Mountain Of Faith

Vor einiger Zeit gab es schon die Demo, nun auf dem Comiket erschien einfach das neueste Game von Zun, dem netten Herrn hinter der Touhou Serie. Darum also nun einfach geil kleines Review von der Demo \o_O/

「東方風神録」
Mountain of Faith。
(Shanghai Alice // 2007 Summer Comiket // IBM-PC // Demo Ver.)


Wenn man die Vorgänger kennt, weiss man auch gleich was Sache ist hier. Zuerst wählen wir zwischen 2 Charakteren und dann zwischen 3 verschiedenen “Options”, oder wie auch immer die hier heissen, und dann gehts auf ins erste von drei Leveln in der Demo.

Auffallend ist der schon starke Schwierigkeitsgrad. Bin ich früher auf Hard noch irgendwie klargekommen, musste ich das hier erstmal auf Easy spielen, bei Normal war irgendwann beim Level 2 Boss schluss, inkl. Continues Sad Vielleicht brauch ich aber auch einfach erstmal wieder etwas übung ~_?


Grafisch und Soundtechnisch bewegt sich das Spiel wieder in bekannten Welten. Alles ist natürlich neu aber auch im gleichen Stil der Vorgänger. Was ja nicht verkehrt ist weil die Touhou Games einfach alle geil sind Pen


Tjo sonst, es gibt ein paar Neuerungen hier und da, z.b. kann man nichtmehr Gracen. Ansonsten alles beim alten und selbstverständlich:

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Tokyo Raiders

Tokyo Raiders
HK 2000 | Jingle Ma

Die Story… also… die checkte ich nicht ganz so sehr. Tony Leung Chiu-Wai ist Privatdetektiv in Tokyo. Kelly Chen will einen Japaner heiraten, der aber nicht zur Hochzeit erscheint. Gleichzeitig nervt sie der Innenarchitekt (Ekin Cheng) ihres neuen Heimes, der gern das Geld für seine Arbeit hätte. Wie die zwei, also Ekin Cheng und Kelly Chen, nun auf Tony Leung treffen, habe ich vergessen, bzw. verdrängt. Irgendwie arbeiten dann alle zusammen, dann doch wieder nicht, dann gibt’s einen Twist hier, einen Twist da und tjopes. Eine Fake Explosion am Schluss.


(Links: Kelly Chen ist die Königin von Hong Kong | Rechts: Titten verprügeln)

Toyko Raiders ist einer dieser Chinese New Year Filme, die in Hong Kong so beliebt (?) sind. Sie warten oft mit ganz vielen, bekannten und beliebten Stars auf, fast keiner Story und viel Action. Das ist ansich nicht schlecht. Bei Jackie Chan hat das schon sehr oft, sehr hervorragend funktioniert. Nur ist hier leider die Action ganz einfach langweilig. Das die Hauptdarsteller alle nicht wirklich kämpfen können, fällt hier ziemlich krass auf. Vor allem die Eröffnungssequenz mit einem regenschirmschwingenden Tony Leung ist doch arg gewöhnungsbedürftig. Als fiele ein kämpfender Tony Leung in Tokyos Straßen nicht schon genug auf, entschied man sich noch dazu diese merkwürdige Szene mit lateinamerikanischen… “Klängen” inklusive Gesang zu unterlegen. Die Musikbegleitung bessert sich später leider gar nicht. Oft gibt’s eine Mischung aus “Techno” der Marke Mortal Kombat und einfallslosem Elektrogefurze.


(Links: Booom! Diese Explosion war sogar echt | Rechts: Tony Leung hat die geilste Brille der Welt.)

So langweilt man sich dann eher von vorne bis hinten und lediglich die überaus geile Kelly Chen und der spätere Gastauftritt von Cecilia Cheung stellen die Höhepunkte des Films dar. Interessant ist da aber noch die Szene, in der Tony Leung eine Art Guitar Hero spielt. Im Jahr 2000 wohlbemerkt. Er hält eine Plastikgitarre, die lediglich mit dem TV verbunden ist, in der Hand und fuchtelt wild um sich. Leider sieht man nicht viel von der Grafik, diese schien aber noch geil 2D zu sein. Aus den Credits las ich ab, das es von Konami ist. Ich hab aber gar keinen Plan wie es heißt. Sad schade.

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Confession Of Pain

CONFESSION of PAIN

Bong (Takeshi Kaneshiro) und Hei (Tony Leung Chiu-Wai) sind Kollegen bei der Hong Konger Polizei. Gemeinsam sind die gerade an einem Fall eines Vergewaltigers dran, welchen sie in der Weihnachtsnacht 2003 gottseidank noch rechtzeitig stellen können. In der gleichen Nacht jedoch, entdeckt Bong seine Frau mit dilletantisch aufgeschnittenen Pulsadern zuhause auf ihrem Bett liegend.

3 Jahre später. Bong partete die Hong Konger Polizei und ist nun Privatdetektiv. Und Alkoholiker. Während Hei Karriere machte und mittlerweile heiratete. Eines Tages wird der Vater Heis Braut und sein Butler brutal ermordet. Standardmäßig ist Hei automatisch Verdächtiger. Seine Frau bittet Bong um Hilfe. Er soll den Fall aufklären.

Keine gute Idee…


(Links: Tony Leung hat immer einen Gesichtsausdruck zwischen “Ich hab was zu verbergen!” und “Ich liebe meine Frau!” drauf. | Rechts: Takeshi Kaneshiro gefällt mir am besten, wenn er besoffen ist.)

