Rushmore

Image

RUSHMORE

Max Fischer (Jason Schwartzmann) ist ein sehr engagierter Schüler an der Privatschule “Rushmore”. Er ist in ca. 342 Clubs und Aktivitäten aktiv und schreibt obendrein eigene Theaterstücke für die Schulaufführungen. Seine Noten jedoch… naja die lassen zu wünschen übrig. Bei einer Rede in einer Kirche lernt er Mr. Blume (Bill Murray) kennen, in welchem er einen Freund und Unterstützer findet. Die Probleme fangen allerdings an, als Max Fischer sich in die verwitwete Grundstufen Lehrerin Mrs. Cross verliebt. Dazu kommt der Ausschluss aus der Schule dank seiner schlechten Noten und zu allem Überfluss verliebt sich Mrs. Cross auch noch in Mr. Blume. Was für ein Leben…

Image Image

Also keine Ahnung, aber Wes Anderson ist hurengeil? Rushmore ist mal wieder eine dieser Anderson Komödien, die einen nicht mit Slapstick oder Schenkelklopfern zum Lachen bringen, sondern mit abgefahrener Situationskomik und symphatischen Charaktären. Jason Schwarzmann dabei zuzusehen, wie er Max Fischer spielt und seine ganzen Aktivitäten an der Schule managed ist einfach schon für sich witzig. Dazu kommen dann noch all die anderen Charaktäre, die nicht einfach nur Statisten sind, sondern mit – reichlich abgefahrenem – Leben gefüllt wurden und die uns sofort an’s Herz wachsen. Es sind Szenen wie z. B. die erste Theateraufführung von Max Fischer, bei der ich ziemlich nice lachen musste oder wenn ca. 7-jährige Eliteschüler wie besonders gebildete Erwachsene reden. Da funkt’s, das macht Spaß und das ganz ohne behinderten Kleinkindhumor. Es wird gleich von Anbeginn durch Schnitt und Musik eine wohlig sympathische Atmosphäre geschaffen, in welcher man sich gleich wohl fühlt. Vermutlich würde einem Max Fischer im richtigen Leben irgendwann nerven, aber für den Moment wünscht man sich nichts mehr, als ihn mal in echt kennenzulernen. xd

Image Image

Einzig für die zweite Hälfte bekommt er einen kleinen Pen abgezogen. Max Fischer macht durch den Rausschmiss bei Rushmore eine Wandlung durch, die für mich etwas schnell kam und mir persönlich nicht so ganz zusagte. Ich hab den Max Fischer der ersten Hälfte des Filmes einfach viel lieber gehabt. So zieht sich die zweite Hälfte dann doch etwas, kann am Schluss aber nochmal richtig punkten und zwar bei Max Fischers zweiter Theateraufführung, die einfach nur… also… baha ist. Wie gewohnt wird der Film dann mit random Rockmusik der 60er und einem “Gruppenbild” abgeschlossen und man ist etwas traurig, dass es schon vorbei ist.

Ach ka, was sollen die vielen Worte. Bitte einfach anschauen und wohlfühlen. Vielen Dank.

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

14 Blades

Image

14 Blades

Donnie Yen wurde als Weisenkind randomly entführt und zu einem super Elitekämpfer ausgebildet, die im ganzen Land gefürchtet sind. Witzigerweise muss er gleich im zweiten Kampf gleich böse einstecken und erst einmal flüchten, wabitte? Irgendwie ging’s mal wieder um random Königreiche, königliche Siegel und Intrigen und Verrat und was weiß ich noch alles. Ich kapierte das auch alles nicht so. Jedenfalls lässt er sich dann von einer Gruppe random Typen eskortieren (?) und entführt noch eine random Tochter um dann irgendwo in der Wüste was total randomiges zu machen. Ka, was genau, jedenfalls verkloppt er dann tatsächlich noch ein paar Typen. Irgendwann ist die Geschichte dann zuende.

