Crysis

C R Y S I S
2007 | CRYTEK | PC

Ich werde von den Aliens angegriffen. Ein riesiges, fliegendes Ungetüm wirft einen seiner Parasiten ab. Dieser war gerade noch 10 Meter entfernt aber mit einem gewaltigen Sprung flog er direkt auf mich zu. Ich spurte zur Seite und eröffne sofort das Feuer. Zuckend wehrt sich der metallene Gegner gegen meine Maschinenpistole während er gleichzeitig seine Haken aggressiv nach mir wirft, doch ich erledige ihn. Durch die Wucht fliegt er weg und sprengt sich nach kurzer Ruhephase selbst in die Luft wobei er noch einen Radius seiner Umwelt in Mitleidenschaft zieht. Derweil werde ich von dem weitaus größeren, fliegenden Bastard beschossen. Ich drehe mich um und ballere mein ganzes Magazin leer. Das Alien versucht eine andere Angriffsstelle zu finden. Ich nutze diesen Moment und nehme meinen Raketenwerfer zur Hand. Als es in Front der Sonne auf mich zu rast, drücke ich ab. Boom! Teile sprengen ab und das Monster fliegt rauchend über mich hinweg, in eine direkt hinter mir liegende Hütte. Es beginnt grell zu leuchten. Ich renne weg und sehe wie das Wrack explodiert. Die komplette Hütte wurde weggefetzt.
Das ist Crysis.

OH MEIN GOTT ES SIEHT AUS WIE ECHT!!! ES IST DAS GEILSTE SPIEL EVER!!! DIE GRAFIK IST SO GEIL, DASS MAN ES NICHT GLAUBEN KANN!!!!! Soviel zur Theorie und dem vorzeitigen Hype den die deutschen Entwickler von Far Cry mit ihrem neuen Produkt Crysis erzeugten. Wer nur einmal irgendwo einen Trailer oder Bilder von diesem 30 Millionen Dollar Projekt gesehen hatte, war entweder äusserst skeptisch oder total overdriven und die Erwartungshaltung war dementsprechend hoch. Zeitweise überschlugen sich Seiten über das Spektakel, ohne es auch nur ein einziges Mal überhaupt gespielt zu haben. GEILE GRAFIK FTW! Aka wie sieht es denn nun wirklich aus? Und macht das Spiel ansich überhaupt Spaß?

Story
Nordkoreanische Truppen besetzen eine Insel und nehmen die dort forschenden Wissenschaftler fest. Als Mitglied einer Spezialeinheit stürzen wir uns vom Himmel um sie zu retten. Doch bald bemerken wir, dass die Koreaner noch unser kleinstes Problem sind. Aliens haben sich auf der Insel breit gemacht und sammeln Energie um die Welt in einen ewigen Winter zu stürzen. Und so entwickelt sich der vermeindliche Rettungseinsatz zu einer Bedrohung der gesamten Menschheit. *kawoom* *donner*

Kritik
Ja, das ist die Story. Ähnlich klischeehaft und hollywoodmäßig ging es auch schon in Far Cry zu. Wer sich deshalb aber voreilig von Crysis abwendet verpasst die mit Bastand beeindruckenste Inszenierung in einem fps ever. Und der erste Schock sitzt tief wenn das Intro beginnt und man zum ersten mal den Kommandanten sieht der zu einem spricht, denn er sieht.. unglaublich aus. Also nicht sexuell oder so jetzt, sondern technisch betrachtet. Um ehrlich zu sein, verrät nur eventuelles Geruckel auf zu schwacher Hardware, dass es sich in diesem Moment (wie übrigens auch im Rest der cutscenes) um Spielgrafik und keinen vorgerenderten Film handelt. Doch nach dem Sprung aus dem Flugzeug ist man erstmal auf sich alleine gestellt und lernt die Steuerung kennen.

Keine Frage. Crytek hat hier nahezu alles richtig gemacht und dem Egoshooter sogar ein paar Erweiterungen spendiert. Man läuft nicht über Erste Hilfe Kästen, die einen dann auf wundersame Weise heilen oder erhält Power Ups, die einen schneller oder stärker machen. Das alles übernimmt der Nanoanzug in dem man steckt. Über ein schnell aufrufbares Menü erhält man die Fähigkeit sich schneller zu bewegen, mehr Stärke aufzubringen, den Schutz zu erhöhen oder sich unsichtbar zu machen. All das ist natürlich begrenzt aber essentiell. Denn in Crysis ist der Weg meistens anhand von Einsatzzielen festgelegt. Wie man die erreicht, ist einem selbst überlassen. Man kann also einfach mit Schutz in ein Dorf einbrechen, alle abknallen und sich per extra speed davon machen oder sich anhand des stealth Modus an allen Gegnern vorbei schleichen. Das funktioniert sogar richtig gut. Ich hätte es nicht erwartet.
Ansonsten ist die Steuerung natürlich wie anderen Shootern und geht, problemlos von der Hand.

Kommen wir zur Grafik. Ja, Crysis ist die Grafikreferenz schlechthin. Ja, es ist manchmal unglaublich was sich da vor einem abspielt. Und ja, es gibt Szenen die (später als Screenshot betrachtet) einen Hang zum Fotorealismus besitzen. Unfassbar mit welch verschwenderischer Detailverliebtheit hier gearbeitet wurde. Das tropische Idyll wird von warmen Sonnentlicht durchflutet, Bäume wiegen sanft im Wind, Und ab und zu entdeckt man Glühwürmchen oder Schmetterlinge oder Fische, Schildkröten, Möwen, Krebse und andere Tiere, die die Umwelt mit Leben erfüllen. Die erste Stunde verbrachte ich glaub ich nur damit mir die Landschaft anzuschauen oder durchs Wasser zu schwimmen, denn der Unterwassereffekt ist seit LANGEM (aka Metal Gear Solid 2) bei einem Spiel so beeindruckend, dass man weinen möchte. Kommt es zum Kampf gehts nur noch ab. Häuser explodieren (die Physikengine ist abartig), Staub von durchlaufendem Boden steigt auf, Granaten werfen Bäume um, Fässer explodieren, Funken sprühen,.. die Liste kann beliebig fortgeführt werden.

Und das Beste daran ist, dass die meisten Sequenzen nicht gescriptet sind. Ich bin zwar ein Fan solcher Ereignisse aber wenn sie nicht auftreten und die Szenen trotzdem so aussehen am Anfang dieses revies beschrieben, dann klappt mir ja sprichwörtlich die Kinnlade runter. Durch die ganzen Licht- und Schatteneffekte und vor allem wegen der ABARTIG GEILEN Bewegungsunschärfe, wirkt Crysis in solchen Momenten wie ein Kinofilm den man selbst spielt. Ja und da mach ich doch einfach nur noch meine Hose auf und würge meine Schlange bis sie kotzt verdammt nochmal!!! >:O
Boah scheisse ey, wie geil es ist.

Aber wie schon erwähnt hat das natürlich seinen Preis. In maximaler Auflösung und allen Details nebst Antialiasing läuft dieses Spiel zur Zeit auf keinem Rechner flüssig. Und jeder der was anderes sagt lügt oder hat keine Ahnung. Egal was Zeitungen schreiben: Ein absolut flüssiges Spiel sieht ohnehin anders aus (siehe Konsolengames aka z.B. God Of War, Burnout 3, Resident Evil 4). Aber gut.. es ist halt PC game. Ehrlich gesagt gefällt es mir in so hohen Auflösungen persönlich dann aber auch nicht mehr. Es sieht alles “zu gerade” aus und das suckt derbe. Bei 1024×768 ohne Antialiasing ist es jedoch einfach supernice und sehr gut spielbar.

