Star Wars: The Force Unleashed

Star Wars Force Unleashed | 2008 | PS3 | LUCASARTS

Man muss es zugeben: Episode III machte seine Sache schon ziemlich gut und ließ die grausam angefangene neue Trilogie der Star Wars Serie würdig abschliessen. Doch zwischen den zwei Epochen geschah immer noch sehr viel. Eine Geschichte daraus will uns ‘Star Wars: The Force Unleashed’ erzählen. Die noch vor wenigen Monaten spürbare Angst um ein Spiel, dass lediglich eine pure Demonstration von Grafik und Physik ohne jegliche Story sein könnte, braucht man nun nicht mehr haben. Allerdings muss man auch nicht unweigerlich anfangen zu jubeln, wenn man darüber redet.

Story

Auf der Suche nach den wenig verbleibenden Jedis auf Kashyyyk findet Darth Vader einen kleinen Jungen. Er spürt, dass die Macht in ihm sehr stark ist und beschliesst in heimlich zu seinem Schüler zu machen, nachdem er dessen Vater getötet hat. Starkiller, wie er genannt wird, entwickelt sich zu einem mächtigen Kämpfer und wird Jahre später in die Pläne Vaders eingeweiht: Erst die restlichen Jedis töten, dann den Imperator.

Kritik
Die Geschichte die sich hier so standard liest, entwickelt sich später zu einem Plot mit enormen Tiefgang und zahlreichen Wendungen, die man in dieser Form bei Episode I-III vergeblich suchte. Einfach ausgedrückt: ‘The Force Unleashed’ bietet eine bessere Story, als sie George Lucas in den letzten 3 Filmen zur Schau stellen konnte. Und im Gegensatz zu vielen anderen Spielen, die einfach nur eine Geschichte aus dem Star Wars Universum erzählen, ist es hier im Prinzip tatsächlich Episode 3,5 die man förmlich erlebt und definitiv ein Zugpferd für den ein oder anderen Spieler sein wird, selbst wenn er keinen Bock mehr haben sollte.

Der von uns gespielte Protagonist ‘Starkiller’ (übrigens der ursprüngliche Nachname von Luke Skywalker während der Produktion von Episode IV) hats einfach drauf. Schon zu Beginn hat er die Fähigkeit massive Stahltüren per Machtstoß aufzubie.. aufzufetzen, Sturmtruppen per Blitzstöße bewegungsunfähig zu machen und sie nach Belieben in der Luft rumzuschleudern oder gigantische Schluchten zu überqueren. Und die Macht wird noch weiter ausgebaut, denn nach Erledigung eines Gegners erhalten wir Erfahrungspunkte, die Starkiller einen ganzen Satz neuer Fähigkeiten dazulernen lassen. So rennt man also durch Tie-Fighter Fabriken, Mülldeponien oder ziemlich sicke Pflanzenwelten, plättet mehrere Gegner (imperiale und republike, da ja nicht rauskommen darf, dass man Darth Vader gehorcht) und löst diverse Rätsel, bis man vor dem jeweiligen Endgegner steht. Nachdem man diesen, meist mit der typischen Hau-drauf-Taktik, auf ein vernünftiges Lebensenergiemaß runtergehandelt hat, beginnt ein Quicktime Event, der das Ende eines Kampfes einleitet. Das macht alles Spaß, keine Frage.. für 2 Stunden. Denn kommen wir gleich zu dem riesengroßen Problem von ‘The Force Unleashed’: Der Durchschnitt.
Das Spiel ist Durchschnitt. Von oben bis unten, von rechts bis links oder quer.. es ist Durchschnitt. Und das ist, aufgrund der einzigen Ausnahme (Story), ehrlich gesagt ziemlich schade, denn noch nie war mehr Potential für ein Star Wars Spiel da, als dieses Mal.

Es fängt bei der Grafik an. Sie ist teilweise echt abartig. Ich erwischte mich z.B. wie mich bei diversen Landschaften der Detailgrad erschlug und ich ungläubig auf den Bildschirm starrte, ob das jetzt wirklich keine Renderszene ist. Genauso wie die Gesichtszüge einiger Personen, wie z.B. von Starkiller, bei dessen Optik mein Höschen fast feucht wurde. Und als ich in einer Zwischensequenz Darth Vader im Schnee stehen sah, war ja wirklich endgültig alles vorbei. Er sah niemals besser aus! Krank. Ja.. und zum anderen gibt es dann aber auch Figuren. Gesichter, Landschaften, die ziemlich ernüchternd sind. Wenn Bäume asozial glänzen als wären sie aus Metall (More Filters FTW), dann ist das halt einfach nur lächerlich. So spielt ‘The Force Unleashed’ seine Stärken eher im inneren von Raumschiffen aus, als in der freien Natur. Auch die Animationen haben unterschiedliche Qualitäten, als wäre jede Figur von jemand anderem programmiert worden. In einer Szene laufen alle irgendeinen Gang entlang und es sieht normal aus, in der nächsten Szene latschen sie irgendwo rum und man denkt unweigerlich an dem berühmten Stock im Arsch.

Beim Sound geht dieses Prinzip dann weiter. Die Programmierer hatten vollen Zugriff auf das Star Wars Soundarchiv und nie hörte man es deftiger als heute. Tie-Fighter zischen in glasklarem DTS-Sound an mir vorbei, die Lichtschwerter haben ein wuchtiges Auftreten und setzt man die Macht höchstpersönlich ein, bollert einem der Bass aus den Boxen, dass es ja nicht mehr normal ist ey. ~_~ Hurengeil. Aber.. leider übertrieb man es auch deutlich. Das Lichtschwert hat Bass, ja. Aber leider halt auch die ganze Zeit wenn es lediglich aktiviert ist. Da Starkiller es nicht andauernd weg packt wenn er es nicht benötigt, nervt das nach einer Weile mit aufgedrehter Anlage schon ziemlich stark. Es ist einfach zu präsent und raubt anderen Objekten wie z.B. einer fallenden, riesengroßen Turbine akustisch die Show. Aber auch die Lautstärke von Sound, Musik, Sprache im Spiel oder den Zwischensequenzen schwankt enorm. Ich kämpfe mich durchs Level und höre die Musik kaum. Dann komm ich zu einem Endgegner und kämpfe mit Brachialsound gegen ihn. Sobald der Quicktime Event eingeleitet wird, tritt der Sound in den Hintergrund und die Musik ist lauter zu hören. Die darauf folgende Zwischensequenz bietet dann wieder ein komplett anderes Soundschema. Das ist alles ziemlich kacke, denn wenn ich im Quicktime Event einen Gegner durch eine Wand batsche, sollte das schon einen Wumms haben und sich nicht anhören als ob ich gerade im anderen Zimmer bin.

Abgesehen davon wurden diese Events sowieso ziemlich schlecht eingebunden, da sie z.B. ohne jede Vorankündigung stattfinden. Noch bevor man checkt das ein solcher Event eingeleitet anfängt, hat man die Chance, den richtigen Knopf zu drücken bereits verpasst, weil man halt gerade noch am button smashen war wie ein Blöder. Und schafft man es doch, wird halt eine Animation abgefahren wie sie hätte viel spektakulärer ausfallen können. Die Aktionen von Starkiller sind ja erste Sahne aber die Kamera fängt das Geschehen nicht filmisch ein. Sie ist hinter Starkiller. Immer. Und wenn er halt gerade an einer Wand steht, gibts einen Clippingfehler noch kostenlos dazu. Zu dieser langweiligen Art gesellt sich dann noch der Sound hinzu, der hier wieder zu leise ist (Wenn ich einen AT-ST in der Mitte durchtrenne erwarte ich halt schon mehr!?) und die Musik düdelt vollkommen unbeeindruckt weiter vor sich hin. Ich wollte es eigentlich nicht erwähnen.. aber man denkt halt einfach sofort an ‘God Of War’ und ist demnach ziemlich enttäuscht.

Und schließlich gibt es noch zwei richtig nervige Dinge in diesem Spiel. Zum einen ist das die Möglichkeit Gegenstände per Macht aufzunehmen, umherfliegen zu lassen und auf Gegner zu schleudern. Keine Frage.. was Lucasarts da an Physik reingebaut hat ist einfach nur fett. Zwar ist es schade, dass man einfache Eisenträger per Lichtschwert nichtmal zerhacken kann, dafür verhalten sie sich aber wenigstens genau so physikalisch korrekt, wie die Stormtroopers, in die man sie gerade geschleudert hat. ~_~ Und würde man automatisch den Gegenstand aufnehmen der in der Mitte des Bildes ist, wäre das noch besser. Aber leider gilt hier nur die Blickrichtung von Killerstar äh Starkiller. Da die Kamera in alle 348967 Himmelsrichtungen frei schwenkbar ist, ist man sowieso ständig damit beschäftigt sie in der richtigen Position zu halten (Wieso finden das alle anscheinend so toll? Ich hasse es mehr als Döner in Leipzig!?) und dann läuft das Ganze so ab: Man sieht einen Gegner auf sich zurennen, während man mit dem Rücken zu ihm steht. Drückt man jetzt ‘R2′, nimmt man aber nicht das riesen Metallstück auf, welches man als Spieler sieht und es dem Wesen so wunderschön an den Kopf schmeissen könnte. Nein. Starkiller sieht in diesem Moment vielleicht lediglich ein kleines Stöckchen.. UND WIRD ES NUN MIT ALL SEINER MACHT AUFNEHMEN!!! .. Zu allem Überfluss dreht sich jetzt auch noch die Kamera um 180° und.. tjopes. -_-

Das aber Allerschlimmste.. das wirklich Beknackteste und Unnachvollziehbarste ist das Menü. Während des Spiels kann man durchs Aufleveln Fähigkeiten hinzubekommen. Geil. Und man bekommt neue Lichtschwerter. Geil. Und für diese Lichtschwerter kann man verschiedene Fähigkeiten aktivieren. Geil. Ausserdem kann man seine Klamotten wechseln. Geil All das geschieht im Menü, dass man über ‘Select’ aufrufen kann. Das heisst.. man wartet erstmal 3-4 Sekunden bevor es erscheint. Dann kann man ein Untermenü auswählen und.. wartet.. erst einmal und dann.. erscheint das nächste Menü. Ich nehme mir ein anderes Lichtschwert und gehe im Menü zurück.. worauf ich.. war..ten muss und dann kann ich wieder ins Spiel aka okay, man merkt schon worauf ich hinaus will. HAAALLOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO????????????? Warum ZUM TEUFEL muss ich JEDES MAL MEHRERE SEKUNDEN WARTEN, bis ich in ein Menü komme, oder irgendwas ändern will!?!? Sind die Menüs in 958456 x 656735 Bildpunkten oder was? Müssen sie immer erst neu berechnet werden? Muss da erst jedes Mal eine spezielle ‘Hauptmenüengine’ geladen oder gar installiert werden? Ich kapiere es nicht. Ich kapiere es nicht aber es nervt mich wie Hundescheisse an meinen Schuhen! Was gibts da bitte zu laden? Oje ey und wählt BLOSS kein neues Kostüm um Gottes Willen!!! Denn dann ist alles vorbei aka das Level muss dann einfach KOMPLETT NEU geladen werden und das dauert mindestens 20 Sekunden!!!! WHAT THE SHIT!??!

