The Clone Returns Home

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.the.clone.returns.home.

Kohei Takahara ist Astronaut. Er nimmt an einem Clonprogramm Teil, welches ihn im Falle eines Arbeitsunfalles im Weltraum einfach so ersetzen kann und wird. Komplett wie er vor seiner Abreise war. Inkl. aller Erinnerungen. Es kommt, wie es kommen muss und Kohei stirbt bei einem Unfall im Weltall. Sein Clon auf der Erde erwacht zum Leben und hat anfangs Orientierungsprobleme. Bei der Flucht aus dem Clonlabor entdeckt er seinen toten Originalkörper und hält diesen für seinen als kleines Kind gestorbenen Bruder Noboru. Er sucht fortan sein Elternhaus.

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Eh ja. Die Story kurz zu umreissen klingt schon etwas weird und genauso spielt sich der Film ab. Nix gegen brainy Sci-Fi, aber das ist mir dann doch eine Nummer zuviel. Wenn Kohei auf seinen Klon trifft, fragt man sich erstmal “Hä, wie jetzt?” und bekommt diese Fragen auch nicht beantwortet. Was es hier zu erörtern gibt, sind weitaus größere und psychologisch wertvollere Fragen. Was für Auswirkungen hätte ein Clon z. B. auf sein Umfeld. Wie fühlt er sich, wenn er weiß, dass er nun schon der dritte Versuch ist? Das ist alles recht interessant und durchaus mal einen Film wert (Moon hat es schon auf eine etwas einfachere Art und Weise angeschnitten) aber “The Clone Returns Home” übertreibts imho dann auch noch ein wenig, indem er sich die Frage stellt, was der Tote im Nirvana über seinen Clone denkt, etc. Das ist mir dann doch eine Nummer zu abgespaced gewesen.

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Schön gefilmt war er aber. Triste, mit Nebelschwaden durchzogene Aufnahme ländlicher Gegenden in Japan wechselten sich erfreulicherweise auch mal mit der ein oder anderen Weltraumaufnahme und / oder des realistisch, futuristischem Clonelabors ab. Optisch gibt es wirklich kaum etwas zu meckern und am Schluss wird’s in so mancher Szene fast sogar gruselig!? Wer also ein paar Inspirationen für realistische und scary Szenen sucht, der sollte sich diesen Film mal anschauen.

Ansonsten war er mir persönlich dann eine Nummer zu hoch, das liegt aber zu 90 % auch an meinem Brainfail. Alle anderen, die keine Probleme mit Metaebenen (!?) haben und Sci-Fi lieben, sollten mal reinschauen.

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P.S.: Produced By Wim Wenders (xD??)

Gallants

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Gallants

Cheung arbeitet bei einem großen Immobilienbüro und hat leider nix drauf. Also gar nix. Er ist der loser in der Firma und wird von jedem ausgelacht. Als sein Chef die Schnauze voll von ihm hat, schickt er ihn auf’s Land, wo er einem Grundstücksbesitzer helfen soll, an sein Immobilieneigentum wieder heranzukommen. Als ausgesprochener Pechvogel wird er auf dem Land allerdings erst einmal von einer Bande attackiert. Der zur Hilfe eilende Tiger kann diese aber mit seinen enormen Kung-Fu Fähigkeiten in die Flucht schlagen. Cheung ist begeitert und will auch Kung-Fu lernen!

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Gallants ist eine wunder- und liebevolle Hommage an die alten Hong Konger Kung-Fu Filme der Shaw Brothers Ära. Das gute an Gallants ist aber auch, dass er eigenständig funktioniert, ohne dass man all die Kung-Fu Filme der Sechsziger und Siebziger Jahre gesehen haben muss. Ein paar reichen aus, damit man seine wahre Freude an Gallants hat. Die Inszenierung des gesamten Films steht einem Shaw Brothers Film mit all seinen cheezy Titeleinblendungen, Intros, wilden Zooms und Lensflares in nichts nach und trotzdem hatt die Optik etwas modernes, was mir persönlich ausgesprochen gut gefiel. Optisch ist der Film ein wahrer Augenschmaus und gerade hier bietet sich trotz oldschool Filmstyle die Blu-ray förmlich an. Die Screenshots geben das leider mal wieder absolut nicht wieder!

