The Sarah Connor Chronicles

The Sarah Connor Chronicles
USA 2007 | TV Serie | Pilotfolge

Nachdem die Computerfabrik, die die krass gefährlichen Roboter produziert hätte, die später die Menschheit versklaven, zerstört wurde, ist Sarah Connor auf der Flucht, da sie des Mordes beschuldigt worden ist, sich aber um ihren Sohn – die letzte Hoffnung der Menschheit!!! – ja weiterhin kümmern muss. Vor allem, weil – drumroll – wieder ein neuer Terminator hinter ihnen her ist!!!! OMG!!!

Tja, zur Story muss und kann man nicht viel sagen. Terminator 2 kennt jeder Filmnerd und eben auf genau diesem (wahrscheinlich besten) Teil basiert auch The Sarah Connor Chronicles. An sich sind das guten Vorraussetzungen, die bei mir schon Erwartungen geweckt haben. US-Serien sind in den letzten Jahren sehr dick geworden und es wird meistens eher geklotzt als gekleckert. Nicht in diesem Fall. Der Cast ist einfach unglaublich uninteressant und flach. Sarah Connor kommt nicht halb so cool rüber wie das Original (ok, auch ein unfairer Vergleich, Linda Hamilton war einfach zu gut). Der Sohn ist genauso nervig wie Edward Furlong und der neue, böse Terminator is halt einfach ein weiterer 0815 Arnie Klon. Ganz schlimm und gewollt wird es übrigens, als sie eben diesem dann so n lamen Actioneinzeiler à la “Hasta lavita, baby!” in dem Mund legen…

 

Dass die Story nicht viel hergeben würde, war schon von Anfang an klar, muss man ja zugeben. Das macht die Inszenierung trotzdem nicht besser. Der Soundtrack ist blaß, genauso wie die ganze Optik. Ich hätte vor allem in diesen Bereichen sehr viel mehr erwartet, es hätte so richtig dark & gritty werden müssen, meiner Meinung nach.

Tja. So bleibt am Ende nur ein süßer 16 jähriger, weiblicher Terminator (Die gehört zu den Guten und sie zieht sich auch kurz aus!!!!! ~_+), eine schwache Story und noch schwächere Darsteller. Die erhoffte Rettung des Terminator Franchises ist das hier ganz sicher nicht… Ein Pen für den female Terminator tho.

(Sie heißt Summer Glau… für, äh, weitere “Recherchen”…~_+)

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Tokyo Raiders

Tokyo Raiders
HK 2000 | Jingle Ma

Die Story… also… die checkte ich nicht ganz so sehr. Tony Leung Chiu-Wai ist Privatdetektiv in Tokyo. Kelly Chen will einen Japaner heiraten, der aber nicht zur Hochzeit erscheint. Gleichzeitig nervt sie der Innenarchitekt (Ekin Cheng) ihres neuen Heimes, der gern das Geld für seine Arbeit hätte. Wie die zwei, also Ekin Cheng und Kelly Chen, nun auf Tony Leung treffen, habe ich vergessen, bzw. verdrängt. Irgendwie arbeiten dann alle zusammen, dann doch wieder nicht, dann gibt’s einen Twist hier, einen Twist da und tjopes. Eine Fake Explosion am Schluss.


(Links: Kelly Chen ist die Königin von Hong Kong | Rechts: Titten verprügeln)

Toyko Raiders ist einer dieser Chinese New Year Filme, die in Hong Kong so beliebt (?) sind. Sie warten oft mit ganz vielen, bekannten und beliebten Stars auf, fast keiner Story und viel Action. Das ist ansich nicht schlecht. Bei Jackie Chan hat das schon sehr oft, sehr hervorragend funktioniert. Nur ist hier leider die Action ganz einfach langweilig. Das die Hauptdarsteller alle nicht wirklich kämpfen können, fällt hier ziemlich krass auf. Vor allem die Eröffnungssequenz mit einem regenschirmschwingenden Tony Leung ist doch arg gewöhnungsbedürftig. Als fiele ein kämpfender Tony Leung in Tokyos Straßen nicht schon genug auf, entschied man sich noch dazu diese merkwürdige Szene mit lateinamerikanischen… “Klängen” inklusive Gesang zu unterlegen. Die Musikbegleitung bessert sich später leider gar nicht. Oft gibt’s eine Mischung aus “Techno” der Marke Mortal Kombat und einfallslosem Elektrogefurze.


(Links: Booom! Diese Explosion war sogar echt | Rechts: Tony Leung hat die geilste Brille der Welt.)

