Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

The Dezaemon 2 Series – Biometal Gust

Der/die/das Dezaemon 2 ist ein Shoot’em Up Construction Kit (Jawohl, ähnlich des bekannten S.E.U.C.K. für Amiga und C64) für den Sega Saturn und erfreute sich in Japan relativ großer Beliebtheit. Bis in’s Jahr 2006 bastelten japanische Fans und Freaks mit diesem einfach zu bedienenden Tool Shmups für ihre Lieblingskonsole. Dank dem Dezaemon 2 Save Game Manager von Satakore (Genauergesagt: Rockin’B, vbt, und IGK) ist es Saturnfans nun endlich möglich das große Angebot an selbstgemachten Dezaemon 2 Shmups zu durchforsten und die Spiele vor allem zu spielen. Der Dezaemon 2 Save Game Manager kommt als CD Iso daher und beinhaltet bereits 118 Shmups, die einfach auf Memory Card kopiert werden können.

Ich mache mich nun daran jedes einzelne davon zu reviewen.

~THE DEZAEMON 2 SERIES~

F O L G E . 0 0 1
B I O M E T A L . G U S T

Quote:
Developer: Athena
Jahr des Releases: 1997
Ausrichtung: Horizontal
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=HCtnOd8bFmQ


Biometal Gust befindet sich bereits als “Sample Data” auf der Dezaemon 2 CD. Gedacht zum zeigen, was Dezaemon 2 kann, zum herumstöbern in der Funktionsweise des Programs und natürlich auch zum Spielen. Das habe ich sogleich gemacht und ganz ehrlich… der Anfang war nicht ganz so berauschend. Das Spiel bietet zwar schon einmal zu Anfang ein tolles Logo und sogar ein toll gemachtes Intro, aber sobald man anfängt zu spielen, ist man anfangs etwas enttäuscht. Stage 1 und 2 protzen zwar gleich mal mit dickem Mode 7 ähnlichem 3D Hintergrund (Effekt, als würde man in einer Röhrer fliegen) und Transparenzen aber irgendwie kommt alles nur sehr schwer in fahrt. Die Gegner kommen langsam, sind einfach und der Hintergrund trist. In Stage 2 – einer Wüste – bietet nur der Ripple Effekt (Hitzeflimmern!) etwas Abwechslung, aber auch hier tut sich ansonsten nicht viel.


Stage 3 kann dann etwas mehr. Der Hintergrund sieht etwas besser aus, die Gegner machen durch kreative Formationen das erste mal den Anschein, als wären sie intelligent und sogar der Hintergrund bekommt Gesellschaft in Form einer zweiten Parallaxebene, an der das eigene Schiff auch zerschellen kann. Millimeter genaues navigieren ist also gefragt, aber dank des immer noch humanen Schwierigkeitsgrades kein Problem. Sogar für mich. Die Endgegner waren immerhin ziemlich ansehnlich bisher und von teils stattlicher Größe. Bei einem Gegner fiel mir sogar auf, das man seinen Laser einfach – wie in G-Darius – mit seinem eigenen Schuss zurück ballern kann. Das ist ganz gut, wenn man vom Laser überrascht wird, da er einen so nicht gleich zerstören kann.


Tjo und dann kommt man irgendwann in Level 4 und was hier abgeht ist ja nicht mehr normal. Als hätte das Spiel mein Flehen erhört, dreht es sich um 180 ° und es geht nur noch die Action ab. Die Gegner kommen schneller, häufiger, sind gefährlicher und noch dazu sind Obstacles im Hintergrund eine ständige Gefahr. Sich bewegende Blöcke, Elektroschocks denen man ausweichen muss und das ständige Auftauchen von Gegnern verlangen einem relativ viel Geschick ab. Besonders gefiel mir das “fordernde” Gameplay in Stage 4, welches einen regelrecht zwingt auch mal Gas zu geben und ganz vorne am Screen zu fliegen, da man teilweise nur so diverse Gegner erledigen oder ihnen ausweichen kann. Dazu kommen Schalter, die man noch schnell erreichen muss / will, damit sie Türen öffnen und zielsuchende Selbstschussanlagen (!), die einen unerbittlich und mit 500 Schuss pro Sekunde (oder Feuer) verfolgen.

Was war passiert? Andere Designer am Werk? LSD geschluckt? Ich weiß es nicht, aber es gefiel mir. Schade, das der Weg durch die Levels 1, 2 und 3 so lang(weilig) ist und man somit Stage 4 und 5 wohl eher selten sieht. Gerade die Grafik ist in den letzten zwei Leveln einfach hervorragend und befindet sich auf sehr gutem SNES Niveau, wenn man mal von den dicken Explosionen im Highspeed Tunnel (!?) absieht. Die machen schon eher 32-Bit Eindruck. Nach so einem positiven Eindruck frage ich mich, ob die selbstgemachten Spiele der Amateure das noch toppen können. Ich bereite mich schon einmal darauf vor, lange Zeit nur eher Mittelmäßiges zu spielen…

…ach und der finale Boss ist einfach Bildschirmfüllend. :-)

