Guns And Roses

GUNS AND ROSES

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(Die Poster. Interessiert hatte mich der Film aufgrund des dritten Posters, was aber wohl nur Konzeptposter war / ist und eigentlich gar nicht soviel mit dem Film zu tun hat. Das linke Poster (final?) passt da schon eher zum Film.)

Nordosten Chinas, 30er Jahre. Xiao Dongbei ist Kleinkrimineller und schlägt sich so durch’s Leben. Bisschen klauen hier, bisschen Leute abzocken da. Selbst vor bettelnden, halb verhungerten Kindern macht er nicht halt. Als er eines Tages dafür mal wieder in’s Gefängnis kommt, lernt er dort einen geheimnisvollen Revolutionär kennen und kommt durch ihn an eine Information, die ihn sehr reich machen könnte. Am 10. diesen Monats, werden 8 Tonnen Gold an eine random Bank geliefert. Da mit dem Gold eine große Waffenlieferung bezahlt werden soll, ist diese Information nicht nur für Xiao Dongbei sehr interessant, sondern auch eine kleine Splittergruppe der Rebellen.

Die Jagd beginnt.

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Ein Heist Film. Denkt man. Schade, denn irgendwie wird man dann ein wenig enttäuscht. Wenn man sich die Inhaltsbeschreibung so durchliest und sich das Poster A anschaut, dann denkt man unweigerlich an einen Film mit einem großen Bankraub oder der gleichen. Aber Guns And Roses ist ziemlich viel mehr. Überwiegend eine Komödie, geht es anfangs um alles mögliche, nur keinen Bankraub. Und selbst wenn wir dann im Film endlich mal an die Stelle kommen, dann ist diese in fast 15 Minuten abgehandelt und wir sind schon beim nächsten Thema. Das ist ansich gar nicht verkehrt, aber irgendwie war die Erwartungshaltung eine andere. Aber immerhin, was in dem Film alles abgeht, das ist dann auch wirklich ganz nice gemacht und langweilig wird es zu keiner Minute. Die Gags sind gut und zünden auch zum richtigen Zeitpunkt, die Action ist ein bisschen CGI Beladen, aber passt durch das Komödiensetting dann eigentlich ganz gut dazu und die Charaktere sind sogar alle sehr likeable. Allen voran der Hauptcharakter, der den Anti-Hero spielen darf und dann auch ganz groß sein Vater, der den alten, senilen, verzottelten Qing Dynastie Rebellen – auch genannt 13th Dagger – zum Besten gibt.

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Es ist also wirklich ein schöner Film, nach dessen Anschauen man sich immerhin nicht um seine Zeit betrogen fühlt, aber irgendwie fehlt ihm doch etwas. Er hätte sich imho etwas mehr entscheiden müssen, was er nun sein will. Komödie um einen Kleinkriminellen? Komödie mit Bankraub? Revolution? Gerade hier passt dann auch das recht ernste und blutige Ende nicht wirklich hinein. Es verwirrt und verstört mehr, als die ganze Kommunistenpropaganda, die natürlich auch überall eingestreut ist. Im Film ist China ja gerade von den Japanern besetzt und an denen wird natürlich kein gutes Haar gelassen. Genauso ist das Revolutionsgequatsche an manchen stellen ein wenig dick aufgetragen, aber das kennt man ja und kann in den Moment ein wenig weghören.

Ansonsten kann man sagen: Action, Lacher, CGI und tolle Kameraarbeit. Kann man anschauen.

