Braindead


BRAINDEAD / AKA DEAD ALIVE / 1992 PETER JACKSON

Lionel Cosgrove ist ein Muttersöhnchen. Seit dem Tod seines Vaters lebt er alleine mit seiner Mutter in einem riesigen Anwesen. Lionel ist alles, was die Mutter noch hat, so duldet sie nicht einmal Paquita, die Lionel bei einem Einkauf kennenlernt. Ihre Eifersucht geht sogar so weit, das sie nicht einmal Paquita an ihn heranlässt und ihnen bis in den Zoo folgt. Beim spionieren wird sie auch prompt von einem Rattenaffen gebissen und liegt seit dem krank im Bett…

…der Rest ist Geschichte!


(Links: Lionels Mutter ist krank. Sehr krank… | Rechts: Paquita Maria Sanchez. Olé!)

Braindead ist nicht einfach nur ein Zombiefilm. Braindead ist DER Zombiefilm. Mit einer Mischung aus Romanze, Komödie und Splatter setzte sich Peter Jacksons einst selbst ein Denkmal und schuf einen instant Klassiker, der sich höchstens mit Genrelegenden wie Dawn Of The Dead einen Platz auf dem Siegertreppchen teilt. Den Erfolg hat Braindead dabei vielerlei Dingen zu verdanken.

Zum einen der Story, welche über das übliche “Zombies überfallen unsere Stadt! Ja.. und das war’s auch schon” hinaus geht! Da haben wir die Romanze zwischen Lionel und Paquita, den Rattenaffen, mit dem alles anfangen wird, den fetten Onkel von Lionel, der nach dem Erbe trachtet und sogar noch einen dunklen Fleck in der Vergangenheit von Lionels Mutter. Das alles wurde so geschickt verwoben, das diese doch ziemlich unterschiedlichen Einzelteile ein wohl temperiertes Ganzes ergeben. Und während wir also ganz gespannt der Story lauschen, werden unsere Ohren von einem dicken Soundtrack von Peter Dasent (Meet The Feebles, Heavenly Creatures) verwöhnt. Gerade dieser Synthesizer Sound passt zu Braindead, wie die Faust in’s Arschloch und unterstreicht perfekt den komödiantischen, selbstironischen Touch des Films, aber auch die dunklen, geheimnisvollen und romantischen Stellen. Als wäre ihm noch etwas langweilig gewesen, finden sich auf dem Soundtrack zum Film auch noch 3 Lieder mit Vocals wieder, wovon eines das Romanzentheme (Stars And Moon) mit spanischem Gesang ist und die zwei anderen feinster sechziger Jahre Rock’n'Roll er eigens für die Partyszenen im Haus eingespielt wurden.


(Links: Der sicke Onkel von Lionel versucht sich als Metzger. | Rechts: Abgefahren, wahnwitzig, irsinnig, genial. Die Goreeffekte.)

Überhaupt ist einer der genialsten Aspekte am Film, das er in den sechziger Jahren spielt. Die Klamotten, die Autos, die Musik, die Straßenbahnen, alles wurde perfekt nachgebaut, eingerichtet und gestyled, so dass Braindead – im Gegensatz zu den achtziger Filmen – seinen ganz eigenen Style hat.

Ja und dann… dann füllt sich das Haus mit Partygästen, die – wie wir schon erahnen können – sich alle bald in Zombies verwandeln werden. Genau jetzt explodiert Peter Jackson (damals war er allerdings noch nicht so unglaublich fett) und erfreut den Zuschauer mit den aberwitzigsten Splatter- und Goreszenen, die es je auf die Leinwand geschafft haben. Dank des großen Budgets, das er in den Film investierte, dürfen wir uns an den detailliertesten, schönsten, realistischsten (Naja, nach heutigem Anschauen des Filmes, muss man sagen, das sie schon etwas gelitten haben…) und einfach abgefahrensten Goreeffekten erfreuen. Ob Lionel von der Decke direkt auf den Kopf eines Zombies fällt, oder ein random Partygast durch eine Durchreiche flüchten will und seine Freunde in praktisch in zwei Teile teilen. Nirgends sah man, sieht und wird mehr Blut sehen. Braindead ist der Zombiefilm to end all Zombiefilme.

Die Mischung ist einfach perfekt. Komödie, Romanze und Splatter. Das alles zudem in einer 60′er Jahre Kulisse und mit neuseeländischem Akzent. Besser geht’s nicht.