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Und neben der Cheezy Ausgangssituation wird man einfach noch mit einer durchaus witzigen, traurigen und einfach anderen Story belohnt, als man sie vielleicht vermutet hätte. Hier haben sich die Macher und vor allem die Schauspieler wirklich Mühe gegeben. Gerade der alte Meister der zwei Typen ist einfach geil, aber auch die zwei – mittlerweile alten – Kung-Fu Schüler des Meisters sind einem auf Anhieb sympathisch, wie eigentlich alles am Film. Die Musik, die Optik, der Cast. Alles hat so etwas ehrliches, was man einfach gern haben muss.

Was mich dann aber doch etwas verwunderte war die Tatsache, dass selbst die Kämpfe wirklich vom aller feinsten sind. Das hätte ich bei einer komödiantischen Hommage mit geringem Budget und einem Cast jenseits der 40er nun wirklich nicht erwartet. Die Kung-Fu Schüler mögen zwar mitlerweile alt sein, aber sie haben’s immer noch absolut drauf und es ist eine wahre Freude ihnen zu zuschauen.

Ka, einfach geil. ~_°

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Love Exposure

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L O V E – E X P O S U R E

Der junge Yu verliert früh seine Mutter. Nie wird er sie vergessen, wie sie vor der Mutter Maria in der Kirche stand und betete. Überhaupt hat Yu zur Maria eine besondere Beziehung. Kurz vor ihrem Tod bat Yus Mutter ihn darum, sich eine Frau wie die Jungfrau Maria zu suchen. Das bleib’ bei ihm hängen und so sucht er fortan nach seiner Maria. Sein Vater, der nun mittlerweile Priester geworden ist, macht ihm allerdings Sorgen. Täglich will er die Beichte seines Sohnes hören doch dieser hat gar nichts zu beichten?! Um seinen Vater glücklich zu machen, fängt er ein Leben voller Sünden an. Das Zertreten von Ameisen und das zerreissen von Radiergummies seiner Klassenkameraden ist dabei noch das harmloseste. Seine Freunde erzählen ihm, dass Obszönitäten bei Priestern überhaupt nicht gut ankommen. Sie empfehlen ihm einen Meister, der ihn fortan zum King Of Panty Shooting ausbildet.

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Das in der Inhaltsangabe waren jetzt lediglich die ersten 15 oder 20 Minuten des Films. Ich muss einfach irgendwann aufhören, denn danach folgt noch einiges. Der Film geht 4 Stunden lang und ist nichts anderes, als eine Liebesgeschichte. Männlein A verliebt sich unsterblich in Fräulein B, doch diese hat eher Augen für Fräulein C. Etwas kompliziert wird es nur dadurch, dass Fräulein C in Wirklichkeit Männlein A ist und es noch ein Fräulein D gibt, welches wiederrum in Männlein A verliebt ist. Oder zumindest andere Pläne mit ihm hat. Das klingt alles ziemlich weird und wirr und ist es erstaunlicherweise im Film selbst aber gar nicht. Überhaupt gehen die 4 Stunden des Filmes wirklich fast (!) wie im Fluge vorrüber. Das scheint mir die wirklich große Meisterleistung des Regisseurs zu sein. Viele über 2 Stunden lange Epen sind ja eher Filme der ruhigeren Gangart, aber nicht so Love Exposure, der von Minute 1 eher an eine Serie auf MTV (Japan) erinnert, als an ein 4-stündiges Epos. Die Schnitte sind schnell, es gibt viel zu sehen und erleben und man hat eigentlich kaum eine Pause. Lediglich nach der Hälfte des Filmes wird es ein klein wenig ruhiger und ja, dann fängt der Fillm auch leider an, sich ein wenig zu ziehen. Überhaupt sagte mir der letzte Part der Geschichte nicht mehr ganz so zu. Ziemlich schade, denn ansonsten war er schwer in Ordnung.