Nach Infernal Affairs… ach, lassen wir den Quatsch. Es spielt keine Rolle, was die Regisseure, ein kleiner Prozentsatz des Casts und das Produktionsteam vorher zusammen machten. Wen interessiert das denn? Confession Of Pain ist schlicht und ergreifend nur Mittelmaß. Mit opulenten Bildern, wie sie nur Hong Kong bietet, und dem Vorstellen der zwei Hauptcharaktere fängt der Film vielversprechend an. Geil, Tony Leung, geil Hong Kong, geil Polizeithriller, geil geil geil!!! Aber leider macht der Film gleich im ersten Drittel einen großen Fehler. Er nimmt das Ende vorweg. Das wäre ansich gar nicht so schlimm, da zwar wir nun vom Ende wissen, aber Bong, der den Fall ja untersucht, noch nicht. Das hat durchaus noch Potential, um etwas Spannung aufzubauen, aber leider schafft das Alan Mak irgendwie nicht. Die Szenen plätschern hier so vor sich hin und eigentlich wissen wir ja schon von allem. Selbst der Twist am Ende bleibt wenig schockierend oder gar überraschend. So verschenkte Confession Of Pain leider viel Potential.


(Links: Takeshi Kaneshiro denkt nach, während Shu Qi wahrscheinlich an Modemagazine denkt. | Rechts: Heis Frau. Sie trinkt später noch viel Whiskey mit Bong.)

Was Confession Of Pain also von schlechten Filmen abhebt ist ganz einfach das handwerkliche Geschick, mit dem man vorging. Die Bilder sind grandios, jede Szene sieht einfach genial aus und man möchte sich einfach jetzt sofort super Spaß in den Flieger setzen und nach Hong Kong düsen. Der Nebencast mit Chapman To und einer Nintendo DS spielenden Shu Qi, verkleidet als Beergirl (San Miguel), kann auch Symphatien sammeln. So ist es nicht wirklich die Story, sondern deren filmische Umsetzung, die uns während des Films etwas gähnen lassen. Es fehlt ganz einfach die Geschwindigkeit und vor allem Spannung. Krass, wie unterschiedlich Filme sein können. Verglichen mit Infer…

SCHEISSE. Jetzt ist’s mir doch raus geruscht. Egal jetzt. :/

Verglichen mit Infernal Affairs sind für mich als Laien gar nicht soo viele Unterschiede zu erkennen. Es gibt suspicious dreinschauende Tony Leungs, mysteriöse Musik bei schwerwiegenden Enthüllungen, geheimnisvolle Zeitlupe, Farbfilter, einen komplexen Plot und viel Misstrauen innerhalb der Polizei, etc. blah blah.

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Eye In The Sky

Eye In The Sky
(跟蹤 | hong kong 2007 | nai-hoi yau | dvd: kam & ronson)

Die Surveillance Unit der Hong Konger Polizei hat nur eine Aufgabe: Beobachten. Selbst im Hintergrund bleiben. Nicht auffallen. Das ist Neuland für Piggy (Kate Tsui), die nun zur längst verschweißten Truppe stößt, doch mit Dog Head (Simon Yam) einen geduldigen Mentor findet. Gleich ihr erster Fall bringt sie in’s Schwitzen: Eine brutale Bande unter der Führung von Shan (Tony Leung Ka-fai) macht Hong Kong unsicher und raubt immer wieder Läden aus. Eine tödliche Jagd beginnt.

Der langjährige Johnnie To-Kollaborateur und Scriptwriter Nai-Hoi Yau legt mit Eye In The Sky sein Regiedebüt vor. Die vielen Jahre mit To haben ihn offensichtlich geprägt, denn sein Film ist sofort als Milkyway-Produktion erkennbar. Die urbane Atmosphäre, die eng zusammenarbeitende Polizeieinheit, das erinnert gar an Expect The Unexpected oder PTU (letzere Assoziation wird durch einen Gastauftritt von Maggie Siu verstärkt). Doch wo To mit plötzlichen Tempoveränderungen oder Twists aus etwaigen Genrekonventionen ausbricht, inszeniert Yau seine Katz-und-Maus-Jagd als minimalistische tour de force mit beinahe dokumentarischem Charakter, schert sich wenig um Exposition oder Charakterentwicklung. Seine Figuren bleiben gesichtslose Schachfiguren, Shins kriminelle Motivation etwa wird zu keinem Punkt aufgegriffen. Eine Beobachtung, die zunächst wertungsfrei ist; die extreme Anonymisierung mag man mit gutem Willen vielleicht auch als Kommentar auf die Natur dieser Art von Polizeiarbeit sehen.

So wirkt Eye In The Sky einerseits stellenweise wie ein auf Spielfilmlänge gestrecktes Actionsegment eines anderen, größeren Films, andererseits ist Yaus konsequent ballastfreie und rasante Regie in ihrer Geradlinigkeit durchaus bemerkenswert und erfrischend. Umgesetzt wird sie mittels wackelnder Kameraeinstellungen mitten aus den Straßen Hong Kongs. Kontrastierend dazu Bilder wie aus Überwachungskameras, die aus der Vogelperspektive Distanz zum Geschehen schaffen. Yaus Stil ist ein Gegenpol zu den detailierten Cinemascope-Kompositionen Tos – gewöhnungsbedürftig, aber in jedem Fall faszinierend.

Zu den Schauspielern braucht man eigentlich nicht viel zu sagen, da reichen die Namen. Tony Leung Ka-fai pisst Charisma. Gerade hier ist es schade, dass der Zuschauer über seinen Charakter nicht mehr erfährt. Simon Yam, leider mit etwas albernem Fake-Bierbauch, bleibt sympathisch und überraschend unscheinbar, er kann vor allem in den wenigen persönlichen Szenen mit Kate Tsui’s Charakter punkten. Jene tut eigentlich nicht viel mehr als verzweifelt in der Gegend rumzuglotzen und hübsch auszusehen – insgesamt geht’s aber in Ordnung.

Guy Zerafa, schon für die tolle Musik aus Exiled zuständig, hat auch hier wieder einen hervorragenden Score gezimmert, zwischen moderner Elektronik, saftigen Gitarrenriffs und traditionellen Instrumenten. Nur habe ich im Film keine 10 Sekunden erlebt, die ohne Musik auskamen. Das fand ich etwas zuviel des Guten. Passt immerhin zur hektischen Atmosphäre.