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Acacia

ACACIA

Mi-sook (Shim Hye-jin) und Do-il (Kim Jin-keun) hätten gerne ein Kind. Sie ficken um die Wette, aber es will und will einfach nix dabei heraus kommen. Also entschließen sie sich ein Kind zu adoptieren. Im örtlichen Weisenheim werden sie in Form eines kleinen sechsjährigen Jungens fündig. Er fällt Mi-Sook auf, weil er “interessante” Bilder malt. Zuhause bei seiner neuen Familie angekommen, bemerken diese, das er sich zu Bäumen hingezogen fühlt. Der Akazienbaum im Garten hat es ihm besonders angetan und so sitzt er stundenlang davor, teilweise darauf und umarmt diesen sogar. Er lebt sich gerade in die Familie ein, als Mi-Sook unerwartet Schwanger wird. Ihr erstes eigenes Kind bekommt natürlich volle Aufmerksamkeit, was dem sechsjährigen Adoptivkind nicht so gefällt. Er verhält sich seit dem… merkwürdig.

Acacia ist ein Horrofilm aus Korea, der ausnahmsweise mal auf langhaarige asiatische Mädels verzichtet und statt dessen einen Baum in die Mitte des Geschehens stellt. Im Zusammenspiel mit dem komischen Adoptivjungen hätte sich fast so etwas wie Grusel eingestellt, wenn die Inszenierung nicht so langweilig gewesen wäre. Viele Szenen waren Handwerklich gut gemacht und gerade Anfangs hätte man den Baum fast als Bedrohung wahr genommen, aber wenn er dann im späteren Verlauf des Filmes physikalisch (!) zurück schlägt, dann wird es etwas komisch. Dabei ist die Story gar nicht so vorhersehbar, wie es die Inhaltsangabe vermuten lässt. Man ahnt was passiert sein könnte, weiß es aber nicht und am Schluss kommt es dann doch irgendwie ganz anders.

Die Cinematographie ist teilweise grandios, teilweise etwas “blass” und kann den Film dann auch nicht mehr retten. Es ist einfach langweilig. Anfangs wird er noch schön zurückhaltend erzählt, mit vielen Szenen, bei denen man sich den Rest denken muss, oder die einfach super reduziert sind, aber leider dreht das dann am Schluss komplett um und jede Kleinigkeit wird lang und breit erklärt. Das ist scheiße. Die Musik ist – typisch für eine koreanische Produktion – teilweise ziemlich grandios und bietet Ohrwürmer, aber auch hier hat man sich gegen Ende des Films irgendwie vertan und die Hauptmelodie von einem Kind lallen lassen, was zwar in Verbindung mit dem Ende Traurig sein sollte, aber leider nur bescheuert klang.

Schade, denn anhand des Covers und im Hinblick auf “Tale Of Two Sisters”, hatte ich mir etwas stylischeres erhofft. Vor allem mehr Grusel. Bis auf zwei Szenen war hier nicht viel mit Grusel.

Außen Hui, innen Pfui.

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Mad Detective

M A D . D E T E C T I V E
JOHNNIE TO . WAI KA-FAI

Bei einer Verfolgungsjagd in den Büschen Hong Kongs gehen zwei Dinge verloren. Ein Inspektor namens Wong und die Waffe seines Partners Chi-Wai (Lam Ka-Tung), welcher es wie durch ein Wunder unversehrt zurück zur Wache schaffte. 18 Monate ist das nun her und Inspektor Ho (Andy On) hat immer noch keine Spur. Da erinnert er sich an einen ehemaligen Polizisten namens Bun (Lau Ching-Wan), der damals nicht nur großartige Polizeiarbeit leistete, sondern leider gleichermaßen verrückt war.

Inspektor Ho bittet ihn um Hilfe.


(Links: Minute für Minute werden wir mit geilen Einstellungen wie z. B. dieser hier verwöhnt. | Rechts: Bun hat so seine eigenen Methoden Verbrechen zu rekonstruieren.)

Ach immer das gleiche. Johnnie To regt mich echt auf. Wie soll man ein Review zu einem Johnnie To Film bitte noch anfangen? Man hat gar keine Wahl mehr. Ich kann doch nicht schon wieder ein Review eröffnen, in dem ich über die Geilheit seiner Filme oder die Geilheit des Johnnie Tos ansich schreibe. Auch ist es immer eine Scheiße mit seinen Filmen. Man vergibt in der Regel 4 bis 5 von 5 erreichbaren Punk… huch?! Penen meinte ich natürlich und weiß aber leider nicht warum genau. Gleiches gilt für Mad Detective, wobei ich hier immerhin gleich mal den Anfang als Beispiel anführen kann, warum Johnnie To eigentlich so geil ist. Wenn man für ein paar Minuten Bun bei einer Rekonstruktion eines Verbrechens sieht, bei dem er sich in einen Koffer packt und die Treppen runter schubsten lässt, danach raus springt und sagt: “Der Eisverkäufer ist der Mörder!” und schon einen Schnitt später sieht, wie er dem alternden Polizeichef zu seiner Pension sein ganz persönliches Geschenk überreicht und danach der Titel eingeblendet wird, dann… ja dann weiß man schon, dass man einen Johnnie To Film schaut.