So langweilt man sich dann eher von vorne bis hinten und lediglich die überaus geile Kelly Chen und der spätere Gastauftritt von Cecilia Cheung stellen die Höhepunkte des Films dar. Interessant ist da aber noch die Szene, in der Tony Leung eine Art Guitar Hero spielt. Im Jahr 2000 wohlbemerkt. Er hält eine Plastikgitarre, die lediglich mit dem TV verbunden ist, in der Hand und fuchtelt wild um sich. Leider sieht man nicht viel von der Grafik, diese schien aber noch geil 2D zu sein. Aus den Credits las ich ab, das es von Konami ist. Ich hab aber gar keinen Plan wie es heißt. Sad schade.

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Confession Of Pain

CONFESSION of PAIN

Bong (Takeshi Kaneshiro) und Hei (Tony Leung Chiu-Wai) sind Kollegen bei der Hong Konger Polizei. Gemeinsam sind die gerade an einem Fall eines Vergewaltigers dran, welchen sie in der Weihnachtsnacht 2003 gottseidank noch rechtzeitig stellen können. In der gleichen Nacht jedoch, entdeckt Bong seine Frau mit dilletantisch aufgeschnittenen Pulsadern zuhause auf ihrem Bett liegend.

3 Jahre später. Bong partete die Hong Konger Polizei und ist nun Privatdetektiv. Und Alkoholiker. Während Hei Karriere machte und mittlerweile heiratete. Eines Tages wird der Vater Heis Braut und sein Butler brutal ermordet. Standardmäßig ist Hei automatisch Verdächtiger. Seine Frau bittet Bong um Hilfe. Er soll den Fall aufklären.

Keine gute Idee…


(Links: Tony Leung hat immer einen Gesichtsausdruck zwischen “Ich hab was zu verbergen!” und “Ich liebe meine Frau!” drauf. | Rechts: Takeshi Kaneshiro gefällt mir am besten, wenn er besoffen ist.)

Nach Infernal Affairs… ach, lassen wir den Quatsch. Es spielt keine Rolle, was die Regisseure, ein kleiner Prozentsatz des Casts und das Produktionsteam vorher zusammen machten. Wen interessiert das denn? Confession Of Pain ist schlicht und ergreifend nur Mittelmaß. Mit opulenten Bildern, wie sie nur Hong Kong bietet, und dem Vorstellen der zwei Hauptcharaktere fängt der Film vielversprechend an. Geil, Tony Leung, geil Hong Kong, geil Polizeithriller, geil geil geil!!! Aber leider macht der Film gleich im ersten Drittel einen großen Fehler. Er nimmt das Ende vorweg. Das wäre ansich gar nicht so schlimm, da zwar wir nun vom Ende wissen, aber Bong, der den Fall ja untersucht, noch nicht. Das hat durchaus noch Potential, um etwas Spannung aufzubauen, aber leider schafft das Alan Mak irgendwie nicht. Die Szenen plätschern hier so vor sich hin und eigentlich wissen wir ja schon von allem. Selbst der Twist am Ende bleibt wenig schockierend oder gar überraschend. So verschenkte Confession Of Pain leider viel Potential.


(Links: Takeshi Kaneshiro denkt nach, während Shu Qi wahrscheinlich an Modemagazine denkt. | Rechts: Heis Frau. Sie trinkt später noch viel Whiskey mit Bong.)

Was Confession Of Pain also von schlechten Filmen abhebt ist ganz einfach das handwerkliche Geschick, mit dem man vorging. Die Bilder sind grandios, jede Szene sieht einfach genial aus und man möchte sich einfach jetzt sofort super Spaß in den Flieger setzen und nach Hong Kong düsen. Der Nebencast mit Chapman To und einer Nintendo DS spielenden Shu Qi, verkleidet als Beergirl (San Miguel), kann auch Symphatien sammeln. So ist es nicht wirklich die Story, sondern deren filmische Umsetzung, die uns während des Films etwas gähnen lassen. Es fehlt ganz einfach die Geschwindigkeit und vor allem Spannung. Krass, wie unterschiedlich Filme sein können. Verglichen mit Infer…

SCHEISSE. Jetzt ist’s mir doch raus geruscht. Egal jetzt. :/

Verglichen mit Infernal Affairs sind für mich als Laien gar nicht soo viele Unterschiede zu erkennen. Es gibt suspicious dreinschauende Tony Leungs, mysteriöse Musik bei schwerwiegenden Enthüllungen, geheimnisvolle Zeitlupe, Farbfilter, einen komplexen Plot und viel Misstrauen innerhalb der Polizei, etc. blah blah.