Wer ganz zynisch sein möchte, bezeichnet Yaus Film als Milkyway by the numbers – der Schützling Tos greift hier nicht besonders originelle Themen auf, die Schauspieler, ob gut oder nicht, sehen wir halt irgendwie immer. Zudem offenbart Yau zur Surveillancepolitik der Polizei an sich kein einziges Mal eine kritische Position, was bei einem Film wie diesem eigentlich zu erwarten wäre. Dennoch: Nai-Hoi Yau hat zwar noch einen weiten Weg zu gehen, um das Level des Maestros zu erreichen, in die richtige Richtung ist er aber schon unterwegs. Ich hoffe, dass er noch weitere Filme drehen wird. Blickt man auf das bisherige HK-Filmjahr zurück, wäre ohnehin nur zu sagen: Eye In The Sky ist die elegante Gazelle neben dem halbverwesten Elefantenleichnam eines Protégé.

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Monday

MONDAY
S   A   B   U

Montag. Es ist früh am Morgen. Ein Mann wacht in einem Hotelzimmer auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Plötzlich findet er in seiner Jackentasche ein Päckchen Reinigungssalz, wie es üblicherweise auf Beerdigungen verwendet wird. Er scheint sich schemenhaft zu erinnern. Er hat doch nicht etwa… Das war doch nur ein Traum? Oder?

“You’re good with radio-controlled cars and stuff, right?”

2001 war “Monday” Sabus vierter und meiner Meinung nach auch bester Film. Eventuell war es ein Fehler von mir, das ich Monday als ersten Film von Sabu sah, denn danach konnte mich keiner mehr SO sehr überzeugen, wie dieser. In Monday ist alles perfekt. Vom wenig verratenden Ausgangspunkt, welcher noch nicht wirklich viel verrät und Lust darauf macht, mehr zu erfahren, bis hin zur Umsetzung, die lupenreiner nicht hätte sein können. Die Hauptrolle spielt – mal wieder – Shin’ichi Tsutsumi und das gewohnt symphatisch. Oft hat man das Gefühl er IST der biedere japanische Angestellte, den er schon so oft in Sabus Filmen verkörperte. In Monday darf er dann auch endlich mal die Sau raus lassen und schafft den Spagat zwischen biederem Angestellten und waffenschwingenden betrunkenen. Dabei spielt aber auch die filmische Inszenierung eine große Rolle, denn nicht nur der Hauptcharakter ist angenehm steif und zurückhalten, selbst die Nebendarsteller vom Yakuza bis zum Hotelangestellten agieren sauber, streng und strahlen trotzdem einen gewissen Charme aus.


(Diese zwei Screenshots sind die einzigen, die ihr im Internet finden werdet und stellen lustigerweise auch die Quintessenz des kompletten Films dar!)

Dazu kommt die Kamera, die sich nicht lumpen lässt und einfach nur drauf hält. Sabu scheint den Kamerwagen vergessen zu haben, denn Monday bietet überwiegend wunderschöne Standbilder, ohne die die minimalen Bewegungen der Schauspieler auch gar nicht zur geltung kommen würden. Die Musik macht da keine Ausnahme, es gibt nämlich fast keine. Die einzigen Musikstücke, die zu hören sind, finden stets während Phasen des Traumes oder Deliriums statt und gehören teilweise auch einfach nur zu den Hintergrundgeräuschen der Szenen.

So formal und streng die Inszenierung aber auch ist, so absurd sind die eigentlichen Inhalte dann. Eine abstruse Szene wechselt sich mit der nächsten ab und langsam wird einem klar, wie es zu allem kam. Dabei zelebriert Sabu die ganze Unglaublichkeit fast in Zeitlupe und mit jeder verstrichenen Minute kann man gar nicht anders als Schmunzeln. Die asiatische Symbolik am Schluss mag Otto Normalzuschauer evtl. etwas ablenken und / oder erschrecken, aber dem geneigten Asienfilmefan kann sowas nicht schocken.

Ich hoffe nun mal wieder einen Sabu Film zu sehen, der nicht “nur” vier, sondern wie Monday, fünf von fünf Penen verdient.

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Osaka Wrestling Restaurant

Osaka Wrestling Restaurant
Hong Kong 2004 | Tommy Lo

Als Rickys Vater eines Tages stirbt hinterlässt dieser ihm eine Truhe voll Gold. Die letzten Worte des Vatera: “Ruf deinen Bruder an! Eröffne ein Business mit ihm. In der Truhe ist… ist…”. Tot. Dumm nur, das Rickys Bruder Mikey seit Jahren in Japan lebt und sich nie mehr blicken ließ. Ricky schuftete währenddessen schwer in One Eyed Dragons Restaurant. Als dann Ricky aber aus dem Restaurant rausgeschmissen wird, muss er was tun. Er kontaktiert seinen Bruder in Japan, der auch sofort eine grandiose Idee hat. Mikey will allen Ernstes ein Restaurant eröffnen, in dem gewrestled wird.

Eine Komödie und sickerweise Hong Kong / Japan Koproduktion von Tommy Lo, die anno 2004 relativ unter ging. Warum vermag ich jetzt nicht so zu sagen, da es wirklich schlimmere Filme in Hong Kong gibt, aber leider fehlt Osaka Wrestling Restaurant so einiges, um wirklich als gute Komödie zu gelten. So ist es nicht verwunderlich, wenn man noch nie davon gehört hat. Dabei ist es fast schade, denn einen gewissen Charme kann man dem Film nicht abstreiten. Im besagten Osaka Wrestling Restaurant erzählen die Köche voller Begeisterung, das sie mit Herz dabei sind und hoffen das die Leute das merken. Selbiges könnte man fast von den Schauspielern meinen, die allesamt gut aufgelegt sind und eigentlich nur durch die ziemlich flachen Witze ausgebremst werden. Selbst die diversen dramatischen Szenen um Mikey und seinem kleinen Sohn, der getrennt von ihm mit seiner Mutter lebt, wurden ganz ok gemeistert.