Leider kann die Musik überhaupt nicht mit der Grafik mithalten. Crytek versuchte zwar einen epischen Soundtrack für das Spiel zu komponieren, doch geht der im Spiel vollkommen unter. Es haben sich orchestrale Töne und kein verschissener HipHop Soundtrack ins Werk eingefunden aber man hört ihn halt im Prinzip einfach nicht. Ich habe keine Melodie behalten können, noch war irgendeine Szene musikalisch beeindruckend. Und manchmal, in ruhigen Momenten, läuft eine antreibende, typisch marineartige Militärmusik, die mir total auf die Nüsse geht und unpassend ist. Aber tjopes, sie kann bei Wunsch abgeschaltet werden, sollte man sich komplett auf die Soundkulisse einlassen wollen.

Und die hat es in sich. Leck mich am Arsch. Verfluchte Scheisse ich bin so zusammengezuckt, als ich das erste Mal die Explosion einer Granate neben mir hörte. Wahnsinn. Und auch alles andere.. vom Wasserplätschern über die Schüsse und Flaks, bis zu den Aliens, den Düsen der Senkrechtstarter oder den komplett koreanisch sprechenden.. Koreanern, hört sich alles absolut authentisch an und wurde mit einem gewaltigen Wumms ausgestattet. Crysis bietet zu meiner Verwunderung auch die beste deutsche Sprachausgabe die ich bis jetzt in Spiel hörte. Es wurde richtig in die vollen gelangt und professionelle und bekannte Synchronsprecher engagiert. Hoffentlich nehmen sich andere Entwickler daran ein Beispiel.

Crysis hat allerdings auch ein paar Macken. So “realistisch” es auch sein will, es nervt total die Waffen von gefallenen Soldaten zu nehmen. Erstens dauert es lang, da es mit einer Animation geschieht, zweitens kann unser Protagonist nicht beliebig viele Waffen tragen. So passiert es, dass man mit seiner MG während eines Kampfes Munition sammeln möchte und plötzlich die verfickte Schrotflinte in seinen Händen hält. Ziemlich dumm.

Desweiteren sagt mir persönlich der Anfang nicht so zu. Ich meine.. jo, die Information aus dem Lager besorgen und dann den Schalter in diesem Lager finden.. das ist mal ganz ok aber auf Dauer (das erste Drittel des Spiels) nervt es gewaltig. Noch dazu wenn man die Möglichkeit hat gegen die meist zahlungsmäßig überlegenden Gegner Munition zu sparen, in dem man diese Aufträge im stealth modus erledigt, fühlt man sich schnell wie in einem langweiligen Splinter Cell Teil bzw. überhaupt in einem Splinter Cell Teil, denn jeder Splinter Cell Teil ist ein langweiliger Splinter Cell Teil. die Optik entschädigt allerdings eine gute Zeit und sobald man in den Minen angekommen ist, geht es nur straight zur Sache bis zum erbitternden Ende. Hurengeil.

Das dann allerdings ebenfalls etwas enttäuschend ist. Mittlerweile dürfte jeder wissen, dass es sich hierbei um einen Cliffhanger handelt. Wenn nicht: Pech gehabt. ~_~ Aka das ist bestimmt nicht das Schlimmste was einem passieren kann aber wenn es davor kein wirkliches Finale gibt, enttäuscht es schon. Man ist gerade mittendrin.. und dann ist Schluss? Lame. Das Ganze wirkte etwas aufgesetzt. Vielleicht wollte Crytek noch weiter machen aber EA weinte “Uuuhuhu, es ist bald Weihnachten! Wir müssen es raus bringen, egal ob es gut ist oder nicht! Los!” =/ Das Andere was mir auffiel, ist, dass es den “Echtzeit” Tag- und Nachtwechsel zwar geben könnte, er aber nicht vorhanden ist. Es wird vom Spiel festgelegt wann Tag und wann Nacht ist. Bleibt man z.B. im ersten Abschnitt für 3h bewegungslos stehen, wird es nicht Tag werden. Rennt man hingegen direkt zu einer bestimmten Szene, kann man es in 10 Minuten den ersten Sonnenaufgang betrachten. Der Sinn ist mir nicht klar und ich finde es so geil wie Dirty Sanchez mit einem Zebra.

Letzter Punkt ist das Verhalten der Steuerung: Schießt man im Eifer des Gefechts kurz mal über das Ziel hinaus aka auf einen Verbündeten, erscheint ein rotes Kreuz und die Waffe verweigert ihre Funktion. Das ist ja auch ok aber wenn ich dann mit weiterhin gedrückter Maustaste wieder auf den Gegner halte, passiert weiterhin nichts. Ist eigentlich kein Problem aber wenn man sieht was da manchmal auf dem Bildschirm an Pixeln rumfliegen weiss man nicht wirklich, ob man gerade feuert oder nicht.. naja und das ist halt Büffelkacke.

Fazit
Crytek hatte es angekündigt und es auch wahr gemacht. Crysis ist tatsächlich der grafische Porno.. einen dicken PC vorausgesetzt. Durchtrieben mit nicer KI, einem ab und zu etwas unpassenden Score, bombastischen Sounds und abartigen, noch nie zuvor gesehenen Effekten, lädt das Spiel zu einer Entdeckungsreise durch Jungel, Höhlen, Raumschiffe oder Kreuzer ein. Die Spielbarkeit ist nicht ganz ohne Fehler, vermag aber nicht zu frusten und die kinoreife Präsentation macht das mehr als wett. Etwas mehr Spielzeit wäre aufgrund des etwas enttäuschenden Endes allerdings schon wünschenswert gewesen. Aber da man sämtliche Ziele unterschiedlich angehen kann und die Insel völlig frei begehbar ist, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass man die Mission gerne auch ein zweites Mal beginnt.

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Exodus

E X O D U S
edmond pang ho-cheung | hong kong 2007

Sergeant Tsim Kin-Yip (Simon Yam) arbeitet bei der Hong Konger Polizei und soll eines Tages einem Kollegen aushelfen. Dieser will unbedingt zur Geburtstagsparty seiner Tochter nach Hause und so erklärt sich Kin-Yip bereit das Verhör mit einem geschnappten Perversling zu führen. Dieser soll auf einem Damenklo Frauen beim urinieren (oooaaahhh) gefilmt haben. Dieser hat als Ausrede nur eine abstruse Story um eine Frauenverschwörung, welche Männer tötet. Als das Protokoll des Verhörs jedoch verschwindet, muss Kin-Yip es erneut aufnehmen und kommt dahinter, das Madam Fong (Maggie Siu) zuvor den Perversen besucht hat…

Geschickt und verwirrend fängt der Film mit einer Szene an, die wir uns zuerst nicht erklären können und von ihrer Musik und Ausführung gefangen genommen werden. Fast schon Stanley Kubrick style, sieht man mehrere, halbnackte Männer mit Tauchmaske und Schnorchel ausgerüstet, wie sie in einem endlos scheinenden Korridor einen Mann verprügeln. Dann Schnitt und der Film fängt an und das dann wesentlich ruhiger und weniger abstrus. Fast könnte man anhand des Klappentextes, bzw. der Ausgangssituation, davon ausgehen, das es sich bei Exodus um eine schwarze Komödie handelt, dem ist aber bei weitem nicht so. Etwas Drama, etwas Satire und viel Thriller vermischen sich hier zu einem Film, der von Anfang an zu fesseln weiß, aber durchaus seine Längen hat. Die Inszenierung ist ziemlich langsam und Simon Yam tut sein übriges als fast nichts sagender Protagonist, aber durch die geschickte Erzählweise bleibt man bis zum Schluss am Ball. Immer dann, wenn man meint alles sei klar, taucht ein Hinweis oder eine Szene auf und man steht erneut vor einem Rätsel. Und überall diese teilweise völlige Stille. Oft sind nur Soundeffekte zu hören und die einzige Musik, von der Eröffnungsszene abgesehen, beschränkt sich auf ein langsames Pianostück.

