Über elend

elend lebt in China, spielt am liebsten simple Retrospiele in Pixeloptik und schreckt auch nicht vor Filmen mit Untertiteln zurück.

Todesstille

Todesstille
DEAD CALM

Das Ehepaar Ingram erleidet einen heftigen Schicksalsschlag. Bei einem Autounfall kommt ihr 5-jähriger Sohn um’s Leben. Rae (Nicole Kidman) ist danach schwer angeschlagen. Eine mehrwöchige Bootsreise soll etwas entspannen und es dem Paar ermöglichen wieder auf die Beine zu kommen. Eines Tages kommt der Schiffbrüchige Huhgie (Billy Zane) an Bord. Auf seinem Schiff hätte es sich angeblich eine Lebensmittelvergiftung ausgebreitet und die 6 Mann Besatzung dahingerafft. John Ingram (Sam Neill) glaubt ihm aber nicht und macht sich auf dem Weg zu Huhgies Schiff.

Kein großer kommerzieller Erfolg aber oft und gerne im Fernsehen wiederholt, sah auch ich “Todesstille” zuerst im TV. Völlig unverhofft blieb’ ich hängen und schaute den Film in 4:3 bis zum bitteren Ende. Erst kürzlich erinnerte mich eine erneute Ausstrahlung an den Film und ich schaute sogleich nach einer DVD auf ebay, weil ich ihn unbedingt mal in 16:9 erleben wollte.

Todesstille spielt an nur zwei Orten. Dem Schiff der Ingrams und dem des Schiffbrüchigen Huhgies. Regisseur Phillip Noyce erschaffte trotz ganz weniger Mittel einen imho recht spannenden Thriller, der ohne die großartigen Leistungen von Nicole Kidman und Sam Neill so funktionieren würde (Mit Ausnahme von Billy Zane, der hier und da etwas sick overacted, wobei sein Character halt auch einfach ein sicker Ficker ist). Im Grunde sieht man nur Billy Zane, wie er das Ehepaar Ingram terrorisiert und beide in eine brenzlige Lage bringt. John über Bord, auf hoher See und Rae allein mit einem Irren auf ihrem eigenen Boot. Die Spannung kommt dann letztendlich durch das straffe Drehbuch, welches keinerlei Langeweile aufkommen lässt und vor allem alle Handlungen der Akteure realistisch erscheinen lässt.

Dabei wurde die Story so nice mit der Kamera eingefangen, das man nicht anders kann, als mit dem Ehepaar mitzufühlen, wenn man sieht, wie John Ingram mehrere Meilen in einem Beiboot hinter seinem eingenen Segelschiff hinterher paddelt und seine Frau bewusstlos an Bord liegt, während der Irre einfach abhaut. In den engen Kajüten und Maschinenräumen der Boote fühlt man sich beengt und auf der anderen Seite sieht man weite Aufnahmen des Meeres mit den sich immer weiter entfernenden Schiffen, die alles andere als Freiheit rüber bringen. Der ganze Film ist erdrückend. Wie haut man auf einem Boot vor einem Irren ab?

Der Kauf der DVD lohnte sich in vielerlei Hinsicht. Die Bildqualität ist für einen Film von 1989 hervorragend, super scharf und mit satten Farben. Aber vor allem das 16:9 Format gibt’ dem Film endlich die Kino-Note, die ich so im TV nie sehen bzw. erleben konnte. Der Soundtrack überraschte mich auch etwas, da er schon am Anfang ziemlich düster ist und man sich schon auf das Schlimmste gefasst macht. Zwischen dunkle Synthieklänge mischt sich am Schluss noch ein paar chorale Gesänge und fertig ist ein low-budget Soundtrack, der nichts an seiner Wirkung einbüßt.

Todesstille ist ein nice Beispiel für einen Low-Budget Film, mit einer simplen Story, der einen trotzdem die komplette Länge über fesseln kann, da er einfach spannend gemacht ist. Penance fand ihn allerdings langweilig (Wieso das? Es gibt dicke Explosion am Schluss?), was nur bedeuten kann, das er ein lamer Ficker ist.

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Dark Star

DARK STAR

Seit 20 Jahren ist die Dark Star schon unterwegs im All. Ihre Aufgabe ist es instabile Planeten zu sprengen, die in später evtl. zu kolonialisiernden Gegenden liegen. Wer 20 Jahre lang schon die gleiche Aufgabe erledigt und mit den gleichen Vollidioten in einem Raumschiff sitzt, der wird irgendwann verrückt. Die Mannschafft verfällt so langsam der Lethargie und Langeweile. Da kommt der Asteroidengürtel gerade recht. Neben etwas Abwechslung sorgt er aber leider auch für einen Schaden am Kommunikationslaser II, was schwere Folgen haben wird…

Dark Star ist John Carpenters Abschlussfilm der Filmuniversität, an welcher er studierte und eine Sci-Fiction Parodie verschiedenster Filme. Wir sehen die Mannschaft bei ihrem alltäglichen Leben auf der Dark Star. Planeten sprengen hier, Planeten sprengen da und viel viel Langeweile. Pinback ist damals nur zufällig an Bord geraten und kommt mit seinen Kollegen nicht so sehr zurecht, woraufhin er sein elektronisches Tagebuch mit Hasstiraden füllt. Doolittle und Talby sinnieren derweil über Wellenreiten und Meteroitenschwärme. Das ist das tolle an Dark Star.