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The Simpsons Movie

The Simpsond Movie (Laut meiner Kinokarte)
2007 / USA

Der Kot ist am dampfen, die Erde wird immer wärmer und dreckiger. Die Poppunker von Greenday wollen dagegen etwas unternehmen und sprechen das heiße Thema auf einem Konzert im Springfielder See an, werden deswegen aber mit Müll und sonstigen Gegenständen beworfen, woraufhin das Wasser immer giftiger wird. „So kann es nicht mehr weitergehen!“, denken sich die Einwohner Springfields und beschließen, von nun an ihre Abfälle richtig zu entsorgen. Alle halten sich an diesen Plan, außer Homer. Der kommt einfach an und leert Schweinecrap ins Wasser, woraufhin sie alle verrecken aka eine Kuppel um Springfield gestulpt wird, damit die Außenwelt vor ihnen geschützt wird. Natürlich gefällt das Homers Mitmenschen nicht, woraufhin die Simpsons nach Alaska fliehen…


(Links: Still halten, Still halten.. ach, das geht sicherlich ins Auge. | Rechts: Schockierende Mutproben auf den Dächern Springfields.)

Über 20 Jahre hat es jetzt also gedauert, dass die Simpsons ihren ersten Film spendiert bekommen. Erste Teile des Scripts wurden bereits im Jahre 2003 geschrieben, was wohl für das Filmchen sprechen sollte. Neben neueren Writern haben es auch einige alte Hasen aus den glorreichen Zeiten der Simpsons von Season 1 bis 9 ins Filmteam geschafft und sollten den Film zur Offenbarung für Fans machen. Leider ist ihnen ein kleiner, großer Fehler passiert: Es war viel zu viel vor dem Film bekannt, obwohl man penibel darauf geachtet hat, dass nichts an die Öffentlichkeit gelangt.


(Links: Nicht nur die Gabel war in diesem Film spitz, auch die ganzen Uborfans waren am spratzen. | Rechts: Den Schniedel von Bart sieht man im Film uncut.)

Die Animationen sind allesamt sehr schön anzuschauen, weichen durch die dickeren Konturen etwas vom Stil der TV-Serie ab, haben jedoch ihren gelben Charme behalten. Der Film wäre auch ziemlich gut gewesen, wenn nicht Herr Groening vor Start gesagt hätte „Baha, die Szenen aus den Trailern kommen doch gar nicht im Film vor, also Freaks, ihr könnt sie euch ruhig anschauen!!!“. Welch eine Hure, denn findige Trailergucker konnten keine Szene finden, die NICHT im Film vor kam. Also wusste locker der halbe Kinosaal, wie der jeweilige Witz bereits ausgehen würde und auch die Story wurde größtenteils bereits Wochen zuvor bekanntgegeben – viel mehr gab es dann auch nicht mehr. Hier und da wurde dann noch ein Jokus von South Park und Family Guy/American Dad geraped, pardon, gerippt und fertig war „The Simspons Movie“.

Also Kinder, solltet ihr Interesse am Film haben, schaut euch auf keinen Fall die Trailer an. Es war kein schlechet Film, nein, ein sehr guter sogar, wenn man nicht total verspoilert war. So trauere ich heute noch etwas darüber, dass ich mich auf Groenings Worte verlassen habe und verabschiede mich mit

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The Twins Effect

THE TWINS EFFECT
Dante Lam | 2003

Reeve (Ekin Cheng) ist Vampirjäger. Eines Tages verliert er bei einem seiner Aufträge seine Partnerin (Josie Ho). Fortan schwört er sich nicht mehr in seine Partnerinnen zu verlieben. Währenddessen verliebt sich seine Schwester leider in einen Vampir namens Kazaf (Shawn Yue), der einer Königsfamilie angehört und für Blut nicht töten will. Er bekommt es immer schön von seinem Vater in Flaschen geschickt. Irgendwie kommt dann noch ein anderer ganz schlimmer Vampir, der die 5 Prinzen der Königsfamilie schon umbrachte, und nun auch Kazaf nach dem “Leben” trachtet. Warum habe ich nicht so ganz gecheckt, ist aber auch scheißegal, der Film machte schnell klar, das er der “Böse” ist.


(Links: Die Eröffnungssequenz ist ziemlich nice | Rechts: Auch Jackie Chan darf nicht fehlen.)