Image Image

Also baha, ich hab’ ja nix gegen Donnie Yen, wie so manch anderer. Wenn er richtig zuhaut und der Film halbwegs interessant ist, dann ist das schon immer schön. Leider hat er hier nie so richtig zu und fliegt mehr rum und die Story ist halt auch echt super boring. Liegt evtl. dran, dass ich die Hälfte nopes kapierte, aber ich hatte auch gar nicht so die Lust mich noch großartig reinzufinden. Irgendwann verliebt er sich natürlich noch in die Tochter, die er entführt hat und sie sich in ihn und boah, war das ein Rotz ey.

Image Image

Ich kann nicht einmal über die Optik etwas positives sagen. Abgesehen von ein paar Szenen, die an Chinese Ghost Story erinnerten, gibt es hier wirklich nichts besonderes zu sehen. Im Gegenteil, schlechte CGI (?!) gesellen sich zu überbelichteten und mit Filtern vollgestopften Außenaufnahmen von Wüsten und Wäldern. Nicht einmal die Kämpfe konnten vollends überzeugen. Donnie Yen haut zwar hier und da zu, aber überwiegend benutzt er sein random Schwert und die Pfeile in seinem Holzkoffer (?). Dann haben alle auch noch so sick viel Klamotten an und wenn dann gekämpft wird, sieht man nur noch herumwirbelnde Textilfetzn und sonst gar nix.

Sehr tjopes ey.

:pen: :transpen: :transpen: :transpen: :transpen:

King Of Comedy

Image

KING OF COMEDY

Rupert Pupkin (Robert De Niro) ist ein sehr großer Fan von Jerry Langford (Jerry Lewis) und zudem angehender “Standup Comedian”. Voller Selbstbewusstsein und durch einen kleinen Trick kommt er irgendwann in Jerry Langfords Limousine und somit ein Gespräch mit ihm. Bzw. einem Monolog. Er bettelt ihn, in seiner Show auftreten zu dürfen und Jerry sagt er solle morgen in seiner Firma anrufen. Gesagt getan. Rupert ruft am nächsten Tag an und will direkt mit Jerry sprechen, wird aber nur von dessen Sekretärin empfangen. Als er merkt, dass er auch beim zweiten, dritten und vierten Besuch keinen Termin direkt bei Jerry bekommt, überlegt er sich etwas anderes und greift zu drastischen Mitteln.

Image Image

Geil Robert De Niro. Geil Martin Scorsese.

King Of Comedy ist vermutlich Martin Scorseses eher am wenigstens bekannter Film und sein finanziell größter Flop. Scheint am Thema zu liegen denn außer Robert De Niro und der Stadt New York hat der Film eher weniger mit Scorseses vorhergehenden Filmen gemeinsam. Robert De Niro spielt den erfolglosen und vermutlich auch bisschen gestörten Rupert Pupki, der es sich in den Kopf gesetzt hat in Jerry Langfords Show aufzutreten. Es ist schon ein bisschen ungewöhnlich Robert De Niro in einer derartigen Rolle zu spielen. Er hat mittlerweile zwar schon in Komödien mitgespielt, aber blieb wie z. B. bei “Meet The Fockers” doch stehts seinen alten “Mafiarollen” irgendwo treu. In King Of Comedy erlebte ich ihn zum ersten mal wirklich anders. Aufgedreht, selbstüberschätzt und fast wie ein kleiner Nerd wirkt sein Charakter in King Of Comedy. Robert De Niro schafft das aber auch mühelos und wenn es am Anfang noch ein bisschen so aussieht, als würde er stellenweise übertreiben, so merken wir gegen Mitte des Filmes, dass das pure Absicht war und einfach zu seinem Charakter dazu gehört. Jerry Lewis ist witzigerweise – bzw. Gott sei Dank – der eher ruhigere Part im Film. Er spielt fast sich selbst als weltbekannten Comedystar, der abends alleine zuhause sitzt und mit seinem Hund gemeinsam zu Abend isst. Beide gefielen mir echt wirklich gut.

