Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

Taegukgi Hwinalrimyeo

Taegukgi.
Hwinalrimyeo

Lee Jin-Seok (Won Bin) und Lee Jin-Tae (Jang Dong-Gun) sind zwei Brüder der unteren Mittelschicht im Seoul der 50′er Jahre. Zwar könnte das Leben besser sein, aber sie haben zu essen, Kleidung und eine liebevolle Familie. Lee Jin-Seok geht studieren und Lee Jin-Tae versucht sich als Schuhpolierer auf der Straße. Ein paar Tage, bevor er seine Young-Shin (Lee Eun-Joo) heiraten will, bricht Krieg aus. Die Nordkoreaner greifen Südkorea an. Die Familie will flüchten. Auf einem Bahnhof in der Stadt geht es jedoch nicht weiter, da alle Züge an die Front fahren. Als die Armee auftaucht soll der jüngere der beiden Brüder, Lee Jin-Seok eingezogen werden. Sein Bruder versucht das zu verhindern und gerät nur selbst in die Armee. Zu zweit versuchen sie heil aus allem heraus zu kommen.


Taegukgi war damals mit einem Budget von lächerlichen 12,8 Millionen USD Koreas teuerster Film. Als Vergleich: Saving Private Ryan steckte wahrscheinlich den gleichen Betrag nur in die Werbung. Überhaupt muss Saving Private Ryan genannt werden, da Taegukgi sich recht nah am amerikanischen Original orientiert. Einziger Vorteil ist der Patriotismus in Taegukgi, der zwar auch vorhanden, aber bei den Koreanern viel seichter ausfällt. Sicher gibt es hier und da koreanische Fahnen, Musik mit ganz viel Pathos aber im Gegenzug auch Szenen, in denen südkoreanische Soldaten voller Hass Nordkoreaner abmetzeln und man sich unweigerlich fragen muss, wer hier gut und wer hier böse ist. Keiner von beiden nämlich und das kommt immerhin relativ gut rüber im Film. Somit kann man auch den Pathos verzeihen, der sich hier viel mehr auf die Tragik der Beziehung der zwei Brüder richtet und nicht etwa irgendwelche Helden oder Nationalitäten hervorheben will. Während der jüngere Bruder einfach nur nach Hause will und den Schrecken des Krieges nur schwer verdauen kann, will der ältere… auch, das der jüngere nach Hause kann. Allerdings greift dieser zu anderen Mitteln. Mit seinen Vorgesetzten handelt er aus, das sein jüngerer Bruder nach Hause kann, wenn er besonders viele Kommunisten tötet und random waghalsige Missionen meistert. So mutiert er irgendwann zu einer Tötungsmaschine und schießt random Kommunisten ab, während hinter seinem Bruder Granaten explodieren.


Überhaupt geht’s zwischendrin einfach nur noch ab. Die Schießereien sind mindestens genauso gut in Szene gesetzt, wie bei Saving Private Ryan. Der Sound ist ziemlich dick und knackig und die Goreeffekte wurden nur da eingesetzt, wo es truly nötig war. Und das dafür dann erstklassig. Weggesprengte Beine, Kopfschüsse, Brustschüsse, offene Bäuche. Lauter feine Sachen! Zum dicken Sound gesellt sich dann letztlich auch eine wundervolle Cinematografie mit satten Farben, tollen Kameraeinstellungen, viel Tiefenunschärfe und… viel Gewackel. Während der Kämpfe fällt es einem teilweise schwer den Überblick zu behalten, aber genau das gefiel mir auch. Wenn man als Soldat in einem Schützengraben liegt, über einen die Kollegen stolpern, in den Kopf geschossen bekommen und hinter und vor einem Granaten explodieren und Dreck herumfliegt, dann checkt man als Soldat auch nicht mehr viel. So gesehen versetzt es den Zuschauer viel mehr in die Lage der Soldaten und imho ist das Gewackel noch erträglich. Weder Kopfschmerzen noch große Orientierungsprobleme suchen einen heim und man kann sich voll und ganz auf die dicke Action konzentrieren.

Mit über 145 Minuten Laufzeit ist Taegukgi ein wahres Epos und schrammt somit für den ein oder anderen nur knapp an der Schwelle zur Langeweile vorbei. Manch einer mag von der Beziehung der Brüder gelangweilt sein und nur auf die nächste Schießerei warten, aber wer sich auf die zwei Brüder einlässt, der kann sich den Film sogar ein zweites oder gar drittes Mal anschauen und die Zeit wird wie im Fluge vergehen. Auch wenn der Teil auf der zweiten DVD etwas an Qualität verliert. Alles in allem also ein Anti-Kriegsfilm, der eigentlich eher Familiendrama ist und nur zufällig in den Wirren des Koreakrieges spielt. Mit Politik wird man Gottseidank zum größten Teil in Ruhe gelassen.

