Defiance

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D E F I A N C E

Die deutschen marschieren in Weißrussland ein und treiben alle Juden zusammen. Tausende Menschen sterben. Die Bielski Brüder verstecken sich auf der Flucht vor den Nazis im Wald und harren dort vorerst aus. Bald stoßen weitere Juden zu ihnen und suchen Schutz. Die Gruppe wächst. Es muss ein Lager errichtet werden. Monatelang verstecken sie sich im Wald vor den Nazis. Nach einer wahren Begebenheit.

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Tja, was soll man sagen. Antikriegsfilm. Nazis. Holocaust. Keine Twists oder sonstigen Überraschungen. Klingt langweilig, ist es aber auf den zweiten Blick gar nicht. Der Film fängt nicht gerade super an und hatte so seine Mühen, mich bei der Stange zu halten, aber sobald die Bielski Brüder ihr Lager im Wald errichten und die Zahl der Flüchtlinge im Wald die 10 Personen übersteigt, wird es interessant. Die drei Brüder schafften es, ganze 1.200 Juden zu retten. 1.200 Menschen im Wald. Das muss man sich mal vorstellen. Da wuchs praktisch eine kleine Stadt im Wald, die irgendwann sogar fast komplett Autark lebte. Es gab eine Synagoge, eine Schule und ein Krankenhaus. Mitten im Wald. Gebaut aus Baumstämmen und Ästen. Es waren die Regeln und das Leben innerhalb des Lagers, was den Film gegen Mitte dann noch spannend machten. Tuvia Bielski musste zu unpopulären Mitteln greifen, um Kommandant und somit Herr der Lage zu bleiben und sein Bruder schloss sich einfach kurz der roten Armee an und kämpfte an deren Seite. Was man als Mensch in solchen Situationen unternimmt, um am Leben zu bleiben, liegt vermutlich jenseits meiner Vorstellungskraft.

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Garniert wurde das Lagerleben dann mit der ein oder anderen Explosion und ein paar Schüssen, die filmisch und vor allem Soundtechnisch wirklich überzeugen konnten. Wenn der Panzer schießt, dann rummst es aber ordentlich, mein lieber Mann. Am überraschendsten waren für mich jedoch die Bilder. Defiance sieht wirklich grandios aus. Die Wälder Weißrusslands erstahlen in der Frühlingssonne und so manche Einstellung sieht wahrhaft malerisch aus. Wenn die Bielskis auf Nahrungssuche bei random Bauernhöfen gehen, dann wünscht man sich fast, dass keine Nazis kommen, damit die tollen Aufnahmen nicht gestört werden. Und gerade auf Blu-ray (Wie sick, es klingt wie aus einer Werbebroschüre) sehen die Großaufnahmen der bärtigen und dreckigen Gesichter der Kämpfer mit dem tollen Bokeh im Hintergrund wirklich wunderschön aus. Für mich die Überraschung überhaupt bei diesem Film.

Leider sind’s am Ende dann doch nur 3 Pimmel, weil ich das Thema halt schon ziemlich ausgelutscht finde und der Anfang sich so schwer tat. Dazu kommen ein paar seeehr weirde Szenen zwischen den Lagerleuten. Klar, dass sich alle gleich ineinander verlieben, eine sogar die Hand des Bielski Bruders direkt an ihre Titten drückt, “weil sie beschützt werden will” und das geilste ist eh der eine random Kerl, der in einer Szene kurz zu Tuvian ruft: “Hey Tuvian! Das ist meine Frau im Wald!” und dann wieder abzischt. xD??? Wabitte???

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Love In A Puff

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l o v e . i n . a . p u f f .