The Twins Effect war 2003 DER Blockbuster zum chinesischen Neujahr und der Auftakt einer “Filmkarriere” der Twins Zwillinge. Nun… Twins, Neujahrsfilm (d. h. Mainstream), Ekin Cheng und Popstar Shawn Yue. Da erwartet man erstmal gar nix und wird tatsächlich positiv überrascht. Twins Effect ist tatsächlich eine amüsante Mischung aus Vampirfilm, Action und Comedy. Die eingestreuten Dramaelemente kann und will man da natürlich gar nicht so ernst nehmen, was zur Folge hat, das sie auch keineswegs irgendwie stören, da sie nicht sonderlich ausgewalzt werden. Irgendwie fand Regisseur Dante Lam von allem eine richtig gute Mischung und das rettet den Film schließlich. Dazu kommen die durchaus tollen Special Effects. Das Auflösen der getöteten Vampire sieht in keinem Hollywoodfilm besser aus und auch die restlichen Effekte brauchen sich nicht zu verstecken und fügen sich vor allem gut in’s Geschehen ein. Die Comedyelemente sind seicht, aber gelungen und nicht sonderlich nervig oder abnormal, wie im Nachfolger “Twins Effect 2″ z. B. Gerade die Konstellationen Gillian Chung / Ekin Cheng und Charlene Choi / Shawn Yue sind für ein paar symphatische Szenen verantwortlich und für den Rest zeigt sich Anthony Wong und eine besoffene Karen Mok verantwortlich. Übrigens sah sie bis dato noch nie besser aus. (Ja schimpf du nur, Munin.) Aber bei soviel Comedy und Drama dürfen die Vampire auch nicht fehlen. Bei ihnen fiel mir das Design positiv auf. Wer alte Hong Kong Filme kennt, wird festgestellt haben das Asiaten eine etwas andere Vorstellung von Zombies oder Vampiren haben. Diese hier sind allerdings ziemlich westlich orientiert und schön Mainstream modern und gewalttätig mit riesen Zähnen. Einzig und allein Bey Logan als Vampir fällt da etwas negativ auf. Die Action geht dank Donnie Yen richtig ab und selbst mit einer Schauspielerriege, die keinerlei Kampferfahrungen haben, schaffte es Donnie Yen die Szenen gekonnt und dick aussehen zu lassen. Davon können sich Hollywoodfilme wie z. B. Blade mal eine dicke Scheibe abschneiden.


(Links: Prinz Kazaf ist anders. Nicht nur, weil er in einer Kirche lebt, sondern auch für Blut nicht töten will. Außerdem hat er einen TFT und blaue Neonbeleuchtung in seinem Sarg. ~_? | Rechts: Gillian Chung ist so sexy, das ich sie asap heiraten würde. Nunja, auf dem Bild jetzt… nicht so… sehr.)

Als wäre das alles noch nicht genug, weiß Twins Effect auch mit toller Kameraarbeit zu überzeugen. Stimmige Farben, tolle Einstellungen, viel Farbfilter und Tiefenunschärfe und fertig ist ein sehr edel aussehender Film

Bei soviel Lob muss doch aber irgendwas an dem Film sucken, oder? Tjo. Ich weiß nicht so recht. Die Story ist natürlich ziemlich seicht, bietet keinerlei Überraschungen und erfindet das Rad selbstverständlich nicht neu, aber für einen Film dieser Art reicht sie definitiv auf. Die Musik ist ab und an richtig störend (Wenn beim Kampf der zwei Mädels z. B. sickes Billigtechno läuft), dafür auf der anderen Seite echt angenehm mit einem wiedererkennbaren Titletheme und choralen Gesängen. Den meisten Leuten werden die Twins, Shawn Yue und Ekin Cheng wohl auch negativ auffallen. Ich konnte damit leben, da ich ohnehin nix gegen die habe und erfreute mich zudem an einem Anthony Wong, wie er im Buch steht. Selbst Jackie Chan fand eine gute Mischung aus Cameo und Nebenrolle. Alles in allem ein toller Mainstreamvampirfilm aus Hong Kong.

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The Dark Crystal

Der Dunkle Kristall
1982 | Jim Henson, Frank Oz

Jen ist der letzte Gelfling. Die Skekse ließen einst alle Gelflinge hinrichten, da eine Prophezeiung das Ende der Skekse durch einen Gelfling voraussagte. So kommt es auch eines Tages, das des Gelflings Meister ihm mitteilt er müsse einen bestimmten Kristallsplitter finden und den titelgebenden dunklen Kristall damit heilen, bevor die Skekse für immer die Herrschaft an sich reißen. Tjo und dann zieht er also los, der kleine schwule Gelfling…


(Links: Die Gelflinge samt Hund. Die zwei letzten ihrer Art. Ich schätze die müssen nun krass bumsen, um ihre Art aufrecht zu erhalten. | Rechts: Die Fantasylandschaften sind ziemlich detailed.)