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Tokyo Raiders

Tokyo Raiders
HK 2000 | Jingle Ma

Die Story… also… die checkte ich nicht ganz so sehr. Tony Leung Chiu-Wai ist Privatdetektiv in Tokyo. Kelly Chen will einen Japaner heiraten, der aber nicht zur Hochzeit erscheint. Gleichzeitig nervt sie der Innenarchitekt (Ekin Cheng) ihres neuen Heimes, der gern das Geld für seine Arbeit hätte. Wie die zwei, also Ekin Cheng und Kelly Chen, nun auf Tony Leung treffen, habe ich vergessen, bzw. verdrängt. Irgendwie arbeiten dann alle zusammen, dann doch wieder nicht, dann gibt’s einen Twist hier, einen Twist da und tjopes. Eine Fake Explosion am Schluss.


(Links: Kelly Chen ist die Königin von Hong Kong | Rechts: Titten verprügeln)

Toyko Raiders ist einer dieser Chinese New Year Filme, die in Hong Kong so beliebt (?) sind. Sie warten oft mit ganz vielen, bekannten und beliebten Stars auf, fast keiner Story und viel Action. Das ist ansich nicht schlecht. Bei Jackie Chan hat das schon sehr oft, sehr hervorragend funktioniert. Nur ist hier leider die Action ganz einfach langweilig. Das die Hauptdarsteller alle nicht wirklich kämpfen können, fällt hier ziemlich krass auf. Vor allem die Eröffnungssequenz mit einem regenschirmschwingenden Tony Leung ist doch arg gewöhnungsbedürftig. Als fiele ein kämpfender Tony Leung in Tokyos Straßen nicht schon genug auf, entschied man sich noch dazu diese merkwürdige Szene mit lateinamerikanischen… “Klängen” inklusive Gesang zu unterlegen. Die Musikbegleitung bessert sich später leider gar nicht. Oft gibt’s eine Mischung aus “Techno” der Marke Mortal Kombat und einfallslosem Elektrogefurze.


(Links: Booom! Diese Explosion war sogar echt | Rechts: Tony Leung hat die geilste Brille der Welt.)

So langweilt man sich dann eher von vorne bis hinten und lediglich die überaus geile Kelly Chen und der spätere Gastauftritt von Cecilia Cheung stellen die Höhepunkte des Films dar. Interessant ist da aber noch die Szene, in der Tony Leung eine Art Guitar Hero spielt. Im Jahr 2000 wohlbemerkt. Er hält eine Plastikgitarre, die lediglich mit dem TV verbunden ist, in der Hand und fuchtelt wild um sich. Leider sieht man nicht viel von der Grafik, diese schien aber noch geil 2D zu sein. Aus den Credits las ich ab, das es von Konami ist. Ich hab aber gar keinen Plan wie es heißt. Sad schade.

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Confession Of Pain

CONFESSION of PAIN

Bong (Takeshi Kaneshiro) und Hei (Tony Leung Chiu-Wai) sind Kollegen bei der Hong Konger Polizei. Gemeinsam sind die gerade an einem Fall eines Vergewaltigers dran, welchen sie in der Weihnachtsnacht 2003 gottseidank noch rechtzeitig stellen können. In der gleichen Nacht jedoch, entdeckt Bong seine Frau mit dilletantisch aufgeschnittenen Pulsadern zuhause auf ihrem Bett liegend.

3 Jahre später. Bong partete die Hong Konger Polizei und ist nun Privatdetektiv. Und Alkoholiker. Während Hei Karriere machte und mittlerweile heiratete. Eines Tages wird der Vater Heis Braut und sein Butler brutal ermordet. Standardmäßig ist Hei automatisch Verdächtiger. Seine Frau bittet Bong um Hilfe. Er soll den Fall aufklären.

Keine gute Idee…


(Links: Tony Leung hat immer einen Gesichtsausdruck zwischen “Ich hab was zu verbergen!” und “Ich liebe meine Frau!” drauf. | Rechts: Takeshi Kaneshiro gefällt mir am besten, wenn er besoffen ist.)

Nach Infernal Affairs… ach, lassen wir den Quatsch. Es spielt keine Rolle, was die Regisseure, ein kleiner Prozentsatz des Casts und das Produktionsteam vorher zusammen machten. Wen interessiert das denn? Confession Of Pain ist schlicht und ergreifend nur Mittelmaß. Mit opulenten Bildern, wie sie nur Hong Kong bietet, und dem Vorstellen der zwei Hauptcharaktere fängt der Film vielversprechend an. Geil, Tony Leung, geil Hong Kong, geil Polizeithriller, geil geil geil!!! Aber leider macht der Film gleich im ersten Drittel einen großen Fehler. Er nimmt das Ende vorweg. Das wäre ansich gar nicht so schlimm, da zwar wir nun vom Ende wissen, aber Bong, der den Fall ja untersucht, noch nicht. Das hat durchaus noch Potential, um etwas Spannung aufzubauen, aber leider schafft das Alan Mak irgendwie nicht. Die Szenen plätschern hier so vor sich hin und eigentlich wissen wir ja schon von allem. Selbst der Twist am Ende bleibt wenig schockierend oder gar überraschend. So verschenkte Confession Of Pain leider viel Potential.