Man lacht, man ist verwundert, man kann kaum glauben, was man da sieht und man ist einfach nur gespannt, wie es weiter geht und das bei einer ausgelutschten Geschichte wie dem Standardwerk: Junge Polizisten müssen alternden Ex-Polizeihelden zu Rate ziehen, blah. Das kann nicht jeder. Sich dabei noch etwas neues auszudenken ist anscheinend so schwer, das es nur ganz wenige Menschen auf dieser Welt schaffen. Johnnie To (bzw. Wai Ka-Fai) ist einer davon.


(Links: Baha, was geht’n? | Rechts: Oh Gott! Drei Waffen auf drei verschiedene Personen gerichtet. So ein Pistolen Wirrwarr gab’s ja noch nie! Aka doch, aber das hindert Johnnie To doch nicht daran, es immer wieder neu zu erfinden?!)

Johnnie To zeichnet des Weiteren aus, das es einfach so weiter geht. Irgendwie ist von Anfang an klar, wer der Böse ist, aber man weiß nicht wieso und warum und will überhaupt sehen, wie es weiter geht. Es bleibt spannend und spätestens, wenn man kurz vor Schluss noch einmal kurz in die Irre geführt wird, macht man sich in die Hosen, weil man Spaß bei einem Film hat. Dabei ist mal wieder Lau Ching-Wan der geilste, der den verrückten Bun spielt, als… wäre er Bun. Gerade die unberechenbaren Szenen mit Bun heben den Film von anderen ab und machen am meisten Spaß. Das Verwirrspiel mit mehreren Persönlichkeiten (Bun kann das Innere von Menschen sehen) addet zusätzlichen Reiz und regt zum Überlegen an, während einen die hurengeile Kameraarbeit auch visuell verwöhnt und belohnt. Die anderen Schauspieler gehen zwar neben Lau Ching-Wan etwas unter, vor allem Andy On, was etwas schade ist, aber dafür kann Lau Ching-Wan halt auch locker einen Film alleine tragen. Die Musik fand ich zwar gut, aber leider etwas wenig. Dafür kann man sich sicher sein, das sie auch genau da hin gehört, wo sie ertönt. Das kann man nicht von jedem Film behaupten, wo z. B. das Maintheme ertönt, wenn der Hauptdarsteller kacken geht.

Tjo. Johnnie To halt. Alles perfekt wie immer. Was soll man dazu sagen? Spannend, involvierend, toll gefilmt, handwerklich perfekt, gute Musik und die besten Schauspieler (die besten, nicht die jüngsten oder schönsten) ganz Hong Kongs. Wenn Johnnie To mal einen Autounfall hat, dann muss ich leider kotzen und mich ebenfalls umbringen. Bis dahin aber…

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Westworld

W E S T W O R L D
Michael Crichton 1972

Das Cover der Westworld DVD, welches dem original US Poster sehr ähnlich ist, weckte schon mehrere mal mein Interesse. Es schreit förmlich nach weiteren harten Schwä… ehm es schreit förmlich nach Science Fiction und das war damals in den Siebzigern und Achtzigern, noch etwas gutes. Bei näherem Hinschauen aber, bemerkte ich, das sich die Story um einen fiktiven Freizeitpark im Wild West Stil dreht, was mich etwas abturnte. “Ahso… lamer normalo Film / Kostümfilm als Science Fiction getarnt. Tjopes.”. Das stimmte aber nicht ganz…

In einer nicht datierten Zukunft, gibt es einen Roboter betriebenen Freizeitpark namens “Delos”. Dieser ist in drei Bereiche aufgeteilt: Das alte Rom, Mittelalter und der Wilde Westen eben. Peter Martin und John Blane entscheiden sich für letzteres und wollen in West World eine Woche Urlaub verbringen, in welcher sie in völlig neue Rollen schlüpfen können und ihnen nichts passieren kann. Klar, dass sie erst einmal ordentlich die Sau raus lassen, saufen, random Typen abknallen und natürlich auch wundervolle Prostituierte (Auch Roboter?) flach legen. Aber wie das so mit Robotern – verzeihung, eigentlich sind es Androiden – ist, wenden sie sich eines Tages gegen ihre Macher und tjopes… dann haben die beiden eben doch ein Problem.


(Links: Ja, man erkennt den Stil der Siebziger von der ersten Minute an. | Rechts: Yul Brunner als emotionsloser Android mit Dachschaden.)

Die Idee ist von Michael Crichton und erinnert evtl. deswegen auch ein klein wenig an Jurassic Park. In West World wird eine scheinbare fabelhafte Idee und deren eventuellen Komplikationen aufgezeigt. Das ganze kommt dann aufgrund der Siebziger als Oldschool Kinoerfahrung daher und mutet evtl. deswegen hin und wieder etwas komisch an. Irgendwie fehlte mir die Musik, die Spannung und manche Szenen waren schlicht und ergreifend ganz ganz komisch. Ich kann das kaum beschreiben und nur die Schlussszene, als der Anwalt vor dem durchgedrehten Android flüchtet, als Beispiel nennen. Irgendwie ist das alles total komisch gefilmt. Langsam anstatt actionreich und der Schauspieler des Anwalts bringt irgendwie alles andere als Angst, Furcht oder Atemlosigkeit herüber. Eher Unverständnis und Langeweile, was so wirklich gar nicht passt. An seinen Fähigkeiten kann es aber nicht gelegen haben, da er den anfangs zurückhaltenden, aber immer mehr Spaß an West World habenden Anwalt gerade zu Beginn des Filmes sehr nice spielt. Sein Kollege ist eher Mittelmaß, dafür sticht Yul Brunner als emotionsloser Androide wieder sehr hervor. Er schafft es den kompletten Film über mit einem Stock im Arsch rumzulaufen, was anfangs etwas verwirrt, aber im Nachhinein doch Sinn er gibt.