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Indie Game The Movie

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Indie Game – The Movie begleitet die Entwickler von Super Meat Boy bei ihren letzten Tagen kurz vor Release des Spieles auf XBLA. Mit dabei ist auch Phil Fish dem etwas beim FEZ coden über die Schulter geschaut wird und auch der Entwickler von Braind darf ein bisschen labern. Alles in allem eine wirklich sehr nice gemachte Doku die gut näher bringt, was für die 1 bis 2 Mann Teams der Games teilweise alles auf dem Spiel steht. Das Geld wird sowieso immer knapp oder war noch nie da, aber auch soziale Kontakte leiden unter dem Zeitaufwand, den die Jungs für ihre Spiele aufbringen, enorm. Etwas überrascht war ich von Phil Fish, den ich ja eigentlich eher für einen random Idioten hielt, der aber dann doch ganz gut darlegen konnte, warum das Game so lang dauert und der überhaupt teilweise noch sicke andere Probleme hatte in den Jahren der Entwicklung von FEZ. Am Sympathischsten kamen die Super Meat Boy Entwickler rüber, wobei da auch der eine eher sehr weird war und der andere anscheinend einfach ein nice guy ist. So am Releasetag der Games (FEZ schafft es leider nicht xD) konnte man dann auch wirklich nice die verschiedenen Persönlichkeiten der Typen erkennen. Schon sick.

Was mir jetzt allerdings ein bisschen bei der Doku fehlte war so bisschen das “behind the scenes” über den eigentlichen Prozess des Codes, Artworks maken, Musik maken, etc. Das sieht man teilweise nur in random Szenen und das Hauptaugenmerk liegt wirklich nur darauf: “Was sind Indie Games. Wer sind die Leute dahinter. Was fühlen sie.” Alles in allem aber natürlich sehr sehenswert, vor allem in HD. Wirklich schön zurückhaltend und dennoch style gefilmt. Die Musik von Guthrie war mir dann ein bisschen zu zurückhaltend und teilweise uste er einfach Sword & Sorcery Songs. ~_?

Dennoch: :pen: :pen: :pen: :pen: :pen:

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A Frozen Flower

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A Frozen Flower

Random König bümst immer mit seiner männlichen Leibwache rum. Er ist also relativ gay. Nun stellt sich ihm aber das Problem, dass er ja irgendwann einen Thronfolger braucht. Er selbst bringt es irgendwie nicht über’s Herz (?), seine überaus cute Queen zu ficken, also fragt er einfach seinen gayen Freund. Hä? Naja, sein gayer Freund natürlich gleichzeitig auch sein Untertan stimmt dem ganzen widerwillig zu und bümst mal schnell mit der überaus cuten Königin und merkt dabei direkt, wie geil es ist, eine Frau zu bümsen und wie krank im Gegensatz dazu Männerärsche sind. Er findet also Gefallen am normalen, nicht kranken Sex und bümst einfach weiter mit der Königin. Was dem König verständlicherweise natürlich eher weniger gefällt so?!

Es kommt zum alles entscheidenden Bums!

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Also ganz ehrlich? Eigentlich habe ich mir den Film angeschaut, weil ich truely las, dass es ein sehr guter, koreanischer Kostümfilm sein soll. Als ich dann noch las, dass er in Korea wegen seiner ungewöhnlich freizügigen Sexszenen für Aufsehen sorgte, war ja eh eh klar, dass ich ihn schauen muss. Und ja, die Sexszenen sind für einen “normalen Kinofilm” wirklich etwas freizügiger als sonst. Man sieht der Königins wirklich süße Tittchen und leider auch viel vom Arsch der Leibwache. Ansonsten gibt es natürlich nichts zu sehen und wenn ihr euch die zwei Screenshots hier anschaut, dann habt ihr schon 80 % vom ganzen Zündstoff gesehen. Es wird einfach mehr geweint und gefightet den restlichen Film über. Und das ist auch gut so, denn irgendwie… wirkt soviel nackte Haut dann doch etwas “unnötig”. Also entweder ich will einen richtigen Porno und damit alles sehen (und mir ordentlich einen Schütteln dabei) oder halt eben nicht. Da reicht es mir, wenn die Leibwache zur Königin in’s Bett steigt und sie wild rumknutschen. Da kann ich mir ausmalen, dass sie gleich wild rumbumsen werden. Die Szene der zwei Typen war dann etwas verwirrend für mich, da ich irgendwie gar nicht damit rechnete und sie auch total sick weird rumknutschten. Entweder sind die Schauspieler eigentlich bi oder hetero (immerhin musste der eine ja noch über die Königin drüber?!) oder schwule Männer küssen immer so. Ich weiß nicht, was ich schlimmer finde.