(Links: Takeshi Kaneshiro denkt nach, während Shu Qi wahrscheinlich an Modemagazine denkt. | Rechts: Heis Frau. Sie trinkt später noch viel Whiskey mit Bong.)

Was Confession Of Pain also von schlechten Filmen abhebt ist ganz einfach das handwerkliche Geschick, mit dem man vorging. Die Bilder sind grandios, jede Szene sieht einfach genial aus und man möchte sich einfach jetzt sofort super Spaß in den Flieger setzen und nach Hong Kong düsen. Der Nebencast mit Chapman To und einer Nintendo DS spielenden Shu Qi, verkleidet als Beergirl (San Miguel), kann auch Symphatien sammeln. So ist es nicht wirklich die Story, sondern deren filmische Umsetzung, die uns während des Films etwas gähnen lassen. Es fehlt ganz einfach die Geschwindigkeit und vor allem Spannung. Krass, wie unterschiedlich Filme sein können. Verglichen mit Infer…

SCHEISSE. Jetzt ist’s mir doch raus geruscht. Egal jetzt. :/

Verglichen mit Infernal Affairs sind für mich als Laien gar nicht soo viele Unterschiede zu erkennen. Es gibt suspicious dreinschauende Tony Leungs, mysteriöse Musik bei schwerwiegenden Enthüllungen, geheimnisvolle Zeitlupe, Farbfilter, einen komplexen Plot und viel Misstrauen innerhalb der Polizei, etc. blah blah.

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Monday

MONDAY
S   A   B   U

Montag. Es ist früh am Morgen. Ein Mann wacht in einem Hotelzimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Plötzlich findet er in seiner Jackentasche ein Päckchen Reinigungssalz, wie es üblicherweise auf Beerdigungen verwendet wird. Er scheint sich schemenhaft zu erinnern. Er hat doch nicht etwa… Das war doch nur ein Traum? Oder?

“You’re good with radio-controlled cars and stuff, right?”

2001 war “Monday” Sabus vierter und meiner Meinung nach auch bester Film. Eventuell war es ein Fehler von mir, das ich Monday als ersten Film von Sabu sah, denn danach konnte mich keiner mehr SO sehr überzeugen, wie dieser. In Monday ist alles perfekt. Vom wenig verratenden Ausgangspunkt, welcher noch nicht wirklich viel verrät und Lust darauf macht, mehr zu erfahren, bis hin zur Umsetzung, die lupenreiner nicht hätte sein können. Die Hauptrolle spielt – mal wieder – Shin’ichi Tsutsumi und das gewohnt symphatisch. Oft hat man das Gefühl er IST der biedere japanische Angestellte, den er schon so oft in Sabus Filmen verkörperte. In Monday darf er dann auch endlich mal die Sau raus lassen und schafft den Spagat zwischen biederem Angestellten und waffenschwingenden betrunkenen. Dabei spielt aber auch die filmische Inszenierung eine große Rolle, denn nicht nur der Hauptcharakter ist angenehm steif und zurückhalten, selbst die Nebendarsteller vom Yakuza bis zum Hotelangestellten agieren sauber, streng und strahlen trotzdem einen gewissen Charme aus.


(Diese zwei Screenshots sind die einzigen, die ihr im Internet finden werdet und stellen lustigerweise auch die Quintessenz des kompletten Films dar!)

Dazu kommt die Kamera, die sich nicht lumpen lässt und einfach nur drauf hält. Sabu scheint den Kamerwagen vergessen zu haben, denn Monday bietet überwiegend wunderschöne Standbilder, ohne die die minimalen Bewegungen der Schauspieler auch gar nicht zur geltung kommen würden. Die Musik macht da keine Ausnahme, es gibt nämlich fast keine. Die einzigen Musikstücke, die zu hören sind, finden stets während Phasen des Traumes oder Deliriums statt und gehören teilweise auch einfach nur zu den Hintergrundgeräuschen der Szenen.

So formal und streng die Inszenierung aber auch ist, so absurd sind die eigentlichen Inhalte dann. Eine abstruse Szene wechselt sich mit der nächsten ab und langsam wird einem klar, wie es zu allem kam. Dabei zelebriert Sabu die ganze Unglaublichkeit fast in Zeitlupe und mit jeder verstrichenen Minute kann man gar nicht anders als Schmunzeln. Die asiatische Symbolik am Schluss mag Otto Normalzuschauer evtl. etwas ablenken und / oder erschrecken, aber dem geneigten Asienfilmefan kann sowas nicht schocken.

Ich hoffe nun mal wieder einen Sabu Film zu sehen, der nicht “nur” vier, sondern wie Monday, fünf von fünf Penen verdient.

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Osaka Wrestling Restaurant

Osaka Wrestling Restaurant
Hong Kong 2004 | Tommy Lo

Als Rickys Vater eines Tages stirbt hinterlässt dieser ihm eine Truhe voll Gold. Die letzten Worte des Vatera: “Ruf deinen Bruder an! Eröffne ein Business mit ihm. In der Truhe ist… ist…”. Tot. Dumm nur, das Rickys Bruder Mikey seit Jahren in Japan lebt und sich nie mehr blicken ließ. Ricky schuftete währenddessen schwer in One Eyed Dragons Restaurant. Als dann Ricky aber aus dem Restaurant rausgeschmissen wird, muss er was tun. Er kontaktiert seinen Bruder in Japan, der auch sofort eine grandiose Idee hat. Mikey will allen Ernstes ein Restaurant eröffnen, in dem gewrestled wird.