Image Image

Ansonsten gibt es etwas mehr optische Objektivität und weniger Stilmittel als in Scorseses nachfolgenden Filmen, was dem Film aber keinen Abbruch tut, da es hier ausschließlich um Rupert Pupkin und Jerry Langford geht. Bevor ich den Film schaute wusste ich eigentlich fast gar nichts davon und dachte schon, es handelt sich einfach nur um den Auf- und möglicherweise Abstieg eines Standup Comedians, aber weit gefehlt. Der Film hat ein klein wenig mehr und für mich als völlig Ahnungslosen natürlich fast schon einen Twist zu bieten. Sehr interessant, witzig und für Scorsese Fans ein Muss. Nicht wie z. B. The Departed. :wuffellach:

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

Udon

Image

U-D-O-N

Kysouke flog einst nach Japan, um sich in den USA – genauergesagt New York – als Standup Comedian zu versuchen. Sein Erfolg will sich leider aber nicht einstellen und so fliegt er enttäuscht zurück nach Japan. Dort stellt sich ihm die Frage, was er nun macht. Sein alter Schulkamerad arbeitet bei einer Werbeagentur und weiß einen Kunden, der dringend Personal benötigt. So meldet sich Kyosuke beim Hersteller eines “Town Magazines”, einem lokalen Blättchen für das Dorf und dessen Umgebung. Um mehr Hefte zu verkaufen und somit mehr Geld zu verdienen, überlegt Kysouke zusammen mit dem Redaktionsteam, was sie den Leuten anbieten können, damit sie ihr Heft kaufen. Eher durch Zufall kommen sie darauf, kleinere Udon Imbissbuden zu reviewen und im Heft vorzustellen. Sie ahnen noch nicht, dass sie damit einen Boom lostreten würden…

Image Image

Udon ist eine feelgood Komödie aus Japan, die aber auch gerne mal ernstere Töne anschlagen kann, weil sie es schafft, beides gut miteinander zu verbinden. Das gefiel mir auch direkt am besten am Film. Die erste Stunde ist reinrassige Comedy mit einem Thema, was anfangs imho etwas langsam in Fahrt kommt, aber dafür dann umso mehr abgeht und in der zweiten Stunde darf ruhig auch mal ein ernstes Wort fallen. Das gibt dem ganzen Film ein klein bisschen Tiefe, die es in Hollywood so nie gegeben hätte. Überhaupt würden die 2 Sektionen des Filmes in Hollywood locker für 2 Filme reichen. Dabei ist der Film jetzt nicht besonders japanisch oder zu abgedreht aber ich glaube genau das gefiel mir auch daran. Es ist imho eine sehr wohlschmeckende Mischung zwischen Hollywoodschmalz und asiatischem Ernst und Stil. Und da der Film sich auch genug Zeit für die Charaktere nimmt, haben wir auch keine Probleme sie ernst zu nehmen, mit ihnen zu lachen und am Schluss auch ein bisschen traurig zu sein. Mit ihnen. Alle wachsen einem an’s Herz besonders die Redaktionstussi, die eine Mischung aus Hurensexy, hurencute und hurenbehindert ist. Ich glaube sie fährt 3 oder 4 Autos im Film zu Schrott und sieht trotzdem super cute aus. :/ Ka ey.

Image Image

Und weil wir vorhin von Hollywood sprachen: Genauso poliert wirkt hier alles. Es gibt Auslandsaufnahmen in New York, tolle Kameraeinstellungen von Japan und sogar eine qualitativ recht gute Traumsequenz in welcher Captain Udon zu sehen ist. Insgesamt ein sehr polierter Film.

