Come Drink With Me

Come Drink With Me
(大醉俠 | hong kong 1966 | king hu | dvd: – )

Eine Bande von Dieben entführt den Sohn des Königs. Sie wollen, dass ihr Anführer aus dem Gefängnis befreit wird, sonst werden sie ihre Geisel töten. Doch diese ist zufällig auch der Bruder des legendären Kämpfers Golden Swallow (Cheng Pei-Pei). Er aka sie macht sich auf, die Bande zu zerschlagen, bekommt dabei aber unerwartet Hilfe von einem zunächst unscheinbaren betrunkenen Penner.

Nachdem sich meine Erfahrungen mit dem Wuxia-Genre bisher auf den beschissenen Hero beschränkt haben, und dieser mir auch sämtliches Verlangen nach mehr Filmen dieser Art raubte, wollte ich es nocheinmal versuchen, nachdem ich Ausschnitte aus Come Drink With Me in der bereits von elend reviewten Doku A Century Of Light & Shadow sah.

Und tatsächlich hat mir der Film gefallen. Generell wird er als Wuxia-Pionierfilm angesehen, jedoch noch (fast) ohne übertriebene übernatürliche Elemente wie fliegende Kämpfer. Es machen sich auch bereits erste Züge der typisch Hong Konger Actionchoreographie bemerkbar – überhaupt ist der Film wahnsinnig elegant verfilmt, die edlen Shaw Brothers-Sets tun ihr übriges, um dem Film einen unheimlich poetischen und anmutigen Charakter zu verleihen. Man fühlt sich wirklich von einer gewissen Magie umgeben, etwa wie bei Star Wars. Ist schwer zu beschreiben. Was mir von der technischen Seite nicht so gefiel, waren die in den Actionsequenzen recht häufigen, richtig sprunghaften Schnitte. Irgendwie billig, aber wir müssen bedenken, in welchem Jahr wir uns hier befinden. Da es sich bei King Hus Film um einen der ersten Vertreter seiner Art handelt, ist er auch einer der Ursprünge sämtlicher Wuxia-Klischees, mit denen auch Nicht-Filmbewanderte heute China assoziieren. Das lässt sich je nach Standpunkt positiv oder negativ betrachten. Auch Aspekte wie Gesangseinlagen, offensichtlich Überbleibsel aus dem Opernfilm, sind für Unbekundete zunächst ziemlich ungewöhnlich. Come Drink With Me besitzt desweiteren einen majestätischen Soundtrack, der aber teilweise völlig fehlplatziert wirkt. Was er wahrscheinlich nur aus meinen westlichen Augen ist.

Ansonsten aber machte der Film Spaß. Cheng Pei-Pei ist sowohl schön als auch graziös und führt durch die unterhaltsame, flott erzählte Story. Wenn im letzten Drittel der Penner stärker auf den Plan tritt, wird allerdings ein neuer Handlungsstrang aufgebaut, der meiner Meinung nach die Dinge unnötig verkompliziert und zu einer Endsequenz führt, die ich gar nicht mehr raffte.

Come Drink With Me hat mir zumindest gezeigt, dass ich dem Wuxia-Genre nicht völlig abgeneigt bin, und ich werde mir definitiv noch andere Klassiker aussuchen und antun. Solange sie nicht von Zhang Yimou sind. Hihi.

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Running On Karma


R U N N I N G | O N | K A R M A | 大 隻 佬
HONG.KONG.2003.JOHNNIE.TO.WAI.KA.FAI.ANDY.LAU.CECILIA.CHEUNG
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Big (Andy Lau Tak-Wah) ist ein muskelbepackter Mönch vom Festland, der seit einem Missgeschick in seiner Vergangenheit das Karma anderer Leute sehen kann. In Stripclubs versucht er sich etwas Geld zusammen zu verdienen, bis eines Tages die Polizistin Lee Fung-Yee (Cecilia Cheung Pak-Chi) mit ihren Kolleginnen dem illegalen Treiben ein Ende bereitet. Big flüchtet. Auf seiner Flucht jedoch gerät er zwischen die Fronten. Eine andere Polizeieinheit untersucht gerade einen spektakulären Mordfall und verfolgt den mutmaßlichen Täter zu Fuß. Auf Hong Kongs Seitenstraßen gerät Big mit dem flüchtigen Täter zusammen und wird festgenommen, während der Mörder flüchten kann. Big sieht zum ersten mal Lee Fung-Yees Karma.

Kein schöner Anblick…


(Links: An Andy Laus Gummianzug hat man sich erstaunlich schnell gewöhnt! | Rechts: Big kann das Karma anderer Leute sehen. Nicht immer eine schöne Angelegenheit.)

