Spargel mit (besserem) Hollandaise-Fake

Spargel mit (besserem) Hollandaise-Fake

Es blühen die Blumen draußen, unsere Hormone spielen verrückt und Shagy bekommt bestimmt auch bald einen jungen Stecher ab um eine Fantasien ausleben zu können. Genau, wir sprechen vom Frühling! Und in dieser Jahreszeit ist besonders Spargel gefragt.

Nach 20 Minuten im warem Wasser blubbern lassen sollte man die Sauce auch schon drüber geben. Doch wie macht man die am besten vegan? Am besten ganz anders. Viel Margarine in einen heißen Topf schmelzen lassen, Gelbwurz-Pulver für die Farbe rein, einige Milliliter Zitronensaft und immer wieder Margarine dazu geben.

Dann noch ein wenig frisch geschnittenen Schnittlauch rein und… genießen. ~_?

Feldsalat mit Wasabi-Morchen

25g Mocheln in einen Topf Wasser für ca. 1 Stunde brodeln lassen, dann in Öl für 5 Minuten anbraten lassen. Marinade mit Zucker, Salz, Apfelessig, Kürbiskernöl und Wasabi anrühren, über den gewaschenen Feldsalat, außenrum Sojasprossen und diese wiederum mit Sojasauce (Kikkoman) anrühren. Morcheln drüber, noch ein paar frische Koriander-Blätter drüber und ein wenig mehr Wasabi anrühren (on top).

Artist Showcase – Henk Nieborg

Artist Showcase
Heute: Henk Nieborg

Henk Nieborg.

Diesen Namen sollte man sich auf der Zunge zergehen lassen und stets mit dem dazugehörigen Respekt aussprechen. Henk Nieborg ist der Beste der Besten. Der ungekrönte Pixelgott. Seine Anfänge auf dem C64 waren dabei alles andere als einfach. Damals mittels Koala Paint und einem Joystick (!) pixelte er nach und nach seine ersten Artworks. Auf einem alten TV in schwarzweiß! Er merkte sich einfach die Farben in der Palette, pixelte in schwarz-weiß und überprüfte seine Arbeit von Zeit zu Zeit auf dem Fernseher seiner Eltern im Wohnzimmer. “Ghost Battle” für den Amiga war sein erstes kommerziell veröffentlichtes Spiel und brachte ihm sogleich einen festen Job bei Thalion ein, wo er bekanntermaßen an Spielen wie Ambermoon und Lionheart mitwirkte. Diese Titel waren es dann auch, welche seinen persönlichen, farbenfrohen und detaillierten Stil festigen sollten und ihn für immer unsterblich werden ließen. Heutzutage arbeitet er auch an 3D Modellen und den dazugehörigen Texturen und dank dem Developer Wayforward und Nintendos DS pixelt Henk noch heute und hat nichts von seinem Können verloren.

Pixel sprechen aber bekanntlich mehr als tausend Worte, hier nun ein paar seiner Arbeiten.

Ambermoon (Amiga)

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Henk Nieborg liebt Details, wie diese Arbeiten aus dem Ambermoon Intro eindrucksvoll belegen. Bei Cutscenes und Intros kann er sich immer voll ausleben. In voller Auflösung pixelte er hier die besten Wolken, die man jemals zu Gesicht bekam und eine Detaillierte Draufsicht der Ambermoonwelt mit all seinen Inseln und Gebirgen. Beeindruckend; Wie er mit nur 2 Abstufungen eines blassen Oranges die Sonne links oben noch geschwind ins Bild faked, welche obendrein umliegende Wolken mit anstrahlt. (Bild 1) Gerade wenn man denkt, dass es nicht mehr besser werden kann, fährt das Intro mit dem bis dato am flüssigsten animierten Kometeneinschlag fort (Bild 2) und endet mit einem kontrastreichen, gemäldeartigem Bild, welches nur so vor Details strotzt. Man beachte nur das Gras im Hintergrund (Bild 3).

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Selbst beim Graphical User Interface machte Henk nicht halt und garnierte es mit Details wie es ihm nur passte. Die Bilder der Avatare haben links und rechts eine verschnörkelte Umrandung, die Linien auf dem Strategiefeld sind nicht einfach durchgezogene Linien sondern starke und mal weniger starke Einkerbungen in Stein und die Buttons rechts unten sind von einem Rahmen im Barockstil umgeben, der total unnötig, aber einfach wunderschön ist. Die gleiche Detailliebe finden wir auch in den Backgrounds des Kampfscreens wieder. Berge sind klar als solche zu erkennen, die Wolken im Hintergrund ebenso detailliert und man kann sogar – wie im Intro – einzelne Grashalme im Vordergrund zählen und das mitten im Spiel. Viele Künstler wären damit schon zufrieden, aber für Henk Nieborg müssen auch die hintersten Steine und sogar die letzten der hinteren Baumstämme detailliert sein.

Lionheart (Amiga)

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Lionheart für den Amiga dürfte eine der bekanntesten Arbeiten von Henk sein und auch hier konnte er sich im Intro und den Cutscenes vollends austoben. Das Intro beinhaltet nicht nur parallax Scrolling, sondern auch flüssig animierte Sprites und verwöhnt das Auge sogar mit einem Pseudo-3D Effekt, welcher durch einen simplen Zoom erreicht wurde.

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Dank des Amiga Coppers konnte Thalion hier eine derart bunte Grafik realisieren, wie man sie sonst nur in der Arcade sah. Dank der Benutzung des Coppers konnten im Hintergrund Farbverläufe simuliert werden, die gar nicht in die eigentliche Sprite Palette gepasst hätten und wenn man kurz im Photoshop nachschaut, wird man feststellen das in diesen Szenen ca. 128 (unterschiedliche) Farben zu sehen sind. Hinzu kommt der immense Detailreichtum von Henk Nieborg, das beindruckende Zeilenscrolling, den noch beeindruckenderen Wassereffekt und einen subtilen Verlauf in der eigentlichen Levelgrafik und fertig ist ein optischer Augenschmaus, den man erlebt haben muss. Die Screenshots stammen übrigens aus WinUAE, welcher den Copper nicht wirklich gut emulieren kann, von daher sieht das Spiel auf einem original Amiga sogar noch besser aus.

