Los Cronocrimenes (Timecrimes)

Los Cronocrimenes (Timecrimes)
2007

Timecrimes ist ein spanischer SciFi-Film aus dem Jahre 2007. Er wurde
letztes Jahr unter Filmfans ziemlich populär auf Festivals wie dem Fantastic Fest oder Sundance. Es gibt sogar schon Neuigkeiten von einem Remake von David Cronenberg. Ich war bei Sundance, aber wie gesagt, Timecrimes ist dort sehr populär gewesen, und war schon ausverkauft. Doch heute habe ich ihn endlich geguckt.

Timecrimes ist ein Film aus einer meiner Lieblingsgenres: Zeitreisen. Natürlich gibt es viele verschiedene Arten von Zeitreisen-Filmen: Timecrimes ist mehr wie Primer oder “Lost” als Back to the Future. Aber er ist auch wie einen Horrorfilm.

Hector und seine Frau sind gerade in ein neues Haus umzogen. Als Hector sich in seinen neuen Garten sitzt, sieht er etwas seltsames im Wald: Ein nacktes Mädchen. “Boah?” denkt er. Er geht in den Wald, und ein Mann, der eine Bandage um seine Gesicht trägt, sticht Hector mit einem Messer. Hector läuft weg, und findet darauf hin ein ganz komisches Labor und einen Forscher, der Hector hilft. Eigentlich ist “hilft” das falsche Wort: Der Forscher stellt Hector in seine Zeitmaschine.

Hector geht zurück in der Zeit und entdeckt, dass der Mann, der ihn gestochen hat, tatsächlich Hector ist, oder “Hector 2”, wie der Forscher ihn nennt. Hector 1 kämpft gegen Hector 2, bald gibt es Hector 3, und so weiter.

Wie viele Zeitreisefilme, Timecrimes ist wie ein Rätsel. Viele Dinge passieren zuerst, und nur später verstehen wir, warum. Dann denken wir, “ach so, wie klug”. Das passiert ziemlich oft in diesem Film. Was ich auch ziemlich cool fand, war, dass das Story sehr klug war, aber nicht überkompliziert. Anderseits, der Film ist nur 90 Minuten, und könnte vielleicht länger und ein paar “Twists” mehr haben.

Ich fand die Kinematographie auch ziemlich geil. Die Farben und Kameraeinstellungen waren beide sehr cool. Im Film gab es auch definitiv ein paar erschreckende Momente, die ich geil fand.

Schlussendlich, Timecrimes ist keine Filmrevolution, aber ist ziemlich klug und wenn Sie Zeitreisefilme gern kucken, empfehle ich diesen Film.

Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen
(3.5/5)

Sukiyaki Western Django

Sukiyaki Western Django
2007 | Japan | T. Miike

Seit Jahren nun vergewaltigt Hollywood asiatische Klassiker durch Zuschnitt aufs Massenpublikum, Anpassung an westliche Gewohnheiten oder durch simples Austauschen der ehemals sympatischen Charaktere durch amerikanische 0815-Schauspielgrößen (mit Schaudern erinnere ich hier an das Il Mare remake).
Nun endlich rafft sich ein Japaner mit Namen Miike auf es dem Westen gleich zu tun und versucht sich an einer Hommage an den Spaghetti Western. Da dies noch nicht genug is, dreht er das ganze dann noch trotz japanischer Darsteller auf englisch.
Kann das gut gehen?

Mehrere Jahrhunderte nach dem großen Dannourakrieg, stehen sich in einem kleinen Dorf wieder die verfeindeten Gangs Genji – die Roten – und Heike – die Weißen – gegenüber. Grund dafür ist ein legendärer Schatz der sich in dem Dorf befinden soll.
Eines Tages kommt ein einsamer Gringo ins Dorf. Heiß begehrt von beiden Seiten wird der namenslose Meisterschütze ins Geschehen gezogen.
Die Handlung gipfelt sodann in einer genretypischen Mischung aus Liebe, Verrate, Ehre und Tod.

Sukiyaki (jap. 鋤焼 oder すき焼き) ist ein Eintopfgericht (jap. Nabemono) der japanischen Küche, bestehend aus hauchdünn geschnittenem Rindfleisch, Tofu, Konnyaku Nudeln, Lauch, Zwiebeln, Chinakohl und Enoki-Pilzen.

[quote]Der Western ist ein Kino-Genre, in dessen Mittelpunkt der zentrale US-amerikanische Mythos der Eroberung des (wilden) Westens der Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert steht.[/quote]

[quote]Django ist ein Italo-Western des Regisseurs Sergio Corbucci aus dem Jahr 1966 mit Franco Nero in der Hauptrolle. Der Film hat bis heute zahlreiche Regisseure und ihre Filme beeinflusst und enthält eine starke zeitgenössische gesellschaftskritische Komponente. „Django“ ist ein stilbildender, brutaler Italowestern, der sich durch seinen bitteren schwarzen Humor von amerikanischen Western unterscheidet.[/quote]

Bereits der Titel verrät deutlich worum es hier geht. Die Assoziation “Sukiyaki” – “Spaghetti” kündigt eine japanisch humorvolle Herangehensweise an den klassischen Western an. Was einen am Ende erwartet, übertrifft aber dann dennoch das was man zuerst dachte.
An Klischees ist wirklich nichts zu vermissen.
Auf der Italo Seite gibt es Planwägen, rauchende Colts, zünftige Saloonschlägereien und nicht zuletzt einen tragischen Showdown.
Die japanische Seite gibt sich mit Samuraischwertern, Slow-Mos, volltätowierten Schönheiten, Steampunkanleihen und bildgewaltigen Kameraeinstellungen die Ehre. In welchem Setting das Showdown stattfindet ist somit keine große Überraschung. Tipp: es ist kein Bambuswald.

