lee nutzt die Situation um ein paar Perlen zu stehlen, da sie ja noch Kohle brauchen, also schwimmt er zurück zur Insel. Die immer noch gefesselte Älteste ist kurz darauf in der Lage sich zu befreien und flüchtet ihrerseits ebenfalls Richtung Insel und alarmiert die Anderen.

 


Lee kommt zurück zum Riff, mit einem Beutel voller Perlen und stellt entsetzt fest dass Chris die Gefangene hat entkommen lassen. Dieser wiederum kann nicht fassen dass sein Bruder jetzt auch noch die Perlen hat mitgehen lassen, es kommt zum Kampf. Chris zieht erstmal den Kürzeren und Lee schnappt sich das Boot….jedoch schafft er es nicht weit und findet sich unter Wasser wieder….wo natürlich schon die Haie warten.

Nach kurzen Rettungsversuchen wird er von ihnen getötet, Chris und Mahia steigen ins Boot und suchen ihr Glück…hinter ihnen die Meute von Frauen unter ihrer Anführerin, die vergeblich versucht Mahia mit ein paar Rufen zur Rückkehr zu bewegen.

The End

Ja genau, das ist so ziemlich genau alles was passiert, der Film is ja auch nicht besonders lang und so umwerfend ist die Story auch nicht, das gabs nun schon 100fach in gekürzter Form und besonders logisch scheint da auch nix zu sein…zwei der Haie werden von einer Einheimischen getötet, was eigentlich so nicht nachvollziehbar ist, immerhin sind es ihre “Götter”. Und Chris, der den Verlust seines Bruders mal eben so westeckt als wolle er sagen “ach tjo, scheissegal” und dann fröhlich in den Sonnenuntergang segelt, hurra (mehr oder weniger symbolisch gesprochen).

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Heat

HEAT
USA 1995
ca. 164 min.

“Heat” beginnt mit einem wohl durchdachten Überfall auf einen Geldtransporter, mit geplantem Tiiming und Spitzen Ausrüstung läuft alles nach Plan…bis ein Gangmitglied grundlos einen der Wachleute erschießt. Das findet sein Boss (Robert De Niro) natürlich nicht komisch und will ihn umlegen, was ihm unglücklicherweise nicht gelingt.

Desweiteren bekommen wir im ersten Drittel des Films einen mehr oder weniger starken Einblick in das Privatleben der Hauptakteure, unter anderem dem Polizisten Vincent Hanna (Al Pacino), der wohl mit seinem Beruf verheiratet ist und sich kaum um die Familie kümmern kann. Er ist McCauly und seiner Bande natürlich auf der Spur und deshalb 24/7 beschäftigt.

Nach einem Banküberfall mit folgender dicker Schießerei und einigen Opfern überlegt sich McCauly (De Niro) nachdem auch er mal wieder eine Freundin gefunden hat (und das ist in dem Geschäft so gar nicht ratsam), endlich aufzuhören. Bevor er die Stadt verlässt wagt er dann doch noch einen Abstecher um Waingro (der Wachmannkiller, welcher seine alten Kollegen verraten hat :-) ) noch einen Besuch abzustatten.
Weil McCauly einen Feueralarm in dem Hotel auslöst in dem Waingro unter falschem Namen eingecheckt hat und dieser außerdem von Freunden und Helfern überwacht wird, wird auch Hannas Aufmerksamkeit dorthin gelenkt….

Boah also wie Ihr an der nicht gerade geringen Minutenangabe erkennen könnt, kann ich hier nicht mal eben jeden kleinen Nebenplot zur Sprache bringen, aber das ist auch gar nicht nötig, denn der Film dreht sich vor allem um die beiden Hauptakteure und die Frage wie es sich abseits der “Normalität” lebt. Abgesehen davon kennen ihn die meisten wohl xD

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Angry River

Angry River
HK 1970

Ein fieser Mörder geht um und vergiftet random Leute mit Giftpfeilen. So auch den Vater von Lan Feng (Angela Mao). Nun hat er nur noch 100 Tage zu leben. Sie muss sich nun auf eine Reise über 1.000 Kilometer begeben um das schwarze Kraut zu erhalten, was ihn retten kann. Dabei begegnet sie vielen Gefahren.

