Snowman’s Land

Snowman’s Land

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Walter ist Auftragskiller und erschießt eines Tages ausversehen den falschen. Sein Boss verdonnert ihn daraufhin zu einer “Auszeit”. Bisschen Urlaub machen. Dafür hat Walter aber leider kein Geld. Da kommt ihm das Angebot von Unterweltboss Berger gerade recht. Zusammen mit Mickey soll er auf dessen ehemaliges Hotel in den karpatischen Bergen aufpassen. Als sie ankommen ist Berger gerade noch für ein paar Tage unterwegs, aber dafür ist seine junge, blonde, hübsche Frau da. Diese kocht im Keller des Hotels Drogen und wie der Zufall es so will, kommt es zu einer wilden Orgie zwischen der Frau Bergers und Mickey, woraufhin Bergers Frau sich ausversehen erschießt. Walter ahnt, dass das nicht gut enden wird.

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Ein deutscher Film. Eine Komödie. Kein Sex (naja fast), kein Ballermann, keine DDR, keine Nazis. Sehr ungewöhnlich für einen deutschen Film und ja, ziemlich gut vor allem. Die Story ist am anfang erstaunlich witzig, mit ein paar wirklich guten Momenten und bis kurz vor Schluss sogar richtig spannend. Man ahnt nicht so wirklich was kommen wird oder wie es ausgehen wird und freut sich einfach nur dessen, was da auf einen einrieselt. Dass das alles großen Spaß macht, dafür zeichnen sich die Darsteller verantwortlich, die die abgehalfterten Auftragskiller mit einem Realismus spielen, der eher erschreckend ist. Walter oder Mickey könnten truely neben einem an der Currywurstbude stehen und eine voll labern. Einfach herrlich.

Der Schluss enttäuscht dann leider ein wenig, als das Ruder rumgerissen wird und es gar kein eindeutiges “Ziel” mehr gibt. Man bekommt gar nicht so recht mit, was nun eigentlich zu tun ist und die “Auflösung”, wenn man es so nennen kann, enttäuscht dann leider ein wenig. Dennoch ein wirklich sehr schönes Filmchen mit guten Witzen, tollem Setting und klasse Darstellern. :D

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Let’s Go!

Let’s Go!

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Lee Siu-Sheung (Juno Mak) war einst – zusammen mit seinem Vater – ein großer Fan der Space Emperor God Sigma Serie. Als sein Vater aber den Helden spielen will und dabei umkommt, verliert er die Lust an dem ganzen Superheldenkram obwohl er ein guter Kämpfer ist. Siu-Sheung arbeitet im Tee-Restaurant seines Kumpels, der ihm mit seinem Superheldengelaber teilweise etwas auf die Nerven geht. Als Siu-Sheung einen Job bei einem “Sicherheitsdienst” bekommt…

…wird der Film ein wenig weird und ich kan die Story nicht einmal mehr richtig wieder geben.

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Laut Trailern bereitete ich mich auf eine Hong Kong Komödie vor, die mit einer rosarot angehauchten, aber doch etwas kritischen Brille auf die sogenannten Tokusatsu, den japanischen Superhelden-Roboter-Real-Serien der 70er Jahre, wirft. Das tut es auch, aber nur teilweise. Der Film ist eine etwas schwer verdauliche Mischung aus Nostalgiegefühlen, herzlicher Comedy und brutalen, dunklen, melancholischen und höchst dramatischen Bloodshed Szenen. Wie das zusammen passen kann? Tja, weiß ich auch nicht so recht und irgendwie lässt es einen, mit einem unguten Gefühl zurück. Betrachtet man beides einzeln, stimmt fast alles. Im Komödienteil haben wir likeable Charaktere, die trotz ihres Alters ihre Liebe zu Ultraman nicht verloren haben und es folgt ein Gag dem nächsten. Hier wird’s auch stellenweise ein wenig traurig, aber immerhin noch im Bereich des komödientechnisch Möglichen und vor allem immer mit einer gewissen Portion Herz.

