God Of Cookery

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God Of Cookery

Stephen Chow ist der God Of Cookery. Eine begnadeter Koch und eine Bekanntheit in Hong Kong mit eigener TV Sendung, in welcher er das Essen anderer Köche kritisiert. Er hat sich mit God Of Cookery eine Marke kreiert und verdient einen Haufen Asche. Das Problem dabei ist nur, dass er ein ziemliches Arschloch ist. Er tritt seine Angestellten und versucht aus allem Geld zu machen ohne Rücksicht auf Verluste. Eines Tages jedoch wird er vor laufender Kamera von einem seiner neusten Mitarbeiter bloß gestellt und aufgefordert doch mal live etwas zu kochen. Stephen Chow kriegt nix auf die Reihe und ist fortan nicht mehr der God Of Cookery. Er treibt sich nun in der Templestreet herum, wo er auf die entstellte Turkey trifft, die eine kleine Garküche hat und sich mit einem benachbarten Straßenkoch darum streitet, wer das leckerste Gericht und somit ein Anrecht auf die komplette Straße hat. Turkey ist bekannt für ihre “Meat Balls” und ihr Nachbar für seine “Pissing Shrimps”. Stephen Chow sieht hier seine Chance, wieder zu Ruhm zu gelangen, indem er beide Gerichte zu “Exploding Pissing Shrimp Balls” kombiniert…

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Teilweise typisch alberner Hong Kong Humor, teilweise aber auch wirklich gute Gags, machen God Of Cookery zu einer zwiespältigen Angelegenheit. Wenn die entstellte Turkey anfängt, von Blut und Ehre zu singen, dann ist da schon ziemlich chinesisch und nicht jedermanns Geschmack. Wenn sie aber in einem Gespräch urplötzlich mit einem Mülleimer auf die Leute losgeht, dann ist das richtig guter Humor. Die Mischung ist wirklich ziemlich in Ordnung und gerade am Schluss kracht’s noch einmal so richtig, wenn die Jury Nancy Sit Stephen Chows BBQ Pork Ribs probiert und vor lauter Geschmacksgeilheit kurzzeitig einen Fantasieflash kriegt, in welchem sie auf einem Stück Schweinefleisch rumrollt, dann ist das schon ziemlich abgefahren und geil zugleich. Wie auch die Kochszenen überhaupt. Stephen Chow und seine Kollegen schmeißen hier die Woks, das Fleisch, das Gemüse und irgendwie alles umher, zerstückeln das Gemüse in der Luft und schmeißen meterweit das Öl in den Wok. Da geht noch richtig die Action ab und in Deutschland hätte man den Film vermutlich direkt “Shaolin Cooking” genannt. :-)

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Dazwischen bleibt aber sogar noch etwas Zeit für einen ernsteren Unterton und überhaupt hat die Story interessante Wendungen parat und bietet mehr, als man anfangs vermuten mag. Hier bleibt’s nicht einfach nur bei einem Mann gegen Mann Duell.

Die Musik ist leider ziemlich synthesizer cheezy und fällt manchmal ganz schön arg negativ auf. Dafür ist die Kameraarbeit wirklich erste Sahne und in manchem Momenten regelrecht stylish. Ein wirklich rundum gelungenes Produkt für alle Freunde von Stephen Chow, die sich auch gerne mal Filme von ihm ohne Special Effects anschauen.

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Sherlock Holmes

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Sherlock Holmes

Dr. Watson ist gerade dabei, aus dem Haus, in welchem er mit Sherlock Holmes lebt(?), auszuziehen und seine neue Freundin zu heiraten. Das bedeutet; keine weiteren Abenteuer und Fälle mehr mit Sherlock Holmes. Watson wartete noch so lange, bis sie beide zusammen den letzten Fall abgeschlossen haben. Lord Blackwood wurde endlich gefasst und gehängt. Watson könnte nun endlich gehen. Wenn Blackwood nicht am nächsten Tag aus seinem Grabe auferstehen und London erneut terrorisieren würde.