Baha?


Wie man schon an der Storyzusammenfassung sehen kann, bewegt sich der Plot von
Angry River ca. auf dem Niveau eines Arcade-Videospiels von 1991. Der Film ist, wobei ich mich natürlich da auch noch nicht so auskenne, typische Shaw Bros.-Kost: Viele Kämpfe, wobei leider Angela Mao nicht mal so oft kämpft, weil sie nach dem ersten Drittel des Films ihre Martial Arts-Kräfte verliert und von da an fiesen Banditen völlig ausgeliefert ist und nur durch einige treue Freunde beschützt werden kann. Die Kämpfe an sich sind dann auch ganz nice choreographiert, mit viel Herumgefliege und einigen erstaunlich schicken Bluteffekten (und einigen eher schlechten Effekten), und so plätschert der Film halt vor sich hin, aufgelockert durch einige bizarre Szenen bzw. Fantasy-Elemente, so kämpft Angela Mao einfach mal gegen eine komische Dino-Puppe (siehe Bild).

Ab der zweiten Hälfte zieht sich das Ganze dann jedoch langsam, weil man von der Hilflosigkeit Lan Fengs etwas genervt ist. Am Ende dann noch einmal ein schöner Kampf mit Sammo Hung und noch mehr Blut. Das wär’s. Ach, die Musik ist teilweise ziemlich sick, mit sowohl traditionellen Orchesterstücken, aber auch seltsamen psychedelischen 60s-Anleihen durch plärrende E-Gitarrensounds.

Gegen einen prunkvollen King-Hu-Film wie Come Drink With Me ist Angry River daher offensichtlich ein schlampig gefilmter und geschnittener Schnellschnuss, der zwar durchaus Spaß macht, vorallem auch wegen der schönen Landschaften, aber für 90 Minuten einfach zu wenig Spannung bietet.

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The Big Heat

THE BIG HEAT!!
HONG KONG 1988 . JOHNNIE TO UND FREUNDE

Waipong Wong (Waise Lee) ist Polizeiinspektor bei der Hong Konger Polizei. Bei einer Geiselnahme auf Hong Kongs Straßen kommt er in eine gefährliche Situation: Er hat seine rechte Hand nicht mehr richtig unter Kontrolle. Dieses Handicap veranlasst ihn dazu, seinen Polizeidienst zu quittieren, bevor er irgendwelchen Schaden damit anrichtet. Doch bevor er dem Polizeichef seine Kündigung überreichen kann, erfährt er vom Tod seines ehemaligen Kollegen Tse. Dieser starb in Malaysia aus bisher unerfindlichen Gründen. Um mehr über seinen Tod zu erfahren und ihn womöglich zu rächen, nimmt er sich seines Falles an und dann geht’s nur noch ab.


Boahauhe. Schon die erste Szene nach dem kurzen, knackigen Intro macht klar: Dieser Film ist sick. Das erste, was man in diesem Film sieht, ist nicht etwa der strahlende Held oder eine Totale Hong Kongs, sondern eine Nahaufnahme einer Hand, die von einem Bohrer durchbohrt wird, der auf der anderen Seite wieder heraus kommt. Es spritzt Blut und es fliegen Fetzen von der Hand, als wäre diese aus Styropor. Das stimmt schon einmal perfekt ein auf die Minuten, die da folgen werden. The Big Heat ist ein Bloodshed Film, wie ihn nur die Hong Konger inszenieren können. Gleich zu Beginn gibt es jede Menge lustige und aufwändig inszenierte Todesarten, die einen unweigerlich zum Lachen bringen. Dabei lacht man nicht, weil es schlecht gemacht wäre sondern einfach nur, weil es so over the top ist.