Dann haben wir da aber noch den Mafia / Gangster / Bloodshed Teil. Der ist erst nur super interessant, weil man sich wundert, was nun abgeht oder was die ganze Situation überhaupt zu bedeuten hat, wird aber sehr schnell ziemlich düster, ziemlich blutig und ziemlich over the top. So schnell kann man sich gar nicht umgewöhnen, wie hier Leuten in’s Gesicht geschossen und die Hunde auf einen gehetzt werden. Und gerade dieser Teil ist so schön düster und ernst inszeniert, dass man sich fast einen neuen Triadenfilm wünscht.

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Das ist beides echt klasse. Aber nicht in einem einzigen Film? xD Interessant bleibt die Story leider auch nur bis zur ca. Hälfte des Films und wenn das auch alles eine interessante Mischung ist, so muss sagen, dass es mich im Endeffekt dann doch mehr störte als vom Hocker riss.

Schauspielerisch glänzt hier am ehesten noch Juno Mak der mal wieder kaum etwas sagt, aber immerhin in den Kämpfen gut aussieht. Die Kämpfe sind sowieso ziemlich gut gemacht und auf jeden Fall einen Blick wert. Ansonsten fällt maximal noch die milfige Mutter Siu-Sheungs und die süße kleine, die er beschützen soll auf. Gordon Lam als Bösewicht ist erst ziemlich in Ordnung, wird am Schluss durch die Überdrehtheit der Story aber fast sogar ein wenig Lächerlich. Baha ey, ich muss immer noch ein wenig lachen, irgendwie? Und wie an den Screenshots schon ein wenig zu erkennen ist, glänzt der Film mit einer tollen Cinematography, oooaahahhhhh…

Das war’s dann schon.

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Help Me Eros

Help Me Eros

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Ah Jien hat seine ganze Kohle an der Börse verzockt und zieht sich in seinem eigenen vier Wände zurück, in welchen er ohne Ende Gras raucht, welches er selbst in seinem Wohnzimmerschrank anbaut. Aus lauter Verzweiflung rief er sogar schon bei der Selbstmord-Hilfs-Hotline an und verguggt, bzw. -hört sich direkt in die Telefonseelsorgerin, die ihm sehr sympathisch klingt. Seine Fantasien mit ihr projiziert er jedoch auf die kleine süße, die im Betelnuss-Stand vor seinem Haus arbeitet. Die will erst gar nicht so recht, findet aber dann doch einen Funken Interesse in ihm. Dann wird gefickt.

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Also baha. “Help Me Eros” fängt mal ziemlich weird an, mit einer etwas ungewöhnlichen Verharrung auf dem Thema Marijuana, welches meiner Meinung nach ein wenig zu überzogen dargestellt wird. Zeitweise könnte man meinen, da ist noch etwas anderes im Joint, denn ich jedenfalls sah noch nie, wie sich jemand derart nur von einem Joint gehen ließ. Genau der Umgang mit dem Gras bleibt aber weitestgehend den ganzen Film über erhalten, bildet aber immerhin den einzigen, wirklich negativen Kritikpunkt. Der Rest ist ein Drama um das Großstadtleben, die Liebe und das Geld, also etwas, mit welchem sich 99 % aller Menschen identifizieren können. Es dauert zwar ein klein wenig, bis der Film etwas an Fahrt aufnimmt, aber wenn es erst einmal High-Heel-Marijuana-Zertrampel-Action oder ein Bad einer fetten Chinesin in einer Wanne mit ca. 50 Aalen zu bewundern gibt, dann ist nicht nur der WTF Faktor am höchsten, sondern auch die Identifizierung mit den Charakteren, die bis dahin endlich mal etwas an Persönlichkeit gewannen. Klingt ein wenig behindert, ist es aber gar nicht so sehr. Es kann und darf ein wenig mitgefühlt werden, wobei der Film aber Gott sei Dank nie großartig auf irgendwelche abgelutschten Buttons drückt, um das zu erreichen. Alles spielt sich relativ dezent und ohne große Worte ab, fast wie im richtigen Leben.