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.Tjopes, schwer in Ordnung aber beileibe keine Grenzerfahrung, wie so ca. jedes Review im Internet schreibt. Eine Grenzerfahrung ist der Film höchstens für die Arschbacken, wenn man nicht das Glück hat, ihn auf einem Sofa zu schauen und Frau Schröder-Möppel, deren Filmerfahrungen sich auf 45-minütige Telenovelas auf ARD und ZDF beschränken, dürfte den Film auch eher grenzwertig finden bzw. vorab einen Herzinfarkt erleiden. Der Film ist Japan pur und kaum ein Klischee wird ausgelassen. Von meter hohen Blutfontänen über reichlich Tränen und eine Penisamputation bis hin zur Perfektion der Panty Shots gibt es hier ziemlich viel weirdness zu sehen. Dies stellt imho allerdings nur für eher Asienfilm unerfahrene eine Grenzerfahrung da. Lässt man die ganzen Sachen außen vor gibt es “einfach nur eine Liebesgeschichte”. Diese ist allerdings wirklich witzig, wirklich blutig und wirklich traurig inszeniert. Es dürfte für jeden etwas dabei sein.

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Taken

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T A K E N

Bryan Mills (Liam Neeson) war zwar für das CIA im Einsatz, schaffte es bis dato aber immer, zum Geburtstag seiner Tochter anwesend zu sein. Es reichte aber alle Anstrengung nichts und so ließ sich seine Frau von ihm scheiden. Mittlerweile ist er auch nicht mehr in seinem alten Beruf tätig und kann seiner Tochter gerade mal das Geschenk an ihrem Geburtstag abliefern, welches auch noch vom Geschenk ihres neuen Stiefvaters übertrumpft wird. Ein Pferd. BAHA! Aber Bryan ist cool, er verkraftet das. Viel schlimmer findet er die Idee, dass seine Tochter mit ihrer Freundin und zwei Cousins nach Paris reisen will. Sie ist 17, hallo!? Aus Angst, dass sie directly geraped wird verbietet ihr es anfangs lässt sie dann aber doch ziehen. Am Flughafen entdeckt er zufällig, dass sie gar nicht nur nach Paris geht, sondern die zwei Freundinnen U2 auf ihrer Europatournee begleiten wollen. Bryan ahnt schlimmes..

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Und ja, natürlich trifft es auch sofort ein und seine cute Tochter wird asap von random Albanern geklaut. Kennt ihr das, wenn der Gute endlich dem Bösewicht, der ihn nun schon den ganzen Film über geärgert hat, gegenübersteht und dann erstmal großartig rumlabert und womöglich noch blöde Fragen stellt, so dass der Böse genug Zeit hat sich etwas auszudenken? Das ist ziemlich lame und genau das kommt Gott sei Dank nicht in Taken vor. Der Film lässt sich zwar genug Zeit uns alles vorzustellen, uns Bryan etwas näher zu bringen und uns auch mal einen Blick auf die durchaus hotte Ehefrau werfen zu lassen, aber wenn’s dann passiert ist und die kleine entführt ist, dann wird keine Minute verschwendet. Einfach hinreissend, wie die ersten Menschen ohne zu Fragen sterben müssen und Bryan völlig durchdacht und mit halbwegs coolem Kopf an die Sache ran geht. Durch seinen Background in der CIA Spezialeinheit macht das auch durchaus Sinn und für den Film bedeutet dies keine Minute Langeweile. Bryan schießt sozusagen erst und fragt später oder auch nicht. Durch seine Special Skills scheint er auch vor nichts und niemandem Angst zu haben und die entführte Tochter added sozusagen noch einmal ordentlich Adrenalin und Wut in seinem Körper, was ihn zu einer ziemlich coolen Tötungsmaschine macht. Wabitte? Liam Neeson?