Okay. Das hört sich jetzt natürlich so an, als wäre es das schlechteste Spiel der Welt. Aber das ist nicht der Fall. In den ersten Stunden besitzt es genug Wow-Erlebnisse, um einen bei der Stange zu halten. Allein schon die erste Tür die man aufbricht, sorgt garantiert bei Einigen für eine runtergeklappte Kinnlade, weil es halt einfach aggressiv aussieht. Und die ganzen Combos kommen zwar nicht so cool wie in anderen Games aber wenn Starkiller eine Horde von Stormtroopers wegstößt und die zwei verbleibenden stilvoll aber entschlossen mit seinem Lichtschwert exekutiert nachdem er sie bewegungsunfähig gemacht hat, dann wirkt das schon eine ganze Ecke geiler, als in beispielsweise Episode I. Nur mit der Zeit hat man alles entdeckt und es fängt an langweilig zu werden, was bei einem Spiel mit gerade mal ca. 8 Stunden Spielzeit noch negativer auffällt. Man läuft durch mehrere Areale, plättet alle Gegner die so gut wie nie ein ernsthaftes Problem darstellen, erledigt langweilige Aufträge wie “Zerstören sie den Schildgenerator” und wartet darauf, dass der Endgegner ein bisschen Aufregung reinbringt. Und die Physikengine? Ja die ist geil aber sie wird halt spielerisch so gut wie nicht genutzt. Man kann alles Mögliche aufnehmen und rumschleudern. Leider macht das ziemlich selten einen großartigen Sinn. So etwas wie Taktik ist nicht wirklich gefragt, gescriptete Ereignisse findet man nur selten und ein paar Rätsel, die in Verbindung mit der Engine durchaus hätten für Anspruch sorgen können, wurden komplett ignoriert. Der Name des Spiels ist hier zwar Programm.. aber wirklich nötig ist es nicht.

Bleibt noch zu erwähnen, dass es das erste Spiel ist, bei dem es sich lohnt die ‘Art Gallery’ zu betrachten. Noch nie fand ich sowas toll, weil entweder ein Rahmen drum rum ist und das Bild halt einfach nur sauklein, oder es sind halt langweilige Kackbilder oder es ist halt ohnehin DVD und man muss für jedes Bild eine Sekunde warten und schlechte Auflösung und blabla. Hier nicht. Die Bilder sehen gelinde gesagt fantastisch aus, von der zeichnerischen Qualität mal ganz abgesehen. Nichtmal wenn ich 20 Jahre üben würde, könnte ich nur annährend sowas zeichnen. Geil.

Fazit
Das Potential ist da und das Produkt macht Spaß aber der ganz große Wurf ist Lucasarts leider nicht gelungen. Zu viel wurde sich auf einzelne Aspekte konzentriert die zum Schluss miteinander nix Rundes ergeben haben. Fakt ist, dass man ‘Star Wars: The Force Unleashed’ als vollwertige und gute Geschichte zwischen die zwei Trilogien quetschen kann. Fakt ist auch, dass es zum ersten Mal Lichtschwertduelle und die Nutzung der Macht gleichwertig, wie auch beeindruckend in einem Spiel vereint. Und Fakt ist, dass es im Ganzen leider nicht über ein gehobenes Mittelmaß hinauskommt.

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Street Trash

STREET TRASH JIM MUNRO 1987

Ein alter, vergammelter Schrottplatz ist Heimat für die ganzen Obdachlosen in einem heruntergekommenen Viertel in einer nicht näher benannten Stadt in den USA. Auf dem Schrottplatz herrscht der verrückte Vietnamveteran Bronson. Zwar terrorisiert er die Schrottplatzbewohner und andere, aber diese fügen sich und halten ihn aus, um einfach einen Platz zum Schlafen zu haben. Währenddessen, findet ein Kioskbesitzer im Viertel eine Kiste uralten Schnaps in seinem Keller. Bestimmt 60 Jahre und “Viper” genannt, verkauft er den Schnaps an die dreckigen Obdachlosen im Viertel. Daraufhin ereigenen sich… seltsame Vorfälle…


(Links: Für einen Gorefilm eigentlich zu bunt: Eine der Schmelz-Szenen. | Rechts: Einer der Höhepunkte des Films. Das Gesprächen zwischen Mr. Duran und dem Portier)

Ich wollte eigentlich schlafen gehen, aber dieser Film schaffte es mich um 1 Uhr noch zu fesseln. Ich stieg bei der Szene ein, als der Kioskbesitzer die Kiste mit dem uralten Schnaps fand und blieb dann hängen wegen… ja wegen was eigentlich. Ich glaube es waren die durchaus coolen Dialoge und die schauspielerischen “Qualitäten”, die mich bei der Stange hielten. Irgendwie hatte alles ein bisschen B-Movie Flair, etwas von Tarantino und trotzdem eine Professionalität, die ich anfangs nicht so recht zuordnen konnte. Das sollte sich auch im Laufe des Filmes nicht ändern. Was sich allerdings änderte, war meine Begeisterung für den Film, denn die stieg exponentiell mit der ersten Szene, in der einer der dreckigen obdachlosen die erste Flasche Viper trank… und darauf hin einfach schmolz. In einer Toilette.

Ja.

Mir war sofort klar, dass ich diesen Film sehen musste. Ein Blick in den Videotext eröffnete mir nur einen mir unbekannten Regisseur namens Jim Munro. Nach der ersten “Schmelz-Szene” hätte ich den Film eigentlich eher in die Kategorie “Troma” Trash eingeordnet, aber da war irgendwie etwas, was mir dies ausredete. Die Charaktere. Die Sickness. Die Professionalität. Die teilweise absurden Szenen. Die geile Musik.


(Links: Auch einfach hurengeil und ekelhaft zugleich: der Schrottplatzbesitzer | Rechts: Auch ein Höhepunkt: Der “Einkauf” von einem der obdachlosen.)

Kurzum, Street Trash war einfach hurengeil. xD? Ich konnte nicht fassen, wie ernst der Film trotz allem B-Movie Gore war. Wie professionell trotzdem alles aussah. Auf welch sicke Gedanken man stieß und überhaupt alles. Am besten gefielen mir dann aber die Obdachlosen, die trotz allem B-Movie Flair und Gore trotzdem viele Szenen hatten, in denen sie sich sprichwörtlich in unsere Herzen spielen konnten. Die Gespräche mit dem Shopbesitzer waren immer wieder eine Freude und die Dinge, die auf dem Schrottplatz abliefen gleichermaßen. Auch sieht man viel von ihrem Leben auf der Straße und mit welchen Problemen sie teilweise zu kämpfen haben. Ja, am Ende des Films kann man jeden Charakter außeinander halten und findet fast jeden Symphatisch. Sogar den unglaublich fiesen Vietnamveteranen Bronson, der mit einem aus Menschenknochen selbstgeschnitzten Messer umher läuft und auch keine Probleme damit hat, andern den Pimmel abzuschneiden. Oder der unfassbar geile Polizist, der auch gern mal Verbrecher blutig schlägt, bevor er sie in einer Toilette ablegt und ihnen auf den Kopf kotzt. (?????) All diese Szenen sind an Absurdität teilweise nicht zu überbieten, werden aber mit einem Ernst und Eifer gespielt, dass man nur lachen kann. Und ihn trotzdem ernst nimmt. Obwohl man lacht. Und gleichermaßen abgeschreckt ist. Baha???

Aber auch der Rest war etwas überraschend. Die Musik strotzte nur so vor 80er Jahre Synthies, klang aber dabei trotzdem recht geil und sogar… bedrohlich. Oder die Gore-Effekte. Durch die vielen Farben wirkten die Schmelz-Szenen zwar weniger Goremäßig und dafür witziger, aber am Schluss ging’s dann doch noch einmal recht zur Sache, dass man sich wieder unweigerlich fragte: Ist das jetzt ein B-Movie oder ein ernstes Hollywooddrama? Oder doch eher eine Komödie? Die Wahrheit liegt wie so oft ganz woanders.

Street Trash ist alles.

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Aliens

A L I E N S | 1986 | USA | JAMES CAMERON

In meinem Geburtsjahr brachte Ridley Scott einen Schocker in die Kinos, den es in dieser Form vorher nicht gab. ‘Alien’ schaffte es Zuschauern Angst einzujagen. Der Science-Fiction Horror um ein bösartiges Wesen, dass sich in das Raumschiff einer Crew eingenistet hatte, fungierte mit seiner düsteren Atmosphäre als Publikumsmagnet. Doch erst 7 Jahre später sollte der Nachfolger erscheinen. Und schon alleine der ungewöhnliche Titel machte deutlich, dass es diesmal in eine ganz andere Richtung geht.

Story

Nach 57 Jahren wird Ripley, die einzige Überlebende des Raumschiffs Nostromo, aus ihrem Kälteschlaf geholt. Ihre Geschichte von einem außerirdischen Wesen auf Planet LV-426, das sich in Körper einnisten kann, einen Parasiten ablegt der dann später schlüpft und sich zu einem riesigen Monster entwickelt welches Säure statt Blut besitzt, wird ihr von einer Untersuchungskommission nicht geglaubt. Sie erfährt, dass auf besagtem Planeten inzwischen eine Kolonie errichtet wurde und es dort demnach keine Aliens geben könne. Als kurze Zeit später jedoch der Kontakt zu sämtlichen Stationen zusammenbricht, ändert die Kommission ihre Meinung und schickt Ripley als vermeintliche Expertin mit einem Trupp Marines auf den Planeten, um die Ursache für die Funkunterbrechung zu finden oder Überlebende zu retten.