Eins vorweg: Nein, Andy Lau hat seit Infernal Affairs (2002) nicht magischerweise 150 Kilo zugenommen und ist nun ein Muskelpaket. Ja, das ist ein Gummianzug. Man sollte den Film allerdings nicht daran messen, wie echt der Gummianzug Andy Laus aussieht. Denn Running On Karma hat weißgott mehr zu bieten. Zudem lässt Andy Lau mit seiner sympathischen Performance nichts unversucht, den Gummianzug immer mehr in den Hintergrund rücken zu lassen. Und irgendwo passt er ja auch zu Running On Karma. Selbst für Hong Kong Filmfans ist Running On Karma ein völlig unerwarteter Genre Mischmasch. Mit Andy Lau und Cecilia Cheung in den Hauptrollen hätte man fast meinen können, Johnnie To liefert eine weitere RomCom ab, aber weit gefehlt. Running On Karma ist ein bisschen Romantik, ein bisschen Martial Arts, ein bisschen Cop Thriller, ein bisschen Komödie und viel buddhistische Grundweisheiten. Aber das beste daran:

Es funktioniert hervorragend.

Was Johnnie To und Wai Ka-Fai hier allein in den ersten 10 Minuten abfeuern spottet jeder Beschreibung. Man muss es gesehen und erlebt haben. Dabei ist Running On Karma keine Anhäufung von zusammengewürfelten Genres, sondern vielmehr ein vielschichtiges Ganzes, das insich glaubhaft erscheint und bis zum Schluss nichts an seiner Wirkung verliert. Running On Karma spielt regelrecht in einer Fantasiewelt, in der muskulöse Mönche an Häusern entlang klettern und die wahnsinnigsten Moves vollführen. Eine Welt, in der das Karma der Menschen allgegenwärtig ist und in der Big nur anfangs ein Quatschkopf zu sein scheint. Es verbirgt sich noch mehr in ihm und Andy Lau bringt das gut rüber. Überhaupt ist der sympathische Character des Bigs + Andy Lau ein winning Team. So macht man sich schon nach wenigen Minuten keine Gedanken mehr um den Gummianzug sondern will sich vielmehr an Big und seinen irrsinnigen Ideen, Geld zu verdienen, erfreuen.


(Links:Bisschen Romantik gibt’s obendrein | Rechts: Cecilia Cheung sieht in “Running On Karma” einfach mal wieder perfekt aus. Heiratsfaktor 150 %.)

Bis die nächste Szene erscheint, die brutaler nicht sein könnte, aber trotz der komödiantischen Elemente kurz vorher nichts von ihrer Wirkung verfehlt. Gerade in koreanischen Filmen fiel mir das oft negativ auf. Derart brutale Szenen in einer Komödie zu verwursten, das ist oft zuviel für mich. Bei Running On Karma wurde aber Wert auf Ausgeglichenheit gelegt und… keine Ahnung wie Johnnie To es macht, aber es stört nicht. Es kommt einfach etwas neues raus. Running On Karma ist alles andere als Mainstream und selbst für Hong Konger Verhältnisse ein gewagter Film. Kein Wunder, das To für einen echten To Film mindestens 5 kommerziell erfolgreiche RomComs produzieren muss. Aber solange Filme wie Running On Karma dabei heraus kommen ist mir das herzlich egal.

Klar, das da der Rest des Films auch stimmt. Besonders erwähnenenswert finde ich die gelungene Cinematography, welche nicht nur Chinas schöne Landschaften gut in Szene setzt, sondern vor allem die nächtlichen Szenen in Hong Kongs Straßen perfekt einfangen. Vor allem in der ersten Hälfte muss man bei so ziemlich jedem Shot wanken. Hervorragend unterstützt werden die Bilder von Cacine Wongs hervorragendem Soundtrack, der düster klingt, eingängig ist und fast so melancholisch daherkommt, wie der Soundtrack zu Running Out Of Time. Über die technische Ausführung (Manche Synthiestellen klingen etwas billig), ließe sich definitiv streiten, aber im großen und ganzen unterstützt der Soundtrack den Film meiner Meinung nach wunderbar. Gerade im Opening, wenn Big nackt durch die Straßen Hong Kongs rennt, während ein Inder auf der Flucht ist und dazu fast Silent Hill artige Geräusche ertönen, gibt das eine grandiose Stimmung.

Somit ist Running On Karma nicht unbedingt jedem zu empfehlen. Hong Kong Film Neueinsteiger könnten sich etwas verwirrt abwenden und den Film schnell als “Chinesenquatsch” abstempeln. Kenner des Hong Kong Films und erst recht Johnnie To Fans müssen sich Running On Karma anschauen, da sie garantiert noch nie etwas ähnliches sahen. Ein weiterer Johnnie To must have.

MUST HAVE.

JETZT SOFORT!

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(Das hurengeile Filmposter)

Maniac Cop

Maniac Cop
(maniac cop | usa 1988 | william lustig | dvd: optimum home)

New York. Ein riesiger Kerl verkleidet sich als Polizist und ermordet wahllos Zivilisten. Die Stadt ist in Aufruhr. Doch könnte es sich wirklich um einen Cop handeln? Jack (Bruce Campbell) gerät unter Verdacht. Er versucht den wahren Täter zu finden.