Eine Komödie und sickerweise Hong Kong / Japan Koproduktion von Tommy Lo, die anno 2004 relativ unter ging. Warum vermag ich jetzt nicht so zu sagen, da es wirklich schlimmere Filme in Hong Kong gibt, aber leider fehlt Osaka Wrestling Restaurant so einiges, um wirklich als gute Komödie zu gelten. So ist es nicht verwunderlich, wenn man noch nie davon gehört hat. Dabei ist es fast schade, denn einen gewissen Charme kann man dem Film nicht abstreiten. Im besagten Osaka Wrestling Restaurant erzählen die Köche voller Begeisterung, das sie mit Herz dabei sind und hoffen das die Leute das merken. Selbiges könnte man fast von den Schauspielern meinen, die allesamt gut aufgelegt sind und eigentlich nur durch die ziemlich flachen Witze ausgebremst werden. Selbst die diversen dramatischen Szenen um Mikey und seinem kleinen Sohn, der getrennt von ihm mit seiner Mutter lebt, wurden ganz ok gemeistert.

Anfangs überrascht der Film noch mit einem netten Soundtrack, dem vielen gesprochenen Japanisch und Auftritten der Gaststars Sam Lee, Sammo Hung und Chin Kar-Lok. Dazwischen gibt’s dann immer mal wieder super flache Witze, wie z. B. die Auftritte des bösen Ex-Bosses von Ricky oder Slapstickszenen der niedersten Sorte. Erst ab der Hälfte des Filmes bessert sich das ein wenig und man fängt sogar hin und wieder an zu Schmunzeln. Denn dann geht es überwiegend um das Business des Restaurants, das Opening und der Beziehungen des symphatischen Casts. Vor allem die im Film gecasteten Typen, welche jap. Wrestler faken sollen, sind für Lacher gut.

Interessant also nur für diejenigen, die die japanische Wrestlingliga nice finden (Es spielen ein paar original jap. Wrestler mit, wie z. B. “Super Delfin” ~_???), die DVD günstig bekommen (Unter 4 EUR) oder auf mittelmäßige Hong Kong Komödien stehen.

Sick ist ja, das Ricky von Sammo Hungs Sohn gespielt wird.

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2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen

2 O 1 O
DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN

Seit nunmehr 9 Jahren kreist die Discovery 1 im Orbit des Jupiters. Was damals – 2001 – geschah weiß niemand. Die Amerikaner bauen gerade die Discovery 2, da kommen die Russen und bieten dem amerikanischen Dr. Haywood Floyd, damals schon für die Mission der Discovery 1 verantwortlich, und zwei seiner Kollegen an, mit einem russischen Raumschiff zur Discovery 1 zu fliegen. Der Deal ist einfach: Die Russen haben ihr Raumschiff noch vor der Discovery 2 fertig und die Amerikaner haben das Personal und das Know-How, das für die Mission von nöten ist. Eine heikle Sache, denn Amerika und Russland befindet sich in einer art zweiten kalten Krieges.


(Ungewohnt: Roy Schneider spielt Dr. Haywood Floyd. Das zwar gut, aber es ist einfach ungewohnt und will gar nicht so passen.)

2010 hatte es natürlich auch schwer. Als Nachfolger, ja als Sequel zu 2001 – Odyssee im Weltraum war ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Dabei erwartete ich nicht einmal, das er so gut ist, wie 2001. Man kann allerdings durchaus erwarten einen unterhaltsamen Science-Fiction Film vorzufinden. Und das ist er leider nicht.

Die Story ist so klischeehaft, teilweise peinlich und unbefriedigend, wie sie in einem Hollywoodfilm nur sein kann. Da wäre erst einmal der Konflikt zwischen Amerika und Russland, was damals ja durchaus angebracht gewesen sein mag. Aber heutzutage funktioniert das einfach nicht mehr und selbst damals wurde der Konflikt im Film nur oberflächlich behandelt und wirkt einfach komisch. Dazu kommen so seltsame Szenen, wie die in denen Dave Bowman (Astronaut der Discovery 1 in 2001) auftaucht. Einmal in einem Fernseher und einmal am Krankenbett seiner Mutter. In dieser Szene sieht man dann tatsächlich, wie die Mutti sich freut, weil der Geist (?!) von Dave Bowman ihr die Haare kämmt. Mit einer Bürste. Man sieht nur die Bürste.

Also das ist einfach… also… BAHA?

Dann gab’s da noch die Szene in der eine random Tussi der russischen Besatzung sich sofort in Dr. Haywood Floyds Kabine begiebt, als sie eine aerodynamische Bremsung vornehmen müssen. Als alles überstanden ist, gibt es selbstverständlich einen Kuss. Ich meine…

… also… BAHA?