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Jawohl ja! Einfach klasse, dass es auch mal wieder eher normalere Helden gibt, die keine kahlrasierte Glatze haben und einen Body wie ein Bodybuilder. Liam Neeson hätte ich mir vorher nicht unbedingt als Actionhero vorgestellt, aber es passt einfach perfekt in den durch und durch realistischen Film hinein. Wenn man mal von einer wieder typischen “Mach dieses total verpixelte Image bitte erkennbar” (und das auch noch an einem Public Fotoprintautomaten (!!!)) Szene absieht. Ansonsten ist das ganze Szenario von Zwangsprostitution (ooaahhh) absolut nachvollziehbar und realistisch, wenn auch etwas over the top dargestellt. Erst recht am Schluss, aber man kann sowieso nicht lange überlegen, weil Bryan sich asap wieder befreit und irgendjemandem einfach so auf die Fresse haut oder endlich schießt, bevor der andere nur zucken kann. Warum können das nicht alle Actionhelden?! Weil die Filme dann vermutlich viel zu schnell rum wären.

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Taken ist einfach Revenge, wie ich sie mir immer vorgestellt habe. “Man schieß ihm doch in’s Bein!” oder “JETZT GLEICH SCHIESSEN UND NICHT BLÖD RUMLABERN DU DEPP!!! SCHEISSEEE!”. Wenn ihr das bisher auch oft dachtet, dann schaut Taken, hier wird einfach alles das gemacht, was man selbst gern könnte und auch so tun würde, wenn man es könnte. Aber leider sind wir ja nur hässliche Nerds, die sich die DVD vom Film im Internet bestellen müssen, weil sie sich nicht raus auf die Straße trauen. Die Blu-ray würd’ ich jetzt nicht unbedingt vom Film kaufen, aber als günstige DVD sollte man ihn sich auf jeden Fall mal zulegen, imho.

Das klang jetzt btw alles so, als könnte man hier einen Crank oder so einen Mist erwarten, aber weit gefehlt. Explosionen gibt es hier nur eine und die ist sogar recht dezent, ansonsten gibt’s hier eher Special CIA Agent auf die Fresse hau und Schieß Action. Jawohl ja. Wunderbar.

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Lupin The Third – The Castle Of Cagliostro

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Lupin The Third – The Castle Of Cagliostro

Lupin – Enkel des Meisterdiebes Arsene Lupin – ist mal wieder auf der Flucht vor der Polizei. Dabei kommt er am Herzogtum Cagliostro vorbei und beschließt dort einen Abstecher einzulegen. Aber schon auf dem Weg in das kleine Dorf wird er Zeuge einer wilden Verfolgungsjagd. Ein junges Mädchen in einer Ente (xD) wird von übel drein blickenden Mafiatypen verfolgt und sogar beschossen. Lupin beschließt zu helfen. Als er das Mädchen gerettet hat entdeckt er einen Ring an ihrem Finger, welcher ihm bekannt vor kommt. Lupin versucht sich zu erinnern und glaubt, dass im Schloss Cagliostro noch mehr vor sich geht.

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Ich beschloss mal wieder, Anime eine Chance zu geben. Empfohlen wurde mir dabei Lupin The Third, von welchem ich schon viel gutes gehört habe und mir immerhin auch die ersten Screenshots zusagten. Endlich mal kein pseudophilosophisches Sci-Fi CGI Werk sondern gute alte Hausmannskost aus dem Jahre 1979. Und siehe da, was mir wider Erwarten direkt auffiel, waren die zwei symphatischen Hauptcharaktere. Lupin und sein Gaunerkollege waren mir komischerweise auf Anhieb symphatisch in ihrem kleinen, sicken Auto, den Kippen im Mund und den übertriebenen Gesten, sowie lustigen Verbalticks. Ich kenne die deutsche Synchro zwar nicht, aber ich vermute stark, dass sich es hier definitiv lohnt, das Original anzuschauen. Lupin ist eine Mischung aus professionellem, ungeschlagenebem aber auch verletzlichen Meisterdieb, der im Schloss Cagliostro nicht nur die junge Braut befreien will, die in ein paar Tagen den Herzog heiraten soll, sondern auch Beute vermutet.