Trashige Slasherklamotte produziert von Hollywoodlegende Larry Cohen, die selbst 1988 zirka 10 Jahre zu spät kam, um noch irgendeinen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, jedoch immerhin von William Lustig (mittlerweile Geschäftsführer vom Kult-DVD-Label Blue Underground) angenehm zügig und sauber inszeniert wurde. Dass sich allerdings um den Film so eine Fangemeinde gebildet hat, ist mir nicht ganz verständlich. Insgesamt handelt es sich zwar um akzeptable Unterhaltung, der Maniac Cop an sich bleibt aber als Bösewicht zu blass und unscheinbar, um Freddy Krüger und Jason Vorhees Konkurrenz machen zu können. Auch Bruce Campbell versprüht noch lange nicht das Charisma, welches ihn später in Filmen wie Army Of Darkness und Bubba Ho-Tep zur Ikone machen wird und ist hauptsächlich damit beschäftigt, in den meisten Szenen hilflos umherzublicken.

Schade, dass der eigentlich gar nicht mal so simple Plot nicht weiter ausgebaut wurde. Denn Matt Cordell (gespielt von Robert Z’Dar), obwohl als Terror-Bulle ziemlich furchteinflößend, ist eigentlich gar keine von Grund auf böse Figur. Sein persönlicher Konflikt wird nur oberflächlich angeschnitten; eindeutig eine verpasste Chance.

Fazit: Grundsolider Durchschnitt, zusätzliche Sympathiepunkte angesichts der Beteiligten.

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Rome

Rome
USA 2006 – 2007 | TV-Serie

Zum Inhalt brauche ich hier nicht viel schreiben, denke ich. Die meisten werden im Geschichtsunterricht wohl mitbekommen haben, wer Ceasar ist und kennen bestimmt auch die eine oder andere historische Figur, welche in der Serie vorkommt. Ansonsten: einfach nachlesen! Wink Die bekannten Ereignisse werden jedenfalls aus der Sicht zweier fiktionaler Charaktere erzählt, die sich anfangs als Soldaten ihr Brot verdienen, aber ob ihrer Zuverlässigkeit und dem hohen Bodycount immer mehr und immer öfter mit den wirklich Mächtigen in Kontakt kommen…

Rome ist eine perfekt ausgestattete Mammutproduktion, deren allgemeine Aufmachung selbst den Vergleich mit so großen Hollywood Blockbustern wie Gladiator nicht scheuen braucht. Die Kulissen sind schlichtweg atemberaubend für eine TV Serie! Der Ansatz der Produzenten ist zugleich aber eine willkommene Abwechslung, da von dem allgemein bekannten Rombild in Film & Fernsehen nicht mehr viel übrig bleibt. Die in den meisten Verfilmungen vorherrschende, saubere und prunkvolle Darstellung weicht einer rohen und dreckigen (und geschichtlich gesehen wahrscheinlich exakteren) Umsetzung, in der einfache Bürger auch tatsächlich in der sprichwörtlichen Gosse leben. Dies geht einher mit sehr viel Gewalt und vielen F-Words – zumindest im Original. Dazu dann noch eine Prise Sex (auch mit Stallburschen und unter Geschwistern Pen ), gepaart mit niedrigen Moralvorstellungen und perfekt ist die kontroverse, superproduzierte Serie, die ein gutes Script und tolle Schauspieler hat und alle Beteiligten , ob der grandiosen Einschaltquoten so reich macht, dass sie sich alle ein Dreamcast Zip-Drive leisten können…

Tja, leider ist das alles nicht ganz so aufgegangen. Die Serie ist ohne Frage toll und macht sehr viel Spaß. Die Story ist überraschend spannend (man kennt ja eigentlich alles aus dem Geschichtsunterricht … mehr oder weniger) und bietet ein paar schöne schockierende Momente. Aber leider war das ganze nicht besonders erfolgreich und machte wohl niemanden so wirklich reich. Es war einfach zu teuer. Die Produzenten mussten – trotz guter Quoten! – nach Staffel 2 die Serie canceln.

Meines Erachtens ist das aber eigentlich ganz gut so, denn obwohl die Kulissen usw. zwar perfekt waren, gab das Ganze nach 2 Staffeln einfach nicht mehr viel her für weitere Folgen. Die die letzte Story Arc in Agypten z.B.wirkte auf mich eher langweilig und stellenweise ziemlich lächerlich und einfallslos.

