Pan’s Labyrinth

Pan’s Labyrinth aka El Laberinto del Fauno (Mexiko, Spanien, USA 2007, Guillermo del Toro)

Spanien 1944 – Ofelia kommt mit Ihrer Mutter in einer ländlichen Armeestellung des Hauptmanns Vidal an. Er kämpft dort für Diktator Franco gegen aufständische Rebellen. Wärend draußen der Krieg herrscht, verliert sich die kleine Ofelia in Märchenbüchern und träumt von anderen Welten. Als ihr ein Faun begegnet und ihr erzählt, sie sei eine wiedergeborene Prinzessin, packt sie die Neugier und so macht sie sich auf in Pan’s Labyrint. Oder so.


Kein Kinderfilm.

Pan’s Labyrinth überraschte mich etwas. Die Geschichte kommt nur zäh in Fahrt und die Wechsel zwischen realer Welt und Fantasysetting wollen so gar nicht zusammen passen und stets hat man den Eindruck, zwei verschiedene Filme zu sehen. Auf der einen Seite ein Drama in Kriegssetting, das gnadenlos und ungeniert das Grauen des Krieges und somit der realen Welt zeigt und auf der anderen Seite das Fantasysetting der Märchenwelt um Pan’s Labyrinth, das Ofelia gerne wieder als Prinzessin hätte. Die eigentliche Überraschung kam dann in Form von Gewalt. Gnadenlos werden hier Gesichter zertrümmert, zerschnitten, zerschossen und die Kamera… die hält einfach drauf. Das ist kein Kinderfilm?! So sieht man ab der zweiten Hälfte überwiegend die Geschehnisse in der Armeestellung und weniger Fantasyelemente. Und genau da merkte ich, dass ich mittlerweile die Story der Armeestellung interessanter fand als das Fantasysetting, welches am Anfang des Filmes eher meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Gut, das dann am Schluss doch noch beide Handlungsstränge nach und nach immer mehr miteinander zu tun bekamen und ich somit nicht das Gefühl hatte, die erste Hälfte des Films wäre unnötig gewesen.

Also schon krass. Die Kameraarbeit war mir anfangs etwas zu dunkel, da man überwiegend nur Schwarz sieht, aber die Einstellungen in den Fantasysettings entschädigen dann schnell wieder. Alles sieht schön auf dem Boden geblieben und nicht so abgehoben und glanzvoll aus, wie in manch anderem Film. Dazu kommt, das alles so eine morbide Stimmung hat. Das sah einfach nice aus. Schade, das die Fantasywelt ziemlich vorhersehbar war (“Du darfst NICHTS essen und trinken! NICHTS!” Und was macht die kleine Hure? Sie isst natürlich etwas… typisch und imho total unnötig.) und der Film etwas langsam in Fahrt kommt. Dafür entschädigt das Ende dann.

Zur Gewallt sei noch zu sagen, das sie – imho – bewusst so drastisch gezeigt wird um die reale Welt eben noch realer aussehen zu lassen und gleich mal dem Zuschauer klar zu machen “Ey, das ist kein Kinderfilm. Nimm die Geschichte ruhig ernst..”. Die erste Szene fand ich anfangs etwas unnötig, aber schon ab der zweiten merkte ich, das sie wohl unumgänglich sind. Und gut sind.

Ich kauf mir wohl die 25 USD Korea DVD?!

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The Departed

The Departed

Tjo. Es ist zwar eine ganz schöne Weile her, seit ich Infernal Affairs zuletzt sah, aber…The Departed ist leider einfach der bessere Film. Natürlich sind sie nicht genau gleich und das Remake ist nicht 1:1 dem Original empfunden, aber im Groben doch vom Handlungsablauf ähnlich, Scorsese zitiert hier und da gar ein paar Szenen direkt, manchmal besser, manchmal schlechter. Insgesamt aber gelingt es ihm, die Charaktere und ihre Motive gelungener und mit mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit darzustellen. Das tut er auf Kosten der Länge des Films, der sich im Vergleich zum Original um ein gutes zusätzliches Stück aufbläht. Keine Frage: Infernal Affairs ist daher die weitaus elegantere Inszenierung, die schneller auf den Punkt kommt und bei dem die Spannung konsequenter oben gehalten wird.