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Jeeedenfalls… zwischen all der nackten Haut, die gar nicht soviel vom Film einnimmt, gibt es ja noch den Rest der 133 Minuten Laufzeit (!) zu füllen und hier war ich positiv überrascht. Er kam mir gar nicht so lang vor? Ein Hoch auf den Regisseur, das Drehbuch oder was auch immer, aber irgendwie hat er es geschafft die relativ dünne Story nicht langweilig werden zu lassen. Am Schluss entwickelte sich dann fast sogar ein bisschen Spannung.

Wirklich sehenswert macht es den Film jetzt meiner Meinung nach aber nicht. Da sollte man sich lieber den chinesischen “The Banquet” anschauen. Da gibt es zwar weniger Haut, aber immerhin Zhang Ziyi, die selbst in einem Kartoffelsack noch besser aussieht, als alle koreanischen Darsteller zusammen. Auch die Kämpfe waren da besser. Und die Musik. Und die Kostüme. Und die Sets. Ja, eigentlich alles. Naja, wenigstens wurde mit “A Frozen Flower” der Tabubruch der Gay-Sexszene im koreanischen Kino gebrochen, das ist ja immerhin auch etwas. Find ich gut.

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Life Without Principle

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LIFE WITHOUT PRINCIPLE

Theresa (Denise Ho) ist nicht nur unglaublich sexy und cute, sondern auch Investmentbankerin. Jedoch keine besonders gute, was man an ihren “Umsätzen” sieht. Ihre Chefin sitzt ihr im Nacken und treibt Theresa immer mehr dazu, nichtsahnenden Bankkunden hochriskante Investements anzudrehen. Dem Kleingauner Panther (Lau Ching-Wan) geht’s da nicht besser. Er fühlt sich all seinen Gauner-”Brüdern” sehr verbunden und als Wah im Gefängnis landet, braucht Panther natürlich Kohle, um ihn rauszuhauen. Derweil hat Polizeinspektor Cheng (Richie Yen) auch seine eigenen Probleme. Ausgerechnet jetzt, wo die Preise auf den Finanzmärkten steigen, will seine Frau eine Wohnung kaufen.

Und natürlich kreuzen sich die Wege aller drei Geschichten mehr oder weniger.

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Life Without Principle beleuchtet drei verschiedene Menschen und ihre Umfelder zu Zeiten der Finanzkrise und wie diese einen vor allem verändert. Dabei ist die Erzählweise alles andere als neu, aber Johnnie To makte nichts desto trotz einfach einen schönen, fast schon atmosphärischen Film draus. Wenn man anfangs Theresa beim Verkaufen ihrer Produkte in der Bank zusieht und -hört, da kann einem ganz mulmig werden, weil man weiß was kommen wird. Alles hat so einen gewissen Unterton von Unheil. Als Lau Ching-Wans Charakter eingeführt wird, lichtet sich die Stimmung auch nur kurzzeitig. Lau Ching-Wan ist einfach mal wieder super geil.

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Ein bisschen schade fand ich im Nachhinein den Schluss, der so ein bisschen den ganzen “Impact” heraus nimmt. Am Ende steigen die Märkte halt wieder und für viele ist alles wieder ok. Wtf. Hier hätte ich mir irgendwie fast größere Losses gewünscht, damit eindeutig klar wird, dass dieses Rumgamblen an den Finanzmärkten halt bisschen lame ist. Aber nein, fast könnte man der Meinung sein, dass man damit sehr schnell, sehr reich werden und alle Probleme lösen kann.

Ka. Ansonsten natürlich top Musik, top Nebendarsteller (der sicke Kredithai, alter xD) und top Kamera. Ooaahhhh Johnnie To…

:boner:

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Carnage

CARNAGE

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Zachary haut Ethan eins auf die Fresse. Auf dem Spielplatz. Mit einem Stock. Die Eltern von Ethan laden die Eltern von Zachary zu sich nach Hause ein, um die Sache “kurz zu besprechen”. Eigentlich nur eine Sache von fünf Minuten, wenn die Mutter von Ethan nicht so bekloppt wäre. Die Diskussionen ziehen sich hin und… es kommt zum Gemetzel.

