Ratatouille


Generic Einleitung 101: Man beginnt damit, den Hauptcharakter zu beschreiben. Der Rest kommt ganz von allein.

Ratatouille (Walt Disney, Pixar)

Remy mag Essen. Nein, er liebt es sogar. Pilze, Käse, Trauben, ein Schluck Wein und sein Tag ist gemacht. Am liebsten würde er selbst mal hinter’m Herd stehen und großartige Gerichte zaubern, wenn da nicht ein kleines Hindernis bestünde: Remy ist eine Ratte.

Hiermit beginnt diese kleine, faszinierende Geschichte um die sympathische Gourmet-Ratte, die so detailverliebt animiert wurde, dass einem nur in den ganz wenigen und wirklich kurzen schleppenden Phasen des Films Zeit bleibt, um darüber zu staunen, wie weit die Leute von Pixar mittlerweile angelangt sind.

Durch verschiedenste Zufälle (wie das nunmal so ist) gelangt Remy nach Paris, die Stadt der Feinschmecker, der guten Küche und den Heimatort seines geheimen Idols, den Chefkoch Auguste Gusteau, der ihm fortan auch als kleiner guter Geist/Halluzination zur Seite steht. ‘Anyone can cook!’ lautet Gusteaus Motto und so schlägt sich Remy auf ungewöhnliche Art und Weise und mit viel Glück durch bis in Gusteaus Restaurant, wo er sich dank der Hilfe des Mülljungen Linguini bald als Koch versuchen darf.

Viel mehr möchte man garnicht von der Story preisgeben, man muss es selbst erleben. Möglichst mit den Originalstimmen von Patton Oswalt (Remy), Brad Garrett (Gusteau), Peter O’Toole (Anton Ego) und allen anderen, die zur perfekten Atmosphäre des Films beitrugen.

Danke Pixar, danke Walt Disney, ihr habt mir 110 schöne Minuten geschenkt.

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Hostel

H O S T E L
2006 | US&A | Horror

Nach all dem Gehype um einen abartigen Schlachtfilm der Superlative (in Bezug auf die Metzelszenen) und einige Berichte, dass er gar nicht sooo blutig, dafür aber auch unerwartet gut sei, lieh ich mir den Film gestern mal aus, um zu sehen was Eli Roth da wirklich veranstaltet hat. Das Ergebnis war ein klein bisschen überraschend aber trotzdem nicht berauschend.

Story
Die zwei Amis Paxton & Josh sind auf einer Reise durch Europa und machen an etlichen Stationen halt, an denen sie denken, sie könnten ficken oder Drogen ausprobieren. Sie lernen den Isländer Oli kennen, der die gleichen Absichten hegt. Zusammen kommen sie nach Amsterdam, wo ihnen ein Russe einen Geheimtipp gibt: In einer Herberge in Bratislava soll es vor willigen, geil aussehenden Frauen nur so wimmeln. Also fahren sie dort hin und tatsächlich: Hier gibt es Frauen wie nirgends sonst. Schnell verfallen sie dem “Charme” aka den supersexy Mädels Natalya und Svetlana und verbringen rauschende Nächte. Doch am nächsten Morgen ist ihr neuer Kumpel Oli verschwunden. Sie suchen ihn, finden ihn aber nicht. Und als am nächsten Morgen auch noch der zuverlässige Josh verschwunden ist, ahnt Paxton, dass hier etwas Schreckliches passiert..


Links: Jackpot! In der Herberge in Bratislava rennen nur willige Mädchen rum | Rechts: Wenn Puffs in Amsterdam wirklich so aussehen würden.. *träum*

Kritik
Zugegeben.. die Story klingt jetzt nicht besonders berauschend aber das ist nicht schlimm. Eli Roth hat sich hier einen Trick einfallen lassen, der den Zuschauer zwangsläufig an den Bildschirm fesselt: Brüste. In der ersten Hälfte des Films wimmelt es von Brüsten. Während eigentlich in Horrorfilmen zwar immer Gesichter zerhackt werden aber niemals nackte Tatsachen ans Licht kommen (prüde amerikanische Gesellschaft halt), fiel mir das angenehm auf.

Bevor es zu den “extremen” Folterszenen kommt passiert in dem Film erstmal reichlich wenig. Es wird gesoffen, gefickt und Spaß gehabt. Ein kluger Zug von Eli Roth (und das überraschende für mich), denn so lernt man die Hauptdarsteller kennen. Es wäre dumm gewesen, wenn gleich die Action abgegangen wäre wie Sau. In den ersten knappen 40 Minuten passiert so erstmal gar nichts wovor man sich ekeln müsste. Im Gegenteil. Svetlana hat leider ein paar der perfektesten Brüste, die ich je im Leben sah. Ich wäre auch mit ihr gegangen.. egal wo hin. ~_~


Links: Svetlana (perfekte Brüste) und Natalya sind sehr.. “nett” | Rechts: Im Industiriegelände herrscht farbarmut.. bis auf das rote Blut

Ziemlich rasch wendet sich der Film allerdings der eigentlichen Story zu, auch wenn diese von den zwei verbleibenden Amis noch als harmlos hingenommen wird. Erst als Paxtons Freund Josh ebenfalls verschwindet, beginnt das Szenario langsam unruhig und seltsam zu werden. Wenn Paxton dann schließlich in der Fabrik an kommt (mit einer grandios untermalten Musik, der Sound völlig ausgeschaltet), macht der Film eine 180° Drehung in Richtung Horror und dreht auch gleich auf.