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Leider juckte mich dann die Story ansich gar nicht so sehr. Sie ist zwar nicht langweilig, im Gegenteil, aber so wirklich mitfiebern konnte ich kaum und mir kam auch alles ein klein wenig bekannt vor. Ganz enttäuscht war ich dann zudem von Lupins Kollege, der leider nach dem tollen Anfang fast gar nicht mehr auftaucht oder zum Zuge kommt. Zumal noch ein weiterer, etwas sicker Samurai dazustößt, aber nicht mehr als ein schnell vergessenes Anhängsel bleibt. Der Star ist hier eindeutig Lupin, was etwas schade ist. Positiv erwähnen sollte ich evtl. noch die tolle Musik, die für 1979 natürlich dementsprechend cheezy ist, aber mir gefällt das ja.

Tjo ansonsten hab ich ka, was ich dazu noch sagen soll. Ich wollte erst nur 3 Penen geben, aber wenn ich daran denke, dass ich Lily C.A.T. schon drei gab, dann muss Lupin doch noch einen mehr kriegen weil er einfach noch einen Ticken mehr als nur ok ist.

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Lily C.A.T.

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Lily C.A.T.

Die Besatzung eines Raumschiffes liegt im künstlichen Tiefschlaf, als sie gerade auf dem Weg zu ihrer Mission sind. Nach dem Aufwachen stellen sie schnell fest, dass 3 Monate nach ihrem Start eine Notrufmeldung bei ihnen einging. Laut der Meldung befinden sich durch einen groben Sicherheitsfehler zwei kriminelle mit an Board. Die Meldung bricht natürlich genau an der Stelle ab, an welcher die Namen die der kriminellen vorgelesen werden sollen. Wer von der Besatzung, die sich vorher noch nicht kannte, ist nun der ungebetene Gast? Und… was ist da noch auf dem Schiff?

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Tjopes, klingt wie Alien, ist es auch. Aber eigentlich ziemlich ordentlich durchgezogen. Der Film geht gerade mal etwas über eine Stunde und erspart sich somit viel unnötige Sachen oder lange Durststrecken. Schon nach ein paar Minuten verschwinden die ersten Leute und man findet trotzdem noch Zeit ein paar interessante Dinge anzusprechen. Wie z. B. den Hyperschlaf. 20 Jahre dauert die Reise und die Besatzung altert in der Zeit physisch überhaupt nicht. Klingt toll, aber was ist, wenn man nach 40 Jahren dann nach Hause kommt?! Die Frau ist vermutlich tot und die Kinder dann älter als einer selbst? Sehr sick! Klar wird das Thema nur angeschnitten und nicht fully exploited, aber immerhin kommt es vor. Ansonsten habe ich leider etwas Blut vermisst. Außer der Katzenszene findet alles vermutlich blutige im Off statt, was aber immerhin der Atmosphäre des Filmes gut tut. Die ist eigentlich ziemlich nett. Schon die tolle Musik am Anfang setzt hier gleich die richtige Stimmung.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen. Solide, kurzweilig. Tjopes!

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Once A Gangster

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Once A Gangster

Roast Duck (Jordan Chan) ist seit seinen Jugendjahren Triadenmitglied unter der Obhut des Dons, mit welchem er sich ausgezeichnet versteht. Doch seine Amtszeit ist nun bald um und es muss ein neuer Don gewählt werden. Der alte setzt sich für Roast Duck ein und auch von seinen Kollegen hat er den Support. Das Problem ist nur… Roast Duck will viel lieber einen ehrlichen Weg einschlagen, seine Kinder auf eine Eliteschule schicken und alles andere als den Don spielen. Sein Schicksal scheint besiegelt, als plötzlich Hoffnung in Form von Sparrow (Ekin Cheng) auftaucht. Diesem wurde vor 20 Jahren die Thronfolge versprochen und seine Mutter setzt sich sehr dafür ein. Das Problem ist nur… er will lieber studieren.