Der Film zeigt eine verrückte Welt des Science-Fictionfilms, wie wir sie nur selten zu sehen bekommen, da Sci-Fi Parodien oder Komödien relativ rar gesäht sind. Der Bordcomputer ist eine gelangweilte Frauenstimme, die es fertig bringt Warnmeldungen viel zu spät und mit einer Gelassenheit von sich zu geben, das man nur schmunzeln kann. Pinback erzählt zum 3523 mal seine Story, wie er ausversehen auf die Dark Star kam und während die anderen ihm gar nicht zuhören fragen sie sich: “Wie heißt Pinback eigentlich mit Vornamen?”, worauf Doolittle sich selbst fragt: “Wie heiße ICH mit Vornamen?”. Als sich dann Bombe Nr. 20 nur durch einen philosophischen Exkurs davon abbringen lässt, direkt unterhalb des Raumschiffes zu explodieren, ist eh alles vorbei.

Es sind diese Szenen, die den Film sehenswert machen, während manch andere Szenen einfach nur langweilig oder befremdlich wirken. Für mich funktionierten nur wenige Szenen, die dafür dann aber umso besser. Schön dezent zeigt man hier die Astronauten bei ihrem alltäglichen Wahnsinn ohne lustige Musik, Grimassen in Großaufnahme oder sonstiges. Teilweise erinnerte mich das sogar an Hong Kong Komödien der 80er Jahre.

Die technische Seite des Films ist – verglichen mit groß budgetierten Produktionen – schlicht und ergreifend grauenhaft. Der Exot an Bord ist lediglich ein Beach Ball und der Asteroidengürtel sieht aus wie ein Special Effekt aus einem Zeichentrickfilm. Selbstverständlich darf man nicht vergessen, das es ein Low-Budget-Film ist (afaik 50.000 USD, wovon das meiste wohl für das Equipment drauf ging.) und dafür sehen einige Szenen sogar richtig gut aus. Im großen und ganzen sollte man sich allerdings drauf einstellen hier wirklich nur das Nötigste serviert zu bekommen. Ein Raum im Raumschiff ist lediglich ein stinknormaler Keller mit handelsüblichen Lichtschalter, etc.

Ich persönlich hätte mir mehr Szenen gewünscht, wie die beim Essen oder am Schluss vor allem. Der war richtig gut und witzig. Dazwischen gab’s immer mal wieder Szenen die ganz einfach nur “tjo” waren. Würd’ ich mir höchstens noch einmal mit ein paar Freunden und etwas Alkohol anschauen. Oder in 20 Jahren dann wieder.

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Teppanyaki

Teppanyaki | 1984 Michael Hui

Mr. Wong arbeitet als Koch im Teppanyaki Restaurant seines Schwiegervaters. Und es geht ihm gehörig auf den Sack. Dauernd nervt ihn sein Schwiegervater und schlägt ihn mit Pfannen auf dem Kopf und seine fette Frau zuhause ist andauernd nur am nerven. Er kann nichtmal in’s Rotlichtviertel gehen, da sie alle Läden bestochen hat und sie es immediately herausfinden würde.

Mr. Wong träumt obendrein von Sissy, einer Schauspielerin, deren Bild er täglich anstarrt und anfängt zu träumen. Als sie eines Tages tatsächlich in das Restaurant kommt sieht er seine Chance. Bei einem eindrucksvollen Show-Kochen schafft er es sie zu einem Tennismatch einzuladen (er spielt natürlich mit einer Pfanne). Nach dem Match lädt sie ihn wiederrum ein Urlaub auf den Phillipinen zu machen! Das wäre richtig geil, wenn nicht seine Frau, sein Schwiegervater und sogar sein Großvater auch mitkommen würden.


(Links: Michael Hui ist rather symphatisch | Rechts: Es gibt viel Pfannenaction zu sehen.)

Tjo. Hong Kong Komödie aus dem 80er Jahren. Das ist irgendwie… nicht so mein Ding, musste ich jetzt nach 3 Michael Hui Filmen feststellen. Teppanyaki ist sehr random, hat teilweise sehr billige Gags aber manchmal auch gute Lacher. Zum Beispiel ist der Großvater von Mr. Wong ist einfach cool und Szenen, in denen Mr. Wong der Katze seiner Frau einen Ton entlocken will, weil die Frau dann immer denkt die Katze müsse auf’s Klo und er sie somit auf’s Klo bringen kann, weil er dann entweder a) seinen Großvater besuchen kann (Durch ein kleines Loch unter dem Waschbecken?!) oder b) er aus dem Badfenster in die Freiheit gelangt. Aber andererseits gibt’s auch ganz heftige billo Gags, die nicht einmal mit lustiger Musik unterlegt sind oder durch komische Grimassen hervorgehoben werden. Sie passieren einfach so, sollen witzig sein, sind es aber nicht und wirken dadurch irgendwie peinlich, weil man nicht lachen muss.


(Links: Sally Yeh ist, trotz 80s Klamotten und Frisuren, rather sexy! | Rechts: Michael Huis Chef rasierte ihm einst mit einem Küchenmesser eine Augenbraue ab. Seit dem übt Michael Hui täglich, bis er das auch mal schafft.)

