Sunsoft Classic Collection Vol. 2

 

Ultra 2000 Series_
Sunsoft Classic Collection Vol.2
(2001, IBM-PC)

Tjope, in Japan kommen einfach nice Famicom Collections für den PC raus. Klar, das ich mir mal eine anschauen wollte. So hab ich also hier nun die Sunsoft Classic Collection Vol.2, featuring Ikki und das Spiel mit dem unsagbar langen Namen Kanshakudama Nage Kantarou no Toukaidou Gojuusan Tsugi.Die Collection

Wir kriegen also eine Standard CD. 2 Heftchen dabei (Anleitung und nen Katalog mit weiteren Games). Schnell mal eingelegt kommt ein kleines Menü wo wir zwischen den 2 Games wählen können und schon startet das jeweilige Spiel. Optionen wie Auflösung verdoppeln und so sind drin. Auf Fullscreen kann man schalten und die Tasten sind schnell gefunden.

Soweit ich das sehe werden die Spiele blos Emuliert aber tjo, wenigstens näher am Original als wenn jemand das nachprogrammiert. Leider ist der Emulator halt nicht soo geil, so das ich manchmal nachdem ich auf Fullscreen switchte komisches Rauschen auf einem Soundkanal (von den vieren des NES) hören könnte. Ging dann aber wenn man einfach nochmal switcht auch weg.


(1985, Famicom natürlich)

Ikki ist geil, ich hab zwar keine Ahnung worum es geht, aber man landet irgendwo auf einer Map, kann so seltsame goldene Dinger(?) einsammeln und gerne kommen ein paar Ninjas vorbei, die uns mit Wurfsternen begrüßen. Wir können natürlich selbst so etwas Bumerangartiges zurückschmeissen oder einfach eine der Waffen nehmen, an denen wir auf dem Weg vorbeikommen. So kämpft man sich dann durch die einzelnen, jeweils mehrere Bildschirme großen, Stages und sammelt fleißig.
Macht schon Spaß, und Ikki sieht einfach geil aus wenn er sich freut und alles eingesammelt hat. \o/


( Title Screen | Level 1 Gameplay )



(1986, Famicom natürlich)

Baha das ist truely ein sickes Spiel, das an early Rape Games erinnert, allerdings aus der Sicht des Opfers und ohne Weiber xD. So in der Art. ~_~
Aka man spielt einen komischen Kerl, der vor random Ninjas flüchten muss. Warum weiss ich nicht, aber man rennt lange Stages von Links nach Rechts, wird ständig verfolgt von einem Ninja (oder später mehr) die natürlich ein klein wenig schneller sind und muss, um ihnen zu entkommen, von der Straße auf Dächer, Bäume, was sich sonst so anbietet springen. Natürlich können die Verfolger das auch, und weil sie halt schneller sind als man selbst endet das ganze in einem sehr schweren und sicken Spiel ~_?
Aber ganz nice, für kurze Zeit zum reinschauen auf jedenfall nicht verkehrt. Die total kranke Sprungphysik ist auf jedenfall für den NES einzigartig und erinnert eher an sicke HK Filme, wo sie randomly rumfliegen können bis sie mal wieder landen.


( Leider fand ich lediglich Screenshots von der Rom Translation -_- )

Fazit
Nice one, wenn man von dem Fakt absieht, das es blos (und nichtmal gut, siehe Sound Issues) emuliert ist. Damals für den Famicom wär das auf jedenfall durchgegangen. Heute sind die Spiele auch noch ganz lustig für Zwischendurch und schnell kapiert. Von daher mal 3 Penen. Eigentlich 4, aber der Emu ist halt schlecht. Und Features wie ein bisschen History über die Spiele oder so wäre nicht verkehrt. Leider gibt es nichts außer einem Auswahlscreen. Da hätte man vielleicht noch ein wenig einbauen können, so wie jetzt ist es nicht mehr als etwas, was mir jeder Internet Emulator hätte geben können. Abgesehen von der Verpackung.

Games:
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(gute 4 Wink)

Collection:
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Come Drink With Me

Come Drink With Me
(大醉俠 | hong kong 1966 | king hu | dvd: – )

Eine Bande von Dieben entführt den Sohn des Königs. Sie wollen, dass ihr Anführer aus dem Gefängnis befreit wird, sonst werden sie ihre Geisel töten. Doch diese ist zufällig auch der Bruder des legendären Kämpfers Golden Swallow (Cheng Pei-Pei). Er aka sie macht sich auf, die Bande zu zerschlagen, bekommt dabei aber unerwartet Hilfe von einem zunächst unscheinbaren betrunkenen Penner.

Nachdem sich meine Erfahrungen mit dem Wuxia-Genre bisher auf den beschissenen Hero beschränkt haben, und dieser mir auch sämtliches Verlangen nach mehr Filmen dieser Art raubte, wollte ich es nocheinmal versuchen, nachdem ich Ausschnitte aus Come Drink With Me in der bereits von elend reviewten Doku A Century Of Light & Shadow sah.

Und tatsächlich hat mir der Film gefallen. Generell wird er als Wuxia-Pionierfilm angesehen, jedoch noch (fast) ohne übertriebene übernatürliche Elemente wie fliegende Kämpfer. Es machen sich auch bereits erste Züge der typisch Hong Konger Actionchoreographie bemerkbar – überhaupt ist der Film wahnsinnig elegant verfilmt, die edlen Shaw Brothers-Sets tun ihr übriges, um dem Film einen unheimlich poetischen und anmutigen Charakter zu verleihen. Man fühlt sich wirklich von einer gewissen Magie umgeben, etwa wie bei Star Wars. Ist schwer zu beschreiben. Was mir von der technischen Seite nicht so gefiel, waren die in den Actionsequenzen recht häufigen, richtig sprunghaften Schnitte. Irgendwie billig, aber wir müssen bedenken, in welchem Jahr wir uns hier befinden. Da es sich bei King Hus Film um einen der ersten Vertreter seiner Art handelt, ist er auch einer der Ursprünge sämtlicher Wuxia-Klischees, mit denen auch Nicht-Filmbewanderte heute China assoziieren. Das lässt sich je nach Standpunkt positiv oder negativ betrachten. Auch Aspekte wie Gesangseinlagen, offensichtlich Überbleibsel aus dem Opernfilm, sind für Unbekundete zunächst ziemlich ungewöhnlich. Come Drink With Me besitzt desweiteren einen majestätischen Soundtrack, der aber teilweise völlig fehlplatziert wirkt. Was er wahrscheinlich nur aus meinen westlichen Augen ist.

Ansonsten aber machte der Film Spaß. Cheng Pei-Pei ist sowohl schön als auch graziös und führt durch die unterhaltsame, flott erzählte Story. Wenn im letzten Drittel der Penner stärker auf den Plan tritt, wird allerdings ein neuer Handlungsstrang aufgebaut, der meiner Meinung nach die Dinge unnötig verkompliziert und zu einer Endsequenz führt, die ich gar nicht mehr raffte.

Come Drink With Me hat mir zumindest gezeigt, dass ich dem Wuxia-Genre nicht völlig abgeneigt bin, und ich werde mir definitiv noch andere Klassiker aussuchen und antun. Solange sie nicht von Zhang Yimou sind. Hihi.

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Maniac Cop

Maniac Cop
(maniac cop | usa 1988 | william lustig | dvd: optimum home)

New York. Ein riesiger Kerl verkleidet sich als Polizist und ermordet wahllos Zivilisten. Die Stadt ist in Aufruhr. Doch könnte es sich wirklich um einen Cop handeln? Jack (Bruce Campbell) gerät unter Verdacht. Er versucht den wahren Täter zu finden.

Trashige Slasherklamotte produziert von Hollywoodlegende Larry Cohen, die selbst 1988 zirka 10 Jahre zu spät kam, um noch irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, jedoch immerhin von William Lustig (mittlerweile Geschäftsführer vom Kult-DVD-Label Blue Underground) angenehm zügig und sauber inszeniert wurde. Dass sich allerdings um den Film so eine Fangemeinde gebildet hat, ist mir nicht ganz verständlich. Insgesamt handelt es sich zwar um akzeptable Unterhaltung, der Maniac Cop an sich bleibt aber als Bösewicht zu blass und unscheinbar, um Freddy Krüger und Jason Vorhees Konkurrenz machen zu können. Auch Bruce Campbell versprüht noch lange nicht das Charisma, welches ihn später in Filmen wie Army Of Darkness und Bubba Ho-Tep zur Ikone machen wird und ist hauptsächlich damit beschäftigt, in den meisten Szenen hilflos umherzublicken.

Schade, dass der eigentlich gar nicht mal so simple Plot nicht weiter ausgebaut wurde. Denn Matt Cordell (gespielt von Robert Z’Dar), obwohl als Terror-Bulle ziemlich furchteinflößend, ist eigentlich gar keine von Grund auf böse Figur. Sein persönlicher Konflikt wird nur oberflächlich angeschnitten; eindeutig eine verpasste Chance.

Fazit: Grundsolider Durchschnitt, zusätzliche Sympathiepunkte angesichts der Beteiligten.

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Ridge Racer DS

RIDGE RACER DS >>>

Ridge Racer war zusammen mit Asphalt Urban GT eines der ersten richtigen Arcaderacer für den Nintendo DS. Während Asphalt Urban GT ein Handyport eines Nokia N-Gages war, kam Ridge Racer DS fast direkt vom N64 und Namco konnte mit der Ridge Racer Serie auf eine gute und vor allem erfolgreiche Rennspielserie zurückblicken. Zeitgleich wurde aber auch an Ridge Racer für die PSP gearbeitet, was höchstwahrscheinlich zu Problemen bei der DS Entwicklung führte. Ob es Personal- oder Zeitmangel war, weiß ich nicht, geht mich auch nichts an und interessiert mich vor allem nicht. Von einem Spiel mit Namco Logo und Ridge Racer Schriftzug auf dem Cover erwarte ich ganz einfach etwas mehr.


(Links: Kein Ridge Racer ohne driften | Rechts: Die Screenshots werden der Grafik leider nicht ganz gerecht.)

Dabei fängt alles so gut an. Nach einem stimmigen Intro kommen wir direkt in’s Hauptmenue, bei dem wir schon einmal sehen: “Aha! Ein Multiplayermode!”. Das volle Ausreizen der Features eines Gerätes / einer Konsole ist für Starttitel nicht immer selbstverständlich, von daher freut das uns erst einmal. Danach gibt’s das typische Time Attack, Zufallsrace und auch eine Art Championship, den es zu bewältigen giltt. Dieser ist aufgeteilt in 3 x 3 Strecken, wobei man praktisch auf 3 Inseln fährt und es 3 verschiedene Routen auf jeder Insel gibt. Das macht insgesamt, wenn ich mich nicht verrechnet habe, 9 Strecken. Ist das einmal geschafft, darf man alle in einem weiteren Championship noch einmal rückwärts befahren und als Bonus warten noch 2 Bonusstrecken auf uns. Insgesamt recht ausreichend und auf jedenfall schwer zu mastern.

Schwer zu mastern. Leider aber nicht aufgrund des Schwierigkeitsgrades, sondern eher aufgrund der lamen Steuerung. Beachtet bitte, das ich die lame Steuerung mit dem Stylus gleich von Anfang an weg ließ und mich nun nur auf die digitale Steuerung via D-Pad beziehe. Das Driften ist einfach total weird. Es gibt schon einmal zwei verschiedene Arten zu driften:

1) Für niedrige Geschwindigkeiten
Die Kurve nice anfahren > einlenken > vom Gas gehen > wieder auf’s Gas drücken > Richtung austarieren.

2) Für hohe Geschwindigkeiten
Die Kurve nice anfahren > einlenken > vom Gas gehen > kurz auf die Bremse drücken > wieder Gas geben > Richtung austarieren.

Das klingt in der Theorie sehr einfach. Ist in der Praxis auch einfach. Leider nur… manchmal?! Es funktioniert einfach manchmal nicht? Die Autos driften manchmal so, wie ich es will und manchmal scheint die Steuerung einfach nicht zu reagieren. Keine Ahnung woran es liegt. Dazu kommt, das das Austarieren der Richtung ziemlich schwierig ist. Lenke ich zuviel dagegen, fängt das Auto an in die andere Richtung zu driften. Lenke ich zu wenig dagegen, kriegt das Auto wieder Grip, nur fahre ich dann direkt gegen die Wand. Ich bezweifel etwas, das ich zu blöd bin, denn bislang bekam ich das Driften in jedem Ridge Racer gebacken. Selbst im Asphalt Urban GT ging es super easy von der Hand und machte einfach einen Heidenspaß. Erschwerend kommt bei RR DS hinzu, das die Straßen ziemlich schmal sind oder die Hitbox des Autos viel zu groß. Egal was nun der Fall ist, man kann einfach nur schwer driften und es sogar ganz vergessen, wenn auch noch Gegner im näheren Umfeld sind. Diese rammt man dann unweigerlich und wird natürlich absichtlich total zurück geworfen, während die Gegner anscheinend noch einen Speedboost bekommen.

Das ist doch die totale Scheiße?


(Links: Öh… schon wieder die gleiche Strecke. | Rechts: Auch Nachts wird gefahren. Nachts haben die Autos auch die nicen Schlieren der Rückleuchten aus RR4.)

Dabei wäre die Grafik gar nicht mal so schlecht. Sie ist immer flüssig und schön schnell. Dazu kommt, das sie wesentlich “fülliger” ist, als die Grafik bei Asphalt, da Umgebungsgegenstände wie Tunnel, Felsen, Kakteen, Brücken und Häuser richtige 3D Modelle sind, während bei Asphalt Urban GT oft mit Bitmaps gefaked wurde. Dafür hat Asphalt Urban GT den ganz jklaren Vorteil, das Franzosen am Werk waren. Diesem Umstand hat die Asphalt Grafik zu verdanken, das sie so verdammt stimmig, so verdammt bunt aber nicht zu krank aussieht. Einfach hervorragend. Während Ridge Racer DS etwas blass daher kommt und bisschen “ärmlich” aussieht. Obwohl es technisch wohl die ausgereiftere Engine hat. Schade eigentlich. Immerhin stimmen die Replays, die schön aussehen und keine wackelige Kamera oder sonstige Fehler bieten (Nicht wie bei Asphalt…).

Tjo. Bleibt nicht viel gutes an Ridge Racer DS. Die Musik kann’s leider auch nicht mehr retten. Diese ist einfach zu leise, zu chillig und zu unauffällig. Da hatte man bei Ridge Racer Type 4, welches einfach den besten Soundtrack hat, das glücklichere Händchen. So bleibt ein aufgrund der miserablen Steuerung ordentlich versalzenes Ridge Racer Erlebnis. Dabei wäre der DS zu soviel mehr fähig… Schade.

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Arcus Odyssey

______ arcusodyssey __ megadrive ______

_________ wolfteam __ 1989 _________


Background
Im Juni 1989 erschien mit Arcus Odyssey die erste Version des Spieles für den Sega Mega Drive in Japan, welche es 2 Jahre später auch in die Hände amerikanischer Besitzer kommen sollte. Neben der Mega Drive Version gibt es auch weitere Ports für den Sharp X68000 und den Super Famicom, die allerdings beide nur auf japanisch erschienen sind.
Das Spiel wurde entwickelt von Wolf Team, ursprünglich ein Entwicklerteam von Telenet Japan, das im Jahre 1989 allerdings unabhängig war, bevor es ein Jahr später wieder bei Telenet Japan integriert wurde.

Story
Vor langer langer Zeit versuchte die böse Zauberin Castomira die Welt zu erobern. Sie unterwarf viele Länder doch wurde schliesslich von einer guten Zauberin namens Leaty in einem großem Kampf gestoppt. Um die Kräfte von Castomira für immer zu versiegeln schmiedete sie ein schliesslich ein Schwert..
Viele Jahre herrschte daraufhin Frieden, doch jetzt haben die Anhänger Castomiras das Schwert gestohlen und die Welt steht wieder einem dunklen Zeitalter gegenüber.

Auf gehts!
Natürlich ist es nun unsere Aufgabe die böse Zauberin und ihre Anhänger zu stoppen. Insgesamt 8 Leveln mit teilweise mehreren Abschnitten gibt es zu entdecken. Das Spiel selbst ist ein Action RPG, wobei es weit mehr Action als RPG Elemente hat. Am ehesten ist es vergleichbar mit Gauntled. Es gibt ein paar Items zu Sammeln, andere Personen können sich der Party anschliessen und ab und zu erhält man Aufgaben in form von kurzen Dialogen. Ansonsten schlägt man sich durch Scharen von bösen Monstern und kämpft ums Überleben.

Schwierigkeitsgrad
Der ist eigentlich genau richtig. Nicht zu schwer und nicht zu einfach. für jedes neue Level brauchte ich zwar mehrere Versuche, aber man kommt immer ein Stückchen weiter. Nach dem Tod (man kann mehrmals getroffen werden) kann man wieder am Anfang der Stage starten und wenn man sich ein wenig den Weg einprägt und auf Monster acht gibt geht das schon alles.

Grafik
In den einzelnen Levels gibt es nicht viel Abwechslung, es gibt jeweils ein paar verschiedene Monster Typen, einen Boss am Ende und immer die gleichen Backgrounds und Tiles. Jedes Level präsentiert sich immerhin in einem ganz neuen Gewand und dadurch das man auch nicht ewiglang im selben Level ist gibt es eigentlich Abweschlung genug. Total geil ist übrigens die 3D Sequenz im Intro?

Musik
Die Musik wurde vom heute sehr bekannten Motoi Sakuraba für den Mega Drive komponiert, welcher auch mit feinen Klängen überzeugt. Die BGMs sind abwechslungsreich und auch die Soundeffekte gehen einem nicht nach 10 Sekunden auf die Nerven.

Fazit
Schönes Spiel in das man durchaus mal reinschnuppern kann. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu schwer und man hat schnell den Dreh raus wie man hier weiterkommt. Zum Durchspielen motiviert es durch neue Aufgaben (abgesehen von der Story selbst) und den gut gemachten Leveln. Schliesslich erschien es auch für den X68000, und X68000 ist halt geil. ~_?

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und sonst?

Die Super Famicom Version hiess Arcus Spirits.

Youtube
http://www.youtube.com/watch?v=sFrwPF_iRaU
Arcus 1・2・3 Intro Song

King’s Quest V – Absence Makes the Heart Go Yonder

Vor laaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit, sah ich mal beim damals noch kleinen elend das Spiel King’s Quest V und dachte mir nicht viel dabei. Ich hatte schon Lucasfilm Games Adventures gespielt und als ich die ersten zwei Szenen erlebte, in denen ich nicht mehr weiterkommen KANN, hatte ich keinen Bock mehr. :Q
Jetzt – 100 Jahre später – habe ich mich dazu entschlossen es durchzuspielen.. hat es doch eine der besten Grafiken, die von Sierra jemals für ein Adventure entworfen wurden.

King’s Quest V – Absence Makes the Heart Go Yonder
1991 / Sierra

Story
Der böse Zauberer Mordack lässt einfach mal König Grahams Schloß verschwinden. Frecher Bastard.
Und außerdem.. ja em nix. Das wars.


Links: Nach dem Intro schockt die überaus nice Grafik | Rechts: In dem Dorf bewältigt man seine ersten Aufgaben


Links: Hurengeile Grafik aka auch sehr abwechslungsreich | Rechts: GRAFIK! >:O Alter die Farben??

Kritik
Zuerst mal möchte ich über die Grafik sprechen. Mit einem Wort: HURENGEIL!!!
Wunderschöne, detailverliebte Bilder heben den 5. Teil der Serie in die Riege der grafisch schönsten Adventures. Im Prinzip würde ich mir jeden einzelnen Screenshot an die Wand hängen, hätte ich bock die Figuren rauszufiltern. Das hätte man allerdings auch beim Spiel getan, denn die sehen leider crappig aus. Ehrlich gesagt sieht unser Held aus, als hätte man ihm das EGA-Gewand aus den vorherigen Teilen einfach angelassen. So hebt er sich farblich von den Hintergründen ab. Da er aber stets recht klein dargestellt wird, fällt das nicht zu sehr auf. Die Animationen sind in Ordnung.


Links: Im Hexengebiet kann man relativ oft sterben | Rechts: Manchmal zeigte King’s Quest V einem Monkey Island echt den Stinkefinger


Links: Graham ist außerordentlich höflich und spricht auch Tiere mit “Sie” an | Rechts: Einige Szenarien sind viel zu schön um gerade mal 0,4 Minuten in ihnen zu verbringen..

Die Musik wurde liebevoll komponiert und passt sich den jeweiligen Szenarien an. Egal ob traurige, düstere Stimmung oder die Einsamkeit in der Wüste.. alles wurde gut in Szene gesetzt. Die Soundeffekte halten sich allerdings zu sehr im Hintergrund. Hier hätte etwas mehr nicht geschadet.

Storytechnisch ist das Adventure recht einfach gestrickt.. aber dafür saublöd. Der Grund? Ich komme an einem Haus vorbei. Eine Ratte rennt auf mich zu und vor der Katze weg, von der sie gejagt wird. Schaffe ich es die Ratte zu retten, indem ich einen alten Schuh nach der Katze werfe, wird sie mich – viel später im Spiel – befreien, wenn ich gefesselt in einem Kellerloch sitze. Tue ich das nicht.. Pech gehabt. Es gibt dann einfach keine Möglichkeit mehr.

Und solche Dinge sind bei Kings Quest 5 an der Tagesordnung. Der Witz ist natürlich, dass man das dann nicht mitgeteilt bekommt aka game over oder so, sodaß man durchaus denken kann “Hm, da hab ich vielleicht was im Bild übersehen”, und man sucht ewig im Kellerloch nach einem Schalter oder einer Säge oder sonst was. Ziemlich lame. Es ist sogar so lame, dass es eine Menge Spielspaß raubt. Ebenso nervtötend sind Abstürze des Königs, wenn man etwa auf einem geschlängelten Weg in den Bergen oben auf den Ausgang klickt. Unser Held läuft dann nicht den Weg im zickzack hoch, sondern schnur geradeaus aka fällt bei der erstbesten Gelegenheit in die Schlucht. Was ein Depp oder besser gesagt: Was eine Deppenprogrammierung. Schon klar, dass das Absicht ist aber es ist imo total unnötig und dumm. Dafür sind die Rätsel ansonsten eigentlich recht einfach bzw. logisch. Es gibt keine Dinge bei denen man sich denkt “A..ha??” und somit hat Sierra wenigstens hier den Spielspaß am laufen gehalten. Und beim ausprobieren diverser Gegenstände, kommt der typische Sierra-Humor zum tragen, der seinen ganz eigenen, hippen Stil hat. Irgendwie erinnere ich mich da gerne an die Larry-Serie. ~_~


Links: Vor dem Schloß des bösen Zauberers Mordack | Rechts: Im Schloß sind nice Weiber die auch putzen


Links: Hat man hier etwas bestimmtes nicht dabei, endet das Spiel hier im Prinzip | Rechts: Happy End

Fazit
Mit einer tollen Musikuntermalung und einer grafischen Glanzleistung, kann man Kings Quest V als eines der gelungensten Adventures von Sierra bezeichnen. Durch bekloppte Tode und der verpassten Gelegenheit das Spiel so zu gestalten, dass man nicht in einer Sackgasse enden kann, verbleicht allerdings der hervorragende Ersteindruck und es gibt nicht wenig Stellen, in denen der Frustlevel ganz weit oben ist.

Trotzdem sollte man sich mal drauf einlassen, allein schon um die ganzen Screens sehen zu können. ~_~

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Neugier

telenet japan : 1993 : super famicom
ノイギーア— 海と風の鼓動—
neugier —the beat of the ocean and the wind—

  • neugier:intro

Vor einer langen langen Zeit wurde Duke von seinem Vater aus seinem Land verbannt. Er wurde daraufhin Abenteurer und bereiste viele ferne Länder. Irgendwann hört er davon, dass sein Heimatsland, Neugier, angegriffen wird. Nicht lange zögernd überlegt er sich, zurückzukehren um sein Land vor den Mächten des Bösen zu befreien…


( Prolog | Auf dem Schiff )

Das Spiel beginnt mit der Abfahrt des Schiffes in Richtung Neugier, man selbst spielt Duke, Sohn des Königs von Neugier, der wissen möchte, was es mit den zahlreichen Gerüchten auf sich hat, die sich seit neuestem um sein Heimatland ranken.

Nachdem man abgelegt hat, kann man sich noch ein wenig mit den andern Leuten auf dem Schiff unterhalten, wonach man sich erstmal schlafen legt. Ein paar Tage später ist es dann soweit, bald ist Neugier erreicht. Doch in der Nacht wird das Schiff angegriffen: Man schlägt sich vor bis an Deck, wo man schliesslich einen Zauberer und eine Hexe vorfindet. Den Kampf kann man unmöglich gewinnen, und so wird das Schiff zerstört…


( Uns erwarten abwechlungsreiche Dungeons )

Kurze Zeit später, es ist wieder Tag, Duke wurde an Land gespült und sieht sich dort gleich einem Mädchen gegenüber, das ihm empfiehlt Neugier gleich wieder zu verlassen. Natürlich kommt das garnicht in Frage, und so beginnt schliesslich das richtige Spiel.

  • neugier:gameplay

Neugier ist ein Action Adventure. Man steuert Duke aus der Vogelperspektive und hat natürlich verschiedene Aktionen zur Verfügung. So kann man mit seinem Schwert angreifen, Springen oder die “Throw Chain” benutzen, die es einem ermöglicht manche Gegenstände über größere Distanz zu greifen, sich selbst zu anderen Wändern hinzuziehen oder Gegner wegzustoßen. Was für das ein oder andere Puzzle genutzt worden ist.


( Angespült am Strand, so erreichen wir Neugier | Das erste Dungeon )

RPG Elemente gibt es nicht viele, NPCs sind nur ganz wenige vorhanden (die meisten sieht man schon auf dem Schiff am Anfang), das Leveln beschränkt sich darauf das der eigene Schlag ab und zu stärker wird. Beim Equip gibt es nur ein paar Rüstungsteile, die man im Verlauf des Spiels finden kann. Ansonsten besteht das Spiel aus herumlaufen und Monster besiegen. Natürlich wird auch immer mal wieder die Story weitererzählt, die übrigens recht Spannend ist und auch mit Twists etc. aufwartet. Die Bosskämpfe sind gut gelungen und spätestens mit ein paar Versuchen eigentlich problemlos machbar. Ein paar einfache Puzzles und Hüpfelemente sind auch hier und da versteckt. Ist also alles recht abwechslungsreich gemacht.

  • neugier:grafik&sound

Die Grafik ist eigentlich ziemlich schick und erinnert an die meisten anderen 16-Bit RPGs/Adventures. Die Levels sind, dafür dass das Spiel hauptsächlich an einem einzigen Ort stattfindet, ziemlich abwechslungsreich, da man an immer wieder neue Orte im Schloss kommt die sich teils sehr von den anderen unterscheiden.


( Die Story wird weitererzählt | Ein Boss )

Die Musik ist in Ordnung, ein paar zusätzliche Songs hätten sicher nicht geschadet und beim ein oder anderen Song hätte man vielleicht noch an selbigem arbeiten können. Aber schlecht ist sie auch nicht.

  • neugier:background

Entwickelt wurde das Spiel von “Wolf Team”, heutzutage berühmt für Spiele wie Star Ocean oder Valkyrie Profile. Ursprünglich sollte das Spiel durch Renovation auch auf dem amerikanischen Markt erscheinen. Das Projekt wurde aber gecancelled, als Renovation von Nintendo gekauft worden ist. Wer kein japanisch kann ist aber trotzdem nicht hilflos den Kanjis ausgeliefert: Es gibt einen Patch der das Spiel auf Englisch übersetzt.


( 2 Bilder aus dem Schloss )

  • neugier:fazit

Gelungenes Action Adventure mit guter Story, für das man auch nicht zuviel Zeit braucht. Ich selbst habe es in 3 Stunden beim ersten Versuch durchgespielt. RPG Elemente gibt es wenig bis garnicht, ob das ein Vor- bzw. Nachteil ist sei jedem selbst überlassen, genau wie die kurze Spielzeit, aber Spaß macht das Spiel auf jedenfall und mal reinzuschauen würde ich jedem empfohlen, der etwas mit dem Genre auf dem SFC anfangen kann.

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Contact

Contact | Nintendo DS
GRASSHOPPER INTERACTIVE

Der pixelige Professor hat ein Problem. Er musste auf einem fremden Planeten notlanden, weil er von außerirdischen verfolgt und beschossen wurde. Bei der Notlandung zerfetzte es irgendwas am Schiff und 7 (oder waren’s 8?) Elemente, die der Professor dringend als Energielieferanten für das Schiff braucht, verstreuten sich auf dem Planeten. Er bittet dich um Hilfe. Du sollst einem kleinen Jungen namens Terry helfen, die Elemente wieder zu finden.


(Links: Auf dem Schiff hat der Professor sein Raumschiff. (?) | Rechts: Man kann im Spiel neben Kochen auch Angeln. Ehm… alles klar. ~_?)

So weit, so gut. Contact fängt geil an. Man spielt hier ausnahmsweise mal keinen Helden oder ein alter ego, nein man spielt sich höchstpersönlich. Der Professor spricht mit euch durch den DS und bittet euch um eure Hilfe. Nach einem tollen Intro mit toller Musik und höchst stylisher Grafik geht’s auch irgendwann los und wir fangen an uns an Terry zu gewöhnen. Terry ist nämlich ein dreckiges Arschloch und macht von alleine rein gar nix. Er will von uns geführt werden. So führen wir also Terry über die verschiedenen Inseln des Planeten und hoffen dem Professor helfen zu können.

Tjo. Im Endeffekt spielen wir doch als Terry selbst und haben die Sache mit dem “Wir spielen uns selbst” ganz schnell vergessen. Viel Zeit zum Überlegen bleibt ohnehin nicht, da das Spiel ziemlich flott los geht und schon der erste Dungeon (nach der Trainingsinsel) ziemlich schwierig wird. “Aufleveln musste dich!” empfahl man mir. “Ach so.. ja logisch!” dachte ich und fing an zu leveln. Das sah ungefähr so aus:

Höhle rein gehen. Skelett boxen. Noch ein Skelett boxen. Matschmenschen boxen. Noch einen. Noch ein Skelett. Raus. Energie aufladen in der Badewanne. Wieder rein.

Das dann so lange, bis ich irgendwann 130 HP hatte, anstelle der anfänglichen 40. So fühlte ich mich schon eher für den Boss Kampf gerüstet. Also schnell den Boss erledigt und hurra, weiter kann’s gehen. Neue Waffen gefunden, Energie aufgetankt, Kostüme gefunden und Knochen verscherbelt für Geld. “Geil, recht lustig das Game..”

Dachte ich.


(Links: Soweit kam ich dann grad noch. Endgegner Nr. 1 | Rechts: Hier im Wald brachte mich der noch so kleinste Gegner einfach um. Wie level ich da? Wo kaufe ich dicke Waffen? Wo finde ich welche? Alles Scheiße. Dreck.)

Bis ich auf die zweite Insel musste. Da fing das Spiel irgendwie an mit… Fehlern. Ich weiß nicht was es war, aber normal war das nicht. Ich muss also durch einen Wald laufen und treffe unterwegs einen random Typen mit Hund, der mich in sein Haus einlädt. Ich solle ihm doch folgen, sagt er. Ok, aber erstmal wollte ich den oberen Screen erkunden. Dann den links. Dann den rechts. Dann oben. Da meldet sich doch der Professor und meint, der Typ, dem ich auf die Hütte folgen sollte, wäre abgehauen. Ich solle ihn suchen. “~_?” Tjo. Es stellte sich heraus, das er einfach wieder an seinen Ausgangspunkt gebeamed wird, wenn ich nicht AUGENBLICKLICH mache, was er sagt.

Ok. Zweiter Versuch. Ich gehe diesmal mit ihm zusammen in den Wald und suche seine Hütte. Die wäre auch recht schnell gefunden gewesen, wenn er nicht… seinen Hund vermisst hätte. Die Töle stand doch tatsächlich noch am Lagerfeuer und folgte uns nicht. Mal davon abgesehen, das mir keiner sagte, das der lame Hund mit muss? Also zurück gelaufen und nochmal probiert. Irgendwann klappte es dann auch, beide mitzunehmen. Natürlich nur, nachdem mich unzählige Schlangen und Wasserschaafe gekloppt haben, denn für diesen Abschnitt hätte ich mich wohl noch auf 200 HP leveln müssen :-).

Also irgendwie suckt das Game einfach nur. Später fand ich einen tollen Spot zum Leveln (Ich brauchte ja eine Badewanne zum Energie Tanken in der Nähe. Und ein Bett zum saven wäre auch nice.) und versuchte mich aufzuleveln, als ich merkte das ich anstatt mehr HP einfach… weniger kriege. Wtf? Ich checkte nix?! Also gut, versuchste mal ohne Leveln weiter zu kommen. Tjo, nix da. Geht nicht. Die Gegner sind einfach viel zu stark. Ich kann das Kampfsystem ja auch fast nicht beeinflussen. Wenn Terry denkt er müsse 50 Minuten warten, bis er mal schlägt, dann ist das halt so. Währenddessen schlägt der Gegner halt zweimal. Und ganz fies wird’s, wenn zwei Gegner auf dich eindreschen. Die machen das nämlich so geschickt, das Terry einfach GAR NIX mehr macht. Das ist natürlich… super?

Da nutzt mich auch die geile Musik, die geilen Effekte (alles NES 8 Bit Style) und die tolle Grafik nix. Contact spielt sich einfach wie Scheiße.

Einen Pen für die Grafik.

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Sim City 3000

模拟城市3000 / Sim City 3000
Maxis Software Inc, 1999, IBM-PC/Win

Tjopes, gestern überkam es mich mal wieder und ich hatte Lust auf Aufbau Strategie \o_O/. Also geschwind mal Sim City 3000 installiert und fröhlich was gebaut und geplant. Hat auch gleich viel Spaß gemacht und so wurde es, obwohl ich heute arbeiten muss, 5 Uhr morgens bis ich es mal ins Bett geschafft hab.

Leider kenne ich ja bloß Teil 1 und 2 für PC deshalb waren die 1000 Neuerungen schon geil. Vor allem das man nun so dicke Städte bauen kann, mit Häusern größer als man früher geträumt hätte und vielen anderen Dingen. Auch wenn es Teil 3 ja nun schon seit 7 Jahren gibt ~_°

Anyway sehr nice und man kann es allen Freunden der Aufbau Strategie nur wärmstens empfehlen, aber sollte eigentlich ja jeder schon wissen Isch liebe disch!

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Dragon Quest / Dragon Warrior


( Front / Backcover der US Version )

ドラゴンクエスト (Dragon Quest)
『 Dragon Warrior 』
NES-US / 1989.08 / Enix Corp.

Eine zweifelsohne berühmte Rollenspielserie, welche sich in Japan oft besser verkaufte als der große Konkurrent Final Fantasy, aber im Westen eigentlich noch gar nicht so lang bekannt ist, ist Dragon Warrior bzw. Dragon Quest (jp).
Um die Wurzeln dieser auch schon lange, seit 1986, laufenden Serie kennenzulernen und mal ein richtiges Oldschool-RPG zu spielen versuchte ich mein Glück also mal mit dem ersten Teil, welcher ganz nebenbei das erste klassische Konsolen RPG darstellt.


( Links: Der Titelscreen | Rechts: Der Raum in dem man startet )

Story
Hier fängt das Spiel schonmal für heutige Verhältnisse recht seltsam an: Am Anfang des Spiels erfährt man, dass man der Sohn eines alten Helden namens Eldrick ist. Man bekommt die Aufgabe die Prinzessin von dem bösen Dragonlord zu retten und hmm, das war es eigentlich mit Story. Darauf basierend könnte man ja noch etwas machen, aber das passiert nicht. Man rennt den Rest des Spiels durch die Weltgeschichte ohne dass die Story jemals weitererzählt wird, abgesehen vom Ende wenn man es durchgespielt hat. Darum ist man auch die meiste Zeit recht planlos und weiß kaum wohin es denn nun geht. Es gibt hier und da mal ein Dungeon und natürlich Städte mit NPCs, aber was die nun mit der Prinzessin oder dem Dragonlord zu tun haben frage ich mich bis heute.
Der komplette ingame Text ist übrigens in Middle English, zwar nicht so übertrieben, das man nichtsmehr rafft, aber was ich meine sieht man wohl am besten auf den Screens.


( Links: Die Oberwelt | Rechts: In einer Stadt )

Gameplay
Man landet also nun in der ersten Stadt und kann von dort aus die Welt erkunden. Wenn man denn mit allen NPCs redet erfährt man vielleicht noch wo es am besten als nächstes hingeht, daran muss man sich zwar nicht halten, aber es wäre schon gut, denn wenn man mal zum falschen Ort geht wird man recht schnell das zeitliche segnen. Besonders wenn man gleich aufbrechen will und losrennt, wird man von den Gegnern ziemlich schnell zerquetscht. Damit das nicht passiert gibt es natürlich Möglichkeiten sich zu wehren. Zum einen wäre da weitere Ausrüstung, die soviel kostet das man sich schon mal auf viele, sehr viele Stunden langes eintöniges Leveln einstellen kann. Zum anderen kann man natürlich Level aufsteigen. Aber na ja, das dauert dann noch länger…
So passiert es dann, dass man locker ein paar Stunden stur auf immer dieselben Monster kloppen muss bis man zur nächsten Stadt kann. Das Interessanteste dort, da es keine Story gibt, ist eigentlich nur der Waffen-/Ausrüstungsshop, wo man die Preise sehen und in Ohnmacht fallen kann. Eventuell ist auch ein Dungeon auf dem Weg, da ist man in ein paar Minuten durch und darf noch ein paar Stunden dort mit leveln verbringen, um nicht von den nächsten Gegnern die kommen mit einem Schlag zerfetzt zu werden.
So freu man sich dann immer ein bisschen, wenn der Kampfscreen erscheint und man seinem Ziel etwas näher kommen kann.


( Links: A Red Slime draws near! | Rechts: Noch ein Kampfscreen )

Das Kampfsystem ist recht einfach, man sieht seine Stats, kann Angreifen, Zaubern, Flüchten (was nicht immer klappt) oder halt Items benutzen. Nach jedem Kampf bekommt man, wie soll es auch anders sein, EXP und Gold. Die Kämpfe sind immer 1-on-1 und die Monster sieht man auf der Karte nicht, es sind also immer Zufallskämpfe, abgesehen vom Endgegner.


( Links: so sieht es in den Dungeons aus | Rechts: Endlich Level up! )

Abgesehen vom Kampfsystem gibt es auch noch ein paar Aktionen die auch so immer ausführbar sind. Neben “sprechen” gibt es auch Optionen um Treppen zu steigen, Items zu benutzen, Türen zu öffnen und ein paar andere nützliche Dinge.

Musik
Die Musik find ich jetzt nicht so wirklich berauschend. Sie dudelt meistens eher im Hintergrund herum und beim stundenlangen Leveln macht man sich doch lieber eine CD oder den MP3 Player an weil es einem immer die gleiche Melodie schon irgendwann auf die Nerven gehen kann.

Grafik
Man sieht schon sehr dass das ganze sehr Tilebasiert ist. Eigentlich überall fällt auf dass sich die 16×16 Pixel großen Hintergrund-Elemente sehr oft wiederholen. Davon gibt es auch gar nicht so viele, hier hätte man sicher etwas mehr rausholen können. Immerhin gibt es zahlreiche Gegner, die zwar nicht animiert aber wenigstens abwechslungsreich sind. Tolle Effekte sucht man vergebens, kann man bei dem Alter des Spieles aber auch wieder verstehen.

Fazit
Auch wenn Dragon Quest/Warrior in Japan ein großer Hit wurde, in Amerika verkaufte es sich nicht wirklich gut. Es ging sogar soweit, dass die Spiele am Ende von Enix verschenkt(!) wurden. Wirklich begeistert hat es mich auch nicht, eventuell liegt es am stupiden leveln, das wirklich im Gegensatz zu allem anderen sehr sehr viel Zeit verschlingt und brutalst eintönig ist. Eventuell kann hier die später erschienene Umsetzung für den Gameboy Color abhelfen, da das ganze dort ziemlich abgekürzt wurde. Weswegen ich diese, ohne sie getestet zu haben auch empfehlen würde.

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Sonstiges
Die japanische Cartridge:

Der amerikanische Werbespot:
http://www.youtube.com/watch?v=WO5dA9EAGCg

Der weirde japanische Werbespot:
http://www.youtube.com/watch?v=wzNb5oAELpg