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Nach einem Theaterstück von Yasmin Reza, spielt Carnage ausschließlich in der Wohnstube und im Gästeklo der Eltern Ethans. Und damit das nicht langweilig wird, braucht man gute Darsteller, welche Roman Polanski für seine Adaption natürlich gefunden hat. Jodie Foster ist ja wohl eh geil, John C. Reilly auch und der gute Christoph Waltz taut leider erst ein wenig später auf, aber wenn, dann so richtig. Man kann sagen, dass der Film natürlich so richtig los geht, wenn der Scotch serviert wird. Dabei ist es einerseits gut, dass der Film stets realistisch bleibt, andererseits ist das aber auch schade, da ich mir am Ende dann doch ein wenig mehr “Carnage” gewünscht hätte. Potential wäre mit der überverrückten Mutter von Ethan und Christoph Waltz Charakter auf jeden Fall noch dagewesen. Kate Winslet bleibt ein klein wenig blass – sowohl in ihrer Rolle, als auch als Darstellerin – sorgt aber immerhin für sie sicksten Szenen. Zu Lachen gibt es also wahrlich genug.

Tja, irgendwie gefallen mir Filme nach Theaterstücken (American Buffalo, University Of Laughs, Die 12 Geschworenen, etc.) meistens und Carnage macht da keine Ausnahme. Hier wird halt truely Wert auf die Dialoge und die Konstellationen der Menschen gelegt und in meinem Alter… tja, da spricht einen das dann fast mehr an, als der neuste CGI Streich mit Robotern aus Hollywood.

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Hell

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Philipp ist zusammen mit Marie und Leonie auf der Flucht vor der Sonne. Im Jahre 2016 haben unerklärlich hohe Sonnestürme das Klima auf der Erde zerstört. Alles ist vertrocknet, viele Menschen verdursteten und ein paar wenige kämpfen noch um’s Überleben. Philip hat das Glück, ein Auto zu besitzen. Als sie an einer Tankstelle anhalten, treffen sie Tom, der Benzin zu verkaufen hat. Man einigt sich darauf, dass es besser ist, fortan zu viert weiter zu fahren. Gemeinsam ist man stärker.

Hilfe, ein deutscher Film!

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Deutsche Filme, oh weh, oh weh. Tim Fehlbaums erster feature length Film kann allerdings überzeugen. Die Story (oben nur zur Hälfte wieder gegeben) orientiert sich stark am bereits mit Viggo Mortensen verfilmten Buch “The Road” und würde man mehr davon preis geben, lohnt sich das Anschauen fast nicht mehr. Tim Fehlbaum nahm sich praktisch eine einzelne Szene aus “The Road” (imho die beste Szene) und streckte sie auf Filmlänge. Das klingt langweilig, ist es aber dank der tollen Kameraarbeit, Regie und vor allen den Darstellern absolut nicht! Anfangs hat man noch ein klein wenig Angst, wenn man hört, dass das junge Mädchen ausgerechnet Leonie heißt (DER deutsche In-Name der 00er Jahre Schickeria), störrisch ist (“Du bist nicht meine Mutter!”) und natürlich gleich erstmal in Schwierigkeiten gerät. Zu abgelutscht sind in dem Moment die Stereotypen, aber der Film fängt sich dann ziemlich schnell und erstaunlich unerwartet geht es dann weiter. Wer “The Road” kennt, weiß dann zwar später auch wieder wie es weiter geht, aber durch die wirklich klasse Atmosphäre bleibt es schön unheimlich und spannend.

Die Kameraarbeit fügt sich da nahtlos ein, denn auch sie sieht am Anfang mit ihren überbelichteten (Es ist ja immerhin HELL!!! LOOOL!) Aufnahmen eher nach “oh weh” aus, wird dann aber ziemlich schnell ziemlich atmosphärisch und stylish. Wirklich dunkel wird es im Jahre 2016 nicht mehr und so sehen die Aufnahmen bei “Nacht” (also eher Dämmerung) schon richtig, richtig nice aus. Musikalisch fiel mir jetzt bis auf die Sonnen-Piepstöne (Die Helligkeit muss ja immerhin auch aural unterstrichen werden!!111) nichts besonderes auf, was einerseits schlecht, andererseits gut ist.