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Eye In The Sky

Eye In The Sky
(跟蹤 | hong kong 2007 | nai-hoi yau | dvd: kam & ronson)

Die Surveillance Unit der Hong Konger Polizei hat nur eine Aufgabe: Beobachten. Selbst im Hintergrund bleiben. Nicht auffallen. Das ist Neuland für Piggy (Kate Tsui), die nun zur längst verschweißten Truppe stößt, doch mit Dog Head (Simon Yam) einen geduldigen Mentor findet. Gleich ihr erster Fall bringt sie in’s Schwitzen: Eine brutale Bande unter der Führung von Shan (Tony Leung Ka-fai) macht Hong Kong unsicher und raubt immer wieder Läden aus. Eine tödliche Jagd beginnt.

Der langjährige Johnnie To-Kollaborateur und Scriptwriter Nai-Hoi Yau legt mit Eye In The Sky sein Regiedebüt vor. Die vielen Jahre mit To haben ihn offensichtlich geprägt, denn sein Film ist sofort als Milkyway-Produktion erkennbar. Die urbane Atmosphäre, die eng zusammenarbeitende Polizeieinheit, das erinnert gar an Expect The Unexpected oder PTU (letzere Assoziation wird durch einen Gastauftritt von Maggie Siu verstärkt). Doch wo To mit plötzlichen Tempoveränderungen oder Twists aus etwaigen Genrekonventionen ausbricht, inszeniert Yau seine Katz-und-Maus-Jagd als minimalistische tour de force mit beinahe dokumentarischem Charakter, schert sich wenig um Exposition oder Charakterentwicklung. Seine Figuren bleiben gesichtslose Schachfiguren, Shins kriminelle Motivation etwa wird zu keinem Punkt aufgegriffen. Eine Beobachtung, die zunächst wertungsfrei ist; die extreme Anonymisierung mag man mit gutem Willen vielleicht auch als Kommentar auf die Natur dieser Art von Polizeiarbeit sehen.

So wirkt Eye In The Sky einerseits stellenweise wie ein auf Spielfilmlänge gestrecktes Actionsegment eines anderen, größeren Films, andererseits ist Yaus konsequent ballastfreie und rasante Regie in ihrer Geradlinigkeit durchaus bemerkenswert und erfrischend. Umgesetzt wird sie mittels wackelnder Kameraeinstellungen mitten aus den Straßen Hong Kongs. Kontrastierend dazu Bilder wie aus Überwachungskameras, die aus der Vogelperspektive Distanz zum Geschehen schaffen. Yaus Stil ist ein Gegenpol zu den detailierten Cinemascope-Kompositionen Tos – gewöhnungsbedürftig, aber in jedem Fall faszinierend.

Zu den Schauspielern braucht man eigentlich nicht viel zu sagen, da reichen die Namen. Tony Leung Ka-fai pisst Charisma. Gerade hier ist es schade, dass der Zuschauer über seinen Charakter nicht mehr erfährt. Simon Yam, leider mit etwas albernem Fake-Bierbauch, bleibt sympathisch und überraschend unscheinbar, er kann vor allem in den wenigen persönlichen Szenen mit Kate Tsui’s Charakter punkten. Jene tut eigentlich nicht viel mehr als verzweifelt in der Gegend rumzuglotzen und hübsch auszusehen – insgesamt geht’s aber in Ordnung.

Guy Zerafa, schon für die tolle Musik aus Exiled zuständig, hat auch hier wieder einen hervorragenden Score gezimmert, zwischen moderner Elektronik, saftigen Gitarrenriffs und traditionellen Instrumenten. Nur habe ich im Film keine 10 Sekunden erlebt, die ohne Musik auskamen. Das fand ich etwas zuviel des Guten. Passt immerhin zur hektischen Atmosphäre.

Wer ganz zynisch sein möchte, bezeichnet Yaus Film als Milkyway by the numbers – der Schützling Tos greift hier nicht besonders originelle Themen auf, die Schauspieler, ob gut oder nicht, sehen wir halt irgendwie immer. Zudem offenbart Yau zur Surveillancepolitik der Polizei an sich kein einziges Mal eine kritische Position, was bei einem Film wie diesem eigentlich zu erwarten wäre. Dennoch: Nai-Hoi Yau hat zwar noch einen weiten Weg zu gehen, um das Level des Maestros zu erreichen, in die richtige Richtung ist er aber schon unterwegs. Ich hoffe, dass er noch weitere Filme drehen wird. Blickt man auf das bisherige HK-Filmjahr zurück, wäre ohnehin nur zu sagen: Eye In The Sky ist die elegante Gazelle neben dem halbverwesten Elefantenleichnam eines Protégé.