Anfangs überrascht der Film noch mit einem netten Soundtrack, dem vielen gesprochenen Japanisch und Auftritten der Gaststars Sam Lee, Sammo Hung und Chin Kar-Lok. Dazwischen gibt’s dann immer mal wieder super flache Witze, wie z. B. die Auftritte des bösen Ex-Bosses von Ricky oder Slapstickszenen der niedersten Sorte. Erst ab der Hälfte des Filmes bessert sich das ein wenig und man fängt sogar hin und wieder an zu Schmunzeln. Denn dann geht es überwiegend um das Business des Restaurants, das Opening und der Beziehungen des symphatischen Casts. Vor allem die im Film gecasteten Typen, welche jap. Wrestler faken sollen, sind für Lacher gut.

Interessant also nur für diejenigen, die die japanische Wrestlingliga nice finden (Es spielen ein paar original jap. Wrestler mit, wie z. B. “Super Delfin” ~_???), die DVD günstig bekommen (Unter 4 EUR) oder auf mittelmäßige Hong Kong Komödien stehen.

Sick ist ja, das Ricky von Sammo Hungs Sohn gespielt wird.

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Monster Hunter


Alles in Monster Hunter ist etwas größer. Etwas….

MONSTER HUNTER | PS2, CAPCOM, 2004

Ach, was war ich geil auf das Spiel, nachdem ich die ersten TGS und E3-Trailer sah. Ich konnte es garnicht abwarten, der erste zu sein, der damit online geht. Natürlich machten mir die verfickten DNAS-Checks (DANKE, SONY!) bei der JP- und der US-Version einen Strich durch die Rechnung und so musste ich also knapp ein Jahr auf die PAL-Version (27. Mai 2005) warten. Aber das Warten lohnte sich. Denn ich hatte Zeit zu üben. Was nötig ist, denn Monster Hunter ist schwer. Sehr schwer. Dieses Review schreibe ich auch nur deswegen, weil es mir endlich gelungen ist die erste, große Wyvern zu töten. Nimmt man das Erscheinungsdatum zur Hand, brauchte ich also knapp zwei Jahre. Und die Wyvern ist die erste von vielen. Und ja, ich sucke. Haltet die Fresse.


Links: Auch die Waffen sind etwas größer. | Rechts: Eine schlafende Wyvern.

Das Gameplay ist relativ simpel. Das Spiel ist in Missionen unterteilt, für die man unterschiedlich viel Zeit hat, sie erfolgreich zu beenden. In den frühen Missionen beschränkt sich die Aufgabe des Spielers auf Sammeln von verschiedenen Items (Fleisch, Heilkräuter, Fische), die in den einzelnen Arealen zu finden sind. Mit dem Anstieg der Queststufen (fünf an der Zahl), die gleichzeitig den Schwierigkeitsgrad angeben, werden die Aufträge unterschiedlicher. Töte Raptoren, Töte Drachen, bring Leber von Drachen, etc. Man kennt diese Art Quests aus MMORPGs. Auch die Welt selbst ist nur in verschiedene Areale (Forest&Hills, Jungle, Desert, Swamp, Volcano) unterteilt, die man auch nur betreten kann, wenn man eine Quest angenommen hat, die in diesem Areal spielt. Es ist also keine zusammenhängende Welt, die man frei betreten kann, was einigen Leuten ziemlich sauer aufgestoßen ist aber ich hab damit kein Problem, ganz im Gegenteil. Es erinnert mich eher an glorreiche PSO-Zeiten zurück. Ach ja… PSO…..


Die Rüstungdesigns sehen tatsächlich Ingame auch so hurendick aus.

Das ganze ist ziemlich Grind-lastig und beschränkt sich wie gesagt auch nur auf Jagen und Sammeln, wofür man schon ein Faible haben muss, sonst wird es sehr schnell sehr langweilig, vor allem im Singleplayermode, indem man eine Quest nach der anderen erledigt, damit man irgendwann genug Geld für bessere Waffen und Rüstungen zusammen hat aber genau wie PSO (achja…. PSO….hach)  ist MH nicht für den Singleplayer ausgelegt, denn der Multiplayer bietet mehr Quests, mehr Items und mehr Waffen und Rüstungen. Und es macht einfach hundertmal mehr Spaß zu maximal viert auf Drachenjagd zu gehen. Und wenn der Drache erfolgreich gekillt wurde, kann man sich danach noch schön ins Wirtshaus setzen, über den Erfolg sinnieren und sich mit Bier zusaufen, bis man durch die Gegend torkelt (wundervoll animiert). Apropos: Das, was mich am meisten in den Trailern beeindruckt hat, waren die riesigen Waffen und die exzellent designten Rüstungen, die jedes andere Action-Adventure alt aussehen lassen und genau das ist einer dieser Geniestreiche von Monster Hunter, weswegen ich nicht von dem Game lassen kann. Jede Rüstung ‘klingt’ anders. Es macht einen hörbaren Unterschied, ob man mit Leder oder mit dicken Armorplates durch die Gegend läuft. Simpel, logisch und nur eine winzige Kleinigkeit aber total genial.


Links: Karte vom ersten Areal Forest & Hills. | Rechts: Unschuldige Pflanzenfresser müssen für Steaks herhalten.

Monster Hunter hat selbst heute noch eine Bombastgrafik. Das heißt, es gibt nicht viel zu sehen aber was es zu sehen gibt, rockt meinen Arsch, meine Eier und noch Ähnliches mehr. Butterweiche Animationen, detaillierte Landschaften bis zum abspritzen, hurendicke Drachen, hurendicke Waffen, hurendicke Rüstungen, Alter! ES IST ALLES SO HURENDICK! Ausserdem ist viel grün dabei, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Ich mag grüne Spiele. Die Welt von Monster Hunter fühlt sich durch den hohen Detailgrad sehr lebending und sehr real an. Zugute kommt dem Spiel ausserdem, dass es, ausser bei Bosskämpfen und im Dorf keine Musikuntermalung gibt. Das Spiel beschränkt sich lediglich auf Hintergrundgeräusche, die unglaublich zur Atmosphäre beitragen. Es klingt, als wäre man wirklich dort. Wenn es dann aber zur Sache geht, gibt es Fanfaren vom Feinsten, die nicht besser zu einem Kampf Mensch gegen Drachen passen könnten. Bombastorchester, die sich hinter keiner dicken Fantasy-Kinoproduktion verstecken müssen.