Und ansonsten ist der Film auch sehr random. Die grobe Rahmenhandlung mit Sissi und der Reise auf die Phillipinen ist wirklich nur sehr grob und dazwischen spielen sich ca. 32 Einzelstories ab. Inklusive Indiana Jones Verarsche, die aber nicht wirklich lustig ist oder so. Tjo, schade eigentlich, da ich Michael Hui ziemlich symphatisch finde und “Chicken & Duck Talk” ein wirklich genialer Film ist. Aber mit dem Rest seiner Filme werde ich nicht so richtig warm.

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Nicky Boum

n i c k y b o u m | m i c r o i d s | a m i g a 1 9 9 2

Die Geschichte zu Nicky Boum sieht irgendwie so aus: Die böse böse Zauberin Zoldrane (geiler Name) hat Nickys Opa entführt und verflucht. Warum auch immer. Damit Nicky es nicht zu einfach hat, bei seiner Rettung hat sie auch gleich mal die gesamte Belegschaft des Fantasyreichs mit verwandelt. Schnecken, Frösche, Aliens. Alles ist vertreten und soll Nicky nun davon abhalten, seinen Opa, den er wahrscheinlich eh nur einmal im Jahr besuchte, zu retten.


(Links: Die Grafik ist recht detailed und bunt | Rechts: Auch dicke Zwischengegner gibt es.)

Nicky Boum ist ein gar knuffiger Platformer. Gerade diese Knuffigkeit könnte die meisten davon abhalten, Nicky Boum mal Probe zu spielen. Denn schnell merkt man, das sich die Devs tatsächlich Gedanken gemacht haben. Als erstes fiel mir auf, das Nicky ein richtiges fettes Arschlochkind ist. Also kein junger sexy Knabe, wie ich – nein – er ist ein fettes Stück. Trotz seiner vermutlich 80 Kilo (Und das als Kleinkind) ist Nicky aber ganz schön flott unterwegs. Geschmeidig wie eine Raubkatze preschen wir mit ihm durch die Level, Sprünge meistert er gewissenhaft und er kann zudem mit Apfelgriebschen um sich werfen (für das Wort “Apfelgriebsch” in eurer Sprache, schaut mal bitte hier).

Fett und beweglich? Klar, das ich an Sammo Hung denken muss.

Kurzum: Die Steuerung via Joystick / Gamepad klappt einfach hervorragend.

Da man in einem Jump’n'Run nunmal überwiegend springt und rennt, ist die gute Steuerung natürlich ein absolutes Muss. Erst recht im Hinblick auf die späteren Levels, die nämlich ziemlich schwer werden. Vom ersten Stage ist man fast enttäuscht, da es ziemlich einfach ist und die Gegner kaum eine Chance gegen einen haben, aber schon bald merkt man, das der Schwierigkeitsgrad langsam ansteigt. Das ist gut gegen Langeweile und zieht die Spielzeit etwas hinaus. Was nicht heißen soll, das die Levels kurz wären. Ganz im Gegenteil. Sie sind einfach riesengroß und bieten MASSIG Geheimgänge, bzw. -verstecke und Boni. Auch sind einfach viele Puzzles verteilt, so das ein Durchrushen, wie in einem Sonicgame, nicht drin ist. Hier muss überlegt werden, welcher Schalter nun welches Tor öffnet, welche Wand einen Geheimgang bieten könnte, welche Bombe wo eingesetzt werden will und vor allem, wo der verdammte Schlüssel für die Tür da rechts unten im Level ist.


(Links: Die späteren Levels werden dann doch recht.. schwer. | Rechts: Geile Backgrounds?!)

Man hat also einiges zu tun in den Levels und in späteren Levels spürt man dann die Gegner noch dazu. Die fangen nämlich einfach an zu schießen und das nicht zu knapp. Ein Ausweichen ist dank der niedrigen Gänge und Katakombenlike Levels nicht immer möglich. Dabei ist das Gamedesign so ausgeklügelt, das es keine Sackgassen gibt und man stets weiter kommt. Auch wenn der Weg nicht ganz so offensichtlich ist und am Schluss nur durch Glück gefunden wird.

Die tolle, detaillierte und bunte Grafik setzt dem ganzen dann das Sahnehäubchen auf, ohne das mir das Spiel nur halb so gut geschmeckt hätte. Die Zwischengegner sind groß, die Bosse noch größer und die Hintergründe sind mit viel Liebe zum Detail gepixelt worden und bieten in jedem zweiten Stage ein anderes Thema. Und das alles auf nur einer Diskette?! Wie sick? Da muss ja auch noch die Musik drauf, die im ersten Augenblick zwar stark an alte Pornofilme erinnert, aber nach mehreren Minuten Aufenthalt in den Levels ihre wahren Qualitäten zeigt: Sie nervt nicht und hat eingängige Melodien. Hooray!

Hat Nicky Boum also auch negative Seiten? Ich finde schon. Manchmal locken einen Geheimgänge einfach in’s Wasser, was mit dem Abgeben eines Bildschirmlebens bestraft wird. Oder wir müssen irgendwo runter jumpen und können nicht nach unten schauen. Da springt man schnell mal in Wasser oder Stacheln. Das suckt, aber spätestens nach dem dritten mal Spielen eines Levels hat man sich die Stellen gemerkt und kommt gut voran.

Imho also ein astreines Jump’n'Run, das zu unrecht nur 60 % in diversen Reviews bekam. Aber damals gab’s halt auch Jump’n'Runs wie Sand am Meer. Da ist es nicht verwunderlich, wenn es zu dem Zeitpunkt noch etwas bessere Games gab.