Scorsese hingegen setzt auf die Entwicklung von Persönlichkeiten und – was letztendlich seinen Film meiner Meinung nach überlegen macht – geht am Ende, was Zynik und Konsequenz betrifft, einen wohltuenden Schritt weiter. Das ist meine persönliche Meinung und ich kann mir gut vorstellen, dass manche Leute anders denken werden. Aber ich war ohnehin noch nie ein so großer Fan vom Original. Ein guter Film war es, keine Frage, aber trotzdem hat zum Meisterwerk etwas gefehlt, und das war bei The Departed eben dabei. Zu recht gewann Scorsese hiermit endlich den Oscar.

Der einzige bittere Beigeschmack: Es ist natürlich nach wie vor sehr, sehr Schade, ja beinahe unverschämt, dass die Originalvorlage während der Opening Credits keinerlei Erwähnung findet (vermutlich ist das irgendwo in den Schlusscredits begraben, aber das schaut sich ja keiner an). Auch sonst wurde bei der Promotion des Films scheinbar jeder Versuch unternommen, davon abzulenken, dass The Departed ein Remake ist. Dass während der Oscarverleihung dann noch behauptet wurde, das Original stamme aus Japan, bis die Moderation von Scorsese gnädigerweise korrigiert wurde, setzt dem ganzen natürlich noch die widerliche Krone der Ignoranz auf.

Aber wenn man einmal davon absieht, haben wir hier einfach ein großartiges Stück Hollywoodkino. Sogar Leonardo DiCaprio und Matt Dillon kotzten mich nicht an, obwohl ich sie sonst hasse wie die Pest. So. Jetzt könnt ihr mich schlagen.

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Tenacious D

Ich sah letzte Woche Tenacious D und war während des Schauens richtig begeistert!

Jack Black ist ein kleiner dicker Junge mit einem geilen Musikgeschmack. Er hört Rock und Metal >:O Leider sehen das seine Eltern (Meat Loaf als Vater) nicht sonderlich gerne und nach einer akkustischen Darbietung wird er auf sein Zimmer verband. Doch wie es das Schicksal so will, hat er eine Eingebung. Ronnie James Dio spricht von einem Plakat zu ihm und sagt, das er sich aufmachen soll die geilste Band zu gründen! Gesagt getan. Er macht sich auf in die Welt und trifft auf den Straßenmusiker Kyle Gass. Die zwei tun sich zusammen und wollen an einem Bandkontest teilnehmen. Leider sind sie zu blöd den Song des Jahrtausends zu schreiben. Duch nen dummen Zufall finden sie Anhaltspunkte zu einem speziellen Plektron, welches aus einem Zahn von Satan (!?!) gemacht wurde.

Tolle Songs und ein Kalauer nach dem anderen. Wer Jack Black liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Das ganze ist zudem schon fast ein Musical, da die Geschichte viel durch die Songs erzählt wird. Auch die Nachstellung einer Bandgeschichte war sehr geil. Zuerst das Kennenlernen, dann die Trennung wo keiner etwas erreicht und schließlich die Reunion xD

Leider gab es im Nachhinein ein paar Kritikpunkte. Vor allem das Fehlen einiger Cameo Auftritte einiger Musiker hat mir gefehlt. So kamen nur Dio, Meat Loaf und Dave Grohl zu einem Auftritt. Ziemlich schade … vor allem im Publikum in der einen Bar, hätten einige Stars sitzen können. Oder auch die Rolle von Tim Robbins hätte prima auch ein Metalheld übernehmen können! Oder die dusseligen Bullen im Museum.