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Monday

MONDAY
S   A   B   U

Montag. Es ist früh am Morgen. Ein Mann wacht in einem Hotelzimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Plötzlich findet er in seiner Jackentasche ein Päckchen Reinigungssalz, wie es üblicherweise auf Beerdigungen verwendet wird. Er scheint sich schemenhaft zu erinnern. Er hat doch nicht etwa… Das war doch nur ein Traum? Oder?

“You’re good with radio-controlled cars and stuff, right?”

2001 war “Monday” Sabus vierter und meiner Meinung nach auch bester Film. Eventuell war es ein Fehler von mir, das ich Monday als ersten Film von Sabu sah, denn danach konnte mich keiner mehr SO sehr überzeugen, wie dieser. In Monday ist alles perfekt. Vom wenig verratenden Ausgangspunkt, welcher noch nicht wirklich viel verrät und Lust darauf macht, mehr zu erfahren, bis hin zur Umsetzung, die lupenreiner nicht hätte sein können. Die Hauptrolle spielt – mal wieder – Shin’ichi Tsutsumi und das gewohnt symphatisch. Oft hat man das Gefühl er IST der biedere japanische Angestellte, den er schon so oft in Sabus Filmen verkörperte. In Monday darf er dann auch endlich mal die Sau raus lassen und schafft den Spagat zwischen biederem Angestellten und waffenschwingenden betrunkenen. Dabei spielt aber auch die filmische Inszenierung eine große Rolle, denn nicht nur der Hauptcharakter ist angenehm steif und zurückhalten, selbst die Nebendarsteller vom Yakuza bis zum Hotelangestellten agieren sauber, streng und strahlen trotzdem einen gewissen Charme aus.


(Diese zwei Screenshots sind die einzigen, die ihr im Internet finden werdet und stellen lustigerweise auch die Quintessenz des kompletten Films dar!)

Dazu kommt die Kamera, die sich nicht lumpen lässt und einfach nur drauf hält. Sabu scheint den Kamerwagen vergessen zu haben, denn Monday bietet überwiegend wunderschöne Standbilder, ohne die die minimalen Bewegungen der Schauspieler auch gar nicht zur geltung kommen würden. Die Musik macht da keine Ausnahme, es gibt nämlich fast keine. Die einzigen Musikstücke, die zu hören sind, finden stets während Phasen des Traumes oder Deliriums statt und gehören teilweise auch einfach nur zu den Hintergrundgeräuschen der Szenen.

So formal und streng die Inszenierung aber auch ist, so absurd sind die eigentlichen Inhalte dann. Eine abstruse Szene wechselt sich mit der nächsten ab und langsam wird einem klar, wie es zu allem kam. Dabei zelebriert Sabu die ganze Unglaublichkeit fast in Zeitlupe und mit jeder verstrichenen Minute kann man gar nicht anders als Schmunzeln. Die asiatische Symbolik am Schluss mag Otto Normalzuschauer evtl. etwas ablenken und / oder erschrecken, aber dem geneigten Asienfilmefan kann sowas nicht schocken.

Ich hoffe nun mal wieder einen Sabu Film zu sehen, der nicht “nur” vier, sondern wie Monday, fünf von fünf Penen verdient.

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Osaka Wrestling Restaurant

Osaka Wrestling Restaurant
Hong Kong 2004 | Tommy Lo

Als Rickys Vater eines Tages stirbt hinterlässt dieser ihm eine Truhe voll Gold. Die letzten Worte des Vatera: “Ruf deinen Bruder an! Eröffne ein Business mit ihm. In der Truhe ist… ist…”. Tot. Dumm nur, das Rickys Bruder Mikey seit Jahren in Japan lebt und sich nie mehr blicken ließ. Ricky schuftete währenddessen schwer in One Eyed Dragons Restaurant. Als dann Ricky aber aus dem Restaurant rausgeschmissen wird, muss er was tun. Er kontaktiert seinen Bruder in Japan, der auch sofort eine grandiose Idee hat. Mikey will allen Ernstes ein Restaurant eröffnen, in dem gewrestled wird.