Seit 2007 ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden, Büros und anderen Institutionen in Hong Kong gesetzlich verboten. Seit dem trifft man sich auf Hong Kongs Hintergassen vor Mülleimern mit Aschenbechern drauf – Hot Pot genannt – und tauscht nicht nur den neusten Klatsch und Trasch aus, sondern lernt auch endlich mal Leute außerhalb seines Büros kennen. So geschiet es mit der Kosmetikfachangestellten Cherie (Miriam Yeung), die bei einer ihrer Raucherpausen Jimmy (Shawn Yue) kennenlernt. Jimmy arbeitet bei einer Werbeagentur und hat es ihr angetan. Cherie ihm auch.

Auf geht’s.

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Baha alter. Das Opening samt seiner Musik, den eingeblendeten Credits und allem drum und dran, dürfte das geilste sein, das jemals für eine Romcom gedreht wurde. Pang Ho-Cheung beweist hier grandios sein Geschick für “das andere”. Im Verlauf des Filmes geht ihm das leider ein klein wenig verloren, was bei seinem Talent aber nicht bedeutet, dass der Film scheiße wäre. Ganz im Gegenteil. Durch die witzigen Dialoge mit derbem Humor (Der Film ist in HK ab 18 ~_?) und der wieder einmal sehr stilvollen Kameraarbeit wirkt Love In A Puff immer noch erfrischend und unterhält gut. Keine Sorge, man muss kein Raucher sein, um sich in die Story um die Raucherpausen und SMS reinversetzen zu können. Das kann man alles auch ganz gut als Nichtraucher nachvollziehen. Wenn Miriam Yeung mit ihren geilen, getönten Haaren und ihren geilen dunklen Augen einen anblinzelt, dann will man ASAP auch eine Kippe rausholen und Shawn Yues Rolle einnehmen, der gerade im Begriff ist, eine Milf wie Miriam Yeung abzuschleppen. Oah, das macht mich ein klein wenig geil, muss ich ganz ehrlich sagen. Was mich dann ein wenig abturnte war die Tatsache, dass sich der ganze Film innerhalb nur einer Woche abspielt und die “Romanze” sozusagen ziemlich speedy von statten geht und ich dadurch ein paar von Cheries Entscheidungen nicht so ganz nachvollziehen konnte. Zumal es dadurch noch einen ticken unrealistischer wurde.

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Nichts desto trotz ist Love In A Puff (der übrigens nix mit Puffs zu tun hat looooolllloolololol) eine sehr erheiternde, gut aussehende, gespenstische, verrauchte aber immerhin Geruchsfreie Romcom! Besonders die Musik im Opening hat mir sehr gefallen und überhaupt die Optik. Hong Kong + Bokeh + satte Farben = instant win. Gerade das kann man an so mancher Stelle genießen, wenn Cherie und Shawn Yue einfach da hocken und rauchen. Hier sagen die Bilder mehr als tausend Worte oder ich interpretierte nur meine Wunschvorstellungen hinein, das kann natürlich auch sein. ~_~

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The Road

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THE ROAD

Viggo Mortensen ist der namenlose Vater, der mit seinem Sohn durch Nordamerika streift. Die Welt liegt niedergestreckt durch ein nicht näher benanntes Unglück vor ihnen und zusammen laufen sie vorbei an abgestorbener Flora auf der Suche nach etwas zu Essen, Munition und dem Ungewissen. Da die Sonne stets von einer dicken Wolkendecke verdeckt wird und es ziemlich kalt ist, beschließen sie, nach Süden zu gehen, in der Hoffnung, dass es dort wärmer ist. Der Weg dahin ist kein einfacher. Und kein schöner.

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The Road kann man ruhigen Gewissens als den realistischsten Endzeitfilm beschreiben. Ja, soweit würde ich gehen. Er ist definitiv realistischer als “The Book Of Eli” und bietet inhaltlich – dank der Beziehung vom Vater zu seinem Sohne – wesentlich mehr, als es “The Book Of Eli” konnte und wollte. Das fängt schon allein bei den unfassbar desolaten Kulissen an, die – oh Gott sei gelobt – nicht aus dem Computer entstanden, sondern durchweg alle real existieren. Regisseur Hillcoat fand einen verlassenen Highway in Pennsylvania, der die meisten der Aufnahmen zum Film beisteuerte. Hillcoat sagte:

“There were unbelieavable landscapes. We wanted actual locations instead of something CGI to give it a heightened sense of reality!”.