Ein schönes Filmchen, erst recht, wenn man bedenkt, dass es aus Deutschland kommt.

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I Saw The Devil

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I SAW THE DEVIL

Geheimagent Soo-hyun muss mal wieder arbeiten, als seine Frau Ju-yeon auf dem Land eine Reifenpanne hat. Ein gelber Bus hält neben ihr und es steigt Kyung-chul aus, der sie auch direkt aus dem Auto raubt, zusammen kloppt und zuhause fein säuberlich zerstückelt. Soo-hyun findet das natürlich eher nicht so prickelnd, ja sogar richtig scheiße und beschließt den Mörder seiner Frau zu finden. Und wenn er ihn gefunden hat, dann wird er leiden müssen.

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“I Saw The Devil” ist ein “Rachefilm”, der ziemlich zur Sache geht, aber nie die Grenze von nötiger Gewaltdarstellung hin zur unnötigen Gewaltdarstellung überschreitet. Das Gezeigte ist aufgrund des düsteren, realistischen Settings heftig aber nie kommt in einem das Gefühl hoch, dass die Szene nun unnötig gewesen wäre. Immerhin gibt es außer der Gewalt kaum weitere Charakterbeschreibungen der beiden Hauptcharaktere. Das ist ein wenig schade, denn beide bleiben ziemlich blass, wobei Choi Min-sik (of Oldboy fame) wesentlich differenzierter rüber kommt, als der aalglatte, sunny boy Lee Byung-hun. Imho ist er für die Rolle ein klein wenig zu sexy und geschniegelt. Nichts desto trotz zeigt er wo der Hammer, bzw. das Messer hängt und weiß seinem Gegenüber ordentlich zuzusetzen.

Und das macht er ziemlich oft und ziemlich lang. Der Film geht 2,5 Stunden und schon ab Minute 30 wundert man sich rein Story technisch, “was da nun noch kommen soll”. Und tatsächlich, es kommt gar nicht mehr soviel. Keine Veränderungen in den Charakteren, der Umgebung oder dem Verlauf der Suche nach dem Mörder. Alles wird in den ersten 30 Minuten sozusagen “klar gemacht” und dann heißt es 2 Stunden lang nur noch “quälen”. Damit wird dann leider auch der Zuschauer ein wenig gequält, denn der Film hätte imho mind. 30 Minuten kürzer ausfallen können. Nichts desto trotz wusste er zu fesseln und einen bei der Stange zu halten.

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Wirklich super ist die Cinematography mit ihren düsteren Settings und den tollen Einstellungen aber leider schafft es die Musik nicht, auch nur ansatzweise irgendwie aufzufallen. Ich weiß schon gar nicht mehr welche Art von Musik überhaupt drin vor kam, aber von einem Hammersoundtrack wie von “Memories Of Murder” ist der Film leider meilenweit entfernt. Das ist ein wenig schade, denn das hätte unter Umständen das Gesamtpaket noch einmal ordentlich aufwerten können. So bleibt’s dann aber doch nur ein sehr brutaler, sehr langer Revenge Flick, der aber immerhin auf handwerklicher Ebene überzeugen kann und seine Gewalt wohl überlegt und dosiert hat.

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Iron Sky #1

—==( I R O N . S K Y )==—

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2018. Der Mond. Die Amerikaner landen wieder einmal auf selbigem, dieses mal aber, um eine gänzlich andere Fahne zu hissen; die der Wahlkampagne Sarah Pains. Um sich ihre Wiederwahl zu sichern, kamen die Berater Pains auf die glorreiche Idee, einen Afroamerikaner auf den Mond zu schicken. Was sie dort finden ist aber nicht erhoffte Wiederwahl, sondern Nazis. Diese haben sich nach dem Tod des Führers anno ’45 mittels fliegenden Untertassen auf dem Mond niedergelassen. Auf der dunklen Seite des Mondes, um genau zu sein. Die Nazis haben definitiv den Überraschungseffekt für sich, als sie die amerikanischen Astronauten finden und bevor diese checken, was abgeht, ist einer tot und der andere gefangen genommen. Die Nazis interpretieren die Mondlandung der Amerikaner als Vorhut einer Invasion und rüsten sich zum Kampf für den finalen Endsieg mittels Meteorblitzkrieg.