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Lautlos im Weltall

L A U T L O S – I M – W E L T R A U M | aka Silent Running | 1972 | Douglas Trumbull

Die Flora der Erde ist zerstört. Wälder, Wiesen und Blumen existieren nicht mehr. Seit mehreren Jahren nun schon treiben mehrere Raumschiffe durch das Sonnensystem, mit der Aufgabe die letzten Überbleibsel der irdischen Pflanzenwelt in riesen Biosphären am Leben zu erhalten. Eine Art Arche Noah für Blumen. Der Astronaut Freeman Lowell absolviert nun schon seit 8 Jahren seinen Dienst auf der “Valley Forge” zusammen mit 3 weiteren Wissenschaftlern. Eines Tages jedoch bekommt die Besatzung der “Valley Forge” den Befehl zur Sprengung der Biosphären und sofortigen Rückkehr. Während die Freude bei allen riesen groß ist, wächst in Freeman Lowell der Unmut. 8 Jahre. Für nichts? Keiner schätzt die Natur so sehr, wie er und nun soll er sie sprengen?

Er fasst einen Entschluss: Er tötet seine 3 Kollegen und täuscht technische Schwierigkeiten vor. Fortan befindet er sich… lautlos im Weltraum.


(Leider gibt’s nur crappy Shots vom Film.)

Also eins vorneweg: Dafür, das Douglas Trumbull zuvor an 2001 – Odyssey Im Weltraum für die Spezialeffekte zuständig war, sieht “Silent Running” erstaunlich lame aus. Die Außenaufnahmen der “Valley Forge” schreien förmlich MODELL! und die ansonsten einzig brauchbare Sequenz, der Flug durch die Ringe des Saturns, erinnert einfach zu stark an 2001 und kann die Stargate Sequenz von 2001 nicht einmal toppen. Das ist irgendwie enttäuschend, vor allem, wenn man im Abspann den Namen John Dykstra (Später Star Wars und Erfinder der Dykstraflex Motioncontrolsysteme) liest. Spezialeffekte sind wahrlich nicht alles, erst recht nicht bei einem derart alten Film, aber wenn selbst 2001 – Odyssey im Weltraum schon so ca. alles viel besser gemacht hat, dann stören die halbherzigen Effekte einfach nur. Die Explosionen der Biosphären z. B. sind nichts weiter als… eh… eine unscharfe Aufnahme einer Lichtquelle, die langsam ausgedimmt wird. Kein Shrapnel, kein Anzeichen von Feuer, kein gar nix. Ziemlich weird.


(Die kleinen Roboter aus dem Film waren Inspiration für R2-D2.)

Die Geschichte ist leider ebenso halbherzig umgesetzt worden. Dabei klang sie gar nicht so schlecht, die Geschichte um den Botaniker Lowell, der seine drei Kollegen umbringt um eine Biosphäre zu retten und fortan alleine, mit 3 Droiden, im Weltraum umher geistert. Aber irgendwie ist alles etwas langweilig und der Prozess vom hippieartigen Botaniker Lowell zum kurzzeitigen Mörder einfach viel zu schnell erledigt (Innerhalb der ersten 11 Minuten des Filmes.) und unglaublwürdig. Überhaupt gibt es recht viele unglaubwürdige Szenen im Film. Während man manches noch als lustig und symphatisch abtun kann (die 3 Droiden z. B. sind einfach geil, wenn auch die Programmierung selbiger mittels eines Lötkolbens und Programmcode bestehend aus ganzen 3 Zeilen, etwas dürftig ist..) sind manche Szenen einfach schlichtweg unpassend. So geht eines Tages der Wald ein und Dr. Lowell braucht ca. 3 Tage um zu erkennen, das die Sonne schuld daran ist, die nämlich gar nicht mehr da ist. Ein Botaniker, der nicht rafft, das der Wald stirbt, weil es einfach completely dark ist und die Sonne weg ist? Schwachfug einfach.

Was bleibt ist ein mittelmäßiger Film mit einer guten Möglichkeit zu einer netten Botschaft an die Menschheit (Erst recht in Zeiten des Klimaschutzes 2007), die allerdings nicht wirklich ausgenutzt wurde. Das das Ende dann auch noch höchst unzufrieden ist, hilft da erst recht nicht weiter.

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2001: A Space Odyssey

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.a…s p a c e…o d y s s e y
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s t o r y

1999. Die Menschheit steht vor ihrer größten Entdeckung. Dr. Heywood Floyd ist auf dem Weg zum Mond. In der Nähe des Tycho Kraters wurde ein 4 millionen Jahre alter Monolith gefunden. Untersuchungen ergeben, das er dort absichtlich vergraben wurde. Außer einer starken Strahlung, die auf den Jupiter gerichtet ist, bleibt der Monolith völlig inaktiv. 18 Monate nach der Entdeckung macht sich die Discovery auf die Reise zum Planeten Jupiter. An Bord befinden sich Dr. Frank Poole, Dr. Dave Bowman, 3 tiefgefrorene Kollegen und der Supercomputer HAL 9000. Alles läuft nach Plan, bis HAL 9000 den Ausfall einer bestimmten Baugruppe am Raumschiff diagnostiziert. Die Baugruppe wird ausgetauscht und… Dr. Bowman findet keinen Fehler. Die Bodenstation überprüft die Daten ebenso und findet keine Fehler.