Allerdings passiert das bei weitem nicht so wie ich es jetzt erwartet hätte. Eli Roth kanns nur recht gewesen sein, dass alle so ausflippen aber was ich da (in der uncut Version) sah, verschlug mir nicht gerade die Sprache. Das heisst nicht, dass hier eine lustige Show abläuft. Es geht schon unlustig zur Sache und ist für zarte Gemüter sicherlich starker Tobak aber es sind keine Dinge, die man nicht schon zuhauf in anderen Horrorfilmen gesehen hätte. Die ganz krassen Szenen werden nur angedeutet und selten direkt gezeigt, von daher verstehe ich die ganze Hysterie keinen Meter.


Links: Da hätte er noch umkehren können, doch kurze Zeit später.. | Rechts: ..findet er sich bei diesem wirklich kranken Typ wieder

Nachdem man das allerdings hinter sich hat, hat die Story tatsächlich nochmal die Chance zu trumpfen. Ich dachte natürlich, dass der restliche Film jetzt aus Folterszenen besteht und äusserst typisch enden würde. Falsch gedacht. Die Szenerie verändert sich ständig, die gleichen Orte werden nicht 1000x besucht und durch diverse Dialoge, erfuhr ich erstmal was da geschieht und warum es überhaupt so ist. Anders als bei anderen Filmen (“Bösewicht: Warum ich das tue? Nun also, es ist so.. blablabla”), wird einem hier alles relativ selbstverständlich präsentiert, was den Hintergrund interessant wirken lässt. Er wird halt nicht superheftig angepriesen. Ebenfalls erfährt man etwas über die Mörder. Es gibt keinen Hauptbösewicht oder einen sozialen Grund für die Geschehnisse in der alten Fabrik. Eine Szene war besonders heftig, als einer der Mörder mit dem Opfer direkt in Berührung kommt, indem es mit ihm redet. Aber ich will nivht zuviel verraten. Es ist nur ein Beispiel dafür, dass der Film ganz und gar kein stumpfsinniger Metzelfilm a la Haus der 1000 Leichen ist. Es gibt ein Konzept.

So passierte es, dass der Film micht fesselte und die Geschichte die kompletten 90 Minuten recht spannend daher kam. Ich hätte locker nochmal so lange schauen können. Wenn man bedenkt, dass das ganze Teil gerade mal 4,5 Millionen Dollar gekostet haben soll, dann kann ich nur den Hut ziehen. Zu keinem Zeitpunkt wirkt der Film so billig und ich frage mich, wofür man in Pirates Of The Caribbean 3 150 Millionen ausgeben musste!?
Aber storytechnisch bleibt der großer Knall aus (nein, ich mein gerade keine dicke Explosion.. die gibt es aber auch nicht). Die Geschichte endet so wie sie begonnen hat: Interessant und stets ohne großes Tamm Tamm erzählt. Ein “Finale” gibt es hingegen nicht wirklich. Das ist zwar nicht schlimm, lässt den Film aber eben nicht von anderen Produktionen (z.B. Saw) herausstechen.


Links: Die süße Jennifer Lim hat ebenfalls nichts zu lachen | Rechts: Die Folterszenen sind hart aber nicht so heftig wie gedacht

Fazit
Der Film ist nicht halb so wild, wie das Image, dass ihm damals verpasst wurde. Dafür wird man mit einer nicen Idee und Story überrascht, die keine dummen Teenie-Idioten und saublöden Mördern enthält. Für das geringe Budget hat Eli Roth wohl das Maximum rausgeholt. Allerdings fehlt dem Film das gewisse Etwas und er spielt sich etwas schnell ab. Die geringen 90 Minuten hätte man durchaus sinnvoll mit Spannungsaufbau strecken können. Anschauen kann man ihn sich, auf DVD kaufen muss man ihn bestimmt nicht. Er fällt in die Kategorie “in Ordnung”.

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2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen

2 O 1 O
DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN

Seit nunmehr 9 Jahren kreist die Discovery 1 im Orbit des Jupiters. Was damals – 2001 – geschah weiß niemand. Die Amerikaner bauen gerade die Discovery 2, da kommen die Russen und bieten dem amerikanischen Dr. Haywood Floyd, damals schon für die Mission der Discovery 1 verantwortlich, und zwei seiner Kollegen an, mit einem russischen Raumschiff zur Discovery 1 zu fliegen. Der Deal ist einfach: Die Russen haben ihr Raumschiff noch vor der Discovery 2 fertig und die Amerikaner haben das Personal und das Know-How, das für die Mission von nöten ist. Eine heikle Sache, denn Amerika und Russland befindet sich in einer art zweiten kalten Krieges.


(Ungewohnt: Roy Schneider spielt Dr. Haywood Floyd. Das zwar gut, aber es ist einfach ungewohnt und will gar nicht so passen.)

2010 hatte es natürlich auch schwer. Als Nachfolger, ja als Sequel zu 2001 – Odyssee im Weltraum war ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Dabei erwartete ich nicht einmal, das er so gut ist, wie 2001. Man kann allerdings durchaus erwarten einen unterhaltsamen Science-Fiction Film vorzufinden. Und das ist er leider nicht.