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Once A Gangster nimmt sich ein paar der Gangsterfilme der letzten Jahre vor, allen voran Infernal Affairs und Johnnie Tos Election Filme und verarscht sie ordentlich. Die Gangster in diesem Film können zwar auch mal zuhauen und Körperteile abtrennen, stellen sich aber ansonsten eher ein wenig dümmlich an. Ebenso wie der Undercover Cop von dem eigentlich alle wissen, dass er ein Undercover Cop ist, außer sein Boss. Die Witze sind teilweise clever und manchmal auch ein wenig over the top bzw. eher was für’s HK Publikum. Zum Beispiel wenn Sparrows Mutter in’s Spiel kommt, die öfter mal eine Line zieht und auch sonst ein wenig bekloppt ist. Ansonsten gibt’s Gott sei Dank nicht allzuviel derartigen Klamauk und am Schluss sogar noch so etwas wie ein Twist. Durch die drei Gangmitglieder, wovon zwei gar kein Don werden wollen und der dritte zu blöd ist, dies zu schaffen, entwickelt sich durchaus eine interessante Story, bei der man gespannt auf den Ausgang wartet.

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Was mir aber ein wenig fehlte war die Produktion. Ein bisschen mehr Budget und bessere Musik hätte dem Film durchaus gut getan. Ich denke da z. B. an Men Suddenly In Black, welcher dadurch einfach ein bisschen runder wirkte. In Once A Gangster wirkt alles ein klein wenig billig und unbeholfen, was bei mir einen kleinen Beigeschmack hinterließ.

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He-Man

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Masters Of The Universe

Skeletor – der Herrscher des Bösen – hat es endlich geschafft, ganz Eternia zu unterjochen. Er nahm die Zauberin gefangen und bis zum Mondaufgang, wenn sich das Auge des Universums wieder öffnet, wird Skeletor endlich die komplette Macht von Greyskull übertragen bekommen. Oder so ähnlich. Währenddessen findet He-Man bei einem Kampf mit Skeletors Schergen aber einen zweiten Dimensionsschlüssel und flüchtet damit ASAP und ausversehen randomly durch die Zeit und landet auf der Erde. Irgendwie sowas. Naja und dann müssen sie heim, Skeletor kommt aber auch auf die Erde und alle wollen den Schlüssel haben. Und sowas.

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Also Dolph Lundgren gibt ja eigentlich wirklich einen super He-Man ab. Die Statue stimmt, die Dauerwelle auch und in der deutschen Synchro geht vermutlich seine Stimme auch in Ordnung. Im Englischen klingt er leider eher wie ein Behindi, als wie der überaus männliche He-Man. Die Kostüme der ganzen Freaks die im Film mitspielen kann man eigentlich auch durchweg als gelungen bezeichnen, denn sie kommen ihren Zeichentrick Äquivalenten durchaus nahe. Eternia und das Set von Castle Greyskull sind auch relativ fein gemacht und stehen eigentlich einem Conan oder Star Wars in nichts nach. Es wäre der perfekte – zwar cheezige, aber das war die Serie auch schon – He-Man Film werden können, aber leider müssen sie ja unbedingt alles auf der Erde drehen, um Geld zu sparen. Das hat mich als Kind schon angekotzt. Ich wollte viel lieber geile Eterniaszenen sehen und nicht so eine “langweilige” Erdcrappe. Mir stößt das auch heute noch bitter auf, denn kaum sind alle auf der Erde angekommen sehen die Kostüme auf einmal lächerlich aus und die Dialoge wirken noch bescheuerter als vorher schon. So funktioniert das einfach nicht.