Den einen Pen musste ich dann doch abziehen, weil der Schluss einfach zu lang geht. Wenn man hätte aufhören sollen, kommt noch eine Szene nach der anderen und überhaupt zieht es sich im letzten Viertel des Filmes wirklich ein bisschen. Aber mit 4 Penen ist der Film wirklich noch sehr, sehr sehenswert. Wenn man sich für Japan oder Udon interessiert, versteht sich. :wuffellach:

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

Slumdog Millionaire

Image

Slumdog Millionaire

Jamal steht vor der 20 Millionen Rupee Frage, als das Signal zum Ende der Show ertönt. Welch eine Spannung. Wird Jamal die 20 Millionen Rupee noch gewinnen? Das erfahren wir leider erst morgen, wenn es wieder heißt: “Wer wird Millionär?!”. Hinter den Kulissen wird Jamal abgeführt. Wie kann ein Kind aus den Slums Mumbais bis zur 10 Millionen Rupee Frage kommen? Der Showmoderator bezichtigt ihn des Schummelns. Die Polizei geht der Sache auf die Spur und erfährt von Jamals Geschichte und warum er alle Fragen beantworten konnte.

Image Image

Nachdem Danny Boyle mich mit “28 Days Later” geschockt hat (im negativen Sinne, Drecksfilm, dreckiger) und mit Sunshine tatsächlich begeistern konnte, war ich etwas gespannt auf seinen nächsten Film. Wird es wieder der letzte Scheißdreck oder wieder ziemlich geil? Tja, keins von beiden so richtig, aber immerhin ziemlich gut. Danny Boyle serviert die Lebensgeschichte von Jamal und seinem Bruder Salim für den Zuschauer Häppchenweise und verbindet das ganze mit der Hit TV Show “Wer wird Millionär?”, die ich übrigens mittlerweile ziemlich hasse. Kurz gesagt: Er verfilmte einfach eine Geschichte, die jemand schon als Buch verfasste, rofl.

Ein paar Minuten mehr Zeit, viele Minuten weniger “Wer wird Millionär?” und wir hätten fast die Mumbai Version von City Of God. So bleibt imho aber nur eine Art Trailer für eine mehrere Jahre umspannende Geschichte um Freundschaft, Liebe und Verrat. Haehua klingt das geil. Die Häppchen, in denen Jamals Leben serviert wird, sind ansich wirklich klasse und machen Lust auf mehr, aber dann kommt immer wieder der “Wer wird Millionär”-Plot durch. Sicher ist das mal eine andere Idee, eine Geschichte auf diese Weise zu servieren, aber so ganz hat mir das nicht gefallen. Es wirkt alles etwas Bruchstückhaft. Hier hätte ich mir fast ein 2,5 Stunden Epos gewünscht. Gerne auch mit Danny Boyles flotter Inszenierung, die Mumbai in bunte Farben und weiches Bokeh taucht. Der Film sieht – gerade zu Anfang – richtig genial aus.

Image Image

Das muss man Danny Boyle wirklich lassen, seine Sachen sehen immer ziemlich Crisp aus. Viel Farben, viel Bokeh, Zeitlupe nur wenn nötig und hier spielte er zudem noch mit sicken “Untertiteln” die randomly im Bild hängen und sogar noch farbig, transparent hinterlegt sind. Aber es stört nicht. Es sieht einfach klasse aus. Die musikalische Untermalung gestaltete sich dazu genauso Facettenreich und hat Platz für sicke Hip Hop Tunes, Hindimusik und allerhand dazwischen. Das tröstet etwas über die nicht ganz so perfekte Geschichte hinweg.

Die Geschichten aus Jamals Leben, durch die er die Antworten auf die Fragen in der Show wusste, wirkten mir manchmal etwas zu unrealistisch. Es wären einfach zu kranke Zufälle gewesen. Und was mich dann am meisten störte, war der Subplot – bzw. Plott, um den sich der ganze Film drehen soll. Latika. Die später wirklich sehr hübsche Freundin der beiden. Wir kriegen zwar mit und merken, dass Jamal ziemlich auf die alte steht, aber von ihr kommt teilweise gar nix rüber. Außer ein paar Momenten, in denen sie komisch in die Kamera guggt, wird eigentlich nicht so recht klar, was sie nun wirklich für ihn empfindet und ob sie wirklich am Bahnhof auf ihn waiten würde. Dafür, dass Jamal soviel für die Veranstaltet, war sie etwas zu zu rückhaltend.