Eine Komödie und sickerweise Hong Kong / Japan Koproduktion von Tommy Lo, die anno 2004 relativ unter ging. Warum vermag ich jetzt nicht so zu sagen, da es wirklich schlimmere Filme in Hong Kong gibt, aber leider fehlt Osaka Wrestling Restaurant so einiges, um wirklich als gute Komödie zu gelten. So ist es nicht verwunderlich, wenn man noch nie davon gehört hat. Dabei ist es fast schade, denn einen gewissen Charme kann man dem Film nicht abstreiten. Im besagten Osaka Wrestling Restaurant erzählen die Köche voller Begeisterung, das sie mit Herz dabei sind und hoffen das die Leute das merken. Selbiges könnte man fast von den Schauspielern meinen, die allesamt gut aufgelegt sind und eigentlich nur durch die ziemlich flachen Witze ausgebremst werden. Selbst die diversen dramatischen Szenen um Mikey und seinem kleinen Sohn, der getrennt von ihm mit seiner Mutter lebt, wurden ganz ok gemeistert.

Anfangs überrascht der Film noch mit einem netten Soundtrack, dem vielen gesprochenen Japanisch und Auftritten der Gaststars Sam Lee, Sammo Hung und Chin Kar-Lok. Dazwischen gibt’s dann immer mal wieder super flache Witze, wie z. B. die Auftritte des bösen Ex-Bosses von Ricky oder Slapstickszenen der niedersten Sorte. Erst ab der Hälfte des Filmes bessert sich das ein wenig und man fängt sogar hin und wieder an zu Schmunzeln. Denn dann geht es überwiegend um das Business des Restaurants, das Opening und der Beziehungen des symphatischen Casts. Vor allem die im Film gecasteten Typen, welche jap. Wrestler faken sollen, sind für Lacher gut.

Interessant also nur für diejenigen, die die japanische Wrestlingliga nice finden (Es spielen ein paar original jap. Wrestler mit, wie z. B. “Super Delfin” ~_???), die DVD günstig bekommen (Unter 4 EUR) oder auf mittelmäßige Hong Kong Komödien stehen.

Sick ist ja, das Ricky von Sammo Hungs Sohn gespielt wird.

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2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen

2 O 1 O
DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN

Seit nunmehr 9 Jahren kreist die Discovery 1 im Orbit des Jupiters. Was damals – 2001 – geschah weiß niemand. Die Amerikaner bauen gerade die Discovery 2, da kommen die Russen und bieten dem amerikanischen Dr. Haywood Floyd, damals schon für die Mission der Discovery 1 verantwortlich, und zwei seiner Kollegen an, mit einem russischen Raumschiff zur Discovery 1 zu fliegen. Der Deal ist einfach: Die Russen haben ihr Raumschiff noch vor der Discovery 2 fertig und die Amerikaner haben das Personal und das Know-How, das für die Mission von nöten ist. Eine heikle Sache, denn Amerika und Russland befindet sich in einer art zweiten kalten Krieges.


(Ungewohnt: Roy Schneider spielt Dr. Haywood Floyd. Das zwar gut, aber es ist einfach ungewohnt und will gar nicht so passen.)

2010 hatte es natürlich auch schwer. Als Nachfolger, ja als Sequel zu 2001 – Odyssee im Weltraum war ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Dabei erwartete ich nicht einmal, das er so gut ist, wie 2001. Man kann allerdings durchaus erwarten einen unterhaltsamen Science-Fiction Film vorzufinden. Und das ist er leider nicht.

Die Story ist so klischeehaft, teilweise peinlich und unbefriedigend, wie sie in einem Hollywoodfilm nur sein kann. Da wäre erst einmal der Konflikt zwischen Amerika und Russland, was damals ja durchaus angebracht gewesen sein mag. Aber heutzutage funktioniert das einfach nicht mehr und selbst damals wurde der Konflikt im Film nur oberflächlich behandelt und wirkt einfach komisch. Dazu kommen so seltsame Szenen, wie die in denen Dave Bowman (Astronaut der Discovery 1 in 2001) auftaucht. Einmal in einem Fernseher und einmal am Krankenbett seiner Mutter. In dieser Szene sieht man dann tatsächlich, wie die Mutti sich freut, weil der Geist (?!) von Dave Bowman ihr die Haare kämmt. Mit einer Bürste. Man sieht nur die Bürste.

Also das ist einfach… also… BAHA?

Dann gab’s da noch die Szene in der eine random Tussi der russischen Besatzung sich sofort in Dr. Haywood Floyds Kabine begiebt, als sie eine aerodynamische Bremsung vornehmen müssen. Als alles überstanden ist, gibt es selbstverständlich einen Kuss. Ich meine…

… also… BAHA?