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Tjo, Guy Richie inszeniert Sherlock Holmes. Das bedeutet: Faustkämpfe, flotte Inszenierung, flotte Sprüche und Action. Das ist jetzt alles nicht so das erste, was ich mit Sherlock Holmes verbinden würde. Und es passt imho auch nicht so wirklich. Was Guy Richie allerdings gar nicht so schlecht machte, war die Darstellung von Holmes selbst. Holmes ist hier ein eher verrückt wirkendes Genie. Oft haben ja Leute, die in einem Gebiet ganz besondere Fähigkeiten haben, in anderen Bereichen ein paar Defizite. Bei Sherlock Holmes ist das nun genauso. Er ist verrückt, auf Drogen und analysiert ständig alles und jeden. Auch Watsons Freundin. Er kann einfach nicht anders. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber Robert Downey Junior arbeitet natürlich wieder, was das Zeug hält und kann spätestens ab der Mitte des Filmes vollends überzeugen. Aber auch Jude Law als Watson, der nicht einfach nur ein Sidekick ist, sondern ganz und gar ernst zu nehmender Freund und Partner Holmes. Zwischen den beiden spürt man eine ziemlich lange Freundschaft und eine gewisse Chemie, die Spaß macht und besonders in Momenten des verbalen Schlagabtauschs schön zur Geltung kommt.

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Dass Sherlock Holmes sich aber derart rumprügeln muss und vor allem kann, ist mir dann doch etwas zuviel. Die Explosionen und etwas imposanteren Einstellungen hätte ich ja noch durchgehen lassen – immerhin muss man dem heutigen Publikum ja was bieten – aber dass nicht nur Sherlock, sondern auch Watson sich derart prügeln und auch noch gut darin sind, das ist mir dann echt ein wenig zuviel des guten. Der Film hätte imho wunderbar auch ohne funktioniert. Ansonsten ist eigentlich nichts mehr großartig hervorzueben, außer evtl. Hans Zimmers Soundtrack, der vor allem am Anfang erfreulich anders klingt und die teilweise farblos graue Optik des gesamten Films. CGI gibt’s auch hier und da und bis auf den Schluss hält man sich auch wirklich zurück und übertreibt es nicht.

Ja, ganz nett ansonsten.

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Shinjuku Incident

ImageS T A D T . D E R . G E W A L T
Xin Su Shi Jian | 新宿事件 | 新宿インシデント | Shinjuku Incident

Steelhead (Jackie Chan) ist auf der suche nach seiner alten Liebe. Diese flüchtete vor ein paar Jahren illegal nach Japan und tauchte seit dem nicht wieder auf. In Japan angekommen helfen ihm ein paar Chinesen, die schon angekommen sind und etwas Fuß gefasst haben. Steelhead hält sich mit Tellerwaschen über Wasser. Eines Tages, entdeckt er zufällig seine Freundin, nach der er Jahre suchte. Sie ist mittlerweile die Frau eines japanischen Yakuza Bosses. Er erkennt, dass es hoffnungslos ist, sie wieder zurück zu gewinnen und besorgt sich erstmal eine Nutte. Geil. Da er bei der Flucht aus China seine Papiere am Strand verlor und ein chinesischer Polizist dabei um’s Leben kam, kann er auch nicht mehr zurück. Er nimmt sich vor, in Japan nun endgültig Fuß zu fassen und etwas zu erreichen. Wenn’s sein muss auch mit Gewalt…

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Von Shinjuku Incident erwartete ich eigentlich gar nicht so sehr viel, da schon viele ambitionierte Filme zuvor (aka Protegé) viel versprachen, aber dann leider nichts halten konnten. Umso mehr überraschte mich Shinjuku Incident. Jackie Chan ist “Steelhead”, der illegale, chinesische Immigrant, der versucht, in Japan Fuß zu fassen. Schnell gerät er dabei in illegale Aktivitäten und fortan begleiten wir ihn dabei, wie er versucht, etwas zu erreichen. Ein Mafiafilm also. Und er bietet alles, was man von solch einem Film erwartet. Abgehakte Hände, eine Liebe die nie zu kitschig wird, etwas Straßenkämpfe, viel Drama und innere Konflikte. Dabei ist Jackie Chan wirklich schwer in Ordnung in seiner Rolle. Ich konnte ja noch nie wirklich behaupten, dass er “gar nicht” schauspielern kann, von daher bin ich sowieso zufrieden. Im großen und ganzen spielt er die Rolle vielleicht etwas zu zurückhaltend, aber immerhin kann man ihn ernst nehmen und seine Aktionen nachvollziehen. Wirklich gut gefiel mir eigentlich auch Daniel Wu als hilfsbereiter Immigrant, der Steelhead anfangs Jobs besorgt und ihm die Welt der Immigranten in Japan erklärt. Aber dann… ganz plötzlich… taucht er im Visual Kei Outfit auf und man kann sich nur wundern. Jackie tat das übrigens auch und sagte nur: “You look like a ghost?!”