Aber ansonsten ist alles im Lot und man hat eine hervorragende Serie mit nicht zu vielen Folgen, die über weite Strecken sehr begeistern kann. Und da Titus Pullo einfach der geilste ist und Marc Antony sogar als zugedröhnter Lustknabe Kleopatras sehr lustig ist, gebe ich:

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Ach ja, ich vergaß fast zwei sehr gute Gründe, einzuschalten oder die DVD Box zu kaufen:

 

Sie sehen in Bewegung besser aus…~_~

Eureka

Eureka
USA 2006 – 2007 | TV-Serie

Auf den ersten Blick könnte man fast meinen, Eureka sei eine ganz normale, süße Kleinstadt in Amerika. So mit vielen konservativen Menschen, mit Knarren unter’m Kopfkissen, jungen Cheerleadern und Jungs im Footballteam, die in der Mall abhängen. So wie man sich das halt vorstellt als vorurteilbehafteter Europäer. Aber in Wirklichkeit sind dort alle Genies der Nation versammelt, um alle möglichen und unmöglichen Experimente zu machen, zum Wohle der amerikanischen Bevölkerung aka der Regierung. In genau dieses Szenario verschlägt es den Deputy Marshall Jack Carter, der als völlig Normalsterblicher nicht nur damit zu kämpfen hat, dass sein Intelligenzquotient bedeutend unter dem Durchschnitt liegt. Er wird widerwillig zum Sheriff des Nests ernannt und muss sich mit den nicht gerade gewöhnlichen Problemchen der Bevölkerung auseinandersetzen…

Endlich mal wieder eine positive, nette Sci-Fi Serie! Das war das erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich die erste Folge zu Ende geschaut hatte. Eureka ist in diesem Sinne sehr old-school und atmet den Geist von Star Trek Serien wie The Next Generation, ist also nicht so düster und mit möglichst vielen psychologischen Abgründen gespickt wie die meisten modernen, aktuellen Serien (Battlestar Galactica z.B). Das ist auch cool, auf jeden Fall, aber manchmal möchte ich zumindest leichte Unterhaltung für Zwischendurch. Und das wird hier auf jeden Fall geboten! Nette kauzige Charaktere, seltsame Erfindungen und so etwas wie eine kleine Verschwörung im Hintergrund, die nur sehr spärlich aufgedeckt wird. Die meisten Folgen sind aber in sich abgeschlossen.


Die Effekte sind ganz nett, hat man aber auch schon besser gesehen, trotz der Emmy Nominierung für „Outstanding Special Effects“… Die Besetzung ist hervorragend und macht den Charme der Serie aus. Colin Ferguson ist einfach sehr lustig und spielt den etwas unbeholfenenen Sheriff Carter sehr symphatisch und überzeugend. Neben ihm fällt noch Joe Morton als der durchgeknallte Wissenschaftler Henry auf. Sally Richardson-Whitfield ist einfach nur noch Eye Candy und Jordan Hinson ist ab Staffel 2 auch super cute und das mit nur 16 Jahren. Da geht noch einiges, wenn die Serie weiterläuft…

Insgesamt mag ein bisschen die Substanz fehlen, aber nicht jede Serie muss philosophische Fragen behandeln und super deep, dark und gritty sein. Staffel 2 läuft momentan in den USA und die Rechte für Deutschland hat Pro7 erstanden.

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Suna no Utsuwa

Suna no Utsuwa
Japan 2004 | TV Drama

WAGA Eiryo ist ein berühmter Pianist, der alles hat. Talent, eine großartige Karriere, eine wunderschöne Freundin, dicke Wohnung, nice Karre. Ziemlich perfekt. Diese Fassade beginnt jedoch zu bröckeln als ihn eines Tages nach einem Konzert ein mysteriöser alter Mann aufsucht, der ihn sehr gut zu kennen scheint… nur unter einem ganz anderen Namen. Dies verschreckt WAGA so sehr, dass er jenen Menschen tötet und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Voerst tappt die Polizei wie erwartet zwar im Dunklen, aber die Ereignisse haben tiefe Wunden aufgerissen und WAGA erkennt immer mehr, dass er seinem Schicksal nicht entfliehen kann. Außerdem ist da auch noch der resolute Ermittler IMANISHI Shuichiro, der den Fall einfach nicht aufgeben will und nach Anhaltspunkten sucht und sie nach und nach auch findet.

Suna no Utsuwa ist ein kleines Juwel unter den ganzen jap. Dramen, zu denen man als nicht Japanisch sprechender Westler sonst so Zugang hat. Kein Love Triangle im Vordergrund, keine schmalzigen J-Pop-/R’n'B-Songs, keine cuten Japanerinnen (schade xD), keine aus Boygroups gecasteten Schönlinge. Die Storyline ist ziemlich dick und düster (basiert auf einem berühmten japanischen Roman aus den 60ern) und die Schauspieler gehen auch wirklich als solche durch. NAKAI Masahiro, der mir bisher überhaupt nicht bekannt war, liefert eine echte Meisterleistung als der zerrissene Pianist, der den Schatten seiner Vergangenheit einfach nicht entkommen kann und hat mit WATANABE Ken (manche kennen ihn vielleicht aus The Last Samurai) als Ermittler einen ebenbürtigen Gegenspieler.