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Aber immerhin, für ein bisschen Abwechslung auf der Erde sorgen dann doch noch ein paar Dinge. Die Courteney Cox ist halt imho echt süß (und auch jetzt noch eine Milf) und für ein paar Lacher sorgt das krasse Schauspiel des Polizisten, gespielt von James Tolkan, den wir alle schon aus Zurück In Die Zukunft kennen. Was der für Sprüche ablässt und Grimassen zieht ist echt ein bisschen over the top, aber eine willkommene Abwechslung zum Drögen Geseiere von all den anderen. Einzig Skeletor weiß noch zu überzeugen. Mit seiner Mischung aus Boshaftigkeit und Zynismus verkörpert er Skeletor immerhin so, wie ich ihn mir in echt vorstellen würde. Die Special Effects gehen für das Alter und vor allem das Budget auch wirklich in Ordnung und sehen am Schluss sogar teilweise ziemlich cool aus, wenn He-Man endlich Skeletor battled und krass die Funken und Lensflares sprühen. Die Musik fällt allerdings nicht weiter auf. Immerhin nicht negativ.

Für He-Man Fans immerhin interessant, für Courteney Cox Fans leider nix zum Wanken und für Arthouse Filmfans eher was zum Kotzen. He-Man halt.

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Hier zwei leaked Screenshots vom neuen He-Man Film (2011).

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The Usual Suspects

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the usual suspects

Roger “Verbal” Kint (Kevin Spacey) ist einziger Überlebender einer Schiffsexplosion, bei der 27 Menschen starben. Bzw. gibt es noch einen überlebenden, aber der liegt im Koma und spricht nur Ungarisch, als er aufwacht. Die Polizei will erfahren, was auf dem Schiff los war. Verbal erzählt die Geschichte um die fünf verdächtigen – ihn eingeschlossen – die von einem Kobayashi angeheuert wurden, ein Schiff mit einer Drogenladung im Wert von 91 Millionen USD zu kapern, um die Herrschaft eines geheimnisvollen und gefürchteten Unterweltbosses namens Keyser Soze zu sichern. Doch Dave Kujan von den US Zollbehörden kann der Geschichte keinen Glauben schenken, da auf dem Schiff keine Drogen gefunden wurden. Was passierte wirklich auf dem Schiff und wer ist Keyser Soze, bzw. gibt es ihn überhaupt?

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Spannende Mischung aus Gangsterfilm und Krimi (Wer ist’s gewesen?!) vom Regisseur, der Jahre später die X-Men Filme verbrochen hat. Was ist nur passiert mit ihm? Wie kann ein Mann, der solch klasse Filme machte, sich so gehen lassen? The Usual Suspects lässt uns erst im Glauben, wir hätten es hier mit einer einfachen “Wer war’s?” Geschichte zu tun und fesstelt einen dann schlussendlich mit der Frage, wer der ominöse Keyser Soze ist, vor dem die ganze Unterwelt Angst hat und ihn fürchtet. Geschickt werden uns die Ereignisse, die zur Explosion des Schiffes führten, Häppchen weise von Kevin Spacey serviert, ohne jemals zuviel zu verraten oder das Ende vorweg zu nehmen. So bleibt der Film anfangs spanned und steigert sich gegen Mitte dann noch erheblich, je öfter der Name Keyser Soze auftaucht. Es wird schnell klar gemacht, dass wir es hier nicht mit einem normalen Kriminellen zu tun haben, sondern vermutlich dem Teufel persönlich! Aber gibt es ihn wirklich? Das ist die Frage, die den Film zu etwas besonderem macht. Getoppt wird das alles dann eigentlich nur noch durch das Ende, wo endlich alles so langsam an’s Licht kommt. Kevin Spacey als verkrüppelter Kleinkrimineller spielt absolut überzeugend, aber auch den Rest der Truppe hat man schnell in sein Herz geschlossen. Oder eben auch nicht. Auf jeden Fall sind sie einem nicht egal und wenn es manchmal Differenzen zwischen den Ganoven gibt, dann kann man schon einmal schmunzeln.

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Dazu kommt ein imho ungewöhnlich intensiver und guter Soundtrack von John Ottman, der einfach sogar noch den Schnitt des Films übernahm. xD? Kein Wunder, dass er nur 6 Millionen kostete, wenn hier derartige Aufgabenverteilung praktiziert wurde. Auf jedenfall lohnt sich ein Abstecher in die “Soundtrack” Abteilung des lokalen CD Fachgeschäfts (aka Internet, lol). Optisch gibt’s auch gute Hausmannskost zu bewundern. Nichts überragend herausstechendes, aber solide Arbeit, an der man sich erfreuen kann.