Ansonsten dennoch ein sehr geiler Jack Black Film. Kaufte mir auch gleich den Soundtrack, der sich wunderbar dazu eignet den Film nochmals Revué passieren zu lassen. Nebenbei war der Pick of Destiny mit dabei Pen

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Trailer:
http://www.apple.com/trailers/newline/tenaciousdinthepickofdestiny/

Deep Rising

Deep Rising aka Octalus – Der Tod aus der Tiefe (USA 1998, Stephen Sommers)

John J. Finnegan (Treat Williams) rast mit seinem Schnellboot über das südchinesische Meer. Neben seinem Kollegen Petrucci und einer hurengeilen Koreanerin ist auch eine Truppe Söldner mit an Bord. Er weiß nicht so recht wohin, er sie bringen soll, geschweige denn, was sie da wollen. Aber das interessiert ihn nicht. Wenn das Bargeld lacht, ist das alles zweitrangig für ihn. Plötzlich hat sein Boot einen Unfall. Irgendwas wurde gerammt. Bei näherer Betrachtung finden sie schnell heraus, das direkt vor ihnen ein Kreuzfahrtschiff liegt. Die Söldnertruppe macht sich startklar. In der Hoffnung Ersatzteile für das zerstörte Boot Finnegans zu finden, betreten sie das Schiff. Doch irgendetwas stimmt hier nicht. Es ist kein Mensch an Bord.

Baha? Endlich sah ich ihn mal, nachdem ich (von Penance?) mal gehört habe, das er recht gut sein soll. Und ja, das war er. Zu schade, das das deutsche DVD Cover aussieht, wie ein trashiger B-Movie. Nun ja… er ist ja auch ein B-Movie irgendwie, aber was ich nicht wusste: Mit einem A-Budget. Das heißt wir sehen dicke Special Effects, tolle Kameraarbeit, professionelle Schauspieler und dergleichen. Ich war etwas überrascht.

Was mir von Anfang an gefiel war die Atmosphäre. Schon auf Finnegans Boot sah es ziemlich rauh, dreckig und etwas zukunftsmäßig aus. Das führte sich dann nahtlos in den Maschinenräumen des Schiffes fort und man sieht unweigerlich, das hier keine lamen CGI am Werk waren. Viele Szenen erinnerten sogar an Alien- oder generell Sci-Fi Filme. Das war recht geil. So war es dann auch Treat Williams, der zur rauhen Atmosphäre beitrug. Als eigentlicher Held im Film gefiel er mir außerordentlich gut. Lag evtl. daran, das ich den Schauspieler noch nicht kannte und er nicht Vin Diesel heißt. Dazu noch die sexy Femke Jannsen die hier eben nicht dem typischen Frauenklischee entspricht und eine menge random Söldner die ziemlich früh ihr Leben lassen und es bleiben keine Wünsche offen.

Am meisten überrascht war ich dann von den Creatureeffects. Ich meine, der Film ist nun schon etwas älter und CGI Special Effects altern so schnell, wie keine andere, aber das Monster sah wirklich recht nice aus. Und da es nunmal aus dem Wasser kam, machte es nichts, da es super glänzte. Hier passte es perfekt und fiel gar nicht auf. Auch die Szenen in denen man das Monster mit realem Set und realem Wasser kombinieren musste wirkten absolut überzeugend. Prima.

Also keine Ahnung. Ein richtig dicker Monsterfilm mit tollen CGI, tollen Schauspielern, viel Action, einem dicken ekligen Endboss und einer noch dickeren fetten Explosion am Schluß. Was will man mehr?

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P.S.: Am Schluss sah ich dann auch erst, das der Film ja eigentlich von Stephen Sommers ist. Sehr nice. Mir gefiel ja schon die Mumie 1 und 2 von ihm. Umso erschreckender fand ich es, wie er bei Van Helsing absacken konnte. Vor allem bei den CGI, die in Deep Rising einfach besser aussahen ~_??????

Trailer:
http://www.youtube.com/watch?v=JT3F5-lm8Zs&eurl=

The Chronicles Of Riddick

The Chronicles Of Riddick

Ja ich weiss. Ihr braucht mir nix zu sagen. Vin Diesel ist ja ein schielender Hurenbock wie er im Buche steht. Da er im Film aber dauernd eine Sonnenbrille tragen muss, fällt das nicht so ganz ins Gewicht. Whatever..

Vorgeschichte
..ich spielte damals “The Chronicles Of Riddick” und obwohl in diesem Spiel leider alles hoffnungslos poliert aussah, war die Grafik geil, die Animationen superfett und es war seit Duke3D die erste Story, die mich in einem FPS interessierte. Das Teil machte richtig Spass.. und es handelte sich auch noch um eine Filmumsetzung!