Das alles trägt nicht wirklich dazu bei, das man den Film wenigstens etwas ernst nimmt. Die Erklärungen, warum HAL 9000 damals nicht gescheit funktionierte sind zwar plausibel, akzeptabel, aber ich wünschte mir ich hätte sie nie gehört, da sie sich doch etwas auf den alten Film – 2001 – auswirken. Und das negativ. Es ist einfach kein Geheimnis mehr, es ist nun erklärt worden und macht alles irgendwie kaputt. So eine Scheiße bitte sehr? Das dann noch das Ende höchst zuckersüß, Bedeutungsschwanger und Klischeehaft ist, ist ja Indianer-Hollywood-Ehrenwort und irgendwie erwartet man am Schluss schon nix anderes. Es ist einfach der finale Sargnagel im Sarg eines Filmes, der von vornherein einen schweren Start hatte.


(Das Setdesign und die Szenen im All sind mit das niceste am Film.)

Dafür sind die Special Effects durchweg als gelungen zu bezeichnen. Die Außenaufnahmen der Discovery und des russischen Raumschiffes sehen fantastisch aus und auch das interieur, vor allem des russischen Raumschiffes, weiß zu überzeugen. Witzig ist die Tatsache, das Stanley Kubrik damals höchstpersönlich anordnete, die Modelle des 2001 Films zu zerstören, damit sie nicht in billigen B-Movies Wiederverwendung finden. So musste also die komplette Discovery 1 und deren Interieur einzig und allein anhand des Filmes 2001 – Odyssee im Weltraum nachgebaut werden. Dafür schon einmal Respekt, man merkt keinen einzigen Unterschied. Im Gegenteil, es ist sogar recht interessant und fast schon spannend, nach 9 Jahren Ungewissheit wieder an Board der Discovery 1 zu sein und HAL einzuschalten. Bzw. fast. Leider wird das alles durch die lame Art, wie es gefilmt wurde, zunichte gemacht. Besser gesagt: Durch die Russen. In Außenaufnahmen (Das rüberschweben zur Discovery) oder anderen spannenden Momenten hört man UNENTWEGT russisches Gelaber. Was soll denn das? Ich versteh nichtmal was die da labern, weil es keine Untertitel gibt. Es werden einfach kontinuierlich Meter Angaben und sonstige Informationen durchgesagt, die eigentlich keinen interessieren. Desweiteren nahm man sich keine Zeit für die Szenen. Alles ist schwupp-di-wupps passiert und man konnte sich gar nicht in die Lage der Astronauten versetzen. Schade um die teilweise wirklich netten Bilder.

So hat 2010 nicht einmal viel Unterhaltung zu bieten, ist teilweise richtig lächerlich aber hat doch etwas gutes. Nach diesem Film weiß man 2001 – Odyssee im Weltraum einfach nur noch mehr zu schätzen. Krass wie unterschiedlich beide Filme sind und wie genial doch eigentlich 2001 ist.

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Akira Symphonic Suite

Akira Symphonic Suite
G e i n o h | Y a m a s h i r o g u m i

Akira war 1989 DAS Animerelease, welches alles bis dato erschienene an Anime in den Schatten stellte. Eine mega aufwändige Produktion, die aber vor allem durch eins auffällt. Den Soundtrack von Geinoh Yamashirogumi. Geinoh Yamashirogumi ist eine Gruppe von japanischen Künstlern, die von Shoji Yamashiro angeführt werden und vor allem zum damaligen Zeitpunkt noch nie Filmmusik gemacht haben. Es heißt Otomo hätte sie von Anfang an im Kopf gehabt und fürchtete schon, sie würden sein Angebot ablehnen. Das taten sie nicht.


(Der Film)

Und das hatte seinen Folgen. Die Akira Symphonic Suite nämlich. Sie besticht durch vielerlei Dinge. Die tiefen choralen Gesänge, die treibenden Taiko Trommeln und viel viel kakophonie. Kanedas Theme lässt einen noch glauben einen normalen Soundtrack vor sich zu haben, der zwar stimmungsvoll, aber fast noch ordinär klingt. Spätestens aber mit den ersten einsetzenden ausgezehrten Atemgeräuschen, die das Kommen der Clown Gang announcen, hört man, das man es hier mit etwas besonderem zu tun hat. Geinoh Yamashirogumi setzten der futuristischen Technologie Otomos bewusst erdige, traditionell japanische und vor allem alte Rhythmen und Klänge entgegen, um die Wirkung der Bilder noch zu verdeutlichen. Ähnlich, wie es George Lucas damals mit dem damals unüblichen Orchesterscore zu Star Wars gemacht hat. Die Musik in Akira bietet dem Zuschauer einen Fixpunkt in der realen Welt, ist aber zugleich teilweise so absurd, das man sich trotzdem nicht heimisch fühlt. Trotz all der Cacophonie und Außergewöhnlichkeit bietet uns der Akira OST melodien zum dran festhalten. Zum sich dran erinnern.

Zum immer wieder anhören.

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Kaneeeeeeeeeeeeeedaaaaaaaaaaaaaaaa!