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The Misadventures Of Flink (Mega Drive)

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Flink ist dann die natürliche Evolution von Henks Style. Etwas befreit von Spritelimitationen dank Mega Drive Hardware legte sich Henk wieder voll ins Zeug. In diesem Screenshot aus dem Intro sieht man seit langem mal wieder das exzessive Dithering (Schachbrettmuster um Farbverläufe zu simulieren), welches bis dato nur bei “Ghost Battle” (Amiga) so ausgeprägt war. Beachtet bitte auch links die kleine Hütte im Wald und wie Henk vor allem die Treppen mit einem unglaubliche detaillierten Verlauf im Gras verschwinden lässt. Mein persönlicher Favourit; Das “Moos” auf den Felsen, welches durch etws grünes Dithering perfekt simuliert wird. Die düstere Wolkenwand im Hintergrund ist natürlich auch ein Standout dieses Bildes und deutet unbewusst ganz gut darauf hin, dass Flink ein etwas düstereres Spiel ist. Was natürlich der gedeckten Mega Drive Farbpalette zuzuschreiben ist, auf einem original Mega Drive mit TV sehen die Farben ein wenig kräftiger aus.

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Fest steht einfach, das Henk der King der Details ist. Man sieht es einfach in jeder seiner Arbeiten, egal wie farblimitiert. Holz ist strukturiert und verziert (Bild 1) und wieder erkennen wir einzelne Ranken, Blüten, Blätter, Steine und Äste im Hintergrund (Bild 2). Dabei ist die Farbpalette so außerordentlich perfekt ausgesucht, dass man meinen könnte wir haben hier eine 256 Farben Version vor uns. Dabei unterstützte das Mega Drive – genauso wie ein ECS Amiga – im Normalfall lediglich 32 Farben.

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Auch eindrucksvolle Bosse sind für Henk kein Problem. Beachtet in diesem Screenshot auch bitte links den Stamm und die Ranken der linken Platform.

Lomax in Lemmingland (PSone)

Das kommt dabei raus, wenn man Henk Nieborg relativ viel V-Ram (Im Vergleich zum Amiga) und relativ viel Farben (Im Vergleich zum Amiga) zur Verfügung stellt. Die dickste 2D Grafik ever. Lomax im Lemmingland ist der einzige Lemmingsteil, welchen ich je spielte und das nicht nur weil es ein Jump’n'Run und kein Strategie/Puzzle Vertreter ist. Nein, vielmehr spielte ich es wegen der unglaublichen Grafik.

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Nicht alle Pixelartists schafften die Umstellung von 32 Farben auf fast schon ausschweifende 256. Besonders viele Amiga AGA Versionen (256 Farben) von ECS Spiele (32 Farben) litten unter den zusätzlichen Farben, da die Künstler oft einfach unnötige Farbverläufe hinzufügten oder Charaktere / Items / Hintergründe schlicht und ergreifend “bunter” machten. Besonder The Chaos Engine litt darunter und sieht in der AGA Version aus, wie ein Besuch auf einem Rummel anstelle des düsteren Zukunftsszenarios, welches es sein sollte.

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Henk Nieborg jedoch benutzt die zusätzlichen Farben nur da, wo es nötig ist und schaffte es seinem Stil treu zu bleiben. Gutes Beispiel; Der Hintergrund in Bild 1. Die Wolken hätte man locker mit mindestens 5 zusätzlichen Farben versehen und somit den Verlauf glatter machen können, aber nein er benutzt einfach weiter 5 bis 6 Abstufungen und simuliert mittels Schachbrett Dithering einen Verlauf. Das hat den angenehmen nebeneffekt, dass die Wolken eine Art “Textur” erhalten und nicht einfach nur glatt gebügelt (Stichwort “Airbrush artig”) aussehen. Das kombiniert Henk aber trotz allem mit “neumodischen” Effekten wie Transparenz oder Zooming- und Rotationseffekten und hebt somit die 2D Grafik endgültig auf die “16-Bit” Stufe.

Harry Potter (GBA)

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Nachdem die Playstation One die Ära der 3D Games einläutete machte sich Henk überwiegend auf Handheld Platformen wie dem Nintendo DS und dem GBA breit. Die dem SNES recht ähnliche Architektur bietet Henk wieder die perfekte Umgebung für farbenfrohe und detailreiche Hintergründe. Besonders herausragend in diesem Mock-Up eines Harry Potter Endbosses sind mal wieder die Bäume mit ihren detaillierten Baumrinden, sowie die kleinen Sträucher dahinter, wo man sogar einzelne Blätter ausmachen kann. Interessant ist auch das Gras an den Stämmen der Bäume, welches nicht einfach nur langweilig alles in einer Richtung steht, sondern sich zirkular um die Bäume fügt.

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Auf diesen Screenshots sieht man Henks Detailreichtum wohin man auch schaut. Besonders herausragend der Torbogen (Bild 2) mit all seinen Details wie Rissen im Material, Schachbrettdithering, Ornamenten und einzeln erkennbaren Steinen. Besonders sticht hier aber die Benutzung von Tiefschwarz hervor, welche die Grafik wirklich plastisch wirken lässt.

The Flash (Nintendo DS)

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Dann wurde es im Allgemeinen recht still um Pixelgrafik. Henk Nieborg arbeitete irgendwann sogar mit Polygonen und deren Texturen, z. B. an Spielen wie “Harry Potter and the Chamber Of Secrets” und “Spyro – A Hero’s Tail”. So sehr ich Henk auch liebe, ich muss gestehen, dass bei seinen 3D Modellen ein wenig der “Zauber” flöten ging. Um 2004 rum konnte Henk dank des Nintendo DS jedoch endlich wieder an Pixeln arbeiten. Seine detaillierten Hintergrundgrafiken zum Nintendo DS Spiel “Shantae – Risky’s Revenge” stachen natürlich aus der Masse der lieblos zusammen gewürfelten Shovelware für den DS heraus. Gegen 2008 arbeitete er dann an “The Flash” ebenfalls für den Nintendo DS, welches anscheinend aber nie released wurde. Hier fällt zum ersten Mal auf, dass es weniger Details als sonst üblich zu sehen gibt. Ob das am für Henk eher ungewohnten Setting (zeitgenössische Stadtumgebung) liegt oder am Projekt selbst, ist kaum mehr auszumachen.