Na sowas. Vermutlich war das Drehen on location günstiger, die Schauspieler konnten sich wesentlich besser in die Szenerie reindenken und besser sieht’s auch aus. :nabitte: Natürlich wurden die Bilder auch noch bearbeitet und sehr höchstwahrscheinlich mit einem Farbfilter versehen, aber auch hier zeigt sich wieder das große Talent. Im Gegensatz zu “The Book Of Eli”, wo alles eher braun oder grünlich aussieht, hat man in “The Road” einfach nur ein blassgraues, realistisches Bild vor Augen, was in nahezu jeder Einstellung absolut überzeugt. Einfach wundervoll.

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Der Rest, sozusagen die eigentliche Story, passt sich wunderbar den Bildern an und erzählt die Reise des Vaters mit seinem Sohn, wie ich sie für absolut realistisch betrachte. Hier gibt es keine Mad Max ähnlichen Banden, die die Städte unter Kontrolle haben. Hier gibt es kaum Menschen und wenn die zwei doch mal auf welche treffen, dann sind die genauso verängstigt oder auf’s eigene Überleben bedacht, wie Vater und Sohn auch. Viggo Mortensen und der kleine Typ spielen eh so klasse, dass man asap mit ihnen mit fühlt, sich um sie sorgt und nach einer bestimmten Szene heilfroh ist, dass hier gängige Hollywoodklischees mal nicht bedient werden und man danach wenigstens halbwegs wieder aufatmen kann. Das Ende passt dann wirklich genauso dazu und man wird einfach mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen.

Bei der ganzen Lobhudelei frag ich mich dann aber doch gerade, warum ich nur 4 von 5 adrigen Penisen vergebe. Es ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, aber am Schluss fehlte mir dann doch das gewisse Etwas welches der Film noch haben müsste für seinen fünften Pen. Aber 4 ist ja immer noch weltklasse.

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Clash Of The Titans

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Clash Of The Titans

Perseus wird einst von einem Fischer auf offenem Meer in einer Kiste gefunden. Seine Mutter ist tot, nur er überlebte als Baby. Der Fischer zieht ihn groß, wie seinen eigenen Sohn. Eines Tages, als die Familie vor der Küste Argos liegen, werden sie Zeuge eines Zwischenfalls. Die Menschen begehren gegen die Götter auf und es erscheint Hades, der alle direkt umbringt, damit sie mal checken, wer hier der Boss ist. Leider bringt Hades auch die Familie Perseus gleich mit um, obwohl die eigentlich gar nix mit dem Krieg gegen die Götter zu tun hatten. Perseus sinnt auf Rache und will Hades den Arsch versohlen.