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Shinjuku Incident hätte eigentlich nur noch ein paar Minütchen länger gehen müssen und es wäre ein nahezu perfekter Triaden/Mafiafilm geworden. Ja, ein Epos fast sogar. Aber dazu fehlt dann am Schluss doch mind. eine halbe Stunde, was dazu führt, dass der Aufstieg Jackies an einem Punkt wirklich etwas zu schnell von statten geht und dass Daniel Wu einen mit seinem Visual Kei Outfit halt dermaßen erschreckt. Aber dafür stimmt der Rest und die zwei Stunden Laufzeit sind schnell rum. Für Freunde von Triadenfilmen eigentlich eine Empfehlung. Wenn sie sich von Jackie Chan als Charakterdarsteller nicht abschrecken lassen.

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Cargo

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CARGO

Laura Portmann heuert auf einem Frachtschiff als Schiffsärztin an. 4 Jahre Kälteschlaf liegen vor ihr, aber das nimmt sie gerne in Kauf. Mit diesem einen Job, kann sie sich endlich die Reise zu RHEA leisten. Dem erdähnlichen Planeten, den man bewohnbar machte, nachdem die Erde unbewohnbar wurde (aus welchen Gründen auch immer, lulz). Doch auf dem Frachtschiff gehen seltsame Dinge vor. Während ihrer Schicht hört sie Geräusche aus dem Frachtraum. Als sie nachsieht, muss sie feststellen, dass jemand im Laderaum ist. Bzw… irgendetwas.

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Hurra, Sci-Fi aus der Schweiz! Ernst zu nehmende Sci-Fi Filme sind ja eh schon rar gesät, aber dann auch noch aus der Schweiz abseits jeglicher Hollywoodfinanzierung und der damit verbundenen Schuldigkeit an Mainstreamerfolg? Und optisch so hervorragend? Na das wird ein Fest.

Bzw… hätte es werden können. Wenn Cargo nicht so langweilig wäre. Ich weiß gar nicht so genau warum, aber es kommt zu keinem Zeitpunkt Atmosphäre oder gar Spannung auf. Die Geschichte tröpfelt so vor sich her und als es anfängt fast interessant zu werden da… ja dann passiert einfach gar nix?! Es ist, als würde man schon 2 Stunden auf einer Autobahn in der Wüste fahren und plötzlich, als rechts ein höchst interessanter Vergüngungspark mit angeschlossenem (kostenlosen) Puff und (kostenlosem) Freibad auftaucht, einfach weiterfahren. WTF? Auf Anhieb fielen mir diverse Szenarios ein, wie es weiter gehen könnte oder welches Thema der Film nun behandeln könnte. Tiefgreifende Fragen kommen auf, welche die Protagonisten untereinander hätten lösen oder immerhin ansprechen können. Aber nichts dergleichen. Statt dessen gibt es ein Klischee nach dem anderen. Da fliegen Leute in Raumanzügen in’s All, deren Steuerungssystem natürlich kurz danach versagt, es gibt einen Verräter an Board, es sind natürlich alle Nationen an Board vertreten und zu allem Überfluss gibt’s noch die lächerlichste Kuss und Fast-Sex-Szene, die mir in einem Sci-Fi Film jemals untergekommen ist (Ja, inkl. Star Wars). Die Schauspieler taten dann ihr übrigens, mit ihren holprig gesprochenen und an schlechte Synchronisationen erinnernden (!?) Dialogen und der generellen Gefühlslosigkeit, mit der gespielt wurde. Ist das etwa schweizer Mentalität? Selbst Claude-Oliver Rudolph kann sich dem nicht entziehen und sitzt eigentlich die meiste Zeit nur gelangweilt da und sagt im Film ganze 2 Sätze. Aber gut, immerhin spielt er eher eine nebensächliche Rolle. Schlimmer ist da die Hauptdarstellerin, mit welcher man zu absolut keinem Zeitpunkt sympathisiert und der man nichtmal die Tränen am Schluss abkauft.