Winnetou (Nintendo DS)

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“Winnetou – Wild Lands” (unreleased?) zeigt hingegen wieder, was in Henk steckt. Das vertraute Setting eines Waldes ermöglicht ihm wieder, sich vollends auszutoben. Einzelne Blätter sind wieder erkennbar, Baumstämme haben detaillierte Rinde und selbst die hintersten Baumkronen strotzen noch so vor Details. Auffallend ist das eher “realistische” Herangehen an die Grafik. Während Flink und vor allem Lomax noch ein richtiges “Fantasyfeeling” boten, hält sich Winnetou eher zurück.

Thor – God of Thunder (Nintendo DS)

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Der Erfolg des Nintendo DS ermöglichte es Henk immer wieder zu pixeln. Plötzlich war Pixelgrafik wieder gefragt. “Thor – God Of Thunder” ist ein weiteres Highlight. Zwar nicht wirklich “realistisch” ist die Grafik dennoch eher zurückhaltend und nicht ganz so ausschweifend, wie Henks ältere arbeiten (evtl. liegt es am Alter?). Dennoch hat seine Arbeit nichts von seinem Charme verloren. Besonders herausragend ist die Farbpalette in Bild 2, sowie der Boden in Bild 3. Wie kein anderer schafft es Henk die Tilesets für Spiele so anzulegen, das kaum Wiederholungen sichtbar sind. Alles sieht wundervoll homogen und “wie aus einem Guss” aus.

Bis zum heutigen Tage pixelt Henk Nieborg und hat von seinen ursprünglichen Style kaum etwas verloren (je nach Platform und Art Director natürlich) und beschert uns hoffentlich noch mit etlichen Retrospielen mit Pixelgrafik wie sie nur der Meister persönlich zustande bringt.

Vielen Dank, Henk Nieborg!

Artist Showcase – Herman Serrano

Artist Showcase
Heute: Herman Serrano

Herman Serrano ist einer der wenigen Künstler, die ebenso gut mit dem Pinsel wie mit der Maus umgehen können. In seiner Prime Time in den 80ern arbeitet er nicht nur an Pixelgrafiken, sondern gestaltete auch das ein oder andere Cover zu Spielen wie z. B. Weird Dreams, Carrier Command oder Quartz. Natürlich möchte ich hier seine Pixelgrafiken hervorheben, allen voran den Höhepunkt seiner Pixelkarriere, dem Intro zu “Liberation – Captive II”. Nach seiner Amiga Zeit versuchte er sich noch an dem ein oder anderen SNES und Mega Drive Spiel, bevor er zuletzt als Lead Artist an Malice arbeite, wo er aber schon Argonaut Software partete, bevor das Spiel fertig war.

Kennzeichnend für seinen Stil ist seine Liebe zum Schachbrettdithering sowie sein guter Umgang mit so wenig Farben, wie nur irgendwie möglich. Es hat den Anschein, als fühle er sich in einer 16 Farben Palette am wohlsten. Geschickt simuliert er Verläufe und zusätzliche Farben mit dem bewussten Einsatz von Falschfarben und viel, viel Schachbrettdithering. Applaus!

Wreckers (Amiga)

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Eine der frühesten Arbeiten von Herman ist das Titelbild zum Amigaspiel Wreckers. Ein tolles Raumschiffdesign, gepaart mit lediglich 3 Abstufungen der Farbe Lila zur Einfärbung des Planeten lassen schon etwas den typischen Serranostil erkennen. Das Raumschiff ist allerdings ungewohnt detailarm, was aber vom interessanten Schriftzug wieder etwas wett gemacht wird.

Emlyn Hughes International Soccer (Amiga)

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Beim Titelscreen für die Fußballsimulation “Emlyn Hughes International Soccer” fehlt zwar ein bisschen der typische Serrano Stil, aber es ist trotz allem ein interessantes Bild aufgrund der realistischen Darstellung der Spieler, der Tatsache, dass der Titelschriftzug sich hinter dem Geschehen befindet und dem Detailreichtum des Publikums. Ein wenig verwunderlich ist jedoch der Fußball ansich, der einen ungewohnt dicken “Rand” hat und auf der linken Seite mehr als merkwürdig aussieht. Oder ist es nur ein Hintergrunddetail (Treppenaufgang?) welches ein paar Pixel hervorschaut?

Allan Border’s Cricket (Amiga)

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Schnell macht Herman sich mit seinen Arbeiten aber einen Namen. Das Titelbild zu Allan Border’s Cricket für den Amiga besticht auf den ersten Blick mit einem Portrait von Allan Border, doch ziemlich schnell gleitet der Blick in die rechte Bildhälfte, wo man Zeuge eines Bokeh- oder Blur-Effektes wird, den man bis heute nur selten in Pixelgrafiken findet. Grund dafür ist natürlich die fehlende Farbtiefe, aber hier kommt Hermans Schachbrettdithering zum Einsatz, welches mühelos die äußeren Ränder des hinteren Spielers blurred. Und naja, für die Hackfresse von Allan Border kann Herman ja nix.

Exile (Amiga)

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Im Titelbild zu Exile für den Amiga ist deutlich die Benutzung von Falschfarben zu sehen. Vor allem im Gesicht des Astronauten, wo ein bisschen Grau mit einem Beigeton gemischt nicht so sehr auffällt. Auch besonders an diesem Bild: Die Reflexionen im Glas des Helmes an den linken und rechten Seiten. Hier sieht man die für den Gesichtsausdruck des Protagonisten verantwortlichen Angreifer und wie sie gekonnt im Bilder untergebracht wurden, ohne dabei störend zu wirken.

Infestation (Amiga)

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Ursprünglich vom Stammcoverdesigner von Psygnosis entworfen und später von Herman Serrano als Pixelversion umgesetzt besticht auch dieses Bild wieder mit einer gekonnt umgesetzten Tiefenunschärfe. Besonders herausragend ist der Detailreichtum in diesem Bild. Der Insektenroboter strotzt nur so vor Details Schrauben, Nieten und Panelgrate. Den Höhepunkt bilden hierbei aber die Fühler des Insektes, die dank eines cleveren Musters selbige aus gezwirbeltem Draht erscheinen lässt.