Die Story ist dann leider im Nachhinein etwas dünn, regt aber durchaus zum Nachdenken an und wird immerhin optisch wundervoll verpackt. Kameraman Charlie Lam (Beyond Our Ken, Isabella (!), Mr. Cinema…) zeigt reduzierte, klare und wundervolle Bilder, die teilweise schon an Grafiken erinnern und mal wieder wünscht man sich von jedem Frame einen Ausdruck in einem Bilderrahmen. Schaut man sich das Making Of und die ungeschminkte Wahrheit einer DV Kamera, so weiß man die Arbeit noch mehr zu würdigen, da irgendwie gerade Winter in Hong Kong war und die Sets alles andere als super geil aussahen?! Wie kriegt man bitte dennoch so nice Bilder hin? :/

Leider ist das Ende ein wahrer Abturn und der Film hätte gut daran getan, wenn er einfach 15 Minuten vorher aufgehört hätte, aber man kann anscheinend nicht alles haben und immerhin ist Exodus bei weitem noch besser und interessanter als random Hollywood Mischmasch Nr. 5325.

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Contra 4

Contra 4
Wayforward | Nintendo DS | 2007

Die Erde wird erneut von einer Alienplage heimgesucht. Ein außerirdisches Monstrum namens “Black Viper” schickt im Jahre 2638 – mal wieder – eine Horde hässlicher Aliens, welche die Erde selbstverständlich gerne menschenfrei hätten. Entweder die Menschheit unternimmt etwas, oder es ist aus. Die Führer der Erde (also nicht Angela Merkel) rufen die vier härtesten Burschen zur Hilfe: Bill Rizer, Lance Bean, Mad Dog und Scorpion. Ihre Aufgabe ist es, die Alienhorden zu vernichten und den Menschen der Erde ein friedvolles Leben wieder zu bringen. Oder sowas in der Richtung jedenfalls.


(Links: Henk Nieborg zeichnet sich für die Hintergründe und die Bossgrafiken verantwortlich. | Rechts: Wer sonst könnte im Jahre 2007 noch derart geile Grafik abliefern?)

Als vor ein paar Monaten “Contra 4″ als nicht japanische Produktion angekündigt wurde, machte ich mir gar keine großartigen Gedanken über das Spiel. Ein US Spieleentwickler, der noch dazu zuvor mit Spielen wie “SpongeBob SquarePants: Creature From the Krusty Krab”, “Barbie 12 Dancing Princesses” und “Disney’s American Dragon: Jake Long, Attack of the Dark Dragon” für “Aufsehen” sorgte, wie sollte das denn bitte gut gehen? Die Contra Serie wurde bis dato in amerikanischer Hand nur missbraucht, geschändet und angepisst und ich denke jeder erwartete erst einmal das schlimmste. Bis die ersten Screenshots auftauchten. Es war immerhin 2D und sogar… richtig sexy?! Aber klar, gute Grafik kriegen ja viele hin heutzutage, aber das Gefühl eines Spieles der 80er Jahre auf eine moderne Konsole, bzw. einen Handheld zu portieren, das schafften bislang nur sehr sehr wenige.

Wayforward darf sich nun offiziell dazu zählen.

Contra 4 ist eine Zeitreise zurück in die 80er. Es gibt keine Touchscreen Spielereien, keine komischen Adventure Zwischensektionen, keine 3D Grafik, keine unendlich Continues, keine Energie, keine Savepoints. Statt dessen gibt es knallharte Action, viele Bullets, wenig Leben und jede Menge Gegner. Contra 4 ist überraschend hart. Während es casual gamer, die das Spiel vielleicht ausversehen geschenkt bekamen, frustriert in die Ecke schmeißen werden, frohlocken die Hardcore Zocker und wanken ein ums andere mal, wenn sie mal wieder ein Leben lassen. Dabei bleibt Contra 4 aber fast immer fair und bei jedem Ableben denkt man sich eher “Scheiße ich Depp!” anstelle von “Hä?”. Contra 4 ist auf eine oldschoolige Art schwer, die erst abschreckt, aber bei genauem Hinsehen zu mastern scheint. Einfach nur Reaktionen helfen nicht immer, man sollte die Levels fast in und auswendig kennen, um es überhaupt bis in’s zweite Stage zu schaffen.

Ich persönlich kann leider mit so einem Schwierigkeitsgrad nicht viel anfangen. Während der Otto Normal Hardcore Zocker wohl stundenlang immer und immer wieder das erste Stage spielt, bis er es mal geschafft hat, wird mir einfach nur langweilig. Es macht mir keinen großartigen Spaß. Des Weiteren kommt dann immer dieser Erfolgsdruck dazu: “Du musst Stage 1 ohne Lebensverlust schaffen, sonst brauchste Stage 2 erst gar nicht anfangen…” Das hat zur Folge, das man das Spiel anfängt, an einer random Kleinigkeit wie einem hochhüpfenden Gegner stirbt und Stage 1 noch einmal anfängt. Man versucht es wieder, stirbt diesmal, weil die Konzentration schon leidet und fängt noch einmal von vorne an. Das ist wenig spaßig und dazwischen muss man sich zudem immer und immer wieder den “Stage 1″ Screen ansehen und dann auch noch warten, bis einen der lame Helicopter endlich absetzt. Dazu kommt, das Contra 4 zwar tolle Boni in form von Zusatzspielen, Zusatzchallenges und was weiß ich noch alles parat hält, ich diese Dinge aber leider nie sehen werde, da ich kaum über Stage 4 hinaus komme. Ich werde nie mehr als 30 % des kompletten Spieles sehen können. Die Developer schließen damit eine ziemlich große Gruppe von Spielern aus. Und nein, auf Easy spielen bringt natürlich rein gar nix, da a) das Spiel genauso schwer ist und man nur mehr Leben und voll aufgepowerte Waffen hat und b) die letzten zwei Stages auf Easy einfach wegfallen.