Das dickste an der ganzen Serie ist aber der Soundtrack! Einfach unglaublich, was da investiert worden sein muss und das für eine TV-Serie! Ein ganz großer Orchesterscore (ja, mit ECHTEM Orchester!) in dessen Mittelpunkt aber konsequenterweise der Konzertflügel die Hauptrolle einnimmt. Häufig wird das Grundthema zwar nur variiert, aber das ist ja nicht unüblich und langweilt nicht im geringsten. Sogar das Ending Theme geht mal als wirklich guter Popsong durch.

Einziger Kritikpunkt ist, dass die Storyline direkt in die heutige Zeit übertragen wurde, was bei manchen Teilen der Story leider etwas unlogisch erscheint, aber da will ich jetzt nicht Spoilern. Außerdem fehlt definitiv eine hübsche Leadactress, denn die kaputte Theaterschauspielerin da hat mich persönlich etwas genervt, auch wenn die liebe MATSUYUKI Yasuko sicherlich kein Totalausfall ist – zumindest schauspielerisch gesehen.

Ansonsten ist das ganz großes Fernsehen, was ich in dieser Art und Qualität gerne auch mal in Deutschland sehen würde. Aber tjo, wohl eher nicht…

Wer jetzt trotzdem keinen Bock hat die Serie anzuschauen – was sehr schade wäre – sollte sich aber zumindest den OST irgendwie besorgen, denn der steht echt über allem.

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Zimmer 1408

Zimmer 1408
1408 | USA 2007 | 94 min | Horror-Thriller | Mikael Håfström, John Cusack, Samuel L. Jackson

Mike Ensiln (John Cusack) lebt davon, Groschenromane über Hotels zu schreiben, in denen angeblich Geister hausen. Bald wird er auf das Dolphin Hotel in New York aufmerksam, wo es im Zimmer 1408 spuken soll. Die eindringlichen Warnungen des Hotelbesitzers Onin (Samuel L. Jackson) in den Wind schlagend, beschließt er, eine Nacht in dem Zimmer zu verbringen. Ein fataler Fehler, wie sich bald herausstellen soll.

Mikael Håfström erreicht mit Zimmer 1408 das, was nur sehr wenige Regisseure geschafft haben: Eine richtig gute Stephen King Verfilmung abzuliefern. Anfangs hatte ich ja eine gesunde Skepsis. Die meisten Verfilmungen von Stephen King Geschichten gehen gründlich in die Hose, von wenigen, dafür aber auch richtig brillanten Ausnahmen wie “The Green Mile”, “Christine” oder “The Shining” einmal abgesehen. Ein weiterer Punkt war, dass die Story von 1408 schon sehr der von Shining ähnelt. Meine Angst, dass wir mit Zimmer 1408 das Gleiche nochmal in Grün sehen dürfen, war allerdings absolut unbegründet. Der Schauplatz mag zwar ähnlich sein, doch spukt es in dem verfluchten Zimmer des New Yorker Hotels schon auf eine ganz andere Art und Weise als im Shining.


Der Regisseur schafft es, über den gesamten Film hinweg eine derartige Spannung aufzubauen, dass man sich zeitweise einfach nur noch wünscht, dass der Horror bald ein Ende nimmt. Das beginnt schon mit den unzähligen Warnungen des Hotelbesitzers, welcher verzweifelt Ensilm klarzumachen versucht, dass dieses Zimmer nicht so ist, wie die halbgaren Geisterbahngeschichten, über die der Autor sonst immer schreibt. Bis Mike dann endlich mal das Zimmer überhaupt erst betreten hat, vergeht eine (gefühlte) Ewigkeit, grandios in Szene gesetzt, perfekte Kameraeinstellungen, perfekte Musikuntermalung.

Endlich angekommen im Zimmer, wird unser Protagonist (und auch wir Zuschauer) erstmal bitter enttäuscht. Es erwartet ihn ein ganz gewöhnliches Hotelzimmer, keine Schocker, kein garnichts. Nur ein stinknormales Hotelzimmer. Hier wird übrigens fast der gesamte Rest des Filmes stattfinden, ein gewagtes Experiment, einen Schauplatz von vielleicht 40 m² für einen gesamten Film zu wählen. Wurde aber grandios umgesetzt! Kaum befindet sich Ensiln eine Weile in dem Zimmer, treten die ersten unnatürlichen Ereignisse auf. Und genau ab diesem Zeitpunkt wird der Film so richtig heftig. Ständig lebt man in der Angst, es könnte etwas passieren, eine ganze Stunde lang, ohne Pausen. Ein Schocker (die übrigens, sehr zu meiner Freude, überraschend unblutig sind, und das in der Zeit von Saw und Hostel ) jagt den nächsten, von Schocker zu Schocker verlieren wir ein bisschen mehr den Bezug zur Realität. Ich möchte allerdings nicht weiter darauf eingehen, da ich sonst eine Menge von dem Film verderben würde.