Obwohl beide ursprünglich disjunkte Genres in ihren Merkmalen bis ins Extremste gesteigert werden, schafft es Miike dennoch ein homogenes Werk abzuliefern. Bei der musikalischen Untermalung kann man häufig kaum unterscheiden ob sie italienischer oder doch eher asiatischer Natur ist. Atomsphärisch jedoch ist sie auf jeden Fall.

Abschließend noch kurz zur Wahl der Sprache. Was ich nicht gedacht hätte: man versteht den Film trotz übelstem Engrish-Kauderwelsch. Ist ja auch nicht so schwer, da im Grossteil eh nur Floskeln und coole Sprüche abgelassen werden. Die einzigstee Person bei der ich Verständnisprobleme hatte, war Tarantino, der einen (durchaus passenden) Gastauftritt hat.

Ich bin nun echt kein ausgezeichneter Miike Fan.
Ebenso auch kein großer Spezialist in Sachen Western. Und Tarantino ist eh überbewertet.
Trotzdem – oder auch gerade deswegen – hat mir der Film außerordentlich gut gefallen.
Die Mischung aus übelst geiler Action, gepaart mit asiatischem Stylekino und aufgelockert durch oftmal schon beinahe zu slapstickigen Humor, ist einfach extrem kurzweilig.

Hierfür vergebe ich 4 von 5 XXL Jumbos aka
:pen: :pen: :pen: :pen: :transpen:

Resident Evil: Extinction

Resident Evil: Extinction
USA, D, GB, F, Aus 2007 | 95 min | Horror | Russell Mulcahy, Milla Jovovich, Oded Fehr, Oded Fehr, Iain Glen

Nach dem Vorfall in Raccoon City breitete sich das T-Virus, ein bösartiges Produkt aus dem Hause Umbrella, welches Menschen in Zombies verwandelt, langsam über die gesamte Erde aus. Nicht nur die Menschheit musste so dran glauben, sondern auch die gesamte Flora und Fauna. Eine kleine Gruppe Überlebender kämpft in dieser gefährlichen Einöde ums Überleben. Doch Umbrella schmiedet schon wieder finstere Pläne. Und was hat es mit der geheimnisvollen Alice auf sich? Fragen über Fragen, die in diesem Review nicht beantwortet werden.

Gut, sagen wirs gleich vorweg: Ich hab mir vorher schon gedacht, dass der Film scheiße wird. Ich sah den Trailer und dachte mir: “Lame. ~_~”. Nichtsdestotrotz ging ich gestern mit ein paar Freunden ins Kino, um mir den Film anzuschauen. In der Tat wurden meine Befürchtungen fürs erste bestätigt:

Sinnlos aneinandergereihte Szenen, die Gruppe der Überlebenden stolpert von einem Haufen Zombies in den nächsten, was zwar ganz nett umgesetzt ist, nur ist es einfach nur STINKLANGWEILIG. Warum?

Der Film braucht viel zu lang, um endlich mal in Schwung zu kommen, die Handlung beginnt erst ungefähr nach einer Dreiviertelstunde. Abgespeist werden wir mit dümmlichen Sprüchen, immergleichen Szenen und langweiligen Schockern.

Richtig besser wirds dann zwar auch mit Handlung nicht, da das Konzept immer noch das gleiche ist: Gruppe wird von Zombies angefallen, dann ballern wir ein bisschen rum, und dann gehts nach ein bisschen Geschwafel wieder weiter.

Was den Film dann doch halbwegs unterhaltsam gemacht hat, waren diverse geniale Szenen, die coolen Effekte, Alice und der wohl coolste Abgang eines Filmhelden ever.
Ich persönlich ordne qualitativ etwas schlechter als Resident Evil: Apocalypse ein. Der hatte wenigstens noch den Resident Evil-Style, welchen ich hier vermisst hab.

Fazit: Anfangs langweilig, später doch etwas unterhaltsam und der Effekte wegen nett anzuschauen. Als Resident Evil würd ichs vom Setting her aber nicht mehr bezeichnen.
Von daher gibts sehr großzügige 3 Penen.

Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen

Tactical Unit: No Way Out

Tactical Unit: No Way Out
(HK 2009 / Lawrence Lau)

Fai ist ein geistig zurückgebliebener Straßenjunge, der sich auf der Temple Street als Verkäufer geschmuggelter Zigaretten durchs Leben schlägt – zusammen mit einer Prostituierten, mit der er zusammenwohnt und die ihn als einzige ernstnimmt. Doch dann wird die Gang, der Fai angehört, hochgenommen – und man bezichtigt ihn des Verrats. Ab da an gerät er in eine Spirale der Gewalt, aus der es kein Entkommen gibt…

Fast schon wie zu erwarten wird in No Way Out der Einfluss von Regisseur Lawrence Lau besonders deutlich. Dieser macht sich schon seit mehreren Jahrzehnten als einer der wenigen sozialkritischen Autorenfilmer Hong Kongs einen Namen. Entsprechend schafft er mit dem vorliegenden Werk ein düsteres Sozial-Melodram, bei dem der Fokus – im Vergleich zu The Code nur geringfügig auf den Polizisten um Sam (Simon Yam) liegt, sondern vor allem auf dem Schicksal Fais und seiner Freundin. Im Vergleich positiv anzumerken ist dafür allerdings, dass hier konsequent ein hohes Tempo vorgelegt wird und eigentlich immer was los ist, wodurch ein womöglich zähes mittleres Drittel vermieden wird.

Und ja, schwer haben es die beiden. In dreckig-urbanen Bildern fängt der Film das Leben der beiden sowie das Treiben in der Temple Street ein und bewegt sich hier inszenatorisch noch einmal auf einem höheren Niveau als bei The Code. Hier ist das Gefühl, einen Shot-on-Video-Film zu sehen, überhaupt nicht mehr vorhanden. Durch die vielen Nachtaufnahmen nähert sich Kameramann Charlie Lam (ist das derselbe wie von Isabella? Würde zumindest die Qualität erklären) auch deutlich den ursprünglichen Licht-und-Schatten-Bildern des Originals an, wenngleich man sichtlich darum bemüht ist, einen weniger ästhetisch enthobenen, sondern fast dokumentarischen Stil zu wählen.

Durch die konsequente Begleitung Fais beginnen wir als Zuschauer auch recht schnell, mit ihm zu sympathisieren. Verdient hat er das – ständig wird er verprügelt (sowohl von Polizisten wie auch Gangstern), seine Freundin mehrfach vergewaltigt und angezündet, und helfen will ihm niemand. Die Kompromisslosigkeit, mit der Lau seine “Das Leben ist scheiße und ungerecht”-Message durchsetzt, übersteigert sich manchmal ins Unglaubwürdige, aber effektiv ist sie allemal. Schauspielerische Leistungen brauche ich ab jetzt eigentlich gar nicht mehr hervorzuheben, besonders gut fällt jedoch Simon Yam in diesem Teil auf – sein unterkühltes, apathisches Auftreten gegenüber dem Geschehen verdeutlicht dem Zuschauer den Konflikt zwischen Beruf und persönlichen Emotionen.

No Way Out ist bedrückend und realistisch, statt sich nahtlos einfügender Tactical Unit-Beitrag eher primär ein typischer Lawrence Lau-Film. Das mag dem ein oder anderen, der lieber die 08/15-Krimiaction von The Code fortgesetzt sehen will, nicht so gefallen. Doch für sich genommen ist das ein starkes kleines Filmchen, das sich auch auf der großen Leinwand gut gemacht hätte. 3 Teile bleiben nun noch, und ich vermute, dass allenfalls der finale Kinofilm No Way Out übertreffen kann.

Pen Pen Pen Pen Trans(en)pen

Tactical Unit: The Code

Tactical Unit: The Code
(HK 2008 / Law-wing Cheong)

Eine Überwachungskamera hält fest, wie eine flüchtige Person von mehreren PTU-Offizieren in einer Gasse verprügelt wird. Jetzt steht die Truppe unter Überwachung des CAPO (Complaints against Police Office) und muss die Sache unter Verschluss halten – doch dann gerät die Situation außer Kontrolle…

Das ist sie also nun, die Spin-Off-Serie zu Tos legendärem PTU. Sie ist allerdings kein Sequel – das merkt man daran, dass zwar 90% der Schauspieler aus dem Film wieder auftauchen, doch diesmal (scheinbar?) andere Charaktere spielen. To direkt wirkt hier ebenfalls – außer als ausführender Produzent – nicht direkt mit, sondern hat das Projekt unter die Schirmherrschaft seines Schützlings Law Wing-Cheong gestellt. Dass der ein fähiger Regisseur ist, konnte er mit seinen schwer unterhaltsamen Romcom-Beiträgen 2 Become 1 und Hooked on You bereits unter Beweis stellen. Doch wie schlägt er sich bei seinem ersten ernsten Milkyway-Film – dazu noch eine Fortführung eines To-Werkes?

Natürlich dürfen hier die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden, und wer das tut, wird schon von vornerein enttäuscht. Persönlich fand ich The Code aber wirklich gelungen. Der Film hat weder das Budget noch die inszenatorische Klasse von PTU, macht aber wirklich das beste aus dem, was er hat. Für ein Shot-on-Video-Feature sieht er wirklich gut aus, in vielen Szenen fast wie auf Film gedreht – kein Vergleich zu anderen neueren Digital-Werken aus HK wie Yau’s Chaos und weit über einer herkömmlichen TV-Inszenierung. Auch die Schauspieler machen ihre Sache toll: Simon Yam, Maggie Siu, Lam Suet und zahllose andere Milkyway-Regulars zeigen hier ihr Gesicht. Die nüchterne, ernste Inszenierung vergisst den Toschen Humor von PTU zwar völlig, aber leistet sich so auch keine Komik-Fehltritte; und angenehmerweise übernimmt Law eine der Stärken des Vorbilds: Die moralische Grauzone. Die Bullen in The Code scheuen sich nicht vor übermäßiger Gewaltanwendung oder gar Korruption. Das macht die Sache stets spannend und glaubwürdig.