Kritik
Wieso dauerte es so lange, bis es zu ‘Alien’ eine Fortsetzung gab? Nun.. ich nehme mal an, dass es damals, aufgrund der noch nicht so krankhaft geldgeilen Gesellschaft, noch nicht die Regel war, jeden Erfolg so penetrant auszuquetschen, bis nur noch ein trockenes Stück Kot übrig bleibt (heutzutage ist das natürlich eingetreten aka ‘Aliens vs. Predator’ usw. Nun ein Kurzreview: Hurenlame). Nein. Damals machte man noch Filme, weil es Spaß machte eine Geschichte zu erzählen oder etwas Neues auszuprobieren. ‘Alien’ war etwas Neues! Und sogar dem Studio (die Geldgeilsten aller Geldgeilen) war damals klar, dass ein zweiter Teil der gleichen Art nicht funktionieren würde. Najo.. ich nehme mal an in Wirklichkeit hatten sie nur Schiss um einen Flop ~_~ aber darum gehts ja nicht. Fakt ist, dass es eine ganze Weile dauerte, bis man sich entschloss die Geschichte um Ripley mit einem völlig neuen Ansatz weiterzuspinnen. Die Wahl viel schließlich auf James Cameron, der zum Zeitpunkt seiner Anstellung für dieses Projekt lediglich das Script für ‘Terminator’ fertiggestellt hatte, also noch gar nicht berühmt war. Und – man stelle sich das heute vor – es gab vom Studio lediglich zwei Vorgaben: Es müssen Soldaten und Ripley vorkommen. Baha!? ~_~ Also machte er sich an die Arbeit. Und nachdem abzusehen war, wie sich das Projekt entwickelt, wurde der Titel kurz vor Veröffentlichung, von ‘Alien 2′ in ‘Aliens’ umbenannt.
Subtil wie genial.
(Ausser natürlich in Deutschland. In Deutschland sind alle doof. Und deshalb nannte man es hier ‘Aliens – Die Rückkehr’ damit wirs auch raffen.)

Und der Name ist Programm. Der Film beginnt mit viel Ruhe aber spätestens wenn Ripley die völlig durchgeknallten Marines kennenlernt, checkt man, dass es später ziemlich zur Sache gehen wird. Ich spoilere jetzt nicht, wenn ich sage, dass natürlich Aliens auf dem Planeten sind und es nicht lange dauert, bis sich die gesamte Crew in einer ausweglosen Situation befindet. Überhaupt ist der ganze Film extrem vorhersehbar. Meistens ist das etwas Schlechtes aber im Falle von ‘Aliens’ ist es scheissegal, weil die Story so packend erzählt wird, dass man nach den 148 Minuten noch 2 weitere Stunden dranhängen könnte wie sie dem überlegenen Gegner nahezu schutzlos ausgeliefert sind. Was James Cameron hier fabrizierte ist schlicht einer der besten Alienfilme überhaupt, wenn nicht sogar der Beste.

Sigourney Weaver ist das Herz von alledem. Für ihre Rolle bekam sie das 30fache (!) ihrer Gage des ersten Teils!!! ..aka eine Million Dollar. ~_? Oh Mann, da sieht man doch schon wieso Filme heute so teuer sind. =/ Naja ok.. auf jeden Fall ist es die Entwicklung, der aus dem Kälteschlaf erwachten und Albtraum geplagten Mutter, die sich entschließt ihre Angst zu besiegen, indem sie ihr entgegentritt, die sie zum Sympathieträger macht. Nach einiger Zeit fällt sie nicht nur eigenständig verantwortungsvolle und wichtige Entscheidungen, sondern entwickelt sich im Verlauf der Story auch zu einer Ein-’Mann’-Armee, die den Aliens gehörig eine reindonnert. Das Beste daran: Man nimmt es ihr voll ab! Frauen haben es in solchen Rollen ja immer schwer, weil sie nicht zu gut aussehen dürfen aber auch kein Mannsweib sein sollten. Nicht zu taff aber auch nicht alles hinnehmen, usw. Der Mittelweg ist ziemlich schmal. Aber Sigourney Weaver ist die perfekte Besetzung. Wenn sie den Fahrstuhl runterfährt und ihre Waffen checkt, sich zur inneren Ruhe nochmal durch die Haare fährt, während die militärische Musik ihre Entschlossenheit dokumentiert, der Flammenwerfer angeschmissen wird und sich schließlich, mit immer lauter werdendem Orchester, die Tür öffnet, Musik weg, Kamera auf sie drauf und nur noch die dichte Geräuschkulisse den Raum vollkommen einnimmt.. dann ist das ganz einfach eine der dicksten Szenen in der Geschichte des Films.

Auch die anderen Protagonisten machen ihre Sache gut und man hat auch viel Zeit alle kennen zu lernen, denn es wird eine ganze Weile dauern, bis der Film seinem Namen gerecht wird. Durch die großartig erzeugte Spannung merkt man das jedoch nicht. Cameron zog damals sämtliche Register des modernen Kinos, wie z.B. der auch später in ‘Terminator’ vorkommende Blaufilter, um dem Bild eine gewisse Kälte zu vermitteln. Die Kulissen.. oh Mann das ist eh das Dickste an dem ganzen Film. 18 Millionen Dollar kostete der Spaß und man sollte ihm jeden einzelnen dieser Scheine ansehen. Ehrlich gesagt ist es mir heute ein völliges Rätsel, wie man diesen Film trotz Inflation für so wenig Geld so perfekt drehen konnte. Von den Raumschiffen (Richtige Raumschiffe! Kein Kindergartenspielzeug wie in Episode I!) mitsamt ihrem Inneren, über die Oberfläche von LV-426, bis zu den ganz außerordentlich krank-geilen Kulissen in der Station, ist der gesamte Film eine Augenweide. Keine CGI, keine Greenbox usw., alles echt. Ungerade, unperfekt, dreckig. Und da kotze ich. Da kotze ich auf heutige Produktionen mit ihren 80% am Computer erstellten Szenen, denen man das auch immer wieder ansieht. :Q

Die Musikalische Untermalung hält sich in Grenzen. Zum einen weil es damals normal war nicht jeden Augenblick mit Musik zu untermalen, zum anderen weil man sie nur einsetzen wollte, wenn es wirklich nötig ist. Somit wurde erzielt, dass man sie deutlicher wahr nimmt, wenn sie einsetzt. Meistens hört man aber nur die Gespräche oder das Geballer. Und da haben wir das größte Problem des Films. So. Zum einen muss man wirklich auf die deutsche Synchro scheissen. Nicht dass sie ansich schlecht wäre aber es gibt halt ein Problem, was sie mit der aktuellen DVD ins Aus katapultiert: Die (nicht abschaltbaren) zusätzlichen Szenen für diesen Director’s Cut. Die mussten für Deutschland nämlich neu synchronisiert werden, da ‘Aliens’ einer der ersten Director’s Cut Filme war (!) und entsprechende Szenen vorher eben nicht beachtet werden konnten. Frag mich bitte nicht, wieso sie es nicht schafften die deutsche aka die SELBE Synchronstimme für Frau Weaver zu besorgen!!! Ich hab keine Ahnung!? Ich weiss nur, dass es nicht die selbe ist und damit sind die zusätzlichen Szenen behindert. Aber auch ohne andere Stimmen (bei anderen Darstellern ist das ebenfalls der Fall) fällt es ziemlich auf, weil die Nachsynchronisation natürlich in einem anderen Studio Jahre später statt fand und nicht die gleiche Qualität wie die frühere aufweist. Mal abgesehen davon, dass zwischen Sätzen wie “Get away from her, BITCH!” und “Lass sie gefälligst in Ruhe Du MISTVIEH!” Welten liegen.

Das andere Problem am Sound prinzipiell ist die Restaurierung. Das viel mit schon beim ‘Jäger des verlore.. Indy’ auf. Viele der Soundeffekte wurden neu erstellt oder gemischt. Natürlich klingt das gut und es rummst auch ab und an, was zur damaligen Zeit noch nicht dem THX Standard entsprach, den wir heute kennen. Leider wurde aber nicht alles neu vertont (geht ja auch nicht denk ich mal). Das Ergebnis ist dann sowas hier:

- Gelaber. Stimmen hören sich alt an.
- Aliens kommen an und schreien in high quality.
- Es wird mit MGs geschossen. Hört sich blechern an.
- Ein Alien spießt einen Typ auf. Klarer Sound. Fetter Bass. (?)

..usw. Ich weiss nicht was die beste Lösung ist aber ich persönlich würde mir dann den Film lieber mit seinen alten Sounds anhören. Da geht dann wenigstens nicht soviel Flair verloren. Es sei aber noch bemerkt, dass es bei ‘Aliens’ (DIE RÜCKKEHR!!!) auch noch qualitative Unterschiede zwischen der deutschen und der amerikanischen Tonspur gibt. In der deutschen ist der Bass manchmal so penetrant, dass er einfach nur nervt. Was ein Kack.

Und die Aliens ansich? Naja sie sind die eigentlichen Hauptdarsteller des Films. Sie sind perfekt animiert (natürlich nopes CGI), sehen “böse” aus und killen ohne Vorwarnung. Die Queen setzt dem allen natürlich noch die Krone auf. Kurzes Fazit: Ein geileres Alien hab ich bis heute nicht gesehen (ja, ich würde mit ihr schlafen). Btw. wurde es komplett von Cameron selbst entworfen, da H. R. Giger (der Schöpfer des Designs der Aliens) keine Zeit hatte, weil er mit so geilen Projekten wie ‘Poltergeist II’ beschäftigt war. ~_????? Naja egal, die wahre Herkunft der Queen lässt sich auf jeden Fall nicht leugnen.

Fazit
Hier gibt es keine dumm-coolen Sprüche. Keine total unlogischen Handlungen. Keine CGI! Und trotzdem aka gerade deswegen ist ‘Aliens’ einer der beeindruckensten Filme der 80er Jahre und zieht diese Imposantz mühelos bis ins Heute. Allein die Titelsequenz baut in ihren ersten 10 Sekunden schon eine dichtere Atmosphäre auf, als andere vergleichbare Filme in über zweieinhalb Stunden.. wenn es überhaupt etwas Vergleichbares gibt. ‘Aliens’ zeigt in unserer Welt voller beKACKTER Fortsetzungen, was man zustande bringen kann, wenn die richtigen Menschen zusammenarbeiten. Bzw. ums mal ganz einfach auszudrücken aka elend zu zitieren: “Wer ihn noch niemals geschaut hat (Ist es möglich?) dem sei gesagt, das er ein dreckiger Hurensohn aus der Pussi einer vermoderten Schlampe ist.”