Alles in allem aber noch ein wirklich empfehlenswerter Film. Man darf nur kein City Of God erwarten. Haue.

:pen: :pen: :pen: :transpen: :transpen:

16 Blocks

Image

16 BLOCKS

Jack Mosley (Bruce Willis) ist ein ausgelaugter und alkoholkranker Cop bei der New Yorker Polizei. Eigentlic hat er schon ausgestochen, aber sein Vorgesetzter will unbedingt, dass er noch etwas für ihn erledigt. Er soll den Kleinkriminellen Eddie Bunker zu einem Gerichtstermin fahren, welches nur 16 Blocks von der Polizeiwache entfernt ist. Jack Mosley will das schnell hinter sich bringen und willigt dann schließlich ein. Auf der Fahrt zum Gerichtsgebäude werden sie allerdings von unbekannten angegriffen. Jack und Eddie können sich in eine Bar in der Nähe retten, wo sie auf Verstärkung warten. Es kommt sein Ex-Kollege Frank (David Morse), der ihm klar macht, dass der Kleinkriminelle Eddie vor Gericht gegen ein paar Polizisten aussagen soll. Wenn Jack mitmacht, sind alle aus dem Schneider. Doch er entschließt sich anders.

Image Image

Bruce Willis als zieeemlich alter, abgefuckter, müder und alkoholsüchtiger Cop. In den ersten Szenen des Filmes sieht er wirklich ziemlich krank und sick aus und man fragt sich, wie er einen “Actionhelden” spielen soll. xD Aber gut, das muss er auch gar nicht. Es wird zwar oft geschossen und ein bisschen gerannt, aber es bleibt alles in einem realistischen Rahmen und verleiht der restlichen Handlung ein klein wenig Authentizität. Die Story um die dunklen Machenschaften der New Yorker Polizei kann recht gut überzeugen und bleibt bis zum Schluss spannend. Imho ein typischer “Na wie kommen sie da bloß wieder raus?!” Film, was absolut nicht negativ gemeint ist. Besonders kann hier Bruce Willis überzeugen, der mal nicht der strahlende, aber dennoch reife Held ist, sondern eher ein bisschen abgefuckt daherkommt. Etwas schwierig fand ich Eddie Bunker, der, wie ich nun eben feststellte, vom Rapper Mos Def gespielt wurde. Der spricht im Film so sick und komisch, dass ich vermutlich nur 50 % von dem verstand, was er brabbelte. Und er labert viel im Film. xD Ich weiß nicht, ob Mos Def immer so ist, aber wenn nicht, dann hat er eigentlich eine wirklich tolle Performance hingelegt. Sick auch, wie Mos Def in Musikvideos und auf Fotos immer den harten raushängen lässt, es aber in 16 Blocks scheinbar mühelos schafft einen fast süßen (!?) und scheinbar unschuldigen Kleinkriminellen zu spielen. Gute Arbeit jedenfalls.

Witzig auch, dass es ja eine Deutsch / Amerikanische Koproduktion und die Regie von Richard Donner ist (Goonies?! Die Geister Die Ich Rief?! Und wtf… Maverick! Geile Filme). Musik inszenierte Klaus Badelt und überzeugt ohne wirklich großartig aufzufallen. Tjopes einfach.

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

University Of Laughs

Image

UNIVERSITY OF LAUGHS | WARAI NO DAIGAKU

Japan 1940. Der zweite Weltkrieg steht kurz bevor und es herrscht eine strenge Zensur über die Medien. Ein junger Autor, der für eine Theatergruppe – die University Of Laughs – schreibt, muss sein neustes Stück von der Autorität prüfen lassen. Oft bedarf es nur kleiner Änderungen und dann kann das Script so aufgeführt werden. Es ist jedoch ein neuer Zensor am Werk und der hat so seine Schwierigkeiten mit dem Script. Doch der junge Autor ist willig, die Stellen zu ändern. Es entbrennt ein Schlagabtausch zwischen Zensur und Autor.