Dark Crystal war damals (1982) der erste 100 % aus Puppen bestehende Film. 5 Jahre in Produktion und ein riesen Flop an den Kinokassen. Kritiker liebten den Film allerdings. Nur… warum? The Dark Crystal ist ja wirklich nice gemacht. Die Puppen sind fantasievoll gemacht, perfekt gespielt dank Jim Henson und Frank Oz (Of Star Wars and Muppets fame). Auch die Welt, in der sie leben, ist detailliert. Überall hüpfen kleine Tiere rum. Überall gibt es fantasievolle Pflanzenkreationen, einige davon sogar beweglich, zu bewundern und alles sieht ziemlich echt aus. Die hässlichsten Puppen sind leider die Gelflinge. Auch der Soundtrack kann eigentlich überzeugen.


(Links: Die Nebendarsteller sehen stets recht lustig und / oder blöd aus. | Rechts: Die Skekse fighten um die Thronfolge.)

Nun, warum ist der Film scheiße?! Er ist ganz einfach grottenlangweilig. Das Pacing stimmt hier ganz einfach nicht. “Strings”, ebenfalls ein Puppenfilm, hat auch keine Tiefgründigere Story, aber da stimmt die Schnelligkeit. Da geht’s ab, da sieht man Action, da folgt eine Szene der anderen. Bei The Dark Crystal aber sehen wir den Skeksen beim Essen zu, was mehrere Minuten dauert, und wir fragen uns: “Warum?”. Es ist langweilig, auch wenn sie nice gemacht sind. Es gibt einfach viel zu viel Szenen, die irgendwie keine richtige Bedeutung haben und nur die tollen Fähigkeiten der Puppenmacher und -spieler zeigen. Erst im Jahre 1986 zeigte Jim Henson, das er nice Filme machen kann. Da kam “Labyrinth” mit David Bowie und Jennifer Connelly raus. Im Vergleich dazu und erst recht im Vergleich zu “Strings” aus Schweden, ist der dunkle Kristall einfach langweilig.

Ich muss mir nun nur noch den taiwanesischen “Legend Of The Sacred Stone” kaufen. Da soll überwiegend nur Action abgehen. ~_~

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A Chinese Tall Story

A Chinese Tall Story
H O N G K O N G | 2 0 0 5

Der Tang Mönch Tripitaka ist mit seinen 3 Schülern auf dem Weg in die Stadt Shache. Eigentlich sollte er 3 religiöse Sutren abholen, aber schon beim Empfang in der Stadt kommen uneingeladene Gäste. Ein Baummonster und seine Armee attackieren die Stadt, deren Einwohner und nichtzuletzt Tripitaka und seine Schüler. Da seine Schüler Tripitaka nicht ausreichend beschützen können und er selbst als Mönch keinerlei Gewalt anwendet, wickeln sie ihn kurzerhand in goldene Fäden und… schmeißen ihn weg. Ganz weit weg. Leider landet Tripitaka in einer Horde Echsenmenschen, die ihn gerne essen würden, weil sein Fleisch ewiges Leben verspricht. Man beschließt ihn vorerst bei einem hässlichen Echsenmdächen unterzubringen. Und damit fangen die Probleme erst an.


(Links: Geile Kamera, geile Landschaften! | Rechts: Ein Mönch in einem Spidermankostüm)