Danach ist es aber Zeit für etwas Charakterzeichnung. So lernen wir Waise Lee als Wong etwas kennen, wie auch seine Freundin, “den schusseligen neuen” und Wongs Partner Ah Kam. Hier gefiel mir eigentlich die Ausgewogenheit der Szenen. Man hat keine Chance einzuschlafen da nach jeder Schnulzen oder Charakter weiterführenden Szene so umgehend wie geschwind ein tolles Shoot Out, eine Verfolgungsjagd oder sonst irgendwas kommt. Denn mal ehrlich, nach dem Autounfall vom Anfang hätten wir Charakterszenen im Film ohnehin nicht mehr so ernst nehmen können. So wird das Ableben diverser Personen im Film (und davon gibt es viele) nicht zu schnulzig inszeniert sondern auf das wesentliche reduziert. Person B tot wir trauern kurz, weiter geht’s! Oooohhhh jaaaa!

 


Kurzum, ich fand “das Pacing” einfach perfekt. Es gibt immer etwas interessantes zu sehen, es wird einem kaum langweilig und wenn’s mal abgeht, dann geht’s richtig ab. Überhaupt wirkt der komplette Film irgendwie, als wäre er in 1,5-facher Geschwindigkeit abgespielt worden. Selbst wenn Ah Kam mit gezogener Waffe einfach nur durch Räume pirscht und nach etwas zum Ballern sucht, geht die Action ab. Das gibt es so nur in Hong Kong Filmen, imho.

Komplettiert wird der ganze 80er Jahre Cheezyness Faktor obendrein von einem geilen Synthesizer Soundtrack, wie ihn nur die 80er Jahre hervorbrachten. Geil. Eine Schande, dass selbst die “Legendary Collection” DVD alles andere als remastered ist. Auf ihr kommen weder Synthiesound noch die hier und da durchaus gute Kamera so richtig zur Geltung. Gäbe es mal eine true remastered Version, würd’ ich wieder zuschlagen. The Big Heat ist A Better Tomorrow mit weniger Seele dafür auf Acid. Oooahahhah.

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Und irgendwie ist Joey Wong die einzige HK Schauspielerin, die zeitlos aussieht. Egal wie alt der Film ist, man könnte nie allein an einem Screenshot von Joey Wong sehen, wie alt ein Film ist. Geile Sau. Wanken Wanken Wanken

 

Beast Cops

B E A S T . C O P S
HONG KONG 1998 . DANTE LAM

KURZREVIEW

Wer dieses Review nicht lesen will, weil er soviel Text nicht erträgt oder keine Zeit hat, der kann sich gerne diesen Screenshot anschauen. Er summiert den kompletten 105-minütigen Film in nur einem Bild.

NORMALREVIEW

Tung (Anthony Wong) und Sam (Sam Lee) sind Polizisten in Hong Kong, die einem Lifestyle fröhnen, der eher untypisch ist für Filmpolizisten. Sie spielen um Geld in den Casinos der Triaden, hängen mit Nutten in Nachtclubs rum oder kümmern sich erst gar nicht um die eigentliche Polizeiarbeit und fressen oder schlafen lieber. Eines Tages kommt allerdings Michael (Michael Fitzgerald xD Wong), der bekannt dafür ist, strikt nach Regel zu arbeiten und schon einmal den ein oder anderen korrupten Polizisten auffliegen ließ. Zufälligerweise kommt Michael gerade dann in den Bezirk, als die Triadenwelt durch die Flucht vom großen Bruder Fai (Roy Cheung) etwas aufgewirbelt wird und dabei ist, sich neu zu ordnen.

In Beast Cops begleiten wir die mehr oder weniger korrupten Polizisten Tung und Sam in ihrer täglichen “Polizeiarbeit” aka die gar keine ist und beobachten, wie sie so mit der Gangsterwelt Hong Kongs und ihrem neuen Vorgesetzten Michael zurecht kommen. Viel geballert wird also nicht, da sich überwiegend auf die Charaktere und deren Beziehungen zueinander konzentriert wird. Dabei kommt der Film leider am Anfang sehr schleppend in die Gänge. Ich konnte ihn zuerst gar nicht richtig einordnen. Ich bekam irgendwie nur random Szenen an den Kopf geworfen und hatte erst einen Anhaltspunkt, als Michael da war und man sieht, dass er sich für YoYo, eine Puffmutter, interessiert. Von da an wurde es recht interessant und steigerte sich bis zum Ende eigentlich stetig. Man sieht zwar weiterhin random Szenen aus dem Leben der drei und einiger Triadenmitglieder, aber nun hat man auch endlich einen Bezug zu den Personen.