Image

Nach einem sehr erfolgreichen Theaterstück. Die Handlung spielt zu 90 % im spartanisch eingerichteten und kalten Raum der Zensurbehörde und lebt allein durch ihre zwei Charaktere. Dass einem hier über die 2 Stunden Laufzeit nicht langweilig wird, hat man den witzigen Dialogen und seinen Darstellern zu verdanken. University Of Laughs ist eine ziemlich intelligente Komödie über Sinn und Unsinn von Zensur und geht zwischen den Zeilen etwas tiefer, als das der Anfang vermuten ließe. Am Schluss verwischen die Grenzen von Gut und Böse ein bisschen und der Film lässt noch Platz für den Ernst des Lebens, der aber in dem Moment nie fehl am Platz wirkt. Im Gegenteil. Der ganze Film wird dadurch bereichert und fast möchte man eine Träne am Schluss vergießen.

Der große Vorteil von University Of Laughs ist dann vor allem, dass er auch für westliche Zuschauer verständlich bleibt. Es gibt hier und da japanische Wortspiele, die aber gut übersetzt sind und uns somit nicht völlig verborgen bleiben. Klar, dass das Theaterstück mittlerweile auch in London kopiert wurde.

:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

The Men Who Stare At Goats

Image

The Men Who Stare At Goats

Bob Wilton (Ewan McGregor) ist Reporter bei einer Zeitung und sein Leben macht nach der Scheidung seiner Frau keinen Sinn mehr. Sie ließ ihn für den einarmigen Herausgeber der Zeitung sitzen. Auf der Suche nach Abwechslung, Abenteuer und einer guten Story, fliegt Bob in den Irak um dort vom Irakkrieg zu berichten. Als er in einem Hotel Lyn Cassady (George Clooney) kennenlernt, fällt ihm sofort wieder ein, wie er vor Jahren einen Verrückten interviewte, der angab, übersinnliche Kräfte zu haben. Dieser Mann erwähnte damals Lyn Cassady. Bob Wilton begibt sich mit Lyn Cassady auf eine Mission in der Hoffnung DIE Story überhaupt zu bekommen.

Image Image

~ More Of This Is True, Than You Would Believe ~

Männer, die auf Ziegen starren, so der deutsche Titel, erzählt die Geschichte einer Spezialeinheit der US Army, die “Super Soldaten” ausbildet. Bzw. ausbilden soll. Das ganze basiert zwar auf wahren Begebenheiten und Tests bei der US Army, wurde aber ziemlich witzig aufgezogen. Imho das einzig vernünftige, denn was da teilweise abgeht, kann man gar nicht ernst nehmen. Wenn Jeff Bridges die Rekruten der “New Earth Army” ausbildet, dann hat das etwas vom “Sexy Commando Club”. Alle machen total weirdes Zeug, tanzen zu Hippiemusik und fühlen sich anfangs etwas weird dabei, haben aber schnell Spaß daran. Der ganze Film kommt eigentlich rüber, wie eine Verarsche der US Army, was er vermutlich auch teilweise ist. Ich will aber gar nicht wissen, wieviel davon wirklich wahr ist und wie es sich zugetragen hat. Das würde mein Verstand nicht aushalten, schätze ich.

Image Image

Als durchgehender Film kann er dann leider nicht überzeugen. Anfangs noch etwas mysteriös und interessant aufgezogen, merkt man schnell, dass alle eigentlich nur einen an der Klatsche haben und sonst nichts. Dadurch, dass Lyn Cassady zwar auf einer Mission ist, aber nicht genau weiß auf welcher und wohin er überhaupt gehen muss, gibt es auch keinen wirklichen Faden, an denen wir uns halten können. Ewan McGregor stolpert zusammen mit George Clooney von einer Szene zur nächsten und dazwischen gibt es immer wieder Flashbacks, die die Anfänge der New Earth Army zeigen. Die sind zwar alle für sich genommen wirklich witzig und gut, vor allem dank Jeff Bridges, aber als ganzer Film ist das alles ein bisschen komisch.