Links: Fuck! | Rechts: Ach, schön….

Achja, nochmal zum Schwierigkeitsgrad. Monster Hunter ist schwer. Das liegt vor allem an der Art, wie die Waffen über das Pad eingesetzt werden. Es gibt Schwerten, Doppelschwerter, Großschwerter, Hämmer, Lanzen und – davon abweichend – noch handliche Kanonen. Alle diese Waffen, ausser den Kanonen werden über den rechten Analogstick geschwungen, was vor allem bei Großschwertern und Hämmern seine Zeit braucht. Also: Stick nach oben, Vertikalschlag, Stick zur Seite, Horizontalschlag, usw.. Man spürt das Gewicht und die Durchschlagskraft durch diese Art des Angriffs viel deutlicher als nur durch einen Tastendruck und man braucht eben eine Menge Übung, um im Kampf richtig reagieren zu können. Ausserdem halten die Drache EXTREM viel aus und der Umstand, dass es für die Gegner keine Health-Anzeige gibt, kann schonmal in echter Depression enden, aka: WANN IST DAS SCHEISS VIEH ENDLICH PLATT??? >:OOOOO . Auch hat man für eine Quest nur zwei Leben und ein Angriff eines Drachen rafft schonmal die halbe Energieleiste dahin. Meisten dauert ein Kampf gegen einen Drachen, wenn man gut ist, so 10 Minuten, wenn man schlecht ist, eher 40.

Monster Hunter ist keine sterile 08/15-Produktion vom Band. Es ist lebendig, strotzt vor liebenswerten Details, bietet eine unglaublich dichte Atmosphäre und fordert dich bis aufs Letzte.

    

2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen

2 O 1 O
DAS JAHR, IN DEM WIR KONTAKT AUFNEHMEN

Seit nunmehr 9 Jahren kreist die Discovery 1 im Orbit des Jupiters. Was damals – 2001 – geschah weiß niemand. Die Amerikaner bauen gerade die Discovery 2, da kommen die Russen und bieten dem amerikanischen Dr. Haywood Floyd, damals schon für die Mission der Discovery 1 verantwortlich, und zwei seiner Kollegen an, mit einem russischen Raumschiff zur Discovery 1 zu fliegen. Der Deal ist einfach: Die Russen haben ihr Raumschiff noch vor der Discovery 2 fertig und die Amerikaner haben das Personal und das Know-How, das für die Mission von nöten ist. Eine heikle Sache, denn Amerika und Russland befindet sich in einer art zweiten kalten Krieges.


(Ungewohnt: Roy Schneider spielt Dr. Haywood Floyd. Das zwar gut, aber es ist einfach ungewohnt und will gar nicht so passen.)

2010 hatte es natürlich auch schwer. Als Nachfolger, ja als Sequel zu 2001 – Odyssee im Weltraum war ein Scheitern quasi vorprogrammiert. Dabei erwartete ich nicht einmal, das er so gut ist, wie 2001. Man kann allerdings durchaus erwarten einen unterhaltsamen Science-Fiction Film vorzufinden. Und das ist er leider nicht.

Die Story ist so klischeehaft, teilweise peinlich und unbefriedigend, wie sie in einem Hollywoodfilm nur sein kann. Da wäre erst einmal der Konflikt zwischen Amerika und Russland, was damals ja durchaus angebracht gewesen sein mag. Aber heutzutage funktioniert das einfach nicht mehr und selbst damals wurde der Konflikt im Film nur oberflächlich behandelt und wirkt einfach komisch. Dazu kommen so seltsame Szenen, wie die in denen Dave Bowman (Astronaut der Discovery 1 in 2001) auftaucht. Einmal in einem Fernseher und einmal am Krankenbett seiner Mutter. In dieser Szene sieht man dann tatsächlich, wie die Mutti sich freut, weil der Geist (?!) von Dave Bowman ihr die Haare kämmt. Mit einer Bürste. Man sieht nur die Bürste.

Also das ist einfach… also… BAHA?

Dann gab’s da noch die Szene in der eine random Tussi der russischen Besatzung sich sofort in Dr. Haywood Floyds Kabine begiebt, als sie eine aerodynamische Bremsung vornehmen müssen. Als alles überstanden ist, gibt es selbstverständlich einen Kuss. Ich meine…

… also… BAHA?

Das alles trägt nicht wirklich dazu bei, das man den Film wenigstens etwas ernst nimmt. Die Erklärungen, warum HAL 9000 damals nicht gescheit funktionierte sind zwar plausibel, akzeptabel, aber ich wünschte mir ich hätte sie nie gehört, da sie sich doch etwas auf den alten Film – 2001 – auswirken. Und das negativ. Es ist einfach kein Geheimnis mehr, es ist nun erklärt worden und macht alles irgendwie kaputt. So eine Scheiße bitte sehr? Das dann noch das Ende höchst zuckersüß, Bedeutungsschwanger und Klischeehaft ist, ist ja Indianer-Hollywood-Ehrenwort und irgendwie erwartet man am Schluss schon nix anderes. Es ist einfach der finale Sargnagel im Sarg eines Filmes, der von vornherein einen schweren Start hatte.


(Das Setdesign und die Szenen im All sind mit das niceste am Film.)