Gut an West World finde ich den häufigen Blick hinter die Kulissen, das heißt die Kulissen von West World. Ich befürchtete ja, das man wenig “Sci-Fi” sieht, aber das war gottseidank nicht der Fall. Man sieht, wie die Roboter – aka Androiden – zusammen-, außeinandergebaut und gewartet werden. Auch als es erste Komplikationen gibt, sieht man die Wissenschaftler bei Meetings und wie der ganze Park so abläuft. Das ist echt nice und hilft einem sich eher in einem Sci-Fi Film zu fühlen, als in einem waschechten Western.

Tjopes, irgendwie ganz nicer Film, aber durch ein paar komische Szenen auch einfach weird. Entweder ich bin zuviel neue Filme gewohnt oder er war einfach total komisch. Wobei er bei anderen Reviews recht gut weg kommt und auch damals ein großer Erfolg war. Nunjo.

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Resident Evil Apocalypse

Resident Evil Apocalypse
Regie: Alexander Witt Drehbuch: Paul W. S. Anderson

Für mich ist es etwas schwer, die Story wieder zu geben, da es einem der Film nicht einfach macht, da überhaupt eine Story heraus zu erkennen. Irgendwie geht es wohl – mal wieder um Umbrella und deren T-Virus, der random Leute infiziert, worauf diese zu sicken Zombies werden. Schön und gut. Alle müssen irgendwie die Stadt verlassen und random Milla Jovovic ist halt noch in selbiger, weil sie irgendwie in einer Forschungsstation festgehalten wurde. Das sah man glaube ich bei Teil 1. Tjo. Dann… wird random rumgeschossen.

Also Resident Evil Apokalypse ist einer der wenigen Filme, die ich tatsächlich nicht zu ende schaute. Von Anfang an ist dieser Film nichts weiter als ein lächerliches, langweiliges Stückchen Kot, mit einer behinderten Synchro, die lediglich von erfolglosen Anime Serien auf Vox getoppt wird. Das das Budget wohl daran schuld war, erkennt man dann auch sogleich an den eher mediocren Special Effects. Ja die Hälfte vergaß ich schon wieder, dazu kommt, das ich nur 30 Minuten durchielt und das einzige, an das ich mich noch erinnern kann, ist diese Dame hier:

Sie wäre evtl. der einzige Grund, warum man sich den Film anschauen sollte, da sie nicht nur hurensexy ist, sondern auch gleichermaßen cool in Szene gesetzt ist. Najo, rettet den Film auch nicht.

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Monsanto, mit Gift und Genen

Monsanto, mit Gift und Genen
arte | Frankreich 2007

Baha ey. Ich schaute gerade random Doku auf Arte über “Monsanto”. Ein US amerikanisches Unternehmen, das mit gentechnisch manipulierter Saatgut handelt und experimentiert. Da dachte ich mir noch: “Najo, geschissen drauf. Sind die Tomaten halt etwas dicker und die Maiskolben halt etwas größer. Solange ich davon kein Aids kriege…”

Aber so einfach ist das ja gar nicht, wie ich dachte.

Das fängt schon einmal damit an, das Monsanto auf ihr manipuliertes Saatgut ein Patent hat. Dieses zwingt Bauern, die das anbauen wollen (Monsanto verspricht ja höheren Ertrag und geringeren Einsatz von Pestiziden), natürlich dazu, Lizenzgebühren an Monsanto zu payen. Einen Teil der Ernte dürften die Bauern nicht einbehalten, zwecks erneuter Saat im nächsten Jahr, wie es z. B. in der oldschool Landwirtschaft der Fall ist. Sie müssten dann theoretisch jedes Jahr neue Saat kaufen. Und Lizenzgebühren abdrücken. “Das kann Monsanto doch eh nicht kontrollieren…” tjopes. Tun sie doch. Sie haben eigens dafür ca. 18.000 Mitarbeiter, welche die Bauern im Auge behalten. In der Doku wurden natürlich auch Beispiele angeführt. Da wurde ein US amerikanischer Bauer schon fast mit Stasi / Nazi Methoden in ein Nerven zermürbendes Gerichtsverfahren maneuvriert, in Folge dessen er nach 2 Jahren aufgab und zu einem außergerichtlichen Vergleich mit Monsanto bereit war. Sonst hätte er alles verloren. Die Arbeit von 5 Generationen wäre einfach weg gewesen.