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Ein wenig schwer wird es einem aber dann doch gemacht. Ich weiß nicht, ob das Gang und Gäbe ist in Taiwan, aber die Betelnussverkäuferinnen sehen einfach aus wie grandiose Nutten und sitzen in Mini-Bikinis und High-Heels in ihren Ständen, laufen halbnackt auf den Straßen herum, reden cute mit Freiern – ehm Verzeihung – Kunden und ein paar sehr weirde Sexszenen gibt es auch zu bewundern. Da muss man sich schon echt konzentrieren um überhaupt noch an den Rest des Films zu denken, bei all den hyperschlanken, halbnackten, sexy cuten Chinesinnen. :Q Die Cinematography setzt das auch alles ordentlich in Szene, es darf also bewundert werden. Wobei sich optisch alles relativ auf die Wohnung Ah Jiens und die Straße davor konzentriert. Hier hätte ich mir fast ein wenig mehr Stadtleben gewünscht.

Schönes Drama aus Taiwan mit ein paar WTF Momenten, geilen Weibern, viel Gras und wenig Musik.

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Don’t Give A Damn

Don’t Give A Damn

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Pierre (Sammo Hung) ist zwar ein guter Cop, aber wegen seinen etwas ungewöhnlichen Methoden nicht so sehr angesehen in der Polizeistation. Dass er dabei hin und wieder ein paar Fehler macht, hilft dabei natürlich nicht unbedingt. Als er gerade einem japanischen Drogensyndikat auf der Spur ist, gerät er ausversehen an den Zollbeamten Wong (Yuen Biao), welcher auch gerade am gleichen Fall arbeitet. Die zwei verstehen sich nicht so gut und so sind die ersten Spannungen und sogar fights vorprogrammiert. Umso schlimmer wird’s, als der neue, gestriegelte Super-Intendend (Takeshi Kaneshiro) die beiden zusammen am Fall weiter arbeiten lässt.

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“Don’t Give A Damn” sollte wohl der lange ersehnte Film sein, der die “Lucky Stars” Jackie Chan, Sammo Jung und Yuen Biao wieder vereinten. Durch anderweitige Zusagen konnte Jackie Chan wohl nicht mitmachen und so musste Takeshi Kaneshiro für ihn einspringen, was sich unweigerlich im Feeling des Filmes bemerkbar macht. Aber ich bin positiv überrascht, was für ein lustiger Film es dann doch wurde. Anfangs war ich etwas irritiert, weil es augenscheinlich random Action und Momente in der Polizeistation gibt, aber schon bald merkt man, dass diese nur einem Zweck dienen: Der Comedy und dem Aufbau von Beziehungen zu den Darstellern. Und es ist geglückt, der Humor ist teilweise albern, teilweise wirklich gut und die drei Hauptakteure bringen tatsächlich Persönlichkeiten rüber. Sammo Hung ist der aufrichtige, unkonventionelle Cop, der eher Pech im Leben hat, aber sich damit abfang, während Yuen Biao einen strafversetzten Zollbeamten miemt, der sein Temperament nicht im Zaum halten kann. Takeshio Kaneshiro beweist hier als gestriegelter und streng nach Vorschrift handelnder Vorgesetzter ungeahntes Comedy-Talent. Ein bisschen weird, wird der Humor, wenn es in die rassistische Ecke geht (siehe Screenshot) aber ob nun Romanze, Martial Arts Fight oder Ermittlungen, alles ist mit teilweise guten Gags gespickt und wird nie langweilig.

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Überhaupt geht’s am Schluss überraschend gut ab. Die erste Stunde des Films verbringt man eher mit dem Kennenlernen der Truppe und erwartet schon gar keine großartigen Fights mehr, dafür haut’s das Ende dann noch einmal voll rein mit wirklich gut gemachten und kreativen Kampfszenen, in welchen nur noch ein Jackie Chan fehlt.