Begeistert durch dieses Spiel nutzte ich die Ausstrahlung im TV und sah so “Pitch Black”. Der war ebenfalls ganz ok. Vin Diesel laberte nicht viel und kam als kaltherziger Ich-allein-gegen-den-Rest-der-Welt-Krieger gut rüber. Naja und so glotzte ich nun Riddick.

 

Story
Seit den Pitch Black sind fünf Jahre vergangen. Riddick versteckt sich auf einem Eisplaneten vor Kopfgeldjägern. Um endlich wieder ungestört sein zu können, muss Riddick herausfinden, wer ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat und naja.. töten halt. ~_~
Auf Helios findet Riddick heraus, dass ein der eine Typ, dem er damals auf Pitch Black half das Kopfgeld auf ihn aussetzte.. allerdings nur um in hierher zu locken, da er seine Hilfe braucht. Besser gesagt alle. Die Necromonger, eine brutale Sekte zieht von Planetensystem zu Planetensystem. Dabei unterwerfen sie deren ganze Bevölkerung und lassen von den Planeten nichts als verkohlte Asche zurück. Die einzige Rasse, vor denen sie tierisch Schiss haben sind die unbeugsamen Furianer, die aber sozusagen komplett ausgelöscht sind. Najo.. jetzt ratet mal wer einer der letzten Furianer ist.

 
Fazit
Zugegeben.. keine Storytwists, keine grossartige Story.. aber sorry. Das erwartet auch keiner. Gehirn aus und rein in die Actionstube. Und da zieht Riddick viele Register.
Erstmal war ich voll geschockt. Die Szenen mit Raumschiffen und überhaupt die ganze Wüstenstadt sah absolut geil aus. Die vielen Bauwerke und Art der Kamera erinnerten an “Dune” und “Episode I” zugleich und sahen einfach fantastisch aus. Dann erfolgt die Invasion mit recht konsequenten Gegnern (die “Searcher” sehen geil aus), mächtigen Waffen und alles geht ziemlich routiniert zu. Bis Riddick auftaucht und die Necromonger erkennen mit wem sie es zu tun haben. Überhaupt geht in dem ganzen Film die Action ab. Sowas sah ich zuletzt in Sommer’s “The Mummy Returns” oder “Van Helsing”. Es ist nur eine Spur ernster aka nope schlechter deshalb.

Tja und Vin Diesel.. ich war so perplex. Beeindruckend was der da an den Tag gelegt hat. Mal abgesehen von ein bis zwei Sprüchen sitzen die selbigen ansonsten perfekt und der trockene Humor den er manchmal rauslässt, ist typisch für solch einen “Helden” aber hier definitiv gelungen. Er ist der Einsame, der einfach seinen Weg geht und nur selten über andere nachdenkt. Man nimmt ihm das zu jeder Zeit ab. Hier gibt’s auch kein grossartiges Gelaber beim Kämpfen. Es wird einfach nur draufgehauen. Und wenn er an einem Seil, an den Handgelenken baumelnd, im Gefängnis, 24km unter der Erde, die Kraft aufbringt sich selbst Kopfüber hochzustämmen, sich drehend fallen zu lassen um mit Schwung sich selbst am Seil hochdrehen zu können, bis er genug Fallgeschwindigkeit erreichen kann, um seine Metallfesseln zu lösen.. tja also das sieht dann schon saucool aus, um’s mal auf den Punkt zu bringen.

Dies alles wäre aber nur halb so imposant, wenn die Visualität nicht stimmen würde. Kein Grund zur Sorge. Sobald Riddick auf Helios landet, dreht der Film den Pegel voll auf und kann dieses Niveau bis zum Schluss halten. Einziger Absacker sind die animierten Hundswesen im Gefängnis, die sehr plastisch und amit absolut scheisse aussehen. Es erinnerte mich an Mortal Kombat 2.. Drache. Baha. ~_~ Aber ansonsten ist das Ding visuell absolut top und ich hätte mich gefreut, wenn ich noch mehr hätte sehen können.

Lediglich die Logik auf dem Gefängnisplanet mit den extremem Temperaturschwankungen fand ich etwas stumpfsinnig und der Endkampf war zwar dick aber dann war’s doch viel zu schnell rum bzw. zu einfach. Aber an “Logik” sollte man natürlich hier sowieso nicht denken, sonst wird man gnadenlos enttäuscht. Es ist Action, mehr nicht.