Anthony Wong schafft es dabei selbstverständlich als erstes uns ans Herz zu wachsen, da er einfach Hong Kongs geilster Schauspieler ist. Er spielt den zwischen Polizei und Triaden hin- und hergerissenen Polizisten, als hätte er nie etwas anderes gemacht und es ist vor allem seine “Art” – ob das nun der gespielte Charakter ist, oder ein Stück echter Anthony Wong durchscheint?! – die ihm uns symphatisch macht. Selbst der steife und jeden zweiten Satz englischsprechende Michael Wong macht hier eine gute Figur, da sein Stock im Arsch ausnahmsweise mal zum Charakter passt, den er spielt.

Was neben den Charakteren aber wohl am ehesten memorable ist, ist das furiose Finale, dass für mich ziemlich überraschend kam und dafür umso mehr “schockte”. Der Film hatte ja schon zuvor tolle Kameraeinstellungen zu bieten, aber am Schluss spielt er all seine Qualitäten voll aus. Auch die anfangs nur spärlich auftretende… eh… gespenstische (?!) Musik, kommt hier noch einmal voll zur Geltung. Dazu der geniale Anthony Wong und man muss einfach wanken. Schade, dass er so schwer in die Gänge kommt..

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The Sparrow

THE SPARROW JOHNNIE TO , HONG KONG

Vier Freunde verdienen sich ihren Unterhalt in Hong Kong als Taschendiebe. Dabei bilden die vier ein eingespieltes Team und erleichtern die Hong Konger mit einstudierten Tricks um ihr Hab und Gut. Alles wird sich ändern, als eines Tages – wie sollte es auch anders sein – eine Frau in das Leben der vier stolpert. Diese bringt deren Leben dann auch gehörig durcheinander.

Halt! Bitte weiter lesen. Die Story klingt auf den ersten Blick so unglaublich 08/15 und langweilig, dass man direkt auf seinen Wohnzimmertisch kotzen möchte, aber wir haben es hier immerhin mit Johnny To zu tun. Und ja, Johnnie To schafft es mal wieder zu überraschen. Zu einem belanglosen Geplänkel zwischen den Taschendieben und der Tussi kommt es erst gar nicht, statt dessen weiß Johnnie To uns mit der Vergangenheit der Frau zu fesseln. Diese ist anfangs ziemlich mysteriös und hält uns locker bei der Stange. Dabei ist The Sparrow dennoch ein ziemlich… wie soll man sagen… seichter Film. Die Story ist trotz “Überraschung” recht seicht, es passiert nicht wirklich viel und einzig und allein die To typische Inszenierung vermag uns hier zu fesseln.

Das ist aber auch gut so. Genauso wie man manchmal Musikstücke hört, deren Text man nicht versteht, oder die gar keinen erst haben, so kann man sich auch locker mal einen Johnnie To Film mit seichter Story anschauen, da bei Johnnie To halt alles andere stimmt. Von der musikalischen Untermalung, über die Kameraarbeit, bis hin zu kleinen Szenen, wie die, in welcher die vier Taschendiebe nach der ersten Begegnung mit der mysteriösen Frau Fahrrad fahren. Das alles entlockt einem ein kleines Grinsen und beschert überhaupt ein positives Gesamtgefühl, ohne dass man genau definieren kann, warum eigentlich. Von Johnnie Tos restlichen Filmen ist The Sparrow definitiv am einfachsten und eben seichtesten, aber deswegen heißt das bei einem To noch lange nicht, dass man ihn sich deswegen nicht anschauen müsste.

Bei Namen wie Simon Yam, Lam Suet und Lam Ka Tung kann man zudem schon im Vorfeld von hervorragend schauspielerischer Leistung ausgehen. Besonders Kelly Lin, die Frau im Bunde, ist mega cute und überzeugt, soweit ich das beurteilen kann, auf voller Linie. Schade, dass Lam Suet nicht mehr sagen durfte.