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In der Hoffnung ein bisschen God Of War style die griechische Mythologie zu erkunden, schaute ich mir ja schon das Original von damals (zumindest die Hälfte davon, lol) an und hoffte nun mit Clash Of The Titans 2010 auf eine angemessene, epische Umsetzung des Stoffes. Und ja der Prolog in welchem ein paar grundlegende Züge der Welt in die wir nun eintauchen erklärt wird, hat durchaus GOW Feeling. Das war’s dann aber auch schon. Was dann folgt ist eine Anneinanderreihung von Kämpfen und schlechten CGI, die einem die Tränen in die Augen drücken. Manche Szenen sehen wirklich sehr, sehr billig aus und erinnern vielmehr an eine unterbudgetierte Comicverfilmung aus Japan, als an einen millionenschweren Hollywoodblockbuster. Allein Liam Neeson als Zeus ist ja schon weird genug, aber nicht nur, dass er auch noch in einen Gold Armor Plastikanzug gesteckt wurde, nein es musste auch alles mit einem sehr kranken “horizontal Glow” (?!) versehen werden. Cheezy 70er Jahre Filter lassen grüßen. Immerhin, vieles vom Rest sieht noch OK aus und die Medusa überzeugt dann sogar teilweise. Leider nie in Nahaufnahmen, da sie komplett gerendert ist und man es einfach total krass sieht. Wieviel Jahrzente müssen bitte noch vergehen, bis CGI endlich mal realistisch aussehen? Wenn jetzt noch der Kraken am Schluss überzeug hätte, dann könnte man sich Clash Of The Titans immerhin wegen der dicken CGI Kämpfe ansehen, aber leider war der Kraken einfach nur… also… keine Ahnung. Imho schlecht umgesetzt, da er nie so episch wirkte, wie er den ganzen Fillm über angepriesen wird. Der Kraken aus Pirate Of The Carribean z. B. sah wesentlich eindrucksvoller aus.

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Ohne CGI bleibt dann immerhin noch die Story… Ehh… ja. Es ist einfach alles ziemlich cheezy und irgendwie wirkt das ganze Storykonstrukt nicht mehr Zeitgemäß bzw. hinkte den CGI hinterher. Ich weiß nicht recht, wie ich es beschreiben soll, aber die Welt in God Of War wirkte um einiges stimmiger, düsterer und… einfach glaubhafter. Und das obwohl es genauso um Götter, Perseus, Pegasus und den Kopf von Medusa ging. Es ist einfach schwer zu beschreiben und evtl. sogar nur ein lames Gefühl von mir. Am besten einfach mal selbst anschauen. Wenn man sonst nichts zu schauen hat. Also wirklich nichts.

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Gomorrah

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GOMORRAH

In der Region um Neapel und Caserta regiert die Camorra. Die Leute dort werden beherrscht vom Geld und der Gewalt. Gomorrah zeigt 5 Episoden aus dem Leben der Menschen dort und wie sie für die Camorra arbeiten oder indirekt mit ihr zu tun haben.

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Im fast schon dokumentarischen Gomorrah gibt es keine verklärte Gangsterromantik á la Scarface oder Der Pate. Die Camorra regiert mit viel Gewalt, Erpressung, Drogenhandel und ganz ohne Schnickschnack wie Familientraditionen, Werte oder sonstigen Hollywoodklischees. Als richtiger Film funktioniert Gomorrah imho kaum. Die 5 Episoden der verschiedenen Menschen plätschern so vor sich hin ohne wirklich große Höhepunkte und ehe man sich versieht, ist alles vorbei. Was Gomorrah dann schon eher aus macht ist der dokumentarische Stil und die Street Credibility. Man fühlt sich in so mancher Szene, als wäre alles wirklich so passiert und man mitten drin. Zum “Realismus” tragen unter anderem die wenigen Schnitte, der Einsatz von “am Ort” Musik (also Musik lediglich, wenn die Protagonisten auch welche hören, z. B. Autoradio) und die Originalschauplätze inkl. Originallaiendarstellern. Viele, die im Film mitspielen haben selbst Verbindungen zur Camorra und drei der Gangsterbosse kamen 2009 auch direkt in den Knast. Glücklicherweise kam es aber dennoch bei den Dreharbeiten kaum zu Zwischenfällen. Obwohl unter dem Decknamen “Fünf Geschichten” gedreht, sprach sich schnell herum, dass es um die Camorra geht. Die wollten wohl aber nicht einmal Geld und freuten sich einfach, dass sie das Thema eines Filmes sind. ~_? Ka.