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Starship Troopers

STARSHIP TROOPERS | 1997 | USA | PAUL VERHOEVEN

Als ich Anno 1997 in diesen Film ging, wusste ich so gut wie gar nichts. Also ich meine nicht in Bezug auf den Film (das auch), sondern einfach von allem. ~_~ Ich wusste nichts über amerikanische Politik, Hollywood, Figging (http://de.wikipedia.org/wiki/figging), Paul Verhoeven,.. ich wusste nur, dass es um Aliens geht und viel viel Action. Deshalb löste ich eine Karte für 4,50 DM (ja wirklich!) und hockte mich in den Saal. Die Tatsache, dass der Film ab 18 war (aka ich halt gerade auch) interessierte mich eigentlich nicht aka ich war ziemlich neutral drauf. Und das ist es eben.. wenn man ohne irgendeine großartige Erwartung ins Kino geht und dann so weggehauen wird, dass mans erstmal gar nicht fassen kann.

Story
In der Zukunft wird die Erde von den ‘Bugs’ angegriffen. Einer Insektenrasse (wer hätts gedacht), die einfach nur das Ziel haben alles und jeden zu vernichten. Nach dem Abschluss der Schule, melden sich die Freunde Carl Jenkins, Johnny Rico und seine Freundin Carmen Ibanez beim Militär. Während sich Carl auf seine telepathischen Fähigkeiten konzentrieren will und Carmen einer Karriere als Schiffspilotin entgegenfiebert, ist Johnny zur Infanterie, weil er seiner Flamme nahe sein will. Doch bevor er sich versieht, beginnt der Krieg und reisst alles auseinander.

Kritik
Paul Verhoeven wurde mit seinem Film ‘RoboCop’ 1987 zum Geheimtipp. Der B-Movie-Flair, kombiniert mit einer überspitzten, zynischen und heute teilweise erschreckend realistischen Zeichnung einer kranken Zukunft, genießt heute einen gewissen Kultstatus. Und wie Verhoeven später mit den Blockbustern ‘Total Recall’ und ‘Basic Instinct’ bewies, war dieser Erfolg kein Eintagsfliege. Erst als er sich an etwas sexuell anrüchigerem als Basic Instinct versuchte, wurde er 1995 über Nacht zur internationalen Lachnummer. ‘Showgirls’ floppte derart heftig, dass noch heute von dem schlechtesten Film aller Zeiten gesprochen wird. Es regnete goldene Himbeeren. Und irgendwie gings danach auch nicht mehr richtig weiter. Nur einmal drehte er danach noch mal richtig auf (und bekam Gott sei Dank das Budget von ca. $105,000,000 zugesprochen) und ließ 1997 Starship Troopers auf uns los.

Der Film beginnt mit einer Kampfszene die sofort klarstellt, dass hier kein Kaffeekränzchen veranstaltet wird. Man kann die Szene als Werbung für den Rest des Films sehen, die hoch und heilig verspricht: Das ist ein typischer Verhoeven Actioner! Es fetzt, es spritzt Blut und es werden Menschen auseinandergerissen in bekannt markanter und übertriebener Art, wie das auch schon bei Robocop der Fall war. Ebenfalls mit dabei sind die satirischen Nachrichten bzw. Werbungen, die ab und zu eingeblendet werden und als Angriff auf die Weltpolitik zu verstehen sind. Mit Waffen spielende Kinder, die auch zum Wohle der Menschheit schon ganz früh Kakerlaken zertreten um ihrem Land Dienst zu leisten, sind da nur ein Beispiel für eine Zukunft, wie sie mittlerweile locker denkbar wäre. Die dabei agierenden übertriebenen Reaktionen der z.B. daraufhin begeisterten Lehrerin sind einfach göttlich. Das sind also die Grundzutaten für Starship Troopers. + die Story, die für Deutschland einfach mal geändert wurde, was natürlich mal wieder lächerlich ist.

In good old germany wird durch abgeänderte Dialoge suggeriert, dass die Menschen zur Armee gehen, weil sie ihrem Land dienen wollen und fertig. Einiges rafft man dann allerdings gar nicht, weil diverse Dialoge anscheinend keinen Sinn ergeben, wie z.B. die eine Frau, die erzählt, dass sie zur Armee geht, weil sie Kinder haben will. Hö? Antwort liefert das amerikanische Original, in dem eine funktionierende faschistoide Gesellschaft besteht und es einen gewaltigen Unterschied zwischen einem ‘Citizen’ und einem ‘Cilivian’ gibt. Erstere haben nämlich Militärdienst geleistet und sind somit ‘Bürger’, die anderen sind Zivilisten und haben dadurch unter anderem nicht das Recht zu wählen oder eben Kinder zu bekommen. Dieses Thema war Deutschland wohl zu heikel, was aber schließlich auch nicht half den Film vor der Indizierung zu retten. ~_~

Dabei ist alles so offensichtlich übertrieben: Richtige Männer. Das sind nur Menschen, die dem Militär beitreten, wie die Werbung der Armee auf höchst patriotische Weise suggeriert. Jüngste Rekruten sind die Retter der Erde.. natürlich Amerikaner, die nach ihrer Ausbildung immer strahlend weiss lächelnd vom Mutterschiff abgeworfen werden und sich gegenseitig reisserisch aufpuschen, bevor sie mutig “KOMMT DOCH HER!!! NA, GEFÄLLT EUCH DAS?” schreiend in die Schlacht treten, bis sie schließlich blutig zerfetzt werden. All das wird noch von einem total typischen Bombastscore unterstützt, den man sich zwar niemals behalten kann, aber immer erfreut ist wenn man ihn wieder hört. Es ist einfach so: Auch wenn der Gewaltgrad ziemlich hoch ist, man kann ihn nicht ernst nehmen. Sicherlich schockt man sich an einigen Szenen aber allein in der Militärausbildung ist das Ganze schon so skurril, dass man das nicht mit der Realität vergleichen kann, was wiederum für eine Satire äusserst wichtig ist. Leider versteht auch das Deutschland mal wieder nicht und schneidet in TV-Ausstrahlungen stets die heftigsten Stellen heraus, wodurch das Ziel einer harmloseren Fassung komplett verfehlt wird, da der Film durch diese Maßnahme ernster wirkt als vorher.

Schuld an diesen dicken Szenen, sind die tötenden Bugs. Und sie töten wo sie nur können. Tötungsgeilere Wesen hab ich ehrlich gesagt selten erlebt. Denn auch wenn sie nur noch ein Bein haben bzw. im Prinzip schon vor ihrem Ende stehen, raffen sie sich nochmal auf und hacken wie wild gewordene Deppen nochmal drauf los. xD Evtl. war es gar keine Absicht von Verhoeven, aber die Idee, den ersten Kontakt mit den 4 beinigen Riesenkäfern Nachts stattfinden zu lassen, war schlichtweg genial. Man sieht einfach nur wie sie alles niedermetzeln und obwohl man sie vollkommen sehen kann, checkt man Anfangs nicht wie sie aussehen. Als sie damals als Computeranimation über den Bildschirm huschten, sah das in diesen Mengen schon fantastisch aus. Jetzt sah ich den Film 11 Jahre später nochmal und glaubt es oder glaubt es nicht aber.. DIE BUGS SEHEN EINFACH PERFEKT AUS??? Es ist mir unbegreiflich. Als damals CGI öfters genutzt wurde, dachte ich immer, dass die Qualität immer besser werden müsste und das Gegenteil war der Fall wie uns ‘Star Wars Episode I, II, III’ oder insbesondere die ‘Matrix’ bewies. Actually gibt es bei Starship Troopers im Vergleich zu heutigen Filmen nur sehr wenig CGI-Szenen, in denen man die Computerherkunft offensichtlich erkennt UND dumm findet! Entweder hab ich was an den Augen oder sie wurden einfach nur sexy ins Bild gemischt. Alles wirkt wie aus einem Guss und die Interaktion mit computeranimierten Wesen sah bei keinem Alienfilm besser aus, würd ich jetzt fast sagen. Oder? .. .. J..ja, ich glaub schon. (“.)

Das Herz der Story sind aber natürlich die Darsteller. Und die wurden perfekt gewählt. Einen typischeren Vorzeigeamerikaner als Rico (gut gespielt von Casper Van Dien) gibt es einfach nicht: Blond, strahlend, Probleme in der Schule, harte Ausbildung und dann als ganzer Mann in den Krieg die Karriereleiter nach oben.. daraus sind amerikanische Träume gemacht. Seine Freundin (gespielt von der dickbrüstigen aber schielenden Denise Richards) zieht aus purer Karrieregeilheit den Stecker aus der Beziehung und widmet sich ganz ‘ihrem’ Leben. Und die ganzen anderen kranken Rekruten haben einen Charme, dass man nach mehrmaligem Anschauen schon lachen muss, wenn man gewisse Charaktere nur sieht oder weiss, was sie gleich sagen werden.

Dies ist in Verbindung mit der deutschen Synchro ein wunderschönes Paket. Denn obwohl das Original schon klasse ist und wie oben bereits erwähnt immerhin die richtigen Hintergründe zur Story bietet, übertrifft die deutsche Version den Trashfaktor bei weitem. Also.. die Dialoge sind sowieso dümmlich gewählt worden und bestehen aus den gängigen Klischees wie alles im Film, doch was hier in Sachen Synchro hingelegt wurde ist so B-Movie und banal geil, dass ich nur noch lachen kann aka “Das ganze Gehirn weggelutscht.” xDDD

Fazit
Nach Verhoeven ist ‘Starship Troopers’ als Satire auf den Faschismus und Militarismus konzipiert und es funktioniert. Das einzige Problem ist, dass diese Botschaft zu verschlüsselt daherkommt, sodaß nicht jeder die Doppeldeutigkeit erkennt. Doch in Zeiten von total glattgebügelten und dadurch ziemlich fragwürdigen Streifen wie ‘Chronicles Of Narnja’, in denen Kinder vom Weihnachtsmann Waffen geschenkt bekommen mit denen sie Gegner den Bauch durchstechen aber die Klinge immer schön sauber bleibt, ist ‘Starship Troopers’ auf jeden Fall eine erfrischende Abwechslung in der es 129 Minuten zur Sache geht wie in keinem anderen Actionfilm.