(Links: Das erste Stage erinnert Stark an das original Contra | Rechts: Das City Stage erinnert stark an Contra III – The Alien Wars auf dem SFC)

Dazu bietet Contra 4 eine super hurendicke Grafik, für die sich Henk Nieborg verantwortlich zeigt und die einfach mit zum schönsten gehört, was der DS zu bieten hat. Die Palmen wehen im Wind, die Bosse sind 2 Screens hoch, glänzen mit marionettenartigem Spriterotating und überall sind details. Abbröckelnder Putz von Wänden, einzeln erkennbare Grashalme oder detaillierte Bergketten im Hintergrund. Dabei schaffte er gekonnt den Spagat zwischen seinem eigenen Stil und dem von Contra III – Alien Wars. Henk Nieborg übertraf sich hier wieder einmal selbst und schuf ein 2D Grafik Meisterwerk, das jeder mal gesehen haben sollte. Dazu die remixte Musik von Chiptunevirtuose Virt und man merkt, das Wayforward tatsächlich etwas am Spiel lag. Das ist selten, das hat man heutzutage fast gar nicht mehr und umso mehr freut es einen. Contra 4 ist endlich eine Fortsetzung die in die Fußstapfen der Urväter treten kann und diese gar ausfüllt.

Mit der Wertung tu ich mich etwas schwer. Ich persönlich muss ihm einfach nur Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen geben, da mir der Schwierigkeitsgrad einfach auffen Sack geht und mir viel zu unnötig erscheint. Ich sehe kaum vom Spiel und das andauernde Wiederholen der Levels, nur damit man es endlich bis in’s Stage 2 schafft wiegt für mich einfach zu schwer. Contra Fans und Spieleveteranen, die den Schwierigkeitsgrad schon bei den alten Contra Teilen zu schätzen wussten, können bedenkenlos von einem Pen Pen Pen Pen Pen Rating ausgehen.

The Detective

The Detective
(C+偵探 | hong kong 2007 | oxide pang | dvd: – )

Tam (Aaron Kwok) ist ein heruntergekommener Möchtegerndetektiv in Thailand. In sein ebenso heruntergekommenes ‘Büro’ traut sich nur selten jemand hinein. Um so überraschender ist es daher, dass eines Tages der seltsame Lung (Shing Fui-On) genau das tut. Verwirrt behauptet er, eine Frau verfolge ihn in der Absicht, ihn töten zu wollen. Durch ein saftiges Bündel Geldscheine motiviert, nimmt Tam die Spurensuche auf, und gerät dabei in einen mysteriösen Mordkomplott, bei dem sich alle Beteiligten früher oder später das Leben zu nehmen scheinen.

Entgegen aller voreiligen Vermutungen handelt es sich bei dem neusten Solowerk Oxide Pangs nicht um einen Horrorfilm, sondern um einen noir-esken Krimi, der sich im ersten Drittel sogar nicht zu schade ist, einige humorvolle Untertöne anklingen zu lassen. Völliges Neuland wird aber nicht betreten, da die Stimmung und Spannungskonstruktion durchaus Parallelen mit dem üblichen Pang’schen Gruselschmarrn besitzt.

The Detective ist dabei ein überraschend unterhaltsamer Film; nicht zuletzt auch durch den vielseitigen Aaron Kwok, der seine Rolle des schmierigen Taugenichts überzeugend spielt, ohne auch nur ein einziges mal Popstarallüren zu zeigen. Unterstützt wird seine Darstellung natürlich von den exzellenten Bildern, die in ihrem Gelbstich die thailändische Hitze unterstreichen und im weiteren Verlauf – auch der Handlung entsprechend – zu regelrecht düsteren Schattierungen übergehen.

Scheinbar selbstzufrieden gibt sich der Film in den ersten 45 Minuten nicht sonderlich viel Mühe, dem Zuschauer zu erklären, was hier eigentlich los ist. Tam beginnt seine Spurensuche, angelt sich von Person zu Person weiter, findet Leichen, unternimmt Verfolgungsjagden, weiß aber nicht, wie alles in Zusammenhang steht. Anfangs finden wir das zwar noch ganz spannend, doch irgendwann wird die Anzahl der auseinanderzuhaltenden Namen immer größer, die Beziehungen immer komplizierter. Es hilft nicht gerade, dass das Script die Angelegenheit verwirrender konstruiert, als sie eigentlich ist. Pang streift mehrmals an der völligen Verhaspelung vorbei, liefert wie als Entschuldigung später stilvoll Erklärungen hinterher – was ihm auch durchaus gelingt. Doch insgesamt gesehen ist die Story längst nicht so interessant und mysteriös, wie es uns die völlig überdramatisierte Musik und Tams schweißgebadetes Paranoiagesicht weissmachen wollen.

Tams Motiv, sein unerbittliches Festhalten am Fall, muss daher auf andere Art und Weise gerechtfertigt werden. Gerade hier säuft Oxide Pang dann leider in die genreüblichen Klischeesümpfe ab. Tam ist ein Charakter, der keine Tiefe braucht, wir lernen aus seinen Handlungen und Lebensumständen bereits genug über ihn selbst. HK-typisch wird uns dennoch mit Flashbacks zusätzlich seine tragische Vergangenheit aufoktroyiert. Billig und unnötig. Doch am Ende immerhin noch nicht genug, um The Detective als spannenden, elegant-dreckigen Thriller zu Fall zu bringen. Ein anderer Grund dafür heißt übrigens Liu Kai Chi. Jener scheint sich langsam zu einem höchst verlässlichen Charakterdarsteller zu mausern und liefert als Polizist und Tams Jugendfreund locker die beste Leistung im Film ab.

Für Pang-Verhältnisse ist The Detective damit überdurchschnittlich und einer der sehenswerteren HK-Filme 2007. Das holprige Drehbuch und ein verunglücktes Finale verhindern eine bedingungslose Empfehlung, aber zumindest bestätigt sich hier die Vermutung, dass Oxide der Pang mit weitaus größerem Potential ist. Gerne mehr davon!

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Leave Me Alone

LEAVE ME ALONE
danny pang | hong kong 2004

Man (Ekin Cheng) und Kit (Ekin Cheng ~_?) sind Zwillinge. Als Kit bei einem Besuch Mans einen Autounfall hat, kommt seine Freundin ganz schön in die Klemme. Ein Kredit bei der Bank sollte eigentlich klar gemacht werden, aber ohne Kits erscheinen haben sie schlechte Karten. Und das Geld bräuchten sie unbedingt für einen Kredithai, mit welchem nicht zu spaßen ist. So macht sich einfach der schwule Man – also er ist truly gay – auf den Weg nach Thailand, um Kits Freundin etwas unter die Arme zu greifen und den Kredit klar zu machen. Klar, das das ohne Thailändischkenntnisse schwierig wird und scheitern muss. Doch der Kredithai will seine Kohle..

“Leave Me Alone” entstand allein unter der Regie Danny Pangs, denn sein Bruder war zu gleichem Zeitpunkt auch mit einem Film beschäftigt. “Abnormal Beauty”, welcher nicht nur der bessere der zwei Filme ist, sondern auch eine Szene mit ihm teilt. Der Autounfall ist genau der gleiche, wie bei “Abnormal Beauty”. Wir haben also die Möglichkeit zwei gänzlich verschiedene Storylines zu beobachten, bei denen ein und derselbe Autounfall als Auslöser für Änderungen fungiert. Das klingt alles ganz nice, wurde im Marketing beider Filme auch oft propagiert nur leider ist es recht halbherzig umgesetzt worden und eigentlich auch völlig scheiß egal. “Leave Me Alone” ist ein klein wenig Triadenfilm, ein klein wenig Beziehungsdrama und ein klein wenig Fish Out Of The Water Komödie. Von allem ein wenig und so funktioniert jeder Teil eben auch nur wenig. Alle Teile zusammen ergeben dann lustigerweise doch einen ganz netten Film, bei dem die lustigeren Szenen eigentlich Indikator dafür sind, das Danny Pang sich lieber hätte auf eine Komödie spezialisieren sollen. Das stünde einerseits in einem besseren Kontrast zum düsteren “Abnormal Beauty” und andererseits sind die lustigen Szenen auch einfach die besten im Film. Kein Gay-Klischee wird ausgelassen und am lustigsten sind mal wieder die Heteros, die sich gegen alles Gaye zu wehren versuchen. Aber auch der Gay in Situationen, die ansonsten eher richtigen Männern (*grunz*) widerfahren, ist für viele Lacher gut. Dabei spielt Ekin Cheng so gut er halt kann und Charlene Choi sieht nur super cute bis regelrecht sexy aus.