HAL 9000 muss sich geirrt haben.

f i l m
3 Minuten schwarzes Bild. Dazu atmospährische Musik. Danach kommt ein dickes MGM Logo. Das Intro: Zu “Also Sprach Zarathustra” sehen wir Planeten in Konjunktion und den Titelschriftzug. Prolog: “Dawn Of Man”. Wir sehen eine Horde Vormenschen beim täglichen Überlebenskampf. Streitigkeiten mit einer anderen Gruppe um die Wasserstelle. Nahrungssuche. Eines morgens wacht die Gruppe auf. Vor ihrer Höhle: Ein Monolith. Die Vormenschen lernen Knochen als Waffe, bzw. Werkzeug zu benutzen. “Dawn Of Man”.

2001 – Odyssee im Weltraum fängt so an, wie er aufhört. Etwas verwirrend, aber geil. 3 Minuten nichts zu sehen, während nur Musik läuft. Das gab’s davor noch nie und wird es auch nie wieder im kommerziellen Kino geben. Schon allein die Tatsache, das es rund 24 Minuten dauert, bis das erste gesprochene Wort fällt. Bei einer derart dünnen Story ohne irgendwelche nennenswerten Überraschungen überrascht die Spielzeit von über 2 Stunden anfangs etwas. Stanley Kubrick nahm sich Zeit. Für jede Einstellung. Zeit. Viel Zeit. Viele, bzw. fast alle Szenen hätten genauso funktioniert, wenn man sie etwas gekürzt hätte. Teilweise um die Hälfte. Aber damals – 1968 – war das einfach eine andere Zeit. Derartige Spezialeffekte gab es noch nie im Kino zu sehen und ich wette, jeder einzelne im Kino dankte Stanley Kubrick dafür, die Spezialeffekte so lang, wie möglich zu zeigen.

Schaut man den Film heutzutage, fällt einem erstmal sehr positiv auf, das er, selbst im Zeitalter der Computer und mit Special Effects übersähten Filmen, einfach hervorragend aussieht und so gut wie nicht gealtert ist. Man überlegt einfach die ganze Zeit: “Verflucht, wie hat man sowas bitte ohne Computer gemacht?” und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Making Of, welches auf der DVD leider fehlt. Auch die Komposition und die Farben der Einstellungen sind nachwievor einfach zeitlos und wunderschön anzuschauen. Wem bei 2001 trotzdem langweilig wird, der hat eben wenig Interesse an Schönheit und Spezialeffekten.

Denn die Story bietet ansich gar nichts bemerkenswertes. Wenn man vom ziemlich esoterischen und offenen Schluss absieht haben wir es hier mit einer straighten Sci-Fi Story zu tun, die wir schon des öfteren gelesen oder gesehen haben. Gerade die Sache mit HAL, der Supercomputer, welchem man auf einmal nicht mehr vertrauen kann, dürfte nichts neues sein. Wie es damals aussah, weiß ich leider gar nicht. So macht ein Großteil der Reputation von 2001 wohl die Atmosphäre aus. Diese ist dafür aber umso geiler. Und das aus, imho, zwei Gründen:

1) Der Film ist realistisch. 2001 – Odyssee im Weltraum war afaik der erste Film, der offiziell Bildmaterial der Nasa benutzen durfte und überhaupt in enger Zusammenarbeit mit der Nasa entstand. Wir sehen hier weder runde Ufos, noch Aliens mit mandelförmigen Augen sondern viel mehr hurengeile Fotos der Erde, des Mondes, realistische Raumschiffe und Raumstationen, sowie realistisches Interieur, Zubehör und wir hören bei Szenen, die im Weltraum spielen… keinen einzigen Ton. Bis auf das Atemgeräusch des Astronauten und / oder Musik, bleibt der Weltraum komplett frei von Geräuschen jeglicher Art. Das macht die Außenaufnahmen etwas bedrückender und gab’ es, glaube ich, danach nie wieder.

2) Die Musik. Stanley Kubrick benutzte während der Dreharbeiten und für die ersten Rohschnitte einen temporären Soundtrack, den er sich aus der modernen klassischen Musik, aber auch aus oldschool Klassikern zusammen klaubte. Als mit Alex North endlich ein Komponist für den richtigen Soundtrack gefunden war, gab’ Stanley ihm den temp. Track und sagte: “So sollte das dann klingen. Bitte machen, kthx!”. Blöd nur, das Alex North kurz nach Fertigstellung seines Soundtracks von Stanley zu hören bekam: “Öh… wie soll ich sagen… also… ich nehm’ einfach die temp. Musik. Sorry, l8er!” So besteht die Musik zu 2001 eben aus “Also Sprach Zarathustra”, dem “Donauwalzer” und auch modernen Stücken wie “Requiem For Soprano, Mezzo Soprano, Two Mixed Choirs & Orchestra”, welches auch mit eines der geilsten ist und einfach total eerie klingt. Im Zusammenspiel mit der Ausgrabungsszene wirkt 2001 kurzzeitig wie ein Horrorfilm und sorgt für reichlich Anspannung.