Die Story ist so klischeehaft, teilweise peinlich und unbefriedigend, wie sie in einem Hollywoodfilm nur sein kann. Da wäre erst einmal der Konflikt zwischen Amerika und Russland, was damals ja durchaus angebracht gewesen sein mag. Aber heutzutage funktioniert das einfach nicht mehr und selbst damals wurde der Konflikt im Film nur oberflächlich behandelt und wirkt einfach komisch. Dazu kommen so seltsame Szenen, wie die in denen Dave Bowman (Astronaut der Discovery 1 in 2001) auftaucht. Einmal in einem Fernseher und einmal am Krankenbett seiner Mutter. In dieser Szene sieht man dann tatsächlich, wie die Mutti sich freut, weil der Geist (?!) von Dave Bowman ihr die Haare kämmt. Mit einer Bürste. Man sieht nur die Bürste.

Also das ist einfach… also… BAHA?

Dann gab’s da noch die Szene in der eine random Tussi der russischen Besatzung sich sofort in Dr. Haywood Floyds Kabine begiebt, als sie eine aerodynamische Bremsung vornehmen müssen. Als alles überstanden ist, gibt es selbstverständlich einen Kuss. Ich meine…

… also… BAHA?

Das alles trägt nicht wirklich dazu bei, das man den Film wenigstens etwas ernst nimmt. Die Erklärungen, warum HAL 9000 damals nicht gescheit funktionierte sind zwar plausibel, akzeptabel, aber ich wünschte mir ich hätte sie nie gehört, da sie sich doch etwas auf den alten Film – 2001 – auswirken. Und das negativ. Es ist einfach kein Geheimnis mehr, es ist nun erklärt worden und macht alles irgendwie kaputt. So eine Scheiße bitte sehr? Das dann noch das Ende höchst zuckersüß, Bedeutungsschwanger und Klischeehaft ist, ist ja Indianer-Hollywood-Ehrenwort und irgendwie erwartet man am Schluss schon nix anderes. Es ist einfach der finale Sargnagel im Sarg eines Filmes, der von vornherein einen schweren Start hatte.


(Das Setdesign und die Szenen im All sind mit das niceste am Film.)

Dafür sind die Special Effects durchweg als gelungen zu bezeichnen. Die Außenaufnahmen der Discovery und des russischen Raumschiffes sehen fantastisch aus und auch das interieur, vor allem des russischen Raumschiffes, weiß zu überzeugen. Witzig ist die Tatsache, das Stanley Kubrik damals höchstpersönlich anordnete, die Modelle des 2001 Films zu zerstören, damit sie nicht in billigen B-Movies Wiederverwendung finden. So musste also die komplette Discovery 1 und deren Interieur einzig und allein anhand des Filmes 2001 – Odyssee im Weltraum nachgebaut werden. Dafür schon einmal Respekt, man merkt keinen einzigen Unterschied. Im Gegenteil, es ist sogar recht interessant und fast schon spannend, nach 9 Jahren Ungewissheit wieder an Board der Discovery 1 zu sein und HAL einzuschalten. Bzw. fast. Leider wird das alles durch die lame Art, wie es gefilmt wurde, zunichte gemacht. Besser gesagt: Durch die Russen. In Außenaufnahmen (Das rüberschweben zur Discovery) oder anderen spannenden Momenten hört man UNENTWEGT russisches Gelaber. Was soll denn das? Ich versteh nichtmal was die da labern, weil es keine Untertitel gibt. Es werden einfach kontinuierlich Meter Angaben und sonstige Informationen durchgesagt, die eigentlich keinen interessieren. Desweiteren nahm man sich keine Zeit für die Szenen. Alles ist schwupp-di-wupps passiert und man konnte sich gar nicht in die Lage der Astronauten versetzen. Schade um die teilweise wirklich netten Bilder.

So hat 2010 nicht einmal viel Unterhaltung zu bieten, ist teilweise richtig lächerlich aber hat doch etwas gutes. Nach diesem Film weiß man 2001 – Odyssee im Weltraum einfach nur noch mehr zu schätzen. Krass wie unterschiedlich beide Filme sind und wie genial doch eigentlich 2001 ist.

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Die Hard 4.0

L I V E    F R E E    O R    D I E    H A R D
(aka Die Hard 4.0 aka Stirb Langsam 4.0 / 2007 / US & A)

Wer kennt nicht mindestens einen Stirb Langsam Film?? Setzen, sechs! >:O
Also wer Actionfilme mag, sollte mindestens den ersten Teil schonmal gesehen haben. Zugegeben ist der mittlerweile nicht mehr ganz so schnell wie früher und auch die Dramatik kommt mittlerweile nicht mehr so gut rüber aber er darf sich zu den großen der Actionfilme zählen. Jetzt – 19 Jahre nachdem er 12 Terroristen in einem Hochhaus alleine weg machte – ist er wieder da. Und wer jetzt denkt es erwartet ihn sowas peinliches wie Terminator 3, der täuscht sich gewaltig.

Story
Unser Cop John McLane (Bruce Willis) wird zu einem Routine Auftrag geschickt. Er soll einen Hacker bitten mit zur Wache zum Verhör zu kommen. Als er in dessen Wohnung ist, wird diese von Profis unter Beschuss genommen. Nach der Flucht und dem eintreffen in Washington bricht das komplette Verkehrsnetz zusammen. Chaos macht sich breit. Nach kurzer Zeit erkennt der Hacker Matt Farrell (Justin Long), dass es sich um einen sogenannten “firesale” – einen Angriff auf das gesamte Netzwerk der Nation – handelt. Jetzt ist auch klar, wieso die Terroristen den ängstlichen Hacker bereits frühzeitig beseitigen wollten.

Mit dem Wissen von Matt und dem Durchsetzungsvermögen von McLane, machen sich die beiden auf, den Terroristen einen Strich durch die Rechnung zu machen.