Princess-D

Princess-D
Sylvia Chang | Hong Kong 2002

Joker (Daniel Wu) arbeitet an einem Spieleprojekt und könnte es fast schon dem Vorstand präsentieren. Es fehlt lediglich noch ein virtuelles Idol. Eines Tages trifft er in einer Disco Ling (Lee Sinjie). Sie soll es sein. Sie wäre perfekt für sein Computerspiel. Sie soll Princess-D werden. Leider ist Ling alles anderes als perfekt. Sie vercheckt Drogen, ihre Mutter ist geistig nicht mehr ganz zusammen, der Bruder hat Schulden beim lokalen Drogenboss und der Vater selbst sitzt gleich ganz im Knast. Joker will ihr helfen.


Von Princess-D hörte ich schon damals, 2003. In meinem jugendlichen Leichtsinn interessierte er mich primär wegen dem ganzen virtuellen Krams. Ich dachte wohl es geht computerfreakmäßig geil ab. Erst kürzlich sah ich durch Zufall die DVD günstig zum Verkauf und schlug, ohne wirklich zu wissen, auf was ich mich da einlasse, zu. Denn mal ehrlich, wer hörte damals schon von dem Film? Fast zeitgleich lief damals “Infernal Affairs”. Kein Wunder, das Princess-D – ein waschechtes Drama – unter ging. Schade eigentlich.

Denn Sylvia Chang (ja, DIE Sylvia Chang. Schauspielerin aus Aces Go Places, oder All About Ah Long) schrieb’ hier einfach mal so mir nichts dir nichts einen wundervollen kleinen Film, der vor allem von Lee Sinjie getragen wird. Schauspielerische Leistungen fallen mir selten richtig positiv oder richtig negativ auf, da es für mich als Europäer recht schwierig ist kantonesische Dialoge und Verhalten zu beurteilen, welches ich ganz einfach nicht gewohnt bin. Aber Lee Sinjie sticht hier mal wirklich heraus (mehr noch als in “The Eye”) und überzeugt in jeder Szene. Ob sie nun glücklich ist oder traurig. Man kauft ihr locker alles ab und wünscht sich ganz insgeheim sie mal kennenlernen zu dürfen. Gekonnt wechselt sie zwischen kleinem unschuldigem Mädchen, trauriger Tochter, die alleine zurecht kommen muss und Drogen vercheckendes toughes Girl. Alle anderen tun es ihr gleich und fallen nicht weiter negativ auf. Daniel Wu liefert solide Schauspielleistungen ab, Edison Chen fällt nicht weiter auf und tut das, was er am besten kann: Englisch reden und gut aussehen. Richtig nice ist noch Anthony Wong, der eigentlich nur Nebendarsteller ist, sich davon aber nicht abhalten ließ einfach mal wieder total geil zu sein. Er spielt hier übrigens einen Tanzlehrer. Kein Wunder das er mehrfach für “best actor in supporting role” nominiert wurde und in Taiwan dann sogar gewann.


Etwas verwirrend fängt Princess-D allerdings an. Mit viel Technomusik (Disco-Szenen), Drogentrips (trippe Visuals) und Computergrafik weiß man anfangs nicht so recht was das nun sein soll. Aber schnell findet der Film seinen Weg und überzeugt dann durchweg durch ehrliche und realistische Szenen. Bei Liebesdramen wie diesem kann es schnell passieren, das Szenen kitschig oder gar lächerlich wirken. Sylvia Chang verhinderte das allerdings gekonnt, trotz schnulziger Lieder mit Namen wie “Heaven so close”. Und so sehen wir dann Joker, wie er auf dem besten weg ist, das ultimative (virtuelle) Idol zu erschaffen, sein Bruder Kid (Edison Chen) wie er ihm dabei hilft, seinen Vater wie er Frauen das Tanzen lehrt und Ling wie sie mit ihrer Familie zu kämpfen hat. In vielen Reviews wurde Princess-D angekreidet, das der Film hätte mehr sein können. Immer wieder sehen wir grandiose Szenen, die jäh von (übrigens ziemlich guten und nicht peinlich wirkenden!) Computeranimationen unterbrochen werden. Aber ich bin froh, das es die Szenen überhaupt gab und kann Princess-D als gut gemachtes Drama auf jeden Fall empfehlen.

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Musikvideo:
http://www.youtube.com/watch?v=kUd6wxztaZk

Police Squad

Police Squad!
aka die nackte pistole
1982 | zucker brüder

Sein Name ist Frank Drebin. Er ist Seargent Detective Lieutnant des Police Squad. Einer Spezialabteilung des Police Departments. Zusammen mit seinem Boss Ed Hocken löst er so gut wie alle Fälle.