Dafür sind die Special Effects durchweg als gelungen zu bezeichnen. Die Außenaufnahmen der Discovery und des russischen Raumschiffes sehen fantastisch aus und auch das interieur, vor allem des russischen Raumschiffes, weiß zu überzeugen. Witzig ist die Tatsache, das Stanley Kubrik damals höchstpersönlich anordnete, die Modelle des 2001 Films zu zerstören, damit sie nicht in billigen B-Movies Wiederverwendung finden. So musste also die komplette Discovery 1 und deren Interieur einzig und allein anhand des Filmes 2001 – Odyssee im Weltraum nachgebaut werden. Dafür schon einmal Respekt, man merkt keinen einzigen Unterschied. Im Gegenteil, es ist sogar recht interessant und fast schon spannend, nach 9 Jahren Ungewissheit wieder an Board der Discovery 1 zu sein und HAL einzuschalten. Bzw. fast. Leider wird das alles durch die lame Art, wie es gefilmt wurde, zunichte gemacht. Besser gesagt: Durch die Russen. In Außenaufnahmen (Das rüberschweben zur Discovery) oder anderen spannenden Momenten hört man UNENTWEGT russisches Gelaber. Was soll denn das? Ich versteh nichtmal was die da labern, weil es keine Untertitel gibt. Es werden einfach kontinuierlich Meter Angaben und sonstige Informationen durchgesagt, die eigentlich keinen interessieren. Desweiteren nahm man sich keine Zeit für die Szenen. Alles ist schwupp-di-wupps passiert und man konnte sich gar nicht in die Lage der Astronauten versetzen. Schade um die teilweise wirklich netten Bilder.

So hat 2010 nicht einmal viel Unterhaltung zu bieten, ist teilweise richtig lächerlich aber hat doch etwas gutes. Nach diesem Film weiß man 2001 – Odyssee im Weltraum einfach nur noch mehr zu schätzen. Krass wie unterschiedlich beide Filme sind und wie genial doch eigentlich 2001 ist.

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Akira Symphonic Suite

Akira Symphonic Suite
G e i n o h | Y a m a s h i r o g u m i

Akira war 1989 DAS Animerelease, welches alles bis dato erschienene an Anime in den Schatten stellte. Eine mega aufwändige Produktion, die aber vor allem durch eins auffällt. Den Soundtrack von Geinoh Yamashirogumi. Geinoh Yamashirogumi ist eine Gruppe von japanischen Künstlern, die von Shoji Yamashiro angeführt werden und vor allem zum damaligen Zeitpunkt noch nie Filmmusik gemacht haben. Es heißt Otomo hätte sie von Anfang an im Kopf gehabt und fürchtete schon, sie würden sein Angebot ablehnen. Das taten sie nicht.


(Der Film)

Und das hatte seinen Folgen. Die Akira Symphonic Suite nämlich. Sie besticht durch vielerlei Dinge. Die tiefen choralen Gesänge, die treibenden Taiko Trommeln und viel viel kakophonie. Kanedas Theme lässt einen noch glauben einen normalen Soundtrack vor sich zu haben, der zwar stimmungsvoll, aber fast noch ordinär klingt. Spätestens aber mit den ersten einsetzenden ausgezehrten Atemgeräuschen, die das Kommen der Clown Gang announcen, hört man, das man es hier mit etwas besonderem zu tun hat. Geinoh Yamashirogumi setzten der futuristischen Technologie Otomos bewusst erdige, traditionell japanische und vor allem alte Rhythmen und Klänge entgegen, um die Wirkung der Bilder noch zu verdeutlichen. Ähnlich, wie es George Lucas damals mit dem damals unüblichen Orchesterscore zu Star Wars gemacht hat. Die Musik in Akira bietet dem Zuschauer einen Fixpunkt in der realen Welt, ist aber zugleich teilweise so absurd, das man sich trotzdem nicht heimisch fühlt. Trotz all der Cacophonie und Außergewöhnlichkeit bietet uns der Akira OST melodien zum dran festhalten. Zum sich dran erinnern.

Zum immer wieder anhören.

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Kaneeeeeeeeeeeeeedaaaaaaaaaaaaaaaa!

The Legend Of Zelda: Twilight Princess

T H E  L E G E N D  O F  Z E L D A   T W I L I G H T  P R I N C E S S
2006 / Nintendo / Wii

Tjopes. Lange hats gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte ein review hierüber zu schreiben. Das hatte keinen besonderen Grund, ich war einfach nur faul. ~_~ Anyway hätte man imo nicht sofort nach dem Durchspielen ein review über das Spiel schreiben dürfen, da man erst ein paar Tage später daran denkt wie gut es denn nun eigentlich war.
Naja.. war es geil? War es schlecht? Da ich weiss, dass meine Meinung wohl für alle Menschen dieser Erde spricht: Hier mein Review..

Story
Link lebt in einem kleinen Dorf Namens Ordon, indem er jeden Tag realtiv viel schuften muss. Eines Tages bekommt er vom Schmied ein Schwert, mit dem Auftrag dieses nach Hyrule zu bringen. Doch noch bevor er loszieht, wird er von Monstern bewusstlos geschlagen. Als er wieder erwacht ist die Tochter des Bürgermeisters entführt. Er versucht sie zu finden, doch geschockt vor der fluoeszierenden Mauer stehend, die auf einmal in einer Schlucht empor ragt, wird er in sie hineingezogen und gerät man als Wolf in eine Parallelwelt, die dabei ist sich über die reale Welt auszubreiten. Nach einem kurzen talk mit Zelda (warum, wieso, wann, wo, wer) und seiner neuen Schattenfreundin Midna, entschließt sich Link die Welt zu retten und jede Menge Herzteile zu sammlen.


Links: Die filmische Aufmachung ist stärker denn je.. trotzdem zu schwach | Rechts:auch als Wolf kämpft Link sich durch Hyrule

Kritik
Nach dem kurzen Intro findet man sich also wieder in dem kleinen Dorf, indem man sein Abenteuer beginnt und fängt auch gleich an mit den verschiedenen Bewohnern zu sprechen, kleinere Aufträge zu erfüllen, die Landschaft zu erkunden und sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Das fällt nicht schwer, denn..

..wenn Intuitivität einen Namen hätte, dann würde sie sagen: “Hallo. Mein Name ist Sony Ericcson K800i.” Aka wenn sie noch einen Zweitnamen hätte, wäre er “Zelda von Wii”, denn Nintendo stand vor der schwierigen Aufgabe, ein so umfassendes Spiel mit all seinen Möglichkeiten auf die paar Knöpfe zu legen, die die Wiimote und das verbundene Nunchak bieten und sie haben sich teilweise selbst übertroffen. So lernt man natrürlich relativ schnell, wie man rennt, springt, Dinge verschiebt usw. aber wirklich interessant wird es erst, wenn es um das schlagen mit dem Schwert oder schießen mit der Schleuder geht. Mit einem Fadenkreuz wird das Ziel per Wiimote markiert und dann abgeschossen. Das sieht nicht nur relativ cool aus, weil es dann von der Kamera ungefähr an den Stil eines FPS mit Maussteuerung erinnert, es ist natürlich auch viel einfacher zu treffen als mit einem Analogstick. Was daraus folgt sind schnellere Kämpfe und ein die Möglichkeit tiefer in das Spiel einzutauchen aka mehr Atmosphäre.