Links: McLane an einem ganz normalen, sonnigen Tag | Rechts: Die sexy Asiatin kann (natürlich) eine Kampfsportart.. trotzdem hat sich mehr als gar keine Chance ~_~

Kritik
Natürlich kann man sich vorstellen, dass die üblen Burschen versuchen werden Bruce Willis aufzuhalten. Und viele Fans hatten Angst davor wie das geschehen würde.
Denn immerhin sind Actionfilme heutzutage nicht mehr das selbe wie vor gut 20 Jahren. Da gibts CGI-Effekte die schlecht sind, total seltsame akrobatische Einlagen der Marke “unrealistisch” und Explosionen oder andere Zerstörungen, die so butterweich gemacht wurden, dass die Szene als Kunstwerk betitelt wird. Verständlich, dass sich das kein Mensch für Stirb Langsam 4.0 wünschte. Denn Stirb Langsam war roh, Stirb Langsam ist auf eine andere Art cool. Ich hatte etwas Angst.

 

Doch ich kann Entwarnung geben. Der 4. Teil der Reihe hat eventuell nicht den Charme des ursprünglichen Klassikers, besitzt aber den Actiongrad, der mich vor Glück weinen ließ. Gleich am Anfang schepperts erstmal deftig und kurz danach bricht die Panik aus, das weiße Haus explodiert, Helikopter werden zerfetzt, jede Menge Typen verprügelt und sogar dumme Asiaschlampen bekommen ihr fett weg. ~_~ Das alles geschieht natürlich nicht ohne die coolsten Sprüche aka Dialoge die man seit langem im Kino sehen durfte. Doch nicht nur hier ist der Film äusserst amüsant. Auch ansonsten gibt er spannungs- sowie humortechnisch einiges her was ich nicht ganz so erwartet hab. Genial wenn sich z.B. die Terroristen per webcam auf den Rechner eines Freundes schalten, Bruce die Kamera zu hebt und seinen Kumpel fragt, ob man das zurückverfolgen könnte.. und der Terrorist antwortet: “McLane.. wenn sie die Kamera zu halten.. kann ich sie trotzdem noch hören.” ^^ Der Film wird absolut nicht eine Sekunde langweilig, da sich Action und humoristische Einlagen stetig ergänzen, abwechseln, vereinen.

Das geht dann bis zum Schluss so, ohne, dass man sich vorkommt, als wäre den Schreibern die Luft ausgegangen. Im Gegenteil! Es ist bestimmt nicht realistisch.. aber wenn Bruce Willis dann von einem Kampfjet mit Minigun und Raketen angegriffen wird (und es ist bestimmt nicht doof, wenn ich schreibe, dass er auch noch gewinnt ^^), dann fällt es einem wirklich schwer sich nicht mal kurz zu denken: WTF??? >:O Sowas geiles sah ich zumindest seit True Lies nicht mehr und es war genial übertrieben und eine erfrischende Abwechslung im inzwischen ständigen Bemühen um die Logik einer Geschichte. Danke! =P

Schauspielerisch gibt es bei wirklich niemandem etwas zu bemängeln. McLane’s Tochter und unser Matt, der von McLane so beeindruckt ist wie kein zweiter, werden hervorragend und äusserst sympathisch gespielt. Und das geht die ganze Riege so durch.


Linsk: McLane macht sich auf seine Tochter zu befreien | Rechts: Es wird viel telefoniert (ja, ich weiss es ist ein Walkie-Talkie)

Fazit
Der Film macht alles richtig. Er erzählt die Story um McLane in den Grundzügen weiter und schließt das Abenteuer trotzdem am Schluss ab. Humor, Action und Spannung reichen sich die Hände und Bruce kommt einem vor, als wäre er niemals gealtert. Wenn es so aussieht, dann gucke ich mir auch gerne noch einen 5. und 6. Teil an.

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Transformers

T R A N S F O R M E R S
[2007 / USA]

Als ich gestern ins Kino ging, hatte ich etwas Angst. Transformers. Ich sah die Trailer und ehrlich gesagt dachte ich mir, dass da nur crap rauskommen kann. Steven Spielberg hatte mittlerweile auch schon bessere Tage gesehen und ein Film mit Robotern.. ist das nicht etwas em.. kindisch? Egal was man tut? Erinnert es nicht immer an “Nr. 5 lebt”?? Und ich bin ja noch nicht mal der Transformers Fan gewesen.. aber naja. Whatever.. die Kultfiguren der 80er, die, zusammen mit Mask und den Masters of the Universe in etlichen Kinderzimmern zu sehen waren, sind zurück und endlich mal richtig fett in Szene gesetzt worden. Und wenn ich sage richtig fett meine ich.. err, dazu später mehr.

Story
Der “Allspark” ist pure Energie und bedeutet Macht. Einst war er auf dem Heimatplaneten Cybertron. Aber nachdem der böse Megatron einen Krieg gegen alle Autobots und deren Anführer Optimus Prime anzettelte, ging er in dem Getümmel verloren und landete.. auf der Erde. Was ein Glück für uns. ~_~

Kritik
Naja es ist nicht so, als ob es die Story in so einer Art schon approx. 496803 mal gegeben hätte aber hier funktioniert sie einfach. Wo der Allspark herkommt oder ob er gebaut wurde wird nicht erwähnt. Wozu auch. Es ist erfrischend, dass sich der Film nicht mit logischen Aufschlüssen abgeben will, sondern etwas fürs Auge und Ohr sein möchte. Und das merkt man auch direkt zu Beginn, indem die Kraft dieser monströsen Maschinen demonstriert wird. Besser gesagt einer einzigen, die in kurzer Zeit mal eben einen kompletten Militärstützpunkt der USA auseinandernimmt, verbrennt, zerstampft, zerfetzt, explodieren lässt.