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Sector 7

“Sector 7″

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Random Bohrinsel irgendwo vor Korea. Sector 7 ist ein harter Brocken Erde, der schon 100 mal angebohrt wurde und bisher noch kein Öl freigab. Dass es sich aber lohnen wird, da ist sich <weibliche Protagonistin> sicher. Sie kann und will nicht aufgeben, schon allein um ihres Vaters Ehre willen, der auch schon hier bohrte. Als von ganz oben der Befehl kommt, die ganze Sache abzubrechen, macht sich Niedergeschlagenheit breit. Und <random bärtiger Typ> wird via Hubschrauber auf die Bohrinsel geschickt. Warum weiß ich gar nicht so genau und die anderen scheint’s auch nicht großartig zu wundern, also habe ich wohl nur etwas verpasst. Weil <random bärtiger Typ> ein alter Hase ist, finden sie asapst noch Öl und müssen doch nicht heim. Hurra.

Doch auf der Bohrinsel ist noch etwas anderes… *grusel*

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Ehm ja. Ein Creature Feature aus Korea mit einer Hauptprotagonistin, die ungefähr 10 mal so hart sein will wie Sarah Connor, aber alle paar Minuten kreischt, wie ein… Mädchen. Die ganze Rolle passt nicht so richtig zu ihr und dass sie dabei auch noch suuuper sexy und cute aussieht, macht das ganze für den Zuschauer nicht einfacher. Ein bisschen schade, denn der komplette Film dreht sich um die Tussi. Alle anderen Leute sterben entweder super schnell oder haben ansonsten außer Gekreische auch nichts weiter zum Film beizutragen. Was bleibt ist also das Monster, welches auch noch etwas scheiße aussieht. Ich weiß gar nicht wann es passiert ist, aber irgendwo gab es wohl einen Vertrag mit allen Filmschaffenden, dass Filmmonster auf einmal total random aussehen müssen, so dass man kaum erkennt, was Arme und Beine sind, wo sie überhaupt sind, ob es überhaupt welche hat und den Kopf kann man meist eh nur anhand der Zähne / Zunge ausmachen. Ich versteh das leider nicht. Immerhin sind die CGI des Monsters dann wirklich ganz in Ordnung und fallen absolut nicht negativ auf, was man von den CGI im Intro nicht gerade behaupten kann. Da tun sich Welten dazwischen auf und wenn die Tussi sich dann mit ihrem Verehrer auf der Bohrinsel ein Motorradwettrennen (?) liefert und es aussieht wie eine schlechte TV Serie, dann kann man sich nur wundern, dass das Monster überhaupt so gut gelang. Es ist echt ein wilder Mix aus “Wow” und “Baha, alter!” CGI-Momenten. Die Story ist dann genauso platt mit einigen interessanten “Oh…”-Momenten, die aber nie großartig weiter ausgeführt werden. Dazu kommt es anhand der ganzen Action eh nicht, was ja ok wäre, wenn diese gut wäre. Ist sie aber nicht und so bleibt einfach nur ein optisch hübscher Film mit einer Sexy Frau und einem sexy CGI Monster.

Weird.

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Zwei Pimmel gibt’s halt, weil Creature Features ja kaum für ihre sophisticated Charaktere oder Storylines bekannt sind und Fans des Genres hiermit sicher etwas anfangen können.

Skyline

Skyline

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Aliens invaden random US City und spielen Rapture. Ein haufen gesichtloser Dummbatzen mit zuviel Geld schauen mal kurz ausm Fenster zu, schlafwandeln auf die Aliens zu, gehen mal kurz aufs Dach, dann wieder zurück in die Penthouse-Wohnung, dann kurz in die Tiefgarage, zurück ins Penthouse und dann wieder aufs Dach. Bei jedem dieser aufregenden Ortswechsel stirbt dann auch wer. Zwischendrinne sieht man im Hintergrund dann lauter Explosionen und Army und Tentakel. Am Schluß hüpft dann noch ein rothirniger CGI-Alien-Affe durch die Gegend. Ah ja – ne Schwangere und bisserl Betrügen gibts auch noch.