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Und täglich grüßt das Murmeltier

Und täglich grüßt das Murmeltier aka Groundhog Day (USA 1993, Harold Ramis)

Phil Connors ist Wetterman bei WPBH-TV und nicht gerade angetan von seinem Auftrag nach Punxsutawney zu fahren, um einem Murmeltier, auch Phil genannt, zuzuschauen, wie es das Wetter vorhersagt. Dies passiert in regelmäßigem Abstand beim jährlichen Groundhog Day. Nach getaner Arbeit entwickelt sich allerdings ein Schneesturm und Phil Connors sitzt vorerst in Punxsutawney fest. Schlimmer noch: Als er den nächsten Morgen aufwacht, stellt er fest, das immer noch der 2. Februar ist und sich der komplette Groundhog Day wiederholt. Phil erlebt den selben Tag immer und immer wieder…

Phil Connors ist Wetterman bei WPBH-TV und nicht gerade angetan von seinem Auftrag nach Punxsutawney zu fahren, um einem Murmeltier, auch Phil genannt, zuzuschauen, wie es das Wetter vorhersagt. Dies passiert in regelmäßigem Abstand beim jährlichen Groundhog Day. Nach getaner Arbeit entwickelt sich allerdings ein Schneesturm und Phil Connors sitzt vorerst in Punxsutawney fest. Schlimmer noch: Als er den nächsten Morgen aufwacht, stellt er fest, das immer noch der 2. Februar ist und sich der komplette Groundhog Day wiederholt. Phil erlebt den selben Tag immer und immer wieder…

Phil Connors ist Wetterman bei WPBH-TV und nicht gerade angetan von seinem Auftrag nach Punxsutawney zu fahren, (…)

Täglich um 06:00 Uhr klingelt der Wecker und Phil Connors wacht auf, nur um festzustellen, das – immer noch – Groundhog Day ist. Auf dem Weg zum Übertragungswagen bettelt ihn ein Obdachloser an, trifft er einen alten Klassenkameraden, der nun Versicherungsmakler ist, tritt in eine Pfütze und moderiert anschließend das Ereignis mit dem Murmeltier. Im Film sehen wir nun, wie er all das immer und immer wieder erlebt. Dem Obdachlosen gibt er schon gar kein Geld mehr, seinem nervigen Klassenkameraden haut er bald nur noch in die Fresse und die Pfütze, die kann er nun immerhin überspringen. Was den Film unter anderem so sehenswert macht, ist mit Sicherheit Bill Murray, aber vor allem auch die Wiederholungen des gleichen Tages immer und immer wieder. Phil sitzt in einer Szene in einer Bowlingbahn und säuft mit zwei sicken Assis. Er fragt: “Was würdet ihr tun, wenn ihr den gleichen Tag immer und immer wieder erleben könntet?”. Einer sagt nur: “Das trifft auf mich ohnehin zu…” aber der andere antwortet: “Nichts hätte Konsequenzen mehr. Man könnte tun und alles, zu was man Lust hat.” Und das tut Phil dann auch…

Er flüchtet vor der Polizei, klaut Geld, verzichtet auf das Anziehen von Klamotten, bringt sich mehrere Male um und macht sich an random Frauen heran, die er einen Tag vorher nach dem Namen frug und ausquetschte, auf welcher Schule sie waren. Nur um am nächsten Tag – dem Groundhog Day – sein Wissen für sich zu nutzen und mit ihnen in’s Bett zu steigen. Auch an Rita, seine Producerin, will er sich ranmachen. Aber das klappt anfangs nicht so recht. Er merkt nun das er sich ändern muss. Das er an sich arbeiten muss.