Heilige Scheiße!

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Hier die Kurzversion der schon so oft zitierten Entstehungsgeschichte Iron Skys: Ein paar Finnen haben die Idee aber kein Geld. Sie versuchen es trotzdem und schaffen es, eine ungeheure Fanbase anzusammeln, die den Film nicht nur mitfinanziert, sondern sogar -kreiert! (Wie sick sieht das letzte Wort bitte aus?) 6 Jahre lang wurde hier und da gefilmt, von Australien über Frankfurt bis hin zu – natürlich – Finnland. Auch das CGI Personal kam zum Teil aus der Fanbase. Es ist also ein klein wenig verwunderlich, aber auch schön, dass es Iron Sky nun tatsächlich nicht nur auf die Leinwand ansich, sondern gar zu einem größeren Kino-Release geschafft hat.

Das tollste an dieser Geschichte ist nun aber, dass man sich gar nicht darauf berufen muss, um den Film gut zu finden. Ja, ein paar CGI sind teilweise wirklich auf YouTube Fanfilm Niveau (wobei diese sich die letzten Jahre meistens auch nie vor Hollywoodproduktionen verstecken brauchten), aber der Rest sieht einfach nur famos aus und stört in keinster Weise das Erlebnis ansich. Und was es für ein Erlebnis ist, wenn die Nazis zum Meteorblitzkrieg aufrufen und Space-Zeppeline mit Meteoren im Schlepptau auf die Erde zusteuern. Die Raumschlachten sind für meinen Geschmack zwar ein wenig rar, aber dafür so gut gemacht, dass man sie uneingeschränkt genießen kann. Der Film meistert also die schwerste Hürde für Amateur Filmemacher – die CGI – mit Bravour.

Wie sieht’s aber mit dem Rest aus?

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Tjopes, ziemlich gut, ehrlich gesagt? Ich erwartete ja von der Prämisse “Nazis auf dem Mond” ehrlich gesagt viel mehr “Trash” á la “Flesh Gordon – Schande der Galaxis”, aber weit gefehlt. “Iron Sky” ist nicht trashig um des Trashes willen, sondern schlicht und ergreifend – so sick es sich anhört – ein ganz normaler Film mit einer lustigen Geschichte, etlichen Seitenhieben auf die USA Politik (die zwar teils mit einer groben Keule ausgeteilt werden), etwas Situationskomik, ein wenig Slapstick und tatsächlich sympathischen Charakteren. Hier darf man natürlich keinen großartigen Tiefgang erwarten, aber für die Art von Story, machen alle ihre Sache ausgezeichnet bis sehr gut. Julia Dietze als etwas naives, deutsches Fräulein Renate Richter, Peta Sergeant als cholerische Präsidenten-Beraterin Vivian und Götz Otto als Ekelnazi Klaus Adler bleiben einem auch Wochen danach noch im Gedächtnis. Christopher Kirby als Washington vermisst man in der Mitte des Films ein wenig und Udo Kier kann leider auch nicht zeigen, was er drauf hat. Als Bösewicht ist er eher eine Lachnummer und vermutlich nur wegen dem Namen engagiert worden, was meines Erachtens eine ziemliche Verschwendung ist. Immerhin ist für den Part des Bösewichts ja noch der sicke Götz Otto da.

Ich überlog ein wenig, wieviel Pimmel ich dem Film reindrücken sollte und kam nun zu dem Entschluss, dass es ganze 5 werden (also eine Shagylänge). Wirklich objektiv ist das jetzt nicht, aber wer erwartet auf Vidgames schon objektive Reviews? Ich hoffe keiner, das kann ja nur in die Hose gehen. Jedenfalls ging mir im Kino so einiges in die Hose, allen voran bei den Auftritten von Renate Richter und Präsidenten Beraterin Vivian aber auch aufgrund der teilweise wirklich tollen CGI, schönen Raumsequenzen, “überraschenden Twists” und ein paar wirklich guten Lachern. Die Gags zu Anfang wirken vielleicht ein wenig geforced und bringen einen nur bedingt zum Lachen, aber sobald Sarah Pain in’s Spiel kommt, bzw. die Nazis die Erde betreten, kommt der Film so richtig in Fahrt und geht einfach nur noch ab. Das etwas enttäuschende Ende wird dann sogleich mit einer super fetten Credits-Roll wieder wett gemacht.