Wenn The Code ein Problem hat, dann wohl, dass nicht viel passiert. Die Geschichte ist in ihrer Dimension eher Stoff für eine einzelne Episode einer TV-Serie. Das kann man zwar über PTU auch sagen, aber dort waren ja die Bilder der Star – und die gibt es hier nicht. Law muss also alleine mit der Story arbeiten, welche an einigen Stellen diverse Durchhänger hat. Doch die sympathischen Charaktere, die unauffällige, aber effektive Präsentation und der stimmige Tommy Wai-Score machen das wieder wett. Insgesamt würde ich also den ersten Teil der Tactical Unit-Saga als Erfolg werten und freue mich auf den nächsten Film.

Pen Pen Pen Trans(en)pen Trans(en)pen

The Butterfly Effect

The Butterfly Effect | 2004 | USA | ERIC BRESS, J. MACKYE GRUBER

2004 war ja ein sickes Jahr. Vom Wetter her zumindest. Es war im Sommer nämlich einfach so gar nicht wie 2003, als wir Nachts (!) zur Premiere von Terminator 3 fuhren und es einfach 33°C hatte. Meine Güte war das der geilste Sommer ever oder was??? Mr. Green Anyway.. 2004 wars kalt und es könnte daran gelegen haben, dass Georgen Bush eines Morgens zu blöd war sich die Schuhe zu binden oder auf die Klobrille gepinkelt hat. Aber dazu gleich mehr.

Story

Der sieben jährige Evan leidet unter Blackouts, während denen er nicht weiss was er tut. Seine Mutter geht mit ihm in eine Klinik aber auch Jahre später haben die Aussetzer noch nicht aufgehört. Mit 13 Jahren erfährt Evan ein traumatisches Erlebnis als er sich mit seinen Freunden Kayleigh, Tommy und George einen üblen Scherz erlaubt der nach hinten los geht. Der Blackout soll allerdings für lange Zeit der Letzte sein. Einige Jahre vergehen bis wieder einer auftritt, als Evan aus einem seiner Tagebücher vorliest die er als Kind schrieb. Zu seiner Verwunderung merkt er allerdings, dass er die Erinnerungen beeinflussen kann und sie die Gegenwart dementsprechend verändern. Getrieben von der Vorstellung dadurch jedem seiner Freunde ein besseres Leben bescheren zu können, ändert er diverse Schlüsselmomente seiner und der anderen Kindheit. Mit fatalen Folgen.

Kritik
Die sogenannte Chaos-Theorie besagt, dass der Schlag eines Schmetterlings genügen könne, um auf der anderen Seite der Welt einen Wirbelsturm zu entfachen. Einfach ausgedrückt heisst das, dass schon die simpelste Änderung der Vergangenheit enorme und unvorhersehbare Veränderungen in der Gegenwart/Zukunft bewirken kann. Und so geschieht es auch hier. Denn bei allem was Evan versucht, irgendwas ist immer falsch und meist noch viel schlechter als vorher.

Aber ich will da auch nicht zu viel verraten. Im Prinzip ist das nämlich eine ganz einfache Sache: Wer den 2 (?) Jahre vorher erschienenen ‘Donnie Darko’ so richtig richtig lame fand (ich), der wird ‘The Butter Fly Effect’ wohl besser finden. Wer ‘Donnie Darko’ hingegen nice fand oder sogar zu einem der tiefgründigsten Filme der letzten Jahre zählt, der wird.. .. ist leider dumm.

Das allererste und bis jetzt einzige Werk von Eric Bress und J. Mackye Gruber, ist sympathisch, cool, witzig und ziemlich traurig (im positiven Sinne). Die Geschichte beginnt mit der totalen Verwirrung die aber niemals so krank wird, dass man gerne abschalten würde. Im Gegenteil. Man sehnt sich nach Antworten. Und bis zu diesen unterhält der Film mit einer intelligent aufgebauten Geschichte die trotzdem noch Zeit lässt, dass man auf die wildesten Dinge spekulieren kann. Langeweile kommt also zu keinem Zeitpunkt auf.