So ist “Leave Me Alone” für Pang Verhältnisse eher eine Enttäuschung und nur beim ersten mal Anschauen halbwegs interessant. Dazu trägt unter anderem auch die hervorragende Optik bei, die wir ja von Pang Produktionen nun mittlerweile gewohnt sind. Die Musik hält da mit Pang Standards leider nicht ganz mit und so kommt es, das zu wilden – etwas holprig inszenierten – Schießereien einfach ganz ganz erbärmliche Technoklänge ertönen. Nun… Würde er im Fernsehen laufen, könnte man ihn sich gerne mal anschauen, aber extra Geld für eine DVD ausgeben muss man wirklich nicht.

Den dritten Pimmel kriegt “Leave Me Alone” ganz klar wegen den lustigen Szenen und der tollen Optik.

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The Banquet

The Banquet

Feng Xiaogang | 2006

 

China im Jahre 907 nach Christus. Das Reich ist in zehn Königreiche zerbrochen und fünf Dynastien streiten sich darum. Der Kaiser wurde von seinem eigenen Bruder (Ge You) ermordet, woraufhin dieser nicht nur dessen Thron besteigt, sondern sich gleich noch seine Ehefrau (Zhang Ziyi, kein Wunder also.) schnappt. Da die Frau des neuen Kaisers aber einst in Prinz Wu Lan (Daniel Wu) verliebt war, lässt Kaiser Li ihn einfach töten. Prinz Wu Lan jedoch lebt seit langem als Gay Ausdruckstänzer und entzieht sich so mit ziemlich sicken Moves und viel Glück dem Attentat des Kaisers. Als er darauf hin zurück in den Palast kehrt, scheint eine alte Liebe wieder aufzuflammen.

“The Banquet” ist eher als Kostümfilm mit Wuxiaelementen anzusehen. Wuxia, ein sehr bekanntes und beliebtes Genre der chinesischen Literatur sowie des chinesischen Filmes, ist bei “The Banquet” eher zweitranging und der Fokus liegt hier ganz klar beim Drama. Somit wird “The Banquet” mit seinen 130 Minuten Laufzeit dann doch stellenweise etwas langatmig. Damals mag es sich zu Hofe des chinesischen Kaisers geziemt haben, sich langsam zu bewegen und überhaupt hatte man damals ja nichts anderes vor (Wii, IRC, etc.), aber dem heutigen Publikum erscheint die Langsamkeit des öfteren eher als fremd oder gar langweilig. So tat sich Feng Xiaogang gut daran sein Drehbuch mit den besten Ideen verschiedenster, altbewährter Romane (z. B. Hamlet) zu füttern und schafft es so einen tatsächlich wach zu halten. Der Ehrlichkeit halber muss ich aber zugeben, das ich Hamlet nie las oder sah und somit keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Einfluss auf den Film ziehen kann. Ich muss somit anderen Reviewschreibern etwas vertrauen schenken. Die Geschichte hält zwar nichts weltbewegend neues oder gar überraschendes bereit – ja selbst der Schluss wirkt dann etwas zwanghaft – kann aber durchaus überzeugen und überraschte mich etwas in ihrer Transparenz, da ich oft mit den Verwandschaftsverhältnissen zu Hofe des chinesischen Kaisers so meine Probleme habe. Ganz schwierig wird es dann, wenn eine Intrige der nächsten folgt, aber wie gesagt, gottseidank nicht bei “The Banquet”.

Somit ist der Plot ansich zwar etwas flach, aber die Lücken füllt Feng Xiaogang mit Bildern aus. Mit unfassbar tollen Bildern. “The Banquet” ist optisch einfach so voller Details, so wunderschön und insich absolut stimmig, das man die Szenerien einfach nur genießen kann. Wer sich an wunderschönen Bildern erfreuen kann, dem sei “The Banquet” sehr an’s Herz gelegt. Die gewählten Farben, das dominierende Schwarz, das Licht, die Kostüme und die unglaublich aufwändigen Sets machen “The Banquet” einzigartig und die DVD Special Edition tut sich gut daran, gleich ein Artbook mitzuliefern. Im direkten Vergleich zu “Curse Of The Golden Flower” wirkt “The Banquet” sogar weniger eintönig und einfach viel grandioser.

Aber selbst da hört es noch nicht auf. Der gewählte Cast kann durchweg überzeugen und hat keinen einzigen Aussetzer. Besonders Daniel Wu fällt positiv auf. Auch Ge You und Zhang Ziyi bringen gekonnt etwas Sinnlichkeit in die oft sehr kühle Athmosphäre am Hof. Feng Xiaogang hat kapiert, das es für Sinnlichkeit und Emotionen zu etwas mehr bedarf, als nur zurückgehaltene Tränen in eisernen Geischtern. Dazu der außergewöhnliche Soundtrack von Tan Dun, der unsere Ohren mit weiblichen Gesängen und westlichem Orchester umschmeichelt sowie das ganze mit klassischen, chinesischen Instrument garniert und fertig ist eine grandiose Atmosphäre, die von den letzten Vertretern des Genres nicht erreicht wurde. Schade, das die Screenshots dem eigentlichen Geschehen auf der Leinwand nicht im geringsten gerecht werden. Mal wieder..

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Butterfly And Sword

b u t t e r f l y & s w o r d
hong kong 1993

Nun… ehm… Michelle Yeoh spielt Schwester Ko. Sie… eh… zog einst drei kleine Kinder auf. Darunter Sword, gespielt von Tony Leung Chiu-Wai und noch einer, gespielt von Donnie Yen. Sie sind gut befreundet und… ka. Schwester Ko verliebte sich wohl irgendwann in Tony Leung, welcher aber viel lieber mit Joey Wang bumsen würde. Kann ich ihm nicht verübeln. Wobei ich beide genommen hätte. Donnie Yen steht auf Schwester Ko, ist aber zu schüchtern, es ihr zu sagen. Naja und dann gab’s noch lauter hin und her mit random Eunuchen (!?), random Bösewicht, der die Weltherrschaft im Martial Arts Bereich an sich reissen will und… noch viele viele andere Dinge. Ich kam da nicht mehr so ganz mit. Es war alles viel zu wirr.