“Ja dann sollen die Bauern halt nopes kaufen…” – Tjo, dachte ich auch erst. Aber es gibt da zwei Probleme: In vor allem südamerikanischen Ländern wird die Monsanto Saatgut teilweise zum halben Preis der unverfälschten Saatgut angeboten. Dazu kommt, das genmanipulierte Pflanzen sich ja auch völlig automatisch vermehren und mit einheimischen Sorten kreuzen. Es kam in Mexiko teilweise schon zu sicken Mais-Missbildungen. Die unkontrollierte Vermehrung ist relativ lame, weil a.) Irgendwann sind die original unverfälschten und natürlichen Saatgute ausgestorben (wtf?) und es gibt nur noch Monsanto Produkte. Diese könnten dann selbstverständlich auch lizenzpflichtig sein (wtf?). b.) hat Monsanto irgendwann die komplette Kontroller über die Nahrungsmittel der Welt (wtf?), was z. B. mächtiger ist als jede Bombe.

Und übrigens. Monsanto stellte Saatgut her, die es ermöglicht ein bestimmtes Insektenvernichtungsmittel zu benutzen. Und klar, jetzt ratet mal, wer dieses Mittel herstellt. Monsanto natürlich. Alles andere wäre ja auch total lame. Das in diese Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmitteln auch krebserregende und unglaublich sicke Verunstaltungen hervorrufende Stoffe drin sind, braucht da nicht extra erwähnt zu werden. Davor hätte ich dann auch etwas Angst. Klar, dass die Untersuchungen, die Monsanto darüber gemacht hat, völlig frei erfunden und ganz klassisch gefälscht wurden.

Ach übrigens, klar dass Monsanto damals auch Agent Orange herstellte für die US Armee. xD Wie sick???

Nunja, ich kann das nur bruchstückhaft wieder geben, da ich leider auch viel vergesse und noch nicht alles zur Gänze verstanden habe, aber bisschen sick ist das schon? Klar, das ich auch zuerst an Max denke und die ganzen grünen Körnerfresser, die dauernd Biozeuchs kaufen und gegen genmanipuliertes demonstrieren. Jetzt verstehe ich diese ein ganzes Stück besser, aber woher sollte ich das vorher wissen? Bei genmanipuliertem Essen hörte ich stehts nur von “Das ist nicht natürlich *wein*” und “Riesige Tomaten schmecken doch nicht *rant*” aber nie von etwas wie “Tjo, damit kann halt einfach ein einzelner Konzern die komplette Kontrolle über die Nahrungsmittel erlangen. LÜLZ!” Ich für meinen Teil werde wohl kaum großartig etwas dagegen unternehmen können. Die geschmierte Politik wird sogar noch viel weniger dagegen unternehmen als ich und im Jahre 2020 ist die Welt der total sicke Platz. xD

Klar, so eine Doku kann auch Stimmungs- und Meinungsmache sein und man sollte deswegen die Lust am Leben nicht verlieren, aber etwas Angst konnte sie einem schon machen. Sehr nice.

http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto

Troja

T R O J A
Wolfgang Petersen | 2004

Gestern blieb ich mal wieder bei einem Film hängen. Ich sollte wohl vor dem zu Bett gehen nicht mehr durch das Programm zappen. Jedenfalls fing gerade Troja an, der am gleichen Tag schon um 20:15 Uhr lief, ich da aber nie TV schaue. Ich blieb wohl hängen, weil die große sich anbahnende Schlacht um Troja durchaus hätte interessant sein können. Mal schauen, ob ich die Story noch zusammen kriege:

Vor vielen vielen Jahren gab es da wohl ein Städtchen namens Troja. Dieses wurde von einem greisen König namens Priamos regiert, welcher zwei Söhne hatte. Der eine, Hektor, ist relativ männlich, kann gut kämpfen und hat sogar einen Bart. Der andere, Paris (nicht Hilton und eher Pares ausgesprochen, aka scheißegal auch eigentlich), ist eher der Milchbubi mit Pflaum an der Oberlippe und nix in der Hose. Eine Gayschwuchtel, wie sie im Buche steht. Tjo, genau diese Gayschwuchtel hat aber nix anderes zu tun, als einem Bruder des großen Königs Agamemnon die Frau auszuspannen. Das ist natürlich DER perfekte Augenblick um einen Krieg anzuzetteln. Irgendwie hat Agamemnon ja schon 80 % Griechenlands unter seiner Kontrolle und in seinem Sammelalbum fehlt nur noch Troja. Und ja… dann gibt’s da noch Achilles. Aber keine Ahnung, was der in dem ganzen verloren hat. Irgendwie kämpft er mal hier und mal dort und fickt natürlich auch mit random Trojanerin rum. Dabei sah die nichtmal so gut aus. Hektors Frau und Helena, das sind zwei sehr nice Frauen gewesen. Aber tjopes…


(Links: Das titelgebende Pferd | Rechts: Orlando Bloom aka Mr. Gayschwuchtel Nr. 1)

Und so schaute ich also Troja und konnte es nicht fassen. Ich konnte nicht fassen, was für eine unsagbar mistige Scheiße ich da sah. Also zu aller erst fiel mir auf, das Brad Pitt als Achilles die deutsche Synchronstimme von Nicholas Cage bekam auch bekannt als Martin Kessler. Das passt nicht, das ist komisch, das will ich nicht. Schon der erste Griff in’s Klo für Troja. Des Weiteren fällt einem sofort auf, das Brad Pitt mit langen Haaren einfach zu Gayschwuchtelig aussieht und in einem Film wie Troja imho nix verloren hat. Es fällt einem vergleichsweise schwer den Character ernst zu nehmen. Und nunja, so versucht man der Handlung zu folgen, obwohl man alle 3 Minuten daran denken muss, wie unpassend Brad Pitt in diesem Film aussieht, da kommt auch schon Orlando Bloom. Also schwuchteliger habe ich ihn ja noch nie erlebt, als in diesem Film. Seine Sätze sind schwuchtelig, seine Bewegungen sind schwuchtelig und seine Aktionen sind das schwuchteligste überhaupt. Wegen einer Tussi riskiert er einfach mal so mir nichts dir nichts das Schicksal eines kompletten Volkes. Sehr toll gemacht.