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Gomorrah zeigt vor allem auch die verschiedensten Bereiche, auf die die Camorra Einfluss hat, wie z. B. das Leben des Schneiders Pasquale, der für seinen Chef 50 Kleider in Rekordgeschwindigkeit nähen soll und mal wieder Überstunden machen muss. Er bekommt eines Tages das Angebot, von einem Chinesen für 2.000 EUR pro Unterrichtsstunde die Chinesen das Nähen zu lehren. Da aber auch die Modebranche unter dem Einfluss der Camorra steht, kommt das gar nicht so gut und er muss im Kofferraum bei den Chinesen mitfahren, etc. pp.

Ein scheinbar (?!) guter Einblick in die wirkliche Mafia, den man sich ruhig mal anschauen kann, allerdings keinen “Film” erwarten sollte.

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True Legend

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TRUE LEGEND

Su Can ist Elitesoldat für den König und kam gerade erst von einer Befreiungsaktion für den König wieder. Zu retten war der Prinz und dieser ist Su Can unendlich dankbar, dass das so toll geklappt hat. Also bietet er ihm direkt an, Gouverneur zu werden, was Su Can aber ablehnt. Er lässt die Ehre lieber seinem Halbbruder zu teil werden, mit dem er sonst auch alles teilt. Jahre später wird er dies aber noch bereuen, denn dann kommt der Halbbruder Yuan nach Hause und bringt direkt eine kleine Armee mit. Er bringt seinen Stiefvater (und Sun Cans richtigen Vater) um, woraufhin Sun Can nach Rache sinnt, aber einsehen muss, dass er gegen Yuan keine Chance hat. Er stürzt während eines Kampfes in die reissenden Fluten eines Flusses und seine Frau springt direkt hinterher. Naja und dann passieren noch viele andere Dinge.

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Yuen Woo-Ping ist Actionchoreograph und -director und dürfte so ziemlich jedem zweiten ein Begriff sein. Ob man nun Hong Kong Actionfilme, Hong Kong Kung Fu Filme oder auch nur The Matrix sah. In vielen Filmen hatte Yuen Woo-Ping nun schon seine Finger drin und die Resultate waren eigentlich überwiegend immer überzeugend. Mit True Legend meldet sich Yuen Woo-Ping nach langer Leinwandabstinenz zurück und versucht sich an einer erneuten Verfilmung des “King Of Beggars” besser bekannt als “Beggar Su”, der Mensch der Drunken Boxing erfand.

Leider ist Yuen Woo-Ping nun aber nur ein Actioncoreograph und imho kein wirklich guter Regisseur. Und da er sich beim Drehen des Filmes vermutlich nicht von einem Erfahrenen Regisseur helfen ließ (Feng Xiaogang macht zwar mit, hat aber nur ein Cameo im Film, welches noch dazu lediglich am Schluss zwischen den Credits eingeblendet wird ~_?) kam mit True Legend nun also nicht die glorreiche Rückkehr Hong Konger Martial Arts Filme in die Kinos, sondern vielmehr der Versuch den ersten Kung Fu Film in 3D (!) zu drehen, sich dafür eine wahrhaft epische Story auszusuchen, diese dann aber einfach zu ignorieren, damit mehr gekämpft wird. Wabitte?

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True Legend ist einfach nur sehr weird. Während der Anfang noch recht in Ordnung ist und als guter Fantasy Kung Fu Film mit wirklich guten Kämpfen durchgehen würde, so taucht irgendwann Jay Chou in einem Gaykostüm (unterstützt von einem kichernden Gordon Liu mit Fakebart und Weingefäß in der Hand?!) als der “God Of Wushu” auf und als ob das nicht schon lame genug wäre, wird auch noch vor einer billigen CGI Kulisse gekämpft. Ab genau diesem Punkt wird der Film einfach total weird und teilweise regelrecht lächerlich. Und Jay Chou als der Gay Avenger wird eigentlich nur noch durch Su Cans weitere Handlungen (Er scheißt einfach auf seinen Sohn und will ihn abgeben xD?) und einen David Carradine (?!) am Schluss übertroffen.