Eine ganz große Komödie aus den Neunzigern, der es an Lachern und Situationskomik nicht fehlt. Dazu etwas Romantik und ein hervorragender Bill Murray, wie er besser nicht hätte eingesetzt werden können. Zu köstlich sind seine Versuche sich an Rita ranzumachen. Mir fiel vor allem die Anzahl der Witze in diesem Film auf. Hier gibt’s ja kaum ruhige Momente und wenn, dann sind sie nur von kurzer Dauer. Mit Bill Murrays Art gibt’s ja dauernd was zu lachen. Wobei “lachen” hier nicht vor lauter Witz rumschreien, sondern eher ein symphatisches Schmunzeln hervorlocken bedeutet. Bill Murray geht einfach auf in der Rolle und am Schluss ist einem sogar das ganze Dorf, inklusive Murmeltier Phil, symphatisch. Musiktechnisch gibt es immerhin ca. 40 Mal “I’ve Got You Babe” von Sonny und Cher zu bestaunen.

Sollte jeder mal gesehen haben, imho.

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James Bond – Casino Royale

… er war einfach von vorne bis hinten total geiles Kino?!

Die Story lief sauber vor sich hin, war in sich nicht sonderlich auf irgendeinen Showdown aus aka wann tötet er blabla wie normal immer, aber dafür war es alles in allem umso spannender?! Alles war sehr fresh inszeniert, Bond ist total neu und menschlich einfach?! Er macht Witze, er setzt ständig Sachen in den Sand, verliebt sich und ist alles andere als kalt und cool.

Quote:
Bond: Wodka-Martini.
Barkeeper: Geschüttelt oder gerührt?
Bond: Seh ich aus, als würde mich das interessieren?!

Das ganze kino lachte xDDD fast so sehr, wie bei dem Croupier (?), der einfach mal ein Croupier der Casinos Austria ist und mit nem total breiten Wiener Slang daherkommt?! xDDD

Außerdem ist der Anfang total stylish sixties irgendwie?! das einzig lame am film ist das Titellied von Chris Cornell, welches einfach… lame ist?!

Der Film bekommt allerdings…

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Ahja, btw, die Verfolgungsjagd am Anfang ist einfach zu geil, sie ist total Parkour orientiert und man erkennt sofort, das Daniel Craig kein Brosnan Bond mehr ist.

Crank

Crank USA 2006

Auftragskiller Chev Chelios (Jason Statham) wird von seinen Auftraggebern hintergangen und bekommt ein Gift gespritzt, dass ihn tötet – nur Adrenalinschübe verspäten den Einsatz der Wirkung. Mit der wenigen Zeit die er hat, macht er sich auf Rache zu üben.

Geile Scheiße. Der beste Popcorn-Action-Film seit langem. ~_~ Jason Statham fand ich ja schon immer nice, obwohl The Transporter ja für den Arsch war. Aber die Story hier macht es ja quasi zum Zwang, dass es rund um die Uhr Action gibt. Ein rockiger Soundtrack, ziemlich geniale, augenzwinkernde Comedy-Momente inkl. der besten Sexszene die je gemacht wurde, abgedrehte Kamerafahrten, Schnittfrequenzen jenseits von MTV…Crank erlebt man wie sein Hauptdarsteller als einzigen Rausch. Da ist null Substanz, null Tiefe, wen stört’s? So müssen Actionfilme sein. Crank scheint zusammen mit Filmen wie Running Scared eine neue Ära an Actionkino einzuläuten, das kompromissloser, minimalistischer und überdrehter ist als die Art aufgeblasener Mittneunziger-Bruckheimer-Produktion, die uns früher als “Action” verkauft wurde.

Richtig, dieser Film zielt genau auf die Gruppe der pubertierenden Jugendlichen, die seinen Bekanntheitsgrad (und damit die DVD-Verkäufe) auf hunderten Schulhöfen ins Unermessliche steigern werden, das ist durchkalkulierte Coolness für den 14-Jährigen in allen von uns – aber verdammt noch mal, wer ernsthaftet behauptet, das würde nicht solch einen unfassbaren Spaß machen, dem gehört wohl auch mal so eine beschissene Spritze in den Arsch geschossen.

Ich bekenne mich schuldig. Mordsgaudi. Anschauen.

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Aliens

Aliens (USA 1986, James Cameron)

Nach fast 60 Jahren Tiefschlaf im Kühlschrank wacht Ripley auf. Sie kotzt es schon etwas an, das ihre komplette Familie und ihre Tochter (Im Film ein Foto von Weavers Mutter!) nicht mehr existiert. Aber es kommt noch dicker. Sie verliert ihren Job und muss mit ansehen, das auf dem Alien Planeten, auf welchem sie damals die Alieneier fanden, inzwischen besiedelt werden soll und eine namenslose “Company” dort versucht den Planeten bewohnbar zu machen. Als eines Tages der Kontakt zur Siedlung abbricht soll Ripley, zusammen mit ein paar sicken Marines, zum Planeten fliegen und herausfinden, was da los ist.