Technisch ist der Film sehr gut umgesetzt, obwohl ich schon bessere Effekte gesehen habe. Darauf kommts aber auch nicht an, sie erfüllen ihren Zweck und das reicht. Im Gegensatz zu anderen Kritikern empfand ich die Längen in der Mitte des Films keineswegs als störend, die trugen enorm zu der ausweglosen Situation, in welcher sich Ensiln befindet, bei.
Musikalisch spielt der Film sowieso in der absoluten Luxusklasse. Gabriel Yared, welcher für den Soundtrack zuständig war, zeigt was er drauf hat. Von Tinnitus-Passagen über Babygekreische, welches wie ein Stakkato über uns hereinbricht, bis hin zu vereinzelten Pianotönen wird hier dem Fan unheimlicher Musik alles geboten.
Am besten wird der Film so laut wie möglich genoßen, das macht ihn nochmal eine Stufe unheimlicher.

Alles in Allem kann ich sagen, dass dieser Film meine (sowieso schon hohen) Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Selten hab ich mich in einem Film so gegruselt wie in “Zimmer 1408″. Dass der Film recht unblutig daherkommt, stört überhaupt nicht, im Gegenteil: Endlich mal wieder ein Werk, welches es versteht, ohne übertriebene Gore- und Splattereffekte zu schockieren.

Dafür gibts satte 4 Penen von mir.

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Intruder

Intruder
(恐怖雞 | hong kong 1997 | kan-cheung tsang | dvd: adrenafilm)

Die von den Behörden gesuchte Festlandchinesin Yieh Siu Yan ermordet eine Nutte, übernimmt ihre Identität und flieht nach Hong Kong. Dort trifft sie auf den Taxifahrer Chen Chi Min (Moses Chan), mit dem sie eine Nacht verbringt. Dann jedoch bricht sie ihm die Beine, fesselt ihn mit Klebeband an einen Tisch und lässt ihn dabei zu sehen, wie sie seine gesamte Familie um die Ecke bringt. Doch wozu das Ganze?

Intruder ist eine Milkyway-Produktion aus dem Jahre 1997, ein Jahr in dem die finanzielle Sicherheit der Produktionsfirma noch auf wackligen Beinen stand. Um so überraschender, dass gerade unter diesen Umständen der vorliegende Cat III-Thriller realisiert wurde. Dabei handelt es sich auch noch um das Regiedebüt Tsang Kan-Cheungs, der sonst hauptsächlich als Drehbuchautor (u. a. für Stephen Chow) tätig war und es bis heute ist. Kan-Cheung übertrifft hier in Sachen Düsterheit und Zynismus locker den ein Jahr später folgenden The Longest NiteIntruder ist nihilistisch, sadistisch und kompromisslos. Wu Chien-Lien spielt ihre Figur mit einer berechnenden Kaltblütigkeit, dass es einem Schauer über den Rücken treibt, vor allem, da wir bis zum letzten des Drittel absolut nichts über ihre Motive erfahren. Genau hier hebt sich der Film positiv ab, denn wo andere Thriller bereits früh einen Einblick in die Seele des Killers geben, wissen wir über Yieh Siu Yan überhaupt nichts. Als Zuschauer fühlt man sich daher so hilflos und gelähmt wie der an den Tisch gefesselte Moses Chan.

Die starke Charakterzeichnung hört hier nicht einfach auf. Obwohl der arme Taxifahrer eindeutig grausam gequält wird, können wir nicht wirklich Sympathie für ihn entwickeln; er hat seine Frau vertrieben, kümmert sich nicht um seine Tochter und hasst seine Mutter. Er weiß selbst, dass er ein Arschloch ist, ein Loser, der auch mit 30 Jahren nichts zustande gebracht hat. Erst als Yieh Siu Yan seine Angehörigen nach und nach ermordet, bereut er seine Fehler, sieht seinen Tod gar als verdient an. Aber Yieh Siu Yan tötet ihn nicht, die Spannung wird aufrecht erhalten. Im Verlauf des Films mischen sich immer neue Charaktere in das Geschehen ein, welche von Yieh Siu Yan beseitigt werden. Auch ihr kommen irgendwann moralische Bedenken, was sie aber nicht von ihren Taten abhält. Wenn am Ende ihre Motive endlich offengelegt werden, ist das Ganze nicht so recht glaubhaft – Der ganze Aufwand für das?, letztlich aber auch das eine ironische Note, vor allem im Hinblick auf das bitterböse Ende.

Technisch gibt es kaum etwas zu bemängeln: To-Stammkameramann Cheng Siu-Keung lässt das geringe Budget mit ausgeklügelten Kameraeinstellungen und einem ansehnlichen Spiel von Licht und Schatten schnell vergessen. Lediglich die Schnitte, insbesondere in den Gewaltszenen, sind oft sehr grobschlächtig. Auch Cacine Wongs quäkender Synthie-Score hätte nicht sein müssen; aber da war damals wohl einfach nicht mehr drin.