“Butterfly And Sword” wollte ich sofort schauen, als ich das “Best Of” auf Youtube schaute (Siehe Link weiter unten). Damals dachte ich noch, das es ein Trailer war und hoffte, mehr von der grandiosen Action zu sehen. Leider hat der Film außer der Action nicht mehr zu bieten. Komische Dialoge, langweiliges hin und her und… ach keine Ahnung. Ich raffte ja leider auch nix. Oft ist es dunkel und man checkt gar nicht wer da genau durch die Luft flattert. Oder die Personen unterhalten sich derart schnell, das die Subtitles schon längst wieder weg sind, wenn ich erst 3 Worte gelesen habe. Mal von den verwirrenden Texten um Allianzen, Kung Fu und Prinzen einmal abgesehen. Und wenn man mal etwas checkte, dann waren es langweilige Szenen um Tony Leung und entweder Joey Wang oder Michelle Yeoh, wie sie sich belabern und wer nun wen wie toll liebt und blah blah blah. Keine Ahnung. Einfach langweilig. Die Musik war richtig nice und die Schauspieler in ihrem Element… schätze ich…

ABER… da wäre ja noch die Action. xD Die ist einfach… total abgefahren. Ohne Computertricks und nur mit Seilzügen wurden hier einfach animemäßige Kämpfe inszeniert, wie ich sie noch nie in einem Wuxiafilm sah. Tony Leung fliegt randomly durch die Luft und links und rechts von ihm explodieren einfach Menschen, weil er wild mit seinem Plastikschwert umher fuchtelt. Hurengeil. Oder am Schluss, wenn Tony Leung einfach einen random Move macht und durch den Gegner hindurch (???)… fetzt. Einfach sehr sehr nice. Dazu kommt viele herumfliegende Körperteile, explodierende Körper und Köpfe und natürlich auch etwas Blut hier und da. Eigentlich kein zimperlicher Film, trotz seiner fast schon Romcom Style Storyline.

Aber bevor man sich den langweiligen Film anschaut, sollte man sich eher das Best Of auf Youtube anschauen. Dieses läuft genau so am Ende des Films und erinnert einen praktisch noch einmal daran, warum man sich den Film überhaupt angetan hat. Bitte checkt die dicke Action aus:

http://www.youtube.com/watch?v=ru2IEEUgpcM

(ACHTUNG MUNIN: Es fliegen Menschen umher. Das ist in höchstem Maße unrealistisch und nicht für deine Augen bestimmt. Fliegende Menschen, Schwerter und Damenroben sind total lächerlich und gehören nicht auf die Anzeige deines Monitors. Bitte NICHT anschauen!!!)

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Bangkok Dangerous

เพชฌฆาตเงียบ – อันตราย
BANGKOK DANGEROUS
pang brothers | 1999

Kong ist seit seiner Kindheit taubstumm und wurde fürchterlich gehänselt. Klar, das er sich nun zu einem eiskalten Auftragskiller gemausert hat. Ohne zu hören, ohne zu sprechen und vor allem ohne Gefühle killt er alles und jeden, solange es Geld dafür gibt. Eines Tages jedoch lernt er die super super super süße Fon kennen. Klar, das er sich etwas in sie verguggt. Gemeinsam erleben die beiden eine wundervolle Zeit (auf dem Rummel z. B.). Als Fon allerdings durch einen nächtlichen Überfall raus bekommt, das Kong ein Killer ist, rennt sie – nachdem sie es sich noch einmal gut überlegte und dabei Kong mit herzerweichend traurigen Augen anschaute – einfach weg. Kong ist traurig. Wird ihre zarte, gerade erst aufgekeimte Liebe dieser schweren Prüfung Stand halten?

Das liest sich super dramatisch, super traurig und wunderschön. So schön, das ich weine. Schade, das die Inhaltsbeschreibung nichts mit dem Film zu tun hat. Dieser suckt nämlich gewaltig und bietet uns überwiegend bunte Bilder von random Leuten, die random rumlaufen und random herumschießen. So ganz kapierte ich den Plot nicht, da relativ wenig gesprochen und so gut wie nichts erklärt wird. Das das Drehbuch eher auf langweilig getrimmt ist und einem mit unzähligen, rather unnötigen Szenen der Ablauf nur unnötig in die Länge gestreckt wird, mach das ganze nicht wirklich einfacher. Gut, den Plot mit Kong und der (wirklich huuuuuuuuuuuuuuuren süßen) Freundin habe ich mitbekommen. Aber sonst? Ja sonst ist da nichts. Das wäre ja auch nicht so schlimm, wenn einfach der Beziehungssubplot etwas wäre, an dem man sich orientieren kann. Aber irgendwie wirkte er eher wie ein subsubplot. Praktisch die Nebenhandlung einer Nebenhandlung. Kong trifft sie. Sie erschrickt aufgrund seiner Waffe (Nein, nicht seines Pimmels. Hehe, das wäre wenigstens interesting gewesen) und rennt weg. Dann schaut er sie immer traurig von der Tür aus an. Tjo das war’s. Keine weiteren Hinweise von Liebe, keine Gefühle, kein nichts. Das ist schade, da die Schauspielerin von Fon einfach nur göttlich süß ist. Ich würde sie sofort heiraten, wenn sie nicht Schauspielerin wäre und wahrscheinlich soviel Geld verdient, das sie nur auf mich herabschauen würde.

Nun ja. Mal vom subsubplot abgesehen, gibt’s natürlich auch viel Aufträge, die Kong ausführen muss. Die meisten checkte ich gar nicht, weil alle Asiaten gleich aussehen, es überall super dunkel ist oder die Pang Brüder komische Filter und Kamera… dinger einsetzten. Ja Bangkok Dangerous ist voll davon. Bisschen DV Cam hier, 8mm hier, viel Farbfilter oder buntes Licht da und natürlich darf die obligatorische Ruckelkamera oder Zeitlupe auch nicht fehlen. Ich hab’ ja nichts gegen Style Over Substance aber das ist bei Bangkok Dangerous einfach übertrieben worden. Dabei gibt’s viele Szenen, die richtig nice aussehen, aber manches sieht sogar regelrecht billig aus und passt gar nicht so recht in den Film. Gleiches gilt übrigens für den Soundtrack, der einerseits schön düster und teilweise gruselig war, aber zwischendrin immer wieder super lame wurde. Was soll denn das. Dabei wirken manche Szenen in Kombination mit der scary Musik so nice, das ich mir gerne einen richtigen Film in dem Style wünschen würde.

Aber leider ist Bangkok Dangerous kein richtiger Film. Sad

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Super Mario Galaxy

Super Mario Galaxy
2007 | Nintendo | Wii

Nintendo hat es bisher nicht leicht jedem gerecht zu werden. Sicher.. Wii verkauft sich wie warme Semmeln (derzeit 1,8 Millionen Stück pro Monat) und hat zweifelsohne neue Käufergruppen (Weiber) erschlossen. Die Kritiker jubeln, Therapeuten setzen das Gerät für fette Kinder ein, Mütter gewinnen zu Hause gegen ihre jungen Sprösslinge in einer Runde Tennis und die besoffene Partygemeinde lacht sich Tränen, wenn sich bei “WarioWare” einer mal wieder völlig lächerlich macht. Allerdings gibt es eine Gruppe Menschen, die sich (zu Recht) sehr benachteiligt fühlt. Es sind Menschen, die nicht “mal eben eine Runde” spielen wollen, sondern sich 2 Wochen frei nehmen. Um alle Geheimnisse eines Spiels herauszufinden. Um jede Ecke eines Levels zu erkundschaften. Um den dicksten Boss im härtesten Schwierigkeitsgrad einhändig zu besiegen, während sie mit der zweiten ein Review über das Spiel schreiben (so wie ich jetzt gerade). Das sind Menschen, die gefordert werden wollen. Das sind Menschen, die das angeblich Unschaffbare schaffen. Das sind Hardcoregamer. Sicherlich.. es gab schon das ein oder andere große Spiel auf Wii (Zelda, Metroid, äh..) aber wie man an der Klammer sieht, lassen die sich an einer Hand abzählen. Um das Ganze zu ändern, schickt Nintendo sein stärkstes Zugpferd ins Rennen. Auf dem N64 schon halb angebetet und als das Jump n Run schlechthin betitelt (imo komplett overrated aka es ist crap), möchte der Klempner nach dem allgemein enttäuschenden “Super Mario Sunshine” es auf Wii nochmal wissen und alle davon überzeugen, ihr hart verdientes Geld für ihn auf den Tisch zu legen.