Also… einfach schauen bitte und bloß keinen Trash oder Zombiefilm erwarten. ~_?

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Snowtown

Holla, 02.04.2012

Snowtown

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Artsy Umsetzung einer truen Serienmördergeschichte aus Australien. Aus der Perspektive eines 16 jährigen Jungen, für den der eigentliche Serienmörder sehr schnell zur Vaterfigur wird und ihn so immer mehr in seine kranke Welt voller Schwulenhass, Selbstjustiz und Sadismus hineinziehen kann.

Wie die meisten Filme dieser Art is der Pace eher slow und man muss sich oft ein wenig konzentrieren. Auch weil der Regisseur vorraussetzt, dass man von der ganze Geschichte irgendwie schonmal gehört hat. So kann es echt mal passieren, das man n bisschen aus der Handlung rauskommt, weil auch gerne mal was weggelassen wird.

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Das ist alles aber nicht so schlimm, weil der Rest von Snowtown einfach unglaublich intensiv ist. Ich habe selten einen Film gesehen, den man eigentlich die ganze Zeit nur ausschalten will. Und das nicht, weil er schlecht wäre. Nein, alles fühlt sich so unglaublich klaustrophobisch an, wenn man diese kaputte lower class Familie sieht und wie sie – ohne dass das tatsächlich erwähnt werden muss – einfach null Perspektive hat. Der Serienmörder selbst ist unglaublich charismatisch. Ein warmes Lachen, eine super nette Art, die aber sehr schnell ins Bedrohliche umschwingen kann. Man kann recht schnell verstehen, wie so ein starker Charakter es in diesem sozial schwachen Setting schaffen konnte seine eigenen kranken Vorstellungen und Handlungen als normal und gerechtfertigt darzustellen. Aus seiner Sicht ist das, was er tut, einfach logisch.

Der Film guckt nie weg. Es gibt eine sehr kurze, aber trotzdem extrem unangenehme Rape Szene und irgendwann kulminiert alles in einer detailiert dargestellten Folterszene, die Goreflicks wie Saw wie einen KIndergeburtstag aussehen lässt. NIcht weil es blutiger wäre, sondern weil es so erschreckend real wirkt.

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Optisch ist der Film sehr zweckmäßig inszeniert, dem Thema entsprechend. Ein paar mal werden Zeitsprünge mit sehr cool gemachten, traumartigen Slo-Mo Szenen dargestellt und es gibt ein paar sehr schöne wideangle landscape shots, was dem Film dann doch noch irgend wie einen gewissen Arthouse Touch gibt.

Die Musik geht in die gleich Richtung, sehr subtil, aber in den wichtigen Szenen sehr effektiv.

Tjo, empfehlen kann ich den Film fast nicht. XD Ähnlich wie Irreversible, ist es für mich einer dieser Filme, die ich definitiv nur einmal schauen werde. Ich bin aber auch ne Memme. Wertung finde ich sehr schwierig… Da der Film aber def. seine Spuren hinterlassen hat und ich das eigentlich nur sehr selten sagen kann, gebe ich einfach die volle Punktzahl.