Für Zwischendurch aber ganz witzig und immerhin top produziert mit einer Menge an Stars, die natürlich alle ihr Handwerk verstehen und von denen keiner wirklich negativ auffällt und George Clooney gegen Ende sogar recht überzeugen kann. Allerdings eher ein Film für’s Fernsehen, imho.

:pen: :pen: :pen: :transpen: :transpen:

No Country For Old Men

Image

No Country For Old Men

Llewelyn Moss (Josh Brolin) stößt bei der Jagd in der Wüste auf einen geplatzten Drogendeal. Mehrere Pick-Up Trucks stehen und überall liegen Leichen herum. In einem Koffer findet er 2 Millionen USD, auf der Ladefläche eines Pick-Ups mexikanisches Heroin und im Fahrerhaus einen überlebenden Mexikaner. Er schnappt sich das Geld und geht nach Hause, wo er aber kurz darauf beschließt, dem schwer verletzten Mexikaner etwas Wasser zu bringen. Als er gerade erneut am Tator ist, kreuzen weitere Mexikaner auf, die ihn daraufhin verfolgen. Llewelyn flüchtet. Dann werden noch random andere Personen vorgestellt und es passieren halt Dinge.

Image Image

No Country For Old Men fängt ziemlich stimmungsvoll an. Während wir Llewelyn Moss dabei begleiten, wie er in der Wüste auf Jagd ist und dann den Schauplatz des fehlgeschlagenen Drogendeals findet, sind wir mindestens genauso gespannt und aufgeregt, wie er selbst. Besonders dann, wenn er so blöd ist und noch einmal zurück fährt, um dem Mexikaner zu helfen. Währenddessen lernen wir auch den Psychopathen des Filmes kennen, wirklich gut gespielt von Javier Bardem. Schon in den ersten Szenen merkt man, dass der nicht ganz sauber im Kopf und wirklich zu allem fähig ist. Zu jeder Zeit. An jedem Ort. Von ihm geht also fast während des ganzen Filmes eine wirklich effektive Gefahr aus. Leider aber wird dann im letzten Drittel alles zunichte gemacht in dem noch mehr Leute eingeführt werden, wichtige Leute sterben und man somit fast keinen Anhaltspunkt mehr hat. Mal ganz zu schweigen davon, dass man dann auch nicht mehr so ganz checkt, was gerade vor sich geht. Die ganze Amtmosphäre und Spannung, die bis dahin aufgebaut wurde, geht dann langsam aber sicher den Bach runter. Es stellt sich ein regelrechtes “Tjopes, alles für die Katz”-Gefühl ein?!

Image Image

Wirklich schade, dass das letzte Drittel und vor allem das Ende so unbedfriedigend ausfällt. Für mich persönlich wäre es ansonsten echt ein top Film, aber so bleibt’s nur ein guter Film mit eben diesem Manko. Die Cinematographie wäre auch super gewesen und unterstreicht gerade am Anfang in den Wüstenszenen die Stimmung ungemein. Den Film können dann leider nichtmal die guten Schauspieler retten. Allen voran der Bösewicht, aber auch Josh Brolin als Antiheld kommt wirklich gut rüber. Warum Woody Harrelson in diesem Film mitspielt, kapierte ich zwar nicht so ganz, aber es ist immer schön, ihn zu sehen. ~_~

Tjopes halt. Schade.

:pen: :pen: :pen: :transpen: :transpen:

Mesrine – Public Enemy No. 1 – Mordinstinkt

ImageMESRINE
-l’instinct de mort
-l’ennemi public no°1

Erzählt die wahre Geschichte des Schwerverbrechers Jacques Mesrine, der in den Sechzigern und Siebzigern, der die französische Polizei und Öffentlichkeit in Atem hielt.