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Grand Theft Auto IV

GTA IV / 2008 / PS3 / ROCKSTAR

100 Millionen Dollar für 1000 Leute, die für ein Spiel jahrelang über 100.000 Fotos von New York aufnahmen. Was mittlerweile actual-gen budgettechnisch auf die Beine gestellt wird ist schon enorm. Als das erste GTA erschien wurden solche Zahlen nichteinmal erfasst und es war einfach nur nice sich in verschiedene Autos zu hocken um zweidimensional rumzucruisen. Als der 3. Teil auf der ps2 mit Hilfe eines dreidimensionalen Geländes alle Rekorde bisheriger Spielweltfreiheiten brach, war es nur eine Frage der Zeit bis sich eines der erfolgreichsten Franchsises auf der aktuellen Konsolengeneration wiederfindet. GTA IV erschien und schlug ein wie eine Bombe. 6 Millionen verkaufte Einheiten innerhalb der ersten Woche!? BAHA! “Das Spiel muss die Krönung sein” dachte ich mir und kaufte wie ein Blöder aka naja einmal halt. -_- Ich lernte dann IHN kennen..

Story

“Hi. Mein Name ist Nikolai aber alle nennen mich Nico oder eben Mr. Bellic. Ich bin Serbe und kam als Immigrant hierher nach Liberty City. Zum einen weil ich jemanden suche der für seine Vergangenheit büsen wird, zum anderen weil mein Cousin Roman hier lebt und mich einlud, mit ihm den ‘American Dream’ zu leben.. dieser verfickte Bastard. Er sagte er hätte schon alles erreicht. Viel Geld, eine eigene Firma und hübsche amerikanische Tussis mit operierten Möpsen. Aber es kam mir schon seltsam vor, als er mich, anstatt mit einer Limo, mit einem rostigen Schrotthaufen am Hafen abholte. Und als er mich in seine ‘Villa’, einem widerlichen 1-Zimmer-Appartment samt Kakerlaken, brachte, war ich im Prinzip genau da, wo ich schon immer war: In meiner Welt. Später verriet er mir dann, dass er ein Taxiunternehmen führt und.. naja egal. Jetzt musste ich also Roman helfen und selbst Geld herbeischaffen, damit wir hier nicht wie die letzten Penner leben müssen und ich mein Ziel verfolgen kann..

Kritik
Ich brauchte also viel Geld und das bekam ich hier auf die selbe Weise wie in jedem Land in dem ich war: Diebstahl, Drogenverkauf, Mordaufträge, Kidnapping,.. und nun auch Taxi fahren. Wtf? Naja zum Einstieg musste das eben reichen. Es dauerte aber nicht lange und ich hatte die richtigen Kontakte an der Hand, denn Verbrecher, die sich ihre saubere Weste bewahren wollen, gibt es hier auch wie Sand am Meer. Recht früh lernte ich einen alten Penner kennen, der meinte meinen Cousin rumschupsen zu können wie es ihm gerade passt. Zuerst verdiente ich an ihm und dann bezahlte er dafür mit seinem Leben. Sohn einer Hure. Er verstand nicht, dass man meine Familie nicht verarscht!! Aber okay. Ich steigerte mein Ansehen, damit mein Gehalt und somit meinen kompletten Lebensstil. Bald war essen kein Problem mehr und ich konnte mir gescheite Kleidung zulegen, öfters bowlen oder Dart spielen gehen oder auch mal einen der Stripclubs hier mit einem meiner neuen Freunde besuchen. Amerikanische Tittis sind echt geil.

Freunde.. ja. Ich hab hier schon ziemlich abartige Menschen kennenlernen müssen. Zum Beispiel Bruder Jacob, ein immer zugekiffter Jamaikaner wie es ihn typischer gar nicht geben könnte. Aber er ist cool und wir haben eine Menge zusammen erlebt. Oder Brucie. Mein Gott ist das ein kranker Wichser. Er trainiert den ganzen Tag und hält sich für den größten Pimp. Ich glaube er spritzt sich Pferdesteroide oder son Zeug. Auf jeden Fall ist er ziemlich hyperaktiv und bescheuert. Aber ich mag ihn. Tja und dann wären da noch die Frauen. Wie kompliziert die alle sind, wenn man die ins Bett kriegen will? In Serbien geht das viel einfacher. Du sagst “Los Schlampe, nimm ihn in den Mund” und sie gehorcht. Aber hier musst Du sie zum Essen einladen, mit ihnen bowlen gehen, ein Kabarett besuchen oder stundenlang absurde Gespräche führen, bis Du Dich selbst nicht mehr beim reden hören kannst. Das geht mir zwar auf die Nerven aber dafür sind sie dann auch wenigstens naiv genug zu glauben, dass ich der netteste Mensch der ganzen Welt bin. Sie wundern sich auch nie, dass ich sie ständig mit einem neuen Auto abhole. Es sind halt ziemlich oberflächliche Leute hier aber naja.. das ist nicht mein Problem. Und mit der Zeit hab ich auch bemerkt, dass sich dieser ganze Einladmist schließlich bezahlt macht. Ich bekomme jetzt von der einen 50% Rabatt in Klamottenläden und von der anderen meinen Polizeilevel runtergeschraubt. Das ist auch gut so, denn wenn die Bullen erstmal hinter Dir her sind.. also nicht wegen eines gestohlenen Autos oder so, sondern wegen anderen Dingen.. dann sind die schon ganz hartnäckig.

Allerdings habe ich ja alle Möglichkeiten der Welt zu entkommen. Ich flug schon mit Helikoptern durch die Stadt, sprang mit Booten über Schanzen, verfolgte irgendwelche kranken Pisser durch mit Mülltonnen vollgestellte Gassen oder fuhr Laster mit Sprengstoff zu bestimmten Leuten. Am meisten sitz ich aber in einem der zahlreichen schnellen Autos die es hier gibt. Liberty City ist die perfekte Vorzeigestadt wie es langsam aber sich er auf der ganzen Welt läuft. Eine Metropole zwischen arm und reich. Mittelstand gibt es hier kaum. Naja auf jeden Fall.. viele sind abgeschlossen oder es sitzen reiche Penner drin. Aber das ist kein Problem. Und in einer dicken Karre mit guter Musik hier durch die Ghettos zu cruisen, ist einfach cool. Der Radiosender von Liberty City hat gute Musik. Von chillout und Rock über Metal und HipHop bis zum Techno gibts hier so ziemlich alles. Dazwischen muss ich allerdings feststellen, dass hier einige Leute ganz schön einen an der Waffel haben. Die Sendungen die darauf laufen werden von Spinnern moderiert und von noch größeren Idioten angerufen. Ab und an höre ich aber auch mal Nachrichten über meinen letzten Auftrag und als was der in Liberty City hingestellt wurde. Das Angebot ist groß. Allerdings ist die Stadt auch riesengroß und Zeit ist Geld. Wenn ich dann irgendwo schnell hin soll, nehm ich mir manchmal auch ein Taxi.

Am Zielort, muss ich dann meistens jemanden erledigen. Das feige Schwein rennt oft weg und ich jag ihm dann hinterher bis er in der Falle sitzt. Oder macht einen auf cool und schickt eine Bande von Idioten auf mich, was mich verständlicherweise aber nur noch wütender macht. Dabei ist das alles vergeudete Zeit. Sie haben sowieso keine Chance. Ich habe jede Menge Waffen wie Uzis, Granaten, einen Raketenwerfer oder auch einfach mal einen schönen Baseballschläger, um ihnen eine Lektion zu erteilen die sie so schnell nicht mehr vergessen werden. Genau wie es der eine Typ den ich suche nicht mehr vergessen wird wenn ich ihn treffe. Selbst in der Hölle wird er noch daran denken was ich ihm angetan habe, dafür, was er MIR angetan hat! Er wird büßen! Wenn er da liegt und über sein beschissenes Leben, mit seiner verschissenen Vergangenheit nachdenkt, während ich ihm die Zähne einschlage bis er blutüberströmt stirbt indem er sein eigenes Erbrochenes..

Äh ja. Wie man lesen kann ist Nico Bellic ein mittlerweile in Spielen öfters vorkommender Charaktertyp, der sich das einfach gestrickte Image von Gut und Böse nicht zuweisen lässt. Klar ist er ein Arschloch. Aber auch in seinem Leben gibt es eine Aufgabe und Dinge die ihm wichtig sind. Diese Verletzbarkeit, so heftig es in GTAIV auch manchmal zur Sache geht, macht ihn, verbunden mit seiner anfänglichen Armut, ziemlich symphatisch. Er scheisst eigentlich auf alles, bis auf Dinge die für seine Welt von Bedeutung sind. Und das sind seine Freunde und seine Familie. Gleichzeitig ist Nico Bellic einer der coolsten Charaktere, die ich bis jetzt spielen durfte. Er ist kein typischer Sprücheklopfer der Marke Hollywood, hat aber jederzeit was auf der Zunge und geizt nie mit provokanten Anspielungen auf alles und jeden. Ich lachte mir teilweise bei den Zwischensequenzen den Arsch ab und konnte mich manchmal nicht auf die Missionen konzentrieren. xD Geil. Die seltsamen Gestalten die er in Liberty City kennenlernt sind allerdings auch tatsächlich so klischeehaft geil in Szene gesetzt worden, dass es nur zu absurden Gesprächen kommen kann! Wenn etwa eine zugekokste HipHop-Schlampe auf einen mordfilmenden, doch von Gott dazu berufenen, Möchtegernengel trifft, sieht Nico immer zu, ist aber selten bestürzt oder belustigt, sondern überlässt dies dem Spieler. Ich erlebte es bisher selten, aber ich fand die Story von Nico Bellic und seinem immer mehr durchscheinenden Hass auf einen Mann irgendwann so interessant, dass ich teilweise 6h am Stück playte was im Zuge eines Arbeitstages nicht wenig ist und ich zuletzt höchstens bei God Of War tat. Aber was soll ich schon sagen.. wenn man nicht an der Story feilt, verbringt man halt so den ganzen Tag in Liberty City. Und wenn es nur ein Spaziergang am Strand ist. ~_~ Das ist nicht abwegig, denn in GTA macht leider einfach mal alles Spaß. Alles!