Das alles trägt nicht wirklich dazu bei, das man den Film wenigstens etwas ernst nimmt. Die Erklärungen, warum HAL 9000 damals nicht gescheit funktionierte sind zwar plausibel, akzeptabel, aber ich wünschte mir ich hätte sie nie gehört, da sie sich doch etwas auf den alten Film – 2001 – auswirken. Und das negativ. Es ist einfach kein Geheimnis mehr, es ist nun erklärt worden und macht alles irgendwie kaputt. So eine Scheiße bitte sehr? Das dann noch das Ende höchst zuckersüß, Bedeutungsschwanger und Klischeehaft ist, ist ja Indianer-Hollywood-Ehrenwort und irgendwie erwartet man am Schluss schon nix anderes. Es ist einfach der finale Sargnagel im Sarg eines Filmes, der von vornherein einen schweren Start hatte.


(Das Setdesign und die Szenen im All sind mit das niceste am Film.)

Dafür sind die Special Effects durchweg als gelungen zu bezeichnen. Die Außenaufnahmen der Discovery und des russischen Raumschiffes sehen fantastisch aus und auch das interieur, vor allem des russischen Raumschiffes, weiß zu überzeugen. Witzig ist die Tatsache, das Stanley Kubrik damals höchstpersönlich anordnete, die Modelle des 2001 Films zu zerstören, damit sie nicht in billigen B-Movies Wiederverwendung finden. So musste also die komplette Discovery 1 und deren Interieur einzig und allein anhand des Filmes 2001 – Odyssee im Weltraum nachgebaut werden. Dafür schon einmal Respekt, man merkt keinen einzigen Unterschied. Im Gegenteil, es ist sogar recht interessant und fast schon spannend, nach 9 Jahren Ungewissheit wieder an Board der Discovery 1 zu sein und HAL einzuschalten. Bzw. fast. Leider wird das alles durch die lame Art, wie es gefilmt wurde, zunichte gemacht. Besser gesagt: Durch die Russen. In Außenaufnahmen (Das rüberschweben zur Discovery) oder anderen spannenden Momenten hört man UNENTWEGT russisches Gelaber. Was soll denn das? Ich versteh nichtmal was die da labern, weil es keine Untertitel gibt. Es werden einfach kontinuierlich Meter Angaben und sonstige Informationen durchgesagt, die eigentlich keinen interessieren. Desweiteren nahm man sich keine Zeit für die Szenen. Alles ist schwupp-di-wupps passiert und man konnte sich gar nicht in die Lage der Astronauten versetzen. Schade um die teilweise wirklich netten Bilder.

So hat 2010 nicht einmal viel Unterhaltung zu bieten, ist teilweise richtig lächerlich aber hat doch etwas gutes. Nach diesem Film weiß man 2001 – Odyssee im Weltraum einfach nur noch mehr zu schätzen. Krass wie unterschiedlich beide Filme sind und wie genial doch eigentlich 2001 ist.

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Django Kill (…If You Live, Shoot!)

Django Kill (…If You Live, Shoot!)
se sei vivo spara | italien 1967 | giulio questi | dvd: blue underground

Eine Bande amerikanischer Banditen überfällt mithilfe einiger Mexikaner einen Goldtransport. Doch anstatt das Gold mit den Mexikanern zu teilen, erschießen sie diese lieber, darunter auch den “Fremden” (Tomas Milian), wie er im weiteren Verlaufe des Filmes genannt wird. Die Amerikaner ziehen weiter in eine Stadt, in der scheinbar alle völlig krank im Kopf sind. Der Fremde hingegen wird von zwei Indianern auf wundersame Weise wiederbelebt, steigt aus seinem Grab auf und macht sich auf, Rache zu üben.

In der der BU-DVD enthaltenen (sowie höchst sehenswerten) Interview-Featurette ‘Django Tell’ bezeichnet Tomas Milian Questis Werk treffend als “cult of the cult” – und seinen notorischen Ruf als einer der abgefahrensten Italowestern überhaupt hat Django Kill (welcher natürlich nur aus Werbezwecken international den “Django”-Namen verpasst bekam) dann auch tatsächlich verdient. Questi serviert eine unvergessliche Szene nach der anderen, viele von ihnen auch höchst brutal. Allein schon die Anfangssequenz, in der Tomas Milians Charakter sich aus seinem Grab erhebt, deutet sich eine religiöse Metaphorik an, die später in einer Art Kreuzigungsszene ihren Höhepunkt findet. Dabei ist Questi nie auf plumpe Sensationsmache hinaus; zwischen schwarzem Humor und zynischem Gesellschaftskommentar bedient er eine Nische innerhalb des Genres, in der sonst nur Sergio Sollimas Westerntrilogie ihre Spuren hinterlassen hat. Dabei kommt er in Sachen Aussagekraft nie an diese heran; seine Symbolik ist dafür zu plump, der kritische Ansatz zu forciert.