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Schauen dumm und gelangweilt. Random Person (l) und random Person (r)

Ja eh – wo soll man anfangen. Es ist einfach Rotz. Langweiliger, geklauter, nerviger Haufen Scheisse. Da kann weder Schokobärchen Turk noch Sgt. Batista was rausreissen. Sogar sie glänzen durch gar schrecklich langweilige und belanglose Dialoge.
Irgendwie haben in dem Dreck auch alle so ein gelangweiltes IQ 80 Gesicht auf. Ich vermute dass sie nach dem Durchlesen des miesen Drehbuches auch keine Lust mehr hatten was zu reißen und stattdessen lieber Dienst nach Vorschrift machten. Wobei ich ja shcon fast bezweifel dass es überhaupt Drehbuch gab.

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Schauen dumm und gelangweilt. Random Personen (l) und random Person (r)

Soundtrack kann ich mich nich erinnern, also auch Dreck. CGI is Standard (also auch Rotz) und beeindruckt wohl nur den durchschnittlichen Samstag Abend Kinogänger (bekanntlich die Spezies die auch Kalkbrenner gut findet).

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Tim und Struppi und das Geheimnis der Einhorn

Tim und Struppi und das Geheimnis der Einhorn

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Tim ist Reporter für das städtische Abendblatt. Auf einem Flohmarkt findet er eines Tages ein schönes Schiffsmodell, welches er direkt kauft. Schon kurze Zeit später wird er nacheinander von zwei verschiedenen Personen angesprochen, die ihm dieses Schiff abkaufen wollen. Tim lehnt ab und wundert sich schon, was es damit auf sich hat. Es stellt sich heraus, dass das Modellschiff – die Einhorn – ein Geheimnis birgt, welchem Tim nun unbedingt auf den Grund gehen will.

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“TinTin Verfilmung… CGI… oh Scheiße!” waren meine ersten Gedanken als ich den ersten Trailer sah. Umso überraschter und erfreuter war ich dann, dass TinTin doch eine gute Mischung aus Ernst, Dunkelheit und Humor wurde. Die Slapstickeinlagen von z. B. Schultze und Schulze sind natürlich Markenzeichen und enthalten, aber der Rest des Filmes hält sich erstaunlich… erwachsen. Tim ist der pfiffige, junge Reporter, der auch mal die Waffe zückt aber auch Captain Haddock bleibt unerwartet ernst in seiner Darstellung, allen voran was den Alkohol angeht. Hier war ich sehr froh, dass Hollywood nicht mit der Moralkeule kam und Haddock erst einmal nach Herzenslust saufen und Fluchen lässt, wie es sich eben für einen Haddock gehört. Tim ist zwar nur selten damit einverstanden, muss aber nicht den Moralapostel raushängen lassen und ab und an hilft Haddocks Alkoholkrankheit sogar zum Weiterkommen. Einzig und allein Struppi bleibt den ganzen Film über ein wenig blass und erinnert fast an einen “lustigen” Sidekick. Aber Gott sei Dank nimmt das nie Formen eines modernen Kinder-CGI-Films an.