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Legend Of The Golden Pearl

THE LEGEND OF THE GOLDEN PEARL

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(Legend Of Wisely)

Wai Si-Lei (Sam Hui) ist Casanova, Abenteurer und Sci-Fi Romanautor. Eines Tages wird er von Multimilliardär Howard Hope (Bruce Baron) damit beauftragt, die “Dragon Pearl” zu finden. Wai Si-Leis alter Freund David Ko (Teddy Kwan) könnte ihm dabei helfen. Doch leider hat Wai Si-Lei keine Ahnung, wo sich dieser aufhält. Wie der Zufall es so will bekommt Wai Si-Lei aber kurze Später Post von David Ko. Er soll zu ihm nach Nepal kommen. Dort ist David Ko bereits auf der Suche nach der Dragon Pearl und hat diese schon ausfinding gemacht. Sie befindet sich in einem kleinen Dörfchen und wird von religiösen Mönchen bewacht. Da Wai Si-Lei ein aufrichtiger Kerl ist, weiß David, dass er ihm niemals dabei helfen wird, die Dragon Pearl von den Mönchen zu klauen. Also faked David kurzerhand seine Entführung, um Wai Si-Lei dazu zu bringen, die Dragon Pearl aufzuzusuchen, da sie sein einziger Hinweis darauf ist, wo sich der angeblich entführte David Ko aufhält.

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Leider gibt es nicht all zu viele Hong Kong “Abenteuerfilme” im Stile eines Indiana Jones. Daher schau ich mir teilweise wirklich jeden Crap an, solange es in die Richtung geht. Immer in der Hoffnung irgendwann mal eine kleine Perle zu entdecken. “The Legend Of The Golden Pearl” hat immerhin schon einmal eine Perle im Titel (LOL) und eine Perle namens Joey Wong sogar in der Besetzung. Unterstützt und getragen wird sie dabei sprichwörtlich von Sam Hui (70s Popstar und of Hui Comedy fame), Ti Lung (of 70s Kung Fu movie fame) und Teddy Kwan der den Film zusammen mit Sam Hui gleich mal directete, während für die Action Blacky Ko sorgte. Da kann ja fast nix schief gehen, oder?

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(Joey “Oooaaaahhhh” Wong)

Eben! “The Legend Of The Golden Pearl” bietet Lacher, viel Action, eine gar nicht mal so dumme Story und viel Abenteuer. Genau das, was ich suche und dann sogar noch aus dem Jahre 1987, was man natürlich zugleich an der geilen Musik hört. Hier wird vermutlich aus weiser Voraussicht noch einmal wild auf die Synthies gehämmert, bevor sie dann ein paar Jahre später als “out” gelten. Die Musik überraschte jetzt zwar nicht durch großartige Ohrwürmer, aber immerhin durch einen richtig geilen 80s Flair inkl. natürlich von Sam Hui gesungenem Schlusslied auf Kantonesisch. Ooaahhh… ! Dank Ti Lung gibt’s auch ordentliche, flüssige Kung Fu Action und selbst Sam Hui braucht sich nicht zu verstecken, wenn auch alles natürlich nicht an die Klasse eines “Operation Condor II” – übrigens der unangefochtene HK Indiana Jones König – heranreicht. Und als Sahnehäubchen, bzw. “extra Käse” auf der Pizza gibt es dann noch die super cute Joey Wong in Höchstform als eloquentes Gangsterboss Schwesterchen, die sich gleich mal an Wai Si-Lei heranschmeißt. Das Liebesgeplänkel geht zwar alles ein wenig schnell, aber immerhin sind die Charaktere alle so sympathisch, dass man ihnen einfach direkt eine schöne Romanze wünscht.

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Die Geschichte als solche kommt zwar ein wenig langsam in Fahrt, bietet am Schluss dann aber ein relativ überraschendes und gutes Ende, was man fast schon als Twist bezeichnen kann. Im Nachhinein und durch den Namen Sam Hui muss ich sagen, dass ich mir ein klein wenig mehr Comedy gewünscht hätte, aber man kann ja leider nicht alles haben. In dem Genre aus dem Herkunftsland muss man schon froh sein, wenn sich überhaupt Mühe mit den Locations, Sets und den Special Effects gemacht wurde. Oh ja, die Special Effects (überwiegend am Schluss) sind erstaunlich klasse gemacht und sehen fast sogar richtig geil aus?! Es ist also echt fast alles da, was ein Abenteuerfilm braucht, es fehlt lediglich nur noch am aller-letzten Feinschliff.

“Operation Condor II” mit Jackie Chan ist halt aber auch echt nicht zu toppen.

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