Alles in allem ein ziemlich löchriger Flickenteppich mit guter Action, die teilweise aber auch etwas zu verdrahtet ist.

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Fire Of Conscience

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Fire Of Conscience

Manfred (xD Leon Lai) ist mal wieder ein gebrochener Cop bei der Polizei Hong Kongs. Seit dem Tod seiner Frau lebt er in seinem Van und… ja, keine Ahnung?! Mehr erfahren wir nicht über ihn. Dann gibt’s noch Richie Jen, der auch noch mitspielt und dann schießen sie ein paar mal. Manchmal, da kommen noch ganz böse drein schauende Festlandchinesen in’s Spiel und schießen mit. Manfred wird dann immer ganz arg böse, weil er gerne eine heile Welt hätte. Die gibt’s aber leider nicht und so muss es ja dazu kommen, dass Richie Jen auch noch böse ist. Obwohl er Cop ist. Scheiße ey. :(

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Also der Trailer zu Fire Of Conscience war ja wirklich hervorragend. Es rummste ordentlich, es flogen sogar Menschen in die Luft, geschossen wurde sowieso und sogar ein wenig herumgekrischen. Dazu die Andeutung einer bedeutungsschwangeren Story gepaar mit A Budget und perfekt war ein Highlight, auf das man sich freuen konnte. Tjo, leider kommen alle Actionszenen (?!) im Trailer schon vor und dazwischen gibt es vieeel Gelaber. Was ansich nicht schlimm wäre, denn das gab es bei Black Ransom auch, aber irgendwie ist das hier vieeel langweiliges Gelaber. Um Conscience, ganz böse Bösewichte und andere Fragen des Lebens. Mir scheint, als wollte Dante Lam aus der Story mehr machen, als sie eigentlich ist und das endet eigentlich immer damit, dass es einfach nur weird wirkt.

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Dabei fing der Film so toll an. Ein tolles Intro mit toller Musik, eine erste wirklich tolle Kamerafahrt durch eine angehaltene Szene (Screenshot 3), ein Mord einer Nutte und viel optische Styleheit ließen einen stylishen, spannenden und actionreichen Thriller erwarten. Leider wird man bis auf die paar Actionszenen eher enttäuscht. Immerhin, wenn es mal rummst, dann richtig. Da fliegen die Leute durch oder in die Luft, die Musik pausiert und die Schüsse sind laut. Da kann man eigentlich absolut nicht meckern. Und ja… also ka was ich sonst noch sagen sollte. Löl.

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P.S.: Hatte ich die Feuergeburt erwähnt? Alter… :Q

Echoes Of The Rainbow

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Echoes Of The Rainbow

Big Ears lebt zusammen mit seinen Eltern und seinem größeren Bruder in einer winzigen Hütte am Ende einer Straße in Hong Kong. Die Familie hat es nicht leicht, aber es geht ihr gut. Der Vater (Simon Yam) arbeitet unermüdlich und stellt Schuhe her, damit die Familie etwas zum Essen auf dem Tisch hat. Die Mutter (Sandra Ng) schmeißt den Haushalt und versuch den kleinen Big Ears zu bändigen, der zwar meistens lieb aber manchmal auch frech sein kann. Desmond geht auf eine internationale Schule und feiert dort sportlich, sowie im Unterricht große Erfolge. Die Hoffnungen der Familie liegen bei ihm. Eines Tages jedoch, wird er krank.