(Links: Police Squad! In Color! | Rechts: Detective Frank Drebin fährt mit seinem Boss durch little Italy)

“Police Squad” ist geil! Die erste Fernsehserie der Zucker Brüder (Jerry und David), die leider nur 6 Folgen hervorbrachte, da das damalige Publikum noch nicht bereit dafür war. Man musste nämlich schon aufpassen und die Serie aufmerksam verfolgen, um nichts zu verpassen. Das war damals ungewöhnlich und wurde nicht von den Zuschauern angenommen. Irgendwie würde Police Squad mehr in die heutige Zeit passen. Eine Folge dauerte 22 Minuten und in diesen 22 Minuten folgt ein Gag den anderen. Es gibt kaum eine Szene ohne irgendeine Absurdität. Oft spielen sich im Hintergrund Slapstickeinlagen ab, oder die Dialoge beinhalten Nonsens, wenn Frank Drebin davon erzählt, wie er mit einst mit einem Mann zusammen lebte… Besonders nett und nur so in der Serie möglich sind die running Gags wie z. B. “Zigarette?” -”Ja, ich weiß” und die Freeze Frame Shots am Ende jeder Serie. Serientypisch friert auch hier das Bild ein, nur mit dem Unterschied, das die Akteure jegliche Bewegungen einstellen und die Kamera einfach weiter läuft.

Wer “Die nackte Kanone” kennt, weiß was ihn hier erwartet. Jede Folge ist im Prinzip ein kleiner “Naked Gun” Film.


(Links: Alle 6 jemals gedrehten Episoden auf einer DVD. | Rechts: Wilde Schießereien!)

Die einzigen Abstriche, die gemacht werden müssen sind Format bedingt. Außenaufnahmen sind rar und wenn, dann spielen sie auf Studio Sets. Des weiteren sind Musikeinsätze etwas seltener und irgendwie hat alles so einen abgespeckten Touch. Trotzdem ist “Police Squad” geil und reiht sich nahtlos in die Reihe der Zuckerfilme wie “Top Secret”, “Airplane!” und “Die nackte Kanone” ein. Nur Idioten checken nicht, das “Top Secret” mindestens genauso geil ist wie “Die nackte Kanone”.

Die DVD ist übrigens mit 7,99 EUR super günstig und kann jedem nur an’s Herz gelegt werden. Die Qualität ist für das Material ausreichend, die Audiokommentare sind interessant und es gibt ein Interview mit einem sichtlich gealterten Leslie Nielsen.

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Asphalt Urban GT 2

ASPHALT URBAN GT  2 | G A M E L O F T | 2 0 0 6 | N I N T E N D O D S

Hintergrund:
Asphalt Urban GT war damals eine kleine Überraschung auf dem Nintendo DS. Man ahnte schon schlimmes, schließlich war Asphalt Urban GT nicht nur ein Launchtitel, sondern zudem lediglich ein Port eines Handyspieles. Nichts desto trotz bewies Gameloft, das auch in kurzer Zeit gute Ports machbar sind und schufen einfach mal so mir nichts dir nichts den besten Arcaderacer für den Nintendo DS (Mario Kart zähle ich hier mal nicht mit dazu!). So hat sich Asphalt Urban GT damals anscheinend oft genug verkauft, so dass Ubisoft gleich den verbesserten Nachfolger hinterher schob.


(Links: Häuser sind nun endlich komplett 3D Modelle | Rechts: Nervende Bullen rammt man kurzerhand gegen die Wand und kassiert dabei noch Geld.)

Als erstes begrüßt uns der Titelbildschirm mit einem Song von Moby, der jetzt zwar nicht wirklich schlecht ist, aber auf Dauer ziemlich nerven kann und als einziger Lizensierter Song etwas unpassend wirkt. Genau inmitten dieser Klänge verlangt das Spiel von uns aber unsere erste Entscheidung. Arcade oder Evolution? Im Arcademode warten 5 Spielmodi auf uns, während im Evolutionmode 10 “Cups” zu bestreiten sind, von denen jeder aus durchschnittlich 6 Challenges besteht. 1 Challenge wiederrum besteht aus durchschnittlich 4 Rennen. So kommen wir auf eine stattliche Anzahl an Rennen und Prüfungen, die es zu meistern gilt. Für genug Rennen ist also gesorgt, die brauchen wir nämlich auch, wenn wir Geld verdienen wollen, um unsere Kisten zu tunen oder uns gleich ganz neue kaufen zu können. Gut, das das Geld in Asphalt Urban GT 2 sprichwörtlich auf der Straße (in Form von $-Zeichen) liegt und man zudem für jeden getöteten Cop und für jedes Radarfoto jede Menge Kohle einsackt. Das klingt toll, denn mit viel Geld kann man auch seine Autos viel tunen. Nur leider… ist das ziemlich sinnfrei, da man selbst mit ungetunten Karren stets Sieger bleibt. Das ist etwas schade, denn so gibt man sein Geld nicht wirklich aus und muss auch keine Rennen zweimal fahren, um etwas Geld zu verdienen. So geht der Teil des “Tunings” völlig verloren. Asphalt Urban GT 2 ist also ziemlich einfach und trotz der vielen Meisterschaften schnell durchgespielt. Evtl. liegt es an den Neuerungen wie z. B. dem besseren Crashverhalten mit dem Gegenverkehr?


(Links: Der Turboboost sieht leider nur in der Außenansicht geil aus. Und wer fährt so schon. | Rechts: Jetzt Neu: Motorräder inkl. Cockpitview!)