Die Special Effects sind auch eine Sache für sich. Kaum ein Effekt sieht wirklich lame aus. Im Gegenteil, ich behaupte sogar das man die Effekte heute selbst mit Computern nicht viel besser hinbekäme. Schon allein der Trip zum Jupiter mit diesem endlos Farbflash gibt mir heute noch Rätsel auf. Wie macht man sowas analog bitte? Wie faked man einen sich absolut smooth in der Schwerelosigkeit bewegenden Kugelschreiber, welcher mitten im “Flug” von einer Stewardess komplett ohne Schnitt aus der Luft gegriffen wird? Was soll denn das? Die Modelle der Raumschiffe sehen ebenfalls super detailliert aus, bewegen sich absolut geil und das dickste ist ohnehin das Ausgrabungsset, welches in Originalgröße gebaut wurde. Durch die Lichter, die Gerätschaften dort und den Monolithen, sieht es einfach super eerie aus und ich weine, das man es nur einmal im Film sieht.

Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen.

Zusammen ergibt also alles einen Science Fiction Film, der wirklich nicht für jedermann ist. Ich selbst brauchte 3 Versuche, bis ich ihn zum ersten mal komplett sah. (Was allerdings auch auf das lame TV Programm zurückzuführen ist, welches den Film ständig nur so spät zeigt.) Heutzutage finde ich ihn immer besser, je öfter ich ihn schaue und kann ihn jedem nur empfehlen, der auf Computereffekte scheißt und dicke Visuals liebt.

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Spy Kids – Mission 3D

Spy Kids – Mission 3D Robert Rodriquez 2003

Junis Schwester Carmen wird vom Toymaker in ein Videospiel namens “Game Over” (?) entführt. Nun liegt es an Juni sie zu retten.


(Links: George Clooney | Rechts: Hurenlame Animationen)

Ja, das war’s schon. Mehr Story gibt es nicht. Ist wahrscheinlich auch besser so. Mission 3D ist anscheinend der nun schon dritte Teil der erfolgreichen (???) Spy-Kids Filme. Ich zappte durch und blieb stehen, weil er so grotten schlecht und amateurhaft wirkte. Erstaunt musste ich dann feststellen das es ein Film von Robert Rodriguez ist und jede Menge namhafter Schauspieler mitspielen. Salma Hayek, George Clooney, Antonio Banderaz, Danny Trejo, Elijah Wood (der sich unter all den Zwergen endlich mal groß fühlen durfte) und Sylvester Stallone in einer kranken Quatrorolle. Der Film ansich lebt allerdings trotz mehr oder weniger guten Schauspielern nicht wirklich von seinem Schauspiel, sondern eher der Tatsache, das es ein 3D Film mit allerlei Computeranimation ist. Den 3D Effekt konnte ich zwar nicht testen, da im TV wohl die normale 2D Version lief, allerdings fand ich das im Nachhinein nicht einmal schade, denn die Computeranimationen sahen einfach scheiße aus und erinnerten an die Anfänge des Raytracing anno 1996. Entweder stand da nicht viel Budget zur Verfügung oder es ging nicht anders, wegen dem 3D Blah.

Ansonsten ist da halt nix weiter. Der lame rothaarige Junge hüpft da durch beschissen gerenderte Welten und erlebt eine Actionsequenz nach der anderen. Dabei lernt er andere lame Idioten kennen, die im Spiel gefangen sind und holt zu guter letzt noch seinen Großvater in’s Spiel, welcher Gehbehindert ist und im Rollstuhl sitzt. Klar, das er im Spiel aber ein Power-Up findet, welches ihm “Mega Legs” beschert. Fortan jumped er in einem Computeranimierten Anzug durch den Film, was an Lächerlichkeit gar nicht mehr zu überbieten ist.

Oder doch?


(Links: Das Megarace sieht noch am coolsten aus | Rechts: Level 4 ~_???)

Sylvester Stallone nämlich fiel die Ehre zuteil eine… Quatrorolle zu spielen. Er spielt einmal sich selbst, den Toymaker, dann aber auch 3 verschiedene Ichs von sich… Irgendwie. Dabei ist die Hippieversion von ihm sogar für einige Lacher gut. Ansonsten muss man ihm anrechnen, das er 2003 wohl noch nicht so aufbeläht war, wie bald in “John Rambo” zu sehen.

Der Film fesselte mich eher wegen der Schwester Junis, welche von Alexa Vega gespielt wird und ihrem Pappkostüm sogar ziemlich sexy aussieht. Bewusst wurde die Stelle an ihrem Arsch freigelassen und nur durch eine Latexhose bedeckt, so dass man die Form ihres Arsches gut ausmachen kann. Der Brustpanzer deutet dabei kleine zarte Brüste an und lediglich die riesen Klaue an ihrer rechten Hand ist etwas abturnend und verhindert ein vorzeitiges Abspritzen.

Ach, überhaupt war alles scheiße an dem Film und ich schaute ihn nur, weil ich bewegungslos auf dem Bett lag und die Fernbedienung irgendwo runterfiel und ich nicht dran kam. Selbst mit 3D Brille muss man sich sowas wahrscheinlich nicht anschauen.

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Snatch

S N A T C H
Schweine und Diamanten

Eine Zusammenfassung der Story von Snatch ist etwas schwierig, da mehrere Handlungsstränge parallel ablaufen und der Film von vielen, verschiedenen, verrückten Charakteren nur so strotzt. Ganz grob kann man sagen, das es um einen 86 karätigen Diamanten geht, an dem so ziemlich jeder, der davon Wind bekommt, Interesse hat. Parallel dazu sehen wir wie die nicht lizensierten Boxpromoter Turkish und Tommy ihr Glück mit illegalen Boxkämpfen suchen und ausgerechnet mit dem gefürchteten Bricktop in’s Geschäft kommen.