Die Steuerung ist sehr direkt und macht eigentlich nie Fehler. Das liegt auch an der gut gelösten Möglichkeit die Wiimote in Twilight Princess für die eigenen Bedürfnisse zu kalibirieren. Kurz gesagt muss man beim spielen fast nicht mehr großartig überlegen wo welcher Knopf für was ist. Und so macht besonders das kämpfen mit den verschiedenen Gegnern, die teilweise auch fast jeden Schlag abblocken, wenn sie nicht vorher mit dem Schild weggestoßen werden (Nunchuk), sehr viel Spaß und sorgt für Abwechslung im bisher immer selben Kampfstil eines Zelda Teils. Das Einzige was mir tierisch auf den Sack geht, ist die kleine Fee, die IMMER mit Ton im Bild herumschwirrt. Das herumfliegen an verschiedenen Stellen ist eigentlich schon in Ordnung.. verwandelt sie sich doch in das Fadenkreuz, wenn man plötzlich schnell auf etwas zielen muss. Aber wenn sie schon nicht abschaltbar ist, dann hätte man wenigstens die Option offen lassen müssen, ihr klingeln beim umherschweben auszuschalten. Es nervt einfach nur.


Links: Dank Wiimote ist das Zielen ein Segen | Rechts: Das Masterschwert ist natürlich wieder mit dabei

Was hingegen diesmal überhaupt keine Chance hat zu nerven ist die Grafik aka der Grafikstil. Ein erwachseneres Zelda gab es bis jetzt nicht und ich kann nur hoffen, dass sich das so auch weiterentwickelt. Der neuste Teil erstaunt mit vielen Gesichtszügen der Darsteller, hohem Detailgrad in jeder Location und tollen Licht-, Schatten-, Tag/Nacht-Wechsel- und Wettereffekten. Wenn sich langsam das Abendrot über die Steppe zieht und die ersten Regentropfen niederprasseln, fühlt man sich – auch dank des hervorragenden Surround Sounds – so gut in die Welt hineinversetzt, dass man sich eventuell öfters dabei ertappen wird, wie man die Wiimote kurz ruhen lässt um die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Die Effekte wie Explosionen, in der Sonne glänzende Rüstungen, Funken, Wasser, Feuer und noch viele weitere wurden astrein umgesetzt und lassen keinen Platz für negative Kritik. Ruckler gibt es zu keinem Zeitpunkt.

Auch die Gegner bekamen ein geiles Charakteroutfit verpasst. Sie wurden bedrohlicher gemacht, als alles was bisher in der Spielserie zu sehen war. Die Endbosse hingegen verdienen sich dann schon das Prädikat “bleibender Eindruck”, mit ihren ausgefallenen Designs, Tötungsarten und bildschirmgroßen Körpern. Und da Twilight Princess in zwei Welten spielt, gabs diesmal auch Platz für diverse krank aussehende Subjekte. Überhaupt sieht die komplette Parallelwelt einfach nur hurengeil aus. Sie besteht als Stil im Grunde aus einer orangefarbenen, düsteren Morgendämmerung, die einen Schimmer auf alles legt und kleinen, sich um sich selbst drehende Vierecke, die in die Luft steigen. Taucht dann einer der dort lebenden Kreaturen auf, kann man sich auf Töne gefasst machen, die diversen Horrorfilmen aus dem Osten in nichts nachstehen. Ein großartiges Set und definitiv die düsterste Szenerie, die es bisher in einem Zelda Teil zu sehen gab. Mehr davon!

Das Einzige was man der Grafik anmängeln muss, sind die stellenweise schon recht heftig verwaschenen Texturen, die zwar wirklich selten vorkommen, dafür aber sehr deutlich hervorstechen. Ob hierfür kein Platz mehr auf der DVD war oder die Hardware zu schwach (was nicht sein kann aka Resident Evil) oder die Leute sich einfach dachten “Poah wir haben keinen Bock mehr, Shigeru!!! >:O”.. keine Ahnung. Aber was solls. Das Ergebnis ist trotzdem großartig, zeigt weite Areale, tolle Lichteffekte und Kämpfe sahen noch nie besser aus.

Dem stehen die Soundeffekte in nichts nach. Ich kann nur sagen, dass ich jetzt schonmal vorkotzen werde, wenn der erste Teil des Franchises rauskommt, der komplett auf Sprachausgabe setzt. Die Fantasie wird auch bei Twilight Princess weiterhin gefordert, denn außer einem kurzen “Ahihi” oder “Waaah?” kommt nicht viel rum. Dafür wurde wieder viel Wert auf die Effekte gelegt, die der bereits oben beschriebenen Szene mit einem Sonnenuntergang den letzten Schliff verpassen. Egal ob eine leichte Briese, Grillen, ein Wasserfall, ein Bach oder Vögel die über einem schweben.. es passt sich dem Bild sehr gut an.

Etwas mehr Wumms hätte ich mir allerdings inzwischen gewünscht, wenn z.B. Gesteinsbrocken von Bergen fallen. Es ist in etwa der gleiche Sound wie bei allen anderen Teilen und irgendwie.. klingt das alt.


Sorry aber die Details, das Licht und die Animationen sind gerade während der Kämpfe einfach nur hurengeil.