Geht es nur um das Spiel ansich ist das Ganze recht einfach. Irgendwann piepst das Handy und man geht ran. Man bekommt von diversen Freunden, Kollegen und zum Teil auch Feinden Aufträge, die man für Geld erledigen kann. Leider werden das nach fortgeschrittener Story immer mehr Schiessereien und Verfolgungen einzelner Personen oder ganzer Gruppen. Denn bis zur ersten Hälfte des Spiels ist noch extrem viel Abwechslung geboten. Taxi fahren, Kidnapping, Drohungen anhand eines Backsteins aussprechen, Transport von Schmuggelware, Überfälle, Internetdates, usw. Erhält man einen dieser Aufträge die durch teils witzige, teils wirklich absurde Gespräche zustande kommen, besorgt man sich ein Gefährt und begibt sich zum Zielort. Das Spiel bleibt jederzeit fair und gibt immer hilfreiche Tipps was als nächstes zu tun ist. Selten weiss man nicht was man eigentlich gerade tun muss. Fair ist es auch, dass man nach dem Ableben die Möglichkeit hat die Mission sofort zu wiederholen. Einziger Wermutstropfen ist die Fahrt zum besagten Zielort, die man nun wiederholen muss.

Und was bei der ersten Schießerei auffällt ist die ENORM verbesserte Steuerung! Poah, ich watchte nicht schlecht, als ich mich mit einem Tastendruck in Deckung begab und nun entweder blind oder gezielt auf Gegner ballern konnte, Hechtsprünge oder Sprints zur nächsten Deckungsmöglichkeit vollführte und wahlweise auch noch halbautomatisch zielen konnte. Äh.. hätte sich so Metal Gear Solid 4 gespielt, hätte ich es womöglich geliebt!? :Q Okay ich will nicht übertreiben aber die Steuerung ist wirklich genial. Natürlich wird man es jetzt dem Hardcoregamer nicht recht gemacht haben, denn mitunter sind nun Kämpfe viel einfacher zu bewerkstelligen aber da scheiss ich doch drauf. Lieber so als wenn ich 89639x verrecke und das Spiel in die Ecke donner. Nach erfolgreicher Bewältigung der Aufgabe bekommt man Kohle und die Story entwickelt sich weiter. Neben den Hauptmissionen, gibt es noch sehr viele Submissions. Da aber alle gleich behandelt bzw. markiert werden, ist es vorher nicht auszumachen, welche nun die Geschichte voran treibt und welche nicht. Aber das macht nichts, denn ehrlich gesagt, macht so ziemlich jede Mission auf ihre Weise Spaß, mit zwei drei Ausnahmen eventuell. Doch durch die große Auswahl welche man als nächstes angehen will, fallen besagte Ausnahmen nicht ins Gewicht.

Möglichkeiten. Das ist das, was GTA schon immer ausmachte und in Teil 4 wird es genau so zelebriert wie bei den Vorgängnern: Freiheit. Denn so ziemlich jederzeit kann man machen was man will. Zum Beispiel im Central Park rumlaufen (Liberty City = New York), einen Hubschrauberrundflug buchen oder die Freiheitsstatue besichtigen. Bin ich hingegen sogar gelangweilt mit einem Lamborgini über Sprungschanzen zu brettern oder mit einem Segelboot den Hafen entlang zu schippern, besauf ich mich halt mit einem Kumpel in ner Bar oder ich geh ins Kabarett, in dem der Zauberer aus Versehen seiner ‘versauten Assistentin ein Messer in die Brust schmeisst und es dann noch so darstellt, als wäre das Absicht gewesen, weil sie mit dem Kulissentechniker rumgevögelt hat. All diese kranken Dinge erlebt Nico im Minutentakt, denn im Auto oder zu Hause vor dem Fernseher ist er auch nicht sicher vor dieser äusserst merkwürdigen Stadt. Prompt höre ich Werbung für die Website ‘babiesovernight.com’, über die man echte Babys für eine Nacht mieten kann aka “If you don’t like the one we send you, just throw it in the trash and we’ll send a new one.” xD oder sehe TV-Shows in denen sich zwei führende Personen der Politik mit Werbespots jeweils gegenseitig als hinterhältig, schwul, assozial, oder sonst was darstellen. Das Ganze ist sehr kontrovers, denn zum einen sind diese News ziemlich witzig, da völlig absurd und überspitzt.. zum anderen hat man sich zu Zeiten von ähnlichen News in z.B. Robocop oder Starship Troopers nichtmal träumen lassen, dass es auch nur ansatzweise so abgehen könnte. Und mittlerweile ist es glaub ich nicht mehr so ganz unvorstellbar. :Q Selbst die Internetcafes die man in der Stadt besuchen kann, stecken vor skurilen Websites über Nachrichten, Werbung und web.20 bezogenen Sites, die alle extra für GTA entwickelt wurden aka ein fake Internet. Da gibt es ‘myspace’ oder ‘youtube’ genauso wie Klingeltonseiten (um auch sein eigenes Handy zu pimpen) oder Foren. Und das erschreckende aka geile aka wirklich erschreckende ist, dass z.B. comments der besagten Seiten im Prinzip 1:1 das wiederspiegeln was wir hier ebenfalls an geistigem Dünnpfiff lesen dürfen. Es ist witzig, weil z.B. 6 comments eines Videos so ziemlich jede Art eines comments bei youtube abdecken die man sich vorstellen kann. Andererseits ist es ziemlich traurig, dass es so einfach ist. Auch Internetdates mit den Bewohnern sind möglich. Man kann Personen anschreiben nachdem man ihre kranken Profile gelesen hat das meistens vor sexueller Angabe nur so wimmelt (realistisch halt) und kann sich mit ihnen treffen, trinken, Billiard spielen und es schließlich drauf ankommen lassen. Diverse Vorzüge von solchen “Beziehungen” hat Nico ja schon erwähnt.

Die Freiheiten, mit dem man in der lebendigen Stadt handelt, kennen fast keine Grenzen. Das ist auch der Grund, weshalb GTA immer wieder im Internet und der Politik diskutiert wird. Ich werde hier jetzt keine ausufernde Kritik daran üben aber das Ganze kann einem in Hinblick auf die Zukunft schon zu denken geben. Einerseits ist mir das nämlich scheissegal. Ich sehe nicht ein, wieso ich auf so ein Spiel verzichten sollte, denn das Hauptziel ist definitiv nicht z.B. unschuldige Passanten abzuknallen. Logisch befriedigt man seine Neugier und knallt mal einen Haufen ab, um zu sehen mit welchen Konsequenzen man rechnen muss. Witzige Szenen wie z.B. die ‘Entschuldigungen’ von Nico, wenn er gerade mit 100 Sachen jemanden von der Strasse holt “Sorry. NOT cool!” bringen einen unweigerlich zum schmunzeln. Aber tjopes.. jeder der das Spiel spielt, wird auf andere Dinge bock haben, als die ganze Zeit Passanten abzuknallen. Weil es ganz einfach ziemlich schnell langweilig wird. Andererseits aka und das ist natürlich das Problem: Es geht halt überhaupt. Und nicht nur, dass es kein Problem ist, sondern es wird auch keins draus gemacht, wenn ich es durchführe. Das Schlimmste was ich in GTA nämlich für einen Mord an einer Unschuldigen Person zu befürchten habe, ist der Fahndungslevel 1 von 6. Das Gleiche, wie wenn ich ein Auto vor den Augen der Polizei aufbreche oder vor ihnen in die Luft schiesse. Desweiteren ist es von einigen Seiten sicherlich nicht nachvollziehbar, wieso eine Mission als gescheitert gilt, wenn man seinen Partner tötet (und sie auch noch locker ohne ihn schaffen würde), während es kein Thema ist auf seinem Streifzug 50 Zivilisten draufgehen zu lassen. Fakt ist: Rockstar Games bewegt sich hier auf sehr dünnem Eis und belasten es nahezu maximal. Dass dies sehr wohl wissentlich am Rande des Machbaren geschieht wird umso klarer, wenn man sich kurz überlegt, wieso in Liberty City – höchst unrealistisch – keine Kinder rumlaufen, die man mit dem Baseballschläger verdreschen kann. Oder wo sind die per Molotov-Cocktails anzündbaren, schwangeren Mütter? Grenzen gibt es also schon noch. Aber seien wir ehrlich.. vor 5 Jahren hätte es ein Spiel mit dieser diesem Grad an Realismus und Möglichkeiten der Tötung von Unschuldigen niemals auf den Markt geschafft.. schon gar nicht in Deutschland. Das Limit verschiebt sich also weiter nach oben. Und ich frage mich ganz einfach, wo das wohl hinführen soll. Kann man in GTA7 eventuell auch Kinder im Auto kidnappen und verkloppen oder Frauen vergewaltigen? Oder umgekehrt? Aber das ist wohl ein prinzipielles Thema aka ich wollts nur mal anschneiden.

Wenn wir aber beim Realismus sind.. zuständig für die optische Bearbeitung ist hier die Grafikengine. Und was soll ich schon sagen.. sie ist.. der Wahnsinn. Eine lebendige Stadt mit Tageszyklus, verschiedenen Wetterbedingungen, sich im Wind wiegenden Telefonleitungen, Leben auf den Straßen, einem regen Verkehrsaufkommen, Geschäften, Parks, Brunnen, Jogger, Spaziergänger, Bauarbeiter,.. es kann noch so weitergehen. Wenn man in kleinen Hinterhöfen steht und die Sonne den Himmel in dunkles orange taucht, fühlt man sich obgleich des eigentlich hässlichen Ortes pudelwohl. Die ausgestrahlte Atmosphäre ist in vielerlei Hinsicht besser als in jedem anderen Spiel und wer mir hier erzählen will die Grafik wäre nicht “so”, spinnt ja wohl ganz offensichtlich. Wenn ich das nochmal mit dem blitzeblank geputzten Metal Gear Solid 4 vergleiche, gebe ich GTAIV jederzeit den Vorzug. Und das, obwohl GTAIV konstant ruckelt. Ich HASSE ruckeln!!! Und zugegeben kann das manchmal ziemlich heftig werden aka es steht völlig ausser Frage, dass es mit 60fps definitiv noch schöner wäre. Aber es tut mir leid.. ich kann darauf einfach nicht sauer sein, weil dafür eben alles wie aus einem Guss wirkt und es bei der enormen Größe der Metropole zu keinem Zeitpunkt Ladezeiten gibt, die den Spielfluss unterbrechen würden. Ohne diese Art würde das ganze Prinzip nicht funktionieren. Und wo es mit der Grafik klappt, ist es bei der Geräuschkulisse nicht anders. Wind & Wetter, Autos, Waffen, blabla,.. alles hört sich klasse an und ab und an hört man auch mal einen druckvollen Wumms, wenn man etwa ein Auto in die Luft sprengt. Einen Preis haben aber vor allem die Stimmen der Charaktere verdient. die Klischees werden mehr als bedient und das überspitzt Gesprochene ergänzt das was man gerade sieht. Es klingt cooler als in vielen Filmen ehrlich gesagt. Gott sei Dank gibt es keine deutsche Synchro. Sie wäre bestimmt mal wieder mehr als peinlich. =/