Das liegt auch an der Optik. Anfangs sieht man den typischen Vorort einer amerikanischen Stadt, in der Kinder wohlbehütet aufwachsen. Satte Farben, weiches Bild. Später verblasst das alles, die Konturen werden dunkler.. es geht bergab. Der andere Grund wieso man gespannt ist, sind die verschiedenen Alter der Protagonisten und deren Entwicklung in diesen Welten. Und da war ich von Ashton Kutcher ja begeistert. Als ich den Film das erste Mal vor em 4 Jahren sah erwartete ich nicht viel und ich hatte auch gar keinen Bock drauf ehrlich gesagt. Ich kannte Ashton nur aus ‘punk’d’ und strich ihn damit von meiner Liste ansatzweise ernst zu nehmender Schauspieler. Und dann wurde ich eines Besseren belehrt. Am Anfang noch der typische coole Typ eines Colleges, muss er sich bald mit den Realitäten auseinandersetzen die er generiert hat und das macht er für meine Begriffe ziemlich solide. Aber eigentlich spielen sie alle ziemlich gut. Selbst die Kinder in seiner Jugend sind so plausibel, dass ich an jeder Stelle des Films auch noch weitere 30 der rund 109 Minuten genossen hätte. Man nimmt den Charakteren ihre Sorgen, Freude, Trauer, Geisteskrankheit ab, auch wenn die deutsche Synchronisationsstimme des kindlichen Evan ziemlicher crap ist. Sie passt keinen Meter zu dem was man da sieht.

Stilistisch gesehen nimmt sich der Film Gott sei Dank nicht zu viel raus.. Keine total kranken Kamerafahrten oder irgendwelche Elemente die da jetzt noch unbedingt rein mussten, damit alles noch unrealer wirkt. Ich muss jetzt nochmal auf ‘Donnie Darko’ zu sprechen kommen, bei dem mir das nämlich ständig so vor kam. Nach dem Motto “Hm, okay er hat diese Träume aber wer soll ihm das sagen? Ein Typ? Nein da muss noch… ah ja! Wir machen einen krank aussehenden Hasen draus! HUAHUE!!???! Und dann machen wir noch nice Special Effects rein mit denen der Zuschauer einfach nicht rechnet. Wie geil wir sind!?!? =P” Aka.. tjo. Ka wieso den Film jeder so toll fand. Ich fand ihn so langweilig, dass ich noch nicht mal Review drüber schrieb!? Anyway.. wer auf solche bekloppten Möchtegern-cool-Mittel verzichten kann/will ist bei ‘The Butterfly Effect’ bestens aufgehoben. Was man allerdings nicht machen sollte, ist den Film unter logischen Aspekten zu betrachten. Da kann der Film nämlich nur verlieren und dafür wurde er wohl auch nicht gemacht.

Fazit
Ich weiss nicht wieso der Film in der Presse verrissen wurde. Aber was soll ich seit ‘Waterworld’ noch darüber sagen. ‘The Butterfly Effect’ glänzt durch eine spannende und schnell erzählte Geschichte, die an den richtigen Passagen packend oder traurig, vor allem aber in dieser Art etwas Neues ist. Hätte ich das Ende der US-Kinoversion gesehen oder das des Director’s Cut, hätte der Film nur 4 penen bekommen. Aber zu meiner Verwunderung hatte ich Glück und schaute unwissentlich das Ende, dass mich auch heute noch berührt. Deshalb:

Pen Pen Pen Pen Pen

Running Out Of Time 2

Running Out Of Time 2
Hong Kong 2001

Inspektor Sang (Lau Ching-Wan) bekommt seit geraumer Zeit mysteriöse Pakete in’s Büro geschickt. Nach und nach erkennt er, dass sie Teil eines Spieles sein müssen. Absender dieser Pakete ist vermutlich der Dieb Ken (Ekin Cheng), den er auf einem Hochhausdach bei einem Polizeieinsatz das erste mal sieht. Sang findet heraus, dass Ken in eine groß angelegte Erpressung verwickelt ist und damit Millionen erpressen will. Sang versucht dies zu verhindern, muss aber feststellen, dass er in Ken einen ebenbürtigen Gegner gefunden hat. Das wilde Katz und Maus Spiel beginnt.


Tjo und das ist das größte Problem am Film. Es beginnt fast 1:1 wie Running Out Of Time 1. Also nichts gegen etwas Innovationslosigkeit, aber dass ist ja schon eine blanke Kopie. Und das, obwohl’s doch der offizielle Nachfolger sein soll. WTF? Und Ekin Cheng etwa soll nicht Andy Laus Nachfolger bzw. Ersatz sein, sondern ein gänzlich anderer Charakter. Dabei gibt es zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Hinweise, dass Inspektor Sang das alles schon einmal (In Teil 1 z. B.) erlebt hat, etc. pp. Das macht das ganze nur noch weirder. Wenn man Teil 1 gar nicht kennt, mag das ja zwar klappen und ganz witzig sein, aber wenn man Teil 1 schon kennt, fühlt man sich bei Running Out Of Time 2 wie in einem Remake.

Dazu kommt, dass weder die Musik noch die Schauspieler so richtig überzeugen. Die Musik ist stark an Teil 1 angelegt, ohne aber wirklich dessen Qualitäten zu erreichen. Es bleibt bei der bloßen Ähnlichkeit, die noch dazu viel zu exzessiv zelebriert wird und irgendwann einfach nervt. Ekin Cheng ist ganz in Ordnung kommt aber ebenfalls nie an die Vorlage, die Andy Lau im ersten Teil lieferte, heran. Es wird viel zu wenig hinterleuchtet, warum er dies alles macht. Während Andy Lau einen Grund hatte und noch dazu sehr menschlich dargestellt wurde, bleibt Ekin Cheng einfach nur eine Pappfigur, die nichts anderes als halbwegs stilvoll die Straßen langlaufen kann. Selbst der sonst so geniale Lam Suet wirkt arg überzeichnet und hat leider den Nachteil, dass sein Part im Film absolut unnötig ist und niemand etwas vermissen würde, wenn darauf verzichtet worden wäre. Einzig Lau Ching-Wang und sein Vorgesetzter sind vom ersten Teil nur wenig zu unterscheiden. Dafür ist der Rest eher… also… tjopes einfach.