Schaut man sich Tim und Struppi an, kommen einem schnell erste Gedanken an Indiana Jones. Die Story um ein Geheimnis, dessen Wegweiser oder Lösung auf drei Pergamenten verteilt ist, deren Aufenthaltsorte teilweise unbekannt sin und wie sich Tim gemeinsam mit Haddock auf die Suche danach machen, während ein fieser Bösewicht natürlich auch danach trachtet, macht Lust auf Abenteuer und trägt die Aktionen der Handelnden ohne weitere Probleme. Es kommt jetzt zwar nie die Megaspannung auf und einen Plottwist gibt es (Gott sei Dank?) auch nicht großartig, aber es wird immerhin auch kaum langweilig. Anscheinend hatte das Regieduo um Spielberg und Jackson dennoch etwas Angst, dass dem Zuschauer langweilig werden könnte und so knallen sie uns eine Actionszene nach der anderen auf den Tisch. Das sieht anfangs super aus, macht Spaß und passt sich wirklich hervorragend in den Film ein, aber irgendwann… ist auch mal gut. Die Actionszenen werden immer länger und teilweise lächerlicher, dass sie gegen Ende des Filmes leider schon eher negativ auffallen. Mir zumindest. Ich bin vermutlich zu alt (?) aber ich versteh sowas einfach nicht mehr. Wenn im Himmel schon mehrminütige Action abgeht und das Flugzeug dann endlich abstürzt, dann reicht das doch. Aber nein, da muss am Boden noch einer draufgesetzt werden und eine zusätzliche Gefahr entstehen, die dann einfach aufgesetzt wirkt. Das ist doch doof. :Q Da muss ich doch truely einen Pen bei der Gesamtwertung abziehen?!

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Gar nicht doof hingegen sind die CGI!? Und das sage ich als alter CGI-Hasser. Man mag jetzt von der Technik halten, was man will aber irgendwie passt die semi-realistische Darstellung der Charaktere wunderbar!? Die Bewegungen sind stets sehr realistisch, während die Gesichtszüge comictypisch überzeichnet sind. So stellt sich nur ganz am Anfang ein komisches Gefühl ein, welches aber recht schnell verfliegt. Durch die Überzeichnung der Charaktere nimmt man sie ohnehin nicht als hyperrealistische Menschen dar (wie man es noch in Final Fantasy Spirits Within als Zuschauer versuchte) und kommt so gar nicht erst in’s sagenumwobene Uncanny Valley. Der Rest der “Grafik” ist dann sowieso einfach nur noch auf hohem Niveau, ob das die Sets sind oder das tobende Meer, alles sieht harmonisch und realistisch aus. Besonders toll ist auch die Abwechslung der Sets von düster unheimlich bis farbenfroh freundlich ist für jeden etwas dabei.

Wer noch vor Filmen wie “The Polar Express” aus verständlichen Gründen Angst hatte, der sollte sich durchaus mal Tim und Struppi anschauen, wo man einen wahrlich guten Mix aus “realistisch” und “hey, ich will gar nicht 100 % realistisch sein” fand. Klingt doof, ist aber so.

Ach ja und die Musik war einfach von John Williams.

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Cold Fish

c o l d . f i s h

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Herr Shamoto hat ein kleines, beschauliches Aquaristikfachgeschäft. Er verkauft Zierfische. Die Geschäfte laufen nur so so und obendrein ist seine Tochter auch gerade rebellisch. Grund dafür ist Herr Schamotos neue, junge – und ziemlich heiße – Frau, die von Shamotos Tochter natürlich nicht als neue Mutter akzeptiert wird. So gestaltet sich das Familienleben etwas trist und ist leer von Hoffnung und Perspektive. Als die Tochter eines Tages beim Klauen erwischt wird, lernt Herr Shamoto Herrn Murata kennen, der seiner Tochter etwas aus der Patsche hilft. Zufälligerweise hat Herr Murata auch ein – ziemlich erfolgreiches und großes – Zierfischfachgeschäft und bietet Shamoto an, dass seine Tochter ja bei ihm arbeiten könne. Zudem hat er auch einen Geschäftsvorschlag für Herrn Shamoto, bei dessen Verhandlungen er leider den dritten Geschäftspartner im Bunde umbringt. Vergiftet. Shamoto ist nun Komplize und es beginnen die Schwierigkeiten.