(Links: Achilles, aka Brad Pitt | Rechts: Tjo, random Leute auf Pferden.)

Also irgendwie wirkte alles fast schon B-Movie like oder wie eine Satire. Ich konnte den Film einfach nicht ernst nehmen. Wenn dann auch noch gekämpft wird und diese Kämpfe aussehen wie Kinderbodenturnen, dann ist es ganz aus. Der absolut uninspirierte Orchesterscore (Sickerweise von James Horner, den ich eigentlich ansonsten als hurengeil kenne?!) tut da sein übriges. Komische, klischeehafte und möchtegern imposante Fanfaren reihen sich an seichtes Gedudel und nur am Schluss wird so etwas wie Charakter und / oder Wiedererkennungswert geboten. Fast hätte ich im ersten Drittel des Filmes schon aufgehört zu schauen, da mir das alles so unsagbar komisch vor kam, aber ich entschloss mich dann doch dazu, ihn fertig zu schauen. Und siehe da, der Schluss konnte fast schon als normaler Film durchgehen. Zwar plätscherte die Geschichte immer noch nur so vor sich her aber alles wirkte etwas professioneller. Das trojanische Pferd kam sickerweise nur so am Rande vor und wenn man nicht gut aufgepasst hätte, dann wäre man total geflashed davon (wie die Trojaner sozusagen. HAHAHAHAHAHAHAHAHAHA LOL!!!111) und wüsste den großen Holzkasten kaum einzuordnen.

Jedenfalls war ich SEHR irritiert, dass dieser Film DERART scheiße ist?!

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Layer Section 2

Layer Section II
Taito | Sega Saturn

Das Jahr 2219. Die zivile Raumfahrt ist seit knapp 100 Jahren nun Alltag der Menschheit, was unter anderem zur Folge hatte, das die Menschheit sich im weiten Weltall verstreute und die Erde schließlich 20 Kolonien kontrollierte, die sich bis Orion erstreckten. Um die vielen Kolonien ordentlich in Schach zu halten, wurde seit Bestehen lediglich das Kriegsrecht angewandt. Klar, dass die Kolonien irgendwann aufbegehrten und dem System den Kampf ansagten. Sie eroberten den strategisch wichtigsten Planeten – Secilia – und planten von dort aus ihren Kampf gegen die Freiheit. Viele Schlachten konnten siegreich bestanden werden und so gewann die Secilia Federation den Krieg gegen die Erde.

Kurz nach der Kapitulation der Erde beschloss die Secilia Federation einfach mal, das die Erde nun komplett vernichtet werden soll. Wtf? Voll sick? Gut, das die Balca Division der Erde das schon ahnte und an einem hypermodernen Raumschiff namens R-Grey 1 bastelte. Es ist eine Mischung aus allen bis dato bekannten Raumschiffen und soll die Vernichtung der Erde aufhalten…


(Links: Das erste Level läuft noch flüssig.. -_-; | Rechts: Die späteren Levels ruckeln zwar mehr, überzeugen aber immerhin optisch.)

Boah. Die Story muss man erstmal verdauen. Die steht so in der Anleitung und wurde lediglich von mir mit eigenen Worten wiedergegeben. Da denkt man anfangs noch “Ahjo klar… Erde, Kontrolle, Kriegsrecht. Ich bin bestimmt einer der Secilia Federation und will meine Freiheit zurück erkämpfen. Geil.” und dann kommt alles ganz anders. Hätten sie das mal lieber verfilmt. Aka… Naja, immerhin hat es überhaupt eine Story. Klar, das diese aber während des Spieles so gut wie gar nicht fortgeführt wird. Für was auch, es gibt wohl keine Wendungen, man trifft keine NPCs und wenn man den letzten Boss besiegt hat, dann ist die Erde wohl befreit.