Pen Pen Transpen Transpen Transpen

Blade Runner

BLADE RUNNER Ridley Scott – 1982

Rick Deckard (Harrison Ford) ist ein Ex-Polizist. Als er noch im Dienst war, jagte er als Blade Runner sogenannte Replikanten. Künstlich geschaffene Menschen. Als diese eines Tages den Aufstand probten, wurden sie kurzerhand von der Erde verbannt. Im Jahre 2019 schafften es allerdings vier Replikanten wieder auf die Erde, wo sie nun ihrem Schöpfer gegenüber treten wollen. Rick Deckard soll sie finden und in den Ruhestand versetzen.


Los Angeles im Jahre 2019. Die Stadt platzt aus allen Nähten. Der Klimawandel ist längst angekommen und Regen Dauergast im multikulturellen Wirrwarr aus Leuchtreklame, Menschen verschiedenster Herkunft und engen Gassen der unzähligen Hochhäuser, die sich im Laufe der Jahre angehäuft haben. Riesige, mehrstöckige digitale Werbetafeln bilden teilweise den einzigen Farbkleks im Grau der Großstadt und die asiatische Kultur hat längst die Welt erobert. Mit Blade Runner schuf Ridley Scott 1982 (!) vermutlich eines der realistischsten Abbilder von Großstädten der Zukunft. Der Platz wird Mangelware, große Firmen beherrschen den Alltag der Leute und der Klimawandel setzt allem zu. Abgesehen von den fliegenden Autos, bzw. “Spinner” genannten Polizeiautos, könnte man beim Anblick von Blade Runner meinen einen Film über Tokyo oder Hong Kong heutiger Zeit zu sehen. Was Ridley Scott hier filmisch festgehalten hat, inspirierte unzählige andere Regisseure und Künstler und gilt bis heute als Meilenstein. Und es ist unschwer zu erkennen, warum. Die Darstellung des Los Angeles im Jahre 2019 war damals nicht nur einmalig, sondern technisch zudem absolut perfekt in Szene gesetzt. Jedes einzelne Frame von Blade Runner strotzt nur so von Details. Die Szenen in den Straßen sind voll von Leuten, kleinen Details, Regen, Autos, Leuchtreklame und random Wirr Warr, dass es eine Freude ist dabei zu zuschauen. Die Kamerafahrten durch die Häuserschluchten sind mindestens ebenso detailliert und sehen einfach nur unglaublich realistisch aus. Blade Runner wurde 1982 komplett ohne digitale Hilfsmittel gefilmt und alle Special Effects sind sogenannte “in camera effects”, bei denen ein frame teilweise bis zu 17 mal hintereinander belichtet wurde. Alle Häuserschluchten sind Modelle von bis zu 1 meter Größe und wurden aus Zeit- und Geldnot aus random Abfall zusammen gebastelt und wie man 1982 diese digitale LED Wand an den Hochhäusern hinbekam, ist mir bis heute ein Rätsel. Absolut kein einziger Effekt sieht in irgendeiner Weise “billig” aus. Ich sage: Ein Computer könnte es selbst im Jahre 2009 immer noch nicht besser machen. Dabei sind nicht nur die Effekte in Blade Runner so perfekt, sondern die komplette Cinematographie. Jeder Shot wäre ein tolles Poster oder Foto. Von den Einstellungen, über die Farben bis hin zum Licht und der Tiefenunschärfe stimmt hier einfach immer alles und sieht unglaublich grandios aus. Blade Runner ist einer der größten, visuellen Highlights der 80er Jahre.



Zur unfassbaren Stimmung trägt auch Vangelis Soundtrack bei, der trotz Synthieklänge der 80er Jahre nie billig klingt. Selbst 25 Jahre später klingt der Soundtrack qualitativ unglaublich gut, absolut nicht peinlich und hat mit die atmosphärischsten Songs, die mir je unter gekommen sind. Ich hatte ja damals schon das .sid vom Blade Runner End-Theme und fand es grandios, aber im Film klingt es gleich 329 mal so genial. Vangelis fand ich ja schon immer ziemlich overrated, aber was er hier abgeliefert hat ist meines Erachtens einfach unglaublich. Lustigerweise musste man nach Release des Films unfassbare 12 Jahre warten, bis endlich mal ein offizieller Soundtrack des Films erschien. Das lag aber evtl. auch daran, dass er finanziell ganz einfach ein Flop war. Dabei ist es nicht schwer zu sehen, warum. Im Jahre 1982 kamen nicht nur viele, viele große 80er Jahre Kino Kult-Hits heraus, sondern zeitgleich mit Blade Runner auch mehrere andere Science-Fiction Filme, die in Konkurrenz mit ihm liefen. Unter anderem dabei: E.T. – Der Außerirdische. Klar, dass Blade Runner da nur abstinken konnte. Dazu kommt, dass die ursprüngliche Kinofassung relativ rushed wurde. Es wurde ein lames Hollywood Happy End hinzugefügt, welches einfach aus Outtakes von Stanley Kubricks Shining bestand und um die Geschichte für die Allgemeinheit etwas verständlicher zu machen, musste Harrison Ford noch einen aus dem Off talken, wie man es aus alten Detektivfilmen gewohnt ist. Das alles, hat die Leute nicht wirklich fasziniert und so konnten die meisten nichts mit der überaus düsteren Stimmung des Films nichts anfangen.