Outlander (Mega Drive)

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Hermans erste Ausflüge in die Konsolenwelt ähneln denen des Amigas stark, kein Wunder, hat das Mega Drive mit dem Amiga doch mehr Gemeinsamkeiten, als Unterschiede. So verweundert es nicht, das auch hier ganz klar der Stil des Herrn Serrano zu erkennen ist. Das Gesicht – ganz klar von Mel Gibson inspiriert – besticht durch Schachbrettdithering ohne Ende und besonders der hellgraue 3-Tage-Bart gefällt mir. Das “transparente” Glas erinnert an Sega Saturn Grafik und sieht auf einem CRT Monitor natürlich etwas besser aus, als auf modernen Displays. Beachtet bittet auch die aufgerissene Naht an den Schulterpads der Jacke. In Bild 2 mit dem Autounfall macht sich die etwas ungewöhnliche Palette bemerkbar, aber nichts desto trotz weiß Herman damit umzugehen. Auffallend ist hier einzig das eher ungewöhnliche “Durcheinander” im Dithering der Wolken. Diese wurden vermutlich prozedural erzeugt und nicht handgepixelt.

One Last Dance

One Last Dance Singapur 2005

Singapur. T (Francis Ng) ist ein stiller, zurückgezogener Mann. Er arbeitet hier als Auftragskiller. Den Sonntag nimmt er sich frei. Dann spielt er mit dem örtlichen Polizeicaptain (Ti Lung) Schach. In roten Geschenkpäckchen (normalerweise zum Chinese New Year verteilt), die man ihm in den Briefkasten wirft, bekommt er die Namen seiner Opfer. Jetzt soll er die Kidnapper des Sohnes eines angesehenen Gangsters aufspüren. Leider scheint die halbe Unterwelt Singapurs etwas damit zu tun zu haben. Die Italiener, angeführt von Harvey Keitel vielleicht? Vielleicht auch T selbst. Oder seine kriminellen Freunde Arthur und der leicht irre Kou, in dessen Schwester Mae (Vivian Hsu) T sich verliebt. Dann gibt’s da noch einen gelben Koffer, hinter dem alle her sind. Was ist drin? T weiß es nicht. Ich weiß es auch nicht. Hat eigentlich irgendwer eine Ahnung, was hier abgeht?


(Francis Ng ist einfach geil. Er sähe vermutlich auch beim Scheißen noch cool wie Sau aus.)

Max Makowski’s (welcher übrigens aus Brasilien stammt) One Last Dance ist locker mal einer der verwirrendsten Filme, die ich in den letzten 2 Jahren gesehen habe. Und ich sag’ es direkt: Wer sich diesen Film anschaut und mir am Ende klipp und klar sagen kann, was passiert ist und wer wo seine Finger mit im Spiel hatte, heißt entweder Max Makowski oder hat einen IQ jenseits von 150.

An Unterhaltungswert verliert der Film allerdings dadurch nicht, ganz im Gegenteil. Schon in der ersten Szene lugen die ersten humoristischen Elemente hervor, die sich durch zwei Drittel des Films ziehen werden und dem Ganzen eine gewisse Guy Ritchie-Note geben. Geglückt sind diese Passagen nicht immer – Makowski meint es eigentlich gut damit, will seinem Werk damit etwas von seiner schweren Plotlast nehmen, aber lässt sich dann leider hier und da auf ein Niveau herab, welches mit “Hundefurzjokes” wohl am treffendsten umschrieben wäre. Könnte man akzeptieren, wenn es dann nicht in der nächsten Szene plötzlich um Kant ginge. Diese ständige Schwankungen nehmen One Last Dance etwas von seinem Impact.

Glücklicherweise übertreibt Makowski es nicht völlig. Im Kern ist One Last Dance immer noch ein intelligenter, eleganter Krimithriller, der durch die Präsenz von Francis Ng (wirklich fantatisch, eine seiner besten Rollen und Grund allein, sich diesen Film anzuschauen) sowie Gastauftritte von Ti Lung (!) und Harvey Keitel (!!) ein Prestige erhält, das alles andere als alltäglich ist.


(Das im Hintergrund, das ist Kou’s Kumpel. Zusammen mit Kou der offizielle Repräsentant Jar Jar Binks’ in Singapur.)

Komplementiert werden diese Auftritte durch die richtig gute Musik John Swiharts (Inkl. kantonesischem Titelsong) und vor allem durch die edlen, sorgfältig komponierten Bilder, welche problemlos Milkyway-Niveau erreichen. Dazu virtuoser Schnitt sowie unübliche Szenenübergänge. Getrübt wird dieser hervorragende Eindruck nur durch das gewöhnungsbedürftige, beinahe comicartige CGI-Blut. Doch da echte Actionszenen ohnehin kaum vorhanden sind, lässt sich darüber hinwegsehen.

Ja, und dann gibt es eben noch den angesprochenen Plot. Auf einem alternativen Poster des Films heißt es: Every piece tells a different story. Bei One Last Dance kein hohler Spruch, sondern Fakt. Makowski konstruiert seinen Film wie ein Puzzle, rückt nach und nach neue Stücke aus – aber wie diese ineinanderpassen, muss man selbst herausfinden. Tatsächliche Erklärungen für die Geschehnisse werden völlig ausgelassen. Einerseits ist das eine wohltuende Abwechslung zum bekannten Problem vieler asiatischer Filme – immer alles laut aussprechen, zweimal unterstreichen und ja sichergehen, dass auch alles verstanden wurde – andererseits, bei einem so dicht verwobenen Plot wie dem von One Last Dance, ein echtes Problem für den Zuschauer. Bahn frei für Schnitte im Blinzeltempo; für Zeitsprünge, von denen man erst gegen Ende weiß, dass sie überhaupt solche waren; für prätentiöse Symbolik und sich in den eigenen Schwanz beißende Subplots. Das 100 Minuten zu verfolgen, ist ganz schön anstrengend und wer da nach einer halben Stunde aufgibt, den kann ich verstehen.


(Zwei Generationen, zwei Legenden.)

Der große Unterschied zu anderen Filmen, die sich in ihrer eigenen Cleverness verheddern? Makowski’s Inszenierung verhindert einfach jede Spur von Trockenheit; der junge Regisseur steigert sich mit solchem Inbrunst für das Medium Film in sein erstes großes Projekt hinein, dass man ihm die Ausrutscher nicht verübeln kann. Er arbeitet mit Respekt für seine Schauspieler, lässt ihnen viel Freiraum. Man spürt seine Leidenschaft, die letzten Endes über jeden Blödel-Gag und Story-Stolperstein siegt.

One Last Dance ist trotz, vielleicht auch gerade wegen dieser Unebenheiten hundertmal mutiger, smarter und interessanter als jedes glattgestriegelte Machwerk, das in den letzten Jahren die Fließbandproduktionen Hong Kongs und Koreas verlassen hat.