Layer Section 2 führt das Lock-On System, welches wir schon aus Layer Section 1 kennen fort und bietet uns außer dem zweiten R-Grey und einer Special Attack / Smart Bomb eigentlich nichts neues. Die größte Änderung ist – mal wieder – die Grafik. Diese ist nun komplett in 3D. Vom Hintergrund über die Gegner, bis zu den Lasern der Bosse ist alles 3D und… ja… dementsprechend unübersichtlich. Das liegt zu einem großen Teil auch an der Perspektive des Spiels, die so leicht gekippt ist. Das klappte imho schon bei Silpheed nicht, bei Nanostray / Iridion 3D II nur bedingt und hier macht es auch wieder Probleme. Man kann einfach schwer abschätzen, wann einen Schüsse erreichen und genauso wenig, wie schnell man bullets dodgen kann. Durch die Perspektive “verlangsamt” sich das Schiff, je weiter man nach hinten fliegt, was unter anderem auch dazu führt, das einem nach kurzer Zeit der Daumen weh tut, da man automatisch “fester” drauf drückt. ;O Das Lock-On HUD bewegt sich gleichermaßen auf dieser 3D Ebene und fertig ist ein Erlebnis, an das man sich erst einmal gewöhnen muss. :Q


(Links: Ich darf vorstellen: Die dicksten “Blitze”, die man bis dato in einem Videospiel sehen konnte und auch heute nichts von ihrem Reiz verloren haben. | Rechts: Momente der Ruhe. Nur in Stage 1 zu finden.)

Das zusätzlich jede Menge auf dem Bildschirm los ist, vereinfacht die Sache nicht unbedingt. Das Spiel ist ganz einfach ziemlich schwer. Selbst das herunterstufen des Schwierigkeitsgrades (übrigens für jedes Level einzeln einstellbar) bringt da leider nicht viel Abhilfe und so sieht man sich oft schon im zweiten Stage verrecken. Sicher, es gibt bestimmt auch Profis / Nerds / Idioten, die das Spiel 1CC’n (Vermutlich sogar im 2Player Mode. Alleine.). Im direkten Vergleich zu Layer Section 1 ist der Schwierigkeitsgrad aber ein anderer… ein unfairerer.

Die Grafik ist für Saturnverhältnisse eigentlich ausgesprochen hübsch. Besonders gefallen mir die Blitze des R-Grey 2. Die sind irgendwie bis heute nicht getoppt worden. Sie sehen relativ realistisch aus und sind super flüssig animiert. Bzw. höchstwahrscheinlich in Echtzeit berechnet. Hurengeil einfach. An das Schachbrettdithering zum Faken von Transparenzen hat man sich schnell gewöhnt und auch die Hintergründe sind detailliert in Szene gesetzt. Einzig und allein das Ruckeln stört. Vor allem im späteren Spielverlauf. Und ja, die Playstation Version ruckelt nicht so fürchterlich. Dafür gibt’s bei der Saturn Version tolle CGI Intros vor den Leveln zu bestaunen. Ich selbst könnte drauf verzichten und hätte viel lieber etwas flüssigere Grafik gehabt. Aber tjopes.

Und genau diese gute Präsentation macht es mir schwer, das Spiel zu bewerten. Einerseits wank ich auf alle Saturnspiele, die 3D Grafik haben und NICHT zum Kotzen aussehen, andererseits ist es echt fast unspielbar und viel zu schwer. Gut, der Schwierigkeitsgrad ist eine subjektive Impression eines Medienunerfahrenen.

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Reine Chefsache

Reine Chefsache (aka In Good Company)

Es ging um einen Typen namens Dan (Dennis Quaid), der schon seit etlichen Jahren beim Sports America Magazin arbeitet und mit Anzeigenkunden zu tun hat. Als das Magazin von einem großen Wirtschaftsmogul (Malcom McDowell mit einem einzigen, sehr sicken Auftritt) gekauft wird, bekommt Dan auch einen neuen “Chef” (Topher Grace, aka wer?). Der neue Chef ist 26 Jahre alt und noch ziemlich grün hinter den Ohren. Klar, das es die erste Aufgabe des neuen Chefs ist, erst einmal Leute zu entlassen. Dan fürchtet um seinen Arbeitsplatz und rutscht fast in die Midlife Crisis. Obendrein macht seine überaus heiße Tochter (Scarlett Johansson) auch noch mit dem neuen Chef rum.

Ich blieb erstmal nur hängen wegen Dennis Quaid als alternden Arbeitnehmer in der Firma und weil alles so nach Drama aussah. xD Als dann noch der Chef auftauchte, konnte ich nicht mehr umschalten, denn irgendwie gefiel mir die Darstellung ziemlich gut. Jung, dynamisch, erfolgreich aber ziemlich menschlich. Oft sieht man ihn durch die Flure laufen, mit den Angestellten total Chefstyle Smalltalk abhalten (“NA, wie war ihr Wochenende? Schön? Schön.”) nur um sich dann im eigenen Chefbüro an den Kopf zu fassen, was er gerade für eine Scheiße erzählte. Überhaupt sieht man ihm nice die Unsicherheit an, die er wohl noch haben muss, als Chef einer riesigen Abteilung und das mit 26. Von seinem neuen Gehalt kauft sich der jüngling auch gleich mal einen Porsche, den er noch bei der Ausfahrt des Autohändlers schrottet. Dennis Quaid war ebenso menschlich und macht sich natürlich Gedanken, was mit seinem Job nun ist und warum so ein Jungspund sein Chef werden konnte.