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Das alles ist richtig schade, denn rein optisch ist der Film wirklich sehr, sehr gut gemacht. Erst recht, wenn man die Umstände z. B. der Finanzierung und der Erfahrung der Schweizer mit Special Effects in Betracht zieht. Ich würde Cargo rein visuell nur ein kleines bisschen unter “Sunshine” einordnen. Man sieht zwar wirklich, was CGI ist und was nicht, aber mit ein bisschen Feintuning, wäre das durchaus schon hollywoodfähig. Die Optik ist es dann auch, die durch die tollen Sets und die nicht minder tollen Außenaufnahmen immerhin ein bisschen Atmosphäre generiert. Die Musik war dann auch wirklich gut, aber in der Filmmitte leider zu rar gesät. Es ist teilweise wirklich toll, wenn diverse Actionmomente oder spannende Szenen komplett ohne Musik auskommen, aber das muss man halt geschickt machen und nicht einfach alles ohne Musik zeigen. Das wirkt komisch, unbeholfen und nicht zuletzt einfach billig.

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Shutter Island

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SHUTTER ISLAND

Der US-Marshal Edward Daniels geht zusammen mit seinem neuen Kollegen Chuck Aule einer Vermisstenanzeige auf Shutter Island nach. Die Patientin Rachel Solando ist ohne erkennbare Ausbruchsmerkmale verschwunden. Die Tür war verriegelt, ihre Schuhe hat sie im Schrank gelassen. Als hätte sie sich in Luft aufgelöst. Als der US-Marshal tiefer in den Fall eintaucht und merkt, dass die Pfleger und vor allem der Anstaltsleiter John Cawley ihm nicht die ganze Wahrheit offenbaren, spürt er, dass auf Shutter Island etwas faul ist und etwas größeres verheimlicht werden soll…

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Shutter Island als Mysterythriller ist ja für den Mafia erprobten Martin Scorsese eher unübliches Terrain. Das gute ist, dass man es ihm nicht anmerkt und er definitiv ein Gespür für Atmosphäre hat. Von Anbeginn des Filmes umgibt die Insel etwas nicht greifbares unheimliches. Durch die Kamera, die Sets, die Musik. Das alles macht Lust auf und schon bald fragt man sich, was es wohl mit der Insel auf sich hat. Und der Anfang ist auch wirklich nett mit einer sich offenbar in Luft aufgelösten Patientin und Wortkargen Pflegern… aber… naja dann fängt es auf einmal an, sehr irdisch zu werden und irgendwie… vorhersehbar. Eine Schande. Wirkliche Spannung will ab da nicht mehr aufkommen und man hat sich zu dem Zeitpunkt (gerade mal 30 – 40 Minuten in den Film) schon zwei mögliche weitere Storyverläufe, welche eintreten könnten, zurecht gelegt. Das einzig Überraschende am Film ist dann eigentlich nur, dass sogar beide Storyläufe eintreten, die man schon ahnte. Schade!?

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Wirklich überzeugen kann imho Lenoardo Di Caprio, der den US-Marshal – zwar stehts mit sehr angestrengtem Blick als müsse er eine dicke Kotwurst rauspressen – wirklich hervorragend spielt und man in manchen Szenen glaubt seine Gedanken lesen zu können. Auch Ben Kingsley ist wie immer hervorragend, wenn auch mit leider viel zu wenig Screentime. Da hätte man etwas charismatischeres – und spannenderes – draus machen können, aus seinem Charakter. Aber tjopes, wie gesagt. Dafür überzeugt Martin Scorsese mit seinem Handwerk. Die Optik des Films ist wirklich hervorragend und bietet Blu-ray würdige Aufnahmen und die Musik ist erstaunlich atmosphärisch und… ka irgendwie sehr nice.

Solide 3 Pimmel aber leider nicht der erhoffte Überkracher. :(

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Witziges Trivia: Der Leuchtturm auf dem Original Kinoplakat ist actually der von Warnemünde. ~_???

In Bruges

ImageIn Bruges
(it’s in Belgium)

Ray und Ken müssen nach einem etwas missglückten Auftragsmord England verlassen. Ihr Boss Harry bringt sie derweil in Brügge unter. Ein kleines, verschlafenes, mittelalterliches Dorf in Belgien. Während Ken (Brendan Gleeson) sofort Gefallen daran findet und begeistert auf Sightseeing Tour geht, kann Ray (Colin Farrell) nicht fassen, dass er ausgerechnet hier sein muss. Womöglich sogar zwei Wochen! Zufällig trifft er aber bei einem Dreh auf den Straßen Brügges auf die süße Chloe und verabredet sich mit ihr zu einem Date. Ken erhält währenddessen einen Anruf von Harry aus London. Gibt es vielleicht doch etwas in Brügge zu tun?!