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Cold Fish schaute ich mir an, weil ich des Regisseurs vorhergehenden Film “Love Exposure” schaute und für ganz ok befand. Auch Cold Fish wurde wieder derb gefeiert und da es diesmal sogar nach einem ernsten Film aussah, schaute ich mir das ganze an. Ernst ist er und das wird auch von Anfang klar gemacht, aber dennoch kann er eine leicht lustige Note nicht abstreiten. Dank Herrn Murata, der von Japans “Starkomiker” Denden gespielt wird und der seinen Charakter wunderbar überzeichnet, muss man das ein oder andere Mal schmunzeln und gar lachen. Dabei sind dessen Psychospiele alles andere als komisch.

Das Beste am Film ist dann auch direkt der Anfang, wenn noch nicht wirklich klar ist, wer hier eigentlich der Psychopath ist und vor allem, wie die Geschichte sich wohl weiter entwickelt. Die Beziehungen der Figuren untereinander sind anfangs etwas verzwickt und man fängt ungewollt schon an, sich zu überlegen, wer nun mit wem könnte, warum er das könnte und wie das überhaupt alles funktionieren soll.

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Leider scheißt der Film ab einem gewissen Punkt vollends darauf und wird zunehmend immer weirder, bis er am Schluss komplett durchdreht. Da entstehen plötzlich Situationen, die einen nur mit dem Kopf schütteln lassen und viele Aktionen kann man trotz “Affekt” bzw. “Black Out” nicht mehr ganz nachvollziehen. Dazu kommt all das Blut und schwupps, checkt man gar nicht mehr, was der Regisseur einem mit dem Film eigentlich sagen wollte. So bleibt man am Schluss dann leider etwas enttäuscht zurück.

Schade, denn anfangs macht Cold Fish wirklich Spaß, weil es da noch aussieht, als könnte sich noch ein cleveres und lustiges Katz und Maus Spiel zwischen Täter, Polizei und unschuldigem entwickeln, aber nix da. Irgendwie mussten wohl noch Tonnen von Blut und natürlich auch Jesus Christus noch unter kommen.

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Save The Green Planet

Save The Green Planet

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Lee hat ihn durchschaut. Den Chemiefabrikvorstand Kang. Lee weiß ganz genau, dass dieser ein Alien vom Planeten Andromeda ist und so beschließt er, Kang zu entführen und ihn durch diverse Foltermethoden zum Reden zu bringen. Tatkräftig unterstützt wird er dabei von seiner Freundin Sooni, die ihn zwar liebt und erst einmal glaubt, aber im Laufe der Entführung ein bisschen in’s Zweifeln gerät. Auch Detective Chu, der Lee nach der Entführung Kangs längst auf den Fersen ist, weiß nicht so recht, wie er ihn einordnen soll. Ist er einfach nur ein Verrückter oder ein genialer Verrückter der etwas plant? Und Chemievorstand Kang? Der checkt überhaupt nix mehr.

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Von “Save The Green Planet” hörte ich jetzt schon ziemlich oft und wollte ihn eigentlich auch schon immer mal schauen. Was mich davon abhielt waren lediglich die Kommentare wie z. B. “Für eine Komödie dann doch ziemlich düster / brutal / ernst!” und “Wilder Genremix!”. Tjopes, so wild ist der Mix aber gar nicht, denn Save The Green Planet ist imho durch und durch ein Drama bzw. ernsterer Film, der einfach nur unter einer völlig verblödeten Marketingkampagne (100 % auf Komödie ausgerichtet?!) und einem unglücklich gewählten Anfang sowie Ende leidet. Den Anfang, der dann doch ziemlich witzig ist, lass ich mir ja noch gefallen. Der Verlauf von lustig in’s düster dramatische gelingt dann relativ stufenlos und fällt gar nicht großartig negativ auf. Das Ende hingegen… war dann leider doch zuviel des Guten für mich. Am Ende kommt der Umschwung von ernst auf witzig ein wenig zu plötzlich und unerwartet. Das kann für manche das geilste Ende der Welt sein, für die anderen vermasselt es alles, was davor war.