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Tjopes, das macht anfangs den Reiz des Films aus. Später muss der junge Chef Typ natürlich noch mit Dans Tochter rummachen (Bzw. verführt sie ihn einfach auf geile, unschuldige total anturnende Weise) und das Chaos ist perfekt. Dabei ist der Film keineswegs eine oberflächliche Komödie, mit Brüllern am laufenden Band, sondern eher eine seichte Komödie mit viel Menschlichkeit. Schon allein der Umgang mit dem Thema der Großkonzerne und Kündigungen fand ich ganz nice und hatte sogar etwas kritisches. Und das, obwohl der Film vom Regisseur von American Pie ist. Wtf? xD Und Malcom McDowells Auftritt muss man gesehen haben. Nicht weil er besonders gut gewesen wäre, nein im Gegenteil. Irgendwie wirkte die Szene noch schlechter als die in Wing Commander. ~_??? Ich fand ihn für einen Film im Fernsehen rather nice.

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Die Verurteilten

Shawshank Redemption aka Die Verurteilten
Frank Darabont 1994

Gestern Abend kam im Fernsehen einfach – mal wieder – “Die Verurteilten” auch bekannt als “Shawshank Redemption”. Klar, das ich nicht einfach weiter schalten konnte, zumal der Film gerade erst anfing und ich hängen blieb, obwohl es schon ca. 2 Uhr war. Davor war ich ziemlich müde und spürte schon so ein leichtes Brennen in den Augen. Während des Filmes jedoch, war das wie von Zauberhand verschwunden. Dies ist höchstwahrscheinlich dem Film zu verdanken, der imho nicht nur die beste Stephen King Verfilmung überhaupt, sondern einer der besten Filme der Welt (des Universums) ist. Unzählige Reviews und der IMDB Eintrag mit einer durchschnittlichen Bewertung von derzeit 9,2 / 10 bestätigen dies.

Der smarte Bänker Andy Dufresne (Tim Robbins) wird zu zwei mal Lebenslänglich verurteilt, weil er seine Frau und deren Geliebten eiskalt erschossen haben soll. Im Gefängnis angekommen fällt er als Bänker besonders auf und wird sogleich unfreiwillig Sexspielzeug der “Schwestern”, die ihn des öfteren mal ordentlich von hinten bumsen. Es dauert knapp 2 Monate, bis er es fertig bringt überhaupt jemanden im Gefängnis anzulabern. Der Auserwählte, der Andy Dufresne zum ersten mal sprechen hört, soll Red (Morgan Freeman) sein. Andy bestellt einen Geologenhammer bei Red, denn dieser ist bekannt dafür alles besorgen zu können. Was Andy dann bekommt, ist nicht nur der Geologenhammer, sondern – viel wichtiger – einen Freund.


“Die Verurteilten” ist ein Gefängnisfilm. Ein Drama. Ein Film, in dem es ausschließlich um die Beziehungen und Schicksalsschläge von Menschen geht. Es gibt keine außerirdischen Bedrohungen, die für tolle Special Effects verantwortlich sind. Es gibt keine großen Helden, die im Alleingang den ganzen Vietkong platt machen. Es gibt nur mehrere Menschen und ihre Beziehungen zueinander. “Die Verurteilten” kommt aus einer Zeit, in der das Kino noch für die großen Geschichten, die Dramen zuständig war. Heutzutage wird das ja eher von den Serien erledigt und in Kinofilmen sieht man nur noch Explosionen, tolle Kamerafahrten oder sonstigen Schwachsinn aus Comicbüchern. Wäre der Film heutzutage eine Serie, würde ich mich kaum darum scheren, da Serien so “groß” sind, so “unendlich” und ich einfach kaum die Zeit hätte mir alle Folgen anzuschauen. Des Weiteren kann ich mich einfach bei 2 Stunden Film viel mehr in etwas hineinversetzen als bei 30 Minuten täglich. Anyways…

Der Film ist einfach von vorne bis hinten perfekt. Von Beginn an wird man durch den Off Kommentar von Morgan Freeman in seinen Bann gezogen und kann nicht mehr davon ablassen, erst recht nicht, wenn man gern Gefängnisfilme schaut. Das der Film funktioniert liegt zum einen an der guten Story von Stephen King, am Können von Frank Darabont, aber vielleicht am meisten von den Darstellern. Tim Robbins und Morgan Freeman sind ja ansich schon tolle Schauspieler, aber beide auf einer Leinwand ist wie ein sechser im Lotto. Ohne großartige Gestikulation oder Mimik spielen sie die Geschichte zweier Männer, die im Gefängnis zu Freunden wurden. Man nimmt es ihnen von Anfang an ab. Am meisten erstaunen aber die vielen Nebendarsteller. Manche, wie Tommy oder Brooks, sind gerade einmal für ein paar Minuten im Film zu sehen, aber man hat keine Probleme sie als echte Menschen wahr zu nehmen und nicht nur als Nebencharaktere oder gar Schauspieler. Das ist so ein Film, wo ich gar nicht großartig beschreiben kann, warum er mir so gut gefällt, da ich mich mit dem Handwerk des Filme machens einfach zu wenig auskenne. Ich erkenne die Feinheiten des Schnittes nicht, ich weiß nicht so genau, ob einige Szenen des Drehbuchs eher ungeschickt platziert wurde oder gar gänzlich unnötig sind, ich weiß nur, das ich von Anfang bis Ende mit Spannung (selbst nach mehrmaligem Schauen) der Geschichte von Red lausche und am Ende dann sogar die obligatorische Träne verliere. Heulsuse!

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