Tjo.. nicht peinliche aber ziemlich nervige Dinge gibts natürlich auch in GTA (was fürn Übergang). Die Ballermissionen beispielsweise. Nicht anfangs, aber wie schon erwähnt wird es gegen Ende hin ziemlich einseitig. Man erlebt zwar immer andere Locations aber der Ablauf bleibt stets der gleiche. Zu allem Überfluss ist die letzte Mission im Vergleich zu den gut 60h+ davor auch noch kackschwer und wenn man Pech hat wiederholt man sie in vollem Umfang mehrere Male. Ich persönlich kotzte da ein bisschen. Was auch ziemlich mies ist, ist das Navi in den Autos. Die Idee ansich ist SUPER, denn ich hätte keinen Bock gehabt ständig auf ner Karte nachzuschauen wo ich eigentlich hin muss. Der Nachteil ist nur, dass a) Sprach-Navis nichts bringen, da man eh immer schneller unterwegs ist als das Ding sprechen kann und b) man so darauf angewiesen ist dauernd nach unten zu gucken bzw. nicht auf die Strasse achten zu können. Fährt man an einer Ausfahrt vorbei, lotst Dich das Teil meistens nicht um zwei andere Ecken hin, sondern will prinzipiell erstmal, dass Du Dich umdrehst. Nervige Scheisse. Aber diese kleinen negativen Gegebenheiten fallen nicht weiter auf. Zu groß ist der Spaß den man mit dem Spiel hat.

Fazit
Baha. Also GTAIV ist leider bis jetzt das Geilste, was ich bis jetzt auf der PS3 spielen durfte. Und das ausgiebig, denn ehrlich gesagt lässt es einen halt einfach nicht mehr los, bis man so ziemlich alles erkundet hat.. was so gut wie unmöglich ist. Wieviel Spaß muss ein Spiel bitte machen, dass man sich Abends hinsetzt, die Konsole anschmeisst und einfach nur ein paar Stunden in einer virtuellen Stadt verbringt, in der man nur rumfährt und nach dem 5. Mal immer noch beeindruckt ist wie toll es aussieht, wenn der Sonnenuntergang die Verbindugsbrücke, auf der man sich gerade befindet, ein weiteres Mal in gleissendes, dunkelorangenes Licht taucht? Es muss sich dann wohl um eines der besten Spiele unserer Zeit handeln.

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Sparrow

Sparrow
(文雀 | hong kong 2008 | johnnie to)

Kei (Simon Yam) und seine Brüder (Gordon Lam, Law-Wing Cheong, Kenneth Cheung) sind Taschendiebe in Hong Kong. Dazu ist Kei aber auch noch ein ziemlich Nostalgiker, der mit dem Fahrrad durch die riesige Metropole fährt und mit seiner alten Analog-Cam S/W-Fotos macht. Dann tritt die mysteriöse wie hübsche Chung Chun Lei (Kelly Lin) in das Leben der Brüder und macht sie mit ihren Reizen auf sich aufmerksam. Natürlich hat sie dabei einen Hintergedanken.


Nach den bleischweren (ha ha) Krimi-Epen der letzten Jahre bringt Johnnie To nun also endlich den langersehnten
Sparrow. Drei Jahre in der Mache – fast so lang wie PTU – das kann nur heißen, dass es sich um einen sehr persönlichen Film handeln muss. Und in der Tat möchte To mit diesem Film vor allem seine Liebe zu Hong Kong als Stadt, als Heimatort ausdrücken; ein Hong Kong, das sich aber auch rapide verändert, nicht nur im politischen, sondern auch im architektonischen Sinne. Eine Stadt im Wandel, und eine Stadt, der keiner so recht eine Geschichte, eine Kultur zuschreiben möchte.

Kei versucht mit seinen Fotos einen Ort zu verewigen, der in dieser Form vielleicht eines Tages verschwunden sein wird. Im echten Leben will Johnnie To das mit diesem Film tun. Es gelingt ihm: Er fängt ein urbanes, quirliges Hong Kong ein, in das sich die ebenso quirligen Taschendiebe leicht hineinfügen. In eleganten Bildern und jazzig-schwebender Musik nähert sich To der Nouvelle Vague an, mit sanften humoristischen Einlagen und viel Augenzwinkern. Herzerwärmend. Auch wegen des tollen Casts, bei dem die Milkyway-Haudegen Simon Yam und Gorden Lam gewohnt punkten, aber auch To-Protégé Law-Wing Cheong, eigentlich als Regisseur bekannt, überraschend positiv auffällt. Die Story ist letztlich nur eine Entschuldigung für locker verwobene Szenen, dünnes Beiwerk einer audiovisuellen Postkarte aus Hong Kong. Das heißt aber auch: Wer an dieser Stelle auch nur ein bisschen zu viel erwartet, wird definitiv enttäuscht werden. An jeder denkbaren Stelle macht To deutlich, dass Sparrow ein Film, eine Erfahrung ist – dazu gehören auch wenig glaubwürdige Plottwists und eine vor allem im späteren Verlauf immer orientierungslosere Entwicklung, bei der klar wird, dass To bloß nach Trittsteinen sucht, mit denen er auf sein großes Finale hinarbeiten kann.

Dazu kommt, dass die ungemeine Leichtfüßigkeit des Films hier und da forciert wirkt – vor allem wegen der Musik, die klasse und doch wenig zurückhaltend ist. Auf der anderen Seite darf man sich aber überlegen: Wann bekommt man einen Film wie Sparrow schon einmal aus Hong Kong? Da ist es mehr als vertretbar, dass To hier und da etwas übertreibt, denn auch das tut er immer noch in absoluter Souveränität auf seinem Feld. Der ganz große Wurf ist Sparrow dennoch nicht, ein bisschen zu zerfahren, ein bisschen zu gewollt, und wer Mad Detective schon mehr als Spielerei denn als durchdachtes Meisterwerk betrachtet hat, wird mit diesem Film genauso wenig Freude haben.

Kino pur, Milkyway au français, ein Lächeln auf dem Gesicht, ein zarter Wind, kaum da – und schon wieder weg. Alles andere ist bloß Vogelgezwitscher.

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Ming Ming

MING
MING.
HONG KONG 2006

Ming Ming (Zhou Xun) ist eine Martial Arts Prinzessin in einer nicht näher beschriebenen und nicht all zu entfernten Zukunft. Bei einem Kampf lernt sie D (Daniel Wu) kennen und verliebt sich prompt in ihn. D hat ständig nur einen Wunsch. Er will nach Harbin. Jede Frau, die ihm 5 Millionen bringt, mit der fährt er nach Harbin. Klar, dass Ming Ming gleich mal zum nächsten Gangsterobermotz fährt, ihm ein paar Tritte und Kugeln um die Ohren haut und mit 5 Millionen zurück kehrt.

Doch D ist weg…

Baha alter. Was war das denn bitte. Ming Ming ist der erste Film von Susie An, die sich vorher lediglich mit Musikvideos einen Namen gemacht hat und das merkt man auch. Hier wird mit Effekten sowie Filtern herumgeworfen und auf dem Schneidetisch gebumst, dass sich das Zelluloid biegt. Hier ist nichts mehr real. Wenn kein Farbfilter im Bild ist, dann ist ein Rauschen im Bild. Wenn man gerade denkt, alles wäre in Ordnung, friert das Bild einfach ein und springt 2 Sekunden später vier Meter nach vorne. Sowas kann ziemlich schnell nerven und einem die Übersicht nehmen, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass Susie Au eine für mich absolut vertretbare Mischung fand. Der Musikvideolook ist zwar permanent vorhanden, aber es gibt auch ruhige Momente und Szenen. In ruhigeren Abschnitten wird lediglich mit Tiefenunschärfe und Farbfiltern geprotzt. Dabei ist Ming Ming lustigerweise mit fast nichts zu vergleichen. Es ist kein Wong Kar Wai Stilismus, aber auch keine <insert famous video director’s name here> Abnormalität. Spätestens, wenn Daniel Wu mit der unglaublich süßen / sexy Zhou Xun in der Badewanne sitzt und man selbst da die Styleeffekte um die Ohren gehauen kriegt, muss man entweder wichsen, kotzen oder lachen. Bei mir trat einfach alles in Kraft, da ich aufgrund des Styles gehörig wichste, kotzte, dass ich nicht ganz folgen konnte und etwas lachte, da die Übertriebenheit der Effekte und der Darstellung mir ein Lächeln auf die Arschbacken zauberte.

Jetzt kommt’s aber ganz dicke. Musikvideoregisseure neigen ja dazu, sich komplett der Stilwichserei hinzugeben und den Plot zu vernachlässigen, aber in Ming Mings Fall muss ich zugeben, dass mir der Plot gefiel. Also zu aller erst muss klargestellt werden, dass es sich hierbei um eine fiktive Geschichte handelt, die noch dazu in einer nicht näher beschriebenen Zukunft spielt. Genau das lässt einem nämlich diverse Szenen, vor allem die Kämpfe, etwas besser verstehen und vor allem verdauen. Gerade am Anfang wird man bombardiert mit lustigen und teils innovativen Einfällen, vor allem während der Kämpfe. Aber auch der Plot ansich, in dem es um eine Doppelgängerin, 5 Millionen, eine Holzkiste und Harbin geht, kann dadurch “ernst” genommen werden. Ich akzeptierte einfach alles so, wie es war, da es ohnehin kein ernster Krimi war. Molodezhnajas Kritik am Doppelgänger Subplot kann ich nicht ganz nachvollziehen, da dieser eh fast zweitrangig war. Ming Ming ist in D verknallt und lustigerweise trifft sie eines Tages auf eine Tussi, die genauso aussieht, wie Ming Ming. Nana heißt sie und ist zufälligerweise auch Ds Freundin. Das wäre ein ziemlicher Zufall im echten Leben, wird im Film aber relativ plausibel und vor allem “locker” rüber gebracht.