Aber in einem Atemzug mit Sollima genannt zu werden, ist schon ein Lob für sich. Die Ideen, die verarbeitet werden, reichen von Sadomasochismus bis zu amüsanten homosexuellen Anspielungen. Im Subplotwirrwarr habe ich zwar nach den zwei Stunden Laufzeit nicht mehr wirklich durchgeblickt – der Fremde, natürlich äußerst intensiv und charismatisch von Milian gespielt, folgt den Amerikanern in die Stadt, tritt zunächst scheinbar der Bande Sorrows (Roberto Camardiel) bei, versucht auch noch, Evan (Ray Lovelock), dem einzigen Unschuldigen in der Stadt zu helfen, gerät dabei aber in die Schusslinie des zwielichtigen Hagerman (Francisco Sanz), der seine Frau in einem Raum eingesperrt hat und allen erzählt, sie sei geisteskrank.

Am Ende ist die ganze Stadt auf der Jagd nach dem Gold – klar – und die Art und Weise, wie sich die Stadtbewohner gegenseitig unter dem Vorwand der Gesetzesausübung auseinandernehmen, hat Questi in bitterböser Konsequenz inszeniert. So unterhält Django Kill bis zum Ende, auch wenn die surrealen Schlüsselszenen im Gesamtkontext oft wenig nachvollziehbar bleiben. Zum ganz großen Klassiker reicht es daher zwar nicht, doch Giulio Questis einziger Western ist definitiv in den oberen Rängen des Genres anzusiedeln.

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Princess-D

Princess-D
Sylvia Chang | Hong Kong 2002

Joker (Daniel Wu) arbeitet an einem Spieleprojekt und könnte es fast schon dem Vorstand präsentieren. Es fehlt lediglich noch ein virtuelles Idol. Eines Tages trifft er in einer Disco Ling (Lee Sinjie). Sie soll es sein. Sie wäre perfekt für sein Computerspiel. Sie soll Princess-D werden. Leider ist Ling alles anderes als perfekt. Sie vercheckt Drogen, ihre Mutter ist geistig nicht mehr ganz zusammen, der Bruder hat Schulden beim lokalen Drogenboss und der Vater selbst sitzt gleich ganz im Knast. Joker will ihr helfen.


Von Princess-D hörte ich schon damals, 2003. In meinem jugendlichen Leichtsinn interessierte er mich primär wegen dem ganzen virtuellen Krams. Ich dachte wohl es geht computerfreakmäßig geil ab. Erst kürzlich sah ich durch Zufall die DVD günstig zum Verkauf und schlug, ohne wirklich zu wissen, auf was ich mich da einlasse, zu. Denn mal ehrlich, wer hörte damals schon von dem Film? Fast zeitgleich lief damals “Infernal Affairs”. Kein Wunder, das Princess-D – ein waschechtes Drama – unter ging. Schade eigentlich.

Denn Sylvia Chang (ja, DIE Sylvia Chang. Schauspielerin aus Aces Go Places, oder All About Ah Long) schrieb’ hier einfach mal so mir nichts dir nichts einen wundervollen kleinen Film, der vor allem von Lee Sinjie getragen wird. Schauspielerische Leistungen fallen mir selten richtig positiv oder richtig negativ auf, da es für mich als Europäer recht schwierig ist kantonesische Dialoge und Verhalten zu beurteilen, welches ich ganz einfach nicht gewohnt bin. Aber Lee Sinjie sticht hier mal wirklich heraus (mehr noch als in “The Eye”) und überzeugt in jeder Szene. Ob sie nun glücklich ist oder traurig. Man kauft ihr locker alles ab und wünscht sich ganz insgeheim sie mal kennenlernen zu dürfen. Gekonnt wechselt sie zwischen kleinem unschuldigem Mädchen, trauriger Tochter, die alleine zurecht kommen muss und Drogen vercheckendes toughes Girl. Alle anderen tun es ihr gleich und fallen nicht weiter negativ auf. Daniel Wu liefert solide Schauspielleistungen ab, Edison Chen fällt nicht weiter auf und tut das, was er am besten kann: Englisch reden und gut aussehen. Richtig nice ist noch Anthony Wong, der eigentlich nur Nebendarsteller ist, sich davon aber nicht abhalten ließ einfach mal wieder total geil zu sein. Er spielt hier übrigens einen Tanzlehrer. Kein Wunder das er mehrfach für “best actor in supporting role” nominiert wurde und in Taiwan dann sogar gewann.