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So stell ich mir ein Drama vor. Es wird eingeleitet von einem Blick in das heile Familienleben der… eh.. Familie und man lernt erst einmal alles ausgiebig kennen. Das Umfeld in welchem sie leben, die Freunde, die Verwandten, die Berufe, die Schulen, die Stadt, die Familie selbst, etc. Und danach, ja da fangen die Probleme an. Es läuft eben nicht alles immer wie nach Drehbuch und so gibt’s ein Problemchen hier, ein Problemchen da und am Schluss natürlich die große Krise, die es zu meistern gilt. Dass wir zu dem Zeitpunkt schon mind. 2 mal weinten, hat man zum einen dem Drehbuch zu verdanken, welches uns zügig in die Welt der Familie eintauchen lässt, aber auch Zeit für ruhige Momente findet. Zum anderen ist da der kleine Big Ears, der von Schauspieler Buzz Chung verkörpert wird und der seine Sache imho mehr als ausgezeichnet macht. Scheinbar mühelos spielt er den kleinen Big Ears und hat nicht einmal mit etwas dramatischeren Szenen. Oder er IST einfach Big Ears, das weiß ich nicht. Jedenfalls ist es ein Kinderschauspieler, der auf Anhieb sympathisch ist, nie nervt und seine Sache imho absolut richtig macht.

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Inhaltlich gibt es zwar kaum Überraschungen und eigentlich weiß man schon ab der Mitte des Filmes, wie dieser ausgehen wird, aber da ist es schon um einen geschehen. Simon Yam ist einfach hervorragend, Sandra Ng auch und selbst der große Bruder, der eigentlich Musikidol ist (?) macht seine Sache wirklich ausgezeichnet. Die muss man ja alle mögen?! Dazu kommt ein großer Hauch – eigentlich ist es vielmehr ein fetter Rülpser – 60er Jahre Nostalgie mit teilweise sehr cuten Original Hong Kong Filmaufnahmen aus eben diesem Jahrzent, der auch optisch wirklich ansprechend in Szene gesetzt ist. Die Screenshots hier sehen etwas gelber aus, als der Film eigentlich ist. Gerade das dezent neutrale und doch vintage wirkende Bild fand ich ziemlich angenehm.

Also tjopes. Einfach ein großes Drama mit imho viel Gefühl. :applaus:

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Black Ransom

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BLACK | RANSOM

Cheung Bo-Man (Simon Yam) war einst Elitepolizist in Hong Kong. Nach dem Attentat auf seine Frau verlor er leider ein wenig die Motivation und ließ sich immer mehr gehen. Ein paar verbliebene Kollegen in seiner Truppe schätzen ihn aber nachwievor als Top Polizisten mit einer hohen Aufmerksamkeit, viel Ruhe und top Shootingskills. Als eines Tages diverse, hochrangige Mafiabosse eintführt werden, muss er mit seiner Truppe als Team B am Fall mitarbeiten und zeigt noch einmal, dass er noch etwas drauf hat.

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Black Ransom ist Polizeiaction und -krimi aus Hong Kong und bietet auf den ersten Blick eigentlich nichts wirklich weltbewegendes oder gar neues. Auf den zweiten Blick eigentlich auch nicht. Selbst wenn der Film rum ist, fehlt immer noch die große Überraschung oder das Tüpfelchen auf dem “i”. Was Black Ransom am ehesten noch auszeichnet, ist das handwerkliche Geschick mit dem er komponiert wurde. Die Darsteller gehen alle durchweg in Ordnung, selbst des Polizisten kleine Tochter – anfangs ein bisschen arg lame – fällt immer weniger (negativ) auf und Simon Yam ist fast sogar eine kleine Abwechslung als Polizist, der es einfach ruhig angehen lässt. Gebrochene Männer hatten wir schon jede Menge nur hier wird nicht geweint oder sich großartig gehen gelassen, hier wird einfach die Arbeit verrichtet, die zu tun ist und wenn’s hart auf hart kommt hat er natürlich immer noch was drauf. Große Überraschungen gibt’s bei der Story im Prinzip keine, aber aus irgendeinem Grund bleibt man dennoch am Ball. Ich wünschte ich hätte einen Master Of Arts im Fach Drehbuch, dann könnte ich es euch besser erklären, aber so muss das halt einfach erstmal reichen ~_?