Also baha. Wo soll man da anfangen. A Chinese Tall Story basiert auf der chinesischen Geschichte “Journey To The West”. Wobei Jeffrey Lau, der Regisseur, nicht mehr viel von der Originalgeschichte übrig ließ. A Chinese Tall Story ist ein Chinese New Year Movie, eine Komödie, ein Actionfilm, ein Drama. Bei soviel Genres ist es klar, das er nichts davon so richtig gut macht. Ich las ja im Vorfeld schon, das es ein Crapfilm hoch drei ist, aber etwas verwundert hat er mich dann doch. So schlecht ist er nämlich gar nicht und neben einem gewissen Charme hatte er sogar ein paar richtig gute Lacher. Charlene Choi als Echsenmädchen oder die Menschenprinzessin (Fan Bing Bing), die einfach die ganze Zeit mit einer Zigarette im Mund rumläuft, brachten mich dann tatsächlich zum Lachen. Er hat noch ein paar Szenen dieser Art zu bieten, aber leider auch nicht wirklich lustige Szenen. Als Tripitaka z. B. durch die Beine der Banditenanführerin (Isabella Leong) krabbeln soll, diese aber – so erfahren wir – nie Unterwäsche trägt und der Gestank bestialisch sein soll, dann wundere ich mich nur etwas und fühle mich irgendwie abnormal, weil ich mir sowas gerade angugge. Überhaupt ist der Film ziemlich baha. Ob es Tripitaka ist, der irgendwann in einem Spiderman Kostüm rumläuft und mit fickrigen Hüftschwüngen versucht Spinnennetze zu schießen oder ob das der goldene Zauberstab des Monkey Kings ist, der sich wahlweise in ein Schiff, Flugzeug, Entenbraten oder gar eine Fliegenklatsche verwandeln kann, hier ist alles over the Top.


(Links: Die Flügel sind einfach CGI und sehen total geil aus? Außerdem passen sie zu Charlene Choi und ich würd sie gern damit bumsen. ;( | Rechts: Baha, es taucht einfach noch Buddha auf???)

Auch die CGI Effekte sind einfach over the top. Überwiegend sehen alle ziemlich scheiße aus und ganz ärmlich, aber komischerweise gibt’s auch hier wieder den ein oder anderen richtig guten Effekt. Überhaupt sollten die Chinesen endlich mal lernen ihre Special Effects zu beherrschen, denn wenn es mal abgeht, dann geht’s bei denen richtig gut ab. Explosionen am laufenden Band und einfach over the top Actionmoves, wie wir sie noch nie zu träumen wagten. Ein bisschen mehr Struktur, ein bisschen bessere Effekte und die Chinesen würden dicke abgefahrene Actionfilme machen, bei denen die Harrierszene in True Lies (Oder wahlweise auch Die Hard 4.0) einfach nur lächerlich rüber kommen.

Bei all der Lameness ist es etwas verwunderlich, das man Joe Hisaishi für den Soundtrack gewinnen konnten. Der Soundtrack ist somit das einzige am Film, das durchweg qualitativ überzeugen kann. Vom eingängigen Titlethema, das in den Credits noch als Vocal Track auftaucht, bis zu den diversen epischen Melodien und traurigen Momenten. Der Soundtrack ist einfach Klasse. Eine Schande das dieser nicht gleich bei der Avantgarde Edition der DVD dabei ist. Apropos… auch diese ist ziemlich sick und over the top. Die DVD ist ein nices, wenn auch etas billig gefertigtes Digipack in einem Pappschuber (Aus nice Perlmutt ähnlichem Material!?) und kommt in einer Douglasartigen Papiertüte daher, in der wir noch ein Mousepad, sowie kleine Papp Bilder inkl. Ständer finden. Diese lösen sich zwar mittlerweile auf, aber die Tüte rockt einfach. xD


(Links: Geile Weiber überall!!! | Rechts: Charlene als Echsenmädchen und baha, das hinter Charlene ist einfach ein Transvestit.)

Also was erwartet einen Schauspielerisch? Eigentlich nix besonderes. Charlene Choi schaffte es sogar in einer Szene Mitleid zu erregen, ansonsten sind alle nur nettes Beiwerk zu den CGI Effekten und den grandiosen Landschaftsaufnahmen, die durch die geile Kameraarbeit (Oder CGI Effekte?) wirklich nice eingefangen wurden. A Chinese Tall Story schaffte es tatsächlich, das ich ihn mochte. Durch den Soundtrack, die hin und wieder wirklich witzigen Szenen und die Tatsache, das er sich nicht ernst nimmt. Naja, bis auf die letzten 10 Minuten, in denen er ein Drama sein will.