Positiv überrascht war ich dann auch von der Romanze, die sich ungefähr in der Mitte des Filmes bildet. Den Charakteren wurde nach all der Action im ersten Drittel erstaunlich viel Zeit gewidmet und genau das braucht’s ja ohnehin in so einem Part. Auch wenn die Mitte etwas langatmig war, lag das nicht an der Romanze ansich, sondern an der Ziellosigkeit des Plots. Irgendwie wollen alle nach Harbin, sind dann aber in Shanghai und suchen D. Anstatt sie aber suchen, liegen sie nur auf Betten, sitzen auf Mauern oder stehen rum und reden davon, wie sie gerne nach D suchen würden. Das ist bisschen weird, wird dann aber durch das a… absolut sicke Ende wieder wett gemacht. Ein Ende, welches mich tatsächlich überraschte und mich etwas lachen ließ.

Also… bestimmt kein Film für Jedermann. Man muss sich schon auf einen 2-stündigen Videoclip einstellen, aber wer auf tolle visuals steht, der findet in Ming Ming genau das, was er braucht. Wer auf einen ausgefeilten Plott steht, der sollte sich zuerst andere Filme anschauen, aber auch Ming Ming geht in Ordnung, wenn ohnehin nichts anderes zur Verfügung steht. Zumal die chinesische Pop-Prinzessin Zhou Xun als schwarzhaarige Ming Ming einfach nur huuurengeil aussieht. Schon allein deswegen sollte man sich Ming Ming anschauen. :Q

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Nong Shim Chapagetti

Spaghetti? Nein Chapagetti! Die Marketinggenies bei Nong Shim haben sich bei der Namensgebung dieser Ramen wahrlich selber übertroffen, einfach der Hammer. Zur Aufklärung sei hier anzumerken, dass Chajang Myun ein asiatisches Gericht zu sein scheint das mit Rindfleisch oder Schwein und einer süßlich schmeckenden Paste aus schwarzen Bohnen zubereitet wird. Ramen fressen bildet. Zumindest in kulinarischer Hinsicht.

Da ich keinen Plan habe wie Chajang Myun schmecken soll, musste ich mich auf meinen eigenen Geschmack verlassen.

Die Zubereitung gestaltet sich hier geringfügig umständlicher als gewöhnlich. Man muss zuerst die Nudeln samt den Gemüsestückchen für 5 Minuten kochen und danach das Wasser abgießen bis in etwa 6 Löffel Wasser überig bleiben. Dann erst fügt ihr Suppenpulver und Öl hinzu. Ob Esslöffel oder Teelöffel gemeint sind verschweigt die Kochanleitung dummerweise, also ging ich von Esslöffeln aus. Aber versucht mal 6 EL abzuschätzen. Darüber hinaus muss man ständig aufpassen dass man beim Abgießen des Wassers keine der Gemüsestückchen mit wegschüttet. Das ist auch der Grund warum die Soße wohl wenig intensiv schmeckte. Bei meiner Recherche (ja lacht nur!) las ich auch dass es am besten wäre wenn man das Wasser so gut es geht komplett abgießt.

Das Endergebnis sieht etwas gewöhnungsbedürftig aus und auch das Aroma der Ramen könnte so manchen irritieren. Mich erinnerte der Geruch stark an Kakao, auch wenn auf der Packung nichts davon zu finden ist. Was einem auch sofort auffällt sind die großen Gemüsestücke, die ich in solchen Ausmaßen noch nie in Ramen vorgefunden habe. Zwiebel, Kohl, Karotten und sogar Bratkartoffelstücke sind hier vertreten .Ein dicker Pluspunkt für Nong Shim. Auch kleine Stücke von Fleisch die von der Textur und der Bissfestigkeit wie Rind oder Schwein wirkten fanden sich in der dunklen Soße wieder. Lustigerweise steht bei den Zutaten nirgendwo etwas davon. Lediglich von Garnelen ist dort die Rede….

Egal, die Nudeln waren schön dick und bissfest. Ein weiterer Punkt für Nong Shim. Die Soße schmeckte eigentlich ganz okay, leicht süßlich auch wenn sie auf jeden Fall mehr Würze vertragen hätte. Auch nach Schärfe sucht man hier leider vergebens. Geschmacklich sicher kein Überflieger aber man wird gut satt davon. Hier lässt sich mit Nachwürzen bestimmt noch mehr rausholen, denn die Basis ist eigentlich recht fein.

Fazit:
Eine Abechslung zum üblichen Ramen Einerlei. Große Gemüsestücke und dicke Nudeln (höhö) erfreuten den Tester. Leider war der Geschmack insgesamt ein wenig fade und es war so gut wie keine Schärfe vorhanden.

Trotzdem bleib ein angenehmes Gefühl der Sättigung am Ende. Ich werde vielleicht mit weniger Wasser und Nachwürzen experimentieren, denn hier ist auf jeden Fall Potential vorhanden. Leider gibt es auch bei der Zubereitung leichte Abzüge, da sie leicht aufwändiger ist als sonst. Aller Widrigkeiten zum Trotz kristallisiert sich Nong Shim für mich langsam zu meinem persönlichen Favoriten heraus. Stay tuned.

Geschmack

Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Döner - null Punke! Döner - null Punke!

Schärfe
Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke!

Verpackung
Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Döner - null Punke! Döner - null Punke!

Zubereitung

Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Döner - null Punke!

Vegan:
Nein (Garnelen,Ei…)

Inhaltsstoffe:

Garnelens, Sesam, Ei,Laktose,Zucker,div. Geschmacksverstärker,getrocknete Zwiebeln,Kohl,Karotten,Bratkartoffeln,Rapsöl

Nissin Demae Ramen – Rindfleisch Geschmack

Der heutige Kandidat kommt vom Urvater der Ramen, Nissin Foods. Born in Japan .Ein Typ namens Momofuku Andō erfand dort 1958 die ersten Ramen die als “Chikin Ramen” auf den Markt kamen. Auch die praktischen Cupramen gehen auf sein Konto. Herrn Andō segnete im Jänner 2007 das Zeitliche. Der Junge auf der Packung hat rote Bäckchen als wär ihm nicht ganz wohl beim Ausliefern der Nudeln. Ein dunkles Vorzeichen?

Die Ausstattung der Nissin Ramen präsentiert sich spartanisch. So finde ich nebst den Nudeln nur ein Säckchen mit Gewürz und eins mit Öl in der Packung vor. Schon beim ersten Schnuppern während der Zubereitung fällt auf dass das Gericht nur über ein äußerst dezentes Aroma verfügt. Lediglich der Geruch des Öls ist zu vernehmen der an Reis erinnert. “Da ist doch was faul im Staate Dänemark”, denkt sich der erfahrene Ramentester in mir und ich sollte leider recht behalten .Die Nudeln sind okay, nicht zu dünn und schön bissfest. Das ist auch schon das einzig positive was mir zu dieser faden Brühe einfällt. Grünzeug ist totale Fehlanzeige, also schnippelte ich behelfsmäßig etwas Schnittlauch rauf. Von Würze oder gar Schärfe fehlt bei diesen Ramen leider jede Spur. Noch beim Essen drängt sich mir die Frage auf ob diese Ramen vielleicht für den europäischen Markt “entschärft” wurden und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei näherer Betrachtung der Packung fällt auf dass die Kochanleitung für GB,F,D,NLS und D abgedruckt ist und nur ganz im inneren auf der Lasche in japanisch. “Made in EU”. Tja ich dachte mir meinen Teil. Wenn Ramen so schmecken als würde man lediglich die Nudeln und das Öl fressen kann etwas nicht stimmen. Rindfleischgeschmack? Den müsst ihr euch dazudenken.

Ein letzter Blick auf die Packung verrät uns die Zutaten. Unter anderen finden wir Rindfleischaroma, Rindfleischextrakt, Rindsfett, Kakaoaroma, Milch, sowie diverse E-Nummern vor. Also definitiv nix für Veganer. Auch wenn die wohl nie etwas davon mitbekommen würden, genau so wenig wie ich dummerweise.

Fazit:
Wenn ihr über keinerlei Geschmacksnerven mehr verfügt kauft diese Ramen. Oder halt. Kauft euch billigere Ramen. Für den Preis ist das was einem hier vorgesetzt wird nämlich ein schlechter Witz. Egal ob entschärft oder nicht. Herr Andō würde sich bestimmt schämen wenn er davon wüsste.

Geschmack

Kleina Döna! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke!

Schärfe
Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke!

Verpackung
Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Döner - null Punke!

Zubereitung

Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna! Kleina Döna!

Vegan:
Definitives NEIN

Inhaltsstoffe:
diverse Rindbestandteile (Aroma,Extrakt,Fett),Kakaoaroma,Milch etc.

Yeo’s Grass Jelly Drink

Kein Essen diesmal, sondern vielmehr ein Getränk. Obwohl es auch irgendwie wieder essbar ist. Aber dazu gleich mehr.

Also ich hab ja schon viel seltsames Zeug probiert, aber die Brühe hier hat mich dann doch etwas überrumpelt. Wenn das jetzt das neue Kultgetränk sein soll dann klärt mich bitte auf, denn ich hab noch nie etwas davon gehört. Es fing alles damit ich an dass ich in einem hiesigen Asiashop Ramen kaufte. Da sprang mir diese Dose ins Auge und ich dachte: “Hey ich probier das mal. Sieht aus wie so eine erfrischende Limo mit exotischen Früchten.”

Voll Vorfreude auf einen leckeren Durstlöscher öffnete ich sogleich die Dose, doch schon der erste Schluck war eine herbe Enttäuschung. Das Zeug schmeckt wie der Tee den man in Krankenhäusern zu trinken kriegt. Eine seltsame Mischung aus herbem Geschmack und zuviel Zucker.

Beim nächsten Schluck kam aber dann erst der echte Gag. Irgend ein fester Bestandteil schien sich da in den Tee verirrt zu haben. Ich denke ihr kennt dieses ekelhafte Gefühl etwas in eurer Nahrung vorzufinden dass da nicht hin gehört. Angewidert fischte ich ein Stückchen davon aus der Dose und es entpuppte sich als geleeartige Masse. Aha darum also Grass Jelly Drink? Sie machen das Zeug in die Dose rein damit man sich an dem Glibbermatsch erfreuen kann und das Gefühl hat als trinke man gerade etwas, wo jemand mal eben beherzt reingerotzt hat?

Danke Asien!

Ich las dann dass Grass Jelly ein beliebtes Dessert in China und Taiwan ist und aus irgend einer Minzeart hergestellt wird. Tja wieder was gelernt. Ein reichlich zweifelhafter Genuss wie ich finde. Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Kleina Döna! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke! Döner - null Punke!