Und jetzt kommen wir zum eigentlich wichtigen Part des Reviews. Die Story. Und mit der habe auch ich so meine Probleme und kann die Leute von damals sehr gut verstehen. Das Interessante an Blade Runner ist die Tatsache, dass es nicht einfach ein Science-Fiction Film mit Helden, Laserschüssen und herumfliegenden Raumschiffen ist, sondern eigentlich nur ein Film Noir im Stile der 40er Jahre inklusive Saxophon im Soundtrack und einer Femme Fatale. Das Problem dabei ist aber: Er ist relativ langweilig. Ich habe nichts gegen langsame Inszenierungen und immerhin hilft einem bei Blade Runner auch die grandiose Optik über weite Durststrecken, aber irgendwie griff die Story bei mir überhaupt nicht. Die große Frage des Filmes, wann ein Mensch ein Mensch ist, kommt zwar rüber und wird gerade durch Rutger Hauer, der hier wohl seine beste Rolle ever hat, super in Szene gesetzt aber so manches wirkte etwas weird. Da werden schnell mal ein paar Replikanten erschossen, dann kommt die Rachael in’s Spiel und plötzlich findet sich Deckard schon mit dem “Endboss” auf einem Dach wieder und es gibt den finalen Showdown. Irgendwie hat mich das alles nicht so befriedigt und ich musste stark mit mir kämpfen, wieviel Penen er nun bekommen soll. Ursprünglich dachte ich an 3, aber das wäre angesichts der unfassbar geilen Bilder, des tollen Soundtracks und des overall Feelings des Filmes einfach zu wenig gewesen. Nun reichte es immerhin für 4, da er zwar schwer in Ordnung ist, aber leider nicht perfekt. Alles andere als perfekt.

Blade Runner würde ich allerdings sofort auf Blu-ray kaufen, wenn ich Player hätte, da hier die höhere Auflösung mal endlich Sinn macht und man sich vermutlich noch mehr im unglaublichen Detailreichtum des Filmes verlieren kann. Unfassbar.

Pen Pen Pen Pen Transpen

Und wie sexy ist bitte Sean Young im Film? Sie hat zwar teilweise komische Kostüme an, aber eine geile Frisur und einen Blick, der einfach boah ist. Schade, dass sie später im Film ihre Haare offen trägt. Dann sieht sie nur noch aus wie Momo. Sad

Flaming Brothers

Flaming Brothers
Hong Kong 1987

Alan und Ah-Tien sind schon seit Anbeginn ihrer Kindheit Freunde. Schon damals klauten sie zusammen Reis, weil sie Hunger hatten. Jahre später sind sie immer noch die besten Freunde und halten auf Macau ein profitables Business von Spielcasinos, Nachtclubs und sogar Bordellen (oooah ja!) am Laufen. Eines Tages bekommen die zwei Freunde ein Angebot eines großen Gangsterbosses. Sie sollen Waffen für ihn schmuggeln. Als Alan dafür kurz nach Thailand reist, lernt er eine alte Freundin kennen, die ihm damals schon half, als er ein kleiner klauender Straßenjunge war. Er verliebt sich natürlich prompt in sie (obwohl sie kurze Haare hat) und will fortan ein koscheres Leben führen. Währenddessen ist Alan aus Thailand (mit einer Braut) zurück und legt sich mit dem großen Gangsterboss Koa oder Kao oder Kakao an, weil dieser ihm nun nur noch 20 % anstelle der versprochenen 30 % geben will.

Das ist auch schon fast die komplette Story und wirklich viel kann man ohnehin nicht spoilern.

Denn Flaming Brothers ist ein typischer Hong Kong Film der 80er Jahre, in welchem es um Gangster, Freundschaft, Weiber, Waffen, Drogen und viel Blut geht. Das klingt eigentlich ganz nett, aber leider muss ich sagen, dass das damals schon andere Filme etwas besser hinbekamen. Allen voran der Gottfilm schlechthin: A Better Tomorrow. Jedenfalls ist Flaming Brothers storymäßig relativ seicht, kommt ohne großartige Überraschungen aus (bis auf das Ende) und kann ansonsten lediglich durch Chow Yun Fat glänzen, welcher hier mal wieder grandios ist und einmal mehr unter Beweis stellt, warum er damals Hong Kongs größter Schauspieler war. Dafür, dass die zwei Typen da Freunde sind, werden zu wenig Szenen mit ihnen zusammen gezeigt, fand ich. Die meiste Zeit befindet sich Alan irgendwie in Thailand und Ah-Tien flirtet auf Macau mit einer random Nonne rum. Klar, dass man da die Freundschaft der zwei etwas schwerer nachvollziehen kann. Aber immerhin, hier und da gibt es aber die Freundschaftsszenen und die reichen immerhin soweit aus, dass man die Charaktere – allen voran Chow Yun Fat – kennenlernt und sogar schockiert ist, wenn mal einer stirbt, etc. pp.