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Manchmal (immer?) ist es wirklich klasse, wenn man eigentlich fast nichts über einen Film weiß. Der deutsche Titel verrät imho schon etwas, was für mich so eine relativ große Überraschung während des Filmes war und mich endgültig bei der Stange hielt. Anfangs sehen wir, wie die eher unscheinbaren Auftragskiller Ray und Ken auf Sightseeing Tour in Brügge gehen und genießen den dezenten Humor, der sich daraus ergibt. Den Film hätte eigentlich auch so weiter geschaut, aber dann wird es durch ein paar verzwickte Entwicklungen sogar noch ein wenig Spannend. Gegen Ende hin wird’s dann sogar regelrecht ernst und traurig, aber das ganze fügt sich wunderbar ein und wirkt nicht störend. Aber der Humor ist und bleibt das beste am Film. Vor allem die verschiedenen Szenen mit dem Kleinwüchsigen, den Ray beim Filmset trifft, sind wirklich klasse.

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Ansonsten wird selbst das Auge mit tollen Aufnahmen von Brügge verwöhnt, welches bei Nacht oder im Morgenlicht wirklich aussieht, wie aus einem Märchen. Brügge ist laut Film und Wikipedia die am besten erhaltenste mittelalterliche Stadt in Europa. Das kommt in dem Film gut zur Geltung und selbst wenn Ray Brügge anfangs als “Shithole” bezeichnet, ist der ganze Film doch eine Hommage an die kleine Stadt in Belgien.

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Little Big Soldier

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Little Big Soldier

China zu Zeiten der fünf (oder waren’s mehr?! Ka!) Königreiche. In einer großen Schlacht treffen Soldaten des Reiches Liang auf Soldaten des Reiches Wei. Einzig ein Fußsoldat Liangs kann überleben, weil er Profi im Totstellen ist. Er trifft noch auf dem Schlachtfeld den schwer verwundeten General der Wei und sieht seine Chance gekommen. Bringt er den General der Wei lebend nach Liang, winken ihm 5 Hektar Land und eine stattliche Belohnung. So macht sich das ungleiche Paar also auf den Weg nach Liang. Der eine freiwillig, der andere eher weniger. Doch je weiter sie voran kommen, desto mehr merken sie, wieviel sie doch gemeinsam haben.

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Little Big Soldier ist ja bisschen sick. Ich bekam das Marketing für den Film eigentlich gar nicht so recht mit. Das einzige, was ich sah, war ein grinsender Jackie Chan in einem Kostümfilm. Das kann ja eigentlich nichts gutes heißen, erst recht nicht, wenn es ein “Chinese New Year” Film ist. Diese sind ja bekannt dafür, dass man eher sein Hirn abschalten sollte. Aber Little Big Soldier überrascht. Erstens fällt einem auf, dass Jackie Chan wirklich gut spielt und wir ihn sofort als etwas feigen aber liebenswerten Soldaten, dem das ganze Kreigsgetue auf den Sack geht und der einfach nur in Frieden leben will, ernst nehmen. Schnell gewinnt er an Sympathien und das Gott sei Dank ohne Jackie Chan Gegrinse oder Slapstick Humor. Im Gegenteil. Schnell merkt man, dass es sich hier eher um eine Art “Enemy Mine” Geschichte handelt in welcher zwei verfeindete zu verbündeten werden. Und dann doch wieder nicht. Oder doch? Vielleicht auch nicht. Wer weiß. Es bleibt also tatsächlich spannend und man fragt sich wohl, was aus den zweien noch wird. Auch Lee Hom Wang – eigentlich Popstar – ist wirklich hervorragend in seiner Rolle. Das Drehbuch wurde ebenso geschickt umgesetzt mit den Antagonisten, die das ungleiche Paar ständig auf den Fersen ist. So erlebt man eher realistischere Zusammenstöße der beiden Parteien und muss sich nicht den Kopf kratzen ob haarsträubender Zufälle, wie es in manch anderem Film so der Fall ist.