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Ansonsten ist Save The Green Planet wirklich interessant und empfehlenswert, da die Schauspieler, die Musik, das Drama, die Ausstattung und ansonsten wirklich alles stimmt. Spannend bleibt’s so gut wie immer und gerade am Schluss dreht der Film dann noch einmal so richtig auf, wenn auch die Flashbacks mit Mutti ein wenig übertrieben / zu cheezy sind.

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Troll Hunter

TROLL HUNTER

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TROLLJEGEREN

Drei Studenten arbeiten gerade an einem Dokumentarfilmprojekt für ihre Universität. In der Gegend um die Universität kommen mehrere Bären auf unerklärliche Weise um. Da die Jagd auf Bären in Norwegen streng vom Staat kontrolliert wird, ist das ein heikles Thema, welchem die Studenten gerne auf den Grund gehen würden. Die Spur führt sie schnell zu einem Mysteriösen Mann, der von allen nur Hans genannt wird. Es stellt sich heraus, dass er etwas ganz anderem auf der Spur ist als Bären. In den Wäldern und Bergen Norwegens gibt es nämlich Trolle und Hans jagd sie. Das ist Hans Geschichte.

 

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Die Filmsensation aus Norwegen. Troll Hunter ist ein Low-Budget “Mockumentary”, das heißt eine Fake Dokumentation ganz im Stile Blair Witchs oder Paranormal Activities. Vielen mögen diese fake Dokumentarfilme zum Hals raus hängen, aber Troll Hunter hat imho noch am meisten Story und vor allem eins: Herz. Das ganze Setting ist auf Anhieb sympathisch, genauso wie die Schauspieler. Die Trolle werden nicht einfach als unbarmherzige Bestien dargstellt, sondern eher wie… normale Tiere. Der Beruf des Troll Jägers ist auch nicht so glorreich, wie er sich anfangs anhört und das das überhaupt alles funktioniert hat man dem cleveren Drehbuch und der ganzen Zusammensetzung der Trollgeschichte zu verdanken. Zwischen all den tollen Nachtszenen, in denen Trolle gejagt werden, gibt es immer wieder neue Häppchen an Informationen und Erklärungen zu den Trollen und deren Gesamtsituation in Norwegen und das stehts mit einem Augenzwinkern garniert. Troll Hunter nimmt sich selbst gar nicht ernst und bringt uns dadurch erst zum Lachen. Und weil die Schauspieler durch die Bank weg alle saubere Arbeit leisten, nimmt man ihnen auch alles ab und fiebert oder lacht gerne mal mit.

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Trotz Mockumentary Style sehen die Aufnahmen des verregneten Norwegens einfach klasse aus. Gerade Nachts, wenn das einzige Licht der Mondschein und die Taschenlampen des Teams sind, wird hier eine schöne Atmosphäre gezaubert. Es ist nicht “einfach nur dunkel”, sondern fast sogar schön. Und in genau diese schönen, aber dennoch wackeligen Bilder, fügen sich die Troll CGI ein, die mit dem Budget vermutlich nicht hätten besser aussehen können. Ich muss mich immer wieder wundern, wie derart kleine Projekte so tolle CGI hinbekommen, während ein 100 Millionen Dollar Hollywood Film es teilweise kaum besser macht? Klar, perfekt sind sie nicht und gerade wenn man die Trolle komplett sieht, wirkt es ein wenig unbeholfen, aber je näher man an den Trollen ist, desto besser sehen die CGI aus. Die Verfolgungsjagten mit Wackelkamera und der großartige Schluss sind schon wirklich sehr gut gemacht. Eine wahre Wohltat.

Beim finalen Rating fehlt jetzt leider doch ein kleiner Pen, da der Film ab und zu seine Längen hat. Es dauert ein wenig, bis er in Fahrt kommt und auch gegen Schluss gibt es dann noch die ein oder andere Länge, bzw. “unlogische” Situation. Das ist aber wirklich minimal und vertretbar. Bleibt immer noch eine echte Empfehlung.

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