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Black Mask

BLACK MASK | Hong Kong 1996, Daniel Lee Yan Gong | Jet Li, Lau Ching Wan, Anthony Wong, Karen Mok

Die 701st Squad war ein Experiment zur Züchtung von Superkillern, bei dem Elite Soldaten mittels Operation Schmerz unempfindlich gemacht wurden. Leider klappte das nicht wirklich so gut und man beschloss das Projekt aufzugeben und alle Soldaten zu eliminieren. “Black Mask” und einigen anderen gelang jedoch die Flucht…

Tsui Chik (Jet Li), wie sich Black Mask fortan nennt, arbeitet in einer ruhigen Bücherei und genießt sein neues Leben. Neben den Angestellten in der Bücherei ist “The Rock” (Lau Ching Wan) sein einziger wirklicher Freund. The Rock arbeitet als Polizist bei der Hong Konger Polizei und durch ihn gelangt Tsui Chik zufällig an die Information, das momentan nach und nach alle Drogenbosse in Hong Kong umgebracht werden. Tsui Chik erkennt die Handschrift seiner ehemaligen Elitetruppe, die so die Herrschaft über den Drogenmarkt erringen will.


(Links: Eine komplette Armee? Für Black Mask kein Problem | Rechts: Kommt nie aus der Mode; an einer Kette schwingend rumballern.)


Black Mask basiert auf dem erfolgreichen, gleichnamigen Comic (!) aus Hong Kong, von dem ich zuvor weder hörte, noch Bilder sah und man selbst mittels Google nicht wirklich viel darüber findet. Völlig unvorbereitet sah ich den Film vor vielen vielen Jahren und dachte: “Baha, nice.” Ich konnte ja nicht ahnen, das Comicadaptionen in Hollywood ganz ganz ganz groß in Mode kommen und mich ganz ganz ganz arg ankotzen werden. Nicht so “Black Mask”. Mit seiner wirklich cheezy Musik, der etwas lächerlichen Maske und dem Plastikhut, versprüht “Black Mask” einen Charme, dem ich mich nicht entziehen kann. “Black Mask” nimmt sich teilweise nicht wirklich ganz erst aber auf der anderen Seite geht auch dicke Action ab, mit recht brutalen Szenen. Blut spritzt hier Literweise und geballert wird wie am Fließband. Das alles lässt “Black Mask” nicht ganz so peinlich ausschauen.


(Links: Der Bösewicht ist einfach bisschen eklig. | Rechts: Eine Schande, das die Shots hier die durchaus geile Cinematografie des Films nicht wiedergeben könenn.)


Aber neben dem ganzen Geballer, der dicken Karate-Action und den paar überraschend guten Special Effects hat “Black Mask” noch mehr zu bieten. Lau Ching Wan nämlich. Er ist einfach mal wieder der coolste Cop in Hong Kong und lustigerweise in den Szenen mit Jet Li am besten. Gekonnt kriegen wir hier eine gute, tiefe, dennoch verhaltene Freundschaft zweier Männer ( Pen ) aufgezeigt, ohne irgendwelche peinlichen Szenen mit Umarmungen oder Sätzen wie “Wir werden immer beste Freunde sein!”. So schafft “Black Mask”, was viele Hollywoodstreifen nicht schaffen, nämlich die Story auch zwischen den Actionszenen fortzuführen. Als wäre das noch nicht genug bietet “Black Mask” auch noch einen ziemlich sicken Auftritt von Anthony Wong als Drogendealer in einem transparenten Plastikregenmantel und mit Karen Mok einen gelungenen etwas nervigen Sidekick. “Black Mask” ist übrigens einer der wenigen Filme, in denen ein japanischer Sega Saturn auftaucht. Karen Mok spielt gefesselt Darius Gaiden und man sieht kurz Virtua Fighter im Hintergrund laufen. Klar, das spätestens das der Grund ist, warum man sich “Black Mask” anschauen sollte.

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Sick, das die offizielle Homepage zum Film noch existiert?
http://www.hongkongmovie.com/english/vcd/official/blackmas/index.htm

Home Sweet Home

Home Sweet Home

Junges Paar zieht in neue Mietwohnung in einem Hochhauskomplex. Blöd nur, das dort eine sicke Frau in den Lüftungs- und Fahrstuhlschächten haust und es auf des Pärchens junges Kind abgesehen hat. Sie klaut ihn alsbald und dann muss die Mutter (Der Vater wird selbstverständlich früh schon ausgeschaltet) ihn halt wiederfinden. Zwischendurch kommt noch die herzergreifende Geschichte der Schachtfrau zu Tage und es kommt zu einem fulminanten Showdown.

Nun gut, das mit der Frau im Schachte war wahr, das mit dem fulminanten Showdown allerdings nicht. Der Film schleicht so vor sich hin, ziemlich früh schon kommt es zum Diebstahl des Kindes und man fragt sich, wie nun die “Horrorelemente” eingebaut werden. Zurecht, denn danach gibt es so gut wie keine mehr. Alle, im übrigen nur mittelmäßigen, Horrorszenen werden schon in den ersten 5 bis 10 (!) Minuten verbraten. Danach gibt’s nur noch Closeups vom tollen Makeup der Schachtfrau zu sehen und etliche Rückblenden bzw. andere Dinge.

Einzig und allein ist der kleine Junge hervorzueben, dessen Gejaule, Wimmern und Schauspiel im allgemeinen ziemlich überzeugt und süß anzusehen ist. Lam Suet spielte mal wieder unverändert. Einfach nice. Ansonsten gab’s nicht viel zu sehen. Langeweile kam auf und als man nach 20 Minuten schon wusste, wie der Film ausgeht, konnte man sich nicht mehr wirklich auf etwas freuen.

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3 Penen, weil Shu Qi einfach sexy ist (und noch 2 weitere super sexy Damen mitspielten). Ansonsten hätte es nur 2 gegeben.

United 93

United 93
(aka “Flug 93″; nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls erschienen “flight 93″. ..da soll noch einer durchblicken. ~_~)

Ein Film über die dramatischen Ereignisse der Terroranschläge des 11. September 2001, die die Welt veränderten. Komplett ohne auf das Geschehen in New York einzugehen, steht hier der Flug “united 93″ im Mittelpunkt, dessen Flugzeug übernommen wurde und womöglich in das weiße Haus stürzen sollte, was aber dank einer Bordrevolte der Passagiere, die dafür mit dem Leben bezahlten, verhindert wurde.
Ja. Das hört sich alles recht heroisch oder schmalzig an. Seit diesem Film weiss ich, dass Menschen solche Themen tatsächlich so behandeln können, dass man geschichtliche Inhaltsangaben dieser Art nicht alle in eine Schublade stecken darf.

Der Film spielt wechselt seine Szenen zwischen Flugzeug, Luftfahrbehörde, diversen Towern und dem Sondereinsatzkommando der nationalen Sicherheit ab. Man wird in die Geschehnisse eingeführt, lernt die Charaktere (allesamt keine bekannten Schauspieler aber evtl. gerade deshalb sehr real wirkend) kennen und bekommt dank hevorragender Schauspieler, packender & gezielt plazierter Musik und nicht zuletzt wegen der manuellen Kameraführung und dem kompletten Verzicht auf Computeranimationen das Gefühl dabei zu sein.
Noch ist alles ist noch in Ordnung. Der Flug hat eine Verspätung, beim Tower hält man noch das ein oder andere Schwätzchen und die spätere Meldung über ein entführtes Flugzeug erregt nicht die Panik, die man vermuten mag. Alles geht weiterhin sehr routiniertl seinen Weg. Spätestens wenn das WTC getroffen wird ändert sich die Stimmung, bis sich schliesslich Panik ausbreitet. Doch erst Gegen Mitte bis Ende des Films spielt die Übernahme und der darauf folgende Aufstand die absolute Rolle und die Spannung nimmt, obwohl man das Ende kennt, dramatisch zu.

Es ist wirklich nicht zu fassen wie Greengrass (Regie) es schaffte einen Film über diesen Tag zu drehen, der weder mit dummen Sprüchen, noch patriotischem Szenen daherkommt. Die Neutralität mit der er diesen Film drehte ist das plus, dass mich völlig vergessen ließ, dass es “nur” ein Film ist, der evtl. nicht mal der Wahrheit entspricht (ich bin ja der Meinung, dass das Flugzeug abgeschossen wurde.. aber das ist ein anderes Thema). Das alles ist egal. Man hat nicht den Hauch einer Chance sich den Geschehnissen, den Gefühlen der Entführten zu wiedersetzen.
Greengrass wollte für die Hinterbliebenen ein filmisches Monument schaffen und er hat meiner Meinung nach die Vollkommenheit eines solchen erschaffen.

Ich sah den Film nun gestern das 3. mal innerhalb kürzester Zeit. Ich dachte, dass ich dem Ganzen nun relativ gelassen gegenüber treten würde aber es war mir nicht möglich.
Ich brauche mir definitiv keinen einzigen weiteren Film über den 11. September anzuschauen um zu wissen, dass er schlechter sein wird.

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Egoshooter und Matando Cabos

Egoshooter

Nein, kein Film über die Videospielkultur, wie man vielleicht annehmen könnte. Es geht einfach um diesen Typen, Jakob, der große Teile seines Lebens auf Video festhält. Es geht um Frauen, Eltern, Pflegeeltern, Geschwister und die eigenen, kleinen Unzulänglichkeiten, die einem selbst so anhaften. Das Problem ist, der Film verzichtet auf eine Struktur, d.h. es ist einfach einen Aneinanderreihung von kurzen, wenig zusammenhängenden Episoden. Rob gefiel das z.B. überhaupt nicht. Mich störte das wenig, denn je mehr man von Jakob so sieht, desto mehr will man über ihn und sein Umfeld erfahren. Ich hätte am liebsten noch 4 Stunden weitergeguckt, aber der Film ist leider nur knapp 80 Minuten lang.

Es ist so ein typischer liebe-oder-hasse-ihn Kaliber. Meine Wertung von drei Penen ist also sehr subjektiv. Rob hätte ihm vermutlich keinen einzigen gegeben, weil er ihn langweilig und eben vollkommen zusammenhangslos fand. Ich denke aber, dass man unter der Herangehensweise, dass es kein Film im normalen Sinne ist, ihn durchaus genießen kann.

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Matando Cabos

Der kommt aus Mexico und ist wirklich wirklich gut, da die Story unglaublich geil ist und mit so vielen Twists daherkommt, dass ich irgendwann einfach nicht mehr mitkam, welcher Typ jetzt in welchem Kofferraum von wem entführt wurde. Es geht lose um eine Entführung eines großen Firmenbosses, um den Vater von einem der beiden Entführer zu rächen. Dieser hat sich nämlich fast 20 Jahre für seinen Chef aufgeopfert und hat nie auch nur ein bisschen Anerkennung dafür erhalten. Blöderweise werden Vater und Firmenchef bei der Entführung verwechselt denn Vater zog sich Klamotten von Firmenchef an, der in seinem Büro durch einen Streit mit einem Angestellten (der nebenbei die Tochter des Firmenchefs poppte und sich nur entschuldigen wollte), auf einen Golfball trat, umkippte und nun bewusstlos ist. Angestellter entscheidet sich also mit Kollegen, den halbnackten Firmenchef mitzunehmen und irgendwo auf ne Straße zu legen, damit es so aussieht, als ob er sich besoffen hätte. Und da haben sich die Probleme schon unter den Himmel gestapelt. Und es wird noch viel, viel schlimmer.

Und so weiter und so weiter. Dann gibt es da noch eine riesen Party, einen Wrestler, einen nervigen Vogel und einen Kannibalen, der Tony heißt und irgendwie hängen alle zusammen, was ich hier aber nicht verraten möchte. Es wäre eh zu kompliziert.

Bitte angucken.

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Borat

Borat

Nach reiflicher Überlegung muss ich sagen, das ich Borat gut fand, allerdings funktioniert er als Film nur schwer. Klar gibt es einen roten Faden, eine Story, einen Plan den Borat und sein Kollege Azamat haben. Azamat will eine Dokumentation über die USA drehen. Borat hingegen verliebt sich in Pamela Anderson und will nach Kalifornien. Zu ihr. Das Problem ist, das der Film allerdings überwiegend aus eigentlich zusammenhangslosen Szenen besteht. Einmal besucht er eine Feministengruppe, einmal einen ehemaligen General oder eine Knigge-Lehrerin, die ihm gute Manieren beibringen will. Diese Szenen sind insich wunderbar und richtig lustig teilweise, aber passen halt nicht ganz in einen Film. Zumal manche einfach nur wenige Minuten kurz sind.

Tjo anyway. Nie hätte ich gedacht, das man mich im Kino noch so shockieren könnte. Shockierend waren weder die Judenjagd in seinen Dorf, noch die ständigen Sticheleien gegen die Zigeuner. Shockierend waren besagte Nacktszene zweier Männer und eine Szene mit Pamela Anderson. Beide stellen imho die Höhepunkte des Films dar und deswegen will ich sie nicht weiter spoilern. Ich frage mich nur ernsthaft wie sie das hätten anstellen sollen und glaube nach wievor – zusammen mit ein paar anderen Szenen – nicht an deren Authentizität. Da wurden entweder Doubles oder Special Effects benutzt. Anders kann ich mir das nicht erklären. Sollte jemals deren Echtheit bewiesen werden, so muss ich umgehend kotzen und Borat meinen absoluten Respekt zollen.

~_~

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