Story
Mario ist zu einem Fest bei Prinzessin Peach’s Schloss eingeladen. Kurz nach seiner Ankunft, bombadiert eine Armee von fliegenden Schiffen (“Super Mario Bros. 3″) die feiernde Gemeinde. Bowser entführt nicht nur Prinzessin Peach, sondern einfach noch ihr ganzes Schloss, dass er mit Hilfe eines Raumschiffs (??) aus der Erde reisst. Oder die Kurzform: Peach wird entführt. Mario macht sich auf, sie zu retten.

Kritik
Tja, das wars mal wieder. Falls jemand Hoffnung hatte, das neue Mario Abenteuer hätte sich in dieser Hinsicht verändert, wird enttäuscht. Nintendo ist anscheinend nicht willig, an der.. im Klartext HURENLANGWEILIGEN, IMMERGLEICHEN Story etwas zu ändern. Es fand also in den letzten 20 Jahren absolut keine Entwicklung statt. Es ist das gleiche wie bei einem neuen Zelda Titel. Lame.
Dennoch muss man Nintendo etwas zu Gute halten: Wenigstens wurde die Story durch ein – im wahrsten Sinne des Wortes – fetziges Intro aufgewertet. Das “wie” (aka Wii ahahaha.. em.. ja -_-) hat sich also schon geändert. Die Grafik und der style des Intros, die Details und die Musik sind schon sehr sexy. Aber das Beste.. das was ich niemals erwartet hätte.. sind die Soundeffekte und der, für ein Mario Spiel doch recht düstere, Unterton. Nintendo hat es ENDLICH mal begriffen und keine billigen Synthiesounds für ihr Spiel benutzt, sondern auf Qualität gesetzt, die sich im Intro mit voller Breitseite entlädt. Man hört die Ketten der Schiffe, Explosionen, schreiende kleine Toads, Feuer,.. naja und wenn dann die fliegende Untertasse einfach die Erde aufreisst also.. naja ich war kurz sprachlos ganz einfach. Mioahahaha!?

Dann beginnt das Spiel und es wird natürlich erstmal einen Gang zurückgeschaltet. Mario befindet sich von nun an auf Rosalina’s Komet Observatorium, dass keine Power mehr hat. Um es mit Energie zu versorgen, benötigt man natürlich Sterne, die in den einzelnen Levels auf Mario warten. Man kennt den Vorgang. Und so läuft, kriecht, springt, fliegt, rennt, ballert, schlittert, schwimmt, schwebt und gleitet Mario seinem Ziel durch etliche Galaxien entgegen, die geliebte Prinzessin wieder in die Arme schliessen zu können. .. Gott geht mir Peach auf den Sack ey. :o Wie auch immer.. die ganze Welt ist natürlich von bösen, wie auch guten Wesen belebt. Vor allem aber von “Lumas”.. kleine, niedliche Bewohner, die sich meistens mit den von uns gesammelten Edelsteinen vollfressen, um uns ein Extraleben zu schenken, um uns die doppelte Menge an Energie zu geben oder um sich auch mal in einen Planeten zu verwandeln (???). Überhaupt ist beim neusten Klempnerabenteuer so ziemlich alles niedlich (nicht kitschig oder beschissen niedlich) und man wird sich dabei erwischen, wie man bei einigen Situationen automatisch lächeln muss. Diesmal bekommt man allerdings sogar die Gelegenheit teilweise selbst in die Rolle der Bewohner zu schlüpfen. Berührt man die speziellen Symbole, die in eingen Levels zum vorankommen von nöten sind, verwandelt sich Mario z.B. flux in eine Biene oder ein Gespenst, mit all ihren jeweiligen Fähigkeiten. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Nintendo hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, die Wiimote Steuerung zu nutzen. Zum Schlagen schüttelt man den Controller, während man ihn bei anderen Situationen z.B. als frei plazierbares Windrad nutzt, um den, in eine Seifenblase eingeschlossenen, Klempner durch das Level zu pusten. Die Möglichkeiten wirken angenehm unaufgesetzt und wirken nicht verkrampft eingefügt. Überhaupt kann man sich bei der Steuerung fast nicht beschweren. Alles geht recht logisch und einfach von der Hand. Allerdings wäre es toll gewesen, hätte man die Steuerung in bestimmten Momenten anpassen können, da Mario in einigen der Levels Planeten komplett umrundet (also auch mal Kopf steht), die Kamera aber ab und zu dann nicht schwenkbar ist und es so zu Verwirrungen kommt. Es mag richtig sein, dass wenn ich nach vorne drücke, sich meine Figur halt einmal ganz um den Planeten bewegt. Steh ich aber gerade Kopf und will mich nach einer kurzen Pause/Orientierung zum Bild her bewegen, drücke ich meistens nach unten.. was dann die falsche Richtung ist. Klar kann ich auch sagen, ich bin einfach ein dummes Arschloch.. aber tjopes. ~_~ Eine Einstellung im Menu wäre nice gewesen.
Das Zweite was hiermit in direktem Bezug steht, ist die eben schon kurz erwähnte Kamera aka ihre nicht vorhandene Freiheit (eigentlich nicht schlimm, wenn sie dafür immer perfekt plaziert wäre). Es gibt etliche Situationen, in denen es einem vergönnt ist in die first person view zu schalten. Ab und an darf man sie aber noch nicht mal drehen. Wäre das wenigstens immer levelbedingt, würd ich ja gar nicht meckern. So aber stehe ich auf einer, sich vor und zurück bewegenden, Wolke, möchte mich umsehen und plötzlich geht das Spiel aus der first person view raus, weil es halt keinen Bock mehr drauf hat oder so. wtf!?

Vor allem sehr schade, denn von dieser Grafik möchte man sich teilweise gar nicht satt sehen. Ja, es ist die neue Referenz bei Wii Titeln. Ja, die visuelle Aufmachung ist ziemlich bunt. Aber sie ist passend, detailreich, beeindruckend, FLÜSSIG (und damit meine ich nicht zu erschütternde 60fps) und bietet eine optimale Mischung aus Zeichentrick und Weltraum. Die Animationen und Optik der Gegner, Blumen, Hintergrundfiguren, Wasser und natürlich Mario selbst, sind absolut hervorragend. Ein weiteres, hoffentlich über internationale Reviews bei Nintendo ankommendes Lob, verdient die Musik. Nintendo erwähnte in den Vorgesprächen um Wii immer wieder, dass sie sich von der günstigen Herstellung ihrer Produkte entfernen wollen und etwas Nobles schaffen möchten. Anscheinend gilt dies jetzt auch für ihre Spiele, denn alle Musikstücke von “Super Mario Galaxy” wurden von einem Orchester eingespielt und werten das Abenteuer enorm auf. Über klassische Themes oder neue Tracks, bis zur tongewaltigen Untermalung des Intros oder diverser cutscenes, ist der akustische Level (wie auch bei den bereits erwähnten Soundeffekten) äussert hoch und passt sich dem Geschehen interaktiv an.