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Ein bisschen schade ist es dann aber, dass sich die Cinematographie der Geschichte etwas unterordnen musste. Man sieht natürlich überwiegend die beiden Typen im Bild und eher weniger imposante Landschaftsaufnahmen eines historischen Chinas. Aber wenn es diese mal zu sehen gibt, dann sind die auch wirklich wunderschön in Szene gesetzt und können voll und ganz überzeugen. Ja, wirklich viel gibt es eigentlich nicht zu bemäkeln. Am ehesten noch, dass der Film sich dann doch ein ganz klein wenig zieht. Er geht zwar “nur” 96 Minuten, aber am Schluss kommt es einem dann doch ein klein wenig länger vor. Während das Ende lustigerweise viel zu plötzlich und hart kommt. Ja am Schluss kann man fast sogar etwas weinen. Da hat Jackie Chan noch einmal eine richtig gute Szene. Wtf.

Nice Movie einfach?

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The Book Of Eli

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the book of eli.

Amerika im Jahre 2044. Die Erde ist nach dem dritten Weltkrieg ziemlich verwüstet. Die letzten Überlebenden haben sich meistens in kleine Städte zurückgezogen, denn die Wildnis da draußen ist gefährlich. Die Gefahr, auf Banden zu treffen und ausgeraubt oder womöglich sein Leben zu verlieren, ist zu groß. Eli jedoch ist auf dem Weg nach Westen. In seinem Rucksack: Ein ipod und ein Buch. Ein Buch, welches er mit seinem Leben beschützen würde. Doch einer trachtet besonders danach.

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Öhm ja. Die Story kann eigentlich wirklich in einem Satz zusammen gefasst werden. Eli hat ein Buch zu überbringen und zu beschützen. Das tut er. Fertig aus. Rofl. Wirklich großartige Wendungen oder Überraschungen gibt es nicht wirklich. Was genau in diesem speziellen Buch steht, wissen wir spätestens nach ein paar Minuten, wenn wir es nicht vorher schon verraten bekommen. Fast kommt es mir sogar so vor, als wäre es gar kein Geheimnis, da nur wenige Webseiten es vermeiden, das Buch beim Namen zu nennen. Da muss ich mich aber dann schon fragen… was soll den Film dann bitte spannend machen? Die zweite… naja ich nenn es nun mal “Überraschung” ist dann auch gar keine mehr, da man sich den Rest schon denken kann. Was bietet einem der Film dann also noch? Überwiegend Atmosphäre und ein paar Kämpfe. Das war’s. Mehr gibt es hier nicht zu sehen. Das klingt jetzt aber schlimmer, als es sich dann anfühlt. Der Film geht flott voran, Denzel Washington ist eh immer gern gesehen – erst recht in mal etwas anderen Rollen – und die überaus sexy Mila Kunis spielt ja auch noch mit. Wenn sie in ihrem Nachthemdchen aufkreuzt und Denzel fragt, ob er wirklich sicher ist, dass er “nichts mehr benötigt”, dann wissen wir, warum wir den Film nun doch weiter schauen. :pen:

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Aber im Endeffekt ist er dann doch nur ok. Am interessantesten fand ich nun wirklich die Optik. Diese sieht zwar oft sehr CGImäßig aus, aber die meisten Szenen können durchaus überzeugen und zeichnen ein schön heruntergekommenes Bild der Erde (bzw. Amerika) nach einem dritten Weltkrieg in den schönsten Braun-, Grün- und Grautönen. Dazu noch ein stimmungsvolles Liedgut, welches leider nur am Anfang und am Ende richtig eingesetzt wird (?) und fertig ist die Atmosphäre ohne die der Film der aller letzte Scheiß wäre.

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The Sniper

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The Sniper

OJ (Edison Chen) gerät bei einer Polizeikontrolle in eine schwierige Situation, aus die er nur durch zwei zufällig beobachtende Sniper gerettet wird. Diese erkennen bei der Rettungsaktion OJs Charakter und Treffsicherheit und werben ihn bei der Snipertruppe des SDUs an. Er avanciert zu einem ihrer besten Schüler. Eines Tages kommt Lincoln wieder auf freien Fuß, der Top Shooter bei der Snipertruppe war, aber vor 4 Jahren in Ungnade fiel, weil er ohne Befehl feuerte und einen Menschen dabei tötete. Dieser wurde im Knast bisschen bekloppt und ein bisschen kriminell und unterstützt fortan den Gangsterboss Tao. Naja und irgendwie muss die Polizei ihn aufhalten… Blah Blah Blah.