Etwas verwirrend fängt Princess-D allerdings an. Mit viel Technomusik (Disco-Szenen), Drogentrips (trippe Visuals) und Computergrafik weiß man anfangs nicht so recht was das nun sein soll. Aber schnell findet der Film seinen Weg und überzeugt dann durchweg durch ehrliche und realistische Szenen. Bei Liebesdramen wie diesem kann es schnell passieren, das Szenen kitschig oder gar lächerlich wirken. Sylvia Chang verhinderte das allerdings gekonnt, trotz schnulziger Lieder mit Namen wie “Heaven so close”. Und so sehen wir dann Joker, wie er auf dem besten weg ist, das ultimative (virtuelle) Idol zu erschaffen, sein Bruder Kid (Edison Chen) wie er ihm dabei hilft, seinen Vater wie er Frauen das Tanzen lehrt und Ling wie sie mit ihrer Familie zu kämpfen hat. In vielen Reviews wurde Princess-D angekreidet, das der Film hätte mehr sein können. Immer wieder sehen wir grandiose Szenen, die jäh von (übrigens ziemlich guten und nicht peinlich wirkenden!) Computeranimationen unterbrochen werden. Aber ich bin froh, das es die Szenen überhaupt gab und kann Princess-D als gut gemachtes Drama auf jeden Fall empfehlen.

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Musikvideo:
http://www.youtube.com/watch?v=kUd6wxztaZk

Seine Kugeln pfeifen das Todeslied

Seine Kugeln pfeifen das Todeslied
il pistolero dell’ave maria | italien 1969 | ferdinando baldi | dvd: marketing film

Rafael (Peter Martell) findet eines Tages seinen alten Jugendfreund Sebastian (Leonard Mann) auf einer Ranch wieder. Obwohl Sebastian glaubt, dass seine Mutter tot ist, erzählt ihm Rafael, dass seine Mutter in Wahrheit lebt, da sie damals seinen Vater und Rafaels Mutter ermorden ließ und nun mit dem Mörder zusammen lebt. Gemeinsam machen sie sich auf, um Rache zu üben.

Eigentlich schwer vorstellbar, dass Ferdinando Baldi hinter diesem Film steckt, denn immerhin legte er gerade einmal 2 Jahre später mit Blindman den wohl wüstesten Sleazetrip der Westerngeschichte vor. Wohl ein weiteres Indiz für die Flexibilität, die italienischen Regisseuren in den 60ern und 70ern abverlangt wurde. In Seine Kugeln pfeifen das Todeslied wurde jedoch die oft präsente moralische Ambivalenz des Genres mit einem saftigen Bissen Melodrama ausgetauscht. Wie dick hier aufgetragen wird, ist zunächst einmal gewöhnungsbedürftig; unglücklicherweise ist der ansonsten starke Score Roberto Pregadios auch häufig so platziert, dass er dem ohnehin überzeichneten Konflikt auch noch eine kräftige Kitschnote verleiht.


Was nicht heißt, dass hier auf die übliche Palette Schlägereien, Friedhofszenen, Mexican Standoffs und verprügelter Frauen verzichtet wird, im Gegenteil. Baldi inszeniert stilsicher und lässt seine Charaktere geschwind durch die ansehnlichen Sets pflügen. Etwas wirklich einzigartiges lässt der tausend mal in dieser oder jener Form durchgespielte Racheplot aber eben auch nicht zu, obwohl mehr hätte gemacht werden können – vor allem aus der Mutterfigur. Mann und Martell sind ordentlich als Protagonisten, dabei ist ihr größtes Problem die fehlende Interaktion miteinander. Ihre Beziehung bleibt bis zum Ende oberflächlich und fast schon formal, von Jugendfreundschaft ist wenig zu sehen. Ihre jeweilige Daseinsberechtigung verdienen sie sich allein durch das mehrmalige Retten des Anderen.
Auch Tomas (Alberto De Mendoza, der ein bisschen wie Michael Douglas aussieht) als fieser MILF-Liebhaber bleibt eine bloße Karikatur, der Cast ansonsten gefüllt von überflüssigen Randfiguren wie der hübschen Schwester Sebastians (Pilar Velázquez).

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Seine Kugeln pfeifen das Todeslied um solide Westernunterhaltung vom Reißbrett, die sicher nicht in der Liga der drei Sergios mitspielt, man sich an einem langweiligen Nachmittag jedoch ruhig mal anschauen kann.

(Hier noch der rather corny deutsche Trailer. Irgendwie haben sie früher Trailer immer total überflüssig lang gemacht?)

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