(“Wie, du hast den Film nicht kapiert? Dafür musst du sterben.”)

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Spiderman 3

SPIDERMAN 3 (hier bitte die ps3-Schrift denken) [2007 / US & A]

Tjopes. 250 Millionen Dollar hat er gekostet.. der teuerste Film bis dato. Wo die hin sind? Sagts mir, denn ich hab keine Ahnung ehrlich gesagt.

Story
Okay, das ist nur grob umrissen, da es diesmal ja mehrere Handlungsstränge gibt aka Spidey ist mit der süßen aber unsicheren Mary Jane zusammen. Sie singt am Broadway, fliegt dort aber wieder raus und begibt sich für einen Kuss in die Arme ihres besten Freundes, Harry Osborn.. der noch zuvor als neuer Gnom Spidey töten wollte. Er wird aber gekloppt, wacht im Krankenhaus mit Gedächtnisschwund auf und ist wieder der beste Kumpel. Weiterhin gerät Flint Marko in eine Testanlage und mutiert zum Sandmann. Das kommt ihm recht, braucht er als gesuchter Verbrecher doch ganz schnell ganz viel Geld um seine Tochter zu heilen, die todsterbenskrank ist. Und dann gibts da noch den Komet, der auf die Erde fällt und den schwarzen kleinen Parasiten freigibt, der einfach nur lieb gehabt werden will und sich einen Wirt sucht aka Venom.. auf den ich mich ja am meisten freute, weil er in den Comics einfach nur ein verflucht geil aussehender Charakter ist.

Gut.. hört sich das nach viel Stoff an? Oh ja.


Links: Sie geht mir am meisten auf den Sack :Q | Rechts: Der Sandmann wurde sowohl charakteristisch, als auch technisch gut umgesetzt

Kritik
Viel Stoff ist es in der Tat. Und obwohl sich der Film zieht wie ein Hubba Bubba, kann ich nicht sagen, dass jetzt wirklich teifsinnig auf irgendeinen der Charaktere eingegangen worden ist. Alles läuft nahezu episodenartig ab und die Geschichte ist mehr oder weniger vorhersehbar. Sicherlich.. man musste sich an die Comics halten, sonst wären die Hardcorefans enttäuscht gewesen. Naja aber warum jetzt ein Typ jemanden umbringen will, weil er durch einen anderen seinen Job verloren hat (im Prinzip) und der auch einmal mit dessen Freundin in einem Jazz-Club war, ist mir ehrlich gesagt etwas em.. schleierhaft. In den späten 80ern konnte man mit solchen Gründen in einem Comic sicherlich punkten aber heutzutage klingt das alles schon sehr naiv bis blauäugig, oder, um es mal beim Namen zu nennen, total bescheuert.

Dabei macht der Film “eigentlich” alles richtig. Gute Musik, absolut dicke Kamerafahrten ohne Zeitlupencrap, eine solide Story wie bei Teil 1 und 2, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt. Im Gegenteil. Zwischendurch baut der dritte Ableger wirklich ein paar Höchstleistungen hin, wenns um Stimmung geht. Was dem Film aber fehlt ist Authentizität. Sicherlich sind Comicverfilmungen etwas abgedreht aber hier dachte ich mir so oft “baha”, dass ich teilweise nicht wusste ob ich das nur witzig oder blöd finden soll. Allein die comments der Fernsehberichterstattungstuss relativ am Schluss und die live TV-Übertragung wirkt so aufgesetzt, dass es mit dem Rest des Films nicht viel zu tun hat.


Imo die einzig wirklich fette Szene.. für ein paar Sekunden

Das zweite Problem ist die Action.. die zwar vorhanden aber viiiieeel zu selten die Hauptrolle übernimmt. Bei einem Film von 139 Minuten erwarte ich nicht nur minutenlange Laberszenen.. ich will dann auch mal mit Action (wie in den Comics seitenlang..) belohnt werden. Aber sie wird ständig von Gebrabbel und anderem Kram unterbrochen, sodass es in Teil 3 (wie auch in Teil 1) keine einzige Szene gibt, die mal durchgehend rockt und ein ganzes Chapter auf der DVD für sich beanspruchen würde.

Wie gesagt.. 250 Millionen Dollar sah ich da nirgends. Sicherlich.. ein Kran der einen Wolkenkratzer aufreisst sieht schon arschgeil aus und die beste Computeranimation, in der der Sandmann zum ersten mal versucht aufzustehen war wirklich eine Augenweide und so noch nie zu sehen.. naja aber sorry.. das wars auch schon. Alles andere ist relativ standard und Venom sieht, um es mal vorsichtig auszudrücken, nicht nur absolut scheisse aus, er hat auch noch eine ganz beknackte Synchro verpasst bekommen.


Links: Man hat das Gefühl über jede einzelne Wunde wurde diskutiert | Rechts: Venom sieht leider aus wie ein wütender Wauwau

Fazit
Ich hatte schon nicht viel erwartet (aber zumindest genau so viel wie im Sequel) und jetzt wurde ich trotzdem enttäuscht. Der Film hat mehr als die anderen Comicverfilmungen.. guten Humor, klassische Momente, mehrere Handlungsstränge.. aber man wird das Gefühl nicht los, dass gerade die ganzen Stories im dritten Teil einfach viel zu viel waren und man sich lieber auf eine oder zwei Sachen hätte konzentrieren sollen.

Ich wollte dem Film jetzt 3 penen geben aber er bekommt noch einen abgezogen, wegen einer kurz vor dem Finale vorkommenden, sehr kurzen Einstellung, die mich ja wirklich fast kotzen ließ. Wer mich kennt, weiss was ich meine. Und ich glaube selbst das war computeranimiert!?!? ~_~

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Die Abenteuer des Tom Sawyer

Die Abenteuer des Tom Sawyer 

Unglaublich aber wahr: Ich hatte am Sonntag nichts zu tun – beziehungsweise hatte ich natürlich was zu tun, nur war ich viel zu faul und gammelte rum – und so habe ich mal ein wenig durch die wunderbare Vielfalt des deutschen Fernsehens gezappt. Und blieb promt auf SuperRTL hängen – was nicht unbedingt gutes heißen soll, sonst kam echt nur Rotz. Von Kamerateams die Polizisten durch ne Kleinstadt nachjagen, Nachrichtenjournale mit Panikmachern wie Terrorvorbereitungen in Deutschland, sowie Fußball, Soaps und 9Live. Also eine solch tiefe und breite Auswahl und Abwechlung wie penance’ Sexualpräferenzen und dessen Vielfalt. Aka gar keine.

Nun, lasst uns nicht weiter abschweifen. Wie es der Zufall wollte, fing gerade ein Film auf SuperRTL an. Beziehungsweise kein Film, sondern ein Zeichentrickfilm. “Tom Sawyer”. Fein, über den jungen Herren habe ich so einiges gehört, aber besitze gefährliches Halbwissen. Stand der nicht mit Hackfresse Bärenfick oder wie der hieß in Verbindung? Achja, Wikipedia weiß alles:

Quote:
Die Abenteuer des Tom Sawyer (The Adventures Of Tom Sawyer) ist ein 1876 erschienener Roman des amerikanischen Schriftstellers Mark Twain.Das Buch zählt zu den Klassikern der Jugendbuch-Literatur. Es wird, für die Zeit ungewöhnlich, in der damals gängigen Alltagssprache erzählt, womit der Autor ein Gegenkonzept zu den damals üblichen Kinderbüchern über Musterknaben und brave Mädchen entwerfen möchte. Bisweilen wird das Buch, wie auch der Nachfolger „Huckleberry Finns Abenteuer“, als rassistisch bezeichnet, weil Schwarze durchweg „Nigger“ genannt werden. Das war jedoch die zu der Zeit gängige Sprachpraxis. Die Darstellung der Schwarzen, mit denselben Gefühlen und Wünschen wie die Weißen, ist für die Zeit emanzipatorisch. 

Na hervorragend. Aber geschissen drauf, Film fängt an, Chips her, Maul halten.

Huh, das sind ja anthropomorphische Tiere? Und NICHT von Disney? Das ist eigentlich fast ein Ding der Unmöglichkeit. MGM Animation soll den Film gemacht haben. Und obwohl die ersten Szenen sehr 80s von der Bildsprache und den Farben aussehen, will mir Wikipedia weiß machen, dass der Film von 2000 ist. Und zusätzlich hat MGM Animation wirklich rein gar nichts mit Disney zu tun. Beruhigend zu wissen.

Sechster Absatz. Hier scheint eine gute Stelle zu sein, ein Häufchen zu hinterlassen. Ein Häufchen der Information über die Charaktere.

Zum einen hätten wir da Tom Sawyer – logisch. Eine Katze. Glaube ich. Könnte auch ein Löwe sein. Irgendwas dazwischen. Sein bester Kumpel, Huckleberry Finn (der dennoch vom Mississippi kommt, und nicht aus Finnland), ein Fuchs, ist ein typischer Faulenzer und hat es gegenüber Tom Sawyer schon aufgegeben in die Schule zu gehen. Angelt den ganzen Tag und läuft schön pennerhaft ohne Schuhe rum und träumt mit Tom von verborgenen Piratenschätzen. Dennoch nicht der Dümmste, auf ihn kann man sich verlassen. Das einzig lustige daran wäre, dass er einen Kopf kleiner ist als Tom Sawyer. Also siehts mit den Blowjobs ein wenig schlechter aus, denn wenn er sich hinkniet ist sein Kopf noch immer zu weit unten. Aber zum Glück nicht mein Problem.

Wahnsinn, soviel hab ich geschrieben und so wenig Informationen kamen rüber. So gehts nun heiter weiter.

Tom wohnt bei seiner strengen Tante Polly und seinem Bruder, dessen Name ich vergessen habe, der nebenbei die größte Petze der Nation ist und Tom immer wieder verpfeift.

Becky Thatcher, eine neureiche Göre die sich zu fein zum Schwindeln ist, kommt dann auch noch ins Toms Klasse und er verknallt sich sofort in sie – Sauerei, wie wenn ihm Huckleberry nicht genug wäre!! Bei dem regt sich anscheinend bei dem Mädel nix. Bei Tom umso mehr, weil er seine bisherige Freundin einfach so in den Sand setzt und sie ziemlich unglücklich wird.

Der gewalttätigste Charakter kommt aber erst ins Spiel, als Tom und Huck zusammen auf einem Friedhof ein Verbrechen beobachten – der große, gefährliche Joe (zwei Meter fünfzig Wolf) bringt einen Polizisten um.

Das bedeutet für unsere beiden Helden: Den Mississippi rauf und einmal runter, immer vor dem Erzfeind verstecken, bevor dieser ihnen den Hals umdreht und Tante Polly auch noch mit dem Nudelholz hinterherläuft. Und ganz nebenbei noch die große Liebe entdecken. Und ob die Geschichte von dem Piratenschatz wahr ist?


(Merke: Screens von diesem Film sind im Internet sehr schwer zu finden!)

Hört sich doch alles abenteuerlich jugendlich und romantisch an, oder? Nun, fast. Wenn da nicht die ziemliche Brutalität wäre.

Versteht mich nicht falsch, nur haben einige Szenen sich in mein Gehirn gebrannt bei denen ich mir nicht vorstellen könnte, dass sie Kindern oder Jugendlichen – für die dieser Film gemacht wurde – gefallen werden. Zum einen sind da die ziemlich offensichtlichen Morde, die man anders hätte gestalten können. Ein Polizist wird mit Karacho auf einen Grabstein mit dem Kopf voran geworfen, stirbt wegen Gehirnblutungen oder was-weiß-ich. Wird dann von seinem Kollegen auf dem Pferd davongetragen, einen ersten verwirrten Verdächtigen schon angebunden im Schlepptau.

Ebenso werden Bösewichte einfach aus dem Weg geräumt, in dem sie getötet werden. Zwar immer von Klippen schubsen oder ähnlich, doch auch schon ziemlich fieß den toten Körper dann für mehrere Szenen im Bild zu lassen, und direkt daneben tanzen die Leute vor Freude.

Ein wenig komisch war auch die Dreiecksbeziehung zwischen Toms alter Freundin und seiner neuen. Das hieße: Wenn da eine Dreiecksbeziehung möglich wäre. Er hätte sie wunderbar gleichzeitig nehmen können, während er eine von hinten verwöhnt, hätte sich die andere ihren Genitalbereich in seinen Mund drücken können, bis er fast erstickt wäre. Aber das wollte er natürlich nicht, die etwas flapsigere, jungenhaftere Ellenbogen-Dame mit seinen gleichen Interessen (seine alte Freundin, mehr mein Typ) ließ er ab der Sekunde zu jeder Gelegenheit abblitzen, seit seine neue Freundin (aus gutem Hause, traut sich nix, langweiliges Görenbiest) aufgetaucht ist. Flirtet mit ihr die ganze Zeit rum, aber die alte lässt er wirklich so eiskalt liegen. Was ist das für ne Arschloch-Aktion? Was hat das in einem Kinderfilm zu suchen?

<spoiler>Bis zum Ende versucht seine alte Freundin, sich an Tom ranzumachen. Ohne Ergebnis. Wenige Minuten vor Schluss entschied sie sich aber, mit dem asexuell erscheinenden Huck bisschen rumzuficken. Und die mögen sich dann auf einmal ganz toll, tja, vorbei mit Huck’s homoerotischer Zeit! Und ab diesem Zeitpunkt spricht Tom sogar mit seiner alten Freundin wieder… pffft… Weiber… Kerle…</spoiler>

Aber ich will ja keine Moralschlampe sein. Allgemein hat es aber der Ästhetik ein wenig geschadet, denn ansonsten ist der Film sehr im klassischen Rahmen gehalten. Sogar gesungen wird. Nicht zu viel. Aber wenn, dann gehts ab wie in nem LSD-Tripp. Als sich Huck und Tom (ziemlich homoerotisch) mit einem Lied ihre Freundschaft schwören, bekommen die Wellen, die Bäume, die Wolken auf einmal Augen, Nasen und Münder. Viel schlimmer als in jedem Mario-Teil. Und sie singen. Nehmen Tom und seinen Kumpel in den Mund (!), spritzen mit ihrem Wasser herum, singen alle wie wild. Herrlich auf Pilzen.

Emotionen bauen sich auf, weil man weiß, dass man jeden der wunderschön gezeichneten Hintergründe nur ein einziges Mal sehen wird in diesem Film – man kommt nicht zurück wie in Click’n'Point-Adventures, um sich diese Hintergründe nochmals anzusehen. Auch werde einzelne Locations, wie z.B. die Schule, nur sehr kurz angerissen.

Man hat schon gegen Ende des Films das Bedürfnis nach dem MEHR! Mehr über die Leute zu erfahren, die Locations, deren Geschichte. Es war eine schöne Zeit, die man in den Film investiert hat, obwohl ein flaues Gefühl im Magen bleibt – weil man “mehr” aus dem Film hätte machen können und einige Patzer in der Ästhetik entstanden – welche aber wegen meiner persönlichen Natur reingerutscht sind.

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EDIT: Ich Kulturbanause wusste natürlich nicht, dass der Zeichentrick mit dem original Buch fast identisch ist und dort auch schon die Morde verzeichnet waren. Dennoch ändert sich an meiner Wertung nichts, passt einfach nicht zum Film. Interessant auch: Im Original wird der Mord dem gutmütigen Muff Potter (daher auch der Name unserer aller Lieblingsband) angehängt, während im Zeichentrickfilm dieser Charakter komischerweise MUTT Potter heißt. Wieso?

Sunshine

Als ich damals nur den Schriftzug auf dem Poster sah, dachte ich mir: “Wahnsinn. Egal was es ist, ich muss ihn sehen.” Als ich schließlich mitbekam, dass er von Danny Boyle gemacht wurde, der mir noch 2 Stunden meines Lebens schuldet aka “28 days later”, hatte ich wieder Schiss. Und am 24.04.07, 50 Jahre vor dem Ende unserer Sonne, sollte sich herausstellen, ob der Film eine Geschichte wie diese spannend und stilvoll erzählen könnte. Aber um was gehts eigentlich genau?

Story
2057 ist die Sonne ist ausgepowert und droht zu sterben. Die Erde hat die Folgen schon zu spüren bekommen und befindet sich seit Jahren im Winter. Nachdem ein erster Versuch, die Sonne anhand einer in ihr eingeschleusten Atomsprengkapsel wiederzubeleben, missglückt ist, macht sich die Crew der “Icarus II”, die aus Experten so ziemlich jeder Sparte besteht, auf die Reise, unsere Erde zu retten.

Film
Ich sags gleich mal vorneweg: Der Film ist ein Meisterwerk. Ich kann nicht glauben, dass das von einem Regisseur stammt, der einst so einen Supercrap schuf.. und wir sahen auch noch den Trailer von “28 WEEKS later”.. und.. naja ich muss dazu nix sagen. Ich werd ihn mir nichtmal angucken, diese sicke lameness. =/

Von der ersten Minute an, wird man in monumentalen Bildern der Sonne und des Raumschiffs mit seinem gewaltigen Sonnenschild aka der Bombe, gefangen genommen. Was die Crew auf dieser Reise erleben wird, möchte ich hier nicht verraten, denn es wäre halt einfach lame. Es ist nur so, dass ich mir nicht vorstellen konnte, eine Story wie diese spannend und ansprechend in Szene zu setzen, ohne das ganze Heldengetue und Patriotismus.. von welchem Land auch immer. Hier geht es aber nicht darum! Actually sieht man in dem Film nicht mal eine Flagge von irgendeinem Land. Kein Schauspieler ist nervig oder saublöd.. oder aggressiv wie ich, als dieser stinkende Depp neben mir im Kinosessel Platz nahm (ich musste flüchten). Niemand kreischt bekloppt rum oder verfällt in einen Heulkrampf. Das Ziel ist klar, die Wichtigkeit der Mission ist klar und die Protagonisten geben das sehr glaubwürdig rüber.

Die Optik dieses Films hat natürlich nichts mit “300″ zu tun aber ich würde lügen, wenn ich schreibe, dass “Sunhsine” weniger beeindruckend aussieht. Ich habe afaik noch nie opulentere Weltraumszenen gesehen. Die Farbgebung und Einstellungen sind absolut phänomenal. Beim Rest des fast 2 stündigen Abenteuers hat Boyle definitiv alle Register eines modernen Films gezogen. Absurde Kamerafahrten, heftige Filter, pop-ups (sehr genial eingebunden) und sogar ruckelnde Sequenzen verlangen dem Auge alles ab, verhindern aber sehr selten den Überblick und wurden nie so übertrieben eingesetzt, dass der Film zu einem Special Effect verkommt. Sie unterstützen ihn nur.

Der Sound steht dem Bildmaterial in nichts nach aka sorry.. ich labere gerade crap, denn so eine geile Soundkulisse hörte ich zuletzt in.. ja ka!?!?Es gibt keinen Film mit dem man das vergleichen könnte! Der Soundtrack reicht von klassisch bis chiptune-Musik und die Effekte sind einfach so krank, dass ich mir den Film sogar nochmal im Kino anschauen würde. Sie sind ganz einfach zum Teil nicht beschreibbar und arschgeil. Trotz der ganzen Flut an neuen Sounds, wurden sie trotzdem sehr gezielt plaziert. So passiert es häufig, dass mal gar keine Musik oder Töne zu hören sind, was den Effekt der unglaublichen Entfernung zu jeder Zivilisation nochmal sehr verdeutlicht.

Und die Story? Ja das ist das, was den Film wirklich in die obere Liga bringt. Sie wurde etappenartig erzählt und verleitet nicht dazu sich an den Kopf zu greifen. Wer denkt, hier sieht man eventuell eine inoffizielle Fortsetzung von “The Core” liegt falsch aber das erwähnte ich im Prinzip ja schon oben. Bis zur Mitte des Films kann man noch alles nachvollziehen.. erst später gerät noch ein weiterer Faktor hinzu, den ich persönlich jetzt nicht sooo prickelnd fand. Aber Gott sei Dank wurde auch dieser Aspekt sehr gut, nicht zu lang und vor allem nicht zu eindeutig behandelt. Das Einzige was ich mir gewünscht hätte, wäre etwas mehr Dramaturgie oder Gefühl in einzelnen Szenen. Entweder hatte man keine Zeit dafür oder Mr. Boyle hat das nicht so drauf oder er wollte es nope. Aber es ist okay und im Vergleich mit dem anderen Rotzfilm wirkt “Sunshine” wie die Erfindung der Glühbirne. Einen pen muss ich allerdings für die Musik der Credits abziehen, die der Atmosphäre einfach das Herz rausreisst und es noch anspuckt. Ka wieso man das gemacht hat. Der Track ist ja geil aber er passt imo absolut nicht zum Film und lässt kein Nachdenken über die letzten 2 Stunden zu.

Fazit
Hut ab. Ich hatte mir erhofft endlich mal einen Science-Fiction Film sehen zu dürfen, der durch einzigartigen style, mit keinem anderen Film dieses Genres vergleichbar ist und ich bekam sogar ein bisschen mehr. Sicherlich gibt es ein paar Schwächen und die einzelnen Szenen geben ab und zu einige Fragen an die Logik auf aber die sollte man anhand der toll erzählten Geschichte und den ernstzunehmenden Schauspielern auf später verschieben (in einem Weltraumfilm sowieso).

Wer sich in Filmen fallen lassen kann, wird um dieses Kinoerlebnis nicht herum kommen.

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Sunshine

 

SUNSHINE

Die Sonne stirbt. Die “Icarus II” wird zur Sonne geschickt, wo sie selbige mittels einer Sprengladung mit der Größe von Manhattan erneut entfachen soll. Nachdem die “Icarus I” vor 7 Jahren bereits scheiterte, ist die “Icarus II” die letzte Hoffnung der Menschheit.

Was etwas an Armageddon erinnert entpuppt sich gottseidank als gelungener Science Fiction Thriller. Moment! Ist der Film wirklich von Danny Boyle? Ich muss kurz nachschauen…

…ja. Doch. Stimmt. Der Mann, der den unglaublich widerwärtigen und hurenlamen “28 Days Later” verzapfte überraschte mich ziemlich positiv mit einem Science Fiction Film, der voller Spannung, einem klasse Score, perfekten Schauspielern und dicken Special Effects steckt.

Dabei fällt einem als erstes die Soundkulisse auf. Die Geräusche, die einem hier um die Ohren fliegen sind nicht nur bombastisch, völlig neuartig und abgedreht, sondern sie passen sogar noch hervorragend zu den gezeigten Szenen. Dazu gesellen sich Musikstücke die teilweise an klassisches Orchester erinnern, aber auch teilweise Chiptunes ähneln. Das so ein Score nicht von John Williams kommen kann ist klar. Für den Soundtrack verantwortlich war die britische Elektronikband “Underworld”. Den meisten evtl. mit dem Track “Born Slippy” bekannt.

Was Danny Boyle mit den Sounds machte zog er auch mit den Visuals durch. Abgedrehte Kameraeinstellungen, gelungene Nahaufnahmen, Farbfilter, Verzerrungen. Ich glaube in dem Film gibt’s fast nichts, was er nicht ausprobierte. Aber dennoch, es sieht einfach hurengeil aus. Die Sonne hätte nicht besser gerendert worden können. Wenn die Kamera hier wackelt, dann aus gutem Grund. Selten gingen mir Effekte oder Einstellungen auf die Nerven oder sahen blöd aus.

Selbst das Wichtigste bei einem Science Fiction Film, die Story, funktioniert hier prima. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und selbst, wenn er der Film im hinteren Drittel etwas weird wird, so kriegt er kurz vor Schluss noch locker die Kurve und schaffte es, das ich nicht lachen muss vor lauter Scheiße. Im Gegenteil. Die Story ist insich recht plausibel und wirklich nice. Die Logikfehler bleiben bei einem Science Fiction Film zwar nicht aus, aber wen interessiert das schon. Wer genau hinguggt, findet überall “Fehler”. Das fängt schon bei Sounds im Weltall an. Leute, lasst es euch gesagt haben, ein realistischer Weltraum ist langweilig!

Positiv fielen mir noch die Schauspieler auf, welche allesamt ziemliche Charaktere waren und man sie wirklich ernst nehmen konnte. Hier gibt es keinen Anfänger, der immer coole Sprüche ablassen muss, um seine Angst vor dem Tod zu verbergen. Hier gibt es überhaupt keine coolen Sprüche. Alle an Bord sind ernstzunehmende Wissenschaftler mit Sorgen und der Fähigkeit Probleme relativ sachlich anzugehen.

Ich bin froh, das ich ihn mir anschaute und würd mir locker mal eine DVD kaufen. Einen Pen Abzug gibt es wegen dem letzten Drittel, das mit einer weirden Überraschung aufwartet und wegen den Credits, die einen ganz ganz fürchterlich aus der von Anfang aufgebauten Atmosphäre herausreissen und auf alles pissen, über das man in dem Moment gerne noch nachgedacht hätte.

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