Eine !weise Entscheidung von James Cameron, den zweiten Teil von Alien nicht einfach als Horrofilm, wie den ersten Teil, zu planen. Das wäre nur in die Hose gegangen. Nein, statt dessen gibt’s einen Genrewechsel und wir finden die Aliens (Dieses mal mehrere. Viele.) in einer Art Kriegsfilm / Actionfilm wieder. Das dieser wunderbar funktioniert hat er mehreren Faktoren zu verdanken.

Zum einen wären da die Schauspieler. Sigourney Weaver, Paul Reiser, Michael Biehn, Jenette Goldstein und wie sie alle heißen. Sie füllen ihre Rollen mit Leben. Dank der ca 130 Minuten Laufzeit (Im Director’s Cut + 17 Minuten) haben sie auch alle Zeit der Welt um uns im laufe des Filmes symphatisch zu werden. Vor allem die Marines, die als arrogante, eingebildete, assoziale Truppe von Soldaten ohne Furcht eingeführt werden, aber nach und nach im Film durch die Aliens ziemlich gebremst werden und nun Angst kriegen und im Fall von Michael Biehn sogar symphatisch werden. Dadurch wird der Film erst so spannend. Wären einem die Charactere egal, so würde man nicht mit ihnen mitfiebern und einfach nur hoffen, das man viele Aliens sieht. Sigourney Weaver ist selbstverständlich auch sehr geil und vor allem in den letzten 30 Minuten des Films ziemlich heldenhaft und… keine Ahnung. Sie ist eine der wenigen Frauen, die man in einem Film als toughe Frau ernst nimmt. Sie ist die perfekte Mischung aus nicht zu hübsch, nicht zu tough und trotzdem mit 3 zusammengeknoteten Waffen rumlaufen und in einem Mechsuit gegen die Alien Queen kämpfend.

Ach ja. Die Aliens. Etwas schade, aber unbedingt nötig: Man sieht in den ersten 50 bis 70 Minuten rein gar nichts von den Aliens. Das bedeutet aber nicht, das der Anfang dadurch langweilig wäre. Die Charactere, sowie die Stimmung auf der Siedlung halten einen genug auf Trab. Sobald dann aber die ersten Aliens auftauchen, geht’s einfach nur ab. Sah das Alien in Teil 1 noch mehr wie ein Mensch in einem Gummianzug (Was es ja auch war) aus, so sind die Aliens dieses mal weitaus besser gestaltet und sehen “realistischer” aus. Wäre der Film nicht von 1986 könnte man in diversen Szenen meinen sie würden aus dem Computer stammen. Und als wäre das noch nicht genug, setzt die Alien Queen dem allen noch die sprichwörtliche Krone auf. Sie war bis dato das größte am Stück gebaute Filmmonster. Und was für eins. Sie ist hurengroß, geil “animiert” und macht zudem hurengeile Atemgeräusche. Fantastisch.

Kommen wir zu den Nachteilen. Es gibt keine. Hihi. Witzig, aber wahr. Was James Cameron uns da auftischt (Seine erst vierte Regiearbeit.) sprengt alles, was man zuvor gesehen hat. Am geilsten finde ich das Design des Films. Die Sets. Alles noch echt. Keine Computer. Alles sieht etwas rauher und schroffer aus und nicht so poliert und glänzend wie manche Sets aus dem Computer. Man kann mir erzählen was man will, Computeranimiert sieht selbst heutzutage noch scheiße aus im Vergleich zu damals. Dazu kommen die dicken und vielen Aliens, die noch dickere Alien Queen und genug Zeit für die Charactere und wir haben einen perfekten (Action-)Film.

Wer ihn noch niemals geschaut hat (Ist es möglich?) dem sei gesagt, das er ein dreckiger Hurensohn aus der Pussy einer vermoderten Schlampe ist.

Guten Tag.

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