Richtig nice wird’s aber immer in den Shootouts. Davon gibt es zwar nur drei oder vier größere im ganzen Film, aber wenn’s da mal knallt, dann richtig. Schüsse, Blut, Rauch und Rumgehüpfe ohne Ende. Hier kommt jeder auf seine Kosten und das große Highlight wartet natürlich am Schluss, als es zum finalen Showdown kommt. Das Ende irritiert dann auch ein wenig, da man etwas anderes erwartet hätte, aber warum auch nicht. Das ist eben ein Hong Kong Film und keine Hollywood Schnulze, wo sogar der im Koma liegende Sidekick am Schluss wieder aufwacht.

Bleibt zu sagen, dass ich mir irgendwie mehr erhofft hatte. Mehr… Gangsterzeuch. Irgendwie ist es ja fast zu 80 % eine Romanze mit 20 % Shootouts drin. Das ist etwas weird, aber war zum einmaligen Anschauen wirklich schwer in Ordnung. Ich würd’ jetzt aber nicht weinen, wenn ich die DVD mal hergeben muss oder sie mir gar in einem großen Hausbrand verbrennt.

Pen Pen Pen Transpen Transpen

Wallace & Gromit – Curse Of The Were-Rabbit

Wallace & Gromit
The Curse Of The Were-Rabbit

Wallace und Gromit arbeiten nun in der Schädlingsbekämpfung. Ihre Firma “Anti-Pesto” beseitigt Schädlinge auf humane Art und Weise. In England sind das überwiegend Kaninchen, die den Einwohnern an ihr geliebtes und hochgezüchtetes Gemüse wollen. Noch ein paar Tage und der Gemüsecontest steht vor der Tür, auf den sich schon die ganze Stadt freut. Klar, dass Kaninchen, die alles wegfressen, da eher ungelegen kommen. Somit hat Wallace und auch Gromit alle Hände voll zu tun. Ihre humane Methode hat aber ein paar Macken. Da sie die Kaninchen nicht töten dürfen, horten sie sie einfach in ihrem Keller im Haus. Das kostet nicht nur Futter und Nerven, sondern kann auf Dauer auch nicht funktionieren. Als es zuviel Kaninchen werden, hat Wallace einen grandiosen Plan. Er will alle Kaninchen Brainwashen, damit er sie danach wieder in die Freiheit entlassen kann…

Es kommt, wie es kommen muss!!!

Ganz ehrlich? Wallace und Gromit find ich ein wenig langweilig. Ich respektierte die Arbeit, die in den tollen Animationen steckt, aber die Witze waren mir persönlich jedes mal ein klein wenig zu flach und überhaupt war das alles recht langweilig. Die Animationen sind ganz nett, aber 30 Minuten ode gar länger unterhielten sie mich noch nie.

Ganz anders The Curse Of The Were-Rabbit. Der erste mehr oder weniger Abendfüllende (80 Minuten) Wallace & Gromit Film. Der Unterschied zu dem ganzen alten Wallace und Gromit Kram ist hier die Präsentation. Die Zeit erlaubt eine ausgeklügelte Geschichte, die sowohl einen relativ nicen Twist hat, als auch genug Zeit lässt, Charaktere vorzuführen. Besonders der geile Jäger (Screenshot 2) ist ziemlich cool und gibt dem ganzen eine Prise… wie soll ich es Beschreiben… coolness einfach. Er gefiel mir jedenfalls. Wirklich grandios waren dann aber die “Effekte”, wenn man es überhaupt so nennen kann. Die Animatoren steigerten sich scheinbar noch einmal um ein ganzes Stück und liefern hier wirklich krank detaillierte und flüssige Bewegungsabläufe ab, dass es eine wahre Freude ist. Wo die klassische Animationstechnik ihre Grenzen hat, sprangen (vermutlich???) Computer ein, das aber auf eine angenehm dezente und absolut nicht störende Art. Besonders genial; Die Häschen-Absaugungsmaschine. Sie hat einen großen Glasbehälter, in welchem sie alle aufgesaugten Häschen sammelt. Diese rotieren dann in einer Art Schwerelosigkeit in diesem Behältnis herum und sehen einfach grandios süß aus. Das alles absolut flüssig und trotzdem mit “Claymation” Style. Unglaublich einfach. Auch an Action mangelt es dem Film nicht. Gerade das Were-Rabbit sorgt für ein paar tolle Verfolgungsjagden oder Zerstörungsorgien und das Finale auf dem Gemüsewettbewerb setzt dem ganzen dann noch die Krönung auf.

Zum ersten mal vereinte sich eine nicht total behämmerte Story (wie z. B. die in “The Wrong Trousers” wtf ~_?) mit toller Action, einer Story die gut unterhält und halt grandiosen Effekten. Nice.

Pen Pen Pen Pen Transpen