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Code 46

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[Code 46]
Artikel 1 besagt: Menschen, die zu 100 %, 50 % oder 25 % miteinander verwandt sind, dürfen zusammen keine Kinder haben. Wenn es trotzdem zu einer Schwangerschaft kommt, muss sie beendet werden. Wenn die Verwandtschaft nicht bekannt war, kann ein medizinischer Eingriff erfolgen, um weitere Verstöße gegen Code 46 zu verhindern. Wenn sie bekannt war, liegt ein Verbrechen vor.

Code 46

Die Zukunft. Die Welt wird überbevölkert und die Menschen sind geteilt in die armen, die “draußen” leben, während die anderen “drinnen”, also in wohlbehüteten Städten, die nach außen hin abgeriegelt sind, leben. William Geld (Tim Robbins) ist Detektiv bei einem Versicherungsunternehmen und soll in Shanghai einem Betrug nachgehen. Bei der Großdruckerei Sphinx scheint es jemanden zu geben, der Papeles (Reisevisa) fälscht. William hat den Täter schnell im Auge. Die 25-jährige Maria Gonzales (Samantha Morton). Doch er lässt sie gehen und beschuldigt einen anderen Sphinxangestellten. Er hat sich verliebt in sie. Code 46 untersagt ihnen jedoch eine Liebschaft.

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Code 46 zeichnet eine imho recht realistische Zukunft von Überbevölkerung, schädlicher Sonne (Ozonloch), draußen (Slums vor den Städten) und drinnen (Mega Cities wie Shanghai). Dazu tragen die Aufnahmen aus Shanghai, Hong Kong, tristen Bürogebäuden und kahlen Flughafenkorridoren bei, die ja für sich schon sehr utopisch aussehen und derer es gar keinen CGI bedarf. Die Autos fahren auch in der Zukunft noch auf Rädern und der Staat ist mal wieder ein totalitärer, der das Reisen seiner Bürger stark reglementiert. Die Gentechnik untersagt es zudem eine Partnerschaft – bzw. ficken – mit einer Person einzugehen, deren DNA Code sich bis zu 25 % oder mehr mit dem eigenen oder einem aus der Familie deckt. Klingt imho nicht zu abwegig. Des Weiteren fand ich auch witzig, dass in der Zukunft die Globalisierung soweit fortgeschritten ist, dass sich die Sprachen der Menschen längst vermischt haben. Lustig werden hier englische, französische, asiatische, spanische und arabische Wörter miteinander vermengt. Was also im ersten Moment überzeugt, sind die Bilder der Städte und deren Atmosphäre sowie die Art der Zukunft, die der Film zu bieten hat.

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Leider kann dann die Story nicht ganz mithalten, die zwar interessant und ab der Mitte des Filmes sogar etwas spannend wird, aber leider am Schluss nicht voll und ganz überzeugen kann. Alles plätschert so vor sich hin und während Samantha Morton plappert wie ein Wasserfall (und überhaupt ein bisschen weird ist, aber dafür sieht man immerhin ihre Pussy), stammelt Tim Robbins hier und da ein paar Worte und hat ansonsten im Film nicht viel zu tun außer besorgt dreinzuschauen. Irgendwie fehlte da noch das Gewisse etwas. Ein größerer Twist oder ein schockierenderes Ende, ich weiß es nicht. Alles wirkte im Nachhinein gesehen viel zu langweilig. Schlimmer noch, eigentlich will der Film das Herumspielen mit Genen und / oder den Erinnerungen der Menschen (!) anprangern, aber leider passiert das eher sehr inkonsequent. Fast schafft der Film es sogar, das Löschen von Erinnerungen positiv darzustellen. xD

Sehenswert, wenn er mal im TV kommt (aka nie?!), aber man muss nicht direkt die Blu-ray oder Lizenzrechte kaufen. ~_?

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