Dieses große Manko nämlich wurde endlich gefixt und so crasht man nun richtig heftig mit dem Gegenverkehr zusammen, während Autos, welche man von hinten rammt, nur so wegfliegen, das es kracht und man keinen Geschwindigskeitsverlust erfährt. So ist das gut, so macht das Spaß. Richtig schwierig ist das Manövrieren durch den Gegenverkehr nie, da sich die Autos – trotz niedriger Auflösung – früh genug bemerkbar machen und gut zu erkennen sind. Zu den Neuerungen gesellt sich auch der nun 3-fach erhältliche Turboboost hinzu. Wenn genug N2o vorhanden, kann man den Boost dreimal triggern und fährt so ein klein wenig schneller. Eine spielerische Auswirkung darf man sich dadurch allerdings nicht erhoffen. Man triggert nun einfach ständig 3 mal hintereinander um so schnell wie möglich zu fahren. Ansonsten sind viele neue Strecken hinzugekommen (Die alten gibt es nachwievor!) und die Polizei ist einem nun auf den Fersen. Das nervt am Anfang, da die Cops ziemlich rabiat zur Sache gehen, aber schon bald hat man den Dreh raus und haut dann einfach mittels Turbo ab. Der Polizeihubschrauber versucht einen lustigerweise mittels… Laserstrahl zu fangen. Sobald der Strahl euer Fahrzeug für eine gewisse Zeit markiert hat, bleibt ihr automatisch stehen. Ehm… Ja. Die größte Neuerung hätten jedoch die Motorräder werden sollen / können. Diese fahren sich dann auch tatsächlich hervorragend und bieten eine geile Cockpitansicht nur leider machen auch sie spielerisch keinen Unterschied. Man rammt mit einem kleinen Motorrad genauso die Autos von der Straße, wie mit einem Hummer und Gegenverkehr… nun ja… über den springt man halt mit einem Motorrad. Trotzdem machen die Motorräder Spaß, schon allein, weil sie sich so toll auf die Seite legen in den Kurven und die Cockpitansicht einfach geil aussieht.


(Auch hier ist wieder die Strecke auf dem unteren Bildschirm zu sehen. Ich vermag nicht zu sagen, ob das nun irgendeinen Vorteil oder Nachteil hat. Es war mir relativ gleich. Besser als gar nix.)

Grafisch blieb fast alles beim Alten. Gottseidank. Die Grafik ist immer noch super flott, flüssig und wunderschön anzuschauen. War die Grafik beim ersten Teil noch etwas “dünn” (Häuser waren nicht mehr als Pappwände), so gibt’s nun Brücken, Tunnel, Panzer auf der Straße und Häuser komplett in 3D. Alles wirkt fülliger, etwas aufpolierter. Nur die Texturen sind nachwievor etwas grob und low-res, was aber angesichts der enormen Geschwindigkeit des Spiels kaum weiter auffällt. Ja, mit dem richtigen Auto und 3x Turboboost erreicht Asphalt Urban GT 2 locker Wipeoutgeschwindigkeiten. Was die Jungs von Gameloft nun aber definitiv wunderbar hinkriegen (Das sah man auch bei Brothers In Arms) ist eine stimmungsvolle Grafik. Die Farben und die Texturen passen ganz einfach und alles wirkt wie aus einem Guss. Asphalt Urban GT 2 ist wirklich wunderschön anzuschauen. Allerdings nicht gerade im Replaymode, denn da wackelt die Kamera ziemlich krank. Das schmälert die Replayerfahrung enorm und man wird auch diese Funktion kaum beanspruchen. Schade eigentlich, denn die Fahrzeugmodelle sehen wirklich klasse aus und sind recht detailliert.

Der Sound ist eine Sache für sich. Im Trailer wurden großkotzig die Pussycat Dolls angekündigt und tatsächlich; Im Spiel sieht man sie nach jedem zweiten Statusscreen. Nur leider erkennt man nicht viel, so dass es zum Wanken nicht ganz reicht und Musik ist schon mal gar keine von den Pussycat Dolls vorhanden. Schade eigentlich, denn die Musik im Spiel ist einfach… Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Eine Mischung aus Noise, elektronischen Furzgeräuschen und Rock’n'Roll. Einfach nervtötend, widerlich und ekelhaft. Da hätte ich mir lieber die Pussycat Dolls gewünscht, die wenigstens annähernd normale Musik machen. Dafür gibt’s eine tolle (abschaltbare) deutsche Synchro, die man mal gehört haben sollte. “Erster! Jaaa!”


(Nicole Scherzinger – Die einzig wahre Pussycat Doll.)

Abschließend lässt sich sagen, das Fans des ersten Teils getrost zuschlagen können und auch andere Rennspiel Interessierte mal ein Auge drauf werfen sollten. Asphalt Urban GT ist nunmal DER Arcaderacer auf dem Nintendo DS, welcher Burnout und NFS locker schlägt. Wie es mit Ridge Racer aussieht werde ich noch sehen, wenn ich es mir demnächst kaufe.

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