Der Film dreht voll auf aber wir wissen alle: Jetzt wirds erstmal ruhig.

 

Und tatsächlich: Der Film nimmt von nun an eine Gestalt an, die ich nur als genial bezeichnen kann. Warum? Nun weil eine total sich selbst ernst nehmende Geschichte bei dieser Thematik truly lächerlich gewirkt hätte. so entschließt sich Michael Bay – einer der verhasstesten Regiesseure unserer Zeit – ab jetzt einen Teenager mit all seinen Problemen in den Vordergrund zu rücken. Der Junge heisst Sam Witwicky (Shia LaBeouf) und die Probleme heissten: Auto, Eltern, Weiber.

Das Problem Auto ist allerdings gelöst, da er eines von seinem Vater bekommt. Und damit möchte er auch die einzige Frau in seinem Leben erobern: Mikaela (aka Megan Fox). Kein Wunder eigentlich, ist sie doch unverschämt.. ja fast schon abartig sexy mit ihrem Schlafzimmerblick hoch 100. Naja whatever. Schnell checkt er, dass sein Auto ein Eigenleben aka er kaufte einfach einen Autobot mit dem er sich anfreunden wird. Wenig später kommen noch die anderen Autobots hinzu und der daraufhin folgenden, thematischen Komik mit coolen Sprüchen und total wirren Gesprächen über Selbstbefriedigung und Hunden die Öl verlieren, steht nichts mehr im Wege.

Michael Bay schaffte es hier, die monströsen Maschinen “leben” zu lassen. Man erkennt, dass es sich nicht um programmierte Stahldummheiten handelt. Sie haben eine Geschichte und natürlich auch einen Grund warum sie hier sind. So bekommen wir einiges über die Hintergründe der Transformers erklärt und lernen die Protagonisten besser kennen.. alles stets aufgelockert durch witzige Dialoge und natürlich ein paar Action- und Verwandlungsszenen.

Und letztere haben es in sich.. und zwar so sehr, dass mir die Kinnlade runtergeklappt ist. Sorry aber mit dem Zeichentrick hat das natürlich nicht viel gemein.. das ist klar.. aber was Michael Bay hier für einen Porno drehte, ist ja einfach nur krank. Es ist nicht so, dass die Roboter schon so geil aussehen würden, mit ihren, sich immer wieder bewegenden Teilen und scheisse viel Details, wie man sie nicht mal auf ner blu-ray alle wird sehen können. Nein. Sobald sich die Autos, Helikopter, Panzer, Jets, CD-Player, Trucks,.. in ihre meist zweibeinige Gestalt verwandeln, zeigt industrial light & magic dem Rest der Welt endlich mal wieder DEUTLICH wo hier eigentlich der 38h-pro-frame-gerenderte Hammer hängt! Mit saulangen Animationen verwandeln sich Blechteile, Reifen, Ketten, Stoßstangen und Flügelblätter in ein 15 Meter großes Stahlmonster, das alles weg machen wird was ihm in die Quere kommt.

Und während der Score erstaunlicherweise nicht nur bei solchen Szenen fast erwähnungsloslosen Status erreicht, werden währenddessen ca. 43975,2² Soundeffekte höchster Qualität und Originalität um die Ohren gehauen, sodaß man unweigerlich in seine Hose kommt! >:O

Nein nein nein.. da gibts echt wenig was imposanter wäre. Ich dachte manchmal an das Pod-Racing von Episode 1 und es gibt bestimmt noch andere Filme mit dicken Soundeffekten aber die Paarung gfx/sfx bei Transformers ist in diesen Momenten einfach übermächtig und degradiert alles andere zu altem Standard.

Aber.. kann man mit über 140 Minuten eine solche Story am laufen halten? Ja. Und ich hätte es nicht für möglich gehalten. Die Mitte des Films ist zwar relativ ruhig und hat was von einer Teeniekomödie, kommt aber nie langweilig daher. Der Junge Sam wird großartig gespielt und ist auf anhieb sympatisch, während die Autobots mit der Zeit immer mehr auf das bevorstehende Finale hinweisen. Und das kommt dann auch.

Und zwar so abartig, wie ich es selten in Filmen zu sehen bekomme, denn was sich hier in der finalen Auseinandersetzung auf der Leinwand abspielt, ist eventuell die gewaltigste Destruktionsorgie der Filmgeschichte.. zumindest was bisher an dicken “Dingern” in Städten gezeigt wurde. Michael Bay hat es sich nicht nehmen lassen und tat das was er am besten kann: Fette Action zelebrieren!
Und fette Action gibts dann auch!
Volle 30 Minuten lang!
Direkt ins Gesicht! >:O

Natürlich gibt es auch einige Kritikpunkte. So sehr gut der Stoff auch umgesetzt wurde.. er war schwer umzusetzen. Und man merkt dem Film manchmal an, dass er sich grad gar nicht auf die Schippe nehmen will, es aber komisch wirkt.. wie wenn Megatron brüllt “Ich bin Megatron!!!” Zum einen erinnerte es mich sofort an “SPARTAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!! >:O” zum anderen ist es halt einfach doof.
Ebenfalls doof ist der Subplot mit den paar “Hackern”, die die Geräusche der Transformers (anal)ysierten und sich wichtig machen. Es ist imo komplett useless gewesen für den Film und interessiert keine Sau. Eventuell machten sie das alles nur rein, damit der Film halt auch was mit Hackern und Internet zu tun hat wie z.B. Stirb Langsam 4.0?? Ka. Und dann wäre da noch der kleine “Späher” der Deceptions, der einem am Anfang zwar lustig auffällt, mir später aber nur noch auf den Sack ging. Tjopes.
Achso und für mich war das Ende dann viel zu plötzlich da und vor allem relativ unspektakulär. Aber gut.. da schon ein zweiter Teil angekündigt wurde, kann man wohl davon ausgehen, dass es schon nochmal gewaltig rumsen wird irgendwann. ~_~