(Links: Bricktop (mitte) sieht einfach geil aus | Rechts: Brad Pitt sowieso)

Den Trailer zu Snatch sah ich mal vor Urzeiten auf irgendeiner DVD und dachte: “Oh cool. Will ich sehen..” Als er dann im TV kam und ich die ersten 10 Minuten schaute, frug ich mich dann allerdings, ob das so eine gute Idee war. Die Musik total lame (komisches DnB Zeugs Marke Musikmaker) und die Schnitte viel zu sehr auf “Gugg mal, ich bin total cool!” getrimmt. Gottseidank legte sich das ziemlich schnell und der Film fing an mit den abgefuckten Charakteren zu fesseln. Ich schau mir einfach gerne die Stories rund um abgehalfterte Halbkriminelle, Waffendealer, professionelle Auftragsmörder oder der Mafia an. Erst recht, wenn ihnen soviel sicke Zufälle und Situationen widerfahren, wie in Snatch. Der anfangs geklaute Diamant durchläuft mehrere Stationen, mehrere Hände und nicht nur die ursprünglichen Räuber interessieren sich dafür. Auch der Handlungsstrang mit den Boxpromotern ist natürlich nicht für umme und läuft schon langsam am Schluss des Films mit den anderen zusammen. Dabei fiel mir auf, das man dem Film trotz der vielen Charaktere, den vielen Handlungssträngen und der schnellen Erzählweise mit Stroboskopartigen Einblendungen und teilweise Rückblenden, locker folgen kann. Selten fragt man sich, was gerade vor sich geht und das find ich gut.

Tjo, schade das man Brad Pitt relativ wenig sieht, dafür machen das die anderen Schauspieler wieder wett. Die sind einfach auch alle recht geil. Und der Hund quietschte so lustig. Nice.

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Red Heat

RED HEAT
ocean | amiga

Russenpolizist Ivan Danko reist dem Copmörder und Drogenhändler Rostavili in die USA nach, nachdem dieser seinen Partner erschossen hat. Rostavili wird auch geschnappt und Ivan Danko will ihn zurück nach Russland überführen. Aber er wird befreit und taucht unter. Danko nun in seiner Ehre gekränkt will und muss Rostavili finden.

Soweit die Story des Filmes. Das Amigaspiel hat entweder so grob die gleiche oder gar keine. Ich tippe auf letzteres.


(Alle nackt.)

Was den Konsolenspielern ihr “Cho Aniki” ist des Amigaspielers “Red Heat”. Selten war ein Spiel auf dem Amiga männlicher und kompromissloser als “Red Heat”. Stage 1 entführt uns sogleich – ob wir wollen oder nicht – in eine Sauna. Da es in Saunen ziemlich warm ist, laufen hier auch alle ziemlich nackt rum. Unser Hauptcharakter – Arnold Schwarzenegger – und auch die Baddies, welche einmal aussehen wie Chuck Norris (nur muskulöser) oder gar wie Sylvester Stallone. Alle nackt und alle derart muskulös, das man fast meinen könnte, Fitnessstudios würden keinen Mitgliedsbeitrag mehr verlangen und Anabolika kostenlos an Imbissbuden ausliegen. Im Hintergrund geht’s ähnlich ab: Wenn sie nicht gerade Liegestütz machen, räkeln sich muskulöse Männer lasziv auf den Saunabänken, das einem schwindelig werden kann. Richtig geil wird es dann, wenn es hinaus in eine Schneelandschaft geht und die Gegner mittlerweile statt mit Fäusten lieber mit Schneebällen werfen. Das man vor lauter Nacktheit keine Penise sieht, haben wir der “Grafikengine” zu verdanken, auf die ich später noch eingehen werde.

Bei soviel nacktem, muskulösen, männlichem Fleisch fällt es einem natürlich schwer, sich auf das Spiel zu konzentrieren.


(Trotz Minusgraden: Alle nackt.)

Aber egal, selbst mit einer gehörigen Portion Konzentration kommt man maximal in’s zweite Stage, da die Gegner, sobald sie Schusswaffen haben, ziemlich fies werden. Man selbst hat zwar auch eine Feuerwaffe, ich fand aber nicht heraus, wie man sie benutzt. Evtl. kann man gar nicht schießen mit ihr. Viel lieber benutzt Arnold Schwarzenegger seine muskulösen, wunderschönen Arme, um die Gegner mit ein paar gezielten Schlägen oder gar Kopfnüssen in’s Jenseits zu befördern. Sobald Schusswaffen in’s Spiel kommen, wird’s lame und man sieht zum ersten mal den Game Over Screen. Man hat zwar keine Möglichkeit zum Blocken, geschweige denn ausweichen (Man läuft stets von rechts nach links oder links nach rechts auf einer Ebene. Hoch und runter is nich.), aber man kann sich mit Arnold immerhin bücken, was ihn unverwundbar gegenüber gegnerischen Projektilen und Faustschlägen macht. Wenn das mal nichts ist. Trotzdem erweist sich die Steuerung als derart hakelig und schwerfällig, das man schon gar keinen Bock hat, sich in irgendeiner Form anzustrengen.


(Alle… angezogen?! Wie sick?! Gottseidank sind trotz Klamotten noch Muskeln auszumachen.)