Die Musik hat da auch nicht viel dazu gelernt. Vergeblich versucht man in der kurzen Introsequenz Atmosphäre, etwa eines Shadow Of The Colossus, aufzubauen, was gründlich in die Hose geht. a) sieht man hier schon einige verwaschene Texturen die das Bild einfach stören und b) handelt es sich bei dem Chorgesang um die typischen Synthesizerklänge, die schon in Ocarina Of Time aus den Boxen schallten. Es hört sich wirklich nicht mehr zeigemäß an. =/

Und da liegt auch das Hauptproblem des neuen Spiels. Denn was man als neu gelten lassen kann, sind Grafikqualität und natürlich die Steuerung. Das wars.
Logisch.. ich hätte jetzt auch keine Lust gehabt einen neuen Zelda Teil zu kaufen und dann gar nichts mehr wieder zu erkennen. Ein Teil es enormen Erfolges der Zelda Spiele, ist wohl auch in diesen Werten zu finden. Aber andererseits spielt man und weiss schon vorher was passieren wird.

Die Story lässt sich nämlich eigentlich auch so zusammenfassen: “Rette die Welt/Prinzessin.” Meistens steckt Ganondorf dahinter. Man kann ihn nur treffen & bekämpfen wenn man Objekt A & B hat. An Objekt B kommt man nur, wenn man Objekt A besitzt.. welches in mehrere Teile auf der ganzen Welt in Dungeons verstreut wurde. Gehe ins Dungeon, finde ein einzigartiges Utensil, mit dem Du überhaupt erst zum Endgegner kommen kannst, töte ihn. Die besonderen Gegenstände helfen Dir dann halt an vorher nicht zu erreichende Orte zu reisen oder diverse Probleme einiger Charaktere zu lösen aka Geld und Herzteile einzusammeln. Als Innovation sind es diesmal nicht 4, sondern 5 Herzteile, die unsere Energieleiste um ein weiteres Herz auffüllen. Wow.
Und Midna? Naja die ersetzt eigentlich nur Navy aus Ocarina Of Time und ist, wie in Hollywoodfilmen immer sehr beliebt, der Charakter, der uns nochmal einfach sagt, was als nächstes von uns verlangt wird, damit es weitergeht.


Links: Die Eisenstiefel erzeugen völlig neue Ansichtsmöglichkeiten | Rechts: Midna sagt uns stets was wir als nächstes tun sollten

Nicht falsch verstehen: Das alles macht immer noch einen heiden Spaß und wenn die nächsten 5 Spiele so aussehen, werde ich es trotzdem spielen. Aber eben nur noch aufgrund der Atmosphäre und des “altbewährten”, nicht mehr, weil es neu und einzigartig ist. Dabei hatte der Titel unendlich viel Potential, dass nur leider nichtmal ansatzweise ausgeschöpft wurde. So bekommen wir irgendwann diese rotierende Platte, mit der wir an Wänden entlangfahren und sogar von einer zu anderen Wand springen können. Es macht Spaß, es sieht spektakulär aus und ist neu. Leider used man das Gerät im Tempel in dem es gefunden wurde und noch bei Herzteilrätseln der Außenwelt und das wars dann schon.
Naja und die größte Verschwendung ist mit Abstand die Verwandlung in einen Wolf, zu der Link fähig ist und dadurch die Möglichkeit erhält sich durch Löcher zu graben, seinen Geruchssinn für Fährten zu benutzen oder mit Tieren zu sprechen. Gerade Letzteres ist im Prinzip absolut unnötig für das erreichen des Spielendes und auch die anderen Features, dieser eigentlich recht nicen Idee, wurden so selten für Rätsel oder das Vorantreiben der Geschichte genutzt, dass man bei den Credits rund 40h nach Spielbeginn nicht leugnen kann, dass man sich mehr gewünscht hätte. Mehr zu entdecken, mehr Lösungsmöglichkeiten, mehr Ausreizen der neu gefundenen Gegenstände.

Was ich auch nicht kapiere, ist die groß angelegte, begehbare Landschaft (Steppe usw.), die aber mit wenig bis nichts gefüllt ist. Okay.. Nintendo könnte das gemacht haben, um uns die Größe dieser Welt vor Augen zu führen. Aber das paradoxe daran ist: Man bekommt im Spielverlauf recht früh die Fähigkeit zu warpen, sodas man nur noch äusserst selten auf Epona durch die Landschaft reiten muss. Für was also diese Platzverschwendung?

Man merkt, dass Nintendo den perfekten Grad zwischen Altbekanntem und Neuem schaffen wollte. Das gelang ihnen allerdings nur bedingt, denn während das Spiel einige positive Aspekte von Ocarina Of Time – an dem es sich definitiv am meisten orientiert hat und, um die Frage einmal ganz klar zu beantworten, nicht annähernd ran kommt – und Wind Waker vereint, ist noch zu viel Altes im Spiel, dass inzwischen ganz einfach langweilig geworden ist.


Links: Auf Link haben es wieder allerlei Kreaturen abgesehen | Rechts: Per Tastendruck kann man anvisieren, ohne gesondert zu zielen

Fazit
Der neuste Teil der Zelda Reihe beschert uns eine geniale Steuerung, gute Grafiken, bekannte Soundeffekte und eine solide musikalische Untermalung. Alles wirkt bekannt und das ist Segen und Fluch zugleich. Nach so vielen Teilen muss also jeder für sich selbst ausmachen, ob er das Spiel gut findet oder nicht aka Spieler die eher etwas Neues wollen, werden das Spiel wohl schlechter finden als die, die sich darauf freuen nostalgisch in Erinnerungen schwelgen zu können. Storytechnisch ist das Ganze truly absolut langweilig geworden und verdient eine neue Idee. Die neuen Wege die mit Schattenkreaturen bzw. der ganzen Schattenwelt beschritten wurden, sowie den neuen Items, die leider viel zu selten benutzt werden mussten, wurden grandios umgesetzt und bringen frischen Wind in das leicht angestaubte aber absolut toll inszenierte Franchise, sodass Nintendo keine Angst haben dürften, beim nächsten Teil noch einen Schritt weiter zu gehen.
Aufgrund der 40h+ die ich trotzdem meinen Spaß hatte, den ich bei diesem Teil vor allem der neuen innovativen Steuerung zu verdanken hatte, spritzte ich dann viermal in mein Zimmer aka..

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