Fazit
Wer in Filmen Logik braucht, darf nicht in diesen Film gehen. Transformers ist kein intelligenter Film. Aber das möchte er auch nicht sein. Er möchte unterhalten, er möchte beeindrucken. Und bei Jesus den ich nicht kenne.. das tut er. In jedem Maße.

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Und was ich nochmal besonders hervorheben möchte:


Ist sie der Wahnsinn oder was? Ja das ist sie.. bis auf die Hände. =/ Egal. Sexy!!! >:O

Transformers

ALTER! BOAH! SO DICKE CGI! BOAH! BOOAAAHHH!!

Ich hatte Angst, wirklich große Angst. Immerhin ging es hier um meine Kindheit. Ich fürchtete, dass Michael Bay, der für den Transformers Film verantwortlich ist, meine Kindheit ausscheißt, sie in eine Papiertüte packt, anzündet, sie vor meine Haustür abstellt, klingelt, wegrennt und mich dann zwangsweise drauf rumtreten lässt. Eigentlich war ich sogar skeptisch und fast schon ein bisschen vorverurteilend. ‘Uh, der Idiot, was war das denn für eine Kacke!?’, hörte ich mich schon sagen. Vor meinem geistigen Auge zerriss ich schon Plakate und spuckte Leuten, die den Film mögen in’s Gesicht. So viel Angst hatte ich. Aber die Angst war unbegründet.

Sam Witwicky ist ein Highschool Schüler wie fast jeder andere auch: er hat keine Freundin, erlebt nicht allzuviel, hängt nicht mit den ‘Coolen’ ab und ist außerdem noch ziemlich pleite. Sein Vater entschließt sich also, ihm bisschen auf die Sprünge zu helfen und kauft ihm daher eine auf den ersten Blick abgefuckte Karre, irgendeinen schäbigen Camaro. Dieser Wagen soll aber Sam’s Leben gehörig auf den Kopf stellen. The car picks the driver…

Soviel zur Story. Diese ist nämlich in etwa so anspruchsvoll, gehaltvoll und durchdacht, wie das, was wir alle uns damals, als wir ca. 5-8 Jahre alt waren, zusammenspinnten, als wir mit unseren Transformers Actionfiguren spielten und sie kopfüber in Pfützen hielten, oder mit komischen Geräuschen begleitend durch die Luft wedelten und so eine Art Dogfight, also Luftkampf darstellten. Das war aber auch von Nöten und genau richtig so. Denn die sprechenden Roboter unserer Kindheit, die unseren Planeten angreifen/verteidigen kann man einfach nicht ernst nehmen und jeder Versuch, diese Thematik ernsthaft anzugehen, wäre noch absurder gewesen, als das, was man aufgetischt bekam, also konzentrierte sich der Macher auf das, was das Transformers Universum ausmacht: Action, CG-Orgasmen, Action und noch eine ganze Ecke mehr Action. Boah. Diese Explosionen, diese butterweichen Animationen, diese Transformationen, diese teilweise photorealistischen Bewegungsabläufe der Roboter. Ich weine.

Ähm, es sah einfach aus wie echt?!
Ähm, es sah einfach aus wie echt?!

Ich dachte, die Entstehung von Sandman in ‘Spiderman 3′ wäre wirkliche Over The Top Scheiße, ich dachte auch, dass ’300′ überkrasse computergenerierte Sickness war, aber hier wird alles von den superdetaillierten Mechs in den Schatten gestellt. Jede Metalplatte, jede Schraube, alles wurde so perfekt gerendert und ins Geschehen eingebracht, dass man sich fühlt, als seien es echte Schauspieler, die da so rumlaufen und rumkämpfen und zum Teil auch rumsterben. Echt genial.

Echt genial war auch das Tempo des Films. Keine zwei Minuten Zeit zum Ausruhen und Verarbeiten, es ist beinahe eine einzige Achterbahnfahrt an Zerstörung und audiovisuellen Orgasmen.

Wer Action mag, aber diesen Film nicht guckt, den erkläre ich ab sofort zum … Banausen. Genau. Darum guckt euch bitte alle diesen Streifen an. Im Kino. Danke.

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The Simpsons Movie

The Simpsond Movie (Laut meiner Kinokarte)
2007 / USA

Der Kot ist am dampfen, die Erde wird immer wärmer und dreckiger. Die Poppunker von Greenday wollen dagegen etwas unternehmen und sprechen das heiße Thema auf einem Konzert im Springfielder See an, werden deswegen aber mit Müll und sonstigen Gegenständen beworfen, woraufhin das Wasser immer giftiger wird. „So kann es nicht mehr weitergehen!“, denken sich die Einwohner Springfields und beschließen, von nun an ihre Abfälle richtig zu entsorgen. Alle halten sich an diesen Plan, außer Homer. Der kommt einfach an und leert Schweinecrap ins Wasser, woraufhin sie alle verrecken aka eine Kuppel um Springfield gestulpt wird, damit die Außenwelt vor ihnen geschützt wird. Natürlich gefällt das Homers Mitmenschen nicht, woraufhin die Simpsons nach Alaska fliehen…


(Links: Still halten, Still halten.. ach, das geht sicherlich ins Auge. | Rechts: Schockierende Mutproben auf den Dächern Springfields.)