Das einzig herausragende an diesem Titel ist wohl die vorhin angesprochene “Grafikengine”. Ich weiß nicht, ob die Coder zu lame waren, der A500 zu langsam, oder ob es an den Penisen lag. Auf jedenfall besteht das sichtbare Spielfeld aus genau einem Drittel der normalen PAL-Auflösung. Oben und unten sehen wir lediglich schwarze Balken (Hab ich für’s Review abgeschnitten). Spiele wie “Superfrog” oder “Turrican” bieten somit ca. 3 mal soviel Grafik wie “Red Heat”. Aber ein Gutes hat es doch. Es kommt tatsächlich etwas Cinemascope feeling auf. Zudem ist die Grafik ansich gar nicht sooo schlecht. Arnold Schwarzenegger und seine Gegnersprites sind muskulös und flüssig animiert und die Backgrounds tun ihren Job. Arnold Schwarzenegger selbst ist sogar richtig gut getroffen und ohne weiteres Wiedererkennbar. In welcher Film->Spielumsetzung am Amiga gab es das schonmal?


(Klar, das man da schwul wird. Arnold Schwarzenegger in jungen Jahren.)

Naja, trotz soviel muskulösem Fleisch bleibt “Red Heat” unspielbar. Die grauenhafte Musik tut ihr übriges. Somit ist “Red Heat” nur denen zu empfehlen, die bei muskulösem Männerfleisch einen ordentlichen Boner in der Hose bekommen.

Muskulöses Männerfleisch.

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(Einer von fünf Fleischpenisen)

Another World

ANOTHER WORLD
e r i c c h a h i | 1 9 9 2 | a m i g a

Die Spielelandschaft 1992. Das System: Amiga. Der Amiga Joker testet in seiner Februarausgabe Spiele wie “Gobliiins”, “Home Alone”, “Videokid” oder “Hudson Hawk”. Allesamt bunte Jump’n'Runs mit mehr oder weniger innovativen Neuerungen, oder im Falle von “Gobliiins” ein lustiges Puzzlegame. Zwischen den Seiten taucht ein Spiel namens “Another World” auf. Es ist anders, als alle anderen in dieser Ausgabe. Anders, als alle anderen davor und anders, als alles, was danach noch folgen wird. Es sollte ganze 9 Jahre dauern, bis SCEE mit “ICO” ein ähnliches Spiel, mit ähnlicher Atmosphäre releasen wird.


Wo sind wir?

Das Spiel fängt mit einem grandiosen Intro an, das einen erstmal in Staunen versetzt und nur das wichtigste der Story Preis gibt. Das reicht. Das ist alles. Den Rest müssen wir selbst erforschen, bzw. werden wir auch nie erfahren. Wir fühlen uns irgendwie alleine. In dieser fremden Welt. Wir fühlen uns wie Lester Chaykin. Der Charakter, dessen Rolle wir spielen. Alleine müssen wir herausfinden, wo es lang geht, was eigentlich vor sich geht und wie wir wieder nach Hause kommen. Und hier wird das Spiel anders als alle anderen. Es lässt uns einfach weiter im Dunkeln tappen und erklärt fast gar nix. Später finden wir in einem mitgefangenen Außerirdischen zwar noch einen Freund, aber der verstärkt nur unsere Einsamkeit.


Wir sterben.

Auch die Technik trägt zur einzigartigen Atmosphäre des Spiels bei. Vektoren wurden bei “Another World” mal nicht benutzt, um karge 3D Landschaften für einen Flugsimulator zu basteln, sondern um grandiose Zwischensequenzen, Hauptcharakteranimationen oder Gegner zu animieren. An den Screenshots ist eindeutig zu erkennen: Die Screenshots gelten locker als Kunst und lange wird es nicht mehr dauern und ich werde mir ein paar ausdrucken und in Barockrahmen aufhängen. Die meisten der Zwischensequenzen und Animationen laufen wunderschön flüssig (Das Aufheben der Pistole!) und sehen atemberaubend aus. Wir erleben zum ersten mal wahres Kinofeeling am Amiga. Dazu das spartanische (DAS IST… Ach.. nee..) Design des kompletten Spiels, von Story, über Musik bis hin zu den gepixelten Hintergründen, die sich nahtlos in die vordergründige Vektorgrafik einfügen und wir haben es hier mit dem atmosphärischsten Amiga Spiel zu tun, das lange Zeit einzigartig war und selbst heute noch ist.

 
Raus!

Mit Leichtigkeit täuscht das Design, der Sound und die Atmosphäre des Spiels über die offensichtlichen Mängel hinweg. Die Steuerung kann ziemlich schnell, ziemlich hakelig werden, ein paar unfaire Stellen gibt es hier und da und die Gesamtspielzeit ist nicht wirklich viel länger, als die eines “Space Ace”. Ein paar Szenen mehr, hätten es schon sein dürfen. Auch wenn es dann evtl. auf drei Disks gepresst hätte werden müssen. Ich denke, das hätten wir alle verkraftet.

Ein paar Worte noch zum Remake: Das ist außerordentlich gut gelungen. Bei heutigen Remakes wie Super Stardust (XBLA) oder Speedball 2, die mehr schlecht, wie recht aussehe, ist es schön zu sehen, wie hier ein Remake ganz in der Tradition des Originals zusammengebastelt wurde. Die Auflösung viel höher, die Hintergründe detaillierter, aber noch gerade so, das es immer noch aussieht wie damals auf dem Amiga und dazu der Soundtrack auf CD! Was will man mehr für 14,99 EUR? Bitte kauft euch das Teil. Die CD ist die 14,99 EUR schon allein wegen dem Making Of wert.

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