Im auf der DVD enthaltenen Textinterview sagt Kan-Cheung, Intruder sei zu einem gewissen Teil auch als politische Parabel zu verstehen. Für ihn ist der Film eine Reflexion seiner Unsicherheit und seines Misstrauens angesichts der Rückgabe Hong Kongs an China – das Tor war geöffnet für Millionen Festlandchinesen, die nun nach Hong Kong einreisen konnten. Millionen von Leuten, die man nicht kennt; Leute, die anders denken, kulturell völlig anders geprägt wurden und in anderen Lebensbedingungen aufwuchsen. Kan-Cheung war nur einer von vielen Einwohnern Hong Kongs, die so dachten.

Bis zum heutigen Tage sollte dieser Film seine einzige Regiearbeit bleiben. Intruder floppte gnadenlos an den Hong Konger Kinokassen – was von den Beteiligten auch genau so erwartet wurde. Dennoch produzierten To und Ka-fai seinen Film, einen der gemeinsten Thriller, den das HK-Kino jemals ausgespuckt hat. Qualität vor kommerziellem Potential – dieser Leitspruch hat sich bei Milkyway seit über 10 Jahren gehalten.

(Außer natürlich, man braucht mal wieder Kohle und haut schnell ‘ne Romcom raus, aber lasst mir mal meinen poetischen letzten Absatz. Sad )

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Century Of Light & Shadow

Century Of Light & Shadow
RTHK Dokumentation des HK Films von 1905 – 2005

Century Of Light & Shadow ist eine 8-teilige Dokureihe aus dem Hong Konger Fernsehen verteilt auf 2 DVDs. In 8 x 40 Minuten wird fast die gesamte Geschichte des Hong Kong Films behandelt. Dabei ist die Doku unterteilt in:

  • Episode 1 & 2: Dream Factory Revisited
  • Episode 3: Song And Dance Through The Century
  • Episode 4: A Tale Of Two Tongues
  • Episode 5: Heroes Have Many Faces
  • Episode 6: The World Of Comedy
  • Episode 7: The Rise And Fall Of Local Culture
  • Episode 8: Filmmakers Without Frontiers


Episode 1 & 2: Dream Factory Revisited
Diese zwei Episoden geben einen groben Überblick über die Geschichte des damals noch “kantonesischen Film” genannten HK Film von 1905 – 2007, der überwiegend von festland Chinesen geprägt wurde, die zu Zeiten der japanischen Invasion nach Hong Kong flüchteten.

Episode 3: Song And Dance Through The Century
Episode 3 zeigt uns einen Überblick über die bekanntesten der chinesischen Musikfilmgenres: Kantonesische Oper, Putonghua Musical und die Huangmei Diao Oper.

Episode 4: A Tale Of Two Tongues
Hier werden die Unterschiede zwischen dem kantonesischen und dem mandarin Film aufgezeigt und behandelt. Aber auch Gemeinsamkeiten und das Problem der linken und rechten Meinungsverschiedenheit werden angesprochen.


Episode 5: Heroes Have Many Faces
Eine Episode der Doku ist ausschließlich den Helden des kantonesischen Films gewidmet. Ob Schwertkämpfer, Shaolin, Polizist oder braver Bürger. Alle HK Filme haben ihre Helden.

Episode 6: The World Of Comedy
Comedy war schon immer ein Teil des kantonesischen Films. Diese Episode behandelt sowohl den Witz vom frühen kantonesischen Film über die Unterschricht bis hin zu den Problemen der Arbeiterschicht der siebziger Jahre, besonders wundervoll in Szene gesetzt durch die Hui Brüder.

Episode 7: The Rise And Fall Of Local Culture
Lokale Filme wurden von “kantonesischer Film” in “Hong Kong Film” umbenannt. Dies macht die Wichtigkeit der lokalen Kultur, der Hong Konger Kultur in Filmen deutlich.

Episode 8: Filmmakers Without Frontiers
Der kantonesische Film war schon immer von äußeren Faktoren beeinflusst. Durch Einwanderer vom Festland, durch die Kulturrevolution und mit Talenten aus Japan. Heutzutage ist der HK Film ein internationales Geschäft, welches oft Talente aus der ganzen Welt beschäftigt. Die letzte Episode beschäftigt sich damit, ob man das als einen Gewinn oder Verlust sehen kann.


Die RTHK Dokumentation macht Anfangs einen ordentlichen Eindruck. Die Präsentation ist frisch, nicht zu überfüllt und hat stets ein Auge auf die Filme gerichtet und eins auf die Gaststars, welche uns in diesen 8 Folgen den HK Film etwas näher bringen sollen. Und man hat wahrlich nicht an Stars gespart. Ob nun Regisseur oder Darsteller. Keiner war sich zu schade für ein paar Minuten vom Teleprompter abzulesen. Regisseure wie Patrick Tse, Alfred Cheung, Tsui Hark, Edmond Pang, Fruit Chan und Darsteller wie Lau Ching-Wan, die süßen Twins, Athena Chu, Cheung Tat-Ming, Ronald Cheung, Tony Leung Kar-Fai oder Simon Yam. Alle sind sie mit von der Partie. Klar das Jackie Chan dabei eine besondere Ehre als einleitungssprechender Host zuteil wurde.