Über 20 Jahre hat es jetzt also gedauert, dass die Simpsons ihren ersten Film spendiert bekommen. Erste Teile des Scripts wurden bereits im Jahre 2003 geschrieben, was wohl für das Filmchen sprechen sollte. Neben neueren Writern haben es auch einige alte Hasen aus den glorreichen Zeiten der Simpsons von Season 1 bis 9 ins Filmteam geschafft und sollten den Film zur Offenbarung für Fans machen. Leider ist ihnen ein kleiner, großer Fehler passiert: Es war viel zu viel vor dem Film bekannt, obwohl man penibel darauf geachtet hat, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt.


(Links: Nicht nur die Gabel war in diesem Film spitz, auch die ganzen Uborfans waren am spratzen. | Rechts: Den Schniedel von Bart sieht man im Film uncut.)

Die Animationen sind allesamt sehr schön anzuschauen, weichen durch die dickeren Konturen etwas vom Stil der TV-Serie ab, haben jedoch ihren gelben Charme behalten. Der Film wäre auch ziemlich gut gewesen, wenn nicht Herr Groening vor Start gesagt hätte „Baha, die Szenen aus den Trailern kommen doch gar nicht im Film vor, also Freaks, ihr könnt sie euch ruhig anschauen!!!“. Welch eine Hure, denn findige Trailergucker konnten keine Szene finden, die NICHT im Film vor kam. Also wusste locker der halbe Kinosaal, wie der jeweilige Witz bereits ausgehen würde und auch die Story wurde größtenteils bereits Wochen zuvor bekanntgegeben – viel mehr gab es dann auch nicht mehr. Hier und da wurde dann noch ein Jokus von South Park und Family Guy/American Dad geraped, pardon, gerippt und fertig war „The Simspons Movie“.

Also Kinder, solltet ihr Interesse am Film haben, schaut euch auf keinen Fall die Trailer an. Es war kein schlechet Film, nein, ein sehr guter sogar, wenn man nicht total verspoilert war. So trauere ich heute noch etwas darüber, dass ich mich auf Groenings Worte verlassen habe und verabschiede mich mit

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The Dark Crystal

Der Dunkle Kristall
1982 | Jim Henson, Frank Oz

Jen ist der letzte Gelfling. Die Skekse ließen einst alle Gelflinge hinrichten, da eine Prophezeiung das Ende der Skekse durch einen Gelfling voraussagte. So kommt es auch eines Tages, das des Gelflings Meister ihm mitteilt er müsse einen bestimmten Kristallsplitter finden und den titelgebenden dunklen Kristall damit heilen, bevor die Skekse für immer die Herrschaft an sich reißen. Tjo und dann zieht er also los, der kleine schwule Gelfling…


(Links: Die Gelflinge samt Hund. Die zwei letzten ihrer Art. Ich schätze die müssen nun krass bumsen, um ihre Art aufrecht zu erhalten. | Rechts: Die Fantasylandschaften sind ziemlich detailed.)

Dark Crystal war damals (1982) der erste 100 % aus Puppen bestehende Film. 5 Jahre in Produktion und ein riesen Flop an den Kinokassen. Kritiker liebten den Film allerdings. Nur… warum? The Dark Crystal ist ja wirklich nice gemacht. Die Puppen sind fantasievoll gemacht, perfekt gespielt dank Jim Henson und Frank Oz (Of Star Wars and Muppets fame). Auch die Welt, in der sie leben, ist detailliert. Überall hüpfen kleine Tiere rum. Überall gibt es fantasievolle Pflanzenkreationen, einige davon sogar beweglich, zu bewundern und alles sieht ziemlich echt aus. Die hässlichsten Puppen sind leider die Gelflinge. Auch der Soundtrack kann eigentlich überzeugen.


(Links: Die Nebendarsteller sehen stets recht lustig und / oder blöd aus. | Rechts: Die Skekse fighten um die Thronfolge.)

Nun, warum ist der Film scheiße?! Er ist ganz einfach grottenlangweilig. Das Pacing stimmt hier ganz einfach nicht. “Strings”, ebenfalls ein Puppenfilm, hat auch keine Tiefgründigere Story, aber da stimmt die Schnelligkeit. Da geht’s ab, da sieht man Action, da folgt eine Szene der anderen. Bei The Dark Crystal aber sehen wir den Skeksen beim Essen zu, was mehrere Minuten dauert, und wir fragen uns: “Warum?”. Es ist langweilig, auch wenn sie nice gemacht sind. Es gibt einfach viel zu viel Szenen, die irgendwie keine richtige Bedeutung haben und nur die tollen Fähigkeiten der Puppenmacher und -spieler zeigen. Erst im Jahre 1986 zeigte Jim Henson, das er nice Filme machen kann. Da kam “Labyrinth” mit David Bowie und Jennifer Connelly raus. Im Vergleich dazu und erst recht im Vergleich zu “Strings” aus Schweden, ist der dunkle Kristall einfach langweilig.