Image Image

Eine Inhaltsangabe zu liefern ist schwerig. Der Film behandelt nahezu das komplette Leben Mesrines, wenn auch nur Abschnittsweise und in teilweise sehr kurzen Episoden. Jacques Mesrine war zwischen 1960 und 1979 der französische Staatsfeind Nummer 1. Seit seiner Rückkehr aus dem Algerien Krieg führte Mesrine ein Leben eines Kriminellen. Angefangen mit simplen Diebstählen und Raubüberfällen, steigerte er sich natürlich auch bis hin zur Entführung und zum Mord. Ein bisschen sick, dass man ihn hierzulande gar nicht, bzw. nur sehr, sehr wenig kennt. Immerhin überfiel er irgendwie jedes Jahr mind. 10 Banken, brach ganze drei mal aus Gefängnissen aus, nahm bei einem Gerichtstermin einen Richter als Geisel, führte Dank Verkleidungen die französische Polizei an der Nase herum, floh nach Montréal in Kanada, wo er einfach weiter Banken ausraubte. Teilweise zwei Stück am Tag?! Aber erst ließ er es ruhig angehen und arbeitete mehrere Monate bei einem Millionär als Chauffeur. Als der Millionär ihn irgendwann feuerte, entführte er ihn kurzerhand und erpresste Lösegeld. xD?

Ihm lag auch immer viel an seinem Ansehen in der Öffentlichkeit. Die Polizei hasste ihn, während die normalen Menschen ihn fast als modernen Robin Hood ansahen, da er bislang ausschließlich Banken ausraubte oder sehr reiche Millionäre entführte. Die Stimmung kippte dann allerdings, als er einen Journalisten, der negativ über ihn berichtete, entführte und in einer sicken Höhle nackt auszog, verprügelte, ihn erschoss und davon auch noch Fotos machte und an die Zeitungen schickte. Die Polizei musste endlich handeln und schaffte es dann auch sogar ihn irgendwann auf den Straßen Frankreichs regelrecht hinzurichten. Ein klein bisschen mehr über sein Leben steht in seinem Wikipedia Artikel. xd

Image Image

So, jetzt haben wir aber das Problem der Verfilmung. Einerseits stimmungsvoll eröffnet, wundervoll gefilmt, mit einem tollen Score unterlegt und eine wahre Geschichte als Ausgangsmaterial, konnte mich der Film nicht so wirklich überzeugen. Der Anfang war wirklich toll und man lernt Jacques Mesrine kennen und wie er auf die schiefe Bahn gerät, bzw. gezielt darauf hinarbeitet und tjo… das war’s dann leider auch. Danach folgt ein Banküberfall den nächsten. Ein Ausbruch den nächsten. Ein Mord den nächsten. Eine Tussi der nächsten. Sicher, das war nunmal sein Leben, aber ein Film sollte immerhin halbwegs interessant gemacht sein. Wenn Jacques Mesrines Leben nur aus Wiederholungen bestand, dann hätte man es ein wenig anders aufziehen oder meinetwegen seine Geschichte etwas umschreiben müssen. Immerhin soll das ja ein Film sein und keine Dokumentation / Biografie. Hinzu kommt, dass der Charakter des Jacques Mesrine sich kaum verändert. Einzig sein Bauch wächst – was wirklich realistisch umgesetzt wurde, aka Vincent Cassel wurde echt fett xD? (bzw. las ich, dass der Film “andersherum” gedreht wurde und Vincent Cassel in Wirklichkeit abnahm, aka) – aber ansonsten passiert nicht viel mit ihm. Mit seinem Umfeld schon gar nicht, da er alle paar Minuten die “Freunde” bzw. die “Freundinnen” wechselt. Man hat also kaum Anhaltspunkte außer ihn selbst und tjopes… man hasst ihn nicht, liebt ihn aber auch nicht.

Wer also ein Epos á la Goodfealls oder Der Pate erwartet, der kann nur enttäuscht werden. Wem eine möglichst bunte Inszenierung Mesrines Leben genügt, der darf sich das gerne mal anschauen. Vor allem mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sich vermutlich zu 80 % des Filmes wirklich so zugetragen hat. Das macht den einzigen Reiz aus.

:pen: :pen: :transpen: :transpen: :transpen: