A-1

A-1
H E A D L I N E

Ling (Lee Sinjie) arbeitet als Journalistin in der Fashion Rubrik beim “Citizen Star”. Eines Tages hat ihr Ex-Freund – ebenfalls Reporter beim gleichen Blatt – einen tödlichen Autounfall. Die Schuldeneintreiber Fei (Anthony Wong) ein Ex-Cop und Ma (Eric Kot) ein Ex-Häftling werden zufällig Zeugen der Szene. Sie geben Ling erste Hinweise: Das sah nicht nach einem Unfall aus. Ling fängt an zu investigaten und kommt schnell darauf, das ihr Ex-Freund kurz vor seinem Tode an einer großen Story arbeitete.

Wird die Wahrheit an’s Licht kommen? Spannend, bis zum Schluss!

Naja fast. A-1 fängt recht rasant an. Die Stimmung ist mysteriös, die Bilder ebenso und schnell wird klar: “Heilige Scheiße! Hier haben wir es mit etwas ganz großem zu tun!”. Diese Stimmung wird auch über die erste Hälfte des Filmes ganz gut gehalten nur… sackt sie dann rapide ab. Es ist einfach nichts mehr los, das Ende absehbar und so wirkliche Spannung kommt einfach nicht mehr ganz rüber. Das Ende ist dann zugleich das traurigste am Film. Zu sanft ist die Auflösung, zu unschockierend die trueste aller truen Wahrheiten. Man sitzt unweigerlich da und denkt sich: “Hä? Das war’s?”. Im echten Leben würde einem ein Stein vom Herzen fallen, das nichts schlimmeres passierte, aber wenn man sich fast 2 Stunden einem Film widmet, dann will man ganz einfach etwas mehr.

Allen voran Anthony Wong und Lee Sinjie retten den Film vor’m totalen Untergang. Beide überzeugen mit angenehm zurückhaltenden, symphatischen und stets überzeugenden Performances. Was man von Eric Kot nicht ganz behaupten kann. Recht lustig zwar, aber etwas übertrieben kommentiert er das Geschehen auf der Leinwand und wirkt was wie ein Sidekick. Imho unpassend für einen Film dieser Art. Aber dafür haben wir ja Lee Sinjie, die nicht nur sexy, super skinny, sexy, wunderschön, hübsch, symphatisch und natürlich sexy ist, sondern zudem auch noch schauspielern kann. Und das nicht zu knapp. Da fällt sogar Shawn Yue kaum weiter (negativ) auf.

Schade schade. Ein guter Thriller, der mal nicht im Gangstermilieu Hong Kongs spielt, wäre echt wünschenswert gewesen. Aber der krasse Durchhänger nach der zweiten Hälfte macht ihn fast unansehbar. Aber gut, das Anthony Wong mitspielt. Dafür und die erste Hälfte der dritte Pimmel. :Q

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Bayside Shakedown

Bayside Shakedown
Katsuyuki Motohiro | Japan 1998

Es hätte ein ganz normaler Tag im Wangan Police Department werden können, wäre da nicht in einem Fluss eine Leiche aufgetaucht. Ihm wurde, wie sich herausstellt, der Bauch aufgeschnitten und ein Teddybär darin platziert. Die Wangan Police Force Truppe um Aoshima (Yuji Oda) würde sich auch gerne an die Ermittlungen machen, wenn da nicht plötzlich das Metropolitan Police Department mit einer kompletten Delegation an Hardware und Personal das Wangan Police Department stürmen und gehörig Chaos in die lokale Polizei bringen würde. Der Grund: der Polizeipräsident wurde gekidnapped. Das zusätzlich auch noch in der Polizeiwache ein Dieb unterwegs ist, erschwert das ganze nur.


(Alter, geiler Fotostyle. So sah das im Film nicht ganz aus. Geil. Geile Fotos. Geil.)

Bayside Shakedown basiert auf der damals sehr erfolgreichen, japanischen TV Serie “Odoru Daisosasen” und brachte es mittlerweile zu immerhin zwei Kinofilmen und einem verwandten Spin-Off. Bereits das Intro des Filmes erinnert schon stark an eine Serie und um was es darin geht: Charakterportraits. Schießereien gibt’s hier so gut wie gar keine. Bayside Shakedown geht sogar so weit, das selten ein Polizist jemandem mit einer Waffe droht oder gar zuschlägt. Nichts desto trotz bleibt der Film spannend, was hauptsächlich an den drei einzelnen Stories liegt. Die Entführung des Commissioners, der Dieb im Polizeiquartier und die Leiche im Fluss. Während die Auflösungen jeweils etwas unspektakulär wirken, so bleibt anfangs die Spannung, ob und wenn ja wie die drei Handlungsstränge ineinander verwoben sind. Und immerhin hat der Film noch zwei ganz andere Punkte, die ihn symphatisch machen. Comedy und Charaktere.


(Alter, geiler Fotostyle. So sah das im Film nicht ganz aus. Geil. Geile Fotos. Geil.)

In den knapp 2 Stunden Laufzeit wird ausreichend auf die verschiedenen Insassen des Wangan Police Departments und deren Beziehung untereinander eingegangen und am Schluss des Filmes kommt man nicht ganz drum herum, min. zwei der Charaktere zu mögen. Und dann ist da noch der teils satirische, teils gesellschaftskritische und unterschwellige Witz im Film. Die ganz großen Lacher bleiben aus, dafür gibts oft genug Grund zum Schmunzeln und das fast durchgängig, wenn da nicht die ernsten Unterbrechungen zwischendurch wären. Bayside Shakedown ist somit nicht nur Komödie und sogar Drama, sondern Thriller zugleich. Dabei passen sich die ernsteren Szenen relativ nahtlos in den Rest ein. Besonders gefallen, hat mir eine Begegnung mit einem gesuchten Mörder, die fast schon richtig creepy war. Auch das Ende war etwas überraschend und richtig nice.

Katsuyuki Motohiro, der ja auch für meine Lieblingskomödie aus Japan – Space Travelers – verantwortlich war, gelang hier also ein durchaus sehenswertes Stück Film. Für die volle Anzahl an Pimmeln reicht es leider nicht ganz, da mir zu oft der “Serienstil” präsent war und der Film an manchen Stellen etwas schneller zur Sache kommen könnte. Da ist Space Travelers eben ein quentchen besser. Aber immerhin: Ich will nun Teil 2 sehen.

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Töte Amigo

Töte Amigo
(quien sabe? | italien 1966 | damiano damiani | dvd: koch media)

Das blutige Finale der Revolution lodert über Mexiko. “Im Namen des Vaters!” schreit El Santo (Klaus Kinski), der Heilige, und wirft eine entsicherte Handgranate in den Kasernenhof der Regierungstruppen, die gerade ihren Morgenappell abhalten. El Santo gehört zur Bande von El Chuncho (Gian Maria Volonté) und dem geheimnisvollen Amerikaner Bill (Lou Castel), genannt El Gringo. Gemeinsam stürmen sie das Fort, um Munition und Waffen zu erbeuten und diese an den Revolutionsgeneral Elías zu verkaufen.

Damiani hat hierzulande vielleicht den größten Bekanntheitsgrad durch die preisgekrönte Miniserie Allein gegen die Mafia erlangt. Wie andere Regisseure verließ er gegen Ende der Siebziger das sinkende Schiff der italienischen Filmindustrie, um sich dem Fernsehen zu widmen. Zuvor jedoch drehte er mehrere politisch ambitionierte Filme u.a. mit Franco Nero, die sich durch ihre Tiefe und beißende Kritik vom oberflächlichen italienischen Populärfilm abhebten. Zu diesem Ouevre gehört auch Töte Amigo, sein einziger ernste Beitrag im Genre des Italowesterns (vom lahmen Auftragsklamauk Nobody ist der Größte mal abgesehen). Wobei es sich hierbei allerdings um ein derartiges, Genregrenzen transzendierendes Meisterwerk handelt, dass es fast schon unfair wäre, Töte Amigo bloß als weiteren Italowestern einzustufen (und nach dem auf der DVD enthaltenen Interview würde Damiani mir da zustimmen).

Ganz offensichtlich wurde der Film mit einem weitaus größerem Budget realisiert, als es damals für ähnliche Werke üblich war (außer man heißt Leone), was zur Tragweite des Films passt. Denn: Töte Amigo ist bei weitem kein B-Movie, nichtmal ein Genrefilm, sondern eine tiefschwarze, scharfsinnige Reflexion über den Irrsinn blutiger Revolution und politischer Unterdrückung. Mit Sarkasmus und Tragik zeigt Damiani, wie ideologische Bestreben, der Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit, zu bloßem Vorwänden zur Erfüllung von Gier und persönlichem Wohl verkommen. Das arme mexikanische Volk leidet am meisten, gerät es doch stets zwischen die Fronten der reaktionären Regierung und den verblendeten Revolutionären. Und obwohl Damianis Sympathien eindeutig bei den Revolutionären liegen, zweifelt er an ihren Methoden, durchschaut ihre adaptive Loyalität, welche sich immer dahin wendet, wo es das meiste Geld zu holen und die meisten Soldaten zu töten gibt. An niemandem wird ein gutes Haar gelassen; bloß der mysteriöse Bill – sein Charakter ein einziger Geniestreich – gibt weder seinem Freund El Chuncho noch dem Zuschauer einen Hinweis auf seine Motive. Erst beim großartigen Ende wird deutlich, was auch auf ohnehin alle zutrifft: Hier gibt es keine eindeutigen Seiten, kein Gut und Böse, nur unterschiedlich groß gefüllte Brieftaschen.

Zwischen Arroganz und Kühle spielt Lou Castel Bill, was allerdings oft so weit geht, dass El Chunchos “Freundschaft” mit ihm nicht wirklich nachvollzogen werden kann. Obwohl man meinen könnte, dass Gian Maria Volonté in allen Western, in denen er mitspielt, irgendwie immer derselbe Charakter ist, brilliert auch er durch seine durchdringende Intensität und Energie. Kinski bleibt auf eine Nebenrolle beschränkt, von der ich persönlich gerne mehr gesehen hätte, aber man kann halt nicht alles haben.

Mit seinen fantastischen Bildern, den abwechslungsreichen Sets und Locations, und vor allem dem hervorragenden Drehbuch lässt sich Töte Amigo ohne weiteres als ein Klassiker bezeichnen. Damianis Message wird stets eindringlich, nie plump vermittelt, und leider entbehrt diese auch heute nicht einer gewissen Relevanz. Spätere italienische Filme widmeten sich ebenfalls der mexikanischen Revolution – von denen höchstens Leones Todesmelodie die Klasse von Damianis Werk erreicht. Interessanterweise merkt man an dieser ungeschnittenen Version des Films immer am Wechsel zum englischen Ton, wo früher in der dt. Fassung die Schere angesetzt wurde – bei Passagen, die Damianis Aussage besonders herausstellen und im damaligen politischen Klima wohl als zu heikel angesehen wurden. Insgesamt sind das einige, für den Film immens wichtige Minuten.

Die neue DVD von Koch Media ist mehr als ordentlich. Auch das schmale, edle Digipak, dessen Cover minimalistisch und geschmackvoll gestaltet wurde macht Eindruck. Dazu kommen informative Interviews mit Damiano Damiani und Lou Castel, mehrere Trailer, eine Bildergallerie und ein direkt in die Innenseiten des Cases gedrucktes Essay von Wolfgang Luley. Das Ganze für nur €9,90. Toller Film, tolle DVD. Bitte kaufen.

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Halo 3


Finish the Food!

HALO 3, Xbox360, Bungie

Ich habe kein Fernsehen, also weiß ich nicht, inwieweit die Werbemaschinerie für Halo 3 auch Deutschland erfasst hat aber nach fast zehn Monaten Werbekampagne in den USA bin ich mir sicher, dass die Spielerschaft in Deutschland ebenfalls von der Believe-Kampagne nicht verschont wurde. Da ihr es also alle kennen und gespielt haben solltet, werde ich mich darauf konzentrieren zu erklären, warum Halo 3 einen Großteil von Wertungen gekriegt hat, die unverständlicher nicht sein könnten.

Believe!

Zehn Monate Werbekampagne. Fast ein ganzes Jahr waren die US-Haushalte zugepflastert mit der großen, blauen drei. Und nicht nur die. Microsoft kollaborierte in dieser Zeit mit Burger King, Mountain Dew, selbst Linkin Parks Tournee wurde von Halo 3 gesponsort. Hinzu kamen 7-Eleven, Samsung und Comcast. Die ganze Nation war eingeschworen auf ein Motto: Finish the fight! Und es hat funktioniert. Zeitschriften und Onlineportale überschlugen sich mit perfekten Wertungen, 100%, 10/10, 100 Punkte. Halo 3 war das perfekte Spiel.

Believe.

Aber das ist es nicht wirklich. Durch die Werbekampagne hatte Microsoft einen Zustand erreicht, indem ein Zweifeln an den Qualitäten des Spiels kaum mehr möglich war. Die alles durchdringende Präsenz, die lange Werbezeitspanne von zehn Monaten und die immer wieder erhobenen Talking Points führten dazu, dass tatsächlich alle anfingen zu glauben, alle den Kampf zuende bringen wollten. Für Kritik war in so einen Szenario einfach kein Platz mehr. Und das Spiel wurde nebensächlich. Es ging nicht mehr darum, Halo 3 zu spielen, es ging darum, etwas zu besitzen, was als Heiland des Spielens angepriesen wurde.

125 Millionen Dollar am ersten Tag. Eine Million Vorbestellungen. KANN so ein Spiel überhaupt irgendwelche schlechten Punkte besitzen?

Believe?

Halo 3 ist kein schlechtes Spiel. Halo 3 sieht sehr gut aus, der Sound und die damit verbundene Atmosphäre ist hervorragend, es spielt sich großartig und es macht Spaß. Besonders spannend waren die Fahrzeugsektionen, in denen man mit verschiedenen Vehikeln, verschiedenen feindlichen Vehikeln die Hölle heiß machen konnte. Leider muss man zwangsweise immer den Fahrersitz übernehmen, da die NPCs doof wie Knäckebrot sind, schonmal versuchen einen Berg zu verschieben oder einen unendlich tiefen Abgrund als echt gute Straße ansehen. Leider sind die Kollegen am MG, Raketenwerfer oder Laser nicht viel besser, denn die kümmern sich eher darum den Verbündeten das Leben zur Hölle zu machen, anstatt tatsächlich dabei mitzuwirken die scheiss Erde und alles Leben in der Galaxie vor ihrer Vernichtung zu retten.

Achja, die Story. Ich habe nur Halo 1 gespielt, weiß also nicht was in Halo 2 passiert aber da Halo 1 gänzlich ohne Story auskam, bin ich mir sicher in Halo 2 eine Menge wichtiges Zeug verpasst zu haben, denn Halo 3 beginnt einfach mal mittendrin. Das ist natürlich eine tolle Sache für Fans, die nicht unbedingt nochmal den ganzen Rotz, der vorher passiert ist, durchgehen wollen, aber wer in Halo 3 eine abgeschlossene Storyline erwartet, erlebt eine böse Überraschung. Man MUSS vorher mindestens Teil 2 gespielt haben.

Irgendein Alienschwein will also mit einer Arche die drei Ringwelten aktivieren und alles Leben vernichten, Cortana hat die Lösung für das Problem parat, ist aber leider gerade nicht da und nebenbei muss man noch eine Alienrasse namens Flood übern Haufen ballern, die sich kurzfristig dazu entschlossen hat, die Erde und die Ringwelten zu überrennen. Klingt wenig spektakulär. Und vor allem kurz. Das ist wohlmöglich das größte Problem von Halo 3.

Man kann den Singleplayer mit allem drum und dran in 6 Stunden durchspielen. Eigentlich eine recht normale Spielzeit heutzutage. Leider haben Bungie versucht in diesen sechs Stunden so etwas wie eine epische Story unterzubringen und sind kläglich damit auf die Schnauze gefallen. Immerhin geht es hier um das Leben in der gesamten Galaxis. Den letzten Teil eines langen, erbitterten Kampfes. Um den galaktischen Genozid zu verhindern muss man in Halo 3 zwei Luftabwehrgeschütze zerstören, drei Schalter umlegen, drei große Panzer auf Beinen vernichten und Cortana finden. Das wär’s. Fertig. Ende. Aus. You finished the fight.

Hinzu kommt, dass Freund und Feind wechseln wie ich Socken oder T-Shirts am Tag. Zu Beginn kämpft man gegen die Covenants, dann kurz mit den Covenants gegen die Flood, dann für zehn Minuten mit den Floods wieder gegen die Covenants und dann, oh, oh, wartet, wieder mit den Covenants gegen die Floods. Und nein, da gibt’s keine Storytwists, das passiert einfach. Deal with it.

Das Problem, das ich persönlich mit den Floods hatte, war der Schwierigkeitsgrad dieser neuen Rasse. Die Floods können nämlich mit Sporen (schnelle, kleine Biester mit Tentakeln) die Körper von schon getöteten Feinden infizieren und so zu neuen Gegnern werden. Das können sie auch mit ihren eigenen. Im letzten Abschnitt, in einem der Schiffe der Flood ging es dann soweit, dass ich jeden Gegner mindestens fünfmal mit der Plasma Rifle übern Haufen schiessen musste, da die Schiffe der Flood einerseits zu 50% aus Fleisch (FLEEEEEISCH!) bestehen und an den Wänden überall Brutstätten dieser Sporen hängen. Man ballert also aus Versehen eines dieser Nester auf und BOOM! 7346563456345 Sporen fallen wie fette Kinder über Schokokuchen über die toten Leiber her und verwandeln sich in 632453538475 Berserker, denen man nur mit explosiver Munition zu Leibe rücken kann. Das ganze sah dann so aus:

10 HIT NEST WITH EXPLOSIVES
20 KILL EVERYTHING THAT MOVES (AGAIN)
30 GOTO 10

Der letzte Bossfight hingegen war ein Witz.

Aber das macht nichts, denn Halo 3 sieht immernoch super aus. Dabei war das Gejammere so groß, nachdem herauskam, dass Halo 3 nicht in HD-Resolution läuft, sondern in irgendwie 1152×640. Der Grund dafür kam kurz danach:

Halo 3 uses not one, but two frame buffers – both of which render at 1152×640 pixels. The reason we chose this slightly unorthodox resolution and this very complex use of two buffers is simple enough to see – lighting. We wanted to preserve as much dynamic range as possible – so we use one for the high dynamic range and one for the low dynamic range values. Both are combined to create the finished on screen image.

Nein, ihr wolltet nicht as much dynamic range as possible preserven. Ihr wolltet, dass ich kotze, weil ich bei dem ganzen HDR nicht mehr erkenne, wo die Gegner stehen und ich blind in schwarze Umgebung ballern muss, um zu sehen, ob ich möglicherweise überhaupt IRGENDWAS treffe. Bungie hat es dermaßen mit HDR übertrieben, dass ich allen Grafikern in den Hals scheissen müsste. Zugegeben sind solche Stellen eher selten im Spiel aber jedesmal wenn man zum Himmel steht, verwandelt derselbige sich in gleißendes Licht und die Umgebung tatsächlich in schwarz. Schwarz! Doom 3 Style.

Das andere Problem, das ich mit der Grafik habe ist das eingeschränkte Sichtfeld. Ich besitze keinen HD-Fernseher aber will man Halo 3 wirklich genießen, braucht man einen, wenn man sich nicht alle halbe Sekunde umgucken will. Die Waffen tun ihr Übriges, um einen die Sicht teilweise zu versperren. Nicht selten bin ich gestorben, weil ich Gegner einfach nicht gesehen habe.

Das alles ist ganz und garnicht perfekt. Die Story ist ein Witz, das Gameplay zu linear und zu repetitiv, das Spiel an sich viel zu kurz. Und oh, der Multiplayer natürlich erste Sahne, wären da nicht die anderen Spieler. Wenn ich schreiende Kinder will, fahre ich U-Bahn.

Trotzdem sieht’s gut aus, spielt sich butterweich, der Sound ist über alle Kritik erhaben, auch wenn die deutsche Synchronisation (übrigens im Spiel nicht wählbar, selbst wenn man seine Konsole auf Englisch und die Location auf US stellt, bleiben die Stimmen deutsch) zwischen koreanischem B-Movie Zombiefilm und früher El Hazard/Wind of Amnesia-Animesynchro hin und herpendelt.

Ich habe also den Kampf beendet. Und irgendwie fühlt es sich an, als wäre ich kurz zu Burger King gefahren.

Golden Chicken 2

Golden Chicken 2
Hong Kong 2003

Im Jahre 2046 verhindert die mittlerweile 82-jährige Prostituierte Kam (Sandra Ng) einen Selbstmord. Ein junger, gerade von seiner Freundin verlassener Mann (Chapman To), erträgt das Leben ohne Freundin nicht mehr und will Pillen schlucken. Eine perfekte Situation für die redselige Rentnerin, die sich gleich an die Arbeit macht und von ihrem turbulenten Leben als Prostituierte erzählt.

Mal wieder.

Ja also. Golden Chicken 2 fängt ungefähr genauso an, wie Teil 1. Der Ort ist lediglich die Zukunft, kein ATM Booth mehr sondern random Hochhausdächer über dem Hong Kong im Jahre 2046 und der Anfang ist immer noch ziemlich schrill, ziemlich peinlich und für HK Filmneulinge nur schwer verdaubar. Leider wird’s auch nicht mehr besser und mit dem Auftauchen von Kams Cousin (Jacky Cheung) sogar regelrecht weird. Nicht nur, das sie trotz Verwandtenstatus mit einander herummachen (Was mich ja sogar etwas geil machte), nein im späteren Verlauf des Filmes heiraten sie sogar und überhaupt ist Jacky Cheung ziemlich nervtötend. Overacting kann ja manchmal ganz gut passen und sogar von Nöten sein, aber hier raubt es einem den letzten Nerv. Da war der Haarfetischist in der ersten Hälfte des Filmes ja noch eine reine Wohltat. So wird Golden Chicken 2 nicht wie Teil 1 etwa besser, je länger er geht, sondern fast sogar weirder. Es fehlen irgendwie die Szenen der Identifikation mit den Hauptfiguren und ganz einfach die positive Stimmung, die Teil 1 noch aus machte.

So bleibt ein bitterer Nachgeschmack und einem beschleicht so langsam das ungute Gefühl, das man es doch hätte vorher wissen müssen.

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Golden Chicken 1

Golden Chicken
Hong Kong 2002

Kum (Sandra Ng) ist Prostituierte in Hong Kong und schlägt sich so durch’s Leben. Auf Ihrem Bankkonto befinden sich lediglich noch 98 HKD (umgerechnet 9 EUR), was aber gerade von Vorteil ist, denn sie befindet sich in einem Bankautomatenschalter und wird gerade von einem Kleinkriminellen (Eric Tsang) ausgeraubt. Bzw. eben nicht, weil nichts da ist. Und just bevor Täter und Opfer fertig mit diskutieren sind gibt’s einen Stromausfall, welcher beide in der Bank einschließt. Und wie sie nunmal ist, fängt Kum an zu erzählen. Von ihrem Leben in Hong Kong, den auf und abs und von den Zeiten, als es ihr noch besser ging.

2002 war “Golden Chicken” ein regelrechter Kassenschlager an Hong Kongs Kinos und der Anfang lässt einen noch grübeln, warum das eigentlich so war. Denn der Film kommt schwer in Gang. Anfangs wird zuviel Klamauk, zuviel – für westliche Leute – schwer verständlicher, bzw. alberner Humor dargeboten. Erst mit dem ersten großen Umschwung in Kums Leben, wird der Film ein klein wenig ernster, besser und fast zum Drama. Lacher werden weiterhin geboten, aber Director Samson Chiu lässt sich nun öfter mal Zeit für ruhige Momenten, die einem dann die Möglichkeit geben sich mit Hauptdarstellerin Sandra Ng zu identifizieren (Auch wenn’s schwer fällt) und sie einfach symphatisch zu finden. Auch wenn nach dem ersten Drittel mehr Ernsthaftigkeit und Gefühl in den Film kommt, so fällt es einem oft schwer ihn ernst zu nehmen. Nicht etwa, wegen der Gags, sondern vielmehr der Art, wie Kum – immerhin eine Prostituierte – mit ihrem Job umgeht. Irgendwie zu leichtfertig, zu unbeschwert kommt es einem vor und somit zu unrealistisch. Irgendwie hat man ständig im Hinterkopf, das eine Prostituierte nicht derart Spaß an ihrem Job haben kann. Erst recht nicht, wenn man den überaus fetten Kerl sieht. xD

Das aber nur am Rande. Ansonsten bleibt eine mehr oder weniger lustige Komödie mit genug Dramatik am Schluss, das der Film nicht im Klamaukpool Hong Kongs verschwindet und Gastauftritte gibt’s auch reichlich. Tony Leung Kar-Fai, Tiffany Lee, Chapman To und Andy Lau geben sich die Klinke in die Hand und manche erkennt man teilweise erst beim zweiten Hinschauen. Durchaus empfehlenswert, wenn auch nicht für HK Filmneulinge, die durch den Anfang etwas abgeschreckt werden könnten. Des Weiteren gibt’s viele sexy Chinesinnen zu sehen (Vor allem die Mainland Sisters sind einfach grandios) und überhaupt überzeugt Sandra Ng in ihrer Rolle voll und ganz.

Applaus!

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My Life As Mc Dull

My Life As Mc Dull
Hong Kong 2001

Mc Dull ist ein kleiner Junge aus Hong Kong. Er geht dort auch in den Kindergarten und hat eigentlich ein recht gutes Leben. Seine Mutter ist alleinerziehend und so übernimmt der Kindergarten mit eine wichtige Rolle im Leben Mc Dulls. Eine richtige Story gibt es eigentlich weniger, es werden eher kurze Stationen in Mc Dulls Leben angesprochen und Geschichten aus seiner Jugend (vom älteren Mc Dull) erzählt.

Der Überraschungshit 2001. Mc Dull gewann 2002 dann auch gleich mal den sogenannten “Fipresci Prize” beim sechsundzwanstigsten Hong Kong International Film Festival. Im nu eroberte er Hong Kongs Publikum mit viel Charme, Witz und einigen Seitenhieben auf die Gesellschaft Hong Kongs. Was eher wie ein Werbetext klingt, ist allerdings true und so kam ich nicht drum herum, ihn mir auch mal anzuschauen. Zumal mir Mc Dull The Alumni (der bereits dritte Teil) auch recht gut gefiel. Mc Dull ist süß wie eh und je und schafft es mit seine Geschichten und seinen philosphischen, kindlichen Gedankengängen einen zum Schmunzeln zu bringen. Ich hätte mir nur etwas mehr Witz gewünscht. My Life As Mc Dull ist da im Vergleich zu Mc Dull – The Alumni etwas zurückhaltender und eher eine Art fantastische Reise durch Mc Dulls Kopf. Geschickt wechselt die Story zwischen Traumwelt Mc Dulls und der eher tristen Realität Hong Kongs.

Welches übrigens sehr toll in Szene gesetzt ist. Der Film ist eine Mischung aus Hand Drawn Animationen, gerenderten 3D Animationen und 2D Darstellungen Hong Kongs im Stil einer Collage (mit sicken Photoshop Filtern xD). Alles in allem ein optisch recht gelungener Streifen, der vor allem durch den süßen Mc Dull und seiner noch süßeren Synchronstimme die Herzen des Publikums gewinnt. Die Musik wechselt dann zwischen altbekannten klassischen Pianostücken und neu komponierter Musik, die immerhin nicht negativ auffällt.

Alles in allem gefällt Mc Dull gerade bei Szenen wie das Leben und der Tod eines Truthahnes und dem Besuch auf den Malediven, ansonsten wirkt er etwas leer, was evtl. auch daran liegen kann, das er stark auf die Hong Konger Kultur und deren Insassen zugeschnitten ist und man so als normalsterblicher Nichtchinese evtl. den ein oder anderen Gag nicht checkt.

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Dead’n'Furious

DEAD’N'FURIOUS | aka touch the dead
Nintendo DS | Dream On Studios

Die Story könnte simpler nicht sein. Rob Steiner ist Insasse im Ashdown Hole Staatsgefängnis. Er sitzt, wie 90 % der anderen Insassen, selbstverständlich unschuldig im Gefängnis und steht gerade einen Tag vor seiner Verlegung in ein etwas zivilisierteres Gefängnis. Am Tag der Verlegung jedoch, steht seine Kerkertür offen und alle Wärter und Häftlinge scheinen weg zu sein. Keiner mehr da. Wo sind alle hin? Das Leben könnte so schön sein, wenn das Gefängnis nicht plötzlich voller Zombies wäre. Wo kommen die denn jetzt her? Gut, das rein zufällig eine Waffe auf dem Boden rumliegt…


(Links: Am Blut wurde nicht gespart. Sogar Körperteile kann man einzeln abfetzen. | Rechts: Nice Skytexture?)


Dead’n'Furious ist ein Railshooter für den Nintendo DS. Lightgunshooter könnte man auch dazu sagen, nur ersetzt der Pen (Pen) aka Stylus hier natürlich die Lightgun. Und so ist Dead’n'Furious anfangs nichts anderes als eine wilde Rumhämmerei auf dem armen Screen des Nintendo DS’. Einzige Abwechslung bieten da augenscheinlich die Abzweigungen, die man durch entsprechendes Schießen auf Schalter oder Schilder einschlagen kann. Ansonsten heißt es a)
Magazin verballern -> b) nachladen zurück zu a). Doch kaum hat man mal ein paar Level gespielt, merkt man schnell, das man hier etwas mehr tun muss. Es kommen teils große Massen an Zombies auf einen zu, die mit einem Magazin selbstverständlich nicht zu bewältigen sind. So will das Nachladen selbstverständlich gut getimed werden. Zombies haben zudem jeweils verschiedene Schwachpunkte, die es zu finden und vor allem auszunutzen gilt, da man sonst in späteren Levels wenig Land sieht. Ab Stage 3 werden auch die Kisten mit den Powerups (Munition, Leben) immer kniffliger, da die automatische Kamerafahrt nicht unbedingt bei den Kisten halt macht und extra drauf schaut, so dass man nice zielen kann. So ist ein Merken der Kisten und ein flinker Stylus ein Muss um später die ach so wertvolle Munition zu ergattern. Apropos Munition. Auch die will eingeteilt werden, denn wer nur mit der Shotgun rumballert, dem gehen schnell die Shells aus. Also erstmal die, mit unendlich Munition ausgestattete, Handfeuerwaffe leer ballern, bevor man seine wertvolle Shotgunmunition verplempert. Und schließlich sollte man sich sogar noch etwas Gedanken darüber machen, wo genau man hinballert. Jedes Level hat eine gewisse Vorgabe, wieviel Beine, Arme, Oberkörper und Köpfe zu treffen sind. Erfüllt man diese Vorgaben regnet es wertvolle Energie! Das alles zusammen lässt dann tatsächlich so etwas ähnliches wie Taktik und sogar Spielspaß aufkommen.


(Links: Mehrere Zombies auf einmal stellen mit der MG natürlich kein Hindernis mehr dar. | Rechts: Die Zombies ansich sehen sogar recht cool aus.)

Das ist auch immens wichtig, denn Dead’n'Furious leidet ansonsten an Ideenmangel. Bei einem Railshooter sind die Wege nunmal vorgegeben. Da ist es totlangweilig, wenn man sich zwar bewegt, aber nichts großartiges passiert. In Dead’n'Furious gibt es Stellen im Spiel, bei denen man einen Raum betritt und dann erst einmal mehrere Minuten darin herumläuft und Zombies erschießt. Erst welche vorne, dann dreht man sich langsam um, dann sind rechts welche und nach zwei Schritten wird sich wieder herumgedreht und es stehen wieder Zombies vor einem, die scheinbar aus dem Nichts auftauchten. Das ist ganz einfach langweilig. In Virtua Cop fahren die Gangster mit dem Auto vor, da explodieren Tanklaster, da gibt’s Verfolgungsjagden, da ruscht man Häuserdächer runter, etc. pp. Da geht die Action ab, während man in Dead’n'Furious in aller Regel sehr langsam herumschleicht und sich andauernd nur umdreht und viel zu lange in einem Raum aufhält.

Die Grafik ist zwar ziemlich karg, aber dafür flüssig. In den Räumen des Gefängnisses stehen selten Möbel oder andere Dinge herum, Gänge sind gleich ganz leer und die Texturen könnten auch einen Tick höher aufgelöst sein. Während manche Szenen im Spiel wirklich hervorragend aussehen, gibt es auch Stellen, an denen man am liebsten wegschauen möchte. Da bin ich nun auf Dementium – The Ward gespannt, welches ja wirklich hervorragend aussieht und mit Dead’n'Furious schon vergleichbar scheint. Von der Grafik her. Wirklich negativ fiel mir das Fehlen von Musik auf. Das wäre ansich nicht so schlimm, wenn nicht 3 Stages lang das gleiche Hintergrundgeräusch zu hören wäre. Erst ab Stage 4 wird man mit etwas neuem belohnt, das auch wieder mehr schlecht wie recht klingt. Dafür sind die Sounds knackig und vor allem die Zombies klingen hervorragend.

Nach den eher miesen Reviews und vor allem meinen eher mäßigem ersten Eindruck, war ich überrascht das mir Dead’n'Furious zum Ende hin richtig Spaß machte. Ich fing sogar noch einmal von vorne an, um am Schluss etwas mehr Leben zu haben für den letzten Boss. Der ist aber mal gleich so krank schwer, dass ich ihn nie schaffen werde. Überhaupt werten die Boss Fights den Gesamteindruck noch etwas auf, da auch hier eine gewisse Taktik angewandt werden muss und die Bosse relativ cool aussehen.

Außerdem fand ich recht schade, das man aus der “Story” nichts gemacht hat. Da wäre imho noch etwas Spielraum gewesen. Ich hätte es z. B. auch recht nice gefunden, wenn Rob Steiner womöglich 1 Tag vor seiner Entlassung gewesen wäre. Am Tag der Entlassung dann diese Konfrontation mit den Zombies, bei der jeder erstmal denkt: “Baha wtf?”. Im Laufe des Spiels hätte man dem Hauptakteur dann eröffnen können, das er nie frei sein wird, da er böses angestellt hat und ihn nun die Hölle holt (inkl. Tod am Ende des Spiels!). Bei der Gelegenheit hätte man den Spieler zugleich mit der Tat konfrontieren können. Evtl. brachte Rob Steiner ein Kind um? Nachdem er es vergewaltigte. Und des Kindes Hund. Wäre das krass, oder was? Gott, ich sollte Hollywoodautor werden.

Für wenig Geld (bis 20 EUR) durchaus zu empfehlen, vorausgesetzt man interessiert sich für bloße “Lightgunshooter”

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A Better Tomorrow

A BETTER TOMORROW
John Woo | Hong Kong 1986

Ho und Mark sind erfolgreiche Geldfälscher in der Hong Konger Unterwelt. Auf dem Zenith ihres Schaffens wird es für Ho allerdings immer schwieriger seine Taten vor Kit geheim zu halten. Kit respektiert und liebt seinen Bruder. Ist aber ein Polizeianwärter. Der Deal in Taiwan soll Hos letzter sein. Er beschließt mit dem ganzen Krempel aufzuhören. In Taiwan jedoch wird er verraten und entkommt nur knapp dem Tod. Er hat keine andere Möglichkeit, als sich zu stellen. 3 Jahre später kommt er aus dem Knast und will mit dem ganzen Gangstertum endgültig abschließen. Aber einmal Gangster, immer Gangster.

1986 war A Better Tomorrow zwischen dem ganzen Kung Fu Krams und den Komödien eine willkommene Abwechslung im Hong Konger Kino und die Kinogänger dankten es John Woo und Tsui Hark. Im nu avancierte er zum Kassenschlager und war zugleich Startpunkt für eine regelrechte Flut an mehr oder weniger erfolgreichen Gangsterfilmen. Diese hatten es aber auch schwer, da bereits ihr Genrebegründer A Better Tomorrow so verdammt perfekt ist. Neben tollen Shootouts und viel Freundschaft unter Gangsterbrüdern bietet er zudem etwas Drama. Die schwierige Beziehung zwischen den beiden Brüdern Kit und Ho wird ausreichend beleuchtet und auch die Freundschaft zwischen Ho und Mark, welche auch für die besten Szenen im Film verantwortlich ist, lassen nichts zu wünschen übrig. Wenn Mark den Tränen nahe von seinen Erlebnissen am Anfang seiner Gangsterkarriere erzählt, dann lässt einen das kaum kalt, da Chow Yun-Fat hier einfach eine Glanzleistung vollbringt und man meinen könnte, er musste bei der Szene echt weinen. Nicht zuviel, so dass er gerade noch cool ist und nicht zu wenig, so dass man sieht, das auch er nur ein Mensch ist.

Der geile 80er Score, mit seinen Synthieklängen und dem grandiosen Openingtheme tut da sein übrigens und unterstreicht die Atmosphäre des films wie mit einem dicken Rotstift. Die volle Punkt… verzeihung, Penenzahl bekommt der Film von mir nicht etwa, weil er Genrebegründer war und / oder John Woo besonders toll wäre, sondern weil er ganz allein für sich stehend einfach perfekt ist und es kaum eine Szene gibt, in der man sich nach etwas Action sehnt oder überhaupt gerade ganz andere Gedanken hat.

Von vielen wahrscheinlich nur wegen der blutigen Shootouts geschaut, bietet der Film doch soviel mehr. Gangster mit Herz, die auch truly so rüber kommen und vor allem spielt einfach Kenneth Tsang mit. Spätestens jetzt muss man den Film lieben.

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Real Sound ~Kaze no Regret~

Sega Saturn/Dreamcast :: WARP :: 1997/1999
Real Sound ~Kaze no Regret~
リアルサウンド ~風のレグレット~

Tjopes, es gibt Spiele, die bezeichnen manche aufgrund der Sprachbarriere als Unspielbar, und es gibt Spiele, die sind es dann truely. So hat die Firma Warp anno 1997 mit „Real Sound“ für den Sega Saturn ein von ihnen so genanntes „Interactive Sound Drama“ veröffentlicht. Was der Name quasi schon andeutet wird dann auch tatsächlich wahr. Das Spiel besteht nur aus Sound. Wir kriegen einen schwarzen Bildschirm präsentiert und die Sprecher legen, hinterlegt von etwas Musik los.


(öh, ja.)

Von daher kann ich mir leider auch keine Wertung erlauben. Interessant finde ich das Konzept wohl. Nur versteht man leider ohne entsprechenden Japanischkenntnisse nichts Sad. So bleibt das ganze höchstens etwas das man sich in den Schrank stellen und bewundern kann. Schade.

Das Spiel wurde übrigens 1999, 2 Jahre später, quasi 1:1 auf den Dreamcast portiert. Eine gewisse Fangemeinde wird es also wohl gehabt haben.

Als Wertung gibts nen Döner: Kleina Döna!