Ich muss mir nun nur noch den taiwanesischen “Legend Of The Sacred Stone” kaufen. Da soll überwiegend nur Action abgehen. ~_~

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Borat

Borat

Nach reiflicher Überlegung muss ich sagen, das ich Borat gut fand, allerdings funktioniert er als Film nur schwer. Klar gibt es einen roten Faden, eine Story, einen Plan den Borat und sein Kollege Azamat haben. Azamat will eine Dokumentation über die USA drehen. Borat hingegen verliebt sich in Pamela Anderson und will nach Kalifornien. Zu ihr. Das Problem ist, das der Film allerdings überwiegend aus eigentlich zusammenhangslosen Szenen besteht. Einmal besucht er eine Feministengruppe, einmal einen ehemaligen General oder eine Knigge-Lehrerin, die ihm gute Manieren beibringen will. Diese Szenen sind insich wunderbar und richtig lustig teilweise, aber passen halt nicht ganz in einen Film. Zumal manche einfach nur wenige Minuten kurz sind.

Tjo anyway. Nie hätte ich gedacht, das man mich im Kino noch so shockieren könnte. Shockierend waren weder die Judenjagd in seinen Dorf, noch die ständigen Sticheleien gegen die Zigeuner. Shockierend waren besagte Nacktszene zweier Männer und eine Szene mit Pamela Anderson. Beide stellen imho die Höhepunkte des Films dar und deswegen will ich sie nicht weiter spoilern. Ich frage mich nur ernsthaft wie sie das hätten anstellen sollen und glaube nach wievor – zusammen mit ein paar anderen Szenen – nicht an deren Authentizität. Da wurden entweder Doubles oder Special Effects benutzt. Anders kann ich mir das nicht erklären. Sollte jemals deren Echtheit bewiesen werden, so muss ich umgehend kotzen und Borat meinen absoluten Respekt zollen.

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Todesstille

Todesstille
DEAD CALM

Das Ehepaar Ingram erleidet einen heftigen Schicksalsschlag. Bei einem Autounfall kommt ihr 5-jähriger Sohn um’s Leben. Rae (Nicole Kidman) ist danach schwer angeschlagen. Eine mehrwöchige Bootsreise soll etwas entspannen und es dem Paar ermöglichen wieder auf die Beine zu kommen. Eines Tages kommt der Schiffbrüchige Huhgie (Billy Zane) an Bord. Auf seinem Schiff hätte es sich angeblich eine Lebensmittelvergiftung ausgebreitet und die 6 Mann Besatzung dahingerafft. John Ingram (Sam Neill) glaubt ihm aber nicht und macht sich auf dem Weg zu Huhgies Schiff.

Kein großer kommerzieller Erfolg aber oft und gerne im Fernsehen wiederholt, sah auch ich “Todesstille” zuerst im TV. Völlig unverhofft blieb’ ich hängen und schaute den Film in 4:3 bis zum bitteren Ende. Erst kürzlich erinnerte mich eine erneute Ausstrahlung an den Film und ich schaute sogleich nach einer DVD auf ebay, weil ich ihn unbedingt mal in 16:9 erleben wollte.

Todesstille spielt an nur zwei Orten. Dem Schiff der Ingrams und dem des Schiffbrüchigen Huhgies. Regisseur Phillip Noyce erschaffte trotz ganz weniger Mittel einen imho recht spannenden Thriller, der ohne die großartigen Leistungen von Nicole Kidman und Sam Neill so funktionieren würde (Mit Ausnahme von Billy Zane, der hier und da etwas sick overacted, wobei sein Character halt auch einfach ein sicker Ficker ist). Im Grunde sieht man nur Billy Zane, wie er das Ehepaar Ingram terrorisiert und beide in eine brenzlige Lage bringt. John über Bord, auf hoher See und Rae allein mit einem Irren auf ihrem eigenen Boot. Die Spannung kommt dann letztendlich durch das straffe Drehbuch, welches keinerlei Langeweile aufkommen lässt und vor allem alle Handlungen der Akteure realistisch erscheinen lässt.

Dabei wurde die Story so nice mit der Kamera eingefangen, das man nicht anders kann, als mit dem Ehepaar mitzufühlen, wenn man sieht, wie John Ingram mehrere Meilen in einem Beiboot hinter seinem eingenen Segelschiff hinterher paddelt und seine Frau bewusstlos an Bord liegt, während der Irre einfach abhaut. In den engen Kajüten und Maschinenräumen der Boote fühlt man sich beengt und auf der anderen Seite sieht man weite Aufnahmen des Meeres mit den sich immer weiter entfernenden Schiffen, die alles andere als Freiheit rüber bringen. Der ganze Film ist erdrückend. Wie haut man auf einem Boot vor einem Irren ab?

Der Kauf der DVD lohnte sich in vielerlei Hinsicht. Die Bildqualität ist für einen Film von 1989 hervorragend, super scharf und mit satten Farben. Aber vor allem das 16:9 Format gibt’ dem Film endlich die Kino-Note, die ich so im TV nie sehen bzw. erleben konnte. Der Soundtrack überraschte mich auch etwas, da er schon am Anfang ziemlich düster ist und man sich schon auf das Schlimmste gefasst macht. Zwischen dunkle Synthieklänge mischt sich am Schluss noch ein paar chorale Gesänge und fertig ist ein low-budget Soundtrack, der nichts an seiner Wirkung einbüßt.

Todesstille ist ein nice Beispiel für einen Low-Budget Film, mit einer simplen Story, der einen trotzdem die komplette Länge über fesseln kann, da er einfach spannend gemacht ist. Penance fand ihn allerdings langweilig (Wieso das? Es gibt dicke Explosion am Schluss?), was nur bedeuten kann, das er ein lamer Ficker ist.

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