Tjo, irgendwie gibt’s nicht viel zu sagen über The Sparrow, da man ihn einfach “erleben” muss. Ja fast schon “fühlen”. Klingt ziemlich gay und klischeehaft, ist aber so.

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Legend Of The Sacred Stone

LEGEND OF THE SACRED STONE
……………~ 聖 石 傳 說 ~

Irgendein Bösewicht ist drauf und dran irgendwas böses zu tun. Um dies zu verhindern beschwört jemand gutes, drei weitere gute. Zusammen wollen sie dann verhindern, dass der Böse etwas böses tut. Das klappt am Anfang, jedoch gibt’s dann eine random andere Gefahr. Und dann geht’s noch um besagten Stein, eine Frau und einem entstellten.

~_???


So, oder so ähnlich war die Story. Glaube ich. Ich hab’ das nämlich nicht so ganz mitgekriegt, da einem irgendwie random chinesische Namen an den Kopf geworfen werden, die sich keine Sau merken kann. Da merkt man erstmal, wie gut es eigentlich ist, dass manche Personen in Hong Kong Filmen für üblich “Fatty”, “Fish” oder “Paul” heißen. Dieses ganze Ao Hsiao Hong-Chen und Jian Wu-Yan Gedöns kann sich doch kein Arsch merken. Dazu kommt aber auch, dass die Personen durch die Handpuppen etwas… naja… sie sehen sich alle ziemlich ähnlich. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es Twists und random Action am laufenden Band und das in einer Geschwindigkeit, dass einem schwindelig wird. Der Story zu folgen ist also nur bedingt möglich, aber bei einem Film dieser Art wohl auch eher nur Beiwerk.

Denn eigentlich geht es doch um die Handpuppen und ihre Kung Fu Action. Richtig, Legend Of The Sacred Stone ist ein Puppenfilm mit nichts als Puppen in den Hauptrollen. Team America machte nur nach, was die taiwanesische Familie Huang schon seit geschätzten 3295 milliarden Jahren in Taiwan macht. Sie führten ursprünglich Theaterstücke mit Handpuppen vor. Das wird dann in Taiwan liebevoll Budaixi genannt und schaffte es vor ein paar Jahren dann auch in’s TV. Dort liefen 10 Folgen und dann kam schließlich der Kinofilm.

 

Und ja, was soll man sagen. Da geht gut was ab. Man könnte ja meinen Puppen seien nicht ganz so beweglich wie computer animierte Tiere, aber weit gefehlt. Die Puppen fliegen hier am laufenden Band durch’s Bild, schießen mit Schwertern, Feuerbällen, Kugelblitzen und allerhand anderem leuchtenden Zeug und ja, es spritzt sogar Blut! Die Action ist also wirklich von aller erster Güte. Eigentlich schon einen Tick zu schnell, aber gerade das macht die Szenen mit den Puppen noch etwas liebenswerter. Am geilsten sind die Naheinstellungen (auf Beine oder Hände z. B.), wenn die Puppen gerade Kung Fu style abgehen. Ich lachte nicht schlecht. Dazu kommen viel CGI Effekte, die teilweise lächerlich, teilweise aber erstaunlich… geil aussahen. Der Film ist schon hurenalt, glaube von 1999 oder 2000, aber manche Effekte könnten heute noch so im Kino laufen. Klar, dass asiatisch typisch auch schön oft übertrieben wird und man nur so zugebatscht wird von leuchtenden Blitzen und random Geschossen.

Leider hat der Film in der Mitte gehörige Längen. Da wird dann irgendwie die Story noch etwas aufgearbeitet, wovon man leider nichts mitbekommt, da alles so furchtbar chinesisch (taiwanesisch) ist und man ohnehin fast einschläft. Einzig die durchaus tolle Kamerarbeit und die Tatsache, dass die einzige Frau im Film von einem Mann gesprochen wird, halten uns da noch wach.

Das viele Blut, die viele Action, der unglaublich leere Teil in der Mitte… das alles reicht gerade einmal zu drei Penen. Aber trotzdem… muss man irgendwie gesehen haben. Zumindest ausschnittsweise.

Pen Pen Pen Transpen Transpen

Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=oT3fxNOisEE