Allerdings gibt es natürlich auch Dinge zu bemängeln. Man merkt einfach, dass sich Nintendo nicht wirklich traut etwas Neues auf die Beine zu stellen. Ist die Story mal wieder die gleiche, wurde sie wenigstens ansprechend verpackt. JA UND DANN?? Nix dann. Das wars. Intro, fertig. Bis zum Schluss sieht man fast nichts mehr cutscenemäßig, was einen noch von den Socken hauen könnte. Das Highlight ist das erste Aufeinandertreffen mit Bowser, dass kurz aber genial inszeniert wurde. Mehr gibt es danach in dieser Form nicht wirklich mehr zu sehen. Enttäuschend eigentlich, wenn man bedenkt, dass Fans aus aller Welt, per flash, in Form von Filmen, aus den alten Super Mario Bros. Spielen, mehr Komik, Anspielungen, Tragik, Dramaturgie.. halt einfach Story herausholen, als Nintendo das in all den Jahren seit seiner Gründung geschafft hat. (z.B. Rise Of The Mushroom Kingdom). Es hätte so viel bedeutender sein können.

Das Zweite ist die besagte Herausforderung für Zocker. Ehrlich Meinung? Ok.. ich spielte ca. 10 Stunden, hab 60 Sterne und kann das Spiel beenden.
- Gestorben anhand der verwirrenden Kamera bzw. Steuerung? Ca. 20x
- Gestorben anhand eines Gegners/Endgegners? 2x
- Game Over? Nie.
Allein schon, dass man mit der Hälfte der zu erwebenden Sterne schon das Ende sehen kann, ist in meinen Augen bescheuert. Sicherlich kann es Dinge geben, die man zusätzlich erleben will. Aber nach 50% den Abspann sehen zu können, ist.. naja bescheuert eben! Schwer ist das Spiel sowieso nicht. Stirbt man, fängt man nicht wieder ganz am Anfang des Levels an (was ja heutzutage eventuell auch zu frustrierend wäre), sondern in dem Abschnitt in dem man das Zeitliche segnete. Der Abschnitt selbst solllte dann aber mit einem einzigen weiteren Leben locker zu schaffen sein. Es gibt so gut wie keine wirklich superknifflige Stelle, die einen nicht in Ruhe lässt, bevor man sie nicht gemeister hat. Über die Endgegner will ich nicht wirklich reden. Aka eigentlich doch, denn es gibt viele und unter anderem auch etliche Zwischengegner. Sie sehen alle super super nice aus, die Ideen wurden gut umgesetzt und bieten viel Spaß aber.. sie sind halt alle leider viel zu einfach zur Strecke zu bringen. Selbst kurz vor Schluss, als mir ein kleiner Roboter vor einer Galaxie sagte, dass es von nun an schwerer werden würde.. er log. Er log mir rotzfrech ins Gesicht! Bastard. :o

Fazit
Was ist jetzt “Super Mario Galaxy” also? Ist es der Messias, von dem alle sprachen? Ist es das Jump n Run, auf das die Welt gewartet hat? Ja, das ist es.. wenn auch in leicht ernüchternder Version. Es ist auf jeden Fall das beste Spiel der Wii bisher. Es ist auch eines der besten 3D Jump n Runs überhaupt, mit viel Innovationen, geiler Grafik, bombastischer Musik und Sound, sowie einer nicen Aufmachung. Und das Wichtigste: Es macht Spaß. Soviel, dass man nicht aufhören will, wenn man damit begonnen hat. Soviel, dass man morgens aufsteht und noch bevor man aufs Klo geht, erstmal das Spiel startet. Soviel, dass man vergisst, dass es schon 19 Uhr ist und die Freunde klingeln um Dich abzuholen, man aber noch in Unterhosen da hockt, weil man die Zeit einfach vergaß. ~_~
Das episch anmutende Intro flacht allerdings durch zu wenig erzählerische Momente ab, die Steuerung weisst einige, nicht obligatorische Schwächen auf und Profis werden innerhalb zwei lang gespielter Tage alles erlebt haben. Trotzdem darf man erwartungsvoll dafür Geld ausgeben.. man wird nicht enttäuscht werden. Bleibt zu hoffen, dass Nintendo sich in Zukunft weiter in diese, definitiv richtige, Richtung bewegt. Eventuell auch gleich zwei Schritte..

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People’s Hero

People’s Hero
derek yee | HK 1987

Zwei Kleinkriminelle (Tony Leung Chiu-Wai und noch ein anderer, total sicker?!) wollen eine Bank überfallen. Kurz vor Feierabend gehen sie in die Bank. Als der sicke Kumpel da einen seiner Epilepsieanfälle kriegt, scheint die Aktion schon zu scheitern. Beide beschließen zu gehen. Tony Leung merkt dabei nicht, wie in seiner McDonald’s Tüte (Njam) Fanta (Igitt) ausläuft und die Tüte, in der auch seine Waffe liegt, aufweicht. Die Waffe fällt heraus, alle schauen ganz verdutzt und dann geht alles ganz schnell. Es fällt ein Schuss, ein Polizist ist getroffen und Tony Leung völlig überfordert mit der Situation. Wenn er wüsste, das der gemeingefährliche Sunny Koo (Ti Lung mit hurengeiler Brille) unter den Geiseln ist.

“People’s Hero” hätte auch als Theaterstück funktioniert. Mit fast nur einem Schauplatz, der Bank, erinnert es stark an’s Theater und andere Bankraubfilme (?). Da ein Film dieser Art ohne großartige Schauspieler und ebenso gut gezeichnete Charaktere einfach hoffnungslos langweilig ist, tat Derek Yee sein bestes und arbeitete sehr wahrscheinlich ganz doll viel und hart am Drehbuch. Seine Wahl den Film unter anderem mit Tony Leung Chiu-Wai (Welcher für die Rolle eine Auszeichnung bekam), Ti Lung und Tony Leung Kar-Fai zu besetzen war schon einmal recht gut. Dem Drehbuch fehlt allerdings noch das ganz kleine Quentchen zu einem großen Film. Ti Lung und Tony Leung Chiu-Wai werden zwar ausreichend beleuchtet, das heißt ihre Motive werden klar und ihre Charaktere schaffen es Sympathien zu wecken. Gerade anfangs ist noch unklar, wer nun eigentlich “People’s Hero” ist und somit gut und böse. Die Geiseln selbst hätten imho etwas mehr beleuchtet werden können. Man kann sie zwar alle gut außeinander halten, aber würde eine sterben, wäre uns das eigentlich egal. Das wurde bei “Space Travelers” z. B. etwas besser gelöst. So fehlt dem Film dann leider ein klein wenig Spannung.

Ich war die ganze Zeit zwischen 3 und 4 Penen hin und her gerissen, aber der sicke Soundtrack und das nice Ende retten den Film vor dem 3-Penen Rating. Gerade der Soundtrack sorgt am Schluss für die passende Stimmung. “People’s Hero” ist für Tony Leung Chiu-Wai und Kar-Fai Fans gleichermaßen interessant, da man sie nur selten so jung vor der Kamera sah.

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