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Und da zu einem ordentlichen Film auch ein ordentliches Bild gehört, hat man auch hieran gedacht und das ganze optisch recht ansprechend in Szene gesetzt und zwar ganz ohne irgendwie mit Farbfiltern, Special Effects oder sonstwas zu übertreiben. So wirkt alles ziemlich stylish und bleibt dennoch realistisch und bodenständig. Richtig gefallen hat mir dann lustigerweise der Einsatz von Kung-Fu im Film der nie zu übertrieben (naja am Schluss vielleicht) und immer wohl dosiert war. Dazu kommen noch die süßen Mädels und eine unauffällige und nicht nervige Musik und schon haben wir ein gutes Machwerk, welches jetzt keine Grenzen einreisst, aber durchaus überzeugt.

Joa nice einfach, ka?!

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Ip Man 2

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Ip Man 2

Nach den Geschehnissen von Ip Man 1 (Ich weiß schon gar nicht mehr, um was es da eigentlich ging und was die letzten Szenen vom Film waren) wandert Ip Man mit Sack und Pack, aka Frau, nach Hong Kong aus. Dort will er erneut eine Martial Arts Schule eröffnen, doch es fehlt erst einmal an Schülern. Als sich eines Tages doch ein paar Schüler finden, kriegt er gleich wieder Probleme und zwar mit dem dicken Meister Hung dings oder so (Sammo Hung). Der findet es ziemlich lame, dass Donnie Yen einfach so eine Martial Arts Schule eröffnen will. Dann gibt’s random Kämpfe, Ip Man gewinnt natürlich ganz lässig. Aber dann soll Ip Man auch noch Geld dafür bezahlen, dass er die Schule eröffnen darf. Da platzt ihm endgültig der kragen und er verkloppt jeden einzelnen Menschen im Dorf, inklusive Frauen, Kinder und Haustieren. Bzw. fast.

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Ehm, ich lese hier gerade, dass Ip Man 2 ja schon vor Ip Man 1 Release angekündigt wurde. Der zweite Teil sollte dann den höchstwahrscheinlich sehr viel interessanteren Lebensabschnitt von Ip Man zeigen, nämlich, wie er Bruce Lee kennenlernt und ihn ausbildet. Das hätte ich z. B. auch gerne gesehen. Aber wegen lizenzrechtlichen Streitereien und Uneinigkeit mit den Bruce Lee Nachkommen, kam das leider nicht zustande und statt dessen entschied man sich kurzerhand einfach Fearless (mit Jet Li) noch einmal nachzudrehen. LOL. Nichts anderes ist Ip Man 2 nun geworden. Ein Chinese in Hong Kong, der sich gegen die bösen Kolonialherren der britischen Regierung durchsetzt und random Fights besteht. Blah blah blah. Was bei Fearless aber noch gut klappte, weil es einfach ein guter Film war, wird bei Ip Man 2 ziemlich schnell langweilig. Ein Kampf reiht sich an den anderen und als dann auch noch das Boxturnier in’s Spiel kommt, weiß man sowieso schon wie’s ausgehen wird und will am liebsten den TV ausmachen. Gegen Ende wird’s dann natürlich auch zunehmend patriotisch, pathetisch und einfach übertrieben bescheuert. Als wäre das noch nicht genug, fühlt sich das komplette Ende ein wenig überhastet an.

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Wer Donnie Yen ausschließlich mal wieder Kämpfen sehen will – am besten noch mit Sammo Hung zusammen – dem kann man Ip Man 2 durchaus empfehlen. Die Kämpfe sind zwar ziemlich verdrahtet worden, aber sehen im Großen und ganzen doch ziemlich gut aus. Außerdem gibt’s auch wirklich jede Menge davon. Leute, denen aber auch ein Jet Li reicht, die greifen dann doch lieber zu Fearless, welcher einfach der bessere Film ist, da er sogar eine Art Story um die Kämpfe gestrickt bekam, die nicht einmal schlecht ist.

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