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The Sniper macht ziemlich auf cool. Von den verschwitzten, nackten Oberkörpern der Sniper, bis zur Inszenierung trieft hier alles nur so vor coolness. Leider ist das alles ziemlich langweilig. Die Geschichte um die drei Hauptsniper, der eine Neuling, der andere Truppenführer und der letzte verknackter Ex-Polizist, kommt nie wirklich in Fahrt und bietet sowieso nichts großartig interessantes. Wenigstens geht die Geschichte flott voran und man sieht hin und wieder ein nettes Feuergefecht. Ansonsten fragt man sich echt nur die ganze Zeit, warum Edison Chen da überhaupt mitspielt und wieso das alles so weird ist. Einen “Twist” gibt’s dann auch noch, den man leider aber schon vorher kommen sieht, wenn man nicht total bescheuert ist.

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Ansonsten bleibt noch die cheezy Synthiemusik und die teilweise wirklich gute Optik. Das rettet den Film dann leider aber nicht und er versinkt in mittlerem Einheitsbrei aus Hong Kong. Ich hab’ auf Anhieb nicht einmal eine Idee, wie man es hätte besser machen können. Von daher ist die investierte Arbeit vielleicht doch etwas gelungen. Ka?

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Bottle Rocket

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BOTTLE ROCKET

Die drei Freunde Anthony, Dignan und Bob wollen der Vorstadt Langeweile entfliehen, in dem sie auf Raubzüge gehen. Da der erste “Coup” – sie brechen in Anthonys Haus ein – gelingt und etwas Beute abwirft, sehen sie sich auf dem richtigen Weg und planen schon die nächsten noch größeren Coups. Leider sind sie alle drei blutige Anfänger und noch dazu etwas ungeschickt. Als sie in einem Motel mitten im Nirgendwo übernachten wollen, fährt Bob – der einzige mit Auto – wieder nach Hause, weil sein Bruder unverschuldet in’s Gefängnis kam. Anthony und Dignan holt die Langeweile wieder ein und das mitten im Nirgendwo. Einzig Anthony findet Abwechslung bei der hübschen Putzfrau Inez, während Dignan den nächsten Coup ausarbeitet und überlegt, wie er es Bob heimzahlen kann.

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Geil Wes Anderson. Schon wieder. Sein erster Film und schon zeichnet sich sein Stil ab, der alle seine nachfolgenden Filme prägen wird. Schon allein die Schriftart im Intro aber auch die 60er Jahre Musik und die Melancholie der Hauptdarsteller. Auch hier schrieb’ Owen Wilson schon wieder mit im Drehbuch während er auch eine der Hauptrollen zusammen mit seinem Bruder Luke Wilson spielt. Ich kannte Owen Wilson vor ein paar Jahren wirklich nur als random Hollywood-Schauspieler in bescheuerten Filmen. Meine Begeisterung für ihn hielt sich daher eher in Grenzen. Aber ich muss wirklich sagen, dass er mir in all den Wes Anderson Filmen an’s Herz gewachsen ist. Mit seinem Markanten Gesicht und den immer abgedrehten und doch sympathischen Rollen, die er spielt. Sein Bruder Luke ist ebenso klasse und immer wieder eine Freude. Einzig der Bob kann in diesem Film nicht wirklich mithalten und bleibt etwas unsympathisch und generell etwas uninteressant. Aber dafür gibt’s noch reichlich andere abgefahrene Charaktere in diesem Film.

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Ingesamt wirkt er nicht ganz so poliert, wie z. B. “The Darjeeling Limited”. Optisch gibt’s nicht wirklich etwas besonderes hervorzuheben und generell die ganze Inszenierung ist etwas zurückhaltend. Der typische Wes Anderson Stil kommt aber voll und ganz zur Geltung und nur deswegen schaut man die Filme ja. Alles andere wie tolle Kameraeinstellungen sind ja dann nur schmückendes und gerne genommenes Beiwerk.

Man kann sagen, ich bin nun offiziell Wes Anderson Fanboy und freue mich schon auf seinen nächsten Film. Das wird ein Fest. Wird Zeit für eine Wes Anderson Collection auf Blu-ray. :-)

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