 

Und so bekommt man in den ingesamt 320 Minuten Laufzeit jede Menge an alten Filmausschnitten (Sogar die allerersten Filmaufnahmen Hong Kongs, durch ein Team Edisons, sind zu sehen!), Behind The Scenes Fotos und lustigen, sowieo traurigen Anekdoten zu sehen und hören. Die Doku kann mit allerlei interessanten Informationen, gerade über die Anfänge des Hong Kong Films und der Shaw Brothers, aufwarten und dürfte mit ein paar raren Filmszenen und Fotos aus den guten alten Zeiten aufwarten. Dabei bleibt aber die ganze Zeit ein bitterer Nachgeschmack: Mir kam alles etwas oberflächlich vor. Zwischen 1905 und 2007 hat Hong Kong jede Menge Filme gemacht und irgendwie sehen wir stets die gleichen. Ob nun in Episode 1 & 2, die nur einen groben Überblick schaffen sollen, oder die etwas speziellere Episode 6 über HK Film Comedy. Stets sehen wir die gleichen Filme. Noch etwas negativer wiegt aber die Tatsache, das die HK Filmjahrzehnte 80 und 90 sträflich vernachlässigt wurden und praktisch nur durch die Gaststars vertreten sind. Auch die Informationen wiederholen sich irgendwann. So redet Chang Pei-Pei schon in Episode 1 und 2 darüber, wie sehr Kung-Fu Filme von der kantonesischen Oper inspiriert sind und wir bekommen in Episode 3 genau das gleiche noch einmal aufgetischt.

Sicher eine interessante Doku, aber bei 320 Minuten Laufzeit etwas fad, was den Inhalt angeht. Nichts desto trotz Pflicht für jeden, der sich etwas mehr mit Hong Kong Filmen beschäftigt.

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Mr. Cinema

Mr. Cinema
hong kong 2007

Mr. Cinema begleitet den Sozialisten Kong (Anthony Wong) ab 1964 bis zum Jahr 2007.


Eigentlich hatte Hong Kong 1964 nicht viel am Hut mit der Kulturrevolution. Aber um Kong bildete sich ein kleines Grüppchen Sozialismusbegeisterter, die nicht nur Reden schwingen, sondern sich auch hier und da engagieren. Kong ist Filmvorführer in einem Kino, das ausschließlich Filme vom Festland zeigt und lebt bescheiden auf einem von Hong Kongs 352578923478293578297345 billionen Dächern. “Mr. Cinema” zeigt nun diverse Highlights und Tiefschläge im Leben Kongs, was demnach gleichermaßen seinen Sohn und seine Frau mit einschließt. Und so begleiten wir auch den Sohn auf seiner Jobsuche oder spüren die Verzweiflung, wenn seine Freundin Min (Karen Mok), die er schon von klein auf kennt, mal wieder in’s Ausland fliegt. Am Anfang noch etwas Bruchstückhaft, werden die Zeitspannen, in denen wir Kongs Familie begleiten, allmählich gleichmäßiger.


Mr. Cinema ist mehr Drama als realistischer Rückblick über 40 Jahre Hong Konger Geschichte. Und das ist gut so. Das bisschen politisches Geplänkel hier und da ist gottseidank nur Beiwerk und soll alles andere als zum Nachdenken anregen. Einen Großteil des Films konzentriert sich auf Gefühle und Situationen, in welche Kong, sein Sohn, seine Freundin und die Mutter schlittern. Kong gönnt sich wenig, gibt anderen viel. Seine Frau hätte gern mehr Geld, liebt aber ihren sozialistischen Mann. Der Sohn würde gern Geld verdienen aber seine Ausbildung in der sozialistischen Schule macht ihm das ein oder andere mal einen Strich durch die Rechnung und Min versucht sich im Ausland.

Das Anthony Wong mal wieder super geil ist, brauche ich ja wohl nicht zu erwähnen. Bleibt also noch Ronald Cheng, der hier und da ziemlich overactet, aber im großen und ganzen Symphatie rüber bringt. Karen Mok ist cute, wie eh und jeh (Ja, ich würd’ sie auch mit Pferdegebiss nehmen. Geil ihre langen Haare. Boah.) und Teresa Mo macht auch als Mutter eine gute Figur. Besonders nice gefiel mir, wie Regisseur Samson Chiu die eher gefühlvolleren Szenen handled. Die Musik bleibt dezent und wird nie schmalzig und wenn Anthony Wong weint, muss man ganz einfach mitweinen. Auch die Beziehung zwischen Sohn Chong und Min wird nie richtig schmalzig aber strotzt vor spürbarer Hingabe zueinander. Einfach nice. :_)

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